Literaturgefluester

2022-09-29

153 formen des nichtseins

Filed under: Bücher,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:24
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Buch acht des deutschen Buchpreises ist interessant vom Titel und vom Cover her, erschienen im „Homunculus-Verlag“, den ich vom Bloggerdebutlesen kenne und der auch eher unkonventionelle Bücher hat.

„153 formen des nichtseins“ am Cover sieht man eine schwarzmaskierte Frau mit riesigen abstehenden großen Stachelhaaren der 1992 in Petersburg geborenen Slata Roschal, die seit 1997 in Deutschland lebt, Literaturwissenschaften studierte, schon viele Stipendien und einige Lliteraturpreise bekommen hat.

„153 formen des nichtseins“ ist ihr Debutroman und ist wahrscheinlich wieder keiner, sonder eine Collage aus verschiedenen Textformen id hundertdreiundfünzig mehr oder weniger langen Abschnitten.

Mit Listen, Zeichnungen, E-Mails, etcetera wird da vom Aufwachsen einer Progagonistin erzählt, die Ksenia heißt und wahrscheinlich viele Ähnlichkeiten mit ihrer Autorin hat, nämlich aus einer aus Russland emigrierten jüdischen Familie in Deutschland mit einem Bruder aufgewachsen. Die Eltern Zeugen Jehovas, daher strenge Erziehungsmuster, der Großvater, die Großmutter kommen vor. Dann waird aber schon zu Literaturkongressen über russische Literatur geschwenkt, an dem die Erzählerin teilnimmt. Sie hat ein Kind namens Emil und ihre Eltern sind mit ihrer Erziehungsform nicht einverstanden, die Diagnose der Zweisprachigkeit oder des Migrantenschicksals wird zitert:

„Diagnose Zweisprachigkeit

Empfehlung

Psychotherapie

Logopädie

Psychiatrie

Lebenslanges Schweigen“ und eine Studie, die nchweisen will, daß zweisprachig aufgewachsene Kinder schlechter lernen, die sie dann vor ihrem Sohn versteckt, damit der nicht auf diese Idee kommt.

Vereinbarungen werden zitiert und beschrieben, wie sie im Kindergarten auf ihren Sohn wartet, der nicht mitkommen will und von der Kindergärtnerin in Deutschland heißt der KITA gefragt wird warum sie kein Schweinefleisch ißt?

Ein interessantes Debut und eine interessante Art eine Autobiografie zu schreiben, sehr modern und ungewöhnlich. Deshalb ist Slata Roschal wohl auch auf die Longlist gekommen.

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2022-08-23

Die neue deutsche Longlist

Filed under: Buchpreisbloggen — jancak @ 19:37
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Vom „Deutschen Buchpreis“, den es schon seit 2005 gibt, wo zuerst zwanzig deutschsprachige Neuerscheinungen ausgewählt werden, dann auf eine Shortlist geschrumpft und zur Eröffnung der Frankfurter-Messe das Preisbuch ausgezeichnet wird, habe ich, das habe ich schon geschrieben, zuerst gar nicht sehr viel mitbekommen und mir höchstens ein oder zwei Bücher davon zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht.

Mit dem Bloggen ist das dann anders geworden, da hat mich Christiane Zintzen zuerst auf die Leseproben aufmerksam gemacht, die in Österreich, glaube ich, noch immer nicht zu bekommen ist und „Buzzaldrin“ hat mich dann auf die Idee des „Buchpreisbloggens“ gebracht, da heißt möglichst alle Bücher lesen und darüber schreiben, der liebe Otto tut das auch schon lange und das praktiziere ich nun schon seit 2015 ,und ich kann das wirklich nur jeden empfehlen das auch zu tun, denn man lernt sehr viel dabei und damit das noch besser besser gelingt, überlege ich mir seit einigen Jahren auch schon vorher, was darauf kommen sollte und was ich davon schon gelesen habe?

Einen diesbezüglichen Blogartikel ,gibt es ja schon. Was könnte darauf kommen habe ich mich gefragt und daß es möglichst viele Bücher sind, die ich schon gelesen habe, denn dann bin ich damit schneller fertig.

Ich habe ja irgendwie das Gefühl, daß ich derzeit eher wenig und sehr langsam lese, aber einige deutschsprachige Neuerscheinungen sind schon darunter, also hätten

Tamar Noort „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“

Finn Job „Hinterher“

Helmut Krausser „Was mit Jeanne begann“

Heinz Strunk „Ein Sommer in Niendorf“

Tom Kummer „Unter Strom“

Anselm Neft „Späte Kinder“

Arno Camenisch „Die Welt“ und

Jan Böttchers „Das Rosen-Experiment“

darauf stehen können.

