Literaturgefluester

2021-06-02

Wo man in Niederösterreich Kunst zeigt

Filed under: Bücher — jancak @ 00:37
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Der „Holzbaum-Verlag“, der ja, glaube ich der erste war, der mir Rezensionsexemplare schickte, so daß ich ihn auch entsprechend gelesen habe und meinen unterentwickelten Hang zum Humor ein wenig erweitert hat, eine „..in leiwanden Grafiken-Serie“, wo der Humor in den Unterschriften zu den verschieden bunten Kugeln liegt. Die habe ich mir eher wenig bestellt, weil ja ein bißchen eintönig.

Bei „Niederösterreich in leiwanden Grafiken“, mußte ich eine Ausnahme machen, weil ja in St.Pölten einen Zeitwohnsitz und habe das schmale längliche Büchlein also am Wochenende sowohl am Klo als auch in der Harlander Badewanne durchgeblättert und muß sagen, es unterscheidet sich ein wenig von den anderen, weil man von Nebenschriften wohl wirklich ein bißchen Info über NÖ bekommt. Natürlich auch ein bissen bissig, wie beispielsweise, die Frage nach den berühmten Kellern. Da würde man ja an die Weinkeller denken, aber weit gefehlt, der von Josef Fritzl und der von Wolfgang Prikopil, das ist wohl der, der Natascha Kampusch entführte, der andere hat seine Tochter dort jahrelang festgehalten. Eigentlich schade, daß es das Erstens gibt und Zweitens, daß es soviel Aufmerksamkeit findet.

Das Frequency Festival ist mir bestens bekannt, nicht wegen der Bands, die dort auftreten, sondern weil es dann öfter Wirbel gab mit dem Rad an der Traisen entlangzufahren.

Die schönsten Friseursalons in NÖ heißen „Come Hair“ in Gramatneusiedl, da muß ich bekennen, daß ich das immer noch in Burgenland lokalisierte, das „elemtHAAR“ in Traun. Dann gibts „Fön X“ in Traisen. Da fahr ich manchmal mit den Rad hin und die „Vier Haareszeiten“ in Traiskirchen.

Einschlafhilfen in NÖ: Strommasten zählen, Kreisverkehre zählen, Kellergassen zähelen, etcetera, etcetera. Die Grundausstattung in den Kaffs finde ich auch interessant. Da gibt es die Kirche, den Nah&Frisch, die Raiffeisenbank, das Gasthaus zur Post oder den Kirchenwirt und dann natürlich den ÖVP-Bürgermeister. Die kulturellen Highlighst sind angeblich das Kürbisfest, das Erdäpfelfest, das Zwiebelfest, der Pfarrheurige und die Wahl zur Weinkönigin. Da war ich schon einmal auf einem Erdäpfelfest und bei einem Kellergassenfest glaube ich auch.

Das Landleben besteht laut „Holzbaum“ aus „Wespen verjagen, Fliegen erschlagen und Gelsen begraben“. Da steige ich als gar nicht so Tierliebende aus. Die Alternativen zu Corona sind das „Schremser, das Schwechater, das Zwettler“, etcetera. Ich füge an, am Markt von St. Pölten gibt es noch verschiedene andere Bierkreationen aus Haus und Hof-Brauereien. Risiken sind die betrunkenen Traktorfahrer. Da muß man wahrscheinlich aufpassen. Die schönsten Gebäude sind das „Römertor in Traismauer, das Loisium Langenlois, das Stift Dürnstein. Melk wurde da, muß ich anfügen vergessen und beim Heurigen werden sowohl „Schweinsbraten, Liptauer, Soletti als auch Tutti Frutti“ gegessen.

„Trifftige Gründe NÖ zu besuchen“ ist angeblich das Wein trinken. Ich fahre dorthin, weil in Harland in St. Pölten einen Nebenwohnsitz habe und dort an der Traisen Radfahren kann. Den Wein habe ich zu Hause. Aber auf manchen Kirtagen und Kellerfesten, sowie natürlich bei der „Literatur und Wein“ war ich auch schon.

„Wachau-Tourismus besteht also auch im Weintrinken, das Schiffahren und das Marillenknödel essen“ kommt weitab. Ich bin ein paarmal mit dem Rad hingefahren und hab mir dann die Marillen vom Boden aufgeklaubt.

Den kratzigen Pullover zieht man angeblich nicht an, weil es kalt ist, sondern weil die Oma danach fragt. Das wird wohl auch in anderen Landstrichen so passieren. Der Bus fährt angeblich nie in NÖ. Ich würde sagen, eher selten, fahr aber eh mit dem Rad.

Die Chance Bürgermeister erhöht sich angeblich mit der OVP-Mitgliedschaft. Wir haben in St. Pölten aber einen Roten. Im Waldviertel gibt es Wackelsteine, menschenleere Landstriche und vor allem laut der Graffik Rauschmittel also „Whisky, Vodka, Bier und Mohn“

Als Vegetarisch gelten in den Gasthäusern sowohl die „Linsen mit Speck, Grammelknödel, Backhendlsalat, als auch die Gemüseleibchen und die gebachkenen Champignos“. Finde ich interessant und habe jetzt auch die Forelle Müllerin vergessen. Das Marchfeld ist wegen dem „Iglo-Gemüse und sonst wegen nichts bekannt.“

Am Schluß werden die weiteren leiwanden Bücher aus dem „Holzbaum-Verlag“ also das „Autofahren“, die „Babys“, die „Katzen“, „Österreich“ und „Wien“ angeführt. Mal sehen, was ich davon gelesen habe und jetzt kann ich das Büchlein, das wieder ein Print-Exemplar ist, in Harland ins Regal stellen und bin am Sonntag auf der Rudolfshöhe gewesen, wo es auch Wein gegeben hat.

2021-02-06

Virale Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:41
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Das Buch zur Pandemie, da habe ich ja schon einiges gelesen un“d geschrieben. Marlene Streeruwitz „Covid-Roman“ beispielsweise, „Pandemische Zeiten“, „Lockdown 2020“, den „Corona-Fehlalarm“, die Bewältigungsstrategien der Roswitha Springschitz, die „Betrachtungen“ der Zadie Smith, die „Zeiten der Ansteckung“ von Paolo Giordano und meine zwei CoronaBücher.

