Literaturgefluester

2017-06-18

Bücherparty

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 22:11
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Nachdem ich gestern fünf Fortsetzungsgeschichten, beziehungsweise fünfmögliche Kapitel meines Mathilde- Projektes geschrieben habe, die schon erschienen sind oder noch erscheinen werden, möchte ich mich heute wieder dem anderen für mich wichtigen Blogthema, nämlich dem Lesens widmen und da lebe ich nicht nur in einer „Bibliothek“ beziehungsweise zwischen Bücherregalen und aufgestapelten Bühcherwänden, ich habe auch meine Leseliste und fülle beides mehr oder weniger regelmäßig mit Funden aus den offenen Bücherschränken, die ich mehr oder weniger regelmäßig frequentiere, auf.

Im Schnitt lese ich drei Bücher in der Woche, meistens morgens in der Badewanne und wenn ich zu keiner Veranstaltung gehe auch am Abend und ich bin, wenn man das so nennen möchte, derzeit ein wenig im Streß, meine ohnehin schon sehr reduzierte Leseliste zu schaffen, da ich ja, glaube ich, von März bis Mai nichts, als Frühlingsrezensionsexemplare und dabei ein paar wirklich sehr schöne und interessante Bücher gelesen habe, mich jetzt bis cirkca Mitte August  meinen Leselisten-SUB widmen kann, denn dann kommt  schon wieder die nächste LL, die österreichische und die deutsche undda werde ich ja wahrscheinlich wieder anfragen und lesen und bei paar Herbstvorschauen sind bisher auch zu mir gekommen und da habe ich auch ein paar Wünsche geäußert, so daß es wieder knapp oder leseintensiv werden kann.

Aber mit meinen Geburtstagsbücher von 2016 bin ich jetzt durch und in meiner Strohwitwenzeit, die jetzt ja schon beendet ist, habe ich diesmal zwar keinen Pfingstlesemarathon eingeplant aber am Freitag davor eine sogenannte Bücherkastentour und da einiges für mich sehr Interessantes gefunden. Das ich in meiner jetzt improvisierten ganz privaten Bücherparty gerne durchschauen will.

Ich war ja  am Freitag auf einer Schundheftparty aber da habe ich mir sowohl den Abomenntbezug, als auch das Hefterln schnorren tapfer verkniffen, denn ich habe ja nicht nur genug, sonder ziemlich sicher sogar viel mehr, als ich lesen kann und in den Bücherblog ändern sich da auch die Meinungen.

Habe ich da früher immergehört, daß es Spaß macht zu sammeln und, daß man Bücher niemals unter gar keinen Umständen hergeben soll, sprechen die jetz tauch schon von Loslassen und Minimalisieren, belächeln die, also auch mich, mit dem zu großen Sub und lesen, wie ich allgemein merken kann, viel weniger.

Das tue ich wahrscheinlich auch und habe auch heute den ganzen Tag geschrieben und hatte da in der Badewanne bei meinem eigenen Bücherlesen, das ich ja parallel betreibe, gerade nur das „Haus“ wiederlesen und vom Viktor Klemperer „Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen“, eines der wenigen Rezensionsexemplare, das ich in diesem Monat bekommen habe, die Herbsterscheinungen kommen ja erst.

Viel weniger, als geplant, aber bei meiner Bücherkastentour vor zwei Wochen,  war ich fündig, da hat es vor allem, was ich sonst viel weniger erlebe, bei dem am Zimmermannplatz, jemanden gegeen, der, während ich dort gesessen bin und meinen beim Mc Donald`s gekauften Kaffee trank, sowohl ein Buch über die „Fünfziger und die Sechziger Jahre“, als auch eines über die „Wilden siebziger Jahre“ hineingelegt und in beiden kann man  sehr gut blättern, obwohl, das über die Fünfziger und die Sechziger, weil bilderreicher, interessanter ist und in dieser Zeit wurde ich geboren und bin auch in die Schule gegangen und so interessieren mich die Bilder von den jungen Mädchen in den knappen Caprihosen und den Hulareifen, um die Hüften ganz besonders und interessant, vorhin in der Badewanne, habe ich ja im „Haus“ gelesen und da kommet der Hulafreifen auch darin vor.

