Literaturgefluester

2021-03-09

Mutmacherinnen zum Frauentag

Gestern war wieder der internationaler Frauentag, den es glaube ich seit 1910 gibt und im Zuge diesen veranstaltet die 1977 geborene Helga Pregesbauer, inzwischen GAV-Mitglied, die ich einmal bei einer Lesung von Günther Vallaster im „Read!!ing!!room!!“ kennenlernte, schon seit 2014 im Literaturhaus immer eine diesbezügliche Lesung, die ich, obwohl, sowohl an der Literatur also auch an den Frauen sehr interessiert, bisher versäumte.

Das heißt das letzte Jahr, am Montag den 8 März war ich dort, da hat mich die Ruth eingeladen und da war ja schon alles anderes. Corona als Pandemie definiert, die ersten Toten vor allem in Italien schreckten das ganze Land und ich habe einer meiner Klientinnen, die mich am Nachmittag fragte, ob sie mir die Hand geben darf? „Wie Sie wollen!“, geantwortet. War aber schon am Dienstag im Literaturhaus bei der Präsentation von Xaver Bayers späteren Buchpreis-Buch sehr irritiert, als der in die Gegend hustete und sich alle später beim tollen Käsebuffet drängten und am Freitag davor war es bei der arabischen Frauenlesung im Amerlinghaus sehrvoll.

Im Literaturhaus zum vorigen Frauengag gab es aber eine gute Stimmung, Erika Parovsky, die gerade aus Israel zurückgekommen war, erklärte, daß sie, weil am Flughafen fiebergemessen ganz gesund sei, Elfriede Haslehner gab mir die Hand und wir diskutierten wann die Geschäftsschließungen, die es schon in Italien gab, auch zu uns kommen würde?

„In zwei drei Wochen!“, habe ich vermutet. Es war aber schon am nächsten Tag so weit, daß Kanzler Kurz „Bleiben sie zu Hause!“, verkündete und inzwischen müßen wir FFP2-Masken tragen und die Veranstaltung im Literaturhaus, die von Helga Pregesbauer in verkleinerter Form wieder veranstaltet wurde, kann man nur über den livestream genießen.

Anne Zauner sprach Grußworte, desinfizierte für Helga Pregesbauer dann das Lesepult, die sich, wie sie sagte an ihre FFP2-Maske inzwischen schon so gewohnt hat, daß sie sie zum Herunternehmen vergessen hatte und begann in ihrer Einleitung mit Frieda Kahlo, die für sie ein feministischen Vorbild darstellt. Dann stellte sie die 1979 geborene Michaela Hinterleitner vor, die, glaube ich, dem fröhlichen Wohnzimmerkreis zuzurechnen ist, immer freundlich lächelt und die ich einmal in St. Pölten bei einem Sonnenpark-Lesefest hörte. Sie hatte einen sehr feminstischen Text oder Textteile, die mit dem Superwoman begannen, zu Adam und Eva oder eher zu der letzteren, die dem Adam einen Apfelstrudel backen hätte wollen, aber durch die Vertreibung aus dem Paradies daran gehindert wurde, überschwenkte und Helga Pregebauer erzählte dann in ihrer Überleitung zu der 1960 geborenen Gerda Sengstbratl etwas von der Hündin Laika, die der erste Mensch am Mond oder im Weltall war.

Gerda Sengstbratl hatte zwei Texte einen für die Corona-Anthologie und einen für den Frauentag. Da ging es sowohl sehr erotisch, als auch sehr feministisch zu und am Schluß kam wieder Gertraud Klemm, die 1971 geboren, glaube ich mit Gerda Sengstbratl aus den Schreibwerkstätten der Petra Ganglbauer kommt, aber inzwischen mit ihren Büchern wie „Aberland“, „Erbsenzählen“ oder „Hippocampus“ Karriere machte, auf den Buchpreislisten stand, bei den Ö-Tönen las und jetzt auf Wunsch von Helga Pregesbauer aus ihrem neuen noch nicht veröffentlichen Buch zwei Stellen las, wo es um eine Frauen-WG zu gehen scheint, in dem es sich Simone, eine Maren, eine Flora und eine Lilli gemütlich machten, die letzte kauft bei einem Gemüseverkäufer Kartotten und ärgert sich über seine sexistischen Anspielungen und Helga Pregesbauer freute sich, wie ich schon darauf, das ganze Buch zu lesen. Aber ich habe ja noch „Erbsenzählen“ ungelesen auf meinen Lesestapel und habe unlängst erst ein „Standard- Video“ gesehen in denen, die sehr engagierte Gertraud Klemm erzählte, wie man sich ohne auf die Demos zu gehen, gegen die Corona-Maßnahmen wehren könne und Helga Pregesbauer schloß die Lesung mit einem Rosa Luxemburg Zitat.

Wein und Gespräche gab es zumindestens für die etwa dreißig Online Zuhörer und innen nicht, im Literaturhaus aber erstaunlich lauten Applaus und für alle, die Hoffnung auf einen vielleicht wieder normaleren Frauentag im nächsten Jahr, aber bis dahin muß man wohl, nachdem ja erst vor kurzem, eine neue Verordnung erlassen wurde, daß ab nun auch Treffen von vier Personen, als Veranstaltungen gelten würde, einige Widerstände überwinden.