„Was fehlt?“, werden meine Leser nun vielleicht fragen? Nun die Cartoons aus dem „Holzbaum-Verlag“, das gab es ja schon die über „Hunde“, „Fußball“, „Weihnachten“,„Katzen“, „Kunst“, „Wien“, etcetera, etcetera, und nun „Virale Cartoons“ weil mit Witz und Ironie erträgt man das Leben ja wahrscheinlich leichter und hält die pandemische Zeiten leichter aus.

Was das Bloggen diesmal etwas schwer macht ist, daß wahrscheinlich in Zeiten, wie diesen „Holzbaum“ seine Cartoons auch digital verschickt und wie schreibe ich dann darüber, wenn ich die Bilder nicht während des Schreibens sehen kann?

Also ein virtueller Streifzug durch die virale Welt, den viralen Cartoons und dem Buch zur Pandemie mit Bildern von Daniel Jokesch, Greser & Lenz, Katharina Greve, Martin Zak, Miriam Wurster, Uwe Krummbiegel und vielen mehr, wie auf derletzten Seite steht und auf der ersten ersten ist gleich das Virus selbst zu sehen. Zwei Viren, um genau zu sein, die sich darüber unterhalten, wie man wenn „Bars und Restaurants geschlossen sind, da noch seinen Wirt finden kann?“

Eine spannende Frage, die sich wahrscheinlich auch schon andere stellten und das „Kontaktlose Händewaschen hat man in diesem Jahr wohl auch lernen müßen.

Daniel Jokesch hat auch seinen Senf dazu gegeben und erklärt und beispielsweise, daß „Die Kriminalität früher cooler war“, als die Polizisten noch nicht „Abstand halten!“, schreien und die Kinder vom Ostereier suchen abhalten mußte.

Elisabeth Semrad läßt Kanzler Kurz auf dem berühmten Babyelefanten reiten und erklärt uns das „Los des Maturajahrgangs 2020“, wo die Maturanten in Laa an der Thaya statt in Antalya auf Maturareise gehen mußten. Und Katzi hat uns schöne Graphiken zum Thema Corona gezeichnet und erklärt uns beispielsweise den „Nervenkitzen im März 2020“: „Was war spannender? Post holen, Müll runtertragen, zum Billa oder spazieren gehen“, also die berühmten vier Gründe und erklärt uns auch, was passiert, wenn man bei der Corona Hotline anruft?, während Klaus Puth ein maskiertes Rotkäppchen mit dem Korb den Wolf fragen läßt: „Lust auf Kuchen und Wein? Ich darf meine kranke Großmutter nicht besuchen?“ und das berühmte Klopapier wird natürlich mehrmals karikuiert.

Einen Corona – Hilfe- Fragebogen gibt es auch und Ischgl wird auch Cartoon-Gegenstand.

Michael Dufek hat den „Urlaub 2020“ durchanalysiert und Michi Brezel läßt Vater und Sohn Homeschooling beziehungsweise Homeoffice machen und dort kann man auch, wie Teresa Habild und Thomas Plassmann meinen, den neuen Impfstoff kreieren odeer für den Nobelpreis fürMedizin experimentieren und Uwe Krummbiegel führt uns die Aufgaben der Genderbeauftragten in Zeiten der Pandemie vor.

Ein spannendes Buch, das in Zeiten, wie diesen, wo einem Corona vielleicht schon den Kopf verdreht, traumatisiert oder hypochondrisch gemacht hat und man das FFP2-Maskentragen satt hat, einen ein wenig Trost und Ablenkung bringen kann, denn lachen und sich darüber lustig macht hilft vielleicht, wenn man mit der Maske in der Gondel oder U-Bahn sitzt und der Babyelefant den fehlenden Abstand meldet.

2021-01-10

Kalender, Kalender

Das neue Jahr hat angefangen, wir sind von Harland nach Wien zurückgekehrt, die Weihnachtssachen sind weggeräumt und die neuen Kalender aufgehängt. Ich bekomme ja schon seit Jahren vom Alfred zu Weihnachten immer zwei Literaturkalender und zwar einen mit „Momenten der Hoffnung“, wo am Cover die Nobelpreisträgerin Tomy Morrison und in es in der ersten Woche Albert Camus zu sehen ist. Früher was der „Arche-Kalender“, jetzt ist er von der Edition momente“ und dann auch schon seit einigen Jahren, der von „Aufbau“, da sieht man Susan Sonntag am Cover und in Woche eins ist Yoko Tawada zu sehen, die ja glaube ich in Klagenfurt gelesen hat, als ich 1996 einmal dort zusehen war.

Diese beiden Kalender hängen immer in meinem Vorzimmer und da hängt schon seit einigen jahren der „Immerwährende Fleischerkalender“ mit Bildern von Oliver Ottitsch, den man ewig verwenden kann und da ist heuer, das heißt schon im letzten Jahr vom selben Autor im „Holzbaum-Verlag“ Oliver Ottitsch „Tierischen Versagen – Hunde Cartoon-Kalender 2021″ dazu gekommen, der jetzt in meinem Spielzmmer hängt und da sieht man am Cover einen blinden Nann mit Kinderwagen an einer Eisbude vorüber gehen, wo sich eine Frau ihr Stanizel holt und das Hündchen schaut ihr inzwischen unters Röckchen. Im Jänner sieht man dann den Dealerhund „Keine Angst erwill nur dealen!“, im Februar markiert Rocco einen Baum, im März twittert das Jägerhündchen „Keine Sorge er hat bereits die Twitterung aufgenommen!“. Im April gibts die Tiersprechstunde und im Mai schaut der Killerhund in einen Kinderwagen, uje, uje. Im Juni wird mit dem Panzer vor dem Hund gewarnt und im Juli fliegt die Kokusnuß auf das Hündchen. Das Augustbild kennen wir schon, denn da wird ja Eis gegessen. Im September fährt der Kampfhund Auto und die Polizisten wissen nicht, was siemachen sollen? Das „Sackerl fürs Gackerl direkt am Dackerl!“, das im Oktober kommt, habe ich, glaube ich, schon gesehen und im November, meinem Geburtstag, fehlt dem der in die Luft schaut, irgendwie derHund und im Dezember wird vorgelesen „Der Mensch ist des Menschen Wolf“ und „Der Hund des Menschen Mensch“ und wir haben wieder den neuen Ottisch und natürlich auch den alten, der uns durchs Jahr begleitet.

