Literaturgefluester

2016-10-01

Von der Literaturenquette zur Poet-Night

Am Freitag fand wieder einmal die „Poet-Night“, die Veranstaltung des „Ersten Wiener Lesetheaters“, wo sich die Mitglieder einmal im Jahr ins „Kulturcafe 7*Stern“treffen und ihre eigenen Texte lesen, statt, die seit Rolf Schwendters Tod, der sie ja gegründet hatte, schon sehr kurz geworden ist, also statt um vier Uhr Nachmittag, um dreiviertel sieben begann und schon vor Mitternacht endete.

Trotzdem  habe den ersten Leseblock mit Petra Ganglbauer, Mechthild Podzeit-Lütjen, Christa Kern, etcetera versäumt, war ich ja bei der „Enquette zur Literaturvermittlung“, die die österreichischen Literaturhäuser, die „Alte Schmiede“ und die „Gesellschaft für Literatur“ veranstalteten und bin erst hingekommen, als gerade Lydia Mischkulnig, die ich vor kurzem in der „Alten Schmiede“ hörte, wieder die Geschichte von dem Ehepaar, dem Fotografen und den zerissenen Foto, das sie auf immer zusammenschmiedet, las.

Ja, bei der „Poet Night“ dieser  Veranstaltung des Lesetheaters lesen zwar die Mitglieder, es gab aber schon bei Rolf Schwendter einen „Prominentenblog“, wo meistens Gert Jonke und Elfriede Gerstl las, wohl, um Publkum in die Veranstaltung zu bringen, die wegen mir, der Ruth und den anderen nicht gekomen wären.

Und den gab es mit Lydia Mischkulnig, Bettina Balaka, die wieder aus ihrem neuen Roman von der schönen Männermörderin las und Antonio Fian, im Vorjahr hat glaube ich auch Robert Schindel gelesen, obwohl das, glaube ich, gar nicht mehr so notwenig ist, weil die Veranstaltung wahrscheinlich gar nicht so viel angekündigt wurde, jedenfalls habe ich außer den Lesenden und deren Begleitern nicht viel Publikum gesehen.

Es lasen diesmal auch relativ wenige, so daß die Veranstaltung schon um halb zwölf zu Ende war und ich bin diesmal, obwohl ich sonst meistens am Beginn gelesen habe, als vorletzte daran gekommen.

Aber diese Veranstaltung, wo die Lesetheatermitglieder, die auch schreiben, jeweils sieben Minuten lesen und dafür diesmal sechzig Euro Honorar bekamen, war diesmal ausgesprochen interessant und spannend, wie ich gleich anmerken möchte.

So haben nicht nur Lydia Mischkulnig und Bettina Balaka aus neuen Büchern gelesen, auch Judith Gruber-Rizy las wieder den Beginn ihres neuen Romann, von der Fotografin, die jeden Tag ein Foto macht und dabei ihr Leben überdenkt.

Hilde Schmölzer, die ja bei der „Frauen lesen Frauen-Lesetheatergruppe“ sehr engagiert mitmacht, las aus der Neuauflage ihrer „Pest in Wien“, ein Buch, das sie mir einmal in der „DDR-Ausgabe“  geschenkt hat.

Manuel Girisch und und Renate Woltron, die Lesetheateraktivisten, lasen zwei Sketches aus ihrem neuen Programm, wo es um Männer und Frauen, Sex und diesbezügliche Mißverständisse ging.

Ingrid Jantzen hatte, was zum Tod der Sprache durch  Sprachverhunzung, Richard Weihs brachte Auszügen aus seinen Wunschgedichten.

Erik Hardenberg las lang und breit und sehr langsam, einen „seltsamen“ Pflanzenkrimi und wurde von dem Moderatoren abgestoppt, bevor er ans Ende kam.

Christa Meissner, die Dialektautorin gab Proben aus ihren „Struwelpeter“ und anderen Neudichtungen und dann gab es auch  experimentellere Stimmen, wie Birgit Schwaner oder Autoren wie Ruth Aspöck, die einen neuen Text für die Veranstaltung geschrieben hat.

Susanne Ayoub, die ja in Bagdad geboren wurde und dieses vor einigen Jahren wieder bereiste und Kontakt zu ihrer dortigen Familie aufnahm, brachte den Prolog aus ihrem diesezüglichen Buch.

Christl Greller stellte ihren neuen Gedichtband vor, der am Sonntag in Ö1 präsentiert werden wird, Axel Karner brachte ein Gedicht mit dem Titel  „Die Liebe, mein Herz und der Mond“ und Hansjörg Liebscher hatte einen sehr langen Text der sich mit Prometheus beschäftigte,  während Susanne Schneider wieder sehr realistisch davon erzählte, wie es einer geht, die in eine andere Wohnung zieht und sich an diese  erst gewöhnen muß.

Sehr viele unterschiedliche Texte also, von denen ich die meisten sehr  passend gefunden habe und ich mit meiner „Präsidentin auf dem Opernball“ mit dem roten und den blauen Schuh, die auf dem Fahrrad zur Oper fährt, auch sehr viel Heiterkeit erregte.

Ich war, wie schon geschrieben, die vorletzte, bei der von Andrea Pauli und Hahnrei Wolf Käfer moderierten Veranstaltung. Nach mir folgte zum zweiten Mal als Schlußlicht, Christian Katt, vorher hat ja immer Rolf Schwendter, die Nacht, um zwei oder halb drei beendet, der nach einem eigenen Text auch zwei Schwendter Texte las, um an den Gründer der „Poet Night“ zu erinnern.

