Literaturgefluester

2017-08-09

Vorschau auf „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“

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Morgens um Neun erschien im Winter regelmäßig die Obdachlose Dorothea Wewerka vor der öffentlichen Bücherei und begehrte Einlass, der ihr in der Regel auch gewährt wurde.

Frau Wewerka pflegte dann ein wenig zu lesen, wärmte sich auf und wurde meistens auch mit heißem Kaffee bewirtet. Eines eiskalten Wintertages fiel jedoch in dem öffentlichen Gebäude die Heizung aus und die Bibliothek blieb geschlossen.

Mehrmals kehrte Frau Wewerka an jenem Tag zur Bücherei zurück und rüttelte am verschlossenen Eingangstor.

Nach ihrem letzten vergeblichen Versuch kauerte sie sich in einem Winkel des Portals zusammen, um sich
ein wenig auszurasten. Aber bald schon fiel sie in einen tiefen Schlaf, aus dem sie nie wieder erwachen
sollte: Als man sie am nächsten Morgen fand, war sie schon ganz steif gefroren. Und seither geistert das
Bibliotheksgespenst Dorothea Wewerka jeden Winter durch die Bücherei. Manch ahnungsloser Besucher glaubt ja, es wäre der raue Winterwind, der da an der Eingangstüre rüttelt – die Angestellten der Bibliothek jedoch wissen es freilich besser.

Richard Weihs

 

Wieder gibt es eine kleine Vorschau auf mein nächstes Buch, die Geschichte von der Dorothea Wewerka, die, weil sie keine Wohnung hat oder um ein Buch zu lesen, eine Zeitlang in der Hauptbücherei schläft. Die Tage verbringt sie auf den Straßen und in Fastfood-Restaurant und macht dort die Begegnung mit einem jungen Identitären, der sich dann in die Schwester der Bibliothekarin Karoline Prohaska verliebt, die sich Sorgen, um ihre depressive Freundin Therese Schwarzenberg macht, die statt sie zu treffen mit einem Bus nach Belgrad und dann nach Graz, Salzburg und sogar bis Berlin fährt.

Im Dezember habe ich die Geschichte von meinem „Bibliotheksgespenst“, die sich wieder mit der aktuellen politischen Situation beschäftig,t begonnen.

Ein Stück daraus werde ich am zweiten Septembember am Volksstimmefest lesen.

Hier gibt es wieder als kleinen Vorgeschmack den ersten Satz:

„Punkt neun, der Wecker klingelte schrill und laut.“

Wer will kann mir wieder einen Absatz dazu schreiben und am besten per Mail schicken.

Bekomme ich zwei oder drei Anfänge, stelle ich sie, wenn das Buch fertig ist, in den Promotionsartikel, so daß man wieder raten kann, welcher Anfang von mir ist?

Für den Ersten ders errät, gibts  das Buch und ich möchte dann auch gerne eine kleine Leserrunde machen. Das heißt ich stelle dann bis zu fünf Bücher für die, die sie lesen und mir dazu kommentieren wollen, zur Verfügung. Vormanmeldungen nehme ich schon entgegen.

Jetzt gibts wieder wie üblich drei Fragen zu dem Buch. Der Erste, der sie rerät, bekommt nach Erscheinen ein Exemplar.

Damit das Erraten nicht zu schwer wird, verlinke ich hier wieder die Artikel, die sich auf das Entstehen des Buches beziehen:

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  1. Warum ist die Dorothea Wewerka ein Bibliotheksgespenst?
  2. Warum fährt Therese Schwarzenberg von Belgrad sofort nach Graz und was erlebt sie dort?
  3. Wo werde ich das erste Mal aus dem Buch lesen?

 

Viel Spaß beim Raten und weil es sich nicht für die vierte Frage ausgegangen ist, vielleicht noch ein paar Worte zu dem Beschreibungstext, der diesmal von Richard Weihs stammt und auf den ersten Blick so gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Die Dorothea erfriert ja nicht, sondern geht nach getaner Mission nach Hause.

Der Text ist, auch wenns auf den ersten Blick wieder nicht so aussieht, ein Wunschgedicht.

Da kann man Richard Weihs ja bei den „Wilden Worten“ ein Formular ausfüllen mit dem Titel, den Anfang und einigen Worten, die das Gedicht enthalten soll. Und da gebe ich ja manchmal Worte an, die zu meinem „Work on progress“ passen und da ist der Text entstanden, der, glaube ich, auf das Buch neugierig macht und darauf hinweist, wieso ich die Dorothea „Bibliotheksgesepenst“ nenne, denn das ist mir bei der ersten Szene, die ich ja in der vorigen Dezemberschreibgruppe noch im Cafe Ludwig angefangen habe, so eingefallen, obwohl es dann gar keinen Bezug mehr darauf gibt.

2017-01-30

Vorschau auf „Claire – Klara – Clarisse oder wilder Lavendel“

20160605-204656

Weil sie glaubt, daß ihr Freund Edy sie auf dem
Sommerfest ihrer Zeitung mit ihrer Freundin
Kathrin Schneider betrogen hat, bricht die drei-
unddreißigjährige Redakteurin und Buchpreisju-
rorin Klara Winter überstürzt und zu früh zu
dem geplanten Kroatienurlaub auf.

Dort am Campingplatz von Trogir auf dem sie
mit dem alten VW-Bus ihrer verstorbenen Eltern
Quartier genommen hat, hat sie nach ihrer An-
kunft einen wirren Traum.

Sie träumt von einem Zauberer mit einem blauen
Luftballon, der ein weißgekleidetes kleines Mäd-
chen von ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwe-
ster weg, zu einer anderen fremden Frau führt
und lernt dann am nächsten Morgen in einem
Cafe, dessen feschen Besitzer Sergej Abrahmovic
kennen, der dem Zauberer im Traum zum Ver-
wechseln ähnlich sieht.

 

So hier ist die „Vorschau“ auf meine Sommergeschichte, die ich mir als Souvenier von meinem Kroatienurlaub mitgebracht habe und die es bald als mein  mein zweiundvierzigstes Selbstgemachtes geben wird.

