Literaturgefluester

2017-09-13

Leo Perutz-Preisverleihung

https://literaturgefluester.wordpress.com/2012/09/13/elisabeth-chovanec-leo-perutz-preis-und-shortlist-des-dbp/Den „Leo Perutz-Preis“ für den besten in ovativen Krimi mit Wien-Bezug gibt es  vom „Hauptverband des Buchhandels“ und der Stadt Wien veranstaltet, seit einigen Jahren und meistens fand die Veranstaltung im Palais Fürstenberg in der Grünangergasse statt. Einmal war die die Veranstaltung im Bestattungsmuseum und diesmal überraschend in der Wien Bibliothek, in der es ja auch manchmal Krimilesungen gibt und fast wäre ich aus Gewohnheit in die Grüngangergasse gegangen ,denn auf der Seite www. buchhandel. at, wo ich meine Informationen beziehe, gab es zwar vor einigen Monaten oder Wochen einen Hinweis auf die Shortlist und, daß die Veranstaltung am 13. September stattfinden würde, mehr aber nicht.

Dann habe ich aber am Freitag doch ein Mail an Teresa Preis geschickt, die jetzt die Pressearbeit macht und sie hat mir auch schnell geantwortet, Mittwoch 19 Uhr Wien Bibliothek, ich setze Sie gerne auf die Liste.

Das war dann gar nicht so notwendig, denn der der Chemiker Manfred, ein regelmäßiger Wien Bibliothek Besucher, der gestern  bei einer Veranstaltung über Johann Strauß war, war auch da und sonst die üblichen Perutz-Besucher.

Christopher Just, der mit seinem „Modsdetektiv“ nicht nur niminiert war, sondern auch bei den O-Tönen Debuts gelesen hat, habe ich im Lift getroffen und ihn gleich frech gefragt, ob er den Preis gewinnen würde?

Aber das hat er wahrscheinlich weder gewußt noch gewonnen. Er hat mir aber den Vortritt in die BibliotheK gelassen und dort trafen dann nach  und nach die Horoatoren ein. Roman Kollmer hat moderiert, vom „Picus“ waren Alexander Pootyka und Dorothea Löcker da, hatten sie ja auch einen Kanditaten und Günter Kaindlsdorfer, der bisher moderierte, war verschwunden.

Die sogenannte Shortlist bestand aus fünf mir außer Theresa Pramer, der vor zwei Jahren Preisträgerin und Christopher Justaus lauter unbekannten namen und ich denke ja auch, das ist ein schräger Preis, denn Leo Perutz hat ja eher Gespenstergeschichten als Krimis gechrieben und es sind ja auch meist eher schräge <Kimris die da nominiert werden, obwohl Eva <menasse, Stephan Slopethzky, Thomas Raab, etcetera haben schon gewonnen und diesmal war die Shorthlist mit

  1. Alex Beer „Der zweite Reiter“
  2. Christopher Just „Der Modsdetektiv“
  3. Stephan Peters Erstbezug“
  4. Theresa Prammer „Die unbekannte Schwester“ und
  5. Hans-Peter Vrtacnik „Totenvorgel“

bestückt und diesmal war diePreisverleihung eher ungewöhnlich. Das heißt Roman Kollmer hat moderiert. Eine Vertreterin von der Stadt Wien hat Grußworte gesprochen und dann kam Erwin Riedesser vom Hauptberband, der in ein Streitgepräch mit Roman Kollmer verwickelt wurde, beabcbsichtig oder unbeabsichtigt, habe ich keine Ahnung. Er sagte jedenfalls ein paar Worte zu dem Preis, den Preisträgern, Leo Peruthz und möglichen Veränderungen. Dann stellte Roman Kollmer die Preisträger vor, die diesmal nach und nach den Lesetisch füllten. Es gab eine jeweilige Kurzlesung von drei bis fünf Minuten und ein Gespräch zwischen Roman Kollmer und den Autoren, wo man erfuhr, daß Alex Beer, deren Namen ein Pseudonym ist und die in Bregenz geboren wurde, Roman ein historischer ist, der im 1919 nach dem ersten Weltkrieg spielt. Andreas Pittner, ich glaube, auch ein Preisträger, hat einmal auch etwas Ähnliches geschrieben, wo der Kommissar in der geheitzten Straßenbahn fährt.

Die Krimihandlung des Moddetekiven habe ich immer noch nicht verstanden und der bei „Picus“ erschienene Krimi „Erstbezug“ handelt von einem Afghanen, der in eine überfüllte Wohnung gestopft wurde.

Die Preisträgerin von vor zwei Jahren hatte dagegen etwas von einer unbekannten Schwester und Hans Peter Vertacnik ist offenbar ein pensionierter Pensionist, der sich jetzt im Krimigenre versucht und dabei gleich einen Innenminister ermorden läßt.

Dann kam Andreas Gruber, der Vorjahrspreisträger, der heuer in der Jury saß, erzählte etwas von den Juurysitzungen, verkündete, daß Alex Beer gewonnen hat und verlas die Laudatio.

Großer Applaus und Juchu Geschrei, Alex Beer, die noch unter einem anderen Namen offenbar schon einmal nominiert war, hatte sich ihr Fan Publikum mitgebracht, dann gabs Wein und Brötchen.

Ich habe mich mit dem Chemiker Manfred unterhalten und das Geschehen, um mich herumbetrachtet und werde, da ich ja jetzt doppelten Buchpreislese wohl in der nähsten Zeit kaum zum Krimilesen kommen. Benedikt Föger der Präsident des <Hauptverbandes erwähnte aber etwas, das die Krimis dem Buchhandel den Ummsatz bringen und wieder neu, es gab diesmal einen Büchertisch, wo man alles kaufen konnte. Sehr viele Interessenten habe ich dabei aber nicht gesehen.

