Literaturgefluester

2017-05-31

Hermynias Ende und Anfang

In der Bibliothek, die ich von meinen Eltern erbte, stand auch Hermynia zur Mühlens „Reise durch ein Leben“, die Geschichte der 1883 geborenen Aristokratin und Diplomatentochter, die bei der Großmutter in Gmunden aufgewachsen ist und dort zwei Freundinnen, ein Bürger- und ein Arbeitermädchen hatte.

In den Neunzigerjahren hat dann, glaube ich, der „Sisyphus-Verlag“, die „rote Gräfin“ entdeckt und ihre Autobiografie „Ende und Anfang“ herausgegeben und noch ein anderes Buch.

Dann kam der „Promedia-Verlag“ mit den „Töchtern der Nazinen“, wo wir die gleichen Protagonisten, wie in der „Reise durch ein Leben“ treffen, sowie „Ewiges Schattenspiel“ und „Als der Fremde“ kam.

Diese Bücher habe ich gelesen und irgendwann, wahrscheinlich auch in den Neunzigerjahren, ich habe noch nicht gebloggt, gab es im Literaturhaus eine Veranstaltung „Zum Tee bei Hermynia“ veranstaltet von der „Exil-Bibliothek“, wo auch Christiane Zintzen einen Vortrag hielt und es nachher, wie ich mich zu erinnern glaube, Tee und Brötchen gab, wo von Hermynia zur Mühlens Exil in England die Rede war.

Sie hat da sehr viel geschrieben und übersetzt. Upton Sinclair zum Beispiel und ich habe auch ein paar dieser Bücher in meinen Harlander Regalen, weil sie überleben mußte und sich dadurch, wie Ursula Seeber, glaube ich, anmerkte, auch ein wenig ausgeschrieben.

Mir würde da der gleiche Themen- oder der gleiche Personenkreis auffallen, aber ich habe nicht alles, nur vier Bücher gelesen und dann gibt es noch die „Frauen lesen Frauen-Gruppe“ des „Ersten Wiener Lesetheaters“ und die haben schon vor ein paar Jahren einmal  Hermynia zur Mühlen im Literaturhaus aufgeührt.

Und heute wieder, die Autobiografie, veranstaltet von Judith Gruber-Rizy, die einleitend den Lebenslauf der roten Gräfin erzählte und das war ein sehr bewegtes Leben. Denn bei der Großmutter in Gmunden aufgewachsen und sich sehr früh mit der sozialen Frage beschäftigt. Dann ist sie aber sehr viel mit den Eltern gereist, nach Algier, Venedig, Florenz, Paris, Alexandrienund hat auch in einem Pensionat gelebt.

Das Verhältnis zur Mutter dürfte ein schwieriges gewesen sein. Es gab einen „roten Onkel“ und der Vater, der der Tochter auch viel Bildung abverlangte. Aber sehr unzufrieden war, wenn sie sich unter ihrem Stand verliebte.

Sie hat dann einen baltischen Baron geheiratet, der sehr verschieden von ihr war und sich von ihm wieder getrennt.

Das beschreibt sie in ihrer Autobiografie, die mit dem ersten Weltkrieg endet. Die Scheidung von dem Baron und den Weg in ein selbständiges Leben, wo sie schriftstellerisch tätig gewesen ist, bezeichnet sie als Anfang.

Dann kam bald das dritte Reich, ihre Bücher waren auf den verbotenen Listen und die Emigration nach England. Die Rückkehr nach Österreich wurde ihr verwehrt und heute ist sie, die 1951 in England gestorben ist, wie die Lesefrauen erwähnten, ziemlich vergessen.

Für mich nicht so ganz und ich denke, sie wäre auch eine Kanditatin für die „Autorinnen feiern Autorinnen-Veranstaltung“, die ja Julia Danielcyck eingeführt hat.

Neben Else Feldmann würde ich sie mir sehr wünschen und im „Republikanischen Club“, wo die Veranstaltung stattgefunden hat, gab es wieder Wein, Knabbereien und Gespräche und da habe ich gehört, daß einige Besucherinnen meinten, sie hätten noch nie etwas von Hermynia zur Mühlen gehört, die ja inzwischen wieder außer ein paar „Promedia-Restbestände“ wieder vergriffen ist.

