Literaturgefluester

2018-02-08

Dichtfest in der Alten Schmiede

Wieder einmal „Dichtfest“ in der „Alten Schmiede“, die von Christine Huber kuratierte Lyrikveranstaltung und diesmal bin ich nicht nur zum Beginn, auch nicht zur fünften Lesung, erst zum Wein oder zu spät gekommen, sondern ich war schon vor halb sieben, als noch geschlossen war, da, denn der „Morawa“ schließt jetzt schon, um halb sechs und hatte angekündigt, Anfang Februar gibts einen Flohmarkt und da ich ja so wenige Bücher habe und mit meiner fünf Uhr Stunde schon rechtzeitig fertig war, bin ich losgerast, um mich diesbezüglich umzusehen.

Im Vorjahr gab es ja keinen Abschlußverkauf, sondern nur Halbpreisbücher und ich waren mir, ganz ehrlich zu teuer, aber diesmal standen wieder die Kisten vor dem Eingang und Bücher gab es, um fünf bezeihungsweise vier Euro, eines sogar um zwei, das ist zwar auch nicht wirklich billig, ich kann es mir aber leisten, wenn zwar höchstwahrscheinlich nicht mehr lesen, denn derzeit warten ja scho zehn Rezensionsexemplare im Badezimmer auf mich.

Aber ein Laster kann die Frau ja haben und dieses ist  eher harmlos, also zugepackt und eingekauft und neunzehn Euro ausgegeben und es waren durchaus interessante Bücher dabei, die nicht so interessanten habe ich liegen lassen.

Nämlich alfred Gobrans „Das letzte Journal“, daraus habe ich wenn ich mich nicht irre, schon in der „Alten Schmiede“ gehört. Hermann Knapp „Der Tote der nicht sterben konnte“, da war ich bei der Präsentation im „Thalia“, David Foenkinos „Charlotte“, das wird immer angezeigt, wenn ich auf das „Literaturcafe“ clique, Judith W.Taschler „Roman ohne U“, das ist auch sehr bekannt und Clemens Berger „Im Jahr des Panda„, da war ich auch bei der Präsentation im Liiteraturhaus und habe Brötchen in mich hineingestopft.

Also wieder Lesestoff in Massen und weil ich so früh in der „Alten Schmiede“ war, hatte ich auch ein Rezensionsexemplar mit mir, nämlich Margit Schreiners „Kein Platz mehr“, ein Buch das irgendwie auf mich zutrifft oder auch nicht, natürlich nicht und eine der Lesenden, nämlich die GAV Kollegin C. H. Huber, deren Erzählband ich im letzten Jahr gelesen habe, habe ich auch gleich in der Schönlaterngasse getroffe.

Ansonsten wieder ein illustres Programm, nämlich Helmut Neundlinger mit seinem bei „Hochroth“ erschienenen Bändchen „Die Gerüche des Meeres und der Eingeweide“, dann kam Reinhard Lechner und das war für mich, die ich ja die Programme offenbar immer nur sehr schlampig und sehr oberflächig lese, eine Überraschung, habe ich doch „Erzähl mir vom Mistral“ scon gelesen, weil mir ja Anita Keiper, seit mich Petra Ganglbauer gebeten hat, ihr Gedichtbändchen zu rezensieren, immer im Frühjahr und im Herbst eines ihrer Lyrikbändchen zuschickt.

Dann kam C. H. Huber mit mit den noch unveröffentlichten bez in der „Rampe“ erschienenen Gedichten „im railjet“, wo es um das Reisen zwischen Wien und Innsbruck geht und als die Gedichte nach „St Pölten“ gelesen wurden, haben alle gelacht, warum wohl, ist die Frage, denn St. Pölten ist ja die erste Station von Wien nach den Westen und jetzt kommt man schon, glaube ich, in vierundzwanzig Minuten hin, als ich noch mit der Anna und dem Alfred gependelt bin, habe ich noch zweiundvierzig Minuen gebraucht und der Bus nach Harland ist gerade weggefahren, wenn der Zug angekommen ist.

Danach gab es eine Pause, wo ich sitzen blieb und in Margit Schreiner Schriftstellerbeschimpfung in leichter Bernhard- Manier weitergelesen habe und dann folgte, welch Überraschung Wolfgang Müller-Funk, von dem ich nicht wußte, daß er Gedichte schreibt, hat er doch erst vor kurzem das Nadas Symposium in der „Alten Scbmiede oragnisert.