Vorher gibt es aber wieder ein kleines Gewinnspiel mit drei Fragen mit denen man das Buch gewinnen kann:

  1. Wo liegt der Campingplatz in dem Klara ihren VW-Bus abstellt?
  2. Was hat es mit den drei Namen für eine Bewandnis?
  3. Für welchen Preis ist Klara Jurorin und wer hat den in echt 2016 gewonnen?

Wäre schön, wenn sie einmal jemand meldet, die die Fragen auflöst und das Buch gewinnen will.

Damit das nicht zu schwer ist, verlinke ich wieder die Artikel mit den Schreibberichten, wo man die Antworten und auch in diesem Text eigentlich finden muß.

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Den ersten Satz gibt es hier auch:

„Es war drei Uhr Nachmittag als Klara Winter zu ihrem Bus kam, die Anmeldepapiere im Handschuhfach verstaute und sich mit der Hand über die halblange brünette Haarpracht fuhr.“

Wer will kann mit mir wieder „Mimikry“ spielen, das heißt den ersten Satz um einen Absatz verlängern. Wenn ich zwei oder drei solcher Absätze habe, stelle ich es zu meinem ersten Absatz in den Promotionsartikel, wenn das Buch erschienen ist und wer errät, welcher Absatz von mir ist, bekommt auch ein Buch.

 

2016-10-22

Vorschau auf „Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:32
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20160726-083835

Wie bin ich nur auf dieses blöde Wort gekommen und was
hat es mit Zoran Simcic zu tun, der sie in diesem Augenblick
aus seinem roten Rucksack nimmt und auf den Cafehaustisch
stellt, den er vorher auf die Bühne des Turnsaals trug, in dem
sie Zarah Bashramis Stück zum zwölften Februar 1934 pro-
ben? Sehr verwirrend, die Idee über eine Schreibblockierte,
die einen Roman verfassen will und keine Ahnung hat, worü-
ber er handeln soll? Denn sie hat ja alles schon geschrieben
und die Dose mit der Aufschrift „Gösser“ auf dem Marmor-
tisch passt auch nicht dorthin. Hat man doch wahrscheinlich,
als am 12. 2. 1934, die Sozialdemokraten aus den Gemeinde-
bauten schossen , eine solche nicht gekannt und in dem be-
rühmten Cafe Central, hat der Dichter Doderer, eine solche
auch nicht bestellt, sondern sicher eine Schale Gold. Das Wort
„Bierdose“ ist auch eine Verwechslung. Denn eigentlich woll-
te die Schreibblockierte eine „Wurfgeschichte“ über das Wort
„Dosenbier“ verfassen. Weil sie keine Romanidee hatte, wollte
sie sich an Kurzgeschichten ausprobieren und da ist ihr ein
Schreibratgeber in die Hände gefallen. In eine Bibliothek ge-
hen, sich mit dem Rücken vor das Regal stellen und nach ei-
nem Buch fassen. Ein Wort heraussuchen und notieren. Das
Ganze wiederholen. Dann man fünf bis sechs Wörter, über die
man eine Geschichte schreiben kann. Das erste Buch, das mir
in die Hände fiel, ist Cornelia Travniceks „Chucks“ gewesen
und da stand „Dosenbier“ im Klappentext.

 

Wieder  gibt es einen Vorgeschmack auf mein nächstes Buch mit Cover, Textbeschreibung und einem Gewinnspiel, das diesmal aus drei ersten Romananfängen, nach dem Vorbild  eines „Mimikry-Spiel des Lesens“ besteht.

Ich danke Gloria G. und Anke Dorsam für die zur Verfügungstellen von zwei Textbeispielen, die sie jeweils zu meinen ersten Satz geschreiben haben:

1.

Es war ein trüber  Märzmorgen, an dem Anna Augusta  Augenstern in ihren orangeroten Filzpantoffeln zum Fenster tappte, die Vorhänge beiseite schob und auf die Terrasse blickte. Es regnete nicht, aber die Feuchtigkeit, die in den Sträuchern hing, schlug sich im Kies der Einfahrt nieder. Seit gestern Abend hatte niemand die Einfahrt genommen. Anna Augusta hatte gehofft, die Postbotin oder besser, Besuch würde kommen, bevor sie das Haus verlassen musste, und würde ihr die Entscheidung abnehmen. Am Tag zuvor hatte sie einen Kasten Briefe gefunden, der daraufhin deutete, dass das Haus tief verschuldet war, als sie es gekauft hatte. Sie wußte wenig über den Voreigentümer, vielleicht, daß er gerne Hüte trug, sie erinnerte sich nicht genau. Aber sie hatte eine Absende-Adresse der Briefe. Kein angenehmer Vormittag, um aus dem Haus zu gehen. Lieber würde sie den frischen Tee, der in der Küche auf einem Stövchen stand, mit jemanden teilen, um über etwas anderes zu reden. Was im Dorf vor sich ging. Ob die Bushaltestelle verlegt  würde. Wie der Fischfang war?

 

2.

Es war ein trüber Märzmorgen, an dem Anna Augusta Augenstern in ihren orangeroten Filzpantollfeln zum Fenster tappte, die Vorhänge beiseite schob und auf die Terrasse blickte. Viel Erfreuliches gab es nicht zu sehen. Der Himmel war grau, der Wetterbericht hatte Regen und drei Grad über Null vorhergesagt. Kein Grund zur Freude, aber auch keiner zum Trübsalblasen. Eher Anlaß zum Weiterarbeiten und das hatte sie auch vor. Hatte sie doch wieder einen Roman geplant und würde sich nach dem Frühstück vor den Laptop setzen und an der Geschichte, der gerade sechzig Jahre alt gewordenen Hildegar Hadringer oder H. H., weil man das so schön verkürzen kann, die nach ihrer Pensionierung beschlossen hat, ihre Ersparnisse zu beheben, um sich damit ein schönes Leben zu machen, zu schreiben. So weit, so what und noch nicht wirklich ausgereift, war sie doch erst vor kurzem, mit dem letzten Band ihrer „Flüchtlingstrilogie“ fertiggeworden. Vielleicht also nur ein Wunschtraum Anna Augustas, die sich ebenfalls in A. A. verkürzen ließ.

 

3.

