Literaturgefluester

2021-03-17

Von Potsdam in die Gesellschaft für Literatur

Das ist heutzutage , in Zeiten wie diesen, gar nicht so einfach von Berlin nach Wien zu einer Lesung zu kommen, auch wenn die „Gesellschaft fürLiteratur“ wieder eine Tacheles-Reihe“ veranstaltete,die ja von Daniela Strigl organisiert und moderiert wird.

Das ist jetzt die elfte Veranstaltung ,moderierte Manfred Müller und die erste ohne Publkim. Die letzte war im Jänner 2020 mit Sasa Stanisic, da waren hundertfünfzig Personen und hundert mußten weggewiesen werden, Zustände,die man sich gar nicht mehr vorstellen kann, erklärte er dazu und ich war glaube ich nur bei einer „Tacheles-Veranstaltung“,als Daniela Strigl Katrin Passing vorstellte.

Weggeschickt haben sie mich, glaube ich, am zehnten März, als schon verkündet wurde, nur mehr hundert Personen und da haben sie das auch nicht getan, sondern nur verlangt, daß ich meinen Namen in eine Liste eintrage. Nun ab April muß man dann wahrscheinlich seinen grünen impfpaß vorweisen, wenn man zu „Tacheles zwölf“ will und heute war Antje Ravik Strubel in der „Tacheles- Veranstaltung“ und die war wieder sehr interessant, weil ich ja von der1974 geborenen Antje Ravik Strubel, die eigentlich nur Strubel heißt und das Ravic als Künstlernamen verwendet und jetzt auch auf „k“ umgewandelt hat, schon einiges gelesen, beziehungsweise mir einige ihrer Bücher in dieser Buchlandungshandlung auf der Mariahilferstraße einmal um zehn Schilling oder einen Euro gekauft.

2001 hat sie in Klagenfurt gelesen und auch gewonnen und das war, glaube ich, der Beginn ihrer literarischen Karriere. 2016, als ich „Paul und Paula“ geschrieben habe, habe ich sie in Leipzig auf dem blauen Sofa „In den Wäldern des menschlichen Herzen“ gehört und mir das Buch dann bestellt und 2019, wo ich wegen meines Knöchelbruchs und Gips nicht in Leipzig war, hat sie den „Preis der Literaturhäuser“ gewonnen und da noch ihre Lesereise gemacht, da war ich aber, glaube ich, nicht im Literaturhaus, als sie dorthingekommen ist.

Vorgestern habe ich mich ins Literaturhaus gestreamt, da hat Marlene Streeruwitz ihren Preis für das Jahr 2020 bekommen. Daniela Strigl hat die Laudatio gehalten, aber keine Lesereise mehr gemacht.

Antje Ravik Strubel hat es in die „Gesellschaft“ geschaft und wurde von Daniela Strigl erst einmal ausführlich vorgestellt. Sie hat Buchhandel gelernt, dann Anglizistik oder Amerikanistik studiert, über Friederike Mayröcker dissertiert, übersetzt jetzt Joan Didion und Virgina Woolf und hat eine Liebe zu Skandinavien. Außerdem erscheint im Herbst ihr neuer Roman „Die blaue Frau“. Aus dem hat Antje Ravik Strubel dann ein Stück gelesen und dazu erzählt ,daß eine Figur, die zwölfjährige Adina, in „Unter Schnee“ der in derTschechei spielt auch schon vorkommt. Jetzt ist sie erwachsen, nach Berlin gegangen, wurde dort mißbraucht und flüchtet in den Norden, nach Finnland. Dort lernt sie den Esten Leonides kennen und eine Aktivistin namens Christina

Daraus hat Antje Ravik Strubel eine Stelle gelesen und sich anschließend mit Daniela Strigl über ihre Übersetzertätigkeit unterhalten. Daniela Strigl wollte von ihr wissen,wie das mit der Übersetzterdebatte ist? Wer was oder wen übersetzen kann? Ein weißer Mann, eine schwarze Frau? Das ist ja etwas,was jetzt heiß diskutiert wird. Als ich „Paul und Paula“ geschrieben habe, wurde mir ja auch gesagt, daß ich das nicht dürfe. Ich denke da eher, daß es da auf das wie ankommt und,daß man übersetzen und nicht neudichten und umdeuten darf, was, ich glaube, jetzt eher passiert, daß da am Schluß ganz was anderes herauskommt.

Das war es, eine interessanteVeranstaltung trotz Lockdownund Reiseverbot. Ich wünsche Antje Ravik Strubel eine gute Heimreise nach Potsdam und habe heute Nachmittag auch einige Stunden mit der“ Gesellschaft für Literatur“ verbracht, beziehungsweise, diesechsundzwanzig Fragen des Schreibart Online-Gewinnspiels aufgelöst

Alle Antworten habe ich nicht gefundenund eine Zeitlang den Michael Stavaric mit dem Christoph Ransmayr verwechswelt, der ja auch ein großer Reisender ist und wahrscheinlich auch schon in der Gesellschaft für Literatur gelesen hat und Michael Stavaric, der ja ein Schreibart Online-Portrait, habe ich ja auch einmal in der „Gesellschaft“ gehört, wobei sich der Kreis wieder schließt.

2021-03-16

Von der „Gesellschaft“ in die „Alte Schmiede“

Der Vorteil der Livestream-Veranstaltungen ist ja, daß man sich den Hin und Rückweg erspart, meisten die Veranstaltungen auch nachsehen oder zurückdrehen kann und so kann ich mir am Abend, wenn ich die letzte Stunde um fünf Uhr mache, von einer Veranstaltung zur anderen switschen oder, was ich ja gerne tue, mir auch mehrere Sachen ansehen, was auch heute der Fall war und da gab es in der“Gesellschaft“ sowie in der „Alten Schmiede“ ein ganz unterschiedliches Programm.

Wir haben ja März und da gibt es in der „Gesellschaft für Literatur“ ja immer die Lyrik im März, eine Veranstaltungsreihe, die, glaube ich, Wolfgang Kraus eingeführt hatte, um die Lyrik, die ja ein Stiefkind der Literatur ist, besser zu etablieren und das letzte Mal, als ich in der „Gesellschaft“ war, war ich auch in einer solchen Veranstaltung, wollte dann noch zu einer anderen gehen, habe mich aber im Foyer umgedreht, weil ich mich schon damals nicht, für den Fall, daß ich krank werden sollte, registrien lassen wollte und heute erklärte Manfred Müller, der sich da sehr streng an die Covid-Regeln hält und immer die Maske aufsetzt, wenn er das Vortragspult für den nächsten Lesenden desinfiziert, sind Großveranstaltungen zu diesem Thema nicht möglich. Da meinte er wahrscheinlich solche, wo mehrere Lesende auftreten, weil Publikum gibt es ja ohnehin nicht mehr und so hat er für den Lyrik-Schwerpunkt und das ist interessant, zwei Lesende eingeladen, die eigentlich keine Lyrik geschrieben habe, das heißt eigentlich schon, aber die Bücher die sie präsentierten, waren Prosawerke.