Dann gibts noch den Augustin-Kalender, derzwar nicht speziell literarisch ist, aber schöne Bilder hat, Antons Blitzsteins-Kalender, den er uns immer beim „Ohrenschmaus“ verkauft, fehlt diesmal Corona bedingt, gab es ja noch keine Preisverleihung, sondern erst in ein paar Tagen, die Jurysitzung und wieder nicht literarsch aber mit schönen Fotos gibts einen aus Worpswede und da ist ja ein bekanntes Künstlerdorf in dem ich zwar noch nie war, aber der Alfred im Oktober, als man gerade noch nach Deutschland fahren konnte und da hat er ihn mir mitgebracht.

Dann gibt es noch die Bildkalender der St. pöltner SPÖ, da ist ja am vierundzwanzigsten Wahl und noch die der Hilfsorganisationen für die ich regelmäßig spende oder die Spenden von mir wollen, den Kalender für meine Termine und den für die Tasche, damit ich meine Termine auch in Harland nachsehen kann, den die Bank Austria jetzt wieder hat. Es wird also zumindestens übersichtsmäßig ein gutes neues jahr in dem man sich orientieren können sollte.

2020-08-08

Goldene Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:00
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„Die besten Bilder aus 10 Jahren Komischen Künste“, steht auf dem Cover des weißen Buches, das, glaube ich, zu der entsprechenden Ausstellung erschienen ist und am Cover gibt es die Ottitsch-Zeichnung „Also ich finds primitiv!!“, die Steinzeitmenschen bei einer Vernissage mit Sekt vor den Höhlenzeichnungen und mit dem 1983 geborenen Oliver Ottitsch hat meine Begegnung mit dem „Holzbaum-Verlag“ von dem ich sehr viel, nicht alles, gelesen und gesehen habe, auch angefangen.

Das heißt, nicht ganz, denn das Erste war glaube ich der „Sex mit 45“, dann kam „Kopf hoch“ und damals war ich auch noch nicht sicher, ob ich das auf einen literarischen Blog besprechen kann?

Inzwischen kann ich es oder habe sehr viele, nicht alle der „Holzbaum- Publikationen“ besprochen, wurde einmal auch gerügt, daß ich soviel spoilere oder nacherzähle und den Humor und die Ironie, die mir ja an sich nicht so liegen, habe ich mit dem kleinen aber feinen Verlag, die die ersten waren, die mir Rezensionsexemplare schicken, auch gelernt.

Inzwischen nehme ich meiner überlangen Leseliste geschuldet auch nicht mehr alles an, aber bei den „Goldenen Cartoons“ dem Jubiläumsband konnte ich nicht widerstehen, obwohl ich eigentlich dachte, ich hätte das alles ohnehin schon gesehen, bin ich ja eine getreue „Holzbaum- Rezensentin“.

„Welch ein Irrtum würde!“, wieder Papa Jandl sagen und rechts mit links bewußt verwechseln.

Damit habe ich es auch nicht so sehr oder glaube auch in Zeiten, wie diesen, wo schon soviel verwechselt wurde, ich einen rechten Kritiker habe und einmal auch mit Martin Sellner auf der selben Demo war, nicht, daß man das kann, aber, um mich nicht zu sehr zu verzetteln ein kurzer Rundgang durch das Buch.

„Tja wenn ich einen Hund und vier Kinder unverdaut verschlungen habe, hätte ich auch Bauchschmerzen!“, läßt da Adam gleich zu Beginn den Doktor zu einem großen Bären sagen und Überraschung diesen Cartoon kannte ich, glaube ich, noch nicht.

Bruno Haberzettls Hitler auf der Coah analysiert von Papa Freud habe ich schon gesehen und auch den Cartoon von Dan Piaro, wo der Hund die Coach belegt und „Eigentlich geht es mir gut, ich möchte nur einen Platz wo ich auf derCoach erlaubt bin,“ zu der Psychoanalytikerin sagt. Seine Katzencartoons habe ich auch schon mal gesehen, möglicherweise im Katzencartoon.

Daniel Jokesch ist mir auch schon ein alter Bekannter, hat er ja die „Letzten Tage der Menschheit“ gezeichnet, davon gibt es nichts zu sehen, nur den Kaiser Franz mit seiner Sissi oder den Furz.

Elisabeth Semrads markante Zeichnungen mit den langen Nasen gibt es zu bewundern, Jean le Fleur hat auch einen eigenen unverwechselbaren Stil und dann gibts natürlich und da habe ich ein bißchen nicht ganz ausgesetzt, die Cartoons und da ein paar Beispiele von katzi, wenn man also wissen will welche Fragen sich täglich stellen oder „Was der der Wiener mit „Steigen Sie auch aus?,“ meint“, blickt hinein in das Buch.

Maria Antonia Graff hat die Berggasse 19 ein wenig analysiert und da bin ich nicht sicher ob ich den Cartoon schon kenne.

Martin Zak hat schöne Zeichnungen, zum Beispiel, die, wo ein Hund mit Eis auf Rollschuhen in ein Geschäft will und all das genau verboten ist und er läßt das Mäxchen dem Papa auch verraten, daß es die Mama mit dem Onkel im Bett treibt, die steht daweil in der Küche und verkündet stolz „Schatz weißt du, daß unser Sohn schon schreiben kann?“.

Man soll sich eben nicht zu früh freuen, lautet wahrscheinlich die belehrende Sequenz.

Michael Dufek läßt den Tod aufmarschieren und verrät das Geheimnis, warum Herr Weber 278 Jahre alt wurde?

