Literaturgefluester

2019-03-20

Alle, die vor uns da waren

Das nächste Buch schließt sich gleich an das vorige an, denn da geht es auch um die Erdverschmutzung und den Zustand dieser Welt und ist, wie ich „Amazon“ entnehme, eigentlich der dritte Teil von Birgit Vanderbekes Familiensaga oder Memoireihe mit Szenen aus ihrem Leben.

Bei „Piper“ erschienen und da bin ich mir gar nicht sicher, ob ich es angefragt oder so geschickt bekommen habe. Auf meiner Bestellliste steht es jedenfalls nicht und Teil zwei, das ist auch sehr interessant „Wer dann noch lachen kann“ habe ich bei dem Literaturquiz der „Buch Wien“ von Günter Kaindlsdorfer bekommen, muß es noch lesen, während ich den ersten Teil „Ich freue mich, daß ich geboren bin“ auch noch finden muß und die 1956 in Dahme geborene Birgit Vanderbeke habe ich, glaube ich, durch ihr „Bachmannlesen“ kennengelernt.

Da hat sie 1990 aus dem „Muschelessen“ gelesen, ein Buch das ich auch noch lesen muß, während ich „Sweet sixteen“, „Alberta empfängt einen Liebhaber“ und „Geld oder Leben“ gelesen habe und außer Band zwei der Saga auch noch das 2013 erschienene „Sommer der Wildschweine“ ungelesen in meinen Regalen habe.

Eine fleißige Frau, die 1956 geborene, die eher leise unter den bekannten Autoren, ist sie doch mit ihrem „Muschelessen“ schlagartig berühmt geworden.

Schullektüre, steht bei „Wikipedia“ oder im Klappentext und interessantes Detail aus der Biografe ist noch, daß sie mit fünf nach Westdeutschland übersiedelte und 1993 nach Südfrankreich, wo sie jetzt noch lebt. Davon handelt auch die Romantrilogie oder die Memoirensplitter, wie ich es besser bezeichnet fände. Der erste Teil von der Kindheit und der Flucht in den Westen,  der zweite von einem Autounfall und der dritte von Heinrich Böll.

Da könnte man jetzt stutzen und sich fragen: „Wie hängt das  mit dem Umweltschutz und den Katzen der Andrea Stift-Laube zusammen?“ und eigentlich war die erste Information, die ich über das Buch hatte, daß es über das Älterwerden geht.

Es geht um alles und Birigt Vanderbeke schreibt davon auch in einem ironischen Stil, der offenbar sehr typisch für sie ist.

Sie beginnt mit ihrer Kindheit der Großmutter Maria, die aus Ostende stammte und erwähnt dann die Namen Böll und Zwerenz.

„Kennen Sie nicht?“, fragt sie dann und fügt:  „Wundern Sie sich nicht. Wir vergessen heute schnell“und leben  in einer Zeit wo keine Bücher mehr gelesen werden und es keine Schriftsteller mehr gibt.

Es gibt offenbar schon ein paar und Birigt Vanderbeke ist eine davon. Mit einem Gianni verheiratet, der Sohn heißt Noah, die Schwiergertochter Claude, ein Enkelkind kündigt sich an oder ist schon geboren. Ein Haus wird für den Sohn erbaut und dann kommt eine Einladung nach „Archill Island, wo Heinrich Böll, ein Haus hatte und die „Heinrich Böll-Stiftung“ offebar Stipendien an Schriftsteller vergibt.

Da denke ich natürlich an meinen Versuch eine Einladung in die Schriftstellerwohnung der Anita Pichler in Venedig zu bekommen, was nicht klappte, bei Birigt Vanderbeke oder der namenlosen Erzählerin klappte es und so flog sie mit ihren Gianni nach Dublin, versuchte dort Fish und Chips zu essen, weil man das in Irland ja machen soll und fuhr dann auf die Insel weiter, wo der freundliche Verwalter sie schon erwartete, den Schlüßel überreichte, durch das Haus führte und erklärte, er würde jetzt nach Lourdes wallfahrten gehen.

