Literaturgefluester

2020-07-14

Lesefest in Strobl am Wolfgangsee

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:41
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Der Alfred befindet sich derzeit, bevor er sich Ende August in Pension begibt, auf Urlaub, in dem er eigentlich im April oder Mai mit dem Karl nach Usbekistan fahren wollte und dann mit mir im Juni am Rhein Radfahren. Das ist Corona bedingt ausgefallen und ich bin mit meiner Sommerfrische in Harland bei St. Pölten eigentlich auch zufrieden, habe da mein Schreibprojekt oder meine Schreibwerkstatt und in Wien gibt es auch einige Veranstaltungen, die im Weinhaus Sittl, wo ich eigentlich in St. Pölten sein möchte, im Juli die „Podium-Sommerlesereihe“ im Cafe Prückl und am Donnerstag die O-Töne im MQ, die jetzt beginnen. Aber der Alfred hat, glaube ich, Probleme seinen Urlaub zu Hause zu verbringen. So hat er begierig, die Einladung zu einem Lesefest in der öffentlichen Bibliothek in Strobl, die ihm Luis Stabauer oder Erika Kronabitter schickte, aufgegriffen und gleich, da es sich mit meinen Stunden ausging, ein Hotelzimmer gebucht.

Erika Kronabitter

Erika Kronabitter

 

Raimund Bahr

Raimund Bahr

 

Bettina Balàka

Bettina Balàka

 

Lars-Arvid Brischke

Lars-Arvid Brischke

 

Patricia Brooks

Patricia Brooks

Ich finde es zwar ganz ehrlich, ein wenig seltsam wegen einer Lesung mit Bettina Balaka, Patricia Brooks, Monika Gentner, Margit Heumann, Thomas Northoff, Luis Stauber und Herbert J. Wimmer nach Strobl zu fahren, weil ich ja alle auch in Wien hören kann, aber wegen Luis Stabauer sind wir einmal auch zum Attersee gefahren und ein wenig Urlaub oder Abwechslung tut ja gut, weil ich zwar heuer eine knappe Woche mit der Ruth auf Winterurlaub auch in Salzburg war, aber sonst Leipzig wieder ausgefallen ist und die Sommerfrischenwochenende sind ja nicht wirklich besonders aufregend. Aber da ich bis drei Uhr Stunden hatten, sind wir erst da weggefahren und am Donnerstag auch gleich zurück, weil da habe ich ab fünf Stunden und dann gab es vorige Woche auch wegen dieser Maskenpflicht in OÖ Aufregung und ich dachte zuerst, Strobl am Wolfgangsee liegt in OÖ. Zum Glück liegt es schon in Salzburg zu Oberösterreich aber gleich um die Ecke und da ist derzeit, wie mir Erika Kronabitter beziehungsweise eine Frau von Felderkirchner Saumarkttheater erklärte,, besonders viel los. Denn Erika Kronabitter, die unermüdliche, organisiert ja den Feldkircher Lyrikpreis. Feldkirch ist zwar in Vorarlberg, also eigentlich weit entfernt, aber Erika Kronabitter organisiert auch die „Text und Kritik- Werkstatt“ jedes Jahr, wo ein paar Autoren eingeladen und ihre Texte organisiert werden und das war ursprünglich in Vorarlberg, jedenfalls hat sie mich dort 2005 auf die Silvrettahöhe eingeladen, die Lesung war dann in einer Galerie in Bregenz und ich habe, wenn ich mich nicht irre, aus den „Schreibweisen “ gelesen und die „Fluchtbewegungen“ besprechen lassen.

Das befindet sich aber seit einiger Zeit in Strobl am Wolfgangsee, denn dort hat sich ja Raimund Kremlicka, der jetzt Raimund Bahr heißt, zurückgezogen, beziehungsweise seine Kulturarbeit verlegt. So gibt es die Strobeler- bzw. Wolfgangseer-Literaturtage und aus irgendwelchen nicht ganz so logischen Gründen findet die Jurysitzung des Lyrikpreises auch dort an und mit dem Leseefest wurde die Text- und Kritikwerkstatt auch eröffnet.