Vielleicht können mutige Frauen, wie Frieda Kahlo, Gertraud Klemm oder die berühmteste Prostiutierte der Welt, die Helga Pregesbauer auch noch erwähnte, dazu helfen, daß das etwas schneller geht. Ein frommer Wunsch ich weiß, aber da die Hoffnung ja als letztes stirbt, schreibe ich ihn auf.

2020-11-19

Lyrik im März im Herbst

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:15
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Die „Lyrik im März“ ist eine der großen GAV-Veranstaltungen, die jährlich, wie der Titel schon besagt im März stattfindet, dem Monat der Lyrik, der glaube ich von Wolfgang Kraus in der „Gesellschaft“ für Literatur“ geprägt wurde.

Die andere große ist die „Freiheit des Wortes“ von Josef Haslinger eingeführt und von mir2001 und 2003-2009 organisiert, eine Großveranstaltung, wo, als ich in die GAV gekommen bin, 1987 war das, glaube ich, im NIG im Hörsaal eins, immer eine Massenlesung mit den damals großen Autoren, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Marie Therese Kerschbaumer, Wolfgang Bauer wahrscheinlich auch, H.C. Artmann Gerald Bisinger, Gerhard Kofler, Heidi Pataki, die langjährige GAV-Präsidentin, Rolf Schwendter und und und durchgeführt wurde. Zwanzig bis dreißig Autoren jeweils und ich bin, weil Ersten keine so besondere Lyrikerin nicht so oft dort gewesen, weil sie ja oft zeitgleich mit der Leipziger Buchmesse statt, wo ich ja ab Ende der Neunzigerjahre regelmäßig mit dem Alfred hinfuhr.

Ein paar Mal aber schon, später wechselte sie die Orte, war einmal im Unicampus, einmal sogarin Leipzig selbst, einmal im Neunerhaus, dann an der Angewandten und jetzt im Netz und im Herbst, Corona macht es möglich, Ilse Kilic, die glaube ich, jetztige GAV-Präsidentin hat organisiert und moderiert, das heißt sie ist in ihrer Küche gesessen und hat den Subventionsgebern und August Bisinger, Jörg Piringer und Jopa Jotakin für die Technik, die sehr gut war, gedankt und dann ist es losgegangen mit einem Film und einem Gedicht von August Bisinger, das, glaube ich, von seinem Vater „Deralte Dichter spricht“ ist oder diesbezüglich abgewandelt wurde „Ich sitze im Biergarten und trinke ein Glas Bier oder Rotwein“

Ein solches ist dann auch auf einem verschneiten Tisch gestanden. Susanne Ayoub folgte miteinem Gedicht aus ihren unveröffentlich „Irkai-Gedichtband“ und dann kam der 1949 in Salzburg geborene Hans Augustin den ich fastmit dem im Mai verstorbenen Hans Eichhorn verwechselt habe und er las, was mich besonders freut, weil ich es ja auch damit habe, Corona Gedichte „Nach einem entbehrungsreichen Leben endlich positiv und das ist negativ“, ja und ein Motto, ehe ich es vergesse, gab es auch „zusammen“, was ja auch ganz zu zu Corona oder zum social distancing passt. Aber vielleicht früher da war war, weil die Veranstaltung hätte ja am achtzehnten März stattfinden sollte, da hing lang der Flugzettel auf meiner Pinwand. Hingegangen wäre ich nicht, weil ich da ja in Leipzig gewesen oder mit dem Alfred nach Bremen wäre, war ich aber nicht und auch keine Veranstaltung sondern erster Lockdown und beim Lockdown zwei ist alles digital und die GAV bzw, die Ruth hat mir den Link geschickt und mich darauf aufmerksam gemacht. Die Autoren lasen zu Hause in ihren Wohnzimmern vor Bücher oder leeren Wänden, manchmal auch im Garten, wie es eben beliebt, Evelyn Holloway auf Englisch in der „Alten Schmiede“, Lisa Spalt in Linz aus ihrem neuen Buch, Isabella Breier und und und fünfundzwanzig oder sechundzwanzig Autoren denn Onophon ist ein Duo, alte und junge, bekannte und unbekannte, denn die GAV hat sich seit ich ihr beigetreten ja sehr verändert.

