Literaturgefluester

2021-04-10

Die fünfzigsten Rauriser Literaturtage

Das Schöne an Corona und den diesbezüglchen Lockdownbedingungen ist, daß man sich per Livestream auch Veranstaltungen ansehen kann, zu denen man sonst live nie gekommen wäre und das betrifft besonders die „Rauriser Lliteraturtage“, die immer wieder neue Literaturtalente entdeckten und die es seit 1971 in dem schönen Salzburger Örtchen gibt und von denen ich bisher höchstens ein bißchen was über die Medien mitbekommen habe, denn ich stehe ja außerhalb des Literaturbetriees, hörte aber immer wieder, daß der oder die, wie beispielsweise Raphaela Edelbauer oder Julyia Rabinowich dort gewonnen haben, denn der Preisträger ist immer ein Debutant und es gibt dan auch einen entsprechenden Förderpreis.

Im Vorjahr hat die Veranstaltung, glaube ich, Corona bedingt nicht stattgefunden, so daß heuer wieder zwei Preisträger geehrt werden, die für 2020 und für 2021 und das viertägige Festival hat am Mittwochabend mit der Verleihung der beiden Hauptpreise begonnen und ein bißchen seltsam ist es natürlich im Livestream den publkumsleeren Raum zu sehen, auf dem ein Rednerpult, zwei Stehtische und ein Lesetisch aufgestellt waren und die Anwesenden mit Masken auftraten. Der testende Gemeindearzt wurde erwähnt, manche der Lesenden und Honoratoren waren auch per Livestream zugeschaltet.

Intentanten sind jetzt der Sazburger Universitätsprofessor Manfred Mittermayer und Ines Schütz, vorher war das lange Britta Steinwendtner und die beiden Hauptpreise sind an Angela Lehner für „Vater unser“ für das Vorjahrund heuer an Benjamin Quaderer für seinen Debutroman „Für immer die Alpen“ gegangen.

Die Eröffnung folgte live durch den Bürgermeister der das C- Wörtchen nicht erwähnen wollte, da verstehe ich diese Ziererei nicht und vom Landeshauptmann Haslauer, der per Zoom zugeschaltet war, die Renovierung des Mesnerhauses, wo die Veranstaltung stattfindet, erwähnte und genau aufzählte, was alles im Jahr1971 geschehen ist, als die ersten „Rauriser Literaturtage“ über die Bühne gingen.

Dann kam der Landeshauptmann Stellvertreter auf die Bühne und forderte Benjamin Quaderer auf seine Urkunde abzuholen, da sie Corona bedingt nicht persönlich übergeben werden konnte, sondern auf einem Tischchen auflag. Eine Musikbeilage gab es auch.

Dann wurde die 1987 in Klagenfurt Angela Lehner aus ihrem Arbeitszimmer zugeschaltet, die den Peis für ihr „Vater unser“ erhalten hat. Die diesbezügliche Laudatio hat ein hat ein Lucas Marco Gisi gehalten und Angela Lehner, die ein bißchen was über die Covid-Situation und, wie es ihr damit ergangen ist, berichtet, hat für ihren Debutroman, mit dem sie, glaube ich, 2019 auf beiden Buchpreislisten gestanden, beim österreichischen fürdas Debut und auch noch auf der Bloggerdebutlist, ist, auch einschon einige Preise erhalten. Es erfolgte eine Lesung daraus. Dann ging es wieder in das Mesnerhaus und da wurde die Laudatio an den Lichtensteiner Benjamin Quaderer, der 1989 in Feldkirch geboren wurde und in Wien und Hildesheim Lliteratur studierte für seinen im vorjahr erschinenen Roman „Für immer die Apen“ von Anne Sophie Scholl gehalten und das Buch wurde im Vorjahr auch prominent besprochen. Benjamin Quaderer war, glaube ich, auch bei den O- Tönen, da habe ich ihn aber versäumt und das Buch auch nicht gelesen, es scheint aber, wie ich derLesungund derLaudatio entnahm sehr originell zu sein.

Am Donnerstag ging es mit der Verleihung der Förderungspreise weiter, die es, glaube ich seit 1973, gibt. Da haben sie Franz Innerhofer und Alf Schneditz bekommen, 1974, wie ich der Archivseite entnehme, Michael Köhlmeier und 2020, als es keine Preisverleihung gab, die 1992 geborene Vanessa Graf, die, glaube ich, in Linz lebt. Es gibt zu der Ausschreibung immer ein Thema und eine Jury, die den Preis vergibt. 2020 waren das Erika Wimmer, Ludwig Hartinger und Liliane Studer. Vanessa Graf Text heißt „Genauso schwarz wie hier“ und schildert die Demenz einer Mutter, die alles in Schachteln, Kisten oder Boxen verpackt. Das Thema hieß „Innehalten“ und die 1957 in Bozen geborene Erika Wimmer, die, glaube ich, GAV- Mitglied ist, hat die Laudatio über Zoom gehalten und die Autorin, die eigentlich nach Rauris kommen wollte, hat auch auf diese Art und Weise gelesen.

Dafür waren die Laudatorin und der Gewinner des heurigen Preises da. Das Thema hielt natürlich „Abstand“ Pandemie geschuldet und der Text des 1987 in innsbruck geborenen Martin Mader der, wie Zita Bereuter in ihrer Laudato erwähnte, sowohl Philosophie, Theaterwissen- als auch vergleichende Literaturwissenschaften studierte, „Abstand ist überall“ und hier kann man, glaube ich, lernen einen Pandemietext zu schreiben, ohne dieses Wort zu erwähnen. Denn da hastet der Erzähler mit seiner Freundin durch die menschenleeren Gassen, steckt seinen Schlüßel durch eine Kinotür vor dem vermoderte Prospekte liegen, die nach alter Pilzsuppe riechen. Die Menschen auf den menschenleeren Straßen schreien und flüstern und noch ist nicht alles verloren. Denn es geht in eine verlassene Fabrik, wo ein Zahnloser mit drei Frauen tanzt und allen Hoffnung gibt. Das ist ein Spiel und das ist noch nicht verloren und der Erzähler schlägt den Hoffnungsträger nieder und interessant dabei ist, daß Martin Mader alles dabei wiederholt und ich habe wieder was gelernt. Waren mir doch sowohl Vanessa Graf, als Martin Mader bisher unbekannt.

In Rauris ist es, glaube ich, gleichzeiting mit einer Lesung in einem Kindergarten weitergegangen, denn das gehört auch zu den Besonderheiten der Literaturtagen, daß es die Bevölkerung einbezieht. Eine Ausstellung über fünfzig Jahre Rauris sollte es auch geben, die entfällt, wie die „Spoken Wort- Veranstaltung“, die es am Nachmittag geben sollte oder wird nachgeholt, so daß es, wie Ines Schütz nach Martin Maders Lesung sagte, um siebzehn Uhr mit Lesungen von ehemaligen Gewinnern weitergeht.

Der erste Hauptpreisträger war 1972 Bodo Hell, im Gründungsjahr hat es offenbar keinen Preis gegeben und der wurde um fünf als Erstes eingeladen. Das heißt, er war nicht allein. Das Musikduos schon bei der Eröffnung aufspielte, nämlich Peter Angerer und Fritz Moßhammer verbanden sich mit ihm zu einer Performanceeband. Sie spielten. Bodo H ell saß dazwischen, hielt dann ein Plakat in die Höhe und performte durch die fünfzig Jahre Rauris-Geschichte. Moderiert wurde das ganze von Manfred Mittermayer, der neben den 1946 geborenen Peter Rosei saß, der 1973 gemeinsam mit Gerhard Amanshauser den Preis gewonnen hat. Bodo Hell wurde 1943 in Salzburg geboren, von ihm, dem Performer und experimentellen Autor, sowi e Almwirt, habe ich, glaube ich, noch nichts gelesen. Von Peter Rosei schon und der hat ein Stück aus dem Buch gelesen mit dem er in Rauris gewonnen, „Landstriche“, dann kam ein Gespräch mit Manfred Mittermayer, wo es um seine vielen Bücher ging. Rosei, der ja auch über das Geld und die Banken geschrieben hat und Jus studierte, gilt als sehr ökonomischer Autor, zumindestens stellt er sich oft so vor.

Er hat aber auch über das Glückgeschrieben „Das Märchen vom Glück“ heißt sein letztes oder vorletztes Buch. Dann gibt es noch das „Schnelle Glück“, 1980 erschienen. Das wurde auch zitiert. Dann läutete meine Klientin und da es in Rauris erst um zwanzig Uhr weiterging, hatte ich noch Zeit in die „Alte Schmiede“ und da in die Wien-Reihe, zu der mich ja immer Julia Danielczyk so nett einlädt. Das Internet macht das möglich und da wurden Zarah Weiss und Thomas Stangl vorgestellt. Beide sind Stipendiaten, Thomas Stangl Canetti-Stipendiat. Die 1992 in Düsseldorf geborene Zarah Weiß hat ein Arbeitsstipendium bekommen und die, eine sehr junge Frau wäre wohl auch eine Kanditatin für den nächsten oder übernächsten Förderungspreis, um damit in den Literaturbetrieb einzusteigen. Mal sehen, ich bin gespannt. Ihr Text heißt „Die Geister“, eine spannende Geschichte aus der Sicht eines Kind am Land aus einer nicht intakten Familie, die von ihrer um sechs Jahre älteren Schwester verlassen wird und der 1966 geborene Thomas Stangl von dem ich schon einiges gelesen und gehört habe, schloß mit seinem Romanprojekt „Quecksilberlicht“ gleich daran an. Da habe ich aber nur, weil ich um acht wieder nach Rauris wollte, die Lesung gehört und wurde bestätigt, daß Thomas Stangl eine sehr kunstvolle Sprache hat. Der Erzähler schwankte von einer Großmutter und den Geschwistern Bronte hin und her. Virginia Woolf und wohl noch einige Romanfiguren kamen darin vor und ich bin gespannt den Roman dann vielleicht zu lesen und in Rauris ging es mit jüngeren Preisträgern weiter. Das heißt, Erwin Einzinger ist so alt wie ich, hat den Preis 1984 gewonnen und ihn habe ich vor kurzem auch in der „Alten Schmiede“ gehört, als er dort den vor einem Jahr verstorbenen Hans Eichhorn würdigte, der hat 1983 in Rauris ein Arbeitsstipendium bekommen und wäre im Vorjahr zur Lyrik-Schiene eingeladen gewesen, war aber schon zu krank dazu. Petra Nagenkögl hat die Lesung mit Erwin Einzinger moderiert, der sehr viel plauderte, erklärte, daß er sehr chaotisch sei, die kleine Form liebe und dann noch eine für mich sehr interessante Anekdote erzählte, denn als er sich für Rauris testen mußte, hatte ihm die Rotkreuzschwester erkannt und ihm erklärt, daß sie schon einige seiner Bücher gelesen hat und auch schon mal in Rauris war. Da fragte sich Erwin Einzinger wer seine Bücher lesen würde? Ich glaube, ich habe noch nicht, mir zwar eines einmal bei einem Literaturhausflohmarkt gekauft und ihn, den ich für sehr sympatsch halte, auch schon auf einigen Lesungen, wie in Krems Göttweig oder in dem Breitenseerkino gehört.