Am Zimmermannplatz habe ich auch ein Buch gefunden, mit dem ich mich, wenn ich nicht nur gern die eigenen Texte lesen würde, mich für den nächsten „Katzenfasching“ des Lesetheaters, wenn es den noch gibt, anmelden könnte, nämlich ein Buch mit Katzentexten, die von Elfriede Ott, der Doyenne und Lebensfrau von Hans Weigel unter dem Titel „Katze was schnurrst du“, gesammelt wurde.

Dann bin ich ja über die Lerchenfelderstraße nach Hause gegangen und habe mir dort in der verstauben ein Euro- Kiste der kleinen Buchhandlung die es dort gibt, das Leseexemplar von „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue, das ich auf den Blogs öfter gesehen habe, gekauft und Cornelia Travniceks „Junge Hunde“ liegen lassen, denn das war das Weihnachtsbuch vor zwei Jahren und daher  schon gelesen.

Richtig fündig wurde ich aber beim „Wortschatz“ erst zwei Tage später als ich mich mit der Ruth bezüglich unserer Büchertour in die Brandmayergasse begeben habe und dort am Hinweg Uwe Tellkamps,Dresdner Erkundungen „Die Schwebebahn“ und am Rückweg dann noch Amoz Oz „Judas“, das glaube ich, 2015 den „Leipziger Buchpreis“ bekommen hat. Da lag dann noch Ayelet Gundar-Goshen „Eine Nacht Markowitz“ im Schrank und deren „Löwen wecken“, das damals auch sehr besprochen wurde, steht jetzt auf meiner Leseliste und  werde es demnächst lesen.

Spannend, spannend sich so durch seinen SUB zu wühlen, mir jedenfalls macht das großen Spaß, obwohl man bei den Book-Tubern schon Diskussionen hören kann, wie groß ein Sub sein soll oder darf?

Eine müßige Diskussion, wie ich finde, denn man hat ja nie alle Bücher gelesenund da ist es egal, ob ich sie im Regal stehen habe oder nicht.

Habe ich sie im Regal, kann ich sie, wie jetzt, jederzeit herausnehmen und darin schmökern, ein Kapitel lesen oder mir vornehmen, das Buch im nächsten Jahr auf jeden Fall zu lesen. Das gibt es bei den Booktubern auch einen Tag, wo sie sich ihren SUB hernehmen und dann entscheiden, was sie als nchstes lesen werden.

Nun da bin ich durch meine Leseliste ein wenig vorbestimmt, werde aber als nächstes, wenn nicht schon die Herbst- Rezisonsexemplare dazuwischen kommen, Barbara Frischmuths Ferienfamilie und Andreas Okopenkos „KIndernazi“ lesen und ein Bilderbuch, wo man sich durch  durch das Leben von Jane Austen blätten kann, habe ich in dem englischen Delkiatessengeschäft, das auch eine Bcherkiste hat, in dem man aber manchmal auch Suppendosen oder Schokoladewürfel findet, auch gefunden.

Spannend spannend und während ich mich so durch meinen Sub wühle, die Dresden  Bilder von Uwe Tellkamp durchschaue, die ich ja brauche kann, während ich den Klemperer lese, mache ich mir schon ein paar Gedanken, was da vielleicht demnächst au den Longlisten stehen wird, wo ja Katja Gasser bei der deutschen LL diesmal den Vorsitz hat und die macht Ende Juni mit Cornelius Hell in der „Gesellschaft für Literatur“ ja auch wieder ihre Leseempfehlungen und da hoffe ich ja sehr daß Zaimoglus „Evangelio“, sowie Olga Gjrasnowas „Gott ist nicht schüchtern“ auf der Liste steht, sowie JuliaWolfs „Walter Nowak bleibt liegen“ vielleicht, denn das habe ich schon gelesen und was die österreichische Liste betrifft, da bin ich besonders ratlos, beziehungsweise, denke ich, daß ich da wahrscheinlich nicht sehr viel gelesen haben werde, obwohl ich mich ja regelmäßig durch die „Kremayr und Scheriaus Debuts“ lese, aber die stehen vielleicht nicht darauf und es die „O Töne“ zu dem ich durch Alfred Altersteiltzeit auch heuer wieder gehen werde, gibt.

