Literaturgefluester

2020-12-29

Die 2020-Bücherliste

Filed under: Bücher,Büchergeschichten,Uncategorized — jancak @ 00:12
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Ich lese ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, relativ viel. Das heißt, ganz so viel ist es eigentlich, so hundertfünzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher pro Jahr. Die Zweihundertermarke ist mir nie gelungen zu knacken und es wird auch eher weniger als mehr. Das heißt ich lese ehe rlangsam, obwohl ich ja eigentlich Corona bedingt mehr Zeit und Gelegenheit dazu hätte, weil es ja kaum Veranstaltungen gibt, so daß ich eigentlich zweimal pro Tag in der Früh und am Abend mit einem Buch in der Badewanne versinken kann.

Ich lese, wie meine Leser wahrscheinlich ebenfalls wissen, derzeit viele Buchpreislisten. In diesem Jahr waren es besonders viele. Zu der deutschen Buchpreisliste mit der ich ja 2015 angefangen habe, ist ab 2016 sowohl die österreichische als auch das Bloggerdebut dazugekommen, im Vorjahr weil wir ja auf der „Buch-Basel“ waren ist auch der Schweizer Buchpreis dazugekommen und heuer habe ich mich erstmal mit dem „Preis der Leipziger Messe“ beschäftigt und dann meine Leser wissen es wahrscheinlich wieder, bin ich ja eine Büchersammlerin und kann seit 2000, seit es die offenen Bücherschränke gibt, nicht daran vorüber gehen. So hat sich bei mir eine riesige Backlist angesammelt, Schmankerln, die ich eigentlich lesen möchte aber die Neuerscheinungen machen es zunehmend schwieriger, da auch wirklich alles zu lesen. Da gibt es auch die Weihnachtsbücher, die ich heuer wenigstens auf meiner Bücherchristbaumseite ein wenig vorstelle, denn da hat sich im Laufe der Jahre auch so einiges angesammeltwas ich gerne lesen möchte.

Einige Blogger geben zum Jahresende immer ihre jeweiligen Jahreslieblingsbücher bekannt und damit habe ich, obwohl ich ja keine Monatsleseliste habe, auch einmal angefangen. Vor der Buchpreisbücher- Veröffentlichungen, gebe ich ja auch schon länger immer eine kleine Vorschau von den Büchern die ich gelesen habe, won denen ich mir vorstellen könnte, daß sie auf den Listen landen.

Die Trefferrate ist, weil es ja soviele Bücher gibt, meistens bescheiden. Am Jahresende kann ich aber schon einen besseren Rückblick geben, was mir in diesem Jahr besonders gefallen hat und was davon vielleicht auf irgendweiner Liste stand und was ein Oldie war und da habe ich heuer mindestens zwei Überraschungen erlebt und ein paar der Buchpreisbücher zählen auch zu meinen Highlights.

Also heuer habe ich 168 Bücher gelesen und davon kommen auf meine Lieblingsücherliste:

