Literaturgefluester

2018-05-26

Zu viele Bücher

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:38
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Es gibt zu viele Bücher kann man immer  wieder auf den Blogs lesen, wo dann, wie das etwa zum diesjährigen Tag des Buches bei „Buchrevier“ geschah, die Verlage dazu aufgerufen werden nur mehr ein oder zwei neue Titel pro Saison herauszubringen, beziehungsweise, die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt alternierend nur mehr alle zwei Jahre zu veranstalten.

Etwas dem ich sehr ambivalent gegenüberstehe, beziehungsweise hätte ich da vor ein paar Jahren noch gesagt oder geschrieben, so ein Blödsinn, denn es ist ja sehr schön, daß so viele Leute schreiben und eigentlich interessiert mich alles und ich möchte auch möglichstst alles lesen.

Was sowohl stimmt, als auch nicht stimmt. Denn, das es viel viel mehr Bücher gibt, als man lesen kann ist sicherlich richtig. Hundertfünfzig schaffe ich etwa in einem Jahr und and die siebzig- achtzig- oder vielleicht sogar neunzigtausend erscheinen jährlich. Das kann kein Mensch lesen, natürlich klar.

Daß mich die meistens Bücher aber immer noch interessieren und ich sie lesen will, ist ebenfalls klar und ich tue mir mit Aufforderungen, daß man Bücher ruhig abbrechen soll, weil sie vergeudete Lebenszeit darstellen, wenn sie einem oder einer nicht gefallen, immer noch sehr schwer, beziehungsweise lehne ich sie ab und lese alle Bücher zu Ende.

Das heißt, eines habe ich einmal abgebrochen, weil mir der Inhalt zu gewaltvoll war, wenn ich sie, wie den Arno Schmidt beispielsweise nicht mehr verstehe, überfliege ich sie oder blättere sie rasch zu einem Ende. Ich verreiße nicht und weiß auch eigentlich gar nicht, was schlechte Bücher sind?

Zumindestens ist bei den tausend, die ich in den letzten zehn Jahren meines Blogs besprochen habe, kein solches, wie man  leicht nachprüfen kann.

Das heißt, es sind natürlich welche darunter, die von besserer und nicht so guter literarischer Qualität sind, das heißt Erzählende, Experimentelle, Krimis, Chick Lit, Fantasy, etcetera und es sind weche darunter, die mir gut und welche, die mir weniger gut gefielen, weswegen sie noch lange nicht schlecht sein müßen.

Ich weiß inzwischen auch ungefähr mit welchen Autoren ich vielleicht weniger anfangen kann, das sind meist die zu lustigen, den Sedaris beispielsweise oder auf Österreich bezogen, die Bücher von Radek Knapp und Martin Amanshauser beispielsweise, obwohl bei des letzteren Reiseberichten trifft das auch nicht zu.

Und ich lese mich eigentlich durch alle Generes, das heißt, stimmt auch nicht ganz, ich lese bevorzugt Gegenwartsliteratur oder überhaupt Literatur, aber wenn sie älter als hundert Jahre ist interessiert sie mich dann vielleicht nicht mehr so sehr, die der Zwischenkriegszeit aber wohl und ganz besonders. Ich lese auch aber weniger Krimis und Liebesromane und bei Phantasy, Horror und Sciece Ficton setze ich eher aus, wie wohl auch bei der erotischen Literatur, obwohl ich sie probiert habe., in dem es immer Bücher gegeben hat.

Ich lese, obwohl ich immer schreibe, daß ich das eigentlich nicht so mag auch Experimentelles und bevorzugt, den psychologischen Realismus, die Politik und die Systemkritik, wenn man das so zusammenfassen kann und ich habe, glaube ich, immer schon gerne gelesen und Bücher gesammelt.

Und bin auch in einem sozialistischen nicht sehr bürgerlichen Haushalt aufgewachsen. Ein richtiger Arbeiter war mein Vater nicht, die Mutter schon, die hat zuerst gestickt und dann geputzt. War der Vater doch Referent der Büchergilde Gutenberg und wenn man Parteimitglied war, haben die „Kinderfreunden“ den Kindern ein Buch zu Weihnachten unter den Christbaum gelegt. So daß ich mit Ferdinand Bruckner und Vera Ferra Mikura aufgewachsen bin und obwohl keine öffentliche Büchereibenützerin, da habe ich mit den pädagogischen Ansätzen der älteren Bibliotkarinnen eher schlechte Erfahrungen gemacht, habe ich in derHauptschule die Schulbibliothek benützt und in der Straßergasse einmal, während eines Schikurses bei dem ich nicht mitgefahren bin, begeistert der Frau Professor Friedl beim Aufräumen der Schulbibliothek geholfen.