Es war ein trüber Märzmorgen, an dem Anna Augusta Augenstern in ihren orangeroten Filzpantoffeln zum Fenster tappte, die Vorhänge beiseite schob und auf die Terrasse blickte. Was sie dort sah, war wie immer, und doch etwas war anders. Oder war vielleicht  Anna Augusta Augenstern nicht mehr diesselbe? Woher dieses Gefühl, daß nichts mehr so war, wie es einmal war. Woher diese Fremdheit, die alles Vertraute wie eine Imitation des Originals erscheinen ließ, hundertprozentig gleich und doch nicht mehr identisch. Sogar die orangeroten Filzpantoffeln, in den Siebzigerjahren an einem Marktstand am Brenner erworben und mittlerweile, was man ihnen ansah, um die halbe Welt gegangen – die Welt der Anna Augusta Augenstern war nicht sehr groß, aber die Wege addierten sich-, diese Filzpantoffeln, die es in besseren Zustand in jeder Nostalgieboutique zu hohem Ansehen gebracht hätten, jemand mußte sie in ihre feinsten Bestandteile auseinandergenommen und dann wieder zusammengefügt haben, bis sie aussahen wie vorher, oder jedenfallls beinahe, denn irgendwo steckte jetzt ein Fehler drin.

 

Meine Leser können nun erraten, was das Original und was die „Fälschung“ ist?

Für den, der  errät, welcher Text von mir ist, gibt es nach Erscheinen  das Buch.

Wenn ich es mir so ansehe, dürfte die Beantwortung eigentlich ganz leicht sein, als  Hilfestellung verlinke ich aber trotzdem zu den Schreibberichten und wünsche viel Spaß beim Raten!

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2016-07-04

Acht Jahre Literaturgeflüster

Hurrah, Hurrah, das „Literaturgeflüster“ gibt es nun schon acht Jahr!, denn am dritten Juli 2008 habe ich noch recht kurz und knapp und keine Ahnung, wie es werden wird, den ersten Artikel geschrieben. Seither sind zweitausendsiebenhundert Artikel über das Lesen, das Schreiben und den Literaturbetrieb entstanden und der Blog ist die Dokumentation meines literarischen Lebens geworden.

Die Bloglandschaft hat sich seither sehr verändert, die Bücherbloger boomen, die Autoren haben ihre Webseiten und das „Literaturgeflüster“ hat sich sehr bald als eine Mischung zwischen Bücher- Literatur und Autorinnenblog herausgestellt, denn ich lese und schreibe auch sehr viel.

Wenn man auf meine Leseliste geht, die zugegeben, eine sehr gigantische ist, habe ich seither an die tausend Bücher besprochen und auch einundzwanzig Bücher seither veröffentlicht.

Ansonsten gehe ich nach wie vor an die drei Mal in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, schreibe über die Buch-Wien, Leipzig, den „Bachmannpreis“ und seit einem Jahr betreibe ich auch das „Buchpreisbloggen“.

Mein Blog ist, denke und schreibe ich immer, inzwischen ein sehr schönes und umfangreiches literarisches Archiv geworden und auch eine Gedächtnisstützte, denn, daß ich Barbara Köhler, die ja im Rahmen der Poliversale einige poetische Vorlesungen hielt, schon zweimal in der „Alten Schmiede“ gehört habe, hatte ich fast vergessen.

Ich dokumentiere also sehr viel und sehr genau, interessiere mich eigentlich für alles, was die Literatur betriefft, lese ChickLits, Krimis, Experimentelles, wie auch Selbstgemachtes und versuche auch den Literaturbetrieb, neben dem ich ja sehr stehe, so weit, wie es geht, zu erfassen.

So ist das „Literaturgeflüster“, das nach wie vor seine hundert bis hundertfünzig tägliche Leser hat, jedes Monat gibt es eine zweihunderter Spitze und  „Friederike Mayröckers Radiotag“, war mit 376 Zugriffen der bisher bestebesuchte Tag, für mich sehr wichtig geworden.

Ich blogge für mich könnte ich so sagen und so auch Hans Raimunds Frage beantworten, ob ich damit im Literaturbetrieb präsent sein will?

Wahrscheinlich schon, obwohl ich es nicht bin, denn ich habe nicht zweihunderttausend Followers, sondern gerade zwei bis drei Stammleser, also dokumentiere ich für mein Gedächtnis und präsentiere hier  mein Schreiben.

Gibt es seit 2011 zu den jeweiligen „Works in Progess“ ja die Schreibberichte, wenn das Buch dann fertig ist oder kurz davor  in den Vorschauen und gibt es dann das Buch, wird es auch hergezeigt.

Seit einiger Zeit mache ich das mit einem Gewinnspiel, das heißt mit drei Fragen, mit denen ich das Buch ein bißchen vorstellen kann.

Zum fünften Geburtstag hat es ein großes Gewinnspiel und fast zeitgleich dazu eine Sendung auf Radio Fro gegeben.

Sonst sind die „Literaturgeflüster-Präsentationen“ schon länger her, 20010 habe ich den Blog von Ilse Kilic eingeladen im „Amerlinghaus“ vorgestellt und Visitenkarten mit enem schönen Bild vom Alfred gibt es inzwischen auch, die ich an Interessierte austeilen kann.

So hat sich mein Blog in den acht Jahren wahrscheinlich sowohl verändert, wie er auch gleich geblieben ist. Ich schreibe immer noch über das Lesen und das Schreiben, schreibe aber länger und kann inwischen auch auf mein beachtliches Archiv verlinken.

Die Bonmots, die ich erzählen könnte, sind immer noch die der Ulrich Becher Briefe, die der „Arco-Verleger“ nach meiner „Kurz nach 4-Besprechung“ bei mir vermutete, in Wahrheit wren die von mir zitierten aus einem „Aufbau–Taschenbuch“ und er hatte schließlich sogar, glaube ich, die Originabriefe selbst zu Haus.

Auf einigen Begräbnissen  bin ich inzwischen gewesen.

Das „Rund um die Burg Festival“ hat sich verändert und findet nicht mehr die ganze Nacht lang statt, was für mich auch ein ziemliches Highlight war und zum „Alpha“ habe ich inzwischen dank meines beharrlichen Flüstern, eine Einladung bekommen.