Dann wurde es noch jünger, denn es ging in das Jahr 2009, denn da hat Julya Rabinowich mit ihrem „Spaltkopf“ gewonnen, der ja in der „Edition Exil“ erschienen ist, das war ihr einstieg in den Literaturbetrieb, der seither unaufhaltsam war, sie hat beim „Bachmannpreis“ gelesen und die „Erdfreßerin“ geschrieben. Aus der „Krötenliebe“, glaube ich, bei der https://literaturgefluester.wordpress.com/2016/04/06/april-musa/„Literatur im Musa“, wie die“ Wien-Reihe“ damals hieß. Da hat sie, glaube ich, die Stelle von dem Reserl, das sich Kokoschkas Initialen in die Brust schneidet, während der mit Almas Puppe schlief, gelesen. Das tat sie jetzt über „Zoom“ und hat dann noch viel über die Entstehung des Buches mit dem sie, wie sie sagte, Wien entdecken wollte, erzählt.

Am Donnerstag ging es am Vormittag mit Gesprächen zwischen den Eingeladenen und Studenten weiter und am Nachmittag mit den Parcour durch die fünfzig Jahre und da begann es mit dem Jahr 2018, wo die Debutantin Raphaela Edelbauer mit ihrer Debut „Entdecker – Eine Poetik“ aus dem „Klever-Verlag“ ausgezeichnet wurde. Das ist sehr theoretisch und davon habe ich 2017 im Literaturcafe bei der „Buch Wien“ gehört und war nahe daran Ralph Klever um das Buch zu bitten, habe die Sprachkunststudentin damit kennengelernt, die später beim „Bachmannpreis“ gelesen hat und mit dem Kapitel aus dem „Flüßigen Land“, den Publikumspreis gewonnen hat. Dann kam das „Flüßige Land“ 2019 auf beide Buchpreislisten und jetzt ist „DAVE“ erschienen, das ich vor kurzem gelesen habe. Raphaela Edelbauer stellte im Gespräch mit Manfred Mittermayer dieses vor und erläuterte sehr theoretisch, was sie damit bezwecken wollte, was ich offenbar alles nicht verstanden hatte. Für mich bleibt es ein dystopischer Roman und die Beziehung zu der Covid 19- Dystopie obwohl Raphaela Edelbauer mit dem Schreiben schon früher begonnen hat.

Dann ging es zurück ins Jahr 1996 und zu dem Debutanten Raoul Schrott, der der erste Preisträger von Ines Schütz war, die damals offenbar mit ihm eine studentische Lesung hielt und Raoul Schrott hat damals mit „Finis Terrae“ gewonnen und war heuer aus dem Bregenzer Wald nach Rauris zugeschaltet und ich habe von dem 1964 in Landeck geborenen, glaube ich, noch nichts gelesen, ihm aber einmal im Naturhistorischen Museum und auch bei anderen Gelegenheiten gehört. Jetzt las er aus „Ener Geschichte des Windes oder Vom deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“ beziehungsweise wurden Ausschnitte aus einem Film gezeigt in dem die Lesung enthalten ist, wo es offenbar um die Umsegelung Magellans ging und Raoul Schrott sehr viel und sehr launig über sein Buch erzählte.

Wenn die lesungen live in Rauris stattgefunden hätten, wäre man wahrscheinlich zwischen halb sieben und acht bis zum nächsten Programmpunkt in ein Wirtshaus gegangen. So können sich die Zuhörer mit sich selbst beschäftigen, was in meinem Fall einen Kurzbesuch ins Literaturhaus bedeutete, denn da fand der „Großartige Zeman Leseklub“ statt, den Barbara Zeman im Vorjahr gegründet hat und damit ins Literaturhaus übersiedelt ist. Da hat es schon im Winter einen Adventkalender gegeben. Diesmal wurde mit der Schauspielerin Katharina Pichler und einer Musikerin Brigitte Schwaiger vorgestellt. Die Barbara Zeman-Veranstaltungen sind ja alle genreübergreifen, so waren Bilder hinterm Lesepult ausgestellt und Barbara Zwiefelhofer leitete auch mit einer Vorstellung, der am 6. April 1949 in Freistadt geborenen Brigitte Schwaiger, die sich im Juli 2010 das Leben genommen hat, mit ihrem Debut „Wie kommt das Salz ins Meer“ sehr berühmt geworden ist und dann den Literaturbetrieb nicht ausgehalten hat, in der Nähe des Literaturhauses wohnte und dort auch oft Statmmgast war, ein. Da habe ich sie und im „Siebenstern“ auch öfter getroffen und einmal auch am Rathausplatz am ersten Mai. Barbarara Zeman erzählte aus ihrem Leben, während Katharina Pichler verschiedene Textstellen las. „Das Salz ins Meer“ wäre vielleicht auch ein Rauris-Buch gewesen oder vielleicht nicht, weil das Frauenschreiben ja anders, wie das der Männer bewertet wird, wie Barbara Zeman erwähnte, aber in Rauris haben natürlich schon viele Frauen die Haupt- und die Förderungspreise gewonnen, wie 2015 Birgit Birnbacher, mit deren Debut ich 2016 meine Schwierigkeiten hatte, weil es mir zu wenig Romanhaft war, die dann um acht im Mesnerhaus auftrat und von Magdalena Stieb von der Zeitschrift „Salz“ moderiert wurde. Sie hat dann 2019 den „Bachmann-Preis“ gewonnen. 2020 ist „Ich an meiner Seite“ über den Haftentlassenen Arthur herausgekommen, das auf der dBp– Liste stand und auch bei den O-Tönen vorgestellt wurde. Aus dem Buch hat Birgit Birnbacher auch gelesen und viel über die Entstehung und die Schreibweise erzählt, wie beispielsweise, daß die Figur des ausgeflippten Bird ursprünglich als brave Psychologin konzipiert war, die Arthur beraten sollte, aber wie Birgit Birnbacher erwähnte, fürchterlich zum Lesen gewesen wäre, also Romanhaft übertrieben und am Schluß wollte Magdalena Stieb von der Autorin noch wissen, was sich bei ihr seit 2015, wo sie ja sehr erfolgreich wurde, verändert hat?

Dann ging es wieder in die „Alte Schmiede“, aber halt, bevor mir meine Kritiker wieder Aufmerksamkeitsschwankungen vorwerfen, das war eine Kooperation mit Rauris, denn Peter Henisch, der 1976 mit seiner „Kleinen Figur meines Vaters“ einen Sonderpreis, weil es nicht mehr ein Debut war, bekommen hat, wurde dort von Johannes Öttl moderiert. Vorher stellte Ines Schütz den 1943 geborenen Autor vor, von dem ich ja immer schreibe, daß ich ein Fan von ihm bin und in meinem Schreiben Ähnlichkeiten zu ihm sehe. Ich habe auch schon viel von ihm gelesen und war bei vielen Lesungen und „Die kleine Figur meines Vaters“, das erste Vater Buch in der Literaturgeschichte, wie Ines Schütz erwähnte, wurde vom Autor 1987, als auch 2003 überarbeitet, was, glaube ich, eine Spezialität Peter Henisch ist. Jetzt las er neben Johanna Öttl eine Stelle aus dem Buch, welche Fassung hat er nicht verraten und ich habe das Buch, glaube ich, auch einmal gelesen.

Der 1913 als Walter Hemis geborene Vater war sowohl Kriegsberichterstatter der deutschen Wehrmacht, später dann bei den Sozialdemokraten oder der AZ. Dann kam ein Ausschnitt aus dem neuen Buch, das im Sommer erscheinen soll.

„Jahrhundertroman“ wird der heißen und so heißt auch der Roman, den ein alter Buchhändler schreiben will, aber nicht mehr kann, weil er einen Schlaganfall hatte, so daß ihm eine junge Frau namens Lisa dabei helfen soll. Thomas Bernhard und sein „Heldenplatz“, Ödon von Horvath, der doch nicht von einem Ast erschlagen wurde, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Ingeborg Bachmann, Robert Musil und andere kommen dabei vor und ich bin gespannt, ob es im Sommer wieder O-Töne gibt, die ich besuchen kann und dann schon aus dem Buch höre?

Am Samstag ging es weiter mit der Lyrik-Reihe und da begann die 1989 in Polen geborene Dagmara Kraus ,die derzeit in Straßburg lebt und als Übersetzerin tätig ist, das Leipziger Lliteraturinstitut absolvierte und schon einige Gedichtbände herausgebracht hat, denen ihre Mehrsprachigkeit anzumerken ist.t

Die nächste der zweisprachigen Lyrik-Reihe war die zweisprachige Maja Haderlap, die1961 in Eisenkappel geboren wurde und die einzige der drei Lyrikerinnen ist, die auch Romane schreibt. So hat sie mit ihrem „Engel des Vergessens“ 2011 beim „Bachmannpreis“ gewonnen und 2012 damit den Rauriser-Literaturpreis bekommen. Seit damals den Roman auf Deutsch, die Gedichte auf Slowenisch geschrieben. Ab 2014 hat sie das mit ihrem Band „Langer Transit“ auch auf Deutsch begonnen.

Auch die 1983 geborene Performancekünstlerin Kinga Toth, die ich, glaube ich, schon einmal im Literaturhaus hörte, hat aus Ungarn nicht ausreisen können. Sie ist in einem Thermalort aufgewachsen, war immer schon von deutschen Sprache fasziniert. So hat sie ihre Uhr abgehängt, um mit den deutschen Touristenins Gespräch zu kommen. Sie war 2018/2019 Stadtschreiberin von Graz, hat im letzten Jahr den „Hugo Ball-Preis“ bekommen“ und las letzt aus ihren „Koffergedichten“. Ballalll-preis“

Am Nachmittag ging es mit einem Gespräch über Literatur, das Manfred Mittermayer mit Anton Thuswaldner, Johann Holzner, Britta Steinwendter und Christa Gürtler, das in die Vergangenheit aber auch in die Zukunft der Literatur führte, weiter und habe auf diese Art und Weise die verbotene Megademonstration im Schweizergarten, die offenbar auch eskalierte, versäumt, aber da ich ja weder Maske tragen noch kriminalisiert werden will, war das vielleicht nicht so eine schlechte Option.

