Literaturgefluester

2019-03-28

No more Bullshit

Filed under: Bücher — jancak @ 00:12
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Durch mein vorläufiges Veranstaltungsstop komme ich dazu meine Frauentagsbücher etwas zügiger hinunter zu lesen und ich muß feststellen, eas lohnt sich, weil das zweite aus dem „K & S“ Verlag „No more Bullshit – Das Handbuch gegen sexistische Stammbuchweisheiten“, herausgegeben von dem Frauennetzwerk „Sorority“, hat es in sich und ist vor allem optisch mit seiner schwarz weißen graphischen Gestaltungn und seinen fetzigen Illustrationen ein Lichtblick.

Was den Inhalt betrifft, muß man es vielleicht ein wenig differenzierter sehen, denn ich komme ja aus der Frauenbewegung der Siebzigerjahre und kann jetzt hautnah miterleben, wie die Frauen, die die „AUF“ gründeteten, sich mit ihren „Zündenden Funken“ langsam von der Bühne verabschieden.

Jüngere sind nachgekommen. Sind sie oder sind sie nicht. Da bin ich mir gar nicht einmal so ganz sicher, denn die Zeiten in denen wir leben sind ja sehr neoliberal, rechtspopulistisch und von den prekären Arbeitsverhältnissen geprägt, wo man zwar viel können muß, aber  trotzdem nur befristete Arbeitssverträge bekommt und wenn ich mir so anschaue, was es gerade jetzt für ein Geschrei, um das Gendern und beispielsweise, die gegenderte Bundeshymne gibt, kann man nur den Kopf schütteln,  auch wenn man den Rechten so zuhört, die ihren „Frauen und Mädels“ ja beschützen wollen und dabei recht reaktionäre Vorstellungen zu haben scheinen.

„Frauen wollen ja gar nicht in Führungspositionen“, „Qualität statt Quote“ „Verstehst du keinen Spaß?

„Verschlägt es Ihnen angesichts solcher Sprüche manchmal die Sprache? Schluss damit! „No more Bullshit!“, fordert die Sorority und gibt allen, die auf absurde, sexistische Stammtischweisheiten mit mehr antworten wollen als einem Augenrollen nun ein Buch in die Hand, das einlädt – zum Aufschlagen – Nachschlagen und Zurückschlagen“, steht am Buchrücken und in diesem Sinn geht es  durch das hundertfünfundsechzig Seiten Buch, an dem auch männliche Autoren, wie beispielsweise Romeo Bissuti von der Männerberatungsstelle, den ich von psychologischen Fortbildungen kenne, mitgearbeitet haben und das in zwei Teile aufgegliedert ist.

Im ersten Teil geht es um „Bullshit“ entlarven. Ihn also aufdecken und erkennen und im zweiten, um das Entkräften und da werden fünfzehn Weisheiten auseinander genommen, von denen ich bei einigen mit den Anglizismen schon meine  Schwierigkeiten hatte, denn, was bitte ist ein „Pay Gap?“

Ach ja, da geht es immer noch darum, daß die Frauen, obwohl sie jetzt  schon hundert Jahre wählen dürfen und statistisch  gebildeteter als die Männer sind, immer noch weniger, als letztere verdienen.

Dann geht es um die Ausrede, das man keine Frau für das Podium, die Stelle, etcetera, gefunden hat und gegen die „Quote“ wird ja überhaupt von männlicher und rechter Seite derzeit sehr angekämpft.

„Qulität statt Quote!“, heißt es da oft mehr als scheinheilig und jetzt hätte ich fast auf die „Rabenmütter“ vergessen und interessant ist in dem Kapitel,  daß da geschrieben wird, daß es diesen Ausdruck nur im Deutschen gibt.

Ein Vater, der den ganzen Tag arbeitet, um seine Familie zu ernähren und seine Kinder deshalb nur schlafend oder am Sonntag sieht, ist kein solcher. Die berufstätige Mutter aber schon, obwohl man das auch differenhzierteer sehen kann und ich eigentlich noch immer an die entwicklungspsychologischen Regeln glaube, die ich in meinem Studium gelernt habe, daß man die Kinder nicht vor drei Jahren in den Kindergarten geben sol..

„Ich bin für Humanismus nicht Feminismus“, heißt das Kapitel das die Soziologin Laura Wiesböck geschrieben hat, von der ich das erste Frauentagsbuch gelesen habe und das ist ein Argument, das man in rechten Kreisen sehr oft hört und die ja sehr gegen jede Quote sind.

„Ich fühl mich nicht unterdrückt!“, japsen dann vielleicht manche Frauen zwischen ihre befristeten Dienstverträgen und den Männenr, die ihnen, ja eh, bei der Hausarbeit helfen, sich ihn aber nicht mit ihr teilen und „Sei nicht so sensibel!“, hört man auch oft von Männern, wenn sich Frauen über etwas beschweren.

