Literaturgefluester

2017-03-29

Weiter mit dem Centrope-Workshop und andere Ereignisse

Vorige Woche gab es ja eine Unterbrechung beim Centrope-Workshop da wir ja nach Leipzig zur Messe gefahren sind, so ist es heute weiter mit dem zwei Personen Colloquium  plus Stephan Teichgräber gegangen und ich habe wieder Marketa Pilatovas „Tsunami Blues“ mitgenommen, da wir ja die Texte analysieren sollen und dafür habe ich mir auch den „Wikipedia-Eintrag“ über Juri Michailowitsch Lotman ausgedruckt, um eine Ahnung zu haben, was eine semiotische Analyse ist, aber soweit sind wir wieder nicht gekommen.

Noch haben wir uns wieder die verschiedenen Sprachen des Centropes angeschaut und Stephan Teichgräber hat uns erklärt, wie man die Worte durch verschiedene Verschiebungen verkürzen oder verlängern kann und auf welche Weise das in Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch oder Deutsch passiert.

Sehr interessant für eine, die sich bei Texten ja vorwiegend auf den Inhalt bezieht und weder tschechisch, noch slowakisch oder Ungarisch spricht.

Aber aus Leipzig habe ich mir ein paar Textproben von Orsolya Kalasz, Kinga Toth, die ich einmal im Literaturhaus hörte, Judit Hidas und Zoltan  Danyi mitgebracht.

Der Philospoph, der mit mir das Workshop macht hat sich inzwischen die Werke von Christian Futscher und Michael Hvorecky bestellt und ist dabei sie zu lesen und wir haben auch ein bißchen über die Sprachebenenen der Werke von Andrea Winkler, die ja wenig semantischen Inhalt hat und für mich eine „Sprachrausch-Künstlerin“ ist, beziehungsweise über die Melodik der Texte eines Thomas Bernhards gesprochen und ich habe über meine Erfahrungen mit dem „Schragl-Text“ und seinen Wiederholungen bei Radek Knapp gesprochen, der ja auch auf der Centrope-Leseliste steht.

Über die Leipziger-Messe und dem Litauen-Schwerpunkt habe ich auch ein bißchen erzählt und da hätte es auch einen Litauen-Veranstaltung in der „Gesellschaft für Literatur“ in der von Cornelius Hell moderierten Reihe „Der gläserne Vorhang“ gegeben, nämlich eine Lesung von Undine Radzeviciute aus „Fische und Drachen“ und Giedra Radvilaviciute „Der lange Spaziergang auf einer kurzen Mole oder Mein Spiegel gegen mich selbst“.

Aber leider war heute um sechs im Cafe Standard Hausversammlung und die Lesung hätte auch, wie ich erst nachher gesehen habe, ebenfalls schon um sechs angefangen.

Also hätte ich keine Chance gehabt zurecht zu kommen und bin nach der Versammlung seit langem wieder einmal zu einer Vernissage in die Galerie Linder gegangen.

Die Anna ist ja mit der Tochter von Herrn Lindner, der in der Schmalzhofgasse eine konkrete Galerie hat, in die Rahlgasse gegangen und früher war ich auch regelmäßig bei den Vernissagen.

Seit ich blogge habe ich meinen Schwerpunkt aber auf die Literatur verlegt. So gab es heute wieder eine kurze Begnung mit der „Plot und Handlungslosen bildendenen Kunst“, nämlich mit Thomas  Mükisch „Works on temperature“, die von Lucas Gehrmann, einem Kurtor der Kiunsthalle Wien, eingeführt wurden.

Wolfgang Müller-Funk war im Publikum und Anna Lindners kleiner Sohn, der sehr interessiert in den experimentellen Räumen herumkrabbelte, der vielleicht auch einmal bildender Künstler werden wird oder Literaturwissenschaftler und Buchautor, wie seine Mutter.

2017-03-16

Vom Centrope zu Peter Nadas Vorlesung

Vom Centrope Workshop, wo wir heute mit Juirj M. Lotmans  Semiosphäre begonnen haben und uns die Unterschiede eines Jandl-Gedichts in deutscher und ungarischer Sprache angeschaut haben, ist es dann ins Literaturmuseum zu einer Vorlesung zu österreichischen Literatur gegangen, die der 1942 in Budapest geborene österreichische Staatspreisträger für europäische Literatur Peter Nadas gehalten hat.

Das heißt, halt, das stimmt nicht ganz, obwohls im Folder so angekündigt stand, denn der ausgezeichnet Deutsch sprechende Staatspreisträger hat gleich zu Beginn seiner Rede gesagt, daß er nicht über Literatur sprechen wird.

„Schade!“, habe ich gedacht, denn genau deshalb bin ich ja hergekommen, weil ich von dem Schriftsteller einmal von einer meiner Klietinnen sehr viel Lobendes gehört habe, die ihm angeschrieben und sogar eine Antwort von ihm bekommen hat.

