Literaturgefluester

2020-05-25

Egons Verdacht

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:21
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Hier wieder ein Stück aus meinem Corona-Roman, der eher eine Erzählung ist:

„Egon Herweg hockte in seinem Trainingsanzug vor dem Schreibtisch am Computer, als Roswitha das Zimmer betrat und zuckte, als sie ihn ansprach, unwillig zusammen.

„Ich hoffe ich störe nicht, Egon! Ich wollte dir nur mitteilen, daß ich wieder zu Hause bin! Ich war im Museum, um den Raum noch einmal zu vermessen!

Das hat ein bißchen gedauert und ich habe gehört, daß sich Beate und Janina Sorgen, um mich machten! Das hast du, wie ich sehe nicht! Es wäre auch nicht nötig gewesen! Janina hat mir auch erzählt, daß du an deiner Vorlesung arbeitest! Wie geht es dir dabei?“, fragte sie und wunderte sich nicht, daß er sie unwillig anknurrte und „Was willst du, Hexe?“, fragte.

„Willst du mich schon wieder kontrollieren, damit ich brav zu bleibe und nicht zu meinen Studenten komme? Da hast du dich mit der anderen Hexe, die mit den klappernden Ohrringen, zusammengetan, damit ich das nicht kann! Ich weiß gar nicht, warum ihr so besessen seid, daß ich zu Hause bleibe! Aber ich habe euch durchschaut und es wird euch nicht gelingen! Und damit du beruhigt bist, die Ohrringenhexe habe ich zufrieden gestellt! Das ging ganz einfach! Mit einem Zehneuroschein, von denen ich noch einige in meiner Brieftasche habe, habe ich das gemacht! Sie hat sich zwar zuerst geziert und „Das darf ich nicht nehmen, Herr Professor!“, gesagt. Dabei aber so schnell, wie ich gar nicht schauen konnte, nach dem Geld gegriffen und es in ihren Ausschnitt gesteckt. Vorhin ist sie wieder ohne anzuklopfen in mein Zimmer gestürmt und hat mich, wie du, bei meiner Vorstellung gestört! Hat sich vor mir im Kreis gedreht und mir die neuen Klimperdinger, rosa und gelb gesprenkelt, wie sie mir erklärte, vorgeführt.

„Sie sind ein Engel, Herr Professor!“, hat sie mich angesäuselt. Ihr beide seid höllische Geschöpfe und stört mich bei meiner Vorlesung, die sehr wichtig ist! Denn stell dir vor, Roswitha-Hexe, ich habe das Spiel durchschaut und werde das auch meinen Studenten mitteilen!“

„Wie meinst du das, Egon?“, fragte sie erstaunt und nahm auf der Couch, die dem Schreibtisch gegenüberstand Platz.

„Das ist so logisch, wie der Abstand von dem Babyelefanten von dem jetzt ständig die Rede ist und den mir die Ohrringenhexe immer einzubleuen pflegt, wenn Sie mich am Weggehen hindern will! „Sie müssen Abstand halten, Herr Professor, weil Sie krank werden und sterben können!“, pflegt sie mir mit ihrer süßlichen Bebystimme, als wäre sie eine Kindergärtnerin, vorzusäuseln, aber ich habe sie durchschaut und weiß, was gespielt wird! Weiß es was genau!“, antwortete er energisch und schaute sie grimmig an.

„Wie meinst du das, Egon?“, fragte sie erneut.

„Das Corona-Virus ist wahrscheinlich ernst zu nehmen und da wir beide zu Risikogruppe zählen, ist es sicher besser vorsichtig zu sein und zu Hause zu bleiben! Das sagt die Regierung bei ihren Pressekonferenzen und das meint wahrscheinlich auch Janina, wenn sie dich am Fortgehen hindern will! Du kannst das auch tun, da du dich seit drei Jahren in Pension befindest und keine Vorlesungen mehr hältst! Du kannst aber das, was dir wichtig ist, aufschreiben und es vielleicht als Buch herausgeben!“, meinte sie dann wieder das, was sie schon sehr oft gesagt hatte und man ihr auch in der Alzheimer-Angehörigengruppe, die sie ein paarmal besucht hatte, empfohlen hatte und wunderte sich ein wenig, daß Egon ihr nicht, wie gewohnt, widersprach, sondern nickte.

„Genau, das, Hexe, werde ich auch tun!“, sagte er, hob die Hand und hielt ihr seinen ausgestreckten Zeigefinger vors Gesicht.

Ich werde das, was ich auf der Straße erlebt habe, als ich zu meiner Vorlesung wollte und nicht konnte, weil mich die Ohrringenhexe vor dem Supermarkt erwischt und nach Hause geschleppt hat, aufschreiben! Aber die habe ich mit neuen Ohrringen bestochen! Dann gibt sie, das weiß ich, eine Zeitlang Ruhe! Stellt sich damit vor den Spiegel und dreht sich, wie ein Pfau im Kreis oder sie macht, wie sie mir erzählte, ein Foto und schickt es an ihre Freundinnen, die in Kosice in Quarantäne hocken oder in anderen Wohnungen bei anderen Leuten sitzen und aufpassen, daß sie brav zu Hause bleiben! Ich habe es aber durchschaut und werde alles aufzeichnen und wenn es sein muß auf diese Art und Weise meinen Studenten schicken, damit sie verstehen was läuft und sich nicht täuschen lassen!“, sagte er und nickte energisch mit dem Kopf.

„Wie meinst du das, Egon?“, fragte sie zum dritten Mal und wunderte sich nicht, als er jetzt „Orwell“ und „1984“ antwortete.

