Literaturgefluester

2016-11-08

Verleihung des ersten österreichischen Buchpreises an Friederike Mayröcker

Nun also ist er vergeben der erste österreichische Buchpreis, die kleine Schwester des großen deutschen, den die Autoren, glaube ich, habe wollten, die schon mehr als drei Bücher hatten, also für den „Alpha“ nicht mehr in Frage kamen.

Zuserst hat es geheißen „Brauchen wir nicht!“, dann ging es sehr schnell und der Preis wurde ausgeschrieben. Meiner Meinung nach sehr unpassend, ein Monat nach dem Deutschen.

Aber was soll man machen? Ein Monat nachher ist ja die „Buch Wien“ und was ich so in den deutschen Blogs lese, ist er sehr unbemerkt geblieben und wahrscheinlich auch in der österreichischen Öffentlichkeit. Da habe ich doch mehrmals gehört zum Beispiel in der „Gesellschaft für Literatur“ aber auch bei Ö1 bei den Beispielen, daß Reinhartd Kaiser Mühlecker für die deutsche Shortlist nominiert war, daß er auch auf der öst. LL stand wurde dabei nicht erwähnt.

Auf die öst. SL ist er nicht gekommen, da standen naturgemäß und zu erwarten Friederike Mayröcker, Peter Henisch mit seinem neuen Buch, das ich sehr gerne lesen würde, aber leider hat „Deuticke“ auf meine Anfrage nicht mehr reagiert, dann Sabine Gruber, Anna Mitgutsch und für mich die Überraschung und sehr sehr toll, Peter Waterhouse mit seinen „Auswandernden“.

Bei der deutschen LL habe ich diesmal auch achtzehn von den zwanzig Büchern bekommen, bei der österreichischen waren es nur fünf, was aber insofern nicht so viel machte, daß ich die meisten Bücher schon bei den „O-Tönen“ kennenlernten und die die mir bisher unbekannt waren, wie der „Gemischte Satz“, das Buch der Kathrin Röggla und eben den Peter Waterhouse, habe ich ja bekommen.

Wie weit die österreichische Bevölkerung etwas vom österreischishen Buchpreis mitbekommen habe, bin ich mir nicht sehr sicher. Ich glaube nicht sehr viel, obwohl es heute, einen Bericht im „Kurier“ gegeben hat und in den Berichten, hat man meistens das Gesicht der Friederike Maxyröcker gesehen, also ganz klar, daß die alte Dame der Literatur diesen Preis gewinnen muß und das, das schreibe ich jetzt gleich, auch hat.

Vielleicht ein wenig unfair, den vier anderen Nominierten gegenüber, die da ja vielleicht nur eine Art Staffage bildeten und dann gab es  auch den Debutpreis mit Sacha Battyani, Friederike Gössweiner und Katharina Winkler und da hätte ich mir bei einer Beurteilung ja sehr schwer getan, das heißt, eigentlich bin ich nach der Leseung schon der Meinung, daß Katharina Winklers Buch das literarischtste der drei ist, obwohl ich andererseits nicht ganz sicher bin, ob die in dem Buch geschilderte Frau, tatsächlich so sprechen würde.

Ich war ja schon ganz sicher daß Katharina Winkler den „Alpha“ gewinnen wird, was nicht so war, was mir die Möglichkeit einräumte, irgendwann einmal auch Barbi Markovics  „Superheldinnen“ zu lesen und nach einem Gespräch mit dem Alfred, daß dieser Preis ja von der Arbeiterkammer vergeben wird, war wahrscheinlich auch klar, daß Friederika Gösweiners Schilderung des Prekariats der Dreißigjährigen, die größten Chancen haben wird und so sage ich es wieder gleich, Katharin Winkler ist wieder übrig geblieben und hat jetzt noch eine oder vielleicht auch viele andere, aber jedenfalls, die Chance auf den „Blogger-Debutpreis“, denn da ist sie ja mit neunundvierzig anderen, darunter ebenfalls Friederike Gösweiner nominiert und wenn ich so lese, was die Blogger schreiben, ist sie da so gar nicht chancenlos.

Ich würde es ihr jedenfalls wünschen, muß aber erst die Bücher der anderen Nominierten lesen und heute ging es ja um Österreich und, um den ersten öst Bp, der am Vorabend der „Buch-Wien“ im Casino am Schwarzenbergplatz, vergeben wurde.