Dann habe ich maturiert, schon zwei Jahre vorher beschloßen,Psychplogie zu studieren und zu schreiben, bin nach der Matura sehr stark in einer philosophischen oder Weltveränderungskrise gewesen und habe mir Bücher gekauft und gekauft. Rilke, Nietzsche, Schopenhauer, Freud, etcetera, all das, was ich gekannt und in der Schule gehört habe und bin erst etwas später zur zeitgenößischen Literatur übergegangen.

Habe die dann aber regelmäßig gelesen, später mit dem Kaufen aufgehört, getauscht und die offenen Bücherschränke benützt und allmählich mit den Anfragen von Rezensionsexemplaren angefangen, beziehungsweise wurde ich zunehmend angefragt.

Zuerst geschah das eher durch die österreichischen Verlage, denn als Buzzaldrin 2013 mit dem Buchpreisbloggen angefangen hat, habe ich mich, obwohl ich das auch sehr gerne gemacht hätte, noch nicht getraut, die deutschen anzufragen. 2015 habe ich das dann getan und die Bücher zum größten Teil erhalten und seit ich das mache, bekomme ich die Herbst und Frühjahrsvorschauen und weil ich da ja immer begeistert bin und schlecht nein sagen kann, ist meine Leseliste angewachsen und angewachsen, betziehungsweise komme ich derzeit kaum mehr dazu meine Backlist zu lesen, das heißt die ungelesenen Bücher, die ich schon in den Regalen habe oder beispielsweise in den Schränken und in den Abverkaufskisten finde.

Ich möchte nicht sagen, daß das ein wirkliches Problem für mich ist. Es ist eher keines, obwohl ich eigentlich schon weiß, daß ich, wenn ich beispielsweise, wie geschehen „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse,“ ein Buch, das ich mich schon immer interessierte, in den Bücherschrank gefunden habe, oder Hilde Spiels „Kati auf der Brücke“ mir vor einer Woche auf der KritLit um fünf Euro kaufte, höchstwahrscheinlich nicht lesen kann. Weil die Bücher auf der Leseliste in zehn Jahren landen würde und ob ich dann noch lesen kann und werde, ist fraglich, noch dazu, wo ich wegen der Rezensionsexemplare zum Abwarten der anderen Liste nicht wirklich komme und die Bücher dann schon seit ein oder zwei Jahren zum Jahresende herunternehme. Dafür habe ich anderes, die Neuerscheinungen, gelesen und kann die dann in den Bücherschränken liegen lassen, was auch nicht schlecht ist.

Ich lese alle Rezensionsexemplare, die ich bekommen, bei den anderen Blogs habe ich gemerkt, daß das gar nicht mehr so ist und die schreiben, wie kürzlich „Herzpotensial“ auch etwas davon, daß das Bloggen sie in die Nähe eines Bücherburnouts brachte, beziehungsweise ihr Leseverhalten veränderte.

Letzteres stimmt für mich, obwohl ich da von keinem unter Druck setzen sprechen und das auch nicht negativ meinen würde, auch. Aber natürlich fühle ich mich verplichtet Rezensionsexemplare zu lesen und zu besprechen. Ich bespreche aber jedes Buch, das ich lese, schon weil ich meine Besprechungen, Rezensionen würde ich sie nicht nennen, als meine persönliche Erinnerungsstützte betrachte. Deshalb spoilere ich auch sehr und fordere niemanden zum Lesen oder Kaufen der Bücher auf und fühle mich den Verlagen, auch wenn ich angefragt habe, auch nicht verpflichtet und ich kann auch schreiben, daß da eigentlich überhaupt kein Druck kommt.

Den scheinen sich die Blogger vielleicht selber zu machen und wenn ich, was jetzt nicht mehr so oft möglich ist, weil der „Morawa“ um halb sieben statt um sieben schließt, durch eine Buchhandlung durchgehe, um in die „Alte Schmiede“ zu kommen, schaue ich mir die Bücherstapeln an, freu mich, wenn ich das und das Buch schon glesen habe und fühle mich ein bißchen unwohl, wenn ich es beispielsweise auch gerne haben aber noch nicht bekommen habe, was derzeit eigentlich nur bei Ljuba Arnautovics „Im Verborgenen“, so ist, weil ich mir „Wiesengrund“ beim Literaturhausflohmarkt gekauft habe und jetzt auch nicht weiß, wann ich es lesen werde, außer wenn es auf die Bp-Liste kommt, dann werde ich es vorziehen und das Mareike Fallwickl Buch soll jetzt doch zu mir kommen und ist schon unterwegs.