Da sind wir bei den Klischees oder den „Buben die nicht weinen und den Mädchen, die nicht pfeifen dürfen!“ und da waren wir schon in den frühen Neunzehnachtzigerjahren, als Johanna Dohnal mit dem „Jugend und Volk- Verlag“, zu einem nicht rollenspezifischen Frauenbuch aufgerufen hat, wo ich mit meinen „Güler will kein Kopftuch mehr“, gewonnen und später einen Teil des österreichischen „Kinderbuch-Preises“ bekommen habe.

Die Frau sind  gefühlsbetonter und wollen mehr reden, während man den Männern, das vielleicht noch immer  austreibt und ein „Indianer weint nicht!“, sagt.

Aber nein, das darf man in den sprachkorrekten Zeiten wahrscheinlich nicht mehr sagen und dann bleiben, die starken schwachen Helden über, betrinken sich oder bringen sich viel öfter um, als ihre angeblich so sensiblen Frauen, die inzwischen neben Beruf und Kindern, den Haushalt schupfen.

„Da wären wir schon bei dem „Sei nicht so hysterisch“ und haben das „Alle Türen stehen euch doch eh offen, aber ihr wollt doch gar keine Führungaspositionen“ übersprungen, obwohl das sicher ein noch lange nicht erledigtes Thema ist.

„Feminsmus ist mir zu extrem!“, sagen manche Frauen, und ich wundere mich, ganz ehrlich immer, wenn mir eine Frau „Ich bin Arzt!“, erklärt und mich dann erstaunt anguckt, wenn ich „Nein, sind Sie nicht!“, antworte und auf meine Erklärung vielleicht noch kontert „Ach hören Sie doch zu gendern auf!“
Ich bin jedenfalls eine Frau und eine Psychologin. Gegen das „Frau Doktor!“, habe ich nichts einzuwenden und ich schreibe auch manchmal „man“, wenn es mir im Text passend erscheint.

Sage auch gern „Gutmenschin“, denn das halte ich, jawohl immer noch für kein Schimpfwort, sondern für etwas, was eigentlich sehr sehr wichtig ist aber da wären wir  schon beim nächsten Thema, obwohl gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskrimierung geht es in diesem Buch auch und ich bin froh über die „K& S – Frauenreihe“, da wir ja in Zeiten leben, wo gegenwärtig  viel passiert, was nicht schön ist und von beiden Seiten Kränkungen und Mißverständnisse vorhanden sind, die das miteinander reden, was ich für sehr wichtig halte, oft verhindern.

Aber das denke ich, muß und soll sein, so daß es gut ist, mit den Männern und den Frauen, die nicht gendern und keine Quote wollen, zu reden und natürlich ist es auch wichtig, die Frauen selbst bestimmen zu lassen, was sie anziehen wollen und wenn das ein Kopftuch ist, dann denke ich, daß kein  kein Politiker und auch keine Feminstin etwas dagegen haben darf, was allerdings auch umgekehrt gilt, daß man niemanden dazu zwingen darf und deshalb sind Bücher, wie dieses, in den Zeiten, in denen wir leben sehr sehr wichtig und ich bin froh, daß ich es während meines letzten Ambulanzbesuchs fast ausgelesen habe.

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2019-03-08

Zum Frauentag

Filed under: Büchergeschichten,Gesellschaftspolitik — jancak @ 00:39
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Am achten März ist der internationale Frauentag, ein Tag, der neben dem Muttertag und den Valentinstag, wo die Frauen von ihren Männern mit Rosen beschenkt werden, das Frühstück an Bett serviert bekommen und dann noch eine Küchenmaschine, damit sie ihrer Hausfrauentätigkeit an den anderen Tag noch besser nachgehen können, einen besonderen Wert hat und ich bin in der Ära Kreisky aufgeachsen, wo es das erste Staatssekretatriat für Frauenfragen und dann die spätere Frauenministerin Johanna Dohnal gab, eigentlich sehr emanzipiert aufgewachsen, obwohl es damals noch nicht sehr frauenbewußte Gesetze gab. Die Frau, glaube ich, damals noch nicht ohne die Zustimmung ihres Mannes arbeiten oder verreisen konnte, was wahrscheinlich pro forma so war, aber mich nie wirklich tangiert hat und als ich 1977, als Psychologiestudentin in die Otto Bauergasse gezogen bin, habe in der Wohnung dort auch Frauenzeitschriften, wie die „AUf oder die „Emma“, kennengelernt und Kontakte zur Frauengewegung, wie die, die sich damals in der Tendlergasse traf, bekommen.

In der AUF war ich, was wohl Zufall war, nie. Jetzt bin ich mit Ruth Aspöck einer der führenden Frauen dort befreundet, bin aber in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gekommen, der sich vom „Bund demokratischer Frauen“ der damaligen kommunistischen Frauenbewegung Österreichs gegründet hat, habe die „Stimme der Frau“, deren Frauenzeitschrift gelesen. Der Afred hat sie 1984 für die Anna abonniert und meine Mutter hat die „Frau“, die sozialistische Frauenzeitschrift, mein Vater die „Arbeiterzeitung“ gelesen.

