Literaturgefluester

2019-02-22

GAV-Jour fixe zwischen Demoanfang und Ende

Filed under: Gesellschaftspolitik,Literaturbetrieb — jancak @ 00:45
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Die GAV hat bei ihrer letzten Vollversammlung beschlossen sich untereinander öfter in kleinen Rahmen zu treffen um einander kennenulernen und schriftstellerische Probleme etcetera zu  besprechen, was im Rahmen der jährlichen Generalversammlung ja nicht so gut möglich ist und Vollversammlungen gibt es, weil das Geld dazu nicht vorhanden ist, nur eher selten.

Vor den GVs gibt es zwar seit einigen Jahren den kulturpolitischen Arbeitskreis, aber der ist meistens einem bestimmten Thema gewidmet, so wurde Patricia Brooks Vorschlag für solche regelmäßige Treffen einen Tisch in einem Kaffeehaus zu reservieren, begeistert aufgenommen.

Das hat es zwar schon früher gegeben und ist wieder eingeschlafen, weil dann offensichtlich doch nicht soviele Mitglieder hinkamen, die sich  näher kennenleren wollten. So kann ich mich an ein oder zwei Treffen im Cafe Engländer vor etwa dreißig Jahren erinnern und El Awadalla hat ja nachdem sie die Million gewonnen hat, eine Zeitlang ein kleines Llokal in der Phorusgasse geführt und im Cafe Standard hat es, glaube ich, auch mal soetwas gegeben, aber da bin ich nicht hingegangen.

Den jetzigen GAV Jour fixes hat es jetzt schon das dritte Mal gegeben. Immer am Donnerstag vor der Vollversammlung, weil da offenbar die meisten Nicht Wiener Mitglieder da sind. Zum ersten im Frühling oder Sommer bin ich nicht gegangen, weil es da irgendeine Parallelveranstaltung gegeben hat und beim nächsten gab es schon die Donnerstagsdemonstrationen und da bin ich hin.

Ich habe mich bei letzten GV deshalb beschwert,’das am Donnerstag ist und zur Antwort bekommen, daß muß so sein wegen den Vorstandssitzungen und der nächste Jour fixe ist im Februar.

„Macht nichts!“, habe ich geantwortet.

„Denn dann gibts die Demos wahrscheinlich nicht mehr!“ und Ise  Kilic hat gekontert:

„Nein, denn dann ist die Regierung schon zurückgetreten!“

Sie ist es, wie wir alle wissen nicht. Die Demos gibt es aber immer noch und ich bin inzwischen auch nicht auf jeder gewesen, weil ich manchmal lieber zu einer Veranstaltung gegangen bin und manchmal bin ich auch zu spät gekommen, weil ich Stunden hatte, aber diesmal habe ich gedacht, gehe ich zum Jour fixe und habe auf das Einladungsmail „Da ist zwar Demo aber..!“, geschrieben.

Der Alfred, auch ein eifriger Demogeher, wahrscheinlich noch ein eifrigerer als ich, mit seiner „Grünen Augen Weste“ und der grünen Fahnen, die er machmal trägt, hat mir dann gesagt, daß ich zur Schlußkundgebung noch zurecht kommen könnte, denn der Jour fixe findet im Cafe Ritter in der Ottakringerstraße statt und die Demo ist von der Josefstädterstraße losgegangen und dann zum Leon Askin Park hingezogen, der dem jüdischen Schauspieler, der von Nazis, glaube ich, zusammengeschlagen wurde und  2005 in Wien gestorben ist, gewidmet ist.

Ich bin aber schon zum Anfang zurechtgekommen, obwohl ich gestern noch eine fünf Uhr Stunde eingeschoben habe und erst um sechs weggegangen bin, habe ich die Teilnehmer trotzdem noch bei der Josefstädterstraße errreicht und bin sogar ein Stück mit ihnen mitgegangen, den Alfred habe ich nicht dabei gesehen und ich bin auch nicht ganz bis zur Ottakringer Straße mitgegangen, weil ich sonst zum Jour fixe zu spät gekommen bin, aber doch bis zur nächsten Kreuzung und dann noch ein Stück mit der Straßenbahn gefahren.

Etwa zehn GAV-Kollegen saßen im Hinterzimmer, Ilse Kilic ließ sich entschuldigen, aber Jopa Joatkim und Patricia Brooks waren da.

Dine Petrik, Angeilika Stallhofer, Monika Vasik, Jörg Piringer und noch ein paar andere und die meisten habe ich gekannt, bis auf Regine <kopth Afzelius, neben der ich einen <Plagtz gefunden habe und sie hat in die Runde die diesmal kein besonderes Thema hatte eingebracht, daß sie von den anderen gerne hören würde was und woran sie schreiben.

ein spannendes Thema über das ja nicht so oft gesprochen wird, das ich , die ich ja auch sehr gerne über mein Schreiben plaudere sehr interessant finde und Regine Koth Afzelius, die in Straßhof lebt und ihren Hund mitgebracht hat, hat auch erzählt, daß ihr letztes Buch bei "Müry Salzmann" erschienen ist und da hat es bei mir geklingt, daß ich ein solches, nämlich "Die letzte Partie" vor kurzem im Schrank gefunden habe und mit dem Autorennamen eigentlich nicht so viel anfangen konnte.

Jetzt habe ich wieder etwas gelernt und müßte das Buch nur lesen, was wegen meiner eledslangen Bücherliste vielleicht ein wenig schwierig werden könnte. Ich könnte es aber versuchen, es demnächst einzuschieben.

Monika Vasik hat von ihren Gedichten gesprochn und erzählt, daß es am elften März einen Inmemoriam Abend in Gedenken von Hilde Langthaler geben wird.

Spannend, spannend obwohl ich eigentlich nur mit den Kollegen neben denen ich gesessen bin, ins Gespräch gekommen bin und habe die Schlußkundgebenung auch noch gut erreicht, ein paar junge Leute umtanzten noch fröhlich mit oder ohne Bierflaschen in der Hand den Wagen, den Alfred habe ich aber nicht mehr gesehen, dem war es, wie er mir sagte, zu kalt.

So habe ich meine Büchertasche, denn ich bin am Weg zum Cafe Ritter natürlich wieder an ein paar Bücherschränken vorgekommen, alleine nach Hause geschleppt, beziehungsweise, bin ich, damit ich mir mein Kreuz nicht verencke, auch ein bißchen mit der Straßenbahn und dem Bus gefahren und gefunden habe ich, als ich gestern von der Hauptbücherei nach Hause gegangen bin, auch ein zum Thema passendes Buch, beziehungsweise gleich zwei.

Nämlich zwei Ausgabe des von El Awadalla und Traude Korosa, 2004 herausgegebenen Anthologie zu dem Wiederstandslesungen, die es zu schwarz blau ja jeden Donerstag am Ballhausplatz gegebgeben hat.

Ich habe auch mehrmals dort gelesen und einen Text im Buch, habe mir die Bücher genommen und werde eines davon der Ute nach Leipzig mitbringen, bei der wir ja wieder wohnen werden und noch etwas Literarisches habe ich anzukündigen, was gut zum GAV-Jour fixe passt, hat mir ChristophKepplinger ja gestern die Fahnen zu meinem Text für die „Linke Wort Anthologie“ 2016,  geschickt, wo die Fabi Szene aus dem „Bibliotheksgespenst“ drinnen sein wird, so wird es diese Anthologie vielleicht schon zum nächsten Volkstimmefest geben und dann bleibt ja noch die von 2017 über wo meine  „Nobelpreisszene“ aus der „Unsichtbaren Frau“ drinnen sein wird,  die ich mir nicht so ganz zum Thema „Kapitulation“ passend, ausgesucht habe.

Der nächste GAV-Jour fixe wird vielleicht an einem Mittwoch sein, wenn die Regierung bis dahin auch noch nicht zurückgetrenten ist, was zwar wieder nicht sehr wahrscheinlich ist, der Tiltel der „Widerstandsanthologie“ von 2004 lautete aber „…bis sie gehen – 4 Jahre Widerstandslesungen“

Da hätten wir noch ein bißchen Zeit.

