Literaturgefluester

2022-05-21

In der Bel Etage

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 16:31
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Jetzt ging es wieder live zu „Rund um die Burg“ diesem Festival, das in den Neunzigerjahren gegründet wurde, wo man in einem Zelt zwischen Burgtheater und Cafe Landtmann vierundzwanzig Stunden lang live Literatur im Halbstundentakt erleben konnte. Ich bin, glaube ich, erst ein bißchen später dazugestoßen, war das ja die Zeit, wo ich meinen Vater pflegte, dann habe ich es doch geschafft rund dortzubleiben und bin ausgerüstet mit einem Pullover, Broten und einer Wasserflasche oder Kaffee, denn damals bin ich sehr sparsam gewesen hingegangen und habe die Nacht im Zelt sehr genossen.

Dann sollte es abgeschafft werden und hat schließlich den Veranstalter gewechselt, so ist Helmut Schneider von „Wien life“, der Festival Intendant geworden und das erste Mal gab es Veranstaltungen in dem Theater, das im Cafe Landtmann angesiedelt ist und eine in der Bel Etage, ob es ein Zelt gegeben hat weiß ich jetzt nicht. Es hat nur mehr bis Freitag zwölf gedauert und dann Samstag Vormittag weitergegangen und als ich von der Bel etage kommend zu der letzten Freitag-Veranstaltung in den Keller gehen wollte, sind mir die Leute entgegengekommen und haben „Zugesperrt!“, gesagt. Ich habe beim Veranstalter nachgefragt, so wurde wieder aufgesperrt und Andrea Grill,die lesen sollte, ist mit einigen anderen wieder hinuntergegangen.

Dann gabs ein Zelt und, ich glaube, einmal eine Gratiseistruhe, eine Lyrik-Bim, gab es auch und ich bin, jetzt war es im Frühjahr nicht mehr regelmäßig hingegangen, das letzte Mal war ich von meinen Gips noch gehbehindert im Jahre 2019 dort im Zelt und die letzten zwei Jahre gabs dann Corona bedingt nur mehr Stream-Veranstaltungen

Jetzt also wieder live und in der Beletage, das ist eine große Wohnung im Mezzanin, im Cafe Landtmann wird aber übertragen und man bekommt einen fünf Euro-Gutschein, wenn man dort ißt und auf der Website habe ich gelesen, daß sie sich erwarten, daß sich die Leute PCR testen lassen „Wir kontrollieren es zwar nicht, ihr bekommt aber viele Karmapunkte!“

Also in die Bel Etage wo Julia Zarbach und Günter Kaindlsdorfer moderierte. Es gab keine Großeröffnung, wie damals bei der rundum Veranstaltung. Es wurde nur Helmut Schneider interviewt und Günter Kaindlsdorfer, mein „Ohrenschmaus-Jury Kollege“ begann mit dem Zizat „Allen Leuten recht getan ist eine Kunst ,die keiner kann!“ und der konterte „Wer vieles bringt, wird manchen etwas bringen!“, denn das Programm war immer sehr bunt, Literatur, Sachbuch alles gemischt, was wohl Absicht ist und wahrscheinlich auch sinnvoll, alle Geschmäcker zu befriedigen und da gibts ja auch die Geschichte, daß Ilse Aichinger mit zittriger Stimme las und ihre Zeit überzogen hat und die zu Hauf gekommenen ältere Damen, riefen „Wir wollen den Grieser hören!“ und ich dachte, in ein paar Jahren, liest Dietmar Grieser dort bei vollen Haus von seinen Begegnungen mit Ilse Aichinger.

Aber diesmal war es erstaunlich gut aufgeteilt, denn am Freitag, nur mehr von drei bis halb zehn, es wird immer kürzer und Zelt gibt es auch keines mehr, aber fast nur Literatur.

So begann es gleich mit Daniel Wissers „Erfundener Frau“ diesen Erzhlband mit den Frauengportraits oder den Geschichten, die meistens oder immer einen Frauennamen im Titel tragen. Das habe ich schon gestreamt und beim Leipziger „Blauen Sofa“ gehört und Daniel Wisser hat auch die Geschichte von der „Ingrid“ wieder gelesen. Dann kam Lena Maria Biertimpel, eine Sprachkunststudentin mit ihrem Debut „Luftpolster“ in dem sie ihre Psychiatrieerfahrungen schildert.

Renate Welsh, die Kinderbuchautorin, die auch für Erwachsene schreibt und, glaube ich, Präsidentin, der IG- Autoren ist, fiel etwas aus der Reihe, hatte sie doch einen Essayband mit dem Titel „Hoffnung lebt vom Totzdem“, weil sie die Salzburger Festspiele eingeladen haben, einen Text zu diesem Thema zu schreiben, was ihr so schwer gefallen ist, daß ein ganzes Buch daraus wurde.

Iris Blauensteiners „Atemhaut“ habe ich schon gelesen und die junge Frau, glaube ich, auch vor zwei Wochen bei der „KritLit“ gesehen. Jetzt konnte ich aber auch den Soundtrack dazu hören und Peter Karoshis „Zu den Elefanten“ habe ich auch schon gekannt, weil es ja auf der letzten deutschen Buchpreisliste stand.

Dann kam Georg Biron den ich ja als eher linken Schreiber kenne, er war glaube ich bei „Frischfleisch und Löwenmaul“ hatte dann einen kleinen Verlag und auch beim „Tag der Freiheit des Wortes“ einmal oder öfter gelesen, jetzt entpuppte er sich mit seiner „Birons Welt“ als Reiseschriftsteller, ein Buch, das der Alfred,, glaube ich, schon gekauft hat und eine der zwei Geschichten die er gelesen hat, war auch besonders witzig, so hat ihn eine Kakerlake in Mexiko in einem Film über Madonna und dann zu einem eingelegten Rebellenarm geführt.

Dann kam Otto Brusatti, der frühere Ö1 Musikjournalisten mit einem neuen Musikroman, wo einer die Musikgeschichte neu erfindet, wenn ich es richtig verstanden habe.

Dann wurde oder wars schon etwas weniger literarisch, denn die Kronezeitung Starreporterin Conny Bischofsberger hat einen Roman geschrieben der „Eisschwimmen“ heißt,wo eine Journalistin, die dreiundneunzig Prozent von Conny Bischofsberger hat, das versucht und im dritten Buch wahrscheinlich ihren Lover nach Japan folgen wird und Chris Lohners „Ich bin ein Kind der Stadt“, hat mir der Alfred, glaube ich, schon im Vorjahr geschenkt, denn es konnte pandemiebedingt erst jetzt vorgestellt werden und der Ttel ist zwar ein Wildgans-Gedicht, schildert aber die Nachkriegerfahrungen der 1943 geborenen, die in Margareten aufgewachsen ist und dort noch zu leben scheint.

„Ich auch!“, sagte Günter Kaindlsdorfer, denn der wohnt, glaube ich, dem „Wortschatz“ gegenüber, also habe ich vielleicht schon ein paar seiner Rezensionsexemplare dort gefunden und dann kam Andrea Roedig, die, glaube ich, „Wespennest-Redakteuerin“ ist, seit 2007 in Wien lebt und ein Buch über ihre Mutter geschrieben hat, zu der sie ein schwieriges Verhältnis hatte und das derzeit in den Blogs oft zu finden ist.

Literarischer wurde es mit dem dritten Roman von Stefan Kutzenberger, dessen Held auch so heißt und ein Exilschriftsteller der zu Beginn des Buches eigentlich schon gestorben ist und jetzt habe ich noch den Triest Krimi von Christian Klinger vergessen, der sein Buch schon Renate Welsh vorstellte und der letzte am Freitag Lesende war Doron Rabinovici dessen „Einstellung“ schon in der „Alten Schmiede“ vorgestellt wurde, das habe ich aber versäumt, so konnte ich mich jetzt ein bisschen in die Geschichte von dem Fotografen der einen rechtsextremen Politiker fotografieren soll, einhören.

Nachher habe ich gleich die Teuerungswelle ein bisschen ausprobiert, habe ich mich doch, weil ich in den letzten zwei Jahren ja vom Konsumieren ein bißchen ausgeschlossen war, in den Garten des Landtmanns gesetzt und mir einen „Hugo“ bestellt und dafür acht Euro fünfzig bezahlt.

Am Samstag habe ich dann überlegt, ob ich wieder hingehen sollte, denn da kam ja die Sachbuchreihe und die interessiert mich nicht so sehr, aber vorgenommen ist vorgenommen. Ich bin da sehr konsequent dabei und gelohnt hat es sich im Nachhinein gesehen sowieso. So hat es also mit dem ehemaligen Volksstheaterdirektor und jetzigen Reiseschriftsteller Michael Schottenberg begonnen, den ich schon einmal bei „Rund um die Burg“ hörte, reist er doch seit er in Pension ist, durch die Welt, um sich selbst zu verwirklichen und schreibt Bücher darüber.

Eines davon habe ich einmal gefunden. Die Pandemie hat es dann verhindert über die Grenze zu kommen, so hat Michael Schottenberg Österreich bereist und jetzt auch Wien beschrieben, was ihm schwer gefallen ist, so ist eine Autobiografie daraus geworden, die der grand man sehr eindrucksvoll vortrug. Die Internet Drehbuchschreiber Ilona und Kurti oder Franziska Waltz und Claus Schönhofer habe ich, glaube ich, auch schon mal gehört, jetzt haben sie einen E-Mail Krimi über ein Foto und ihre bösen Exs geschrieben.

Dann gabs ein großes Gespräch geführt von Helmut Schneider mit den drei Fotografen Christine de Grancy, Lukas Beck und Pamela Roßmann, die auch erzählten, wie sie das Berufsverbot, das im Lockdown herrschte, bewältigt haben, so hat Pamela Roßmann ihre Portraits beispielsweise per Zoom angefertigt. Ich habe gar nicht gewußt, daß das geht oder, daß Fotografen lifestreams fotografieren.

Das taten sie dann aber in diesem Extrazimmer im Cafe Landtmann ,wo gestreamt wurde, denn dorthin bin ich um zwölf gegangen, um etwas zu essen und meinen Gutschein einzulösen und erstaunlicherweise war es dort fast leer und es ist auch gleich politisch geworden, kam doch Florian Scheuba auf die Bühne, der die Kurz- ChatsA verlesen hat. Dann kam ein Selbsterfahrungsbuch und ein Buch für „lle, die hier sind“ von den beiden Politikerinnen mit Migrationserfahrung Faka El-Nagashi und Mirelle Ngosso, die letztere ist Ärztin und ist oder war Bezirksvorsteherstellvertretin des ersten Bezirks, ich habe sie schon mal bei der „Literatur im Herbst“ im Odeon Theater gehört und die letzte Autorin war die 1987 geborene Anna Herzigß, womit es zum Schlu wieder literarisch wurde, hat sie doch die Novelle „Herr Rudi“ und jetzt den Roman „Die dritte Hälfte eines Lebens“ geschrieben.

Das wars dann für dieses Jahr, ich bin am Rückweg noch in ein paar Buchhandlungen gegangen und habe mir beim „Morawa“ ein paar schöne Notizbücher gekauft und jetzt kann ich den Rest des Wochenendes wieder mit dem Schreiben und dem Lesen verbringen, was ja für mich sehr wichtig ist.

2022-05-19

Erinnerungs- und Beobachtungsresonanzen bei Dichterloh

Der dritte Abend des Dichterlohfestivals mit Semjon Hanin und Luljeta Lleshanaku wird wieder gestreamt, beim ersten war ich live dabei, beim zweiten war ich stattdessen beim „Literarischen Lenz“„, wo es auch Gedichte gab und beim vierten bin ich wahrscheinlich im Völkerkundemuseum bei der im Mai stattfindenden Lyrik im März-Veranstaltung der GAV, ja Corona führt zu einigen Veränderungen und Semjeon Hanin, dessen Gedichtband „aber nicht damit“ bei der „Edition Korrespondenzen“ erschienen ist, wurde 1970 in Riga geboren und schreibt auf Russisch.