Der Erste, das ist auch sehr interessant, war eigentlich ein Literaturwissenschaftler nämlich der 1952 geborene Wolfgang Müller-Funk, der sich offenbar seit er sich in Pension befindet, als Lyriker betätigt, jedenfalls hat er schon zwei Gedichtbände und, ich glaube, ich habe ihn auch schon mal bei einer Podium-Bände-Präsentation erlebt, jetzt hatte er aber und das ist nochmals interessant, eine meiner Meinung nach Essaysammlung, nämich, die Texte und Notizen in dem er ein Jahr beschreibt oder sie innerhalb eines Jahres geschrieben hat „365 Tage sind kein Jahr- Roman in lyrischer Prosa“ heißt der etwas widersprüchige Titel und Wolfgang Müller-Funk hat aus den zwölf Abtelungen, die auch jeweilsdigitalen Abbildungen von seiner Frau hatten, jeweils zwei Textstellen gelesen. Manfred Müller betonte in der Einleitung, das Lyrische an den Texten. Wolfgang Müller-Funk erklärte noch, daß es eigentlich Lyrik werden hätte sollen, dann aber von ihm Roman genannt wurde, weil das eine Form ist, wo man ja alles hineingeben kann. Eine Definition, der ich widersprechen würde, ich bin aber keine keine Literaturwissenschaftlerin und interessant ist auch, daß Wolfgang Müller-Funk sich über den Essay habilitierte.

Also tagebuchartige Jahresbetrachtungen und er erzählte auch noch, daß er dabei nur wenig geschummelt hätte, sondern meistens seine Notizen wirklich Tag für Tag geschrieben hätte. Interessant also die intellektuellen Betrachtungen, wie er es, glaube ich, auch noch nannte, eines Intellektuellen und dann kam der 1960 in Feldkirch geborene Christian Futscher, den ich schon bei mehreren Veranstaltungen hörte, auch mit einem Prosaband, der sich „Mein Vater, der Vogel“ betitelte und von einem Vater handelte, der ein komischer Vogel war oder einen solchen spielte, also während der Geburtstagsfeier seines Sohnes auf einen Baum kletterte und dort die Hände ausstreckte und „Ich kann fliegen!“ rief, während sich der Sohn genierte und „Wenn du noch einmal so lustig bist, bringe ich mich oder dich um!“

Christian Futscher ließ seinen Erzähler später nicht mehr so genau wissen, ob er die erste oderzweite Form verwendet hat, ich denke die erste drückt wahrscheinlich, die größere Verzweiflung aus und leitete auch zu der anderen Veranstaltung in die „Alte Schmiede“ über, die „Aus der Werkstatt“ hieß und überraschenderweise von Raphaela Edelbauer moderiert wurde und da weiß ich nicht genau, ob das jetzt die neue Form der „Textvorstellungen“ ist oder eine Sonderveranstaltung in der die 1990 geborene Raphaela Edelbauer, die ich ja einmal auf der „Buch Wien“, als sie, glaube ich, noch Studentin der Sprachkunst war, mit einem sehr experimentellen Werk hörte, daß ich mir fast von Ralph Klever abeschnorrt habe, vier Studenten der Sprachkunst und ihre jeweiligen Works in Progress vorgstellte. Denn inzwischen ist viel geschehen. Raphaela Edelbauer hat in Klagenfurt gelesen und ist mit im „Flüßigen Land“, das mir sehr gut gefallen hat, sowohl auf der deutschen also auch auf österreichen Shortlist 2019 des Bp gestanden. Jetzt ist sie offenbar auch Vortragende im Institut für Sprachkunst und unterrichtet dort das Romanschreiben und so stellte sie vier der Studenten vor, die Auszüge aus ihren noch nicht veröffentlichten und auch nicht fertigen Romanen lasen. Interessant, interessant und ein Kontrast zum falschen Lyrikabend der „Gesellschaft“ und die erste Lesende war, die 1984 in der Schweiz geborenen Bettina Scheifflinger, deren Romanmanuskript „Erbgut“ hieß und von der Geburt mehreren Generationen handelte. Raphaela Edelbauer erzählte im Gespräch etwas von einem Familienroman und, daß mehre Studenten solche schreiben würden und interessant an diesem ist, daß da die Geburten beschrieben werden. Die nächste Lesende hieß Lena Biertimpel und wurde 1991 in Hamburg geboren. Ihr Roman heißt glaube ich „Heimwehvogel“ und handelt von einer Frau, die sich in die Psychiatrie einweisen läßt, was sehr genau beschrieben wurde. Das passte gut zum nächsten Text, dem des 1994 in Dresden geborenen Johann Voigt der trotz seiner Jugend schon eine beachtliche journalistische Laufbahn hinter sich hat in seinem Text einen Roboter artigen Erzähler beschreibt, der die Polizei haßt und das Ganze dissoziative Amnesnie nennt und sagte, als Rapheala Edelbauer fragte, was das sei, daß man das Nachgooglen solle, weil er kein Psychologe wäre. Nun Dissioziation ist die Abspaltung, wenn man Dinge wegschiebt, weil sie einem zuviel sind und man sie nicht verdrängen kann. Vergewaltungsopfer tun das oft und auch ich denke, daß ich, um die Pandemie auszuhalten, vieles dissoziere.

„Dann geht es mir besser!“, habe ich Doris Kloimstein, glaube ich, als Motto für ihre „Noahs Fest-Anthologie“ geschrieben.

Der vierte Text der, der 1986 in Wien geborenen Maria Muhar ist auch sehr interessant und handelt von drei Personen, die in einer WG zusammen wohnen. Eine Alex, einen Daniel und einer Martha. Die Martha hat, glaube ich, eine Zwangsstörung, der Daniel ist ein Nachtschwärmer und die Alex eine Schriftstellerin und eine Szene, die Maria Muhar las, handelte und das ist ebenfalls sehr interessant von einem verregneten Volksstimmefest beziehungweise einer linken Wortlesung, die dort stattfand.

Interessant, interessant, Raphaela Edelbauer wiederholte noch die Titel der unvollendeten Werke, damit man sie sich merken und wenn sie erschienen sind kaufen können und ich fand sowohl den Einblick in die Romanwerkstatt in das was die Studenten dort schreiben, als auch die in die Lyrik die keine war, sehr interesssant.

2021-02-25

Felix Kucher in der „Gesellschaft“

Heute hätte eigentlich Norbert Gstrein seinen neuen Roman „Der zweite Jakob“ vorstellen sollen was mich insofern interessiert hätte, weil ich wissen wollte, ob das der Roman ist ,dessen Anfang Norbert Gstrein 2019 vorlesen lies, als er den österreichischen Buchpreis gewann und krankenehishalber nicht kommen konnte. Jetzt ist er offenbar von Hamburg, wo er, glaube ich, lebt auch nicht nach Wien gekommen und da ist wahrscheinlich Corona schuld daran mit seinen Reisewarnungen, in Salzburg hat er oder hätte er auch in Literaturhaus lesen sollen, da bin ich, glaube ich, vorige Woche durch mein Veranstaltungsstreaming draufgekommen, aber da hätte man ein Ticket kaufen müßen, also auf die „AS“ gefreut, dann gemerkt, die Veranstaltung findet nichts statt, was dann beginnen mit dem Donnerstagabend? Ich könnte wieder zum Platz der Menschenrechte auf diese Donnerstagsdemo schauen, habe ich gedacht, aber da steht man ja nur herum, sollte Abstand halten, Maske aufsetzen und vielleicht ist auch Polizei dabei, war das letzte Mal als ich dort war, zwar nicht, aber dann hat mir der „Picus-Verlag“ einen Lnk geschickt,beziehungsmweise mich auf eine Veranstaltung in der „Gesellschaft der Literatur“ aufmerksam gemacht,wo der 1965 in Klagenfurt geborene und dort lebende Felix Kucher sein drittes Buch vorstellte und den habe ich, glaube ich, einmal bei einem Ö1 Wettbewerb im Radio- Kulturcafe kennenglernt, dann habe ich mir sein erstes oder zweites Buch bestellt, was nicht gekommen ist und jetzt das dritte Buch, der historische Roman „Sie haben mich nicht gekriegt“ in dem, wie Manfred Müller, der moderierte, erklärte zwei historische Frauengestalten zur Fiktion verknüpft wurden und zwar die 1896 in Udine geborene und 1943in Mexiko-Stadt verstorbene Arbeiterin, Künsterlin und Revolutionärin Tina Modotti und die 1900 in Fürth, Bayern geborene Marie Rosenberg, die als Mary S. Rosenberg in New York einen Buchverlag gründete, der heute noch besteht.