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2018-10-20

Vom kulturpolitischen Arbeitskreis zur GAV-GV

An diesem Wochenende wieder GAV-GV, die, wie seit schon einigen Jahren am Freitag immer mit einem kulturpolitischen Arbeitskreis beginnt, wo  im meist kleinen Kreis gesellschaftskritische Themen besprochen werden.

Diesmal ging es, um die politische Positionierung in und, um die GAV und für mich ist die Mitgliedschaft in einem Autorenverein sehr wichtig, weil sie, wie auch Fritz Widhalm in der Diskussion erwähnte, für mich die Bestätigung, als Autorin ist, ich also keine bloße Hobbyautorin bin.

Dann soll sie, wie die GAV auch noch links und sozialkritisch sein und so bin ich in den Achtzigerjahren beigetreten, beziehungsweise aufgenommen worden, gehe regelmäßig zu den Generalversammlungen, habe früher auch Veranstaltungen organisiert und wichtig für mich ist auch, daß die GAV nach außen sichtbar ist, was sich seit den Achtzigerjahren etwas verändert hat.

Als ich aufgenommen wurde, war Ernst Jandl der Präsident und Josef Haslinger der Generalsekretär, inzwischen haben sich, wie Ilse Kilic in ihrer Einleitung erwähnte, die Hierarchien verflacht.

Der Verein ist größer geworden und hat derzeit, wenn ich es richtig aufgeschrieben habe, zweihundertsiebzig weibliche und vierhundervierundvierzig männliche Mitglieder.

Man kann einmal im Jahr eine Veranstaltung organisieren und die Frage, die Ilse Kilic an die Runde stellte, war auch, was der Verein von seinen Mitgliedern hat?

Nikolaus Scheibner hielt ein diesbezügliches Grundsatzreferat, dann konnte jeder seine Vorschläge machen, wie sich der Verein besser positionieren und auch besser in der Öffentlichekeit verankert werden kann.

Da ist vielleicht der Name verwirrend, weil sich das „Grazer Autorenversammlung“ auf die Gründung beziehungsweise Abspaltung vom damals sehr konservativen PEN, 1973 in Graz bezieht, ich aber noch immer darauf angesprochen werde, ob ich aus Graz komme, wenn ich die GAV erwähne.

In den letzten Jahren hat es am Abend immer eine Lesung der neuaufgenommenen Mitglieder gegeben, um sie kennenzulernen und sich mit ihren Werken bekannt zu machen.

Seit im Vorjahr sechzig Leute hätten lesen müssen, gibt es das nicht mehr und heuer wurden auch keine neue Mitglieder aufgenommen, so daß ich zum jährlichen Herbstfest der „H und K-Holzwerkstatt“, von der sich der Alfred eimal zwei Küchen und ein Bett machen hat lassen, gegangen bin.

Da gab es Musik, ein Buffet und einen Film von Ludwig Wüst über das „Haus seines Vaters“ und am Samstag ging es mit der Generalversammlung in der „Alten Schmiede“ weiter, wo wichtige Themen besprochen werden.

Denn viele Mitglieder, viele Veranstaltungen und ein gleichbleibendes Budget, das noch dazu von den Einsparungsplänen der türkis-blauen Regierung bedroht wird. Da wurde viel diskutiert, wie man das in Zukunft machen soll, wer bei wievielen Lesungen mitmachen darf und wen man dabei einladen soll?

Neue und alte Bekannte habe ich auch dabei gesehen, einige der neuen Mitglieder kenne ich ja gar nicht mehr und mußte nach ihren Namen fragen.

Aber die Ruth war da, Irene Wondratsch, Erika Kronabitter, die so nett war, in der Mittagspause mit mir und dem Rudi ein kleines Video aufzunehmen, da Jörg Piringer solche sammelt, wo GAV- Mitglieder erzählen, warum sie in der GAV sind und was die für sie bedeutet.

„Ohne GAV bin ich baff!“, hat der Rudi performiert, ich habe eher konventionell, das betont, was ich schon im Arbeitskreis sagte, daß die GAV für mich und mein literarisches Ich sehr wichtig ist und ich durch sie in Kontakt mit anderen Autoren komme.

Margot Koller ist nach der Mittagspause gekommen, die ich lesend auf einer Parkbank mit einem Mc Donald Sackerl verbracht habe und noch viele andere, mit denen ich mehr oder weniger befreundet bin und nach der hitzigen Veranstaltungsdiskussion, sechzig wurden für das nächste Jahr eingereicht und mußten durchbesprochen werden, unser zweiter Spaziergang im öffentlichen Raum, der diesmal in den U-Bahnbereich gehen soll, war auch dabei und wurde angenommen, ist es diesmal zum gemeinsamen Abendessen  ins Cafe Prückl, wo immer die „Podium- Sommerlesereihe“ stattfindet, gegangen.

ich bin mit dem Rudi, der Ruth und Margot Koller, die mir ihr neues Buch „Stichwort Philosophie – ein Kalleidoskop aus zwölf Essays gegeben hat, an einem Tisch gesessen, Ditha Brickwell, die mich ja einmal zu ihrer Veranstaltungsreihe einladen wollte und Lisa Fritsch waren abwechselnd auch dabei, habe einen Gespritzen getrunken, Faschierte Leibchen mit Salat und Kartoffelschmarrn und dann noch einen Topfenstrudel gegessen und Stefan Reiser, den ich ja einmal bei den „Wilden Worten“ hörte, hat mich zu einer seiner Lesungen am nächsten donnerstag in eine Buchhandlung eingeladen, aber da werden wir wieder nach Harland fahren.

2018-04-06

Grüß Göttin

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:42
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Anita C. Schaub

Anita C. Schaub

Denise Kronabitter

Denise Kronabitter

Die 1959 geborene Anita C. Schaub hat uns, Elfriede Haslehner, Judith Gruber-Rizy, Hilde Langthaler, vielleicht einmal im Literaturhaus, ich glaube, an dem Abend, wo Rolf Schwendter, den „Tag der Freiheit des Wortes“ veranstaltet hat, angesprochen und gefragt, ob wir mit ihr eine Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters machen wollen.

Sie ist dann bald ausstiegen, die Gruppe heißt jetzt „Frauen lesen Frauen“ und wird von Judith Gruber-Rizy organisiert und Anita C. Schaub, die Schreibpädagogin und Germanistin hat dann auch das Buch „Frau sein und Schreiben“ herausgebracht, in dem auch ein Portrait von mir enthalten ist.

Sie hat inzwischen mehrere, meist frauenbewegte Bücher herausgebracht, ist GAV-Mitglied und organisiert da regelmäßig Veranstaltungen mit frauenspezifischen Themen.

Bei einer zum Frauentag vor ein paar Jahren im Amerlinghaus bin ich einmal gewsen und als ich vor ein paar Tagen nach einem Programmpunkt für den heutigen Freitag suchte, bin ich auf die „Veranstaltung „Grüß Göttin – von weiblichen Gotteheiten und göttlichen Weibern gerstoßen“ und das klingt schon einmal interessant und als ich dann noch gesehen habe, daß Denise Kroanabitter die Tochter der Erika, die wir ja vor einem Jahr während unserer Bodenseerundfahrt mit der Ruth in Vaduz getroffen haben, die Musik dazu macht, ist sogar der Alfred mitgekommen.

„Grüß Göttin“ ist auch auf einem Plakat vor dem Eingang in die Galerie im Amerlinghaus gestanden und drinnen waren bekanne Gesichter der Frauenbewegegung, Elfriede Haslehner, die Ruth, ectetera.

Linda Kreiss

Linda Kreiss

Elisabeth Schrattenholzer

Elisabeth Schrattenholzer

„Grüß Göttin!“, hat Anita C. Schaub die Veranstaltung auch eingeleitet, Denise Kronabitter hat vorher musikalisch begonnen und Anita C. Schaub hat erzählt, daß eine Künstlerin in Kärnten vor Jahren so ein Schild auf die Autobahn gestellt hat. Anita C. Schaub hat es jetzt sozusagen nach Wien importiert und die erste Lesende, die 1956 in Süddeutschland geoborene, Linda Kreiss, die mehrere Jahre in Kathmandu lebte, GAV-Mitglied ist und auch mehrere Lesungen in Wien hatte, vorgestellt.