„Hast du das Buch nicht gelesen und nicht gemerkt, daß wir in einen dystopischen Roman geraten sind, Hexe? Ich hätte gedacht, du hast das mitbekommen, da du jetzt auch nicht mehr nach draußen gehst, sondern den ganzen Tag zu Hause hockst, dort deine Arbeit machst und dabei mit deinem Assistenten schäkerst, wie mir die Janina-Hexe erzählte! Du siehst, ich bin informiert und kenne mich aus!“, behauptete er energisch und hob noch einmal den Zeigefinger, was Roswithas Schuldgefühle prompt verstärkte und Scheiße!“, denken ließ.

„Vielleicht sollte ich Janina auch einen Zehneuroschein zustecken, damit sie sich grüne Froschohrringe kaufen kann, mich in Ruhe läßt und meine Arbeitssitzungen mit Viktor nicht brühwarm an Egon und Beate weitergibt.

„Das sind meine Arbeitssitzungen mit Viktor Neumann, Egon!“, antwortete sie mit schuldbewußter Stimme und hochroten Kopf.

„Da ich auch schon über Fünfundsechzig bin und von zu Hause arbeiten muß, machen wir soviel es geht Online, wie du deine Vorlesungen auch besser zu Hause machst und was George Orwell betrifft, hast du, glaube ich recht! Ich habe auch schon gedacht, daß wir in einem falschen Film geraten sind! Obwohl niemand etwas für das Virus kann und man sicher vorsichtig sein und aufpassen soll!“, sagte sie dann zögernd, das, was sie aus dem Mund des jungen feschen Bundeskanzlers jeden Tag hören konnte und hob die Hand, um Egon trotz seines grimmigen Gesichtsausdrucks zu streicheln und sich dabei an den jungen Geschichtsassistenten zu erinnern, den sie vor über fünfunddreißig Jahren bei einem Vortrag kennengelernt hatte und an den sie ihr Assistent manchmal erinnerte.

„Laß sehen, was du geschrieben hast, Egon?“, sagte sie, versuchte in den Bildschirm zu blicken und war zufrieden, als sich sein Gesichtsausdruck ein wenig entspannte und er sogar zur Seite rückte, so daß sie ihm näher kommen konnte.

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2020-05-22

Die Veränderung

Filed under: Textbeispiel — jancak @ 00:40
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Und jetzt als Schmankerl eine Szene aus dem „Frühlingserwachen“:

„Geglückt, geglückt!“, dachte Egon Herweg fröhlich, nachdem er die Türe des Altbauhauses in dem er mit seiner Familie, wie er sich zu erinnern glaubte, an die dreißig Jahre lebte, geöffnet hatte und vorsichtig, um sich schielend, hinausgetreten war und sich nun in der Albertgasse befand, die, was ihn ein wenig wunderte, ungewöhnlich leer war.  Oder war das die Folge der neuen Zeit, von der alle sprachen und nicht wollten, daß er auf dieUniversität zu seinen Vorlesungen und seinen Studeten ging. Er war seinen Hexen entkommen, wie er pfiffig vor sich hindachte und dabei zufrieden nickte. Die dunkle Ohrringenhexe, die sich, wenn er sich wieder richtig erinnerte, Janina hieß. Janina Pavlova, um genau zu sein und die, wie sie ihm  mit einer kindlich hochgezogenen Stimme, als würde sie zu einem Säugling und nicht zu einem Universitätsprofessor sprechen und ihm erzählte, daß sie aus Kosice, um sich um ihn zu kümmern, hergekommen war. Von wegen kümmern. Er brauchte ihre Fürsorge nicht. Brauchte keine dunkelhaarige Ohrringenhexe, die sich in dem Zimmer eingenistet hatte, in dem früher seine Kinder gehaust hatten und ausgezogen waren, als sie, wie Albert heirateten oder, wie Beate, um Psychotherapeutin zu werden. Die Ohrringenhexe war aber mit einem Einkaufskorb verschwunden, um ihm ein schönes Bierchen mitzubringen, während die sogenannte Roswitha-Hexe, in ein Telefonat mit einem Viktor vertieft gewesen war, als er vorsichtig an ihr vorüber schlich. Die zwei Stockwerke hinabzusteigen war kein Problem. Hatte er doch darauf geachtet, von der Hausmeisterin nicht gesehen zu werden. Da sich diese in seinen Weg stellen würde und  „Wo wollen Sie denn hin, Herr Professor?  Bleiben Sie da, Ihre Damen sorgen sich , um Sie!“, kreischen und ihn zu seinem Hexenquartett zurückbringen würde, die ihn mit den gleichen Worten empfangen und in sein Zimmer sperren würden. Das wußte er schon. Deshalb war er vorsichtig und es war, wie er sich zu korrigieren wußte, auch kein Quartett, sondern ein Duett, das aus der Ohrringenhexe und der Roswitha-Hexe bestand oder nein, da kam noch als dritte im Bunde, Frau Jovanovic dazu und seine Tochter Beate war die Nummer vier mit ihren Ermahnungen, an die Roswitha-Hexe, so daß es wieder stimmte und er sich nicht geirrt hatte. Er war einem Hexenquartett ausgeliefert, das ihn in sein Arbeitszimmer einsperrte, weil es draußen angeblich so gefährlich war. Er war ihnen aber entkommen und hatte die Josefstädterstraße erreicht. Wenn er die in Richtung Ring hinunterging,erreichte er die Universität und kam zu seiner Vorlesung zurecht, um seine Studenten, die sicher schon auf ihn warteten, etwas von Karl dem Großen und dem Mittelater vorzutragen. Denn das war sein Spezialgebiet, während die Roswitha-Hexe, wenn er sich wieder richtig erinnerte, sich mit dem „Roten Wien“ beschäftigte und das war zwar interessant, aber nicht sein Fach in dem er sich habilitiert hatte. Seltsam, daß auch die Josefstädterstraße, die sonst sehr bevölkert war, verwaist wirkte. Sehr seltsam war das . Denn es war, wenn er richtig auf seine Uhr gesehen hatte, halb fünf am Nachmittag und da schloßen die Büros und die Leute strömten auf die Straßen um nach Hause zu gehen, einzukaufen oder, wie die Studenten, die ihn inskribiert hatten, auf seine Vorlesung zu warten. Es war wirklich komisch. Wie, wenn das geschehen wäre, von dem sie jetzt im Radio so viel berichteten, die Ohrringenhexe, die Hände übern Kopf zusammenschlug und „Furchtbar, furchtbar, Frau Doktor!“, zur Roswitha-Hexe sagte und zu ihm „Sehen Sie, Herr Professor, Sie müßen brav zu Hause bleiben, weil Sie sonst die Polizei erwischt und sue strafe zahlen müßen!“

