Literaturgefluester

2020-04-02

Fertig mit dem Fräulein No

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit dem Korrigeren, meines siebenten „Nanwowrimo“, „Fräulein Nos Nachtcafe“, wo ich im November zwischen „Buch Wien“ und „Buch Basel“ und auch noch andere Events den Rohtext geschrieben habe.

Den Text dann bis Jänner, glaube ich, liegen gelassen habe, weil ich ja noch das „Zweite Literaturgeflüsterbuch“ fertig zum Korrigieren hatte und den Text ab da fertig korrigiert habe.

Jetzt bekommt ihn der der Alfred, damit er das Buch druckereifertig machen kann und ich kann nur hoffen, daß es in Zeiten, wie diesen mit den Coronanöten den „Digitaldruck“ dann noch gibt und vorher sollte das zweite „Literaturgeflüstertexte Buch – Mein Schreiben – meine Bücher“ fertig werden. Das hat der Alfred jetzt soweit durch, ich muß es noch durchsehen und das Cover brauchen wir auch.

Da habe ich ja schon einige Ideen, nämlich ein Bild von mir mit einem Buch beispielsweise das und dann eines von meinen Büchern. Der Alfred will etwas Neues machen, mal sehen, wie es wird?

Das Cover vom „Fräulein No“ ist auch noch zu gestalten. Da haben wir noch kein Bild und da hötte ich an ein Cafehaus oder Beisl gedacht. Aber das wird ja jetzt, wo man nicht hinausgehen darf oder soll  schwierig. Es ist aber noch etwas Zeit dazu, weil der Alfred den Text ja erst durchsehen muß.

Fünf Szenen habe ich wie schon öfter geschrieben aus dem Text hinausgeschmissen, die sind jetzt vollständig im Blog zu finden, so daß sich meine Leser, denen vielleicht Coronabedingt fad ist, schon ein bißchen ein Bild davon machen können, bis es dann, wenn wir das Cover haben, zur „Vorschau“ kommt, wo ich natürlich wieder ein Gewinnspiel machen werde, und zur Leserunde aufrufen werde und dann ran an das neue Schreiben, etwas, was man ja jetzt, wo es keine Veranstaltungen und auch keine besondere Ablenkungen gibt, wahrscheinlich besonders gut kann und auch besonders zu empfehlen ist und wenn meine Leser jetzt vielleicht fragen sollten, wie das jetzt mit meinen Schreibednungs- oder Schreibanfangsritualen ist?

Die fallen, fürchte ich, diesmal aus oder sind  ein bißchen anders oder auch nicht, denn da gibt es ja wieder das deja vue Erlebnis.

Denn im vorigen Jahr, als ich mit der „Magdalena Kirchberg“ endlich fertig war, war ich ja noch nicht so gut bei Fuß, um in der Stadt herumzustreifen und dann waren wir schon in Harland und ich habe mich, glaube ich, mit dem „Traisenparkcenter“ begnügt und heuer könnte ich ja nicht shoppen gehen und will auch nicht mit Maske herumlaufen, die man ja demnächst zumindestens in den offenen Geschöften  tragen muß und über fünfundsechzig bin ich  auch schon, aber es gibt etwas anderes für den Neuanfang und das hatte ich ja irgendwie auch vor, wie meine  regelmäßigen Leser vielleicht wissen.

Denn ich habe ja immer die Idee, es vielleicht doch einmal mit der „Heldenreise“ zu probieren, das heißt einen Roman mit Spannungsbogen zu schreiben, trifft mich ja immer der Vorwurf, daß bei mir nichts passiert, beziehungsweise das, was niemanden interessiert. Da habe ich mir ja Gustav Ernsts Buch „Romane schreiben“ dafür schicken lassen und zum Jahreswechsel die Unterlagen und die Probeseminare der Jurenka Jurk dafür studiert.

Dann war ich im Jänner bei diesesn Schütte-Lihotzky-Abend und habe dann bald die idee geboren im nächsten Buch, die Beziehung einer Frau, eine Museumskuratorin ist mir das vorgeschwebt, deren Mann einen Schlaganfall oder Alzheimer hat, also von ihr gepflegt wird, sich in einen Jüngeren verlieben zu lassen und darauf die Handlung vorher nach Stufenplan aufzubauen, bevor ich mit dem Rohtext beginne.

Als ich das plante, war ich, glaube ich, gerade mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ fertig und die Rohtextüberarbeitung des „Fräulein Nos“ folgte, dann kam Corona und, daß ich darüber schreiben will, ist ja irgendwie naheliegend aber vielleicht nicht möglich, weil wir stecken ja mittendrin im Geschehen und haben keine Ahnung, wohin uns der Weg noch führt. Trotzdem was eignet sich dazu, wenn nicht das?

Und so werden meine Leser vielleicht bemerken, daß ich auch eine Art Corona-Krisentagebuch führe und die Idee, die Roswitha sich in Quarantänezeiten sich in ihren Viktor, heißt er, glaube ich, verlieben zu laßen und das Ganze darum herum, einzubeziehen, ist auch naheliegend, obwohl ich, wie gesagt, ich keine Ahnung habe, ob und wie sich das realisieren läßt.

Dazu einen Erinnerungssplitter, als ich eine junge Studentin war, habe ich mich in einen älteren Mann verliebt und wollte, naiv wie ich damals war, darüber schreiben. Es ist nicht gegangen, weil ich viel zu sehr befangen von der Chose war.

Das könnte jetzt ähnlich werden. Es läßt sich aber probieren und das nach Romanfahrplan schreiben, läßt sich glücklicherweise auch ohne Jurenka Jurks Lehrgang zu besuchen, wie, ich glaube, jetzt auch besuchen, veranstaltet ja Ronny Rinderer derzeit einen „Quarantimo“ und stellt dazu jeden Samstag ein Video ein, wo er spezielle Aufgaben zur Romanentwicklung gibt.

Diese Videos habe ich mir bisher immer angeschaut, ein bißchen mitgeschrieben, die Aufgaben aber nicht gemacht. Jetzt könnte ich das am nächsten Samstag tun. Die aufgaben nachholen und mit dem Romanplanen  beginnen.

Ob ich vorher noch die Fenster putze oder nicht, weiß ich nicht so genau, ist das vielleicht  ja, da der Alfred  Homeoffice macht, derzeit etwas schwierig. Aber am Freitag fährt er immer nach St. Pölten, um mit der Vierundzwanzigstundenbetreuerin einzukaufen. Da ginge es vielleicht und da gibt es auch ein Quarantäneschmankerl über das ich dann auch berichten will.

Nämlich eine Online Schreibenacht des Writersstudio. Man sieht an Schreibimpulsen gibt es derzeit keinen Mangel und so werde ich mein neues Projekt vielleicht ein bißchen anders, aber ebenso kreativ starten und nur hoffen, daß das „Schreibebuch“ und das „Fräulein No“ auch trotz Corona erscheinen können.

2020-04-01

Dorothea

„Dorothea Hartinger hatte heute „Elterndienst“, wie Bruno, das zu nennen pflegte. Das heißt, sie war an der Reihe zum Elternsprechtag in der Schule zu erscheinen, wo die Zwillinge in die erste Klasse gingen. Es war eine ganz gewöhnliche Volksschule, die nächst gelegene im Wohnsprengel, die Antonia und Jakob besuchten. Darauf hatte sie Wert gelegt, obwohl Bruno sie in der letzten Zeit öfter darauf ansprach und „Glaubst du wirklich, daß das eine gute Idee ist? Vielleicht sollten wir darüber sprechen, denn wenn man das glaubt, was man so in den Zeitungen liest, können einen schon Bedenken kommen, ob sie da nicht unterfordert sind und vielleicht sogar Verhaltensauffälligkeiten bekommen!“, zu ihr mit besorgter Stimme sagte.

Dorothea hatte ihn da immer empört angeblinzelt und „Ich dachte, Bruno, du bist ein aufgeschlossener  Mensch, der sich, um diese ausländerfeindlichen Debatten nicht kümmert und seine Kinder nicht in die elitären Privatschulen schicken will oder habe ich mich getäuscht?“, eingeworfen.

Da hatte er den Kopf geschüttelt und „Natürlich nicht, Doro!“, geantwortet. „Sonst wäre ich nicht Anwalt geworden und hätte nicht so viele Asylwerber unter meinen Klienten! Aber ich möchte, daß die Kinder lesen und schreiben lernen, sowie später studieren können und die Toni hat mir gestern empört von einem Jungen erzählt, der ihr das Essen einer Schinkensemmel verbieten wollte, beziehungsweise sie „Blödes Schwein!“, genannt hat, weil das nicht halal wäre „Und das will ich nicht, daß meine Kinder gemobbt werden und die Toni vielleicht aufgefordert wird, ein Kopftuch aufzusetzen, weil sich das für eine anständige Frau so gehört!““

„Dabei hast du Fatma Sajyan vertreten, das heißt, nein, die war nicht deine Klientin! Du warst der Anwalt, der angeblichen Bespuckerin, aber die ist auch eine sozial schwache Frau und gehört eigentlich in mein Revier!“

„Natürlich, Doro!“, hatte Bruno versöhnlich geantwortet und sie an sich gedrückt.

