Literaturgefluester

2022-07-31

Lesen in Kroatien

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 21:30
Tags:

Irgendwann bin ich während meines Bloggerlebens daraufgekommen, daß ich mir bei Reisen immer die jeweiligen Bücher mitnehme.

Nun bin ich von meiner Ausbidung Psychologin und Psychotherapeutin und dazu noch schreibende Frau und keine vergleichende Literaturwissenschaftlerin. Also keine wirkliche Kennerin der jeweiligen Literatur und so bin ich es vor sechs Jahren als wir das erste Mal in Kroatien waren, sicher diesbezüglich sehr naiv angegangen und habe nachgesehen, welche Bücher von kroatischen Autoren habe ich, weil ich ja auch nicht groß einkaufen wollte und die dann mitgenommen.

Marica Bodrozic, Bora Cosic, Jagoda Marinic und Stanko Andric sowie zwei Gebrauchsanweisungsbücher ,sind das gewesen und das war auch sehr interessant und interessant ist auch, daß ich als ich von der Reise nach Hause gekommen bin, mich nicht nur über die Wiederholung der Bundespräsidentenwahl geärgert habe, sondern auch ein Buch über Kroatienh gescrieben habe und weiter war ich während meines literarischen Lebens beziehungsweise bei meinen Veranstaltungsbesuchen auf die kroatische Literatur sensiblisiert und habe da auch einige Lesungen besucht.

Bora Cosic habe ich dann auch persönlich einmal in der „Alten Schmiede“ getroffen und seine Frau hat sich sehr nett mit mir unterhalten. Miljenko Jergovicbei der „Buch und Wein“ gehört und als ich mich heuer wieder für eine Kroatienreise rüstete und da war ich zugegeben nicht sehr motiviert, weil ich keine Schwierigkeiten bei der Rückkehr mit dem Testen haben wollte und auch sehr kskeptisch war, ob das funktionieren wird, habe ich dann zwei Bücher von Edo Popovic gefunden, auf den bin ich durch eines der Gebrauchsanweisungsbücher aufmerksam geworden. Vom Miljenko Jergovic gekauft eines und das andere gefunden und auf Adriana Altaras, deren „Titos Brille“über meinen Bett in <harlan lag bin ich auch aufmerksam geworden.

Also das einpacken. Ein Buch von Marica Bodrozic habe ich, glaube ich, auch irgendwo liegen. Aber nachdem habe ich gar nicht gesucht, weil ich dachte, fünf Bücher sind genug. Dann dachte ich aber Rene Freund „Ans Meer“ wäre vielleicht auch ganz gut auf dem Weg bis zur slowenischen Grenze zu lesen. Dann hatte ich aber noch das Arbeitsexemplar von Helmut Krausser „Wann das mit Jeanne begann“, das ich eigentlich noch vorher lesen wollte, aber nicht schaffte. Also habe ich mir das für die Reise mitgenommen und ein Memoir, das mir eine Klientin gegeben habe, habe ich auch mitgenommen und den Freund zu Hause gelassen.

Wird schon passen, habe ich gedacht und dann eigentlich viel mehr, als gedacht gelesen. Kunststück was soll man auch im Auto, am Strand oder am Campingplatz anderes tun? Da hat mich dann der Alfred auf Bogumil Balkanskys „Der dümmste Krieg“ eine Beschreibung des Jugoslawienkriegs aufmerksam gemacht und die Bücher habe ich beim Lesen herausgefunden, haben auch sehr gut zusammengepasst und ich habe viel über Kroatien uund seine Geschichte gelernt.

An den letzten Tagen haben wir dann den Bücherschrank gesucht, wo wir nicht sicher waren, ob sich der jetzt in Krysan, Bulje, Kastav oder Labin befindet?

Er war in Labin und es lagen nur kroatische Bücher oder Schriften darin. Trotzdem habe ich mir ein paar Bücher. mitgenommen. Ein zweisprachiges, Kroatisch, Italienisch über Tomaso Luciani der von 1818 bis 1894 lebte, ein italienischer Patriot war und offenbar in Albona lebte, wie Labin früher hieß. Dann einen Istrien-Kalender von 2008 mit vielen Bildern. Ein Poesiealbum gab es auch und interessant auf den Campingplätzen hat es immer wieder Bücher gegeben, offenbar die, die die Touristen zurückließen, da waren sicher ein paar deutsche Krimis dabei. Ich habe aber nicht recht gewußt, ob man die sich nehmen konnte und hin und wieder habe ich auch am Stand einen lesenden Menschen gesehen, die meisten haben aber in ihr Handy geblickt und jetzt zurückgekommen und wieder ein paar Bücher vorgefunden.

Darunter einen Krimi von Petrus Makaris der sich, höre und staune, unter dem Titel „Verschwörung“ mit dem Thema Corona ,beschäftigte und noch ein paar die vielleicht auf der neuen deutschen Buchpreisliste, die am 23. August bekanntgegeben wird, stehen könnte? Und jetzt bin ich natürlich neugierig, welche Bücher von kroatische Autoren ich noch in meinen Regalen habe. Von Marica Bodroziic weiß ich schon, daß ich „Kirschholz und alte Gefühle“ habe und von Bogumil Balkansky „Auf Neuseeland sind alle alle Briten Tschuschen“.

Aber da weiß ich ja nicht, wann ich wieder nach Kroatien komme und wieviel kroatische Autoren ich demnächst in der „Alten Schmiede“, im Literaturhaus und in der „Gesellschaft für Literatur“ hören werde.

Werbung

2022-07-30

Um die Kornaten

Filed under: Reisebericht — jancak @ 19:40
Tags: , ,
Boutique Camping Bunja, Brac

Von der Insel Brac und dem Boutique Camping Bunja in Supetar, wo wir sehr teuer auf einem Parkplatz neben dem Klo kampierten, sind wir nach Murter gefahren und haben dort eine Kornatentagesrundfahrt gemacht.

Das ist ein Nationalpark oder ein sehr sandiger schmaler Inselzug, wo es nichts außer einer Kirche, einem Restaurant und Felsen, Felsen, beziehungsweise Kieselsteine gegeben hat.

Kornatenfahrt

Von neun bis fünf hat die Fahrt gedauert. Ein Begrüßungsdrink und das Mittagessen waren dabei. Un der freundliche Maat, der auf dem Schiff herumgefangen ist, hat in verschiedenen Sprachen erklärt, daß pro Tisch sechs Personen Platz hätten.