Es gibt die „To do Liste für den Advent“ von ihm und die habe ich wahrscheinlich schon in den „Cartoons über Weihnachten“ gesehen.

Der berühmte Nicolas Mahler hat was gezeichnet und dann kommen wir schon zu dem schon erwähnten Oliver <ottitsch, von dem ich ja auch einen Kalender in meiner Praxiswohnung habe und habe auch seine anderen Publikationen durchgesehen.

Rudi Hurzlmeier hat eine Zitrone in ein Huhn verwandelt, Schilling & Blums markante Zeichnungen habe ich auch schon gesehen und den „Dür(r)en Feldhasen“ gibt es auch.

Uwe Krumbiegel läßt den Tod in bunten Klamotten aufmarschieren und beschließt das Büchlein, das ich wieder jeden nur empfehlen kann, der sich kurz und bündig in die besten Cartoons der „Komischen Künste“, das Geschäft oder der Galerie im Museumsquartier einlesen will, mit einer Einführung in „Yoga für Fortgeschrittene“ und das ist, kann ich schnell noch spoilern auch sehr interessant.

2020-06-14

Autofahren in leiwanden Grafiken

Filed under: Bücher — jancak @ 00:56
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Jetzt kommt wieder etwas vom „Holzbaum-Verlag“, der mir ja seit 2012 so getreulich seine Bücher schickt und mir daher den Humor und die Ironie ein wenig näherbrachte, der aber auch eine eigene Grafik-Reihe hat, wo er die verschiedensten Themen mit Kugeln und Statistiken humorvoll aufzuarbeiten suchtl

Da habe ich nur ausgewählte Büchlein und nicht alles durchgeblättert, bei den Katzen bin ich, glaube ich, ausgestiegen, aber in Choronazeiten und den ernsthaften Büchern, die sie behandeln, kann ein wenig Leichtigkeit nicht schaden.

Also habe ich mir das „Autobüchlein“ von Clemens Ettenauer, Katja Ettenauer und Hanna Jungwirth herausgegen bestellt, auf dem am gelben Cover schon eine rot grüne Kugel mit der Frage „Was ich mache, nachdem ich an der Radarkontrolle vorbeigefahren bin?“, zu sehen ist.

„Aufs Gas steigen!“, haben da angeblich die meisten Befragten geantwortet. Also steigen wir auch und rasen durch das Buch, das uns verrät, ob „Autofahrer in Wien beim Abbiegen“ blinken oder nicht und auch behauptet, daß der ÖBB, die besagte Werbung für die Autoindustrie ist.

Ja, wenn man nur mit Maske in den Zügen fahren darf, füge ich aktuell hinzu und, die Bundesbahn angeblich sehr verspätet ist. Also weiter mit dem Kugelreihen.

„Wann steht ein Polizeiauto im Halteverbot?“, lautet da eine Frage. Dann gehts ein bißchen von den Autos weg, wenn die Grafikkugel darüber Ausschluß gibt, welche Jobs sich „Michi Häupl“, der ehemaligen Bürgermeister „gut vorstellen kann“?

Taxifahren ist dabei, spoilere ich mal, obwohl ich mir ihn eigentlich eher als Fiaker vorstelle und so weiter und so fort, verraten uns die sechsundfünzig Seiten und im beigelegten Beschreibungskärtchen steht noch zu lesen „Autofahren in leiwanden Grafiken“ thematisiert humorvoll und ziemlich ehrlich den Alltag auf vier Rädern zwischen Hupkonzert und Schimpftiraden.“

Neugierig geworden? Die Nichtautofahrerin kann das Buch allen solchen und auch allen Verweigerern, Fahradfahren oder Fußflaneuren sehr empfehlen und eine Ausstellung im „Shop der komischen Künste“ im Museumsquartier gibt es seit dem 23. Mai bis zum 11. Juli auch, wo man sich die Grafiken wahrscheinlich ansehen und das Bchlein besorgen kann.

2020-01-26

2019 in Cartoons und Graphiken

Ein weiterer Jahresrückblick und ein weiteres „HolzbaumBuch“, diesmal trotz des Titels, das erste aus dem neuen Jahr gekommene, sozusagen und eine weitere typische „Holzbaum-Reihe“, die ja sehr gerne alles auch in Graphiken abbildet und auch ein politisches Buch und da war ja in diesem noch sehr jungen Jahr schon einiges los von der Regierungsbildung bis zu der Gründung einer neuen Linkspartei, also schauen wir uns das Jahr 2019 und seine politischen und unpolitischen Gechehnisse noch einmal in  Cartoons und Graphiken an.

Katzi, Daniel Jokesch und Michael Dufek haben das Buch gestaltet und beginnen tut es gleich am Cover mit den Sommerhits, denn die bestanden ja wohl angeblich oder auch tatsächlich aus den Vengaboys und dem „We`re going to Ibiza“, dann geht es zu Ex-Minister Kikl, der übrigens inzwischen eine neue Brille hat und seinem „Multifunktionalen Asylpferd“, dann wird dem Bundeskanzler, dem neuen und dem alten, füge ich hinzu „H.C. Straches Handy Entsperrmuster“ präsentiert.

Den Tagesverlauf von Wolfgang Fellner kann man auf einer Tabelle ersehen und man kann auch erfahren „Wie schnell die Österreicher auf der Autobahn fahren“, welche Slogans die SPÖ bei ihrem Wahlkampf verwendete, beziehungsweise die „Antworten des Kaptitalismus auf unser  2 Klassen-Gesundheitssystem“.

„Was tust du eigentlich gegen den Klimawandel?“, fragt dann eine Frau die andere.

„Ich trinke jetzt immer stilles Minieralwasser. Da ist weniger Co2 drin“, lautet die Antwort,  diesmal nicht in Form von Graphikkugeln dargestellt.

In diesen werden dagegen sowohl „Die Gedanken der Grünen vor der Nationalratswahl dargestellt“ , als auch „Wer laut FPÖ an den Skandalen ihrer eigenen Partei schuld ist?“, was beides interessant zu sehen ist.