Man mußte eine Einladung haben, um hineinzukommen und am Eingang auch eine Weile Schlage stehen, bis der Name abgehakt war. Vor mir warteten beispielsweise Hubert Winkels, der Vorsitzende der „Bachmannpreisjury„, also prominent besezt. Der Buchhandel, die Verlage und alle anderen Literaturmenschen waren da, darunter auch ich, die kleine Schreiberin und Bloggerin, die angeblich so unverständlich ist, aber Klaus Khittel, der ja mit Peter Henisch befreundet ist, Robert Huez vom Literaturhaus und und und.

Zwei Schauspieler haben ähnlich wie beim „Ohrenschmaus“, der ja übermorgen vergeben wird und, wo ich eine Laudatio halten darf, moderiert und auch gelesen, vorher haben sie aber den neuen zuständigen Minister, sowie Benedikt Föger vom Hauptverband und Rudi Kaske von der AK, zu ihrem Leseverhalten befragt.

Das haben sie sich wohl vom „Bachmannpreis“ abgeschaut, die Fragen, die die Geldgeber auch immer beantworten müssen und die zählen dann auch brav auf, daß sie gerne Krimis oder auch was anders lesen, aber leider, leider nicht  viel Zeit haben!

Dann kamen fünf Minuten oder so Leseproben aus den nominierten Büchern. Zuerst die Debuts und da hat, wie schon erwähnt, Friederike Gösweiner gewonnen.

Danach wieder Musik, da improvisierten zwei junge Männer, glaube ich, sehr leidenschaftlich und dann die Texte der fünf nominierten Hauptautoren und weil ich mich bei meinen Prognosen ja immer irre, habe ich gedacht „Hoffentlich irre ich mich nicht schon wieder!“, denn etwas anderes als die F. M. wäre ja sehr schlimm und da ist es ganz egal, was in den Büchern steht, die ja sehr interessant sind und allesamt, wie ich schon beschrieben hab,e einen sehr guten Einblick in die österreichische Gegenwartsliteratur geben kännen.

Die Blumen der Frau Mayröcker sind sehr poetisch, Peter Henisch geht in seine Kindheit und das Nachkriegs-Wien zurück, Peter Waterhouse beschäftigt sich sehr poetisch mit der Flüchtlingsrfrage, nimmt die Worte auseinander und setzt sie neu zusammen und hat auch noch sehr schöne Ilustrationen dabei.

Anna Mitgutsch schildert eine sehr schwierige Vater Tochter Beziehung beschäftigt sich dabei mit dem Älterwerden und dem Sterben, sowie mit der leidigen Frage, „Papa, was hast du im Krieg gemacht?“, die sich inzwischen schon an die Groß- und bald an die Urgroßväter richtet und Sabine Gruber, von der ich auch schlechte Rezensionen gelesen habe, beschäftigte sich mit einem Kriegsfotografen und auch mit der Flüchtlingsfrage.

Sehrinteressant das alles und wir haben nun die erste österreichische Buchpreisträgerin, bin gespannt, wie weit das nach Deutschland und in die schweiz dringen wird?

„Lesen Sie all die Bücher!“, forderten auch die Moderatoren auf, bevor sie die Leute  an das Buffet entließen und ich habe mich mit Klaus Khittel und Matthias Fallenstein intensiv unterhalten, Susanne Ayoub kurz begrüßt und dann auch Henirke Blum vom „Literaturbüro“ angesprochen und mich für ein Rezensionsexemplar bedankt, das sie mir sehr schnell und freundlich zukommen ließ.

Es gab Fingerfood, sowas zu trinken und morgen geht es  los mit der neunten „Buch Wien“ und für mich in eine sehr literarische Woche.

Gibt es ja am donnerstgag beim „Ohrenschmaus“ im Museumsquartier auch eine Preisverleihung und am Freitag bei der „Buch Wien“ einen diesbezüglichen Nachmittag.

Dann geht es heim zu meinen literarischen Geburtstagsfest und die Bücher die ich mir zum  Geburtstag wünschte, stauen sich auch schon im Badezimmer.

Den Tomer Gardi, die Isabelle Lehn und die Marlene Streeruwitz vom Alfred und die Anna hat mir einen „Thalia Buchgutschein“ geschenkt, wo ich mir „Tram 83“ und Tillman Rammstedts „Morgen mehr“ besorgte und jetzt mǘßte noch das Buch vom Peter Henisch zu mir kommen, aber die Blumen der Friederike Mayröcker und Anne Cottens Versroman sind sicher auch sehr interessant.