Sonst hat sich für die Abseitsstehende ja nicht so besonders viel getan, im Gegenteil, denn ich habe ja mit 2009 aufgehört „Den Tag der Freiheit des Wortes“ für die GAV zu organisieren. Die „Mittleren“ gibt es auch nicht mehr.

Dafür, wie, ich hoffe, nach,wie vor die Lesungen bei der „Poet-Night“ und beim „Volksstimmefest“ und meine „Digitaldruckbücher“ zweiundzwanzig an der Zahl, die sie mir bei „Wikipedia“ ja einmal hinausgeschmissen haben, habe ich mir jetzt sozusagen als Geburtstagsgeschenk wieder eingetragen.

Mal sehen, ob sie es löschen werden oder drinnen lassen, da das Argument mit den Verlagsproduktent zu den Selfpublisherzeiten, die in Frankfurt und in Leipzig, inzwischen  schon ganze Halle füllen, ja nicht mehr wirklich zählen kann.

Aber die diesbezüglichen Vorurteile, da darf man sich nicht täuschen, sind immer noch sehr stark und wahrscheinlich unausrottebar, so kann man sich auf „Literatucafe.de“ ja das Gelächter von Doris Brockmann auf die Frage anhören, ob Selfpublisher beim „Bachmannpreis“ antreten dürfen?

Sie können offenbar nicht, weil sie ja seit ein paar Jahren eine Verlagsempfehlung brauchen, um eingeladen zu werden. Catarina Satanik ist aber 2009 auch ohne Publikationen angetreten und Stefanie Sargnagel, die einzige Österreicherin, wenn man den in Salzburg lebenden Marko Dinic, nicht mitrechnet, ist als Facebookautorin bekannt und hat als solche ihre zwanzig- oder zweihunderttausend Followers.

Da würde ich zwar nicht sehr viel Unterschied sehen, bin aber von solchen Dimensionen weit entfernt und mein Blog ist ja auch ein selbstgemachter und so habe ich bei „Wikipedia“ auch das „Literatur-Geflüster-Texte-Buch“ eingetragen, das 2013 aus den ersten Blogbeiträgen, bei denen es inzwischen ja auch Glossen, Reiseberichte, Textbeispiele, etcetera gibt, entstanden ist.

Das erste Textbeispiels „Der wunderbare Tintenpreis“ ist aber auch vor sieben Jahren, kurz nach dem damaligen Bachmannpreis und „einem Jahr Literaturgeflüster“ entstanden.

Ich bin also wahrscheinlich auch eine Blogautorin und die „Nika“, das nächste Buch, das ich eintragen werde, wenn ich  mit dem Fehlerteufelchen fertig bin, ist  auch ein Blogroman und wird oder hat es schon im Dezember immer wieder häppchenweise geben.

Das sind so meine Wege in den Literaturbetrieb, den ich schon seit über vierzig Jahre suche und als  meine einunzwanzig im „Digitaldruck“ entstandenen Bücher zum Eintragen aus den Regalen genommen habe, war ich selbst über die Menge erstaunt und auch ein bißchen deprimiert.

Einige meiner Leser haben meine „ironische Art“ mit dem Danebenstehen fertig zu werden gelobt, voila, das passende Gedicht dazu, das mir sozusagen Richard Weihs zum Geburtstag schenkte und das es in den „Berührungen“ als Motto geben wird.

„Da steh ich da und steh auch voll daneben

mit Schreibblockaden kann ich aber leben

nur eines schmerzt mich dabei wirklich tief

So komm ich nie ins Literaurarchiv!“

Wie wahr könnte man sagen oder auch wie ungerecht, die Schreibblokade, die mich im Frühling wieder quälte, ist aber verschwunden, denn ich habe ja aus Kroatien eine Idee für einen „Sommerroman“ mitgebracht, den ich, wenn ich, mit dem Korrigieren fertig, also vor, während oder nach dem „Nanowrimo“ schreiben will und weil wir schon bei den Geschenken sind, wenn meine Leser mir, beziehungsweise dem „Literaturgeflüster“ zum achten Geburtstag ein solches machen wollen, fordere ich wieder zum „Mimikry spielen“ auf, denn da will ich ja bei den „Berührungen“ bezüglich der „Vorschau“ statt den üblichen drei Fragen, worüber handelt das Buch, welche berühmten Dichter treffen sich im Himmel mit Anne Frank und was stellt Zoran Simcic im Studentenheim während der Proben auf den Marmortisch?, die falschen und den richtigen Romananfang hineinstellen und meine Leser können raten, was von mir und was eine Fälschung ist?

Und einen Fortsetzung, das kann ich gleich verraten, habe ich schon, es wird also ein solches „Literaturspiel“ geben.- Da aber zwei Beispiele ein bißchen wenig ist, fordere ich meine Leser auf, mir zu meinem ersten Satz einen Absatz dazuzuschreiben, am besten per Mail, damit ich den Kommentar nicht löschen muß!

Vielen Dank, es gibt auch ein Buch dafür und jetzt, nach dem das„Bachmannpreislesen“, mit dem vor acht Jahren ja alles begonnen hat,  vorüber ist, auf in das neunte Jahr, beziehungsweise in das Feiern, denn da habe ich mir ja acht spezielle Tage vorgenommen, mit denen ich den Bloggeburtstag, die Sommerfrische und das Sommerschreiben feiern will,  über die ich auch berichten kann.

2016-04-24

Vorschau auf „Paul und Paula“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:06
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Umschlaggestaltung: Pavlina Delcheva

Umschlaggestaltung: Pavlina Delcheva

Paul Schneider hat mit Paula Billinger in Linz vor zwanzig Jahren dasselbe
Gymnasium besucht.

Dann ist er nach Wien gegangen, hat Informatik studiert und begonnen, in
seiner Freizeit als „Fräulein Paula“ im roten Seidenkleid und Stöckelschuhen
im „Maribou“ Schlager von Zarah Leander und Edith Piaf zu singen, wo er eines
Tages Paula als Paul wieder trifft.

 

Anbei das Cover meiner Transgendergeschichte „Paul und Paula“ zu der ich durch einige Transformationen   inspiriert wurde, den Inhalt und die Personen aber erfunden habe, so daß etwaige Ähnlichkeiten Zufall beziehungsweise der Thematik geschuldet sind.