„So ist es und schau nicht so bös! Ich meine nur! Natürlich will ich noch immer nicht meine Kinder in elitäre Privatschulen schicken und werden weiterhin Flüchtlinge und Außenseiter vertreten! Aber den Kindern möchte ich auch nicht schaden! Das verstehst du sicher und bist auf meiner Seite! Also schau dich um, wenn du in die Schule gehst! Mach die Augen auf und du kannst mir danach davon berichten!“

Das tat sie auch, als sie jetzt zwischen zwanzig anderen Müttern und nur einem einzigen Vater, die Emazipation schien sogar in dem angeblich noblen neunten Bezirk, in dem sie mit Bruno und den Kindern in einer Altbauwohnung in  der Währingerstraße lebte, Halt gemacht zu haben und sie gestand sich auch ein, daß es die  Gegend war, die sie veranlaßt hatte, die Kinder in der Seegasse einzuschreiben. Wenn sie in Margareten oder Ottakring wohnen würden, wäre es vielleicht anders gewesen. Aber in AKH-Nähe, hatte sie gedacht, könnte sie die Kinder in eine öffentliche Volksschule schicken, um sie nicht von der Wirklichkeit auszuschließen. Sah  sich jetzt in einer Reihe von Kopftuch tragenden Frauen sitzen, schüttelte aber, ob dieser Gedanken gleich den Kopf und dachte „Es ist trotzdem fortschrittlich, daß die Frauen in die Schule kommen! Habe ich doch gehört, daß es bei den Muslimen, die Männer sind, die das tun, weil sie die Frauen nicht aus dem Haus gehen lassen oder die sich das nicht zutrauen und dann wieder Ärger erregen, weil sie der Lehrerin nicht die Hand geben oder die nicht als solche anerkennen!“ und bemerkte nun, daß der einzige Mann in der Runde tatsächlich Syrier oder Türke zu sein schien. Ob er der Lehrerin, einer Frau Silvia Reiter, die Hand gegeben oder sie verweigert hatte, konnte sie nicht sagen. Das hatte sie nicht gesehen und die Lehrerin, die sie sehr freundlich begrüßt hatte und „Willkommen, Frau Doktor Hartinger! Setzen Sie sich nur! Ich hoffe, die Kinderstühlchen sind für sie nicht zu unbequem!“, machte auch nicht den Eindruck, als würde sie sich unterdrücken lassen, sondern wirkte mit ihren kurzen Pagenschnitt, den hennarotgefärbten Haaren und ihrer Baumwollbluse, ebenfalls sehr fortschrittlich, die sich darüber zu freuen schien, daß sie  die Kinder in ihre Klasse gegeben hatte, was den Klassendurchschnitt und das Image sicherlich erhöhte, wenn sie sagen konnte „Ich habe eine Ärztin und einen Anwalt unter meinen Klasseneltern!“

Die anwesenden Mütter schienen diese Berufe nicht auszuüben, wie sie schätzen würde, obwohl sich außer einigen asiatisch aussehenden Frauen und einigen Serbinnen, wie sie schätzen würde, auch österreichische  Frauen befanden und die hoben gleich die Hand und erkundigten sich, ob es wahr wäre, daß heuer die Nikolofeier ausfallen würde, weil man den muslimischen Kindern den heiligen Mann nicht zumuten könne und sie sich vor dem Krampus fürchten würden.

„Und das will ich nicht!“, sagte jetzt eine hagere Frau in einem schwarzen Rock und einer schwarzen Bluse energisch, an deren Aussprache Dorothea,  den polnischen Dialekt erkannte.

„Meine Katinka soll christlich erzogen werden und ich will auch ein Weihnachts- und kein Winterfest!“

„Aber den Christlindlmarkt zu besuchen, ist vielleicht gefährlich? Hört man doch so viel von den terroristischen Anschlägen, die da passieren!“, warf eine andere Frau ein und ehe Dorothea  „Blödinn!“, sagen und einwerfen konnte, daß sie  auch den Nikolo wünsche nicht nicht wollte, daß Antoia wegen einer Schinkesemmel angepöbelt  wurde, es ihr aber egal war, ob es Weihnachts-oder Winterfest heiße, da sie ohnehin nicht katholisch und die Zwillinge nicht getauft waren, mischte sich Silvia Reiter ein und sagte in  breiten Wiener Dialekt „Keine Sorge, liebe Mütter, lieber Vater! Zu uns kommt der Nikolo und ein Christkindlmarktbesuch ist geplant, weil sich die Kinder darauf freuen! Aber keine Angst, das Rathaus hat uns versichert, daß er gut gesichert ist, so daß man unbesorgt einen Schulausgang dorthin machen kann! Und die Antonia und der Jakob halten sich sehr gut! Sie sind unsere Musterschüler und wir freuen uns sehr, daß wir sie in der <klasse haben!“, erklärte sie an sie gewandt und fügte, als würde sie den Einwand des muslimischen Vaters befürchten, hinzu „Was für den Mo, wie wir den Mohamed nennen, auch gilt, Herr Pashmir! Er bekommt auch kein Schweinefleisch! Da achtet die Küche sehr darauf, daß das nicht passiert, obwohl wir für die Ganztagskinder drei Menus zur Auswahl haben, so daß sich jeder aussuche kann, was er mag und wenn Sie rechtzeitig, die Menüs bestellen, brauchen Sie nicht in Sorge sein!“

Dorothea fiel wieder Brunos Frage ein und überlegte, ob sie es Silvia Reiter antun könne, die Kinder abumelden, die sich in der schule trotz der „Schwein-Beschimpfung“, die Antonia widerfahren war, wohlzufühlen schienen und ihre Freunde hatten und, als sie später im Einzelgespräch, nachdem sich die Runde aufgelöst hatte und die meisten Eltern nach Hause gegangen waren, die Lehrerin danach fragte, beziehunsweise ihr die Geschichte mit der Schinkelsemmel erzählte, schüttelte die den Kopf und wiederholte wieder „Keine Sorge, Frau Doktor Hartinger! Es stimmt schon, da hat der Ali, die Toni ein wenig angerempelt! Das hat er wohl zu Hause so gehört, aber keine Angst! Die Toni ist ein starkes Mädchen und hat sich gewehrt! Ich dürfte Ihnen das vielleicht gar nicht sagen! Aber sie hat ihn wütend angefunkelt und „Spinnst du?“, gefragt. „Ich lasse mir von dir nicht vorschreiben, was ich esse und ein Kopftuch werde ich mir auch nicht aufsetzen, da ich keine Muslimin bin!“, und dann hat sie zugeschlagen.  Aber bevor ich mich einmischen und sie ermahnen konnte, hat sie sie dem Ali ihre Schikensemmel hingesteckt und  „Tut mir leid, entschuldige!“, gesagt. „Willst du nicht einmal probieren?  Sie schmeckt sehr gut und ich weiß gar nicht, was du gegen Schinken hast? Ich esse ihn jedenfalls sehr gern!“ Und wissen Sie, Frau Doktor Hartinger, da habe ich gesehen, wie es in seinem Augen aufgeblitzt hat und er gerne zugebissen hätte, wen er sich nicht vor dem Mo und dem Hassan, die daneben standen und ihn anstarrten, geniert hätten!“, sagte Silvia Reiter und nickte ihr schelmisch zu, bevor sie sich Frau Wysocki zuwandte, auch eine Frage an sie hatte.“

So das war jetzt die vierte hinausgeschmissene Anhangszene, die ich im November meinen siebenten „Nanworimo“ angefügt habe, um die geforderte Wortanzahl zu kommen.

Die Szenen „Fatma“, „Harry“ , „Sibylle“ sind hier zu finden, sowie die frühere Szene neunzehn, die in den Text, der derzeit hundertzwei Seiten, neununddreißig Seiten und derzeit 49527 Worte hat, nicht mehr enthalten ist, so daß man sich jetzt schon einen kleinen Einblick machen oder zumindestens die handelnden Personen kennenlernen kann.

Ich bin ja derzeit sehr am Korrigieren, hoffe bald fertig zu werden, so daß mein achtundvierzigsten Selbstbemachtes bald erscheinen kann. Vorher soll ja das zweite „Literaturgeflüsterbuch“„Mein Schreiben-meine Bücher“ fertig werden und ich hoffe nur, daß es dann den „Digitaldruck“ noch gibt, so daß die Bücher erscheinen können.

Bis dahin fordere ich auf in die Blogartikel hineinzuschmöckern, das erste „Literaturgeflüsterbuch“ ist auch im Blog zu finden und die Kurzgeschichtenerzählung „Besser spät als nie“ sowie auch einige Artikel aus der „Nika, Weihnachtsfrau“, aber das passt derzeit nicht zum schönen Wetter und nicht zur Jahreszeit.

Wer  mehr von meinem Schreiben wissen will, kann sich auch auf meiner Website umsehen und eventuell bei mir bestellen oder sich  die Videos anhören, die es von meinen Lesungen gibt.

Da habe ich ja einmal im El Speta aus meiner „Frau auf der Bank“ und der „Wiedergebornen“ gelesen und einmal vor dem offenen Bücherschrank aus der „Mimi“

2020-03-30

Harry

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In Zeiten der Corona-Krise und des Veranstaltungsstops, wieder ein „Fräulein No-Schmankerl“, denn ich habe ja noch zwei der vier hinausgeschmissenen Anhangszenen, die ich hier vorstellen kann, denn ich war ja am vierzehnten November schon mit meiner Gliederung fertig, wußte, es werden keine fünfzigtausend Worte und bin auf die Idee gekommen, einigen Personen, die im Text keinen eigenen Handlungsstrang hatten, eine eigene Szene zu schenken, eine ist davon der Harry, dem Cafehausbesitzer, der das Ganze überspannt, beziehungsweise in seinem Cafehaus alle zusammenbringt und dem habe ich am Schluß noch eine Krebserkrankung verpasst.

