Literaturgefluester

2017-05-30

Karl Kraus und die Frauen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:32
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Hilde Schmölzer, die frauenbewegte, unermüdliche, mit der wir den letzten Silvester und vor kurzem ihren achtzigsten Geburtstag gefeiert haben, hat sich ja in ihrem letzten Buch mit „Karl Kraus und den Frauen“ beschäftigt und heute im Literaturhaus eine diesbezügliche Veranstaltung gemacht.

Ursprünglich habe ich gar nicht hingehen willen, war ich ja schon bei ein paar diesbezüglichen Lesungen und außerdem das Buch noch auf meiner Leseliste. Dann hat mir aber der Alfred ein Kuvert mit einem Foto in die Hand gedrückt und gesagt, ich solle es ihr geben und weil ich ja sehr genau und gewissenhaft bin…

Außerdem hatte ich  eine sechs Uhr Stunde und da ist es sich gerade noch ausgegangen, rechtzeigtig ins Lieraturhaus zu kommen. Es hätte zwar auch in der“Gesellschaft für Literatur“ eine Veranstaltung zu Wolfgang Hildesheimer gegeben. Aber Karl Kraus ist sicher interessant außerdem war auch Andrea Stift, die sich ja jetzt Stift-Laube nennt, im Programm angekündet und von der habe ich schon länger nichts mehr gehört, nur ihr letztes Buch gelesen und würde auch ganz gerne wissen, warum sie nicht mehr beim „Ohrenschmaus“ mitmacht?

Diese Frage hat sich für mich allerdings nicht beantwortet, denn Heidi Hagl hat Andrea Stifts Text gelesen, da sie gar nicht gekommen ist, so hat sie Hilde Schmölzer entschuldigt und dann das Vorwort zu ihrem Buch gelesen.

Karl Kraus hatte ein sehr ambibvalentes Frauenbild, zwar sehr viele Freundinnen und Geliebte. Hat von ihmen in seinen Aphorismen aber einerseit nicht sehr viel gehalten, andererseits hat er zu den Intellektuellen und den Dichterinnen dann doch wieder Kontakt gehabt und so hat Beatrice Simonson einen Essay gelesen in dem sie sich um die Beziehung von Karl Kraus zu Else Lasker-Schüler auseinandersetzte.

Dann kam schon Heidi Hagl mit Andrea Stifts Text über die Kriegsbetrichtserstatterin Alice Schalek, die Karl Kraus in den „letzten Tagen“ als absolutes Feindbild portraitiert hat. Das ist von ihr übergeliegen , allesandere der sicher sehr wagemutigen emanzipierten Frau nicht und Heidi Hagl hat ein paar „Ich-Passagen“ gelesen von denen ich gerne wissen würde, ob sie Originalzitate sind oderaus Andrea Stifts Feder stammen?

Dann kam noch einmal Hilde Schmölzer mit Karl Kraus Beziehung zu dem „Kindweib“ Irma Karczewska, die auch bei der letzten Kraus Vorlesung in der Wien Bibliothek eine Rolle spielte, Kraus hat sie als Vierzehnjährige kennengelernt, dann fallengelassen, aber immerhin finanziell unterstüzt.

Enige Bekannte im Publikum, so ein paar Lesetheaterfrauen, obwohl es keine Lesetheaterveranstaltungen war und Elfriede Haslehner, die inzwischen gestürzt ist, also auch nicht so ganz aktiv.

Es gab danach wieder Gespräche bei Wein und Knabbereien und interessant, daß mich da ein Herr angesprochen hat und meinte, daß er bewundere, wie schnell und flüßig ich mit der linken Hand schreiben würde.

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2017-01-25

Geburtstagsfeier für Hilde Schmölzer

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:30
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Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Diese Tage werden einige runden Geburtstage gefeiert, so wurde heute der Kabarettist Werner Schneider achtzig, Erni Mangold wird morgen neunzig und davon vielleicht ein wenig unbemerkt feierte Hilde Schmölzer heute ihren achtzigsten Geburtstag in der Wien-Bibliothek, weil sie ihren Vorlaß 2012 dorthin verkaufte und jetzt auch ihre Austellung als Photgrafin über die Fotos der sechziger Jahre des „Böses Wiens“ dort hatte.

Da war ich ja schon bei einer Veranstaltung, nicht bei der Vernissage, aber heute bei der Schlußveranstaltung und ins Jahr 2017sind wir ja auch mit Hilde Schmölzer hineingegangen.