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2016-09-29

Leo Perutz- statt H. C. Artmann-Preis

Vor einigen Wochen habe ich von Julia Danielcyk ein Mail mit einer Einladung zum H.C.Artmann-Preis, der am 29. 9. im MUSA an Anselm Glück vergeben wurde, bekommen und habe „Fein!“, gedacht, denn bei dieser Preisverleihung war ich ja noch nicht, bis ich daraufgekommen bin, daß zeitgleich in der Grünangergasse der „7. Leo Perutz-Krimipreis“ des Hauptverbandes und der Stadt Wien vergeben wird.

Dabei bin ich schon ein paarmal gewesen und habe auch Julia Danielcyk im Vorjahr auf dem Klo getroffen, die mir dort das „Literatur im MUSA Programm“ übergab und so habe ich diese Terminkollision bedauert, mich dann aber doch für den Krimi und gegen die experimentelle Literatur entschieden, obwohl der ja, wie ich gestern in der „Gesellschaft“ von Jochen Jung und Martina Schmidt hören konnte, nicht so ganz literarisch ist, aber von den Leuten gern gelesen wird und da ein Andreas Pittner Krimi oder einer von Eva Rossmann sich höchstwahrscheinlich besser verkauft, als die Gedichtbände von Anselm Glück oder Dieter Sperl etcetera, hat der Hauptverband vor sieben Jahren einen österreichischen Krimipreis ausgerufen, ihm einen schönen klingenden Namen von einem Dichter, der so viel ich weiß gar keine Krimis geschrieben hat, gegeben und seit 2011 gehe ich dort regelmäßig hin.

Es gibt da auch eine Shortlist mit fünf Nominierten, die die fünfköpfige Jury aus, wenn ich es richtig verstanden habe, fünfhundert Vorschlägen, die sie angeblich alle liest, also ich schaffe nur mehr hundertdreißig Bücher im Jahr, auswählt und diesmal standen Hannelore Fischer mit „Die Altmeister“

Andreas Gruber „Racheherbst“

Fritz Lehner „Seestadt“

Beate Maxian „Tod in der Hofburg“ und

Andreas Pittler auf der Liste.

Als ich kurz vor sieben das schöne alte Palais in der Grünangergasse erreichte, war es dort schon sehr voll und zu meinem Erstaunen hat nicht Günter Kaindlsdorfer moderiert, sondren, der Schauspieler  Roman,Kollmer, den ich schon von der „Buch-Wien“ beziehungsweise vom Österreich-Kaffee in Leipzig kenne.

Benedict Föger war auch nicht da und von der Stadt Wien ist Stadtrat Wollner später gekommen, so daß Roman Kollmer launig moderierte und die fünf Auserwählten vorstellte.

Hannelore Fischer ist die Nichte vom O.W und war wie Dolores Schmidinger, die im vorigen Jahr nominiert war, Schauspielerin, offenbar ist das Krimischreiben dann ein Hobby, das sie in der Pension betreiben und weil sie einen großen Namen haben, finnden sie….

Es gab eine fünf Minuten Lesung und in dem Krimi geht es um eine Othello Aufführung, wo, glaube ich, zwei eifersüchtige Herren die Desdemona umbringen wollen, weil sie ihr Kind weggegegeben habe.

Dann kam Andreas Gruber an die Reihe und der war, glaube ich, schon im Vorjahr nominiert. Es stehen also auch immer die selben auf der Liste und von den fünf Nominierten, habe ich auch nur Andreas Pittler und Beate Maxian richtig gekannt und noch keines der nominierten Bücher gelesen.

Andreas Gruber hat schon einen „Rachesommer“ geschrieben und Roman Koollmer fragte launig nach dem „Rachfrühling“, aber der ist noch frei und kann noch geschrieben werden und es geht in dem Herbstbuch, um eine Frau, die in die Wohnung eines Dates geht und offenbar von einem Arzt ermordet wird, zuerst versetzt er sie aber in eine Querschnittlähmung.

Fünf Minuten Lesezeit sind sehr kurz, also schon weiter zum nächsten Buch und Fritz Lehner ist ein Filmemacher, den ich, glaube ich, schon einmal bei „Rund um die Burg“ hörte, sein Krimi geht um die Seestadt Aspern und dort läuft ein Mörder frei herum, beziehungsweise hat er sich gerade niedergelassen.

Beate Maxian, die ich schon von verschiedenen Krimi Veranstaltungen kenne und auch schon einige Bücher von ihr auf meinen Stößen liegen habe, wurde für „Tod in der Hofburg“ nominiert und dort gibt es einen Handtaschentausch, das Klo wird in die Luft gesprengt und einiges andere passiert dort, glaube ich, auch noch und Andreas Pittlers Bronsteinkrimi „Goodbye“, der 1955 spielt und wo der alte Major in ein Wirtshaus geht und dort die „Reblaus“ singt, habe ich, glaube ich schon einmal gehört.

Dann kam das Interview mit den Preisverteilern und die berühmte Frage, was sie denn für Krimis lesen und dann „The winner is Andreas Gruber“ von der Vorjahresgewinnerin Theresa Prammer, Roman Kollmer eröffnete dreimal das Buffet, weil der Preis ja auch vergeben werden mußte und immer einer noch etwas sagen wollte und dieses war besonders gut und besonders reichhaltig und jetzt habe ich die Preisverleihung an Anselm Glück und wahrscheinlich das Brot und den Wein, den es im Anschluß gab, versäumt, mich aber mit der Angela gut unterhalten und am achtzehnten Oktober geht es weiter mit der Wiener Kriminacht, wo ich wahrscheinlich auch ein Alternativprogramm haben werde.

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