Man sieht es gibt ein professionelles Cover und nun wieder drei Fragen, die Antworten sind im Text, behiehungsweise in den Schreibberichten zu finden.

 

  1. Wo sind Paul und Paula zur Schule gegangen?
  2. Welche Lieder singt Paul(a) im „Maribou“?
  3. Welche drei Bücher habe ich zur Recherche gelesen?

 

Es gibt wieder ein Buch nach Erscheinen zu gewinnen.

 

Und hier die Schreibberichte: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Nun würde mich noch interessieren, wie da neue Cover, in Vergleich zu den selbstgemachten gefällt?

2016-01-22

Vorschau auf „Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen“

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Sommerfrische für Studentinnen:
Eva Jancak gab anlässlich ihrer Lesung Einblicke in
ihre neuesten Texte. Auslöser war die Idee einer
Sommergeschichte über Sandra Winter, eine prekä-
re Literaturstudentin, die nach sanften Druck der
Mutter ihren Sommer im Haus der Eltern verbringt.

Sandra Winters Mutter versah die Einladung mit
einem wahren kommunikativen „double-bind“.
Einerseits sollte die Tochter im Haus ihrer Eltern in
Harland bei St. Pölten die Sommerfrische genießen,
auf der anderen Seite war der implizite Wunsch vor-
handen, den slowakischen Pflegehelferinnen, die
die demente Großmutter betreuen, ein wenig auf
die Finger zu schauen. Nicht zuletzt wäre die Som-
merfrische ja dazu geeignet, die Diplomarbeit fertig
zu stellen.

Viel lieber hätte Sandra Winter ihre Freundin Eleni
in Griechenland besucht, aber dies war aus finanzi-
ellen Gründen nicht möglich.

Neil Y Trasher, read!!!ingroom, 14. 7. 2015

 

So wird es ausschauen mein neues Buch, das ich im letzten Sommer in der der Sommerfrische in Harland bei St. Pölten geschrieben habe und gleich, nachdem ich begonnen hatte, die ersten vier Szenen im „Read!!!ingroom“ geschrieben habe.

Ein brandaktuelles Buch könnte man so sagen, habe ich mich ja während ich auf der Terrasse saß oder mit dem Rad nach Wilhelms- oder Herzogenburg gefahren bin, an den aktuellen Nachrichten über Griechenland, die Flüchtlingsproblematik etcetera entlanggetastet und es ist, ohne, daß es mir damals bewußt war und ich es plante, der zweite Teil einer Anthologie geworden.

Der Erste ist vor kurzem erschienen, obwohl da die Fatma Challaki noch eine andere Geschichte hat und in einen anderen Zusammenhang auftritt, der dritte Teil liegt noch auf Alfreds Schreibtisch, wurde aber auch schon im „Reading!!!ingroom“ vorgestellt. Probekapitel gibt es hier zu lesen. Denn es ist in gewisserweise auch ein Blogroman, beziehungsweise soll er immer im Dezember einer werden und ein paar der Kapitel als Adventkalenderfenster in den Blog kommen.

Für alle Neugierigen, die das Buch, wenn es erschienen ist, lesen wollen, gibt es es jetzt drei Fragen und drei Bücher zu gewinnen, wenn man sie richtig beantwortet und dazu helfen Schreibberichte, die ich unten verlinke:

  1. Wie heißen Sandras Freundinnen und aus welchen Ländern kommen sie?
  2. Was hat es mit dem Hund am Cover für eine Bedeutung?
  3. und vielleicht überraschend, wer hat 2015 den deutschen Buchpreis gewonnen und was hat das mit diesem Buch zu tun?

Viel Glück beim Raten über reges Interesse würde ich mich freuen! Antworten bitte per mail: evajancak@fastmail.com

 

Und hier die Schreibberichte: 1 2 3 4 5 6 7 8 9

2015-09-01

Vorschau auf „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“

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Als Thekla Morgenstern eines Morgens aufwacht, geht es ihr gar nicht gut. Sie spürt eine Wand vor ihrem Kopf und fühlt sich, wie wenn sie in ein Depressionsloch hineingefallen wäre.
Als Therapie verordnet sie sich eine Bibliothotherapie-Gruppe, die ihr ihre Nachbarin, Fritzi Jelinek, die diese zweimal in der Woche, in Janusz Warszinskis Pfarre hält, empfiehlt und dann lernt sie noch die fünfzehnjährige Yasmin Bilic kennen, die ebenfalls große Probleme hat.
Hat sie doch der „Stief“ aus der Wohnung geschmissen und zur Großmutter geschickt und dann ist noch ihre beste Freundin Selma verschwunden, die Vorzugsschülerin des Polytechnischen Jahrgangs, den sie mit ihr besucht, die eigentlich Zahnärztin werden will.
Sie will aber auch ein Kopftuch tragen, kein Schweinefleisch essen und eine aufrechte Muslima sein, was in Zeiten, wo man täglich vom IS-Terrorismus und den Jugendlichen hört, die in Richtung Syrien aufbrechen, gar nicht so einfach ist.

Jetzt ist sie endlich da, die versprochene Vorschau auf mein übernächstes neues Buch, die Vorschau auf „Im Namen des Vaters“ den letzten „Nanowrimo“ gibt es auch noch und das Manuskript, das immer noch beim Alfred liegt.

Die Gewinnfragen können  noch beantworten werden, also Leute, wenn ich euch für etwas anderes, als das Longlistenlesen interessiert und wissen wollt, wie das „Selbstgemachte“ abseits des „Amazonrankings“ aussehen kann, habt ihr jetzt zwei Chancen, bevor es die Vorschau für den „Sommernanowrimo“ geben wird.

Neue Gewinnfragen gibt es auch. Auch wenn sich niemand bei mir meldet, bleibe ich hartnäckig dabei und möchte gerne wissen

  1. Worum geht es in der „Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“?

2. Was hat es mit der Kopftuch geschmückten Puppe am Cover zu tun, wem hat die einmal gehört und wie hängt das mit der Selma zusammen?

3. Wie hätte das Buch ursprünglich heißen sollen und welches Buch könnte vielleicht die Vorlage dafür sein oder wird beziehungsweise darin behandelt?

