Literaturgefluester

2016-06-13

Ein Souvenier

Jetzt habe ich schon einige Andeutungen gemacht, daß ich mir aus dem heurigen Kroatien-Urlaub, die Idee für meinen neuen Roman mitgebracht haben könnte und höre schon meine Leser schreien „Schreib nicht soviel! Jetzt muß ja erst noch „Paul und Paula“ kommen, der „Adventkalender“ ist noch nicht fertig korrgiert und bei den „Berührungen“ bist du  noch mitten in der Arbeit und dann schreibst du auch immer davon, daß du ausgeschrieben bist!“

Ja, war bei den „Berührungen ein bißchen so und wenn man es kritisch sehen will, könnte man sie eine konstruierte Geschichte nennen und dann bin ich mit meiner Büchertasche nach Koroatien gefahren, habe die sehr poetischen Geschichten der Mariza Bodrozic und der Jagoda Marinic gelesen und irgendwann schon vorher gredacht, daß der Thomas Wollinger ja auf Kroatien auf Schreiburlaub fährt oder sich dort mit seiner Schreibgruppe trifft.

Die Ana Zinar vom Writersstudio bietet Schreibworkshops in der Toskana an und ich habe eigentlich gar nicht daran gedacht in Kroatien zu schreiben, zumindestens habe ich mir meine Manuskripte nicht migenommen. Wohl aber das graue Skizzenbuch, das mir der Alfred einmal schenkte und habe da meine Reisenotizen hineingeschrieben und mir auch gedacht, daß das viel zu dick für die drei Wochen Urlaub ist und, daß ich es wahrscheinlich noch das nöchste Mal dafür verwenden könnte und dann sind mir irgendwann, ich weiß nicht mehr wie, wo und wieso drei Namen „Claire- Klara -Clarisse“ eingefallen und habe sie in das Buch hineingeschrieben.

Als wir das zweite Mal in Trogir am Campingplatz ankamen und der Alfred uns Registrieren ging, habe ich gerade das Camping-Kapitel der Jagoda Marinic gelesen und da ist mir eingefallen, daß auf dem Campingplatz Rozak sehr gut eine dBp Jurorin den Sommer verbringen und ihre Vorschläge für die Longlist erstellen könnte und wenn ihr dabei noch Jagoda Marinic über die Schulter schaut…

Aber die geht ja nicht campen. Dann habe ich die „Gebrauchsanweisung“ ausgelesen und mit der Marica Bodrozic angefangen und wir sind weiter nach Zadir gefahren und da habe ich von einem Zauberer geträumt, der ein kleines Mädchen mit einem roten Luftballon von seiner Mutter weglockt und sie einer anderen Frau übergibt und die Geschichte oder die  Idee daztu ist enstanden und ich habe die nächsten Tage in mein kleines graues Buch geschrieben, so daß ich das fast voll zurückbringe und darin stehen die Notizen für meinen nächsten Roman, den ich beim nächsten „Nanowrimo“ scheiben könnte oder vielleicht schon früher, wenn man rechnet, daß ich für das Korrigieren der „Berührungnen noch den Sommer brauche werde.

Dann könnte ich im September damit anfangen und den „Nanowrimo“ auslassen oder was anderes schreiben, schummeln, korrigieren, etcetera….

Die Klara Winter ist jedenfalls eine dBp-Jurorin und Redakteurin bei der FAZ. Mit Achtzehn hat sie ihre Eltern bei einem Autounfall verloren, dann hat sie Literaturwissenschaften studiert, ist von dem Redaktuer Eduard gefördert worden, der auch der Vorsitzende der Jury ist, aber der hat sie vielleicht mit der ehrgeizigen Kollegin Karoline betrogen oder sie sie mit ihm.

So ist Klara mit ihrem Laptop, einer Kaffeemaschine, dem E- Bookreader und einem abgeschalteten Handy im blauen Bus nach Trogir aufgebrochen, sitzt dort vor ihrem Zelt und heult oder sie geht in die Stadt, pflückt dort wilden Lavendl, findet vor der Moncao-r einen zweihundert Kunuarschein und noch ehe sie weiß, was sie damit machen soll, wird sie von Sergej, dem Barbesitzer, einem Exilrußen, Saxophonspieler und Bootsbesitzer angesprochen und der stellt ihr später seine Lieblingscousine Clarisse vor, die die Managerin der Splitter Filmfestspiele ist. Die sieht Klara in einem Restaurant sitzen, Kaffee zu Salat und Tee zur Suppe trinken,  sieht sie dann aufs Klo verschwinden. Denkt  sie ist eßgestört Sergej erzählt ihr von ihrer schweren Jugend und von seiner Großmutter, die 1917 aus Rußland flüchtete und ihre Sommer in Ragusa verbrachte, erzählt er ihr auch.