Und ich habe, was man vielleicht ein bißchen, als unter Druck setzen verstehen könnte, von Jänner bis jetzt  Rezensionsexemplare gelesen und nur vier Bücher von meiner Backliste, obwohl ich da an die fünfzig sehr Interessante stehen habe. Voriges Jahr war das auch so, da habe ich auch von Mai bis Mitte August die Liste so gut es ging, hinuntergelesen, denn im August habe ich  schon wieder brav die dBp und die östBp-Liste angefragt und ein paar Verlagsschauen habe ich mit meinen Wünschen auch bekannt gegeben.

Das wird heuer auch so sein, daß ich, wenn ich Glüück oder Unglück habe, ich stehe da wirklich in der Mitte und habe vorige Woche auch noch ein paar Rezensionsexemplare angefragt, bis August mich durch meine Bücherschrank und Aberkaufsschmankerln lesen kann.

Im August fahren wir eine Woche in die Schweiz und da liegen schon einige diesbezügliche Bücher im Bad. Die Buchpreisbücher werde ich wieder anfragen, höchstwahrscheinlich, hoffe aber, daß ich bei den fünzig Rezensionsexemplaren, die ich dieses Jahr schon gelesen habe, einige darunter sein werden und ein paar Vorschauen habe ich auch ausgefüllt und da fällt mir das Zurückkhalten ja immer schwer, weil mich, wie schon erwähnt, eigentlich alles interessiert und ich gerne alles lesen will.

Das mittelt sich dann aus, weil nicht alles zu mir kommt und ich die Backlist dann im Dezember oder so gegen die, der neuen Liste austausche, denn, daß ich da was Tolles liegen lassen, bringe ich, ich habe es probiert, nicht zusammen und denke auch, warum sollte ich das?

Es gibt wichtigere Probleme, als daß ich zuviele Bücher bei mir  stehen habe und unter Druck setzen sie mich nicht, so daß ich keinen Verlag auffordern möchte, weniger zu verlegen und auch niemanden, weniger zu schreiben, weil ich ja mit Recht fürchte, daß ich es bin, die dann, weil es so viele Bücher gibt, auf meine Anfrage, ob ich ein Rezensionsexemplar schicken soll, abgelehnt werde.

Das heißt, das tue ich nicht wirklich, schreibe bei meinen Buchpromotionen aber immer, daß ich welche verschicke und die Idee einer Leserunde bei einem neuerschienenen Buch würde ich auch gern aufrechterhalten und da habe ich ganz vorsichtig, ein paar Leute angefragt und die besagten ausweichenden Antworten bekommen, daß man eben leider leider nicht alles lesen kann.

Das kann ich natürlich auch nicht, lese mich aber gerne kreuz und quer durch den Büchergarten, fahre  nicht schlecht dabei und habe meistens immer interessante Bücher entdeckt, so daß ich eigentlich, auch wenn ich die Übersicht vielleicht nicht immer habe und mich erst kürzlich darüber wundere daß ich von Colson Whitehead schon ein Buch habe und auch eines von Jaroslav Rudis, es nicht bedauere, daß es soviel Bücher gibt und eigentlich auch nicht fürchte, in ein Bücherburnout zu kommen und selbst, wenn, gibt es sicher viel Schlimmeres als das.

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2016-07-25

Das zweite Lesehalbjahr

Jetzt kommt wieder eine Glosse, beziehungsweise das Eingestehen einer Schwäche oder Stärke, man kann das ja drehen und wenden, wie man will und möchte, denn wenn man neugierig ist und irgendwie ganz heimlich oder auch schon ziemlich offen, den Anspruch hat, möglichst alle Bücher zu lesen und gleichzeitig auch seine Bücherbeschränkungspläne und seine Leselistenpläne irgendwie auch einhalten will, muß man zwangsläufig scheitern, das geht gar nicht anders.