Als ich mit dem Rohtext fertig war, habe ich von den vier Anhangszenen, die keinen direkten Bezug zu der Handlung hatte, die von der Dorothea, die zum Elternsprechtag geht und der Fatma, die zum Begräbnis der Großmutter nach Teheran fliegt, die ja damals noch eine Iranerin war, hinausgeschmissen und die des Harrys und der Sibylle vorerst drinnen gelassen, dann aber  auch weggelassen, weil sie ja keinen direkten Handlungsbezug hatten, beziehungsweise, die Krebserkrankung des Harrys der Handlung eine andere Interpretation gegeben hätte.

„Es ist alles in Ordnung, Henrike“ hatte er am Sonntag zu der alten Freundin gesagt, als er mit ihr an dem mit einer altmodischen weißen Häkeldecke, die wohl noch von ihrer Großmutter angefertigt worden war, gedeckten Tisch gesessen war und auf die schon etwas verblasste Tapete im Speisezimmer der alten Grinzinger Villa gesehen hatte, die dringend renoviert gehörte, wozu aber das nötige Kleingeld fehlte. Die Häkeldecke war aber frischgestärkt und in der Mitte stand in einer genauso altmodischen Glasvase, die auch von der Großmutter stammte, seine mitgebrachte Rose. Eine Schachtel „Lindt-Bonbons“, die wohl der Schauspielschüler mitgebracht hatte und das Gansl mit dem Rotkraut und dem Kartoffelknödel, das er Gabel für Gabel in sich hineingeschaufelt hatte, hatte ausgezeichnet geschmeckt.

„Alles in Ordnung!“, hatte er gesagt und dachte, während er in einer der Abulanzen des Allgemeinen Krankenhauses saß und auf seinen Onkologen wartete, „Wie man es nimmt!“

Die Grinzinger Villa verfiel allmählich und wurde von Henrike nur mit seiner Unterstützung halbwegs in Schwung gehalten. So hatte er ihr versprochen, sich im Frühjahr, um das Dach  zu kümmern und auch die Zimmer im Erdgeschoß und im ersten Stock auszumalen und sie hatte ihn  dankbar angesehen.

„Gilt das auch für die Psychotante, die übrigens eine patente Person zu sein scheint. Ich habe mich vor der Vorstellung, um in die richtige Stimmung hineinzukommen, ein wenig mit ihr unterhalten!“, hatte der Schauspielersohn gefragt und dabei angestrengt an seiner Gänsekeule genagt.

„Wirklich ausgezeichnet ist dir der Braten gelungen, Henrike!“, hatte er gelobt, bevor er die an ihm gestellte Frage beantwortet hatte.

„Ist sie, junger Mann, wenn  vielleicht auch ein wenig schwierig! Hat das Leben sie doch ein bißchen mehr, als die meisten anderen gebeutelt! Sie ist aber, wie ich mich überzeugen konnte, ein Stehaufmännchen oder besser Frauchen, um politisch korrekt zu gendern, das sich nicht unterkriegen läßt, sondern es immer wieder neu probiert, so oft sie auch auf den Boden geworfen wird!“, hatte er an seinem Gänsebein kauend gesagt und sich die Frage gestellt, wie das wohl bei ihm wäre? Dann „Wirklich ausgezeichnet!“, wiederholt und No versichert, daß seines Wissens nach alles in Ordnung sei!

„Wenn ihr nach der Vorstellung nicht so schnell geflüchtet wärt, hättet ihr euch davon überzeugen können! Die Anzeige ist zurückgezogen, Fatma Sayjan hat sich entschuldigt und eine Nichte ist aufgetaucht, die sich, um die Tante kümmern will!“, hatte er verkündet und war sich sicher, daß absolut nichts in Ordnung war, er aber nicht wußte, wie er das der alten Freundin beibringen sollte, die ihm zwar zu durchschauen schien, merkte er doch, daß sie immer wieder nachdenklich zu ihm hinübersah, beibringen konnte, daß er laut Auskunft seines Arztes, der ein hochspezialisierter Onkologe war und kein Allgemeinmediziner, wie Ulrich Blumenbach, nur mehr ein paar Monate zu leben hatte, weil der Krebs seinen Körper und seine Prostata schon sehr angeknabbert hatte, wie er das vor fünfundzwanzig Jahren, bei ihrem Walter getan hatte, den sie immer noch  mit ihrem Setter jeden Tag an seinem Grab besuchte. Er hatte es ihr nicht sagen können, die sich freute,  daß das Dach im Frühling, endlich ausgebessert wurde. So daß es nicht mehr hineinregnen konnte, wie es jetzt gelegentlich geschah. Ihr nicht sagen, daß er nicht versichern konnte, daß er dann noch am Leben und so fit war, auf der Leiter herumzuklettern und die Arbeiten, die er von ihr versprochen hatte, auszuführen. Zwei Wochen bevor ihm der Onkologe mit besorgten Gesicht mitgeteilt hatte, daß es sehr ernst und mit dem Befund nicht zu spaßen war, hatte er ihr das versprochen und sie hatte sich, wie ein Kind gefreut und ihr Gesicht hatte gestrahlt, als sie „Dann wird doch noch etwas aus der Villa und ich brauche nicht zu fürchten, daß sie über uns zusammenkracht und uns begräbt!“, zu ihm sagte.

„Ich danke dir vielmals lieber Harry und werde mir auch überlegben, den Krümel doch in einen Theodor oder einen Heinrich umzunennen, um dich nicht zu ärgern!“, hatte sie versprochen und ihn, wie sie sich zu erinnern glaubte, am Sonntag fragend angesehen, als ob sie etwas von seiner Spannung und seinen Sorgen, die ihn seither plagten, ahnte. Er konnte es ihr aber nicht sagen, fürchtete er doch, daß sie die Nachricht nicht aushalten,sondern darüber zusammenbrechen würde, wie sie es beim Tod ihres Walters und dem ihrer Tochter fast getan hatte. Damals hatten sie zuerst Martha und später die kleine Enkeltochter davon abgehalten. Jetzt  war aber Nolantha erwachsen und würde sie mit ihrem Schauspielerfreund wahrscheinlich verlassen, wie er es auch bald tun würde, so daß sie in der baufälligen Villa mit ihrem Hund ind ihren Toten alleine blieb. Er hatte es nicht geschafft, sondern getan, als wäre alles in Ordnung, wie er ihr an diesem Sonntag, wie eine Marionette immer wieder versichert hatte, obwohl sie es ihm nicht zu glauben schien. Deshalb hatte er auch Ulrich Blumenbach gefragt, ob er sich nicht um die Junkies und die Nutten, die regelmääßig im Cafe auftauchten, kümmern konnte, was aber ein Vorwand  war, denn wenn er ehrlich war, hatte er es deshalb getan, um einen Arzt im Haus zu haben, wenn es ihm schlecht ging und er vielleicht zusammenbrach, hatte er bei Henrike gedacht und nach dem Glas gegriffen, um einen Schluck von dem mitgebrachten Wein zu trinken und sich von den düsteren Gedanken abzulenken, die in seinem Kopf routierten und nicht zu vertreiben waren.

„Alles in Ordnung, Oma!“, hatte auch No bestätigt und nach einer der Bonbons gegriffen, nachdem sie ihre Günsekeule und den Pudding, den es zum Dessert gab, gegessen hatte.

„Gerti Schuster wird vielleicht zu ihrer Tante ziehen  Harry hat uns einen Hausarzt engagiert, der jetzt Abend für Abend zu uns kommt und ich und der Fabi werden das Stück demnächst in Graz  aufführen und dir Oma, geht es auch sehr gut, nicht wahr?, hatte sie noch wissen wollen, bevor sie in die Küche verschwunden war, um dort Kaffee zu kochen und er hatte keine Antwort gegeben. Hatte das nicht über sich gebracht, obwohl er es wahrscheinlich mußte, weil er die alte Freundin, die ihm, als es ihm schlecht gegangen war, wieder aufgerichtet hatte, nicht unvorbereitet verlassen sollte, dachte er und seufzte auf, während sein Blick durch die Amublanzräume und über die anderen Patienten glitt, die wohl ebenfalls auf ihre Diagnose wartend, auf den orangen Plastiksesseln Platz genommen hatten. Vielleicht sollte er mit Ulrich Blumenbach darüber sprechen, wie er es Henrike beibringen könnte, dachte er und war erleichtert, daß ihm dieser Einfall gefallen war. Denn der war ein guter Arzt, dem es, weil sein Lebensmensch zu ihm zurückgekommen war, auch wieder besser zu gehen schien. Professor Wagner, der ihm demnächst etwas von Chemo- und Strahlentheraphie vorschwatzen würde, der er sich unterziehen sollte, könnte er natürlich gleichfalls fragen, dachte er und stand auf, weil sein Name auf der Anschlagtafel aufleuchtete und er ins Besprechungszimmer gerufen wurde.“

Die hinausgestrichene Szene neunzehn mit den Schreibberichten gibt es hier zu lesen.

2020-03-01

Sibylle

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Und noch ein weggestrichenes Stück, das ursprünglich, glaube ich, die erste Anhangszene des „Fräulein Nos“ werden sollte.