Zu den alten bekanntesten zählte sicherRobert Schindel der mit einer Lupe las und Gerhard Jaschke den ich ja unlängst erst in der „Alten Schmiede“ hört, er bezog sich wie später Julian Schutting, als einer der wenigen hörbarauf das Thema und was mich wieder besonder freute, auf Corona, Petra Ganglbauer, die ja, glaube ich, auch einmal Präsidentin war, Verena Dürr, die in Klagenfurt gelesen hat und mit mir einmal bei der Benefizlesung im Amerlinghaus, Lydia Haider die beim Corona- Bachmannpreis gelesen hat, las diesmal im Garten vor einer Kerze einen Abgeesang mit Beschimpungen. Dietmar Füssel las aus seinen „Mondgedichten“, die ich im Jännergelesen habe. Sein neues Buch war im Hintergrund zu sehen. Er hat es mir heute geschickt, Thomas Havlik war experimentell wie immer, Brigitta Falkner auch mit ihren berühmten Zeichnungen. Ihr „Buchpreis-Buch“ habe ich ja noch immer nicht gelesen oder durchgeblättert. Birgit Schwaner, die ja jetzt die „Podium- Sommerleserreihe“ organisiert und die ich, ich glaube, ich durch die „Poet- Night“ des Lesetheaters, lang lang ist her kennengelernt habe, Melamar hatte ein mich sehr beeindruckendes Gedicht „Wenn ich erwachsen bin werde ich ein Satz sagte das Wort, wenn ich erwachsen bin, werde ich ein gedicht, ein Erzöhlung ein Roman, ein heiliges Buch und was sagt das heilige Buch: „Am Anfang war das Wort“, ja so einfach gehts und ist trotzdem so eindrucksvoll, Gerald Jatzek hat gelesen, Daniel Wisser mit Kappl ein Gedicht über eine „Frau Schmitt oder Schmidt“, das mich ein bißchen an Erich Kästner erinnerte, die mir unbkannte Sabine Dengscherz hat mich sehr beeindruckt. Lydia Steinbacher und Rudolf Stueger waren mir auch eher unbekannt, während ich Christian Futscher ja schon kenne. So jetzt habe ich, glaube ich, alle durch und habe einen guten Eindruck von der heutigen GAV und ihrenVeränderungen bekommen und wen es interessiert verlinke ich das Video und kann es sehr empfehlen, sich in Zeiten, wie diesen die Lyrik digital zu gehen und wen es interessiert, die Nichtlyrikerin hat auch ein Corona-Gedicht und in meinem zweiten Corona- Roman oderErzählung kommen auch einige solche vor, die Doris Kloimstein gewidmet sind, die zwar kein GAV-Mitglied ist, sonder dem Pen angehört, aber mir ja zeitweilige auch sehr schöne Maskengedichte schickte „Corona Corona was tust du da?“, könnte man so sagen und Ilse Kilic hat,glaube ich „Corona geh heim!“, gereimt.

2019-08-27

Die Zeit und wir beim 48 Tandler

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:25
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Die 1940 in Wien geborene Christl Greller, die in einer Werbeagentur gearbeitet hat und seit1995 literarisch tätig ist, hier schon einige Prosa- und Lyrikbände herausgegeben hat und auch GAV-Mitglied ist, veranstaltet ihre „Die Zeit und wir-Reihe“, glaube ich, nun schon zum elften Mal.

Dazu sucht sie immer ungewöhnliche Orte aus, so hat sie mich einmal in die Klimt-Villa dazu eingeladen, einmal war sie in einer Kirche, ich glaube auch am Zentralfriedhof und  jetzt eben in einem Altwarenladen, denn wo kann man, wie in der Einladung stand, die Vergänglichkeit der Zeit besser erleben, als an alten Schuhen, alten Möbeln, alten Büchern? An den letzeren wahrscheinlich nicht so sehr, aber in der Siebenbrunnenfeldgasse gibt es seit einiger Zeit, den „48-Tandler“, wo man schöne Waren aus der Müllabfuhr günstig erweben kann.

Die Ruth hat, glaube ich, da einige Stücke für ihre neue Wohnung bezogen und ich war obwohl ich ja schon seit den Neunzigerjahen im fünften Bezirk arbeite und wohne, noch nie in diesem Laden und mußte auch jetzt erst im Stadtplan nachsehen, um hinzufinden.

Um sechs fing die Veranstaltung mit Rudolf Kraus und Wolfgang Kauer als Gäate an. Ab fünf konnte man schon hinkommen und sich umsehen, wie in der Einladung stand und da ich, um zwei meine letzte Stunde hatte, bin ich auch nach vier aufgebrochen und bin da ziemlich bald bei den Büchern gelandet, obwohl auch alles andere, die Spielsachen, die Kleidung, etcetera sehr liebevoll und, wie ich glaube mit dekoratorischer Hilfe aufgebaut war und die Bücher waren, wie ich mit Erstaunen feststellte zum Teil noch neu und originalverpackt und da die Hardcover zwei Euro kosteten, konnte ich mich natürlich nicht zurückhalten und habe fünf Stück eingepackt, obwohl heute auch fünf oder waren es sogar sechs, nämlich die Irmi Fuchs doppelt, die ich an die Doris Kloimstein weiterreichen werde, zu mir gekommen sind. Das Postfach war übervoll, als wir von Harland nach Wien gekommen sind, „Ein neuer Rekord!“, sagte der Alfred und die Ruth zu mir, als sie beim Tandler eintraf: „Wo findet man dich, wenn nicht bei den Büchern?“ und in dem Veranstaltungssaal, der etwas später eröffnet wurde und auch guten Publikumshzulauf hatte, es gab Getränke und Brötchen, Soletti und Chips, später Wein, gab es auch einen Büchertisch, aber da habe ich nicht so zugeschlagen, wie bei den gutsortierten Bücherregalen und der 1961 in Wiener Neustadt geborene Rudolf Kraus, der in der Hauptbücherei als Bibliothekar tätig ist, begann auch mit Ausschnitten aus einer Familiengeschichte und fügte dann ein paar Gedichte über die Zeit an. Auf der Bühne waren dekorativ alten Uhren aufgebaut und eine musikalische Begleitung gab es auch.

Der 1957 in Linz geborene Wolfgang Kauer mit dem ich schon in Salzburg gelesen habe, folgte mit drei ausschnitten aus seine neuen Buch über die Felsmalereien in den Alpen, sein neues Hobby oder Leidenschaft.

Dann folgte Christl Greller mit ihrem Gedichtband „und fließt die zeit wie wasser wie wort“, den ich schon gelesen habe und besprechen durfte.

Nachher gab es, wie schon erwähnt, Wein, Brötchen und Gespräche und es war eine schöne Veranstaltung in einem schönen Ambienten mit vielen zum teil sehr neuen Büchern und alten Sachen die die Vergänglichkeit der <zeit zeigen.

