Literaturgefluester

2019-02-25

Argentinischer Schachroman

Ariel Magnus in der „Alten Schmiede“, ein argentinischer Autor, der von Ilija Trojanow moderiert, seinen neuen Roman „Die Schac hspieler von Buenos Aires“ vorstellt.2

„Wer ist das? Kenne ich den Autor?“

„Nein!“, habe ich gedacht, als ich mich heute mangels eines Alternativprogramm in die „AS“ aufmachte. Morgen ist dort die Friederike Mayröcker, aber da habe ich wieder nicht geschaut und mir zwei Abendstunden eingeteilt und Ariel Magnus klingt interessant, habe ich vielleicht noch dazu gedacht, als ich die Stiegen in den Keller hinuntergestiegen bin.

Von oben ist mr ein mir unbekannter Mann entgegengekommen, in dem ich erst später den Autor erkannte und, daß ich diesen doch schon kannte, habe ich dann gleich durch Ilija Trojanows Einleitung mitbekommen.

Denn 2010 war ja Argentinien Gastland in Frankfurt und da bin ich kurz vorher zu einer Veranstaltung in die Hauptbüchereie gegangen, wo ein argentiniescher Autor seinen Roman „Ein Chinese auf dem Fahrrad“ vorstellte.

Das hatte ich, ich habe in dieser Zeit die „Absturzgefahr“ geschrieben oder korrigiert, inzwischen schon vergessen, aber Ilija Trojanow der auch damals schon moderiert hat, hielt das Buch in die Höhe, sagte: „Lesen Sie das, wenn Sie was lustigies  wollen!“ und dann ist mir eingefallen, ich habe den gut deutschsprechenden, 1975 in Buenos Aires als Kind einer emigrierten jüdisch sprechenden Familie schon in der Hauptbücherei gehört und dann noch einmal, während meines Frankfurtsurfings und jetzt hat ihn Ilija Trojanow offenbar in die „As“ eingeladen, sprach von den siebzehn Romanes des Autors.

Drei davon gibt es schon auf Deutsch, neben dem „Fahrrad“ eines das seiner Großmutter gewidmet ist und das mit dem „Schachspielen“ beschäftigt sich mit seinem Großvater, der 1937 dreiundzwanzigjährig von Hamburg nach Argentinien emigrierte.

Das Buch gebinnt aber mit einer Seite aus der berühmten „Schachnovelle“, denn da fährt ja auch ein Schiff nach Argetninien zu der dort stattfindenden Schachweltmeiterschaft und der Großvater hat dem Enkel ein Tagebuch hinterlassen und der hat beschlossen einen Roman darüber zu schreiben.

Ein Stück hat der Autor gemeimsam mit Ilija Trojanow gelesen und dann viel über seine Üübersetzungsarbeit und wie das mit dem argentinischen spanisch ist, gesprochen und das Tagebuch des Großvaters war ja auch auf Deutsch geschrieben. Die Fragen die sich daran renkten drehten sich darum, ob man das österreichische Deutsch ins argentinische Spanisch übersetzen kann und  lIija Trojanow empfahl die Lektüre aller drei auf Deutsch erschienenen Romane und kleines Detail am Rand, als ich die alte Schmiede wieder verließ, um nach <hause zu gehen, sprachen mich zwei junge Männer an: „Entschuldigen Sie, wer war der Moderator!“

„Ilija Trojanow, ein gebürtiger Bulgare und relativ berühmter Autor. Schlagen sie doch bei „Google“ nach!“

„Wrden wir tun!“, versprachen sie und da kann man dann von „Macht und Widerstand“ der „Deutschen Buchpreisliste von 2015″, etcetera, etcetera, nachlesen und ich habe zwar keinen neuen Autor kennengelernt, aber doch mein Wissen über einen von mir inzwischen schon vergessenen wieder aufgefrischt.

2017-07-03

Weltbefragung mit literarischen Diskurs

Nachdem wir am Sonntag noch im Cafe Central waren und dort am Eingang am Peter Altenberg vorbei um einen Platz anstellen mußten, sind die Hundertmarks mit dem Rad ab nach Budapest gefahren und ich bin in mein zehntes Literaturgeflüsterjahr gegangen.

Neun Jahre Bloggen, dreitausend Artikel und niemand nimmt es wahr,interessiert sich dafür.