Zeitungen und Zeitschriften, die es schon lange nicht mehr gibt. Dafür haben sich die Gesetze geändert, die Frauen sind zumindestens pro forma gleichberechtigt. Man soll gendern, was seltsamerweise nicht nur von den Männer angefeindet wird, aber ich finde es ganz ehrlich komisch, wenn eine Frau sagt „Ich bin Arzt oder Künstler!“ und würde da ganz spontan antworten: „Nein, sind Sie nicht!“, wo ich schon ganz erstaunte Antworten „Nein, wieso nicht!“ und dann „Ach, hören Sie mir damit auf!“, bekommen habe.

Und die Bundeshymne war ja eine, die nur die Söhne kannte und die Menschen werden in der „Ode an die Freude“ „Brüder“, etcetera.

Maria Rauch-Kallat, die ehemalige ÖVP-Frauenministerin und das ist für alle, die das nicht wissen, keine linke Partei, hat einen zaghaften Versuch gemacht, die Bundeshymne, die von Paula von Preradovic, einer Frau und Dichterin mit der ich mich schon in den Siebzigerjahren beschäftigt und eine Erzählung über sie geschrieben habe, getextet wurde, die Bundeshymne zu gendern, was glaube ich, noch heute böse Reaktionen erntet.

Die Brüder Molden wollten, glaube ich, gegen den Eingriff in den Text ihrer Mutter klagen und manche weigern sich, den Text zu singen, was ich nicht verstehen kann, denn was ist falsch daran: „Töchter und Söhne!“ zu singen?

Mindestens die Hälfte der Menschheit besteht aus Frauen. Aber ich singe nicht die Bundeshymne und das ist ein eher kleines Problem. Daß, die Frauen noch immer nicht soviel verdienen und es Gewalt gegen Frauen gibt, denke ich, schon eher, obwohl ich auch da ziemlich selbstbewußt aufgetreten bin und denke, daß man halt aufpassen muß und soll, mit wem man in ein Zimmer geht und in einer Disco wahrscheinlich auch, was man trinkt und man sollte nur so viel trinken, daß man die Kontrolle über sich behält.

Ansonsten gehört der öffentliche Raum den Frauen und den Männern und die erste, zweite, dritte oder was immer Freunbewegung hat viel für die Frauen erkämpft, was heute den jungen Frauen wahrscheinlich schon so selbverständlich ist, daß sie, wie vor einigen Jahren Ronja von Rönne Artikel schrieben, die etwa „Ich hasse die Frauenbewegung und brauche sie nicht!“, zum Inhalt hatten.

Doch, man braucht sie schon und in Zeiten, wie diesen, wo ich von den Rechten immer öfter höre, daß man als Frau nicht mehr allein auf die Straße gehen kann, ohne sofort vergewaltigt zu werden und sie daher offen fordern, das ihren „Frauen und Mädels“ zu verbieten und da denke ich, daß man als Frau sehr aufpassen,muß, sich das Recht auf Selbstbestimmung nicht nehmen zu lassen und frühzeitig zu lernen, sich zu wehren und, wie man mit Bedrohung und Anmache umgehen muß.

Er achte März ist, glaube ich, ein guter Grund daran zu erinnern und ich gehe auch regelmäßig, wenn auch nicht immer, da auf Demonstrationen und diesbezügliche Veranstaltungen und diesmal hat mich „Kremayr & Scheriau“, ein Verlag den ich eigentlich eher für konservativ gehalten habe, an den „Frauentag“ erinnernt und mir sieben diesbezüglich Publikationen nahegelegt.

Bücher und Frauentag, ist sicher auch ein wichtiges Thema, obwohl man da, als Frau über sechzig, vielleicht auch sehr leicht glauben kann, man hätte ohnehin schon alles gelesen und habe in der Tat wahrscheinlich auch sehr viel.

Denn meine Freundin Elfi hat mich in den Siebzigerjahren zur Simone de Beauvoir gebracht und da habe ich das „Andere Geschlecht“ und auch anderes gelesen und im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ haben wir Hilde Schmölzer, die ja auch eine sehr aufrechte und aktive Feministin und Kämpferin ist, „Frau sein und schreiben“ diskutiert und habe ihr Buch vor ihr kennengelernt.

Die Ruth, die, jetzt die „Zündenden Funken“ herausgebracht hat, die im vorigen Jahr in der „Wien Bibliothek“ vorgestellt wurden, habe ich auch erst später kennengelernt und im „Arbeitskreis“ bin ich auf Bücher von Anja Meulenbelt und Gert Brantenberg aufmerksam geworden, die heute vielleicht vergessen oder vergriffen sind.

„Wie vergewaltige ich einen Mann“, war auch so ein Renner, ein skandinavisches Buch, das nachwies, daß das nicht geht und richtig, der „Wiener Frauenverlag“ hat sich in den Neunzehnsiebziger- oder Achtzigerjahren auch gegründet.

„Wiener Frauenverlag?“, kann man jetzt fragen.