Also spannend spannend, das Lesen und das Schreiben und ich habe in meiner Strohwitwnzeit auch wirklich viel gelesen, ein paar neue Bücher nach Hause gebracht und natürlich mich mit meinen Fortsetzungsgeschichten eingeschrieben und da kann ich gleich vermelden, daß ich damit sehr zufrieden bin.

2015-08-26

Leselisten-Sorgen

Neun der LL-Bücher wurden mir bis jetzt, glaube ich, avisiert, das der Gertraud Klemm hatte ich schon zu Hause und auf der 2016 Leseliste stehen, fünf Bücher könnte ich mir vom Alfred zu Weihnachten und zum Geburtstag schenken lassen und die restlichen fünf mir vielleicht vom Otto ausborgen oder wieder in den Buchhandlungen lesen. Vierzehn würde ich mal schätzen, könnte ich bis zur Shortlistnominierung schaffen und den Rest dann bis zur Preisvergabe, wenn nicht zu viele dicke dabei wären und auch andere Bücher, die dazwischen gelesen werden möchten, wie jetzt der „Susan-Effekt“, den ich durch die „Hanser-Bloggeraktion“ bekommen habe, das neue Buch des Dänen Peter Hoeg, das jetzt zwischen all der Longlisteneuphorie offenbar vermarktet werden soll und dann habe ich auf meiner eigenen Leseliste, die ich wegen meiner Longlisteneuphorie ja sträflich vernachläßige, auch das Buch „Jesuitenwiese“ stehen, das über das „Volksstimmefest“, das mir der Alfred im Vorjahr kaufte, ich setzte es auf die 2016 Leseliste und habe mir vorgenommen, es heuer vor oder während des Volksstimmefestes zu lesen und vom „Residenz-Verlag“ sollten eigentlich auch einige Bücher kommen, gibt es da doch eine Anthologie der Petra Hartlieb, den Debutroman der Verena Mermer und und und es macht den Eindruck, als wäre die Bestellung verloren gegangen oder hätte der Verlag, die Bücher nicht mehr für mich, was einerseits sehr schade ist, andererseits habe ich durch das Longlistenlesen ohnehin genug zu tun und eine elendslange Leseliste, die ich dadurch ganz sicher wieder nicht schaffen werden.

Es gibt zuviele Bücher, weil sehr viele Leute schreiben und immer weniger Leute lesen, ich gehöre zu letzteren nicht dazu und so haben die offenen Bücherschränke, die es seit 2010 ja in wachsender Anzahl gibt, eine große Anziehungskraft für mich und da kann ich auch nicht vorrübergehen, wenn so viele schöne Schätze darinnen liegen, obwohl ich mir  immer vornehme, nur das wirklich Besondere zu nehmen, aber stehe ich davor, ist alles interessant und ich lese  auch gerne Krimis, Chitlits, Vicki Baum, Pearl S. Buck und und und so ist meine Leseliste in den letzten Jahren endlos angewachsen, so daß ich sie beschränken sollte, müßte und das irgendwie nicht kann, obwohl sich schon einige Presse- und Verlagsmenschen darüber mokiert haben.

Bei meinen Bücherbeschränkungsplänen bin ich auf die Idee gekommen, mir die Jahresleselisten, die ich  schon an die zehn Jahre voraus habe, bis hundertfünzig anzufüllen, dann habe ich noch Platz für zwanzig Rezensionsexemplare, habe ich gedacht und es geht sich locker aus, wenn ich an die hundertfünfundsiebzig Bücher im Jahr lese.

2013 hat das glaube ich so in etwa geklappt, das Jahr darauf schon nicht mehr und da habe ich einen Haufen ungelesener Bücher auf den St. Nimmerleinstag verschoben und dabei habe ich da ja noch nicht LL gelesen, sondern tapfer gedacht, würde ich zwar gern, kann aber nicht, aber jetzt haben mich die offiziellen Bücherblogger auf die Idee gebracht und ich denke fast, ich werde das ab jetzt immer tun, will aber auch meine Leseliste möglichst hinunterlesen und wenn ich dann ein neues Buch finde oder davon höre, kann ich schwer nein sagen.