Ich habe von Peter Nadas  noch nichts gelesen, weder seine „Parallel-“ noch seine „Schattengeschichten“, mir wohl aber, glaube ich, im Abverkauf einmal ein Bändchen mit einem Theaterstück gekauft und ich interessiere mich, auch wenn mir das meine Kritiker nicht glauben, sehr für Literatur.

Für Geschichte natürlich auch und so war der Vortrag „Eine unerwartete Liebe – eine langweilige Ehe“, die die Symbiose zwischen Österreich und Ungarn erklären sollte, auch sehr interessant und brillant vorgetragen.

Bernhard Fetz hat in seinem Schlußwort von einer literarischen Rede gesprochen und sie ist in den Zeiten hin- und hergesprungen, hat mit artistokratischen Verbindungen zwischen Verwandten begonnen, hat bei den „Lehman-Brothers“ geendet und dazwschen war noch kurz von einem Habsburgerben die Rede, der in Budapest seinen Wohnsitz hat und den Thron wieder übernehmen könnte oder eigentlich nicht, weil schon in anderer Funktion tätig.

Das Literaturmuseum war auch sehr voll. Einige bekannte Gesichter, sogar Walter Famler ist gekommen und ich habe mit dem Lehrer Christian darüber gewitzelt, wieso er nicht in der „Alten Schmiede“ ist, wo Margret Kreidl und Judith Nika Pfeifer auftraten, aber wir waren ja auch nicht dort und Walter Famler hat sich auch in der Diskussion gemeldet und eine lange Frage gestellt, die der Autor geduldig und ausführlich beantwortet hat.

Und um von der Literaturwissenschaft wieder in die Alltagsliteratur zurückzukommen, als ich am Nachmittag in die Spengergasse ging, tummelten sich vor dem „Wortschatz“ die Leute und die Kisten.

Denn jemand hatte offenbar eine ganze Bibliothek ausgeräumt und neuen Lesern zur Verfügung gestellt und interessant, daß hauptsächlich Krimis, also das was die Leute halt so lesen, darin enthalten waren und nächste Woche fällt das „Centrope“ aus, weil wir da ja  nach Leipzig fahren, um uns vier Tage lang den Büchern zu widmen und ans blaue Sofa zu setzen und darüber, hat „Buzzaldrin“ heute geschrieben, wird sie bloggen.

Eine „offizielle blaue Sofa-Bloggerin“ also. Aber das werde ich auch tun und habe es schon getan, seit ich blogge und nach Leipzig fahre.

Natürlich nicht die ganze Zeit, denn es gibt, ja auch noch andere Veranstaltungen, aber auch da macht es wahrscheinlich die Mischung und  Margot Koller hat mir vor ein paar Tagen auch gemailt, daß sie nach Leipzig kommt und mich treffen will und da habe ich ihr entweder den Österreich-Empfang am Donnerstag um fünf oder am Freitag, um zwölf im Österreich-Cafe vorgeschlagen. Ein paar Bloggertreffs, beziehungsweise Verlagstermine gibt es auch und das „Leipziger-Literaturinstitut“ hat mich auch wieder zu seiner Absolventenlesung eingeladen und natürlich werde ich auch am Stand der Tschechen und der Ungarn vorbeischlendern, um mir anzusehen, was mir „Centrope“ anzubieten hat und Litauen, das das Gastland sein wird, ist sicher auch sehr interessant.

2017-03-08

Weiter mit dem Centrope Workshop

Nach der ziemlich ermüdenden Diskussion über meinen Hobbyautorenstatus und meinen Blogdiletantismus der letzten Tage und der Dialogübung bei der gestrigen Schreibgruppe, ist es heute gleich wieder literaturwissenschaftlich weitergegangen, obwohl ich wegen meines Psychologiestudiums diesbezüglich eine wirkliche Autodikatin bin, war ich ja nur ein einziges Mal in meinem Leben in einer Germanistikvorlesung, nämlich, in den Siebzigerjahren, als ich wahrscheinlich im fünften Semester war, bei einer Vorlesung des ziemlich jungen Assistenten Wendelin Schmidt Dengler, der ja später der große Literaturprofessor wurde und inzwischen leider verstorben ist.

Allerdings habe ich inzwischen auch einige Symposien auf der Uni,  im Literaturhaus oder in der Wien-Bibliothek besucht und das von Stefan Teichgräber angebotene „Workshop zur Gegenwartsliteratur im Centrope“ richtet sich auch außer an Studenten der Literaturwissenschaft, die es dort gar nicht gibt, an alle literaturwissenschaftlichen Leser, Übersetzerinnen, Autorinnen, Schriftstellerinnen, Dichterinnen, Journalistinnen, Theologinnen, Schauspielerinnen Politikerinnen usw. u. so fort. Also ein ziemlich breitgefächterter Interessentenkreis und irgenwo werde ich darin schon zu finden sein.

