Literaturgefluester

2020-08-30

Marathonlesen

2015 habe ich ja mit dem „Buchpreisbloggen“ oder des Lesens der nominierten Bücher die auf der deutschen Buchpreisliste standen begonnen, vorher hatte ich seit 2010, glaube ich, meine Leseliste und da stand dann so ungefähr darauf, was ich bis Ende des Jahres lesen wollte, 2013 habe ich aus diesen Grund noch nicht mit dem Buchpreislesen angefangen, obwohl mich „Buzzaldrins“ „Vier lesen fünf“ Aktion schon dazu ein bißchen animierte.

2016 kam dann noch der Öst dazu und weil ich ja 2015 angefangen habe die Verlage nach den Büchern zu fragen, vorher habe ich mich eher nur an die österreichischen Verlage gewandt, kamen die dann mit ihren Vorschauen und meine Leseliste wurde lang und länger, so daß ich schon aus diesem Grund aufhören hätte können zu den offenen Bücherschränken zu gehen, denn keine Chance, keine Chance, so daß das allmählich ein zwei- oder dreifaches Buchpreislesen darauf wurde, das der Neuererscheinungen, das des Öst, des dBp und die Backlistbücher standen dann auf der Leseliste und wurden Ende des Jahres ausgetragen.

Im Vorjahr kam dann noch der Schweizer Buchpreis, den ich heuer auslassen werde, dazu und seit 2016 auch die Bloggerdebutshortlistbücher. Eine elendslange Bücherliste über die man sich wundern kann und sich schon manche gewundert haben, ich kann aber sagen, das Bucpreislesen ist sehr interessant, man lernt sehr viel dabei und bekommt auch einen guten Einblick in die Gegenwartsliteratur.

In diesem verrückten Jahr ist noch vor der Corona-Krise oder zeitgleich mit ihr die „Leipzger-Buchpreisbücher“ dazugekommen, die ich heuer das erste Nal angefragt habe, nichtalle, vier Sachbücher habe ich ausgelassen. Frühjahrsneuerscheinungen kamen auch dazu und bis ende Jänner habe ich noch die Neuerscheinungen vom Vorjahr hinuntergelesen, so daß ich wie schon seit zwei oder drei Jahren erst im Juni so richtig zu meinen Backlistbüchern gekommen bein.

Da habe ich einige sehr Interessante auf die ich mich auch schon sehr gefreut habe, gelesen, wohl wissend ab Mitte August ist es aus, da komme ich in einen Lesestreß, denn ist die deutsche Longlist bekannt und habe ich die Bücher angefragt muß ich mich beeilen, weil meistens ja noch andere Neuerscheinungen auf mich warten, die auch gelesen werden wollen.

Die letzten zwei Jahre waren wir in der Schweiz, da habe ich die Longlist 2018 in Bern erfahren und mir am nchsten Tag bei Weltbild den Arno Geiger um fünf Franken gekauft und hatte dann schon auf der Rückfahrt etwas von der Liste was ich lesen konnte.

Im Vorjahr wurde die Liste, glaube ich, erst nach meiner Rückkehr bekanntgegeben, da habe ich auf der Rückfahrt Gertraud Klemms „Hippocamus“ gelesen und war enttäuscht, als sie dann nicht auf der Liste stand, dafür aber die Streeruwitz, juche, denn die hatte ich schon zu Haus und mir zum Lesen aufgespart.

Heuer waren wir Corona bedingt oder auch sonst in Wien beziehungsweise in St. Pölten, ich habe meine Backlist gelesen und hatte einige Neuerscheinungen auf meiner Liste, die ich erst, um den zwanzigsten August lesen durfte, so daß ich überlegte, wie ich das mit meinen Artikel mache, damit ich, wenn die Liste bekanntgegeben wird, dann in keinen zu großen Lesestreß komme, weil ich noch andere Bücher lesen sollte, so habe ich am Wochenende davor Stephan Roiss „Triceratops“ gelesen, Erscheinungsdaum 17. 8.und hatte das Buch dann schon gebloggt, als klar war, es steht auf der Liste und war damit mein Buch drei, Bov Bjerg und Leif Randt hatte ich schon vorher gelesen.

