Literaturgefluester

2017-02-05

Urlaub mit dem Bananenblatt

Das „Bananenblatt“ ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des „Holzbaum-Verlags“, der mir seine Erscheinungen ja immer so getreulich schickt und weil die diesmalige Ausgabe das Thema „Urlaub spezial“  hat, habe ich, da sich der Alfred derzeit für seine große Amerikareise rüstet, ich selbst bin ja ein Reisemuffel, obwohl ich öfter über das Reisen schreibe und auch zu diesbezüglichen Veranstaltungen gehe, das Heft einmal angefragt und wurde, das kann ich gleich berichten überrascht, denn ums Reisen oder auch den Urlaub geht es in dem Heft sehr wenig oder über Umwegen doch ein wenig, ist das Heft doch eigentlich eine Rundschau durch den Verlag und im Urlaub hat man ja Zeit und kann sich da recht gut die Publikationen aus dem „Holzbaum-Verlag“ geben, die ja, weil sie meistens aus Cartons bestehen, auch sehr schnell zu lesen sind.

Also nehme ich mir die Zeit, obwohl ich gerade keinen Urlaub habe und meine Steuererklärung machen muß und blättere mich durch das Heft, beziehungsweise durch den „Holzbaum-Verlag“ und da fängt es gleich mit einem Vorwort an.

„Sie fragen sich vielleicht“, steht da zu lesen: „Wie glaubwürdig kann eine Redaktion schon sein, die in ihrer Arbeitszeit über Urlaub schreibt?“ Und schließt mit dem Satz „Und wir, wir machen jetzt mal Urlaub, nach dem  ganzen Streß!“

Vorher hat sie aber das Inhaltsverzeichnis gemacht und da gibt es von Seite vier bis dreiundzwanzig „Urlaub spezial“ und dann weiter bis Seite dreißig mit „als redaktionelle Beiträge getarnte Werbeseiten.

Ich denke, die gibt es auch schon vorher, gibt es da ja Leseproben aus dem „Unnützen HamburgWissen“, „Bilder aus dem „Wien in leiwanden Grafiken Kalender“, „Cartoons for the Road“ von Till Mette, ein Buch, das ich noch nicht kenne, eine Leseprobe aus „Wunderland Korrekturland“ und Cartoons von Dorte Landschulz, Jean La Fleur, Michael Dufek, Martin Zak, Teja Fischer und Uwe Krumbiegel, bewährte  „Holzbaum-Cartoonisten“ gibt es auch.

Zuerst gibt es aber unter dem Titel „Zum Sterben in der Schweiz“ von dem Kabaretisten Renato Kaiser eine Antwort auf die Frage, ob es stimmt, daß die Schweizer Seen mit Schokolade gefüllt sind?“

Stimmt natürlich nicht oder doch vielleicht und man kann bei dem Text  auch ein wenig an die gegenwärtige Flüchtlingssituation  erinnert werden.

Dörte Landschulz zeichnete dann ein Flugzeug, wo der „Captain Muschi“ am cockpit sitzt „Hihi „Muschi“, was ein lustiger Name für einen Piloten“, sich da die Passagiere denken.

Und man erkennt gleich an den Augen, ob die Touristin Ski Urlaub oder Urlaub in Saudiarabien machte, wenn man weiter zum nächsten Cartoon geht.

Werbung auf die literarischen Cartoon und an das „Grope Cartoonsutra“, die „liebste Witzvorlagen für Hug Hefner gibt es zwischendurch immer auch.

Und nun gleich zu den „Wien-Grafiken“, da kann man erfahren „Wer am Würstelstand „A Eitrige mid an Burgl und an Sechzehna Blech bestellt“ oder „Wann die Wiener ihre Weihnachtsgeschenke kaufen?“

Die „Cartoons for the Road“ die noch zu mir kommen müssten, sind in Englisch geschrieben. Na klar, das braucht man bevorzugt auf seinen Reisen und da klopft der Tod beispielsweise an der Tür einer schönen Villa und das Hausmädchen erklärt „Dr. Lippincott is not receiving visitors. He is ill!“.

Ob das den Gevatter wohl abhalten kann?

Das „Wunderland Korrekturland“ passt da wohl genausowenig zum Thema, aber der „Holzbaum-Verlag“ ist ja sehr satirisch, was also auch für seinen Werbeträger gilt und man erfährt am Ende des Heftes auch, daß man es sowohl online, als auch mit der altmodischen Postkarte zum Ausschneiden bestellen kann, dafür gibts auch eine Abopräme und kann zwischen Oliver Ottischs „Kopf hoch“, „Sex mit 45„, meine erste „Holzbaum Publikation und Clemens Haipl „Meine Kindheit in den Bergen“ wählen und da kann ich gleich bedauern, daß es früher bei „Holzbaum“ mehr Literarisches gegeben hat, aber ich bin im Heft ja erst auf Seite neunzehn, wo es „noch eine leiwande Urlaubsgrafik“ gibt und man erfahren kann, wo sich die Leute in „New York am liebsten ungestört am Arsch kratzen“

Die Cartoons von Uwe Krummbiegl kenne ich, glaube ich, auch schon, da sitzt der Schimmwart im „Abenteuer Erlebnisbad“ vor seinem Computer und drückt genüßlich grinsend auf den Knopf der „Haifisch Schleuse“

Und „Liebe Passagiere“ Mit ihrem Flug unterstützen Sie unser Programm zur Wiedereingliederung alkoholabhängiger Piloten“ heißt es dann genauso listig und man sieht schon einen solchen Piloten auf das Flugzeug zumarschieren, aber, wie soll man auch sonst  wieder in die Welt eingegliedert werden?

Wenn ein „Pyromane auf Reisen“ geht, kann er, wenn er vieleicht vergessen hat, „Ein Feuer zu legen“ ganz schön ins Schwitzen kommen.

Und jetzt sind wir schon bei den sonstigen Werbeseiten und da wird auf das Buch von Maximilian Zirkowitsch „Ach Wien“, das ich auch nicht habe, aber beim „Buchquartier- dem Markt der Independent und Kleinverlage“ auf den auch hingewiesen wird, kennenlernte, also bin ich doch nicht die große „Holzbaum-Expertin“ habe mir aber auch das „Unnütze BremerWissen“ in Anbetracht meiner überlangen Leseliste ganz bewußt nicht bestellt, soll man ja nicht so gierig sein, dafür kann ich auf Seite fünfundzwanzig aber erfahren „Welche Speisen man nicht ohne eine Semmel oder ein Stück Brot essen kann“ und was die „häufigsten Unfall-Todesursachen im Jahre 2016 in Österreich waren“.

Dann gibts noch eine Geschichte, die in Dialogform von der Bekehrung eines Ungläubigen zu Gott handelt, was auf dem ersten Blick wahrscheinlich auch nicht viel mit Urlaub zu tun hat oder wieder doch vielleicht, handelt sie ja offenbar in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und dorthin wird ja, wiederhole ich mich, der Alfred demnächst mit dem Karli reisen und ich habe mich ganz genüßlich, durch die Publikationen des „Holzbaums-Verlages“ geblättert, was ja vielleicht auch der Sinn vom Urlaub und vom Reisen ist.

Auf meiner ersten und wahrscheinlich einzigen Lesereise in diesem Jahr bin ich  schon gewesen und weil ich ja vorwiegend an Literatur interessiert bin, hat der „Holzbaum-Verlag“ noch ein paar Tips für mich.

So gibt es beispielsweise am 26. Februar einen „Tagebuch Slam“ im  „Tag“ in der Gumpendorfetrstraße“ und Proben aus den „Besten Wortwitzen der Welt“ gibt es auch und ach richtig auf das Cover hätte ich jetzt fast vergessen.