Das Workshop hat außer mir aber ohnehin nur einen anderen Teilnehmer und den Referenten, also ein ziemlich Luxus sich ein Semester lang im kleinen Kreis analytisch mit Büchern auseinanderzusetzen, über die ich sonst ja nur plaudere, spoilere, eine Inhaltszusammenfassung gebe, beziehungsweise, die mit der Biografie des Autors und meinen persönlichen Erfahrungen zu einem literarischen Portrait zusammenzusetzen.

Also das, was man höchstwahrscheinlich in der Fachwelt nicht machen darf und vielleicht auch das, was meinen Leser Uli so nervt.

Aber gut, ich bin lernfähig und da ich  auch gern ost- oder mitteleuropäische Literatur lese, werde ich mich jetzt ein Semester lang mit Ausnahme der Mittwoche, wo ich in Leipzig bin oder mit Ruth und Alfred um den Bodensee radle, beziehungsweise in Harland Ostereier suche oder das Haus einem Wohnungsputz unterziehe, mit der literarurwissenschaftlichenTextanalyse beschäftigen.

Die Grenzen des Centropes haben wir ja schon das letzte Mal abgesteckt, bei den Kommentaren, des diesbezüglichen Artikels ist es dann leider eher, um etwas ganz anderes gegangen.

Aber heute ging es  weiter mit der Definition und der Abgrenzung, beziehungsweise ging es da bald zu einer Bücherliste.

Die vier Länder des Centropes sind Teile Österreichs, Ungarns, Teschechiens und der Slowakei und Stephan Teichgräber hat zu Beginn noch etwas zu den diesbezüglichen Universitäten erzählt und dann, die muttersprachlichen Bücher von Michal Hvoretzky und Irena  Douskova auf den Tisch gelegt, die wenn ich es recht verstanden habe, auch bei dem Centrope Festival im Mai lesen werden.

Aber die Literatur Österreichs, Ungarn, Tschechien und der Slowakei ist ja sehr vielseitig und so steht auch Radek Knapp auf dieser Liste, weil er ja auf Deutsch schreibt und in Wien lebt und Ilija Trojanows „Macht und Widerstand“, sogar Thomas Glavinic und Alfred Komarek, beziehungsweise Gabor Schein offenbar ein ungarischer Autor der mir nicht viel sagt.

Aber auch das im „Nischenverlag“ erschienene Buch „Der ausgestopfte Barbar von Gergely  Peterfy, das Stephan Teichgräber in seinem Vortrag ausdrücklich erwähnte und er forderte dann noch auf, daß man eigene Bücher für die Analyse mitbringen könne.

Und da habe ich in der letzten Zeit und auch früher ja einiges gelesen, zuletzt zwar Julian Barnes „Der Lärm der Zeit“, das, da Julian Barnes ja ein Engländer ist, nicht ganz den Kriterien entspricht, aber in der Diskussion ist es auch öfter, um den Stalinismus beziehungsweise, die Repressionen gegangen, die es in der SU zu dieser Zeit gegeben hat, gegangen

Aber ich habe in der letzten Zeit auch Ivan Ivanijs „Schlussstrich“ gelesen und der gehört dazu, weil der Autor, glaube ich, in Wien lebt und Thomas Sautners „Mädchen an der Grenze“ sowieso und umsomehr, denn der Autor lebt im Waldviertel und das Buch spielt 1989 an der tscheoslowakischen Grenze.

Also werde ich die beiden Bücher das nächste Mal mitbringen und den Trojanow habe ich schon gelesen und auch einiges aus der ungarischen Literatur, weil wir mit der Schwiegermutter in den letzten Jahren ja mehrmals in Bük im Bad waren und dort habe ich bevorzugt ungarische Literatur gelesen.

In der hohen Tatra waren wir in früheren Jahren auch mehrmals, da weiß ich jetzt nicht ganz genau, ob das noch dem Centrope entspricht, aber damals habe ich auch noch nicht so viel slowakische Literatur  mitgenommen, habe aber einige „Wieser Bände“ aus demseiner „Edition zwei“ in meinen Regalen und bin  auch eine eifrige Besucherin der Literatur im Herbst, wo ja diese Literatur bevorzugt behandelt wird und die Donau Lounge bei der „Buch Wien“ besuche ich auch regelmäßig und sammel auch die diesbezüglichen Bücher, wenn ich sie in den Bücherschränken finde.

So gesehen ist es sicherlich  interessant von dem leichten lockeren unwissenschaftlichen vor mich hin über Literatur plaudern, ein wenig wissenschaftlicher zu werden und nächste Woche, beginnen wir, glaube ich auch mit dem Analysieren.

Dann gibts, sowie so eine Centrope-Pause, weil ich  ja nach Leipzig fahre, wo das Gastland Litauen ist, das auch sehr interessant ist und ich mich ja auch schon einmal völlig unwissenschaftlich auf dem Campingplatz von Wigry  mit der litauischen Literatur beziehungsweise den Probeheftchen beschäftigt habe, die ich mir 2002, als dort Litauen Gastland war, von der Frankfurter Buchmesse mitgenommen habe.