Felix Kucher erklärte, daß er auf das Thema gekommen ist, als er darauf gekommen ist, daß Tina Modotti, die bekannter, als die Buchhändlerin ist, eine Zeitlang in Kärnten lebte, mit Siebzehn ist sie aber nach Amerika ausgewandert,beziehungsweise ihrem Vater der schon dort war, nachgereist und da gibt es eine fiktive Stelle, wo die dreizehnjährige Marie mit ihrem Vater nach Venedig reist, und der ausreisenden Tina im Bahnhof von Verona begegnet, die schon mit Zwölf als Arbeiterin gearbeitet hat und damit ihre Familie ernährte, die kleine Marie wollte damals noch nicht die Buchhandlung ihres Vaters übernehmen, sondern Medizin studieren, dann hat sie die Buchhandlung doch übernommen, die ihr dann von den Nazis 1933 gekündigt wurde. So hat sie die Buchhandlung vorerst in ihre Wohnung verlegt. Da las Felix Kucher eine Stelle, wo sie 1934 Canettis „Blendung las und dann noch eine Stelle, wo Tina Modotti im spanischen Bürgerkrieg sich an der Befreiung Malagas beteiligte. Felix Kucher erklärte, daß es über Tina Modotti widersprüchliche Lebensbeschreibungen gibt. Sie ist jedenfalls von San Fransico nach Nexiko gekommen, hat dort Frieda Kahlo und Diego Rievera kennengelerte, war Schauspielerin, Fotografin, später Revolutionärin und Manfred Müller fragte Felix Kucher wieder wie man die Fiktion mit der Wirklichkeit verknüpft und was in dem Buch wirklich und was erfunden ist? Die beiden Frauen, habe ich verstanden, haben sich nie kennengelernt. Felix Kucher hat einige Begegnungen erfunden. Die erste 1913 auf dem Bahnhof, dann hat er noch erfunden, daß Tina Modotti auf dem Schiff nach Amerika Ridolph Valentino, der auch in dieser Zeit nach Amerika reiste, kennenlernte und Albert Einstein hat in Marys Rosenbergs Buchhandlung offenbar wirklich eingekauft und als ein Buch über Tina Modotti erscheint, erinnert sich Mary fiktiv an die fiktive Begegnung in Verona.

Interessant, interessant was, wie und worüber die Autoren schreiben und, wie man zum Stoff zu seinen romanen kommt? Felix Kucher sagte, daß er zur Recherce viel gelesen hat und das jüdische Museum in Franken besuchte, wo er viel Material gefunden hat und Fürth hat er auch besucht, weil die realen Fakten natürlich stimmen müssen, was ich, glaube ich, kürzlich auch bei einer Lesung hörte, wo Hanna Sukare einen fiktiven Ort erfand, um keine falschen Fakten zu beschreiben.

2021-02-17

Carolina Schuttis Kreise

Wieder in die „Gesellschaft für Literatur“ und diesmal ohne hin und her Gehoppe, sondern sich auschließlich Carolina Schuttis neues Buch gewidmet.

Von der 1976 in Innsbruck geborenen und auch dort lebenden Carolina Schutti habe ich schon einiges gehört, darunter bei den „Textvorstellungen“ aber noch nichts gelesen.

Sie hat beim „Corona-Bachmannpreis“ gelesen und schon einige Bücher geschrieben, war auch einmal für den „Alpha“ nominiert und jetzt präsentierte Manfred Müller ihr neues bei „Droschl“ erschienenes neues Buch „Der Himmel ist ein kleiner Kreis“, in dem, wie er sagte und und auch in der Beschreibung steht, zwei Frauenschicksale in einander verknüpft sind, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

Nämlich die Ich-Erzählerin eine Bootsbauererin, die in einer Anstalt lebt und eine Ina, die in Sibirien eine Raststätte eröffnen will und die Assistentin eines Boris ist.

Zwei Stellen hat die Autorin mit den kurzen schwarzen Haaren gelesen und als ich schon dachte, daß wäre vielleicht eine Idee für mein neues Buch, zwei Frauenschicksale in einen Roman zu verknüpfen, die nichts miteinander zu tun haben, klärte Manfred Müller das Geheimnis auf, die Ina ist von der Erzählerin ausgedacht, die ja in der Anstalt zurückgezogen lebt, während die Ina in den Weiten Sibiriens wandelt und ein Gedicht von Sylvia Plath gibt es zu Beginn auch.

Carolina Schutti erklärte im Gespräch, daß die ein Buch über eine wütende Frau schreiben wollte. Die Bootsbauerin hat offenbar die Werkstatt ihres Chefs zertrümmert und ist dadurch in der Anstalt, eigentlich ein sehr anachristischen Wort, aber Carolina Schutti hat es öfter erwähnt, gelandet und denkt sich dort in die Weiten dieser Welt hinein.

Manfred Müller fragte nach der Recherche. Als Carolina Schutti ein Buch über Patagonien geschrieben hat, war sie offenbar nicht dort, wie sie ihm damals erzählte. Jetzt kann man wahrscheinlich nicht so einfach nach Sibirien und von Innsbruck nach wien wahrscheinlich auch mit einer ausdrücklichen Ausreisegenehmigung und dem entsprechenden Test und Carolina Schutti antwortete, daß sie da eher im Netz recherchiere. Sie hat für die Ina aber schießen gelernt und da gleich, was sie verwunderte, daß das so einfach geht, drei Mal ins Schwarze getroffen. Ich würde glauben, daß das bei mir nicht so einfach wäre und über das Schreiben ging es in dem Gesrpäch auch.

Carolina Schutti spart viel aus, schreibt sehr strukturiert und denkt sich ihre Figuren gern sehr sinnlich aus und ich denke, ein etwas anachronistisch und distanziertes buch, aber Kritiker, ich weiß natürlich, daß ich es erst lesen muß, um das richtig zu beurteilen, was ich wahrscheinlich so bald nicht tun werde, obwohl Manfred Müller am Ende der Veranstaltung das Kaufen des Buches wieder sehr empfahl. Den kleinen Buchhandel statt des bösen großen hat er diesmal ausgelassen und ich denke, ich nehme mir die Idee mit vielleicht einmal ein Buch zu schreiben, das von zwei gar nichts miteinander zu tun habenden Protagonistinnnen handelt und da bleibt natürlich die Frage über, ob das überhaupt gehen kann? Wahrscheinlich käme ich dann auch zu dem Geheimnis, daß beide, wie wahrscheinlich „Bis ans Ende Marie“ die selben sind oder auch auf etwas anderes.