Leif Randt weil er für Leipzig nominiert war, den Bjerg, weil er beim „Bachmannpreis“ gelesen hat und das Buch bei den Blogs auftauchte. Danach habe ich die nicht nominierten Neurerscheinungen, nämlich Barbara Riegers „Friß oder stirb“ weitergelesen und Sascha Rehs „Großes Kino“, das ich zuerst im E-book-Kasten hatte und später noch als Buch gekommen habe, dann wäre einige Wagenbach Quartbücher dran gewesen, aber die hatte ich auch als PDF und da war Wanderwochenende und ich habe zwar einen E-Bookreader, die Bücher aber im Laptop, also habe ich Justin Steinfelds „Ein Mann liest Zeitung“, das ich erst später bekommen habe, vorgezogen und in die Steiermark mitgenommen.

Das war sehr umfangreich und nicht so leicht zu lesen, so habe ich eine Woche dafür gebraucht, während bei mir die Bücher nach und nach eingedrudelt sind, so daß ich derzeit etwa zwanzig Neuerscheinungen, Buchpreisbücher und andere auf mich warten habe und schon ungeduldig war, wann kommt denn jetzt Buch vier, denn bald wird ja die Shortlist bekanntgegeben und da hatte ich 2015, glaube ich, schon zehn Bücher gelesen, heuer zwar nach den Neuerscheinungen fünf PDFs, die gleich gekommen sind, aber hurra, Buch vier wartete auch schon, konnte weil Erscheinungstag 26.8 aber erst nach dem Steinfeld gelesen werden.

Ich lese es jetzt, es hat über sechshundert Seiten, also brauche ich dazu auch mehr als das Wochenende, es ist aber sehr interessant und wäre derzeit mein zweiter Shortlisttip.

Dann kämen die drei Wagenbachbücher, ein italienisches, ein Debut und das zweite das ich von der Helen Weinzweig lesen werde, dann die fünf Bpbs, die ich als PDFs geschickt bekommen habe.

Eines davon habe ich inzwischen auch als Print und werde es wahrscheinlich, wenn es am Donnerstag nicht regnet, zu den O-Tönen mitnehmen, dann kommen ein paar andere Bücher, die ich schon vorher bestellt habe, denn eine Agentur hat mir da fünf Bücher angeboten, die von Frauen und den Neunzehnhundertzwanzigerjahren handeln, da konnte ich nicht nein sagen, obwohl ja am Donnerstag die öst Longlist bekanntgegeben wird und ich die, wie die deutschen Bücher wahrscheinlich, wenn der Verlag nicht schickt, auch über Netgalle bekommen kann.

Ein paar andere Bücher habe ich inzwischen auch angefragt, nämlich das neue Buch von Luis Stabauer, wenn ich da schon nicht maskenlos zur Präsentation gehen kann und dann Linus Gieses „Ich bin Linus“ und das ist ja „Buzzaldrin“, also sehr interessant.

Am fünfzehnten September wird die deutsche Shortist bekanntgegeben und ich habe dann vielleicht fünf oder sechs der Bücher gelesen, weil derzeit lese ich ja eher langsam, obwohl ich wegen des Veranstaltungsstop zweimal am Tag dazu Zeit habe, trotzdem habe ich schon gedacht, um da nicht in zeitlichen Verzug zu geraten, vielleicht einen Lesemarathon einzulegen, das habe ich ja schon gemacht, daß ich ein ganzes Wochenende nichts anderes mache, als Bücherlesen oder in St. Pölten einmal eine ganze Woche, fünf Bücher sind das, glaube ich, geworden.

Was mich daran hindern könnte, sind unter der Woche meine Stunden, aber dann das Schreiben oder das Korrigieren des „Notizbuches“, denn das sollte ja auch nicht liegenbleiben, aber ein bßchen anziehen wäre nicht schlecht, sagt mir der Alfred ja jedesmal wenn der Briefträger läutet „Das schaffst du alles nicht!“

„Schaffe ich schon, auch wenn ich bis zum Jänner brauche, bis ich mit den Buchlisten fertig bin. Macht ja eigentlich nichts und weil meine Leseliste ja so lang und mein Computer am Kaputtwerden ist, habe ich mir die Backlistbücher, die ich in den nächsten drei Jahren lesen wollte, auch beim Verlinken gelöscht.