Um fünf kam dann der 1963 im Kanton Thurgau geborene Peter Stamm von dem ich schon einiges gelesen habe. in Rauris hat er 1999 mit „Agnes“ gewonnen, das irgenwie sehr berühmt geworden ist. Maturastoff für verschiedene deutsche Bundesländer, verfilmt etcetera und zum „Welttag des Buches“ wurde es auch einmal verschenkt und da wunderte sich, glaube ich, Wolfgang Tischer vom Literaturcafe, daß es niemand haben wollte.

2018 hat Peter Stamm mit „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“den „Schweizer Buchpreis“ gewonnen. Jetzt hat er nach dem Gespräch mit Ines Schütz, die Erzählung „Wenn es dunkel wird“ gelesen, wo esum eine Polizistin geht, die in einem Kartstgebiet im kanton Schwyz auf einer Hütte nach einer Frau und zwei verschwundenen Kindern sucht. Das Ganze ist ziemlich surreal. Ines Schütz nannte das Kippelemente, denn am Schluß stellt sich heraus, die Frau gibt esvielleicht gar nicht und die Polizistin hat einen verschwundenen Bruder.

Dann kam die 1959 in Westfalen geborene Judith Kuckart von der ich zwar den Namen kannte, aber noch nichts gelesen habe. Sie hat1991 mit ihrem Debutroman „Wahlder Waffen“ wo es um eine RAF-Terroristin geht, gewonnen und hat jetzt aus ihrem neuen Buch „Kein Sturm nur Wetter“ gelesen, der am Flughafen Tegel beginnt und alle Männer der Protagonistin sechsunddreißig sind. Interessant ist auch, daß Judith Kuckart eineTanzausbildung hat und lange Zeit Choreografineines Tanztheaters war und einen Film den Studenten im Vorjahr über Judith Kuckart gedreht haben, gibt es auch In der nächsten Session trat der 1949 in Hard geborene Michael Köhlmeier auf, der sowohl der Förderungspreis, als auch den Hauptpreis bekommen hat. 1974, als er noch Student war, den Förderungspreis mit einen Bob Dylan- Stück, 1983 den Hauptpreis mit dem Roman „Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf“ von dem ich noch nie etwas gehört habe und der 1982 bei“Hoffmann und Campe“, erschienen ist.

Ich habe viel von Michael Köhlmeier gelesen und viele seiner Bücher in meinen Regalen und der Sagenerzähler und Radiovorleser, der früher einmal Musiker war, hat sehr viele Bücher geschrieben und auch viele Preise gewonnen, beziehungsweise auf vielen Buchpreislisten gestanden und erzählte Tomas Friedmann vom Salzburger Literaturhaus der ihn per Zoom interviewte, daß er sich über den kleinen Rausier Förderpreissich mehr gefreut hat, als wenn er den Nobelpreis bekommen hätte, weil er sich dachte, daß er jetzt als freierSchriftsteller leben könne. Er las dann ein Stück aus dem „Peverl Toni“ und erzählte Tomas Friedmann, daß er den Roman mehrmals umgeschrieben hat, weil er nie damit zufrieden war und die Anfangsworte „Aus vorbei“ hat ihm Monika Helfer, die er damals kennengelernt hat, am Telefon angesagt.a

Dann las Michael Köhlmeier noch, wie es auch Peter Henisch tat, ein Stück aus seinen im Herbst erscheinden Roman,der ebenfalls ein Jahrhundertroman sein scheint oder die sieben Leben einer Katze schildert, die in der französischen Revolution sprechen und bei E. T. A. Hoffmann oder seinem „Murr“ schreiben gelernt hat, was ich sehr interessant finde.

Im nächsten Jahr soll Michaela Köhlmeier das Buch dann in Rauris vorstellen,da bin ich auch gespannt und als letzter Leser kam der 1961 in Mils geborene Norbert Gstrein, der 1989 mit „Einer“ den Preis gewonnen hat, der in diesem Jahr auch beim „Bachmannpreis“ gewonnen, ich kenne seinen Namen seit Klagenfurt und Norbert Gstrein hat 2019 mit „Als ich jung war“ den österreichischen Buchpreis gewonnen, da war er krank, hat aber ein Stück aus seinem neuen Roman vorlesen lassen und das scheint vielleicht „Der zweite Jakob“ zu sein. Wieder ein sehr vielschichtiger Roman, eine Spezialiät von Norbert Gstrein, der von einem sechzigjährigen Schauspieler und seinem Biografen handelt. Eine Tochter gibt es auch und es geht wieder um Schuld und Sühne und um das Beschützen und auch um Matscho-Männer.

Damit wären die Rauriser Literaturtage wenigstens für mich vorbei. Am Sonntag gibt es noch eine Lesung aus Texten von einer Schreibwerkstatt die Bodo Hell mit Raurisern gehalten hat und Herta Müller, die Preisträgerin von 1985, die 2009 den Nobelpreis bekommen hat, hätte am Sonntag auch noch lesen sollen. Das ist aber Corona bedingt ausgefallen und habe viel über den Literaturbetrieb gelernt, die Online-Veranstaltung sehr interessant gefunden und warte jetzt auf das „Rauris1971-2021-Buch“ um mein diesbezügliches Wissen noch zu erweitern.

2020-11-22

30 Jahre Kraft der Literatur

Der Lockdown zwei hart, läßt sich, kann ich empfehlen sehr gut literarisch nützen und so bin ich an diesem Wochenende mit einem ganzen Programbündel auf meinen Zweitwohnsitz gefahren und da kam es wieder anders, als man denkt, hatte ich doch vor, neben dem Korrigeren, der „Mathilde“, da bin ich ja seit Montag mit den fünfzigtausend Worten und dem Rohtext fertig, habe die schon wieder hinunterkorrigiert und dem Lesen, da wollte ich ja meine E-Books, die ich habe auflesen, damit ich keine Bücher mitschleppen muß, werde aber, wie es scheint, wohl nicht einmal mit dem Lesen von Leander Fischers „Forelle“ fertig werden, weil Literatur, Literatur und da habe ich am ersten November von einem leeren November geschrieben, die Livestreams machen es möglich, sich trotzdem ins literarische Geschehen zu stürzen. Sie ermöglichen sogar viel mehr als nur Literaturhaus, „Gesellschaft“ und „Alte Schmiede“, wenn auch, was ich auch diese Woche merkte, die Tonqualität manchmal etwas schwierig ist.

Am Freitag habe ich also gesehen, werden im Literaturhaus die Sieger des „Fm4-Wortlaut“ vorgestellt und das ist ja, kann man sagen, der österreichische Anfängerpreis der Autoren, wie beispielsweise Cornelia Travnicek in die Höhe geschwellt haben, auch andere, aber durch sie bin ich damit in Kontakt gekommen, war ein paar Mal im „Phil“, wo die Texte präsentiert wurden, habe mich da schon 2009, habe mir ein paarmal, die Anthologien schenken lassen, in der letzten Zeit mich aber wenig damit beschäftigt. Jetzt aber gesehen, die Veranstaltung gibts im Literaturhaus.

Fein, natürlich, obwohl da ja der Livestream der „Literatur im Herbst“ nicht aus dem Odeon, wie gewohnt, sondern aus der „Alten Schmiede“ mit der Eröffnung beginnt und dann habe ich noch auf der Hauptverbandseite gelesen, die „Europäischen Literaturtage“, die es auch schon zwölfmal oder zwölf Jahre in Krems gibt, kann man sich auch online geben.

Also habe ich damit Donnerstagabend angefangen und hatte vor, mich am Abend ins Literaturhaus zu begeben, aber da gibt es derzeit keine Veranstaltungen, nur ein Video von den drei Siegertexten des „Fm4 Wettgewerbs“ von Zita Bereuter vorgestellt, die da Elisabeth Etz, Johanna Hieblinger und Matthias Gruber waren und das Thema lautete passend zu Corona „Kontakt“.

Klingt interessant, aber Videos kann man sich ja immer anschauen, also doch zur Eröffnung, in den „Schmiedessal“, da waren drei große Metallfische aufgestellt, die offenbar die Kraft der Phantasie symbolisieren sollten. Walter Famler saß im Hintergrund und erklärte, was wahrscheinlich ohnehin jeder wußte, heuer ist alles anders und online. Obwohl es ja ein besonderes Fest zu feiern gäbe, nämlich dreißig Jahre „Literatur im Herbst“ und da habe ich die Anfänge wahrscheinlich wegen meines Geburtstagsfestes, das oft gleichzeitig war, versäumtund bin glaube ich auch erst hingekommen, als das Gastland oder Thema Bulgarien war. Vorher hat es die „Literatur im März“ gegeben, die wurde durch den „Herbst“ im Odeon ersetzt und da waren einmal alle osteuropäischen Länder dran, dann wars mal den Frauen gewidmet, Angelika Reitzer hat da kuratiert und in den letzten Jahren ging es um den utopischen Raum, der sehr wichtig ist, die Kraft des Erzählen, was das heurige Thema ist, aber auch und das ist ja eines, das mich, ebenfalls sehr beschäftigt, denn ich erzähle, blogge, schreibe etcetera, ja auch in Zeiten von Corona besonders viel

Die Eröffnungsrede von Veronica Kaup-Hasler wurde von Walter Famler vorgelesen und dann kam der 1949 im Drautal geborene Alois Hotschnig auf die Bühne von dem ich „Leonardos Hände“ gelesen und „Die Kinder berührte das nicht“ einmal bei „Rund um die Burg“ gewonnen habe, daber noch nichtgelesen habe, weil Erzählungen und Erzählungen interessieren mich ja nicht.

Er eröffnete eher leise und nicht so besonders gut zu verstehen über seine Lesegeschichte und die ist ja interessant und bei jedem Menschen wahrscheinlich anders. Da findet man Bücher, er hat, glaube ich, die Kinder geschichten von Peter Härtling erwähnt, die einem berühren, kam zu Viktor Frankl, der vielleicht nur deshalb das KZ überlebte, weil er dachte, daß er das muß, um nachher erzählen zu können, wie es war. Ein alter Mann kam vor, der sagte „Ich bin schon über achtzig, wann hört mir endlich mal wer zu?“ und einer, der den Namen seiner in Hartheim ermordeten Verwandten Jahre später auf das Familiengrab einritzen ließ, die der tatsächch dort Liegenden waren schon verblichen und der in den Neunzehnvierzigerjahren Verstorbenen stach heraus.