Anja Utler hat die Gedichte übersetzt, die der Autor sehr betont langsam im Stehen vorgetragen hat und von Michaeel Hammerschmid auf Deutsch gelesen wurden „bringt sie in den Garten- bringt sie zum Wasser-bringt sie um den Verstand und dann zum Arzt“ beispielsweise oder „du mußt nicht glauben, daß das ein Obdachloser ist, er hat nur seinen Schlüßel verloren und übernachtet auf den Stufen, aber in Wirklichkeit ist er ein Akrobtat“, also eine sehr schöne sozialkritische Sprache, was mir ja sehr gefällt.

Es geht um Pizza essen und um gestohlene Fahrräder, die Streufokusierung des Blicks und um andere weltliche Dinge, die man in der hehren Lyrik gar nicht vermuten würde. Das Gspräch wurde dann von Mascha Dabice übrsetzt, deren Schwester ich ja gestern und vorgestern mit Cornelius Hell im Theater in der Münzwardeingasse gesehen habe und Michael Hammerschmid begann mit dem Gehör, das bei Semjon Hanins Vortrag ja sehr wichtig war und ging dann zu der räumlichen Komposition über, was im Gegensatz zu den sehr sozialkritischen Texten, wie ich sie empfunden habe und von Michael Hammerschmid als sehr heruntergekommene triste Szenerien bezeichnet wurden, wieder sehr theoretisch war, wobei der Autor dann auf seine Ironie und Komik verwies, die er im Subtext verwendet.

Dann wurde noch die poetische Konzeptgruppe erwähnt, in der der Autor tätig ist.

Dann kam die 1968 albanische Autorin Luljeta Llieshanaku, die auch im im englischen Raum sehr übersetzt wurde und hier den von Andrea Grill, die auch anwesend war, übersetzen Gedichtband „Die Stadt der Äpfel“ vorstellte und deren Texte „Via politica“ sehr politsch sind, da sie unter der kommunistischen Diktatur sehr zu leiden hatte. Es geht um die „Geheimnisse“ der Gebete, da die Religion in Albanien verboten war, wurde in der Familie nur versteckt gebetet“Gott mach mich stark und kein Wort mehr – bei mir daheim galt das Gebt wie eine Schwäche, wie das miteinander schlafen“, „Halbverfaulte Äpfel warten auf den Schwangerschaftstest“, heißt e in einem anderen Gedicht, was auf den Titel des Gedichtbandes hinweist, der mit Gedichten aus vier Bäden zusammengestellt wurde.

Sehr eindrucksvoll die Gedichte die die Auslöschung der Zivilisation während der Beoachtung, wie ein Universitätsprofessor aus einer Abfalltonne eine Wassermelone fischt und dann gierig verschlingt, beschreiben und der Gewalt, wie einem Toten die Goldzähne ausgerissen wurden. Wie soll er sich dann im Himmel vor den Engeln verteidigen können, die ihn dann vielleicht auslachen werden? Aber das füge ich an, werden die nicht tun, wenn schon die Zivilisation in einer kommunistischen oder anderen Dkitatur ausgelöscht wurden, obwohl die Gedichte von Luljeta Llieshanku konventioneller, als die von Semjon Hanis scheinen.

„Du bist frei sagten sie nach fünfundvierzig Jahren, wo willst du hin?“

Eine Reise ans Meer wird im letzten Gedicht thematisiert und, daß der Mensch nur aus Wasser und Kohlenstoff besteht, wird auch öfter erwähnt.

Ein sehr spannender Abend mit zwei neuen lyrischen Entdeckungen und am Montag wird es dann mit Donatella Bisutti und Lavinia Greenlaw weitergehen.

2022-05-18

Fünfzehnter literarischer Lenz im Centrope

Auf den „Literarischen Lenz im Centrope“, das Literaturfestival in dem die Literatur aus Ungarn, Tschechien, Slowakei und Österreich einmal jährlich in dem Theater in der Münzwardeingasse vorgestellt wird, hat mich Stephan Teichgräber schon vor Jahren aufmerksam gemacht, noch bevor er mich zu seinen Workshops eingeladen hat. Ein paarmal bin ich dort gewesen, dann kam Corona, da hat es das Festival zeitlich verschoben zwar gegeben, aber mit Maske, Anmeldung, 2 oder 3G, und anmelden hätte man sich auch diesmal sollen, aber sonst war es wie auch bei den anderen literarischen Veranstaltungen, die ich ich seit circa drei Wochen schon besuche, weitgehend normal und es hat sogar Brötchen und Getränke gegeben.

Jelena Semjonowa-Herzog und Stephan-Immanuel Teichgräber haben moderiert und begonnen hat es mit der 1943 geborenen Philosophin und ehemalige Hochschullehrerin Etela Farkasova aus Bratislava, die sich als Feministin vorstellte und aus ihren Roman „Die Rettung der Welt nach G.“ ein philosophischer Roman, wie sie erwähnte, der auch Corona thematisierte und die Ruhe, die durch die Lockdowns aufgetreten ist.

Als nächstes kam wieder eine Österreicherin nämlich die 1990 geborenen Theodora Bauer, die thematisch passend aus ihren Roman „Chikago“ las, geht es da ja um die burgenländischen Auswanderer aus Amerika vor hundert Jahren.

Der 1940 geborene ungarische dichter Otto Tolnai konnte gesundheitsbedingt nicht anreisen und wurde durch einen ungarnsprachigen Schauspieler ersetzt, der mit zwei anderen, die die deutsche Übersetzung lasen vier Gedichte vortrug, die sehr originell und ungewöhnlich klangen.

Dann wurde die Pause mit den Brötchen vorgezogen, denn Egyd Gstättner von dem ich gar nicht gewußt habe, daß er in Wien lebt, war noch nicht da und er las sehr launig aus seinem Roman „Leopold der Letzte“, wo es auch um Corona, hört hört, da beschäftigen sich offenbar doch viel mehr Schriftsteller, wie man glaubt, mit diesem Thema, als auch um Leopold Sacher- Masoch und einem Rollingstone-Konzert geht und die Tschechin Alena Mornstajnova hat die Geschichge mit ihren Roman „November“ umgekehrt.

Das wars für Tag eins und am Mittwoch geht es noch einmal mit fünf Autoren weiter. Aber vorher gabs per Stream ein Pressegespräch zu einer Auftaktveranstaltung des Gastlands Österreich in Leipzig,tur nächsten April, das sich inzwischen auf eine Literatour durch alle deutschen Literaturhäuser und ein Jahr der österreichischen Literatur ausgeweitet hat und da in Berlin mit einer Abendveranstaltung beginnt.

So präsentierte Katja Gasser die Kuratorin ihr Programm, Benedikt Föger vom Hauptverband leitete ein, eine Dame von der Auslandkultur erläuterte ihre Projekte. Da gibt es eines mit Lydia Mischkulnig und die tritt ja auch in im Centrope auf, es gab einen Vortrag mit dem bosnischen Autor Dzevad Karahasan, der auch auf der Abendveranstaltung auftritt, aber da müßte man vor Ort in Berlin sein und die Botschafterin, bei der die Präsentation, glaube ich, stattfand, hat auch gesprochen und die Vielfalt der österreichischen Literatur präsentiert.

Also auf in die Münzwardeingasse zur Literatur im mitteleuropäischen Raum und da gings im selben Rhythmus weiter. Zuerst stellte Stephan Teichgräber, die 1984 geborene slowakische Autorin Barbora Hrinova und ihre Kurzgeschichten vor. Sie las zwei davon. „Einhörner“ heißt das Buch mit dem sie auch einen bekannten slowakischen Literaturpreis bekommen hat. Dann kam Lydia Mischkulnig, die Verza Canetti Preisträgerin von 2017 mit einem Ausschnitt aus ihrer 2020 erschienen „Richterin“, ein Buch das ich mir einmal von den Gutscheinen meiner Schwiegermutter kaufte, aber noch nicht gelesen habe, wo es um Asylverfahren und afghanische Flüchtinge geht und dann ging es wieder nach Ungarn zu Edina Szvorens Kurzgeschichten und die, die sie las, handelt von einem Toten, der in einer Schule gefunden wird und Ferdinand Schmatz, 1953, glaube ich, in Korneuburg geboren, diskutierte mit Jelena Semjonova, ob er ein experimenteller Autor ist oder nicht und sie erwähnte auch die beiden Gedichtbände, die er vor Jahren mit Franz Josef Czernin geschrieben hat, um zu beweisen, wie man schlechte Gedichte unterjubeln kann. Er ist auch der Nachlaßverwalter von Reinhard Priessnitz, den er einmal bei Hermann Nietsch in Prinzendorf kennengelernt hat und las aus seinem noch nicht erschienen Gedichtband „strand.der verse lauf“ und die Tschechin Zuzana Kultanova, die ihre noch nicht erschienene Geschichte, ein Romanausschnitt, zu Stephan Teichgräbers Erstaunen von ihrem Handy las und nachher gab es wieder, ganz wie in den alten Zeiten, das Buffet mit Brötchen und Pogatschen gestiftet vom tschechischen oder slowakischen Kulturinstitut, in gehörigen Abstand, stand noch auf den Plakaten und es war wieder einmal sehr spannend in die Literatur des Centropes hineinzuschauen, während in Berlin die österreichische Literatur präsentiert wurde.

2021-08-13

Premieren O-Töne

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:44
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So wurden die dieswöchentlichen O-Töne bei denen wir wieder waren, vorgestellt. Die letzten Woche war ja mit sehr viel Pechgezeichnet, denn den ganzen Tag bis cirka halb sechs Uhr Regen und dann zehn Minuten bevor wir nach Harland gefahren sind, hat es zu regnen aufgehört und die Veranstaltung mit Hanno Millesi und Anna Felnhofer hat im Freien stattgefunden. Kalt war es offenbar,so hat Gabriele Hegedüs, die diesmalige Veranstaltung eingeleitet und was die Premiere betrifft.

So ist Christina Walkers „Auto“, ein Debut und die 1971 in Bregenz geborene Christina Walker war mir bisher unbekannt. Ihr Buch ist im „Braumüller Verlag“ erschienen und bei dem Titel handelt es sich, wie Sebastian Fasthuber, der Moderator in seiner Einleitung betonte, tatsächlich um ein solches und dahin ist der Protagonst, ein vormaliger Verlagsvetreter ausgestiegen.Das heißt, er lebt auch dort. Geht in die Wohnung und zu Frau und Sohn nur mehr duschen. Ddas heißt mit dem Sohn will er Fußballspielen, obwohl er ansonsten seine Bewegungen sehr eingeschränkt hat und dasklang sehr interessant.

Angela Lehner

Angela Lehner

Christina Walker

Christina Walker

Ein spannender O-Töne Abend also mit diesmal sehr guten Wetter. Margit Heumann ist auf mich zugekommen und das war fein, schreibe ich doch immer Covid und der Lockdown bzw.die 3Gs haben meine Sozialkontakte sehr eingeschränkt und wenn man bei den O-Tönen hinter dem Zaun steht, sieht man wenig und wieder ist mir aufgefallen, es war sehr leer. Der Security der neben mir stand, hat mit den jungen Frauen, die von ihm den Ausgangsstempel haben wollten, geschäkert und gescherzt und die zweite Lesende war 2019, glaube ich, als Debutantin bei den O- Tönen aufgetreten,was Sebastian Fasthuber anerkennend erwähnte und zwar handelt es sich dabei, um die 1987 in Klagenfurt geborenen Angela Lehner, die mit ihrem „Vater unser“gleich auf die Shortlist des dBps kam, in Rauris damit gewonnen hat,den FranzTumler preis, den „Alpha“ und das östdDebut, beim Bloggerdebut stand sie, glaube ich, auch auf der Shortlist und jetzt hat sie wiedereinen Roman geschrieben,der „2001“ heißt und der ist die Premiere, weil noch nicht wirklich erschienen. Kaufen konnte man ihn sich trotzdem am Büchertisch und Sebastian Fasthuber meinte etwas von eigenem Ton und trotzdem neues Thema und das stimmt, glaube ich, auch,das den AngelaLehner, die auch noch starken Dialekt hat tatsächlich hat. Die jetztige Heldin heißt julia Hofer ist, glaube ich fünfzehn und wohnt in einem Schiort namens Tal, wo die Touris herumschwirren Sie geht in die Hauptschule, die jetzt, glaube ich, neue Mittelschule heißt.