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2016-11-04

Traurige Freiheit

Buch zwei von der „öst. Debut Liste“, die man, wie ich festgestellt habe, nicht miteinander vergleichen kann, denn von den Ereignissen in Rechnitz, wo eine reiche Stahlerbin, 1945 mit Nazis Walzer tanzte, bevor die hundertachtzig Juden erschossen, geht es in die vermeintliche Freiheit der Generation Praktikum und in die prekären Arbeitsverhältnisse, derer, die als sie geboren wurden, angeblich alle Chancen hatten, studierten und jetzt von einem Vorstellungsgespräch zum anderen tappen und vor lauter Freiheit nicht weiterwissen.

Die 1980 in Tirol geborene Friederike Gösweiner hat ihn geschrieben, das Buch ist schon im Frühjahr bei „Droschl“ erschienen, Alfred hat es in Leipzig, wo am „Österreich-Stand“ vorgestellt wurde, entdeckt, es, wie das Buch von Sacha  Battyhany gekauft und es diesmal mir geschenkt.

Ich war auch bei den „Ö-Tönen“, wo es vorgestellt wurde, jetzt ist es bei den „öst Debuts“, steht auch mit einer Reihe anderer Bücher auf Debutlisten, was ja sehr schön ist, aber da werden wieder aus einer Reihe von Einreichungen einige, beziehungsweise am Schluß einer oder eine ausgewählt und die anderen bleiben über.

Ja, das Leben ist hart, wahrscheinlich nicht nur in der Generation Praktikum, aber da wahrscheinlich ganz besonders und Friederike Gösweiner hat es im Gegensatz zu ihrer Hannah weit gebracht, wird ihr Buch bei den Blogs sehr gelobt und hat gute Chancen vielleicht mehr als  einen „Bloggerpreis“ zu gewinnen und es ist ein hartes Buch, ein sehr beeindruckendes.

Alice Strigl, die es für ihre Debutreihe auswählte, hat es sehr traurig genannt und das ist es auch, wie ich, die ich mich ja schon länger mit den prekären Arbeitsverhältnissen beschäfte, wahrscheinlich auch beurteilen kann.

Ein paar Fragen habe ich natürlich dazu, einiges erscheint mir unlogisch oder auch nur sehr gut konstruiert, denn die neun Kapitel mit denen der  kurze Roman erzählt wird, sind sehr gekonnt zusammengestellt und es gibt auch einige Metaphern, wie der vom „Fallen“, die das Buch begleiten und eigentlich könnte man  sagen, ist es der heitere Himmel aus dem Hannah, 30, nach diesen neun Kapiteln hinunterfälllt.

Denn sie hatte es ja gut, hatte Geschichte oder Journalismus in ihrer Kleinstadt studiert, lebt mit Jakob, einem Arzt, also auch sehr gut situiert, der irgendwo in einer Klinik wahrscheinlich seine Facharztausbildung macht und alle, Hannah inbegriffen, blicken zu ihm auf, dem Mann in Weiß. Aber auch Hannah will hoch hinaus und sieht die Chance ihres Lebens, denn sie hat das Angebot bekommen, in Berlin für ein halbes oder ganzes Jahr ein Volontariat zu machen.

Das spaltet die Beziehung, denn Jakob will keine aus der Ferne führen, so zieht Hannah aus, zuerst zu ihren Eltern, dann nach Berlin in die Wohnung ihrer Freundin Miram, die auch Journalistin ist und gerade eine Korrespondentenstelle in Moskau angenommen hat.

Die zweite Frage, die ich habe, betrifft das zweite Kapitel, denn das Volontariat, endet schon nach acht Wochen und nicht erst nach dem halben oder ganzen Jahr, die acht Volontärinnen werden feierlich mit Sekt, Brötchen und Schokolade verabschiedet, weil am Montag schon die nächsten kommen, sie dürfen aber weiter ihre Chance nutzen und freiberuflich Artikel anbieten.

So sitzt Hannah in Kapitel drei in der Bibliothek, denn Jakob wollte nicht, daß sie zurückkommt, schickt aber weiter Fragezeichen und Musiknummern, schreibt Bewerbung um Bewerbung, bewirbt sich auch einmal für eine „Lehrredaktion“.