Es war wirklich kindisch! Was bildete sich die Person nur ein? Er war kein Kind, das brav sein mußte und was sollte die Polizei von ihn wollen? Er war Universitätsprofessor und kein Gesetzesbrecher, den man bestrafen konnte, wie bei einem Einbrecher oder Einbruchsdieb. Bankräuber, das war die richtige Assoziation, dachte er und nickte ein wenig versunsichert vor sich hin. Kam ihm doch gerade ein etwa gleichaltriger Mann mit einer schwarzen Lederjacke und einem weißen Bart entgegen und der hatte ein rotres Sacktuch, um seinen Mund geschlungen. Als er ihm erblickte, zuckte er zusammen und wich in großen Bogen aus, als würde er sich vor ihm fürchten. Er blieb stehen, schaute ihm nach und schüttelte den Kopf. Wirklich äußerst seltsam, da gab es keinen Zweifel. Er spürte es genau und ließ sich nicht täuschen, obwohl er, das gab er schon zu, das Ganze nicht verstand. Denn warum hatte der ungefähr Sechzigjährige, der gar nicht, wie ein Bankräuber wirklte, ein rotes Kopftuch in Wildwestmanier um den Mund gebunden, wenn es  zumindest da, wo er entlang ging, gar keine Bank gab?  Das war doch seltsam und auch, daß sich außer ihm niemand über den Cowboy wunderte. Niemanden fiel er auf, keiner mokierte sich darüber und das wahrscheinlich nicht nur, weil die Josefstädterstraße auffällig leer war, sondern, weil auch sonst eine merkwürdige Stimmung herrschte, denn die Frau die ihm nun entgegekam und die, wie die Ohrringenhexe, einen Einkaufskorb in der hand schwang, war bestimmt keine Bankräuberin. Sie hatte aber auch eine Maske, um den Mund gebunden. Eine Weiße, wie die, die man in den Spitälern benutze und er sich an seinen Zahnarzt erinnern konnte, der in seiner Praxis auch mit so einem Fetzen herumlief. Die Frau mit dem Einkaufskorb war  keine Zahnärztin und hatte trotzdem einen solchen Mundschutz umgebunden. War er in einen schlechten Film geraten oder war sie aus der Ordination entwichen und vergessen, die Mundfessel abzunehmen<?

„Setsam, seltsam!“, dachte er noch einmal und drückte die schwarze Aktentasche, die er für seine Vorlesung brauchte, fest an sich. Denn so war es immer gewesen. Die Vorlesungsunterlagen befanden sich darin. Als er noch Asistent gewesen war, als Manuskript, später im Laptop und jetzt sollte es, wie er gehörtt hatte, ein E-learning geben. Die Professoren hielten ihre Vorlesungen per Videokonferenzen in ihren Arbeitszimmern ab. So hatte es ihm jedenfalls die Roswitha-Hexe erklärt, wohl um ihm vom Verlassen der Wohnung abzuhalten. Er wußte selber nicht genau, warum die Weiber alle so scharf darauf waren, daß er zu Hause blieb und das sogar im Radio und Fernsehen durchsagen ließen.

„Bleiben Sie zu Hause, halten Sie Abstand, beschützen Sie sich und die anderen!“, hatte der Spruch gelautet, den sie ständig dreschten und der, er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, war auch auf der Lichtfaßsäule vor dem Theater auf dem sonst immer die Programmankündigungen standen, platziert.

„Aus gegebenen Anlaß haben wir vorübergehend geschlossen!“, stand da zu lesen. Er glaubte seinen Augen nicht trauen und schüttelte den Kopf. War jetzt er, beziehungsweise, die anderen verrückt geworden oder befand er sich in einen schlechten Film? In einem, wo der Weltuntergang ausgebrochen war, die Straßen von den Menschen gelehrt worden waren und die wenig Übergebliebenen mit Stoffstücken vor Mund und Nase herumliefen.