Aber das Buch spielt 20021, da ist die Julia wahrscheinlich so alt,wie ihre Autorin damals war und ist eine freche Göre, die sich selbst Restmüll nennt,weil sie nur in die Hauptschule geht. Es beginnt mit einer Geschichtsstunde. Der Lehrer wiill von ihr die Zahlen des ersten Weltkriegs wissen. Sie sagt 1786, denn sie ist bezüglich Zahlen ein bißchen behindert, wie der Mathe Lehrer sagte. Ansonsten interessiert sie sich für ihre Crew, das sind ihre Freunde und für Hip Hop. Labert also in fließenden Englisch und einen Bruder hat sie auch. Angela Lehner las zwei Szenen, die zweite handelte von Spaghettikochen und Angela Lehner rerzählte dazwischen ein bißchen was,wie sie zu ihrem Stoff gekommen sei, ob sie plottet und, daß sie auch ein Corona-Opfer sei, weil sie keine Förderung bekommen hat.

Das Buch ist wieder bei „Hanser“ erschienen und hat ein entsetzlich kitschiges Cover. Ansonsten hat es mr und Angela Lehners Ton sehr gefallen und das kitschige Cover habe ich mir jetzt ergoolget und nicht erkauft und wieder zwei inteerssante Bücher kennengelernt, wo ich von beiden bisher keine Ahnung hatte, so daß ich wieder bezüglich der dBp und der Ost spekulieren kann und dann wäre das Lesen ja sehr interessant.

2021-07-30

O-Töne mit Olga Flor und Renate Silberer

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:33
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Alexandra Millner, Renate Silberer

Alexandra Millner, Renate Silberer

Renate Silberer

Renate Silberer

Alexandra Millner moderierte, glaube ich, zum ersten Mal die O-Töne, Ljuba Arnautovic habe ich wiedergesehen und einen Hund, der diesmal,nachdem Petra Eckart,die diesmal eröffnete herbeigeholt wurde, hineindurfte, und am Schluß, um es schon vorweg zu nehmen laut bellte, gab es auch.

Während ich schon Hannos Millesis „Der Charme der langen Wege“, wo es um einen tauben Geräuschmacher geht, lese, gab es diesen Donnerstag etwas halb Bekanntes bei den O-Tönen, nämlich das Debut der Renate Silberer, das ich wie ihren Erzählband schon gelesen habe,“Kremayr und Scheriau“, deren Herbstvorschau, ich diesmal fast versäumt habe, macht es möglich und Olga Flors „Morituri“, davon habe ich schon bei der letzten oder vorletzten „Wienreihe“ etwas gehört.

Wieder einen“Hugo“ trinken, das erlaubte 3 G-lose Sommervergnügen, könnte man so sagen und Renate Silberers Lesung über den aussteigend wollenden Seminarleiter im „Hotel Weitblick“ und das Buch, der Johanna Haarer, hat mir diesmal fast besser gefallen, als, damals, als ich es gelesen habe.

Olga Flor, die eine auffällige grüne Kopfbedeckung und eineSonnenbrille aufgesetzt hatte, hat das, glaube ich, auch getan, denn sie eröffnete ihre Lesung mit ihrem Entsetzen, daß ihr Vater, heute sechsundachtzig, offenbar unter diesem Buch aufgewachsen ist, nicht verstanden hat, daß sie ihre Kinder nicht die ersten vierundzwanzig Stunden ihres Lebens in ein dunkles Zimmer legte.

Ich habe das Buch gelesen, weil es meine Mutter wohl für meine 1942 geborene Schwester gekauft oder bekommen hat und, die, glaube ich, trotzdem in kein dunkles Zimmer legte und als ich 1984 mit der kleinen Anna im Haus am Almweg war, habe ich das Buch gelesen und die damaligen Erziehungsmethoden mit den heutigen verglichen. Ich habe auch einmal einen Film über die Haarer Tochter gesehen, die unter der Erziehung ihrer strengen Mutter sehr gelitten hat. Meine Schwester und meine Cousinen wurden, glaube ich, trotzdem halbwegs normal erzogen und ich habe bei Olga Fors Empörung ein wenig an die heutige Situation denken müßen, wo alle geimpft oder getestet und das Registrationsblatt ausfüllen müssen und Olga Flors „Morituri“ ist wieder sehr kompliziert, so daß ich immer noch nocht so genau weiß, worum es dabei geht.

Alexandra Millner zählte alle bisher erschienen For-Bücher auf. Morituri ist, glaube ich, das siebente.

„Klartraum“ das auf der öst-BP -Liste stand, habe ich, gelesen. Es wurde auch auf den O-Tönen vorgestellt. „Ich in gelb“ auch“. Die „Kollateralschäden“ sind, glaube ich, auf der dBp gestanden.

„Die Königin ist tot“, habe ich in der Hauptbücherei gehört, bin also fast eine Olga Flor Spezialistin, die ja auch die erste „Veza-Canetti -Preisträgerin“ war, finde sie aber eigentlich gar nicht so sozalkritisch, wie Alexandrea Millnersie zu halten scheint. Dazu ist sie mir zu theoretisch und ich verstehe unter Realismus wohl etwas anderes.

Alexandra Millner, Olga Flor

Alexandra Millner, Olga Flor

Olga Flor

Olga Flor

Es gab zwei Leseblöcke und ein Gespräch dazwischen, das mir die Handlung auch nicht viel näher brachte, obwohl Olga Flor sehr gesprächig war und viel erklärte, beispielsweise, warum sie am Abend eine Sonnenbrille trug. Es geht um einen Maximilian habe ich mitbekommen, der irgendwo am Land ausgestiegen ist. Dort gibt es ein Moor und Olga Flor behauptete, daß man in diesen nicht versinken kann und darunter eine unterirdische Klinik in der irgendwelche meidizinische Experimente, über die Olga Flor auch sehr viel erzählte, durchgeführt wurden.

Wie schon geschrieben, sehr kompliziert und jetzt bin ich wieder gespannt, ob und auf welche Buchpreisliste sie kommen wird und nächste Woche, kann ich schon verraten, wird Hanno Millesi, dessen Buch ich dann schon gelesen habe, präsentiert werden und eine mir bisher unbekannte Debutantin.

Ich bin gespannt und es war wieder ein schöner Sommerabend und eine gute Stimmung mit fast neuer Normalität.

2021-07-23

Grazer O-Töne

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:10
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Klaus Kastberger, Ferdinand Schmalz

Klaus Kastberger, Ferdinand Schmalz

„Heute kommen die O-Töne aus Graz!“, leitete die Veranstalterin Gabriela Hegedüs das diesmalige Literaturfestival ein, denn der Grazer Literaturprofessor und Literaturhausleiter Klaus Kastberger, der 1963 in Gmunden geboren wurde, hatte den „Bachmann-Preisträger“ von 2017 Ferdinand Schmalz der 1985 in Graz als Matthias Schweiger geboren wurde in der Debutantenschiene und in derHauptschiene den 1961 ebenfalls in Graz geborenen Egon Christian Leitner, den er glaube ich, vorigs Jahr zum „Bachmannpreis-Lesen“ eingeladen hat, zu moderieren.

Vom der Literaturabteilung der Stadt Wien ist Julia Danielczyk ins Publikum gekommen, Ljuba Arnautovic habe ich, glaube ich, gesehen. Astrid Nischkauer durfte mit ihren Hund nicht in die heiligen 3 G-Hallen hinein, keine Ahnung warum, ein Hund ist ja nicht anstecken, mußte also draußen stehen, was auch nicht soviel Unterschied macht und Ferdinand Schmalz, der sich ja, glaube ich, um mit den 1953 in Kornneuburg geborenen Sprachkunstleiter und Prießnitz- Nachlaßveralter Ferdinand Schmatz verwechselt zu werden, so nannte, habe ich schon einmal in der „Literatur im Musa“ kennengelernt.

Der „Bachmann-Preisträger“ als Debutant? Klaus Kastberger hat ihn gleich darauf angesprochen, daß der Theaterautor offenbar vier Jahre gebraucht hat, um seinen „Bachmann-Text“ Mein Lieblingstier heißt Winter“ als Buch herauszubringen. Ferdinand Schmalz erkärte es durch zwei Kinder und Theaterarbeiten, Corona mag vielleicht auch eine Rolle gerspielt haben oder eher nicht, weil die wäre ja zum Schreiben eher förderlich und Ferdinand Schmalz hat die Geschichte von dem Rehragout und dem der sich in einer Tiefkühltruhe einfrieren wil,l noch ausgeweitert. Einen Ministerialrat, der Naziorden sammelt und damit erpreßt wird und noch zwei Putzfrauen, die die dann finden, eingebaut und das Buch, das Wolfgang Tischer vom „Literaturcafe“ gerade liest, ist, glaube ich, vor ein paar Tagen erschienen.#

„Sie erleben eine Premiere!“, pries Klaus Kastberger an und dann kam der schon erwähnte Egon Christian Leitner mit seinem Sozialstaatsroman, an dem er schon sseit den Siebzigerjahren schreibt und einen Teil davon auch schon bei „Wieser“ herausgebracht hat, deshalb kein Debutant, der eigentlich keiner ist, obwohl der Autor eine Marcel Reich-Ranicki Defition dafür anführte, erzählend und über zweihundert Seite. Das Schmalz-Buch ist da sogar kürzer und eine Handlung scheint der Sozialstaatsroman, das Lebenswertk Egon Christian Leitner nicht wirklich zu haben, keinen Plot und keine Spannngsbögen was wohl unter erzählend gemeint sein dürfte, sondern immer wieder die Worte „Tage, Monat, Jahr“, also eine Art Tagebuch. Dann wurde Karl Kraus zitiert und das Milgram- Experiment. Das Sozialstaatsvolksbegeheren wurde immer wieder erwähnt und die anonymen Alkoholiker und und und….

tKlaus Kastberger, Egon Christian Leitner

Klaus Kastberger, Egon Christian Leitner

Und da das Ganze über neunhundert seiten zu haben scheint, wurde wohl vieles dabei nicht erwähnt und interessant, der Grazer Literaturprofessor, der das ja vorher in Wien war und den ich wahrscheinlich in der „Alten Schmiede“ kennenlernte, der Mayröcker- Spezialist, der aber dennoch trotzdem den literarischen Außenseiter, der der Philosoph Egon Christian Leitner ,wie ich in „Wikipedia“ fand, sicherlich ist, nach Klagenfurt eingeladen hat, war in seiner Moderation fast ein wenig überheblich, so als ob er ausdrücken wollte „Nna ganz so literarisch bist du trotzdem nicht und dein Buch so schwer, daß es mir auf der Fahrt nach Wien fast den Rucksack ruiniert hat!“ und da kann ich anfügen, daß Klaus Kastberger auch ein interessantes Original ist, denn ich kann mich an einen neunten November erinnern, wo in dem Kino in der Johannesgasse eine Veranstaltung zur Reichkristallnacht war und da fragte ihn Karin Rick nach Jonathan Litells „Wohlgesinnten“ und er at so als hätte er keine Ahnuing. Jetzt lädt er nach Kagenfurtz immer wieder literarische Außenseiter ein, denn Fritz Krenn dessen Text mir sehr gut gefallen hat, war auch ein solcher, die dann wie man am Beispiel Egon Christan Leitner Karriere machen und noch etwas kann ich vermelden hat doch der 1982 ebenfalls in Graz geborene Clemens j. Setz, der auch schon bei den O-Töne gelesen hat, heuer den „Büchner-Preis“ bekommen, wow, wie jung könnte man da sagen, aber den „Bremer-Literaturpreis“ hat er, glaube ich, vor Friederike Maröcker bekommen, dafür ist die Ehrenbürgern der Stadt Wien und Klaus Kastberger, der ungewöhnliche Lteraturprosessor der in Klagenfurt auch immer ungewöhnliche Leiberln trägt und heuer auch einen Hut, war dann offenbar der einzige Nicht- Grazer bei den O- Tönen und nächste Woche geht es dann mit der ebenfalls in Graz geborenen, Olga Flor, die aber „Veza Canetti- Preisträgerin“ ist und der Debutantin Renate Silberer deren Debut ich schon gelen habe und die ist in Braunau geboren und lebt in Linz, weiter.