„Wo ist der, den kenne ich  nicht?“

„Richtig er hat sich später „Milena“ genannt und verlegt jetzt auch Männer, weil ein reiner Frauenverlag angeblich nicht mehr so wichtig ist oder sich die reinen Frauenbücher vielleicht auch nicht so gut verkaufen und da wären wir schon beim nächsten Thema, daß die Frauen, glaube ich, immer noch die stärksten Leserinnen sind und da auch oft die bücher der Midlifekrisis geplagten Männer, die die von Martin Walser, Philip Roth etcetera, bevorzugt lesen.

„Kremayr und Scheriau“, der ja seit einigen Jahren eine literarische Schiene hat, sonst aber auch sehr viel anderes verlegt, hat mir da eine Liste von sieben Büchern von Frauen geschickt, von denen ich vier, nämlich die der literarischen Schiene schon gelesen habe.

Das heißt, das stimmt nicht ganz. Andrea Stift-Laubes, die sich inzwischen einen Doppelnamen zugelegt hat „Schiff oder Schornstein“, habe ich noch nicht gelesen.

Es liegt aber schon in meinem Badezimmer. Dafür die drei anderen Literarischen, nämlich Nadine Kegeles „Und essen werden wir die Katze“, Marie Luise Lehners „Im Blick“, das Buch einer sehr jungen frauengewegten Frau und Barbara Riegers „Bis an Ende Marie“.

Da bleiben dann noch die drei anderen Bücher und da sind wir schon in der Sachbuchreihe, was ich ja an sich nicht so oft lese, mir die drei bleibenden Bücher aber fast fraglos bestellt habe. Dann erschrocken dachte: „Uje, war das nicht soviel, du willst doch auch deine Backlistbücher und Bücherkastenfunde lesen und so kommst du nie dazu!

Das war am vorigen Mittwoch. Dann bin ich am letzten Donnerstag auf die Demo gegangen, wo am Meidlinger Platzl, eine junge engagierte Soziologin namens Laura Wiesböck ihre Thesen über die Ungleichheit in der Gesellschaft vorstellte und siehe da, ihr „In besserer Gesellschaft“ war bei den progagierten starken Frauenbücher, die auch das „Handbuch gegen sexistische Stammbuchweiheiten“, was sicher sehr interessant ist und mir sonst wahrscheinlich entgeangen wäre.

Ob mir Yonne Widlers „Sie sagt er sagt“, wirklich sehr viele neue feministische Erkenntnisse bringt, bin ich mir nicht so sicher. Schließlich empfehle ich meinen Klienten ja immer noch das „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin“, was inzwischen vielleicht auch schon vergriffen ist und dann liegt von einer vorigen Bestellung noch ein Buch im Badezimmer, nämlich <livia <klings "Biedermeiern-politisch unkorrekte Betrachtungen", ihre Twitternachrichten zur schwarzblauen politischen Situation, was vielleicht nicht so unbedingt feminstisch, aber höchstwahrschein gesellschaftspolitisch wichtig ist und so bin ich wahrscheinlich über den Monat März gut eingedeckt mich mit den modernen feministischen Theorien der neuen jungen Frauen auseinanderzusetzen und da ich ja gerade den „Subutex“ gelesen habe. In Band drei gibt es einen Hinweis, auf die neue Virgine Despentes, wahrscheinlich auch zeitgleich zum Frauentag erschienen  „King Kong Theorie“ genannt.

Was wahrscheinlich auch neue frauenspezifische Erkenntnisse bringt, ich aber nicht bestellt habe, weil auch Bücher von Männern auf meinen Badezimmernstapel liegen und ich denke, daß ich auch da ziemlich ausglichen nach links und nach rechts schauend lesen will.

Aber jetzt auf in den Frauentag und in das neue feministische Bewußtsein, was wir in Zeit wie diesen ganz sicher brauchen werden, also auf in einen starken weltbewegenden feministischen Frauentag!

2018-03-08

Zum Frauentag in die Wien-Bibliothek

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:51
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Heute hat die Friederike Mayröcker ihr neues Buch in der „Alten Schmiede“ vorgestellt und als ich das im Programm gesehen habe, habe ich natürlich gedacht, da gehe ich hin, dann aber gleich am selben Tag eine achtzehn Uhr Stunde eingeteilt und wenn ich da nach sieben hingehe, bekomme ich keinen Platz unten und kann mir im Schmiede-Saal die Wall anschauen, was ich nicht will.

Aber heute ist auch der internationale Tag der Frau und da hat mir die Ruth schon länger gesagt, daß sie da die Neuauflage ihres „Auf-Buchs“ vorstellt und ich dachte, das geht sich besser aus, wenn ich nach der Stunde dort hinfahre, obwohl das mit den Plätzen in der Wien-Bibliothek ja auch nicht mehr so ist.

