Literaturgefluester

2017-03-27

Von der Leipziger Messe

Margot Koller, Eva Jancak

Margot Koller, Eva Jancak

Und wieder sind wir aus Leipzig zurückgekommen. Das nächste Mal, ich schwöre, neheme ich meinen Laptop mit, aber diesmal muß ich wieder alles in einer Wurst hinunterschreiben und dann auch noch die vier Taschen auspacken, in denen Bücher, Karten, Zeitungen, Prospekte und vier Kaffeehäfern von der Kaisermelange die man ja in der Autobahngaststätte Rosenberger, wo wir hin und zurück Halt machten, mitnehmen kann, enthalten sind.

Wir fahren seit den späten Neunzehnhundertneunzigerjahre mehr oder weniger regelmäßig zur Messezeit nach Leipzig, weil wir ja bei der Ute und dem Andreas wohnen können. Das erste Mal waren wir über das Wochenende dort, als Bulgarien Gastland war. Das Jahr weiß ich jetzt nicht, kann man aber sicher nachgooglen. Vielleicht tun es meine Kritiker für mich, statt sich immer nur über meine Schlampigkeit zu ärgern. Da haben wir in der Straßenbahn oberösterreichischen Dialekt gehört und dann habe ich am Stand der Oberösterreicher wo ich zufällig hinkam, ein Linzertörtchen und einen Kaffee bekommen.

Doris Knecht

Doris Knecht

Martin Schulz im Gespräch

Martin Schulz im Gespräch

Damals war alles ziemlich anders als heute, Walter Baco hat aber Lesungen für die obersöterreichischen Autoren organisiert und ich habe Milo Dor, das erinnere ich mich auch noch den Weg dorthin gezeigt.

Dann waren wir zweimal 2000 und 2002 in Frankfurt, da fahren wir glaube ich nicht mehr hin, außer ich werde mal eingeladen, nach Leipzig aber schon, habe mich jetzt auch zum dritten Mal akkredidieren lassen und mit der Anfahrt hat alles gut geklappt.

Am Mittwoch sind wir losgefahren, am späteren Nachmittag bei der Ute und dem Andreas angekommen,  ich hatte diesmal auch einige Termine und Pläne und Ferdiun Zaimoglus Lutherroman „Evangelio“ als Lektüre mitgenommen. Ursprünglich wollte ich ja einen Leipziger Autor mitnehmen und dachte an Clemens Meyer „Im Stein“, aber da noch sieben Rezensionsexemplare auf mich warten und ich dachte, das Eisenach in der Nähe von Leipzig ist, so nah ist das nicht, hat mich die Ute dann belehrt, habe ich umdisponiert und mich auf der Fahrt sozusagen durch ein mittelalterliches Deutsch eines türkischen Autors gelesen. War gar nicht so leicht.

Mechthild Podzeit-Jonke

Mechthild Podzeit-Jonke

Am Donnerstag sind wir vom Bahnhof mit einem Bus auf die Messe gefahren, war ein anderer Weg, aber auch nicht schneller, man mußte diesmal durch eine Sicherheitsschleuse und dann hatte ich gleich, um elf einen Termi bei Ulrike Meier von „Kiepenheuer und Witsch“, die mir das Herbstprogramm vorstellte, wo ich mir gleich wieder eine ganze Menge wünschte.

„Aufbau“ lag daneben, die Frau Seiler war aber nicht da und ich bin zum blauen Sofa hinuntergegangen, wo gerade der Buchpreisträger zur europäischen Verständigung Mathias Enard, beziehungsweise sein Buch „Kompass“ vorgestellt wurde.

Dann kam der Alfred und ich ging mit ihm wieder in eines der Restaurants, wo man plaziert wird essen. Beef Stroganof und ein Glas Rotwein und dann gings zu den „Unabhängien“ in die Halle fünf, wo ich schon am Vormittag kurz war, wo  der „Alfred Kerr Preis“ an den Journalisten Andreas Breitenstein vergeben wurde.

Norbert Gstrein hielt die Laudatio. Es gab was zum Trinken und ein paar Brötchen, ich habe Josef Haslinger die Hand gegeben und bin dannn die Glashalle zur  Verleihung des „Preises der Leipziger Messe“ gegangen. Da habe ich mich in den letzten zwei Jahren immer zu den Restauranttischen an die Seite gesetzt, diesmal habe ich gedacht, schaue ich, ob sie mich mit meinem Presseschildchen hineinlassen. Sie ließen und es gab mir sogar Benedikt Föger, vom österreichischen Hauptverband, die Hand und es war wieder sehr spannend, die Preisträger mit den Erwartungen zu vergleichen.