Die Frauenforscherin ist da ja immer besorgt, daß vielleicht zu wenige Leute kommen, aber heute brauchte sie sich keine Sorgen machen, denn außer dem Besucherkreis, der regelmäßig wegen dem Wein und des Brotes kommt, war heute auch ihr Fankreis da, das heißt Sohn und dessen Lebenspartnerin und ihre Freundinnen und die sind bei dem eifrigen Mitglied der „Frauen lesen Frauen – Lesegruppe“ des ersten Wiener Lesetehaters sehr vielfältig und umfangreich.

So brachten Bärbl Danneberg und ihre Partnerin eine Torte der KPÖ, als Präsent und sonst waren Ruth Aspöck frisch aus Linz zurückgekommen, Manfred Chobot mit dem ich morgen in Salzburg lesen werden, Anita Schaub, Hilde Langthaler, Elfriede Haslehner und und und  anwesend.

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Geburtstagstorte

Geburtstagstorte

Es war also sehr voll, die Wien Bibliothek Direktorin Silvia Mattl-Wurm hat eröffnet, dann gab es ein Gespräch, wo Hilde Schmölzer erzählte, wie da mit der Fotografin und derJournaliistin zusammenpasse oder, wie sich beides entwickelt hat und dann kam eine Lesung aus dem „Vaterhaus“, das inzwischen neu aufgelegt wurde, aber vielleicht trotdem schon vergriffen ist, wo man Hilde Schmölzers schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater nachvollziehen konnte.

Dann gab es noch drei Gedichte, ein ganz neues, sowie ein altes aus dem„Podium Portrait“ und dann eines das sie zu dem Tod ihres Mannes in den neunziger Jahren geschrieben hat.

Dann kamen die KPÖ-Frauen mit einer Torte und draußen gab es Wein und Brötchen und das dementsprechende Gedränge und desmal war ichnicht nur draußen vorn oder voll dabeben sondern mittendrinn, bin ich mit Hilde Schmölzer ja beinahe befreundet und Agnes Pistorius deren Buch über ihre Mutter ich besprochen habe, sprach mich an und erzählte mir über ihre Vorlieben über Franz Grillparzer und Manfred Chobot erzählte mir welchen Zug er nach Salzburg nehmen würde, bevor er  zu einer großen Lesereise aufbrechen, wo er auch einen Award in Empfang nehmen wird.

Ich wünsche aber Hilde Schmölzer alles Gute zu ihrem achtzigsten Geburtstag und werde ihr Buch über die Frauen um Karl Kraus, das sie mir zu meinem vorletzten Gebrurtstagsfest brachte, wahrscheinlich im nächsten Jahr lesen.

2017-01-01

Ins neue Jahr mit Hilde Schmölzer, Elfriede Haslehner, sowie Schreib-und Lesepläne

Nach einem sehr intensiven Silvestertag, es war sehr kalt aber auch sehr sonnig und wir waren sowohl am Markt unser Würstel beziehungsweise unsere Leberkäsesemmel essen, als auch auf der Rudolfshöhe, wo der neue junge Pächter sehr viele junge Leute angezogen hat und es süßen Orangenpunsch gab, sind wir nach acht zu Hilde Schmölzer nach Hütteldorf gefahren und das hat fast schon Tradition, weil wir ja so manche Jahreswechsel bei der 1937 in Steyr aufgewachsenen Journalistin und Feministin, die bald ihren achtzigsten Geburtstag feiern wird, verbrachten.

Ich habe den Namen Schmölzer, weil sie ja viele Bücher zur Frauengeschichte, zum bösen Wien, zu den Hexen, zur Pest in Wien über Rosa Mayreder und natürlich das „Frau sein und schreiben“, ein Buch in dem Portraits von Elfriede Jelinek, Friederike Mairöcker, Ilse Aichinger, Brigitte Schwaiger, etc, aber seltsamerweise keines von Elfriede Gerstl, obwohl die 1982, als das Buch erschien, eigentlich schon bekannt war, enthält, das wir auch im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ besprochen haben, schon gekannt, als ich Hilde Schmölzer dann einmal  im Literaturhaus bei einer GV der IG Autoren, persönlich kennenlernte, dann haben wir uns immer wieder bei Lesungen des Lesetheaters, vor allem in der Frauenreihe „Frauen lesen Frauen“, wo sie sich ja sehr engagiert, gehört, sie kommt regelmäßig zu meinen Geburtstagsfesten und bringt mir ihre Bücher mit und wie geschrieben, einige Silvester, wo ich auch den argentininischen Schriftsteller Lidio Mosca Bustamante, der ja auch gerne bei meinen Geburtstagsfesten liest, kennenlernte, verbracht.