Dann geht es zu der „Keine Inhalt-Speisekarte“ und zum „Kreislauf von Politikverdrossenheit, Demokratiedefizit, niedriger Wahlbeteiligung und journalistischen Versagen“, man sieht die Cartoon wechseln sich mit den Graphiken lustig ab.

Zwei Pfeile stehen auf der Straße. Auf der einen steht „Mehr Käse“ auf der anderen „Weniger schwarze Mäuse“ mit einer Katzengestalt. Raten wir mal in welche richtung die weißen Mäuse rennen?

Der „Wahlduellanseher“ geht zum Psychiater, denn er braucht ebenfalls eine Analyse und dann wird analysiert, ob der berühmte H. C. für das Ibiza- Video Spesen verrechnet hat.

Und sehr zu empfehlen die Cartoons, in denen die SPÖ beweist, daß die Richtung stimmt.

Kanzler Kurz nicht mehr oder noch nicht im Amt, geht ins Museum, um sich die möglichen Koalitionsvarianten bildlich anzusehen, während Elvis Presley und Bruno Kreisky im Himmel spazierengehen.

Das Schuhmodell für „Die Richtung stimmt“, wurde auch erfunden, dem „Brexist“ wird ein Fußtritt gegeben und zwei Frauen, eine rosa eine blau gekleidet, spazieren  auch immer fragend durch das Buch:

„Was ist eigentlich der Unterschied zwischen links und rechts? – Bei den Rechten sind die Ausländer an allem Schuld, bei den linken die Männer!“

Und am Schluß noch einmal zu Ex-Minister und jetzigen Klubobmann  Kickl, der die FPÖ-Wahlplakate inspziert und sich einen „Straxit jetzt“, wünscht.

„Ein langweiliges Jahr  war 2019 in Österreich sicher nicht – Ibiza-Gate, Neuwahlen und natürlich tonnenweise illegale Teigtascherl, – die Wiederauferstehung des türkisen Messias oder der Sommerhit der Vengaboys – hier bleibt kaum ein Moment unvergessen!“, wirbt der Buchrücken und ich füge hinzu, das Büch,ein ist ein Katalog für die dazugehörige Ausstellung, die bis heute in der „Galerie der komischen Künste“ im Museumsquartier  läuft, die man noch bis achtzehn Uhr sehen kann.

2020-01-21

Der Ball ist nicht aus Kuchen

Filed under: Bücher — jancak @ 00:34
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Das vorläufig letzte „Holzbaum-Buch“ ist mit etwas mehr Text versehen, da habe ich auch schon einige gelesen und ganz am Anfang hat es sogar ein bißchen was Literarisches gegeben, in letzter Zeit eher nur, die „Tagebuchslam-Texe“, „Stilblüten eines Lehrers“ oder wie jetzt die Aufzeichnungen eines Vaters „Der ersten drei Jahre mit Kind“, des Bäckers und Humoristen Jan Dosenwerfer.

Das Cover des kleinen Büchlein ist schön mädchenhaft rosa obwohl der Basti oder Bastian ja ein Knabe ist.

Ein blauer Kreis ist darauf zu sehen, umrandet mit ein paar niedlichen Kinderspielsachen und der  Sohn Bastian wurde im März 2016 geboren, wird also jetzt bald vier.

Die übrigen handelnden Personen des hundert Seiten Büchleins bestehen aus dem Vater Jan, der Mutter Katja, der Katze Felix. Schöne Zeichnungen gibt es zwischendurch immer wieder auch und die  erste Aufzeichnung stammt von 1. 10. 2015: „Wenn man Vater wird, zeigt einem facebook Werbung für den „<kinderwagen Turbo 4 an.“, klingt gut, die letzte vom 27. 10. 2019, so schnell wird ein „Holzbaum-Buch“ gemacht, das ich jetzt ja schon einigeZeit bei mir liegen habe:

„Ich: Du solltest wieder mal zum Friseur gehn, deine Haare sind schon wieder ur lang. Sohn: Nein, ich will die Haare wachsen lassen! Ich: Wie lange? Bis wir zum Friseur gehen.“

Ja, wenn ein Kind sprechen lernt, kommt man auf viele urgute und komisch klingede Wendungen, die eigentlich und genau genommen, ganz logisch sind und ich kann mich da an einen Satz der Anna erinnern, die sagte, wir sollten irgendetwas nicht heiß, sondern nur warm kochen und der Enkelsohn der Bruni, hatte, glaube ich, keine Zeit zum spazierengehen, weil er zu beschöftigt war.

Jan Dosendorfers Basti hat auch einige so schöne Wendungen, drei vier sind besonders orginelle, der Vater hzeichnet aber viel mehr auf so, daß man vor allem. wenn man selber Vater oder Mutter ist oder, wie ich, vor kurzem Oma eines noch nicht sprechenden Kindes, die Entwicklung des kleinen Basti beobachten und mit der des eigenen Sprößlings gut vergleichen kann.

Ein paar Beispiele gefällig?

Da gibt es mal das Eingangzitat, aber auch das, was am Buchrücken steht:

„Der Sohn (nachdem er eine Ribisel gegessen hat): Oh sauer! Aber das macht nix, es ist nur schlimm.“

Jan dosenwerfer zeigt auch widersprüchiges auf, wie das Zitat mit dem Friseur oder „Ich: Bist du müde? Sohn: (verzweifelt) Ja!! Ich: willst du schlafen gehn? Sphn:verzwifelt: Nein!!“

Jan Dosenwerfer freut sich aber auch, daß der kleine Basti so bescheiden ist und sich über eine Semmel mit Paradeier freut oder, daß er im Supermarkt die Milchschnitte gegen Erdbeeren austauscht.

Lustig auch, wenn er auf die Frage, ob er eine Schwester oder einen Bruder möchte, mit  „1 Banane“ antwortet oder in den „Elefanten-Kindergarten“ gehen möchte. Er spielt auch gerne Arzt und wünscht sich zum Geburtstag zuerst eine Kerze, später dann nicht mehr ganz so bescheiden, eine Torte und seine Eltern tyrannisiert er manchmal auch.