An unseren Tisch ist eine Familie mit zwei kleinen Kindern gesessen. Ana hat das Mädchen, glaube ich, geheißen. Die Mutter hat einen Strohhut getragen und einen Bikini unter ihrem Strandkleid und es war sehr interessant zu beobachten, wie es das kleine Mädchen schaffte, sich dorthin zu setzen, wo sie direkt auf das Meer sehen konnte. Das war ja auch die Sensation der Fahrt. So haben sich alle an den Rand des Schiffes gestellt und der sehr umtriebige Schiffsangestellte ist herumgegangen und hat allen das Geschehen und die Attraktionen erklärt.

Kornatenfahrt

„Hier ist eine Fischfarm, dort eine Kirche!“, hat er gesagt und wir sind gefahren und gefahren und haben eigentich nicht viel außer Wasser, Felsen, Steine und den Hmmel gesehen. Hin und wieder begegneten wir einem Boot und zwei Aufenthalte zum Schwimmen gab es auch. Deshalb hatten auch die Meisten unter ihren T-Shirts einen Bikini oder Badeanzug an.

Aber ich bin, wie schon geschrieben, keine Schwimmerin und so sind wir bei dem ersten Aufenthalt, wo man sich zwischen dem Meer und einem kleinen Spaziergang auf die Felsen, entscheiden konnte, auf einem Stein gegessen und haben einem kleinen Buben und seinen Großvater beim Tauchen beobachtet. Der Bub hatte wahrscheinlich, um die Seeigel abzuwehren ein weißes Hemd an, der Großvater nur eine Badehose und besondere Schuhe, um sich vor den Seeigeln zu schützen, haben sie auch angehabt.

Kornatenfahrt

Dann gab es schon das Mittagessen.

„Fish oder Meat?, wurde man beim Einstieg gefragt. Ich habe mich für Fisch entschieden und eine Makrele mit Salat bekommen, die sehr gut schmeckte. Der Alfred hat ein Kottlett bekommen und ein Flasche Weißein und eine mit Mineralwasser hat es pro Tisch auch gegeben. Ich trinke ja eher Roten. Aber der scheint bei Fisch und in Kroatienn nicht so üblich zu sein und allmählich gewöhne ich mich an die weiße Mischer, weil ich ja auch sehr gerne „Hugo“ oder Kaiserspritzer trinken.

Kornatenfahrt

Als das Essen vorbei war und der Maat, offenbar das Mädchen für alles, die Teller abservierte, hat er die Fischköpfe ins Wasser geworfen, was mich ein wenig wunderte, aber dann kamen die Möwen und schnappten danach. Später haben sie ihm, was auch die Attraktion des Publikims war, die Köpfe von der Hand gefressen.

Einen zweiten Aufenthalt, der etwas länger dauerte, gab es auch. Da hat es sogar eine Art Souveniershop gegeben und wir sind wieder auf einer Klippe gesessen und haben den anderen beim Schwimmen zugeschaut, beziehungsweise habe ich in dem Buch „Vater“, gelesen. Dann gings zurück und es war wieder sehr heiß auf den Schiff so daß sich die Familie in das überdachte Unterdeck, wo sich auch die Bar befand, begaben und am Schluss, nachdem wir angekommen sind, haben wir uns noch in eine kleine Cafebar begeben. Ich habe meinen „Hugo“, der Alfred Cola oder Bier getrunken und haben das rege Hafengeschehen beobachtet.

2022-07-27

Vater

Filed under: Bücher — jancak @ 03:52
Tags: , ,

Jetzt kommt das zweite Miljenko Jergovic Buch, ein Memoir, Roman würde ich es nicht nennen, übersetzt von Brigitte Döbert, 2015 erschienen und daraus habe ich den Autor schon bei der „Literatur und Wein“ kennengelernt und das war mein erster Kontakt zu ihm. Später habe ich mir dann die „Ruth Tannenbaum“ mit einem Geeburtstagsgutschein gekauft und es schließt sich beinahe nahtlos an Adriana Altaris „Tito Brille“ an.

Miljenko Jergovic wuurde 1966 in Sarajewo geboren und lebt jetzt in Zagreb und das Buch beginnt auch mit dem Tod seines Vaters und ist eine Auseinandersetzung mit ihm, der, ein berühmter Arzt, auch sehr abwesend war.

Die Mutter also eine „Alleinernährende“, wie das wohl auf Kroatisch heißt oder von Brigitte Döbert so übersetzt wurde.

Der Vater kam wöchentlich, glaube ich, auf Besuch und hat die Alimente ausgeteilt. Er hat sich auch um den Sohn gekümmert, hat ihn sozusagen ins Krankenhaus in die Totenkammer mitgenommen und ihm die Leichen gezeigt.

Ein Kapitel widmet sich dem Arzt-Patientverhältnis im sozialistischen Jugoslawien. Die Ärzte sind die Götter, die Patienten die Untertanen und bekommen die Diagnosen nicht wirklich mitgeteilt.

Das war in den Sechzigerjahren in Wien glaube ich ,auch nicht viel anders und Vater und Sohn haben sich nach Ausbruch des Krieges getrennt, denn da ist der Sohn nach Zagreb gegangen. Der Vater, der 1928 in Sarajevo geboren wurde, ist dort geblieben.

Das war aber auch nicht so einfach kroatischer Staatsbürger zu werden, obwohl die Familie kroatische Wurzeln hatte. Dazu hat er sich erst taufen lassen müssen, was er eigentlich nicht wollte, schließlich aber doch tat.

Das Buch ist also auch eine Auseinandersetzung mit der politischen Situation während des Krieges und der Vater hat sich später wieder verheiratet und der Sohn ist nach seinen Tod und das finde ich sehr interessant, wenn ich es auch nicht ganz verstehe, nicht zum Begräbnis des Vaters gekommen, weil er die neue Frau nicht kennenlernen wollte.