Sie las zwei Geschichten, die in Nepal spielen,, die erste erzählte von der einzigen Bildhauerin in Nepal, die zweite führte in einen Tempel, der der Sexgöttin gewidmet ist.

Dnn kam Antia C. Schaub mit eine,r wie sie sagte, unveröffentlichten Erzählung, die von der Begegnung der Erzählerin mit einem Jind, die sie dann in ihre Kindheit und wieder zurück, an Hand von Pudding mit Bimbeersaft und Schololade Erdbeer Vanilleeis und wieder zurückführte und die dritte  Lesende, die Kommunikation und Sprachtrainerin Elisabeth Schrattenholzer war mit ihrem 2012 bei „Septime“ erschienenen Roman „Jesus war eine Frau“ auch sehr esoterisch. Ging es da ja um eine <jordanienreise einer Frau namens Petra, die dort einen Berg bestieg und dabei eine Reihe von sehr außergewöhnlichen Erlebnissen hatte.

Dazwischen immer wieder Musik von Denise kronabitter und nachher sind wir noch länger im Amerlingbeisl gesessen und haben und mit Erika kronabitter und einigen anderen unterhalten.

2018-03-23

Tag der Lyrik

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Die „Gesellschaft für Literatur“ hat ihre „Lyrik im März“ Veranstaltungen, die offenbar von Wolfgang Kraus, dem früheren Präsidenten, eingeführt wurden, die Grazer Autorenversammlung, die heuer fünfundvierzig wird, weil 1973 in Graz gegründet, hat sie auch und so fand heute, wie Gerhard Jaschke in seiner Einleitung betonte, die Veranstaltung zum vierunddreißigsten Mal statt. Im Hörsaal 1, der Universität für angewandte Kunst am Stubenring. Früher hat sie, wie auch den „Tag der Freiheit des Wortes“, die zweite große GAV-Veranstaltung, die ich auch ein paar Jahre lang organisierte, im NIG, im Hörsaal 1, stattgefunden und da haben inzwischen wahrhaft literairsche Legenden, wie Ernst Jandl, H. C Artmann, Wolfgang Bauer und und und von denen inzwischen leider viele schon gestorben sind, stattgefunden und ich kann mich an einige sochger legendärer Veranstaltungen von Gerhard Kofler beispielsweise moderiert, erinnern, die sehr lange dauerten.

Ich bin aber nicht bei allen gewesen, weil der „Tag der Lyrik ja im März“ und oft zeitgleich mit Leipzig stattfand und seit ich blogge, war ich, glaube ich, nur bei drei dieser Veranstaltungen, einmal im Universitätscampus, wo auch der  Alfred fotografierte und es ein schönes Foto vom damaligen Präsidenten gibt, denn die „Lyrik im März“ ist oder war ja Präsidentensache und so hat sie auch Heidi Pataki oftmals moderiert, dann ein Jahr später und noch eine im sogenannten Zwanzigerhaus, da bin ich aber zu spät gekommen und als ich nach Hause gegangen bin, habe ich vor einem Cafe einen Klienten getroffen und hörte,  wie er jemanden erzählte, daß wir  einen neuen Papst namens Franziskus hätten.

Heute ist es sich wieder aufgegangen und als ich den Hörsaal 1 betrat, war ich einen Moment lang in Sorge keinen Platz zu finden, weil alles voll und bin auch an einigen literarischen Größen, wie Ferdinand Schmatz, Gerhard Rühm, Rosa Pock etcetera vorbeigegangen. Habe Waltraud Haas in der ersten Reihe sitzen sehen, bin an der Ruth vorübergegangen, die mir die Karten für unseren Spaziergang am achtzehnten April übergab, habe Margot Koller gesehen und dann noch einen Platz neben Peter Pessl gefunden.

Gerhard Jaschke, dessen Frau, die Malerin Ingrid Wald ja vor zwei Wochen gestorben ist, moderierte gemeinsam mit der derzeitigen Präsidentin Petra Ganglbauer und neu an der Veranstaltung war, daß es einen Block in Memorian gegeben hat, wo die beiden Moderatoren Gedichte verstorbener Mitglieder gelesen haben. So gab es gleich zu Beginn drei kurze Lautgedichte von Meister Jandl und eines von Heidi Pataki, sowie eines von Rolf Schwendter und Gerhard Kofler.

Gerhard Jaschke erwähnte Werner Herbst, der ja gerade seinen zehnten Todestag hatte, dann kam der ersten Block, der lebenden Mitglieder und da eröffnete Wolfgang Helmhart, den ich ja oft im MUSA sehe, Friederike Mayröcker die auch angekündigt war, ließ sich mit einigen anderen entschuldigen, wie Friedrich Achleitner, so folgte der Prominenteste, der noch Lebendenen und ebenfalls Angehöriger der Wiener Gruppe Gerhard Rühm, dann kam Marie Therese Kerschbaumer, die ich ja vor vierzig Jahren im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennenlernte und zu der Zeit, wo ich in die Gav eintrat, dort sehr aktiv war.

Julian Schutting las, wie er betonte eine Blödelei, die ihm zum Thema „vom vom zum zum“ Worte aus einem Jandl-Gedicht2, das Motto des Abends eingefallen war. Ferdinand Schmatz und Rosa Pock, die Witwe H. C. Artmanns, folgten und die vielleicht nicht so bekannte Lyrikerin Waltraud Haas, die aber sehr schöne und sehr leise Gedichte hatte.

Peter Pessl, Christine Huber, Günter Kaip, Lsa Fritsch und dann unter den jüngeren Lyrikerinnen Susanne Toth, die ihm stehen und teilweise auf Englisch las und, wie einige andere in ihren Gedichten auch sehr politisch war.

die GAv ist vielseitig und neben dem Experimentellen, gibt es auch das Kritische und in einem weiteren in Memorian Block stellte Gerhard Jaschke die legendären GAV- Größen Joe Berger, Hermann Schürrer und Gerhard Bisinger vor.

Ich bin ja ein großer Fan von Gerald Bisingser dessen immerwährendes und immerabgewandeltes Gedicht „Ich saß im Zug nach Prag, trank ein Glas Rotwein und dachte an Karl August“, mich sehr beeindruckt hat und er war das auch ein bißchen von mir und hat mir ja einmal empfohlen mein „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ Jochen Jung zu schicken, nur leider war das schon dort und ich hatte es schon zurückbekommen.

Der Karl August war im Saal und filmte die Veranstaltung mit und Herbert J. Wimmer der im nächsten Block folgte brachte Ausschnitte aus zwei seiner Bücher, die er vor kurzem in der Alten Schmiede vorgestellt hat.

Dann kamen wieder jüngere Autoren wie Nikolaus Scheibner, der auch sehr politisch war, Patricia Brooks, Renate Aigner, Christoph W. Bauer und ganz am Schluß noch eine Überraschung, nämlich Willi Resetarits, der den, wie er sagte, heiligen H. C in zwei Kirchhofgedichten und einem Lied rezitierte und es ist sehr schnell und sehr eindrucksvoll durch die GAV- Geschichte und die Vielfalt der österreichischen Lyrik gegangen.

Gerhard Jaschke wies noch auf den Büchertisch hin, wo man sich die Lyrikproduktionen kaufen konnte und dort gab es auch den Folder, der ebenfalls zum „Tag der Lyrik“, der offenbar eigentlich am 7. März stattfindet vom „Literaturkreis Podium“ heraussgegeben wurde und in dem man auch viele schöne Gedichte lesen kann.

2017-10-21

Nur den Samstag bei der GAV

Filed under: Literaturbetrieb — jancak @ 23:59
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Ich bin ja seit 1987, glaube ich, Mitglied bei der Grazer Autoren-Autorinnen Versammlung, der größten österreichischen Schriftstellervereinigung, die sich 1973 in Graz vom damals sehr konservativen PEN abgespaltent hat, daher der Name.