2021-07-16

O-Töne im 3G-Design

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:30
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Die O-Töne, das Lliteraturfestival im Museumsquartier, das im Juli und August jeden Donnerstag stattfindet und da die österreichischen literarischen Mainstream Neuerscheinungen präsentiert,gibt es schon seit einigen Jahren, wegen meiner Sommerfrische habe ich erst seit dem sich der Alfred in Altersteilzeit befand, damit begonnen am Donnerstag hinzugehen und als ich vor ein paar Jahren von der Sommerakademie im Völkerkundemuseum schon um sechs dort war, habe ich mir angewöhnt, um diese Zeit mit einem Buch hinzugehen, mich in die zweite Reihe zu setzen und war mitten im Geschehen, habe mich dann meistens mit der Christa Unterauer unterhalten, manchmal auch die Ruth dabei getroffen, etcetera.

Florian Baranyi, Katharina Schaller

Florian Baranyi, Katharina Schaller

Ab letzten Jahr ab den Corona-Zeiten war das anders, denn da mußte man sich ja mit Maske durchschleusen lassen und durfte freiwillig den Registrierungsboben ausfüllen, so bin ich zwar auch um sechs hingegangen, aber draußen vor gestanden oder auf der Bank hinten gesessen und heuer braucht man keine Maske im Freien, aber die 3G-Regel und die Regisgtrierung ist Pflicht und letzten Donnerstag als es mi Monika Helfer und Thomas Arzt begonnen hat, war ich in Harland, weil ea ja der neunundachtzigste Geburtstag der Schwiegermutter gefeiert wurde, also erst diese Woche wieder ein live Literaturerlebniss, da gibt es ja heuer außer den O- Tönen wahrscheinlich nichts, im letzten Jahr war ich in Strobl, im Künstlerdorf, im Cafe Prückl im Weinhaus Sittl und dazwischen noch ein paar Mal bei den „Wilden Worten“ und im März, im April und Mai bei der Ruth Privatveranstaltung beim Grillparzer Denkbmal. So ganz literarisch ausgehungert bin ich aber trotzdem nicht, weil ich mir ja die livestreams gegeben habe, aber die haben jetzt Sommerpause, also heuer wieder O- Töne und auch das war nicht so sicher, weil es am Nachmittag ein bißchen nach Regen ausgesehen hat, aber das hat sich gegeben und ich habe mir gedacht, wenn ich ohnehin nur hinten stehen kann, ist es ja egal wann ich hinkomme und so habe ich den Haupthof erst um dreiviertel acht erreicht, einen dieser Sitzmöbel gefunden, aber bald verlassen, denn da hätte ich nichts verstanden, obwohl mir das Debut und die Hauptlesung diesmal nichtso ganz unbekannt war. Florian Banjanyi hat moderiert und da zuerst die Debutantin Katharina Schaller vorgestellt, da habe ich nichts verstanden, weil der Alfred gerade auf Fototour war, aber ich habe die 1989 Katharina Schaller und ihr Debut „Unterwasserflmmern“ schon beim Leipzig extra und ich glaube auch sonst schon wo gehört. Die Autorin las dann zwei Stellen aus ihrem bei „Haymon“ erschienenen Buch, wo es um eine Frau, die aus einer Beziehung zwischen zwei Männern ausbricht zu gehen scheint und dann eine Beziehung zu einer Frau namens Marie eingeht.

Florian Baranyi, Raphaela Edelbauer

Florian Baranyi, Raphaela Edelbauer

Diesmal war es kein Problem sich hinter das Gitter zu stellen, der ein Meter Abstand der im letzten Jahr galt und es waren eigentlch auch nur wenige Besucher anwesend und sehr viele sind auch dannn auch während der Lesung von Raphaela Edelbauer gegangen und die ist mir ja auch keine Unbekannte mehr, habe ich sie ja vor ein paar Jahren auf der Buch Wien im Literaturvdafe aus ihrem sehr theoretischen Debutroman lesen gehört. Dann kam das „Flüßige Land“, wo sie ja auf beiden Buchpreis Shortlists gestanden ist, und jetzt „DAVE“ der SF- Roman um die künstliche Intelligenz den ich gelesen habe und es gab wie bei den Hauptlesungen üblich auch ein Gespräch mit dem Moderator, wo Raphaela Edelbauer erzählte, daß sie zehn Jahre an dem Buch gearbeitet und es dreimal geschrieben hat und sie verriet auch, daß ihr nächster Roman von ein paar jungen Lleuten ein paar Stunden vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges handelt, also sehr spannend und ich freu mich schon auf das Lesen, denn der erste Weltkrieg interessiert mich sehr und ich habe den dann doch sehr schönen Sommerabend sehr genossen, zwei „Hugos“ gentrunken, obwohl die Delta-Variante die Zahlen ja wieder nach oben treibt, so daß es statt Lockerungen wieder Verschärfungen gibt und man jetzt auch ständig“ impfen“,“ impfen“, „impfen“ hört, das kann man ja jetzt sogar auf einem Schiff, im MQ offenbar noch nicht. Aber die Literatur ist vielleicht nicht so ein Mainstreamprogramm, daß das interessant wäre und nächste Woche gibt es dann Egon Christian Leitner, der voriges Jahr beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat und das Debut von Ferdinand Schmalz und der hat ja ein paar Jahre früher beim „Bachmann-Preis gewonnen.

2021-05-22

Sauerstoff für die Literatur

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 13:42
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Das Festival“Rund um die Burg“ vor dem Burgtheater in einigen Zelten von Freitag sechzehn Uhr bis Samstag sechszehn Uhr gibt es seit 1992 mit dem „Who is who“, der österreichischen Gegenwartsliteratur. Damals habe ich ja meinen Vater betreut und bin irgendwie erst verspätet hingekommen und es die ganze Nacht lang durchzuhalten ist mir erst noch später geglückt. Das war aber ein Ereignis am Freitagnachmittag eine Tasche mit Weste, Broten und Wasse reinzupacken und dann die Nacht im Zelt zu verbringen. Welch ein Ereignis für die Literaturbesessene. Den Versuch dort zu lesen, habe ich natürlich auch unternommen. Aber leider nicht geglückt und dann hieß es das Festival ist bakrott oder am eingehen und wurde in „Rund um die Burg- neu“ von „Wien live“ https://literaturgefluester.wordpress.com/2014/05/24/rund-um-die-burg-mit-lyrik-bim/übernommen und stark verkürzt, so daß ich erst vor zwei Jahren wieder hinkam, da hatte ich erst vor kurzem meinen Gips verloren und wieder angefangen mir die Literatur live zugeben und im Vorjahr gabs das dann natürlich nur digital, das heißt aus den Wohnzimmer der Autoren gesendetund heuer sollte es eigentlich gemischt stattfinden, wurde dann aber moderiert von Helmut Schneiie derund einer Barbara Kaudelka in die Bel Etage des Cafe Landtmanns, das ja jetzt wieder geöffnet hat,verlegt und dem Ganzen das Motto „Literatur ist Sauerstoff fürs Gehirn“ gegeben und begonnen am Freitag um zwei hat es mit Barbara Frischmuts „Kein Engel vor meinerTür“, die ich ja erstvor ein paar Tagen der „AS“ noch ohne Publikum erlebte.

Ein Gewinnspielgibt es auch, da kann man einen „Morawa-Gutschein“ gewinnen, da wüßte ich schon was ich nehmen würde. Aber ich habe ja nie Glück und einige der vorgestellten Bücher ohnehin schon gelesen und außerdem eine elendslange Leseliste und nächste Woche gehts ja auch nach Leipzig oder zu dem, was davon überblieb und da werden wohl auch eine Menge Bücher besprochen.

Der zweite Leser war der 1971 in Klagenfurt geborene Daniel Wisser, dessen Debutroman „Doplergasse acht“einmal im Amerlinghaus hörte und mir dachte, wenn das bei“Riter“ erscheint, kann mir das auch gelingen. Inzwischen hat er den „österreichischen Buchpreis“ gewonnen, in Klagenfurt hat er auch gelesen und seinen neuen Roman bei der“Schreibart online“ vorgestellt. Der heißt“Wir bleiben noch“und jetzt hatDaniel Wisser drei Stellen gelesen,der Held ist ja ein Viktor, der nach Viktor Adler heißt, eine Iris verläßt, weil die kein Kindbekommen hat, dann in ein Nazi-Kaffee geht, den Arne Carlsson Park in Wien Währing besucht und dann noch die Url imit dem Auto vor den Stephansdom fährt und dann kam nochheraus, daß DanielWisser am Freitag seinen fünfzigsten Geburtstag hatte.

Dann kam die 1977 ebenfalls in Klagenfurt geborene Silvia Pistotnig,die ich schon einmal in der „Alten Schmiede“ hörte mit ihrem dritten bei „Milena“erschienenen Roman „Teresa hört auf“, die in einem Maturareisebüro arbeitet und sich der Welt veweigert, in dem sie sich nicht wäscht, nicht schläft, sich auch der Bulimie bedient und ein Verhältnis zu einer dicken Frau hat.

DasDebut der 1983 in OÖ geborene Romia Pleschko, die sowohl eine Schauspielschule,als auch die „Leondinger Akademie“ besuchte,“Die Ameisenmonarchie“ habe ich schon gelesen.

Dann ist es gleich bei“Kremayr &Scheriau geblieben, beziehungsweise zu Barbara Rieger und ihren „Friss oder stirb“ gegangen, wieder eine Bulimie und Helmu tSchneider erwähnte auch die beiden Fotobücher „Kinder der Poesie“und das der Kaffeehausliteraten und der „Reigen reloided“, der auch noch vorgestellt wird, wurde auch erwähnt, wie auch, daß Barbara Rieger, als Schreibpädagogin arbeitet.

Dann kam Polly Adler oder Angelika Hager, die ich von „Rund um die Burg-alt“ kenne, wo sie regelmäßig aufgetreten und mich in ihre „Fortpflanz-Kolumnenbücher“einführte, was eigentlich nicht meinem Lesegeschmack entspricht, ich aber schon einiges von ihr in den Schränken gefunden habe und sich jetzt mit „Eine Rückholaktion in unser schönes analoges Leben“, über unsere Smartphonesucht lustig macht.

Dann wurde es wieder literarisch,denn dann kamder 1971 in Washington geborene John Wray, der „Bachmannpreisräger“ von 2017, von dem ich schon einiges gefunden und „Gotteskind“ gelesen habe, mit seinem auf Deutsch geschriebenen Erzählband „Madrigal“, mit dem er auch in Klagenfurt gewonnen hat, eine Art Litanei eines Amokläufers, der offenbar frisch aus der USA gekommen ist, weil er von einem Chatlag sprach.

Dann blieb es in Amerika, denn es ging, wie Barbara Kaudelka ihn vorstellte, zum einzigartigen Franzobel und seiner „Eroberung von Amerika“, die er schon in der „AS-Nachschicht“ bei Walter Famler vorstellte.

Dann war es Zeit für einen Krimi und für Andreas Pittler, der im Herbst einen Roman über den“Vienna Dshihad“geschrieben hat, der im Mai 2021 spielt,wo Corona schon vorüber ist und man keine Masken und keinen Impfpaß braucht und Andreas Pittler, wie er bekannte, offenbar zu vorschnell war.