Da bin ich dank dem Bücherschrank meiner Eltern nicht so ganz ungebildet und auch gespannt, was ich vielleicht noch von der „roten Gräfin“, die sich so stark für die sozialen Fragen interessierte, hören werde.

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2017-01-31

Erinnerungen an Hertha Kräftner

Auf die 1928 geborene Hertha Kräftner, die sich 1951 mit dreiundzwanzig Jahren umbrachte, bin ich, glaube ich 1978 durch die Zeitschrift „Brigitte“, die damals ein Portrait von ihr brachte, aufmerksam geworden, das mich sehr beeindruckte und ich, glaube ich, noch immer die „Marmeladegläser“ in Erinnerung habe, die in einem ihrer Gedichte vorkommen.

Dann habe ich lange nichts mehr oder immer wieder etwas von ihr gehört, als ich mit Margot Koller beispielsweise die „Selbstmordanthologie“ der GAV herausgegeben habe, ist ein Artikel von mir im „Podium“ erschienen, der sich im Titel auf sie bezieht „…ausschlaggebend ist, daß der Tod auch nach Teheran kommt.“

Ich habe, glaube ich, auch einige Gedichte von ihr gelesen, bis ich viel später in Dine Petriks Buchvorstellung war, die ja viel über sie geschrieben und geforscht hat und jetzt, wiederum viel später hat sich die „Frauen lesen Frauen-Gruppe des ersten Wiener Lesetheaters“ ihren Texten angenommen, die 1997  bei „Wieser“ unter dem Titel „Kühle Sterne“, auch eine ihrer Gedichtzeilen, erschienen sind.

Angelika Raubek hat die Lesung veranstaltet bei der noch Traude Korosa, Heidi Hagl und Elisabeth Kröhn mitgelesen haben und Angelika Raubek hat  sehr genau in das Leben der jungen Frau, die in Wien geboren wurde, in  Mattersburg aufgewachsen ist und wohl sehr unter dem Tod ihres Vaters gelitten hat, eingeführt.

Gedichte, Prosastücke wurden abwechselnd mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen vorgetragen und gaben so ein sehr eindrucksvolles und auch erschreckendes Bild von der Todessehnsucht der jungen Frau, die diesen Wunsch  sehr lange  mit sich herumgetragen hat und auch sehr genau in ihren Texten beschrieb, bevor sie 1951 eine Überdosis Veronal genommen hat.

Hertha Kräftner ist nach ihrer Matura zum Studium nach Wien gegangen, hat Viktor Frankl kennengelernt, wurde in den Literaturkreis von Hans Weigel und wohl auch in dem von Hermann Hakel eingeführt, hatte einige Freunde und auch viele Pläne oder Angebote und beschrieb in einer Stelle auch sehr genau so einen Stammtisch bei Hans Weigel im Cafe Raimund, wo außer ihr Reihaard Federmann, Jeannie Ebner, Gerhard Rühm und noch viele andere anwesend waren. Sie beschrieb in den „Teheran“ Text auch sehr genau, die Gründe für ihren möglichen Selbstmord und fragte sich darin, wie das möglich sein kann, daß ein so schönes und begabtes junges Mädchen für sich keinen anderen Ausweg, als sich umzubringen sieht?

Es gab auch einige Abschiedsbriefe, die sie sowohl an ihre Tante, bei der sie wohnte, als auch an ihre Freunde Otto Hirss, Wolfgang Kudrnofsky und  ich glaube, noch einen anderen, schrieb.

Also eine sowohl  psychologisch, als auch  literarisch sehr beeindruckende Lesung und eine Erinnerung an eine Lyrikerin, die im nächsten Jahr neunzig werden würde.

Das Literaturhaus war auch sehr voll von literarisch Interessierten, Elfriede Haslehner mit ihrem Franz, Judith Gruber-Rizy und noch viele andere waren da.

Dine Petrik was mich ein wenig gewundert hat fehlte, aber vielleicht hatte sie einen anderen Termin und es lohnt sich sicher sich mit Hertha Kräftners Lyrik und Prosatexten zu beschäftigen.