1986 habe ich, wie ich mich zu erinnern glaube, den ersten Antrag gestellt, 1987 wurde ich dann aufgenommen. Damals war, wenn ich mich nicht irre, Ernst Jandl der Präsident und Josef Haslinger der Generalsekretär und seither pendle ich Jahr für Jahr zu den Generalversammlungen und wenn mich jemand fragt, warum ich Mitglied bin oder warum die GAV mir wichtig ist, ist da die Antwort wahrscheinlich der Kontakt zu den anderen Schriftstellern und Autorenkollegen, während ich sonst  eigentlch immer ziemlich außerhalb und neben dem Literaturbetrieb stehe oder in der „Alten Schmiede“ und im Literaturhaus auf der Publikumsseite sitze.

Die Abgrenzung von der Hobby- zu der professionellen Autoren zum Beispiel, die mir mein Kritiker ja immer unterstellt, daß ich die bin, aber da sitze ich dann einen Tag unter Autoren und es wird ein Tag lang über das Schreiben, die geplanten Veranstaltungen, die Neuaufnahmen, etcetera gesprochen.

Seit ich in der GAV bin, hat sich einiges am Procedere verändert. So war ich, das muß dann 1988 gewesen sein, das erste Mal bei einer Vollversammlung, Joosef Haslinger hat mich und Ronald Pohl, der heute im „Standard“ schreibt, als neue Mitglieder vorgestellt und inzwischen gibt es die Vollversammlung, das Treffen im Frühjahr nicht mehr jährlich.

Die Generalsversammlungen waren damals im November und dauerten das gesamte Wochenende beziehungsweise auch den Sonntag Vormittag. In den letzten Jahren gab es am Freitag Nachmittagvor der GV einen sogenannten „Kulturpolitischen Arbeitskreis“, wo in kleiner Runde sogenannte gesellschaftspolitische Aspekte besprochen wurden.

Ruth Aspöck hat ihn moderiert beziehungsweise veranstaltet und am Abend gab es in den letzten Jahren in der Alten Schmiede immer die sogenannte Neuaufnahmelesung.

Da haben dann die Mitglieder die im letzten Jahr aufgenommen wurden, ein paar Minuten aus ihren Werken gelesen und ein Heftchen mit ihren Textproben gab oder gibt es immer auch.

Inzwischen ist die GAV ja sehr gewachsen, hat, glaube ich, an die siebenhundert Mitglieder und im letzten Jahr wurden  soviele Leute aufgenommen, daß man zwei Lesungen machen hätte müßen, also ist die Lesung gestern ausgefallen.

Der kulturpolitische Arbeitskreis hat zum Thema „Entwicklung der GAV“ stattgefunden. Ilse Kilic hat ihn jetzt geleitet und ich habe nicht teilgenommen, weil es gleichzeitig in der Versicherung der Eisenbahner ein Treffen bezüglich des neuen elektronischen Überweisungssystem bei der Psychodiagnostik gegeben hat und so war ich am Abend in der Hauptbücherei und bin erst heute zur GV in die „Alte Schmiede“ gewandert.

Da gibt es dann immer ein striktes Programm, der Kassabericht wird besprochen. Vom gestrigen Arbeitskreis wurde berichtet und dann ging es zu den Neuaufnahmen, wo es diesma auch an die vierzig neue Mitglieder gibt. Die berühmtesten,  beziehungsweise mir bekannten sind Harald Darer, Livia Getreider, Rhea Krcmarova, Peter Krobath, Norbert Kröll, Lukas Meschik, Irtene Suchy, Otto Tremetzberger und Erwin Uhrmann.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie alt die neu angenommenen Mitglieder im Durchschnitt sind. Es wurde aber bei der Versammlung deponiert, daß sich die GAV um die jungen Autorenschaft kümmern und neue Talente aufnehem soll und dann ging es am Nachmittag zu den Regionalberichten beziehungsweise zu den geplanten Veranstaltungen.

Die werden da ja immer durchbesprochen und genehmigt. Jedes Mitglied kann da eine Veranstaltung im Jahr organisieren und ein paar Kollegen dazu einladen.

Ich habe 2001 und dann von 2003 bis 2009 den „Tag der Freiheit des Wortes“ organiserit und dann einige Male eine Frauenlesung unter dem Titel die „Mittleren“

In den letzten Jahren organisiere ich nichts mehr, weil es sehr mühsam ist die Leute hinzubekommen, lasse mich aber gerne von anderen einladen und diesmal hat ja die Ruth mit der ich im Mai und Juni den öffentlichen Raum abgeklappert bin und circa fünfzehn Spontatnetexte zu der diesbezüglichen Kunst geschrieben habe, eine Veranstaltung eingereicht, wo wir erstmal nur an einem Nachmittag zu drei Orten führen und die entsprechenden Texte vorlesen werden.

Ein Höhepunt der Generalversammlung ist sicher das gemeinsame Abendessen und böse Stimmen behaupten, daß es Leute gäbe, die nur deshalb um Aufnahme ansuchen würden.Was natürlich ein Blödsinn ist, da man sich ja, um den jährlichen Mitgliedsbeitrag das Abendessen selber bezahlen könnte. Dann aber wahrscheinlich nicht in so illustrer Gesellschaft das Schnitzel oder den Tafelspitze und danach den Apfelstrudel oder die Paltaschinke verzehren würde.

Ich bin jedenfalls wieder mit dem Rudi, der Margot Koller, der Ruth,  Elisabeth Ernst, Hilde Schmölzer und einigen anderen an einem Tisch gesessen und habe, weil ich mir noch einen Schilchersturm bestellen wollte, versäumt, Doron Rabinovici der an mir vorbeigegangen ist, zu sagen, daß mir seine „Außerirdischen“ sehr gut gefallen haben und daß ich es sehr schade finde, daß sie nicht auf die Shortlist des ÖstBp gekommen sind.

2016-10-22

GAV-Versammlungen

Diesen Samstag gibts wieder die Generalversammlung der Grazer Autoren, der seit 2009, am Freitagnachmittag der sogrenannte kulturpolitische Arbeitskreis veranstaltet wird, wo im kleinen Kreis unter der Leitung von Ruth Aspöck zu einem bestimmten Thema diskutiert wird, „Warum schreibe ich, was lese ich, Journalismus, Muttersprache, Vatersprache, Film und Arbeitswelt“ und „Wünsche an die GAV“, waren schon die Themen, diesmal ging es, um die Kleinverlage, so daß Fritz  Widhalm ein sehr poetisches Referat dazugehalten hat.

Ein typischen Fritz oder „Wohnzimmerverlagreferat“, a la Kleinverlage gegen Großverlage, das aber meiner Meinung nach nur einen kleinen Teil der literarischen Szene abdeckte, denn die Autoren wollen wahrscheinlich selbstverständlich, sobald sie können zu den möglichst deutschen Großverlagen und das „Fröhliche Wohnzimmer“ deckt eher die experimentelle Literaturszene ab, die bestimmt sehr wichtig ist, aber wenn ich da nicht gerade ohnehin unterwegs bin und zu den Kleinverlagmessen gehe, werde ich als lesender Normalverbraucher, höchstwahrscheinlich keine Ahnung habe, daß es das gibt.

Von zwei bis halb sechs wurden, dann die fehlenden Bereiche ausdiskutiert, Mila Haugova, Magdalena Knapp Menzel, Robert Kleindienst, Wally Rettenbacher, Irene Wondratsch, Ilse Kilic C. H. Huber und Jopa Joakim, der auch das Protokoll führte, waren die Teilnehmer und ich denke und blogge ja auch sehr intensiv darüber.

Der Literaturbetrieb ist sehr  vielfältig, ich finde es schön, daß viele Leute schreiben, glaube auch nicht, daß durch die Möglichkeiten des Selberpublizieren sehr viel Mist geschrieben wird und veröffentliche seit 2000 selbst, bin also eine Selbstpublisherpionierin und seit es das Internet und den Digitaldruck gibt, braucht man auch nicht mehr für die Schublade schreiben.