„Ich: Trinkst du deinen Milchshake noch? Sohn schüttelt den Kopf. Ich: Darf der Papa den Rest haben? Sohn schüttelt den Kopf. Ich: Darf der Felix den Rest haben? Sohn nickt.

Lustig diese Aufzeichnungen über das Aufwachsen und die ersten Lebensjahre des ersten, zweiten oder dritten Kindes und spannend auch, wenn man am Heimweg vom Kindergarten vom Sohn gefragt wird: „Wo warst du? Warst du im Park? Ich: Nein, ich hab an dem Buch über dich gearbeitet. Es kommt nämlich jetzt dann mal ein Buch, wo es um dich geht. Sohn (ungläubig) Waaaaas?“

Ja, lieber Bastian, da hat dein Vater über dich geschrieben und du kannst das Buch später, wenn du lesen kannst, in dein Regal stellen, während ich vor kurzem erst ein anderes gelesen habe, wo ein Urgroßvater seiner Urenkelin Matilda einen Brief über sein Leben geschrieben hat.

2020-01-18

Cartoons für Juristen

Filed under: Bücher — jancak @ 00:32
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Weiter geht es mit dem „Holzbaum-Lesen“ und den Cartoons, denn da gibt es jetzt, neben den für „Therapeuten“, zum „Ruhestand“, zur „Hochzeit“, für „Hunde“, „Katzen“, „Fußball“, „Wien“, „Kunst“, „Weihnachten“, etcetera, jetzt auch die für „Juristen“, ein kleines blaues Heftchen, gibts die „Holzbaum-Cartoons“ ja in unterschiedlicher Größe und Stärke.

Die „Cartoons für Juristen“, sind schmal und zart,  wieder blau geprägt und vor dem Richter sitze eine Taube.

„Sie sind angeklagt wegen Sachbeschädigung in 6000 Fällen!“, sagt die Richterin streng.

„Als ob Sie nie bescheißen“, motzt Täubchen zurück.

„Das perfekte Geschenk für Juristen (und alle, die wegen ihnen einsetzen)

Was machen Juristen, wenn sie beim Fremdgehen erwischt worden sind? Wie sieht ein Verjährungshelfer aus? Und was passiert, wenn Existentialisten vor Gericht stehen? Die Antworten liefert dieses kleine Buch“, steht am Rücken.

Neugierig geworden, schauen wir hinein.

„Was war dein persönlichster Fall?“, fragt da einer den anderen.

„Einmal habe ich mich selbst verklagt!“, lautet die Antwort.

Das „Fertiggericht“ gibt es auch und bei einer Scheidungssklage, zeigt der Junior dem Richter seinen Wunschzettel:

„Ich will bei dem wohnen, der mir diese Sachen kauft!“

„Es tut mir leid, daß wir verloren haben, aber mit etwas Glück werden Sie nur die Hälfte Ihrer zweihunder Jahrte absitzen müßen!“, sagt der Verteidiger zum Sträfling in der Zelle. Wahrscheinlich nicht einmal das, sondern nur zwanzig, dreißig Jahre setzte ich hinzu.

Bei der „Juristischen Früherziehung“ kann man wählen, ob man sein Zimmer aufräumen, soll, muß, darf, kann oder will.“

Und wenn ein Jurist heiraten will, fragt er die Ausgewählte „Willst du mit mir einen Ehevertrag unterzeichnen?“

Stimmt ja irgendwie.

Dann kommen zwei Polizisten zu dem Sandler  und der juristisch geschult, will den „Hausdurchsuchgsbefehl“ sehen. Es ist aber nur eine Brücke da, füge ich wieder hinzu.

„Wir haben ihn Dragoslav Juri genannt. Da braucht er später nicht zu studieren und kann sich trotzdem Dr. Jur abkürzen!“, sagt die klevere Mutter mit dem Kinderwagen.

Wie werden Richter geweckt? Natürlich mit „Erheben sie sich!“

„Danke ich kann klagen!“, antworten die Richter auf die Frage, wie es geht?

Matrattel hat wieder seine Schattenmännchen gezeichnet und Michael Dufek läßt den lieben Herrgott klagen „Da schicke ich ihnen zehn einfache Gebote und was machen sie draus?“ – „100.000 Paragraphen!“, lautet die Antwort.

Der „Paragraphendschungel“ endet auch einmal, in dem kleinen blauen Buch auf Seite neununddreißig, wieder von Michael Duffek gezeichnet und ich kann der Vollständigkeit noch anfügen, daß die übrigen Cartoons von Adam, Andreas Prüstel, Bettina Bexte, Clemens Ottawa, Daniel Jokesch, Elisabeth Semrad, Erich Rauschenbach, Erik Liebermann, Feicke, Greser & Lenz, Gunga, La Razzia, Lo Graf von Blickendorf, Markus Grolik, Michi Brezel, von dem auch die Covertaube stammt, Petra Kaster, Reibel, Rene Lehner, Ruedi Widmer, Ruth Hebler, Tobias Schülert, und Uwe Krumbiegel stammen und wer die dazugehörenden Cartoons sehen will, muß sich das Büchlein besorgen.

 

2020-01-04

Cartoons von Elisabeth Semrad und Matrattel

Filed under: Bücher — jancak @ 00:51
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Mit dem „Holzbaum-Verlag“ und seinen Cartoons geht es gleich weiter, weil man ja das neue Jahr mit Witz und Ironie beginnen soll und sich bei mir ja einiges aus dieser Verlagsreihe, der mich immer so getreulich beschickt, angesammelt hat.

Da gibt es die „Cartoons“ der 1984 geborenen Elisabeth Semrad „Die Waldorf-Hundeschule“ genannt und da sieht man gleich am Cover den Unterschied der Schulsysteme.

„Sitz“ heißt es bei der gewöhnlichen, tanz bei „Waldorf“ und  gar nicht so hündisch geht es weiter mit dem „Adventkalender für Ungeduldige“, wo einfach „1-24“ steht.

Dann gehts zu den „Anonymen Vegetariern“: „Hallo, ich bin Josef. Ich bin Fleischermeister und esse seit 8 Wochen kein Fleisch!“, bekennt da einer mit einer langen Nase und einer blutigen Schürze.