Da soll man sich zwar anmelden, sie reservieren aber keine Plätze und dann kommt man hin und alles ist für die Veranstalter reserviert und man kann hinten stehen oder im Vorsaal sitzen. Das habe ich das letzte Mal mit der Öffentlichkeitsarbeiterin Suzie Wong so diskutiert, mir überlegt, ob ich die Ruth bitten soll, mir einen Platz zu reservieren, das  aber gelassen und bin  kurz nach sieben in den vollen Saal hineinmarschiert, habe einen Mitarbeiter der mir sagte, daß ich, wenn ich nicht reserviert habe, draußen bleiben müße, ignoriert, dann aber keinen freien Platz gesehen, nur die Hilde Langthaler in der zweiten Reihe Mitte, die mir zuwinkte und sagte, ich solle mich auf den leeren Platz vor ihr in die erste Reihe setzen.

Der war zwar für die Direktorin, die gerade eröffnete, reserviert, aber dem Mutigen gehört die Welt und auf der Längsseite waren ohnehin noch einige reservierte Plätze frei.

Sylvia Mattl-Wurm begrüßte also die Anwesenden und wies auf das umfangreiche Frauenarchiv hin. Dann kam Alexsander Lellek vom „Löcker Verlag“ an die Reihe und berichtete von den Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Frauenkollektiv“ Rit Clique“, das das Buch herausgegeben hat und erinnerte daran, daß es noch gar nicht so lang her ist, daß wir die männliche Oberhoheit, die den Frauen verbietet ohne Erlaubnis ihres Mannes einen Beruf auszuüben, nicht mehr haben und, daß Homosexualität nicht mehr verobten ist. Das war in den Siebzigerjahren, als das Familienrecht geändert wurde und da gründete sich auch die „Auf“, die Autonome Frauengruppe und die Ruth die da ja sehr aktiv war, hat schon vor ein paar Jahren bei „Promedia“ ein Buch über die diesbezügliche Geschichte herausgegeben, das vergriffen ist und jetzt bei „Löcker“ Ruths Stammverlag wiederaufgelegt wurde.

Ich bin ja auch eine sehr frauenbewegte Frau, bei der „Auf“ war ich aber nie richtig dabei und soweit ich mich erinnern kann nur einmal in diesem Lokal in der Tndlergasse, aber beim „Arbeitskreis schreibender Frauen“ und irgendwann habe ich dann auch die Ruth und die Hilde Schmölzer kennengelernt.

Der „Wiener Frauenverlag“ wurde von Elfriede Haslehner gegründet, die dann von Barbara Neuwirth abgelöst wurde und der sich dann in „Milena“ umgewandelt hat und inzwischen, was ich immer noch sehr schade findet, auch Männer verlegt.

Die „Auf“ gibt es auch nicht mehr, wohl aber das Buch darber und ein Frauenkollektiv der Gründerfrauen hat Texte daraus gelesen, während die Ruth, die leicht oder sogar schwer erkrankt ist, so daß sie am Dienstag nicht in der Schreibegruppe war, den Büchertisch betreute.

Erna Dittelsbach, Erica Fischer, die mich einmal in der Otto Bauergasse interviewte, weil ich ja trotz Feminismus gegen Abtreibung bin und da einmal einen Arbeitskreis Linke gegen Abtreibung“ gegründet habe, der allerdings ein Flop war, Käthe Kratz, Bodil Petersen und Heldis Stepanek-Kögl haben Texte aus dem Buch gelesen und sozusagen die ganze Frauengeschichte aufgerollt und inzwischen, die Siebzigerjahre sind schon lange her, hat sich sehr viel geändert und die Frauen der Identitäre, junge blonde hübsche, hetzten gegen den Feminismus und sagen, sie wollen einen Mann und Kinder und fühlen sich davon nicht unterdrückt, während die Frauen damals  viel bewirkten, Johanna Dohnal war zuerst Staatssekreätrin für Frauenfragen, danach die erste Frauenministerin.

Das Frauencafe, der Frauenverlag und die Frauenbuchhandlung haben sich gegründet, die „AufW gibt es nicht mehr und die damaligen Aktivitstinnnen sind älter geworden. Der Lesesaal der Wien Bibliothek war aber wie schon erwähnt bummvoll und nachher gab es wieder Brot und Wein und Gespräche und ich bin bei der Ruth gestanden und habe den Buchverkauf beobachtet, den Suzie Wong phänomenal fand, weil, wie sie sagte, normalerweise nicht so viel Bücher verkauft werden.

2016-03-08

Cornelia Travniceks Lyrik zum Frauentag

Damit sind nicht nur Frauengedichte gemeint, denn es ist der achte März und im März hat die „Gesellschaft für Literatur“ immer einen Lyrikschwerpunkt, den Hans Weigel einmal einführte, um die Lyrik sichtbarer zu machen und so gibt es in diesem Monat immer einige diesbezügliche Veranstaltungen.

Die GAV hat eine Großveranstaltung, die meistens versäume, weil ich um diese Zeit nach Leipzig fahre und eigene Lyrikreihen gibt es inzwischen auch, alte und auch neue und einige ranken sich um den Literaturkreis „Podium“, der ja auch immer einen Fyler mit Gedichten zu diesem Anlaß herausgibt und auch die Reihe „Podium Portrait“ hat, bei deren Jahresproduktion ich  letzte Woche war und die Reihe „Lyrik in Österreich“ hat es im „Grasl Verlag“ auch lange gegeben.