Danach kam der bekannteste Philosoph Österreichs, nämlich Konrad Paul Liessmann,der ein Buch über ein Nieztsche Gedicht geschrieben hat, was wie Helmut Schneider in seinerEinleitung erklärt hat, der Grund war warum er Liessmann eingeladenhat, weil das heurige Programm, was ich sehr schön finde, ein hauptsächlich literarisches war.

Der österreichische Rockstar Austrofred oder Franz Adrian Wenzl hat ein Buch“Die fitten Jahre sind vorbei“, geschrieben, in dem die Fragen seiner Fans beantwortete und mit gelber Dompteurjacke über den nackten Bauch einen Corona-Text“Wann ist in der Kultur wieder was los?“, verlas und darin das Spucken von Otto Schenk beschrieb.

Bevor es dann wieder literarisch wurde, kam noch der Schauspieler Adi Hirschal mit seiner Autobiografie „Da stimmt was nicht.“

Literarisch wurde es dann mit Thomas Arzt „Gegenstimme,“ aus dem ich auch schon lesen hörte, wo er den 10.April1938 beschreibt, wo sein Großonkel gegen den Anschluß Österreich an Deutschland stimmte und der mit einer Phantasies prache,die mich ein wenig an Anton Wildgans oder Max Mell erinnerte, die Geschehnisse im Dorf beschrieb.

Aus Lydia Mischkulnigs „Richterin“ habe ich auch schon im „AS-Livestream gehört und habe das Buch auch auf dem Harlander-Bücherstiapel liegen, ebenso wie Mieze Medusas“Du bist dran“, dann war es am Freitag Schluß bis es am Samstag um zehn wieder weiter ging und noch einmal acht Autoren und Autorinnen an die Reihe kommen, so daß dann der ganze Kopf mit Sauerstoff wohl gefüllt ist und man sicher keine Maske braucht und dann ist es auch mit dem zweiten Roman „Junischnee“ der 1954 in Kursk geborenen Ljuba Arnautovic von der ich auch „Im Verborgenen“ gelesen und auf verschiedenen Lesungen gehört habe. Jetzt geht es um ihren Vater Karli, der ja nach 1934 nach Moskau geschickt wurde und dort im Kinderheim Nummer sechs für Schutzbundkinder zuerst in einem sowetischen Paradies unter der Stalin Diktatur aufwuchs, bis die Kinder umgesiedelt, Karli zum Straßenkind wurde und von Kleinkriminalität lebt.

Der nächste Leser war der 1962 in Wien geborene Stefan Slupetzky auch kein unbeschriebenes Blatt und ein Tausendsasser, bekannt geworden ist er, glaube ich, durch seinen „Lemming“, dann gibt es das Trio Lepschi, ein paar ungewöhnliche Romane und jetzt ein Buch über Grabreden, zum Beispiel, die über den August Mustermann oderüber einen Sportler, das noch nicht veröffentlich ist und im Herbst erscheinen wird.

Dann kam die mir unbekannte Judith Fanto,1962 geboren, Medizinjuristin und offenbar in den Niederlanden lebend,die ihren Debutroman „Viktor“ über ihre Familie geschrieben hat und der Viktor eine Verbindung zu Daniel Wisser vielleicht, taucht im März 1938 in Naziunform bei seiner vor Angst schlotternden Familie auf.

Danach Robert Sommer, nicht der vom „Augustin“, sondern der, der ein Buch namens“SexOH!loge“ geschrieben hat, wo ein Mann von seiner Frau zum Paartherapeuten geschleppt wird oder sich im Internet Sexartikel bestellen will.

Die nächste war dann die 1980 in Belgrad geborene, die beim „Bachmannpreis“ gelesen hat, den „Alpha“und den „Priessnitz-Preis“ bekam und deren „Superheldinnen“ ich gelesen habe. Sie war auch beim „Kolik-Slam“ in der „Gesellschaft“ und hat eine Geschichte gelesen, die in dem im Vorjahr in der „Eine Stadt-ein Buch-Anthologie, erschienen ist, die das „Kitzelmonster“ heißt, wo ein Monster alle Schwachen kitzelt und die Erzählerin kein Blut sehen kann. Also eine sehr flapsig geschriebene Horrorgeschichte und das führt zu dem noch nicht erschienenen neuen Roman „Die beschissene Zeit“, von dem, glaube ich, schon damals in der“Gesellschaft „die Rede war.

Von Gabrie Kögls „Gipskind“ habe ich schon einiges gehört, das, wie Helmut Schneider erwähnte, schöne Rezensionen bekommen hat, aber noch nichts von der 1960 in Graz geborenen Autorin gelesen. Es geht um eine Jugend am Land eines offenbar behinderten Kindes und Gabriele Kögl las die Stelle, wo die „Kleine“ mit einerCousine und ihren Eltern auf Urlaub nach Jugoslawien fuhr und vorher ist noch eine Barbara an einer Sommergrippe gestorben, also passend zu den Corona-Zeiten, wie Gabriele Kögl auch betonte.

Dann kam die mir schon bekannte Bettina Balaka und las ihren „Reigen reloaded-Text“, den ich aber zugegeben, nur sehr oberflächlich folgte, denn in OE24-TV, meinem momentanen Leblingssender trat wieder Wolfgang Fellner auf, der sich in den letzten Tagen zurückgezogen hatte, weil es gegen ihn eine Me too-Anzeige gab und berichte empört, daß gestern in Salzburg einer seiner Reporter verhaftet wurde, weil er den Auftritt des Kanzlers, der wieder von Buhrufen garniert war, fotografierte, was ich sehr arg finde, weil wir sowas sonst ja eher von anderen Ländern kennen.

Dann kam wie Barbara Kaudelka euphorisch betonte, das Grande Finale mit Christian Klinger, einem <juristen der bei „Picus“ einen in Triest spielenden Roman namens „Die Liebenden von der Piazza Oberdan“ geschrieben hat.

2021-04-10

Die fünfzigsten Rauriser Literaturtage

Das Schöne an Corona und den diesbezüglchen Lockdownbedingungen ist, daß man sich per Livestream auch Veranstaltungen ansehen kann, zu denen man sonst live nie gekommen wäre und das betrifft besonders die „Rauriser Lliteraturtage“, die immer wieder neue Literaturtalente entdeckten und die es seit 1971 in dem schönen Salzburger Örtchen gibt und von denen ich bisher höchstens ein bißchen was über die Medien mitbekommen habe, denn ich stehe ja außerhalb des Literaturbetriees, hörte aber immer wieder, daß der oder die, wie beispielsweise Raphaela Edelbauer oder Julyia Rabinowich dort gewonnen haben, denn der Preisträger ist immer ein Debutant und es gibt dan auch einen entsprechenden Förderpreis.

Im Vorjahr hat die Veranstaltung, glaube ich, Corona bedingt nicht stattgefunden, so daß heuer wieder zwei Preisträger geehrt werden, die für 2020 und für 2021 und das viertägige Festival hat am Mittwochabend mit der Verleihung der beiden Hauptpreise begonnen und ein bißchen seltsam ist es natürlich im Livestream den publkumsleeren Raum zu sehen, auf dem ein Rednerpult, zwei Stehtische und ein Lesetisch aufgestellt waren und die Anwesenden mit Masken auftraten. Der testende Gemeindearzt wurde erwähnt, manche der Lesenden und Honoratoren waren auch per Livestream zugeschaltet.

Intentanten sind jetzt der Sazburger Universitätsprofessor Manfred Mittermayer und Ines Schütz, vorher war das lange Britta Steinwendtner und die beiden Hauptpreise sind an Angela Lehner für „Vater unser“ für das Vorjahrund heuer an Benjamin Quaderer für seinen Debutroman „Für immer die Alpen“ gegangen.

Die Eröffnung folgte live durch den Bürgermeister der das C- Wörtchen nicht erwähnen wollte, da verstehe ich diese Ziererei nicht und vom Landeshauptmann Haslauer, der per Zoom zugeschaltet war, die Renovierung des Mesnerhauses, wo die Veranstaltung stattfindet, erwähnte und genau aufzählte, was alles im Jahr1971 geschehen ist, als die ersten „Rauriser Literaturtage“ über die Bühne gingen.

Dann kam der Landeshauptmann Stellvertreter auf die Bühne und forderte Benjamin Quaderer auf seine Urkunde abzuholen, da sie Corona bedingt nicht persönlich übergeben werden konnte, sondern auf einem Tischchen auflag. Eine Musikbeilage gab es auch.

Dann wurde die 1987 in Klagenfurt Angela Lehner aus ihrem Arbeitszimmer zugeschaltet, die den Peis für ihr „Vater unser“ erhalten hat. Die diesbezügliche Laudatio hat ein hat ein Lucas Marco Gisi gehalten und Angela Lehner, die ein bißchen was über die Covid-Situation und, wie es ihr damit ergangen ist, berichtet, hat für ihren Debutroman, mit dem sie, glaube ich, 2019 auf beiden Buchpreislisten gestanden, beim österreichischen fürdas Debut und auch noch auf der Bloggerdebutlist, ist, auch einschon einige Preise erhalten. Es erfolgte eine Lesung daraus. Dann ging es wieder in das Mesnerhaus und da wurde die Laudatio an den Lichtensteiner Benjamin Quaderer, der 1989 in Feldkirch geboren wurde und in Wien und Hildesheim Lliteratur studierte für seinen im vorjahr erschinenen Roman „Für immer die Apen“ von Anne Sophie Scholl gehalten und das Buch wurde im Vorjahr auch prominent besprochen. Benjamin Quaderer war, glaube ich, auch bei den O- Tönen, da habe ich ihn aber versäumt und das Buch auch nicht gelesen, es scheint aber, wie ich derLesungund derLaudatio entnahm sehr originell zu sein.

Am Donnerstag ging es mit der Verleihung der Förderungspreise weiter, die es, glaube ich seit 1973, gibt. Da haben sie Franz Innerhofer und Alf Schneditz bekommen, 1974, wie ich der Archivseite entnehme, Michael Köhlmeier und 2020, als es keine Preisverleihung gab, die 1992 geborene Vanessa Graf, die, glaube ich, in Linz lebt. Es gibt zu der Ausschreibung immer ein Thema und eine Jury, die den Preis vergibt. 2020 waren das Erika Wimmer, Ludwig Hartinger und Liliane Studer. Vanessa Graf Text heißt „Genauso schwarz wie hier“ und schildert die Demenz einer Mutter, die alles in Schachteln, Kisten oder Boxen verpackt. Das Thema hieß „Innehalten“ und die 1957 in Bozen geborene Erika Wimmer, die, glaube ich, GAV- Mitglied ist, hat die Laudatio über Zoom gehalten und die Autorin, die eigentlich nach Rauris kommen wollte, hat auch auf diese Art und Weise gelesen.

Dafür waren die Laudatorin und der Gewinner des heurigen Preises da. Das Thema hielt natürlich „Abstand“ Pandemie geschuldet und der Text des 1987 in innsbruck geborenen Martin Mader der, wie Zita Bereuter in ihrer Laudato erwähnte, sowohl Philosophie, Theaterwissen- als auch vergleichende Literaturwissenschaften studierte, „Abstand ist überall“ und hier kann man, glaube ich, lernen einen Pandemietext zu schreiben, ohne dieses Wort zu erwähnen. Denn da hastet der Erzähler mit seiner Freundin durch die menschenleeren Gassen, steckt seinen Schlüßel durch eine Kinotür vor dem vermoderte Prospekte liegen, die nach alter Pilzsuppe riechen. Die Menschen auf den menschenleeren Straßen schreien und flüstern und noch ist nicht alles verloren. Denn es geht in eine verlassene Fabrik, wo ein Zahnloser mit drei Frauen tanzt und allen Hoffnung gibt. Das ist ein Spiel und das ist noch nicht verloren und der Erzähler schlägt den Hoffnungsträger nieder und interessant dabei ist, daß Martin Mader alles dabei wiederholt und ich habe wieder was gelernt. Waren mir doch sowohl Vanessa Graf, als Martin Mader bisher unbekannt.