Er zeigte auch die Fahrräder, aber die waren kaputt und ließen sich nicht reparieren und in dem Haus der „Böll-Stiftung“ gab es kein Telefon und kein Internet für die nächsten drei Wochen. Dafür gab es eine Bibliothek mit Böll-Büchern und als das Paar eines Tages bei einem Bier in der Küche oder Wohnzimmer saß, rauchte es aus Bölls ehemaligen Arbeitszimmer hinaus.

Die Erzählerin ging hinein, der Meister saß am Schreibtisch, qualmte vor sich hin und empfing sie mit den Worten „Alle, die vor uns da waren, die haste nun in dir!“, oder so ähnlich und damit beginnt das Paar durch die Insel zu wandern, denn es muß ja eingekauft werden und alle, die sie nach einem Lebensmittelladen fragen, weisen in die Ferne und erklären in dem oder dem Ort gibt ein Geschäft.

Es gibt auch  Pubs am Strand, aber die sind, wie die meisten Läden geschloßen. Denn Birigt Vanderbeke reiste zu Ostern an und in einem Pub gab es zwar Bier, aber kein Internet.

Also konnten die Kinder erst später angerufen werden und der Fisch, den sie dann schließlich doch zu essen bekamen war ein Pangasius und wurde aus Vietnam importiert und darüber kann man schon einmal herrlich über den Zustand der Welt, das neue Sklaventum, wo die T-Shirts und die Souveniers in Bangladesh in „Sklavenfabriken“ erzeugt und dann durch die Welt geflogen werden, diskutieren.

Über die Welt, die den Schwangeren und den Kindern empfiehlt, keine Fische wegen des Schwermetalls und des vielen Plastiks zu essen und so wandern, die Beiden, die fünf Kilometer zum nächsten Dorf mit dem nächsten Supermarkt, um dann die Kilopackung Tiefkühlfisch doch liegen zu lassen und zu Hause Kartoffeln essen.

Sie wandern an den Ruinendörfern vorbei und die Erzählerin läßt sich später von einer schulklasse erklären, warum das so ist, daß in Irland neben den alten Häusern, neue erbaut wurden, weil in den alten, die Seelen der Vorbesitzer wohnen, die man nicht stören will oder soll und die neuen wurden auch nicht fertig, weil ja die Hungersnot vorher kam und die Bewohner nach Amerika flüchteten.

So werden die drei Wochen herumgebracht, bevor es wieder nach Frankreich geht. Auf dem Rückflug wird der Erzählerin noch einmal ordentlich schlecht, bevor sie ihre Vergangenheit und die Toten, die in ihr wohnen, vielleicht loslassen kann, um weiterzuleben, sich an ihrem Enkelkind zu erfreuen. Das Haus vielleicht fertig oder nicht fertig zu bauen und etwas, was ich bei dem Buch nicht verstanden habe, ist, wieso es keine Schriftsteller mehr gibt?

Es gibt sie doch. Ich erlebe sie täglich und lese ihre Bücher, wenn es auch stimmt, daß die Leute wahrscheinlich weniger lesen. Dafür schreiben sie mehr und Birigt Vanderbeke wird es wahrscheinlich eine Weile auch noch tun und so freue ich mich auf ihre nächsten Bücher und hoffe bald an das „Muschelessen“ zu kommen.

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2017-12-12

Heinrich Böll und die Deutschen

Filed under: Bücher — jancak @ 09:11
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Von dem 1917 geborenen und 1985 verstorbenen Nobelpreisträger Heinrich Böll habe ich vor kurzem seine posthum herausgegebenen und eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmten „Kriegstagebücher“ gelesen.

Denn er würde am einundzwanzigsten Dezember seinen hundertsten Geburtstag feiern und so sind bei „Kiwi“ zwei Bücher über oder von ihm herausgekommen.

