Literaturgefluester

2020-02-02

Der rote Judas

Jetzt kommt ein Buch, das ich eigentlich erst in Leipzig lesen sollte, denn es spielt in dieser Stadt im Jännner 1920, als die letzten Kriegsheimkehrer mit nur einem Arm oder einen Bein von der Gefangenschaft zurückkamen, da man aber mit den Neuerscheinungen, wenn möglich nicht so lange warten soll und das Buch auch im Jänner bis Februar spielt, also auf zu Thomas Ziebulas „Roten Judas“, der offenbar vorher schon viele historische Romane und Fantasy geschrieben hat und es jetzt einmal mit einem historischen Krimi versucht und ich muß sagen, es ist ein sehr gutes Buch mit allen geforderten Spannungseffekten, auch wenn vielleicht darum, nicht alles so logisch erscheint, gut recherchiert scheit es aber  zu sein.

Ich habe ja schon einige Krimis und andere Bücher über das Jahr 1918 und dem Ede des World War ones gelesen, den ich ja auch literarisch die letzten Jahre begleitet habe, die spielten aber meistens in Wien und da kann ich noch anfügen, über die Weimarer Republik habe ich auch etwas gelesen.

Also wieder schön der Reihe nach, damit sich meine Leser nicht aufregen, daß ich schon wieder unverständlich schreibe, da ist der ehemalige Kommissar und jetzige Major oder so was, Thomas Stainer, der mit dem Verwundetentransport aus Frankreich heimkommt.

Er ist zwar nicht körperlich verwundet, aber traumatisiert, also doch, hat Gedächtnislücken, Schreikrämpfe, etcetera. Kann nachts nicht schlafen, weil ihm die Schrecken von der Front durch den Kopf gehen und wurde deshalb auch psychiatrisch behandelt. Seine Frau hat ihn auch verlassen, beziehungsweise lebt sie jetzt mit einem ebenfalls traumatisierten Oberarzt ihrer Klinik, sie ist Hebamme, zusammen.

Er wird aber trotzdem wieder in den Polizeidienst einberufen und da und das ist eine der Unlogigkeiten in dem Buch zum Inspektor hinaufbefördert und hat gleich einen oder mehrere Fälle aufzulösen, denn es werden einige Kriegsheimkehrer ermordet und langsam führen die scheinbar unabhängigen Fälle zu einem einzigen großen zusammen.

Tiere, was das Buch sehr sympathisch macht und ihm seine besondere Note gibt, kommen auch wieder vor. Als Stainer zum Dienstantritt fährt, muß die Straßenbahn stehenbleiben, weil Bengels ein Kätzchen in eine Blechdose gesperrt haben und über die Straße jagen. Das nimmt er zu seinem Dienstantritt mit und nennt es Eule. Es gibt dann noch einen Schäferhund, auch ein Symbol, einen die Internationale singenden und unflätig schimpfenden Papgei und einen Kanarienvogel, der zusehen muß, wie der, er ihn füttert, ermordet wird und die polizeilichen Ermittlungen werden durch die eigene Kollegenschaft auch immer wieder behindert. Akten verschwinden und tauchen später im Papierkorb auf, Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Zeugen verschwiegen, etcetera, denn die Polizeimannschaft ist, wie offenbar das ganze Land in zwei Lager, in das Rote und das Nationale gespaltet. Paul Stainer gehört zu der roten Fraktion. Ich kann gleich spoilern, daß er der rote Judas ist, während sein durch den Krieg querschnittgelähmter Vater, der trotzdem mit seinen Orden und dem Uniformmantel im Rollstuhl herumfährt der nationalen Seite angehört und an der Front, wo unaussprechliche Grausamkeiten passierten und unnötige Schießbefehle gegeben wurden, hat es Leute gegeben, die sie verweigerten, deshalb zum Tod verurteilt wurden, trotzdemmehr oder weniger verwundet nach Leipzig zurückkamen, sich selbst anzeigen oder Bücher über die Greuel schreiben wollten und nun nach und nach erhängt oder erschoßen werden und nach einer Aktentasche im Kartoffelkeller, auch einer der Unlogikeiten oder Akten im Tresor einer Villa in Gohlis wird auch besucht

Rilkes Gedichte kommen immer wieder vor, die Straßenbahn fahrenden Schaffnerinnen, die auch in dem Buch „November 1918“ erwähnt werden und auch etwas, was vielleicht, als das Moralisierende des Autors interpretiert werden könnte.

Denn Stainer will seine Edith zurück. Sie scheint das auch zu wollen, trotzdem werden aber sie und Dr. Brandt erschoßen, weil die Täter diesen für Stainer hielten, was diesen dazu veranlaßte, besonders scharf hinzusehen, seine Befugnisse übertreten und den Mörder seiner Frau schließlich im Wasser ertrinken läßt, weil man mit einem Arm ja nicht schwimmen kann.