Die Frauen haben auch eine sehr beeindruckende Geschichte mit Namen „Die Liebenden“ gelesen, die von zwei Verliebten handelten, die keine gemeinsame Wohnung hatten, sondern jeder irgendendwo weit von einander entfernt ein Untermietzimmer, so daß sie sich immer irgendwo auf Stiegen, in Häusern oder in Arztordinationen trafen, um sich kurz zu küssen oder auch das Finazielle zu besprechen. Der Wunsch nach einem Kind tauchte auf und die Unmöglichkeit in solchen Umständen eines zu bekommen. Dann wurde der Mann krank und starb an einer Lungenentzündung und die junge Frau verheiratete sich etwas später mit einem Arzt in dessen Ordination sie auf ihren Liebsten gewartet hat.

2016-11-17

Hilde Schmölzers böses Wien

Hilde Schmölzer, die Frauenbewegte, die viele Bücher zu diesem Thema geschrieben hat und die ich irgendwann, nach dem „Arbeitskreis schreibender Frauen“, wo wir ihr Buch „Frau sein und schreiben“ besprachen, kennenlernte, wird nächsten Jänner achtzig.

2008 hat sie ihren Vorlaß der Stadt Wien verkauft und die „Wien-Bibliothek“ machte zu  jetzt eine Austellung mit ihren Fotografien zu dem Buch, „Das Böse Wien“.

Die Ausstellungseröffnung ist schon vorbei undhabe ichversäumt, aber heute fand eine Lesetheateraufführung mit ihr, Heidi Hagl, Elisabeth Krön und Angelika Raubek statt.

Eine Lesungaus ihren publististischen Arbeiten, stand im Programm, es war aber eine Collage aus vier ihrer Bücher, das „BöseWien“ eine Neuauflage aus dem „Mandelbaumverlag“, Karl Kraus und die Frauen, „Frauenliebe“ und das Rosa Meyeder-Buch.

Aus der Neuauflage „die Pest in Wien“, ich habe noch die DDR-Ausgabe, wurde nicht gelesen, weil das zu traugig wäre wie Hilde Schmölzer in ihrer Einleitung erkärte, sie hat aber diesbezüglich in der „Wien-Bibliothek recherchiert und in Rosa Mayreders Tagebücher undBriefe eingesehen.

Ein interessanter Abend mit Textauszügen aus den vier Werken, die ich mir nicht zu kaufen bauchte, denn Hilde Schmölzer hat mir ihre Bücher nach und nach ja alle zu meinenGeburtstgsfesten geschenkt und am 25. 1. gibt es in der“Wien Bibilitphek“ ein großes Geburtstagsfest zu ihrem achtzigsten Geburtstag.

Der Siebzigste wurde im Literaturhaus mit einer Lesetheaterveranstaltung gefeiert, da habe ich noch nicht geblobggt, aber jetzt tue ich es und habe mir die Veranstaltung vorgemerkt.

Heute habe ich mir die Ausstellung angeschaut und ein oder auch mehr Gläser Wein getrunken, dann war es etwas schwierig den Ausgang zu finden, weil das Rathaus eine Bauselle und jetzt müßte oder sollte ich mich auch in meine Hilde Schmölzer Bibliothek, die ja einige Bestseller birgt, einlesen, aber leider habe ich nich sehr viel Zeit dazu, aber die Ausstellung und die Lesetheater Aufführeng waren sehr interessant und jezt kann ich jeden nur empfehlen am 25. 1. im nächsten Jahr in die „Wien-Bibliothek“ zu kommen, denn da liest Hilde Schmölzer aus ihren „Vaterhaus.“

2016-01-19

Drei Geschichten von Ilse Tielsch

Die 1929 im südmährischen Hustopece geborene Tilse Tielsch, die 1945 nach Österreich gekommen ist, kenne ich durch Valerie Szabo. Das heißt, sie hat mir bei unseren Arbeitskreistreffen in den Neunzehnhundersiebziger- frühen Achtzigerjahren von ihr erzählt und mir einmal auch den Tip gegeben einer meiner Texte an sie zu schicken.

Das dürfte sie so beeindruckt haben, daß sie sich immer noch, wenn ich sie bei „Podium-Lesungen“ wo sie Mitglied war und ist, treffe, an mich erinnert kann.