Das erste sind die schon erwähnten Tagebücher, das zweite ist die Biografie oder der Essayband „Heinrich Böll und die Deutschen“, des 1943 in Oldenburg geborenen Literaturprofessors Ralf Schnell, den ich in Frankfurt bei „3-Sat“ über die Bücher reden hörte.

Das Buch ist in dreizehn Themenkapitel gegliedert. Das erste „Ich bin ein Deutscher“, das sich auf eine Tagung bezieht, die 1974 in Jerusalem stattfand, befaßt sich mit  „Fremdsein, Heimat, Sprache.“

Dann wird in „… das Herz eines Künstlers“ Bölls Herkunft der in einer christlichen Familie mit sieben älteren Geschwistern aufgewachsen ist, beschrieben und dann geht es schon in den Krieg.

Heinrich Böll wurde ja 1939 einberufen, seine Briefe aus dem Krieg, die er an seine Familie, sowie an seine Frau Annemarie geschrieben hat, wurden 2001 ebenfalls posthum herausgegeben und werden in dem Buch als „Entwicklungsroman“ bezeichnet. Klar, der junge Mann wuchs an der Front heran und wurde dadurch geprägt.

1945 ist er dann mit dem Wunsch Schriftsteller zu werden, zurückgekommen. Geschrieben hat er, glaube ich, schon vorher. Es wird eine Kurzgeschichte erwähnt, in den Kriegstagebüchern gibt es auch einen Bezug darauf.

Das dritte Kapitel „..das Brot der frühen Jahre“, beschftigt sich mit dem literarischen Aufstieg, der schon früh durch die Gruppe 47 gelungen ist. Zuerst wird aber ein Brief eines Verlags erwähnt, an den er den Roman „Der Engel schweigt“ schickte.

Der junge Familienvater hat sich nach dem Krieg zuerst als Hilfsarbeiter verdingt, die Frau Annemarie als Lehrerin die Familie erhalten und ihren Mann literarisch beraten, sie hat auch mit ihm übersetzt.

Der erwähnte Roman  wurde erst viel späterveröffentlicht. Denn Böll hat ihn wieder zurückgenommen und ihn in Kurzgeschichten, wohl des erhöhten Honororas und der Steigerung des Bekanntengrads verteilt, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden.

1951 hat er dann mit der Erzählung „Die schwarzen Schafe“ den Preis der „Gruppe 47“ gewonnen und der literarische Aufstieg begann.

Dann kommt ein Kapitel über Heinrich Bölls Katholizismus, der 1976 mit seiner Frau „aus der römisch katholischen Kirche in ihrer Eigenschaft als Körperschaft“ ausgetreten ist, aber sich schon als Schüler sehr mit den Werken des französischen Theologen  Leon Bloy beschäftigt hat.

Der Stadt Köln, in der Böll lebte und der er auch in seinen literarischen Werken ein Denkmal setzte, ist ein Kapitel gewidmet und mit dem Judentum hat Böll sich auch sehr auseinandergesetzt.

So war er mit Paul Celan, dessen „Todesfuge“ ja bei der „Gruppe 47“ nicht sehr gut angekommen ist, befreundet und hat auch die „Germania Judaica“ gegründet.

Es gibt ein Kapitel über Bölls Beziehung zu Konrad Adenauer, dessen Erinnerungen er im „Spiegel“ kritisierte und dort hat er auch einen Artikel über die Bader Meinhof- Gruppe nicht Bande mit dem Titel „Soviel Liebe auf einmal“ veröffentlicht, was ihm jahrelang den Vorwurf ein „RAF- Sympathisant“ zu sein einbrachte und ihm verschiedene Hausdurchsuchungen bescherte, wie er  1977 in einem Brief an seinen Freund Lew Kopelew bemerkte.

Das Verhältnis zur DDR des sehr politischen Autors, der zu vielen gesellschaftspolitischen Themen Stellung genommen hat wird analysiert und dann geht es zu Marcel Reich Ranicki,der zu Böll ein ambivalentes Verhältnis hatte und eines seiner Bücher auch verrissen hat.