„Das ist aber eine Geschichte, die erst geschrieben werden muß!“

Daran folgte dann das Gespräch mit dem Mitkurator Ilija Trojanow ,von dem ich ja erst sein Longlistbuch des heurigen „Österreichischen Buchpreises“ glesen habe. Dann war eine kleine Pause „Laufen Sie nicht davon!“, stand, glaube ich, dann auf dem Bildschirm. Wahrscheinlich wurde wieder desinfiziert und dann kam wieder Walter Famler mit dem 1953 geborenen Dzevad Karahasan,der in Graz und Sarajevo lebt und einen Geschichtenband geschrieben hat „Ein Haus derMüden“ mit fünf Erzählungen, wo die erste in Sarajevo 1914 beginnt, wo Briefe geschrieben werden, die nie oder wo anders ankommen.

Dann hätte noch Monika Helfer aus ihrer „Bagage“ lesen sollen, zumindest stand das auf dem gedruckten Programm, wo noch das „Odeon“ als Ort vermerkt ist. Aber diese Familiengeschichte kenne ich ja schon und die Soiree der europäpäischen Literaturtage mit Olga Grjasnova und Michael Staravic und, ich glaube, auch ein Konzert habe ich versäumt, aber alles kann man ja nicht haben.

Am Samstag ging es mit Marlene Streeruwitzs Covid-19 Roman „So ist die Welt“ geworden“, aus dem sie schon vor kurzem in der „Alten Schmiede“ mit Daniel Wisser diskutierte. Jetzt las sie ein Stück aus der dritten Season oder, wie das heißt und wie Marlene Streeruwitz erläuterte den Fernsehserien nachempfunden ist, eine Szene die zu Pfingsten spielt und da wird auf Marcel Reich Ranicki angespielt und ein Erlebnis das Marlene Streeruwitz offenbar einmal mit dem Literaturpapst hatte. In der Diskussion erkundige sich dann Walter Famler, ob die Betty Marlene Streeruwutzs Alter Ego wäre und die Diskussion war wieder sehr politisch und schwierig zu verstehen, ging sie ja bis in die 1960-Jahre zurück. Kanzler Kurz wurde aber auch thematisiert und die sehr entmenschtlichte Sprache, die in Covid-Zeiten angewandt wird und die mich auch sehr stört, das „Absondern“, das „Isolieren“,die „Massentests“, wo bleibt da das Individduum? Da führt wohl der zweite oder auch der erste Lockdown dazu, wo dann alle als „brav“ gelobt werden, wenn sie zu Hause bleiben und bei „Oe 24“ anfragen, ob sie ihre Freundin besuchen dürfen?

Körperliche Eingriffe, wie Zwangsimpfungen und Zwangstests dürfen nicht sein, sagte Marlene Streeruwitz „Da müssen wir eingreifen und wieder revolutionieren!“ und erklärte auch, daß sie, wenn jetzt kein Lockdown wäre, gar nicht in Wien, sondern in New York wäre, um die Füllung für den Thanksgiving-Truthahn einzukaufen. Eine Häuslichkeit, die Walter Famler wieder sehr erstaunte. Marlene Streeuwitz aber nicht als Widerspruch gelten ließ.

Dann gings mit dem „Wespennest Nr 179 – Viele Sprachen -eine Sprache“ weiter, wo die Wespennest- Mitarbeiterin Andrea Zederbauer ein vorlas.vorlas.Gespräch mit dem 1961 geborenen Jose F. A. Oliver, der als Gastarbeiterkind im Schwarzwald aufwuchs, über die die zweisprachigkeit und wie sein Deutsch seine spanische Sprache veränderte, führte und Texte aus dem Heft und seinen Büchern, darunter seine Lorca-Übersetzungen las.

Dann hätten Yvonne A. Owuor aus Nairobi und William T. Vollmann aus Sacramento USA kommen sollen und ich habe mir schon gedacht, wie das passiert?

Angekündigt wurde es und auch kein Bildschirm zu sehen, denn Ilija Trojanow saß mit einem Stoß Büchern allein am Vortragstisch und sagte „Leider, leider, da hätten Sie jetzt zwei wunderbare Autoren kennengelernt, aber so muß ich Ihnen ihre Bücher vorlesen!“, und stellte dann die 1968 kenianische Autorin und ihren Roman „Das Meer der Libellen“ vor, das von einem Mädchen namens Ayaana handelt, das sich einen Matrosen als Vaterersatz aussucht und später nach China reist, weil sie chineschische Wurzeln hat.

Der 1959 in Los Angeles geborene William T. Vollmann, hat wie Ilija Trojanow erklärte schon genreübergeifend viele Bücher geschrieben, von denen nur wenige auf Deutsch übersetzt sind. Er hat ihn durch ein besonders Dickes kennengelert aus dem jetzt ein Auszug, ein Text über den Tod im „Wespennest“ erschienen ist.

Dann stellte Ilija Trojanow auch die anderen Bücher, zum Beispiel das im Programm angekündigte „Arme Leute“ vor vor und las ein paar Thesen aus dem Buch „Wie man schreiben soll?“

Nachdem die Matinee mit Jabbar Abdullah und Abbas Khider über „Literatur und Flucht“ ausgefallen ist und ich mich zur Matinee und Preisverleihung nach Krems switschen konnte, ging es mit einem sehr verkürzten Programm am Sonntagnachmittag weiter und zwar sprach da der ehemalige ORF Journalist Friedrich Orter mit dem schon am Freitag aufgetreten Dzevad Karahasan, den ich, wie ich darauf gekommen bin, schon einmal in Göttweig aus seinem Buch lesen hörte, über Literatur und Krieg.

Es hätte auch der syrische Autor Khaled Khalifa mitdiskutieren sollen, aber nur ein Duett und Friedrich Orter stellte an Dzevad Karahasan gleich die provokante Frage, ob der Autor vom Krieg gewinnen würde?

Wenn er darüber schreibt und das Buch ein Bestseller wird, ja wahrscheinlich, aber wahrscheinlich fängt er es nicht mit dieser Absicht an und wünscht sich den Krieg auch deshalb nicht herbei, sondern verarbeitet dadurch seine Traumen und der Nobelpreisträger aus Griffen wurde natürlich auch erwähnt und die Frage, ob er den zu Recht bekommen hat und wie kann man nur einseitig für die Serben sein?

Das müßte man ihn wahrscheinlich selber fragen. Aber ich kann mich erinnern, daß Handke schon einmal Gegenstand der „Literatur im Herbst“ war, wahrscheinlich war das damals als „Jugoslawia revisited“ das Thema war und da hat ihn Erich Kein, glaube ich, „Kasperl“ genannt.

Es ging aber in der „Schmiede“ weiter. Daß Devad Karahasan in Sarajewo einmal Büchners „Woitzek“ inzenierte, was ein großer Erfolg gewesen war und die Leute Büchner für einen zeitgenößischen bosnischen Autor hielten, war er, glaube ich, nicht und Susan Sonntags „Warten auf Godot-Inszenierung“ wurde als zynisch kritisiert.

Das kann ich nicht beurteilen, habe von Dzevad Karahasan auch noch nichts gelesen, aber vielleicht komme ich einmal an eines seiner Bücher, um mich in sein Werk einzulesen.

Dagegen habe ich in meinen Regalen zwei Bücher des 1973 in Bagdad geborenen Abbas Khider stehen, der jetzt, glaube ich, in Berlin lebt und auch nicht kommen konnte, der aber sein „Museum der Miserablen“ schon beim Leipzig Online Tag vorstellte. Jetzt las Ilija Trojanow daraus und erwähnte lobend „Die Orangen des Präsidenten“, das war, glaube ich, einmal in einer „Thalia-Abverkaufkiste“und von „Deutsch für alle“ habe ich irgendwann einmal eine Leseprobe bekommen.

Dann kam der ebenfalls schon aufgetretene Jose F. Oliver, natürlich auch wieder allein, beziehungsweise mit dem Debutroman der 1982 in Caracas geborenen Karina Sainz Borgo „Nacht in Caracas“, die heute in Madrid lebt und deren Buch schon in zweiundzwanzig Sprachen übersetzt wurde und, wie in der Beschreibung steht, ein virtuoses Portrait eines untergehendes Landes schildert.

Adelaida steht am Grab ihrer Mutter, beziehungsweise erzählt sie der toten Mutter von dem Tag, an dem sie Tomaten kaufen sollte, nicht nach Hause kommen wollte, weil sie von der dort zubereitenden Schildkrötenpastete nicht essen wollte.

Jose F. A. Oliver las mit sehr beindruckender Stimme ein Stück auf Spanisch und dann die Fragen, die er an Karina Sainz Borgo gestellt hätte, wenn sie hier gewesen wäre und ihre möglichen Antworten, wovon das Buch handelt, etcetera.

Das war sehr spannend, nur leider brach der Stream mittendrin ab, so daß ich Walter Famlers Schlußabsage, wo er sicher auf das Lesen der Bücher hingeweisen hätte, versäumte und nun, wie schon beschrieben ein sehr literaturintensives Wochenende, wenn auch ein, Corona bedingtes, sehr verkürztes „Literatur im Herbst- Festival“ erlebte, was mich vielleicht wieder an das Wort skurril, das mich in den letzten Tagen ja sehr beschäftigt, denken und sich fragen, wie skurril abgespeckte Online-Festivals wahrscheinlich sind?

In Zeiten von Corona aber nicht anders möglich und natürlich gut, daß es sie gibt und während OE 24-TV, das ich während der Literatursessions immer wieder hörte, sich über die Leute ärgerte, die auf den Straßen spazieren gingen, statt brav zu Hause zu bleiben, damit nach dem sechsten Dezember der Lockdown wieder beendet und ein halbwegs normales Weihnachtsfest gäben, kann man sich damit beschäftigen, was wahrscheinlich ein wenig dystopisch und unvollkommen ist, man kann aber natürlich lesen und das wäre ja das traditonelle, was man ja im Winter auch gerne tat und da das Festival Corona bedingt, viel früher als erwartet endete, habe ich auch Zeit mich demnächst in eine „Zoom-Konferenz“ zu begeben, wo die fünf Shortlist-Bücher des heurigen Bloggerdebutpreises bekannt gegeben werden und bin bis dahin gespannt, ob Leander Fischers „Forelle“ darunter sein wird?