Es gibt das „Österreichische Heilmittel Nummer 1“- das „Anti-Debezinum“, als Kontrast und wenn die Sportsocken auf Wohnungssuche gehen, suchen sie nach einer Sandale.

Bei den Socken bleibts dann gleich, denn da macht sich der Waschmiaschinenfabrikant mit dem Sockenerzeuger einen Deal aus: „Mach, dass die Socken in der Waschmaschine verschwinden und ich beteilige dich an meinen Gewinn!“

Nach einem Christbaumbrand im Vorjahr“ wird im Swimmingpool von einem Schneemann beobachtet, gefeiert und, um wieder zu den Hunden zurückzukommen, ab kann man bei „Hundebedarf Pospischil“, sich das „Sackerl für das Gackerl in ein ein Tascherl packen lassen oder gleich hier scheißen.“

„Keine Angst er will nur spielen!“, sagt die Frau mit Hund zum Straßenmusikant und das Hündchen nimmt dann diesem die Geige weg und die Zuhörer sind begeistert.

Krippenmotive gibt es auch. Da hindert Maria Josef zuerst die Türe aufzumachen „Nicht aufmachen! Da ist ein Schwarzer dabei!“ und dann mokiert sie sich, daß nur mehr eine „Einsternkrippe“ frei war und und maunzt „Nie wieder Restplatzböse!“

Ja, so kann es gehen mit der politischen Correktness!

Während der Filmcartoon „Ich bin Schauspieler!“

„Interessant!  Und wo kellnern Sie?“, hier auf den Schriftsteller umgezeichnet wurde. Wird es auch wohl geben und den Cartoon von der „Mariahilferstraße im Jahr 2050“, habe ich auch schon mal gesehen.

Bei der „Paralympics“ gibts immer noch „keine Barrierefreien“ Siegerrampen.

Und „Im Hause Santa Claus muß das Cläuschen aufgeklärt werden, daß es kein Christkind gibt.

Und wenn vor der „Hundeschule“ „Wir müssen draußen bleiben“, angeschlagen steht, darf sich der Besitzer mit Recht der „Schlechteste Unternehmer aller Zeiten“, nennen und der, der in seinen „Vorgarten nicht von Hunden verunstalten lassen will“, hat diesen mit vielen Verbotstafeln vollgepflastert, was ihn auch nicht schöner macht und last not least, ein Cartoon wie für mich gemacht. Ein Zimmer voll mit Bücherwänden.

„Haben Sie die alle gelesen?“, fragt der neugierige Besucher

„Kein einziges. Aber Ausmalen kam zu teuer.“, lautet die Antwort. Wenn man dafür die Bücherschränke frequentiert, wird es stimmen, sonst würde ich das bei einem Hardcoverpreis von fünfundzwanzig Euro das Stück bezweifeln und kann meine Leser beruhigen, daß das sehr empfehlenswerte Semrad-Heftchen nur fünf Euro kostet und das kann man sich sehr schnell durchschauen.

Während Elisabeth Semrads Spezialität die langen Nasen sind,  sind es bei dem an einem fünften März geborenen Matrattel in seinem gleichfalls fünf Euro kostentend Heftchen „Darf ich dir eine Pikante von mir vorstellen“, die Männchen mit den runden uhrförmigen Köpfen. Die Wurst ist am Titelbild zu sehen. Dann gibt es den „Fall der Berliner Mauer“ und ein Haus aus dem aus jeden Fenster ein Baum herausragt.

Die Bibliothekarin hat in ihrer Bibliothek die entsprechenden Wegweiser. Da gehts zu den „Reiseführern“ und der „Belletristik“ in der einen Richtung, während die andere zu „Schund und „Scheißdreck“ führt.

Es gibt einen Cartoon über  „S. Freud in der Straßenbahn“, der vergessen hat „sein „Es“ anzuleinen und deshalb aussteigen muß.

Und einen über den „Schatten der Europäischen Union, der am 25. März 1957“ angeblich das erste Mal nachweisbar war.

Dann werden „Neoliberale Flirtstrategien“ „Darf ich dich auf was zu Trinken einladen?“ – „Nein, aber ich nehm das Geld“ angeführt, wieder mit den runden Kopffiguren, die ihre schwarzen Schatten werfen.

„Am sechsten Tag der Schöpfung schuf Gott flexible Arbeitszeiten, sodaß er am siebten Tage durcharbeiten konnte!“, kann man lesen und die Gottfigur am PC tippen sehen und Grean Peace kommt an den Tisch und fragt gefährlich „Essen Sie den Fisch noch? Ansonsten würde ich den jetzt nämlich jetzt gerne in mein Labor mitnehmen?“

Es gibt die „Perspektivenlosigkeit in der Landwirtschaft“. Bei den „Jenseitsreisen“ hat es sich einer anders überlegt und will gerne „stornieren“. Ob das wohl geht, könnte man da fragen und ein anderer beschwert sich in „Santiago di Kompostela“ „Und für den Scheiß war ich jetzt sieben Wochen zu Fuß unterwegs?“

Die „Existenzielle Sinnkrise der Plätzchenteige“ ist zu sehen und am Schluß beschwert sich der Meister selbst über seine Fälschungen:

„Eine klassische ungarische Matrattel-Fälschung, die sehr leicht an den verräterischen Paprikas zu erkennen ist. Das Bild ist außerdem schlecht gezeichnet und überhaupt nicht witzig. Auch die Signatur ist viel zu groß.“

Und am Büchleinrücken kann man lesen:

„Cartoons für Feinschmecker: Unter Kunstfreunden gilt Matrattel schon länger als Geheimtipp, nicht zufälle verkaufen sich seine absurd-komischen Bilder wie die warmen Semmeln bzw. wie geschnitten Brot.“

Auf zum Lesen kann ich nur empfehlen und ein paar „Holzbaum-Büchlein“ folgen noch.