Seien wir gespannt, wenn ich das wirklich einmal ausprobiere, vorher kommt ja noch das „Corona-Texte-Buch“ und ein schöne Sprache hat Carolina Schutti natürlich auch. Ich habe mir einige Sätze von der Lesung aufgeschrieben, obwohl ich gestehen muß, daß mich ein Leben in der Anstalt und das Phantasieren in die Weiten von Sibirien, wo die Konservendosen herumliegen und man am Ende in Gruben fällt, vorläufig nicht so besonders interessiert.

2021-02-15

Keine Jurysitzung, Margit Schreiner und Track 5

Heute hätte um drei die zweite „Ohrenschmaus-Jursitzung“ für den „Schokoladenpreis“ mit dem Thema Mut sein sollen. Denn da soll es ja heuer fünfzehn Zotter-Schokoladen mit diesbezüglichen Texten geben, für die es fünfundfünzig Einreichungen gegeben hat.

Als ich mich vor drei auf die Zoom-Sitzung, ich habe da ja meistens Schwiergkeiten mit dem Ton und auch keine Kamera, vorbereitete, meine zwölf Vorschläge habe ich schon vorher geschickt, bekam ich dann ein Mail, daß die Sitzung ausfällt, weil die meisten Teilnehmer ihre Vorschläge schriftlich schickten und ich wußte eine Weile nicht, was ich heute flüstern sollte, weil um sieben eine Stunde und da wäre ja in der „AS“ die „Radiophone Werkstatt“ gewesen, wo die zehn Favoriten des „Track 5-Kurzhörspielwettbewerbs“ vorgestellt, die dann am sechsundzwanzigsten bei der „Hörspielgala“ präsentiert, beziehungsweise die Preisträger, bekanntgegeben werden.

Dann bin ich, während ich meine Steuererklärung machte, darauf gekommen in der „Gesellschaft“ präsentiert Margit Schreiner ihr neues Buch „Vater, Mutter, Kind, Kriegserklärung, Über das Private“ und dazwischen habe ich noch ein Mail von Robert Huez bekommen, dem ich ja meine zwei schon erschienen CoronaBücher für das Literaturhaus schickte und mit dem ich mich über den Lockdown unterhielt.

Da wird sich ja vorläufig nichts verändern. Also weiter Livestream was eigentlich ein bißchen intensiver sein kann, denn so konnte ich zwischen meiner Stunde gleich zwei literarische Erfahrungen machen und Margit Schreiner von der ich schon einiges gelesen habe und sie auch schon in der „Alten Schmiede“ ,sowie in der „Gesellschaft“ und im „Literaturmuseum“ hörte, erklärte gleich, was ich eigentlich so nicht wußte, daß sie immer nur autorbiografisch geschrieben hat.

Ich hätte den „Hausfrauensex“ und auch ihre Thomas Bernhard-Texte nicht dafür gehalten, aber die Idee über sich als Siebenjährige, die einmal Scharlach hatte und da wurde offenbar auch schon der Lockdown ausprobiert und die Spielsachen verbrannt oder in der Waschmaschine gewaschen, war eigentlich spannend.

„Da erfahren Sie etwas über die Fünfzigerjahre!“, hat Manfred Müller gesagt und da ich ja auch 1953 geboren bin, war mir auch einiges bekannt, das heißt Margit Schreiner war viel aufmüpfiger, ist sie doch mit einem Schilling in eine Greißlerei gegangen und hat der rothaarigen Kassiererin erklärt, daß sie dafür hundert Stollwerk haben will, aber die kosteten zehn Groschen, also „Rechnen lernen, kleines Fräulei!“ und zehn Stück herausgerückt und die kleine Margit hat die dicke Rothaarige dann sehr gehaßt.

Gerade als Manfred Müller das Kaufen des Buches empfahl, hat mein Telefon geläutet. De Stunde gemacht und dann gedacht „Jetzt schaue ich noch schnell in die „AS“!“

Meistens ist das dann ja nach einer Stunde aus, aber diesmal nicht, denn „Track 5“ ist ja sehr intensiv und das Erste, was ich sah, war ein Plattenspieler auf dem sich eine Art Zug drehte. Dann war Andreas Jungwirth zu sehen, der die zehn Tops präsentierte und auch erklärte, um was es ging. Ein Kurzhörspiel von fünf Minuten Länge, wo immer ein Satz dabei sein muß. Diesmal hieß er „Was wirklich geschah“ und es gab über zweihundertsechzig Einreichungen. Dann erschien schon Jörg Piringer, denn er war einer der top ten und hat auch schon mehrmals eingereicht. Von seinem Hörspiel habe ich aber nicht viel mitgekommen. Dann kam einer der Juroren der Musiker Jürgen Berlakovich und dann drehte sich das Grammophon weiter und Andreas Jungwirth legte immer einen Gegenstand darauf. Eine Klopapierrolle hat es schon gegeben, wie ich dem Chat entnahm und Corona war das große Thema und lockdownbedingt auch sehr viele Einreichungen und ich hörte mich durch die Top zehn, googlete dazwischen auf die ORF- Seite, wo nicht nur schon die zehn Tops präsentiert waren, sondern man sich auch durch alle Einreichungen durchgooglen konnte,wo sich beispielsweise auch Mae Schwinghammer beteiligte.

Also sehr spannend Jörg Piringer hat auch vorgeschlagen, daß der ORF alle Hörspiele spielen soll, aber im Netz kann man sie anhören und es ging dann weiter mit dem Lockdown und anderen Themen.

Ein Hörspiel heißt „Cha cha cha“ und drehte sich, um die Geräusche eines Hauses, die man hören kann wenn es schon sieben Jahre Lockdown gab. Bei einem anderen Hörspiel ging es um den Satz „Schau auf mich, schau auf dich!“

Ein Autor hat sich anonym beworben. Einer heißt „Verirrte Fische“ von Frank Rawel. Da drehte sich dann eine Sardinendose auf der Platte.

Den „Tag, wo Aristoteles verschwand“ gab es auch und das war sehr witzig mit vielen Kinderstimmen und am Schluß kam Claudia Bittner, den sie hat, was schn bekanntgegeben wurde, den Preis gewonnen, den die „Schule für Dichtung“ vergeben hat, die top drei, die dann bei der Gala präsentiert werden, werden morgen bekannt gegeben und ob es heuer auch einen Livestream bei der Hörspielgala gibt, ist auch nicht so klar.

Spannend, spannend und das Gute dabei war, daß ich am Ende wieder an den Anfrang kam, mich also auch durch das Hörspiel „Was wirklich geschah“ geschah, hören konnte. Da gab es auch ein Hörspiel, das nur aus Anagrammen bestand und so weiter und so fort.

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, kein wirklicher Hörspielfan, war aber ein spannender Abend. Eine Schätzung kann ich zwar nicht abgeben, aber wahrscheinlich werde ich mir auch die Hörspielgala geben.