1.Jaroslav Rudis „Winterbergs letzte Reise“

2.Vea Kaiser“Blasmusikpopp“

3.J. D.Salinger „Der Fänger im Roggen“

4.Wladyslaw Szpilman „Der Pianist“

5.Eugen Ruge „Metropol“

6.Olga Tocarczuk „Der Gesang der Fledermäuse“

7.Ingo Schulze „Die rechtschaffenen Mörder“

8.Ulrich Becher „Murmeljagd“

9. Lutz Seiler „Stern 111“

10.Eshkol Nevo „Die Wahrheit ist“

11.Marlene Streeruwitz „So ist die Welt geworden“

12.Michael Scharang „Aufruhr“

13.Stephan Roiss „Triceratops“

14.Helena Adler „Die Infantin trägtden Scheitel links“

15.Robert Seethaler „Der letzte Satz“

16.Thomas Hettche „Herzfaden“

17.Xaver Bayer „Geschichten mit Marianne“

18.Charles Lewinsky „Der Halbbart“

19.Tom Kummer „Von schlechten Eltern“

20.Dirk Stermann „Der Hammer“

21.Margaret Goldsmith „Patience geht vorüber“

22.Amanda Lasker-Berlin „Elijas Lied“

23. Alma M. Kalin „im Banne der Südsee“

So das war es aus dem Gedächtnis. Ich tue mir ja mit dem Bewerten immer schwer. Aber das waren wohl die Highlights des 2020-Jahres und bin natürlich sehr gespannt, was meine Leser dazu sagen und was sie davon schon gelesen haben?

2019-12-29

Das Bücherjahr

Filed under: Bücher,Büchergeschichten — jancak @ 00:17
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Zu Jahresende soll man ja Rückschauen anstallen, meine allgemein gehaltende mit all den Höhen und den Tiefen, den dieses Jahr für mich hatte, kommt auch noch.

Das Bücherranking will ich hier abgeben, denn obwohl ich ja immer schreibe, daß man Bücher nicht rankreihen kann und soll, tue ich es allenthalben und habe heuer schon viermal „Buchpreis“ gelesen, den deutschen, den Schweizer und den österreichischen Buchpreis bewertet, beim Bloggerdebutpreis mitgevotet und dann noch einiges anderes gelesen.

Auch einiges von den älteren Bürgerbergen und den Büchschränken, obwohl ich auch dieses Jahr sehr von den Neuerscheinungen dominiert war, was, wenn ich weiter „Buchpreislese“, auch bleiben wird, denn da bin ich ja ab August ausgebucht und komme kaum mehr dazu mich den Weihnachtsbüchern zu widmen, die ich inzwischen ebenfalls sammle und mir ab Dezember in Harland und in Wien je auf den kleinen Beistelltischchen aufstaple.

Was waren meine Highlight so ungefähr und aus dem Gedächtnis will ich das hier zitieren, obwohl ich merke, daß ich da imNachhinein milder werde und da öfter was im Gedächtnis habe, was ich beim Lesen gar nicht als so gut empfunden habe.

Soll aber so sein und bleiben, wie ich ja noch immer glaube, daß es das „beste“ Buch nicht gibt und da muß man sich ja nur die diversen Leseclubs anhören, wo der eine Kritiker sagt „Das ist das beste Buch forever!“ und der andere kontert „So was Schlechtes hab ich noch nie gelesen!“

Das ist interessant und sollte zu denken geben. Trotzdem will ich jetzt mein Ranking machen und aus meiner 2019 Leseliste, die aus ungefähr hundertsechzig gelesenen Bücher besteht.

„Wow!“, werden da meine Leser sagen. Der Durchschnittsmensch liest, wenn überhaupt acht oder neun Bücher pro Jahr, aber „Netgalley“ zählt mich ja zu den professionellen Lesern, was immer das auch ist, wahrscheinlich, die, die beruflich irgendwas mit Büchern zu tun haben und daher Rezensionsexemplare beziehen können, die die mir am besten gefallen haben, am besten erschienen sind, den bleibensten Eindruck hinterlassen habe, etcetera, heraussuchen.

Über eine Diskussion und eine Schilderung der eigenen Eindrücke, wäre ich, wie immer dankbar. Mal sehen, ob was kommt?