2022-07-22

Teamarbeit beim Schirmaufstellen

Filed under: Glosse,Reisebericht — jancak @ 18:31
Tags: ,

Campingplatz in Trogir, acht Uhr morgens. Wir bauen unser Zelt ab und kaufen uns in der Bäckerei oder „Pekaria“, wie das auf Kroatisch heißt, unser Frühstückskipferl. Croissant au Chocolat heißt das, glaube ich. Den Kaffee holen wir uns in dem Restaurant daneben, das schon offen hat. Das heißt ein junges Mädchen fragt uns nach unseren Wünschen und bringt uns dann die zwei Cappucchini an den Tisch. Daneben haben sich ein paar Leute aufgestellt, zwei Männer von denen einer ein T-Shirt mit der Aufschrift des „Rozac-Camps“ trägt, dazu eine kurze Hosen, der andere trägt auch Shirt und Shirts und eine blonde Frau mit den vielen Ringern an den Fingern und einen weißen Hosenanzug, haben sich neben einen Schirm aufgereiht, den sie offenbar aufstellen wollen.

Camping Rozac

Es ist sehr heiß in diesem Sommer, bis siebenunddreißig, neununddreißig oder sogar vierzig Grad, wie ich so höre oder lesen kann und da ist man an den Restauranttischen verloren. Um acht Uhr morgen ist es noch nicht so weit. Da ist es noch relativ kühl. Trotzdem sind die drei offenbar unterwegs, die großen Sonnenschirme über den Tischen aufzustellen, wenn man nur wüßte, wie man das macht?

Oder wo ist das Problem? Es scheint offenbar eines zu geben, denke und beobachte ich, während ich meinen Kaffee schlürfe und von meinen Kipferl abbeißen. Denn die drei gestikulieren heftig, prüfen die Situation, runzeln die Stirn und probieren einiges aus. Jetzt haben sie den Schirm zu einem der Tische gerollt über den sie die Beschattung offenbar aufstellen wollen und prüfen oder drehen an den Knöpfen, beziehungsweise Schrauben. Das Problem scheint es immer noch zu geben oder der Schirm sich nicht so einfach aufstellen zu lassen. Jedenfalls prüfen die zwei Männer und probieren aus. Die blonden Frau mit den aufgesteckten Haaren gibt Ratschläge, wie es gehen könnte. Jetzt ist einer in die Knie gegangen, rollt und schiebt den Schirm ein Stückchen weit und die Frau lacht.

Der Kaffee ist heiß und schmeckt sehr gut. „Rozac-Camp“ ist auf dem weißen Zuckersäckchen aufgedruckt und das Scholkoladekipflerl auch.

Heute nach Ploce fahren, um dort einige Halbinseln entlang zu fahren und vielleicht auch nach Mostar, um die berühmte Brücke, die im Krieg zerstört und wieder aufgebaut wurde, zu besichtigen.

Das Zelt ist schon abgebaut, das Gepäck im Auto. Unseren Mist haben wir schon in die Abfallkübel deponiert, die zwischen unseren Rastplatz und dem Restaurant aufgestellt sind. Die wurden gerade ausgeräumt. Ein Mann mit Maske um den Mund tut das. Ist das ein besonders ängstlicher Typ, denn in den zwei Tagen, wo ich schon in Kroatien bin, habe ich noch nicht viele maskierte Leute gesehen. PCR-<Masken scheint es hier überhaupt nicht zu geben. Die gibt es nur in Österreich habe ich gehört. Der ängstliche Müllmann scheint aber eine solche zu tragen. Unser Abfallsackerl trotzdem hineingesteckt und die Drei haben inzwischen die Lösung des Problems gefunden. Denn der Schirm ist aufgespannt und die Frau im weißen Azug mit den aufgesteckten blondgefärbten Haaren und den vielen Ringen an den Fingern mit den blaulackieren Nägeln klatscht begeistert in die die Hände.

Camping Rozac

„Dobro!“, sagt sie zufrieden. Daß das „Gut“ bedeutet, habe ich inzwischen gelernt oder nein, das wußte ich schon, als wir 1998 meine Tante Dora in Belgrad besuchten. Die ist inzwischen gestorben und der Kaffee ist ausgetrunken.

„Möchtest du noch einen?“, fragt der Alfred . Aber ich ich will weiter in das Land. Kroatien erobern, die Ferien genießen. De Drei haben sich inzwischen an den nächsten Schirm gewandt, damit die Gäste nicht schwitzen, wenn sie zu Mittag oder am Abend ihre Ceveapcici essen, wie wir das taten, als wir vor sechs Jahren schon einmal hier gewesen sind.

Diesmal war es nur für eine Nacht und da hatten wir noch die Spanferkelreste vom Mittagessen imGepäck. Also diesmal keine Cevapcici im Rozac-Camp. Vielleicht werde ich die in den nächsten Tagen unter dem nächstenaufgestellten Sonnenschirm essen. Die Drei haben ihre Arbeit inzwischen beendet und das Restaurant verlassen, beziehungsweise hat die blonde Frau ein Gespräch mit der Putzfrau angefangen, die mit ihren Schrubber und ihrem Kübel von der Toilette herübergekommen ist.

2021-04-26

Von der Ukraine nach Kroatien

Während wir uns hier im tiefsten Lockdown befinden und und ich sicher nicht mit grünen Impfpaß auf Reisen gehen werde, kann man das per Stream relativ einfach tun, den der1960 in Iwano-Frankiewsk geboren Juri Andruchowytsch den ich schon öfter, beispielsweise im Rahmen der „Buch Wien“ live erlebt habe, scheint ein Stipendium des Instituts der Wissenschaften oder des Literaturhauses Krems zu haben und wurde daher in der „Gesellschaft“ von Cornelius Hell vor den gläseren Vorhang gebeten, was ich insofern gut trifft, da ich erst vor kurzem eine andere Ukraininer, nämlich Natalka Sniadanko dort gehört habe und wenn ich mich nicht sehr irre, habe ich aus dem präsetierten letzten Roman „Die Lieblinge der Justiz, parahistorischer Roman in achteinhalb Kapiteln“ schon einmal gehört.

Cornelius Hell stellte Juri Andruchowytsch, der wie Natalka Sniadalko sehr gut Deutsch spricht vor und erzählte beispielsweise, daß er seinen Namen von Yuri Gagarin bekommen hätte, was der Autor dann ein bißchen in die Fktion verlegte und das Buch scheint berühmte Kriminalfälle der Geschichte mit der Fiktion zu verbinden und Juri Andruchwyitsch betonte, daß er noch nie für ein Buch soviel recherviert und dann doch sehr viel dazu erfunden hat.