Ein Ort, den ich vor allem wegen seiner originellen Dekorierung und Gestaltung sehr empfehlen kann.

2019-06-28

Wir und das Fremde

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:31
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Vor einigen Tagen habe ich von Judith Gruber-Rizy eine Einladung zu ihrer Lesung aus „Der Mann im Goldrahmen“ in die Galerie Sandpeck in der Florianigasse bekommen, die am Freitag um 19 Uhr stattfand und dahin hätte ich gehen können, da wir eines Sommerfestes, das der Alfred besucht, erst am Samstag nach Harland fahren, aber aus dem „Mann im Goldrahmen“ habe ich Judith Gruber-Rizy schön öfter lesen gehört und da ich nicht gerne zu doppelten Veranstaltungen gehe, habe ich gedacht, was mache ich dann, weil es mich am Abend ja meistens aus dem Haus treibt und ich eigentlich auch einen Blogbeitrag brauchte?

Die   Alternative wäre ein neuerlicher Beitrag über den „Bachmann-Preis“ und ein Jammern darüber, daß ich dazu nicht eingeladen werde und wenn, sicherlich verrissen werden würde, so daß es gut ist, daß…

Aber ich soll ja nicht so viel jammern, weil das die Leser vielleicht nicht hören wollen, ein bißchen in der Stadt herummarschienen wollte ich ja eigentlich auch und so bin ich, als die Lesungen in Klagenfurt beendet waren und ich die Monatsabrechnung gemacht hatte und auch noch Fahrscheine brauchte, um fünf in Richtung Florianigasse  aufgebrochen und war,  als ich die Galerie beim Uhlplatz erreichte,  erstaunt, daß es sich eine von Linda Kreiss zum Thema „Wir und das Fremde -Leben im Ausland“, organisierte GAV-Veranstaltung handelte, bei der außer Judith Gruber-Rizy, noch Dine Petrik und Alaka Chural lassen.

Musikbeiträge von Nadja Offinger und Begleitung gab es auch und ein paar bekannte Stammbesucherinnen habe ich gleich vor oder in der Galerie getroffen.

Linda Kreiss ein neueres GAV-Mitglied, habe ich glaube ich einmal bei einer von Anita C. Schaub organisierten Veranstaltung im Amerlinghaus gehört und sie hat ein paar Bücher über Nepal geschrieben, deshalb wahrscheinlich das Thema, das ja in Zeiten, wie diesen  ein sehr wichtiges ist.

Die Galeristin hat begrüßt, die Sängerin und Gitaristin Nadja Offinger das Einleitungslied gesungen, dann hat Linda Kreiss etwas zu der Veranstaltung erklärt und Dine Petrik vorgestellt, die aus ihren „Stahlrosen zur Nacht“ aus denen ich,glaube ich, schon  einmal bei einer Lesung war, gelesen hat und zwar eine Stelle von einer Tante aus Lemberg, die von dort offenbar ins Burgenland zu der  jungen Dine und ihrer Familie geflüchtet ist.

Judith Gruber-Rizy, ersten in der „Edition Wortreich“ erschienen Roman, die dann folgte, habe ich auch schon zum Teil gekannt, weil ich da ja bei einer Lesung war, da geht eine Frau, die, ich weiß nicht, ob sie Rosa heißt, ein Jahr in ein Häuschen aufs Land, um sich von ihrem Sohn zu trennen und auch jeden Tag ein Foto vom Kirschbaum in ihrem Garten zu machen.

Dann las Linda Kreiss aus ihrem Nepalbuch „Der den Mond trägt“ und stellte anschließend ihre Freundin Alakaa Chural aus dem Nepal vor, die seit elf Jahren mit ihrer Familie in Wien lebt und hier an der Uni tätig ist und die sang begleitet von Nadja Offinger, ein Lied, das sie geschrieben hat, um sich über das Heimweh, das sie nach Nepal hat, hinwegzuhelfen.

Eine interessante Veranstaltung und auch eine interessante Alternaitive zum „Bachmannlesen“ und am Heimweg habe ich auch einige der Bücherschränke gestürmt und dabei ein paar interessante Bücher, zum Beispiel, das Buch zum Film von Wladyslaw Szpilman „Der Pianist“, das ich schon immer lesen wollte.

2019-05-10

Privat versus politisch zum Tag der Freiheit des Wortes

Am zehnten Mai 1933 haben die Nazis, die Bücher der anders Denkenden verbrannt und als sich die GAV 1973 gegründet hat, hat sie diesen Tag zu einer Großveranstaltung gemacht, wo im NiG im Hörsaal eins, eine ganze Menge von Autoren dazu gelesen haben.

Gerhard Kofler, der damalige Generalsekretär hat diese Veranstaltung dann allmählich einschlafen lassen, was ich nicht wollte, so daß ich sie 2001 im NIG und dann von 2003 bis 2009 im Literaturhaus weiter organisierte, da ich aber nicht im Literaturbeteieb bin, von da nur wenig Untersützung im Literaturhaus hatte, habe ich mich , als die GAV entschloßen hatte, daß man nur mehr eine Veranstaltung pro jahr organisieren darf, für die „Mittleren“ entschloßen, die ich inzwischen auch nicht mehr organisiere.

Das GAV-Büro, beziehungsweise Ilse Kilic oder Petra Ganglbauer haben dann die Veranstaltung was eigentlich sehr schön und wichtig ist, weiter organisert.