Leser und Resonanz sind natürlich wichtig, aber wenn es die nicht gibt, würde ich beispielsweise nicht zum schreiben aufhören und ich denke auch, daß Literaturkurse und Schulen interessant und wichtig sind, die heutzutage von vielen Autoren, quasi zum Nebenverdienst, weil man vom Schreibe allein ja meistens nicht leben kann, angeboten werden. Früher war das anders, aber auch da hat man das Schreiben irgendwie durch Versuch und Irrtum und viel Lesen lernen müßen, heute werden Marketingkurse im Internet angeboten und man kann seine Bücher wenn man will, selber veröffentlichen, muß dafür das Cover und das Lektorat selber bezahlen, während der Verlag, den Druck bezahlt und bersorgt, die Texte lektorieren und durch Werbung auch für ihre Verbreitung sorgen soll.

Dann gabs eine längere Pause in der ich mit der Ruth in einem Restaurant beim Gutenberg-Denkmal war und dann gings weiter, auch schon eine Tradition, die es seit einigen Jahren gibt, mit der Lesung der im Vorjahr aufgenommen Mitglieder.

Zwanzig waren es an der Zahl, vier sind aber davon ausgefallen und im nächsten Jahr, habe ich schon gehört, können es dreißig werden, eine sehr lange und sehr intensive Lesung, die sehr viel Konzentration erforderte, auch wenn die Lesezeit nur fünf Minuten betraf.

Gerhard Jaschke moderierte und es gab zur Unterstützung wieder das Heftchen „Aufgenommen“ mit Textbeispielen der neuen Mitglieder von denen ich nur einige kannte.

Die 1976 in Salzburg geborene Renate Aichinger kannte ich dem Namen nach, sie hat auch einen Band in der neuen Lyrik Reihe aus Österreich, aus der sie einige Beispiele gelesen hat.

Ines Birkhan und  Bettina Gärtner habe ich nicht gekannt, während ich Rene Bauer unter dem Namen Rene Monet, glaube ich, schon bei einem Poetry Slam gehört habe.

Dann kam die 1979  in Wien geborene Michaela Hinterleitner, mir von Lesungen in St. Pölten und im „Read!!ingroom“ ebenfalls schon bekannt und auch ihren Text vom „Allesfresser“ habe ich schon gehört.

Nadine Kegele brachte einen Auszug aus ihrem neuen in Arbeit befindlichen Roman „Blaue Augen zum Selbermachen“

Dann kam der mir bisher unbekannte  1970 geborene Markus Lindner mit einem sehr politischen Text über die „Namenlosen“, die im Meer schwimmen oder an Land angeschwemmt werden, beziehungsweise deren Leichen nicht gefunden werden, weil sie vorher von den Fischen aufgefressen werden.

Doris Nussbaumer mir ebenfalls schon bekannt, weil ich in ihrem „Werkl im Goethehof“ schon gelesen habe, fehlte, wie Anne Marie Pirchner.

So daß, als nächstes der 1962 geobrene Autor Komponist und Tonmeister Bruno Pisek aus einem sehr großen Buch, ich nehme an, es war der „Sprechchor für Solostimmen“ gelesen hat.

Marcus Pöttler brachte Beispiele aus seinem bei „Keiper“ erschienen Gedichtband „noctarium.“

Dann kam der 1981 im Innviertel geborene Stefan Reiser mit zwei Theatertexten beziehungsweise Anweisungen eines Regisseurs an seine Gruppe, gefolgt von dem neben mir sitzenden Stefan Schmitzer, den ich 2008, glaube ich, beim Volksstimmefest kennenlernte, der schon viele Gedichtbände bei „Droschl“ und inzwischen auch bei einem anderen Verlag hat und den ich auch schon in der „Alten Schmiede“ hörte.

Er war auch sehr politisch und hat die Flüchtlingssituation in seinem Lang oder Kurzgedicht erwähnt.

Märchenhafter wurde es mit den Texten der ehemaligen Lehrerin und Kunsttherapeutin Susanna Schweiger.

Die 1983 in Villach geborene  Angelika Stallhofer hat derzeit ein Stipendium in Palliano, so daß sie ihren Textauszug  aus  „Der rastlose Vogel“, der von einem Kolibri handelte, vorlesen ließ und eine Grußbotschaft sandte.

Dann kamen noch, die in Kirchdorf  an der Krems geborene Elisabeth Strasser und der in Linz geborene Geigenlehrer Erich Wimmer, der in einem Gedicht an den plötzlichen Tod des „Resistenz-Verlegers“ Dietmar Ehrenreich erinnerte und am Samstag ging es mit der Generalversammlung, den Neuaufnahmen, den Veranstaltungsvorschlägen und den Regionalberichten weiter.

Am Abend war wieder das traditionelle Abendessen mit Gasthof Pfudl mit Fritattensuppe, Tafelspitz und Palatschinke, wo ich mich sehr lang und sehr intensiv mit Dietmar Füssel, der mir seinen endlich fertig gewordenen historischen Roman avisierte, Frank König aus Berlin,  Hans Jörg Dost aus Dresden und Josef K. Uhl aus Kärnten, der mir eine Rezension für „Paul und Paula“  in  der „Unke“ versprach, unterhielt.

Bücher habe ich mit C. H. Huber getauscht und im Jänner gibts wieder in Salzburg eine GAV-Veranstaltung, wo ich mit Margot Koller,  Wolfgang Kauer und Manfred Chobot unter dem Thema „Angekommen“ im afroasiatischen Institut lesen werde.

Zum Thema „Abgeschoben“ haben wir dort ja schon einmal gelesen.

2016-05-10

Baustelle Europa und Tag der Freiheit des Wortes

Ich habe ja vor kurzem geschrieben, daß meine Lesungsmöglichkeiten immer seltener werden, so weiß ich heuer noch nichts vom Volksstimmefest und beim „Margaretner Fest für Kunst und Kultur“, habe ich mich zwar unsprünglich angemeldet, dann aber gemerkt, daß ich Anfang Juni in Kroatien sein werde und heute ist wieder der „Tag der Freiheit des Wortes“ zum Gedenken an den 10. Mai 1933, wo die Nazis die Bücher verbrannten, worunter Stefan Zweig, den ich ja gerade lese, sehr litt und das ist der Tag einer traditionellen GAV-Veranstaltung beziehungsweise Massenlesung.

Zwei hat es davon ja gegeben, als ich 1987 dort aufgenommen wurde, die „Lyrik im März“ und den „Tag der Freiheit des Wortes“, der ist dann unter Gerhard Kofer Ende der neunziger Jahre irgendwie eingeschlafen, 2000 hat ihn dann Petra Ganglbauer wieder veranstaltet, 2001 ich im NIG, da gab des Kontroversen mit Konstantin Kaiser,   2002 hat es dann Rolf Schwendter im Literaturhaus gemacht und von 2003 bis 2009 ich im Literaturhaus, mit dem ich dann ja meine Schwierigkeiten hatte, 2010 hat es Petra Ganglbauer wieder organisert und mich dazu eingeladen, danach wurde ich nicht mehr eingeladen, bin manchmal hingegangen manchmal nicht und heuer, wo es Ilse Kilic wieder im Literaturhaus organisierte, habe ich mir das Kommen vorgenommen.

Dann kam gestern eine „Eilmeldung“ vom lieben Rudi zu einer Veranstaltung im Amtshaus Margareten zum Thema „Baustelle Europa“, die ich zuerst für das „Fest für Kunst und Kultur“ gehalten habe.

Es war aber eine andere Veranstaltung, der fünfte Bezierk ist ja bezüglich Kultur sehr rührig, Matthias Handwerk veranstaltete da „ein Dauerprojekt in allen Genres“, das heißt, wie beim „Fest für Kunst und Kultur“ mit den bildenden Künstlern, aber auch Kurzlesungen mit dem Rudi und Armin Baumgartner, der ja früher die Literatur im little Stage organisierte, Musik von Chris Peterka und Harry Stoika gab es auch und weil es schon um sechs angefangen ist und ich auf dem Weg zum Literaturhaus ja fast daran vorbeikomme, bin ich zur Eröffnung hingegangen, beziehungsweise habe ich die von der Bezirksvorsteherin dann schon fast wieder versäumt, zu der der Künstler bin ich aber zurechtgekommen und der liebe Rudi hat wieder zwei Texte aus dem Cafe KPÖ gelesen und dann wieder zwei Gedichte, darunter die berühmten Schreie.