  1. Tanja Maljartschuk „Blauwalt der Erinnerung“
  2. Jiri Weil „Mendelssohn auf dem Dach“
  3. Thomas Meyer „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schicke“
  4. Andrej Kurkow „Grauen Bienen“
  5. Gertraud Klemm „Hippocampus“
  6. Marlene Streeruwitz „Flammenwand“
  7. Andrea Grill „Cherubino“
  8. Karen Köhler „Miroloi“
  9. Angela Lehner „Vater unser“
  10. Raphaela Edelbauer „Das flüßige Land“
  11. Emanuel Maess „Gelenke des Lichts“
  12. Sasa Stanisic „Herkunft“
  13. Jan Peter Bremer „Der junge Doktorand“
  14. Gerhard Roth „Der Himmel ist leer, die Teufel sind alle hier“
  15. Marco Dinic „Die guten Tage“
  16. Florjan Lipus „Schotter“
  17. Jon Fosse „Der andere Name“
  18. Alain Claude Sulzer „Unhaltbare Zustände“
  19. Sibylle Berg „GRM-Brainfuck“
  20. Thomas Meyer „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“
  21. Martin Peichl „Wie man Dinge repariert“
  22. Nadine Schneider „Drei Kilometer“
  23. Jörg Fauser „Ich habe große Städte gesehen“

Und hier gehts noch zur „Nika, Weihnachtsfrau“, weil es da am 29. Dezember ja noch ein Adventkalender-Türchen gibt.

2018-12-27

Mein Lesejahr

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:25
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Ich habe ja eigentlich keine besonderen Lieblingsautoren und kann meistens auch nicht auf Anhieb sagen, welches, der wahrscheinlich hundertneunundvierzig Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe, mein absolutes Highlight war?

Da fällt mir spontan nichts ein oder nur jedes Buch war eigentlich schön und wenn ich dann nachdenke, was ich hiermit tue, kann ich  schon eine Reihe geben, während ich bei den „Flops“ aussetze und da eigentlich kein Buch angeben kann und das auch nicht will.

Trotzdem beschäftige ich mich seit 2015 mit dem „Buchpreislesen“, seit 2015 mit dem „deutschen“, 2016 kam  der „österreichische Buchpreis“ dazu und seit dieser Zeit bin ich auch in der „Bloggerdebutpreis-Jury“. Für das Vorjahr habe ich schon den Versuch einer Rangreihe geliefert und heuer vor  der Bekanntgabe der langen Listen, auch aus den von mir bis dato gelesenen Bücher meine Favoriten herausgesucht.

So will ich es auch jetzt machen und da kann ich, wenn ich so meine Leseliste anschaue, anführen, daß ich heuer besonders viele Neuerscheinungen gelesen habe.

Siebzehn oder achtzehn Bücher von der dBp, neun vom öst, die fünf von der Bloggerliste und noch einige Frühjahrs- und Herbstneuerscheinungen, dafür ist meine Backlist sträflich übergeblieben und ich habe heuer eigentlich auch, ich weiß gar nicht wieso, relativ wenige Bücher gelesen.

Wahrscheinlich hundertneunundvierzig, das Jahr ist ja noch nicht ganz um und ich kann da nur schätzen, während ich in früheren Jahren schon bei hundertsechundsiebzig gewesen bin.

Das ist sehr schade, denn Bücher haben ja kein Ablaufdatum und ich gehe  gerne zu den „Bücherschränken“ und freue mich da immer, wenn ich von dort beispielsweise den „Hasen mit den Bernsteinaugen“ herausziehen, oder Clemens Berger „Streichelkonzert“ oder wenn ich in den Abverkaufskisten ein besonderes Schmankerl finde.

Nur wann werde ich das alles lesen, wenn ich jetzt gerade wieder an die zehn Neuerscheinungsbücher, die ich eigentlich noch heuer lesen sollte, auf das nächste Lesejahr verschoben habe?

Ein beinahe unlösbares Luxusproblem, wenn man eigentlich alles lesen will und  nur schwer nein sagen kann, weil man das ja nicht will.

Aber eine Kleinigkeit, denn es macht ja nicht wirklich etwas, wenn etwas ungelesen liegen bleibt und manchmal ziehe ich dann auch ein Schmankerl wieder hervor, so wie heuer, als ich vor kurzem mit dem nicht immer freundlichen Uli „Sungs Laden“ gelesen habe.