Ist das ja, wie die Quadratur des Kreises oder irgendwie auch anders, denn Lesen ist ja schön und eigentlich ist es auch herrlich, daß es so viele Bücher gibt und so viele Leute schreiben und das tue ich ja auch und habe gerade mit dem Alfred das „Dummie“ der „Nika, Weihnachtsfrau“ bestellt. Das wird nächste Woche kommen und mit den „Berührungen“ hoffe ich derzeit ja auch bald fertig zu werden, damit ich mit meinem Sommerbuch „Claire Klara Clarissa“, vielleicht doch noch vor dem „Nanowrimo“ anfangen kann.

Über meine Lesepläne oder den Badezimmerstapel, den ich vor ein paar Wochen zur Seite geräumt habe und mir ausgerechnet habe, welche Bücher davon ich heuer wahrscheinlich, doch nicht mehr lesen will, habe ich ja schon geschrieben und auch gedacht, es dabei zu lassen, beziehungsweise bin ich in meine heurigen Sommerfrischenwochenende gestartet und habe da ja ein paar ganz alte DDR-Bücher überm Bett liegen, den „Tod des Vergil“, eigentlich kein Sommerbuch oder doch vielleicht, wenn ich da sehe, daß die Kritiker und Feuilletonisten zum Lesen der „Odyssee“ als Sommerkeltüre, statt Hennig Mankell oder einem Ostfriesenkrimi raten und in Wien lockt ja die Vicki Baum, aber bevor ich zu ihr komme, muß ich noch Ruth Schweikerts „Ohio“lesen, da ich mit Richard Wagners „Habseligkeiten“ jetzt fertig geworden bin.

Dann lese ich aber auch immer gerne Blogs oder schaue die Vlog-genannten Videos und da gibt es ja Sophie Palme und die präsentierte vor kurzem ihr letztes Lesehalbjahr, was mich dazu anregte, auch über mein noch vor mir liegendes nachzudenken, beziehungsweise nachzudenken, wieviele Bücher ich von meiner langen Leseliste bis jetzt geschafft habe?

Jetzt ist der Juli schon ziemlich fortgeschritten, habe aber bis jetzt sechsundsiebzig Bücher gelesen und wenn ich das verdoppele, werden es wahrscheinlich hundertvierzig bis hundertfünfzig werden.

Also weniger, wie bisher, das habe ich schon geschrieben, daß ich seltsamerweise langsamer werde und ab August bezüglich der deutschen und der österreichischen Buchpreisliste bezüglich meiner Leseliste wahrscheinlich nicht mehr wirklich weiterkommen werde.

Also endlich die Vicki Baum lesen und dann die Schmankerln, die ich eigentlich unbedingt schaffen,möchte, dazu gehört ja der Franzobel, den ich auf der vorletzten Buch-Wien gewonnen habe, den Richard Schuberth, der seltsamerweise bei den O-Tönen als Debut präsentiert wird, obwohl es, glaube ich, nicht sein erstes Buch ist und auch schon im letzten Jahr erschienen ist.

„Licht im August“, sollte ich eigentlich lesen, Martina Wieds „Rauch über St. Florian“ sollte ich als Sommerbuch lesen und dann noch Arno Geigers „Uns geht es gut“, Erich Landgrebes „Adam geht durch die Stadt“, Jürgen Benvenutis „Kolibri“ Carla Federicos „Im Land der Feuerblume“, Sabine Grubers „Stillbach oder die Sehnsucht“, Amarylis Sommerers „Krimis“ und und und, denn darauf habe ich mich, als ich die Bücher gefunden oder aus den Abverkaufskisten gezogen habe, ja sehr gefreut.

Aber die Buchproduktion schläft nicht und wenn man, wie ich regelmäßig zu Lesungen geht, wächst die Neugier und so habe ich, nach dem es bei den O-Tönen jetzt ja so eine Reihe gibt, einige Debut angefragt, Susanne Mewes Roman, die letzte Wartholz Gewinnerin, interessiert mich natürlich und ich bekomme auch manchmal Anfragen von Verlagen und Agenturen, wo ich eigentlich angesichts meiner überlangen Leseliste „Nein!“, sagen sollte und es doch nicht tue.

Denn eigentlich, glaube ich, möchte ich ja alles lesen und es ist auch eigentlich egal ob ich mit dem Alten oder Neuen anfange oder eigentlich denke ich und hat sich auch bestätigt, die Mischung machts und so habe ich von Bernhard Kellermann, einem eigentlich zimelich vergessenen DDR-Autor „Die Stadt Anatol“ hervorgeholt, habe Elfriede Vavriks „Nackbadestrand“ gelesen, als jemand im „Literaturcafe“, nach Literatur für oder von Alten fragte und der Sexbericht einer neunundsiebzigjährigen alten Dame ist eigentlich sehr interessant, auch, wenn ich bei allem nicht glaube, daß es so ist oder es bei mir anders vorstellen könnte.