Und in Leipzig gibt es in der Halle vier nicht nur das Österreich Cafe, wo ich mir heute schon das Programm, ausgedruckt habe.

Da wird zum Beispiel auch Thomas Sautners „Mädchen an der Grenze“ bvorgestellt, sondern auch einen Tschechen-, Ungarn-, etcetera Stand, wo ich mich auch mit der diesbezüglichen Literatur eindecken kann, beziehungsweise kann ich das nächste Mal in die Spengergasse auch Marketa Pilatovas „Tsunami Blues“, das ich inzwischen vielleicht schon gelesen habe, mitnehmen und Stephan Teichgräber fragen, ob die Autorin auch dem Centrope-Gebiet entspricht?

2017-03-01

Gegenwartsliteratur im Centrope und Dystopien im MUSA

In der Spengergasse gibt es die kleine „Dokumentationsstelle für ost – und mitteleuropäische Literatur“, die, glaube ich, von Stefan Teichgräber betrieben wird, der auch eine Zeitlang das Literaturprogramm der Szene Margareten in der Pannaschgasse moderierte und zweimal das Festival „Die goldene Margarete“ ausgerichtet hat.

Da hat er mich einmal zu lesen eingeladen, nachdem ich ein paar Jahre vorher wegen der Honorarfrage wieder ausgeladen worden bin, obwohl die Programme schon gedruckt waren und bei der „Margarete“ habe ich auch gelesen.

Dann waren wir einmal mit dem Lesetheater während des Osterspaziergangs in der „Dokumentationsstelle“, wo sie uns Stefan Teichgräber vorstellte und bei einer Veranstaltung bezüglich einer Literaturzeitschrift bin ich auch einmal gewesen.

Und dann gibt es das Festival „Centrope“, ich glaube, alle zwei Jahre im „Theaterbrett“, da bin ich auch einmal gewesen und jetzt bekam ich die Einladung an einem Workshop mitzumachen, wo im Sommersemester jeden Mittwoch von drei bis fünf eine Textanalyse der dort präsentierten Texte stattfinden soll.

Nun bin ich ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber das Seminar wendet sich neben den diesbezüglichen Studenten auch an alle Literaturinteressierten und da ich das ja bin und eigentlich immer sehr viel und jetzt gerade wieder osteuropäische Literatur lese, habe ich mir gedacht, daß ich einmal hinschauen und vielleicht mitmachen will, bin ich ja eigentlich immer an neuen beziehungsweise literarischen Experimenten interessiert.

Und ein Experiment war auch das Erstaunen Stefan Teichgräbers, daß zwei Personen, außer mir hat sich noch ein Philosoph eingefunden, das Workshop besuchen wollten, so daß sich die zwei jungen Frauen, offenbar Mitarbeiterinnen, die noch im Raum  waren, in andere Räume verzogen und Stefan Teichgräber mit seinem Laptop gleich ins Media Res ging.

Das heißt die ersten zwei Male wurden die Grenzen des Centropes definiert, beziehungsweise festgestellt, daß die Euroregion Centrope verschiedene Bundesländer von Österreich, Ungarn, der Slowakei und Tschechien umfaßt. Da soll dann in den restlichen Mittwochen bis Ende Juni die Gegenwartsliteratur in verschiedenen Aspekten, die mir nicht viel sagten, aber von Stefan Teichgräber aufgezählt wurden, analysiert werden.

Die entsprechende Literatur hat er uns auch dazu herausgesucht  und ich bin gespannt und entschlossen, soviel wie möglich an dem Workshop teilzunehmen.

Das heißt in drei Wochen werden wir ja nach Leipzig fahren und dann im Mai eine Woche mit dem Rad und der Ruth um den Bodensee.

Und am Abend ist es dann gleich in MUSA gegangen, wo diesmal sozusagen im Vorraum zwei Dramatikerstipendiaten vorgestellt wurden, die auch Hörspiele machen.

Eine davon ist FALKNER, die ich ja einmal im Literaturhaus als Performerin kennenlernte. Dann hat sie ein Buch bei „Residenz“ herausgebracht, Manifeste geschrieben, beim „Bachmannpreis“ gelesen und jetzt ist sie Hörspielautorin oder Regisseurin, deshalb bin ich auch bei der langen Nacht vor ihr gesessen.

Sie kurartiert für die „Alte Schmiede“, das „Horchpostenfestival“, das ist glaube ich in der Nachfolge von Christiane Zintzen, die ja vor ihr die experimentelle Hörspielreihe machte.

Und jetzt Stadt Wien Stipediatin mit Ausschnitten aus dem Hörspiel . „Du darfst mich lieben, wenn du tot bist“.