Also einen Blick auf meine Bücherliste und versuchen eine Rangreihe zu geben oder einfacher und besser von den hundertneunundvierzig Bücher, die aufzuzählen, die mir besonders gefallen haben. Mal sehen wieviel es werden und ob ich da eine zwanzig Bücher oder was immer Leseliste zusammenbringe?

Also:

Josuah Cohen „Buch der Zahlen“

Colson Whitehead „Underground Railroad“

Andrej Kubiczek „Komm in den totgesagten Park und schau“

John Fante „Der Weg nach Los Angeles“

Helmut Krausser „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“

Wlada Kolossowa „Fliegende Hunde“

Heinrich Steinfest „Die Büglerin“

Gunnar Kaiser „Unter der Haut“

Lukas Rietzschel „Mit der Faust in die Welt schlagen“

Hilmar Klute „Was dann nachher so schön fliegt“

Kai Wieland „Amerika“

Christian Schnalke „Römisches Fieber“

Nino Haratschwilli „Die Katze und der General“

Thomas Klupp „Wie ich fälschte log und Gutes tat“

David Fuchs „Bevor wir verschwinden“

Helene Hegemann „Bungalow“

Daniel Wisser „Königin der Berge“

Marie Gamilscheg „Alles was glänzt“

Christian Y Schmidt „Der letzte Huelsenbeck“

Bettina Wilpert „Nichts was uns passiert“

So sind gerade zwanzig und manche haben mir davon mehr manche etwas weniger gefallen, es ist glaube ich eine gute Mischung, sind aber alle glaube ich Neuerscheinungen und die Liste ist auch noch nicht vollständig, da ich ja noch eine Lesewoche habe und da vielleicht auch noch ein oder zwei Schmankerln dabei sein können und einen richtigen Flop, so ein Buch, das ich in die Ecke schleudern könnte, gab es bei mir auch nicht, auch wenn sich manche Leser aufregten, daß ich mit Daniel Kehlmann „Tyll“ etwas kritischer umging, war aber auch ein gutes Buch und Daniel Kehlmann ein berühmter Autor, auch wenn es nicht mein absolutes Higlight war.

Ein paar Bücher vom „Deutschen Buchpreis“ waren dabei und da hat mir ja erstaunlicher Weise Helene Hegmanns „Bungalow“ sehr gut gefallen, während ich mit dem Buchpreisbuch „Archipel“ nicht so viel anfangen konnte. Ein Flop war es aber nicht, sondern sicher ein gutes Buch, die Bücher von der Debutbuchpreisschiene, die ich ja aufmerksamer bewerten und rangreichen mußte und einige von der öst Bp.

Und dann gibt es noch Vicki Baums „Hotel Berlin“, was vielleicht auch nicht mein absolutestes Highlight war, aber ein Buch, das ich schon lange lesen wollte und daher sehr erfreut war, zu sehen, daß es bei „Wagenbach“ wieder aufgelegt wurde.

Und im nächsten Jahr geht es mit dem Lesen weiter, was ich ja, wie meine Leser wissen, sehr gern tue. Meine elendlange Leeseliste, die schon bis ins Jahr 2030 gehen hätte könne, habe ich etwas reformiert, so daß ich derzeit bei neunundfünfzig Bücherwünschen für 219 bin und da bis jetzt eine etwas ausgewogenere Mischung zwischen alt und neu habe und auch versucht habe, mich bei den Vorschauen etwas zurückzuhalten.

„Buchpreis-Lesen“ will ich aber eigentlich wieder und vielleicht auch die „Buchpreis-Bücher“ der Vorjahre, die ich noch in den Regalen und im Badezimmer habe, auflesen. Mal sehen wie es gelingt. Ich bin guten Mutes und sehr zuversichtlich, denn es gibt sehr viele Bücher und das ist eigentlich sehr schön!

Und mein Bücherchristbaum auf dem kleinen Schlafzimmernachttischchen in Wien ist auch ganz schön angewachsen und umfaßt an die dreiundzwanzig Bücher, die ich noch lesen muß oder schon gelesen habe.

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