Auch ein Teil des literarischen Diskursen und so bin ich, kann ich vielleicht ein bißchen übertreiben, um meinen Bloggeburtstag zu feiern in die „Alte Schmiede“ gegangen.22

Das stimmt so natürlich nicht ganz, denn ich wäre, da es sich praxismäßig ausgegangen ist, auf jeden Fall hingegangen und vom Thema hat es zufälligerweise ganz gut gepasst.

Gab da ja wieder Ilija Trojanow einen Abend seiner „Weltbefragung“ und mit dessen „Macht und Widerstand“ habe ich mich ja im Centrope-Workshop an den letzten Mittwochen mehr oder weniger intensiv beschäftigt und wenn ich mich nicht irre, bin ich, als ich an einem anderen Nachmittag einmal in der „Dokumentationsstelle für osteuropäische Literatu“ gegangen bin, danach in die „Alte Schmiede“ wo es einen Abend der „Weltbefragung“ gab, das waren ja vor zwei Jahren die Abende, wo Ilija Trojanow sich zu einem gesellschaftspolitischen Thema mit einem diesbezüglichen Experten traf.

Sechs solcher Abende hat es gegeben und im letzten Herbst eine „Enquette zur Literaturvermittlung“ im Odeon und darauf sollte Ilija Trojanow heute antworten, beziehungsweise mit dem Philosophen Thomas Macho diskutieren und als ich das letzte Mal bei einer solchen Veranstaltung war, war die „Alte Schmiede“ sehr voll.

Heute war sie das weniger, also kein Problem einen Platz zu bekommen und am Nachmittag wurde zufälligerweise in der „Literarischen Soiree“ auch ein Trojanow-Buch besprochen.

Vielleicht auch noch interessant, was meine Verständlich- oder Unverständlichkeit des Schreibens betrifft, war ich da ja einmal bei einem bulgarischen Abend und habe das Feedback bekommen, meine Blogartikel versteht man nicht, was mich ein bißchen betroffen hat, denke ich doch, ich schreibe ohnehin verständlich.

Offenbar ist das doch nicht so oder die Aufmerksamkeit der Blogleser begrenzt, Ilija Trojanow eröffnete die Veranstaltung auf jeden Fall mit einer Zusammenfassung der Enquette.

Es gibt jetzt sehr viele literaturveranstaltungen, die meisten solcher Besucher sind weiblich und auch schon über sechzig und über die Frage ob jetzt mehr Leute schreiben als lesen, wurde auch gestritten.

Ich glaube ja eigentlich schon, daß immer mehr Leute schreiben und immer weniger lesen und finde das mit dem Schreiben eigentlich sehr gut, lese selbst sehr viel und Thomas Macho der Pragmatiker erklärte, das wäre immer schon so gewesen, daß nur die Leute gelesen haben, die auch schreiben konnten, das waren wohl die Mönche in den Klostern aber dann kam die allgemeine Schulpflicht und die nur Leser und jetzt hört man soviel über den Untergang der Literatur.

Aber ist das wirklich wahr?

Bücher werden  als Geschenk gekauft und nicht weggeworfen. Thomas Macho hat immer gern seine Ungelesenen am Bettrand und  schon als Kind sehr viel gelesen, wollte auch Schriftsteller werden und über die Frage des Kanons wurde auch diskutiert, auch über die Aufhebung der Generegrenzen, die Vielleser würden angeblich alles lesen.

Da denke ich, es gibt immer noch Voruteile gegenüber Krimis und Liebesromane und das Publikum durfte auch fragen stellen,  tat es aber nur sehr wenig, war aber da, weil es sich für das Thema interessiert.

Das tue ich auch und Kurt Neumann, der neben mir saß, meinte, daß man den Literaturbegriff umdefinieren müße, wenn die jungen Autoren nicht mehr lesen und am Anfang hat er gemeint, daß Ilija Trojanow einer der wenigen gesellschaftspolitischen Autoren sind, die wir noch haben.

Da würde ich zwar ein wenig widersprechen und mich auch solcherart definieren und ich finde solche Themen  sehr interessant und an meinen Bloggeburtstag auch sehr passend. höre ich ja auch immer daß ich nicht schreiben kann, vielleicht auch nicht darf, wenn ich keine Absätze mache und  unverständlich bin, bin aber stolz auf mein Literarurarchiv und gehöre zu denen, die mehr als sechsmal im Jahr Literaturveranstaltungen besuchen.