2020-09-04

Letzte Corona-O-Töne?

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Clemens Ruthner, Stephan Roiss

Clemens Ruthner, Stephan Roiss

Wieder einmal O-Töne, die letzten in diesen Sommer mit Maske, Absperrgitter und Sicherheitsdienst, die einen wegjagte, wenn man zu Nahe des Gitters stand und heute nicht so voll, weil ja keine so prominente Autoren, wie die skandalumwitterte Lisa Eckhart mit ihrer „Omama“ angesagt war, dafür aber ein für die deutsche Ll nominierter Debutant, nämlich Stephan Roiss mit seinem „Triceratops“, der von einem ebenfalls Debutmoderator nämlich Clemens Ruthner vorgestellt wurde.

Der Büchertisch, der von „Thalia“, der ja die Buchhandlung Kuppitsch, die das früher machte, übernommen wurde, stand gleich vor der Bank auf der ich mit dem Alfred Platz genommen habe und Clemens Ruthner lobte in seiner Einleitung das Gemeinsame von beiden vorgestellten Büchern, in denen es, um eine Kindheit beziehungsweise, um eine Familiengeschichte geht und beide Autoren haben auch in Leipzig studiert.

Dann folgte die Lesung aus dem Buch, das mir ja sehr gut gefallen hat und das ich mir auf die deutsche Shortlist wünsche und dann kam die 1976 in Wien geborene serbisch stämmige Sandra Gugic mit ihrem neuen Roman „Zorn und Stille“ und die kenne ich ja auch schon lang.

2008 hat sie bei dem „Exil-Preis- Schreiben zwischen den Kulturen“ gewonnen, da habe ich sie wahrscheinlich auch kennengelernt. D Dann hat sie auf der Sprachkunst zu studieren begonnen, war bei einer der legendären von Angelika Reitzer moderierten „Textvorstellungen“, „Priessnitzpreisträgerin“ ist sie auch, sie hat dann,, wie schon erwähnt auch in Leipzig studiert, ihren Roman „Astronauten“ habe ich gelesen. Er hat mir, glaube ich, nicht so sehr gefallen und in dem neuen Roman geht es auch um eine Geschichte einer aus Serbien stammenden Familie und um eine Tochter, die Fotografin geworden ist, ihren Bruder und ihre Eltern. Sandra Gugic las ein paar Stellen vor. Die Mutter hat, als sie aus Ex- Jugoslawien gekommen ist,, in einer Küche gearbeitet Der Vater geht mit dem Bruder zu einem Würstelstand und füttert dort einen zugelaufenen Hund und als in den Neunzigerjahren der Jugowlawienkrieg ausbrach, läutete bei der Familie das Telefon und sie wurde gefragt, ob sie Serben oder Kroatien wären?

Clemens Ruthner, Sandra Gugic

Clemens Ruthner, Sandra Gugic

Darum rankte sich auch das Gespräch zwischen Moderator und Autorin und am Schluß bedankte sich die Organisatorin Gabriela Hegedüs bei allem für das gelungene Festival und wünschte sich, daß es im nächsten Jahr ohne Corona-Maßnahmen stattfinden wird.

Da bin ich mal gespannt, da und bis dahin lesen, lesen, um so mehr, da ja am Donnerstag die neue österreichische Buchpreisliste bekanntgegeben wurde und da stehen ja einige Bücher darauf, die bei den O-Tönen vorgestellt wurden.

2020-08-27

Veränderte O-Töne

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:56
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Mercedes Spannagel

Mercedes Spannagel

Jetzt war ich drei Mal nicht bei den O-Tönen, weil die Bücher von Josef Haslinger und Lucia Leidenfrost habe ich schon gelesen oder gehört, den Hubert Achleitner hats verregnet und zu der Friederike Mayröcker hätte ich sicher eine Maske gebraucht und als ich es heute wieder probierte, war alles anders, weil die Stühle im Querformat, dort wo früher die Bühne war, war ein Zelt, die jetztige Bühne war schon fast bei den Stiegen, so daß ich auf meiner Bank im Hintergrund zwar sehr gut gehört, aber kaum etwas gesehen und auch keinen Kontakt zu den Besuchern hatte. Das heißt den Andi Pianka, der mir ja vor einer Woche einen Kommentar geschrieben hat, habe ich gesehen und das Programm war aus verschiedenen Gründen sehr interessant und eigentlich zwei Debuts, obwohl das eine viel prominenter und skandalummitterter, als das andere war.

Moderiert und eingeleitet wurde von Daniela Strigl die in etwa zur Begrüßung sagte, daß die beiden Bücher vielleicht nicht ganz jugendfrei wären, dann stellte sie das Buch der Debutantin in der Debutantenschiene, nämlich Mercedes Spannagels „Das Palais muß brennen“ vor und erklärte, daß die 1995 geborene, die Maschinenbau studiert hat, 2019 den „Fm4 Wortlaut-Wettbewerb“ mit einem Mops gewonnen hat und ein Mops namens Marx kommt in dem Buch auch vor, in dem es, um die Tochter einer rechtsradikalen Präsidentin geht, die eben in dem titelgebenden Palais lebt. Der Ton ist frisch und frech, politisch scheint das Buch auch zu sein und das scheint zumindestens auf die zweite Autorin, nämlich die 1992 geborene Kabarettistin Lisa Eckhart, die eigentlich Lisa Lasslberger heißt, auch zuzutreffen, bin ich der doch schon im Netz öfter begegnet und hatte den Eindruck, daß sie sehr provokant zu sein scheint und mich gewundert, daß sie mit ihrem Debut „Omama“ auf dem Programm stand, dann kam der Uli und schrieb einen seiner empörten Artikel, wo er wieder Gott und die Welt beschimpfte, denn Lisa Eckhart hätte in Hamburg bei einem Literaturfestival auftreten sollen, wurde aber, weil Störkrawalle angesagt waren vom Veranstalter ausgeladen.

Ich habe mir dann ein Video angeschaut in dem die junge Frau erklärte, sie wäre eine Kunstfigur und man solle sie nicht damit verwechseln. Nun war es spannend, ob es auch in Wien zu Provokationen käme?

Lisa Eckhart

Lisa Eckhart

Daniela Strigl hat dieses Thema nicht erwähnt, nur, daß Lisa Eckhart Literaturwissenschaften studierte und in der Steiermark aufgewachsen ist. Das Buch das offenbar von ihrer Großmutter handelt, besteht aus drei Teilen. Der erste Teil beginnt 1945, als die russen kommen und die Mutter der Großmutter Helga, deren Schwester unterm Bett versteckt, während die nicht so hübsche Schwester oben draufgesetzt wird.

Der nächste Teil spielt zehn Jahre später. Da hat es die Großmutter in ein Wirtshaus verschlagen und der Staatsvertrag kommt.

Im dritten Teil ist es schon August 1989, wo die Ungarn, die DDRler ausreisen ließen. Da hat die Großmutter ein Busunternehmen, wo sie Pensionisten nach Ungarn bringt, die dort Salami und Sekt einkaufen. Es gibt einen Toten im Bus und ziemlichen Klamauk.

Den Leuten hat es gefallen und der Alfred hat neben der Security, die wieder den Sicherheitsabstand überwachten und alle wegscheuchten, die zu nahe an das Gitter kamen, im Hintergrund ein paar Polizisten entdeckt und außerdem dürften im MQ auch verspätete Festwochen stattfinden. Zumindeste lagen dazu Programme auf und am Gitter gab es Anschläge, die darauf hinwiesen.

2020-07-30

Wieder bei den O-Tönen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:54
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Sebastian Fasthuber, Gunther Neumann

Sebastian Fasthuber, Gunther Neumann

Wieder schönes Wetter, wieder O-Töne, diesmal mit Gunther Neumann und Birgit Birnbacher und diesmal habe ich meinen Platz in einen dieser grünen MQ-Sitzmöbel gefunden, die sind bequemer, als die Bänke, man würde auch besser hören, weil etwas näher am Geschehen, wenn sich nicht am Nebensessel eine Gruppe junger Leute eingefunden hätten, die sich laut unterhielten.

Aber eine gute Stimmung, abgesehen von dieser Eingangsmaskerade und der Seucrity-Überwachung und sehen tut man auch nicht sehr viel, weil ja weit hinter, aber Margit Heumann, die unermüdliche, habe ich wieder getroffen, die mit einer alten Dame, die ich früher immer in der „Alten Schmiede“ gesehen habe und die einmal auch zu mir zu einer Lesung gekommen ist und nachher beim Weggehen, die Christa U. meine Hauptschulkollegin, die auch ein Corona-Opfer geworden ist, weil Hüft-Op leider verschoben.

Sebastian Fasthuber moderierte und stellte den späten Debutanten, den in Linz geborenen Gunther Neumann vor, der lange in leitenden Funktionen tätig war und offenbar in seiner Pension seinen ersten Roman „Über allem und nichts“ geschrieben hat, in dem es um eine Flugbegleiterin geht, die Bauch beziehungen zu zwei Männern hat.

Dann folgte, die mir schon besser bekannte, 1985 geborene Birgit Birnbacher, der Debut „Wir ohne Wal“ ich gelesen habe, die Soziologin, die im Vorjahr den „Bachmannpreis“ bekommen hat und von Sebastian Fasthuber gebobt wurde, daß sie von einem Beruf und nicht nurvon einer Schreibschule hergekommen ist.

Sebastian Fasthuber, Birgit Birnbacher

Sebastian Fasthuber, Birgit Birnbacher

Nun die Schreibschulen-Autoren sind ja eher etwas Neues, denn als ich zu Schreiben begonnen habe, hat es noch kaum solche gegeben. Das Interessante an Birgit Birnhacher ist aber, daß sie in einer sehr schönen Sprache soziale Themen erzählt, die man bei den Schreibschulabsolventen vielleicht nichtmso einfach findet, geht es doch in „Ich an meiner Seite“ um einen Arthur, der ein Straftäter ist und Birgit Birnhbacher erzählte in Gespräch auch, daß es dazu ein Vorbild gab, das sie lange suchte und das sie dann fiktionalisierte.

Interessant interessant, mit „Wir ohne Wal“ habe ich ja nicht so viel anfangen können, der „Bachmannpreisrext“ hat mich schon mehr angesprochen und auch die Textausschnitte, die sie gelesen hat, erscheinen mir sehr interessant.