die Quadratur des Kreises oder Luxusprobleme angesichts der Krise in Griechenland oder der überfüllten Flüchtlingslager, die jetzt auch die Bücherblogger zu Hilfsktionen anregen, ich weiß und ich genieße den Überfluß  auch sehr, habe mir auch heuer wieder Frühlingsbücher bestellt und irgendwann vor dem Sommer gedacht, jetzt werde ich nach der Sommerfrische die Leseliste nicht mehr der Reihe nach hinunterlesen, sondern die Bücher aussuchen, die ich wirklich lesen will, den „Circle“ zum Beispiel, das, das mir die Hilde Schmölzer zum Geburtstag schenkte, „Blumenberg“, die „Zehntelbrüder“, das Buch der Andrea Stift, das des Dietmar Füssels, der Doris Nussbaumer, der Nadine Kegele, der Eva Menasse und und und dann anderes, was ich eigentlich auch lesen sollte, wie Evelyn Waughs „Tod in Hollywood“, von dem ich hörte, daß es neu aufgelegt wurde, doch nicht zu schaffen, wie Haruki Murakamis „Mister Aufziehvogel“, den ich mir zum Lesen  schon nach Harland mitgenommen habe.

Es gibt zuviele Bücher und manchmal findet man in den Bücherschränken auch ganz tolle Leseexemplare, wie die „Zwei Herren am Strand“, Rachel Kushners „Flammenwerfer“ von denen die Blogs gerade schwärmen, die kommen dann, was mir sehr leid tut, auf spätere Listen und daß sich einiges dann vielleicht gar nicht mehr ausgeht, tut mir ebenfalls sehr leid.

Ich kaufe mir auch sehr viele Bücher, wenn ich sie in den Abverkaufskisten, um einen oder zwei Euro finde, der „Morawa“ hat ja zweimal im Jahr einen Flohmarkt und dann die Tereza Mora oder den Clemens Meyer dort stehen und als wir mit dem Rad von Ulm nach Regensburg gefahren sind, habe ich im Fahrradkorb auch einen Haufen Bücher vom „Thalia“, der dort geschloßen wurde, durch die Gegend geschleppt und finde den Spagat vom Alten und dem Neuen auch sehr spannend.

Die Blogs besprechen ja immer das Neueste, schwärmen davon, ein paar Monate später findet man das dann, wenn man Glück hat in den Schränken.

Jetzt kann ich das, was sehr schade ist, erst Jahre später lesen oder das, was auf meiner Liste steht, nicht mehr.

In Wien gabs schon vor Jahren eine Diskussion darüber, daß manchen Blogs, die Verlagsnähe der Bücherblogger nicht gefallen haben, das habe ich damals nicht verstanden oder so gesehen. Jetzt rüsten sich einige junge Frauen auf. mit den Verlagen zusammenzuarbeiten, gehen zu Bloggertreffs, empfehlen Bücher, machen Verlosungen, etcetea und da bleibt bei mir dann auch einiges hängen und den Namen Rafael Chirbes habe ich mir 2008 gemerkt, als in Frankfurt sein „Krematorium“ besprochen wurde.

Da hatte ich zwar schon ein Abverkaufbuch von ihm in meinen Regalen, „Krematorium“ dann gefunden und in meinem Weihnachtsmarathon vor zwei Jahren gelesen und jetzt wartet „Am Ufer“ auf mich, das eigentlich noch heuer gelesen werden sollte.

Mal sehen wie es geht, wenn ich im Oktober mit der Longlist fertig bin, den besten Vorsatz im nächsten Jahr keine so lange Liste ungelesener Bücher zurückzulassen, habe ich wieder, daß ich die nächste Longlist lesen will, wahrscheinlich ebenfalls und jetzt begebe ich mich ins Badezimmer an den „Susan Effekt“.

Dann warten noch „Die Liebenden von Mantua“ und „Applaus für Breonikowski“ auf mich und in Wien sollten sechs Bücher kommen, die hoffentlich, weil ich noch in Harland bin, nicht verlorengehen und für das Eigene, das Korrigieren meines Sommerromanes sollte ich auch wieder Zeit haben, obwohl bei meiner Bücherproduktion, der Fertigstellung von „Im Namen des Vaters“ und der „Selma“ jetzt nicht viel weitergeht und sich auch keiner dafür interessiert.