Das wären neun Treffer gewesen. Einer ist es dann geworden und ich habe mich im Vorfeld auch umgehört, was noch darauf stehen könnte? Welche Neuererscheinungen gibt es und wer hat sie geschrieben?

Da gibt es ja neue Bücher von Norbert Gstrein, Marlene Streeruwitz, etcetera. Fatma Aydemir hat schon eines im Früjhjahr herausgemacht, das wie ich bei den „Buchpreisbloggern“n, die eine Vorschau gaben, herausgehört, große Chancen haben und die, das ist interessant, haben auf ihrer Lliste auf die „weißen alten Männer“, die ich vorgeschlagen hätte, vergessen und auf die Frauenpower gesetzt. Da waren auch einige Tips dabei, auf die ich mich freue, wenn ich sie mal finde und hatten viele Treffer.

Ich hatte nur einen, nämlich

1.Heinz Strunk Ein Sommer in Niendorf“, der ja schon im Vorjahr auf der Liste gestanden hat.

2. Dann wie erwähnt Fatma Aydemir „Dschinns“, das ich gerne lesen möchte und das PDF schon habe.

3.Carl Christian Elze „Freudenberg“ noch nie etwas von Buch und Autor gehört.

4. Theresia Enzensberger „Auf See“ auch noch nichts gehört, aber auch schon bekommen.

5. Kristine Bilkau „Nebenan“ von der Autorin habe ich schon was gehört.

6. Jan Faktor „Trottel“, da habe ich den Autorennahmen auch gehört

7.Marie Gamillscheg „Aufruhr der Meerestiere“, da habe ich das Debut gelesen und auch schon Lesungen gehört.

8.Kim de L`Horizon „Blutbuch“, auch noch völlig unbekannt, wurde aber, glaube ich, von den Bloggern empfohlen

9.Yael Inokai „Ein simpler Eingriff“ ebenfalls noch nicht viel gehört, wurde aber empfohlen und habe es auch bekommen.

10.Reinhard Kaiser-Mühlerecker „Wilderer“, da bin ich ja fast eine Mühlecker-Kennerin, die „Wilderer-Lesung“ bei den O-Tönen habe ich aber urlaubsbedingt versäumt

11.Anna Kim „Geschichte eines Kindes“, die Autorin kenne ich, das Buch noch nicht

12. Esther Kinsky „Rombo“, da habe ich die Autorin bei der „Artmann-Biennale“ gehört. Sie hat aber glaube ich etwas anderes gelesen

13.Dagmar Lupold „Dagegen die Elefanten“ Dagmar Leupold stand schon glaube ich auf der Liste, die Buchpreisblogger haben das Buch empfohlen und bekommen habe ich das PDF auch.

14. Slata Roschal „153 formen des nichtseins“, auch noch völlig ungekannt.

15. Anna Yeliz Schentke „Kangal“, da trifft dasselbe zu

16. Eckhart Nickel „Spitzweg“ von Eckhart Nickel habe ich schon was gehört, und gelesen und auf das Buch wurde ich, glaube ich, auch schon aufmerksam gemacht, bin also gespannt

17.Gabriele Riedle „In Dschungeln. In Wüsten- Im Krieg.- Eine Art Abenteuerroman“, klingt spannend und war mir bisher unbekannt.

18. Jochen Schmidt „Phlox“, noch nichts gehört von Buch und Autor.

19. Andreas Stichmann „Eine Liebe in Pjöngjang“, kingt auch sehr spannend und der Autor hat glaube ich schon in Klagenfurt gelesen.

20. Daniela Dröscher „Lügen über meine Mutter“, auch eine noch unbekannte Autorin und ein unbekanntes Buch

So das wars. Einiges Neues dabei, die alten weißen Männer fehlen ziemlich, dreizehnFrauen , sieben Männer und nun bin ich gespannt. Fünf PDFS oder E-Pubps und drei Print-Zusagen habe ich schon bekommen, bei drei muß ich wohl auf die Netgalley warten, wo man die Bücher seit einigen Jahren bekommen kann und ich habe noch einige „Wagenbach-Quartbücher „und eine Printneuerscheinung gelesen, bevor ich mich ans „Buchpreislesen“ machen kann.

Wer diskutiert mit mir in Kommentarform über die Bücher? Würde mich sehr freuen, wenn eine rege Diskussion entsteht, denn das ist wahrscheinlich der Sinn der Sache?

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