„Seltsam, seltsam und wirklich sehr verrückt!“, dachte er, schüttelte noch einmal den Kopf und atmete auf, als er zwei junge Männer auf sich zukommen sah, die dicht nebeneinander gingen und, wie er befriedigt feststellte, keine Masken umgebunden hatten. Es war also doch alles normal. Er hatte sich nur wegen seiner Hexen in einen Alptraum hineingesteigert, den er aber, als reifer Mann, der sich nicht täuschen ließ, von sich abschütteln würde, nahm er sich vor und machte zwei Sekunden später einen Sprung nach vorn und wechselte die Straßenseite. Was war das? Offenbar befand er sich wirklich in einem Alptraum, denn das, wovor seine Hexen immer warnten, schien wirklich eingetroffen. Kamen doch jetzt zwei Polizisten, zwei junge Leute in den neuen Uniformen, auf die beiden Männer zu und schienen sie, statt dem Bankräuber von vorhin zu verhaften. Ihn ließen sie in Ruhe, obwohl ihm seine Hexen immer predigten, daß er nicht hinausdurfte, weil ihm sonst die Polizei einfangen würde. Die war aber auf die beiden Männer zugegangen. Da konnte er, er traute seinen Ohren nicht, wirklich hören, daß sie, weil sie den Sicherheitsabstand mißachtet hatten, Strafe zahlen mußten. Verrückt, verrückt! Aber ihn ging das nichts an und er mußte sich nur beeilen, um nicht zu spät in seine Vorlesung zu kommen und so war es wahrscheinlich besser, daß er nicht stehenblieb und die Polizisten, von denen einer, wie er sehen konnte, eine Polizistin war, die ihre blonden Haare zu einem Roßschwanz zusammengebunden hatte, nicht auf sich aufmerksam machte. Also die beiden Männer, die jetzt den Ordnungshütern erklärten, daß sie zusammenwohnten, hinter sich lassen und in Richtung zur Universität marschieren. Wenn er sich beeilte, kam er zurecht und er war auch sehr gespannt, ob sich die Studenten normal benahmen oder auch ein rotes Tuch, beziehungsweise eine Tauchermmaske, um den Mund gebunden hatten, dachte er und blickte sich suchend um.

„Keine Sorge, ich bin richtig!“, beruhigte er sich. Hinter ihm lag das Theater, vor ihm der Supermarkt in dem, wenn er sich nicht irrte, seine Ohrringenhexe immer einzukaufen pflegte und die auch dorthin unterwegs war, um ihm ein jschönes Bierchen mitzubringen. Vielleicht sollte er noch einmal vorsichtig sein und die Straßenseite wechseln, um ihr nicht in die Arme zu laufen, dachte er listig, um kurz darauf zusammenzuzucken und ein „Verdammt!“, vor sich hinzufluchen. Sah er doch vor sich schon ihre orangen Ohrringe baumeln und hörte ihre aufgeregte Stimme mit dem tschechischen oder russischen Akzent krreischen „Da sind Sie, Herr Professor! Ich habe Ihnen doch eingeprägt, daß Sie zu Hause bleiben sollen! Gut, daß ich Sie getroffen habe und Sie zurückbringen kann! Die Frau Doktor wird sich sicher Sorgen um Sie machen und mit mir schimpfen, weil ich nicht aufgepasst habe!““

So das war die Szene acht des Rohentwurfs, derzeit hat das Ganze siebenundfünfzig Seiten, 27 301 Wlrte und fünfundzwanzig Szenen. Ich bin auch noch nicht fertig, sondern derzeit beim Szene für Szene Durchkorrigieren und kann dann entscheiden, ob und was ich noch anfügen werde.

Zur weiteren Information verlinke ich die Artikel, die sich mit den Schreibfortschritten beschäftigen und kann ankündigen, daß es möglicherweise hier noch das eine oder andere Schmankerl aus meiner Schreibwerkstatt geben kann, bevor ich dann wahrscheinlich im nächstes  Jahr höchstwahrscheinlich mein   neundundfünfzigstes Indie-Book hier proundly präsentieren kann.

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2020-04-25

Handlungsaufbau-Handlungslücken

Ronny Rindlers Quarantäne- Schreibkurs, wo er den Aufbau eines Romans erklärt, geht jetzt  in die sechste Woche, so lange haben wir ja jetzt schon die Ausgangsbeschränkungen, die jetzt zwar Schritt für Schritt gelockert werden, die Friseure und die Geschäfte werden nach und nach geöffnet, die Lokale soll man ab Mitte Mai wieder mit Abstandregeln betreten dürfen und die Schulen geöffnet werden. Dazu gibt es nach deutschen Vorbild wahrscheinlich, da die das in Berlin schon seit drei Wochen tun, die ersten Demonstrationen, die sich gegen die Freiheitsbeschränkungen wenden, denn eine verpflichtende Ap oder Bewegungsüberwachung soll es Gerrüchteweise, neben der Maskenpflicht auch geben, damit man aus dem Haus darf.

Daß die Maskpenpflicht für mich ein Problem darstellt und ich auch kein Handy will, habe ich schon geschrieben.

Also schreiben schreiben und zu Hause bleiben, lautet vielleicht die Alternative für die nächsten Jahre. Ronny Rindler hat seinen Quaratimokurs mit dem Handlungsaufbau und der Figurenplanung, die er heute erklärte, auch beendet, kündigte aber für nächste Woche ein neues Video an und mein „Frühlingserwachsen“ wächst da ich ja brav zu Hause bin und da, beziehungsweise auch auf den jeweiligen Terrasse sehr viel schreibe.