Er las dann ein Kapitel von einem Kolnialwarenhändler, der in Kolomea sein Geschäft machte, sich aber auch von Magiern angezogen fühlte. Klingt interessant, ist aber wahrscheinlich kein Buch, das ich lesen würde. Die Historie liegt mir da ja nicht so sehr. Denn Juri Andruchowytsch war gerade beim Kaiser Franz Josef als Johanna Öttl in der „Alten Schmiede“ ihre zwei kroatischen Gäste ankündigte, die nach Wien gekommen waren und von Mascha Dabic zum Teil übersetzt und ganz gedolmetscht wurde und das ist interessant, denn wenn ich jemals, was ich, da ich ja wahrscheinlich keinen grünen Paß haben werde, nicht mehr tun werde, nach Kroatien komme, hätte ich kein Problem zu entscheiden ,welche Bücher ich mir diesbezüglich mitnehmen werde, denn das habe ich 2016 ja getan und mir dann auch noch ein literarisches Sovenier von dort mitgenommen. Auf jeden Fall habe ich zwei interessanten Autoren kennengelernt von denen ich bisher keine oder nur sehr wenig Ahnung hatte. Jana Volkmann moderierte und leitete die zwei Romane oder zwei Autoren ein, die, wie sie erklärte sehr unterschiedlich wären es aber auch Gemeinsamkeiten gebe würde.

Der Erste war der 1969 in Rijeka geborene Ivica Pretenjaca mit seinem Roman „Der Berg“, der eine Aussteigergeschichte zusein scheint. Denn da zieht sich der namenlose Protagonist, ein Kulturschaffender in einem Sommer für drei Monate auf eine Insel zurück um dort einen in einem Leuchtturm aufzupassen, daß es kein Feuer gibt und dort mit der Natur Verbindung aufnimmt. Er baut eine Beziehung zu einem Esel auf, hat aber auch Kontakt zu esoterischen Touristen und ich denke, auch wenn dieses Aussteigerthema nichts wirklich Neues ist, finde ich es sehr interessant, und Ivica Prtenjaca erzählte, gedolmetscht von Mascha Dabic Jana Volkmann, das Buch in Kroatien 2014 herausgekommen ist. Inzwischen hat er noch zwei andere Romae und einen Erzählband geschrieben und einer der Romane handelt in der Stadt in einer Wohnung und der namenlose Protagon, ist in der Verfilmung die schon geplant ist, wird er Bäcker heißen, ist ein interessanter Typ, was er mit dem Protagonisten des 1978 geborenen Goran Fercec gemeinsam hat, der interessanterweise auch noch Bender heißt und nicht aussteigt, sondern zurückkommt, nämlich in das kroatische Dorf, daß er kriegsbedingt verlassen hat. Jetzt in einer deutschen Stadt lebt, dort auch Gewalterfahrungen macht, bis ihm sein Vater anruft und weil die Mutter verschwunden ist, in das Dorf zurückruft.

Da gibt es dann ein Kapitel, das aus einem Monolog besteht, wo der Vater dem Sohn die Kriegserlebnisse schildert. Denn das Dorf ist leer, in den Häusern wohnen Hunde und die Soldaten haben die Besitztümer der Vertriebenen dem Vater zur Verahrung übergeben. Aus dem Htoel wachsen Bäume, die Mutter brät dem Vater Eier und Mascha Dabic hat das Buch überrsetzt, das und das ist auch interessant, in Wien vor zehn Jahren entstanden ist, denn da hatte er ein Stipendium und hat die „Alte Schmiede“ bersucht. Dann ist Jessica Beer aufdas Buch oder auf den Autor aufmerksam geworden und hat es offenbar von Mascha Dabic übersetzen lassen und ich habe zwei interessante kroatische Autoren kennengelernt. Jana Volkmann forderte das unsichtbare Publkum auch zum sich besorgen der Bücher auf. Da gibt es während des strengen Lockdown das Clik und Collektsystem und ich hätte mich eigentlich auch noch ins Literaturhaus streamen können, denn da gab es einen Überetzerabend mit der Kärntnerslowen Maja Haderlap mit der Katja Gasser ein Gespräch führte und da man den Stream, glaube ich, noch vier Wochen nachsehen kann, habe ich mich zu OE24- TV gestreamt, um mir die Diskussion zwischen Andreas Mölzer und Robert Misik über die gepalnten Lockerungsmaßnahmen, in drei Wochen alles öffnen mit Eintrittstest und grünen Paß beziehungsweise über die Impffortschritte, die heute voll angelaufgen sind, anzuhören.

2017-10-02

Kroatien-Abend

In der „Gesellschaft für Literatur“ beziehungsweise in der „Alten Schmiede“ gab es heute und gibt es morgen einen Kroatien-Schwerpunkt: „Österreich- Kroatien – gemeinsam Kultur erleben“ und als wir im Vorjahr unserenurlaub in  Dalmatinien und Istrien verbrachten, habe ich vorher nach kroatischer Literatur gesucht und bin irgendwie nicht recht fündig geworden, beziehungsweise habe ich dann dort Marica Brodozic, Jagoda Marinkovic, Bora Cosic und „Mimikry-Spiel des Lesens“ gelesen.

Bei „Literatur und Wein“ ist aber Miljenko Jergovic aufgetreten und das Kulturbuch des Edo Popovic genau beschrieben im  Kroatien-Reiseführer habe ich mir zu Weihnachten beim Literaturhaus Flohmarkt gekauft.

Im Literaturhaus war vor einigen Monaten Zoric Feric mit seinem Sommerbuch und als Karl Markus Gauss sein neues Buch „Zwanzig Lewa oder tot“ in der „Alten Schmiede“ voerstellte, war sehr viel von dem kroatischen Nationaldichter Miroslav Krlezas 1893-1981 die Rede und der, beziehungsweise zwei seiner auf Deutsch neu herausgebrachten Bücher wurden heute in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt.

Der scheint ein ziemliches Original gewesen zu sein, mit Arno Schmidt, Marcel Proust, Robert Musil etcetera vergleichbar, zumindestens wurde er von Manfred Müller, Karl Markus Gauss und Boris Peric, der seinen Balladenband „Die Balladen des Petrica Kerempuh“ übersetzte.