Bis 2004 hat Hannes Vyoral heute glaube ich, erwähnt, von der ich  einige Bändchen habe, dann ist sie eingeschlafen und ist durch die Reihe „Neue Lyrik aus Österreich“, herausgegeben von Sylvia Treudl, Hannes Vyoral und Nils Jensen wieder aufgeweckt worden.

Da werden pro Jahr vier Gedichtbände herausgegeben, die man einzeln und auch im Abonnement beziehen kann. Bei der Präsentation der Bände von 2014 war ich glaube ich in der „Alten Schmiede“ und heute wurden in der „Gesellschaft für Literatur“, anläßlich des Lyrikschwerpuunktes, wie Ursula Ebel in ihrer Einleitung erwähnte,  zwei Bände von 2015 und zwei von 2016 vorgestellt.

Sylvia Treudl hätte das einleiten sollen und hat das schon in den vergangenen Jahren so gemacht, war aber krank, so hat das Hannes Vyoral für sie übernommen und als ich  in der „Gesellschaft“ saß und mir das Programm anschaute, habe ich gedacht, ich hätte mir die Veranstaltung eigentlich sparen können oder habe nun ein Deja vu, denn einiges kenne ich daraus schon.

Dabei lese ich ja gar nicht so viel Lyrik, schreibe keine und bin auch nicht so oft auf diesbezügliche Veranstaltungen oder doch vielleicht, denn ich war ja vorige Woche bei den „Podium Portraits“ und da hat Christoph Janacs sein Jahresbändchen vorgestellt und der Band 13, der neuen Lyrik Reihe, „Kains Mal“ ist ist ihm auch gewidmet und Gregor M. Lepka, dem der Band 12 „Die Sicht auf die Dinge“ gewidmet ist, habe ich aus seinen Bildbetrachtungen für die Eröffnung eines Museum bei Thalheim bei Wels vor kurzem in der „Alten Schmiede“ auch gehört.

Aber Gedichte kann und soll man ja öfter hören, um sie ganz zu erfassen, so liest Rainer Kunze seine Gedichte oft zweimal und fordert das Publikum auch auf, das von ihm bei Bedarf zu verlangen und dann gab es auch Neues nämlich, den Band von Cornelia Travnicek „mindestens einen der weißen wale“ und das ist eines der wenigen Travnicek Bücher, die ich nicht  zu Hause habe und Gerhard Jaschkes Band war auch neu für mich, denn er ist auch in diesem Jahr erschienen und hat auch gleich das „Firebord 3“ mitgebracht, das „Hundert Jahre Dada“ gewidmet ist und das „Feribord“ 19, während das Nummer 16, das ich ja in der „Alte Schmiede“ gesucht habe noch immer nicht erschienen ist.

Bekannte im Publikum und einige Begrüßungen, Lukas Cejpek, den ich auch am Sonntag bei Ruths Frauentagveranstaltung gesehen habe und dem Alfreds Fotos sehr gefallen haben, Monika Vasik, die ich vorige Woche bei den Podiums Portraits höre, Christl Greller, Stefan Eibl-Erzberg, Katharina Riese, Waltraud Seidelhofer und und…

Cornelia Travniceks Lyrik, die bezüglich des Frauentags, als erste gelesen hat, war auch sehr interessant und poetisch, kenne ich sie ja eher von ihrer Prosa und ihren Social Media Aktivitäten. Aber sie hat ein Gedicht Ingeborg Bachmann gewidmet, eines Volker Braun nachempfunden und in dem Bädchen ist ihre Lyrik von zehn Jahren enthalten, weil sie nicht so viele Gedichte schreibt.

Den meistens wird sie ja auch mit ihren Romanen „Chucks“ und „Junge Hunde“, die ich erst lesen muß, ein Begriff sein, woran man wieder sieht, daß die Lyrik hinter den Romanen verschwindet.

Dann kam Gregor M. Lepka an die Reihe und las wieder seine Bildbetrachtungen vor, aber Chrstoph Janacs Lyrik war neu auf mich, handelte sie doch von Gott und der Welt und die Irrungen und Wirrungen, die es darum gibt. Das war höchst beeindruckend,  klar, hat er doch einmal Theologe studiert, sich davon aber, wie er einleitend erwähnte, weit entfernt.

„Mensch und Gott wir müssen einander fürchten: wir sind einander so ähnlich“ lautet so ein Probegedicht, das auch im Verlagsfolger enthalten ist.

Dann kam Gerhard Jaschke mit „bis auf weiteres“, der wieder einen anderen Stil und Ton in die Reihe brachte. Lakonisch einfach, eindringlich und gerade deshalb zum Aufhorchen, schmunzeln und merken, wie auch das abgedruckte Gedicht beweist „Arme Sau bist du auf den Hund gekommen, ist alles für die Katz, Schwein gehabt falls dem nicht so ist. Du lieber Schwan!“

Am sechzehnten geht es weiter mit der von der GAV veranstalteten „Lyrik im März“, wie Gerhard Jaschke einlud.