Einen schönen Sommer mit schönen Lektüren wünschte Ilija Trojanow noch und ich habe  schon einige Sommerbücher vorbereitet, die ich als nächstes lesen will, bevor dann im August  die LL- List kommt und ich wieder zur Vielleserin werde, auch wenn ich keine offizielle Buchpreisbloggerin bin.

Etwas ist vielleicht noch interessant, denn ich warte, wenn ich zu den offenen Bücherschränken gehe, ja immer ein bißchen darauf, ob ich vielleicht einmal Clemens Bergers „Streichelinstitut“ finde.

Am Bloggeburtstag war es dann zwar auch nicht soweit, zumindest nicht zur Gänze, ich habe ich da in einem der Kästen, die es neben dem englischen Lebensmittelgeschäft gibt, aber die Leseprobe  gefunden.

So werde ich also demnächst mit meinen Sommerbüchern in die Sommerfrischewochenende gehen, aber noch gibt es eine Woche literarisches Programm, das ich noch nützen werde.

2015-09-11

Macht und Widerstand

Buch sieben meines Longlistlesens ist das zweite Geburtstags- oder Weihnachtsbuch, nämlich Ilija Trojanows „Macht und Wiederstand“ und den seit einigen Jahren in Wien lebenden Bulgaren, habe ich ja, glaube ich, bei der „Literatur im März“, als es um Südafrika gegangen ist, da ist er gerade von dort zurückgekommen, hat seinen „Weltensammler“, der auch mal auf der LL stand, geschrieben und jetzt kuratiert er in der „Alten Schmiede“, im „Augarten-Radius“, vertrat Herta Müller bei der „Literatur im Herbst“, hat einige Bücher über Bulgarien und auch anderes veröffentlicht.

Ein  politisch sehr aufgeschlossener Mensch und für den neuen Roman dürfte er Jahrelang in den bulgarischen Archiven der Staatssicherheit recherchiert haben und aus den dort gefundenen Akten, die zum Teil, von Alexander Sitzmann übersetzt, den ich auch bei der „Literatur im Herbst“ kennenlernte, als es um Bulgarien ging, wurden, die Geschichte von zwei widersprüchlichen Charakteren in der Zeit des bulgarischen Realsozialismus auf vierhunderfünfundsiebzig Seiten, also auch ein dickeres Buch, ich fürchte, jetzt kommen, nur mehr solche, beschrieben.

Methodi und Konstantin, der eine hat sich in den Apparat hinaufgedient, der andere war ein Anarchist und Widerstandskämpfer, seit er mit einigen anderen Jugendlichen, eine Stalin Büste sprengen wollte und dafür zu zwanzig Jahren verurteilt werden, eigentlich stand ja der Tod auf ein solches Vergehen, aber Moskau als höhere Instanz war dagegen, so war er zehn Jahre in den Lagern, kam dann  zurück, verbrachte die Zeit bis zur Wende im Untergrund, beziehungsweise als Elektriker in einer Provinzstadt und versuchte nacher in den Archiven seine Akten aufzuspüren.

Da bekam er am Anfang nur Nichtssagendes geliefert, später kam er dann an das Material und ganz am Schluß, 2007 , da war er schon an die Siebzig, sollte er auch als Leiter der Kommission bestellt werden, die ehemaligen Machthaber, Methodi liegt inzwischen im Spital und wird von seinen  Kumpeln, ehemaliger  Innenminister, etcera, besucht, wissen das aber zu verhindern, so kann Konstantin, Methodi, nachdem er gestorben ist, nur an seinem Grab besuchen und die Trauerreden vom „Aufrechten ehrenhaften Mitbürger!“ etcerta, durch eine Rede mit dem Megaphon und einen Fanfarenstoß per Tonband verhindern.

Das Buch ist abwechselnd in Methodi und Konstantin-Kapiteln geteilt. Dazwischen kommen Jahrenzahlen 1999, 1950 etcerta, erzählt, beispielsweise und die übersetzten Aktenfunde, wo die die Mitarbeiter, der Vater, die Freunde, etc von der Observierung berichten.