Da irrt eine Figur Ivan in einer menschenleeren Gegend herum, versucht sich aus den Toten die herumliegen, selber eine Figur zu machen, denn er sehnt sich nach liebe, trifft dann Thomas, tauscht mit ihm Körperteile und am Schluß hat sie ihrer Lieblingsfigur auch noch ein Lied geschrieben.

Eigentlich ganz schön konventionell für Michaela FALKNER und schöne Worte, schöne Sätze gibt es auch, aber eher eine abgehobene Welt ihre Figuren haben keine Berufe, während es bei dem Dramatiker Robert Woelfi mehr um Gesellschaftskritik geht. Aber der organisiert auch Hörspiele und scheint ein sehr selbstbewußter Mann zu sein und bei seinem Stück ging es um vier Programmierer, die in die Wüste fuhren, um dort die Welt zu retten oder die Idee für ein tollen Projekt zu finden, beziehungsweise den Weltuntergang zu erleben.

Eine Diskussionpartnerin neben Julia Danilcyck gab es diesmal auch und wieder sehr viel Prominenz im Publikum.

2015-06-23

Magazinpräsentation und Weltbefragung

Stephan Teichgräber von der „Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur“, kenne ich  aus der Zeit, als er die Veranstaltungen für die „Szene Margareten“ organisierte, mich zu einer bezahlten Lesung mit „Tauben füttern“ einlud, vorher hat es mit der honorarlosen Lesung, zu der mich Frau Bezirksrat Steininger eingeladen hat, Schwierigkeiten gegeben, dann hat er noch zweimal die „Goldene Margarite“, einen Wettbewerb in der Bücherei Pannaschgasse organisiert, wo außer den Margaretner Autoren sehr viele aus Ost und Mitteleuopa auf dem Programm standen, die nicht kamen, weil die Fahrt und die Hotelkosten offenbar nicht bezahlt wurden. Beim „Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters“ waren wir in der „Dokumentationsstelle“ in der Spengergasse und jetzt hat er mich zu dem Literaturfestival ins Theaterbrett eingeladen und mir da eine Einladung zu einer Buchpräsentation in die Spengergasse eingeladen. Magazinpräsentation „why nICHT“, das klingt geheimnissvoll und spannend, von der Komparatistik ist irgendwo auch noch wo was gestanden und dort ist Stephan Teichgräber auch, glaube ich, Professor und Dienstag siebzehn Uhr ging sich auch gut aus, denn um sieben war in der „Alten Scmiede“ wieder einmal „Weltbefragung“. Stephan Teichgräber breitete dann in der Dokumentationsstelle auf einem Lesetisch alle Magazine aus, die dort gesammelt werden, viele sind in Wien, wie er meinte, sonst nicht zu bekommen und ein jüngerer blonder Mann, Raoul Eisele, wie ich herausfand, stellte den etwa zehn bis zwölf anwesenden Personen, das Magazin vor, das für die Studierenden an der Literaturwissenschaft gedacht ist. Texte von Studenten dort wurden von ihm und zwei anderen gesammelt und der Titel sollte einerseits auf die Zweisprachigkeit, Deutsch und Englisch hinweisen und anderererseits auf das „Why not“, „Warum soll ausgerechnet ich nicht schreiben?“, eine Frage, die ich mir auch öfter stelle bzw. darauf noch keine befriedigende Antwort habe. Fünfunddreiíßig Literaturwissenschaftsstudenten haben Texte eingereicht, die zwanzig sprachlich besten wurden ausgewählt. Nadja Spiegel und ein paar andere, die schon länger schreiben, sind dabei und die Genre waren offen, Gedicht, Prosa, Romanausschnitt, auch einiges an Slam und Rap offenbar und was ich nicht ganz verstanden habe, beziehungsweise eher ungewöhnlich fand, die „Alice vom Wunderland“, beziehungweise, der Hase, der dort eine Rolle spielt, ziert das Cover, denn das Wunderland, soll offenbar eine Einladung in die Phantasie bedeuten. Als das dann erklärt, beziehungsweise vorgestellt war, begannen die Lesungen. Franziska Gartner hatte eine sehr spannende Geschichte von einer „Achana“, die im Zug fährt und dabei an ihre Kindheit, beziehungsweise an das kleine Mädchen, das sie dort hütete, denkt, oder war es umgekehrt, die Erzählerin ist die Kleine und denkt an die Babysitterin, die bald das Dorf verlassen hat. Eine andere junge Frau, namens Franca Schwab las von den „Stillen Weggefährten“, dann las Raoul Eisele den Text des abwesenden Erasmus Hoffmann namens „Zeitgeist“ ein fast philosophisches Gedicht, das gut zu der späteren Veranstaltung passte und dann seinen eigenen englischen Text „Revolution“. Dann konnte man Fragen stellen, beziehungsweise das Heft um vier Euro, den Selbstkostenpreis kaufen, es erscheint in kleinster Auflage, eben  „on demand“, ohne Subvention, soll Semesterweise erscheinen, vielleicht später mit einem Thema und die Germanisten und die Theaterwissenschaftler haben auch schon ihre eigene Literaturzeitschrift, was ich, die ich ja gestern bei der Studentenabschlußlesung des „Hochschullehrgangs für Sprachkunst“ war, für eine spannende Idee halte und  auch der Meinung bin, daß jeder schreiben soll, der es will, why not, natürlich, das ist ja jetzt ganz leicht und billig und als ich mich in den späteren Neunzehnsiebzigerjahren im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ literarisch sozialisierte, haben wir  auch ein Heftchen mit unseren Texten herausgebracht, ob wir es vorgestellt haben, weiß ich nicht mehr. Das geplante Buch „Gewalt gegen Frauen, Frauen gegen Gewalt“ ist dagegen leider nicht erschienen, in der „Alten Schmiede“ haben wir aber, ich glaube, so etwa 1980 gelesen und auch beim „Volksstimmefest“. Danach bin ich, weil es sich zeitlich ausgegangen ist, in die „Alte Schmiede“ gegangen, wo Ilija Trojanow den dritten Teil seiner „Weltbefragung“ präsentierte, den ersten mit Christian Felber zum Thema „Wohlstand“ habe ich gehört und mich gewundert, daß es so voll war, obwohl das ja eigentlich keine literarische Veranstaltung war, jetzt war es wieder voll und ich spät dran, so daß ich zuerst keinen und später nur einen der reservierten ersten Reihe Plätze ergattern konnte und dabei mit einem „höheren“ Herrn über die  „Hierarchien“ diskutierte.