Mal sehen ob das Buch einmal zu mir kommt oder ob es vielleicht auf einer der Buchpreislisten steht, schreibe ich wieder und Isabella Straubs „Im Schatten des Windrads“, die, glaube ich, 2015 bei den O-Tönen gelesen hat, wo ich wegen meiner Sommerfrische wegen auf meinem MQ-Möbel saß, den Einzug der Maskierten beobachtete und auf die Veranstaltung wartete.

2020-07-23

O-Töne von hinten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:56
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Publikum

Publikum

Heute also schönes Wetter für die O-Töne und so bin ich, weil ich vorher noch mit dem Alfred zum Beziksamt gegangen bin, um die Unterstützungserklärungen für die KPÖ auszufüllen, kurz nach halb sieben im MQ eingetroffen.

Die Bank auf der ich letzte Woche kurz gewartet habe, war leer. Vor dem Eingang, die Sitzreihen sind jetzt ja mit Absperrbändern und Absperrgittern umrundet und davor maskierte junge Leute mit Security- Leiberl, standen schon ein paar Leute.

Ich stellte mich kurz dorthin, verschwand aber wieder auf die Bank, als ich sah, Eintritt nur mit Maske. Auf den Plakaten stand zwar immer noch „erwünscht“, neben den Hinweisen bezüglich Desinfektion und Abstand halte und begann weiter in Bernhard Schlinks „Abschiedsgeschichten“ zu lesen.

Langsam füllten sich die Reihen, maskierte und unmaskierte Leute schwirrten herum, der Alfred kam und umrundete das Gelände, berichtete, Margit Heumann und Christa U. säßen schon drinnen, ein paar „Alte Schmiede-Stammbesucher“ tauchten auch noch auf, dann begrüßteGabriela Hegedüs, erzählte etwas von Wohlfühlen und Bequemlichkeit und davon, daß man nun die Masken abnehmen dürfe.

Florian Baranyi, Dominik Barta

Florian Baranyi, Dominik Barta

Ich fand das ganze ein bißchen ein bißchen unwirklich,, wie den dystpischen Roman, an dem ich gerade schreibe oder die, die dort ja oft gelesen wurden, die Schlange der maskierten Menschen, die an der Security vorbei eingelassen wurden.

Daß die Sitze im Schachrettmuster geordnet waren, habe ich schon das letzte Mal gesehen und an den Sackerln, die ja wieder ausgeteilt wurden, hing, erkärte Gabriela Hegedüs das Tracing-Kontaktformular, das man diesmal, weil im Freien, nur freiwillig ausfüllen sollte. Dafür gab es eine Pause, dann erschien der mir unbekannte Moderator Florian Baranyi und stellte das Debut von Dominik Bartas „Vom Land“ vor. Hinten auf der Bank und vor dem Restaurantgarten, sah und hörte man ein bißchen schlecht, so stellte mich vor das Absperrgitter und das Buch habe ich ja irgendwann im April gefunden, als ich noch mitten im Shutdown zum Bücherschrank, Briefkasten und Plastikflaschencontainer ging.

Es handelt offenbar von einem Paar am Land und der 1982 in Grieskirchen geborene Autor las eine Stelle, wo es für achtzig Euro zu einem Wunderheiler geht, weil die Frau nicht schlafen kann, der Mann ist damt unzufrieden, die Frau packt aber ihre Koffer und geht auf seinen Rat auf Reisen.

Florian Baranyi, Valerie Fritsch

Florian Baranyi, Valerie Fritsch

Dann kam Valerie Fritsch, der Shootingstar aus Graz mit dem neuen Buch „Herzklappen von Johnson & Johnson“, das von einem Großvater und seinen Kriegserfahrungen, einer Alma und ihrem schmerzunempfindlichen Sohn Emil handelt und ich muß sagen, obwohl mir „Winters Garten“ ja nicht so gefallen hat, daß die ja noch sehr junge Frau wirklich eine schöne Sprache hat. Ich habe mir viele Sätze in mein Notizbuch aufgeschrieben und dazwschen beobachtet, wie einige der Besucher ihre Plätze verließen. Ging man nur aufs Klo bekam man einen Stempel und die Security stand das ganze überwachend mit Maske herum. Sie ließen aber auch neue Leute herein und eine junge Frau sagte zu mir, ich könne das auch und das hat dann auch ohne Maske geklappt.

Valerie Fritsch las drei Stellen, dazwischen gab es ein Gespräch mit dem Moderator und neben der Schmerzunempfindlichkeit scheint ein Thema auch das Schweigen zu sein, das die Kriegsgeneration ihren Kindern und Enkel vererbte. Dazu fragte der Moderator, die 1989 Geborene, wie das denn sein könnte und ich dachte mir, wie kann sie dazu eine Antwort geben, war sie ja gerade drei Jahre alt, als die Waldheimdebatte losbrach und war befriedigt, daß sie genau das antwortete.

Security

Security

Manche Moderatoren denken offenbar nicht sehr nach und stellen sterotype Fragen. Ein thema scheinen aber auch die Fotos zu sein, Valerie Fritsch arbeitet ja auch als Fotografin und reist sehr viel herum, so hat sie Orte, wo der Großvater im Krieg war, bereist und in dem Buch scheinen offenbar auch Fotografien zu sein. Die habe ich mir nicht angeschaut, Gabriele Hegedüs wies aber nach der Lesung auf die Möglichkeit des Signierens hinter Plexiglas hin und da kann man wieder „Seltsam, seltsam!“, denken und die Frage, warum im Freien zu seinem Platz mit Maske gehen muß, während man sie drinnen nicht braucht und auch im Haupthof draußen nicht, ist wahrscheinlich nicht so leicht zu beantworten und morgen gibts es ja die Maske an allen öffentlichen Orten, wo man hingehen muß, also Lebensmittelhandel, Post und Bank, während man sich weiter in Lokale setzen und Kleider, Möbel, etcetera kaufen kann, damit die Wirtschaft nicht zusammenbricht.

Seltsam, seltsam und ich bin schon gespannt auf die nöchste Woche, wo Birgit Birnbacher, die „Bachmann-Preisträgerin“ vom letzten Jahr und Günther Neumann ihre Bücher vorstellen.

Mal sehen, ob es regnet oder ob ich wieder der Veranstaltung von hinten beiwohne? Die letzten Jahre bin ich ja immer extra früh gekommen, um ganz vorne einen Platz zu haben, wo man bestimmt besser sieht, aber hören kann man, wenn man sich an das Absperrgitter stellt, ganz gut.

2019-12-01

Keine Angst bei den Fried-Tagen

Jetzt geht es gleich zum nächsten Festival, von der „Alten Schmiede“ ins Literaturhaus, vom „Utopischen Raum“ zu den Strategien der Angstüberwindung, was eigentlich ein sehr ähnliches Thema und in Zeiten in diesen, wo wir ja von der Angst gebeutet werden, äußerst wichtig ist.

Es gibt in in Österreich eine „Erich Fried-Gesellschaft“, die sich den Werken Erich Frieds widmet, den „Fried-Preis“ vergibt und jedes zweite Jahr finden im Literaturhaus auch die „Erich Fried-Tage“ statt.

Symposium hat es, glaube ich, unter Heinz  Lunzer noch geheißen und hat sich da der „Exilliteratur“ gewidmet.

Jetzt ist es international geworden und das heurige Thema lautet, wie schon erwähnt „Keine Angst“, was für eine sehr politische denkende Psychologin und Psychotherapeutin, die sich schon seit jahren mit den gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigt, natürlich besonders interessant ist und heuher gibt es auch ein Novum, nämlich eine Ausstellung zu diesem Thema und zwar wurden da zwanzig Mitglieder der Gesellschaft, man kann da ja nicht beitreten, sondern wird ausgewählt und eingladen, ein Objekt oder einen Text zu diesem Thema zu verfassen..

So hat sich Elfriede Jelinek  mit den Angststörungen beschäftigt, Ursula Seeber, die früher die Exilliteratur im Lithaus leitete, mit dem Exil, etcetera und Robert Schindel der derzeitige Präsident und Friederike Mayröcker, die grande dame, die demnächst ihren fünfundneuzigsten Geburtstag feiert haben Texte gelesen, da habe ich seit lange wieder einmal Christel Fallenstein gesehen.

Am Dienstag gab es die feierliche Eröffnungsreden und Begrüßungen von Robert Huez und Anne Zauner, die die Tage kuratierte und dann die Key Note von Aminatta Forna, das ist eine 1964 in Glaskow geborene Schriftstellerin, die eine schottische Mutter und einen Vater aus Sierra Leone hat, so das sie ihre Kindheit dort verbrachte und 2002 mit ihrem Memoir „The devil  that danced on the water“ bekannt oder berühmt wurde, in dem sie ihre Kindheit beschreibt.

Ihr  Vater, ein Arzt, war politisch tätig, wurde zuerst Finanzminister, später hingerichtet und ider Titel ihres Vortrags hieß „Why the world needs  new Stories“, wo es um die narrative Indentität und das Neuschreiben der Geschichte geht, was fürchte ich, da es die Rechtem ja auch betreiben, vielleicht gar nicht so ungefährlich ist, wenn die dann beispielsweise den Linken, den Holocaust in die Schuhe schieben wollen oder den Klimawandel leugnen.

Am Mittwoch ist es offensichtlich mit dem Verlesen der „Angstkärtchen“, die man an das Literaturhaus schicken konnte „Wovor haben Sie keine/Angst?“, weitergegangen und dann präsentierten Rainer Merkel und Claudius Lazzeroni ihre „Angstmaschine“, die sie für die  Veranstaltung konstruierten und die auch in der Ausstellung zu sehen ist.

Dann wurde es interessant, denn dann kam erstmals in Österreich, die 1982 in Damaskus geborene Dima Wannous, die in London lebt und präsentierte im Gespräch mit Peter Zimmermann ihren Roman „Die Verängstigten“, der in Syrien nicht erscheinen darf und in dem eine junge Frau einem Arzt und Dichter ihre Geschichte erzählt.

Die 1963 in Jamaika geboroene und in den USA lebende Claudia Rankine ist, glaube ich, auch das erste Mal in Österreich, sie präsentierte „Citizen – An american lyrik,“ wo es um den Alltagsrassismus, die Frage der weißen Privilegien, Diskriminierung und Gewalt geht, die anhand von Texten und Bildern präsentiert wurden.

