Literaturgefluester

2018-05-29

Zwei neue Kriegsbücher

Über den Worl War II, seinen Anfang und seine Auswirkungen habe und werde ich letzter Zeit ja einiges gelesen und heute hatte ich, da es sich mit meinen Stunden gerade ausgegangen ist, Frau Elisabeth  wird mich wieder rügen, weil zehn Minuten zu spät in der „Gesellschaft für Literatur“, die Qual der Wahl.

Island Poesie in der „Alten Schmiede“, ein „Exil-Literaturabend“ im Literaturhaus, zu denen ich ja regelmäßig gehe und Dine Petrik und Ditha Brickwell in der „Gesellschaft“ und die erstere hat mich ja zu ihren Veranstaltungen eingeladen, als ich sie das letzte Mal in der Herrengasse traf.

Trotzdem hätte ich eher zum Literaturhaus datiert, aber das Monatsende zahlt, ich muß die Betriebskosten für Juni zahlen und da ich am Freitg wahrscheinlich nicht aus dem Haus komme und es ja auf dem Weg zum Literaturhaus keine Bank Austria mehr gibt, auf den zur „Gesellschaft“, in die „AS“ wäre ich zu spät gekommen und wollte eigentlich auch nicht hin, aber schon, war die Qual der Wahl entschieden und Manfred Müller leitete die Veranstaltung ein, daß beide Bücher der 1941 sowie 1942 geborenen Autorinnen vom Krieg handeln würden.

Dine Petrik, die 1942 im Burgenland geborene, die sich mit Hertha Kräftner beschäftigte und schon sehr viele Bücher, Lyrik, Prosa, Reiseberichte geschrieben hat, saß schon am Leseplt und ihr Buch ist, obwohl Manfred Müller es in seiner Einleitung nicht erwähnte, stark autobiografisch, obwohl man das, wie er später sagte, gar nicht merkt „Stahlrosen zur Nacht. Stophen eines Romans“, heißt das Buch sehr poetisch, bei „Flucht in die Nacht“ war ich bei der Präsentation in der „Alten Schmiede“.

Worüber dieses Buches handelt weiß ich gar nicht mehr genau, vielleicht hat es ein ähnliches Thema, denn Dine Petrik hadert, glaube ich, sehr mit ihrem Schicksal, als eine Nachhzüglerin im Krieg geboren zu sein, der Vater und die Brüder waren eingezogen, die Mutter offenbar sehr streng und dieser Roman erzählt das Warten der Tochter auf den Vater und die Enttäuschung zu erkennen, daß er gar nicht der glorrreiche Held sondern ein Nazi war.

Im anschließenden Gespräche betonte Dine Petrik, wie schwer es ist, die Autobiografie auf das Papier zu bringen, daß das meistens gar nicht gelingt und, daß am Ende das, was dabei herausgekommen ist, Fiktion ist und vieles von dem, was sie erzählen wollte, noch nicht gesagt.

Ditha Brickwell, die 1941 in Wien geborene, die inzwischen in Berlin lebt, die ich meistens bei den GAV-GV sehe und die mich einmal zu ihrer Veranstaltungsreihe einladen wollte und das dann doch nicht tat, obwohl wir uns schon diesbezüglich im Cafe Hummel getroffen haben, hat für ihr neues Buch auch das Kriegsthema gewählt und ein bißchen ist auch dieses Buch „Fedjas Flucht“, das vom slowenischen Bürgerkrieg, der zwischen 1943 und 1945 stattfand, handelt, autobiografisch, zumindest hat Ditha Brickwell einen Teil der Geschichte, wie sie sagte, in eben diesem Cafe Hummel, offenbar ihrem Wiener Stammlokal, erzählt bekommen.

Es geht um drei Brüder, beziehungsweise drei Buben, die 1943 „herumballern“ und dabei offenbar die Nazis auf die Spur nach Lubijana bringen und dann sollen die Soldaten denPartisanen übergeben werden. Die Mutter holt aber ihre Söhne vom Zug heraus und der kleine Fedja, der jüngste, ist es, der diese Geschichte erzählt, beziehungsweise Ditha Brickwell seine Stimme dazu lieh.