Jetzt war es eher eine kleine Runde, eigentlich außer uns nur Elfriede Haslehner und ihren Lebensmensch Franz und die habe ich ja in den späten Siebzigerjahren beim „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennengelernt, wo sie eine ausstrebende Lyrikerin war, deren Gedichte in vielen Literaturzeitschriften erschienen.

Jetzt ist sie auch schon über fours achtzig, hat ihre Haare inzwischen nicht mehr rotgefärbt und es gab wieder Aufschnitt, Heringsalate, Obstsalat, Petit  Fours und vor allem vom Alfred selbstgemachte Kekse, die er am zweiten Weihnachtsfeiertag dann machte, denn was ist Weihnachten ohne Kekse, die ihm dann so gut gelangen, daß er vorgestern noch einmal dreimal soviel davon machte und Hilde Schmölzer ein großes Tablett davon mitbrachte.

Die Böller und die Kracher um Mitternacht gab es dann auch zu bewundern, obwohl es diesmal, vielleicht wegen der Ereignisse von Köln im vorigen Jahr und denen in Berlin vor Weihnachten, leiser war, ich habe auch vorher bei der Oma einen Bericht über den Polizeieinsatz im Fernsehen gesehen, den es diesmal am Sylvesterpfad um Gewalt zu verhindern, gab, wo an die Frauen Notrufpfeierln verteilt wurden.

Aber trotzdem laut und bunt ins neue Jahr, das Jahr 2016 war ja sehr gewaltsam, dem neuen werden große politische Veränderungen vorausgesagt, mal sehen, Silversteransprache wird es heuer bei uns keine geben, denn der neue Bundespräsident wird ja erst am 26. Jänner angelobt und auch ich habe für 2017 einige Pläne.

Zuerst einmal und gleich übermorgen werde ich meinen Pass verlängern, denn wir werden ja nicht nur Ende Jänner, gleich nach Hilde Schmölzers Geburtstagsfest in der „Wien Bibliothek“ nach Salzburg fahren, wo ich mit Margot Koller, Manfred Chobot und Wolfgang Kauer eine Lesung im „Afro Asiatischen Institut“ haben werde, sondern höchstwahrscheinlich wieder nach Leizpzig zur Messe, dann im Mai oder Juni mit Ruth Aspöck, mit der ich ja auch schon einige Silvester feierte und,  die ja im Februar ihren siebzigsten Geburtstag feiern wird und über Silvester in Triest war, so daß sie nicht zu Hilde Schmölzer kommen konnte, mit dem Rad um den Bodensee und dann vielleicht noch nach Portugal zum Sardinenfest, obwohl ich ja, wegen den vielen Sicherheitsvorkehrungen, nicht so gerne fliege.

Die entsprechenden Bücher habe ich mir in den letzten Tagen schon herausgesucht und auch meine Leseliste, die ich ja im vorigen September entrümpfel habe, wieder aufgerüstet.

Jetzt ist sie wieder lang und geht weit in die Zukunft, obwohl so lange nicht mehr, wie sie einmal war, weil ja die Erfahrung lehrte, wenn ich mir zu viele „alte“ Bücherschnmankeln daraufsetze, komme ich mit den Rezensionsexemplaren und den Neuerscheinungen nicht mehr nach, denn da habe ich mir ja schon an die zwanzig vom Frühahrsprogramm bestellt, haben mir ja diesmal auch einige deutsche Verlage ihre Vorschauen geschickt, „Aufbau“ „DVA“, „Kiepenheuer und Witsch“, dann der kleine Schweizer „Lenos-Verlag“ mit dem ich ja über den deutschen Buchpreis in Kontakt gekommen bin und bei „Braumüller“ habe ich mir selber zwei Bücher angefragt. Mal sehen, wie das wird.

Seit ich Buchpreislese, was ich höchstwahrscheinlich wieder tun werde, weil das ja ein tolles Leseerlebnis ist, ist meine Bücherliste explodiert und so habe ich auch heuer wieder die besten Vorsätze meine 2017 Leselist, auf der ja wirklich sehr viele schöne Schmankerl stehen, zu schaffen, wenn ich dann aber von den Neuerscheinungen höre, kann ich ich schlecht nein sagen, frage auch an und dann wird es wahrscheinlich wieder eine schöne Mischung zwischen alt und neu und mein „Vicki Baum Schwerpunkt, wo ich ja 2016 sechs Bücher lesen wollte, wird auch 2017 weitergehen. Denn 2016 habe ich nur „Die Karriere der Doris Hart“ geschafft.