Interessant, die traumatisierten Männer, so deutlich habe ich das noch nie gelesen, die Stainer schließlich in die Obhut eines Psychoanayltikers und auf die berühmte Coach führen, weil er so sein Amt nicht länger ausüben kann und viele weitere Details, die das Buch, das ich wirklich nur empfehlen kann, auch in Wien  sehr lesenswert machen.

2019-07-27

Das goldene Palais

Jetzt kommt ein Gesellschaftsroman des Fin Sciecle, der in den ersten Weltkrieg mündet, geschrieben von der 1980 geborenen englischen Autorin Satasha Solomons, die Drehbücher und schon fünf Romane geschrieben hat.

Es beginnt in Wien, im April 1911, wo die angesehene Bankiersfamilie  Goldbaum ein rauschendes Fest veranstaltet, da die zwanzigjährige Greta, Tochter des Hauses, an ihren Cousin, Albert, den sie noch nie gesehen hat,  nach England verheiratet werden soll, denn das Bankhaus Goldbaum ist in ganz Europa verstreut und heiratet unter sich.

Greta will das zwar nicht sehr, sucht sich aber auf die Frage, wie sie sich ihre Hochzeit wünscht, nur die Sorte der Blumen für den Brautstraußes aus, die es dann in England nicht gibt und ist für ein Mädchen aus den besten Kreisen sehr übermüdig und eigenwillig, so zieht sie sich, die von der Mutter zu klein besorgten Ballschuhe aus und planscht mit ihrem Bruder Otto, der sich für die Sterne interessiert, aber natürlich in die Bankgeschäfte einsteigen muß, im Springbrunnen herum, während hinter dem Palais sich der obdachlose Karl, der in den Kanälen lebt, anstellt, als die Reste des Diners, an die Armen verteil werden.

Gretas Eigenwilligkeit geht so weit, daß sie einen Brief an Albert schreibt, in dem sie ihn auffordert, da er auf die Ehe  verzichten soll. Dann heiratet sie ihn doch. Es dauert aber über ein Jahr bis sie ihre Jungfräulichkeit verliert und zwei Kinder zur Welt bringt.

Albert ist ein Schmetterlingsforscher, die Mutter Adelheit auch aus Ögterreich oder Deutschland stammend, hegt und pflegt ihre Gärten und Greta tut ihr das nach, dazu engagiert sie Gärtnerinnen, die in Reithosen auftreten, was Lord Goldbaum sehr erzürnt, der hat aber noch mit seinem anderen Sohn, dem dicken Clement, Schwierigkeiten, als der sein Geld verspielt und Schulden macht.

Der erste Weltkrieg naht und bringt Veränderungen in die jüdische Bankiersfamilie.

Albert muß für die finanhzierung des Krieges sorgen, Otto wird eingezogen, bekommt den obdachlosen Karl, der inzwischen sein jüdisches Geschlecht entdeckte, als Offiziersburschen,  wird verwundet und später in die russische Kriegsgefangenschaft geschickt.

Er und Albert gelten als vermißt, als seine Schecks, die die russischen Ärtze von ihm erpressen, nicht mehr ankommen. Albert scheint auf der Schiffsfahrt von Amerika nach England zu ertrinken, kommt aber doch zurück, so daß er seine kleine Tochter und seinen Sohn kennenlernen und die Geschicke des Bankhauses weiter und, füge ich hinzu, in einen zweiten Krieg führen kann, der ja alsblad kam und die Familie wahrscheinlich auch in Schwierigkeiten brachte.

Natasha Solomons scheint für ihr Buch sehr gut recheriert zu haben, so kann ich, wenn unter dem goldenen Palais das Haus des Barons Goldbaum in Wien gemeint gemeint ist, das Palais wilczek in der Herrengasse, wo sich die „Gesellschaft für Literatur“ befindet, recht gut erkennen.

Allerdings scheint es in der Nähe eines flußes angesiedelt zu sein und die Donau sowie deren Kanals, sind ja etwas weiter entfernt.

Der Untergang der Titanic , der die Gesellschaft irritierte, wird geschildert, aber natrlich auch das Treiben der Pflanzen und der Schmetterlinge, die Greta sogar fängt, um ihren Gemahl zu imponieren und ihn in ihr Bett zu bringen, denn Nachfolger müssen ja sein, obwohl die Baronin ihrer Tochter am Hochzeitstag zur Sicherheit ja beigebracht hat, daß sie das „Unerfreuliche“ an einer Ehe schon überstehen wird, wenn sie ihn, wie eine gute Frau das tut, jedes dritte Mal abweist.

Und über den ersten Weltkrieg habe ich ja vor kurzem erst etwas aus russischer Sicht gelesen.