Preis der Literaturhäuser an Terezia Mora

Preis der Literaturhäuser an Terezia Mora

Eugen Drewermann, Hans Dieter Heimendahl

Eugen Drewermann, Hans Dieter Heimendahl

Da liege ich ja meistens falsch und hier ist es besonders schwer, weil ja auch die Kategorien Übersetzung und Sachbuch, wo ich nicht so viel Ahnung habe oder Bücher kenne, verliehen werden.

Aber das Buch „Kompass“ war für den Übersetzerpreis nominiert, bekommen, hat den Preis dannEva Lüdi Kong für die Übersetzung die „Reise in den Westen“ und den Sachbuchpreis hat Barbara Stollberg-Rilinger für ihr Buch über „Maria Theresia“ bekommen, die ja jetzt ein Jubiläumsjahr hat. Das ist ein Buch, das ich wahrscheinlich nicht lesen werde und bei der Belletriktik, wo Lukas Bärfuß, Brigitte Kronauer, Steffen Popp, Anne Weber und Natascha Wodin nominiert waren hat dann die letztere für ihr Buch über ihre Mutter „Sie kam aus Mariupol“ gewonnen und das habe ich mir eigentlich gewünscht.

Jörn Dege

Jörn Dege

Fabian Hischmann

Fabian Hischmann

Nachher gab es Sekt und Brezeln, ich habe schnell ein Glas getrunken und von einem Brezel abgebissen und bin zur Happy Hour nach Österreich in die Halle vier, wo schon der Alfred und Margot Koller auf mich warteten. Dort gab es wieder Schnitzel und ich habe die Frau vom „Wortreich-Verlag“ angesprochen, deren Buch ich ja vor einer Woche beim „Indie Bookday“ gewonnen habe. Aber ich wurde auch vor einiger Zeit von einem österreichischen Verlag angeschrieben, der mir sagte, daß er sich gründen wird und ich habe nachgefragt, ob das „Wortreich“ war, weil ich nie wieder etwas von ihm hörte. Aber bei der „Wortreich- Präsentation“ war ich, als dort Judith Gruber-Rizy ihr letztes Buch vorstellte.

„Kann sein!“, hat sie mir gesagt und mir gleich drei Bücher mitgegeben, so daß mir der Lesestoff nicht ausgehen wird, obwol ich noch immer auf Olga Grjasnowas neues Buch warte, auf das ich schon sehr neugierig bin.

Am Freitag ging es dann weiter mit der Halle vier, denn dort gab es ja nicht nur Österreich, sondern auch die Broschüren und Bücher des Gastlandes Litauen. Da habe ich mir sehr viel mitgenommen. Zu einer Lesung habe ich es dann nicht geschafft, denn ich war wieder mit dem Alfred essen und, um halb drei gab es  das Bloggertreffen von „Kiepenheuer und Witsch“, wo Susann Pasztor ihr Buch „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, wo es um einen Sterbegegleiter und seinen Sohn geht, vorstellte.

Isabelle Lehn

Isabelle Lehn

Andreas Stichmann

Andreas Stichmann

Ein ganzer Tisch voll Blogger und Bloggerinnen und es waren durchaus nicht nur junge Mädchen. Jochen Kienbaum und Tobias Nazemi habe ich erkannt. Es wurde dann sowohl über die Sterbegleitung, als auch über die Funktion des Bloggerns diskutiert und ich schließe mich der Meinung einer Bloggerin an, daß ich mit meinen Blog nichts verdienen will, die Rezensionesexemplare durchaus als Belohnung sehe, aber eigentlich für mich blogge und für niemanden Werbung machen will.

Dann gings wieder zum blauen Sofa, denn da wurde  der „Preis der Literaturhäuser“ an Terezia Mora vergeben und anschließend gab es statt des Weins und der Brezeln, wie sonst, eine „Blaue Stunde“ über Luther, denn der hat ja heuer ein Jubiläumsjahr und war daher sehr prominent mit sehr vielen Bücher vertreten.