Er hat aber schon zwei, beziehungweise drei Gedichtbände, der dritte ist ein „Podium Bändchen“ und Wolfgang Kindermann, dessen Gedichte eigentlich Theaterstücke oder Auszüge daraus warten, erschien mir eigentlich auch bekannt, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich da nicht vielleicht nur den Namen verwechsle.

Dann kam wieder eine überraschung, nämlich John Sauter, den Sprachkunststudenten, den ich erst vor kurzem im Literaturhaus hörte und dann gabs wie bei den Dichtfesten üblich, Wein und Gespräche, ich habe Reinhard Lechner angesprochen, Cornelia Strahl, die mich ja schon vor einigen Jahren interviewen wollte, ist dazu gekommen, habe ein paar meiner Literatugeflüsterkärchen verteilt und allen, die es wissen wollen erzählt, daß ich am 4. 4. mein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ in der „Alten Schmiede“ vorstelle und unsere öffentlichen Raum Texte im nächsten „Hammer“ erscheinen werden, aber da müssen wir erst am Wochenende die Fotos dazumachen und Kurt Neumann dann am Montag wenn Herbert J. Wimmer liest, den USB-Stick bringen.

Advertisements

2016-10-03

Von Marlene Streeruwitz-Vorlesung zum Dicht-Fest-Fragment

Mit dem Veranstaltungsdilemma geht es lustig weiter, denn am Wochenende hat mir E.A.Richter ein Mail geschickt und mich zu seiner „Dicht-Fest-Lesung“ in der“Alten Schmiede“ eingeladen, die hatte ich im Programm zwar dick angestrichen, aber doch geplant ins „Literaturmuseum“ zu gehen um mir Marlene Streeruwitz Vorlesung zur österreichischen Literatur mit dem schönen Titel „Frozen“ anzuhören.

Ich bin ja kein wirklicher Streeruwitz-Fan und verstehe auch nicht alle ihrer komplizierten Schlußfolgerungen, habe aber, dem „Wortschatz“ am Margaretenplatz sei Dank schon einige ihrer Bücher gelesen, war bei einigen ihrer Veranstaltungen, im vorigen Sommer gab es zwei Geburtstagsbücher von ihr und jetzt zu der sehr komplizierten politischen Situation in der wir momentatn Leben, wieder einen „Wahlroman“ auf ihrer Seite, wo man jeden Donnerstag ein Kapitel lesen kann.

Sie hat auch ein neues Buch geschrieben, diesmal eines, das nicht auf der LL steht, weder auf der deutschen noch auf der österreichischen, das also fast an mir vorbei gegangen wäre, wenn es nicht gestern in „Ex Libris“ vorgestellt worden wäre und bei der „Vorlesung“ hat sie auch ein Kapitel daraus gelesen.

Der heutige Tag war bezüglich meiner Praxis sehr intensiv und dann bin ich auch noch aufgestanden und habe gedacht, ich muß jetzt die Lesung für mein literarisches Geburtstagsfest, es ist der dreiundsechzigste, organisieren und die Lesenden einladen.

Lidio Mosca Bustamente hat mich ja schon vor ein paar Wochen in der „Alten Schmiede“ deshalb angesprochen und gesagt, daß er gerne lesen will, er fährt allerdings Anfang Oktober zu einer Lesung nach New York, was mich ein wenig berunruhigt hat, daß ich ihn dann während meiner Planungs-und Aussendungsphase nicht erreichen kann.

Ich konnte aber, denn er fliegt erst übermorgen und die Ruth habe ich schon bei der „Poet Night“ angefragt, sie kann aber am 11. 11. nicht, denn da hat ihre Enkeltochter in Linz Maturaball und die Hilde Schmölzer, die auch sehr gerne bei mir liest, hat eine „Lesetheaterprobe“.

Also blieben noch Doris Kloimstein, die schon sehr lange nicht mehr bei mir gelesen hat, Gloria G.und der liebe Rudi übrig und den habe ich am Abend dann auch in der „Alten Schmiede“ gesehen, aber langsam und schön der Reihe nach, damit meine Kritiker nicht wieder mahnen, ich würde nur „unverständliches Zeug“ bloggen.