Da bin ich neben Robert Sommer gesessen, den ich fragte, wie der zweite Abend mit Stephan Schulmeister war? Aber er war da nicht und hat auch nichts im „Literaturgefüster“ darüber gefunden, natürlich nicht, denn da war ich im „Literarischen Lenz im Centrope“ und dieses Mal ist es mit Konrad Paul Liessmann, der ein begnadeter Rhetoriker ist, über die „Wahrheit“ gegangen, die Ilija Trojanow mit einer Geschichte über einen Richter einleitete, der allen Parteien sagte, sie hätten recht, denn die Wahrheit ist wahrscheinlich subjektiv oder ein Konstrukt. „Aber ich muß Sie enttäuschen!“, warf Liessmann launig ein. „Die Zeit des Konstruktivismus ist vorbei!“ und unterschied zwischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Da kommt dann bald die Moral ins Spiel und da muß man aufpassen, beziehungsweise zwischen wissenschaftlicher und religiöser Wahrheit unterscheiden, was zu der interessanten Frage führt, ob der Staat einen Zeugen Jehovas zwingen kann, an seinem Kind eine Bluttransformation durchzuführen? Es ist dann auch die Frage, wie man es mit der Lüge hält und ob die Werbung die verbreitet und wir sie nur zu gerne glauben. Ob die Politiker lügen ist auch so eine Frage und zwischen Macht und Hilflosigkeit wurde auch unterschieden. Eine spoannende Diskussion, der alle lauschten und die am Ende mit der Behauptung endete, daß die Literatur immer recht behält und übrig bleiben würde. So schenkte Ilija Trojanow Konrad Paul Liessmann auch ein Buch, wo vier Schweden  in ein Land der Diktatur reisen und das dann als Paradies beschreiben und das die Frage untersucht, wie das bei vier Intellektuellen passieren kann, daß sie sich so täuschten. Dazu fällt mir Lion Feuchtwanger ein, der 1937 nach Moskau reiste und in seinen „Reisebericht an Freunde“ das Stalin-Regime sehr lobte. Die Wahrheit, ist eben sehr dehnbar und sehr subjektiv und kann zu den unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedlich erlebt, interpretiert und beschrieben werden.

2015-05-29

Literarischer Lenz in Centrope

So heißt ein Festival, das von der „Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur“ im „Theaterbrett“ in der Münzwardeingasse nun schon das siebente oder achte Mal veranstaltet wurde und das bisher mehr oder weniger an mir vorbeigegangen ist. Aber heuer ist alles anders, heuer habe ich in den letzten Monaten gleich mehrere Einladungen dazu bekommen und so bin ich Donnerstagabend hingegangen, denn ich interessiere mich ja für die Literatur jenseits des Horizonts und Stefan Teichgräber von der Dokumentationsstelle hat vor Jahren auch die Veranstaltungen der „Szene Margareten“ organisiert, mich nach dem Flop mit dem Herrn Winter und der Bezirksrätin Steininger von 2002, glaube ich, mit „Tauben füttern“ und Honorar  eingeladen und mir dann auch eine Zeitlang die Programme seiner Veranstaltungen geschickt, so daß ich durch ihm vor Jahren schon mit ukrainischen Autoren in Kontakt gekommen bin. Er hat auch zweimal oder so die „Goldene Margarete“ in der Pannaschgasse organisiert, das war ein Literaturwettbewerb, wo man lesen konnte, da standen auch sehr viele osteuropäische Autoren am Programm, die meistens nicht persönlich da waren, weil die Szene weder Fahrt noch Übernachtung zahlte.