2021-01-19

Statt Dichterloh-Festival zwischen Sagen und großartigen Leseklub hin- und hergeswitscht

In Zeiten, wie diesen ist ja alles anders und so gibt es ja in Zeiten, wie diesen wegen der neuen Virusmutationen Lockdowns open end und daher auch verlängter Veranstaltungstops, trotzdem hängen die Programme der „Alten Schmiede“, des Literaturhauses und der „Gesellschaft der Literatur“ in meinem Praxiszimmer und ich habe mir vorige Woche das „Dichterlohfestival“ als Livestreamprogramm ausgesucht. Das beginnt um neunzehn Uhr, aber da leider heute eine Stunde, macht ja nichts, denn es gab ja noch Alternativen. So habe ich entdeckt, die „Gesellschaft für Literatur“ streamt um sechs die“ Sagen reloided- Präsentation. Aber dann hatte ich um sechs auch noch eine Stunde. Macht ja nichts, steige ich zum Lesen in die Badewanne. Lesestoff gibts ja genug.

Dann habe ich noch in das Literaturhausprogramm geschaut, die heute auch streamten und zwar um acht, den „Großartigen Zeman-Stadlober oder Zemann-Hader-Leseklub featuring von Oliver“ Welter, was ein wenig unverständlich klingt und, als Bild waren die drei zuletzt genannten mit roten Mäntel zu sehen.

Da muß ich zur Erklärung ein wenig ausholen. Die 1981 geborene Barbara Zeman hat den „Wartholzer -Literaturpreis“ gewonnen. Da habe ich sie, da ich den damals sehr verfolgte, kennengelernt. Später hat sie den Roman „Immerjahn“ geschrieben. Da war ich bei der Präsentation in der Literatur. Da war es, kann ich mich erinnern, sehr voll und ein Buffet hat es, glaube ich, auch gegeben. Später gab es, glaube ich, noch eine Veranstaltung, wo Barbara Zeman moderierte und im Dezember gab es auf der Literaturhaus-Facebookseite den großartigen „Zeman Stadlober Adventkalender“. Da gab es jeden Tag ein Fenster, wo Barbara Zeman immer in weihnachtlicher Kostümierung jeweils eine Exil-Bibliothekautorin vorstellte und Robert Stadlober hat jeweils ein Gedicht dazu gelesen und im Programm steht, daß Barbara Zeman in den Krisenzeiten des ersten Lockdown den „Großartigen Zeman Stadlober Leseclub“ gegründet hat, der wie, weiterstand „Die besten Bücher der besten Autoren der Welt vorstellen“.

Und heute gab eine Lesung mit Musik und Kunst statt mit Robert Stadlober mit dem berühmten Kabarettisten Josef Hader und weil ich am Abend auch in Zeiten, wie diesen, literarisch etwas erleben will, habe ich mir den Leseklub aufgeschrieben und in meiner freien Stunde zwischen fünf und sechs, meine Mathilde korrigiert. Kurz vor sechs habe ich dann die Literaturprogramme gesurft und bin darauf gekommen, da gibt es ja die „Sagen-Veranstaltung. Aber da ruft ja die Klientin an, also die Seite wieder zugemacht und später, als die offenbar vergessen hat, wieder auf und sah Ursula Ebel Thomas Ballhausen vorstellen, der gemeinsam mit Sophie Reyer, ein „Sagen reloided-Buch“ herausgegeben hat. Das heißt, die beiden haben vierzig Autoren ausgesucht und sich von ihnen Sagen nachdichten lassen. Sophie Reyer war aus Covid Gründen auf einem Bildschirm aus einem Nebenzimmer zu sehen. Die Beiden erklärten ihr Projekt und als sie damit fertig waren, setzten er und Ursula Ebel ihre Masken auf. Thomas Ballhaus verschwand ins Nebenzimmer oder sonstwohin. Ursula Ebel desinfizierte den Tisch setzte ihre Maske wieider ab. Es war schon eine FFP2, obwohl man die erst ab nächsterWoche braucht und stellte dann die 1964 in Salzburg geborene Margit Kreidl vor, die sich eine Sage aus den Neunzehnachtzigerjahren „Die schwarze Frau“ ausgesucht aht und zwar soll da eine überfahrene Kellnerin verschiedenen Autofahrern erschienen sein. Die die Kirche und auch andere in Verwirrung setzte und Margit Kreidl hat Thomas Bernhard noch dazu gemischt und auch eines seiner Bücher mitgebracht in das sie dann ihre Maske deponierte und dazu sagte, sie wüsste, das dürfe man eigentlich nicht, würde es aber trotzdem tun.

Der Abstand kam in der neugedichteten Sage auch vor und der Ort St. Veit, wo die Geschichte spielt, wurde genau erklärt, weil eine der Sagenbedingungen die Verortung war, nach einer neuerlichen Desinfizierung kam, dann der letzte österreichische Buchpreisträger Xaver Bayer und stellte seine Basilisken-Neudeutung vor.

Inzwischen kam die neunzehn Uhr Klientin und dann war es schon Zeit für den wunderbaren Leseklub, wo die 1902 in Wien geborene und 1988 in Antibes gestorbene Alice Penkala, die nach dem Anschluß emigirieren mußte und unter verschiedenen Pseudonymen verschiedene Romane geschrieben hat. Barbara Zeman stellte die Autorin vor. Josef Hader las aus dem Roman „Schokolade aus dem Afrika-Corps“, der von einem nach Tanger aus Wien geflüchteten Zahnarzt handelte, der in seiner ärmlichen Wohnung, wo er mit seiner Frau Toni von Reis und Orangen lebte, verschiedene Besuche hatte. Der Musiker Oliver Welter sang und spielte dazu und dann gab es noch ein Gedicht von der nach Island emigrierten Melitta Urbancic und ich habe in meinem Praxis- und später in meinen Arbeitszimmer einen sehr abwechslungsreichen literarischen Abend erlebt. Es ist wirklich eine sehr verrückte Zeit und den Christian Steinbacher habe ich versäumt, habe aber immer noch ein ungelesenes Buch von ihm.

2020-11-17

Herbert J. Wimmer und Peter Pessel in der AS, Peter Rosei in der Gesellschaft

Das Tolle an den kontaktlosen Literaturveranstaltungen ist ja, man kann sie gestalten, wie man will, kann hin- und her schwitschen und manchmal erwischt man auch ein Video, weil die Veranstaltung schon einen Tag früher als im Programm angekündigt stattgefunden hat, der Nachteil ist, daß die Ton und Bildqualität manchmal sehr schlecht sein kann, aber heute war der Ton der AS sehr gut, ich bin nur wieder zu spät gekommen, weil um sechs eine Stunde und in der Viertelstunde dazwischen, war ein Mail mit Anhang abzuschicken und ein Befund abzuholen, der nicht aufzubekommen war.

Herbert J. Wimmer und Peter Pessl in der „Alten Schmiede“, „Sonderzahl“ und „Ritter-Verlag“ moderiert von Annalena Stabauer, also sehr viel Experiment und Konstruktivismus und der1951in Melk geborene Herbert J. Wimmer, den ich ja seit meinen ersten Textvorstellungen in der „AS“, die der damals im zweiten Stock des Hauses in der Schönlaterngasse, moderierte und den ich auch als Veranstaltungsbescher oft traf, als es noch Live-Veranstatlungen gegeben hat, ist ja ein sehr experimenteller Künster aber auch ein sehr kreativer,wenn ich an seine Performances mit Marion Steinfellner denke.