„Hier geblieben, du Arsch!“, sagte Sibylle Neumayer und stellte sich mit ihrem ganzen Gewicht gegen die Salontüre, so daß Moritz den Raum nicht verlassen konnte, ohne sie zur Seite zu drücken und umzustoßen. Was er, wie sie sehr wohl wußte, körperlich imstande war und seine physische Überlegenheit auch schon oft genug zum Ausdruck gebracht hatte, was ihr ein blaues Auge oder Blutergüße an den Armen eingetragen hatte, die sie dann mühsam vor ihren Freundinnen verbergen und Ausreden ersinnen hatte müssen, die ihr diese, wie sie vermutete, ohnedies nicht glaubten. Aber heute war es anders. Da war sie  sicher und das gab ihr die Kraft, sich noch ein Stückchen größer aufzurichten, so daß es jetzt sie war, die ihm bedrohlich gegenüberstand und es waren nicht nur die Schritte, der Haushälterin, die im Flur zu hören waren und die sich gerade mit dem Gärntner und  Chauffeur Umit unterhielt, da war sie  sicher, daß es die Kraft des Briefes war, den sie in ihrer Jackentasche trug. Der Brief eines Berliner Notars, der ihr mitgeteilt hatte, daß irgendeine Tante, eine Hildegard Sibelinsky, die sie kaum kaum kannte und an die sie sich nur unscharf erinnern konnte, in einem Seniorenheim in Schöneberg verstorben war und ihr, der offensichtlich einzigen Verwandten, ihr ganzes Vermögen, das eine beträchtliche Summe, sowie einige Schmuckstücke zu umfassen schien, vermacht hatte, was ihr die Kraft gab, sich endlich gegen Moritz aufzulehnen und, was sie bisher nie gewagt hatte, weil sie seine Schläge fürchtete und auch von seiner Brieftasche abhängig war, Kontakt mit Fabian aufzunehmen, der den Schritt schon vor einigen Jahren unternommen hatte, was ihr fast einen Schädelbruch eingetragen  und es ihr viel Mühe gekostet hatte, die Ärzte in dem Privatspital, in das Moritz sie dann doch unter den drängenden Blicken der Haushälterin einliefern hatte lassen, zu überzeugen, daß sie gestolpert und gegen eine Wand gefallen war und kein Fremdverschulden vorlag.   Das war jetzt vorbei. Die Wunde konnte heilen und sie, wie sie Dank des Briefes sicher war, eine freie Frau. Ein Koffer und eine Reisetasche waren gepackt und standen im Schlafzimmer bereit. Das Taxi war bestellt und würde in einer halben Stunde erscheinen und diese hatte sie Zeit mit Moritz abzurechnen und ihm endlich, das zu sagen, was sie vorher nicht gewagt hätte. War sie doch, da hatte Fabian schon recht, noch von der alten Schule. Ein Heimchen am Herd, das in ihrer Mädchenoberstufe, die sie besucht hatte, zwar Französisch und Klavierspielen, aber nicht einmal Buchhaltung und Stenographie gelernt hatte und zu einer pianistischen Karriere, die sie eigentlich anstreben wollte, hatte es nicht gereicht.  Erstens waren dazu ihr Talent und ihr Durchsetzungsvermögen nicht groß genug gewesen und dann war bei einem ihrer ersten Bälle, die sie mit ihren Eltern besucht hatte, die sie wahrscheinlich unter die Haube bringen hatten wollen, Moritz aufgetaucht und die Zwanzigjährige hatte sic h in den acht Jahre älteren Burgschauspieler  verliebt. Ein Jahr später war sie verheiratet .  Kurz darauf wurde Fabian geboren und sie war  fortan Hausfrau und Mutter gewesen. Hatte sich von Moritz betrügen lassen, dem seine Verehrerinnen zu Füßen lagen, die ihm für einen charmanten Kerl hielten, während er zu Hause, in der Grinzinger Villa, wo es eine Haushälterin, eine Putzfrau und einen Gärtner gab, von dem sich Moritz auch ins Theater chauffieren ließ, die Sau herausließ, mit dem Haushaltsgeld sehr sparte, so daß sie manchmal, wenn sie sich, wenn er auf den Proben war, sich mit ihren Freundinnen in einem Cafe traf, nicht einmal einen kleinen Braunen leisten hatte können. Das war jetzt endgültig vorbei. Der Flug nach Berlin, um mit dem Anwalt alles zu besprechen und dem Begräbnis beizuwohnen, war schon bestellt. Vorher würde sie aber den Kontakt zu Fabian aufnehmen, den sie, sie gab es zu, kaum anzurufen getaut hatte, weil Moritz auch ihr Handy kontrollierte und ihm sagen, daß sie ihn in diesem Cafe gesehen hatte und daß sie stolz auf ihn war.

„Was soll das jetzt, du Hure?“, hörte sie Moritz keuchen, der nun doch versuchte, sie wegzuschieben. Aber da gab sie sich einen Ruck und rief „Du hörst mir jetzt einmal zu! Ich habe dir etwas zu sagen und wenn du das nicht freiwillig tust, werde ich den Umit und die Frau Danuta dazu holen, damit sie mir beistehen werden!“ und drückte auf den Knopf der Fernbedienung, die sie in der Hand hielt.

„Das wirst du dir jetzt ansehen! Es ist dein Sohn, den du immer so verächtlich Versager nennst, der aber, obwohl ich hoffe, daß er nicht in deine Fußstapfen steigen wird, ein großes Talent ist! Ich habe mit seinen Professoren am Reinhardt-Seminar gesprochen, die mir das versichert haben und stellt dir vor, er wird den „Faust“ in der Abswchlußvorstellung spielen! Das ist doch deine Rolle, von der du immer behauptet hast, daß außer dir, sie keiner zu spielen vermag! Der Fabian wird es aber sicher besser und morderner können!“ sagte sie und blickte zu dem Bildschirm auf der jetzt die Aufführung in dem Cafe zu sehen war, bei der sie heimlich gewesen war und die sie mitgefilmt hatte.

„Da ist dein Sohn, sieh dir ihn an!“, sagte sie noch einmal, dann drehte sie sich um und rief  in den Gang hinaus, um die Haushälterin anzuweisen, ihr doch bitte ihren Koffer und die Reisetasche zu holen, weil sie unerwartet zum Begräbnis ihrer Tante nach Berlin reisen müße und lächelte, den jetzt sehr verdutzt aussehenen Moritz fast mittleidig an, während am Bildschirm eine schreiende Kopftuchrau und ein Fabian mit Schal und Rollkragenpullober zu sehen waren, der sie genauso, wie es jetzt Moritz bei ihr tat, verblüfft anzustarren schien.“

2020-02-29

Fatma

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Weil ich dem über tausend Seiten Wälzer „Middlemarch“ noch nicht fertig bin, hier eine der vier Szenen, die ich im November, dem „Fräulein No“, in einem Anhang anfügte, um die gewünschte „Nanowrimo-Wortezahl“ zu erreichen, die ich aber anschließend aus dem Text genommen habe:

 

„Fatma Sayan stand im Badezimmer und war damit beschäftigt ihr Kopftuch aufzusetzen. Es war ein schönes Blaues, das sie für heute gewählt hatte, das gut zu ihren Jeans und ihrem T-Shirt passte, auf dem „Fuck Moralists“ stand und der Vater den Kopf geschüttelt hatte, als sie damit in die Küche gekommen war.

„Muß das sein, Fatma? Das sind sehr böse Worte!“, hatte er gemahnt.

„So spricht man doch nicht und zieht sich sowas auch nicht an!“

Ihr lieber Papa, der selber Rechtsanwalt war und sich immer sehr bemühte, einen korrekten Eindruck zu machen, damit man ihm, was sicher nie gelingen würde, für einen echten Wiener hielt und ihm seine iranische Herkunft verzeihen würde. Die Mutter war da anders und aus anderen Gründen mit ihr unzufrieden. Da war es das Kopftuch, das sie seit einigen Jahren so beharrlich trug, weil sie es als Zeichen ihrer Selbstbestimmung betrachtete, das der <mutter nicht gefiel. Denn, die war im Gegensatz zum Vater, der da konservativer war, eine fortschrittliche Frau. Hatte Soziologie studiert und arbeitete auch an der Universität als solche. Ansonsten hielt sie Deutschkurse für Migranten ab und betreute ehrenamtlich einen syrischen Flüchtlingsbuben, der gegen ihr Kopftuch nichts hatte und sich eher darüber wunderte, daß Frau Zarah keines trug und die schien es,  wie sie immer andeutete, nicht zu verstehen, daß ihre einzige Tochter so vehement auf das Tragen eines solchen bestand.