Also werden es in den nächsten fünfeinhalb Monaten sicher wieder viele neue Bücher werden und neue Versuchungen kommen und eigentlich schön, wenn man so einfach anfragen und sich durch die Bücherlisten lesen oder im Schrank auch einmal einen „Inselkrimi“, Paulus Hochgatterer „Die Süße des Lebens“, den Bestseller aus 2007 oder einen alten Jan Peter Bremer finde.

Ich weiß, sein Bachmannpreis hat mir nicht so besonders gefallen, aber vielleicht mache ich beim „Palast im Koffer“ eine Überraschung und ansonsten bin ich schon sehr neugierig, was in einem Monat auf dieser Liste stehen wird. Diesmal werde ich alles anfragen und nur lesen was kommt, die Hälfte würde ich einmal vermuten, aber dann gibt es ja noch soviele andere Neuerscheinungen und Lyrik, sollte ich  auch noch lesen und Dietmar Füssel hat mir gerade gemailt, daß er mir die Neuauflage eines seiner früheren Büchern  schicken wird.

Also wird es die Mischung machen und ich werde wohl noch einige Bücher auf meine übervolle Leseliste schreiben und dann im Dezember ein paar, die ich auch gern gelesen hätte, wieder hinunternehmen.

Aber wenn ich auch nur sehr zögernd zu meinem Vicki Baum Schwerpunkt komme, der Stefan Zweig Schwerpunkt war ja nicht eingeplant und auch sehr wichtig und die Buchdebuts sind spannend, aber auch das, was die vielleicht unbekannteren Autoren in den österreichischen und deutschen Kleinverlagen und natürlich auch die Selfpublisher schreiben, denn das finde ich auch sehr interessant.

2016-01-05

Bücher-Schnitzeljagd

Filed under: Büchergeschichten,Glosse — jancak @ 00:56
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Jetzt kommt der zweite Füllartikel, weil die Veranstaltungen erst am Montag anfangen und ich nicht so schnell im Lesen bin und im Zeiten der Frühjahrsvorschauen auf den Bloggerseiten gar nicht anders möglich, geht es um Bücher. Um meine Bücherliste und die darauf stehen, daß ich sie 2016 lesen will, in meinen Bücherbergen aber noch nicht gefunden habe, denn ich bin ja eine, die häufig sucht, umräumt, verstellt und dann bei dem hohen Stapel, den ich schon im Schlafzimmer habe, nichts mehr findet und das macht mich, ich gebe es zu, leicht nervös.

Macht nichts könnte man sagen „Kommt Zeit, kommt Rat, lies zuerst das, was du schon im Beadezimmer liegen hast, denn erinnere dich, an den vorvorigen achten Dezember, da hast du einen Tag lang krampfhaft alles für 2015 gesucht und  sehr viel davon, Ende des Jahres ungelesen zurückgetragen und wenn ich so auf meine Liste schaue, sieht es fast so aus, daß es 2016 nicht anders wird.

Also hast du einen guten Grund, ein Buch, wie etwa die „Blutigen Steine“ von Donna Leon nicht zu lesen und du hast ja genügend anderes zur Auswahl.

So weit so gut und voll richtig, trotzdem ertappe ich mich beim Suchen und bei meinen guten Vorsätzen heuer wirklich alles und wahrhaftig zu lesen, was auf der Liste steht, ertappe ich mich auch.

Den anderen Bücherbloggern wird es ähnlich oder vielleicht noch schlimmer gehen, denn die wühlen sich  gerade durch die Vorschauen und listen auf, was man 2016 alles an den neuen Büchern lesen soll.

Da hat Sarah Kuttner eines geschrieben, das offiziell noch nicht erschienen ist, Tobias Nazemi hat es aber bereits gelesen und es ergeben sich schon Diskussionen, ob Sarah Kuttner der Literatur zuzuzählen oder bloß geschwätzig ist?

Da kenne ich jetzt schon die Vorurteile, daß alles was linear geschrieben ist und vielleicht nach Reportage klingt, das angeblich nicht ist, auch wenn die Autorin, am zehnten Dezember nach Stockholm fliegt,  Arno Schmidt und Thomas Bernhard, etcetera, aber nicht dort waren.