2015-06-10

Neues von der Bücherfront

Buzzaldrin einer meiner derzeitigen Lieblingsblogs, den ich sehr gern lese und kommentiere, hat sich vor kurzem mit einer Bücherseite und einer Aktion beschäftigt, wo man ein Foto der nächsten fünf Bücher, die man lesen will, ins Netz stellt.

Ein Thema für mich, obwohl ich ja nicht fotografiere, aber ich bin ja, sowohl eine Bücher- als auch eine Listensammlerin und da hat mich das Netzschon öfter auf wunderschöne Ideen gebracht.

Vor ein paar Jahren, 2010, glaube ich, war es, da kam eine mit der Idee einer Herbst und Winterleseliste daher, die Bücherschränke hat es damals schon gegeben, beziehungsweise, den in der Zieglergasse und den Stapel im Badezimmer, aber noch keine Leseliste und kein zweites Regal im Wohnzimmer in Wien und auch das zweite in Harland fehlte.

Da habe ich geplant, umdisponiert und mich schließlich doch nicht daran gehalten.

Anfang 2011 habe ich dann das Regal im Wohnzimmer in Wien bekommen und die Hundert Bücher Challenge im Netzt gefunden, damals habe ich nicht so viel gelesen, ich habe es mit meiner eigenen hundert Bücherliste versucht, es hat geklappt, daraus ist dann meine Leseliste entstanden, die gewachsen und gewachsen ist, weil ich, ich glaube, es war 2013 auf die Idee gekommen bin, alle aber auch wirklich alle meine ungelesenen Bücher, die schon ein paar Jahre in meinen Regalen schlummerten, darauf zu schreiben und sie stright on hinunterzulesen.

Die Folge war eine Explosion und ein wirklich ernst gemeinter Versuch einer Bücherbeschränkung, der, glaube ich ein paar Tage gehalten hat, sonst bin ich ja eine konsequente und ehliche Person, die auch hält, was sie versprich, bis ich auf dem Weg zu meinem verunglückten Referat ins Cafe Benno über Loibelsbergers „Naschmaktmorde“, die habe ich blöderweise liegenlassen, „Madame Hemmingway“, „Idylle mit Hund“ etcetera, etceta, gestolpert bin und die Leseliste wuchs lustig weiter, in dieser Zeit habe ich dann ein zweites Rezensionsexemplar bei Deuticke angefragt und die Auskunft bekommen, die nicht stimmt, „Keine Rezensionsexemplare an Blogger nur an seriöse Journalisten, was Sie aber angesichts ihrer Leseliste sicher leicht verschmerzen werden!“

Natürlich ja und die „Idylle mit Hund“ lese ich im Jahr des St. Nimmerleins Tag gratis und franco und dazu noch, die „Zwei Herren am Strand“, die mir inzwischen noch wahrscheinlich ein Buchhändler, der seine Leseexemplare loswerden wollte, in den Kasten stellte.

Und so habe ich meine Endlosleseliste, „Bei 2025 ist Schluß, das schwöre ich, nein bei 2033 wirklich, echt und wahr!“und so weiter und so fort, auf 150 pro Jahr beschränkt, denn ich habe schon einmal 176 Bücher im Jahr gelesen, also 175 geht und der Rest sind Rezensionsexemplare, denn ein paar Verlage schicken mir die ja, einige sogar ungefragt.Das hat dann, ein neuerlicher ernsthaft gemeinter Bücherbeschränkungsplan ist noch gefolgt, ungefähr ein Jahr geklappt, dann hat die Leseleistung, die sich bis dahin gesteigert hat, wieder abgenommen und wenn ich 2013 noch um Weihnachten einen Lesemarathon einlegte um den „Morawa-Abverkaufstoß“, denn ich mir im Sommer davor leichtsinnig auf die Leseliste gesetzt habe, zu schaffen, 2014 habe ich am achten Dezember den Badezimmerstapel umgeräumt, einiges von meiner Leseliste gestrichen und auf später verschoben, dazu geschworen, das passiert nie wieder.

Wird heuer aber leider wieder so sein, denn wahrscheinlich pendelt sich mein Jahreslesetempo doch auf hundertfünzig ein und es gibt soviel Rezensionsexemplare, vor allem der „Holzbaum-Verlag“ ist ja sehr rührig und da habe ich mir erst gestern wieder die „Cartoons über Hunde“ bestellt.