Dann wurde noch bei „Wieser“ sein dretausendseiten Werk „Fahnen“ herausgebracht, das Karl Markus Gauss vorstellte und den Lesern das monomentale Werk so vermitteln wollte, daß man ja nicht alles daraus lesen, sondern sich beim Lesen durchaus Zeit lassen kann und soll.

Nun Arno Schmidt „Zettels Traum“ ist ja auch ein Werk, für das man, wenn man es so einigermaßen verstehen will, ein Jahr lang Zeit braucht, für mich da mir „Ullstein“ heute das Werk einer jungern Debutantin und eines zum Frankfreich Schwerpunt der Frankfurter Messe und“Kiwi“ einen Arnon Grünberg und ein wetieres Werk von beziehungsweise über Böll zu seinem hundersten Gebrutstag im Dezember schickte, unmöglich.

Die Diskussion im Publkum, bei dem auch sehr viel Kroaten waren, drehten sich dann auch darum, daß Krlezas Werke aus dem Schulkanon hinausgestrichen wurden, aber in Österreich die Maturanten, wie eine andere Frau beklagte, auch nichts mehr lesen, dafür las Karl <markus Gauss eine Stelle aus den Fahnen“ vor, wo der Held in einem Kaffeehaus sitzt und auf seine Jugendliebe wartet und dazwischen unterhält er sich mit ihren Bruder und spricht stundenlang über nichts.

So weit so gut und das Balladenwerk, das ursprünglich in einem kroatischen Dialekt geschrieben worden war, der lange Zeit als unübersetzbar galt, ist sehr deftig, eine Teufelsküche, beziehungsweise ein Hexensabbat, a la Villon oder die Morgensternschen „Galgenlieder“ wurden vorgestellt und danach gab es gestiftet von der kroatischen Botschaft, die Botschafterin war anwesend, ein Buffet, das aus Schinken,Käse und Oliven bestand, sehr fein und lecker und angeregte Gespräche und morgen, wo es in der „Alten Schmiede“ mit Tatjana Gromaca und Miljenko Jergovic weitergeht, werde ich, da Schreibgruppe, nicht kommen können, es gibt aber auch, wie ich gesehen habe, ein interessantes Paralellprogramm.

2017-06-20

Von Zoran Ferics Roman zu meinen Fortsetzungsgeschichen

Da habe ich mich ja vor etwas mehr als einem Jahr fast verzweifelt bemüht kroatische Autoren für meinen Kroatienurlaub zu finden, bin nicht besonders fündig geworden, aber jetzt wurde im Literaturhaus, wie Robert Huez in seiner Einleitung sagte, der neueste Roman eines der bedeutensten kroatischen Autoren, nämlich des 1961 geborenen Zoran Feric, von dem ich, glaube ic,h schon ein bei „Folio“erschienenes Buch gelesen habe, vorgestellt.

Er spielt, was auch ein Zufall ist auf der  Insel Rab und beschreibt dort die letzten Jahrzehnte an Hand der Hauptfigur Luca, der seine Sommer, wie sein Autor auf dieser Insel verbringt und dort,als sogenannte Möwe, die Toruistinnen aufreißt.

Also eigentlich ein Matschothema und eines, was vielleicht nicht so sehr die Herzen der älteren Frauen, die bevorzugt im Publkum saßen aufreißt.

Aber ich habe was ein weiterer Zufall war, mein gestreiftes Leiberl getragen, das mir der Alfred in diesem tollen Laden in Trogir kaufte und das Fischkettchen das ich in Split, um die in Dubrovinic gefundenen zweihunder Kuna erwarb und mein Buch meine Kroatiengeschichte hatte ich auch in der Tasche, als ich hinter Annemarie Türk das Literaturhaus betreten habe,mi reinen Platz in der zweiten Reihe suchte und dann Robert Huez eröffnen hörte.

Es lasen der Autor und sein Übersetzer, der 1939 in Sachsen Anhalt geborene Klaus Detlev Olov und für mich ganz besonders interessant, Robert Huez sprach in seiner Eoinleitung von Geschichten, die sich zu einem Roman zusammenfügen würden.

Was ist das?, habe ich gedacht, ist da jetzt ein Roman oder nicht, die ich ja in den „Dreizehn Kapitel“ und auch jetzt immer wieder Experimente darum mache, wie ein Roman entsteht.

Der Übersetzer sprach auch von neun Geschichgten und acht Protagonistien die in ihnen vorkommen nund in den Geschichten, die gelesenwurden kam immer,wieder ein Luca vor.

Zuerst war der ein sechzehjähriger Gymnasiast, der offenbar bei seiner Oma wohnte, nicht essen konnte,weil er an denStrand wollte unddort eine überf ünfzigjährige alte Frau aufriß und dadurch seine Unschuld verlor.

„Ach ja!“, dachte ich,“ ziemlich matschohaft, warum regt sich da unter den anwesenden Damen niemand auf?“

Aber ich habe es auch nicht getan, nur nachher, als ich Fragen stellen konnte, gefragt, ob das jetzt ein Roman wäre oder nicht und der Autor hat mir sehr lang und ausführlich darauf geantwortet, es sind neun Geschichten, die man einzeln lesen kann, aber durch den Ort, den Raum und die Zeit miteinander verbunden wären und bei der zweiten Geschichte, die gelesen wurde, war Luca schon fünfzig und ein Schriftsteller.

Aha, ein Alter Ego des Autors und reist mit seiner  Lektorin nach Polen, weil er einen Roman geschrieben hat, der um die erfundenen Kinder von Prostituierten handelt und einen zweiten, wo einer eine Zeitlang nur von Hostien lebt und die daraus erstehendende Scheißte dann zu einem Kunstwerk macht.

Aha, also eigentlich auch nicht sehr erfreulich und appetitlich!

Der Autor war aber sehr freundlich, hat geduldig Auskunft gegeben, wie er zu dem Thma gekommen ist, er hat seine letzten vierzig Sommerauf der Insel  Rab verbtracht und, wie das mit dem Interview ist, das auch im Buch vorkommt.

Beim Wein bin ich dann auf Helene Hofmann gestoßen, die mir sagte, daß ihr das Buch aus den oben angeführten Gründen nicht gefallen hat. Sie hat das dann auch dem Autor gesagt, der darüber sehr erstaunt war und meinte, daß er natürlich keine Matscho wäre und ich habe mich darüber nicht geärgert.