„Im Iran wirst du, seit dort die Mullahs herrschen, deshalb verfolgt, Schätzchen!“, sagte sie dann zu ihr und erklärte zum wiederholten Mal, daß sie und der Vater deshalb aus Teheran nach Österreich geflüchtet waren. Aus dem schönen Teheran, nach dem die Mutter, trotz ihrer Fortschrittlichkeit Heimweh zu haben schien und das sie eigentlich nicht kannte, weil sie, soweit sie sich erinnern konnte, nur zwei oder dreimal in ihrem Leben in der Heimatstadt ihrer Eltern gewesen war. Die Großmutter lebte aber mit zwei Onkeln, einigen Tanten und einer Unmenge von Cousins und Cousinen noch immer dort und die weiblichen Mitglieder der Familie waren verpflichtet, ein solches zu tragen, während sie dieses Symbol der Unterdrückung nie freiwillig aufsetzen würde, sagte sie dann immer mit einem Blick auf ihre Tücher, um hinzuzusetzen, daß sie nicht verstehe, wieso ihr das so wichtig sei und Fatma war eingefallen, daß Gerti Schuster, als sie sich verwehrte, von ihr so angestarrt zu werden, ebenfalls gesagt hatte, daß sie den Fetzen hinuntertun solle, weil er ein Symbol der Unterdrückung wäre. Sie war aber nicht unterdrückt. Fühlte sich nicht so und hielt das Kopftuch, das sie natürlich freiwillig aufsetzte, für ein Symbol der Freiheit und würde sich dieses auch nicht von den Rassisten, von denen sie hier ständig umgeben war, verbieten lassen. Natürlich würde sie das nicht, auch wenn ihr ebenfalls bewußt war, daß das im Iran, in Syrien, Afghanistan und anderen arabischen Ländern anders war und sie natürlich auch gegen die Unterdrückung der Frau und der Meinung war, daß jede selbst entscheiden sollte, was sie auf ihre Haare stülpte und, daß das im Iran, wo man dazu verpflichtet war, weil man sonst von der Sittenpolizei angepöbelt wurde, mußte, wie ihr die Mutter immer brühwarm erzählte und sie ihr auch immer die Videos zeigte, wenn sie schon wieder in der U-Bahn, wegen des Kopftuchs belästigt und beschimpft worden war, sehr wohl nicht durfte, wußte sie ebenfalls und brauchte von der Mutter deshalb auch nicht darüber diskutieren und sie verlangte auch nicht von ihr, daß sie ein solches auf ihre  schönen rotgefärbten Haare stülpte. Natürlich nicht, sie wollte nur selber in Ruhe gelassen werden im Hause Sayan und auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ständig darüber diskutieren, daß sie das Kopftuch freiwillig trug und keine unterdrückte Tussi, sondern eine engagierte, frauenbewegte Muslima war, die später Menschenrechtsaktivistin werden würde. Dabei hatte die Mutter vorhin beim Frühstück gar nicht soviel gesagt. Denn die Mutter hatte andere Sorgen. Die Großmutter war in Teheran gestorben, wie ihr ihr Onkel Hassan, in dessen Haus sie gelebt hatte, vorhin am Telefon mitgeteilt hatte und sie mußte jetzt mit der Mutter, der Vater hatte berufliche Verpflichtungen und konnte sich nicht so schnell freimachen, nach Teheran fliegen. Der Flug war schon gebucht. In ein paar Stunden sollte er abgehen. Sie mußte ihre Vorlesungen und die Antirassismusgruppe, in der sie heute ein Referat abhalten wollte, absagen. Denn im Iran gingen die Begräbnisse viel schneller, als hier von sich und die Mutter würde sich, wie sie vorhin geklagt hatte, das verhaßte Kopftuch aufsetzen, während man sie dort, da war sie sicher, deshalb nicht anpöbeln würde oder doch vielleicht, weil sie es ja sehr nachläßig trug und es eher als ein Symbol für ihre Freiheit, statt als religiösen Zeichen verstand. Denn eine so strenge Muslima war sie zur Erleichterung ihrer Mutter, die das gar nicht war, nicht. Nur der Vater schien, wie sie merken konnte, immer mehr an seinen Glauben und seiner Herkunft festzuhalten, so daß er sehr bedauerte, sich nicht freimachen und mitfliegen zu können, während die Mutter, wie sie sicher war, das als lästige Pflicht betrachtete. – Das Kopftuch war gebunden. Jetzt noch einmal in die Küche gehen, sich vom Vater verabschieden und mit der Mutter und dem jüngeren Bruder, der sich darüber, daß er schulfrei hatte, mehr als über die Zwangsverpflichtungen nach Teheran reisen zu müssen, freute, mit dem Taxi zum Flughafen fahren und sie freute sich ganz heimlich, wieder nach Teheran zu kommen und die Stadt, die sie kaum kannte und die Familie zu sehen. Versprach dem Vater alle von ihm zu grüßen und ihn wegen seiner Unabkömmlichkeit zu entschuldigen und konnte es sich nicht verkneifen, die Mutter zu fragen, ob sie an das Kopftuch gedacht habe und sie ihr eines leihen solle? Die wurde ein wenig rot vor Ärger. Schüttelte den Kopf und murmelte etwas, das klang, daß sie sie eines in der Reisetasche hätte, es aber vor der Landung im flugzeug ganz bestimmt nicht aufsetzen würde.

„Was du eigentlich auch nicht bräuchtetst!“, hörte sie den kleinen Bruder, der gerade siebzehn geworden war und daher voll in der Pubertät steckte, zu ihr sagen und sie schüttelte den Kopf. Wollte eine verärgerte Antwort geben, wurde aber von der Mutter jetzt auch aufgefordert, vielleicht doch besser das T- Shirt zu wechseln.

„Vielleicht nimmst du ein neutraleres Schwarzes, Fatma! Denn so kannst du nicht zum Begräbnis erscheinen! Das würde nur die Familie erzürnen!“

Also schnell in ihr Zimmer huschen und das T- Shirt wechseln. Sie sah es schon ein, obwohl sie es auch im Flutzeug tun hätte können, dachte sie ein wenig trotzig und  daran, daß sie nun selbst beobachten konnte, ob es richtig war, was ihre Freundinnen  immer erzählten, daß die Frauen mit kurzen Röckchen und Kopftuchlos in Wien einstiegen und mit der Burka  am Ziellort wieder aussteigen würden, was eigentlich auch ein wenig komisch, aber die Folge eines Doppellebens ihrer zwei Identitäten war, was sie bisher nicht sehr gestört hatte, dachte sie und hatte inzwischen ein neutraleres Shirt gefunden und eine dunkle Jacke darüber gezogen, weil man seine Arme in Teheran auch nicht zeigen durfte. Nahm die Reisetasche und nickte, als sie den Vater rufen hörte, daß sie sich beeilen sollte, weil das Taxi schon eingetroffen war.“

So, das war die Füllszene. Drei weitere können noch folgen. Interessant ist dabei, daß aus der Fatma bei mir inzwischen eine Pakistanierin geworden ist und eigentlich  ursprünglich  anders geheißen hat.

 

2020-01-29

Korrigierbericht und letztes Semestergegenwartsliteraturworkshop

Mit dem Korrigieren meines zweiten „LiteraturgeflüsterSchreibebuchs“ bin ich letzten Dienstag eigentlich recht überraschend fertig geworden, habe ich da doch schon gedacht, da korrigiere ich noch ein Jahr, finde Fehler und Fehler und werde nie damit fertig, aber eigentlich war es eh klar, weil ja alles schon veröffentlichte Texte sind, aus denen das Buch besteht, die vom Blog sind zwar ein bißchen fehlerhaft, die aus den Büchern müßten aber eigentlich passen und es ging ja im wesendlichen darum, die einzelnen Artikeln aneinander anzupassen, wo also Ausrufungszeichen hinkommen und wie das mit den Beistrichen ist, beispielsweise, dann habe ich am Mittwoch und am Donnerstag, die Fenster in der Krongasse geputzt, meine üblichen Schreibende- oder Anfangsrituale und habe am Donnerstag nach meiner elf Uhr Stunde gedacht, jetzt mache ich einen Shoppingbelohnungstag und bin dann zur Neubau-Lindengasse gegangen, wo ja der Ulrich Blumenbach wohnt bzw. seine Praxis hatte und dann zur Wiedner Hauptstraße, wo sich ja „Harries Nachtcafe“ befindet, dazwischen habe in beim Mc Donald ein Menu gegessen, einen Markforschungstest gemacht, mir Servietten bekauft und beim neuen „Lidl“ auf der Wiednerhauptstraße, wo sich auch eine „Aida“ befindet, eine Creme gekauft.

Dann hatte ich eigentlich geplant mir die Orte aufzuschreiben, die noch im „Fräulein No“ vorkommen, den Grinzinger und den Heiligenstädter Friedhof abzulaufen, mich vielleicht ins Wilhelminenspital zu setzen etc, da hätte ich in dieser Woche sogar an einigen Nachmittagen Zeit gehabt, aber irgendwie gemerkt, daß ich das nicht so recht will und bin am Donnerstagabend mit dem Alfred nach Harland gefahren, wo ich dann begonnen habe, den seit Ende November liegengebliebeden Text einmal durchzuarbeiten. Dann habe ich ja vor mir Jurenka Jurks Minikurs Unterlagen hervorzunehmen und nachzuschauen, was mir beziehungsweise, der Szenenplanung noch fehlt, welche Szenen nicht stimmen,  wie und was ich überarbeiten muß und eventuell noch sehr viel umzuschreiben, damit es diesmal wirklich spannend wird.

Am Freitagabend habe ich, glaube ich, angefangen zu korrigieren, vorher haben wir noch das neue Bücherregal in dem großen Wohnzimmer aufgestellt und die Bücher eingeräumt und war mit dem Anfang eigentlich nicht zufrieden, das sitzt nicht, habe ich gedacht, das wird nicht, das ist kein Roman, etcetera.

