Literaturgefluester

2020-02-14

Bücherräumaktionen

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich mir in den Weihnachtsferien beim „Leiner“ in St. Pölten ein neues Bücherregal für Harland besorgt habe, weil meine Bücherberge im Wiener Schlafzimmer sich schon an den Wänden stapelten, ich nichts mehr gefunden habe und der Alfred stöhnte oder befürchtete, daß er und ich einmal von den Büchern erschlagen werden würden.

So noch ein Regal in das große Harlander Wohnzimmer stellen, in das ohnehin schon zwei an den Seitenwänden stehen und dann, als wir nach Weihnachten wieder nach Wien zurückgekommen sind, erstmals, die doppelt gereihten Büchstapeln in vier Bananenschachteln räumen, um sie nach Harland zu transportieren.

Da war das neue Jahr gerade ein paar Tage alt und der 2020 Lesestapel im Badezimmer mußte aktualisiert bzw. erweitert werden.

Das heißt, die alten Bücher weg und neue entsprechend meiner Leseliste dazugeräumt und da bin ich bald darauf gekommen, daß mir Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ ihr Erstling mit dem sie ja sehr sehr jung, schlagartig berühmt wurde und den ich mir damals bei diesem Bloggertag in dieser Sozialbuchhandlung gekauft habe, fehlte und Ivan Mandys „Kino alter Zeiten“, ein Fund aus dem Schrank, eine alte DDR-Ausgabe, die mir interessant erschien, um sie möglichst bald zu lesen.

Also gesucht und gesucht, aber bei den schon sehr vielen zweilagig geräumten Regalen, erschien das etwas aussichtslos. Da war das Stapel abräumen schon eher hilfreich, weil ich die Bücher ja in Harland in das neue Regal eingeräumt und in meiner Kartei umgeräumt habe.

In Harland gibt es neben dem großen Wohnzimmer, noch das Balkonzimmer, in dem die Anna früher wohnte, das hat der Alfred einmal leergeräumt und nur das große Bett, das er sich glaube ich vom Patrick machen ließ und das einmal in der Gumpendorferstraße war, mit einigen Gerümpel hineingestellt.

Da war es naheliegend noch ein und zwei Regale hineinzustellen, die haben wir dann vor ein paar Wochen beim „Leiner“ bestellt, bevor dort die Regale nicht mehr lieferbar sind und ich habe weitere Bücherstapel in Wien abgeräumt und die beiden bewußten Bücher noch immer nicht gefunden.

Jetzt sind die Stapel am Boden weg und der Plan da, nach dem Ausmalen im Wiener Schlafzimmer ein weiteres Regal für die neuen Bücher dort aufzustellen, die ausgelesenen nehme ich ja schon länger nach Harland mit und habe da wohl noch für einige Zeit Platz in den Regalen und als meine Wiener Bücher schon  überschaubar waren, habe ich die zwei Bücher noch einmal gesucht und inzwischen auch gefunden.

Jetzt stimmt meine Leseliste bis auf den Salinger, den „Fänger im Roggen“, dieses Kultbuch, das man wohl  gelesen haben sollte und das war, glaube ich, vorigen Mai oder Juni einmal im Bücherschrank, zeitgleich mit Karen Köhlers „Wir haben Raketen geangelt“, ich habe es, glaube ich, mitgenommen, auf meine Leseliste gesetzt, dann aber wieder zurückgetragen, weil es unter Alfreds Büchern schon in Harland steht, aber auch noch von mir gefunden werden muß und ansonsten meine Lesepläne für 2020, möglichst wenige Neuerscheinungen, eher das Backlistlesen, wirklich alles von der Leseliste schaffen und nicht, wie in den Vorjahren, diese Listen einfach gegen Jahresende austauschen.

Mal sehen, ob ich es schaffe, ich bin bei Bücheranfragen ja nicht sehr widerstandsfähig und frage selber auch immer wieder an, so wie vor eineinhalb Tagen, als ich mich kurzfristig in einer schlaflosen Stunde entschloßen habe, die fünf Belletristik-Bücher des Leipziger Buchpreises anzufragen. Die Übersetzungen und Sachbücher habe ich ausgelassen, obwohl mich da auch einiges interessiert hätte.

Zwei Zusagen habe ich schon bekommen und jetzt ist es spannend abzuwarten, ob ich sie mit nach Leipzig zur Messe nehme, wie vorigen Herbst nach Basel bezüglich des „Schweizer Buchpreises“ oder ob ich sie schon vorher gelesen habe?

Derzeit lese ich noch an den Geburtstagsbücher vom Vorjahr, gerade den Eugen Ruge und dann habe ich noch zwei oder drei Rezensionsexemplare, die ich mir von der „Buch-Wien“ mitgenommen habe, ein paar Bücher sind noch vorbestellt, da warte ich immer noch auf Nele Pollatscheks Brexitbuch, das Ende Jänner an mich abgegangen ist.

Cornelia Travinecs „Feenstaub“ liegt noch im Badezimmer, da es erst Ende Februar erscheint und bei meinen Bücherumräumaktionen, die mich ja wieder das letzte Wochenende beschäftigten, die zwei neuen Regale im Harlander Balkonzimmer waren ja einzuräumen, habe ich wieder eine sehr interessante Entdeckung gemacht.

Denn ich war ja am achtundzwanzigsten Jänner etwas ratlos und wußte nicht so recht, wohin ich am Abend gehen sollte, habe mich dann für die Haupbücherei und das Buch der Fensehverfilmung des mir, wie, ich glaubte, völlig unbekannten Frank Tallis entschieden.

Weil ich da früh daran war, habe ich mich am Orlando-Büchertisch genauer umgesehen und mich auch mit der Buchhändlerin unterhalten und gesehen. Der mir Unbekannte hat schon eine ganze Reihe Wien-Krimis, die um die vorvorige Jahrhundertwende spielen, geschrieben und dann stand ich am Wochenende vor meiner Bücherkiste und hatte von ihm plötzlich „Rendevous mit dem Tod“ in der Hand, habe erstaunt in meinem Katalog nachgesehen und bin daraufgekommen, „Wiener Blut“ das Buch, das verfilmt und in der Hauptbibliothek vorgestellt wurde, schlummert auch in meinen Regalen, in Wien.

Ich habe es gestern bei meiner Vea Kaiser und Ivan Mandy Suche aber nicht gefunden, hätte im Augenbick ohnehin keine Zeit zu lesen und bin auch auf andere Schmankerln gestoßen, die ich lesen sollte und auf die ich mich schon freue. Die Neuerscheinungen locken aber natürlich auch.

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