Da sind wir wieder in Leipzig und Petra Ganglbauer wird da vielleicht ihren neuen bei „Keiper“ erschienenen Band präsentieren, auf dem ich schon warte, habe aber demnächste Anna Achmatovas „Poem ohne Held“ gelesen und Eugen Roth „Gute Reise“ wartet auf meiner Leseliste auch auf mich und das könnte ich fast nach Leipzig mitnehmen, weil es  zum Thema passt und was den Frauentag betrifft, 3 zu 1 ist ja nicht ein so guter Schnitt und dabei schreiben höchstwahrscheinlich  mehr Frauen, als Mäner Gedichte.

Aber El Awadalla veranstaltete im „Tschocherl“, glaube ich, einen extra Dialekt Poetry Slam und ist auch auf zwei Videos bezüglich ihrer Bundesprädsidentenkanditatur zu sehen, was vielleicht nicht ganz zum Tag der Lyrik passt, dafür aber zum Frauentag und unterschreiben kann man für sie auch noch, wenn man will und Österreicher ist.

 

2016-03-06

Vom Künstlerinnenbrunch zu Ruths Frauentaglesung

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Bettina Balaka

Bettina Balaka

Der Sonntag ein bewegter Tag mit Veranstaltungen in St. Pölten und in Wien, hat es doch mit der Finissage der von Doris Kloimstein literarisch kuratierten Ausstellung im St. Pöltner Sommerreflektorium „Kunst-Macht“ begonnen. Da waren wir vor drei Wochen bei der Vernisage, jetzt hat es um elf ein sogenanntes Künstlerinnenbrunch mit einigen Ansprachen, Aufstrichen, Kuchen, Kaffee,  Prosecco Rose gegeben.

Dann ging es  nach Wien, wo Ruth Aspöck, wie schon einmal  in der Galerie NUU, in der Wilhelm Exnergasse den Frauentag mit einer Lesung begangen hat.

Diesmal hat sie sich, da ja 1947 in Salzburg geboren, in Linz aufgewachsen und zum Studium nach Wien gekommen,  eine Lesung mit fünf in Salzburg geborenen  GAV-Autorinnen  „Wie wir  Wienerinnen wurden“ einfallen lassen und hat auch gleich damit begonnen, ihre diesbezüglichen Erfahrungen vorzutragen.

Zum Studium nach Wien und dann hängengeblieben, obwohl sie auch in Madrid studiert und später einige Jahre in Kuba gelebt hat.

Die nächste Autorin war die 1966 in Salzburg geborene Bettina Balaka, deren Texte ich, 1996, als ich  in der Jury für das Nachwuchsstipendium war, kennenlernte, sie ist auch zum Studium nach Wien gekommen und beschrieb in ihren Texte, daß sie von ihren Eltern darauf geprägt wurde, daß „Wien die schiachste Stadt der Welt wäre“.

Käthe Kratz

Käthe Kratz

Margret Kreidl

Margret Kreidl

Sie hat sich als Studentin auch sehr einsam gefühlt, dann aber den „Geßwein“- und andere Literaturpreise gewonnen, ein erster Roman ist bei „Droschl“, andere bei „Haymon“ erschienen.

„Kassiopeia“ habe ich gelesen, „Die Prinzessin von Arborio“, wird am 8. März, also am richtigen Frauentag erscheinen und die Lesung ist mit der Filmemacherin und Feministin Käthe Kratz weitergegangen, die die Ruth  schon lange kennt und die hat einmal „Salzburg lahmgelegt“, als sie für die „Lebenslinien“ drehte und beim letzten Kulturpolitischen Arbeitskreis, der auch von der Ruth organisiert wurde, das Impulsreferat gehalten.

Dann kam  die 1964 geborene Margit Kreidl, die dreizehn Jahre in Graz lebte, bevor sie sich nach Wien traute.

Jetzt lebt sie in der Kettenbrückengasse, in einem Haus, wo „Girdel Risten“ an die Wand gresprayt ist, so hieß ihr Text und sie beschrieb darin  die Wege, die sie vom fünften in den sechsten Weg, wo  auch der Naschmarkt ist, macht und betonte, glaube ich, auch, daß sie sich als Wienerin sehr zufrieden fühlt.

Margot Koller

Margot Koller

Denise Narick

Denise Narick (NUU)

Margot Koller, die wir ja vor kurzem in Salzburg besucht haben, war die letzte Lesende und die einzige, wie sie betonte, die in Wien maturiert hat, deshalb hat sie sich  ein paar Schulkolleginnen mitgebracht.

Sie ist auch die einzige, die in Salzburg lebt und als Lehrerin  einige Jahre mit ihren Schülern nach Wien zur Wien-Woche fuhr. Jetzt zieht die GAV und ihre Freundin sie her und sie erwähnte sogar unsere gemeinsame Arbeit an dem „Selbstmordbuch“-„Kälte frißt mich auf“, das wir vor langer Zeit herausgaben.

Dann gab es ein gemeinsames Tafeln, beziehungsweise Krautfleckerlessen, schöne Fotos und ein Gespräch mit dem Fotografen, der außer dem Alfred, noch aktiv war.