„Tod und Liebe in Bali“ werde ich zwar jetzt demnächst auslesen und besprechen, die vier anderen Bücher auf der Leseliste aber erst ein wenig später, wenn ich dann hofffentlich dazu komme, lesen und gleich mit dem Weihnachtsbuch von 2016, nämlich dem neuen Eva Rossmann Krimi weiterzumachen. Denn das habe ich ja früher meistens zu Weihnachten getan und auch fast alle ihrer Bücher, nur die letzten nicht, gelesen.

Ja und neben dem Lesen geht es auch mit dem Schreiben weiter und da habe ich  wieder große Pläne und ein neues Projekt.

Zwar will ich wieder beim „Nanowirimo“ mitmachen, den habe ich ja 2016 ausgelassen, wenn ich aber wirklich für das neue Buch ein Jahr brauche, wird mich das auch nicht stören.

Das habe ich aber ohnehin nicht geschafft, denn meistens ist  der Rohentwurf in ein paar Wochen fertig, danach korrigiere ich ein paar Monate und dann erscheint das Buch, von Digitaldruck.at fünfzig mal gedruckt und keiner schaut es an, wenn ich nicht vielleicht doch einen Lesungstermin in der „Alten Schmiede“ bekomme.

Ja ein wenig Förderung und Aumferksamkeit wäre schon gut, das wäre auch mein Wunsch für 2017 und mein Vorsatz das Projekt „Vor dem Frühstück kennt dich keiner ist der Arbeitstitel“ wachsen und kommen zu lassen.

Da bin ich ja noch immer ein wenig ausgeschrieben, beziehungsweise habe ich das ja seit 1973, wo ich mit dem Schreiben begonnen habe sehr viel.

Ganze Bücherstöße, über vierzig Selbstgemachte sind erschienen und natürlich gleichen sich meine Themen, denn auch ich schreibe, wie ja, glaube ich, Heimito von Doderer einmal sagte, immer den gleichen Roman, ein Leben lang und meine das gar nicht so negativ.

2016 habe ich ja mit der Vorstellung meiner Lieblingsbücher und meinen Romananfänge begonnen, da ist ja auch ein schönes „Mimikrispiel“ daraus entstanden, mit dem und mit den Anfängen in den „Vorschauen“ oder „Promotionstext“ will ich auch weitermachen und die Bücher in denen Themen vorkommen, die vielleicht auch in dem neuen Buch eine Rolle spielen, habe ich mir auch herausgesucht.

Da geht es ja um eine wohnungslose Frau, die durch Wien herumkrebst und beobachtet, die Felizitas Fee, in der „Viertagebuchfrau“ beschrieben ist da vielleicht das Vorbild und die „Selma“ von der „Frau auf der Bank“, den Theo Hardenberg, den Psychiater daraus, der ja auch in den „Berührungen“ vorkommt, gibt es auch schon wieder, zu dem geht ja Therese Schwarzenberg, die ehemalige Lehrerin und selbstmordgefährdete, man sieht, die gleichen Themen verfolgen mich, die sitzt aber inzwischen im Bus nach Beglgrad, denn die Idee von der Depressiven mit dem Endbahnhof, war ja schon früher da, als die mit dem Bibliotheksgespenst, das muß ich auch noch ausarbeiten.

Da habe ich ja ursprünglich gedacht, die Dorothea Wewerka kommunziert mit den Helden ihrer Bücher, aber das bringe ich wahrscheinlich doch nicht so zusammen, obwohl ich es in der übernächsten Szene, die ich schreiben werde,  versuchen will.

Vorläufig habe ich sieben Szenen, zwanzig Seiten und 9074 Worte.

In der Nächsten lernt der junge Identitäre, Fabian Hirschmann, der seine Identität ja durch die Massenzuwanderung, der vielen Moslems und die Flüchtlingskrise, die wir derzeit haben, bedroht sieht und in der Hauptbücherei für eine Aktion über Prinz Eugen forschen will, die linke Medizinstudentin Sophie Prohaska, die Schwester der Bibliothekarin Karonine, die Freundin von Therese ist, kennen und verliebt sich vielleicht in sie.

In zwischen „Hütteldorf und Heiligenstadt“, in den Achtzigerjahren geschrieben und in der „Reise nach Odessa“ gibts ja auch ein paar  konservative junge Männer, die  mit meinen Heldinnen  in Kontakt kommen und in Beziehung mit ihnen treten.

Vor ein paar Tagen habe ich  die „Viertagebuchfrau“, den Roman, den ich über die ersten hundert Tage von schwarz blau schrieb, wieder gelesen bzw überflogen und war erstaunt, wie gut konstruiert wenigstens der Anfang ist.