Der 1968 geborene Armin Baumgartner, der 2014 den „Alois Vogel Preis“ bekommen hat, hatte einen, wie ich meine stark an Gert Jonke angelegten Text über eine „Rede an die Nation die ich nie gehalten habe und nie halten werde“, dann habe ich noch rasch eine Glas Wein getrunken und mir die Ausstellung angeschaut und bin im Literaturhaus gerade zu Barbara Zwiefelhofers Einleitung zurechtgekommen, die sich freute, daß die Veranstaltung wieder im Literaturhaus stattfindet.

Diesmal zehn zum größten Teil experimentellen  Autoren und es gibt jetzt auch immer ein Thema, nämlich „Was kann die Sprache“ und Wolfgang Helmhart, den ich ich ja meistens im „MUSA“ treffe, begann mit Musikbegleitung auf die sprachlichen Variationen zur Freiheit der Sprache im Wort hinzuweisen.

Michaela Hinterleitner folgte mit zwei Texte, die ich schon gehört habe, nämlich mit dem sehr politischen der weiß gefärbten vormals blauen Wäsche, über Flüchtlinge die im Meer ertrinken und dann den des „Allesfressers“.

Auch Magdalena Knapp Menzels Text „Am Anfang war das Wort“, habe ich glaube ich schon beim „Volksstimmefest“ gehört.

Margret Kreidl las aus dem 2004 erschienenen Buch „Der Geschmack der Fremde“, das bei „Sonderzahl“ erschienen ist und dann bald bei den Büchertürmen der „Literatur im März“ zu finden war, wo es um gemeinsames Kochen beziehungsweise Gespräche mit Flüchtlingen im Integrationshaus ging.

Martin Kubaceks Text den ich hauptsächlich von seinen Moderationen in der „Alten Schmiede“ kenne, war auch sehr interessant, er las nämlich kurze Szenen, die mit „Stiege“, „Delfter Porzellan“ etcetera betitelt waren und erklärte dazu, daß es Begegnungen mit Menschen wären, die er in dem Haus machte, in dem er seine Schreibwohnung hatte. 1938 wurden dort die Juden vertrieben, jetzt sind andere Flüchtlinge eingezogen, die Schwierigkeiten haben einander zu verstehen und miteinander zu kommunizieren.

Hilde Langthaler, die ich vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kenne und die auch bei meinen Veranstaltungen meistens gelesen hat, las einen Text aus ihrem Buch „Im Gegenlicht“, wo es, um die Angst einer Frau vor der Begegnung mit einem Fremden geht und Birigt Schwaner habe ich, glaube ich, schon einmal in der „Alten Schmiede“ aus „Polyphems Garten“ gehört, wo es um eine sehr radilkalisierte Welt, wo Diktatur herscht, das Internet abgeschaft, das Lesen verboten, an Ray Bradbury „Fahrenheit 451“ angelehnt, wie sie erklärte, gehört und Günther Vallasters Text war ebenso witzig, er bezog sich, glaube ich, auf Alice im Wunderland, politisiert,  zwischendurch zog er immer wieder Bücher mit seinen Texten, so zum Beispiel die von El Awadalla herausgegebene Anthologie zu den „Widerstandsleseungen“, wo ich auch einen Text drinnen habe, oder das „Feribord 16“ heraus, wo es um Hasentexte geht heraus und las sie vor.

Die 1963 in Klagenfurt geborene Ursula Wiegele hatte einen Text über einen rumänischen Schauspieler, der sich mit der Sprach schwer tut und zuletzt kam Thomas Havlik mit einer seiner Performances, der mir dann auch seine Texte zeigte und mir „Syllabers Shooter-30 Milliarden Silben“, ein in der „Edition ZZOO“ erschienenes Heftchen schenkte, so daß ich mich in seine Sprachkunst einlesen kann.

Dann gab es wieder Wein zu trinken und Gespräche über die politische Situation, die ja momentan auch nicht sehr erfreulich ist und ich habe nach dem „Fest der Freude am achten Mai“ am Heldenplatz heuer wieder einmal dem „Tag der Freiheit des Wortes“, beziehungsweise der Bücherverbrennung, der Nazis am 10. Mai 1933 gedacht und wenn ich wieder öfter lesen könnte, würde das auch nicht schaden.

 

2016-04-04

Wieder einmal Schreibgespräche

Im „Literaturmuseum“ war ich jetzt ja schon länger nicht, ich glaube, das letzte Mal bei der „Ernst Jandl- Veranstaltung“ im Oktober und bei der GAV-Reihe „Reden vom Schreiben“, glaube ich, nur das erste Mal, als Renata Schmidtkunz den älteren Robert Schindel der jüngeren Anna Weidenholzer gegenüberstellte, als dann Marie Therese Kerschbaumer an der Reihe war, war ich noch Radfahren, auf meinen Blog wurde aber nach der Veranstaltung gesucht.

Jetzt ist es sich wieder ausgegangen und jetzt war auch Daniela Strigl, die Moderatorin, die ich ich ja schon am letzten Freitag in einer Gesprächsreihe hörte und Angelika Reizter, die neben Franz Josef Czernin vorgestellt wurde, habe ich vorige Woche auch zweimal in der „Alten Schmiede“ gehört.

Ja, ich komme viel herum in der literarischen Szene Wiens, beziehungsweise stehe ich daneben oder sitze dabei und beim Hingehen ist mir  schon eingefallen, daß ich nach der Sonderausstellung fragen sollte, die da ja bald eröffnet werden soll und wie es der Zufall will, aber wahrscheinlich ist es gar keiner, hat Angelika Reitzer diese Ausstellung kuratiert, die nächsten Freitag eröffnet werden wird, aber da bin ich in Göttweig bei der „Literatur und Wein“

Ja, mich treibt es literarisch herum, obwohl in diesem Fall der Alfred der Auslöser ist, der die Dauerkarten bestellte, aber am 2. Mai bekommt Marianne Jungmaier im „Literaturmuseum“ das „Georg Saiko-Reisetipendium“ und da kann man ab achtzehn Uhr in das Museum, also muß ich noch ein wenig warten, aber Franz Josef Czernin und Angelika Reitzer sind auch sehr interessante Gegensätze, wie Daniela Strigl gleich in der Einleitung betonte, ist ja der 1952 geborene Franz Josef Czernin ein eher experimenteller Lyriker, er hat den Jandl und den „H. C. Artmann Preis“ für Lyrik bekommen, ist aber auch Essayist und hat einmal mit Ferdinand Schmatz, den „Residenz-Verlag“ genarrt. Das hat Daniela Strigl in ihrer Einleitung nicht erwähnt, aber gesagt, daß er ein ganzes Buch über ein Gedicht von Reinhardt Priessnitz geschrieben hat und auch gerne Texte anderer  umlautet.

Die  1971 in Graz geborene Angelika Reitzer ist mir wahrscheinlich besser gekannt, ging ich ja sehr oft zu den von ihr moderierten Textvorstellungen in die „Alte Schmiede“, die besonders experimentell oder sprachkünstlerisch waren, so hat sie Anna Weidenholzer, Nadine Kegele, Valerie Fritsch, Sandra Gugic und und und vorgestellt und stellt jetzt in der Reihe „Lesart“ neue Bücher vor.

Das von Clemens J. Setz meinen vorigen Buchpreisfavoriten beispielsweise aber auch andere, Karin Peschka und und.

Ich habe sie ja, glaube, ich in der Hauptbücherei so richtig kennengelernt, als ich da einmal ein Buch vorstellte, sie aber vorher, ab 2007 glaube ich, als das neue aufsteigende GAV-Talent erlebt, als sie den „Priessnitz-Preis“ bekommen hat, war ich gerade auf das Literaturhaus sauer, weil mich Silvia Bartl nicht mehr die „Mittleren III“ dort hat machen lassen, an dem Tag habe ich aber auch eine Einladung von Friedrich Hahn zu den „Textvorstellungen“ mit Cornelia Travnicek bekommen, das aber nur nebenbei zu Angelika Reitzers Rolle als Kulturvermittlerin.