Am Samstag und am Sonntag bin ich aber eigentlich in eine Art Korrigierrausch hineingekommen und habe das Ganze es sind jetzt neunzig Seiten, die „Nanowrimoberichte“ lasse ich vorerst aus, fertig korrigiert. Da habe ich gemerkt, es gibt Schwierigkeiten, einige Szenen lassen zeitlich   nicht zusammen, eine Szene habe ich umgestellt und nach vorn gerückt und die letzten zwei von den vier Szenen am Schluß, die ich im November nur geschrieben habe, um an die fünfzigtausend Worte zu kommen, habe ich jetzt auch noch hinausgeschmissen, aber sonst habe ich erstaunt festgestellt, daß es passen könnte und, daß sogar einige Spannungsbögen drin sind, die man als die „Heldenreisenstationen“ interpretieren könnte. Hauptperson ist der Ulrich und der hat, höre und staune, eine Antoginistin, habe ich da ja vorher geschrieben, ich hätte keine, die ist die Anna, die jetzt Feuerbach heißten wird, denn die trennt sich ja von ihm und kommt zu ihm zurück und im zweiten Handlungsstrang, den der Gerti Schuster, wäre ja die Fatma Sayjan, die Gegenspielerin.

Einige Szenen sitzen wahrscheinlich immer noch nicht so ganz und werden noch überarbeitet, da gehe ich jetzt das Ganze ein zweites Mal durch und schreibe mir dann auf Jurenka Jurks Arbeitsblatt heraus, was ich noch ergänzen bzw. umändern muß, dann sortiere ich die einzelnen Handlungsstränge und gehe  jede Szene einzeln durch, bevor ich mich an die „Nanowrimoberichte“ mache, dann noch das, was ich jetzt verändere, hinzufüge und dann das Ganze solange durchgehe bis es sitzt.

Große Veränderungen werde ich wohl auch diesmal nicht mehr machen, mal sehen wie das wird und als Zeitplan hätte ich mir den Sommer gesetzt, dann hätte ich viel Zeit das „Frühlingserwachen“ vorzuplanen und schauen, ob ich mit dieser Methode, die ja Jurenka Jurk sehr progagiert, überhaupt kann, um dann im November, wenn ich bis dahin noch nicht mit dem Rohtext fertig bin, mit dem Drauflosschreiben plus Szeneplan beim  achten „Nanowrimo“ anzufangen.

Mal sehen wie es wird? Am Wochenende, wenn der alfred auf eine Sitzung fährt, werde ich nicht in Grinzing herumlaufen, das brauche ich, glaube ich, nicht mehr, sondern ein möglichst intensives Korrigierretreat veranstalten und darüber berichten.

Ja richtigm das Arbeitsmaterial zum Romanfahrplan bin ich gestern  auch durchgegangen und habe heute wieder die ersten drei Szenen korrigiert, dazwischen habe ich auf ein Buch gewartet, das mir „Kremayr und Scheriau“ geschickt hat und bin dann eine halbe Stunde später zu Stephan Teichgräbers Workshop gegangen, weil der auch eine Sitzung hatte und habe mir da auf seinen Wunsch das Notbook auf dem ich das Andrea Grill E-book habe, den Jaroslav Rudis, den ich inzwischen gelesen habe und den „Hammer“ mitgenommen und der hat mir gesagt, daß es jetzt das fünfzehnte „Literaturworkshop“ in diesen Semester ist und wir noch vier Seiten Skriptum zu besprechen haben und hat dann neue Bücher angeschleppt, vorwiegend Tschechen und Slowaken, die er mir zeigte und bei denen er mich gleich mit dem György Dragoman verwirrte, denn ich habe gestern ja noch etwas gemacht, außer meine Romanschreibunterlagen durchzusehen, ich habe meine Bücherregale durchgesehen und nach Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ und Ivan Mandy „Kino aller Zeiten“, gesucht, was ich auf meiner heurigen Leseliste stehen, aber in den Regalen nicht gefunden habe und dabei bin ich auf Gyorgy Dragomans „Scheiterhaufen“ gestoßen, den ich mir, glaube ich, einmal bei einem Literaturhausflohmarkt oder sonstwo gekauft habe, weil er wahrscheinlich auf einer „Buch Wien“ auf der Donaulounge präsentiert wurde, ein Buch, das ich also auch noch lesen muß, aber da kommen ja jetzt schon die Neuerscheinungen und Stephan Teichgräber, der auch auf eine tschechische Autorin wartete, die er für sein Festival übersetzten muß, hat sich in Ivana Dobrokovovas „Mütter und Fernfahrer“ vertieft und mir daraus vorgelesen und sich erst später auf meinen Wunsch hin mit Ladislav Rudis „Winterbergs letzte Reise“ beschäftigt, was meiner Meinung nach eigentlich das Buch für ein „Centrope-Literatur-Workshop“ ist, gehen die Beiden, Wenzel Winterberg und sein Altenhelfer ja darin mit dem Beadeker von 1913 auf eine Reise durch das gesamte Centrope, was für mich typischer ist, als Andrea Grills „Cherubino“, das ich an diesem Mittwoch gar nicht gebraucht habe oder die Lyrik der tschechischen bzw. slowakischen Gegenwartsautoren, die ich ohnehin nicht lesen kann.

Dafür hat mir Stephan Teichgräber aber die Lektüre des letzten Jahres, des Workshops zur „Revolutionsliteratur“, die drei Alexej Tolstojs Bände, die er mit mir ja bei einem Antiquariat gekauft hat, geschenkt und ich stecke ja auch in meiner Gegenwartsliteratur bzw. meinem Backlistlesen fest, wäre das ja Eugen Ruges „Metropol“ an der Reihe und als nächstes das Buch über Hedy Lamarr, das ich auf der letzten „Buch Wien“ bekommen habe, aber jetzt habe ich das neue Buch der Simone Hirth bekommen, das der Cornelia Travnicek, das eine Art Phantasy Roman ist, warten auch und dann habe ich noch ein Buch David Albahari und eines von Alix Ohlin bekommen.

Das Lesen und das Schreiben in diesem Jahr wird also spannend werden. Am Freitag gibt es noch ein „Theaterworkshop“ und dann geht es nach den Februarferien wahrscheinlich wieder in ein neues Workshopsemester und ein bißchen über mein „Fräuleion No“ habe ich Stephan Teichgräber auch erzählt.

Und noch was kann ich gleich verraten, am nächsten Mittwoch kommt der Bücherschrank in der Zieglergasse wieder.

2019-11-27

Centropeworkshop und Nanoabschlußbericht

Nach dem vorigen Mittwoch zwanzig Jahre „Fem“, das Gesundheitszentrum für Frauen und Mädchen, gefeiert wurde, bin ich erst heute wieder zu Stephan Teichgräbers Gegenwartsliteraturworkshop gekommen, konnte ihm da aber die entsprechende Lektüre mitbringen, habe ich mir doch von Annas Geburtstagsgutschein Dirk Stermanns „Der Hammer“ gekauft. Wir haben aber wieder ein Stückchen weiter Radka Denemarkovas „Stunden aus Blei“ analysiert, beziehungsweise uns da die Übersetzungsunterschiede angeschaut.

Sehr viel Zeit war aber nicht, da es um sechs im Literaturhaus schon mit den „Friedsy-Tagen“ weitergegangen ist. Es war allerdings ein Lesetag, da ich in den Pausen weiter in Clemens J. Setz skurrillen Geschichten gelesen und auf dem Weg ins Workshop auch Thomas Brusigs „Helden wie wir“ gefunden habe, das Stephan Teichgräber sehr interessierte, aber nicht in die Defintion des Centrope passt, also hier out of order war.

Ein Schreib- oder Korrigiertag war es auch, denn ich bin ja obwohl  noch Tag siebenundzwanzig des „Nanowrimos“, wieder zum Korrigieren des „Schreibebuchs“ übergegangen und werde da jetzt alles wieder laut lesen, damit ich keine Fehler übersehe, bisher habe ich ja eher neben You tube- Videos korrigiert und da übersieht man viel und mit dem „Nano“ bin ich ja schon seit letzter Woche fertig und es ist fertig grworden, obwohl es da ja in der verflixten zweiten Woche so aussah, als schaffe ich es nicht, da heißt, ich war mit meinen Rohtext fertig, hatte aber erst vierzigtausend Worte. Was ich normalerweise gelassen hätte, weil der es der „Nano“ war, habe ich aber angestückelt und diesmal auch zwischendurch einige Szenen eingefügt. da heißt zuerst auch noch vier Epilogszenen geschrieben, davon dann zwei wieder weggelöscht, weil die  reine Wortfüllungen waren und die zwei anderen dem Text angefügt.

Mit den vier Epilogszenen, hätte ich den „Nano“ schon geknackt gehabt und  sogar zweitausend Worte mehr gehabt, weil die anders zählen.

Nach dem Wegstreichen war ich wieder darunter, da hatte ich aber schon die Idee, die sechs Blogartikel die sich ganz dem „Nano“ widmen als Anhang anzufügen, damit die Leser auch die Entstehungsgeschichte nachempfinden können. Am Freitag habe ich das getan, am Samstag war dann noch etwas zu korrigieren. Seither habe ich nichts mehr geschrieben, obwohl es ja noch ein paar „Nanotage“ gibt und ich heute eigentlich erst 45009 Worte bräuchte, um rechtzeitig fertig zu werden.

Ich habe aber 54911 Worte, hundertzwölf  Seiten, zweiundvierzig Szenen und die sechs Anhangsartikel, die die Frage „Wie schreibt mn einen Nanowrimo?“ beantworten.