2019-05-25

Schönbrunner Finale

Jetzt kommt ein kleiner Revolutionsliteraturschwerpunkt, habe ich doch zu meinem Backlistlesen, wo zufällig Gerhard Loibelsberger „Schönbrunner Finale“ an die Reihe kam, das mir der Alfred vorigen November in der Krimibuchhandlung der Lisa kaufte, als ich, die bei der Lesung in der Parlamentsbibliothek zum November 2018 getroffen habe, Alexej Tolstois dritten Band seinens „Leidenswegs“ im „Wortschatz“ gefunden und da packten mich die Schuldgefühle, daß ich den ersten Teil „Die Schwestern“, zwar schon ein Vierteljahr  im Schlafzimmer liegen habe, weil Stephan Teichgräber die Trilogie ja als Unterlage für den Workshop bei einem Antiquar kaufte, aber wegen meiner überlangen Neuerscheinungs oder Herbstrückständeleseliste nicht gelesen haben.

Nun denn einen Ruck gegeben und weil das Revolutionsworkshop nach längerer Unterbrechung ja jetzt wieder angefangen hat, werde ich die zwei Bände lesen, wo ich den ersten seit vorigen Herbst mit Stephan Teichgräber analysiere.

Zuerst aber zum „Schönbrunner Finale“ , ein  Roman oder historischer Krimi aus dem Jahr 1918, wie am Cover steht und der 1957 in Wien geborene Gerhard Loiblsberger ist ja ein „Spezialist“ von historischen Wien-Romanen, einen davon habe ich glaube ich gelesen und mit dem ersten Weltkrieg habe ich mich ja seit dem Jahr 2014 auch sehr intensiv beschäftigt.

Da war ich sogar einmal am Naschmarkt, wo Essensackerl  mit den Rationen aus dem Jahr 1914 verteilt wurde und, um das Essen, das Hamstern und das Hungern geht es in dem Buch auch sehr viel.

Es gibt Wienerische Kochrezepte, die wohl damals üblich waren, Knackwürste mit Erdäpflschmarrn zum Beispiel oder die Hungervarianten, die damals in den Gasthäuser serviert wurden oder die Hausfrauen kochen mußten.

Gerhard Loibelsberger ist auch ein Spezialist des Wienerischen, um die vorvorige Jahrhundertwende, so gibt es ein umfängliches Glossar und Fußnoten zur Erklärung, was „abpaschn“, „Beisl“ „Einbrenn“, etcetera auf Bundesdeutsch bedeuten. Mit manchen Übersetzungen bin ich nicht so ganz einverstanden und daß „Einbrenn“ „Mehlschwitze“ bedeutet, finde ich auch ein wenig komisch, weil wer spricht in Deutschland so?

Aber das nur nebenbei. Das Buch beginnt schon im September 1917 an der Front. Da kommt Kaiser Karl zur Inspektion, die Soldaten werden neu angezogen und die besser Ausschauenden in die erste Reihe gestellt. Der Kaiser spaziert huldfrau vorbei und sagt zu allen „Brav! brav!“, was bei Ambrosius Zach Widerwillen erzeugt, so daß er ihm am liebsten anspucken möchte.

Das gelingt nicht ganz. So desertiert er des Weiteren mit dem Tschechen Karel Husak und kommt nach Wien und in das Jahr 1918 hinein, wo der Polizeiinspector, das wurde damals so geschrieben und auch „Bureau“,  Joseph Maria Nechyba bekannt aus den „Naschmarktmorden“ residiert, beziehungsweise herumschimpft,  sich überhaupt auf dem Schwarzmarkt oder mit Hilfe seiner Amtsgewalt, Essen organisiert, so geht er zu einer Greißlerin, die gerade ein gehamstertes Butterbrot mampft, um ihr das zweite abzukaufen. Die wird später von Ambrosius Zach, der früher, in friedlichen Vorkriegszeiten bei der Arbeiterzeitung Setzer war, ermordet und ausgeraubt und Gerhard Loibelsberger will damit wohl zeigen, daß der Krieg, die Menschen abstumpft, denn da wird wegen einem Butterbrot und ein paar Kreuzern sehr viel erschlagen und erstickt.

Die beiden Deserteuere gehen aber zuerst als Bettgeher zu einem Stanislaus Gotthelf, der wird aber auch erschlagen, so daß sie wegen Mordverdachts flüchten müßen, sie quartieren sich bei einer Köchin ein, deren Gnädige derweil auf Sommerfrische ist, da sind wir noch im August 1918.

Karl Husak kommt bei einem Fleischhauer unter und das ist der, beziehungsweise seine Frau, die dem Hofrat Schmerda, bei dem Nebychas Frau Aurelia Köchin ist und der gibt sein ganzes Vermögen im Schmarzmarkt für Fleisch aus und weil er gerne wieder einmal Eierspeise essen will, hält er sich in seiner Luxuswohnung auf dem Parkettboden Hendln, das heißt, da wurde Erde daraufgeschüttelt, was die Frau Hofrat zur Verzweiflung bringt.

Der Versuch also den bundendeutschen Lesern das Elend Wiens im Jahr 1918 auf amusante Art und Weise näher zu bringen, diese Volkstümelei nervte  manchmal ein bißchen, auch der Wiener Dialekt, von dem ich ganz ehrlich bezweifle, daß die Leute damals wirklich so gesprochen habe.