Damit das Antworten ein bißchen leichter fällt, gibt es wieder die Schreibberichte und das Buch für den oder die, der mir die Fragen bewantwortet, nach Erscheinen, dann löse ich wieder die Gewinnfragen auf, mache eine kleine Aussendung und das zweite Kapitel, das ich unter dem Namen „Selmas Kopftuch“ fast am „Welttag des Buches“ bei den Wohnpartnern gelesen hätte, wird es dann auch als Probekapitel auf der Website geben.

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2015-07-03

Sieben Jahre Literaturgeflüster

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Heute ist es sieben Jahre her, daß die „Literaturflüsterin“ eine offenbar sehr erfolglose seit ihrer Matura schreibende Frau, die seit dieser Zeit oder seit es in Wien die „Alte Schmiede“ gibt, fast täglich zu Literaturveranstaltungen geht, schon seit der Kindheit aus dem Bücherkasten ihrer Eltern oder kurzfristig aus den städtischen Büchereien viel gelesen hat, als Studentin habe ich mir die Bücher auch gekauft, später, als mir die Verlage meine Manuskripte zurückschickten oder formlos „Leider nicht!“ schrieben, habe ich damit aufgehört, bin 1996 auf eigene Faust nach Klagenfurt zum Bachmannlesen gefahren und habe mir, als das dann möglich war, den Wettbewerb live über meinen Laptop gegeben, so auch 2008. Da bin ich darauf gekommen, daß sich in den Mittagspausen einige Blogger hinsetzen, um darüber zu schreiben und so ist die Idee zum „Literaturgeflüster“, das ursprünglich „Eva Jancaks Literaturgeflüster“ heißen sollte, entstanden.

„Kann ich das auch?“, habe ich, glaube ich, den Alfred gefragt, der mir etwas von „Veranstaltungen und Büchern über die ich schreiben könnte“ antwortete und so habe ich, schnell, schnell, der Alfred mußte auf die WU und ich bin eine Computerniete, den ersten sehr kurzen Eintrag über die „Sommerfrische“ geschrieben, denn dahin war ich ja  unterwegs und im ersten Sommer hatte ich in Harland kein Internet.

Also nur sehr kurze und alle paar Tage Artikel, die von Autoren wie Elfriede Jelinek, Angelika Reitzer handelte und als wir am „Nordpol“ wo wir mit der Anna zu Alfreds Geburtstag wahrscheinlich essen waren, Gustav Ernst gesehen haben, habe ich darüber berichtet, auch daß es in Passau, da waren wir ja mit den Hundertmarks Radfahren, ein Plakat mit der Mitteilung, daß dort Manfred Chobot gelesen hat und so ist das Literaturgeflüster entstanden und die unermüdliche Bloggerin, die sich manchmal im worldwide Netz sehr inoffiziell und verloren fühlt, aber seltsamerweise schon auf den ersten Eintrag einen Kommentar bekommen hat.

Christiane Zintzen hat sich  gemeldet und mich in der Bloggerwelt willkommen geheißen und als ich dem Otto davon erzählt habe, hat der auch gleich zu bloggen angefangen und inzwischen wieder aufgehört.

Der hat mir dann eine Zeitlang sehr sehr aufmunternde Kommentare geschrieben und auf seinen Blog berichtet, daß er Andrea Stift in Zeitschriften wie „Kolik“ oder „Manuskripte“ gelesen hat, worauf sich die bei ihm meldete und ich das auch auszuprobieren begann, ob das funktionierte.

Hat, so habe ich sie kennengelernt und als es dann ein bißchen später die erste „Buch Wien“ gab, hat Cornelia Travincek auf dem Literaturcafe darüber berichtet, ich habe ihr geantwortet, daß man zu dem „Droschl-Verlagsfest“ ins Schauspielhaus keine Einladung brauchte und so haben sie, der Otto und Andrea Stift mir zu meinem ersten Geburtstag gratuliert.

Das waren noch Zeiten, könnte man sagen, denn dann hat sich bald meine erste kritische Stimme oder Spamerin Frau Haidegger gemeldet und hat ihre leicht provokanten Kommentare abgegeben, daß man bei der „Poetnight“ oder dem Volksstimmefest nicht lesen soll, wenn man nicht Marlene Streeruwitz, Goethe oder Thomas Bernhard heißt, etwas worauf ich natürlich antworten muß und es haben sich mir auch einige angeschlossen.

Ilse Kilic, die GAV Sekretärin hat meinen Blog gleich toll gefunden, einige andere Kollegen haben es dgegen für anmassend empfunden, daß ich über sie und ihre Veranstaltungen, die ich besuchte, schreibe, aber ich habe mir gleich von Anfang an vorgenommen, nie zu verreißen, sondern immer wertfrei zu berichten, trotzdem hat mich Katharina Riese in der „Alten Schmiede“ einmal scharf angefahren, als ich sie nach dem Datenschutz fragte, wenn man „Billa-Rechnungen“ in seinem Buch abdruckt und Hans Raimund hat mein Bericht über die slowenische, Kärtner und italienitsche Literatur, die ich im Literaturhaus hörte, auch nicht gefallen.

Paul Jaeg hat sich gemeldet und gemeint, ich solle ihm ein Manuskript für das übernächste Jahr schicken, das habe ich mit der „Sophie Hungers“ über die ich mit Frau Haidegger ja sehr intensiv diskutierte, getan, aber, weil ich sehr ungeduldig bin, gleichzeitig auch an den „Digitaldruck“, denn ich mache mir meine Bücher seit 2000 ja selbst und so hatte ich, als mir seine Tochter  absagte, schon eine Lesung bei den „Textvorstellungen“ und damals, 2008, 2009 habe ich für die GAV ja noch den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisiert, seit 2001 habe ich das getan, dann hieß es nur mehr eine Veranstaltung, ich habe mich für die „Mittleren“ entschieden, die ich jetzt auch nicht mehr mache, weil ich nicht  mehr im „Literaturhaus“ lesen darf und es mit dem Amerlinghaus eine Zeitlang sehr schwierig war und es mich auch nervte, wenn  jeder, den ich eine Einladung entgegenstreckte den Kopf schüttelte und „Keine Zeit, keine Zeit!“, antwortete.