Wir sind aber früher von dort weg, weil wir wieder zur Absolventenlesung ins „Literaturinstitut“ wollten zu der mich wieder Jörn Dege eingeladen.

Es war sehr voll und ein dichtes Programm, dreimal drei Lesungen von Autoren, die ich vom „Bachmannpreislesen“ oder von sonst her kannte.

Olga Grjasnowa

Olga Grjasnowa

Jens Eisel

Jens Eisel

Nur von ganz wenigen habe ich noch nichts gehört, wie zum Beispiel von Fabian Hischmann, auf dessen Seite ich zwar kam, weil mein Patriot aus dem „Frühstück“ ja ganz ähnlich heißt, aber natürlich wieder nichts mit ihm zu tun hat. Der war der erste Leser. Dann kam Isabell Lehn, deren „Binde zwei Vögel zusammen“ ja in meinen Badezimmer auf mich wartet. Andreas Stichmann hat auch einmal in Klagenfurt gelesen. und Olga Grjasnowa die mit „Gott ist nicht schüchtern“ auf der Messe ein dichtes Programm hatte und auch gleich wieder weg mußte, habe ich schon erwähnt.

Martin Becker dessen Roman „Marschmusik“ heißt, war dagegen einer der für mich Unbekannten, während ich ja Clemens Meyers Shortlist Roman nach Leipzig mitnehmen wollte. Jetzt hat er einen Erzählband „Die stillen Trabanten“ und hat daraus auch auf der Messe sehr viel und im „Literaturinstitut“ am Schluß gelesen.

Dazwischen waren noch Roman Ehrlich und Kerstin Preiwuß an der Reihe, sehr viel „geballte Instiutsprosa“, wie es Jörn Dehne anzukündigen wußte, also und den Samstag habe ich hauptsächlich, mit einer Untetbrechung zu Mittag in der Bloggerlounge, wo ich mir Wiener Würstchen, wie dort ja die Frankfurter heißen und einen Milchreis mit Beeren kaufte,vor dem „Blauen Sofa“ verbracht. Dort war es auch sehr voll, ich habe aber immer einen Sitzplatz bekommen, ein paar Mal Mara Giese, die offizielle Buchbloggerin gesehen und mir Josef Haslinger, der über eine Anthologie aus dem „Writer in Exil-Programm“ referierte, angehört, Christoph, Hein, Eva Menasse, John von Düffel, Wladimir Kaminer und und und, ich kann wohl nicht alle aufzählen, es endete aber wieder mit einem „Krimi Speed Dating“ und am Sonntag bin ich zuerst ins „Österreich-Kaffee“ gegangen, habe mir Lukas Cejepeks „Ein weißes Feld“, wo es um die Farbe weiß geht und Nadine Kegeles „Lieben muß man unfrisiert, ein Buch das Maxi Wanders „Guten Morgen du Schöne “ nachempfunden ist und das ich als nächstes lesen werde, angehört und die Autoren begrüßt.

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß

Roman Ehrlich

Roman Ehrlich

Dieter Scheer vom Stand der „IG Autoren“ hat mich einige Bücher von Gerald Grassls Editon aussuchen lassen und mir gezeicht, wo es ein Klo gibt, bei dem man sich nicht anstellen muß, was auch sehr praktisch war, dann wieder in die Halle fünf, zur Blogger Lounge, wo ich einige der Booktuber, deren Videos ich mir in der letzten Zeit angeschaut habe, live erleben konnte und dann zu Margret Kreidl, die auf der „Bühne der Unabhängigen“, ihr bei der „Edition Kosrrespondenzen“ erschienenes Buch „Zitat Zikade“ vorstelle, wo es auch viel um Farben. aber auch um Friederike Mayröcker geht.

Danach streute ich noch ein bißchen ziellos durch die Hallen, naschte mich ein bißchen durch und landetete am Schluß wieder auf der Übersetzerbühne, wo ich, glaube ich, schon am Freitag war und wo es wieder eine Überraschung gab, denn bevor ich im vorigen Jahr nach Leipzig fuhr, bin ich ja bei einer Wiener Vorlesung gewesen wo Luigi Reitani einen Vortrag über „Literatur und Flucht“ hielt.

Jetzt hat er bei „Picus“ ein Buch darüber herausgebracht, das er vorstellte. Dann war es schon fünf und die Stände wurden langsam abgeräumt, so daß ich noch ein bißchen herumschlenderte und dann zurück zum Schmetterlingsweg gefahren bin und heute früh von Leipzig mit einem Zwischenstop in St. Pölten nach Wien.