Mechthild Podzeit-Lütjen

Mechthild Podzeit-Lütjen

Christa Kern

Christa Kern

Gynther Riebl

Gynther Riebl

Ariane Lang

Ariane Lang

Christina Vivenz

Christina Vivenz

Manuel Dragan

Manuel Dragan

Anita Schaub

Anita Schaub

Petra Ganglbauer

Petra Ganglbauer

Lydia Mischkulnig

Lydia Mischkulnig

Bettina Balaka

Bettina Balaka

Antonio Fian

Antonio Fian

Manuel Girisch

Manuel Girisch

Renate Woltron

Renate Woltron

Werner Grüner

Werner Grüner

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Erik Hardenberg

Erik Hardenberg

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Helmut Gruber-Rizy

Helmut Gruber-Rizy

Karin Gayer

Karin Gayer

Richard Weihs

Richard Weihs

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Hansjörg Liebscher

Hansjörg Liebscher

Ingrid Jantzen

Ingrid Jantzen

Axel Karner

Axel Karner

Christa Meissner

Christa Meissner

Birgit Schwaner

Birgit Schwaner

Manfred Chobot

Manfred Chobot

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Hahnrei Wolf Käfer

Hahnrei Wolf Käfer

Christl Greller

Christl Greller

Eva Jancak

Eva Jancak

Christian Katt

Christian Katt

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2015-05-24

Pfingsten verregnet

Das Pfingstprogramm hat bei mir schon Tradition, obwohl ich nicht katholisch, also keine Kirchengeher bin und eigentlich  nicht so genau weiß, was liturgisch in diesen vier Tagen passiert.

An einen Pfingstrosenstrauß vom Garten im Almweg, der jetzt verkauft wird, vor sicher mehr als fünfzig Jahren, kann ich mich erinnern und dann 1977 an mein Dissertantengespräch am Freitag davor und danach bin ich mit dem Herrn Lembacher vom Klub der logischen Denker zum ersten Mal zum Pfingsttreffen nach St. Gallen in die Steiermark gefahren, da haben wir, eine wahrscheinlich organisierte Panne in St. Pölten gehabt und so bin ich das erste Mal in meinem Leben in dieser Stadt gewesen.

Einmal viel später gab es das „Bachmann-Symposium“ zu einem wahrscheinlich runden Geburtstag der Dichterin, da gab es eine Führung durch den dritten Bezirk und eine Ausstellung im Palais Palfy, nachher bin ich in den Wienerwald gegangen und vom Leopoldsberg über den Nasenberg nach Nußdorf hinuntergekommen.

Nußdorf bei oder in Wien, während es in Nußdorf an der Traisen ja den Pfingstmarkt gibt, wo wir seit einigen Jahren regelmäßig hinfradeln und einmal gab es kurz vor Pfingsten in Mürzzuschlag bzw. Neuberg an der Mürz das „Fest für Friederike Mayröcker“, da hat mich dann der Alfred am Pfingstsamstag glaube ich abgeholt und wir wollten eigentlich auf den Hochschwab wandern.

Das Wetter hat es aber verhindert, wie es auch heuer regnet, zumindestens am Samstag hat es das getan und die Traisen war, als ich trotzdem mit dem Rad nach St. Pölten in die Stadt gefahren bin, um am Markt meine auch schon traditionelle Käsekrainer zu essen schon sehr voll.

Hochwasserwarnungen gibt es auch, aber am Sonntag soll das Wetter besser werden, so daß wir vielleicht doch, wie geplant, nach Nußdorf fahren können, ein gefülltes Knödel essen, ein Glas Wein trinken oder zwei und auch  einen Kaffee mit einem Keks verkehren.

Einmal ist mir dabei das Rad dabei kaputt geworden, so daß uns Alfreds Eltern mit dem Bus abholen mußten, das ist jetzt nicht mehr möglich und am Sonntagabend fahren wir heuer auch schon wieder nach Wien zurück, weil Alfreds Betriebsausflug diesmal nach Prag geht und daher zweitägig ist, da werde ich also in Wien weiter meinen Kisch, ein Buch das übrigens in Prag spielt und die Lebenserinnerungen des rasenden Reporters ausdrückt, zu Ende lesen und dann weiter an „Selmas Kopftuch“ korrigieren.

„Miranda Schutzengelchen“ ist inzwischen ausgesendet und der Artikel mit der Buchpromotion gestern online gegangen, aber zurück zu Pfingsten und meinen diesbezüglichen Gebräuchen:

Manchmal ist der Alfred da auf Reisen und so gab es vor einigen Jahren ein eigenes Pfingstprogramm von der Galerie Splitter für alle Daheimgebliebenen, wo wir einen Stoß Bücher auf den Judenplatz getragen haben umd mich E.A.Richter dabei fotografierte und einen Pfingstlesemarathon habe ich einmal auch in Wien gemacht.

Jetzt habe ich einen etwas verregneten Pfingstsamstag verbracht, dabei Katharina Hackers „Eine Art Liebe“ gelesen, wo die Besprechung auch bald online gehen wird, freue mich über mein neues Buch und vielleicht auch darauf, daß das Wetter etwas besser wird, obwohl mir das eigentlich gar nichts macht, ich weder eine Wetternörglerin noch ein Wettermuffel bin, sondern mich eigentlich bei jeden Wind und Wetter nach draußen begebe und ich das Radfahren im Regen, solange es nicht zu kalt ist, eigentlich auch sehr genieße und auch schon bei einigen Dauerregen durch die Stadt gelaufen bin, was eigentlich auch immer recht lustig ist.

Und den Songcontest gab es natürlich auch.

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