Jetzt stellte er sein bei „Sonderzahl“ erschienes „klärwerk. rezyklopäodie der gegenwart“ vor und, wie schon beschrieben, ich bin zuspät hineingekommen, hörte ein paar Textstellen und dann schon das Gespräch mit derModeratorin, dann kam aber ein Text oder „MEMoires-meoretten“, wie der Buchuntertiel heißt oder aus 432 solcher Stücke besteht.

Herbert J. Wimmer las eines, wo erdurch den zweiten Bezirk, die sogenannte Mazzeinsel, wandelt und zeigte Fotos dabei . Am Karmelitermarkt, durch die Zirkusgasse, große Schiffgasse, etecetera, wäre ich wahrscheinlich in normalen Zeiten, wenn es die „Buch-Wien“ gegeben hätte, auch gewandert wäre.

Jetzt wandelte ich mit Herbert J. Wimmer dorthin und er erinnerte auch an die Stolpersteine und an die Gedenktafeln, derer, die dort ab 1938 deportiert wurden, fragte was aus ihnen geworden ist, etecetera.

Annalena Stabauer stellte dann die Frage, wie Herbert J. Wimmer es mit der Gegenwart hält, weil seine Texte, die sich ja auf die Vergangenheit beziehen, etwas durchaus gegenwärtiges hat. Es kam dann noch so ein Erinnerungsstück und dann der 1963 geborene Peter Pessl, den ich ja durch die GAV kenne, der regelmäßig bei den von mir moderierten „Freiheit des Wortes-Veranstaltungen“ gelesen hat, bei einigen seiner „Alten Schmiede-Lesungen“ war ich und im Sommer im Burgenland im Künstlerdorf, da hat er vielleicht schon das neue Buch „Der Schwertkönig und die Bienen“ erwähnt, das wieder höchst experimentell ist und aus einigen Teilen besteht, Zeichnungen oder Bilder vom Autor angefertig,, gibt es auch und Peter Pessl las ein Stück aus dem Mittelteil, wo es sowohl um die Bienen, aber auch um den Kanzler Kurz und den Innenminister. Das alles natürlich ein wenig retrospektiv auf schwarz blau bezogen und Peter Pessl erklärte im Gespräch dann noch, daß es für ihn keine Ggegenwart, Vergangenheit und Zukunft, sondern nur die Sprache gäbe, etwas was ich zwar nicht ganz nachvollziehen kann und eigentlich auch zu einer anderen Veranstaltung in die „Gesellschaft“ switschen wollte, nämlich zu den „Essays von Peter Rosei über „Ich bin kein Felsen, ich bin ein Fluß, auch bei „Sonderzahl“ erschienen, über Kunst und Politik, aber da es da ein Video und keinen Livestream gab, weil die Veranstaltung schon einen Tag vorher stattgefunden hat, konnte ich das Ende der“AS“ abwarten und mir dann ganz gemütlich das Gespäch zwischen den 1946 geborenen Peter Rosei von dem ich schon einiges gelesen habe und Manfred Müller anhören und dabei ist es auch um sehr viel gegangen, denn Peter Rosei ist ein sehr politischer Mensch, auch ein Intellektueller, hat lange in Amerika gelebt und meinte auch, was ich auch nicht so ganz verstanden habe, daß er das Schreiben eher als Erforschen betrachte und auch, daß man durchaus bei einer Fahrt in der Straßenbahn mehr als in einer Vorlesung erleben oder erfahren kann. Das habe ich wieder verstanden, weil ich das auch glaube und erlebe und so habe ich, während ich heute ja mit dem Korrigieren meines achten „Nanos“ und dritten Corona-Roman begonnen habe und dadurch die fünzigtausend Worte wieder verlassen habe, einen kleinen Rundgang durch die experimentelle Literatur und zwei literarischen Veranstaltungsorten gemacht, was in Zeiten des zweiten strengen Lockdowns, wo wir ja alle massengetestet werden sollen, ganz interessant war, um vom sprachlichen Experiment wieder in die gesellschaftspolitische Gegenwart zurückzukommen.

2020-10-21

Edition Exil in der Gesellschaft für Literatur

Wieder einmal ein Livestream-Abend, da versuche ich ja nicht allzuviel zu versäumen, weil ich ja in nächster Zeit höchstwahrscheinlich zu keinen wirklichen Veranstaltungen kommen, da ab Freitag weil ja die Zahlen steigen, in allen Innenräumen bei allen Veranstaltungen Maskenpflicht und daher höchstwahrscheinlich auch keine „Wilden Worte“ mehr, aber im Literaturhaus war das „Schamrockfestival“ mit Augusta Laar, Sandra Hubinger, Birgit Kempker, Svantje Lichtenstein, Maria Cabrera Callis aus Barcelona, angesagt, da habe ich schon zwischen meinen Stunden nachgeschaut, ob das auch stattfinden wird, aber natürlich abgesagt, also in die „Gesellschaft“, wo eigentlich etwas Bekanntes aber auch Zukünftiges am Programm stand, nämlich ein Verlagsprotrait der „Edition Exil“ mit Christa Stippinger, Thomas Perle und Mercedes Spannagel und das war, weil es auch ein Livestreaming gab, sehr interessant, denn bisher habe ich die „Exil- Veranstaltungen“ ja eher im Literaturhaus gehört und Thomas Perle den Preisträger von 2013, glaube ich, schon einmal in der „AS“, das Buch habe ich, glaube ich, vor zwei Jahren bei der Kleinmesse im MQ bekommen und ich bekenne, es noch nicht gelesen, es aber jetzt neben dem von Mercedes Spannagel neben das Bett gelegt und auch mitgelesen und zuletzt habe ich thomas Perle oder den Schluß seiner Lesung bei der „Kühlen Meile Zieglergasse“ vor dem Lteraturhaus gehört, also eigentlich schon ein alter Bekannter, der 1987 in Rumänien geborener, der als Kind zuerst nach Nürnberg und dann ans Volksstheater und als Schauspielhaus gekommen ist und jetzt eigentlich mehr dramaturgisch als prosaistisch arbeitet.

Zuerst aber stellte der wohl neue Mitarbeiter Erkan Osmanovic, den ich noch nicht persönlich in der „Gesellschaft“ erlebte, Christa Stippinger vor und die 1951 in Wien geborene, kenne ich ja vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“. Damals ist ihr Roman „Der Tschusch“ erschienen, 1980 erzählte sie Erkan Osmanovic ist sie nach dem sie Theaterwissenschaft und Gemanistik studierte, ins Amerlinghaus gekommen und hat dort Projekte gemacht, das heißt Ceija Stoika kennengelernt und mit ihr Workshops in Schulklassen veranstaltet, die „Edition Exil“ gegründet etcetera, da war ich ja schon bei vielen Veranstaltungen, habe auch die meisten Exil-Anthologien. Die heurige wird mir wohl, wie sehr viel anderes, entgehen, kann aber das Perle-Buch endlich lesen und sein Stück „Karpatenfieber“ wird auch, wie er erzählte am 13. Dezember uraufgeführt. Das empfahl er auch, sich anzusehen, weil das Theater wegen den strengen Sicherheitsmaßnahmen inzwischen angeblich viel sicherer, als das eigene Wohnzimmer.