Wir sind also um drei von Wien weggefahren und haben Strobl, das kleine schöne Örtchen, ungefähr um halb sieben erreicht, haben das Hotelzimmer bezogen und sind dann eine runde zum See gegangen, haben dort Monika Gentner und Herbert J. Wimmer in einer Bar getroffen, einen „,Hugo“ getrunken und festgestellt eigentlich alles normal, vielleicht weniger Besucher,, wie sonst. Das kann ich nicht so beurteilen, war ich ja wahrscheinlich in Strobl oder am Wolfgangsee, das letzte Mal, in der vierten Hauptschulklasse, weil da die Wiener Kinder vier Tage nach Salzburg mit dem selbstgeschneiderten rosa Dirndl gefahren sind.

Monika Gentner

Monika Gentner

 

Margit Heumann

Margit Heumann

 

Thomas Northoff

Thomas Northoff

 

Luis Stabauer

Luis Stabauer

 

Herbert J. Wimmer

Herbert J. Wimmer

Aber eine gute Stimmung bei „Hugo“ und Aperol, die Margit Heumann haben wir dann auch auf einer Bank getroffen, wo sie mit der Dame saß, die mir das mit den dreifachen Veranstaltungsreigen erklärte.

Die öffentliche Bibliothek lag auch gleich am Platz und viele Bekannte Gesichter habe ich getroffen. So kam Wally Rettenbacher, die mich ja einmal für das Radio Fro unterviewte, die Bibliothekarin leitete ein und Erika Kronabitter erkärte nochmal, wie das mit den Lesenden wäre, beziehungsweise stellte sie die Jury des Lyrikpreises, die aus Herbert J. Wimmer, der schon erwähnten Dame, Patricia Brooks und dem Preisträger des Vorjahres, Lars Arvid Brische bestand, vor. Die anderen Lesenden sind Teilnehmer der Schreibwerkstatt und Bettina Balaka begann mit einem Auszug aus ihrem neuen Roman, der demnächst erscheinen wird, wieder einen historischen , wie sie erklärte, der offenbar ein ziemlich ähnliches Thema, wie der letzte hat, zumindest geht es da auch um den Cobenzel.

Der aus Berlin stammende Preisträger, der gerade in Hamburg Urlaub macht, las seine Gedichte und Patrica Brooks, sowohl Jurymitglied als auch Werkstattteilnehmerin, las einen Text über ein Geburtstagsfest und dann noch zwei Gedichte.

Es gab zwischen den Lesungen immer Musik vom Holzklang Trio, immer nach jeweil zwei oder drei Lesungen und Raimand Bahr, der nicht auf dem Programmzettel stand, hat mit einem Auszug aus seinem neuen Buch begonnen und der hat ja, als er noch in Wien wohnte immer große Veranstaltungen gemacht und ich habe bei ihm einmal auch ein Seminar im Literaturhaus besucht, wo es nur ganz wenige Teilnehmer gab.

Monika Gentner las einen Auszug aus einem utopischen Roman, den ich schon einmal im Literaturhaus gehört habe.

Margit Heumann, die unermüdliche, brachte Ausschnitte aus einem Briefroman „Briefe an Elsa“ glaube ich, die aus der Schatulle der verstorbenen Mutter stammten und Thomas Northoff las aus seinem neuen Buch, in dem er wieder Kostproben aus seiner unverwechselbaren knappen experimentellen Sprache gab.

Luis Stabauer hat auch einen neuen Roman, der demnächst erscheinen soll, der von einer Frau handelt, die in eine Strafanstalt eingeliefert wird und Herbert J. Wimmer las Gedichte aus drei Büchern.

Dann gab es noch Gespräche und ein Schlückchen Wein, bevor die Gruppe in ihr Bildungshaus nach Oberösterreich gegangen ist, um morgen mit der Textwerkstatt zu beginnen und ich habe zwar einen etwas „verrückten“ Literaturausflug gemacht, es war aber sehr interessant und läßt sich möglicherweise wiederholen.

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