Das zeigt zwei Goldfische in ihren Gläsern, das eine steht am Meer unter dem Himmel mit der Sonne und dorthin sehnt sich ganz idyllisch das Fischchen, das in seinem viel größeren Glas auf irgendeinem Tischchen steht.

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2016-12-21

Wissenschaftliche Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:41
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Mit dem „Holzbaum-Verlag“ meinem treuen Bücherversorger geht es weiter und nach der Literatur wird es wissenschaftlicher war Weihnachten ja schon und über Katzen, Hunde, Fußball, Kunst, Wien, etcetera hat es auch schon Cartoons gegeben.

Was kann man über Wissenschaft satririsch zeichen und texten?

Der Buchrückentext verrät es uns: „Diese Bilder setzen die Naturgesetze außer Kraft. Hätte Leonardo da Vinci Humor gehabt, hätte er auch wohl so lustige Bilder gezeichnet wie unsere Cartoonisten, die sich für dieses Buch in das Feld der Wissenschaft begeben haben. Ob Physik, Biologie oder Alchemie. Hier finden Sie neue Erkenntnisse, spannende Experimente und viele neue Denkansätze. Trainieren Sie Ihren musculus risorius!“

Einstein ist natürlich auch ein Thema, das sich durch die Cartoons von AD Kannebogen, ADAM, Andreas Prüstel, BECK, Benedikt Kobel, Bernd Püribauer, Bernie Magenbauer, BURKH,  Clem Mariak, Clemens Dreyer, Clemens Ottawa, Daniel Jokesch,  Daniel Noll, Dorthe Landschulz, Egon Forever, Elke Lichtmann, Erik Liebermann, Eugen Egner,  Feicke, Frederik Mettjes, Freimut Woessner, Georg Rauber, Gerald Noebel, Gresner&Lenz,  Gucci Falke,  Hannes Richert,  Harm Bengen, Hauck & Bauer,  HUSE, Jakub Vrba, Jan Rieckhoff, Jean le Fleur, Katharine Greve,  Katja Schröckenstein, Klaus Puth,  La Razzia,  Marco Finkenstein, Mario Lars, Markus Grolik, Martin Zak,  Martina Hillemann,  Matrattel, Michael Dufek, Michael Friedrich,  Michael Holtschulte, Muguel Fernandez,  Nadine Nebel, Oliver Ottisch,  Pause ohne Ende,  Rudi Hurzlmeier, Ruedi Widmer,  Schilling & Blum,  Schneckensteiff, Stephan Rürup,   Teddy Tiez, Teja Fischer, Tessa Biljleven, Til Mette,  Tobias Schülert, Uwe Krumbiegel und Wolf Rüdiger Marunde zieht.

Gehen wir also kurz durch das  hundertdreißig Seiten Buch:

Da beginnt es mit dem einen Stein von Bernd Püribauer gezeichnet.

„Willst Bulitan?“, fragt die Nutte am Chemikerstrich.

Das „Gen-Kartoffel-Experiment“ für das man hoffentlich den Nobelpreis erhält, gibt es auch und Dorte Landschulz erklärt uns ausführlich, „Wie es zum  Urknall kam“.

Die Bücher über „Chaostheorie“ sind in der Bibliothek natürlich chaotisch angeordnet und „Früher suchte ich in Büchern nach dem Sinn des Lebens, heute suche ich nur noch nach einem Platz für meine Bücher!“, klagt ein alter Herr in seiner Bibliothek sitzend, wo sich die Bücher stapeln, einem anderen. Wie wahr, kann ich gut nachvollziehen.

„Die Vorgaben der Landwirtschaft an unsere Genforscher“ sind streng nach „H-Milch, Dickmilch, Magermilch und Sahne“ geordnet und „Tierversuche  beweisen: Ist doch gar nicht schwer stundenlang in High Heels herumzulaufen!“

Nun ja, wenn man eine Spinne ist.

Oliver Ottitsch interpretiert Hamlet wieder einmal anders, nämlich „to beam or not to beam!“

Und in der „Vollautomatisierten Welt“ kann es vorkommen, daß man plötzlich „Eine Million Liter Milch!“, geliefert bekommt und das Problem dann mit seinem „Kühlschrank klären muß“.

Nun ja, nun ja, soviel geht wahrscheinlich nicht in ihm hinein.

Und Weihnachten bei Physikern gibt es natürlich auch.

Uwe Krumbiegel hat sie gezeichnet, da hängen die roten Weihnachtskugeln straff hinunter oder stehen ab, Otto Normalverbraucher steht daneben und schaut skeptisch und ich gestehe, ich habe die Ponte oder den Witz nicht verstanden.

Macht ja nichts, ich kann ja in den „Cartoons über Weihnachten“ nachschauen, wenn ich nicht einmal das Physikbuch studieren will und schreibe, weil ja Weihnachten naht, wieder mal dazu:

Ein Buch für alle, Schwiegermütter oder auch Physiklehrer und sonstigen Wissenschaftler, die sich sicherlich darüber freuen würden und bin schon auf den nächsten Cartoonband aus dem „Holzbaum-Verlag“ sehr gespannt und neugierig.

2016-08-01

Unnützes HamburgWissen

Filed under: Bücher — jancak @ 00:38
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Nach den „Sommernomaden“ geht es gleich weiter, mit den Sommer beziehungsweise Reisebüchern, denn im Sommer soll man ja reisen, obwohl ich ja  nicht so besonders reiselustig bin.

Ich nehme mir aber in die jeweiligen Urlaubsdesitnationen immer Bücher der jeweiligen Autoren mit, lese in Ungarn also Ungarn-Bücher, in Kroatien, die von Marica Bodrozic und Jagoda Marinic, im Salzkammergut, die übers Salzkammergut und am Hochschwab, wo wir ja Freitag und Samstag waren, nicht den „Hochschwab-Blick“ aus dem „Haus“ und auch nicht Peter Rosegger oder was anderes Lokalpatriotisches, nein, meine Leser werden staunen, , auf das Schießtlhaus, wo ich ja schon Judith Frank, Melamar und anderes  gelesen habe, habe ich diesmal das „Unnütze HamburgWissen“ mitgenommen, bin aber bald daran gescheitert, beziehungsweise habe ich das Lesen über den Klaus Störetbcker und das Alsterwasser bald aufgeben und man wird fragen, wie ich auf diese vielleicht auch ein bißchen unnütze oder unverständliche Idee gekommen bin?

„Der Holzbaum-Verlag oder „Stadtbekannt“ haben Schuld daran, denn die schicken mir ja alle ihre Publikationen zu und haben inzwischen drei Bände mit „Unnützen Wien Wissen“ herausgegeben, wovon ich zwei gelesen habe und dann das über Habsburg, die Musik, etcetera und weil das so großen Erfolg hat, vielleicht die Stadt Hamburg einen solchen Band in Auftrag gab.