Da hat Klara schon von dem Zauberer geträumt und ihre Biografie ist, daß sie ihrem Bruder Alex, als sie drei war und er acht durch einen Radunfall verloren hat. Seither haben sich ihre Eltern, die Mutter Lehrerin, der Vater Banker nicht mehr so um sie gekümmert und Clarissa erzählt von ihrer verschwhundenen Schwester Claire, die ihre Eltern zum Trennen brachte, so daß sie fortan bei den Großéltern aufgewachsen ist.

Eine Hochzeit in der Monaco Bar von der anderen Cousine Zusanna gibt es auch, wo Sergej Saxophon spielt, eine Möwe, die sich in ein Plastiksackerl verwckelt und von Sergej gerettet wird und noch vieles anderes, das ich mir in mein graues Buch notiert habe.

Karten, Bilder, Prospekte über Split und Trogir liegen auch dabei. Die werde ich sammeln, das Buch damit ausstatten und das Souvenier solange aufheben, bis es soweit ist, daß ich zum Schreiben meines nächsten Sommerromans im November oder so komme.

„Bora“ kann ich dann wieder lesen und es ist ein sehr schönes Souvenier, daß ich mr da von meinen Koatienurlaub mitgebracht habe.

Von Schreiblockade keine Spur, obwohl das fällt mir jetzt ein, mein Wunschgedicht vom letzten Mal, das ich von Richard Weihs bekommen habe, das ist auch sehr interessant.

„Schreiblockade“ und „Literaturarchiv“ habe ich mir da ja gewünscht, weil ich vor der letzten Veranstaltung mit dem Alfred dort war.

Interessant, was  Richard Weihs dazu gedichtet hat, vielleicht könnte ich das Gedicht sogar als Motto vor dem Roman stelen, wenn der einmal geschrieben ist:

„Da steh ich da und steh auch voll daneben:

Mit Schreibblockaden kann ich aber leben.

Nur eines kränkt mich dabei wirklich tief

So komm ich nie ins Literaturarchiv!

Passt irgendwie oder nicht und mal sehen, wie es mit dem Souvenier weitergeht. Sonst habe ich zwei Leiberl, eine Hand voll Lavendl, wilden Rosmarin, ein Lavendlsäckchen und ein schönes kleines Schreibeheft aus einem dieser mondänen Geschäfte,  als Souvenier mitgebracht.

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2016-06-12

Kroatienurlaub

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:14
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Split

Split

Split

Split

Von meinem Urlaub und der Literaturgeflüsterpause melde ich mich zurück und berichte meinen Lesern von der Reise zu der ich mit dem Alfred am Nachmittag des fünfundzwanzigten Mais mit einem Zelt, einer Reise- und einer Büchertasche losgefahren bin, zurück.

Ich war ja, das habe ich, glaube ich schon geschrieben, nicht allzusehr in Reisestimmung, weil so kurz nach der Wahl und auch Mitten im Monat weggefahren, wo ich meine Diagnostikabrechnung noch nicht machen konnte und auch einige Literaturveranstaltungen versäumte, außerdem bin ich ja kein so besonderer Reisetyp, der Alfred hat das alles aber schon monatelang geplant und auch die bresten Unterkünfte und Restaurants herausgesucht.

So sind wir am 25. bis Leibnitz in das Hotel Post gefahren und haben dann auf Karls Empfehlung einen Buschenschank aufgesucht, der sich als ein fünf Sterne Lokal entpuppte.

In dem Hotel hat übrigens eine Simmeringer Radgruppe Halt gemacht und am nächsten Morgen mit uns um Punkt halb acht den Frühstücksraum besetzt, wo die hingeradelt sind, weiß ich nicht, wir sind jedenfalls über Slowenien nach Trogir gefahren, haben dort eine Nacht verbracht und danach ein Stückchen und eine, beziehungsweise zwei Grenzen weiter, denn, wie man gleich merken wird, war es kein reiner Kroatienurlaub, denn das erste Wochenende haben wir bei den Fjorden in Montenegro in Kotir verbracht, wo es den Euro gibt, obwohl Montenegro nicht in in der Eu ist.

Camping Solitudo, Dubrovnik

Camping Solitudo, Dubrovnik

Pula

Pula

Kroatien ist es, dort gibt es aber den Kunar und gebaut wird überall sehr viel und sehr intensiv und die Appartmanis für den Tourismus hergerichtet.

Das Wetter war in den ersten Tagen auch sehr schön und heiß und ich habe mich gar nicht so sehr auf den Sommerurlaub eingestellt, obwohl ich meinen Badeanzug mitgenommen habe.

Später hat es dann geregnet und ein tolles Restaurant, wo ich wieder einmal Kalamari aß, wie so oft in den letzten zweieinhalb Wochen hat es in Monenegro, in den kleinen Ort, wo es außer dem Campingplatz und der Beachbar eigentlich nicht sehr viel gab, auch gegeben, mit einem sehr schönen Garten, hinter einem Parkplatz und einer Baustelle versteckt.