Es ist aber ohne Zweifel  lehrreich zu lesen und ein gutes Bild vom damaligen Wien, wo meine Elterrn, kleine, wahrscheinlich auch hungrige Kinder waren, bekommt man auch und so geht es durch den Herbst, bis zu dem historischen November, wo der Kaiser abdanken und Schloß Schönbrunn verlassen muß. Da wird noch einmal ordentlich die Hofküche leergegessen und sich an den guten Weinen betrunken.

Nebycha und der Koch tun das. Der Kaiser hat mit seiner Familie längst sein Automobil bestiegen und die beiden Deserteure, die sich der roten Garde angeschlossen haben, werden vom grantelnden Nebycha bei Plündern erwischt. Zach kommt um und Husak wird von Nebycha persönlich zum Bahnhof gebracht und in den Zug nach Prag gesetzt.

„Vy jeste Cech!“ – „Bist du Tscheche?“, ruft der schon abfahrende Joseph Maria Nebycha nach und der „brummt dann mehr für sich als für irgendjemand anderen: „Ich bin Österreicher!“

So endet das Buch. Gerhard Loibelberger hat diese Stelle auch bei der Lesung in der Parlamentsbibliothek vorgetragen. Dann hats ein Buffet mit Grammlpogatscherln, Nuß und Mohnkipfern gegeben und ich komme nicht umhin anzumerken, daß ich diesen Roman aus wahrhaft historischen Zeiten Österreichs in eben diesen gelesen habe. Stehen wir ja gerade vor einer Regierungsumbildung, einer Expertenübergangslösung und einem Mißtrauensantrag, bis zur nächsten Wahl, die es im September sein wird.

2018-02-15

Die Orient-Mission des Leutnant Stern

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Der 1971 in Leipzig geborene Jakob Hein, Sohn des DDR-Schriftstellers Christoph Hein, von dem ich „Drachenblut“ und auch andere Bücher gelesen habe, hat einen historischen Roman geschrieben und einen, der sich sowohl mit dem ersten Weltkrieg als auch mit dem derzeit so beliebten Thema, ob der Islam zu Deutschland gehört und es dort Muslime gibt oder gab, beschäftigt.

Ausgangspunkt war wohl, wie mir „Galliani“ schrieb, die Erkenntnis, daß es in „Wünsdorf unweit von Potsdam im ersten Weltkriegs ein Kriegsgefangenenlager gegeben hat, das ausschließlich für muslimische Gefangene vorgesehen war, dieses sogenannte „Halbmondlager“ war komfortabel ausgestattet, die Gefangenen wurden fast schon luxuriös versorgt, es hat eine eigene Moschee und eine muslimische Lagerzeitung gegeben.“

Jakob Hein stieß im Laufe seiner Recherche dann auf den jüdischen Leutnant Edgar Stern, beziehungsweise den Plan der deutschen Militärführung den Krieg  zu beenden, in dem man den türkischen Sultan dazu bringt, für das befreundete Deutschland den Dschihad auszurufen.

Und so beginnt eine Art Schelmenroman oder eine, wie am Buchrücken steht „wunderbar fabulierte Geschichte“, die eigentlich vom Leben geschrieben wurde.

Denn, wie Jakob Hein  anmerkte: „Manche Gescichten würden einem die Leser nicht abnehmen, weil sie zu fantastisch, zu birzarr und zu konstruiert klingen. Aber diese Geschichte ist so passiert“.

Und so beginnt der bei „Galiani“ erschienene Abenteuerroman, der in dreiunddreißig Kapitel aufgespalet sind, die sowohl Überschriften haben, als auch die Namen der darin beschriebenen Personen tragen, die ihre Geschichten erzählen, 1914 in Frankreich, wo der dreißigjhrige Edgar Stern, den Sommer in einem beschaulichen Badeort verbringt.

Dann bricht der Krieg aus und Stern hat die Idee den Suezkanal zu sprengen. Das wird von der Militärbehörde wohlwollend aufgenommen, der Plan mußlingt aber  und  kann nicht durchgeführt werden. Stern ist aber bei der Behörde  durch seinen „Hang zu unkonventionellen <lösungen“ aufgefallen, so daß er den Auftrag bekommt, vierzehn muslimische Kriegsgefangene aus dem oben beschriebenen Lager nach Konstantinopel zu schmuggeln, um den Sultan zu der gewünschten Handlung zu veranlaßen.

Das ist aber leichter gesagt, als getan, denn es gab zwar eine Bagdad-Bahn, aber vierzehn Muslime im wehrfähigen Alter wären aufgefallen und es waren ja einige Grenzen zu passieren. So kam der unkonventionelle Edgar auf die Idee, sich als Zirkusdirektor auszugeben und die gefangene als Artisten.