Das Bild, das man gesehen hat, war auch eine ziemlich leere „Gesellschaft“ und das hat auch der Moderator gelobt und sich für den Mut derer bedankt, die hergekommen sind und alle natürlich maskiert und nachdem Gespräch mit Thomas Perle kam die 1995 geborene Mercedes Spanagel mit ihrem Debutroman „Das Palais muß brennen“ auf die Bühne und die habe ich schon in noch nicht so aufgeregten Zeiten im Sommer im MQ, bei den O- Tönen gehört und werde sie und die Lesunge aus ihrem Buch höchstwahrscheinlich auch morgen wieder per livestream hören, gibt es da ja die Debutpreislesung des ÖSt in der Arbeiterkammer auch wieder vor sehr kleinen Publikum und das Buch habe ich, wie schon geschrieben von „Kiwi“ auch bekommen. Die junge Frau, die Maschinenbau studierte, hat schon 2014 den Exil-Jugendliteraturpreis gewonnen, später dann noch einen, glaube ich, und auch in Rauris hat sie was gewonnen, den Fm4- Literaturpreis und Veröffentlichungen in den „Lichtungen“und im „Volltext“ etcetera, also eine sehr interessante junge Frau mit einem vorder- oder hintergründigen sehr politischen Text, das muß ich noch genauer herausfinden.

Es geht jedenfalls um die Töchter einer rechtsradikalen Präsidentin, um einen Mops namens Marx und der ist, glaube ich, schon beim Fm4- Literaturpreis vorgekommenn. Christa Stippinger erwähnte dann in der Diskussion verschiedene Kurzgeschichten der Autorin, die sie gerne in ihrer Edition herausbringen will und fragte die junge Frau dann und das fand ich interessant, wie es ihr mit Corona ginge?

Da sie öfter dystopische Texte und auch schon eine Geschichte übers Maskentragen hat. Das interessiert mich ja, wo heute mein erster Corona-Text erschienen ist, besonders und der Moderation wies auf den Büchertisch hin, forderte die Leute auf, die Bücher zu kaufen, denn Weihnachten ist ja bald und vielleicht auch der nächste Lockdown, aber ich habe ja die Bücher schon zu lesen und auch vor mir morgen die Debutpreislesung per Livestream anzusehen.

2020-10-06

Fritz Rosenfelds Feuilletonroman

Die „Edition Atelier“ gibt ja vergessene Romane aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, wie beispielseweise Else Feldmanns „Travestie der Liebe“, Hilde Spiels „Kathi auf derBrücke“, Vicki Baums „Makkaroni der Erinnerung“, Oskar Jan Tauschinskis „Talmi“, Friederike Manners „Die dunklen Jahre“, Hans Weigels „Unvollendete Symphonie“ und jetzt auch Fritz Rosenfelds „Johanna“, heraus, das heute in der „Gesellschaft für Literatur“vorgestellt wurde und da gab es einen Livestream, hurrah und dort bin ich, obwohl ich zuerst in die „Alte Schmiede“ zur „Streit Bar- Literatur gegen Hilflosigkeit“ mit Margit Schreiner und Gertraud Klemm wollte, gelandet, denn der 1902 in Wien geborene und 1987 und nicht 1948, wie im Programmfolder steht, in Sussex verstorbene Fritz Rosenfeld war mir als Friedrich Feld ein Begriff, bin ich ja, wie ich schon öfter schrieb, in einen sozialistischen Arbeiter- oder Parteifunktionärhaushalt aufgewachsen und da lag Jahr für Jahr ein Buch der „Kinderfreunde“ unter dem Christbaum und von Friedrich Feld war die „Welt aus Marzipan“, „Nona und die 33 Drillinge“, „Der ungeduldige Ibrahim“ und noch einige andere dabei“

Die wurden in den Neunzehnhundertsechziger Jahren geschrieben und bei „Jungbrunnen“ herausgegeben.

Fritz Rosenfeld wie er ursprünglich hieß, war in den Neunzehnhundertzwanzigerjahren Film und Literaturkritiker in der „Arbeiterzeitung“.

Da habe ich, glaube ich, einen Artikel in einer Filmzeitschrift in Harland liegen.

1924 ist in der „Salzburger Wacht“ sein erster Roman für Erwachsene „Johanna“ in Fortsetzungen erschienen, der jetzt von Primus-Heinz Kucher im Frühjahr herausgegeben wurde und jetzt in der „Gesellschaft“ von ihm und dem „Falter-Filmkritiker“ Michael Omasta vorgestellt und verlesen worden und Bücher aus oder von den Neunzehnhundertzwanziger- oder überhaupt den Zwischenkriegsjahren interessieren mich ja sehr und habe in der letzten Zeit auch zwei gelesen und bei „Johanna““ hätte ich zuerst an ein anderes Buch gedacht, nämlich an das 1979 bei „Jugend und Volk“ erschienene Jugendbuch von Renate Welsch das, wie ich mich erinnern kann, das Leben ihrer Nachbarin in den Neunzehnhundertdreißigerjahren, die von der Fürsorge, weil verwaist, einem Bauern als Magd bzw. Pflegekind übergeben wurde, obwohl sie etwas anderes erlernen wollte, schildert.

Ich habe das Buch gelesen und auch einige Lesungen mit der Autorin erlebt und erwähne das deshalb, weil Fritz Rosenfelds „Johanna“ in dem er die ärmsten Schichten der Gesellschaft schildert, sehr ähnlich ist.

Hier wird die Johanna vom Bürgermeister zu einer trinkenden Alten in Pflege gegeben, bei ihm Magd wird, dann nachdem sie von seinem Sohn vergewaltigt wurde, in die Stadt geschickt wird, dort ein totes Kind auf dieWelt bringt, bei verschiedenen Leuten, als Dienstmädchen arbeitet, von einem Dichter ein Kind bekommt, wo sie sich dann, um es zu ernähren, prostiuierten muß und am Schluß aufs Land zurückgeht, wo sie vom Pfarrer eine Predigt zu hören bekommt und am Schluß, ganze siebzehn oder achtzehn Jahre alt, verhungert, trotzdem aber an das Gute im Menschen glaubt und es auch einen Traum gibt, wo Fritz Rosenfeld fordert, daß sich der Arme empören muß, was heute ein wenig pathetisch klingt, damals wohl, als expressionisch galt und, wie die Moderatoren erwähnten, weil als Fortsetzungsroman geschrieben, durch die besondere Schnitttechnik aufällt.

Ich erinnere an die Theaterstücke von Ödon von Horwarth, der zur gleichen Zeit immer noch sehr modern wirkende Stücke, wie die „Geschichten aus dem WienerWald“ oder „Glaube, Liebe, Hoffnung“ geschrieben hat, wo die Unterdrückung der armen Mädchen äußerst packend geschildert wird.

Die beiden Vortragenden haben sich durch das Buch gelesen, nachher gab es eine lange Diskussion, wo einer der Anwesenden, an die Kinderbücher erinnerte und auch daran, daß Fritz Rosenfeld oder Friedrich Feld inzwischen ziemlich vergessen ist und es war wieder ein spannender Abend, den ich mir durch den Livestream gegeben habe und jetzt mal sehen, ob ich mir das Buch zum Geburtstag wünsche, um es noch besser mit Renate Welschs „Johanna“ vergleichen zu können, wo die Namensgleichheit ja ein spannender Zufall ist.