Martin Becker

Martin Becker

Clemens Meyer

Clemens Meyer

Eine Menge Bücher habe ich, wie erwähnt in vier Taschen zurückgebracht. Jetzt muß ich das alles sortieren, einordnen und natürlich lesen und kann als Resume, für die, die von mir eines haben wollen, nur wieder sagen, es war sehr interessant und ich habe vieles gesehen, erlebt und gelernt und auch ein paar interessante Begegnungen gehabt, aber man muß es sich natürlich selbst anschauen, um einen Eindruck davon zu haben oder kann auch bei anderen Bloggern nachgooglen.

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2016-03-21

Leipziger Buchmessenreport

Sacha Batthyany

Sacha Batthyany

20160319-142734

In Leipzig war ich jetzt seit wahrscheinlich 1998, anders als in Frankfurt, wo ich nur 2000 und 2002 war, so an die zehn bis fünzehnmal. Seit 2009 blogge ich darüber, seit dem vorigen Jahr als akkredierte Bloggerin sohzusagen offiziell.

Man könnte auch lakonisch sagen, ich kann jetzt gratis hinein und die Bloggerlounge für Treffem, beziehungsweise fürs Kaffeetrinken benützen und gewohnt haben wir wieder, wie seit Anbeginn bei den Hundertmarks am Schmetterlingsweg.

Wie es war?

Spannend und, wie erwartet auch ein wenig frustrierend, obwohl eigentlich alles klappte, beim „Aufbau Verlag“ bin ich zu einem Sektempfang zurechtgekommen, in der Bloggerlounge habe ich mit Tobias Nazemi gesprochen, Mara Giese habe ich die Hand gegeben,  mit Olga Martinova und Olek Jurew im selben Messerestaurant zu Mittag gegessen, im „Leipziger Literaturinstitut“ war ich auch und eine Menge Bücher habe ich  ebenfalls aus Leipzig mitgebracht, wann ich die wohl lesen werde? Aber wieder schön der Reihe nach:

Friederike Gösweiner

Friederike Gösweiner

Marlen Schachinger

Marlen Schachinger

Am Mittwoch sind wir am Morgen mit den Auto losgefahren, haben am Abend, während die Messe in Gewandthaus eröffnet wurde und der „Preis für europäische Verständigung“ an den Historiker Heinrich August Winkler vergeben wurde, mit den Hundertmarks zu Abend gegessen und sind am Donnerstag losgezogen.

Mit der Akkredierung gab es diesmal keine Probleme und so bin ich bis zum Mittagessen ersteinmal so ziemlich planlos durch die Hallen gezogen.

Das heißt, das stimmt nicht ganz, denn als ich in der Halle vier das „Österreich Kaffee“ erreichte, hat gerade Ilse Kilic, von der ich eigentlich dachte, das sie am Mittwoch bei der „Lyrik im März“ in Wien lesen wird ihr neues „Ritter-Werk „Das sich selbst lesende Buch“, das, glaube ich, auch von einer Ilse Kilic handelt, vorgestellt und ich habe mich hingesetzt und ihr zugehört. Sie hat dann von mir wissen wollen, wo ich in Leipzig wohne und mir erzählt, daß sie auch eine Stunde Fahrtzeit hat. Dann habe ich beim „Amazon Kindle Publisher Stand“ ein paar Bücher eingesammelt oder war das erst am Freitag?

Egal, man vergißt ja soviel, obwohl ich mir brav alles in in mein rotes Büchlein aufgeschrieben habe und bin dann auch irgendwann beim „blauen Sofa“ gelandet, wo Nora Gomringer gerade mit Begeisterung von ihrer lesenden Mama erzählte, dann kam Heinz Strunk an die Reihe, der mit der „Der goldene Handschuh“ ja für den „Leipziger Buchpreis“ nominiert war.

20160318-185523

Ulf Stolterfoht

Ulf Stolterfoht

Dann kamen Joe Lendle und Tilmann Rammstedt auf das „blaue Sofa“ um über ihr „Morgen mehr“ Projekt zu erzählen. Ich habe mich aber mit dem Alfred zum Essen getroffen und danach habe ich mich bald in die Glashalle gesetzt, um bezüglich der Preisverleihung nichts zu versäumen.