2020-01-03

Filmreife Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:26
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Mit dem „Holzbaum-Verlag“ und den Film ins neue Jahr, soll man da ja ins Kino gehen und der „Holzbaum-Verlag“ war, 2012 ist das gewesen , der erste der mir seine Bücher zur Rezension anbot.

So ist das „Literaturgeflüster“ auch ein wenig komisch geworden und ich habe mir die „Therapeutischen Cartoons“, „Cartoons mit Hunden“, „Katzen“ „Fußball“, „Kunst“ und „Wien“, etcetera gegeben, bin mit dem Verlag oder seinen Kooperationen auch durch Wien marschiert, habe gefrühstückt und noch vieles mehr, die Rezensionsexemplare und das „Buchpreislesen“ hat dann zugenommen, so hat es im letzten Jahr nur einmal Cartons gegeben.

im Herbst hat mich dann wieder die „Holzbaum-Sehnsucht“ gepackt, so daß sich  so einiges angesammelt hat, was ich im neuen Jahr besprechen will, was ja auch sehr gut passt, da Ironie und Humor in Zeiten, wie diesen, ja sicherlich besonders wichtig sind.

Zuerst aber ins Kino und zu den „Filmreichen Cartoons“, die auch in der Ausstellung im „Holzbaum-Shop“ im MQ zu sehen waren oder sind und durch die ich auch während des „Buchquartiers“ gegangen bin.

Und so sehen wir die „Titanic“ auf dem blauen Titelbild, das titelgebende Paar steht an der Rampe. Sie sagt „Ich kriege für den Film eine halbe Million weniger als du!“ Er kontert „Ich bin der König der Welt!!!“

Ja, so ist das Leben, nicht nur im Film, würde ich vermuten.

„Die besten Witzezeichner des deutschen Sprachraums haben sich mit dem Thema Film auseinandergesetzt – das Ergebnis ist eine wunderbar komische Cartoonsammlung, in der Filmklassiker von Casablanca über Fight Club bis Pulp Fiction durch den sprichwörtlichen Kakao gezogen werden“, steht am Buchrücken und hier das Best off:

„Du bringst eigene Getränke ins Kino“, fragen also, die mit den Colabechern entsetzt die Kuh.

„Naschferatu“ greift nach der Keksdose und im trauten Wohnzimmer fragt der Kreuzwort rätselnde Mann, die Frau vor dem Bildschirm nach der „Schönsten Paarbeschäftigung? Der zweite Buchstabe ist ein W, der letzte ein X?“

„Netflix!“, ist natürlich die Antwort. Was hätten Sie gedacht?

Elisabeth Semrat führt uns wieder in die Realität des Lebens.

„Ich bin Schauspieler!“, sagt der junge Mann zu der Schönen an der Bar. „Interessant, wo kellnern Sie?“, fragt sie zurück.

Dann gibt es noch etwas über den Schauspielerischen Zweitberuf etwas weiter hinten.

Man kann an der Bar aber auch „Wie finden Sie den neuen James Bond?“ fragen. „Mich hats gerührt, nicht geschüttelt!“, antwortet hier die Schöne.

Der „Bergdoktor“, läßt den Vesuv natürlich in sein Sprechzimmer kommen und durch eine Burka sieht man alles „Cinemascope“, wie Holga Rosen meint.

„Goethe für kids“, gibts natürlich auch und wieder ein bißchen depressive realistisch, denn da wartet „Hartmut seit fünfundzwanzig Jahren vergeblich auf einen Anruf aus Hollywood“.

Ja, so soll es auch manchen Literaturen gehen, die sind dann zwar mehr auf Stockholm fixiert.

Jean le Fleur, der ja auf der letzten „Buchquartier“ den „Cartoon-Preis“ gewonnen hat, läßt das „Arschloch“ zur Rolle eines seines eines anderen Leben machen und von ihm ist auch der zweite Schauspielerwitz.

„Ich bin eigentlich auch Kellner. Aber ich schlag mich zur Zeit mit Schauspielerjobs durch“

„Sie habrn die Rolle!“, jubelt die Kassiererin an der Supermarktkasse und hat damit die „Klorollen“ gemeint.

Dann gehts zu den Graphiken, denn das ist ja auch eine bewährte „Holzbaum-Qualität“ und hier wird der „Österreichische Heimatfilm“  und die der „Rosamunde Pilcher“auseinandergenommen.

Zu den Filmplakaten geht es auch. Da gibt es die „Kalb Fiction“, die „Molkerei auf der Bounty“, „Vom Rinde verschmäht“, alles von Klaus Puth gezeichnet und Mario Lars läßt eine Frau „Und weshalb sollen wir unseren Sohn Oscar nennen?“, fragen und Meikel Neid läßt eine Frau ihrer Freundin „Ich habe vor zehn Jahren einen Oscar bekommen. Dann Lola, Cesar und dann noch die Zwillinge!“, erklären. Also wieder ganz schön depressiv, das Filmgeschäft aus der Cartoonsicht, wo am Ko die „Haupt- und die Nebenrollen“ und der entsprechenden Größe aufgereiht sind.

Michi Brezel hat die schon erwähnte „Cover Titanic-Zeichnung“ gezeichnet und  von Nicolas Mahler, dem Meister der Cartoons und Graphic Novels gibt es auch was, wie ich gleich spoilern möchte.

Oliver Ottisch, mit dem meine Cartoon-Rezensionen ja einmal angefangen haben, hat auch etwas beigegtrgen „In drei Tagen bist du Kot“, heißen ja die Horrorfilme für Brötchen“ und „Schilling  & Blum“ läßt eineMutter ihren Sprößling „Na, wie wars im Kino?“ fragen. „Wie you tube, nur länger“, lautet die Antwort im modernen Leben.

Uwe Krumbiege. verrät uns wo James Bond begraben liegt.

„Sie haben was verwechselt Mister Bond. Das ist ein Schweißerpass. Also die <linzen zum Löten1“, lautet sein zweiter Cartoon.

Und so sind wir durch das Buch gewandert. Die Kurzbiografien der Künstlerinnen sind am Ende auch zum Lesen und das Buch kann ich noch verraten, hat auch den „Österreichischen Cartoonpreis“ bekommen.

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