Neunzehn Szenen, siebenundvierzig Seiten und 23 861 Worte habe ich jetzt schon und würde da einmal schätzen, daß ich mich ungefähr in der Mitte befinde, aber da auch schon wieder vor einem Fragezeichen bezüglich des weiteren Handlungsverlaufs stehe, aber wieder schön der Reihe nach:

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich Ronny Rindlers Videos sehr hilfreich finde, ich weiß zwar nicht, ob ich als Schreibanfängerin, also vor vierzig Jahren auch so viel damit anfangen hätte können, aber damals gab es das noch alles nicht und jetzt sind diese wöchentlichen Videos, die genau richtig zu meinem Schreibeginn kamen, sehr hilfreich, denn ich will ja einmal einen Roman von der Pique auf planen, um herauszufinden, ob er dann besser wird, als die circa fünfzig, die ich eher drauflosgeschrieben habe? Und ich kann auch schon die Antwort „Wahrscheinlich nicht!“, spoilern, denn, was ich brauche ist Aufmerksamkeit und die bekomme ich, auch wenn ich das Buch im Blog vorstelle ja nicht sehr und ich habe das mit dem „Heldereiseplanen“ ja, glaube ich, schon vor zwei Wochen also zu Ostern aufgegeben, als ich ein ungefähres Handlungsgerüst und fünfzehn geplante Szenen beziehungsweise einen Anfang, Mitte, Schluß und zwei geschriebene Szenen hatte.

Ab dann habe ich  losgeschrieben, habe jetzt  neunzehn Szenen und vorige Woche, als Ronny Rindler, die „Heldenreise“ erklärte, da, glaube ich, zwölf Schritte beschrieben und als Aufgabe gab, daß man damit seine Handlung plotten sollte, habe ich mir das Video zwar zweimal angehört, das Gerüst aufnotiert, aber weiter geschrieben.

Mit  dem Vieraktschema von Woche vier, glaube ich, habe ich ja meine ungefähre Handlung skiziert und als ich dann mit dem Losschreiben anfangen wollte, festgestellt, daß das sehr schwierig war, da einfach Szene für Szene zu setzen. Aber die Charakterbögen hatte ich schon und so habe ich mich, ich weiß nicht, ob das gut ist oder nicht, wieder von Szene zu Szene gehandelt und das Problem mit der Corona-Krise, in der ich  mittendrin stecke und daher nicht so genau sagen kann, wie es damit weitergeht, habe ich, glaube ich, auch ganz gut gelöst, als  ich der Roswitha auch eine Maskenphobie angedichtet habe und sie mit einem lila Schal, wie ich ihn auch in der Handtasche, aber noch nie als Mundschutz verwendet habe, zuerst auf die Bank und dann ins Wien-Museum schickte, wo schon Viktor mit einer Flasche Prosecco auf sie wartet.

Dort kommen sie sich nah und die Bea ruft die ganze Zeit an und fragt „Wo bist du Mutter? Du gehörst doch zur Risikogruppe, also bleibe brav zu Haus und betrüge meinen Vater nicht mit deinen Assistenten!“, was der Egon, der ja zu seinen Studenten will, auch nicht tut. Er entwischt und wundert sich auf der Josefstädterstraße über die Maskierten und den Polizeieinsatz, glaubt, er wäre in einem dystopoischen Roman und schreibt dann für seine Studenten in der Vorlesung darüber. Die Janina hat einen Ohrringentick und der Albert andere Sorgen, als sich um den möglichen Liebhaber seiner Mutter zu kümmern. Seine Frau kotzt und klagt über Kopfschmerzen und geht in die Apotheken, um sich einen Test zu besorgen. Das ist aber keiner für oder gegen Corona und so weit bin ich bei Szene neunzehn, die vor dem Video schrieb, schon gekommen und stehe jetzt wieder vor Lücken oder großen Fragezeichen oder vielleicht davor, daß ich bald fertig bin, aber statt fünfzigtausend dreißigtausend Worte habe und Corona noch lange nicht vorbei und ich jetzt ja überhaupt noch nicht abschätzen kann, ob es im Juni eine Ausstellungseröffnung gibt, aber die kann schlimmsten Fall auch online stattfinden und Roswithas Weigerung sich mit einem Armband auf die Straße zu geben kann, darin ja auch noch vorkommen und die Demonstration, wo sich auf der gestrigen, seltsamerweise sowohl Maria Stern von der Liste Jetzt, als auch Martin Sellner von den Identitären befanden und die Oe24 Reporter, die das filmten, sich darin überschlugen, von der Illegalität, als auch den Verschwörungstheorien zu sprechen, dabei aber immer wieder betonten, daß Meinunghsfreiheit eigentlich wichtig sei und Demonstrationen eigentlich erlaubt.

Das gibt sicher Stoff für einige Szenen, die nächste wäre wahrscheinlich, die, wo sich die Roswitha wieder mit dem Viktor im Museum trifft. Jetzt vermessen sie vielleicht wirklich, Roswitha denkt darüber nach, Egon vielleicht doch in ein Pflegeheim zu geben und ihn zu verlassen. Dann ruft Janina an und sagt der Herr Professor hatte einen Unfall. Das ist dann wieder interessant, weil man jetzt in einem Spital niemanden besuchen darf und vielleicht in einem solchen, obwohl es ziemlich leersteht, nicht so gut behandelt wird.

Viktor bekommt auch Nachricht von Christine. Sie hat sich, weil in New York ja alles noch viel schlimmer ist, nach Wien zurückfliegen lassen und will wieder Kontakt zu ihm und der Egon der ja versucht, das Ganze zu druchschauen und für seine Studenten, damit sie nicht irregeleitet werden, alles aufzuschreiben. Verfaßt einen utopischen roman und wenn sich  am Ende alle im Museum oder online treffen, ist vielleicht ein utopischer Roman ala 1984 oder 2020 entstanden und der Egon liest daraus vor.