Eigentlich ist das Buch ein großes Plädoyer gegen den Krieg und Ditha Brickwell hat, wie sie sagte, zehn oder zwölf Jahre daran geschrieben.

Manfred Müller forderte wieder zum Kaufen und zum Weiterlesen auf. Aber auf mich warten nach Ruth Cerha und Mareike Fallwickl, endlich endlich habe ich das Buch bekommen, mal sehen, ob es mir auch so gut, wie die den anderen Bloggern gefällt, noch „Wien 1938“ der dicken Schinken über den Anschluß an das Nazi Deutschland, so daß ich das wohl auslassen werde, denn man kann ja nicht alles lesen, obwohl das Frau Elisabeth wahrscheinlich nicht gefällt.

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2015-06-18

Von den dunklen Lebensgründen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:57
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Die „Alte Schmiede“ scheint einen neuen Moderator zu haben, stellte doch am Mittwoch Markus Köhle unter dem Titel „Dnkle Lebensgründe-erzählende Auflösungen“ zwei neue Bücher von zwei mir nicht unbekannten Autoren vor.

Dine Petrik und Friedrich Hahn und Dine Petrik, die Lyrikerin und Hertha Kräftner-Spezialistin hat einen Roman geschrieben „Flucht in die Nacht“, in der „Bibliothek der Provinz“ erschienen, der im „Mittwoch-Standard“ wegen seines Stakkatos gelobt wurde.

Vielleicht liegt es auch an der Vortragsweise, der 1942 geborenen Burgenländerin, die seit längeren in Wien lebt, aber die konnte der Rezensent nicht hören, Dine Petrika hat jedenfalls eine sehr eigene, abgehackte, Sprechweise, die auch Margit Heumann im Publikum auffiel und Markus Köhle gab in der Einleitung eine sehr genaue Inhaltsangabe, der dreizehn Kapitel, die im Jahr 2000 spielen.

Da habe ich auch einiges anzubieten, die „Wiener Verhältnisse“ spielen zu Silvester 2000, die „Radiosonate“ zu einem anderen und der Held des Buches ist ein Künstler namens Benjamin oder Ben, eine Szenefigur, Markus Köhle fragte nach dem Vorbild und ob das ein Schlüßelroman sei?

Dine Petrik verneinte, aber Haider kommt, glaube ich, vor, die schwarz blaue Angelobung nicht, da habe ich auch ein Buch, nämlich die „Viertagebuchfrau“ und interessant dazu, Dine Petriks Held hat auch vier Frauen, seine eigene, die in die Themse ging, seine Tochter und dann noch zwei Liebhaberinnen und von Schuld und Schuldgefühlen ist das Buch auch geprägt, das, wie Markus Köhle weiter erläuterte, auch als Wien Reiseführer oder Wien Liebeserklärung zu lesen ist.

Da habe ich auch einiges anzubieten, aber ich will ja nicht über meine Bücher Werbung machen oder doch natürlich ein bißchen, lebe ich ja von den Vergleichen und die interessieren mich auch sehr und interessant dazu, Therapeuten und Psychotherapien kommen in beiden Büchern vor und da bin ich schon bei Friedrich Hahn, den 1952 geborenen und „TextvorstellungenModerator„, bezüglich „Und trotzdem“ hat er mich auch einmal eingeladen.

Er hat schon viele Bücher geschrieben und zu seinem sechzigsten Geburtstag, wie er mir erzählte, eine Lesung aus allen seinen Büchern gemacht, diese Idee habe ich ihn dann ein Jahr später „gestohlen“ und Grünen-Bezirksrat im neunten war oder ist er auch, da gibt es auch literarische Bezirksspaziergänge und Emily Walton hat er einmal auch zur Stadtschreiberin „gemacht“, bzw. sie bei einer Veranstaltung in der Porzellangasse diesbezüglich vorgestellt.