Und die begierige unnützes Wienwissenerforscherin kann gleich anmerken, denn jetzt habe ich das Büchlein ja in der Harlander Badewanne ausgelesen beziehungsweise überfolgen, daß es für eine Wienerin, die drei Mal in ihrem Leben in Hamburg war, vielleicht wirklich ein bißchen unnütz ist, sich unnützes Wissen über eine Stadt zu erlesen, die amn gar nicht kennt oder sagen wir, nicht so effektiv, denn Wien kenne ich ja sehr gut und weiß daher, was nützen kann und was nicht, über Hamburg kann ich das auch jetzt nicht sagen, so daß ich das Buch eher den Hamburgern oder den nach Hamburg reisenden empfehlen würde, aber dennoch war ich daran interessiert, denn ich war ja nicht nur dreimal in meinem  über sechzigjährigen Leben in Hamburg, ich hörte auch literairsch in letzter Zeit sehr viel davon, lebtdoch Martina Gercke, die Chefstewardess und Autorin vom „Holunder- und Champagnerküßchen“ und anderen selbstgemachten Büchern dort, Norbert Gsrein wohnt jetzt dort und Dörte Hansen hat ein Buch über das „Alte Land“ geschrieben und das ist ein Teil der Elbestadt, wie ich spätestens nach meiner unnützen Hamburg Lektüre weiß und Mara Giese die Buzzaldrin Betreiberin ist vor einem Jahr auch dorthin gezogen und stellt seither mehr oder weniger regelmäßig die wichtigsten Hamburgischen Buchhandlungen vor und weil die Literatur und Bücher ja nicht unnütz sind, kommen sie in dem blauen Büchlein, das einen Schwan am Cover hat auch nicht vor.

Die Stadt ist aber trotzdem  interessant und wichtig, hat die Reeperbahn in St. Pauli, den Hafen und den Hans Albers und ich hatte eine Tante, die Frau meines Onkel Hans, die aus Hamburg stammte und obwohl sie schon über vierzig Jahre in Wien lebte, immer noch ihren Norddeutschen Akzent nicht verleugnen konnte, während meine Tannte Mella, die in Kriegszeiten zum Spargelstechen nach Hannover ging und sich dort verehlichte, ihren Wienerischen Akzent bald verloren hatte und mit ihr und meinen Eltern habe ich als Zwölfjährige das erste Mal Hamburg besucht und bin die berühmte Reeperbahn entlanggegangen, wo ich mich an einem Nachtclubausrufer erinnern kann, der uns anlocken wollte und dann verstummte, als er mein Alter erkannte.

Dann war ich im Sommer 1975 oder 1976, in jenem Jahr jedenfalls, als in Wien, die Reichsbrücke einstürzte, dort bei einem Workcamp in St Georg, wo ich den Pfarrer Blazejewski kennenlernte, den ich dann zwei Jahre später über Weihnachten besuchte.

Das waren meine Hamburger Aufenthalte und das ist lange her und so wird sich die Stadt inzwischen sehr verändert haben, ich kann mich aber noch an eine Paddelbootfahrt erinnern, die ich als Nichschwimmerin damals mit der Gruppe an der Alster unternommen habe und an das Alsterwasser, das ich anschließend getrunken habe und wundere mich noch heute, daß ich das Bier Limo Gemisch hinunterbrachte und ich so schüchtern war, daß ich nicht gegen beides protestierte.

Was das Alsterwasser ist und woraus es besteht, wird in dem Buch, das aus sieben Kapitel: Historisches, Kulinarisches, Unterhaltsames, Verruchtes, Musikalisches, Sportliches und Mobiles besteht, genau erklärt, dazwischen gibt es noch schöne Bilder und für alle, die es noch nicht wissen, füge ich noch hinzu, daß es kein Reiseführer ist, sondern eine Aufzählung von Fakten, die vielleicht für Hamburg brauchbar sind, in Wien, in Harland und am Hochschwabgipfel aber wahrscheinlich nicht so besonders wichtig. Trotzdem weiß ich jetzt, wer Klaus Störtebeker war, daß die Hamburger groß und selbstbewußt sind, der Helmut Schmidt, der Kettenraucher, von dort stammte und auch die jetzige Bundeskanzlerin von Deutschland dort geboren wurde und erst danach mit ihrer Familie in die DDR umzog.

Sicherlich nicht sehr wichtig, all das zu wissen.  Johannes Brahm wurde auch dort geboren und verbrachte  seine Sommerfrischen in Mürzzuschlag, wo er ein eigenes Museum hat, füge ich etwas vielleicht auch nicht sehr Nützliches hinzu, was nicht in dem Büchlein steht, Hans Albers und die Reeeperbahn, nachts, um halb eins, wird erwähnt, das ist schon wieder etwas nützlicher und eines ist wohl der Wert des Buches, wenn man es, als eingefleischte Wienerin am Hochschab und in der Badewanne liest, es machte auch die nicht sehr Reiselustige, neugierig auf die Stadt.

Vielleicht finde ich einmal Dörte Hansens „Altes Land“ in den Kästen, vielleicht lese ich Martina Gerckes Facebooknotizen und Mara Gieses Buchhandelsberichte noch ein bißchen begieriger und vielleicht komme ich wieder einmal in die Stadt-, die einen großen Hafen hat, wo der „Hamburger“, den ich ja sehr gern esse, das weiß ich jetzt gar nicht so genau, erfunden oder nicht erfunden wurde, jedenfalls seinen Namen daher hat und als ich in Hambrug war, habe ich beim Einkaufen genau gewußt, daß ich beim Schlachter, nicht beim Metzger oder Fleischhauer, wie man bei uns sagt, Hackfleisch und kein Faschiertes verlangen muß, -um mir die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, durch die Mönckebergstraße, der teuersten Einkaufsstraße mit den größten Geschäften zu flanieren oder  mir Altona oder Blankenese anzusehen.

Vielleicht ist noch zu erwähnen, Hamburg ist eine Hansestadt und ein echter Hanseate muß mehrere gebürtige Vorfahren haben, ansonsten kann jeder sich so nennen oder eine Hanse betreiben und die „Niveacreme“ in den blauen Dosen wird auch dort erzeugt.

Ein interessantes  Büchlein für das Sommerloch, wenn man depressiv auf der Terrasse oder im Strandbad liegt, würde ich vermuten, als Souvenier den Hamburgern mitzubringen oder auch neben dem Reiseführern für den Stadtaufenthalt, aber auch als Abendunterhaltung auf dem Hochwabgipfel geeignet, weil es leicht den Berg hinaufzutragen ist, auch wenn man dann wahrscheinlich nicht sehr viel oder nur Bahnhof versteht.

2016-05-07

Wunderland Korrekturrand

„Wir packen das Wurzel an der Übel!“, steht im Buch und am Rücken, der „witzigsten  Sprachpannen aus 50 Jahren Unterricht“, das die Lehrer Klaus Kummersberger und Werner Vogel bei „Holzbaum“ herausgegeben haben.

Der 1964 geborene Germanist Werner Vogel hat schon einen Teil sener Schüler Stilblüten in „Ein Geräusch klopft an die Tür“ preisgegeben, am „Very best oft Song Contest“ für dessen Besprechung ich ja eine harsche Kritik bekommen habe, also wahrscheinlich auch einige Stilblüten zu finden wären, gearbeitet und außerdem ein Literaturstipendium bekommen.

Der ebenfalls 1964 in Wien geborenene Germanist, Klaus Kumersberger, hat an der „Bühnenpräsentation von Schüler und Lehrerhoppolas“ „Aufgezeigt“ gearbeitet, die die beiden Lehrer, wie im Vorwort steht, aufgeführt haben und weil, der erste Teil ein so großer Erfolg geworden ist, gibt es jetzt einen zweiten, damit alle über die Schülerstilblüten lachen können.

Man soll, steht da noch, seine ehemaligen Klassenkameraden zusammentrommeln, mit ihnen das Buch lesen oder es ihnen schenken, damit es ein Bestseller wird und natürlich, wird versichert ist alles original!

Nun lache ich ja bekanntlich nicht so gerne, wenn man sich über andere lustig macht und denke auch, daß manche Stilblüten vielleicht entstehen, wenn ein überforderter Lehrer vor über dreißig Schülern steht, von denen die Hälfte oder zwei Drittel in einer anderen Sprache sozialisiert worden ist und glaube auch, daß manche Anmerkung auf dem Korrekturrand schon manche Kreativität zerstört hat.