Jetzt bleibt das Ganze, das zweimal durchkorrigiert wurde, liegen, bis ich mit dem „Mein Schreiben, meine Bücher“ fertig bin. Dann will ich es ja noch einmal bezüglich Spannungsbögen durchsehen. Gustv Ernsts „Romane schreiben“ habe ich dann sicher auch schon gelesen und inhaltliche Unebenheiten wird es auch geben, die noch auszugleichen, ergänzen und zu verändern sind. Ich bin, wie geschrieben sehr zufrieden, der Rest der Woche gehört deb „Fried-Tagen“, am Freitag ist auch noch die „Poet Night“, wo ich wieder die erste Maria Mattuschek-Szene aus der „Magdalena Kirchberg“ verkürzt lesen werde und dann geht es schon in den Advent, wo ich ja wieder einige Adventaktionen machen, beziehungsweise mir einen Bücherchristbaum aus Weihnachtsbüchern und Bücherschrankfunden aufbauen werde.

2019-11-24

Anstückelungsversuche und Schreibprozeßanhang

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Hurrah, hurra, ich bin am Freitag, den zweiundzwanzigsten Nanotag mit den Roman, beziehungsweise mit den fünfzigtausend Worten fertig geworden. Zumindest behauptet meine „Nanoseite“ das, denn die ist heuer anders, als die letzten Jahren, auf der einen Seite übersichtlicher, auf der anderen , habe ich mich nicht ausgekannt, denn sie haben immer an die zweitausend Worte weniger angegeben, als ich tatsächlich hatte.

Also habe ich zweiundfünfzigtausend Worte geschrieben, aber das auch nicht wirklich, weil ich die meisten Szenen ja nach dem Schreiben korrigierte, obwohl man das laut dem „Nanogedanken“ ja nicht soll.Ich kann aber nicht anders und als ich dann mit dem Rohtext fertig war, aber nur so vierzigtausend Worte hatte, noch einmal. Da sind natürlich Worte weggefallen und ich war eine Weile ratlos, was mache ich jetzt?

Lasse ich den verkürzten Roman, die meisten, die ich außerhalb des „Nanos“ schreibe, sind auch kürzer und liegen zwischen dreißig und vierzigtausend Worten, obwohl man bei den Ratgebern immer hört, daß  fünfzigtausend  Worte  ein sehr kurzer Roman ist, und man eigentlich das doppelte haben sollte.

Nun ja, nun ja, was mache ich jetzt, es war ja erst der Tag fünfzehn oder sechzehn, also noch sehr viel Zeit.

Also bin ich auf die Idee gekommen einen Epilog  zu schreiben und habe da vier Szenen geschrieben, die eigentlich eine Magterialansammlung waren, denn die „Nanoratgeber“ empfehlen ja auch das nichtchronologische Schreiben. Also einfach Szenen anfügen, damit man was bekommt, was man später zusammenfügen kann.

Ich habe das noch nie gemacht, habe aber in den Rohtext noch vor oder zwischen dem Korrigieren Szenen eingefügt und bin am Donnerstag auf die Idee gekommen, daß ich in einem Anhang ja auch die Artikel einfügen kann, die sich mit dem Schreibprozeß beschäftigen und das waren heuer ja sehr viele, weil es ja für meine Leser interessant sein könnte, wie so ein Roman entsteht und dann habe ich sicher die fünfzigtausend Worte, weil meine Artikel sind ja eher lang.

Am Freitag habe ich dann noch eine vierzigste Szene geschrieben, die wo die Anna vom Ulrich zu ihrer Mutter kommt, da hatte ich auf der „Nanoseite“ dann zuerst 50 001 Worte und, als ich später noch etwas einfügte 50 688 nach meiner Zählung 51 857, hurrah, hurrah und habe fertig korrigert.

Als ich da bei meinen vier Epilogszenen war, die ich eigentlich wegstreichen wollte, bin ich daraufgekommen, daß ich die erste, die wo die Sibylle Neuemayer ihren Moritz verläßt, lassen, also zur Einundvierzigsten machen und den Epilog streichen werden, die zweite und die dritte Szene, die der Fatma Sayan und der Dorothea Hartinger, die eigentlich nur eine Materialsammlung war, habe ich gestrichen, mit dem Resultat, daß ich dadurch wieder nur 48 971 Worte hatte, die ich natürlich nicht hochladen werde.

Die Harry-Szene muß ich noch korrigieren, werde sie aber lassen, das heißt der Text wird dann zweiundvierzig Szenen haben und keinen Epilog.

Dafür kommt aber ein Anhang, da habe ich schon vor einer Woche ein kleines Nachwort geschrieben, das werde ich aptieren und habe die Schreibartikel eingefügt, die ich dann noch korrigiert werden, das heißt die Verlinkungen herausnehmen und hatte dann, weil ich ja eher lange Artikel habe 55.340  Worte und am Abend kam dann die Überraschung, nämlich das Winner-Zerifikat, das ich mir diesmal ausdrucken werde und die Nachricht, das ich mir ein Winner T-Shirt um kaufen kann, was ich auch nicht machen werden, mir aber das Congratulation Video angesehen und muß sagen, wow, ich bin  erfreut, in drei Wochen einen Roman geschrieben, der eigentlich trotz „Buch Basel“ und „Buch Wien“ flott von der Hand gegangen ist.

Endkorrigieren werde ich ihn erst wenn das „Mein Schreiben meine Bücher-Buch“ fertig ist, ich bin aber sehr zufrieden, wünsche mir natürlich außer dem Trommelwirbel auch Leser, aber, wow es war eine schöne Zeit, ein intensiver November, obwohl ich  noch nicht wirklich fertig bin und auch noch eine ganze Woche Zeit habe.

2019-11-14

Fertig mit dem Nanowrimo?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 07:04
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Es ist der vierzehnte November und ich habe diesmal im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine schöne „Nanokurve“ hingelegt, war ich  2009 beim ersten „Nanowrimo“ mit der „Heimsuchung“ am neunzehnten November 50687  mit Worten fertig, bei den nächten 2012, 2013 habe ich immer ein wenig vorgeschrieben und war glaube ich 2012 schon vor der Buch-Wien“ fertig und bei der „Brüderschaft“, wo ich auch schon im September angefangen habe, wars dann am auch am vierzehnten November, da hatten mir aber vorher zehntausend Worte gefehlt, die ich irgendwie angestückelt habe und 2014 bei „Im Namen des Vaters“ waren wir auch in Ungarn, ich habe wahrscheinlich auch schon früher beim „Writersstudio“ oder in der „Schreibgruppe“ ein paar Szenen vorgeschrieben, war dann am neunzehnten mit 50.111 Worten fertig, angestückelt habe ich, glaube ich, auch.

2015 kam dann der „Adventkalender“, da habe ich, glaube ich, zeitgleich angefangen, aber vorher auf der Mariahilferstraße recherchiert, wo die Weihnachtsdekorationen schon vorbereitet wurden, ich habe versucht jeden Tag eine szene zu schreiben, das ist mir glaube ich nicht ganz gelungen und weil ich auch schon früher fertig war, ist die Geschichte bis zum einunddreißigsten Dezember gegangen.

2017 habe ich ja die ersten Tage beim Schreibmarathon des „Writersstudios“ mitgemacht, da hatte ich auch schon ein paar tausend Worte der „Unsichtbaren Frau“ mit der ich dann am neunzehnten November fertig wurde und am Dezember bei gewonnenen „Writerretreat“ zu korrigieren begann. Man sieht, ich war immer früher fertig, habe meistens früher angefangen und dann bis zur „Buch-Wien“ schwungvoll vor mich hingeschrieben, denn dann ist es ja  dicht geworden.

Im Vorjahr war ich gar schon am ersten November mit der „Magdalena Kirchberg“ fertig, da habe ich dann gar nicht mitgemacht, weil ich ja mit dem Text schon im August begonnen habe.

Heuer habe ich nicht vorgrschrieben, ein bißchen was im Notizbuch hatte ich schon stehen und dann, glaube ich, eine halbe Stunde vor Mitternacht mit der ersten Szenen angefangen und gedacht, das wird wohl nichts dieses Monat, weil keine Zeit, keine Zeit, wegen „Buch-Wien“, „Buch-Basel“ etcetera.

Dann habe ich aber doch mit Ausnahme des siebenten Novembers, wo wir  von der „Buch-Wien“ nach Basel gefahren sind, jeden Tag etwas geschrieben, die ersten Tagen mehr, dann eher nur ein oder zwei Szenen, so daß es eine schöne Kurve, wie ich es mir wünschte gibt und ich heute am vierzehnten November bei 37 049 Worten, vierundsiebzig Seiten und neunundzwanzig Szenen bin.

Super werden meine Leser sagen, du hast noch ein halbes Monat Zeit. Wo liegt das Problem?

Das Problem liegt daran, daß ich mit der Geschichte, eigentlich schon fertig bin. Das heißt noch nicht ganz geschrieben, aber mit den drei noch geplanten Szenen, die im Notizbuch stehen, würden es dann wieder an die vierzigtausend Worte sein.

Auch kein Problem eigentlich, denn das hatte ich ebenfalls schon, da habe ich dann angestückelt. Das Ganze 2015 bis Ende Dezember spielen lassen, bei der „Brüderschaft“ einen der Bruder, glaube ich, in eine Konditorei nach Ungarn geschickt, weil wir da ja gerade waren, etcetera.