Die 1950 in Baden geborene Marlene Streeruwitz ist aber auch sehr kompliziert und nicht besonders leicht zu verstehen und sie erwähnte in ihre Einleitung auch, sie würde mit dem Alter immer radikaler werden.

Ihr Vortrag bezog sich dann auf die katholische Kirche und ihre stregen Riten, sowie auf den Eventcharakter, den beispielsweise die Disney Filme haben und einer heißt „Frozen“ und bezieht sich auf Andersen „Eiskönigin“ und Marlene Streeruwitz bezog das auf das österreichische Klima, das ja auch schon sehr durchfroren ist.

Das politische ist es allenthalben, beim literarischen weiß ich nicht so recht, Marlene Streeruwitz forderte jedenfalls einen demokratischen Roman und das finde ich ein wenig schwierig, diese Kriterien bei der momentanten Gegenwartsliterautur zu überpüfen.

Der Vortrag war jedenfalls sehr interessant, dann gab es noch eine längere Diskussion, wo diesmal jeder Fragen stellen konnte und dann ein Kapitel aus dem neuen Roman „Yseut“, den ich auch sehr interessant finde und gerne lesen würde, wenn ich nicht schon eine so elendlange Leseliste haben würde. Aber vielleicht kommt er einmal zu mir.

Yseut heißt jedenfalls Isolde und die Heldin wurde von ihrem Vater so genannt, die Mutter hätte ja lieber eine kleine Eleonore gehabt und die kleine Yseut scheint auch eine sehr selbstbewußte Person zu sein, die einen interessanten Vater hat, der ihr ein rotgoldenes Buch zu lesen gibt und der Roman spielt, habe ich gestern in „Ex Libris“ gerade noch gehört, bevor wir bei der Sophienalpe aus dem Auto ausstiegen, um zur Mostalm zu wandern, in einer Zukunft, wo es kein Geld mehr gibt und alle überwacht werden.

Yseut reist aber trotzdem nach Italien, allerdings nicht in dem vorgelesenen Kapitel und, als die Veranstaltung aus war, hatte ich schon beschlossen, zum „Dicht Fest“ in die „Alte Schmiede“ ein Glas Wein trinken zu gehen, denn das gibt es ja dort nach dieser Veranstaltung und wer sich jetzt darüber aufregt, dem weise ich darauf hin, daß ich bei der letzten „Dicht -Fest -Veranstaltung“, Anfang des Jahres nur am Anfang, sozusagen zum Aufwärmen war, weil ich mich nachher mit dem Alfred, der Anna und dem Anna in einem Restaurant getroffen habe und das Glas Wein versäumte.

Das holte ich also hiermit nach und Konstantin Kaiser, der mich auch schon vor längerer Zeit zu dieser Veranstaltung eingeladen hat, habe ich auch noch gehört, einen Teil seiner Kindheitserinnerungen jedenfalls, die mich in ihrer Intensität, sie handeltn von toten Katzen, die eingefrogen bei den Mistkübeln liegen, sehr beeindruckt haben.

E.. A. Richter hat zufälligerweise, als letzter gelesen, also habe ich sein Manuskript „Dating Project“ auch noch gehört und dann gab es das Glas Wein und Knabbereien und ein Gespräch mit dem lieben Rudi,  Sonja Frank war da und hat mir eine Einladung zu ihren Veranstaltungen gegeben, Ilse Kilic, die neue Verza Canetti Preisträgerin, Gustav Ernst, Robert Schindel und Ralph Klever, der mir freundlicherweise die Anthologie zur Literaturvermittlungsenquette „Zwischen Schreiben und Lesen“ zur Verfügung stellte.

Die Lesungen von  Birgit Müller-Wieland, Waltraud Haas, Monika Vasik und Richard Wall habe ich zwar versäumt, aber letzteren habe ich ja vor kurzem in der „Gesellschaft für Literatur“ gehört und man kann ja auch nicht überall gleichzeitig sein und für morgen, das kann ich gleich anmerken, gibt es auch Terminkollisissionen, nämlich Evelyn Grill in der „Gesellschaft“ und Peter Henisch in der „Alten Schmiede.

Bloggen auf WordPress.com.