Am Donnerstag gab es dann um halb fünf die Preisverleihung des Literaturwettbewerbs, den es zu diesem Thema für Schüler wieder gegeben habe. Den habe ich versäumt, so daß ich erst Teresa  Präauer die „Fried-Preisträgerin“ von 2017 mit ihrem Ausstellungsbeitrag, der sehr interessant war, hörte, hat sich doch auf einem Flohmarkt einmal eine Schachtel gefunden und in dieser war eine ganze Anzahl von Heiligenbildchen, die von 1920 bis 1980 datiert waren, etwas, wo mich  Geschichte der Besitzer sehr interessieren würde. Zeitgeschichtliche Betrachtungen gibt es auch dazu, war doch 1938 der passende Bibelspruch „Möge dieser Kelch an uns vorübergegehen!“, hat nicht ganz geklappt und dann ging es in den Krimiabend und wieder lauter österreichische Erstaufführungen.

Begonnen hat es mit dem Iren John Connolly, der allerdings noch nicht auf Deutsch übersetzt sein dürfte, so hielt er eine Rede, wo es um die Angst im Schreiben ging und der letzte Satz lautete „Die größte Angst, die wir haben sollten, ist die vor uns selbst!“

Stimmt nicht so ganz denke ich, aber statt einem Krimi hat es dann von John Connolly eine Tasche und eine Hörspiel-CD gegeben und der nächste Krimiautor war auch sehr interessant, interessiere ich mich ja sehr für die nichtdeutschsprachige Schweizer Literatur und bin da weder in Basel, noch in Bern und Zürich und auch nicht wirklich in Genf und Locarno fündig geworden, aber der 1969 in Lausanne geborene Joseph Incardona ist mit seinen Krimis vor allem in Frankreich berühmt geworden.

Jetzt wurde einer im „Lenos-Verlag herausgebracht, der „Asphaltdschungel“ heißt. Auf der Autobahn spielt, wo einmal ein Kind entführt wurde. Jetzt lebt der Vater, um den Täter auf die Spur zu kommen dort, während sich die Mutter ins Koma trinkt und ihren Schmerz durch Masturbieren zu vertreiben versucht.

Dann wurde es koreanisch, obwohl laut Jeong Yu-jeong einer koreanischen Krankenschwester, die Koreaner gar keine Krimis mögen. Sie hat sich auch bei elf Literaturbewerben oder so beworben, bis es zum Durchbruch kam und der „Der gute Sohn“ ist, wahrscheinlich auch kein richtiger Psychothriller, weiß man da ja schon von Anfang an, wer der Täter ist und es wird eine schwierige Mutter-Sohn-Beziehung geschildert.

Am Freitag ist es dann endlich mit Erich Fried weitergegangen, beziehungsweise mit einem Übersetzungsprojekt, wo Frieds Angstgedichte in, glaube ich, achtzehn Sprachen übersetzt und auf der Bühne die französische, italienische, persische und norwegische Übersetzung präsentiert wurde. Dann kam Kathrin Röggla mit einem Text, der die Angst im Flugzeug vor einem möglichen Terroranschlag thematisierte und danach  zum Thema „Angstmache“ Jörg Ulrich Albig mit seinem Roman „Zornfried“, der die neuen Rechten thematisierte, sowie Sherko Fatah mit „Schwarzer September“, wo es um eine Terrorgruppe geht, die den jordanischen Premierminister in den Siebzigerjahren ermordete, die unter der Leitung von Wolfgang Popp mit der 1991 geborenen Extremismusexpertin Julia Ebner diskutierten.

Um neunzehn Uhr dreißig wäre Josef Haslinger gekommen, da bin ich aber schon zur Poet-Night ins Siebenstern gegangen, obwohl ich dort erst um halb elf gelesen habe, aber mit einigen Leuten dort verabredet war.

Am Samstag ist nach dem neuen Konzept Comic-Tag, ob das  Erich Fried freuen oder interessieren würde, weiß ich nicht. Das Literaturhaus ist dann jedenfalls sehr voll und nach der Lesung bzw. dem Gespräch stauen sich  die Schlangen vor dem Signiertisch, ich finde es auch sehr interessant und habe auch erst vor kurzem ein Buch gefunden, das vor zwei Jahren sehr promotet wurde.

Jetzt war zuerst die 1987 in Jena geborene Olivia Vieweg mit ihrem Zombie-Novel „Endzeit“ daran,  erzählte  von ihrem Studium, den Workshops, die sie besuchte und zeigte Fotos ihren Arbeitsplatz.

Dann ging es nach einer längeren Pause, nach Kanada, beziehungsweise zu der Kanadierin Emily Carroll, die sehr lustig war und viel lachte, obwohl sie  Horror-Comics zeichnet und am Schluß nach wieder einer langen Pause, wo ich mich mit dem Fried-Gesellschaftsmitglied Karin Ivancsics  unterhielt und Robert Huez meine „Magdalena Kirchberg“ gab, die ja auch im Literaturhaus spielt und da der Leiter die Lesung der Maria Mattuschek einleitet, Joe Sacco und Chris Ware beide aus der USA die sich mit Thomas Ballhausen, der offenbar nicht nur Film, sondern auch Comic-Spezialist ist unterhielten und ihre Bilder zeigten.

Am Sonntag gab dann die Preisverleihung, die seit 1990 zum dreißigsten Mal vergeben wird. Damals war Chrstoph Hein der Preisträger, Hans Mayer war der Laudator. Jetzt war der Christoph Hein. Es gibt da nur immer einen, der den Preis an Steffen Mensching vergab, der 1958 in Ost-Berlin geboren wurde, Theaterindentant ist und den Roman „Schermanns Augen “ geschrieben hat, der sowohl in Wien, als auch in einem Gullag handelt.

Es gab die üblichen Begrüßungsreden. Der Musikbeitrag stammte von Hans-Eckhardt Wenzel, den ich schon einmal bei den „Kramer-Preisverleihungen“ hörte und der mit Steffen Mensching befreunded war und mit ihm einmal in Ostberlin bei einer Fried-Lesung war und dann von ihm noch zu einem Gespräch in sein Hotelzimmer eingeladen wurden. Steffen Mensching erinnerte in seiner Dankesrede daran und las auch ein Gedicht, das aus dem Buch stammte, das ihm Fried damals schenkte.

Danach gabs Sekt zum Anstoßen und Gespräche und hiermit sind die „Erich Fried-Tage“ mit dem Thema Angst vorbei.

2019-11-10

Von der Buch-Wien zur Buch-Basel

Schaufensterlesung

Schaufensterlesung

Eröffnung

Eröffnung

Die „Buch-Basel“, dort wo der „Schweizer Buchpreis“ vergeben wird, den es schon länger als den österreichischen gibt, war eigentlich immer mein Sehnsuchtsort.

„In der Pension fahre ich dann mal hin!“, hat der Lehrer, den ich früher immer in der „Alten Schmiede“ traf, zu mir gesagt, als ich davon erzählte und ich dachte, das wäre doch eine gute Art Urlaub zu machen oder das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

In der Scheiz dieses sehr teuere Sehnsuchtsland, bin ich in den letzten zwei Jahren eher zufällig relativ oft gewesen, sind wir doch zu Ruth siebzigsten Geburtstag mit ihr um den Bodensee gefahren, 2018 haben wir einen Schweiz Urlaub gemacht.

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzer

Radio X in der Clara

Radio X in der Clara

„Wo willst du hin?“, hat der Alfred mich gefragt.

„Nach Zürich, Genf und Bern!“, habe ich geantwortet und das Basel dabei ganz zufällig ausgelassen. Im Sommer gibt es aber ohnehin keine „Buch-Basel“, die ich eigentlich für eine Schweizer Buchmesse, als Pendant zur Buch-Wien gehalten habe.

Das Jahr 2019 also das große Schweizjahr im Sommer zehn Tage beim Filmfestival in Locarno, Kultur also pur und im November, die „Buch-Basel“, die ja obwohl sie keine Messe, sondern ein Literaturfestival ist, einen entscheidenden Nachteil hat, sie ist zeitgleich mit der „Buch-Wien“, also entweder oder und dann ersetzt sie mir heuer das literarische Geburtstagsmest.

Das mit der Gleichzeitigkeit war dann nicht ganz so arg, denn das Literaturfestival „Buch-Basel“ ist kürzer, als die „Buch Wien“, findet erst am Freitagabend mit der Eröffnung und dann an dem anschließenden Wochenende mit dem Höhepunkt am Sonntagvormittag im Theater Basel mit der Preisverleihung.

Das war auch nicht so ganz richtig, ein paar Veranstaltungen waren, genau wie in Locarno schon vor der Eröffnung, die am Freitag stattfand, so war ich bei der Eröffnung der Buch Wien und zwei Tage vorher schon bei der Verkündung des österreichischen Buchpreises und am Donnerstag auf der Messe.

Da bin ich mit dem Alfred in der Früh mit der schwarzen Reisetasche hingefahren. Zu Mittag haben wir uns zum Essen getroffen und da ist ihm eingefallen, daß wir, da die Messe um sieben aus war und der Nachtzug nach Zürich erst um halb zehn vom Hauptbahnhof abfuhr, Zeit haben, die sehr volle schwere Tüte, in der sich ja einige Leseproben und die zwei Bücher, die ich als Bloggerin bekommen habe, in die Krongasse zu tragen und sie nicht nach Basel mitzuschleppen, noch dazu wo ja nicht so ganz klar ist, mit wievielen zusätzlichen Büchern ich zurückkommen werde.

Gegen den Hass

Gegen den Hass

Dana Grigorcea im Gespräch

Dana Grigorcea im Gespräch

Mit dem Nachtzug also, ich bin schon lange nicht mehr mit einem solchen gefahren und eigentlich fahre ich überhaupt sehr selten Zug. Früher war das anders. Da bin ich ja einige Jahre von St Pölten nach Wien gependelt und noch viel früher als Studentin habe ich öfter mal einen Nachtzug genommen, um nach Amsterdam zum Frans, nach Hamburg, Kopenhagen, etcetera zu fahren.

Jetzt also seit langem wieder und ohne Schlaf- oder Liegewagen ist das wahrscheinlich ein wenig schwierig, obwohl ich schlaflose Nächte ja gewohnt bin und sie mir auch nicht so viel machen. Ich erinnere nur an die Zeiten wo es das „Rund um die Burg“ in seiner ursprüglichen Form noch gegeben hat.

Ich habe aber nicht viel geschlafen, in dem Abteil, wo außer uns noch ein Paar war, das offenbar nach Feldkirch umgezogen ist, jedenfalls einen Teil seiner Möbel und große Taschen mitschleppte.

Um acht Uhr zwanzig in Zürich angekommen. Da habe ich noch vorher eine Szene meines „Nanowrimos“ geschrieben, damit ich doch nicht so aus dem Fluß herauskomme, in den Zug nach Basel umgestiegen, dort gefrühstückt, Cafe latte mit Croissant und dann zum Hotel gegangen. Das man leider um zehn noch nicht beziehen konnte, also nur die Tasche abgestellt.