2010 hat mich Petra Ganglbauer zum Lesen eingeladen, seither wurde ich das nicht mehr und bin auch nur mehr sporadisch, hin und wieder, wenn es sich ergeben hatte, zu der inzwischen noch mehr abgespeckten Veranstaltung, die nun ein Thema hat, hingegangen und heuer hat es sich, obwohl Festwocheneröffnung, aber mein Herz schlägt ja für die Literatur und das Gratiskonzert am Rathausplatz hätte ohnehin erst später stattgefunden und so bin ich zu der von Ilse Kilic unter dem Thema „Das Private ist politisch“ hingegangen und das Literaturhaus war auch sehr voll. Barbara Zwiefelhofer hat begrüßt und Ilse Kilic hat zehn Autoren und Autorinnen, darunter einen Film- und einen Musikbeittrag eingeladen und Jörg Piringners Film, den er über die Statements, die die Mitglieder über das, was die GAV für sie bedeuteten, machte, wurde Eingangs auch gezeigt. Da gibt es auch einen Beitrg von mir den Erika Kronabitter bei der letzten GAV-GV in der Schönlaterngasse aufgenommen hat und dann erklomm Ditha Brickwell das Podium und hat einen Text gleesen, den sie 2002 anläßtlich „nine elefen“ geschrieben hat. Dann folgte Markus Köhle der einen Auszug aus seinem Buch „Jammern auf hohen Niveau“ brachte und die mir bislang unbekannte Marlene Hachmeister, die einen sehr experimentellen Text zur Frauenfrage hatte.

Dine Petrik hat zwei Stellen aus ihrem Buch „Stahlrosen zur Nacht“ vorgetragen und Fritz Widhalm hatte einen Film, in dem sich der Fritz mit dem Älterwerden, den Hörgeräte, die man dann braucht, etcetera, beschäftigte.

Sabine Gruber las eine Stück aus ihrem „Dalvadossi“, ein Buch mit dem sie auf der öst Bb stand und das ich in einem sehr zerflederten Zustand im Schrank gefunden und jetzt auf meiner heurigen Leseliste stehen habe, mal sehen, wann ich dazu komme, im Moment stehen die Zeichen dazu sehr gut. Monia Gentner las aus ihrem utopioschen Roman der im Jahr 2070 spielt, ein Stückchen, das, glaube ich, wenn ich mich nicht sehr irre, schon mal im Literaturhaus gehört ahbe.

Eleonore Weber, die Gedichte und einen Prosatext hatte, war mir bisher ebenfalls unbekannt und Kurt Mitterndorfers Text hat mir, weil realistisch am besten gefallen, weil er die Angst eines offensichtlichen Türken schildert, die er vor dem Schlafengehen hat, er schaut dann aus dem Fenster, sperrt die Türe mehrmals ab, geht essen, Zähnenputzen und dann ins Bett, wo dann die Flashbacks kommen, weil er offenbar einmal überfallen wurde und die ihn Überfallen „Wir finden dich, Kümmeltürke!“, zu ihm sagten.

Am Schluß kam Baml Joachim mit ihrer Band und wir haben einen sehr abgespeckten „Tag zur Freiheit des Worts“ in Gedenken an die Bücherverbrennung von 1933 erlebt, mit einigen sehr starken und einigen eher privaten Texten, aber so ist,  wenn das Politisch privat oder das Private politisch wird und wir stehen, die ich mich ja auch im rechten Spektrum sehr umhöre und auch einen rechten Kritiker habe, fünf vor oder vielleicht schon nach zwölf, wie ich meine.

Das Leben ist aber trotzdem noch immer schön und die Festwocheneröffnung wahrscheinlich hochinteressant. Ich habe meines Beines wegen, das noch immer zemlich geschwollen ist, aber darauf verzichtet, im Bücherschrank aber zwei weitere „Wortreich-Bücher“ darunter eines von Patrica Brooks gefunden, es war also heute ein schöner Tag, obwohl die politische Situation rundherum warhscheinlich alles andere als lustig ist und wer auch von mir etwas Privat-Politisches hören möchte, den lade ich sehr herzlich ein, am Dienstag in den „Republikanischen Club“ zu kommen, wo ich aus meiner „Unsichtbaren Frau“ lesen werde.

2019-02-15

Literatur & Ethik

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:43
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HANS AUGUSTIN, ELMAR MAYER-BALDASSERONI, MARGOT KOLLER, WOLFGANG KAUER, WALTER BACO

HANS AUGUSTIN, ELMAR MAYER-BALDASSERONI, MARGOT KOLLER, WOLFGANG KAUER, WALTER BACO

Unter diesen Motto veranstaltete heute Walter Baco im „Roten Salon“ in der Wipplinger Straße, in dem ich schon einmal war, eine GAV-Veranstaltung zu der mich Margot Koller eingeladen hat.

Ein interessantes Thema, wie Walter Baco auch in der Einleitung erwähnte, die schriftstellerische Verantwortung.

Wie weit dieser politisch sein soll oder muß? Wie weit er Partei nehmen darf oder sich feige heraushalten kann und von Blumen und von Bienen schreiben, während draußen der dritte Weltkrieg oder die Ausländerhetze pur passiert, zu thematisieren.