Dann wirds vielleicht unklarer und ich habe den Rest auch nur noch überflogen, jetzt aber wieder den Vorsatz einen großen Roman aus dem „Frühstück zu machen.

Zur Promotion würde ich ja Hilfe von außen brauchen, zu Verlagen schicke ich es aber nicht mehr hin, sondern mache es weiter selber, da bin ich ja inzwischen eine, wenn auch unbeachtete Pionierin, zu „Amazon“ stell ichs wahrscheinlich wieder nicht hinein, sondern promote es mit meinen Gewinnspielen selbst.

Da wäre ein wenig Beachtung gut, aber ich weiß schon Selbstgemachtes hat es noch immer schwer und wenn dann noch die Orthografie nicht so ganz angepasst ist, man, daß mit scharfen „ß“ schreibt und auch noch ein paar oder auch viele Flüchtlingkeitsfehler hat.

Aber erst müßen bei mir ja sowieso die Ideen kommen, da habe ich schon einige, drei Handunlgstränge, den von Fabian-Sophie, den der Therese und den der Dorothea Wewerka, obwohl ich da ja noch nicht wirkich so genau weiß, wie es lang gehen soll.

Also wieder Zeitlassen, die drei Geschichten kommen zu lassen. Meine Schreibhemmungen habe ich ja durch das Bloggen verlogen, jetzt schmore ich im eigenen Saft und dümple im „Literaturgeflüster“ völlig daneben dahin, schreibe aber trotzdem weiter, versuche mir wieder viel Zeit zu lassen, um meine Geschichte kommen  zu lassen, die dann auch umzuschreiben und zu überarbeiten, das wäre mein Ziel für 2017 und wenn sie dann auch noch ein bißchen Bachtung findet, angeschaut und gelesen wird, wie ich ja auch die Bücher der anderen sehr gerne und sehr viel lese, wäre das sehr schön!

In diesem Sinne wünsche ich allen meine Lesern ein schönes neues Jahr mit vielen Büchern und literarischen Neuentdeckungen, viel Freude und natürlich auch dasBeste für die politische Situation, die ja im Augenblick ein wenig schwirig ist.

2016-09-02

Zum achtzigsten Todestag von Karl Kraus

Bei den „Pfeiffer Kunstprojekten“ immer am 2. im 2. um 20 Uhr in einem Wirtshauskeller in der  Pazmanitengasse bin ich schon im August bei Christian Schwetz gewesen, jetzt gab es  zum achtzigsten Todestag am 12. Juni 1936, da hat er sich viel erspart, eine Collage von Manfred Loydolt und Hilde Schmölzer, die ja ein Buch um die „Frauen um Karl Kraus“ geschrieben hat, das sie mir, glaube ich, mir zum letzten Geburtstag schenkte.

Diesmal war es leerer, als ich das kleine Gasthaus erreichte, die Veranstalter und Werner Grüner sind schon dagesessen, die Akteure probten noch die Aufführung und dann begann die Veranstaltung, die als Mischung zwischen „Letzter Tage der Menschheit“ und Präsentation des Schmölzer Buchs am Programmzettel angekündigt wurde.

Dann war aber alles anders, den Manfred Loydolt, der Sänger erklärte in der Einleitung, daß Kraus nicht nur schwer verständlich wäre, sondern auch viele heitere Seiten hätte und sang ein Offenbach-Chanson, das Kraus übersetzt hat. Ich glaube, er hat auch gesungen und Gedichte hat er auch geschrieben, da las Manfred Loidoldt zwei vor. Dann gabs natürlich einen ausführlichen Lebenslauf und eine längere Passage aus dem Schmölzer-Buch, das ich, ich muß es gestehen, noch nicht gelesen habe, weil ich mich erst mit der Geschwisterliebe um Georg Trakl beschäftigt habe.

Es gab auch noch Aphorismen zum Thema Sprache und ein paar Enthüllung von Sprachverhunzungen oder Stilblüten, die Karl Kraus wohl aus den damaligen Zeitungen hatte und in besseres Deutsch zu übersetzen versuchte, was teilweise heute auch schon etwas antiquarisch klang und auch etwas für meinen kritischen Sprachvermesser wäre, bis es dann zu den „Letzen Tagen der Menschheit“ kam und damit habe ich mich vor zwei Jahren, vor allem durch den Cartoon des „Holzbaum-Verlags“ ja sehr intensiv  beschäftigt, mit dem Marstheater, diesem, wie Manfred Loydoldt betonte unauffünhrbaren Stück, das man besser lesen sollte.