Das könnte ich in den zwei verbleibenden Wochen, wo ja die „<Literatur im Herbst“ und das „Fried Symposium“, es aber sonst ein wenig ruhiger ist, auch machen. Zeit hötte ich, aber beim Stoff bin ich mir da nicht sicher. Da wüßte ich jetzt eigentlich nicht, was ich einfügen sollte.

Habe ich da jetzt ja die Aufführung von Fräulein No und Fabian Neumayer hinter mir, die Gerti wird sich mit ihrer Nichte aussprechen, die wird sie sogar bei sich wohnen lassen. Fatma Alkmir hat die Anzeige zurückgezogen und Ulrich Blumenbach was ja die Ausgangsidee zu der Geschichte war, hat seinen Pensionsantrag gestellt und wird im Nachtcafe beratend oder helfend für die Nichtversicherten beispielsweise tätig sein und Anna kommt auch zu ihm zurück.

Das klingt eigentlich rund und abgeschloßen, obwohl ja noch sehr viele Unklarheiten, Wiederholungen und vor allem, das habe ich schon geschrieben, noch nicht die klingenden Namen drinnen sind. Ich habe ja  immer nur die letzte Szene korrigiert und noch nicht das Ganze auf einmal, was ich aus Zeitgründen vermieden habe. Das werde ich, wenn ich morgen oder übermorgen dann mit dem Rohtext fertig binm tun, ich werde auch noch meine Notizbücher wegen Anstückelungsmöglichkeiten durchgehen.

Das Durchkorrigieren, wo man auf Lücken draufkommen kannn, ist auch ein wenig schwierig, weil da ja etwas wegfällt und ich in vierzehn Tagen ja den dann vorhandenen Wortstand aufladen muß und mit dem zwischendrin Einfügen und verlängern habe ich mir bisher immer schwer getan.

Mal sehen wie es wird, ich werde mir da keinen Streß machen und wenn es bei den vierzigtausend Worten bleibt, ist das auch egal und meine letzten nicht im „Nano“ geschriebenen Bücher waren auch so oder vielleicht sogar noch kürzer.

Also werde ich fertigschreiben, dann schauen, kann ichs noch verlängern, in dem ich nach den drei Szenen, die noch geplant sind, jeweils eine für die No, die Henrike, den Ulrich, die Anna, die Gerti Schuster, etcetera anfüge, auch wenn das nicht wirklich Sinn ergibt.

Das wäre dann ja auch etwas, was ich dann bei Korrigieren nach dem dreißigsten November wieder wegstreichen könnte und das ist ja auch das, was die „Nanowriterratgeber“ empfehlen. Einfach drauflosschreiben, Szene für Szene, es muß ja noch nicht chronologisch sein. Das konnte oder habe ich bisher auch eher nicht getan.

Nach dem dreißigsten November, wenn der Rohtext fertig ist, werde ich das Ganze ja ohnehin solange liegen lassen, bis ich mit dem „Zweiten Literaturgeflüsterbuch“ fertig bin und dann habe ich vor, das Ganze nach dem „Heldenreise-Modell“ und vielleicht auch mit Gustav Ernsts Schreibratgeber nochmals durchzugehen, da habe ich bei bisherigen Versuchen auch nie sehr viel verändert und einen oder zwei Spannungsbögen hätte ich ja diesmal. Einer ist der mit der Handtasche, die mir vor einer Woche einer zufällig tatsächlich aufs Fensterbrett legte, dann wieder wegnahm. Als ich aus dem Haus gegangen bin, habe ich sie ein paar Häuser weiterliegen gesehen und als wir von Basel zurückkamen, lag sie dann am Boden auf der Straße. Das nur zu den Schreibimpulsen. Die Auffühung im Cafe ist ein weiterer und jetzt würde ich noch einen brauchen, um zu den gewünschten fünfzigtausend Worten zu kommen.

Mal sehen, ich habe ja noch Zeit und werde bis Ende November sicher am Text weiterschreiben, entweder einfügen oder korrigieren.

Vielleicht auch beides, ich bin gespannt. Spaß hat mir das Ganze auch wieder gemacht. Die Handlung, die ja am ersten November noch sehr unvollständig war,  hat sich entwickelt. Sie ist auch etwas anders, als geplant geworden. Neue Personen, wie beispielsweise, die Anna sind entstanden und die Ulrich Blumenbach-Geschichte, da hat ein Arzt eine Psychose, verliert seinen Job, muß in Pension und arbeitet dann ehrenamtlich in einem Cafe, in dem er die Junkies, die Obdachlosen und die Prostituierten berät, ist auch ein wenig anders geworden.

Aber das mit den Prostituierten könnte ich noch einfügen, ist mir jetzt eingefallen und da hätte ich dann vielleicht wieder eine Szene mehr.

2019-11-11

Elfter Nanowrimotag

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 07:05
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Nachdem sowohl die „Buch-Wien“ als auch die „Buch Basel“, die ja beide, trotz des ähnlichen Names, sehr unterschiedliche Veranstaltungen waren, vorüber sind und nach dem österreichischen Buchpreis auch der Schweizer vergeben wurde, kommt wieder ein Schreibbericht, denn ich bin erstaunlicherweise, trotz des vielen literarischen Trubel, der in der letzten Zeit passierte nicht unttätig gewesen und habe auch schreibtechnisch etwas weitergebracht und der Plot des „Fräulein Nos“ ist auch ein bißchen angewachsen.

Zumindest habe ich jetzt mehrere Handlungsstränge und mehrere Ideen, die zwar alle noch etwas vage und ungeordnet sind und wahrscheinlich noch zusammenkommen müßen, aber mein Worttagessoll habe ich auch erreicht, zwar nicht mehr so viel auf einmal als an den ersten Tagen geschrieben, aber auch in Basel sind es fast täglich eine Szene und einmal sogar zwei geworden, so daß ich jetzt bei über  achtundfünzig Seiten, zwanzig  Szenen und 28. 644 Worten liege. Da immer noch einige Tage oder Worte im voraus bin und laut meinem Statiskplan am zwanzigsten November fertig sein sollte, also diesmal sogar eine etwas normalere Kurve als in den früheren Jahren habe und nicht schon in der ersten Woche fertig bin, auch wenn, was die Handlung betrifft, der innere Kritiker schon manchmal wieder „Das ist Blödinn, was du da schreibst und es wird wieder niemanden gefallen oder niemand lesen!“, schreit und wenn man sich gleichzeitig auf einem Literaturfestival befindet, eine fremde Stadt besichtigt und die Szenen nachts oder sehr früh im Hotelzimmer oder Zug schreibt, die dann auch sehr flüchtig hingeworfen wurden, ist das wahrscheinlich normal. Und der „Nanowrimogedanke“ ist ja auch einen ersten Rohentwurf zu schreiben, der dann noch bearbeitet wird und die Ideen sind da und das Handlungskonzept wächst ebenfalls, auch wenn das Ganze vielleicht noch nicht so zusammenpasst und noch viele Lücken, beziehungsweise Fehler hat und ich habe ja auch schon geschrieben, daß ich mit den Namen noch nicht so ganz klar komme und noch nicht so richtig weiß, wie meine Personen jetzt wirklich heißen, weil ich oft drei verschiedene für eine verwendet haben, die mir auch noch nicht so ganz gefallen. Da kann ich vielleicht später auch noch eine Namensstruktur machen und mir die entsprechend klingenden Namen heraussuchen.

Jedenfalls haben inzwischen zwei Fernsehdirskussionen stattgefunden, Fatma Alkmir hat mit einen FPÖ-Politiker und einer Frau von der Rassismusstelle darüber diskutiert, daß sie in der U- Bahn beschimpft und angespuckt worden ist.

Dann ist auf Dorothea Hartiners Drängen Ulrich Blucembach dort aufgetreten und hat Harry Krempinsky Stammkundin verteidigt, hofft immer noch, daß Anna zu ihm zurückkehren wird, was auch geplant ist.

Nolantha ist im Reinhardt-Seminar ungeduldig, die vielen Sprech- und Stimmübungen gefallen ihr nicht, hat sich in den Sohn eines Burgschauspielers, Fabian Neumayr verliebt und probt mit ihm ein Theaterstück oder einen Dialog, um Gerti Schuster zu rehaibliteren, das ihre Freundin Johanna, die Buchhändlerstochter und Poetryslamerin geschrieben hat und, das sie in Harries Nachtcafe aufführen wollen. Gerti Schuster ist inzwischen ein kleines Mißgeschick passiert und sie hat eine Handtasche gefunden, beziehungsweise zugesteckt bekommen, in der sich ein Brief ihrer Nichte Claudia befindet und Henrike Werner wandert mit Hund Harry Krümel Blümel immer noch zwischen dem Heiligenstädter und den Grinzinger Friedhof hin und her um sowohl ihrem verstorbenen Mann, als auch ihrer Tochter <martha das alles zu erzählen.

So weit so what. Jetzt muß ich noch von Basel nach Wien zurückfahren und habe dann die Qual der Wahl, am vielleicht ruhigeren nächsten Harland- Wochenende, die bisherigen Seiten in Ruhe durchzugehen, um die Lücken zu schließen oder weiterhin Szene um Szene, um die Worte zeitgerecht zusammenzubekommen einfach drauflos zu schreiben und am Schluß zu versuchen, das Ganze einigermaßen geordnet und auch interessant zusammenzuschließen.

Mal sehen, ich bin gespannt und werde auch weiterhin darüber berichten.

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