Vor zehn oder fünfzehn Jahren hätte ich es wahrscheinlich noch getan und meinen Unmut  geäußért, jetzt hat mich Zoran Ferics Geschichten-Roman auf eine Idee gebracht, weil ich ja jetzt auch Fortsetzungsgeschichten schreibe, die ein Roman werden sollen und von Donnerstag bis Samstag dann meine Juni zehn Geschichten Challenge erfüllte. Jetzt habe ich also vierzehn oder fünfzehn Fortsetzungsgeschichten, je nach dem ob man „Angekommen“ mitgrechnen will, die eigentlich davon handelt, da?die Studentin Slavenka Jagoda ein Stipendium bekommen hat. um die Nichtnobelpreisträgerin E, J. zu erforschen, die ich aber inzwischen nach N. Y ins dortige Kulturinstitut schickte, wo sie Lily vielleicht bei ihrem Blogroman assisieren kann.

Am Donnerstag und am Samstag habe ich also sehr intensiv Geschichten zu Annika Bühnemanns Impulsen verfasst, am Samstag war ich da besonders aktiv und habe fünf Texte geschrieben, die inzwischen nach und nach alle erschienen sind, war dann etwas unzufrieden, als ich merkte, kein Hahn kräht danach und keiner meiner Leser sieht sich das an oder kommentiert darauf.

Außerdem war mit der letzten Geschichte, der „Vergangenheitbewältigung“ auch nicht so ganz zufrieden und habe gesdacht, jetzt wei? ich nicht mehr weiter und habe mir am Sonntag, wo auch der Alfred zurückgekommen ist, die Geschichten nochmals durchglesen, festgestellt, da sind sowohl Flüchtigkeitsfehler, als auch Ungereimtheit darin, also ist jetzt Natalies Praxis in der Tautenzien- oder in derNollendorfstraße und wie ist Moritz Lichtenstern nach Wien zu Natlies Begräbnis bekommen mit dem Flieger oder dem Bus?

Das habe ich jetzt korrigiert und festgestellt, eigentlich bin ich mit dem Text fertig und aus dem langen Roman, den ich  im Juli und im August im Rohtext fertig stellen und dann bis Enbde Oktober korrigieren wollte, damit ich im November wieder beim „Nanowriomo“ mitmachen kann, ist eher eine kurze Geschichte geworden, die noch dazu nicht einmal alle von mir geplanten Personen umaßt, so kommt der Mehmet nur in seiner Eigenschaft als Kellner in der Pizzeria vor, der Dusan Halkic, der budhistische Hausmeister, gar nicht.

Das heißt, jetzt ist mir gerade eine Szene eingefallen, die ich ohne Impuls schreiben könnte und Lilys Blogroman ist auch nur nebenbei erwähnt.

Das heißt, ich bleibe bei meinem Vorsatz bis Ende des Monats noch Geschichten zu schreiben und in meinen Blog zu stellen, wenn sich das ergibt, was vielleicht gar nicht mehr so oft sein wird, denn am Wochenende is twieder Sladky wandern, nächste Woche kommen die Hundertmarks, Praxistermine habe ich auch nicht so wenige und abrechnen mußich zu Monatsende auch und dann gehe ich mein Konzept durch, drei Szenen fallen mir da noch ein, eine mit derLily, wie sie Moritz anruft, dann die Schlußszene Mathilde entschließt sich mit Moritz um die Welt zu fahren und bittet den Hausmeister diesbezüglich auf die Zeitungen zu achten und da fällt mir ein, daß ich die beiden Szenen auch verbinden könnte.

Nun sei es, wie es sei, ich werde das Gehabte durchgehen und ergänzen wieder versuchen den Monsterroman daraus zu machen und wenn wir das wieder nicht gelingt und ich bis Ende August damit fertig bin und dann so zwischen vierzig und fünzig Rohtextseiten haben werde, kann ich im September und Oktober noch immer Lilis Blogroman schreiben und das als zweiten und vielleicht beim Nanowiromonoch einen dritten Teiul anfügen.

Mal sehen, wie es kommt, ich bin jedenfalls recht zufrieden und auch gespannt und wenn sich jetzt noch meine Leser für mein Romanprojekt interessieren sollten, würde mich das sehr freuen!

2017-02-25

Eine Kroatiengeschichte

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 00:00
Tags: , , ,

20170225-001009

Hurrah, es ist da, das zweiundvierzigste selbstgemachte Buch oder das Souvenier, das ich mir letztes Jahr von unserer Kroatienreise nach Hause mitgenommen und dann im Sommer geschrieben habe.

Die Geschichte von „Claire-Klara-Clarisse“ und dem wilden Lavendel, den ich  lange in meinem Vorzimmer stehen hatte, so daß er auch auf das Cover des einundvierzigsten Buchs gekommen ist.

Die Idee, die ich nach einem Traum den ich Zadir hatte, dann dort fast zwanghaft in mein Urlaubsbuch aufnotiert hatte. Die Idee von dem Traum mit dem Zauberer und dem Luftballon und jetzt ist ein kleines schönes Büchlein, eine Sommergeschichte, meine Version von „Bora“ daraus geworden.

Ich stelle das Buch hiermit vor und löste die Gewinnspielfragen auf.

  1. Der Campingplatz liegt in Trogir.
  2. Klara ist die Buchpreisjurorin, die ihren Freund Edy, nachdem er sie vermeintlich betrogen hat, voraus nach Kroatien fährt, Claire ist die Großmutter des Zauberers oder die es Cafetiers Sergej Abrahamovic, den Klara am nächsten Tag kennenlernt und Clarisse ist seine Cousine, die Kuratorin der Spliter Filmfestspiele.
  3. Klara hätte in der ersten Version dBp Jurorin und in Frankfurt wohnen sollen, dann ist es der österreichische Buchpreis geworden und den hat im Vorjahr Friederike Mayröcker gewonnen.

Leider hat sich auch diesmal niemand gefunden, der das Gewinnspiel auflöste und das Buch gewinnen wollte.

Ich vergebe trotzdem Rezensionsexemplar und weise auf das nächste Gewinnspiel hin, das es geben wird, wenn die Vorschau von „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ online geht.

Zu dem ersten Satz gibt es auch keinen der mir eine Fortsetzung schrieb.

