Literaturgefluester

2015-10-29

Ohrenschmaus-Jurysitzung

Um fünf hat es im Parlament wieder die Jurysitzung bezüglich des „Ohrenschmaus-Literatur für und von Menschen mit Lernbehinderungen“ gegeben. Außer mir waren noch Ludwig Laher und Felix Mitterer als Juroren anwesen.

Andrea Stift scheint irgenwie verschwunden sein, der neue Juror Franzobel hatte keine Zeit, Barbara Rett war krank, wir hatten aber eine Handyschaltung, Heinz Janisch hat sich entschuldigt.

Seoit 2007 gibt es diesen Preis, wo ich die Ehre habe, in der Jury zu sein, der liebe Otto hat mich hineingebracht, beziehungsweise hat er mich angefragt, wie man mit dem Literaturhaus Kontakt aufnimmt, da habe ich gesagt „Ich  will auch!“, es hat geklappt und ich habe seither viel gelernt.

Renate Gradwohl war die erste Preisträgerin mit ihrem Gedicht „Küssen lernen“, die mich sehr stark an Ernst Jandl erinnerte, jetzt habe ich schon lange nichts mehr von ihr gehört.

Eine der nächsten Preisträgerinnen war Sarah Lutschaunig, die ja leider, wie Michaela König, das Vorbild für meine „Mimi“ verstorben ist.

David Sylvester Marek und Peter Gstöttmaer reichen immer wieder ein und gewinnen Preise oder kommen auf die sogenannte Ehrenliste.

Anton Blitzstein würde gerne teilnehmen, passt aber als Psychiatrie Betroffener vielleicht doch nicht so ganz in die Zielgruppe und Niki Glattauer der ein paar Jahre in der Jury war, man sieht die Jury ist immer prominet besetzt, hat sich im Vorjahr mit dem Argument zurückgezogen, daß er keinen eigenen Behindertenpreis will.

Natürlich wir leben im Zeitalter der sogenannten Integration, trotzdem wird es wahrscheinlich mit dem Bachmannlesen, wie die Veranstalter,  der Nationalratsabeordnete Franz Josef Huainigg schon im ersten Jahr wünschte, höchstwahrscheinlich so leicht nichts werden.

Für das nächste Jahr, das ist dann das zehn Jahre Jubilääum, ist aber eine große Veränderung geplant, dafür haben wir uns schon in zwei Sitzungen getroffen, der Preis soll nicht mehr Anfang Dezember anläßlich des des Tags der Behinderung, sondern schon im November im Rahmen der Buch Wien vergeben werden.

Es soll auch ein Symposium oder eine Diskussionsveranstaltung zum Themea „Literatur und Behinderung“ stattfinden und ein neues Buch mit den Preisträgertexten soll es auch geben, sowie ein Stipendium das an einen besonders talentieren Teilnehmer vergeben werden soll.

So weit die Zukunftsvision, bis dato wird alles beim Alten bleiben, die Preisverleihung für den heurigen Ohrenschmaus wird am ersten Dezember um achtzehn Uhr im Museumsquartier sein und wir haben nach längerer Diskussion und einer Telefonschaltung zu Barbara Rett die neuen Preisträger festgelegt.

Wer die sind verrate ich natürlich nicht, nur so viel, einer Preisträger ist ein alter Bekannter und der wird wahrscheinlich auch das Stipendium bekommen, die beiden anderen Preisträger haben, glaube ich, noch nicht so viel eingereicht und einen Text für die Zotter-Schokolade, die man dann ja aufessen kann und die sehr gut und süß schmeckt, wird es  auch geben.

Und eine Ehrenliste, die anderen Teilnehmer bekommen eine Urkunde und eine Zotter-Schokolade und ich kann alle Interessierten, die vielleicht wissen wollen, was Menschen mit einer sogenannten Lernbehinderung schreiben, schon jetzt einladen zur Preisverleihung ins Museumquartier zu kommen, dann wird auch das Geheimnis um die Preisträger und die Preisträgerinnen gelüftet werden, bis dahin kann man gespannt sein und die Laudatio für den alten Bekannten, für den ich schon einmal eine solche geschrieben habe, werde ich auch verfassen.

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