Da lobe ich mir auch die Geduld meiner ehemaligen Deutlehrerin Frau Porfessor Friedl, auch wenn, die mir vielleicht, das eine oder andere Literaturstipendkum verwehrt hat.

Aber wieder halt, da bin ich natürlich selber schuld, denn ich könnte ja daß mit zwei „ss“ schreiben, habe das aber damals in der Schule so gelernt.

Es gibt fünfzehn Kapitel und wieder einige Illustrationen, in denen zur allgemeinen Erheiterung auf die Pannen hingewiesen werden.

Bei Sätzen wie  „Der Zentralfriedhof ist eines der bedeutetendsten Naherholungsgebiete mit 3 Millionen Toten“ tut sich die Humorlose etwas schwer, den Witz zu finden, denn ich denke, stimmt und die Schüler wissen ja vielleicht, daß die Lehrer auf schöne, sprich, geschraubte Formulierungen achten oder glauben es zu wissen.

Das trifft vielleicht auch auf die zwei folgenden Beispiele zu:

Thema Atomkraft: „Die Bevölkerung ist gespalten“ und „Der Autor, auf den ich mich beziehe, stammt aus der Kronen Zeitung“, richtig, da müßte man wohl „schreibt“ oder „publiziert“ schreiben, um es zu keinen Wortwiederholungen zu bringen.

„Manchen Schülern liegt aber immer noch viel an einer guten Beurteilung“, schreiben die Autoren weiter und führen die folgende Entschuldigung an:

„Hallo, Herr Professor!

Ich habe wie Sie wissen die Klassenlektüre vernachlässigt. Aus diesem Grund wollte ich Sie fragen, ob ich Ihnen nicht am Donnerstag den Inhalt (bis Kapitel 19) erzählen darf. Wenn es ginge, bitte nicht vor der Klasse, es war schon peinlich genug in der letzten Stunde. Ich schäme mich eh dafür und will zukünftig auch dem Deutschunterricht mit ein bisschen mehr Engagement entgegenkommen.

Liebe Grüsse

Oliver S.

P.S Es tut mir sehr leit!“

Ob das wirklich von einem Schüler stammt und wenn sagt es vielleicht sehr viel aus.

Diesmal wurden aber auch die Lehrer in die Beurteilung eingeschlossen und da schrammen, finde ich, manche Beispiele am Geschmack, beziehungsweise wahrscheinlich schon fast an der Gesetzgebung vorbei.

So sagt ein junger Lehrer zum Beispiel in der Hitze angesichts der Maturantinnen vor ihm: „Die Brüste weiten sich aus“, statt der „Wüsten“ und eine Lehrerin droht „Jetzt gib a Ruah, Büaschal, sonst muass  i ma di amoil zua Brust nehmen!“

Noch ärger wird es im Sportunterricht „Burschen holts die Ständer raus, die Mädels kommen!“

Das geht, glaube ich, ziemlich an den Stilblüten und den mangelnden Sprachkenntnissen unserer Schüler und Schülerinnen vorbei, denn die zitierten Lehrer haben wahrscheinlich ihre Deutschprüfungen bestanden.

Dann geht es noch ums Abschreiben von den Mitschülern und von „Google“, sowie zu den Inhaltsangaben und da kann man, wie die Autoren anführen, den großen Thomas Bernhard, beziehungsweise seinen „Diktator“ ordentlich verhuntzen.

„(Ein Diktator sucht sich aus vielen Bewerbern einen Schuhputzer, der ihm nach und nach immer ähnlicher wird.)“

Der oder die Schülerin schreibt:

„Da er mit der Zeit auch die Haare verliert, gleicht er ihn nun wie ein Ei seinem Spielgelbild!“

Zu Goethe kommen wir dann auch und da fragt der Lehrer „Kennst du auch Sekundärliteratur zu Goethes Faust?  Ja…Faust 2 „, antwortet der Schüler oder „Wie heißt die Geliebte von Doktor Faust? Schüler: Frau Faust!“

Stimmt nicht, merke ich an, denn der liebe Heinrich hat sein Gretchen ja nicht geheiratet.

Dann geht es langsam an das Ende und da gibt es noch ein Beispiel aus einem „Spannenden Erlebnisaufsatz: Als ich fünf war, war ich mit meiner Mutter zu Hause!“

Ja, manche spannenden Geschichten fangen eben ganz langsam an, das gibt es auch in der sogenannten Weltliteratur und so kommen wir zum „Endgültigen Fazit, also: Ich danke  Ihnen für eure Aufmerksamkeit“ – „Stüß, bis bald – Stüß!“

 

2016-04-30

Schimpfen wie ein echter Wiener

Filed under: Bücher — jancak @ 00:53
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Bei der Reihe „Stadtbekannt“ aus dem „Holzbaum-Verlag“, die ja schon einige „Wien-Bücher“, wie „Unnützes Wien Wissen“, „Kaffee in Wien“, „Frühstücken in Wien“ oder „Wiener Grätzel Josefstadt“, bzw. „Siebenstern“, herausgegeben hat, ist jetzt ein  „Schimpfwörterbuch“ oder ein Buch über das Schinmpfen herausgekommen.

Nun bin ich, obwohl ich öfter, auch hier im Blog beschimpft werde, keine, die gerne schimpft und auch keine, die wirklich Dialekt spricht, hat ja meine Mutter darauf geachtet, daß ich mich immer in Hochdeutsch ausdrücke, um es einmal im Leben besser zu haben.

Ich verstehe aber  Dialekt, mag ihn eigentlich auch, nicht unbedingt die Schimpfwörter „Heast Oida, schleich, di!“ oder so und denke, daß er sich auch wandelt, so bin ich mir gar nicht so sicher, ob alles, was in dem Buch zu finden ist, wirklich noch angewandt wird und ob zum Beispiel bei den Würstlständen, die ja oft schon durch Kebab-Buden und Aisa-Nudeln-Stände ersetzt wurden, „A Eitrige mit an Buckl und an Patzn Senf“ verlangt wird.

Aber schön der Reihe nach.

Das Impressum wird mit „Wer das Buachl verbrochen hat“ übersetzt, sonst könnte ich an den Übersetzungen einiges aussetzen, beziehungsweise würde ich das Wienerisch Hochdeutsch und nicht Nord- Bundesdeutsch oder überhaupt geschraubt übersetzen, weil ich letzteres auch schon für einen Dialekt halte und könnte da gleich das Eingangsbeispiel anführen.

Sagt da nämlich die Hausmeisterin, die in der Realistät oft wahrscheinlich besser Serbisch als Wienerisch spricht und vor hundert Jahren sprach sie wohl eher Böhmisch: „Drahts de gschissene Muik o, eas saublede Gfraster, sonst hol i de Kieberei!“ und das heißt, würde ich meinen, nie und nimmer „Dreht die vermaledeite Musik ab, ihr saublöden widerwärtigen Personen, sonst hole ich die Polizei!“, sondern  „Dreht die beschissene Musik ab, ihr blöden Leute!“

Das ist mir auch an anderen Stellen aufgefallen, daß ich anders übersetzen würde, aber jetzt hinein ins Buch. Es gibt neun Kapiteln und ein Register. Eine Warnung gibt es auch, daß für das Anwenden der Beschimpfungen keinerlei Haftung übernommen wird!