So kann man hier nicht raten. Wie es aber bei mir weitergeht, kann man im Probekapitel auf der Website lesen und ein Exemplar des Buches, habe ich inzwischen auch in den „Wortschatz“ gelegt, wozu ich dem Finder sehr herzlich gratuliere und ihm viel Spaß beim Lesen wünsche.

2017-01-30

Vorschau auf „Claire – Klara – Clarisse oder wilder Lavendel“

20160605-204656

Weil sie glaubt, daß ihr Freund Edy sie auf dem
Sommerfest ihrer Zeitung mit ihrer Freundin
Kathrin Schneider betrogen hat, bricht die drei-
unddreißigjährige Redakteurin und Buchpreisju-
rorin Klara Winter überstürzt und zu früh zu
dem geplanten Kroatienurlaub auf.

Dort am Campingplatz von Trogir auf dem sie
mit dem alten VW-Bus ihrer verstorbenen Eltern
Quartier genommen hat, hat sie nach ihrer An-
kunft einen wirren Traum.

Sie träumt von einem Zauberer mit einem blauen
Luftballon, der ein weißgekleidetes kleines Mäd-
chen von ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwe-
ster weg, zu einer anderen fremden Frau führt
und lernt dann am nächsten Morgen in einem
Cafe, dessen feschen Besitzer Sergej Abrahmovic
kennen, der dem Zauberer im Traum zum Ver-
wechseln ähnlich sieht.

 

So hier ist die „Vorschau“ auf meine Sommergeschichte, die ich mir als Souvenier von meinem Kroatienurlaub mitgebracht habe und die es bald als mein  mein zweiundvierzigstes Selbstgemachtes geben wird.

Vorher gibt es aber wieder ein kleines Gewinnspiel mit drei Fragen mit denen man das Buch gewinnen kann:

  1. Wo liegt der Campingplatz in dem Klara ihren VW-Bus abstellt?
  2. Was hat es mit den drei Namen für eine Bewandnis?
  3. Für welchen Preis ist Klara Jurorin und wer hat den in echt 2016 gewonnen?

Wäre schön, wenn sie einmal jemand meldet, die die Fragen auflöst und das Buch gewinnen will.

Damit das nicht zu schwer ist, verlinke ich wieder die Artikel mit den Schreibberichten, wo man die Antworten und auch in diesem Text eigentlich finden muß.

1 2 3 4 5 6 7

Den ersten Satz gibt es hier auch:

„Es war drei Uhr Nachmittag als Klara Winter zu ihrem Bus kam, die Anmeldepapiere im Handschuhfach verstaute und sich mit der Hand über die halblange brünette Haarpracht fuhr.“

Wer will kann mit mir wieder „Mimikry“ spielen, das heißt den ersten Satz um einen Absatz verlängern. Wenn ich zwei oder drei solcher Absätze habe, stelle ich es zu meinem ersten Absatz in den Promotionsartikel, wenn das Buch erschienen ist und wer errät, welcher Absatz von mir ist, bekommt auch ein Buch.

 

2016-06-10

Gebrauchsanweisung für Kroatien

Filed under: Bücher — jancak @ 21:20
Tags: , ,

Der Alfred schenkt mir ja immer vor den Reisen literarische Reiseführer und so ist schon länger „Die Gebrauchsanweisung für Kroatien“ von Jagoda Marinic zu mir gekommen, die ich aber, wie ich das immer tue, erst auf der Reisen gelesen habe und diesmal war das auch  ein bißchen komplizierter.

Denn wir sind am ersten Reisetag nur bis Leibnitz gekommen und dort ein Buch über Kroatien lesen, wenn man noch keine Ahnung vom wie, wo und warum hat, ist vielleicht ein bißchen schiweirig, habe ich mir gedacht und hatte auch gleich eine Alternative im Gepäck beziehunsweise  ins Hotelzimmer mitgenommen, denn den Namen Jagoda Marinic, kenne ich, hat doch,  die 1977 in Waiblingen geborene Autorin, 2007 beim Bachmannpreis gelesen und ihr erstes Buch, den Geschichtenband „Eigentlich ein Heiratsantrag“ habe ich mir einmal bei einem „Buchlandungs-Abverkauf“ um einen Euro gekauft.

So habe ich die ersten drei Geschichten daraus in Leibnitz gelesen und mit dem Lesen der „Gebrauchsanweisung“, einen Tag später begonnen. Dann aber, als ich gerade bei der Bechreibung von Zagreb war, an dem wir an der Autobahn oder Autoput, wie Jagoda Marinic schreibt, nur vorübergefahren sind, waren wir schon in Montenegro und da erschien mir eine Beschreibungvon Zagreb durch das ich gar nicht gekommen bin, nicht sehr passend, so habe ich unterbrochen,   Bora Cosic und dann ein Stücken in dem „Mimikry-Buch“ weitergelesen und  erst wieder in Dubrovnic nach dem Buch gegriffen.

Jagoda Marinic, die die Tochter von dalmatinischen Eltern ist, die aus einem kleinen Dorf an der Küste kommen und ihre Sommer, wie in dem Buch steht, als Kind jedes Jahr dort verbrachte, hat eine frische, fast schnippische Sprache und mit der zappt sie durch das Buch und erzählt Geschichten über das Land und gibt Gebrauchsanweisungen für den Urlaub, beziehungsweise erzählt sie auch sehr viel von dem, was ein normaler, nicht kroatisch sprechender Tourist, wahrscheinlich nicht erfahren und sehen wird.

Und so habe ich das Buch, als Touristin auf dem Campingplatz, die in Englisch oder Deutsch, ihren Fisch oder ihre Cevapcici, die in kroatien, wie Jagoda Marninic erzählt, Cevape heißen, bestellt, auch als sehr interessant gefunden, die etwas schnippische Art ist mir zwar manchmal auf die Nerven gegangen, aber jetzt weiß ich  mit Sicherheit mehr über das Land, als ich ohne die „Gebrauchsanweisung“ wüßte.