Das wäre also das mit dem ich die nächsten zwei Akten, beziehungsweise zwanzig Szenen füllen könnte und wenn ich das Zeitgeschehen immer  schön darin verpacke, beziehungsweise den Handlungsplan entsprechend  verändere, könnte was  daraus entstehen, obwowhl es wahrscheinlich sehr schwer bis unmöglich ist, einen utopischen Roman aus der Wirklichkeit zu schreiben.

Mal sehen, ich bin gespannt und das Dummy für das „Literaturgeflüsterbuch II“ soll auch am Montag kommen.

Hier für die die es interessiert noch die bisherigen Schreibartikel zum Frühlingserwachen: 1 2 3 4 5

2020-04-19

Wie gehts mit der Heldenreise?

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich mit meinen selbstverlegten Romanen immer meine Schwierigkeiten habe. Ich schreibe und schreibe, bin dann irgendwann damit fertig, lasse es drucken, früher habe ich die Manuskripte an Verlage geschickt und keinen Erfolg damit gehabt, seit 2000 mache ich es selbst und habe schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher, seit 2008, seit ich blogge stelle ich sie im „Literaturgeflüster“ vor, mache eine Vorschau, ein Gewinnspiel, plane eine Leserunde, auf meiner Website gibts ein Probekapitel, ein paar Bücher schicke ich dann aus, um beispielsweise eineLesung bei den „Textvorstellungen“ zu bekommen, präsentiere sie am Volksstimmefest, stelle sie auf Lesungen vor, etcetera und weil das Feedback auf sich warten läßt, bleibe ich irgendwie unbefriedigt zurück.

Jetzt weiß ich beispielsweise nicht mehr so genau, wieviele Leute meine Bücher lesen. Am Anfang hörte ich manchmal, ich hätte keine Handlung, bei mir passiert nichts, ich wäre zuwenig abgehoben. Das ist das, was ich mir manchmal über mein Schreiben denke.

Gut, ich will sozial und gesellschaftskritische psychologische Romane schreiben und bin nicht experimentell und irgendwann bin ich, weil ich ja weiterkommen will und mich auch für die Schreibschulen, wie beispielsweise das Wiritersstudio, wo ich immer zu den Schnupperseminaren gehe und Webinare interessiere, die man im Netz umsonst bekommt, bin ich  auf die Heldenreise, dieses Modell von Joseph Campell aus der Mythenforschung, das Christopher Vogler für Hollywood adaptiert hat, gestroßen und konnte am Anfang nicht viel damit anfangen. Jurenka Jurk arbeitet in ihrer Romanschule sehr damit und bietet demnächst wieder ein dreiteiligen Seminar mit einem Probewebinar dazu an. Ronny Rindler, der ja jetzt im Rahmen des „Quarantimo“ jeden Samstag ein Video ins Netz hineinstellt, wo er den Aufbau des Romans genau erklärt, hat sich das letzte Mal  damit beschäftigt und man kann auch sagen, man kann einen Roman mit einer Idee beginnen, wie ich das ja meistens tue und dann immer ein paar Szenen im Voraus geplant zu schreiben beginne, nach cirka sechs wochen mit dem Rohkonzept fertig und dann wie schon erwähnt unbefriedigt damit bin, so daß ich immer beim neuen Versuch mir fest vornehme es jetzt doch einmal mit der „Heldenreise“ zu versuchen und dann irgendwie damit scheitere oder hängen bleibe.

Man kann es auch mit der „Schneeflockenmethode“ versuchen, also zuerst seine Projekt in einem Satz aufschreiben, dann in drei bis vier bis man schließlich den kompletten Szenenaufbau hat und dann zu schreiben beginnt.

Langweilig könnte man vielleicht sagen, die Profischreibe, die alle paar Monate einen roman herauswerfen, halten sich wahrscheinlich daran und ich habe mir, da ich ja jetzt ein paar Mal dieMiniwebinare der Jurenka Jurk zu ihrem Romanfahrplan besucht habe, mir vorgenommen mit dem „Frühlingserwachen“ es jetzt einmal wirklich mit dem Planen zu versuchen. Ein paar diesbezügliche arbeitsblätter haben sich da ja bei mir schon angesammelt, die Charakterbögen,die ich einmal von Jaqueline Vellguth übernommen habe, wende ich schon länger an. Jetzt habe ich auch ein Arbeitslatt zur „Schneeflockenmethode“ und mir da den Aufbau des „Frühlingserwachen“ ziemlich genau vor einer Woche notiert und geplant und mir dann auch beim letzten Video des Ronny Rindlers meine vier Wendepunkte notiert, was dazu führte, daß ich die Handlung im Grobkonzept, das heißt mit großen Lücken, aber den ungefähren Anfang Mtte, Schluß parat hatte.

Ein Roman von mir, beispielsweise, die die ich für den „Nanowrimo“ schreibe, hat ungefähr dreißig bis vierzig Szenen. Als ich nach den vier Akt Modell, die szenen aufnotierte, hatte ich etwa fünfzehn und beschloßen, genug geplant. Jetzt fange ich zu schreiben an, denn ich bin und bleibe wahrscheinlich zumindest eine halbe Bauchschreiberin oder wie das so heißt.

Die erste Szene hatte ich da schon, denn das war eine aufgabe des Ronny Rindlers, vor zwei Wochen, um die Szenen am Schluß offen und spannend zu gestalten, damit die Leser weiterlesen. Ob ich das wirklich so genau gemacht habe, bin ich mir gar nicht sicher und auch, ob ich wirklich am Anfang begonnen oder nicht schon zu schnell eingestiegen bin?

Mein Anfang war ja die Krise und die Ausgangssperre ist schon da, Roswitha ist zu Hause, hat ein Meeting mit dem Viktor, bemerkt sie ist in ihm verliebt, während der Egon mit der Pflegehelferin in Streit gerät und die Tochter Bea in Streit gerät.