2020-09-17

Maskenlos in die „Gesellschaft für Literatur“

Die Veranstaltungen im Literaturhaus, „Alte Schmiede“ und „Gesellschaft für Literatur“ haben nach und nach angefangen, die Sommerlesereihen im Weinhaus Sittl,Cafe Prückl, O-Töne etcetera, sind beendet und da die Zahlen der massenhaft Getesteten steigen, jetzt sind die täglichen Fünzehntausend, die Kanzler Kurz im März versprach, erreicht und da jetzt circa täglich siebenhundert postiv getestet sind, ist die Angst und Panik wieder angestiegen, Wien auf die Ampelfarbe orange geschaltet und seit Montag generelle Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen.

Daß man die in der „Gesellschaft für Literatur“ schon bei der Farbe gelb tragen muß, im Literaturhaus und in der „Alten Schmiede“, glaube ich, nur beim Eintreten habe ich schon früher herausgefunden und noch früher, ich glaube schon im April geahnt, daß die Corona-Krise mich warhhrscheinlich zumindest in der Veranstaltungsseite von der Literatur wegbringen wird, denn ich schreibe und lese wie meine Leser wissen werden, nach wie vor sehr viel.

Beim Lesen bin ich jetzt doch beim dreifachen Buchpreisbloggen angekommen und beim Schreiben beim zweiten CoronaText, aber da ich ja keine Maske tragen will, war ich wohl am letzten Freitag und am Montag bei meinen letzten Veranstaltungen und da am Freitag bei der Literaturmeile Zieglergasse vor dem Literaturhaus, den Herr Huez hatte ich da schon vor der Hauptbühne getroffen und ihm gesagt, daß wir uns jetzt wahrscheinlich länger nicht sehen würden.

„Verfolgen Sie uns per stream hat er gesagt!“ und das war ein guter Tip, denn ich hatte ja die mir zugeschickten Programme ein wenig wehmütig beiseite gelegt, jetzt aber durchgeblättert, um herauszufinden, was ich mir alles digital geben könnte?

Sehr viel Zeit habe ich ja eigentlich nicht dazu, bin ich im Lesestreß, die Veranstaltungen fehlen aber doch ein bißchen, obwohl das Livestream schauen den Kollgenkontakt ja nicht ersetzen kann, wie mir auch die Ruth am Freitag sagte, aber da bin ich ja ohnehin immer nur daneben gestanden und ich habe mir auch noch vor dem Sommer ein paar der Corona- Lesungen angehört und auch über zwei Veranstaltungen der „Gesellschaft für Literatur“ gebloggt.

Aso mir das Programm der „Alten Schmiede“ und des Literaturhauses ansehen und beschloßen, da am Donnerstag einen Livestreamabend zu machen, weil ich das Geflüster ja sonst schon mit meinen Buchbesprechungen geblockt habe.

Dann ist mir zufällig die Facebookseite der „Gesellschaft“ in die Hände gefallen und da habe ich gesehen, es gibt einen Ernst Lothar Abend beziehungsweise der Zsolnay Verlag hat da jetzt das dritte Buch des Autors des „Engels mit der Posaune“ herausgegeben, „Das Wunder des Überlebens“ und das habe habe ich schon in Harland liegen, hat es mirdie Doris Kloimstein mit der ich ja immer am Markt von St. Pölten Bücher tausche, gegeben und das zweite Buch „Die Rückkehr“ habe ich mir mit dem Alfi noch live in der „Gesellschaft“ angehört.

Das erste Buch den „Engel mit der Posaune“, habe ich in einer Uraltausgabe gelesen und den Film gesehen, der sich, wie Herbert Orlinger, der „Zsolnay– Verleger“ erklärte sich von dem Buch unterscheidet und er deshalb lange gezögert hat sich mit dem Original zu beschäftigen.

Dann hat er es doch getan Eva Menasse hat das Nachwort geschrieben, beim zweiten Buch war es der Doron Rabinovici, jetzt offenbar Daniel Kehlmann, aber der war nicht in der „Gesellschaft“, lebt der ja, glaube ich, in Amerika und so habe ich umdisponiert und mir schon am Mittwoch Abend den Livestream gegeben, statt zum Lesen in die Badewanne zu gehen und habe dann auch gleich Manfred Müller, Herbert Ohrlinger, Nikolaus Kinsky der drei Textstellen gelesen hat und Dagmar Heißler, die eine Lothar-Kennerin ist, mit Masken den Saal betreten sehen, die haben sie dann abgenommen. Das Publikum von denen ich einige Köpfe gesehen habe, hat sie anbehalten und Manfred Müller führte auch gleich in das Leben des 1890 in Brünn geborenen und 1974 in gestorbenen ein, der Jus und Germanistk studierte, dann Direktor der Josefstadt war, bevor er nach Amerika emigirieren mußte. Geschrieben hat er da auch schon, zum Beispiel die „Die Mühle der Gerechtigkeit“, das 1960 wiederaufgelegt wurde.

Ein Buch, das ich im Schrank gefunden habe und das mich zum „Im Namen des Vaters“ angeregt hat. Den „Engel mit der Posaune“ hat er in Amerika geschrieben, dann ist er 1946 als US beauftragter nach Wien zurückgekommen. Darüber hat er in der „Rückkehr“ geschrieben und dannn 1960 „Das wunder des Überlebens“, das jetzt von „Zsolnay“ neuaufgelegt wurde.

Drei Stellen daraus hat Nikolaus Kinsky gelesen. Die Erste, wo er Sigmund Freud in seiner Ordination besuchte, dann die, wo er schon in Amerika mit Franz Werfel über die Ränge mit denen sie in den Bestsellerlisten erwähnt wurden, diskutierte worauf Manfred Müller dann seine Gäste fragte, wer von beiden wohl der berühmtere oder bessere Schriftsteller sei?

„Beide sind wohl etwas vergessen!“, antwortete Herbert Ohrlinger, ich habe von Franz Werfel vor einigen Jahren einiges gelesen und Herbert Ohrlinger betonte wieder, daß vier oder fünf Lothar-Romane wohl Gültigkeit hätten, die drei schon aufgelegten, dann noch „Die Zeugin“ und der“ Südtirolroman“, der wohl damals in Amerika erschienen ist und er erwähnte wieder, daß der den „Heldenplatz“ nicht wiederauflegen wird. „Die Mühlen der Gerechtigkeit“ nachdem ich ihn damals fragte, wohl ebenfalls nicht und dann wurde, glaube ich, noch die Stelle aus der „Rückkehr“ gelesen, wo Lothar mit seiner Frau Adrienne Gessner und seinem Schwiegersohn mit dem Zug nach Wien zurückkehrt und dann über die Mariahilferstraße in das Hotel Bristol fährt, wo er unterbegracht war.

Interessant, interessant und jetzt ab in die Badewanne, Kurt Drawerts Dresden-Buch wartet auf mich und am Donnerstag habe ich dann zwischen dem Literaturhaus und der „Alten Schmiede“, die Auswahl oder kann bei beiden hin und herswitschen und nach Hause gehen muß ich auch nicht, was ja ebenfalls ein Vorteil ist.

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