„Unter uns“ und „Wir Erben“ habe ich gelesen. Daniela Strigl stellte sie als Spezialistin für prekäre Verhältnisse vor und ich habe mich schon beim Hingehen gefragt, wie die beiden Autoren wohl zusammenpassen?

Wie die Faust aufs Auge wahrscheinlich nicht, weil Angelika Reitzer sprachlich sehr anspruchsvoll ist, aber keine Lyrik schreibt, Daniela Strigl, die ja sehr gekonnt zu moderieren versteht, erste Frage war dann auch, ob sich der Literaturbetrieb seit dem Beginn des Schreibens verändert hat?

Hat er natürlich, zu Beginn meines Schreibens, das sich wahrscheinlich mit dem von Franz Josef Czernin decken wird, war er total experimentell und das Erzählen out. Franz Josef Czernin hat das vornehm, als den Wunsch nach schwierigen Texten umschrieben. Der sich inzwischen verändert hat, inzwischen ist ja, wie man vielleicht am Beispiel „Morgen mehr“ von Tillmann Ramstedt  oder Ronja von Rönne sieht, eher performantistisch, blogmäßig geworden, was damals sicher undenkbar war.

Angelika Reitzer hat seit 2007 keine so großen Veränderungen bemerkt, da war das narrative Schreiben schon erlaubt und die Experimentellen haben über soviel „mittelmäßige Romane“  gestöhnt, sie aber auch nicht verhindern können und dann kam eine Überraschung , nämlich eine Listenlesung von Angelika Reitzer, die aus einem Buch, aus dem Leben  der Zell am Seer Bankerin  Auguste Lammer las, wo sie ihr Leben von 1- 200 skizzierte und dann im Gespräch erklärte, daß sie das für das Salzburger 200 Jahre Jubiläum geschrieben hat, also auch sehr schön experimentell, diese Indexlesung, dann gab es noch eine Diskussion über die Vor- und Nachteile des Listenschreibens und ob sie einem bei Schreibblockaden helfen können?

Das hat Angelika Reitzer, glaube ich, ein wenig irrigiert, aber Gleiderungen helfen natürlich, zumindestens erlebe ich das gerade bei meinem momentan noch nicht sehr geglückten Schreibversuchen.

Dann kam der Übergang zu Franz Josef Czernin, der an Hand von Wilhelm Müllers „Krähe“ aus der „Winterreise“ demonstrierte, wie das Umformen von Gedichten geschehen kann.

Danach ging das Schreibgespräch weiter, denn Daniela Strigl wollte genau wissen, ob mit der Hand oder in den Computer geschrieben wird und stellte dieselbe Frage, die ich mir auch immer stelle, daß es ja, wenn es gleich in den Computer geht, dann keine Originale für das Literaturmuseum oder eine Handschriftensammlung gibt.

Es gibt aber natürlich ein Notizbuch und Franz Josef Czernin überraschte mehrmals durch sehr orignelle Antworten (Der Wert steigt dadruch), während Angelika Reitzer erzählte, daß sie es bei Autofahrten schon einmal mit dem Handy probiert hat.

Die Reihe geht weiter, versprach Daniela Strigl, aber ich werde erstmal mein neues Buch in den „Read!!ingroom“ bringen, am Mittwoch ist wieder MUSA und am Donnerstag kann ich, wenn  die „Schreibgruppe“ stattfindet, vielleicht meine erste Wurfgeschichte über „Dosenbier“ schreiben und  meine momentanen Schreibblockade ein wenig überwinden.

2016-01-29

Wenig bis nichts

In dieser wunderbaren literarischen Woche ist es noch einmal ins Literaturhaus gegangen, diesmal zu einer „GAV-Veranstaltung“ wo sich die experimentelle Szene oder zumindest ein Teil davon präsentierte und im Gegenteil zum Mittwoch, wo es voll war mit Wolfgang Popps Freunden und Bekannten, war es eher leer.

Es war auch ziemlich finster, als ich ins Literaturhaus kam und die Bühne war von zwei vorgehängte Papierstreifen zum Teil verhüllt.

elffriede.aufzeichnungssysteme, wie sie sich jetzt nennt, scheint die Veranstaltung organisiert zu haben und den Teilnehmern Harald Gsaller, Sabine Maier, Dieter Sperl, Birgit Schwaner und Oliver Schulz, das Motto und ein paar Textbaussteine vorgegeben zu haben und dann machte jeder seinen Text,  performierte und wußte, wie mir Birgit Schwaner sagte, vorher selber nicht genau, was kommt.

Sabine Maier und elffriede nahmen an den beiden Seiten der Bühne Platz, Barbara Zwiefelhofer eröffnete und las einen Eröffnungstext. Ein solcher ist auch im Literaturhausprogrsamm zu finden, wo die Veranstaltung mit „Textpräsentationen“ angekündigt ist.

„was geschieht wenn ein teil vom ganzen verschwindet? was bedeutet dies für andere teile, die noch da sind? geht es um das große ganze oder um kleine ein(zel)heiten und welten oder um das einenicht ohne das andere? es geht im großen und ganzen um verschwindend geringes, beiläufiges, scheinbar nichtiges, zu wort kommen könnte eine hochkonzentrierte wahrnehmung, die intensive eindrücke „schwach“ verarbeitet und ungeordnet, gebrochen, vielleicht roh und sperrig, dann wieder flüssig widergibt, als etwas, das übrig bleibt und sich, ohne den zusammenhang, den sie verloren oder einfach über den haufen geworfen hat, dennoch behauptet als eigenständiges, die rezeption als konstruktiven teil einschliessendes: kleinste einheiten (kleinstheiten), die form annehmen und verlieren, unspektakuläre spektakel, fast beiläufig, nahezu nichtig, begonnen, abgebrochenes…es geht  um die identität der texte und bilder. umso mehr, wenn deren referenz verschwindet, schon zu lebzeiten“

Was verstanden? Ich auch nicht viel, umsomehr da die Lesenden ohne sich vorzustellen auftraten oder ihre Texte auf den Papiervorhängen präsentierten.

Ein paar von ihnen habe ich gekannt, Dieter Sperl zum Beispiel, der auch die Zeitschrift „flugschrift“ herausgibt und zwei Nummern, eine von elffriede und eine von Harald Gsaller lag auch zur freien Entnahme auf oder „Als Geschenk für Sie!“, wie Barbara Zwiefelhofer anschließend erläuterte.

Der kam nach den ersten Textprojektionen, die, wenn ich es inzwischen richtig verstanden habe, von Sabine Maier waren, die mir immer noch ziemlich unbekannt ist.

Von Dieter Sperl habe ich übrigens heute nachmittag ganz zufällig im Schrank ein kleines rotes, mit Widmungen sehr beschriebenes Heftchen gefunden, das er gemeinsam mit dem im letzten Jahr verstorbenen Helmut Schranz, 1992 herausgegeben hat „Damals vor Wort“.

Jetzt hat er wieder viele schöne aber eher zusammenhanglose Sätze, von denen die am falschen Ort sind, von seinen Verwandten, etcetera, etcetera, gelesen, es war auch Sound dabei.

Dann kam die 1960 in Frankenberg geborene Birgit Schwaner, die ich vom Lesetheater kenne und die einmal den „Siemens-Preis“ gewonnen hat und die auch „Radio-Kunst“ macht.

Sie las, glaube ich, Traumseqenzen von Fischen und von Schmetterlingen, H. C. Artmann kam auch vor, einmal als Schulmeister an der Tafel, einmal in einem Gefängnis, wieder eher zusammenhanglose schöne Sätze, dazwischen immer wieder Projektionen und elffriede las von einer Literaturstipendiatin und deren Erlebnisse mit dem Schreiben und anderen Dingen.