„Die fürsorgliche Belagerung“ und „Frauen vor Flusslandschaft“ wurden sehr kritisiert und im letzten Verhältnis geht es, um Bölls Nachruhm. Da meint der Autor, daß die Bücher in großer Auflage immer noch erscheinen und wahrscheinlich in vielen Buichhandlungen zu finden sind, zitiert aber auch einen FAZ-Bericht von 2008, wo MMR schreibt: „Reden wir offen: Schon jetzt ist nur wenig geblieben. Es wird naturgemäß immer weniger werden. Seine Romane sind inzwischen allesamt in Vergessenheit geraten.“

Wenn ich dagegen zu meinem Bibliothekskatalog gehe, finde ich viele Bölls , ob ich alle gelesen habe, kann ich nicht sagen, denke aber, daß dieser thematisch gegliederte Streifzug durch die Biografie, den Bezug zu den „Deutschen“ konnte ich nicht immer finden, außer, daß es das Land war, in dem Heinrich Böll lebte und die Nation der er angehörte, eine Aufforderung zur literarischen Wieder- oder Neuentdeckung sein kann.

Also lesen, lesen, lesen und ich bin gespannt, was ich außer den beiden „Kiwi-Büchern, „Kiepenheuer und Witsch“ ist ja Bölls Verlag und es gibt, glaube ich, eine siebenundzwanzigbändige Gesamtausgabe, noch vom Böll hören oder lesen werde.

2017-12-10

Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind

Filed under: Bücher — jancak @ 00:26
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Am 21. Dezember 1917 wurde Heinrich Böll geboren, der 1972 den Nobelpreis bekommen hat und inzwischen, wie man meinen könnte, fast ein wenig vergessen wurde, während ich ihn in meiner Studentenzeit und auch nachher relativ viel gelesen habe.

So kann ich mich erinnern, daß ich den Frühling 1984 mit der kleinen Anna in dem Häuschen am Almweg verbracht habe und dort „Gruppenbild mit Dame“ gelesen habe.

An die „Verlorene Ehre der Katharina  Blum“ kann ich mich auch erinnern. Die habe ich aber schon vorher gelesen und ich habe sicher auch noch ein paar andere Bölls in meiner Bibliothek und sehe solche auch gelegentlich in den Bücherschränken.

Das mit der Vergessenheit wird sich jetzt ein bißchen ändern, hat doch „Kiwi“ zwei neue Bücher über und von ihn herausgebracht  und zufälligerweise habe ich auch vor kurzem, als ich sehr erschöpft von dem langen Marathonschreibens vom „Writersstudio“ nach Hause gegangen bin, im Bücherkasten den es vor der Buchhandlung Kuppitsch gibt, Werner Höfers „Deutsche Nobel Galerie“ gefunden, die anläßlich der Nobelpreisverheihung von 1972 herausgegeben wurde und ein großes Böll-Spezial enthält.

Ralf Schnel,l der den Band „Heinrich Böll und die Deutschen“ herausgebracht hat, habe ich bei meinem Frankfurter Buchmessensurfing, ich glaube bei „3-Sat“ gehört und der ist auch auf die von dem Bölls Sohn und Nachlaßverwalter Rene herausgegebenen Kriegstagebucher von 1943 bis 1945 eingegangen und hat erwähnt, was auch im Vorwort steht, daß die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

Dann hat  sich die Familie aber doch entschlossen, daß man sie der Öffentlichkeit vorenthalten sollte und Böll es wahrscheinlich ohnehin so gewollte , weil er sie sonst vorher vernichtet hätte, etcetera.

Bei Thomas Bernhard habe ich  etwas Ähnliches erlebt und gehört und da ich mir das Buch in Leipzig bestellt habe, als ich mit Uli Meier die Herbstvorschau durchgegangen bin, hatte ich auch keine Wahl, als das Buch zu lesen, obwohl es wahrscheinlich schon  sehr private Momentaufnahmen des jungen Wehrmachtsoldaten sind, der 1939 knapp seiner Matura, er hatte da gerade eine Buchhändlerlehre abgebrochen und Germanistik zu studieren begonnen hat, eingezogen wurde.