Zuviel Infodumping könnten die Schreibschullehrer jetzt wahrscheinlich mahnen und als ich vorige Woche beschloßen habe, die Arbeitsblätter zu lassen und mit dem Schreiben, wie gewohnt zu beginnen, hatte ich ein Problem. Nämlich meine Wendepunkte, aber ich wußte nicht wie ich jetzt zur Szene zwei komme? Denn wenn ich vier Akte habe und cirka vierzig Szenen brauche ich für jeden Akt zehn und kann die Roswitha nicht gleich ins Museum gehen und den Viktor treffen lassen, damit der Egon seinen Autounfall hat und am Ende die Krise vorüber ist und sich alle im <museum treffen. Das wäre ja die Handlung in einen Satz, aber wie komme ich zu den Szenen, wo sich ja bei mir beim Schreiben immer ein paar im Voraus entwickeln?

Ich hatte ein paar Tage Schreibpause, das heißt ein paar Stunden und dann bin ich ja mein „Schreibebuch“ immer wieder durchgegegangen, damit es an die Druckerei gehen kann und habe immer je einen oder zwei Fehler, also noch einen Durchgang, gefunden.

Jetzt habe ich aber weitergeschrieben und momentan auch sechs Szenen, zwanzig Seiten und 9356 Worte und habe da jeder meiner Figuren eine Szene gegeben. Denn das hat mir bei der Romanplanung gefehlt, die ja eher auf die Roswitha konzipiert war.

Also die Roswitha telefoniert in Szene zwei mit dem Viktor, in Szene vier rennt der Egon davon beziehungsweise will ihn die Janina in Szene drei vorher beruhigen, in Szene fünf zieht die Esther zur Beate und ins Szene sechs trinkt der Viktor noch einmal sein Bier und beklagt seine Einsamkeit. Zwei Szenen habe ich jetzt in meinen Notizbuch noch notiert, bevor ich mir wieder die Aktstruktur vornehmen werde. Nämlich noch einmal den Egon auf die Straße schicken, die Janina bringt ihm dann heim. Er erlebt ja die Krise mit ihren Verboten auf ganz besondere Art und in der achten Szene kommts zur Maskenpflicht, die roswitha hat wie ich, ihre Schwirigkeit damit, nimmt einen Schal, den  sie muß auf die Bank und dann doch ins Museum, trifft dort zufällig den Viktor und ich wäre jetzt schon beim ersten Wendepunkt und alles weitere später, um nicht zuviel zu spoilern, damit meine Leser nicht vielleicht sagen, das brauchen wir nicht mehr lesen, wenn sie zuviel verrät.

Ich habe auch noch nicht mehr, mir vorhin aber das neue Video des Ronny Rindlers angehört, wo er das „Heldenreisemodell“ des Christopher Voglers mit seiner Aktstruktur vergleicht und die Aufgabe stellt, das jetzt auf seine Szenen audzudröseln.

Das habe ich nicht gemacht, sondern meinen Blogartikel geschrieben und am Abend  gibts ja das Gratisseminar zur Jurenka Jurks „Heldenreise“, aber da bin ich nicht sicher, ob ich hineinkomme, weil ich mit dem „Zoom“ ja meine Schwierigkeiten habe.

2020-04-08

Weiter mit dem Handlungsaufbau

Filed under: Buchpromotion,Schreibbericht — jancak @ 00:37
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Ich bin ja derzeit, vielleicht Corona bedingt, vielleicht auch so, literarisch sehr aktiv, versuche auf meinen Blog das zu machen, was die Veranstaltungsorte wie die „Alte Schmiede“, die „Gesellschaft“, Klaus Kkastberger, etcetera, auf ihren Seiten machen, meine Veranstaltungsvideos online zu stellen, wer also etwas von mir hören oder lesen will, ist hier richtig, Doris Kloimstein habe ich gehört, ist diesbezüglich schon unterwegs und auch, was das Schreiben betrifft, geht es gut und ich bin, wie schon einmal „gestern, heute und auch morgen“ unterwegs.

Das heißt das „Mein Schreiben-meine Bücher-Literaturgeflüsterbuch“, liegt beim Alfred, das Cover hat er schon erstellt. Es ist ein anderers, als ich dachte, aber sehr schön, kann ich schon verraten und ich hoffe auch, er stellt sehr bald die „Vorschau“, damit man es auch sehen kann, ein. Dann muß ich den Text noch endkorrigieren, bevor das Manuskript an die Druckerei und das Cover mit der Leseprobe, dem Kapitel  „Sogenannte Indiebücher“ auf meine Website gehen kann.