Eine sehr freundliche Frau, die bei „Styria“ einige Romane herausgegeben habe, von denen einige, auch auf meiner Leseliste stehen und jetzt haben die Lesetheaterfrauen unter Hilde Schmölzer, Angelika Raubek, Elfriede Haslehner, Elsiabeth Krön und Gabriela Schmöll drei ihrer Geschichten im Literaturhaus gelesen und die Autorin war auch anwesend und hat zugehört.

Zwei Geschichten „Der Solitär“ und „Mister Hould“ handeln vom Nachkriegswien um 1945, als der „Scheißkrieg“ endlich vorbei war, die Familien sich in Gartenhäuschen im Wienerwald zurückgezogen haben, nichts zu essen hatten, hamstern gingen oder sich den Amis für Zigaretten oder Nylonstrümpfe, Schokolade und Kaumgummi an den Hals warfen und Ilse Tielschs Tante Peppi hat für die Josepha in die Geschichte, die sie über das Jahr 1945 schreiben hätte sollen, Pate gestanden.

Ein Professor wollte diese Geschichten für einen Band, hat die Autorin nach der Lesung noch erzählt, Alois Vogel der Podium-Gründer, sollte über das Jahr 1934, Hannelore Valencak über die Fünfzigerjahre, sie über das Nachkriegswien schreiben, wo alles vorkommt, was es damals gegeben hat.

Also werden die Glocken geläutet, die Tante Pepi wohnt mit zwei Männern in dem Gartenhäuschen, ihr Mann verschwindet, der mit dem Holzfuß bleibt zurück und sie braucht jetzt eine starke Hand zum Ausgraben der Baumwurzeln, also erzählt sie dem Neffen Bruno von einem Solitär den sie zu vererben hat. Gemüse braucht die Familie auch und es gibt eine Nichte mit einer Gärnterei, einen Bäcker gibt es auch, die Tante verspricht und verspricht und nach ihrem Tod suchen alle nach dem Edelstein, allein sie finden ihn nicht.

Die zweite Geschichte ist wahrscheinlich auch autobiopgrafisch, da wohnt die jugendliche Ich-Erzählung mit ihren Eltern in einer Küche mit drei Betten und einem Wasserkrug, die kluge Tante Esther schickt Mister Hould, einen Amerikaner mit Geld, Kaugummi und Nylonstrümpfen, er soll das Fräulein ausführen und möchte ihr ein besseres Leben bieten, sie widersteht und irgenwann ziehen die Amis dann auch ab.

Die dritte Geschichte heißt „Schriftstellerin`- Um Gottes Willen“, denn so hat die Mutter zu Ilse Tielsch wohl einmal gesagt, als sie von ihrem Berufswunsch hörte und die Schuldirektorin war, als sie ihren kleinen Sohn einschulen wollte, genauso entsetzt.

Es ist trotzem etwas aus ihr geworden und sie hat auch verschiedene Preise gewonnen, obwohl ihre Bücher hauptsächlich vergriffen sind. So lagen am Büchertisch auch nur das kleine Podium Heftchen „Lob der Fremdheit“ und ein „Driesch-Band auf.

Es gab aber schöne Gespräche und für die Lesenden auch je eine Bonbonniere und ich freue mich jetzt schon auf das Lesen von „Heimatsuche“, „Fremder Strand“ und „Zirkusgeschichte“ sowie auf den Gedichtband, den mir Ilse Tielsch freundlicherweise signierte und wer es wissen will „Paul und Paula“ ist jetzt bis zur zehnten Szene durchkorrigiert und die Idee für das Nächste ist in der Badewanne heute morgen auch schon gekommen.

Es wird wahrscheinlich ein Erzählband werden, nämlich zwölf, dreizehn oder wieviel auch immer „Buch und Schreibgeschichten“, nämlich, das was in den nächsten Schreibgruppen entsteht und fertiggemacht wird und dann auch das, was passiert, wenn ich aus meinem Bücherstoß ein Buch nehme, es aufschlage und ein Wort oder einen Satz daraus notiere.

Ich bin gespannt und man sieht Jacqueline Vellguths grandiose Schreibidee läßt mich doch nicht so los, auch wenn es für mich ein Rettungsanker ist, aus dem vielleicht Leergeschrieben sein, herauszukommen.