Nur leider haben sich die eingeladenen Autoren nicht sehr an diese Vorgabe gehalten, ihre ethische Haltung zu erklären, sondern einfach ihre Texte ohne viel Diskussion, hinuntergelesen und so ist es ein bißchen wie Kraut und Rüben durch den literarischen Garten gegangen.

Am ehesten hat sich noch der 1957 in Linz geborene und in Salzburg lebende Wolfgang Kauer mit dem ich dort schon zweimal gelesen habe, an diese Vorgabe gehalten.

Zwar hat er auch die Gedichte aus seinem „Portrait-Heftchen“ verlesen, dazu aber immer  den Zusatz „Schriftstellerische Ethik ist für mich…“, gehabt.

Dann kam die sehr rührige, vielseitige und umtriebige Margot Koller mit der ich einmal vor vielen Jahren die „Selbstmordanthologie der GAV“ herausgegeben habe, die sich in letzter Zeit mit Philosophie beschäftigt und die mit ihren Text „70 Jahre Menschenrechte – ein nicht sehr beachtetes Jubiläums“, einen schnellen Streifzug durch die Philosophie vollzogen hat.

Dazwischen hat der 1952 in Wien geborene Walter Baco, der auch sehr vielseitig, Komponist, Autor, Verleger und noch vieles anderes ist, mit dem ich 1995 einmal bei der von der Ruth organisierten Textvorstellungen in der „AS“ gelesen habe, immer wieder auf den bereitstehenden Bösendorfer improvisiert und dann selber, wie er schon sagte, ältere Texte gelesen, wo man die Verantwortlichkeit des Schriftsteller und seine Stellungnahme zur politischen Situation indrirekt finden konnte, während ich das bei dem 1949 geborenen Hans Augustin, den ich, glaube ich, schon einmal in der „Alten Schmiede“ hörte, vollkommen vermißte, brachte er doch einen Textauszug über zwei Architekten die in Patagonien eine Siedlung aufbauen wollen und sich dabei mit einem Fischer unterhalten.

Der Text des mir bisher unbekannten Elmer Mayer-Baldasseroni, der 1977 in Mürzzuschlag geborenen wurde, brachte mich etwas in Schwierigkeiten, war er doch vom Thema her sehr politisch und beschäftigte sich mit der blau-türkisen Regierung, war aber in einem eher komplizierten Stil geschrieben und einige mich eher störende erotische Anspielungen gab es auch.

Trotzdem  ein interessanter GAV-Abend.  Walter Baco, der ja, glaube ich, parallel zur Buch-Wien auch einmal eine Buchmesse in Linz veranstalte, die aber vom Hauptverband eher ignoriert wurde, einen Kleinverlag und noch vieles andere hatte, macht in diesem Rahmen, glaube ich, regelmäßige Veranstaltungen.

Nachher sind wir noch mit Margot Koller und einer befreundeten Philosophin, bei der sie, glaube ich, schon einmal eine Veranstaltung machte, etwas trinken gegangen.

2018-10-10

Utopie jetzt

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Während in Frankfurt die Buchmesse eröffnet wird, fanden in Wien die ganz gewöhnlichen Literaturveranstaltungen statt. So stellten in der „Gesellschaft für Literatur“ Judith Gruber-Rizzy und Patrica Brooks ihre im „Wortreich-Verlag“ erschienenen Bücher vor und im Literaturhaus gab es eine GAV-Veranstaltung, die von  der 1960 in Wien geborenen Monika Gentner organisiert wurde.

„Utopien jetzt“ lautete der Titel und weil ich wieder zu spät gekommen bin, habe ich die Einleitung versäumt und bis erst gekommen, als der 1982 geborene Tiroler Autor Martin Fritz, der einmal dem Fm4- Preis gewonnen hat von „Laufen und stehen“ gelesen hat und dann kam der sehr vielseitige Autor, Komponist, Verleger, Literaturveranstalter Walter Baco mit einem Essy zu diesem Thema, bis Erika Kronabitter Monika Gentner vorstellte, die aus einem noch namenlosen utopischen Roman las, in der die Menschen über hundert Jahre alt werden und alles von Robotern gesteuert ist.

Sehr interessant und vielseitig die Veranstaltung,  denn Ilse Kilic und Fritz Widhalm hatten sich mit den Utopien in der Popmusik beschäftigt und lasen hier  Texte zu vier Musikbeispielen und nach der Pause in der ich mich sehr intensiv mit Erika Kronabitter, Ruth Aspöck und Irene Wondratsch unterhielt, las der aus Kamerun stammende Germanist und Afrikanist Daniel Romuald Bitouh aus seinem, wie er mir nach der Veranstaltung erzählte, im nächsten Jahr bei „Zsolnay“ oder „Atelier“ erscheinenden Roman, der in den Siebzigerspielen spielt und von der Reise einer Familie durch Angola zu den dortigen ansäßigen Sandwäschern handelt und am Schluß kam Erika Kronabitter und schloß das alles mit einer sehr postiven Utopie ab, die von einer Welt erzählt, wo die Liebe alle Aggression und alles Schlechte der Welt durch die sogenannte Oxegotin Einwirkung wegmachen kann.

2017-02-23

Essays und Prosa übers Schreiben

Nach dem Totengedenken von 1942 geht es jetzt wieder in die Gegenwart, ins Literaturhaus, zu einer GAV-Veranstaltung und zur österreichischen Gegenwartsliteratur.

Da habe ich ja eine „Mittlere Reihe“ einmal im Literaturhaus machen wollen, die dann ins Amerlinghaus übersiedelte, bis ich dasorganisieren aufgegeben habe.