Er ließ er ihnen falsche Papiere ausstellen, was auch nicht so einfach war, da die meisten der Marokkaner, Tunesier, etcetera, ihr Geburtsdatum nicht wußten, so daß am Ende die Hälfte der Pässe auf den 1. 1. ausgestellt waren, was erst recht aufgefallen wäre und die arabischen Kostüme, die der Leutnant ihnen schneidern ließ, sahen alle auch neu und gleich aus, so daß Stern einen jüdischen Schneider kommen ließ, der sie ihnen wieder uneinheitlicher machen sollte.

Einige der dreunddreißig Kapitel haben einen der Gefangenen, namens Tassaout, als Protagonisten, der sich mit seinem französisch sprechenden Freund Aderfit über die Mission der Deutschen unterhält, die diese nicht verstehen, da die Gefangenen ja nicht so einheitlich, wie erwünscht sind und auch nicht die gleichen Sprache sprechen.

Die Reise des Direktors mit seinen Gefangenen, einen adeligen Orientexperten, der auf den  bürgerlichen Stern, verächtlich herabsieht und in der Luxusklasse reist, namens Karl Emil Schabinger Freiherr von Schowingen gibt es auch, mit ihren Schwierigkeiten an den Grenzen, wird von Hein in der schon erwähnten bizarren Fabulierkunst wahrscheinlich sehr genüßlich geschildert. In Konstantinopel werden sie huldvoll empfangen, bekommen Tee und Süßigkeiten gereicht. Die befreiten Muslime werden in einer Kaserne untergebracht, Stern und der Freiheitherr in einem Hotel, das allerdings, weil es einem Armenier gehört, zerstört wird.  Die brennenden Kirchen der Armenier werden ebenso fast nebenbei geschildert.

Und am Schluß des Buches gibt es  einen Anhang, in dem man nachlesen kann, was mit den real existiert habenden Personen der Handlung weiter passiert ist. Das Ziel der Mission, die Verkürzung des Krieges wurde ja bekanntermaßen nicht erreicht. Stern hat  Aderfit und Tassaout, die vom Sultan huldvoll empfangen, dann aber ohne Geld stehengelassen wurden, ein Stück in ihre Heimat begleitet, ist dann  Bagdad gekommen und dort an Malaira erkrankt, so daß er sich wieder nach Deutschland zurückversetzen ließ, seine Verlobte Theodrora heiratete, fortan, was damals sehr fortschrittlich war, einen Doppelnamen trug und 1972 verstarb.

Ein sehr interessantes Buch, das sich manchmal, vor allem was die geschilderten Reisepassagen betrifft, sehr spannend liest und manchmal etwas langwierig ist, weil ich zum Beispiel nicht immer gleich verstanden hatte, was es mit den Missionen, der handelnden Personen, die in den einzelnen Kapiteln beschrieben wurden, auf sich hatte.

So gibt es zum Beispiel ein paar Kapitel über zwei Funker, die auch auf die Reise mitgenommen wurden, weil außer des Erreichen des Dschihad in Konstantinopel auch noch das Telegraphensystem aufgebaut werden sollte und dann gibt es noch ein Kapitel über eine Putzfrau, die das Gefangenenlager reinigt und sich über den Luxus, der dort herrscht wundert, während ihr Ehemann im Schlamm von England oder Russland liegt und die Kugeln über seinen Kopf rasen, was aber eher an den Schluß gestellt ist und Stern mit seinen Artisten schon in der Türkei angekommen war.

Das wird ein wenig zusammenhanglos und auch handlungsarm erzählt, so daß ich das große Abenteuer, das im Klappentext auch noch versprochen wurde, eigentlich nicht immer nachvollziehen konnte.

So bin ich auf die Rezeption des heute erschienenen Buches, mit dem Jakob Hein auch auf Lesereise geht und das er in Leipzig vorstellen wird, schon sehr gespannt.

2017-07-06

Für Kaiser und Vaterland

Im Sommer gibt es immer die Sommerakademie, das ist ein Symposium oder die Saisonabschlußveranstaltung des „Instituts für jüdische Geschichte“, das in St. Pölten in der ehemaligen Synagoge angesiedelt ist und das Programm ist immer dem der Wiener Vorlesungen beigelegt und da es nichts kostet und ich sehr neugierig bin, habe ich mir seit einigen Jahren angewöhnt den Sommer auf diese Art und Weise zu beginnen.

Das heißt, ich war nicht immer dort, denn manchmal war ich schon in meiner Sommerfrische und habe mir das „Bachmannlesen“ angehört, aber einige Male war ich da und zuerst waren die Veranstaltungen auch in der ehemaligen BAWAG, da hat es Kafee und Saft gegeben und meistens hat es vorher mit einem Festakt in der Synagoge begonnen, was für mich auch sehr angenehm war, weil wir da ja meistens in Harland waren.

Dann kam der BAWAG-Skandal, die BAWAG wurde verkauft, der Standort hat gewechselt, zwei oder dreimal wars in der WU, was auch sehr angenehm war, weil ich mich da immer mit dem Alfred zum Essen treffen konnte und heuer ist es im Völkerkundemuseum, einem historischen Ort, einem alten Palais mit schönen Park hinterm Schönbuornpark.