2015-11-25

Marlen Haushofer statt Alma Johanna Koenig

Im Literaturhausprogramm war für heute eine „Frauen lesen Frauen Lesetheateraufführung“ von Alma Johanna Koenig, der 1942 von den Nazis ermordeteten jüdischen Dichterin „Schibes“, eine Hundegeschicte, angekündigt und da bin ich natürlich hingegangen, denn die 1887 in Prag geborene interessiert mich sehr.

Als das Antiquariat „Buch und Wein“ geschlossen hat und seine Bücher um drei Euro abverkaufte, habe ich mir „Die Geschichte vom Half dem Weib“ besorgt und noch nicht gelesen.

„Den jugendlichen Gott“ habe ich im Bücherschrank gefunden und über die Dichterin bei Eveline Polt-Heinzl, glaube, ich und in „Wikipedia“ einiges gelesen. So hat sie Oskar Jan Tauschinksi ja am Ende ihre Lebens betreut und auch ihren Nachlaß herausgegeben.

Also sehr interessant die Hundegeschichte, a la „Krambambuli“, die 1920 zuerst erschienen ist und über die Dichterin überhaupt zu hören.

Als ich dann ins Literaturhaus kam, war ich ein wenig erstaunt, Haushofer-Bücher am Büchertisch zu finden und habe mir noch gedacht, aha, von Alma Johanna König, die ja inzwischen fast vergessen ist, wird es nichts mehr geben.

Christa Nebenführ, Angelika Raubek und Gabriela Schmoll  saßen schon am Lesetisch, was auch ein wenig verwirrend war, weil im Programm etwas von Hilde Schmölzer und Judith Gruber-Rizy stand, dann kam noch Werner J. Grüner und steckte mir ein Programmzettel zu, wo „Wir töten Stella“ stand und ich schnallte, daß es um Marlen Haushofer geht und war ein wenig enttäuscht, denn die Erzählung, habe ich ja im nächsten Jahr auf meiner Leseliste, bezeihungsweise, die Lesetheaterfrauen schon vor Jahren, als  Erika Danneberg noch lebte, im Amerlinghaus, glaube ich, daraus lesen gehört.

Nun ja, nun ja, interessant trotzdem, die böse Geschichte, der 1920 geborenen und 1070 an Krebs gestorbenen Marlen Haushofer.

Vier Frauen haben gelesen, zu den drei Erwähnten kamen noch Elisabeth Krön, Hilde Schmölzer und Judith Gruber- Rizy saßen im Publikum und irgendwann vor kurzem habe ich auch, wo aus der Erzählungen lesen gehört, die böse böse Geschichte, wo die Ich-Erzählerin, während ihr Mann Richard mit den Kindern Annette und Wolfgang weggefahren ist, über Stella schreibt, dem jungen Mädchen, das ein Jahr lang bei ihr gewohnt hat und entweder einen Autounfall hatte oder selbst hineingelaufen ist.

Eine böse Geschichte, eine unglückliche Liebe, ein angedeuteter Inzest, Haß auf den Mann, Unterstellung von ihm betrogen zu werden. Es könnte alles auch ganz anders gewesen sein und trägt wahrscheinlich auch autobiographische Züge, der Zahnarztfrau, die sich von ihrem Mann scheiden ließ und diesen dann Jahre später nochmals heiratete.

Am Nachhauseweg habe ich Hilde Schmölzer und Elisabeth Krön  gefragt, warum im Programm etwas anderes gestanden ist und  erfahren, daß die Hundegeschichte rassistisch und frauenfeinlich ist, weil von einer Zigeunerin erzählt wird, die eine Hexe ist, nun, ich denke mir, im Nachhinein kann man wahrscheinlich alles anders interpretieren und Alma Johanna Koenig war vielleicht eine genauso konservative Frau, wie es wahrscheinlich auch Irene Harrand, deren Buch ich im Sommer gelesen habe, war.

Egal, ich habe ja zwei Alma Jonanna Koenig-Bücher und kann mich in die inzwischen vergessene Dichterin einlesen, die mich eigentlich genauso wie Oscar Jan Tauschinski interessiert, von dem ich „Madame Curie“ gelesen habe.

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