Na gut, also auf eigene Verantwortung in das Buch, ich schimpfe ja ohnehin nicht so viel, obwohl mich der Alfred öfter als „Grantscherbn“ oder als „grantiges Wiener Weibl“ bezeichnet, aber das ist, habe ich gelernt, eigentlich die Bezeichnung für einen grantigen Mann, das weibliche Pendant wäre die „Keppltant!“

In Kapitel eins geht es um Sex, also um das „Pudern“, das nicht von Puder kommt und dann natürlich, um den „Oasch“, ein, wie ich lese, sehr beliebtes Wiener Schimpfwort.

Da gibts also das „Oaschgsicht“, das „Oaschgfries“ bis zur „Oaschpartie“ und auch einige gebräuchliche Redewendungen, wie „I reiß ma sicher net den Oasch auf fia di“, auch meiner Meinung nach sehr umständlich übersetzt, bis zum „Das geht mir am Oasch vorbei!“

Beim Würstlstand und beim „Essn und Trink auf Wienerisch“ war ich schon. Da gibt es aber noch das „Wiaschtl“ und das „Für die Wiascht“, nicht zu verwechslen und auf der „Nudlsuppm“ beteuern sicher einige „nicht dahergschwommen zu sein!“.

Es gibt den „Schmarrn“, der eigentlich was Feines ist, wenn er aus Topfen oder Palatschinkenteig besteht, aber man kann auch einen „Schmarrn“ reden und ein arme Leute Essen, also für die auf der „Nudlsuppm dahergeschwommenen“, war er früher auch.

Dann gibts noch „Das Krügerl, das Glaserl, das Stamperl, das Tröpferl“, meist mit Wein wahrscheinlich und was das Bier betrifft, wird das hier  mit Gerstensaft übersetzt. Ob das der Mann am Wiener Würstlstand versteht? Wahrscheinlich nicht, auch wenn er ein „Tschusch“ ist, aber da sind wir schon beim Kapitel „Überall  Gscheade und Auslända“ und haben  das „Oida verschwind und hoit  de Goschn!“ ausgelassen.

Daß der Wiener sehr überheblich gegenüber alle jenseits der Stadtgrenze ist, kann ich bezüglich meiner Mutter und meinem aus St. Pölten stammenden Mann bestätigen. Sie hat „Gscheader“ also Geschorerer, ein Begriff für den Bauern oder Leibeigener, also Landbewohner, denke ich, zu ihm gesagt, während der Mundl Sackbauer aus dem „Ein echter Wiener geht nicht unter“ , die St. Pöltner schon für „Tschuchn“, also Balkanbewohner hält.

Ein weiteres wichtiges Kapitel ist der Tod oder das „Okrotzn in Wean“.

Da kann man auch „De Potschn strecken, ins Gros beißn“ und noch vieles anderes sagen. Selbstmord oder „Si di Kugl gebn“ kann man auch. Wenn man aber von der Donaubrücke springt, hat das, wie ich gelesen habe, öfter auch andere Motive.

Das gehts zu „Proleten, Gsindl und zur gspriztn Bagage“, also zum Schimpfen durch die sozialen Schichten.

Und auf der Werbeseite kann ich sehen, daß man sich solche Schimpfwörter auch auf Taschen oder T-Shirts drucken lassen und  kaufen kann.

Man kann sein Gegenüber auch als „Blada, Wampata, Schiacha!“ oder anders beschimpfen.

Und bei der Polizei, also der „Heh“ sind wir schon gewesen und wer noch immer glaubt, daß die Polizei, dein Freund und Helfer ist, kann hier „A Kieberer is ka Habera“ lesen.

Dann gehts zu den „Dümmlichen Typen“ auch wieder, wie ich meine „bled“  übersetzt, „in Wien“, also den „Dodln“ Dillos“, „Fetznschädln“ etcetera.

Die Wienerin ist a „Urschl“ „Fusn“, Keifn“, während der Wiener als „Wappler“, „Zniachterl“ „Dodl“, etcetera beschimpft werden kann.

Damit wären wir schon am Ende und sehen hier, weil das gelbe Biachl wirklich schöne Illustrationen hat, das Wiener Riesenrad, in dem die „Grätzn“, „Gurkn“, etcetra sitzen und „Hupf  in Gatsch, Gfrast!“ und anderes schreien.

„Wiener Kultur, das ist Kunst und Musikgenuß. Kaffee und Schnitzerl, sprühender Charme und Weinseligkeit. A so a Schas! Mindestens genau so wichtig ist in Wien die Schimpfkultur, also die Fähigkeit, zu allem und jedem passende unhöfliche, witzig- beleidigende und obszöne Worte und Redewendungen zu finden“, steht noch am Buchrücken.

Wieder was gelernt? Und nicht vergessen, bevor mans ausprobiert, Haftung für die Folgen wird von den Buchautoren nicht übernommen!

2016-04-10

Wie kommt der Parmesan in die Tastatur?

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:13
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Jetzt habe ich ja schon lange nichts mehr vom Holzbaum-Verlag gebloggt, dem kleinen feinen österreichischen Verlag mit Shop im Museumsquartier, der mir den Humor näherbringt und mir so getreulich seine Cartoons über Katzen, Fußball, Hunde, Wien, Weihnachten, Kunst, etcetera, zuschickte.

Da geht einmal der Stoff aus, könnte man so meinen, es gibt zwar auch die Holzbaum-Karikaturisten Daniel Jokesch und Oliver Ottitsch beispielsweise oder Jean La Fleur, von dem man in dem kleinen feinen weißen Heftchen, um wohlfeile fünf Euro, wie ich in einer anderen Besprechung gelesen habe, nicht viel an Information, was für einen Kontrollfreak, wie mich ein wenig schade ist, finden kann.

„Jean la fleur ist die größte Bitch im Cartoon-Business, macht alles für Gelkd z.B. in Titanic, Eulenspiegel und TAZ veröffentlichen.

Der Begründer der neuen Frankfurter Hauptschule (Mitglieder.1) veröffentlicht seine Witzbilder außerdem in dem Hetz-Blog itsjeanbitch.tumbir.com.

Nun ja, „Besser als die Bild-Zeitung!“, steht dann noch am Heftchenrücken und dann geht es los in die fünfzig  schwarz-weißen Bildgeschichten, um die wohlfeilen fünf Euro und man oder frau ist zuerst vielleicht ein wenig verwirrt, bis man sich eingelesen hat, in die neue Tradition, der Frankfurter oder vielleicht auch Wiener Hauptschulbildung.

Denn jetzt muß ja alles schnell und leicht zu lesen sein und so hat  man auf den wohlfeilen achtundvierzig Seiten, die zwei anderen sind wahrschein am Cover und am Back zu finden, sich ruck zuck in  die Geschichten eingelesen, von denen ich einige nicht einverstanden habe, einige nicht so aufregend sind und die anderen beeindrucken und vielleicht sogar durch oder unter die Haut gehen.

Immer alles schön schwarz weiß gezeichnet,  den Text dazugeschrieben und man hat sein Lesepotential schon erfüllt, am Handy oder Smartphone ist es vielleicht noch trendiger. Aber ich bin ja eine Handyverweigerer, also nutze ich die schöne alte Pritform und in die Tasche stecken, kann man das Heftchen, sicher auch.

„Leg das Baby vor die Tür. Es zieht!“, lautet etwa so eine Geschichte. Das habe ich genaus treffend vor Jahrzehnten von der Erni Mangold in den „Geschichten aus dem Wienerwald“ vorgespielt bekommen und die Figuren haben, wenn sie weiblich sind, einen Roßschwanz, die Männer einen Schopf, den man auch für ein Loch im Kopf halten könnte, oder überhaupt eine Glatze. Gesichter haben sie eigentlich keine oder nur ansatzweise.