So habe ich jetzt wieder einmal im Badezimmer gesichtet und überlegt was ich da von den drei aufgetürmten Reihen unbedingt lesen will und was sich leider leider doch nicht ausgehen wird und da komme ich zu einem Problem, um das ich mich, glaube ich, bisher eher gedrückt habe, weil ich, wahrscheinlich weil sich ja leider niemand für meine Bücher interessiert, diesen Fehler nicht selber machen will und daher keine Auswahl treffen möchte.

Für mich gibt es eigentlich kein schlechtes Buch. Sätze, wie „Da ist mir meine Lebenszeit zu schade!“, halte ich für blöd und ich breche Bücher auch kaum ab, wenn ich sie, wie den Arno Schmidt nicht mehr versthe, durchblättere ich sie bis zum Ende, ich lese Chick Lits, Krimis, Selbstgemachtes, Bestseller, Amerikanisches, Experimentelles, und und und, quer durch den Krautgarten, das gilt für die Belletristik, obwohl schon ein paar Sachbücher dabei sind, aber die sind sehr ausgewählt und finde oder fand das auch sehr gut, aber als ich vorhin ausgemistet habe, ist der Dan Brown zur Seite gekommen und dann schon eher die Chick Lits und das Ältere, die sogenannte unwürdige Literatur, die es eigentlich nicht gibt oder geben sollte, aber dann denke ich, das und das will ich unbedingt lesen und dann bleibts wahrscheinlich über und kommt auf den St. Nimmerleinstag.

Luxusprobleme, schreibe ich da immer und natürlich stimmt, es sind solche und toll, daß ich keine anderen habe und mir nur überlegen kann, ob ich das, was ich von dr 2015 Leseliste am 31. 12. nicht geschafft habe, jetzt weglasse oder nach hinten verschiebe?

Ich kann es mir noch überlegen, ich habe ja noch Zeit dazu und natürlich, es gibt zuviele Bücher und das ist eigentlich schön, auch wenn ich sie nicht alle lesen kann, obwohl ich das lange Zeit zu glauben schien und während ich das schreibe sitzen in Deutschland und anderswo ein paar sehr wichtige Büchermenschen auf ihrem Balkon oder  und sieben unter hundertsechzig wichtigen Neuerscheinungen aus wichtigen Verlagen, zwanzig für die Longlist des dBps heraus und ich kenne einige Leute, darunter den lieben Otto, die kaufen sich, die im Herbst dann und fangen sie zu lesen an.

Ich habe aber genügend Älteres, jetzt zum Beispiel, ein paar von der dbpList 2009, die es damals auf diesem „Augustin- Flohmarkt“ gab und bei „Hanser“, dem großen Bruder vom kleinen „Deuticke“, gab es auf der Facebookseite vor ein paar Monaten ein Gewinnspiel, wo ich das Polgar- Buch über Marlene Dietrich gewonnen habe.

Da habe ich mich gefreut, es  herumerzählt,  das auch so gepostet,  dann zweimal freundlich nachgefragt und freue mich noch immer, daß es jetzt in den nächsten Tagen kommen soll. Ist ja nicht so eilig, ich habe genügend Bücher, aber man kann ja, wie die Buchhändler meinen, nie davon genug bekommen und die Autoren meinen das auch und schreiben eifrig weiter, mich inbegriffen, habe ich ja gestern in der Schreibegruppe mit meinem Sommerprojekt angefangen und werde mich jetzt an das Weiterkorrigieren der Bilipohilin machen, damit ich im Sommer frei für das Weiterschreiben des Neuen bin und lesen natürlich auch, so schnell oder langsam, wie es geht, jetzt wahrscheinlich mit dem Herauspicken der Schmankerl und für die, ddie sich über meine endloslange Leseliste ärgern oder freuen wollen, vor ein paar Tagen hat es im Bücherschrank in der Zieglergasse eine ganze Auswahl von ganz neuen Büchern aus der „Europa erlesen-Reihe“ gegeben.

Es ist also schön daß es die Bücherschränke, die Gewinnspiele und natürlich die Rezensionsexemplare gibt und auch schön, daß ich selber schreiben kann, auch wenn stimmt, daß es zuviele Bücher gibt, aber das ist, ich wiederhole es, ein Luxusproblem.

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