Ich habe da schon einmal gelesen und eine Veranstaltung zum ersten Mai war auch einmal da.

Es gibt immer verschiedene Themen, die sich mit dem jüdischen Leben beschäftigen und jedes Jahr einen Tagungsband dazu, den man um sieben Euro kaufen kann.

Die älteren Bände liegen dann gegen Spenden auf und heuer 2017 geht es um „Jüdische und nichtjüdische Erfahrungen im Ersten Weltkrieg“

Da könnte man nun sagen 1914 ist schon lang vorbei und da war ich auch schon bei diesbezüglichen Veranstaltungen, aber Martha Keil, die Direktorin wollte es nicht zu dem Zeitpunkt, wie alle machen, so gibt es eben erst heuer etwas zum World War I und das passt ja auch, hat der Krieg doch bis 1918 gedauert.

Martha Keil betonte in ihrer Einleitung zuerst den schönen historischen Rahmen und da hat es, glaube ich, auch schon Veranstaltungen des Institutesgegeben, in der WU war die Technik besser, hat sie gesagt und das stimmte wohl auch, denn die Mikrophone haben geknirscht und geknarrt, daß es sogar den Direktor verunsichert hat.

Aber der erste Vortrag vom Professor Schmidl über die jüdischen Soldaten im ersten  Weltkrieg war für mich sehr interessant, vor allem, wie postiv das Soldatentum geschildert wurde.

Wenn man sich mit Karl Kraus beschäftigt hat, sieht das man das ja negativ, daß sich da alle freiwillig und beigeistert gemeldet haben, für die jüdischen Soldaten ist es offenbar, um die Ehre gegangen, des Kaisers Rocks zu tragen und sich freiwillig zu melden und sie waren durchaus nicht wie der Professor sagte Drückeberger und auch nicht nur als Militärärzte tätig, sondern kamen sogar in Offiziersrang und weil die juden gebildeteter, als die anderen Soldaten waren, schreiben und lesen und auch Sprachen konnten, wurden sie oft auch im Verwaltungsdienst eingesetzt.

Tamara Scheer referierte dann über den Sprachgebrauch und das ist ja für mich sehr interessant, die  ich im Vorjahr den „Schwejk“ gelesen habe und mich da mit der Frage beschäftigte, ob der jetzt geböhmakelt hat oder nicht?

Aber ich denke er hat Tschechisch geredet und die ungarischen Soldaten Ungarisch und manche warhscheinlich auch Polnisch was leicht mit dem Jidischen zu verwechseln war.

Ein Referat über die jüdischen Soldten in den russischen Armeen, die durften, glaube ich, nicht Offiziere werden, gab es auch und eines über die Feldrabiner, die auch die deutsprachigen Gymnasien nach Galizien brachten.

Eines über die Hilfsorganisationen und eines über das koschere Essen im ersten Weltkrieg. Da herrschte ja bekanntlich eine Hungersnot, der Weizen fürs Brot kam aus Ungarn, es gab für alles Marken und man hat sich für alles lange angestellt und so war es wahrscheinlich schwer koscher zu essen.

Aber auch die nicht jüdische Bevölkerung, wie zum Beispiel meine Eltern, die ja damals kleine Kinder waren, haben wenig zu essen gehabt und sind später zum Aufpäppeln nach Holland beziehungswweise Belgien geschickt worden.

Mit der Ernährung ist es dann am Donnerstag gleich weitergegangen, bevor es zu den Hilfsorganisationen und der Rolle, die die Frauen dort spielten ging.

Die wurden im Schnellverfahren zu Krankenschwestern ausgebildet und haben sich um die Gefüchteten gekümmert und ein paar Referate haben sich dann auch mit den Kriegsgefangenen und den Zwangsarbeitern beschäftigt.

Dazu hat sogar ein Herr aus der Ukraine einen Vortrag gehalten, bis es dann, worauf ich schon die ganze Zeit gewartet habe, zu den jüdischen Intellektuellen im Widerstand ging.

Da hat Beata Mache aus Duisburg einen beeindruckenden Vortrag gehalten, in dem sie einige Dichter und auch widerständische junge Frauen erwähnte.

Briefe von Stefan Zweig an Romain Rolland wurden gezeigt und mir fällt dazu die Lyrik von Alfred Lichtenstern ein, obwohl ich nicht so genau weiß, ob der jüdisch war und natürlich auch Remarques großer Roman  „Im Westen nichts Neues“, der erst vor ein paar Tagen in der „Alten Schmiede“ in der Grundbuchreihe vorgestellt wurde.

Am Freitag geht es dann mit der Presse und den Künstlern weiter, aber da bin ich schon in Harland und werde mir stattdessen das Bachmannlesen geben und wie es im nächsten Jahr mit der Sommerakademie weitergeht ist auch ein bißchen fraglich, da Christian Ehalt, der die Programme ja immer denen der „Wiener Vorlesungen“ beilegt, in Pension gehen wird.