In Rauris ist es, glaube ich, gleichzeiting mit einer Lesung in einem Kindergarten weitergegangen, denn das gehört auch zu den Besonderheiten der Literaturtagen, daß es die Bevölkerung einbezieht. Eine Ausstellung über fünfzig Jahre Rauris sollte es auch geben, die entfällt, wie die „Spoken Wort- Veranstaltung“, die es am Nachmittag geben sollte oder wird nachgeholt, so daß es, wie Ines Schütz nach Martin Maders Lesung sagte, um siebzehn Uhr mit Lesungen von ehemaligen Gewinnern weitergeht.

Der erste Hauptpreisträger war 1972 Bodo Hell, im Gründungsjahr hat es offenbar keinen Preis gegeben und der wurde um fünf als Erstes eingeladen. Das heißt, er war nicht allein. Das Musikduos schon bei der Eröffnung aufspielte, nämlich Peter Angerer und Fritz Moßhammer verbanden sich mit ihm zu einer Performanceeband. Sie spielten. Bodo H ell saß dazwischen, hielt dann ein Plakat in die Höhe und performte durch die fünfzig Jahre Rauris-Geschichte. Moderiert wurde das ganze von Manfred Mittermayer, der neben den 1946 geborenen Peter Rosei saß, der 1973 gemeinsam mit Gerhard Amanshauser den Preis gewonnen hat. Bodo Hell wurde 1943 in Salzburg geboren, von ihm, dem Performer und experimentellen Autor, sowi e Almwirt, habe ich, glaube ich, noch nichts gelesen. Von Peter Rosei schon und der hat ein Stück aus dem Buch gelesen mit dem er in Rauris gewonnen, „Landstriche“, dann kam ein Gespräch mit Manfred Mittermayer, wo es um seine vielen Bücher ging. Rosei, der ja auch über das Geld und die Banken geschrieben hat und Jus studierte, gilt als sehr ökonomischer Autor, zumindestens stellt er sich oft so vor.

Er hat aber auch über das Glückgeschrieben „Das Märchen vom Glück“ heißt sein letztes oder vorletztes Buch. Dann gibt es noch das „Schnelle Glück“, 1980 erschienen. Das wurde auch zitiert. Dann läutete meine Klientin und da es in Rauris erst um zwanzig Uhr weiterging, hatte ich noch Zeit in die „Alte Schmiede“ und da in die Wien-Reihe, zu der mich ja immer Julia Danielczyk so nett einlädt. Das Internet macht das möglich und da wurden Zarah Weiss und Thomas Stangl vorgestellt. Beide sind Stipendiaten, Thomas Stangl Canetti-Stipendiat. Die 1992 in Düsseldorf geborene Zarah Weiß hat ein Arbeitsstipendium bekommen und die, eine sehr junge Frau wäre wohl auch eine Kanditatin für den nächsten oder übernächsten Förderungspreis, um damit in den Literaturbetrieb einzusteigen. Mal sehen, ich bin gespannt. Ihr Text heißt „Die Geister“, eine spannende Geschichte aus der Sicht eines Kind am Land aus einer nicht intakten Familie, die von ihrer um sechs Jahre älteren Schwester verlassen wird und der 1966 geborene Thomas Stangl von dem ich schon einiges gelesen und gehört habe, schloß mit seinem Romanprojekt „Quecksilberlicht“ gleich daran an. Da habe ich aber nur, weil ich um acht wieder nach Rauris wollte, die Lesung gehört und wurde bestätigt, daß Thomas Stangl eine sehr kunstvolle Sprache hat. Der Erzähler schwankte von einer Großmutter und den Geschwistern Bronte hin und her. Virginia Woolf und wohl noch einige Romanfiguren kamen darin vor und ich bin gespannt den Roman dann vielleicht zu lesen und in Rauris ging es mit jüngeren Preisträgern weiter. Das heißt, Erwin Einzinger ist so alt wie ich, hat den Preis 1984 gewonnen und ihn habe ich vor kurzem auch in der „Alten Schmiede“ gehört, als er dort den vor einem Jahr verstorbenen Hans Eichhorn würdigte, der hat 1983 in Rauris ein Arbeitsstipendium bekommen und wäre im Vorjahr zur Lyrik-Schiene eingeladen gewesen, war aber schon zu krank dazu. Petra Nagenkögl hat die Lesung mit Erwin Einzinger moderiert, der sehr viel plauderte, erklärte, daß er sehr chaotisch sei, die kleine Form liebe und dann noch eine für mich sehr interessante Anekdote erzählte, denn als er sich für Rauris testen mußte, hatte ihm die Rotkreuzschwester erkannt und ihm erklärt, daß sie schon einige seiner Bücher gelesen hat und auch schon mal in Rauris war. Da fragte sich Erwin Einzinger wer seine Bücher lesen würde? Ich glaube, ich habe noch nicht, mir zwar eines einmal bei einem Literaturhausflohmarkt gekauft und ihn, den ich für sehr sympatsch halte, auch schon auf einigen Lesungen, wie in Krems Göttweig oder in dem Breitenseerkino gehört.

Dann wurde es noch jünger, denn es ging in das Jahr 2009, denn da hat Julya Rabinowich mit ihrem „Spaltkopf“ gewonnen, der ja in der „Edition Exil“ erschienen ist, das war ihr einstieg in den Literaturbetrieb, der seither unaufhaltsam war, sie hat beim „Bachmannpreis“ gelesen und die „Erdfreßerin“ geschrieben. Aus der „Krötenliebe“, glaube ich, bei der https://literaturgefluester.wordpress.com/2016/04/06/april-musa/„Literatur im Musa“, wie die“ Wien-Reihe“ damals hieß. Da hat sie, glaube ich, die Stelle von dem Reserl, das sich Kokoschkas Initialen in die Brust schneidet, während der mit Almas Puppe schlief, gelesen. Das tat sie jetzt über „Zoom“ und hat dann noch viel über die Entstehung des Buches mit dem sie, wie sie sagte, Wien entdecken wollte, erzählt.

Am Donnerstag ging es am Vormittag mit Gesprächen zwischen den Eingeladenen und Studenten weiter und am Nachmittag mit den Parcour durch die fünfzig Jahre und da begann es mit dem Jahr 2018, wo die Debutantin Raphaela Edelbauer mit ihrer Debut „Entdecker – Eine Poetik“ aus dem „Klever-Verlag“ ausgezeichnet wurde. Das ist sehr theoretisch und davon habe ich 2017 im Literaturcafe bei der „Buch Wien“ gehört und war nahe daran Ralph Klever um das Buch zu bitten, habe die Sprachkunststudentin damit kennengelernt, die später beim „Bachmannpreis“ gelesen hat und mit dem Kapitel aus dem „Flüßigen Land“, den Publikumspreis gewonnen hat. Dann kam das „Flüßige Land“ 2019 auf beide Buchpreislisten und jetzt ist „DAVE“ erschienen, das ich vor kurzem gelesen habe. Raphaela Edelbauer stellte im Gespräch mit Manfred Mittermayer dieses vor und erläuterte sehr theoretisch, was sie damit bezwecken wollte, was ich offenbar alles nicht verstanden hatte. Für mich bleibt es ein dystopischer Roman und die Beziehung zu der Covid 19- Dystopie obwohl Raphaela Edelbauer mit dem Schreiben schon früher begonnen hat.

Dann ging es zurück ins Jahr 1996 und zu dem Debutanten Raoul Schrott, der der erste Preisträger von Ines Schütz war, die damals offenbar mit ihm eine studentische Lesung hielt und Raoul Schrott hat damals mit „Finis Terrae“ gewonnen und war heuer aus dem Bregenzer Wald nach Rauris zugeschaltet und ich habe von dem 1964 in Landeck geborenen, glaube ich, noch nichts gelesen, ihm aber einmal im Naturhistorischen Museum und auch bei anderen Gelegenheiten gehört. Jetzt las er aus „Ener Geschichte des Windes oder Vom deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“ beziehungsweise wurden Ausschnitte aus einem Film gezeigt in dem die Lesung enthalten ist, wo es offenbar um die Umsegelung Magellans ging und Raoul Schrott sehr viel und sehr launig über sein Buch erzählte.

Wenn die lesungen live in Rauris stattgefunden hätten, wäre man wahrscheinlich zwischen halb sieben und acht bis zum nächsten Programmpunkt in ein Wirtshaus gegangen. So können sich die Zuhörer mit sich selbst beschäftigen, was in meinem Fall einen Kurzbesuch ins Literaturhaus bedeutete, denn da fand der „Großartige Zeman Leseklub“ statt, den Barbara Zeman im Vorjahr gegründet hat und damit ins Literaturhaus übersiedelt ist. Da hat es schon im Winter einen Adventkalender gegeben. Diesmal wurde mit der Schauspielerin Katharina Pichler und einer Musikerin Brigitte Schwaiger vorgestellt. Die Barbara Zeman-Veranstaltungen sind ja alle genreübergreifen, so waren Bilder hinterm Lesepult ausgestellt und Barbara Zwiefelhofer leitete auch mit einer Vorstellung, der am 6. April 1949 in Freistadt geborenen Brigitte Schwaiger, die sich im Juli 2010 das Leben genommen hat, mit ihrem Debut „Wie kommt das Salz ins Meer“ sehr berühmt geworden ist und dann den Literaturbetrieb nicht ausgehalten hat, in der Nähe des Literaturhauses wohnte und dort auch oft Statmmgast war, ein. Da habe ich sie und im „Siebenstern“ auch öfter getroffen und einmal auch am Rathausplatz am ersten Mai. Barbarara Zeman erzählte aus ihrem Leben, während Katharina Pichler verschiedene Textstellen las. „Das Salz ins Meer“ wäre vielleicht auch ein Rauris-Buch gewesen oder vielleicht nicht, weil das Frauenschreiben ja anders, wie das der Männer bewertet wird, wie Barbara Zeman erwähnte, aber in Rauris haben natürlich schon viele Frauen die Haupt- und die Förderungspreise gewonnen, wie 2015 Birgit Birnbacher, mit deren Debut ich 2016 meine Schwierigkeiten hatte, weil es mir zu wenig Romanhaft war, die dann um acht im Mesnerhaus auftrat und von Magdalena Stieb von der Zeitschrift „Salz“ moderiert wurde. Sie hat dann 2019 den „Bachmann-Preis“ gewonnen. 2020 ist „Ich an meiner Seite“ über den Haftentlassenen Arthur herausgekommen, das auf der dBp– Liste stand und auch bei den O-Tönen vorgestellt wurde. Aus dem Buch hat Birgit Birnbacher auch gelesen und viel über die Entstehung und die Schreibweise erzählt, wie beispielsweise, daß die Figur des ausgeflippten Bird ursprünglich als brave Psychologin konzipiert war, die Arthur beraten sollte, aber wie Birgit Birnbacher erwähnte, fürchterlich zum Lesen gewesen wäre, also Romanhaft übertrieben und am Schluß wollte Magdalena Stieb von der Autorin noch wissen, was sich bei ihr seit 2015, wo sie ja sehr erfolgreich wurde, verändert hat?

Dann ging es wieder in die „Alte Schmiede“, aber halt, bevor mir meine Kritiker wieder Aufmerksamkeitsschwankungen vorwerfen, das war eine Kooperation mit Rauris, denn Peter Henisch, der 1976 mit seiner „Kleinen Figur meines Vaters“ einen Sonderpreis, weil es nicht mehr ein Debut war, bekommen hat, wurde dort von Johannes Öttl moderiert. Vorher stellte Ines Schütz den 1943 geborenen Autor vor, von dem ich ja immer schreibe, daß ich ein Fan von ihm bin und in meinem Schreiben Ähnlichkeiten zu ihm sehe. Ich habe auch schon viel von ihm gelesen und war bei vielen Lesungen und „Die kleine Figur meines Vaters“, das erste Vater Buch in der Literaturgeschichte, wie Ines Schütz erwähnte, wurde vom Autor 1987, als auch 2003 überarbeitet, was, glaube ich, eine Spezialität Peter Henisch ist. Jetzt las er neben Johanna Öttl eine Stelle aus dem Buch, welche Fassung hat er nicht verraten und ich habe das Buch, glaube ich, auch einmal gelesen.