Sein Roman „Der Setzkasten oder Erwin und die halben Luftballons“, in der „Edition Keiper“ erschienen, von dem ich schon einiges gelesen habe, scheint ein satirischer Roman zu sein oder Friedrich Hahn ein Satiriker.

Es hat ein Motto, nämlich ein Lied vom Hansi Lang, das es Eingangs zu hören gab und der Held des Buches heißt Einer und ist an seinem zwanzigsten Geburtstag aus einem Krankenhaus ins Leben entlassen worden. Vorher lang er im Koma oder hatte eine retrograde Amnesie, kann sich jedenfalls an nichts erinnern, sucht so seine Idetität und eine seltsame Ich-Störung scheint er auch zu haben, er kann nichts zu Ende machen, keine Bücherfertig lesen, keine Torten aufessen, denn wer braucht schon ein Ende?

So steckt er das letzte Tortenstück, das ihm seine Nachbarin buk in ein Erinnerungsregal und dort schimmelt es fröhlich vor sich hin.

Die Nachbarin heißt Gisela mit der Clivia und hat eine offenbar sehr liebevolle Beziehung zu ihrem Nachbarn, so schickt sie ihm auch zum Therapeuten, um seine Eigenheiten oder Macken zu bearbeiten. Aber er geht nicht hin, denn die Therapeuten fragen einemständig, wie es einem geht und woran einem seine Erlebnisse erinnern, welche Gefühle sie auslösen und ansonsten sind sie nur am Un-oder Unterewußten ihrer Klienten interessiert und beuten es nach Lust und Laune für ihre Romane und Bücher, die sie schreiben aus.

Da kann ich mich, ganz ehrlich, auch ein bißchen an der Nase nehmen.

„Wer tut das sonstnoch?“, hätte ich fragen können. Habe es aber nicht getan und es gibt ein Ende, erklärte Markus Köhle in der Diskussion, nämlich ein Happy End oder einen fröhlichen Dreier mit der Nachbarin und ihrer Freundin Jette, womit Friedrich Hahn nicht einverstanden war.

Denn die Schauspielerin Jette, es ist auch ein satirischer Künstlerroman, bekommt am Ende ein Kind von Einer, der im Laufe des Buchs auch seinen Vornamen, nämlich Erwin, wiederfindet, läßt ihn aber stehen und zieht mit Gisela zusammen.

„Wenn das ein Happy End ist, dann weiß ich nicht?“, sagte Friedrich Hahn und das war schon eine  Überleitung auf  den Büchertisch, um das Buch zu kaufen und selbst herauszufinden, wer nun recht hat?

Wenn man das getan hat, hat man noch ein Hahn-Buch gratis dazu bekommen, weil am Dienstag der Bloomesday war, den Zusammenhang habe ich nicht ganz verstanden, aber vielleicht war es eine werbewirksame Maßnahme und Dine Petrik hat noch Hans Höller und den Kräftner Bruder, der in Schweden lebt,  im Publikum, begrüßt, ansonsten waren Lisa Fritsch, Hilde Schnmölzer, Heinrich Hendrich, Margit Heumann und noch einige andere da und ich habe ich Bücher nicht gekauft, bin ich doch vorher wieder beim „Morawa“ vorbeigegangen, der schon wieder seinen Flohmarkt hatte und da gab es, um zwei beziehunsweise drei Euro Anna Katharina Hanhs „Am schwarzen Berg“, Peter Stamms „Nacht ist der Tag“, Die  Else Feldmann Neuauflage „Travestie der Liebe“ aus der „Edition Atelier“ und Terezia Moras „Der einzige Mann auf dem Kontinent“, also wieder einige dBp Bücher der letzen Jahre, die ich  wahrscheinlich in einigen Jahre lesen werde und interessant, das zwei Euro Buch der Anna Katharina Hahn, ist ein Leseexemplar „Bitte keine Rezuensionen vor dem 10. 3. 2012“ und ich dachte, die darf man nicht verkaufen!

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