Rovinj

Rovinj

Porec, Konoba Cakula

Porec, Konoba Cakula

Danach wieder nach Kroatien und da nach Dubrovinik, wo wir zwei sehr schöne Tage verbrachten. Einmal um die Stadtmauer herumwanderten, das zweite Mal eigentlich mit der Seilbahn fahren wollten, aber weil wir die nicht gefunden haben, sind wir den Weg zu Fuß an einem Kreuzweg vorbei, wo es am Karfreitag vielleicht die Prozessionen gibt, hinaufgewandert. Ein paar junge Leute sind uns entgegengekommen und Japaner oder Kor4eaner, die ihre Handies auf langen Stangen vor sich hertrugen haben wir, vor allem oben, wo es ein sehr schönes Panorama- Restaurant gab, auch gesehen.

Danach wieder nach Trogir und auf den Campingplatz Rozak zurück, der sich inzwischen mit vielen großen deutschen oder niederländischen Campingbussen gefüllt hat. Wir hatten fast das einzige Zelt zürück. Da gab es, es war der erste Juni, einen damatinischen Abend in dem kleinen Restaurant, mit dalmatinischen Menu und dalmatinischer Livemusik.

Ich habe aber ein Cevapici-Sandwich, die hier  Cevape heißen, eingewickelt in  einer Flade, gegessen und in der Nacht hat es geregnet oder war das erst am nächsten Tag, an dem wir in Split gewesen sind.

Wir waren zweimal dort, am ersten Tag mit dem Auto am zweiten sind wir mit einem Schiff gefahren, das war sehr schön und eine eindrucksvolle Begegnung, die ich vielleicht in meinem nächsten Roman verwenden werde, habe ich auch gemacht.

Motovun

Motovun

Motovun, Sonnenuntergang

Motovun, Sonnenuntergang

Danach ging es nach Zadar, wo es die Meeresorgel und die Sonneninstallation gibt, wir waren am Samstag dort, wo es wie in Litauen und in Monetnegro sehr viele Hochzeiten gibt und haben eine, beziehungsweise den Einzug der Festgängste auf ein Castell, wo wir in einer Bar etwas getrunken haben, beobachten können und am Abend gab es für den Alfred den Sonnenuntergang zu beobachten, in einer anderen Bar am Strand am Samstag und am Sonntag und eine Insel haben wir am Sonntag auch besucht, dort in einem Restaurant eine Fischplatte gegessen und sind mit einer Fähre gefahren.

Danach ging es nach Istrien, nach Moscenica Draga, das ist in der Nähe von Opatia, das früher Abbazia hieß, wo wir auch einen Tag verbrachten, dort das Mädchen mit der Möwe bewunderten und die Strandpromenande entlangwanderten.

Durch Rijeka sind wir nur durchgefahren, dafür ging es ein paar Tage später nach Pula, wo es ein großes Amphitheater gibt.

Wir sind bei einem kleineren römischen Theater gewesen und dann in einem Castell, wo es eine Ausstellung über ein Kurhaus oder ein Seespital gab, das die Gemeinde Wien 1906 in Rovinji oder Rovingno, wie das auf Italienisch heißt, errichten ließ, das war sehr interessant und nach Rovinji sind wir gleich weiter gefahren und haben dort zwei Nächte auf einem Campongplatz verbracht, wo es sehr viel österreichische Touristen gab.

Sind in der Gegend herumgefahren, haben beeindruckende Städte und Dörfer angeschaut und sind am Abend in der Stadt herumspaziert, da fing es dann stärker zu regnen an, was den Alfred sehr verbitterte. Das Gewitter ist aber erst gekommen, als wir schon in Motovun waren und dort in dem Schlßhotel zwei Nächte schliefen, so daß das Zelt trocken blieb.

Motovon ist ein Kastell am Berg, Meer gibt es dort keines, aber die besten Trüffel. In das Schloßhotel muß man sein Gepäck hinauftragen und das Auto unten abstellen, dafür kann man aber an der Mauer entlangspazieren, in das Tal hinuntersehen, Trüffel und den istrischen Schinken probieren, Wein trinken und vieles mehr.

Ein paar kleine Dörfer haben wir gestern auch noch besucht und sind eine Schlucht hinuntergewandert, das war sehr schön, aber auch sehr verwachsen und die Brücke die es dort gab, zerbrochen, weil sich die Touristen offenbar lieber mit der „Zip line“ durch die Luft seilen ließen, als die Schlucht herunterzuwandern.

Heute morgen sind wir dann über Slowenien zurückgefahren und verbringen in Harland noch einen, wie es der Alfred nennt, „Hausmeistertag“, muß er doch viel Rasen mähen, was die Anna und der Andreas, weil es in Harland die letzten zwei Wochen offenbar sehr viel geregnet hat, nicht konnten und ich habe mit meinem „Literaturgeflüster“ sehr viel zu tun, will ich ja die Bücher, die ich im Urlaub gelesen habe, besprechen und einige Reiseberichte, das habe ich ja versprochen, soll es auch geben.

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