Nun 1974 gab es, glaube ich, eine Hörspielproduktion mit dem Guido Wieland und anderen, inzwischen wahrscheinlich verstrobenen Schauspielern, an die  ich mich noch gut erinnern kann.

Manfred Loydoldt und Hilde Schmölzer brachten drei Szene daraus, die mit der Kriegsberichterstatterin Schalek, dann das Lied des Kaiser Franz Josef, wieder ein Musterstückerl von Manfred Lodoldt, das er allerdings stark verkürzt hat, wie der sagte „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!“ und „Mir bleibt nichts erspart“ und ich dachte das wären Originalzitate und dann kam es noch die Szene mit Viktualiäenhändler, der die Kriegszeiten die Preise in die Höhe treibt und Marktkommissär zusammenscheißt.

Ich habe ja vor kurzem ein ähnlich klassisches Stück Literatur bezüglich des ersten Weltkrieges gelesen und habe diesen Abend wirklich als sehr kurzweilig und interessant gefunden.

Jetzt müßte ich noch die „Fackel“ lesen, aber vielleicht sollte ich mit Hilde Schmölzers Frauenrecherche beginnen, oder das Gina Kaus Buch lesen, das auf meinen Stapel liegt.

Dann hatte der Frauenhasser Kraus, wie Hilde Schmölzer erwähnte noch eine Beziehung zu Else Lasker-Schüler und noch zu mir unbekannten Frauen wie Sidonie  Nadherny von Borolin, Annie Kalmar und Mechthilde Lichnovsky.

2015-12-02

Dunkle Liebe eines wilden Geschlechts

Filed under: Bücher — jancak @ 08:57
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Jetzt kommt nicht das letzte, sondern das vorletzte Buch meiner Autorenkollegin Hilde Schmölzer, das sie mir zum vorigen Geburtstag brachte,  das schon 2013 erschienen ist.

Die angeblich oder auch tatsächlich inzestiöse  Beziehungn Georg Trakls zu seiner jüngeren Schwester Margarete, die man in seinen Gedichten vermuten kann.

Jetzt bin ich eigentlich nicht der Auffassung, daß das Private, wie beispielsweise Dave Egger in seinem „Circle“, den ich kürzlich gelesen habe, aufzeigt „Diebstahl“ sei und man mit  einer Kamera um den Hals herumlaufen soll, um alles „dunkle und geheime“ ans Licht zu bringen und denke, daß man eher Trakls Gedichte lesen soll, als Geheimnisse aufzuspüren, die vor mehr als hundert Jahren geschehen sind, aber Hilde Schmölzers Buch gibt einen sehr genauen Einblick in das Leben, des sehr früh verstorbenen Dichters und überhaupt in das Leben vor hundert Jahren in der Provinzstadt Salzburg oder der K und K Stadt Wien und was das Geheime und Verworrene betrifft, merkt sie auch öfter an, daß das letztlich im Dunklen bleiben wird und wahrscheinlich auch soll, füge ich hinzu.

Ich kenne Georg Trakl,  1887- 1914, muß ich gleich anmerken, hauptsächlich durch den „Trakl-Preis“, den 1999 Elfriede Gerstl gemeinsam mit den“ Fried Preis“ bekommen hat , bin, als ich in den Neunzehnsiebzigerjahren einen  in einem Sommer in Salzburg war, auch beim „Trakl-Haus“ vorbei oder hineingegangen, sonst weiß ich aber wenig über den Lyriker und habe ihn bis vor kurzem auch, glaube ich, mit Gottfried Benn verwechselt.

Also habe ich Hilde Schmölzers Bemühen Licht in das Leben von Frauen, um berühmte Männer zu bringen, sehr zu danken, wenn ich auch glaube, daß es mehr um die Gedichte, als um die Spekulationen dahinter gehen sollte.

Das Buch ist in vier Kapitel: Kindheit, Jugend, Reifezeit, Tod gegliedert und beginnt mit den Eltern Trakls, Tobias und Maria.

Maria war eine geschiedene Frau mit einem außerehelichen Kind, schwermütig depressiv, drogenabhängig, wie Hilde Schmölzer schreibt und einmal glaube ich, Opium erwähnt.

Der Vater Geschäftsmann in Salzburg, es gab noch einige ältere Geschwister und die wurden von einer französischen Gouvernante aufgezogen. Die zehnjährige Grete wurde dann aber nach St. Pölten zu den englischen Fräuleins und später in eine Klosterschule nach Wien gegeben.