Das Buch beginnt, wie auch die Reise, mit der Autobahn, hier erzählt Jagoda Marinic, deren Vorname auf Kroatisch Erdbeere heißt, von ihrer Kinheit, beziehungsweise den Eltern ihrer deutschen Freunde, die sich durch sie immer an das Erdbeereis erinnerten, das sie auf ihren meist frisch verliebten Kroatienreisen verzehrten und die „Svabo-Jugo-Jugendliche“ ist mit ihren Eltern jedes Jahr mit einem vollbepackten Auto in das dalmatinische Dorf zu den Verwandten gefahren, wo es dann meistens Streit gab, denn in das Auot passte nur eine Packung „Pampers“, die sehr begehrt waren, gab es in dem Dorf damals noch keine Wegwerfwindeln. So war immer eine der Tanten beleidgt. Die Kinder, die dicker, als die dalatinischen Verwandten waren, hat das aber nicht gestört, auch nicht, daß sie „Dickerchen“ gerfufen wurden. Sie spielten miteinander und Jagoda wurde ausgebessert, wenn sie das altmodische Kroatisch ihrer Eltern sprach. Verwndete sie dann die neuen Wörter in deutschland, besserten sie wieder die Gastarbeiter aus.

Ja so ist das mit den Veränderungen, das hat mir schon einmal Illir Ferrir bei einem „Dialekt Poetry Workshop“ erzählt und Jagoda, die als Kind Jaga gerufen wurde, was Hexe oder alte Frau, Baba Jaga, bedeutet, studierte später in Zagreb. So erzählt sie auch sehr ausführlich von der Stadt, die ich auf dieser Reise nicht gesehen habe und gibt dann den Küsten-Reisenden Rat, nicht nur die „Autoput“ entlangzufahren, sondern auch auf der Küstenstraße, weil dort die zahnlosen alten Frauen, mit den schwarzen Kleidern am Straßenrand sitzen und irgendetwas verkaufen, die man unbedingt kennenlernen sollte.

Der Kroatien-Tourist macht dann meistens Bekanntschaft mit den Zimmervermittern und die Kroaten an der Küsten leben von ihren Appartmanis. So gibt Jagoda Marinic auch gleich eine Einführung in die Typologie der Zimmervermieter,  erzählt weiter von der kroatischen Seele und der Herzlichkeit der Kroaten, die natürlich nicht der Balkan sind und auch nicht dort wohnen, denn der Balkan beginnt immer erst ein Land später, als dort, wo man wohnt und ich hätte gedacht, das wäre der Name eines Gebirges?

Oder nein, stimmt nicht, denn als ich Schülerin der Straßergasse war, machten wir eine Excursion in die Firma Henkel und dort erklärte uns eine freundliche Dame, daß wenn man nicht „Persil“ verwendet, die Leute glauben würden, daß der Balkan auf der Simmeringer Hauptstraße begänne und die Kroaten, schreibt Jagoda Marinic, sind sehr freundlich und sehr herzlich, was ich bestätigen kann und erzählt dann von einem Problem, das der Alfred in Pula tatsächlich hatte.

Nämlich kein Geld für den Parkautomaten, wenn man dann den Fehler macht, in einem Geschäft wechseln zu wollen, wird das nicht gehen, denn die Kroaten sind kein Wechselinstitut, wenn man aber einen Kaffee bestellt oder eine Zeitung kauft, bekommt man das  benötigte Kleingeld und die Leute sind wieder sehr freundlich zu dir.

Etwas gibt es aber, was Jagoda Marinic nicht leiden kann und das ist das Camping. Sie hat zwar ein paarmal mit ihrer Familie und einmal mit einer Freundin einen solchen Urlaub gemacht, aber das war ein Reinfall, denn einmal lag das Zelt zu nahe an der Disco, das zweite Mal fing es, als es endlich aufgestellt war, zu regnen an und dann machte sie noch ihre Erfahrungen mit den deutschen Urlaubern, die einen Stoß Chitlits oder Krimis, also keine hochwertige Literatur, wie die, die beispielsweise Hexchen Erdbeere schreibt, lesen und so ihre Tage am Strand ohne miteinander zu reden, verbringen, was Jagoda Marinic nicht verstehen kann und da sie keinen Campingurlaub mehr macht, hat sie mich mit ihrer „Gebrauchsanweisung“  und ihren Geschichten dort nicht sehen können, aber das ist schon eine andere Geschichte, über die ich eigentlich eine eigene Glosse schreiben, bziehungsweise in meinem neuen Roman verwenden wollte.

Also zurück nach Kroatien und da springt Jagoda Marinic auch von Kapitel zu Kapitel oder von Ort zu Ort, nachdem sie eine allgemeine Einführung in das Wesen der Kroaten gegeben hat.

Sie erzählt, was die Krawatte mit Koratien zu tun hat und warum alle Zagreber Männer angeblich immer eine solche tragen, erzählt dann von Motovun, dem Zauberberg, von dem sie ihren Lesern eigentlich nichts erzählen wollte, schreibt von der istrischen Toskana und gibt den Rat sich in Opatija auf eine der Hotelterassen zu setzen und dort Kaffee und Kuchen zu bestellen.

Von der Meeresorgel in Zadar, der „morske orgulje“ erzählt sie und von Porec und Rovinji, Orte an denen wir gewesen sind und tut das oft in sehr  kurzen Kapiteln, was wieder die Frage aufwirft, wann man das Buch jetzt lesen soll? Vor, während oder nach der Reise?

Eine eindeutige Antwort wird es wohl nicht geben. Liest man es stattdessen hat man wahrscheinlich einen ungefähren Eindruck von dem Land am Meer, das einmal ein Teil Jugoslawiens war, bekommen.

Liest man es während der Reise, tut man sich wahrscheinlich schwer, weil Jagoda Marinic nicht wirklich viel von Split, Dubrovnic, etcetera erzählt und dann der eine Ort am Anfang, der andere in der Mitte des Buches beeschrieben wird, so daß man wahrscheinlich, wie ich das Lesen unterbrechen muß oder wenn man in der bewußten Stadt angekommen ist, das Kapitel wiederholen sollte.

Aber spannend die Eindrücke von einer kroatisch sprechenden Kennerin serviert zu bekommen und „Eigentlich ein Heiratsantrag“ habe ich, als ich mit den „Gebrauchsanweisungen“ und den „Lesereisen“ fertig war, im Hotel Kastel in Motovun, zu Ende gelesen,denn das war ein Ort, den der Alfred ausgesucht und gebucht hat und weil er dort schon im September mit dem Karl gewese ist, hat ihn Jagoda Marinic nicht auf die Idee zu ihren Geheimtip gebracht.

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.