„Seit ich die Brille habe, versuchen mir alle ein intellektuelles Gespräch aufzudrängen!“, denkt sich so eine solche Figur in einer Bar und die Dame auf der Straße sagt: „So, so… Philosophie-Professor. GV, AV und küssen ist alles inklusive. Aber reden kostet extra!“

Noch ärger ists schon weiter vor beschrieben „Hi, ich bin Uwe, der Projekt-Lead. Das ist Marek unser neuer Art Direktor. Wann soll die Wand denn fertig sein?“, sagen die Maler und Anstreicher zur Kundin, die prompt „Freitag ist Deadline!“, antwortet.

„Ich hab mir eine Brust verkleinern lassen, um auf mein Idealgewicht zu kommen!“, sagt eine Klassefrau zu der anderen und das Lebensgefühl und der Leistungsdruck von heute ist  treffend beschrieben.

Die „Greenpeace-Aussteiger“ verlangen Plastiktüten an der Kassa und auf der einsamen Insel ist niemand da, „der die Palme ficken will“.

Und wie schaut es in der „Redaktionssitzung der Lügenpresse aus?, da hat der Hund den Artikel des einen Redakteurs gefressen, während der andere nicht schreiben konnte, weil seine Oma gestorben ist und die Dame hatte natürlich ich „Magen-Darm!“(Probleme) füge ich hinzu.

Das mit dem „verliehenen Nobelpreis“ habe ich, glaube ich, schon einmal gesehen und beim „Poetry Slam“ liest der Dichter „Erfahre den Trick, mit dem Dein Penis wächst und riesig wird“ aus dem Büchlein vor.

So gehts  durch das Heftchen und die bis fünfzig Kurzgeschichten. In der „Salatbar“, bekommt der Gast keine“ Ladung Rucola“ mehr serviert und wenn sich „Bildungsbürger radikalisieren“ bringen sie „Sammlungen seltener Steine“ auf die Demo mit und ich höre auf, um nicht zu viel zu spoilern, da man die dazupassenden Zeichnungen aber nicht  sehen kann, muß man sich, wenn man den ganzen Genuß haben will, ohnehin  das Büchlein kaufen.

Was ich nur empfehlen kann, denn Jean La Fleur wird in den Rezensionen mit Tex Rubinowitz und Nicolas Mahler verglichen und „Wie der Parmesan nun in die Tastatur kommt“, habe ich auch noch nicht verraten.

Es ist aber „Egal“, denn „ich gehe Nudeln kaufen!“, entscheidet sich das gesichtslose Männchen mit dem Loch im Kopf, das man am Cover sehen kann.

 

2015-12-13

Land der Berge

Filed under: Bücher — jancak @ 00:20
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Ein neuer Band aus dem „Holzbaum-Verlag“ von Rudi Hurzlmeier, dem Maler, Cartoonist und Autor, der ständiger Mitarbeiter des Satiremagazins „Titanic“, der „Süddeutschen“,  des „Spiegel-Online“ und der „Zeit“ ist und diesmal ist es etwas Besonderes, denn es ist sehr viel Text dabei.

„Schwindelerregende Steilwandmalerei und Hochgebirgspoesie“, steht am Buchrücken, wo der Rudi offenbar in Mozartuniform herunterlächelt und ein Gebirge mit Österreichflagge auf einem Tablett entgegenhält.

Und die Hochgebirgspoesie, es sind auch Prosatexte dabei und eine Art Kurzkrimi, stammt von Heinz Erhardt, Kurt Tucholsky, Robert Gernhardt, Ödön von Horvath, etcetera und natürlich auch von Rudi Hurzlmeier.

Das Vorwort zu dem Buch stammt von Michael Ziegelwagner, dem St. Pöltner, der  auch für das Satiremagazin „Titanic“ arbeitet „Naturkritik spezial“, heißt es und ist eigentlich gar kein solches und das Cover ziert eine romantische Berglandschaft in die ein Hündchen mit Rucksack hinaufspaziert oder stehenbleibt und seine neugierigen Blicke schweifen läßt.

Ein richtiges Buch für den Weihnachtstisch von Österreichpatrioten oder Bergliebhaber, Bergsteiger vielleicht und richtig ein Text, beziehungwweise Interview von  Luis Trenker „Der Mountain Climber“- „Was tut denn ein Mountain Climber? Verdient er dabei Geld?“, ist auch dabei.

Daneben ist das Bild des „Yetis“ freundlich lächelnd und ganz in blau weiß zu sehen und so geht es durch die romantisch-kitschige Berglandschaft oder Landschaftsidylle, der österreichischen, schweizer oder was auch immer Alpen oder gehen wir an den Anfang zurück, denn da ist ein Schifahrendes Osterhäschen zu sehen, wie es den Berg hinabflitzt und wenn die Kühe den Berg hinabgetrieben werden, geht es zu „Endreinigung“, wo die Bäuerinnen oder Mägde, die Fladen wegkehren oder wischen, um die Wiese wieder schön sauber zu bekommen.

Dann ist gleich ein „Biwak bei Zermatt“zu sehen,  ein Luxusbett mit einem großen Käse, mitten im Bergmassiv und Robert Gernhardt reimt daneben „In Worten gäb das keinen Sinn, wie sagt man doch im Engadin, sìsch verbal nicht zu fassen!“

Also weiter mit den Bildern:

Da gibt es dann die „Skischaukel“, wo der Schifahrer am Schwanz der Kuh den Berg hinaufgezogen wird, das „Saisonende“, aber auch die „Angetrunkenen Schneekanonenfahrer“, wo das Wasser nur so herumspritzt, daneben kann man dann den „Maskenball im Hochgebirge“ von Erich Kästner lesen und das „Wintersporthotel zwischen Graubünden und Vorarlberg“ ist irgenwie ein wenig schiefgeraten.

Beim „Wallfahrtsort“ ragen die Bergspitzen in Kathedralenform entgegen und den  „Sunset Boulvard“ habe ich, glaube ich, schon einmal in einem Museum gesehen oder auch nicht, denn da steht ein einsamer Beobacher in einem Massiv von gelbrote leuchtenden Bergen.

Dann gehts gleich wieder zu Robert Gernhardt, der in diesem Buch eine starke Stimme hat und in „Wenn Dichter einen Ausflug machen“ und über Goethes, Nietsches, Rilkes Natureindrücken rätseln läßt.

Der „Sonnenaufgang in Tirol“ hat, meint Rudi Hurzlmeier ein Kürbisgesicht mit einer Knollnase und „Integration“ ist, wenn das Kamel  mit Hirschgeweih röhrend in der Alplandschaft steht. Minister Kurz hat da vielleicht eine andere Sichtweise. Man könnte  darüber nachdenken, wie sich so ein Kamel  im Hochgebirge fühlt oder wir uns in der Wüste, aber es geht schon weiter mit der Tierwelt, denn ein paar Seiten später läßt Rudi Hurzmeier im „Aquarium“, die Fische um die Berge schwimmen und die schauen, würde ich meinen, nicht besonders glücklich aus.

Dann gibt es noch den „Bergvagabund“, vierarmig mit vier Enzianen in der Hand und auf dem Kopf und einer riesengroßen Sonnenbrille und wir sind schon bei Rudi  Hurzlmeiers Texten.

Es gibt eine „Gulasch-Boutique“, das ist ein Gasthaus mit Hirschgeweih und eine „Kirche von Hinten“ zu der das  Weglein führt, nur leider gibt es Hinten kein Eingangstor. Ganz schön hinterfotzig könnte man meinen.

Und eine „Gruselgeschichte“ von Rudi Hurzlmeier gibt es auch, sowie ein K-Gedicht, das dem „K2“ gewidmet ist und schon sind wir fast am Ende, wo der Waldi vom Cover noch einmal den Berg hinaufspaziert.