Jetzt tun das andere, die 1970 geborene Regina Hilber beispielsweise, neben der ich einmal bei einem GAV Abendessen im Pfudl gesessen bin und deren Text ich in der NÖ-Stipendiaten Anthologie „Auserlesen“, ich vor kurzem gelesen habe.

„Ein literarischer Abend rund um das Schreiben und seine Ausformungen“, steht im Programm und Regina Hilber hat dazu Hanno Millesi und Peter Hodina eingeladen und auf dem Podium auch für eine Wohnzimmerathmosphäre gesorgt, also ein Sofa und eine Leselampe und dann wurde ein Text und zwei Essays übers Schreiben gelesen.

Begonnen hat der in Berlin lebende 1963 georene Peter Hodiana, der mir einmal, nach einer GAV-GV im Gasthaus Pfudl seine „Bausteine I“ übergeben hat, was, wie ich erst im Nachhinein bemerkte, wahrscheinlich mein erstes Literaturgeflüster-Rezensionsexemplar gewesen ist.

Jetzt hörte ich ihn wieder und seinen Essay über eine „Poesie der Holzverarbeitung“, in der es um die Frage, wovon oder wofür ein Schriftsteller lebt?, ging.

„Was verdienst du?“ ist ja eine häufige Frage, wenn einer beispielsweise bei einer Lesung oder in Ö1 auftritt oder „Kann man vom schreiben?“ leben.

Ich kann und will es nicht, die ohne Brotberuf haben whrscheinlich keine andere Wahl und Peter Hodina wollte einmal in Gallneukirchen einen Geldbetrag bei einer Bank einzahlen und wäre fast daran gescheitert, weil der Bankbeamte den Beruf „Schriftsteller“ nicht in seiner Liste hatte.

Nun, ich nenne mich ja auch eher Autorin oder schreibende Frau, aber ich befinde mich ja jenseits des Literaturbetriebs, obwohl ich heute zweimal die Erfahrung machte, daß ich erkannt, beziehungwweise auf meinen Blog angesprochen wurde und für einen Fan den  1966 geborenen Hanno Millesi würde ich mich sowieso halten, sofern ich überhaupt, der Fan eines Schriftstellers bin, da definiere ich ja sehr vorsichtig, aber ich habe ihn einmal zu einer Buchprämie verholfen seinen Text „Alles Gute“, eine Erzählung aus dem „Luftschachtverlag“ glaube ich, auch einmal schon im Literaturhaus gehört.

Da geht es, um das Feiern von Schriftstellergeburtstagen, im August Dorothy Parker, dann kommt  F. Scott Fitzgerald, da wird sehr viel gesoffen. Es wird aber auch mit Lederhandschuhen auf die Suche nach einem Windhund gegangen, Emily Dickensons Gedichte am Telefon rezitiert und der 9. November was mein Geburtstag ist, wird auch gefeiert.

Daran knüpfte sich, es gab nach jeder Lesung eine Disskussionsrunde, die Frage, nach der Autogbiografie, wie weit ist das Erzähler-Ich das des Autors?

Eine Frage, die die Autoren meist energisch verneinen, aber wahrscheinlich fließt doch immer etwas von der Person und der Persönlichkeit in die Texte hinein und Regina Hilber suchte in einem Text, der, wie der von Peter Hodina, in einer „Anthologie“ enthalten ist, nach dem heiligen Löchern.

Das ist die Frage, was die Verlage gern verlegen, den neuen Hodina, Millesi, Hilber oder doch vielleicht das zuvälligerweise in einem Safte entdeckte neue Werk der Harper Lee oder des Truman Capote?

Die Verlage werden sich wahrscheinlich, wenn sie können, für das letztere entscheiden, aber es ist auch sicher spannend und  wichtig neue Autoren zu entdecken oder vergessene wieder zu verlegen.

Peter Hodina scheint, wie ich ein Büchersammler zu sein und meinte, daß er viel in Antiquariate gehen würde, während Hanno Millesi darauf hinwies, daß ein Autor anders, als der gewöhnliche Leser liest.

Natürlich klar, das tue ich auch, ich versuche  auch immer in den Bchern zu entdecken, was die anderen besser, als ich können und habe heute bei meiner Bücherkastenrunde, auch wieder eine schöne Entdeckung gemacht.

Denn bei dem in der Zieglergasse stand eine junge Frau, die sich sehr euphorisch über die Bücher freute und mich auf einen Bücherschrank der „Grünen“ zwei Gassen weiter, beim Bezirksamt Neubau aufmerksam machte und dort habe ich Anton Wildgans berühmte „Rede über Österreich“ gefunden und nach der Diskussion über das Schreiben gab es diesmal sehr interessante Gespräche bei Wein und Wasser und ich bin dabei auch mit Alexander Peer ins Gespräch gekommen, von dem ich ja auch einmal ein Buch im offenen Bücherschrank gefunden habe.

 

2017-01-17

Oberösterreich erforschen

Unter diesem Titel hat Helmuth Rizy, der gebürtige Linzer, schon vor einem Jahr oberösterreichische Autoren ins Literaturhaus gebracht: Waltraud Seidlhofer, Walter Kohl, Rudolf Habringer, da war ich leider nicht dabei, dafür aber Gregor M. Lepka, Waltraus Seidlhofers Gatte und der hätte im zweiten Teil lesen sollen, ist aber kurz nach seinem achtzigsten Geburtstag verstorben.