Der ebenfalls 1960 geborene Harald Gsaller war mir eher als Name ein Begriff, es kann auch sein, daß ich einmal etwas von ihm gefunden aber noch nicht gelesen, weil zu experimentell, habe und er führte auch eher in esoterische Welten und machte auch eher fernöstliche Turnübungen, projezierte dabei aber auch wieder schöne Landschaftsbilder und las aus einem englischen Buch.

Daß der mir ebenfalls unbekannte Oliver Schultz mit Demenzkranken arbeitet, hat Barbara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung erwähnt und er las offenbar Texte, die aus Gespräche mit ihnen entstanden sind und die sich auf den Tod und auf Opfer bezogen. Der Krieg kam auch immer vor und am Schluß tauchte dann auf der einen Vorhanghälfte das Wort Ende auf, während elffriede auf der ihren Beginn hinschrieb.

Sehr interessant und sehr experimentell,  ein Teil der österreichischen Literatur und gut zu den anderen Teilen passend, die ich mir diese Woche gegeben habe, die Unterschiede machen es deutlich, denke ich und man könnte wieder fragen, was geschieht, was bleibt, was nimmt man sich mit und was man davon verstanden oder nicht?

Hahnrei Wolf Käfer und Marius Gabriel vom Lesetheater sind auch gekommen und eine Frau mit einem kleinen Hund war da, was vielleicht auch dazu passt oder nicht und wem das alles zu abstrakt ist, der kann sich auch noch unter www.elffriede.net informieren.

Und etwas anderes von einer anderen Elfriede, was ebenfalls sehr interessant ist, kann ich noch vermelden, nämlich von El Awadalla, der Dialektautorin, die ich einmal im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennenlernte, die 2000 die Widerstandslesungen organisierte und die 2005 glaube ich die „Millionenshow“ gewonnen hat, die ist nämlich eine sehr interessante und originelle Frau, will sie doch neben Andreas Khol, Alexander van der Bellen, Norbert Hofer, Irmgard Griss und Rudolf Hundstorfer für das Amt der Bundespräsidentin kanditieren.

2015-10-24

Autorenversammlung

Am Wochenende gab es wieder die GAV-GV, die am Freitag, wie schon seit einigen Jahren üblich, mit einem Treffen des kulturpolitischen Arbeitskreises, den Ruth Aspöck organisiert, begann.

Diesmal mit dem Thema Film. Die 1947 geborene feministische Regisseurin Käthe Kratz hielt das Impulsreferat und erzählte, daß es in den Neunzehnsiebzigerjahren keine weiblichen Regisseure gegeben hätte und sieeigentlich auch nur als Cutterin auf die Akademie aufgenommen wurde.

Dann hat sie aber doch Drehbuch und Regie studiert und kleine Arbeiten für Regisseure übernommen und einmal ihren erstem Fernsehfilm, den Herr Bacher gar nicht haben wollte. Dann ging es aber doch und es wurde ein Erfolg. So hat sie eine ganze Werkliste hinuntergedreht, bis sie vor zwölf Jahren infolge eines Burn-Outs damit aufgehört hat.

Nur eine kleine Gruppe Teilnehmer, Sven Daubenmerkl, der sich als großer Filmfan entpuppte, Magdalena Knapp Menzel, die neue Generalsekretärin, Ilse Kilic, Daniela Beuren von der Grauenfruppe, später kam noch Mila Haugova aus Bratislava dazu und das Thema Film ist eines, das mich nur am Rande interessiert, dafür aber die Frage, ob ich jetzt eine Amateuerin bin, wenn ich blogge und meine Bücher selber drucken lasse?

Manchmal fühle ich mich ja  so und die Tatsache, wieviele Leute, die dicken Bücher, die beispiesweise in diesem Bücherherbst erschienen sind, wirklich lesen, interessiert mich auch.

Käthe Kratz warf die Frage von Literaturverfilmungen auf, in eineinhalb Stunden den ganzen „Radetzkymarsch“ beispielsweise und die meisten Romanverfilmungen, mit Ausnahme einer Donna Leon, die ich gesehen habe, waren schlechter als das Original, so daß ich beispielsweise gar nicht so gerne haben würde, das mich jemand verfilmt.

Alois Eder hat das einmal bei der „Globalisierungsnovelle“ vorgeschlagen. Er hat wahrscheinlich gemeint, daß das Buch damit besser werden würde, aber in Echt interessiert das wahrscheinlich ohnehin niemanden und  bis die Neuaufnahmelesung begann, ging ich ein bißchen mit Ruth Aspöck am Graben spazieren.

Sie zeigte mir ein Pferd, das dort mit einem Soldaten, eine französische Istallation, vorübergehend aufgestellt ist und lud mich  auf ein Achtel ins Cafe Europa ein. Dann ging es schon los mit dem Neunerpack, je zehnminütigen Lesungen, würde ich mal schätzen, der im Vorjahr neuaufgenommenen Mitglieder, um die wir uns vielleicht gestritten haben und die „Alte Schmiede“ war sehr voll von den Mitgliedern, die zur Generalversammlung angerist waren.

Dietmar Füssel hat mir seinen neuen Krimi gegeben, den ich demnächst lesen will, mit Margot Koller habe ich mein neues Buch getauscht und die 1969 in Bremen geborene und in Linz lebende Corinna Antelmann, von der ich einmal vom „Resistenz-Verlag“ ein Buch gewonnen habe und die inzwischen einige Preise gewonnen hat und bei „Septime“ verlegt, lasein Stück aus ihrem neuen Roman „Hinter der Zeit“.

Dann folgte Anton Blitzstein, bei dem ich ja vor kurzem bei einer Vernissage seiner „Wohnhausbilder“ gewesen bin, mit vier kurzen Texten und der 1980 geborene Florian Gantner  las ein Stückchen aus seinen „!Sternstunden der Menschheit“, skurille Stückchen von Leuten die über die Mariahilferstraße gehen, in Gefängnissen sitzen, etcetera und dann noch sehr prägnanten Namen haben.

Die 1957 geborene Gertrude Maria Grossegger las Auszüge aus einem Langgedicht und die Linzerin Marianne Jugmaier ein Stück aus ihrem „Tortenprotokoll“.

Augusta Laar, die Organisatorin vom „Schamrock-Festival“, die in München lebt, las Gedichte, beispielsweise das vom „Tod in Ottakring“ und der sowohl in Berlin als auch in Ottensheim lebende, man sieht viele der neuen GAV-Mitglieder sind Oberösterreicher, Stephan Roiss las einen sehr kurzen Text über eine Frau, die eigentlich nicht geboren werden sollte, dann kam Britta Steinwendter, 1942, geboren, die lange die Rauriser Literaturtage organisierte und las ein paar Gedichte, die auch ins Englische übersetzt sind und ein Stück aus dem Künstlerroman, den ich schon vor einem Jahr in der „Gesellschaft für Literatur hörte.

Die letzte Lesende war die 1983 geborene und wie ich glaube, in St. Pölten lebende Magda Woitzuck, die schon einige Hörspielpreise gewonnen hat und von der ich Erzählungen gelesen habe.

Dann war es aus und ich fuhr mit Ruth Aspöck zur Hauptbücherei, weil dort im Cafe Oben, Alfred sein zweites Geburtstagsfest veranstaltete, es gab Getränke und Fingerfood und außerdem wurde gerade ein Film mit  Josef Hader gedreht.

Am Samstag ging es dann zur Generalversammlung wo es um die geplanten Veranstaltungen des nächsten Jahres ging und die Neuaufnahmen diskutiert wurden.

Renate Aichinger, Michael Amon, Rene Bauer, Ines Birkhan, Bettina Gärtner, Michaela Hinterleitner, Nadine Kegele, Hildegard Kogarnig, Markus Lindner, Doris Nußbaumer, Anne Marie Pircher, Bruno Pisek, Marcus Pöttler, Stefan Reiser, Stefan Schmitzer,Wolfgang Schöner, Susanne Schweiger-Wanderer, Angelika Stallhofer, Elisabeth Strasser und Erich Wimmer sind jetzt neue Mitglieder.

Am Abend ging es wieder ins Gasthaus Pfudl, wo es diesmal besonders große Portionen gab.

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