An eine Polin kann ich mich aber erinnern, die mit der Übersetzung ihres Textes nicht einverstanden war, so hat sie ihn sehr lang nur auf Polnisch gelesen, bis die Leute murrten, weil sie nichts verstanden haben und als das Lesetheater durch Margareten gegangen ist, war die Dokumentationsstelle eine Station und Stefan Teichgräber hat sie uns vorgestellt. Nun also ein Literaturfestival das sehr liebevoll und mit wahrscheinlich kleinen Mittel organisiert wurde und abwechselnd Lesungen von österreichischen, slowakischen, tschechischen, ungarischen etc Autoren in Übersetzung bot. Der Direktor des Theaters, Ludvik Kavin, ich glaube, auch ein Tscheche hat eröffnet und dann begann Ursula Kovalyk, die in Kosice geboren wurde, in Bratislava lebt, Krankenschwester war und jetzt in einer sozialen Einrichtung mit Obdachlosen arbeitet, mit ihrem Text der „Die Kunst-oder Zirkusreiterin“ heißt. Es ist das vierte Buch, der 1969 Geborenen und handelt der Tochter einer Alleinerzieherin, die für sie einen Vater sucht. Dann kam Bettina Balaka, die gebürtige Salzburgerin, die ich 1996 für mich entdeckte, als ich in der Jury des Nachwuchsstipendiums war, dann hat sie bald den Alfred Geßweinpreis gewonnen, bei der von der Ruth organisierten Veranstaltung „Poesie und Brotberuf“ sind wir gemeinsam bei der Poldi aufgetreten. Ihren vorletzten Roman habe ich gelesen, jetzt ist wieder einer erschienen, der „Unter Menschen“ heißt und, das ist interessant, von einem Hund handelt. Von einem Migrantenhund, wie Bettina Balaka erwähnte, denn die meisten Hunde kommen aus dem Ausland. Der in dem Buch aus Ungarn und dorthin läuft er wieder hin, vorher ist er aber bei einem übergewichtigen Diabetikerin, der unter einer sehr oder vielleicht auch nur vermeintlicht unsympathisch Magistra, Bachelor oder wie die neuen Titel jetzt so alle heißen, die Sektionschefin im Innenministerium ist, lebt, die alle anzeigt, aber seltsamerweise wegen einer unangemessenen Anzeige dreihundert Euro Strafe bekommt. So ruft sie nicht bei der Polizei an, als der Hund unter ihr sechs Stunden bellt, weil der Diabetiker inzwischen einen Hypo hatte, sondern ruft erst die Feuerwehr, als es aus der Wohnung raucht, weil die Ravioli angebrannt sind, der Notarzt schimpft  mit ihr und der Hund wird von einem Polizisten aus dem Krankenwagen entfernt. Dann wurde es lyrisch, nämlich mit Katerina Rudcenkova aus Prag, die aus ihrem Gedichtband „Gang über die Dünen“ las und dann gab es eine kleine Pause, weil der Star des Abends, die 1932 in Budapest geborene Anna Jokai, die schon mit dem „Staats“- und dem „Kossuth-Preis“ ausgezeichnet wurde und spirituellen Realistin ist, noch nicht da war. So gab es schon vorher die Brötchen und die „Raffaello-Kugeln“, dann kam die alte Dame, beziehungsweise las Sebastian Reinfeld aus einem Roman, der wenn ich es richtig verstanden habe „Das hungrige Leben“ heißt und vom Untergang einer Familie handelte, ein anderer „Das Licht der Welt“ lag am Lesetisch und anschließend gab es ein Gespräch mit der Autorin, das gleich von zwei Übersetzern am Podium und noch einem Herrn im Publikum, der möglicherweise Geörgy Buda war oder ihm ähnlich gesehen hat, übersetzt wurde. Den Abschluß des Donnerstags bildete die 1971 in Salzburg geborene, jetzt in Berlin lebende Autorin Kathrin Röggla, mit der ich einem im Salzburger Literaturhaus bei dem von Christine Haidegger organisierten Symposium „Sichten und Vernichten“ gelesen habe und die dann auch schnell berühmt geworden ist „Wir schlafen nicht“, habe ich gelesen. Sie war auch einmal Jurorin beim „Fried-Preis“ und wurde von Angelika Reitzer zu  dem von ihr organisierten Symposium „Wie im echten Leben“ eingeladen. Jetzt hat sie einen wahrhaft fulminanten Text über die Globalisierung hingelegt. Eine Frau oder vielleicht ein Mann fährt mit einem Fahrer zum Flughafen und monologisiert  die ganze Zeit vor sich hin, ob sie sich am rechten Weg befindet. „Wie in Mumbay, wir sind aber nicht in Mumby, Hongkong, Taschkent,etc“. Der Text heißt „Die Tangente“ und wird im nächsten Jahr in einem Erzählband, bei „Fischer“ glaube ich, erscheinen. Er wurde auch übersetzt und anschließend ebenso sehr fulminant auf Tschechisch gelesen. Am Freitag gings weiter mit etwas weniger Publikum und Martin Reiner aus Brünn, 1964 geboren, dem es irgendwie wie mir, nur umgekehrt ergeht, die Großmutter eine echte Wienerin, meine kam aus der Tschechai, der Name Deutsch, meiner hat das hacek in der Geburtsurkunde und die Sprache ist, genauso wie beim Peter Henisch, dessen Großeltern auch Zuwanderer waren, verlorengegangen. Er hat sich mit dem Werk eines mir bisher unbekannten tschechischen Dichters namens Ivan Blatny beschäftigt, dessen großer Roman Ludvik Kavin, wie er in der Einleitung erwähnte, sehr gefallen hat. Leider ist er nicht auf Deutsch übersetzt und Ivan Blatny, entnehme ich „Wikipedia“1919 in Brünn geboren, 1990 in Colchester, England, gestorben und im Exil an Schizophrenie erkrankt, wie auch dem „Roman über den Dichter Blatny“ zu entnehmen war. Dann kam Melica Beslija, 1973 in Bonien Herzegowina geboren und in Sarajewo aufgewachsen, die in Wien vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Slawistik studierte und bei „Atelier“, den Roman „Sarajewo in der Geliebten“ herausgab. Sie las mit sehr viel Dramatik und Engagemeint einen Text der „Nationalismus“ hieß und der ihr, wie sie in der Einleitung betone, sehr wichtig war. Herausgekommen ist eine Gespenstergeschichte, der Nationalismus, als kopflose Gestalt, die in eine Wirtschaft eindringt und zwei Freunde zu entzweifen versucht. Leider hat sie Ludwik Kavin beim Lesen unterbrochen, so daß nicht klar wurde, odb es ihm gelungen ist?