So las heute Helmuth Rizy nur einige seiner Gedichte vor und sagte dann kurz etwas zur oberösterreichischen Literaturszene, die ja weit verbreitet ist und auch in der GAV sehr vertreten und viele dieser Oberösterreicher leben auch in Wien oder waren heute im Literaturhaus, wie Judith Gruber Rizy, Ruth Aspöck, die eigentlich in Salzburg geobrene, Luis Stabauer dessen Buch „Atterwellen“ über seine Mutter ich ja erst kürlich gelesen habe. Die Ruth und Judith Gruber-Rizy treten auch nächste Woche in Linz im Stifterhaus auf und die Ruth wird von Bernhard Widder eingeführt, der auch heute im Literaturhaus war und die erste Autorin, die Helmuth Rizy vorstellte, ist gar keine Oberösterreicherin sondern kommt aus Bremen, wohnt aber in Ottenschlag, nämlich die 1969 geborene Corinna Antelmann von der ich schon zwei Bücher gelesen habe.

Das erste „Die Farbe der Angst“ hat mir ja einmal Dietmar Ehrenreich, der so unerwartet verstorbene „Residenz-Verleger“ geschickt, das zweite habe  „Hinter der Zeit“ hat mir die Autorin geschickt, als ich sie anläßlich ihrer GAV-Neuaufnahmelesung  2015 persönlich kennenlernte.

Sie hat auch heute daraus gelesen, was mir Gelegenheit gab, auf besonders schöne Sprachschöpfungen zu achten, die mir beim Lesen gar nicht so aufgefallen sind.

Der zwete Oberösterreicher, der1956 in Völklabruck geborene Hans Eichhorn, der auch als Fischer am Attersee tätig ist, ist mir ebenfalls kein Unbekannter, habe ich ihn doch, glaube ich, schon einmal in der „Alten Schmiede“ gehört, jetzt las er zwei Geschichten aus einem Prosaband, die mir vor allem durch ihre lakonische Realistik auffielen.

Die Erste spielte in einem Cafe, die Zweite von einem Neubau und es geht noch um hunderttausend andere Dinge und dann kam die 1978 in Linz geborene Dominika Meindl an die Reihe, die ich wahrscheinlich auch von den GAV-Neuaufnahmen kenne.

Sie organisiert Lesungen in Wels, ist auch irgendwo Präsidentin und las zwei Texte, einen ernsten und einen heiteren, wie sie sehr extravertiert erzählte.

Der Erste handelte von einer Frau, die in Südtirol schifährt  und vom Tod eines Großvaters. Der Zweite war ein Dramulett, wo alle auf der Bühne in verteilten Rollen, die Familie Putz, bekannt aus der Lutz-Werbung darstellten. Das Dramulett stammt, glaube ich, aus dem Shakespeare-Jahr und besteht, wie Dominia Meindl erklärte, größtenteils aus Originaltexten. Alle bringen alle um und ein paar gesellschaftkritische Anmerkung bezüglich der bekannten Möbelfirma brachte Dominika Meindl auch noch an.

Nachher gabs ein paar Hinweise auf die nächsten Veranstaltungen, die bezogen sich zwar auf Vorarlberg, beziehungsweise auf die der Rizys.

Aber ich kann gleich anmerken, daß übermorgen in der „Alten Schmiede“, die oberösterreichische Literaturzeitschrift „Die Rampe“, wo ich auch einmal ein paar Texte hatte, vorgestellt wird.

Ich weiß noch nicht genau ob ich hingehen werde. Es gibt ja auch ein verlockendenes Paralellprogramm in der „Gesellschaft für Literatur“.

Im Literaturhaus gabs wieder Wein und Gespräche. So hat mich Bernhard Widder auf einige Literaturveranstaltungen angesprochen. Beispielsweise hat er mir erzählt, daß es gestern in der „Alten Schmiede“ sehr voll war, was ihn ein wenig gewundert hat, mich hat das auch.

Er war auch vorige Woche im MUSA, wo es ja sehr experimentell zugegangen ist und er wollte von mir wissen, wie mir Robert Schindels Roman „Der Kalte“ gefallen hat?

Er hat, glaube ich, soweit ich mich erinnern kann und im Bücherschtrank wo ich natürlich vorher wieder war, hätte ich Sabine Grubers „Daldossi oder das Leben des Augenblicks“, die ich ja gestern auch in der „Alten Schmiede“ sah, fast übersehen, so abgegriffen war das Leseexemplar, „bitte nicht vor dem 21. Juli 2016 besprechen“, daß ich es fast für „Stillbach oder die Sehnsucht“ was ja auf meiner Leseliste steht, gehalten hätte.

Dann habe ich aber doch danach gegiffen und frohlockt, Buch sechs der ersten österreichischen Buchpreislonlist und das dritte von der Shortlist, was ich nun habe.

Die Frage ist nur, wann ich es lesen werde? Ist meine Leseliste ja schon sehr lang und sehr voll, aber wieder eine Bestätigung, wenn ich nur lang genug warte, kommen schon die Bücher zu mir und „Stillbach oder die Sehnsucht“ das ich ja vom vorigen Jahr auf heuer verschoben habe, werde ich diesem Jahr lesen.

Aber ich schweife ab mit Oberösterreich hat die in Südtirol geborene Autorin nicht viel zu tun, obwohl sie ja manchmal mit Sabine M. Gruber verwechselt wird und die wurde ja in Linz geboren.

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