Hilde Schmölzer hat da mit einer über neunzigjährigen Nonne gresprochen und schildert genau, wie hart und unerfreulich, das Klosterleben der kleinen Mädchen damals war.

Der Bruder hat, glaube ich, das Gymnasium abgebrochen, früh zu dichten angegefangen, dann eine Apothekenlehre gemacht und ist  gemeinsam mit seiner Schwester nach Wien gegeangen, dort hat er Pharmazie, sie Klavier studiert. Der Bruder labil, depressiv, psychotisch, kontakt- und menschenscheu, schreibt Hilde Schmölzer an mehreren Stellen, Drogen- und Alkoholabhängig, hat auch die Schwester in Kontakt mit Alkohol und Drogen gebracht.

Sie hat ihr Studium auch mehrmals abgebrochen, ist nach Berlin gegangen und hat dort einen wesentlich älteren Mann geheiratet.

Da sie noch unmündig war, haben die Mutter und ihr Vormund, Wilhelm Trakl, diese Ehe auch verhindern wollen. Sie hat sich aber durchgesetzt, was aber nicht gut gewesen schien, hat Arthur Lange, statt, wie er versprach, ihr Studium zu finanzieren, nur ihr Geld durchgebracht und die Ehe wurde auch bald geschieden.

Georg Trakl scheint so schüchtern gewesen zu sein, daß er einen Freund mit der Herausgabe seiner Gedichte betraute, er kam dann bald auch in den „Brenner-Kreis“, eine damals sehr bedeutende Literaturzeitschrift, die von Ludwig von Ficker in Innsbruck herausgegeben wurde.

Nach Innsbruck ist er nach seinem Studium auch gezogen, hat mehrmals versucht im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen, das heißt, als Apotheker in mehreren Ministerien zu arbeiten und hat sich  1914 freiwillig, obwohl er, wie Hilde Schmölzer schreibt, weniger kriegseuphorisch, als andere seiner Zeitgenossen war, in den Krieg gemeldet.

Er kam nach Gallizien und mußte dann in einer Scheune neunzig Schwerstverwundeten beisstehen, was ihn überforderte.

Es kam zu einem Selbstmordversuch, er kam in ein Kriegsspital nach Krakau, wo er sich durch Kokain, 1914 das Leben nahm.

Auch das ist nicht ganz bewiesen, ob es wirklichn Selbstmord  war.  Er vererbte seiner Schwester Grete sein Vermögen, das er vorher durch eine Schenkung von Ludwig Wittgenstein bekommen hat.

Zum Zeitpunkt seines Todes war erst ein Gedichtband erschienen, der zweite  „Sebastian im Traum“ erschien 2015. Er ist im Gegensatz zum Wunsch seiner Familie, in Innsbruck, statt in Salzburg begraben.

Das Grab seiner Schwester, die sich drei Jahre später, 1917, das Leben nahm, ist dagegen unbekant.

Von ihr gibt es auch nur wenige Fotografien, eine davon ziert das Titelbild  und Hilde Schmölzer führt, wie es, glaube ich, auch schon Virgina Woolf getan hat, die Phantasie weiter, was aus Margarete Trakl geworden wäre, wenn sie die gleichen Möglichkeiten wie ihr Bruder gehabt hätte?

Aber der ist auch sehr jung gestorben, sein Name allerdings in aller Munde, wenn auch die meisten wahrscheinlich seine Gedichte, die expressionistisch und wahrscheinlich aus ihrer Zeit zu verstehen sind, nicht gelesen haben.

Das Schicksal einer bürglichen Frau um Neunzehnhundert war aber wahrscheinlich nicht sehr erfreulich.

Margarete Trakl hat auszubrechen und zu studieren versucht. Sie war, wie Hilde Schmölzer vermutet, hoch musikalisch, wollte Komponistin werden. Aber das war zu damaliger Zeit unmöglich. So ist sie völlig verarmt und verschuldet, in einem Berliner Hotel verstorben. Die Familie hat sich, wie Hilde Schmölzer vermutet, ihrer geschämt. Die „Brenner Gesellschaft“ wollte den Ruf des berühmten Bruders rein halten. So wurde sie vielleicht zu seiner Verführerin stilisiert. Schuldgefühle scheinen beide gehabt zu haben und der Weltkrieg I hat die Gesellschaft auch sehr verrüttet und das, was danach geschehen ist, ist auch nicht viel erfreulicher und ich denke, wenn ich die Bücher der heute schreibenden junge Frauen, wie beispielsweise das von Helene Hegemann oder Ekatharina Heider lese, daß es die auch nicht viel leichter haben, auch wenn sie problemlos studieren können und es einige von ihnen sogar zum Bachmannpreis schaffen.