 

2016-07-15

Die Abenteuer des braven Sodaten Schwejk

Jetzt kommt etwas ganz Altes, ein Klassiker und eine „Aufbau-Ausgabe“ von 1982, die offenbar vom Alfred stammt, was  auch sehr interessant, daß das Buch, das so offen zur Rebellion und Wiederstand aufruft, in der DDR verlegt wurde. Ich nehme an, der Alfred hat es dort in einer Buchhandlung gekauft oder von seinen Verwandten geschenkt bekommen.

Ein Buch vor dem ich mich wahrscheinlich  lang gedrückt habe, weil ich in den Sechziger- oder Siebzigerjahre, den Film oder die Fernsehserie mit Fritz Muliar gesehen habe und da ist bei mir offenbar nur die Blödelei hängen geblieben, die ich ja nicht so mag, dabei ist es ein Buch, das über den ersten Weltkrieg handelt   und der hat mich  vor zwei Jahren sehr beschäftigt und eines der erste Bücher, wie ich bei „You Tube“ fand, das zum Widerstand aufrief.

Jetzt wurde es neu übersetzt, diese Übersetzung liegt oder lag bei Anna Jeller, die angeblich viel besser sein soll, weil das „Bömakeln“ fehlt, ich habe noch die alte, bin aber bei Neuübersetzungen ohnehin immer skeptisch, denn die Originalausgabe kann man ja auch nicht verändern und den Zeiten anpassen.

„Der brave Soldat Schwejk“ entnehme ich also „Wikipedia“ ist ein unvollendeter antimilitaristischer und satirischer Schelmenroman des, 1883 geborenen und 1923 verstorbenen, tschechischen Schriftstellers Jaroslav Hasek, der damit berühmt wurde. Er ist ursprünglich, 1921, in Zeitschriften erschienen und besteht aus vier Teilen.

Im ersten Teil „Im Hinterland“ wird gerade Franz Ferdinand in Sarajewo erschoßen und der Prager Hundefänger,  der wegen Blödheit aus dem Militärdienst entlassen wurde, geht wie jeden Abend in sein Stammwirtshaus, wo auch ein Spitzel sitzt, was dazu führt, das sowohl Wirt, als Gast wegen Hochverrats oder sonst noch einiges verhaftet werden. Der Wirt deshalb, weil er das Kaiserbild heruntergenommen hat, weil dort immer, die Fliegen darauf schissen. Der Wirt wird deshalb zu einigen Jahren verurteilt, Schwejk, der immer treuherzig schaut und „Melde gehorsam, Herr Oberlajtnant!“, sagt, kommt frei, beziehungsweise wird er bei der Musterung, als Simulant verhaftet, weil  er Rheuma hat.

Köstlich könnte man sagen, die Stelle, wo der Militärarzt, den Tauben, Lahmen, etcetera, Klistiere und Magenauspülungen verordnet, damit sie gesund werden und sich freiwillig melden.

Schwejk meldet sich auch und kommt zu einem besoffenen Feldkuraten, der eigentlich jüdischer Abstammung ist, aber irgendwie, den Katholizismus bevorzugte, der sauft sich arm, verliert beim Kartenspielen seinen Burschen, an den Oberleuntant Lukasch, der hat aber keine Freude an ihm, obwohl er ihm am Anfang beibringt, daß er alles machen, muß, was er ihm befiehlt.

„Wenn ich sage, spring ins Feuer, dann tue es!“

Schwejk denkt nicht daran oder doch, so einfach ist das bei einem, der immer treuherzig schaut und wegen Blödheit aus dem Militärdienst entlassen wurde, nicht festzustellen.

Der Oberleutnant hat ständig Frauengeschichten, bei denen Schwejk vermitteln muß. Dann soll er ihm einen Hund verschaffen, er tut es, in dem er einen von einem Oberst klaut, was den Oberleutnant in arge Schwierigkeiten bringt. Er wird an die Front versetzt und fährt mit Schwejk im Zug dorthin, der redet ihm wieder in seiner Treuherzigkeit, um Kopf und Kragen, zieht dann die Notbremse, wird verhaftet und muß  zu Fuß nach Budweis gehen, weil er das Geld für die Fahrkarte wieder treuherzig vertrinkt.

Und so weiter und so fort und irgendwie merkt man die Fortsetzungsgeschichten, weil jedes Kapitel eine eigene Handlung mit ähnlichen Wiederholungen hat.

Schwejk kommt  wieder zu Lukasch, der ihn zu einer Ungarin schickt, dort kommt es zu einer Schlägerei und der Oberleutnannt, der auch als Trottel geschildert wird, hat, wegen seinem Burschen wieder  Schwierigkeiten, will ihn eigentlich loswerden, die Vorgesetzten lassen es aber nicht zu, so bekommt er zwar einen anderen Burschen, mit dem er aber auch nicht viel Freude hat, denn der frißt ihm alles weg und Schwejk kommt mit ihm als seine Ordonnanz ins Feld.