Ich habe inzwischen das „Fräulein No“ korrigiert und den Text samt der Beschreibung dem Alfred übbergeben. Coverbild haben wir noch keines. Da müßen wir erst auf Suche gehen, aber ich bin schon eifrig am Schreiben des Neuen, bezieungsweise am Planen, denn da habe ich ja vor auszuprobieren, ob ich das mit der „Heldenreise“ kann, da habe ich mir die Unterlagen die ich von Jurenka Jurks  Webinaren habe, herausgesucht, das „Romanschreibbuch“ von Gustav Ernst, das ich auch dazu benützen will, liegt schon länger am Schlafzimmertischchen und am Samstag habe ich mich endlich wieder auf die Terrasse in die Sonne gesetzt, meine Morgenseiten geschrieben, beziehungsweise in mein kleines schwarzes Büchlein, meine Zustandsnotizen gemacht und mir dann das vierte Video von Ronny Rindler gegeben und die sind sehr informativ und ich kann jeden nur empfehlen, sie sich anzuhören, der sich für das Schreiben interessiert. Sie richten sich zwar wahrscheinlich an Schreibanfänger und das bin ich wohl wirklich nicht, auch wenn mich mein Freund Uli für eine Hobbyautorin hält. Aber die Aufgabe eine Szene so zu schreiben, daß sie am Schluß eine offene Frage, ein Mißgeschck oder einen Cliffhänger enthält, damit die Leser am Ball bleiben, habe ich gemacht. Mit dem Cliffhänger habe ich zwar so meine Schwierigkeiten. Das heißt, ich weiß nicht so recht, ob es wirklich spannend geworden ist. Aber das sind die Bücher, die ich lese, ja meistens auch nicht und sie sind wahrscheinlich auch nicht immer nach der „Heldenreise“ komponiert. Ich könntle sie aber vielleicht als Einstiegsszene für das „Kein Frühlichgserwachsen mehr“ verwenden, obwohl ich auch da nicht wirklich sicher bin, ob das wirklich schon der Einstieg ist oder die Geschichte nicht vielleicht doch schon vorher beginnt.

die Corona-Krise ist jedenfalls ausgebrochen, beziehungsweise hat sie Österreich mit seinen ersten Toten erreicht und Kanzler Kurz gibt seine Pressekonferenz, Roswitha Wegerth oder Herwath sitzt zu Hause vor dem Laptop. Sie ist ja Ausstellungskuratorin und will mit ihrem Assistenten Viktor, eine Ausstellung über das „Rote Wien“ vorbereiten, die im Juni eröffnet werden sollte. Sie denkt dabei an ihren Assistenten den dreißigjährigen Viktor,der ihr Nachfolger werden soll, wenn sie sich nach der Ausstellung offiziell in den Ruhestand begeben wird und überlegt oder fürchtet, daß sie sich ein bißchen in Viktor verliebt hat. In der Küche sitzt ihr Ehemann Egon und sabbert vor sich hin, denn beim ehemaligen Universitätsprofessor wurde vor drei Jahren eine Alzheimer Disease diagnostiziert. Jetzt füüttert ihn die slowakische Personenbetreuerin Janina, der beschimpft sie und Roswitha denkt an ihre Tochter Bea, die Psychotherapeutin ist und die ihrer Mutter sowas sicher nicht erlauben würde. So weit, so what und jetzt beginnt die Figuren- und die Heldenreiseplanung, da habe ich mir ja den Romanfahrplan der Jurenka Jurk herausgesucht, die Schneeflockenmethode gibt es auch und die „Nanowrimotips“, der Annika Bühnemann und eine ungefähre Szenenfolge und auch den Schluß, an dem es mir bei meinem letzten Schreibbericht noch mangelte, gibt es inzwischen auch.

Es gibt also die Coroanausgangsbeschränkungen, dazu habe ich ja auch meine Corona-Notizen. Roswitha trifft sich trotzdem einige Male heimlich oder auch offiziell, um die Ausstellung zu planen im Wien-Museum, Egon reißt ein paarmal aus und hat Schwierigkeiten mit der Polizei, weil er sich ja nicht an die Abstandsregeln hält, Bea mischt sich ein und schimpft mit ihrer Mutter. die sie mit ihren fünfundsechzig Jahren und drei Monaten für eine Risikopatientin hält. Janina kümmert sich um Egon, muß aber zurück in  die Quarantäne und man weiß dann nicht, ob die andere Betreuerin Zsusanna über die Grenze kommt? Am Schluß hat Egon einen Autounfall. Das heißt, er wird von einem solchen angefahren, hat einen geprellten Finger und ein Cut am Auge. Das ist mir wirklich vorgestern passiert, als ich auf der Bank gewesen bin. Das heißt, ich bin im Park über irgendwas gestolpert und hingefallen und es hat ein bißchen geblutet und die Corona-Krise geht auch vorbei. Alle dürfen sich wieder treffen, Viktor stellt Roswitha seine Freundin Christine vor, Bea bringt ihre Freundin Esther mit, der Sohn Albert, seine Frau Valeria und erzählt, daß sie im dritten Monat schwanger ist. Szusanna ist auch über die Grenze gekommen. Die Ausstellung kann dann auch eröffnet werden. Eventuell findet das alles auch dort statt, so,weit, so what und nun mach einen spannenden Roman daraus, liebe Eva!

Wie ich mich kenne, wird der Rohtext fertig werden und es wird wahrscheinlich wieder nicht so spannend oder besser vielleicht nicht so ganz neu sein. Das heißt, die Corona-Krise ist das schon und das Verarbeiten derselben, wie der Egon darauf reagiert, mein fast fünfzigstes Selbstemachtes, wenn ich mich nicht irre, wird das sein!

Aber stop und halt, nicht zu weit in die Zukunft hinauslehenen. Erst die Szenenplanung machen und dann den Rohtext schreiben. Danach das Ganze gründlich  überarbeiten, bevor ich mich entscheiden kann, ob es wieder an den „Digidruck“ gehen wird oder sich vielleicht doch ein Verlag findet, der sich für mein literarischen Schaffen interessiert?

Mal sehen, ich bin gespannt und jetzt schauen sich meine Leser am Besten meine Vorschau an, beantworten die Gewinnspielfragen, melden sich für die Leserunde an und bis das soweit ist, können sie auch auf meine Website gehen. Da finden sich die Leseproben der meisten Bücher und die Schreibartikel gibt es, da allerdings unkorrigiert, im Blog.

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