Zwanzig werden eingeladen, drei genommen, Hannah ist, obwohl ja alle Chancen, natürlich nicht dabei, fängt zu kellnern an. De Eltern, die es gibt sind nicht damit zufrieden, schicken zum dreißigsten einsamen Geburtstag sechzig Euro und einen privaten Vorsorgevertrag und in dem Cafe, in dem alles zu klappen scheint, aber natürlich, um zu kellnern hat sie nicht studiert, lernt sie Stein, einen Journalisten aus Hamburg, der in Berlin einen Lehrauftrag hat und verheiratet ist, kennen, der soll ihr helfen, tut es aber nicht.

So vereinsamt Hannah in dem großen Berlin immer mehr und mehr, hat nur noch Kontakt zu Miram, die ihre Stelle, es wird in den Redaktionen ja überall eingespart auch verliert. Jakob meldet, daß er Vater wird, sie aber trotzdem nicht vergessen kann und so steht Hannah ein Jahr nach ihrer Anrkunft auf der Dachterrasse des Hochhauses am Geländer, schaut auf die Straße hinunter und überlegt wahrscheinlich, ob sie fallen oder, wie vereinbart Miriam vom Flughafen abholen soll?

„Ein genauer Blick auf das Wechselspiel von Hoffnungen, Resignation und Aubruch in der Generation der Dreißigkährigen“ steht am Buchrücken.

Die „Amazon-Rezensenten“ sind nicht alle mit dem Buch zufrieden, einige wollten mehr über den Bereich wissen, in dem Hannah ihren Journalismus betreibt.

Stimmt, das wird nicht erzählt, sonst ist die Atmosphäre aber erstaunlich dicht beschrieben und man merkt, was ja vieleicht auch abschrecken kann, daß da eine sehr unsichere und einsame junge Frau in die Freiheit des großen Berlins hineingesetzt wurde, aber hätte sie in Innsbruck bleiben und, wie es wahrscheinlich, die Generation ihrer Mutter tat, ihren Gott in Weiß heiraten sollen?

Die Arztgattinen von damals, wurden wie ich aus Gesprächen weiß, zum Teil von den von ihren Gatten verschrieben bekommenen „kleinen Helfern“, süchtig und Hannah braucht schon am Anfang der Geschichte „was zum Schlafen“.

Die Rezensenten sprechen auch von der Depression und nicht von dem Prekatiat, um das es in dem Buch gehen würde.

Und das vermischt sich natürlich auch, hat ja Stein, als er sie zum Essen einlud, das er dann nicht bezahle, auch von den „Tüchtigsten erzählt, die in Zeiten, wie diesen überleben“, während die anderen unterhehen und Hannah kennt  auch Freundinnen, die es geschafft haben.

Aber so leicht kann man sich wahrscheinlich nicht heraussreden, wenn man zwanzig Leute einlädt oder auf eine Liste setzt und dann drei von ihnen aussucht und den anderen ein bedauerndes Absagebrieflein schickt, daß sie halt leider nicht passte, es nichts mit den Qualifikationen zu tun hat, es in Zeiten wie diesen, aber keinen „Welpenschutz“ geben kann!

Und wir spielen wahrscheinlich auch ein bißchen mit in dieser neoliberalen Marktwelt, wenn wir zu den Preisverleihungen gehen, wo drei ausgesuchte Leute vorlesen können und der Moderator anschließend bedauert, daß zwar alles schöne Texte, aber leider, leider nur einer gewinnen kann!

Friederike Gösweiner hat es bis ganz nach oben geschafft und wird sich vielleicht am Vorabend der Buch-Wien freuen oder ein bißchen traurig sein.

Viele andere, die, die vielleicht jetzt beim „Nanowrimo“ mitschreiben oder selber publizieren haben es nicht so weit geschafft und auch der „Debutblog“ hat bei seinen Debutbedingungen, genau, wie auch beim „öst Preis“ hineingeschrieben, daß sich Selbstverleger nicht bewerben dürfen, aber auch die haben Wünsche, Täume, Hoffnungen, müssen, essen, Miete zahlen, auch wenn sie vielleicht, wie Hannah mit allen ihren Chancen,  nicht bei den Besten sind.