Also kann ich da wieder ganz von vorne anfangen, beziehungsweise mir die Bücher nach Geschmack und Laune aus meinen Regalen klauben, was ja auch ganz schön ist, also so schnell wie es geht, die zwanzig Bücher von der Warteliste lesen. Weitere zwanzig werden wohl noch dazukommen und im Dezember die des Bloggerdebutspreises.

Da würde ich ganz gern auch Weihnachtsbücher lesen und habe da ja auch schon eine ganze Menge angesammelt, aber ob ich das schaffen werde?

Mal sehen, ich bin gespannt, freue mich auf meine drei „Wagenbach-Bücher“, auf die österreichische lange Liste und dann auf das deutsche Buchpreisbloggen, wo ich derzeit noch nicht sehr viel mehr sagen kann, als daß der Leif Randt, der mir eigentlich nicht so gefallen hat, hochgelobt wird.

„Triceratops“ hat mir sehr gut gefallen und Seethalers „Gustav Mahler-Roman“ wird überall verrissen und da kann ich eigentlich auch nur sagen, daß ich keine so besondere Seethaler-Freundin bin und mich, das was ich von den Lesungen seines „Ganzes Leben“ hörte, nicht sehr beeindruckt hat.

2016-08-16

Bücherherbst

Während ich meine Leseliste hinunterlese und mich bei Ruth Schweikert und Hermann Broch mit der Frage beschäftige, ob sie den Kriterien der anspruchsvollen Literatur entsprechen und mich berühren, tummeln sich bei den Blogs und bei den Buchhandlungen, die Herbstempfehlungen und die ersten Fragen nach der dBp-Liste, die ja nächste Woche bekanntgegeben wird, tauchen auf.

Ich habe meine Empfehlungen auch schon abgegeben und lese jetzt bei den anderen Bloggern, welche Tips sie dafür bereit halten und welche Bücher ich vergessen habe.

Julie Zehs „Unterleuten“, ist ein möglicher Favorit, aber auch das neue Buch von Judith Hermann, obwohl ich mir da nicht ganz sicher bin, ob das ein Roman ist und nur solche Bücher dürfen ja auf der Liste stehen und dann, da wir ja in den Zeiten der Flüchtlingskrise leben und auch der „Bachmannpreis“ einen offenen weltumspannenden Eindruck zu machen versuchte, gibt es daauch einige Bücher, die sich mit dieser Frage beschäftigen, so zum Beispiel Tomer Gardis „Broken German“, das inzwischen bei „Droschl“ erschienen ist und ich mir wieder nicht sicher bin, ob es auf der Liste stehen kann, ist der Autor ja Israeli und lebt auch in Israel, aber Shida Bazyar und Rasha Khayat mit iranischen beziehungsweise saudiarabischen Wurzeln haben zwei Bücher geschrieben „Nachts ist es leise in Teheran“ und „Weil wir längst woanders sind“, die uns in andere Kulturen hinüberführen und auf den Blogs sehr besprochen werden.

Vielleicht werden sie auf der Liste stehen, Tobias Nazemi, der die schöne Sprache bei Shida Bazyar sehr lobt, sieht in ihr eine Favoritin und wenn man sich so in den Buchhandlungen, beziehungsweise in den Verlagsvorschauen oder Facebookseiten so umschaut, findet man noch andere Bücher, die sehr umworben werdeen.

„Aufbau“ schwärmt für das neue Buch von Ellen Berg und eines mit dem Namen „Die Nachtigall“ und „Hanser“ scheint einen neuen Bestseller „The girls“ von Emma Cline kreiiert zu haben, den ich mir als Leseprobe aus Innsbruck mitgenommen habe und dann prompt auf den Blogs fand, wo diskutiert wird, ob man es jetzt lesen soll oder nicht.