2015-03-09

Rosa Mayreder-Abend

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:47
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Noch eine Veranstaltung zum internationalen Frauentag, obwohl der jetzt ja schon vorbei ist, aber Hilde Schmölzer, die ja 2002 eine „Rosa Mayreder Biografie“ geschrieben hat, ist mit drei anderen Frauen, Judith Gruber-Rizy, Christa Nebenführ und Angelika Raubek wieder im Festsaal der Bezirksvorstehung Wieden aufgetreten und hat uns wieder das Werkt der von 1858-1935 Wiener Frauenrechtlerin nahegebracht.

Das heißt, bei mir brauchte sie das nicht mehr so sehr, habe ich ja ihr Buch gelesen und als wir uns 2001 oder so einmal im Sommerhäuschen der Hilde Langthaler, von der ich heute hörte, daß sie gerade eine Operation hinter sich gebracht hatte, in der Donaustadt waren, hat sie uns davon erzählt und laut Mayreder nicht Mayröcker ausgerufen, als ob es da was zu verwechseln gänge.

Das Buch hat sie mir dann wohl einmal zum Geburtstag gebracht und als ich schon bloggte war einmal ein Mayreder Abend in der Wien-Bibliothek in der Bartensteingasse, die Hilde Schmölzer war da und der Mandelbaumverleger und auf meinen Bericht hat sich sogar die Nachlaßverwalterin gemeldet.

Rosa Mayreder die Gründerin des ersten österreichischen Frauenvereins, die für eine Hugo Wolf Oper ein Drehbuch schrieb, ist sicherlich eine interessante Frau und sie hat mit ihrem Mann Karl in der Wieden in der Schönburgstraße gewohnt, wie die Vertreterin vom Bezirksamt in der Einleitung erwähnte. Aufgewachsen ist sie aber in einem Haus in der Landskrongasse und ihre jugenderinnerungen hat, glaube ich Käthe Braun-Prager in dem gleichnahmigen Buch herausgegeben.

Daraus wurden Auszüge gelesen, die schlechten hygienischen Bedingungen damals wurden da beschrieben, wenn man baden wollte, kam ein Badewagen mit Fäßern mit heißem und kalten Wasser und einer Badewanne und im Sommer ist die Familie aufs Land gezogen und hat da den Kindern ein Stückchen Garten zur Bearbeitung überlassen, die kleine Rosa hat sich aber nicht dafür interessiert, sondern hat sich in eine heiße Dachkammer zu ihren Büchern zurückgezogen und  sich da wohl ihre Bildung im „Schweiße ihres Angesichtes“ angelesen.

Der Vater war ein Patriachat und die Tochter litt darunter so oft zu hören, daß sich für ein Mädchen das und jenes nicht schickt und daß es schade wäre, daß sie ein solches ist, denn als Junge stünden ihr wohl andere Bildungsmöglichkeiten offen.

Mit dreiundzwanzig hat sie den KarlMayreder geheiratet und mit fünfundvierzig ist sie eine platonische Beziehung eingegangen.

Mit Rudolf Steiner und Hugo Wolf war sie befreundet und mit Auguste Fickert, hat sie den ersten Frauenverein gegründet.

Zuerst hat sie gemalt, dann Romane geschrieben, aus einigen gab es Kostproben in einem „Pipin – ein Sommererlebnis“ setzt sie sich mit Pipin über die Ehe auseinander und ist natürlich sehr dagegen, gegen diese Sklaverei.

Es wurden auch Ausschnitte aus Hilde Schmölzers Buch gelesen und aus den später erfolgten theoretischen Schriften.

Der Gatte Karl bekam eine psychische Krise und zum siebzigsten Geburtstag gab es eine Ehre mit einer Ehrenschrift, die von vielen berühmten Persönlichkeiten, wie Stefan Zweig etc, mitgeschrieben wurde.

Den Naziterror hat sie nicht mehr erlebt, ist sie doch schon im Jänner 1938 gestorben, ihr Nachlaß wurde aber wie Hilde Schmölzer erwähnte, schon unter Hakenkreuz im Dorotheum versteigert und der letzte fünfhundert Schillingschein zierte ihr Konterfei, das hätte sie sicherlich gefreut, schloß Hilde Schmölzer die Lesung, nachher gab es statt den sonst im Amtshaus üblichen Oliven, topfenkuchen zum Wein und Gespräche, Elfriede Haslehner war da und eingie andere Damen, die ich vom Sehen kannte.

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