„Dem Himmel nah, der Arbeit fern, so hammas gern!“, reimt dazu der Volksmund.

Beim „Plötzlichen Wintereinbruch“ steht der Pinguin am Grashaufen neben den Sonnenblumen und die Hühner schauen ihm zu und einen „Sennenhund mit seiner Sennerin“, der uns an die „Erhabende Jungfrau“ erinnern könnte, gibt es auch noch.

„Die Berge üben seit jeher eine große Faszination auf die Menschen aus – so auch auf Rudi Hurzlmeier. Seine schwindelerregende Steinwandmalerei huldigt mit viel Liebe zum Detail und feinen Humor dem vermeintlich naturbelassenen Universum abseits des Urbanen“, steht weiter am Klappentext .

Ein Buch für mich könnte man meinen, denn ich bin ja auch gelegentlich in den Bergen unterwegs und Poesie mag ich auch sehr gern, so habe ich dem „Holzbaum-Verlag“ wieder einmal sehr zu danken.

2015-12-10

Rekord-Hitze & Jahrhundert-Winter

Filed under: Bücher — jancak @ 00:52
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Jetzt bin ich schon wieder etwas meiner Zeit voraus, nämlich bei  Daniel Jokesch & HYDRAs Jahresrückblick, den diese aus den Schlagzeilen vom Jänner bis Oktober erstellten, man sieht „Holzbaum“ hatte es noch eiliger und es ziehrt natürlich der Bilanzencrash das Cover des Jahrbuchs, vereint mit aufmunternden Worten an den Absteigenden: „Schau! Wenn man zurückblickt, geht es wieder bergauf!“

Wie wahr, sagt da die Verhaltenstherapeutin! Aber blicken wir uns durch die „Cartoons & Schagzeilen“, wo sich die Zeichnungen mit den Schlagartikeln munter ablösen.

So beginnt es schon mal mit den „tollsten Schlagzeilen, die wir 2015 gerne gelesen hätten!“, wie die vom Überstundenabbau Bürgermeister Häupls beispielsweise oder die über die Schlepperdienste der Innenministerin Mikl-Leitner.

Dann gehts zu einem nachgemachten Rorschachtest. Für die Psychodiagnostikerin  besonders interessant und ich bekenne gleich, ich hätte „zwei freundliche Hippos“ und nicht den „Villacher Fasching“ erkannt.

Das „Heisere Bezirksgericht“ gibt es auch und schwarze Cartoons zum Untersuchungsausschuß, die „Dunkel ins Dunkle“ bringen sollen.

Dann wird ein Frühstück bei einem Separatistenführer beschrieben, der die „Freie Volksrebublik Meidling“, für alle Nicht-Wiener, das ist ein Bezirk Wiens, ausgerufen hat und eine „Katzenplage in Traiskirchen“ gibt es auch, die aber wahrscheinlich  längst behoben ist, denn die Österreicher sind bekanntlich tierliebend.

Dann kommt und ich gebe es gerne weiter, eine Werbedurchsage, denn Weihnachten naht bestimmt und Werbung für Daniel Jokeschs „Holzbaum-Bücher“ kann ich auch machen, habe ich ja alle drei gelesen.

Im Jahrbuch kommen wir indessen zum Film und zu Facebook und da lautet die Werbedurchsage „Das Buch für den Leser von morgen, gararantiert ohne komplizierte Schriftzeichen“ Von Teilnehmern der Pisa-Studie empfohlen.

Erraten, die Daumen zieren das Cover vom „Neuen von der Frankfurter Buchmesse.“

Mit Facebook geht es weiter,  dann kommen wir zu Angelika Merkl und zum islamischen Staat, der uns dieses Jahr   sehr bewegt und erschüttert hat, obwohl die Anschläge von Paris der letzten Wochen ja noch nicht eingearbeitet sind.

Wahlprognosen gibt es auch und Vorschläge für Hassposter: „Ab fünf Uhr wird zurückgepostet!“

Wer noch ein Weihnachtsrezept benötigt, dem sei „Jamie Olives Weihnachtshuhn Kriechenland“ empfohlen und einen Artikel „Beim Finger des Varoufuckis!“, gibt es auch.

Dann kommt Sport, beziehungsweise das österreichische Fußballwunder und am Schluß geht es natürlich in den „Jahresausblick 2016“, wo man sich schon einmal die Prognosen für das kommende Jahr holen kann.

Das „Jahreshoroskop für Rassisten und Misanthropen“ gibt es auch und wer jetzt neugierig geworden ist, mehr und das alles viel genauer und sich die Cartoons von Daniel Jokesch anschauen will, dem ist das Jahrbuch wirklich zu empfehlen.

„Sind Sie sicher, daß Sie 2015 beenden wollen? Beenden Abbrechen, Guten Rutsch!“

Ein bißchen habe ich ja auch in die Präsentation am ersten Dezember hineingeschaut, ein Gläschen Sekt getrunken und zwei Knallfrösche geworfen.

2015-11-28

Die besten Cartoons von Uwe Krumbiegel

Filed under: Bücher — jancak @ 00:56
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Nach dem Longlistenlesen kommt jetzt gleich wieder was aus dem „Holzbaum-Verlag“, dem Verlag, der mir den Humor beibrachte und der nicht nur auf der „Buch-Wien“ jetzt schon mit einem viel größeren Verlag vertreten war, nein, ich habe mir auch etwas Literarischen von Clemens Ettenauer, dem  Mitbegründer und Herausgeber mitgebracht, sein „Pro Verbis-Büchlein“ „Morbuso geht ab“.

Aber jetzt geht es um den 1962 geborenen Uwe Krumbiegel, der in Freiburg lebt und als Diplomingenieur tätig ist, sich aber seit 1988  nebenberuflich als Cartoonist betätigt und sich wahrscheinlich deshalb in seinen Zeichnungen auch sehr viel mit der Berufswelt beschäftigt und messerscharf herausfindet, was  passiert, wenn man die zu wörtlich nimmt und er nimmt mit seinem blau-roten kleinen Männchen mit der kreisrunden Brille auch gleich Meister Sisyphos aufs Korn, beziehungsweise besteigt der tapfere Wanderer den Berg und das Gasthaus Sisyphos ist „Heute geschlossen“.

„Gehts noch  besser? Natürlich, selbstverständlich, denn das ist erst das Coverbild.

„Ein Bombenentschärfer, der zuhause beim Öffnen des BHs seiner Frau ins Schwitzen kommt oder ein Musiker mit absoluten Gehör, der auf der Toilette die konsumierten Getränke heraushören kann – Uwe Krumbiegels präziser Blick geht in seinen Cartoons gern dahin, wo das Berufliche auf das Private trifft. Gegenwartsrelevante Alltagssituationen, expressive Gesichter zu minimalen Strichen und treffsichere Pointen aus allen Lebenslagen versammeln sich im Debüt des aufstrebenden Künstlers“, lockt so auch der Buchrücken und nun für alle Neugierige hinein ins Medias Res oder in die beschreibenden und wahrscheinlich grammatikalisch nicht ganz perfekten Worte der „Literaturflüsterin“, wer will kann sich die dazugehörenden Cartoons  im „Shop der komischen Künste“ ansehen, wahrscheinlich gibt es auch eine Buchpräsentation und unter den Weihnachtsbaum kann man es für alle lesemuffelnden Schwiegermütter, Frauen, Freundinnen, Ehemänner, etcetera sicher auch legen.