Man erfährt von den Folterungen, den Lagerzuständen und bei den Methodi-Kapiteln, wird der, nach der Wende von einer jungen Frau besucht, die behauptet seine Tochter zu sein, weil er ihre Mutter im Lager, in dem sie sich befunden hat, vergewaltet hat.

Ein sorgfältig recherchiertes, genau bearbeitetes Buch, in dem die Fakten in eine Romanhandlung gemischt werden, die natürlich nicht so poetisch ist wie Fritsch und Switters, aber auch nicht so künstlich überhöht, wie der Dutli, sind, würde ich mal flapsig schreiben.

Ein gut recherchiertes Stück Zeitgeschichte, in dem man viel von den Zuständen von Bugarien in der Zeit zwischen 1945 und 1989 und danach erfährt, von dem man, wenn man sich für Zeitgeschichte interessiert und darüber gelesen hat, wahrscheinlich auch schon einiges wußte.

Im Literaturcafe gibt es eine Besprechung über das Buch zu finden, da wird von Kritikern berichten, die über die vielen historischen Romane auf der LL stöhnen, aber als das würde ich das Buch nicht empfinden, sondern als politischen, zeitgeschichtlichen Roman, als großes Opus von Ilija Trojanow, den ich alles Gute für die Shortlist wünsche.

In den Blogs gibt es  Fans, wie beispielsweise Birgit Böllinger von „Sätze und Schätze“ zu finden und eine Lesung in der „Alten Schmiede, am 24.9, wenn die Saison dann schon begonnen hat, gibt es auch.

Da werden wir dann schon wissen, ob es auf die Shortlist gekommen ist.

Hingehen, wenn man sich in Wien befindet würde ich empfehlen.

2015-05-11

Weltbefragung

Der 1965 in Sofia geborene Ilija Trojanow ist ein sehr politischer Mensch und Autor. Weltbürger, der auf den verschiedensten Teilen dieser Erde gelebt hat, ist er auch und ich habe ihn anläßlich des Südafrika Schwepunktes, als es die „Literatur im März“ noch gab, kennengelernt. Da ist er gerade, glaube ich, gerade von Johannesburg nach Wien gekommen, hat das Festival mitkuratiert und sich in Wien niedergelassen. Den „Weltensammler“, sein Kultbuch habe ich vom Alfred einmal zu Weihnachten bekommen und gelesen, dann war ich einmal im Kino bei „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“, inzwischen gibt es den „Überflüssigen Menschen“ und eine Gesprächsreihe im Augarten-Radius zu gesellschafts-politischen Themen, wo ich bei einem Abend war, hat es auch einmal gegeben. Ich war glaube ich auch bei der Präsentation seines Romanes „Eistau“ in der „Alten Schmiede“, der, glaube ich, auch auf der Longlist des dBP gestanden hat. Dann hat es auch ein Bulgarien-Buch gegeben und wahrscheinlich noch viel anderes und jetzt eine neue Gesprächsreihe in der „Alten Schmiede“, wo zum Thema „Weltbefragung“ von ihm „sechs Gespräche mit gelehrten mahnenden und visionären Petrsönlichlichkeiten der Zivilgesellschaft“ geführt werden, wie im „Schmiede-Programm“ steht. Die Veranstaltung ist in Zusammenarbeit mit der Obdachlosenzeitschrift „Augustin“ und heute war der erste Abend mit Christian Felber von „Attac Österreich“ und „Gemeinwohl Ökonomie“, ein Name der mir nicht viel sagte. Den anderen offenbar schon, denn als ich den Kellersaal um dreiviertel sieben erreichte, war es voll, wie sonst vielleicht bei der Friederike Mayröcker und die meisten Leute habe ich nicht gekannt, also nicht die üblichen Stammbesucher. Gut, das Besucherverhalten ist mir immer ein Rätsel und ich verschätze mich meistens dabei und dann kam auch schon Kurt Neumann und stellte die neue Reihe vor, danach folgte Robert Sommer, der Chef oder leitende Redakteur der Straßenzeitung und las einen Text zum Thema Wohlstand, denn das war das Motto des Abends. „Wohlstand ist mehr“ oder „Wohlstand ist meer“, für alle die meine Rechtschreibung anprangern, beides ist richtig, denn es ist dabei um das Meer gegangen, wo die Österreicher in den Sechzigerjahren, als der Nachkriegswohlstand angefangen hat, haufenweise hingefahren sind. Natürlich nicht alle, die Obdachlosen waren nicht dabei und so hat Hubsi Kramer einen Film von vier Straßenverkäufer gemacht, die in Venedig Eis aßen. Und die die aus Afrika, Syrien etceter mit einem Schlepperboot in den europäischen Wohlstand hinüberkommen wollen, finden oft ihr ihr Grab im Meer.