Der 1913 als Walter Hemis geborene Vater war sowohl Kriegsberichterstatter der deutschen Wehrmacht, später dann bei den Sozialdemokraten oder der AZ. Dann kam ein Ausschnitt aus dem neuen Buch, das im Sommer erscheinen soll.

„Jahrhundertroman“ wird der heißen und so heißt auch der Roman, den ein alter Buchhändler schreiben will, aber nicht mehr kann, weil er einen Schlaganfall hatte, so daß ihm eine junge Frau namens Lisa dabei helfen soll. Thomas Bernhard und sein „Heldenplatz“, Ödon von Horvath, der doch nicht von einem Ast erschlagen wurde, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Ingeborg Bachmann, Robert Musil und andere kommen dabei vor und ich bin gespannt, ob es im Sommer wieder O-Töne gibt, die ich besuchen kann und dann schon aus dem Buch höre?

Am Samstag ging es weiter mit der Lyrik-Reihe und da begann die 1989 in Polen geborene Dagmara Kraus ,die derzeit in Straßburg lebt und als Übersetzerin tätig ist, das Leipziger Lliteraturinstitut absolvierte und schon einige Gedichtbände herausgebracht hat, denen ihre Mehrsprachigkeit anzumerken ist.t

Die nächste der zweisprachigen Lyrik-Reihe war die zweisprachige Maja Haderlap, die1961 in Eisenkappel geboren wurde und die einzige der drei Lyrikerinnen ist, die auch Romane schreibt. So hat sie mit ihrem „Engel des Vergessens“ 2011 beim „Bachmannpreis“ gewonnen und 2012 damit den Rauriser-Literaturpreis bekommen. Seit damals den Roman auf Deutsch, die Gedichte auf Slowenisch geschrieben. Ab 2014 hat sie das mit ihrem Band „Langer Transit“ auch auf Deutsch begonnen.

Auch die 1983 geborene Performancekünstlerin Kinga Toth, die ich, glaube ich, schon einmal im Literaturhaus hörte, hat aus Ungarn nicht ausreisen können. Sie ist in einem Thermalort aufgewachsen, war immer schon von deutschen Sprache fasziniert. So hat sie ihre Uhr abgehängt, um mit den deutschen Touristenins Gespräch zu kommen. Sie war 2018/2019 Stadtschreiberin von Graz, hat im letzten Jahr den „Hugo Ball-Preis“ bekommen“ und las letzt aus ihren „Koffergedichten“. Ballalll-preis“

Am Nachmittag ging es mit einem Gespräch über Literatur, das Manfred Mittermayer mit Anton Thuswaldner, Johann Holzner, Britta Steinwendter und Christa Gürtler, das in die Vergangenheit aber auch in die Zukunft der Literatur führte, weiter und habe auf diese Art und Weise die verbotene Megademonstration im Schweizergarten, die offenbar auch eskalierte, versäumt, aber da ich ja weder Maske tragen noch kriminalisiert werden will, war das vielleicht nicht so eine schlechte Option.

Um fünf kam dann der 1963 im Kanton Thurgau geborene Peter Stamm von dem ich schon einiges gelesen habe. in Rauris hat er 1999 mit „Agnes“ gewonnen, das irgenwie sehr berühmt geworden ist. Maturastoff für verschiedene deutsche Bundesländer, verfilmt etcetera und zum „Welttag des Buches“ wurde es auch einmal verschenkt und da wunderte sich, glaube ich, Wolfgang Tischer vom Literaturcafe, daß es niemand haben wollte.

2018 hat Peter Stamm mit „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“den „Schweizer Buchpreis“ gewonnen. Jetzt hat er nach dem Gespräch mit Ines Schütz, die Erzählung „Wenn es dunkel wird“ gelesen, wo esum eine Polizistin geht, die in einem Kartstgebiet im kanton Schwyz auf einer Hütte nach einer Frau und zwei verschwundenen Kindern sucht. Das Ganze ist ziemlich surreal. Ines Schütz nannte das Kippelemente, denn am Schluß stellt sich heraus, die Frau gibt esvielleicht gar nicht und die Polizistin hat einen verschwundenen Bruder.

Dann kam die 1959 in Westfalen geborene Judith Kuckart von der ich zwar den Namen kannte, aber noch nichts gelesen habe. Sie hat1991 mit ihrem Debutroman „Wahlder Waffen“ wo es um eine RAF-Terroristin geht, gewonnen und hat jetzt aus ihrem neuen Buch „Kein Sturm nur Wetter“ gelesen, der am Flughafen Tegel beginnt und alle Männer der Protagonistin sechsunddreißig sind. Interessant ist auch, daß Judith Kuckart eineTanzausbildung hat und lange Zeit Choreografineines Tanztheaters war und einen Film den Studenten im Vorjahr über Judith Kuckart gedreht haben, gibt es auch In der nächsten Session trat der 1949 in Hard geborene Michael Köhlmeier auf, der sowohl der Förderungspreis, als auch den Hauptpreis bekommen hat. 1974, als er noch Student war, den Förderungspreis mit einen Bob Dylan- Stück, 1983 den Hauptpreis mit dem Roman „Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf“ von dem ich noch nie etwas gehört habe und der 1982 bei“Hoffmann und Campe“, erschienen ist.

Ich habe viel von Michael Köhlmeier gelesen und viele seiner Bücher in meinen Regalen und der Sagenerzähler und Radiovorleser, der früher einmal Musiker war, hat sehr viele Bücher geschrieben und auch viele Preise gewonnen, beziehungsweise auf vielen Buchpreislisten gestanden und erzählte Tomas Friedmann vom Salzburger Literaturhaus der ihn per Zoom interviewte, daß er sich über den kleinen Rausier Förderpreissich mehr gefreut hat, als wenn er den Nobelpreis bekommen hätte, weil er sich dachte, daß er jetzt als freierSchriftsteller leben könne. Er las dann ein Stück aus dem „Peverl Toni“ und erzählte Tomas Friedmann, daß er den Roman mehrmals umgeschrieben hat, weil er nie damit zufrieden war und die Anfangsworte „Aus vorbei“ hat ihm Monika Helfer, die er damals kennengelernt hat, am Telefon angesagt.a

Dann las Michael Köhlmeier noch, wie es auch Peter Henisch tat, ein Stück aus seinen im Herbst erscheinden Roman,der ebenfalls ein Jahrhundertroman sein scheint oder die sieben Leben einer Katze schildert, die in der französischen Revolution sprechen und bei E. T. A. Hoffmann oder seinem „Murr“ schreiben gelernt hat, was ich sehr interessant finde.

Im nächsten Jahr soll Michaela Köhlmeier das Buch dann in Rauris vorstellen,da bin ich auch gespannt und als letzter Leser kam der 1961 in Mils geborene Norbert Gstrein, der 1989 mit „Einer“ den Preis gewonnen hat, der in diesem Jahr auch beim „Bachmannpreis“ gewonnen, ich kenne seinen Namen seit Klagenfurt und Norbert Gstrein hat 2019 mit „Als ich jung war“ den österreichischen Buchpreis gewonnen, da war er krank, hat aber ein Stück aus seinem neuen Roman vorlesen lassen und das scheint vielleicht „Der zweite Jakob“ zu sein. Wieder ein sehr vielschichtiger Roman, eine Spezialiät von Norbert Gstrein, der von einem sechzigjährigen Schauspieler und seinem Biografen handelt. Eine Tochter gibt es auch und es geht wieder um Schuld und Sühne und um das Beschützen und auch um Matscho-Männer.

Damit wären die Rauriser Literaturtage wenigstens für mich vorbei. Am Sonntag gibt es noch eine Lesung aus Texten von einer Schreibwerkstatt die Bodo Hell mit Raurisern gehalten hat und Herta Müller, die Preisträgerin von 1985, die 2009 den Nobelpreis bekommen hat, hätte am Sonntag auch noch lesen sollen. Das ist aber Corona bedingt ausgefallen und habe viel über den Literaturbetrieb gelernt, die Online-Veranstaltung sehr interessant gefunden und warte jetzt auf das „Rauris1971-2021-Buch“ um mein diesbezügliches Wissen noch zu erweitern.

2020-11-22

30 Jahre Kraft der Literatur

Der Lockdown zwei hart, läßt sich, kann ich empfehlen sehr gut literarisch nützen und so bin ich an diesem Wochenende mit einem ganzen Programbündel auf meinen Zweitwohnsitz gefahren und da kam es wieder anders, als man denkt, hatte ich doch vor, neben dem Korrigeren, der „Mathilde“, da bin ich ja seit Montag mit den fünfzigtausend Worten und dem Rohtext fertig, habe die schon wieder hinunterkorrigiert und dem Lesen, da wollte ich ja meine E-Books, die ich habe auflesen, damit ich keine Bücher mitschleppen muß, werde aber, wie es scheint, wohl nicht einmal mit dem Lesen von Leander Fischers „Forelle“ fertig werden, weil Literatur, Literatur und da habe ich am ersten November von einem leeren November geschrieben, die Livestreams machen es möglich, sich trotzdem ins literarische Geschehen zu stürzen. Sie ermöglichen sogar viel mehr als nur Literaturhaus, „Gesellschaft“ und „Alte Schmiede“, wenn auch, was ich auch diese Woche merkte, die Tonqualität manchmal etwas schwierig ist.

Am Freitag habe ich also gesehen, werden im Literaturhaus die Sieger des „Fm4-Wortlaut“ vorgestellt und das ist ja, kann man sagen, der österreichische Anfängerpreis der Autoren, wie beispielsweise Cornelia Travnicek in die Höhe geschwellt haben, auch andere, aber durch sie bin ich damit in Kontakt gekommen, war ein paar Mal im „Phil“, wo die Texte präsentiert wurden, habe mich da schon 2009, habe mir ein paarmal, die Anthologien schenken lassen, in der letzten Zeit mich aber wenig damit beschäftigt. Jetzt aber gesehen, die Veranstaltung gibts im Literaturhaus.

Fein, natürlich, obwohl da ja der Livestream der „Literatur im Herbst“ nicht aus dem Odeon, wie gewohnt, sondern aus der „Alten Schmiede“ mit der Eröffnung beginnt und dann habe ich noch auf der Hauptverbandseite gelesen, die „Europäischen Literaturtage“, die es auch schon zwölfmal oder zwölf Jahre in Krems gibt, kann man sich auch online geben.

Also habe ich damit Donnerstagabend angefangen und hatte vor, mich am Abend ins Literaturhaus zu begeben, aber da gibt es derzeit keine Veranstaltungen, nur ein Video von den drei Siegertexten des „Fm4 Wettgewerbs“ von Zita Bereuter vorgestellt, die da Elisabeth Etz, Johanna Hieblinger und Matthias Gruber waren und das Thema lautete passend zu Corona „Kontakt“.