Nun gut, das ist nicht mein Problem, denn ich will ja alles lesen, also liebäugle ich schon ganz heimlich mit der neuen Sarah Kuttner, dem neuen Thomas Glavinic, obwohl ich den ja nicht so unbedingt mag und und…

Aber ich habe noch kaum Vorschauen gelesen, obwohl ich das vielleicht doch sollte, weil ich im August so ungefähr wissen will, was auf dieser Liste stehen wird, was ich nicht kann, wenn ich keine Vorschauen lese.

Aber gut, daß ich heuer eher nicht anfrage und mich nur damit begnüge schlecht „Nein!“, sagen zu können, wenn das jemand bei mir tut und dann eigentlich froh sein müßte, wenn die avisierten Bücher nicht kommen, denn so hat die 2016 Liste, eine Chance und die „Klappentexterin“, die ihre Bücher „Schätzchen“ nennt, hat vor einigen Tagen, eine solche Vorschau gemacht und  auch bedauert, daß sie noch nicht alles vom Herbst gelesen hat und von einer Callenge erzählt, die derzeit im Netz kursiert, wo sich die Bücherblogger dafür anmelden 2016 mindestens ein Buch zu lesen, das älter als fünf Jahre ist.

„Was soll das?“, könnte man fragen.

So an die siebzig, achtzig Prozent der Bücher meiner Leseliste sind das und so gesehen habe ich mit Anne Enrights „Geschenk des Himmels“ diese Challenge schon erfüllt, obwohl ich nicht an ihr teilnehme und einen Vicki Baum Schwerpunkt habe ich 2016 ja auch und einige Bücher von B. Traven stehen  auf meiner Liste.

Aber einige, die draufstehen, liegen noch nicht im Bad oder in Harland über dem Bett und da ist einmal gleich Buch zwei auf der Liste, nämlich die schon erwähnten „Blutigen Steine“.

Da war ich vorhin beim „Bücherschrank“ zu einer Zeit, wo es günstig ist und da haben wohl auch einige Leute ihre Bücherschränke für das neue Jahr und die neuen Vorschauen ausgeräumt und es gab sehr viel Donna Leon darin.

Die „Blutigen Steine“, die ich mir dann schnell genommen hätte, aber nicht, dafür habe ich soeben Williams Faukner „Licht im August“ doch, aber an einer anderen Stelle, als erwartet gefunden und dazu noch Amoz Oz „Im Lande Israels“, das ich  gar nicht gesucht habe.

So zehn bis fünfzehn Bücher würde ich mal schätzen fehlen noch. Genau kann ichs gar nicht sagen, denn ich habe zwar die Leseliste ausgedruckt, aber die ist jetzt so angestrichen, daß ich die Übersicht verloren habe. Was auch nichts macht, denn wenn ich einfach mit dem Lesen anfange, komme ich schon darauf, was fehlt und dann brauche ich im Oktober nicht so viel zurücktragen.

Aber dann werde ich nervös und denke ich sollte Ralph Rothmanns „Messers Schneide“ unbedingt finden und Bernhard Hütteneggers „Die Tarnfarbe“, sowie Simons Becketts „Flammenbrut“ und und und…

Am Mittwoch ist noch ein Feiertag, da könnte ich ordentlich umräumen und durchmischen. Aber vielleicht auch mit dem Lesen anfangen und bei mir wieder eine höchstpersönliche Callenge einführen oder das 2016 Lesejahr unter dem Schlagwort „Ältere Bücher“ führen und damit meine ich die, die ich auf der Leseliste habe und das ist ja das Tolle an den offenen Bücherschränken, daß man dort Bücher findet, die sonst an mir vorübergegangen wären.

Die der Francoise Sagan zum Beispiel oder des Alberto Moravia wieder und und, aber das sind Autoren, die jetzt ein Verlag neu aufgelegt hat und so haben die Blogger vor einiger Zeit, eine Verlosung gestartet, wo man genau diese neu aufgelegten alten Bücher, gewinnen konnte.

Es ist ein Kreislauf, natürlich selbstverständlich und es gibt zuviele Bücher, das weiß ich jetzt schon, stört mich aber nicht sehr, wie es mich auch nicht stört, wenn ich demnächst alle 2016 Bücher gefunden habe, das würde ich schon gern und dann schließlich doch nicht alle lese, weil ich  auch ein bißchen Buchpreisbloggen will, vor allem, weil es heuer einen österreichischen Buchpreis geben wird und auch schlecht nein sagen kann.