2015-03-07

Frauen Lieben zum Frauentag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:37
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Der internationale Frauentag naht auf leisen Pfoten und deshalb gibt einen außerordentlichen Bericht, denn im Amerlinghaus finden darum herum zwei Veranstaltungen statt, die erste war heute am Samstag, um achtzehn Uhr „Frauen Lieben“ modertiert von Anita C. Schaub, der, wie sie sie vorstellte, Autorin und Schreibpädagogin, die Germanistik, Literatur, Psychologie und vielleicht noch einiges andere studierte und die ich 2002 im Literaturhaus kennenlernte, als da Rolf Schwendter den „Tag zur Freiheit des Wortes“ organisierte.

Da hat sie uns angesprochen, daß sie eine Frauenlesegruppe des Lesetheaters gründen will, mich, die Elfriede, die Hilde Langthaler, die Judith Gruber war dann dabei, Marlen Schachinger, Mechthild Podzeit-Lütjen, die Ruth wurde glaube ich eingeladen, hat aber nicht wirklich oder erst später daran teilgenommen.

Es gab dann auch ein Frauenbuch, wo auch ein Portrait von mir enthalten ist und die Frauengruppe, die umbenannt werden mußte, findet unter der Organisation von Judith Gruber immer noch statt, die nächste Veranstaltung ist, sicher auch passend zum Frauentag ein MayrederAbend im Bezirksamt Wieder am Montag, die Antia C. Schaub ist bald ausgestiegen, es gab, glaube ich, irgendwelcher Streiereien über irgenwelche Qualitätsfragen etc, ich habe jedenfalls auch zwei Veranstaltungen mit eigenen Texten organisiert, weil mir, da ich keine Schauspielerin bin, das eigene immer wichtig war und gehe jetzt nur mehr zu den Veranstaltungen, die mich ja interessieren, nicht mehr zu den Jour Fixes und lesen will ich eigentlich auch keine fremden Texte, weil ich das wahrscheinlich auch nicht so gut kann.

Anita C. Schaub hat einige Bücher geschrieben, die in den kleien Verlagen erschienen sind, eines habe ich gelesen, bei ein paar Veranstaltungen war ich auch, einmal haben wir bei den „Textvorstellungen“ zusammen gelesen und bei den Poet Nights auch.

Jetzt also eine eigene Veranstaltung zum Frauentag zu Thema Frauenliebe, mit Literatur, Film und Musik und mit dieser mit zwei Jazzmusikerinnen, die aus Graz angereist waren, hat es begonnen und das Amerlinghaus war auch sehr voll.

Dann smoderierte Anita C. Schaub den Abend und begann mit einer großen weiblichen Stimme, nämlich der Dichterin Sappho von der Insel Lesbos, eines ihrer Zitate „Kommt nun herbei, Grazien zart, Musen mit schönen Haaren…“ zierte auch das Programm und SISI Klockner die Autorin und Filmemacherin, die ich schon bei den „Wilden Worten“ wo sie mit Alfreds Klapprad herumgefahren ist und beim „Katzenfasching“ hörte, hat einen eigenen Film über die Liebe gedreht, wo es auch um die Verletzungen und Kränkungen geht, die Liebe auslösen kann und sie ihn mit ihrer Stimme und ihren Texten untermalt.

Mit Marlen Schachinger, die in den letzten Jahren, ja sozusagen den literarischen Durchbruch schaffte, habe ich mich in der letzten Zeit intensiver beschäftigt, habe ihr neues Buch gelesen, dessen Besprechung demnächst erscheinen wird und war auch bei ihrer Festvorlesung über Betty Paoly, jetzt stellte sie Antia C. Schaub mit allen ihren Werken und Preisen vor und sie las aus dem Buch das ich noch nicht von ihr kannte, nämlich „Leben“, wo es, glaube ich, um den Nationalsozialismus, um die Liebe zwischen einer älteren und einer jüngeren Frau und wahrscheinlich auch um vielen anderes geht.

Dazwischen improvisierten immer wieder die beiden Jazzmusikerinnen, Anette Giesriegl und Dena Derose und Anita C. Schaub las am Schluß einen Dialog zwischen einer Eva und einer Ada, die beiden ganz in lila gekleidet miteinander zu Abend essen und dabei ihr Leben und ihre verschiedenen Lieben Revue passieren ließen, die eine war verheiratet, die andere hatte verschiedene Liebhaberinnen, es gibt schon ein Enkelkind mit einer lila Schleife, VErpartnert hat sich die eine auch und die andere war ihre Trauzeugin und am Schluß lösen sich sowohl Venus als auch Sappho aus ihren lila Bilderrahmen und fangen mit den Beiden zu tanzen an.

Als es die Frauenlesungen in der Galerie Heinrich noch gab, wo Marlen Schachinger auch mitmachte, haben wir auch einmal zum Thema „Frauenliebe“ gelesen, wo ich, glaube ich mein „Und Trotzdem“ vorstellte.

 

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