2008 war ich aber in der Jury für die Buchpreisprämien und in der des „Ohrenschmauses“ bin ich seit 2007 auch, also vielleicht doch nicht so literarisch unbedarft, wie sich meine zweite Kritikerin Ju Sopie, die glaube ich, über Thomas Wollingers Blog, den ich eine Zeitlang kommentierte, zu glauben schien. Der hat meine „Mimi“, den Roman, wo ich die Ereignisse um den deutschen oder Leipziger Buchpreis mit dem Schreiben mit Lernbehinderung verband, nicht gefallen, das ist sehr schade, aber ich schreibe weiter und meine Blogartikeln sind auch immer länger und länger geworden.

Der Otto hat mich schon mal gefragt und Friedrich Hahn hat das in der „Alten Schmiede“ vor kurzem wiedergetan, ob ich meinen Blog, der inzwischen wirklich ein sehr wunderbares und umfangreiches Archiv des Wiener Literaturbetriebs ist, auch wenn er sehr subjetiv geschrieben ist und auch ein paar Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler hat, nicht veröffentlichen will?

„Nein!“, habe ich den Otto, damals warhscheinlich so zwischen 2009 und 20010 gesagt.

„Da müßten die Verlage selber kommen!“

Aber 2012 kam eine Krise mit der „Wiedergeborenen“ und „Paula Nebel“, die, wie ich inzwischen glaube, keine meines Schreibens war, sondern, daß ich blogge und blogge und keiner antwortet mir darauf, so ist die Idee des „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ entstanden, daß es seit 2013 gibt und dazu gibt es auch schon eine sehr schöne Rezension von Lev Detela. Leider ist es mir nicht gelungen, auch eine solche im „Literaturhaus“ zu bekommen, aber Gerhard Jaschke hat sich sehr begeistert gezeigt und ich denke, das Bloggen ist  eine sehr schöne Eigenintiative, die man nutzen kann, es einfach selber zu versuchen, wenn es im Literaturbetrieb nicht geht, also daneben oder nebenbei und das ist nicht aggressiv oder negativ, auch wenn ich als echte Wienerin, wahrscheinlich eine Jammerin bin.

Eine schöne Sendung in Ö1 hatte ich 2009 auch und 2010 mit Anni Bürkl, die mich eine Zeitlang kommentierte, eine Diskussion, die sich ergab, als“ leselustfrust“ „Ausgetanzt“ besprochen hat, eine Diskussion über die Qualität, die mich seither ein bißchen verfolgt, weil es im Internet offenbar üblich ist schnell einmal zu schreiben „So etwas schlechtes habe ich noch nie gelesen“, „Was ist denn das für ein trotteliger Artikel“, etc.

Ich habe mir vom Anfang an angewöhnt, darauf zu antworten, das auch sehr freundlich zu tun und trotzdem meine Meinung zu sagen, da das Bloggen für mich sehr wichtig ist und auf Hans Raimunds Frage, was ich damit will, noch einmal zurückzukommen, ja ich will mich damit im Literaturbetrieb präsentieren und auf mich und mein unermüdliches Schreiben und mein Interesse an der Literatur hinweisen und auch mein großes Wissen, das ich habe, weil ich seit fast vierzig Jahren fast täglich zu Veranstaltungen gehe, den anderen zur Verfügung stellen, wenn sie das wollen.

Der Erfolg, hält sich, wie beschrieben in Grenzen, aber wenn ich in die „Alte Schmiede“ oder sonstwohin gehe, kann es inzwischen schon passieren, daß Leute von denen ich nicht wußte, daß sie mich und meinen Blog kennen, auf mich zukommen und mich darauf angsprechen.

So haben sich Judith Nika Pfeifer und Andreas Pittler einmal bei mir für meine Berichterstattung bedank und Robert Sommer hat im Geflüster nachgesehen, was ich schreibe, als er bei der zweiten „Weltbefragung“ nicht war, aber da war ich im „Theaterbrett“ beim „Literarischen Lenz“ und als Marie Therese Kerschbaumer im Literaturmuseum gelesen hat, habe ich ihren Namen und Eva Jancak Literaturgeflüster auch bei meinen Suchanfragen gehabt.

Ich war, glaube ich, auch die erste die über Valerie Fritsch berichtet hat, die ja heuer beim „Bachmannpreis“ liest und als sie den FM4 Preis gewonnen hat, häuften sich die Suchanfragen und als Rolf Schwendter starb, hat  Gerhard Jatzek bei seinem Nachruf Alfreds Foto vom Volksstimmefest verwendet.

Anfragen bezüglich Fotos sind auch schon öfter gekommen und das von Nikoleiken gibt es inzwischen in einem Katalog über das jüdische Leben in Ostpreussen beziehungsweise dessen Vertreibung.

Die Artikel sind sind den sieben Jahren immer länger geworden und häufiger, zuerst fast jeden Tag, jetzt gibt es manchmal zwei, denn 2010 hat der erste offene Bücherschrank in Wien eröffnet, inzwischen gibt es zahllose Kästten und Kisten an beinahe jeden Ort und so habe ich mir inzwischen zwei neue Bücherregale in Wien und Harland gekauft,  mein Leseverhalten hat sich eindeutig gesteigert und die Bloggerwelt hat sich auch verändert, vor allem in Deutschland gibt es eine sehr aktive Szene, die nach Leipzig und nach Frankfurt fährt und auch den dBp eifrig und offiziell bebloggen.

Ich tue das seit sieben Jahren „wild“,“noffiziell“ aber auch sehr bemüht und gründlich in meiner subjektiven Art, in der ich auch schon einmal berichte, daß ich auf dem „Volksstimmefest“ lese,  gegen die schwarz blaue Regierung war und es für einen Wahnsinn halte, daß die ÖVP noch immer keine Gesamtschule will.

Ich blogge für mich und mein Gedächtnis, auch wenn ich immer wieder Rezensionsexemplare anfrage, die mal bekomme und mal nicht und da auch schon einmal eine herbe Antwort, wie „Das ist ja nur ein Blog!“, bekommen habe oder sich die „Deuticke-Pressedame“ über meine elendslange Leseliste wunderte, auf die aber sehr stolz bin, auch wenn ich zugebe, daß ich bei meinen Bücherbeschränkungsplänen immer wieder scheitere.