Das war der literarischste Text des Abends, denn der 1972 in Salzburg geborene Christian Felber, der Politikwissenschaften, Romanistik, Psychologie und Soziologie studierte, hat zwar offenbar auch einmal einen Lyrikband herausgegeben, jetzt unterrichtet er seine Wirtschaftsphilosophie aber offenbar auf der WU und er machte gleich weiter damit und hielt einen sehr ökonomischen Vortrag, bei dem zumindest ich mir recht schwer tat, da ich doch sehr am gesellschaftspolitischen Geschehen, weniger aber an der Ökonomie interessiert bin. Ilija Trojanow stellte kurze Zwischenfragen und so ging es eine Stunde lang dahin und es wurde davon geredet, daß der Staat immer autoritärer wird, ein bißchen ging es auch über das gescheiterte Experiment des realen Sozialismus, wie Christian Felber es nannte, dann kehrte er den Psychologien heraus, sprach von Kommunikation, Zuhören und Wertschätzen, danach über die Vermögenssteuer und schließlich über das Glück. Was das Ganze mit dem Wohlstand beziehungsweise, den Wohlstandsverlierern, die die Augustin Straßenzeitung verkaufen, zu tun hat, war mir nicht immer klar. Am Schluß kam aber das Experiment, das nach Christian Felber immer klappt und das beweisen soll, daß sich die Leute doch nicht alle eine Villa am See oder sonstwo wünschen. Denn man sollte die Augen schließen und sich vorstellen, wo man wann im Leben am Glücklichsten war und da kommt dann nur bei den Provakateuren die Villa heraus. Stimmt, ich tat mir recht schwer, den Glücksmoment zu orten, das ist genauso, wie wenn mich jemand fragt, wer mein Lieblingsautor oder mein Lieblingsbuch ist, hu keine Ahnung und dann fällt mir meistens „Thomas Bernhard nicht mehr!“, ein und die „Dämonen“ von Doderer, habe ich einmal gern gelesen, der „Don Carlos“ hat mich einmal fasziniert und noch viel früher „Onkel Toms Hütte“, was vielleicht einiges über meine psychische Struktur aussagt, aber jetzt ging ess ja nicht über Literatur oder doch vielleicht, denn Ilija Trojanow, der sich auch nicht für einen einzigen Glücksmoment entscheiden konnte, sagt wahrscheinlich auch sehr viel aus über den Globetrotter, wies schon am Anfang auf die Bücher von Christian Felber hin,“ die man sich zum Normalpreis kaufen konnte.“ Der fragte dann nach der Buchpreisbindung und es wurde kurz darüber diskutiert, daß es eine Katastrophe wäre, wenn sie fiele. Da habe ich zwar auch eine etwas differenziertere Meinung, beziehungsweise kaufe ich mir die Bücher eher, wenn sie einen, zwei oder höchstens drei Euro kosten und die Leute, um mich herum kamen dann mit ihren Glücksmomenten, wie Tiere, Natur, Taufe und Hochzeit, etc, da ist mir dann schon die literarische Anerkennung eingefallen und die Villa, ich gebe es gerne zu, nicht. Christian Felber war zufrieden, Ilija Trojanow kündete noch einen zweiten Abend mit ihm über das Glück an, aber im Mai und Juni geht es mit Stefan Schulmeister und Konrad Paul Lissmann weiter zur Erforschung, wie man die Lebensbedingungen ändern könnte, einen Infotisch gab es auch mit Foldern übrer das „Gemeinwohl Ökonomie“, offenbar eine soziale Geldanlangeinitiative und mit Stefan Schulmeister kann ich noch anmerken, habe ich einmal gemeinsam in der Rahlgasse gelesen, als dort die Anna in er Schule war und es eine Benefizveranstaltung, um irgendetwas anzuschaffen, ging.

Und im Vorjahr gab es unter Kuration von Angelika Reitzer ja auch eine umfangreiche Veranstaltungsreihe über den gesellschaftlichen Diskurs.

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