Vor ein paar Jahren, als meine Leseliste noch nicht so vollgepropft war, habe ich mich auf das neue Jahr gefreut, weil ich dann die Bücher, die ich in den Schränken fand, gleich lesen konnte. Jetzt ist das schwieriger, wenn ich beispielsweise was Tolles der letzten oder vorletzten Jahresproduktion der dBp von 2012, 2013 bzw. 2014 beispielsweise finde, denn wann lese ich das dann, angesichts der übervollen Liste, die sich schon so  nicht ausgeht?

Luxusprobleme, ich weiß, schreib ich wieder und freue mich natürlich auf die Neuerscheinungen und darauf, daß ich die vielleicht finden oder bekommen werde und ansonsten in Volldampf auf die neue Liste schauen und da stehen tolle Sachen darauf, die ich schon gefunden habe und alsbald lesen kann.

Mit Hans Fallada, der ja bei „Aufbau“ wieder neuaufgelegt wird, fange ich an, dann kommt Stephenie Meyers „Biss zum Morgengrauen“ und das ist so ein Buch für diese Bücherchallenge, nämlich ein Jugendbestseller von vorvorgestern, nach dem Harry Potter, der mich nicht interessiert und den ich wahrscheinlich nicht lesen will und vor „Shades of Grey“, da liegt auch schon ein Band im Regal und dazwischen gibt es  jede Menge Vicki Baum und Pearls S. Buck, denn die interessieren mich auch, wie auch Luise Rinser, die in späteren Jahren ihren Schwerpunkt haben wird.

Es gibt also viel zu tun, wenn man sich ein bißchen, was ich ja will, durch den Literaturkanon lesen möchte die Bücherschränke bieten mir die Möglichkeit, die Übersicht zu bewahren und die Bücherbloggern machen mich neugierig auf ihre Vorschauen und gelegentlich finde ich auch ein neueres Buch in den Schränken, beispielsweise eines, das vor ein oder zwei Jahren auf der dBp-Liste stand oder ich gehe zum Bücherquizz auf die „Buch-Wien“ oder auf diverse Flohmärkte, wo man dann, um ein oder zwei Euro das finden kann, was im Vorjahr in aller Munde war und jetzt schon passe ist, weil sich alle durch die Frühjahrs- Herbst- oder was immer Vorschauen wühlen.

Ich denke die Mischung machts und bin in diesem Sinne  sehr gespannt, wie es heuer mit meiner Bücherliste werden wird, ob ich die fehlenden 2016  Bücher noch finde und welche Neuerscheinungen sonst irgenwie  zu mir kommen werden?

2015-10-15

Bücherlisten-Scheitern

Wenn man auf meine Bücherliste schaut, merkt man, daß ich da heuer nicht mehr zurande kommen werde.

Denn für 2015 stehen jetzt an die zweihundertzwanzig Titel darauf und sechzig oder siebzig, werde ich wahrscheinlich nicht lesen können und dabei war ich doch sehr stolz darauf mit meinen Listen eine Übersicht zu bekommen und alles Ungelesene zu lesen.

Es gibt eben zu viele und es werden, wenn man sich dafür interessiert auch immer mehr und mehr, neunzig- oder siebzigtausend kann man angeblich jetzt davon in Frankfurt finden und ich war schon immer eine Sammlerin.

Habe mir als Studentin viele Bücher gekauft, von den Lesetürmen der „Literatur im März“ Bücher mitgenommen und gehe, seit es die offenen Bücherschränke gibt, regelmäßig dort hin. So kam ich auch zu meiner Bücherliste. Aus hundert Büchern, die ich im Jahr lesen wollte, das war 2011 und 2013 habe ich das erste Mal über das Beschränken nachgedacht und  erstmal alles aufgeschrieben.

Vor den Bücherschränken habe ich etwa fünfzig Bücher im Jahr gelesen, wenn man meine Listen ansieht, merkt man daß es dann auf hundertfünfzig bis hundertsiebzig angewachsen ist.

Mehr ist nicht zu schaffen, so habe ich mir die Listen mit hundertfünfzig Stück angefüllt.

2013 das Soll dann auch gerade noch geschafft und im Vorjahr schon im Dezember zwanzig oder dreißig Stück aufs nächste Jahr verschoben und heuer habe ich dann tapfer angefangen, die alten angesammelten Krimis aufzulesen, die Bücher von Karin Struck und mich auf die Flohmarktkäufe von 2012 gefreut, im Sommer habe ich die dann gelesen.