Klingt interessant, aber Videos kann man sich ja immer anschauen, also doch zur Eröffnung, in den „Schmiedessal“, da waren drei große Metallfische aufgestellt, die offenbar die Kraft der Phantasie symbolisieren sollten. Walter Famler saß im Hintergrund und erklärte, was wahrscheinlich ohnehin jeder wußte, heuer ist alles anders und online. Obwohl es ja ein besonderes Fest zu feiern gäbe, nämlich dreißig Jahre „Literatur im Herbst“ und da habe ich die Anfänge wahrscheinlich wegen meines Geburtstagsfestes, das oft gleichzeitig war, versäumtund bin glaube ich auch erst hingekommen, als das Gastland oder Thema Bulgarien war. Vorher hat es die „Literatur im März“ gegeben, die wurde durch den „Herbst“ im Odeon ersetzt und da waren einmal alle osteuropäischen Länder dran, dann wars mal den Frauen gewidmet, Angelika Reitzer hat da kuratiert und in den letzten Jahren ging es um den utopischen Raum, der sehr wichtig ist, die Kraft des Erzählen, was das heurige Thema ist, aber auch und das ist ja eines, das mich, ebenfalls sehr beschäftigt, denn ich erzähle, blogge, schreibe etcetera, ja auch in Zeiten von Corona besonders viel

Die Eröffnungsrede von Veronica Kaup-Hasler wurde von Walter Famler vorgelesen und dann kam der 1949 im Drautal geborene Alois Hotschnig auf die Bühne von dem ich „Leonardos Hände“ gelesen und „Die Kinder berührte das nicht“ einmal bei „Rund um die Burg“ gewonnen habe, daber noch nichtgelesen habe, weil Erzählungen und Erzählungen interessieren mich ja nicht.

Er eröffnete eher leise und nicht so besonders gut zu verstehen über seine Lesegeschichte und die ist ja interessant und bei jedem Menschen wahrscheinlich anders. Da findet man Bücher, er hat, glaube ich, die Kinder geschichten von Peter Härtling erwähnt, die einem berühren, kam zu Viktor Frankl, der vielleicht nur deshalb das KZ überlebte, weil er dachte, daß er das muß, um nachher erzählen zu können, wie es war. Ein alter Mann kam vor, der sagte „Ich bin schon über achtzig, wann hört mir endlich mal wer zu?“ und einer, der den Namen seiner in Hartheim ermordeten Verwandten Jahre später auf das Familiengrab einritzen ließ, die der tatsächch dort Liegenden waren schon verblichen und der in den Neunzehnvierzigerjahren Verstorbenen stach heraus.

„Das ist aber eine Geschichte, die erst geschrieben werden muß!“

Daran folgte dann das Gespräch mit dem Mitkurator Ilija Trojanow ,von dem ich ja erst sein Longlistbuch des heurigen „Österreichischen Buchpreises“ glesen habe. Dann war eine kleine Pause „Laufen Sie nicht davon!“, stand, glaube ich, dann auf dem Bildschirm. Wahrscheinlich wurde wieder desinfiziert und dann kam wieder Walter Famler mit dem 1953 geborenen Dzevad Karahasan,der in Graz und Sarajevo lebt und einen Geschichtenband geschrieben hat „Ein Haus derMüden“ mit fünf Erzählungen, wo die erste in Sarajevo 1914 beginnt, wo Briefe geschrieben werden, die nie oder wo anders ankommen.

Dann hätte noch Monika Helfer aus ihrer „Bagage“ lesen sollen, zumindest stand das auf dem gedruckten Programm, wo noch das „Odeon“ als Ort vermerkt ist. Aber diese Familiengeschichte kenne ich ja schon und die Soiree der europäpäischen Literaturtage mit Olga Grjasnova und Michael Staravic und, ich glaube, auch ein Konzert habe ich versäumt, aber alles kann man ja nicht haben.

Am Samstag ging es mit Marlene Streeruwitzs Covid-19 Roman „So ist die Welt“ geworden“, aus dem sie schon vor kurzem in der „Alten Schmiede“ mit Daniel Wisser diskutierte. Jetzt las sie ein Stück aus der dritten Season oder, wie das heißt und wie Marlene Streeruwitz erläuterte den Fernsehserien nachempfunden ist, eine Szene die zu Pfingsten spielt und da wird auf Marcel Reich Ranicki angespielt und ein Erlebnis das Marlene Streeruwitz offenbar einmal mit dem Literaturpapst hatte. In der Diskussion erkundige sich dann Walter Famler, ob die Betty Marlene Streeruwutzs Alter Ego wäre und die Diskussion war wieder sehr politisch und schwierig zu verstehen, ging sie ja bis in die 1960-Jahre zurück. Kanzler Kurz wurde aber auch thematisiert und die sehr entmenschtlichte Sprache, die in Covid-Zeiten angewandt wird und die mich auch sehr stört, das „Absondern“, das „Isolieren“,die „Massentests“, wo bleibt da das Individduum? Da führt wohl der zweite oder auch der erste Lockdown dazu, wo dann alle als „brav“ gelobt werden, wenn sie zu Hause bleiben und bei „Oe 24“ anfragen, ob sie ihre Freundin besuchen dürfen?

Körperliche Eingriffe, wie Zwangsimpfungen und Zwangstests dürfen nicht sein, sagte Marlene Streeruwitz „Da müssen wir eingreifen und wieder revolutionieren!“ und erklärte auch, daß sie, wenn jetzt kein Lockdown wäre, gar nicht in Wien, sondern in New York wäre, um die Füllung für den Thanksgiving-Truthahn einzukaufen. Eine Häuslichkeit, die Walter Famler wieder sehr erstaunte. Marlene Streeuwitz aber nicht als Widerspruch gelten ließ.

Dann gings mit dem „Wespennest Nr 179 – Viele Sprachen -eine Sprache“ weiter, wo die Wespennest- Mitarbeiterin Andrea Zederbauer ein vorlas.vorlas.Gespräch mit dem 1961 geborenen Jose F. A. Oliver, der als Gastarbeiterkind im Schwarzwald aufwuchs, über die die zweisprachigkeit und wie sein Deutsch seine spanische Sprache veränderte, führte und Texte aus dem Heft und seinen Büchern, darunter seine Lorca-Übersetzungen las.

Dann hätten Yvonne A. Owuor aus Nairobi und William T. Vollmann aus Sacramento USA kommen sollen und ich habe mir schon gedacht, wie das passiert?

Angekündigt wurde es und auch kein Bildschirm zu sehen, denn Ilija Trojanow saß mit einem Stoß Büchern allein am Vortragstisch und sagte „Leider, leider, da hätten Sie jetzt zwei wunderbare Autoren kennengelernt, aber so muß ich Ihnen ihre Bücher vorlesen!“, und stellte dann die 1968 kenianische Autorin und ihren Roman „Das Meer der Libellen“ vor, das von einem Mädchen namens Ayaana handelt, das sich einen Matrosen als Vaterersatz aussucht und später nach China reist, weil sie chineschische Wurzeln hat.

Der 1959 in Los Angeles geborene William T. Vollmann, hat wie Ilija Trojanow erklärte schon genreübergeifend viele Bücher geschrieben, von denen nur wenige auf Deutsch übersetzt sind. Er hat ihn durch ein besonders Dickes kennengelert aus dem jetzt ein Auszug, ein Text über den Tod im „Wespennest“ erschienen ist.

Dann stellte Ilija Trojanow auch die anderen Bücher, zum Beispiel das im Programm angekündigte „Arme Leute“ vor vor und las ein paar Thesen aus dem Buch „Wie man schreiben soll?“

Nachdem die Matinee mit Jabbar Abdullah und Abbas Khider über „Literatur und Flucht“ ausgefallen ist und ich mich zur Matinee und Preisverleihung nach Krems switschen konnte, ging es mit einem sehr verkürzten Programm am Sonntagnachmittag weiter und zwar sprach da der ehemalige ORF Journalist Friedrich Orter mit dem schon am Freitag aufgetreten Dzevad Karahasan, den ich, wie ich darauf gekommen bin, schon einmal in Göttweig aus seinem Buch lesen hörte, über Literatur und Krieg.

Es hätte auch der syrische Autor Khaled Khalifa mitdiskutieren sollen, aber nur ein Duett und Friedrich Orter stellte an Dzevad Karahasan gleich die provokante Frage, ob der Autor vom Krieg gewinnen würde?

Wenn er darüber schreibt und das Buch ein Bestseller wird, ja wahrscheinlich, aber wahrscheinlich fängt er es nicht mit dieser Absicht an und wünscht sich den Krieg auch deshalb nicht herbei, sondern verarbeitet dadurch seine Traumen und der Nobelpreisträger aus Griffen wurde natürlich auch erwähnt und die Frage, ob er den zu Recht bekommen hat und wie kann man nur einseitig für die Serben sein?

Das müßte man ihn wahrscheinlich selber fragen. Aber ich kann mich erinnern, daß Handke schon einmal Gegenstand der „Literatur im Herbst“ war, wahrscheinlich war das damals als „Jugoslawia revisited“ das Thema war und da hat ihn Erich Kein, glaube ich, „Kasperl“ genannt.

Es ging aber in der „Schmiede“ weiter. Daß Devad Karahasan in Sarajewo einmal Büchners „Woitzek“ inzenierte, was ein großer Erfolg gewesen war und die Leute Büchner für einen zeitgenößischen bosnischen Autor hielten, war er, glaube ich, nicht und Susan Sonntags „Warten auf Godot-Inszenierung“ wurde als zynisch kritisiert.

Das kann ich nicht beurteilen, habe von Dzevad Karahasan auch noch nichts gelesen, aber vielleicht komme ich einmal an eines seiner Bücher, um mich in sein Werk einzulesen.

Dagegen habe ich in meinen Regalen zwei Bücher des 1973 in Bagdad geborenen Abbas Khider stehen, der jetzt, glaube ich, in Berlin lebt und auch nicht kommen konnte, der aber sein „Museum der Miserablen“ schon beim Leipzig Online Tag vorstellte. Jetzt las Ilija Trojanow daraus und erwähnte lobend „Die Orangen des Präsidenten“, das war, glaube ich, einmal in einer „Thalia-Abverkaufkiste“und von „Deutsch für alle“ habe ich irgendwann einmal eine Leseprobe bekommen.

Dann kam der ebenfalls schon aufgetretene Jose F. Oliver, natürlich auch wieder allein, beziehungsweise mit dem Debutroman der 1982 in Caracas geborenen Karina Sainz Borgo „Nacht in Caracas“, die heute in Madrid lebt und deren Buch schon in zweiundzwanzig Sprachen übersetzt wurde und, wie in der Beschreibung steht, ein virtuoses Portrait eines untergehendes Landes schildert.

Adelaida steht am Grab ihrer Mutter, beziehungsweise erzählt sie der toten Mutter von dem Tag, an dem sie Tomaten kaufen sollte, nicht nach Hause kommen wollte, weil sie von der dort zubereitenden Schildkrötenpastete nicht essen wollte.

Jose F. A. Oliver las mit sehr beindruckender Stimme ein Stück auf Spanisch und dann die Fragen, die er an Karina Sainz Borgo gestellt hätte, wenn sie hier gewesen wäre und ihre möglichen Antworten, wovon das Buch handelt, etcetera.

Das war sehr spannend, nur leider brach der Stream mittendrin ab, so daß ich Walter Famlers Schlußabsage, wo er sicher auf das Lesen der Bücher hingeweisen hätte, versäumte und nun, wie schon beschrieben ein sehr literaturintensives Wochenende, wenn auch ein, Corona bedingtes, sehr verkürztes „Literatur im Herbst- Festival“ erlebte, was mich vielleicht wieder an das Wort skurril, das mich in den letzten Tagen ja sehr beschäftigt, denken und sich fragen, wie skurril abgespeckte Online-Festivals wahrscheinlich sind?

In Zeiten von Corona aber nicht anders möglich und natürlich gut, daß es sie gibt und während OE 24-TV, das ich während der Literatursessions immer wieder hörte, sich über die Leute ärgerte, die auf den Straßen spazieren gingen, statt brav zu Hause zu bleiben, damit nach dem sechsten Dezember der Lockdown wieder beendet und ein halbwegs normales Weihnachtsfest gäben, kann man sich damit beschäftigen, was wahrscheinlich ein wenig dystopisch und unvollkommen ist, man kann aber natürlich lesen und das wäre ja das traditonelle, was man ja im Winter auch gerne tat und da das Festival Corona bedingt, viel früher als erwartet endete, habe ich auch Zeit mich demnächst in eine „Zoom-Konferenz“ zu begeben, wo die fünf Shortlist-Bücher des heurigen Bloggerdebutpreises bekannt gegeben werden und bin bis dahin gespannt, ob Leander Fischers „Forelle“ darunter sein wird?

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