Da gibt es also, wenn wir schon bei den Berufen sind, den Urlaubsanimateur, der seine Angetraute per Megaphon ins Schlafzimmer bittet: „Love is in the air““ Wir finden uns in 10 Minuten im Schlafzimmer ein!!“

Der Chirurg baut einem gleich einen kleinen Sender in den Körper ein, „damit man in Zukunft auf das Händewaschen nicht mehr vergißt“- „Wenn ich als Chirurg einen Autoentwickler unterm Messer hätte!“, denkt sich da der Patient.

Es geht aber noch bissiger „Machst du endlich mein Essen Schatz?! Und nicht vergessen:Nur Bio Zutaten!!“, murrt der Ehemann vor dem Fernseher, während die Gattin schon hämisch schauend, die Packung mit dem „Bio-Rattengift“ in Richtung Suppentopf schwingt. Aber Vorsicht „Alle Zutaten stammen aus streng kontrollierten Anbau“, könnte auch bedeuten, daß vor den Anbaufeldern, ein grimmig dreinschauender Bewaffneter steht.

Der Tod erscheint am „Casual Friday nur im Hawai-Hemd mit der Sense“, noch makabrer wirds, wenn man statt zum Friseur zum kosmetischen Chirurgen geht und „Verkehrsdurchsagen für Choleriker“ gibt es natürlich auch.

Im Supermarktbüro können wir uns die Geheimcodes der Durchsagen anschauen, ebensolche gibt es auch im „Abenteuer-Erlebnisbad“.

Schlimm wirds wahrscheinlich, wenn der Feuerwehrmann zu homöopathischen Dosen greift, die „böse Überraschung“ kann aber auch kommen, wenn man auf einen  „Gerechtigkeits-Weihnachtsmann“ trifft.

Und so geht es weiter und so fort, bis wir schließlich an das Ende, beziehungsweise zur Werbedurchsage kommen: „Kunden, die dieses Buch gekauft haben, interessieren sich mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für: , ist da höchstwahrscheinlich von „Amazon“ geklaut und „Noahs Fleischwaren“ habe ich, dank Clemens Ettenauer und dem „Holzbaum-Verlag“ selbstverständlich schon gelesen und angeschaut.

 

2015-11-14

Wien in leiwanden Grafiken

Filed under: Bücher — jancak @ 00:43
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Jetzt kommt wieder ein Buch aus der „Holzbaum-Produktion“ und es ist ein „ur-leiwandes“ oder wer hat schon einmal ein Buch gesehen, das hauptsächlich aus bunten Kugeln besteht?

Aber dieses Buch, man kann es wahrscheinlich sowohl rasch durchblättern, als auch die Texte zu den bunten Kugelchen genau studieren, hat es in sich und ist wahrscheinlich als Erholung nach einem mehr oder weniger anstrengenden Longlistenlesen, das ich  gerade hinter mir habe,  zu empfehlen.

Man lernt sehr viel über Wien  und kann sich auch noch gehörig über die Wiener Mentalität lustig machen.

Also ein Gang durch das Buch und, wenn es mir gelingt, ein Zitieren der lustigsten Grafiken. Falls mir das nicht gelingen sollte, ist die Lektüre des Buches sehr zu empfehlen.

Im „Shop der komischen Künste“ kann man es bestimmt erwerben und dazu gibt es auf der letzten Seite auch ein buntes Kugelchen und noch eines eine Seite weiter vorn, das erklärt, daß die Texte des Buches schön gleich verteilt von Clemens Ettenauer, der auch der Herausgeber ist und der, wie ich kürzlich erfuhr, auch  bei „Proverbis“ veröffentlicht, Elisabeth Geiderer, Johanna Bergmayr, Katja Ettenauer, Nadine  Obermüller und Sophie Pichler, während die Graphiken nur von Lena Kothgasser sind.

Aber nun nach vorn und da kann man gleich erfahren, wofür der Wiener Opernball weltberühmt ist. Wer weiß es? Vielleicht gibt es bei der Präsentation ein Buch zu gewinnen, wenn man es weiß, ich werde es also nicht veraten.

Aber vielleicht man schon erlebt, daß die Straßenbahn nie zu spät kommt, wenn man zum Zahnarzt muß oder die Fahrscheinkontrolleure bevorzugt am ersten Tag des Semesters, wenn die Studenten noch nicht ihre Netzkarten haben, kontrollieren?

Wieder eine Frage, die man mit dem Buch nachprüfen kann. Gehen die Leute wegen der Kultur oder wegen dem Esen ins Museumsquartier?

Vielleicht tun sie es ja wegen der „Ohrenschmaus Preisverleihung“ am ersten Dezember oder ins „Shop der komischen Künste“, um sich das Buch zu kaufen dorthin.

Auf der Wiener Mariahilferstraße wird man oft von Fundraisern oder Keilern, aber selten von Bekannten angesprochen, behauptet die Graphik und spannend wieder die Frage, was man am meisten mit seinem neuen Fahrrad macht?

Durch die Gegend fahren oder eine Diebstahlsanzeige machen?

Und wer  bestellt am Würstelstand eine „Eitrige mid an Burgl und an Sechzehna Blech?“

Ich nicht, füge ich, vorlaut hinzu, aber ich esse ja selten eine Burenwurst an einem Wiener Würstelstand, sondern jeden zweiten Samstag eine Käsekrainer am Markt von St. Pölten und die bestellt mir dann der Alfred.

Lustig oder ein bißchen ernster, der Unterschied, was die Wiener studieren und wo es Jobs für Akademiker gibt.

Und glauben, die Touristen wirklich, daß sich die Wiener alle im Fiaker fortbewegen oder tun das nur die Japaner oder die, die einen Reiseführer, wo das drin steht, lesen?

Wieder eine Zehnerfrage, ob man die meisten Politiker beim Heurigen oder im Paralent trifft und spannend wird wahrscheinlich die Antwort nach der Religionsgemeinschaft der Wiener sein.

Auf die Frage, was die FPÖ, den Wienern bringt, gibt es ein leeres Blatt zur Antwort.

„Glauben das die Wähler auch?“, könnte man vorwitzig fragen. Aber die letzte Wien Wahl war ja nicht so schlecht. Also weiter durch das Buch, um sich zu informieren, wann die Wiener nach Schönbrunn gehen? Wann ins Museum und das wird alles auch beantwortet und durch ein schönes buntes Kugelchen belegt.

Wer weiß mehr über den Wiener Stephanstrum, die Volksschulkinder, die das wohl in der Schule lernen oder die Touristen, die durch ihre Führer dorthin getrieben werden und  trifft man Toni Faber, Anmerkung für Nichtwiener, das ist der Dompfarrer, öfter auf einer Party oder im Stephansdom an?

Die leiwanden Grafiken behaupten, die Antworten zu wissen und verraten uns auch, wer glaubt, daß die Sachertorte „urlecker“ ist und welche Marmelade dafür verwendet wird.

Worüber sudern die Wiener am meisten? Was halten sie vom Wetter? Das wird ausnahmsweise in einer anderen Graphikart festgestellt.

Ist jetzt Thomas Brezina oder Thomas Bernhard der berühteste Wiener Schriftsteller?

Das ist wahrscheinlich eine Altersfrage, denn Thomas Brezina ist ja eine Jugendbuchautor und, daß man mit „Dixie Traubenzucker“ gratis in den Tiergarten kommt, habe ich nicht gewußt.

Also durch  die leiwanden Grafiken und dem „Holzbaum-Verlag“ wieder was gelernt und gelacht hat die ja nicht so besonders Humorvolle über dieses Büchlein auch.

Ja der „Holzubaum-Verlag“ lehrt das Schmunzueln und ist, wie schon erwähnt zwischen dem Longlisten- und dem Leselistenlesen sicher zu empfehlen und viele bunte Bildchen beziehungsweise Graphiken, gibt es für die, die leichter lesen wollen, auch.

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