Da kam  schon die Idee mit dem Buchpreisbloggen, bisher hatte ich mir das ja immer mit Verweise auf meine Leseliste verkniffen, mich aber heuer irgendwann entschloßen, die Verlage anzufragen und zu lesen.

Da war schon klar, ich schaffe die Liste nicht und suche mir nach dem LL nur noch die Gustostückerln heraus oder das, was ich unbedingt lesen will, das Buch der Nadine Kegele, voriges Jahr auf der „Buch Wien“ gewonnen beispielsweise, den „Circle“, ein Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr oder  auch das der Karin Ivanscisc, der Andrea Stift, der Doris Nußbaumer, die sie mir gegeben waren, aber keine Rezensionsexemplare waren.

Es gibt auch andere die ich gerne lesen wollte, den Haruki Murakami oder Evelyn Waugh zum Beispiel und wahrscheinlich nicht schaffe und jetzt habe ich von einem Gewinnspiel von Mara Giese auch noch zehn beziehungsweise neun Herbsterscheinungen, weil ich die „Baba Dunja“  schon habe, gewonnen, die ich auch nicht erst in zehn Jahre lesen wollte.

Also habe ich „Wenn schon denn schon!“, gedacht und mir sechs davon noch für heuer vorgenommen, wenn ich es schaffen sollte.

Lauter tolle Bücher, von denen ich auf den Blogs immer gelesen habe, Matthias Nawrat „Die vielen Tode unseres Opa Jureks“, das neue Buch von Harper Lee, das da plötzlich entdeckt wurde und von denen dann alle sprachen, Nora  Bossongs „36,9 Grad“, Meg Wollitzer „Stellung, Katharina Hartwells „Der Dieb in der Nacht“, Ruth Cerhas „Boa“ und und und…

Ich bin ja in der deutschen Gegenwartsliteratur ohnehin nicht so bewandert, weil ich bisher eher wenig deutsche Verlage angefragt habe und mir keine Neuerscheinungen kaufe, also kann ich da ein bißchen aufholen und dann schauen, wie es mit meiner 2016 Leseliste halte.

Da würde ich gerne ein wenig konsequenter sein und nicht zuviel daraufpacken und es gibt auch einen Vicki Baum Schwerpunkt, den ich da  vorhabe.

An sich ist es ja egal, ob ich etwas Altes oder etwas Neues lese. Allerdings will ich gerne meine angeseammelten Bücher auflesen, wenn ich das aber konsequent betreibe, kann ich nicht viel Neues lesen, was auch ein wenig schade wäre.

Mal sehen, wie es gelingt. Der Vorsatz ist da und tolle Bücher in den Schränken stehenlassen, bringe ich wahrscheinlich nicht zusammen und ich bin auch eine, die keine Bücher wegwirft.

Da gab es gestern eine Radiosendung, wo auch einer der Bücherblogger war, wo es um das Bücherwegwerfen ging.

Es gibt ja Leute die das machen, die  ich dann in den Bücherschränken finde und das ist  auch das Tolle daran und da habe ich vor kurzem auch Bücher einer ganz alten Serie gefunden, einen alten Adalbert Muhr, eine alte Alma Johanna König beispielsweise.

Rare Gustostückerl, aber wenn ich zuviel Altes sammle und zuviel Neues anfrage, komme ich  auch nicht klar.

Mal sehen wie es geht. Heuer sehr viel überlassen und im nächsten Jahr ein bißchen selektierter lesen, so daß  nicht so viel überbleibt.

Buchpreisbloggen will ich allerdings wieder, vielleicht ein bißchen weniger verkrampft, also das Buchhandlungslesen und das Ausborgen wegglassen, aber die Verlage anschreiben.

Da habe ich dann wahrscheinlich wieder die Hälfte und die Gustostückerln, die dann überbleiben, kann ich mir zum Geburtstag schenken lassen, das hat dann den Vorteil, daß ich die Bücher, wenn ich sie in den Schränken finde, liegen lassen kann und man lernt auch viel dabei, wenn man seine Leselücken füllt.

Ich lese  jetzt auch ein wenig selektiver, nehme nicht mehr jeden Krimi und jedes ChickLit, aber, daß ich über den Tellerrand schaue und offen für vieles bin, ist   etwas, was mir gefällt.

Also sehen, wie die geplanten Kompromisse gelingen und ein bißchen durchmischen zwischen dem Neuen und dem Alten kann nicht schaden.

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