Die Geschichte hat es aber, wie ich fürchte, bewiesen und war wahrscheinlich auch das, was Melica Besilija in Sarajevo erlebte, bevor sie nach Wien gekommen ist.

Antonio Fian las sechs seiner Dramolette, wo es um die Unmöglichkeit sich zu verstehen geht, darunter das, was man im Literaturmuseum nachhören kann, aber auch das wo Kanzler Gusenbauer in einer Hauptschule Nachhilfe gibt und die Kinder aufschreiben läßt, was an den Eurofightern gut ist, etc. Nach der Pause folgte Adga Pavi Pain aus Kosice, der in Bratislava lebt, einer der bedeutensten und umstrittensten Autoren, wie im Programm stand. Er schreibt unter verschiedenen Pseudonymen und Ludvik Kavin wunderte sich auch über seinen Namen, der so gar nicht slowakisch klingt. Der schwarz gekleidete schlanke Mann mit einer schwarzen Baseballkappe hatte eine Menge Bücher auf dem Büchertisch liegen, darunter eines aus der „Edition zwei“, die es, glaube ich, inzwischen nicht mehr gibt, aus dem „Wieser-Verlag“ und in seinem Text ging es um eine Disko, beziehungsweise um zwei DJs, die in einem Pionierhaus auflegen.

Dazu passte auch der letzte Text des Ungarn, Laszlo Darvasi aus Szeged, 1962 geboren, der krankheitshalber nicht gekommen war. So gab es nur die Übersetzung und da entschuldigte sich die junge Frau die gelesen hat, gleich für die vielen schlechten Wörter, die nun kommen werden. Ich dachte zuerst, sie meint ihre ungarische Aussprache, es waren aber die Worte „Scheiße“ gemeint, die oftmals vorkamen, denn es war auch ein sehr deftiger realistischer Text, von zwei Jungen, die offenbar in ein Hotel hochfuhren und die ganze Zeit übers Scheißen und daß man sich danach abwischen mußte redeten, dazwischen gab es einige Schlägereien und so ist vielleicht auch die Realität im heutigen Ungarn, Bulgarien oder Rumänien, wo es Straßenkinder und viele Probleme gibt und dann war das Festival schon fast vorbei.

Das heißt, es gab wieder freie Brötchen und Getränke, die man sich kaufen konnte.

Ludvik Kavin lud zur Diskussion ein und es war eine interessante Mischung zwischen österreichischer und ost-bzw. mitteleuropäischer Literatur, so daß ich mich schon auf das nächste Jahr und den nächsten literarischen Lenz freue und kann noch hinzufügen, daß ich schon einmal, ich glaube, es war 1998 oder 1999 zu einem runden Geburtstag von Rolf Schwendter im „Theaterbrett“ gelesen habe.

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