Ein Buch, das, da keine deutsche Autorin auch nicht auf der Liste stehen kann, aber viel gelesen wird und da sind wir ja wieder bei der Frage, was die Leute lesen?

„Literaturen“ hat im Zuge ihres Buchpreisbloggings, die Buchhandlungen danach gefragt und die geben reihenweise, die Antwort, daß sich der Durchschnittlsleser eigentlich nicht sehr für das, was da darauf steht interessiert.

Klar, die wollen das leicht lesbare, die Bestsellerautoren, wie Ellen Berg mit ihren „Blonder wirds nicht“ lesen.

Aber bei „Aufbau“ wird momentan auch die „Vegetarierin“ von der südkoreanischen Schriftstellerin Han Kang sehr umworben, ein Buch, das gemeinsam mit Emma Cline „Girls“ beim nächsten „Literarischen Quartett“ vorgestellt werden wird.

Bücher, die mich dann, obwohl meine Leseliste für das Jahr 2016 längst erstellt ist und ich mich ja auch durch die Buchpreisliste lesen will, reizen und die ich auch gerne lesen will.

Die Leute lesen ja, höre ich immer, immer weniger und die Neurscheinungslisten sind lang und werden immer länger. Neunzigtausend soll es pro Jahr schon geben und Selfpublisher, die oft wie Jaqueline Vellguth, ein Buch pro Monat schreiben, kommen dann auch noch dazu und wenn ich dann versuche auch an den Bestesellern nicht vorbei zu gehen, bleibt dann wieder meine Leseliste über, auf der auch Bücher draufstehen, die ich ich  eigentlich lesen will.

Vicki Baum zum Beispiel, das schreibe ich ja jetzt schon sehr oft, daß da sechs Bücher auf mich warten und eigentlich könnte ich mit dem ersten, demnächst anfangen. Zwar habe ich mir da bei „Literaturtest“ auch einen Sommerbestseller bestellt, der bald kommen soll und William Faulkners „Licht im August“ steht auch auf der Liste und sollte ich, wenn, dann in diesem Monat lesen und wenn ich das tue komme ich vielleicht nicht mehr zu der Vicki Baum, weil ja am dreiundzwanzigsten schon die Longlist bekannt gegeben wird und ich da auch schon sehr gespannt bin, welche Bücher da darauf stehen werden und welche ich davon kennen werde?

Die Bücherblogger nennen immer wieder Namen von Büchern, die mir bisher entgangen sind und da denke ich Ja immer, mich am Buchmarkt ganz gut auszukennen und prompt kommt ein neuer Bestseller daher, von dem ich keine Ahnung habe und von den „Bachmannlesenden“ sind inzwischen auch schon einige Bücher erschienen.

Tomer Gardis „Broken German“  habe ich schon erwähnt. Ebenfalls bei „Hanser“ ist Sylvie Schenks, die in Klagenfurt ja gar nicht so gut angekomme ist, „Schnell dein Leben“ erschienen, von dem ich schon hörte, daß es auf der Liste erwartet wird und Isabelle  Lehns „Binde zwei Vögel zusammen“ klingt auch sehr interessant.

Es wird also sicher ein interessanter Bücherherbst, auch wenn es schade ist, daß ich nicht und nicht zu meinem Vicki Baum-Schwerpunkt komme und der Franzobel Krimi „Wiener Wunder““, den ich auf der vorletzten „Buch-Wien“ gewonnen habe, sowie Richard Schuberths „Chronik einer fröhlichen Verschwörung“, das obwohl es ja schon im vorigen Jahr erschienen ist, bei den Ö-Tönen auf der Debutantenschiene steht, auf mich warten.

Auf in den Leseherbst könnte man so sagen und, die eine Woche, bis die Longlist startet, lesen was noch geht und vielleicht auch noch ein bißchen weiter den Unterschied zwischen E und U diskutieren, obwohl das die Durchschnittsleser höchstwahrscheinlich nicht so interessiert und die eher lesen, was spannend ist, beziehungsweise auf dem Bestsellerstapel liegt.

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