In diesem Sinne wünsche ich Friederike Gösweiner alles Gute und empfehle das Buch zu lesen und vielleicht ein wenig geduldiger zu sein und nicht nur nach oben, sondern nach unten zu schauen, wo sich die Hinuntergefallenen befinden, obwohl das vielleicht nicht so leicht ist, denn „die im Dunkeln, sieht man ja bekanntlich nicht!“

2016-07-29

Zwei Tiroler mit viel Freiheit

Friederike Gösweiner

Friederike Gösweiner

Nachdem ich letzte Woche die O-Töne ausgelassen habe, weil ich Eva Schmidt schon in der „Alten Schmiede“ gehört und Irmi Fuchs Debut schon gelesen habe, habe ich mich diesen Donnerstag mit dem Alfred im Museumsquartier getroffen.

Die O-Töne finden ja abwechselnd im Haupthof und bei den Boule Bahnen, je nach Prominenz der Lesenden offenbar, statt.

Wenn es regnet geht es ins Quartier 21, wo übernächste Woche auch Friederike Mayröcker lesen wird, diesmal also in dem kleinen Hof, dafür zwei Moderationen, da Daniela Strigl offenbar die Debutreihe betreut, während die Hauptlesenden  von abwechselnden Hauptmoderatioren angekündigt werrden, der diesmal Klaus Zeyringer war, der auch  bei „Literatur und Wein“ den Samstag moderiert und ein Bild der diesmaligen Debutantin gibt es schon in meinem Blog, hat sie ja Alfred in Leipzig im Österreich-Cafe fotografiert und auch ihr Buch gekauft, während mir die 1980 in Tirol geborene Autorin bisher eher unbekannt war.

Ihr Roman  „Traurige Freiheit“ ist bei „Droschl“ erschienen und handelt von der schönen neuen freien Arbeitswelt des Prekariats, ein trauriges Buch, wie Daniela Strigl ankündigte, beziehungsweise hat es Karl Markus Gauss so beschrieben, das von einer Hanna handelt, die mit einem Jakob, einen Arzt, in einer Stadt wie Innsbruck lebt und in Berlin die Chance auf ein Volontariat bekommt.

Norbert Gstrein

Norbert Gstrein

Jakob will zwar keine Fernbeziehung, eine Freundin stellt ihr aber eine Wohnung zur Verfügung, das Volontariat geht offenbar schief, zu Jakob kann sie  nicht zurück, so bleibt sie in Berlin, hat kein Geld, arbeitet tagsüber in Bibliotheken, nimmt Abends Schlaftabletten.

Das Leben ist hart und Daniela Strigl hat in ihrer Einleitung auch noch vom Scheitern gesprochen.

Friederike Gösweiner bedankte oder beschwerte sich danach, daß sie als Vorhut lesen müsse oder dürfe und meinte, daß der ebenfalls Tiroler Norbert Gstrein, der, glaube ich, aber inzwischen in Hamburg lebt, ihr Buch schon Korrektur gelesen habe, der lobte es dann sehr, bevor er mit seiner „Freien Welt“ begann und da habe ich die Buchvorstellung auch schon in der „Alten Schmiede“ gehört und da las Norbert Gestrein aus dem Roman, wo ein österreichischer Schriftsteller namens Hugo, den Lebensspuren des jüdischen Schriftstellers John, der kein Opfer sein will, aufspürt, fast die gleichen Stellen, nur bei der ersten, wo die Beiden ein Jahr vor Johns Tod durch die Wüste fahren, bin ich mir nicht ganz sicher, dann kam aber die Stelle mit dem Nachruf in der Buchhandlung in San Francisco und auch die letzte Stelle wo er nach Israel fliegt und mit John Mauthausen besucht, habe ich, glaube ich, schon gehört.

Neu war für mich, daß Norbert Gstrein, wie Klaus Zeyringer betonte, seine Schreibprozesse immer in seine Romane einbezieht und das finde ich  sehr interessant und am Schluß wies der Autor noch auf ein Buch von Claude Simon hin, das er in den offenen Bücherkästen Hambrugs gefunden habe und das man lesen solle.

20160728-202011

Man soll vielleicht auch „In der freien Welt“ lesen,  jedenfalls konnte man sich das Buch, wie auch das von Friederike Gösweiner signieren lassen und ich bin gespannt oder erwarte es mir eigentlich, daß es entweder auf die deutsche oder österreichische oder vieleicht sogar  auf beide Buchlisten kommt und dann bin ich gespannt, ob es zu mir kommt.

Ansonsten warten in meinen Regalen von meinen Bücherfunden ja noch „Die englischen Jahre“ und „Das Handwerk des Tötens“ auf mich. „Einer“ und „Anderntags“, die Frühwerke habe ich aber, glaube ich, auch noch nicht gelesen.

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