Er hat, wie ich in den Erläuterungen lesen konnte, seit Beginn des Krieges Tagebuch geführt, die ersten sind aber verloren gegangen und jetzt sind in dem schönen schwarzen Buch drei Tagebücher wiedergegeben die, das muß ich lobend erwähnen, von Rene Bölls Frau digitalisiert wurden, so daß man zuerst die Originalseiten sieht und darunter die abgedruckte Form lesen kann.

Das erste Tagebuch ist ein in Belgien gekaufter Kalender und es ist schön, die alten Tagebücher zu sehen. Die beiden anderen scheinen auch eher kleine Bchlein zu sein, so daß eigentlich nicht sehr viel Platz für die Eintragungen ist, die oft nur aus groß geschriebenen Worten, wie „Das Gelübde! Anne-Marie“ „Post von Anne-Marie“ oder „Ich darf in Urlaub fahren „Das Messer“ „Das Messer“ bestehen, was mich eigentlich auch bestätigt, daß es wohl eher eine Privateintragung ist.

Annemarie ist die Frau, die Ehe wurdem glaube ichm während des Krieges geschlossen, das erste Kind, das schon 1945 gestorben ist, in dieser Zeit geboren und die große Gläubigkeite und das Klammern an Gott ist auch immer wieder zu merken.

„Gott allein kann mir helfen! Gott allein kann mir helfen“, am17. 4. 44 beispielsweise oder am 18. 4. 44 „Das absolute Elend in den Kasernen“ Gott helfe mir!“

Es sind drei Tagebücher, das erste 1944 bis 1945, dasnn eines von 1944 bis 1945,  das dritte betriff nur das Jahr 1945 bis zum Kriegsende.

„Entlassung in Bonn“ lautet  der letzte Eintrag.

Das Buch ist gut kommentiert. so wird im Anhang immer wieder an die Briefe aus dem Krieg hingewiesen, die Böll ebenfalls geschrieben hat und die schon veröffentlicht wurden. Da kann man das Geschehen auch genauer verfolgen, hier kann man wahrscheinlich eher die unmittelbare Emotion mitnehmen.

Das Titelzitat stamm vom 29. Jänner 1943: „Man möchte vor Dreck und Müdigkeit manchmal wimmer wie ein Kind“ und auf den Dreck und den Hunger wird  noch öfter hingeweisen.

Im Nach- oder Vorwort steht noch, daß der junge Böll kein aktiver Kriegsverweiger war, sich aber von der Front öfter durch Urlaube und Krankheiten drücke. Davon kann man auf den Seiten auch lesen. Die Route erfährt man eher aus den Erläuterungen. So war Böll zuerst in Frankreich, kam dann in die Ukraine, war dort auch in den berühmten Stanislau über deren Vernichtung, ich im Vorjahr gelesen habe.

Interessant ist es also schon die unmittelbare Emotionen, die Verzweiflung, die Sehnsucht nach der Geliebten, nach Gott und der Erlösung so hautnah mitzuerleben.

Es gibt im Anhang auch Landkarten und ein paar Fotografien, wo man Böll in der Uniform sehen kann. Ich habe in Harland ja auch ein Album mit Kriegsfotografien meines Vaters und meine Mutter hat auch ein Tagebuch geschrieben, das wir gefunden haben, als wir die Wohnung in der Wattgasse auflösten.

Also interessant ist das Buch allemal und während man noch überlegt, ob man es lesen oder nicht lesen soll, weil man damit vielleicht doch eine Privatsphäre verletzt, kann man zu dem gleichzeitig erschienenen „Heinrich Böll und die Deutschen“ greifen, wo es diese Bedenken nicht gibt und ich werde mich auch noch ein bißchen in das Nobelpreisdossier einlesen und am besten ist es wahrscheinlich überhaupt zu den Originalwerken zu greifen und sie wieder oder vielleicht  erstmals zu lesen.

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