Mit meinem Presseausweis hätten sie mich wahrscheinlich auch durch das Absperrband durch gelassen, aber auch so habe ich gut gesehen und war nah daran und kann jetzt gleich verkünden, daßn der Kategoerie Übersetzung Brigitte Döbert für ihre Übersetzung von  Bora Cosic „Die Tutoren“ und bei den Sachbüchern,  Jürgen Goldstein für seine Biografie „Georg Forstner. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ gewonnen hat.

Bücher, die mir nicht viel sagen und auch die in der Abteilung Belletristik waren für mich nicht so bekannt.

Da war, wie schon erwähnt Hein Strunk, der in den Blogs sehr gelobt wurde, nominiert, dann Marion Poschmann mit einem Lyrikband, Roland Schimmelpfennig  und Nis  Nomme Stockmann mit „Der Fuchs“, das wurde in den Blogs auch besprochen und dann noch der mir völlig unbekannte Guntram Vesper mit seinem Opus Magnum „Froburg“, der den Preis auch gewonnen hat.

Das ist ein Herr über siebzig und „Froburg“ ist ein Städtchen in der Nähe von Leipzig, wo er, glaube ich, auch aufgewachsen ist.

Jörn Dege

Jörn Dege

Thomas Podhostinik

Thomas Podhostinik

Also eine große Überraschung und damit bin ich dann in die Halle vier zum „Österreich-Empfang“ gegangen, wo es diesmal Schnitzeln zum Wein gegegeben hat, wurde doch der neue „Österreichische Buchpreis“, für den sich die Verlage nun bewerben können und der am Vorabend der nächsten „Buch Wien“,  vergeben wird, angekündigt.

Selbupublischer und Selbstverlage dürfen sich natürlich nicht bewerben, aber bloggen kann und werde ich natürlich darüber und interessante Gespräche hat es am Stand auch gegeben. Wir haben sogar den früheren Bundeskanzler Alfred Gusenbauer gesehen, den ich allerdings fast nicht erkannt hätte.

Am Freitag ist es dann weitergegangen. Diesmal bin ich, glaube ich, in der Halle fünf, bei den „Kindle Selfpublishern“ gesessen und habe einer jungen Frau mit schwarzen Hut und bunter Bluse zugehört, die aus ihrem Buch „Tieffliegende Liebe“ las, das von einer Fritzi handelt. Sie nennt sich Charly von Feyerabend, was wohl ein Pseudonym sein dürfte und  um zwölf hat es dann ein Bloggertreffen in der Bloggerlounge gegeben, dann habe ich wieder den Alfred getroffen und Tilmann Ramstdet diesmal auf der Bühne des „Literatucafes“ versäumt.

Dann ging es wieder nach Österreich und zu einer Lesung von Karin Ivancsics neuem Buch und bei den Rumänen bin ich auch zu einem Empfang zurechtgekommen, wo der Messedirektor war, Dana Grigorcea und wahrscheinlich noch eine Menge anderer wichtiger Personen, beim „Aufbau Stand“ habe ich dann mit Frau Seiler gesprochen, Robert Misik und Ronja von Rönne gesehen. Dann war es schon Zeit für das „blaue Sofa“, wo es diesmal wieder am Abend eine „blaue Stunde“ gab, am Freitag zum Thema „Flucht, Angst und Integration – Stößt Europa auf seine Grenze“, denn das war heuer das Messe Spezialthema. Danach wurde der „Preis der Literaturhäuser“ an den eperimentellen Lyriker Ulf  Stolterfoht vergeben, der diesmal auch im „Wiener Literaturhaus“ lesen wird und irgendwo in der Glashalle gab es einen Chor, wahrscheinlich auch zum Thema Freiheit und Integration, der so laut war, daß man den Preisträger und den Moderator nicht mehr recht verstanden hat.

Franziska Gesternberg

Franziska Gesternberg

Janko Marklein

Janko Marklein

Zu den Brezeln gab es diesmal nur Weißwein oder Wasser, aber ich hatte mein Glas Rotwein schon bei den Rumänen getrunken und außerdem noch etwas vor, hatte mich doch Jörn Dege, der mir auch die „Doppelte Biografieführung“ geschickt hat, zur „Institutsprosalesung“ ins „Leipziger Literaturinstitut“ in die Wächterstraße, neben der amerikanischen Botschaft gelegen, eingeladen, wo Thomas Podhostinik, Franziska Gesternberg, Janko Marklein, Luise Boege, Kristina Schilke und Sascha Macht, alles Absolventen, ihre neuen Romane vorstellten und in einer Vitrine konnte man die anderen Bücher berühmter LL-Studenten, drunter die von Clemens Meyer, Sasa Stanisic, etcetera, bewundern.