An die fünfunddreißig selbstgemachte Bücher sind es inzwischen auch geworden und seit dem ich blogge sind einige neue und sehr schöne hinzugekommen.

Ich habe mich auch den Gewinnspielmoden, die ich auf den anderen Blogs kennenlernte, angeschlossen und seit einiger Zeit gibt es bei mir bei jeder „Vorschau“ die ich immer auf meine neue Bücher mache, drei Fragen und das entsprechende Buch zu gewinnen und vor zwei Jahren zum fünften Geburtstag und dem dreißigsten Buch, habe ich einen „Dreißig Fragen- zu dreißíg Bücher- Katalog“ entwickelt, da war ich auch in Radio Fro, trotzdem hat sich für mich und meine Bücher niemand interessiert, was einerseits sehr traurig ist, aber andererseits auch nichts macht, denn die Ära der Selbstpublischer ist in den sieben Jahren auch gekommen, auch wenn „Wikipedia“ meine Digitabücher mit dem Argument „Nur Verlagsprodukte“ hinausgestrichen hat.

Macht ja nichts, ich kann sie auf meinen Blog promoten, weil ich es noch immer nicht geschafft habe, meine Bücher auf „Amazon“ zu stellen und das wahrscheinlich auch weiterhin nicht tunen will, also nur im Literaturgeflüster, diesen beharrlichen Blog, einer literarisch beseessen schreibenden Frau und Psychologin, der inzwischen seine 276 000 Aufrufe, an die 2285 Artikel und wenn die Worldpress Statistik stimmt, 990 Kommentare hat.

Eine schöne Zahl und als ich um Pfingsten herum, einen etwas regeren Zulauf hatte, habe ich gedacht, daß ich es vielleicht zum Geburtstag schaffe, den Tausender zuerreichen.

Scheint nicht so sein, also ergreife ich die Gelegenheit zu einem Aufruf, mir zum Geburtstag zu gratulieren, vergebe an den tausendsten Kommentierer ein Buch aus meiner Produktion nach Wahl und verspreche, daß ich auf den 999 Kommentar nicht selber antworten werde und eine Lesung zum Geburtstag gibt es auch, nämlich das „Wiedner Hauptstraßen Straßenfest“, da lese ich um 17. 30 in der Buchhandlung auf Nummer 131 und lade meine Wiener Leser herzlich ein, zu kommen,  mit mir auf den Geburtstag anzustoßen und verspreche jeden, der mich darauf anspricht, so weit vorhanden, eines meiner Bücher vom Büchertisch.

Feiern wir zusammen  Bloggeburtstag, denn ich finde es schön, daß es die Möglichkeit des Digitaldrucks, des Selbermachen und des Bloggens gibt und, daß jeder nachlesen kann, was ich seit 2008 geschrieben,  bzw. gelesen habe und bei welchen Veranstaltungen ich war, finde ich auch sehr schön.

Eine vielleicht verrückte Idee trage ich auch in meinen Kopf herum.

„Die offiziellen Bücherblogger“ um „Buzzaldrin“, „Schöne Seiten“, „Sätze und Schätze“ und „Klappentexterin“ haben mich darauf gebracht, daß ich ab dem zwanzigsten August, ja wirkliche eine Rezensionsanfrage stellen, mich in die Buchhandlungen setzen, mit dem lieben Otto, der das vielleicht auch wieder macht, vernetzen,  mir auch die anderen Bücher kaufen und eine eigene Shortlist machen und ins Netz stellen könnte, auch wenn ich meine Leseliste damit gehörig durcheinanderbringe.

Mal sehen, noch ist Zeit und jetzt gibt es das Bachmannlesen zu verfolgen, mit dem alles angefangen hat, also feiern und sich freuen!

Mit dem lieben Rudi, meinem eifrigsten Kommentierer, der das schon sechundsechzig Male tat, das hätte ich jetzt fast vergessen , kann ich wahrscheinlich auf jeden Fall anstoßen, denn,  der liest vor mir, was ein weiterer Grund ist, sich das Wiedner Hauptstraßen Straßenfest, das nur bei Schönwetter stattfindet, anzusehen.

2015-05-10

Vorschau auf „Im Namen des Vaters“

Filed under: Schreibbericht — nagl @ 00:40
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vater

Die siebenundfünzigjährige Online-Journalistin Veronika Sieberer bricht während einer Tagung zusammen, bekommt im Allgemeinen Krankenhaus eine Pankreas-Krebsdiagnose und erfährt, daß sie ohne entsprechende Behandlung wahrscheinlich nur mehr einige Monate leben wird.

Während sie sich nun zwischen Operationen, Chemo- Strahlen und Alternativtherapien zu entscheiden versucht, begleitet sie ihre sechsundzwanzigjährige Tochter Paula durch die erste Schwangerschaft, beginnt für den Enkel Jäckchen, Strampelanzüge, Häubchen, Schühchen zu stricken und kann auch ihrem Nachbarn Hubert Fabian, einem ehemaligen Hutfabrikanten, der in eine Seniorenresidenz übesiedelt ist, helfen, die Reste seiner Kollektion aufzufinden.

 

Nachdem ich auf das  Dummie von „Miranda Schutzengelchen“, das aam Donnerstag gekommen ist, korrigierte, ich werde übrigens den Beginn daraus am 2. Juni beim Margaretner Fest für Kunst und Kultur zwischen siebzehn  und einundzwanzig Uhr im  Amtshaus Margareten lesen, gibts hier gleich drei Fragen für das neue Buch zu beantworten, das es dafür nach Erscheinen zu gewinnen gibt:

1. In welchen Rahmen wurde es wann geschrieben?

2.Welches Buch, das ich im Sommer gelesen habe, hat mich dazu inspiriert?

3.Warum gibt es Stoff- und Stricktiere auf dem Cover zu sehen?

Viel Spaß beim Rätselraten, ich hoffe auf rege Beteiligung, wenn das Buch erschienen ist, löse ich die Fragen auf, zur Beantwortung derselben können vielleicht die Schreibberichte ein wenig helfen:

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