Das passierte dann schon im zweiten Teil „An der Front“, im dritten Teil „Der glorreiche Zusammenbruch“ muß die Ordonnanz das Telefon bewachen und es kommt zu einem Durcheinander, weil man nicht mehr weiß, wann man ausrücken soll und, wie es mit der Marschverpflegung ist.

Dann geht es los  „Quer durch Ungarn“, die gemeinen Soldaten unterhalten sich übers Essen, während sich die Offiziere mit einem Ganghofer-Buch beschäftigen müssen um das Cheffrieren zu lernen. Nur leider hat der brave Soldat Schwejk, die zwei Teile verwechselt, beziehungsweise gedacht, daß man das Lesen mit dem ersten beginnt, eine heillose Verwechslung entsteht, die den  Kadetten Biegler, der schon von Offizierswürden träumt, als „Träger von Cholerabazillen“ in die Lazarettbaracke bringt, indessen bleibt der Zug in Budapest die ganze Nacht lang stehen, die Soldaten sollten, wie zuerst Salami, jetzt Emmentaler bekommen, allein sie bekommen wieder nur gute Sprüche und Ansichtskarten.

Italien erklärt den Krieg an Österreich-Ungarn, die Abfahrt wird alle drei Stunden verschoben, mildtätige Damen erscheinen und verteilen Pastillen und wollen den Soldaten dafür eine Ansprache halten, Oberleutnant Lukasch hat wieder Schwierigkeiten von seinem hungrigen Burschen, die nötige Verpflegung zu erhalten, bis der Abfahrtbefehl endlich kommt.

Dann gehts an die galizische Grenze mit Hauptmann Sagner, Oberleutnant Lakasch, dem esoterischen Koch Jurajda,  Rechnungsfeldwebel Wanek, Telefonist Chocounsky und dem eifrigen Leutnant Dub, vom Zivilberuf Lehrer, den Schwejk nur „Halbfurzer“ nennt und der diesen am liebsten wegen Hochverrats vor Gericht stellen will.

Es gibt zu wenig Essen und als Lukasch Schwejk befiehlt für ihn Kognac zu fassen, was streng verboten ist, schleicht Dub Schwejk nach und befiehlt ihm den Kongnac auszutrinken, weil Schwejk treuherzig behauptet, das das nur eisenhältiges Wasser ist.

Einen Einjährigenfreiwilligien, der schon die Bataillonsgeschichte im Vorraus schreibt und allen einen mehr oder weniger ruhmreichen Tod zukommen läßt, gibt es auch und noch verschiedene andere Verwirrungen und Verrenkungen, beispielsweise die, daß der hungrige Baloun in den leeren Gulschkessen fällt und ihn so schön, wie nie zuvor ausleckt.

Es gibt  ein Zwischenspiel in einem Bordell, in dem sich Leutnant Dub betrinkt, Schwejk muß die Kompanie im Dorf Liskowiec einquartieren, findet eine russische Uniform, zieht sie an und gerät in Kriegsgefangenschaft. Er soll gehängt werden, kommt dann aber doch wieder in seine Kompanie zurück.

Dann endet das Buch, mitten im Satz, steht bei „Wikipedia“, weil sein Verfasser, der offenbar ebenfalls sehr trinkfreudig war und seinen Schwej im Wirtshaus schrieb und dort auch den Gästen vorlas, „am 3. Jänner 1923 im Alter von vierzig Jahren gestorben ist.“

Es gibt Nachrufe von Egon Erwin Kisch, Kurt Tucholsky und F. C. Weisskopf.

In der Tschechai kennt jeder den braven Soldaten Schwejk, hat ihn in der Schule gelesen, kann ihn als Souvenier von seinen Reisen mitbringen und in sein Auto oder sonstwohin aufhängen und Denkmäler gibt es natürlich auch.

Es ist nicht so sehr ein Buch über den ersten Weltkrieg, sondern eines über die Dummheit der Menschen, habe ich einem der You-Tube Filme gesehen. Etwas, was ich eigentlich nicht so glaube, sondern das Buch eher für einedamalige Gegenwartsbewältigung eines vielleicht auch hoffnungslos Verzweifelten halte.

Für den zweiten Weltkrieg kann man den Bockerer von Ulrich Becher als Gegenbeispiel halten, wo einer auch durch seine vermeintliche oder wirkliche Dummheit, das Naziregime überlebt und Dummstellen ist wahrscheinlich genauso ein Abwehrmechanismus, wie der Humor einer ist und wenn Jarosav Hasek am dritten Jänner 1923 nicht gestorben wäre, hätte es vielleicht noch weitere Abenteuer des braven Hundefängers gegeben, der aber auch so, wie beispielsweise von Karel Vanek, weitergeschrieben worden ist.

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