Am Samstag ist es weiter mit einem kurzen Kennenlernen von Martina Gercke am „Meet und Greet Stand“ und einem längeren Gespräch mit Tobias Nazemi in der „Blogger Lounge“ weitergegangen.

Ich habe Anna Jung und Nellja Veremej die ihr neues Buch „Nach dem Sturm“ am Stand der „Unabhängigen“ vorstellte, gehört und Ronja von Rönne am „blauen Sofa“ versäumt.

Da bin ich gerade zum „Krimi Speed Dating“ zurechtgekommen, wo Dora Heldt, Sebastian Fitzek, Friderich Ani, und Elisabeth Herman ihre neueren und älteren Krimis vorstellten und an sich gegenseitig verschenkten, zurechtgekommen und bin am Abend nicht mehr zu einer Lyrik Lesung mit der Ute ins Cafe Tunichtgut gegangen, sondern am Schmetterlingsweg verblieben und den Sonntag habe ich hauptsächlich vor dem „blauen Sofa“ verbracht, hat da ja Michael Kumpfmüller seinen neuen Roman „Die Erztiehung des Mannes“ vorgestellt. Ich habe die offenbar Bestsellerautorin  Theoa Dorn und ihren „Faust-Roman“ „Die Unsterblichen“ kennengelernt und Antje Ravic Srubel hat, glaube ich. auch etwas über „Transgender“geschrieben.

Luise Boege

Luise Boege

Kristina Schilke

Kristina Schilke

Dzevad  Karahasan ist mit seinem neuen Roman „Der Trost des Nachthimmels“ weit in die Vergangenheit zurückgegangen. Dann wurde es wieder voll, denn dann kam Sarah Kuttner mit ihrem Hund, sprach über ihre neues Buch „180 Grad Meer“ und beantwortete, die Kritikerfrage, die ich auch auf den Blogs schon hören konnte, ob das was sie da schreibt, denn literarisch ist, mit ihrer wahrscheinlich bekannt sehr lockeren Art „Es ist das. was ich kann!“ und bekam sehr viel Apllaus dafür.

Dann bin ich ich zum Mittagessen in die „Blogger Lounge“ gegangen, habe mir dort kein Frankfurter, sondern ein  Paar Wiener Würschen, denn die heißen dort so, gekauft und es war etwas leerer, hat es ja anderswo, eine große Blogger Konferenz gegegen, wo auch Mara Giese ihren Blog vorstellte, für die man aber dreiißig oder sechzig Euro zahlen hätten müssen.

Dann bin ich noch ein bißchen durch die Halle drei gewandert, habe mich bei dem toskanischen Stand, wo es Wurst, Wein und Käse gab,  ein bißchen durchgekostet, die angeboteten Bibeln und christlichen Bücher verschmäht und bin dann wieder zum „blauen Sofa“ gewandett, wo „Fünfundzwanzig Jahre Leipzig liest“ mit Clemens Meyer, Kerstin Hensel und Jan Böttcher gefeiert wurden.

Dann gings  zur Ulrike, die ja um die Zeit ihren Geburtstag hat und heute sind wir mit zwei vollen Büchertaschen zurückgefahren und ich kann mein Resume ziehen, beziehungsweise mich bei den anderen Blogs so umsehen, wie die die Leipziger Buchmesse erlebten und, daß El Awadalla, die erforderten sechtausend Unterschriften nicht zusammenbekommen hat und daher nicht die nächste österreichische Bundespräsidentenin werden kann, hat mich ein bißchen enttäuscht.

20160319-142621

Sascha Macht

Sascha Macht

Es gibt aber viel zu Lesen und in Leipzig habe ich Nele Neuhaus „Schneewittchen muß sterben“, ein Fund aus dem Bücherschrank durchgenommen, von deren großen Erfolg, ich auf einer der Fachkonferenzen, die es für Buchhänderschüler, beziehungsweise  Studenten gab, ebenfalls hören konnte.

 

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