Das Volkshaus, wo ein Teil des Festivals stattfindet, befindet sich in der Nähe. Wir haben aber nur kurz hineingeschaut, da das Programm erst am Abend, beziehungsweise Nachmittag begann, in die Stadt gegangen, die sehr schön ist mit sehr schönen alten Häusern, direkt am Rhein in einer Pizzeria mit Blick am See Mittag gegessen und in zwei Buchhandlungen sind wir auch gegangen.

Zuerst zu „Orell Füssli“, dort habe ich, während ich auf den Alfred gewartet habe, das „Buch- Wien-Programm“, das ich noch in der Tasche hatte, durchgeblättert, um zu sehen, was ich versäume und mir dann schon parallel dazu das Programmheft der Buch Basel vorgenommen.

Club der ungelesenen Bücher

Club der ungelesenen Bücher

Bücherschrank am Wettsteinplatz

Bücherschrank am Wettsteinplatz

Die zweite Buchhandlung war die Partnerin des Festivals, also die, die am Abend die Bücher dort verkaufte und in der Buchhandlung lagen die Schweizer Buchpreisbücher und die Programme auf. Tickets konnten auch gekauft werden, aber ich holte mir den Festival um cicra vier beim Festival ab. Vorher habe ich ein bißchen korrigiert und geschlafen und dann wollten wir uns eigentlich die Ergebnisse anschauen, die Gianna Molinari, ich glaube die Vorjahrs-Schweizer-Buchpreisgewinnerin, zumindest war sie nominiert, mit einer Schreibwerkstatt geschaffen hat. Die haben wir dann aber nicht gefunden. So ging es zu einer Schaufensterlesung, wo und das finde ich originell, als kleiner Teaser für das Festival fünf Autoren, ich glaube hauptsächlich Debutanten, zehn Minuten aus ihrem Werk gelesen haben, das sie dann in den nächsten Tagen noch genauer vorstellten.

Ein paar Stühle waren vorsorglich mit Decken versehen auf der Straße vor dem Kaufhaus aufgestellt. Die Autoren saßen im Schausfenster und die erste war Guila Becker mit „Das Leben ist eines der härtsten“ ein Buch das ich gelesen habe, mir aber nicht so gefallen hat. Kristin Höller, Yael Inokai und  Guy  Krneta folgten. Die Letzte wäre, höre und staune Angela Lehner gewesen, was natürlich die Frage aufwirft, wozu fahre ich nach Basel, wenn ich da die Leute treffem, die ich vorher schon auf der „Buch-Wien“ gesehen habe?  Aber natürlich, die „Buch -Basel“ ist ein internationales Literaturfestival, während ich ja eigentlich um mein Schweizer Literaturwissen zu vertiefen hergefahren bin, hatte auch drei der Schweizer Nominierten in der Tasche, weil ich den ja “ Schweizer Buchpreis“ lese und ein paar andere Schweizer Bücher warten auch auf mich.

Sibylle Berg

Sibylle Berg

Jazzchor und Franz Hohler

Jazzchor und Franz Hohler

Je zehn Minuten hätten die Jungautoren lesen sollen, nach der dritten war es aber schon dreiviertel sechs und um halb wurde das Volkshaus geöffnet, so sind wir vorsorglich gegangen, was sehr gut war, weil wir da schon nur weit hinten Plätze bekamen.

Katrin Eckert, die Festivalintentanten eröffnete und gab bekannt, daß leider leider die Festvalrednerin Olga Tocartczuk wegen dem „Nobelpreis-Trubel“ abgesagt hat und statt ihr Carolin Emcke die Eröffnungrede halten würde, was klar ist, denn als Herta Müller, die auch auftreten soll, den „NP“ bekommen hat, hötte sie auch bei der „Literatur im Herbst“ auftreten sollen und ist nicht gekommen.

Vorher gab es aber noch ein paar weiter Teasers als Vorgeschmack auf das Programm, was ich sehr spannend finde, ein Schwerpunkt des Festivals ist das Thema „Zukunft jetzt“ dazu stellte Carolin Emke die „Friedenspreisträgerin des deutschen Buchhandels von 2016“ ohnehin ihr neues Buch vor, es gibt aber auch eine junge wilde Schiene, die Kostproben gab und eine musikalische Untermauerung vonYves Neuhaus gab es auch.

Dann gab es  den Apero wie das in der Schweiz so heißt und ich ließ mir von Alfred zum Geburtstag Eugen Ruges „Metropol“ kaufen, ein Buch auf das ich schon lage scharf bin und nachher hatten wir uns zu entscheiden, ob wir zu Caroline Emcke oder Thomas Hürlimann wollten, eine Wahl die mir schwer fiel, weil mich ja beides interessierte, aber Caroline Emckes Buch zur „Me to Debatte „Ja heißt ja und..“ war sicher interessant und wir haben die Diskussion mit Thomas Strässle auch sehr genossen.

Am Samstag hatte man dann die Qual der Wahl, denn mehrere Veranstaltungen gleichzeitig und so konnte man sich zwischen Lesungen der fünf Buchpreisnominierten, was ich eigentlich tun wollte und vielen anderen kleineren oder größeren Schwerpunkt- und anderer Events entscheiden.

Eric Facon, Dror Mishani

Eric Facon, Dror Mishani

Herta Müller im Gespräch

Herta Müller im Gespräch

Leider stimmte das Programm nicht immer und so wurde schon die erste Schweizer Buchpreislesung Alain Claude Sulzers „Unhaltbare Zustände“ in einen der oberen Säle verlegt und das Buch, das ich mir auch in die Schweiz mitgenommen habe, ist sehr interessant. Es berichtet von den Veränderungen, die einen Schaufensterdekorateur 1968 passieren und dann hätte Ivna  Zic lesen sollen, deren Buch ich bereits besprochen habe. Deshalb haben wir uns entschlossen essen zu gehen, in ein „Klara“ genanntes Lokal, in dem es nicht nur sechs Foodstationen, sondern auch das Radio Programm der „Buch-Basel“ gab. Also wieder etwas Neues gesehen.  Dann kam Sybille Berg mit ihrer Lesung dran, die ich schon in Wien hörte und dann hätte eigentlich Tabea Stein im Festsaal folgen sollen. Es wurde aber über über Bastian Berbners Buch „Gegen den Hass“ diskutiert, in dem er Beispiele von Leuten beschreibt, die dadurch, daß sie Flüchtlinge persönlich kennenlernten, ihre Vorurteile überwunden haben.

Dann war die Wahl zwischen Simone Lippert, deren Buch ich gerade begonnen habe und Dana Grigorcea mit der ich ja einmal im Schiff von Bratislava nach Wien gefahren bin, die hätte eigentlich Hana Abbas vorstellen sollen.

Es war  aber das Gespräch über das Buch von Asije Mujgan Güvenli einer schweizer-türkischen Autorin, die in der Türkei einige Jahre im Gefängnis gesessen ist und jetzt ein Buch auf türkisch darüber geschrieben hat, in dem sie versuchte, die positiven Seiten dieser Zeit darzustellen. So haben sich die inhaftierten Frauen mit Musik beschäftigt, Lieder gesungen oder einander Filme erzählt und interessant dabei war auch, daß ich im Publikum Elisabeth Wandeler-Deck gesehen habe, die ich ja von der „Alten Schmiede“ kenne.

Danach war eine kleine Pause, den wir für einen Gang zu einem offenen Bücherschrank nützen, um auch diesbezüglich etwas zu tun und da habe ich mir und das ist auch sehr interessant, drei Schweizer Bücher herausgesucht, nämlich Thomas Hürlimanns „Fräulein Stark“, der auch beim Festival gelesen hat, dann Hansjörg Schneider „Das Paar im Kahn“ und Alex Capus „Leon und Louise“ von dem ich allerdings nicht sicher bin, ob ich es nicht schon habe und der Alfred hat mir noch Franz Hohlers „Päckchen“ gekauft, so daß ich meine Schweizer Bibliothek wieder etwas aufgefüllt habe, dann gings zu einer interessanten Veranstaltung zu einem interessanten Ort, nämlich zu einer Velo-Werkstatt die sich „Obst&Gemüse“ nennt und dort wurde der „Club der ungelesenen Bücher“ vorgestellt. Vorher hat es eine andere Veranstaltung gegeben, wo auch eine Bekannte nämlich Eva Schörkhuber, die ich vom Volksstimmefest kenne, gelesen hat und bei dieser Veranstaltung wurde zuerst ein Buch von Gion Mathias Cavelty vorgestellt, das „Endlich Nichtleser“ heißt, in dem er sich sehr gegen das Lesen ausspricht.

lick auf Basel

Blick auf Basel

Dann wurden drei Experten, nämlich Thomas Strässle, der ja im Schweizer Literaturclub auftritt, eine Bloggerin namens Anette König und Stephan Bader vom „Literarischen Monat“ zu ihrem Leseverhalten befragt und dann sollten sie ein Buch, nämlich der des 1989 geborenen Juan S Guse, der argentinischer Abstammung ist „Miami Punk“, das sie nicht gelesen haben, besprechen und dann wurden sie noch danach gefragt, welches Buch sie nicht gelesen haben?

Interessant, interessant und sehr erfrischend einmal ein anderer Einblick in das Literaturgeschehen, wo man ja immer hört, daß man lesen und lesen soll, die Leute es dann aber doch nicht so tun.

Am Sonntag ist es  zur Veleihung des „Schweizer Buchpreises“  ins Theater Basel gegangen, im Gegensatz zum „Österreichischen Buchpreis“ und wahrscheinlich auch zum deutschen war die Veranstaltung kostenlos und öffentlich zuggängig und ansonsten ähnlich zu den beiden anderen gestaltet. Beim „Schweizer Buchpreis“, der seit 2008 existiert, gibt es nur eine Shortliste und die bestand bekanntlich heuer aus Sibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Zic und die fünf Nominierten wurden und das ist vielleicht ein Unterschied zu Österreich jeweils von einem Jury-Mitglied vorgestellt. Filmchen gab es keines, dafür eine Lesung des Buchanfangs und sehr angenehm habe ich empfunden, daß jedes Mitglied seinem Autor zur Nominierung gratulierte.

Dann wurde es spannend, obwohl Alfred schon seit einigen Tagen Sybille Berg den Gewinn voraussagte. Ich hätte noch Simone Lappert und Alain Claude Sulzer zusätzliche Chancen zugeschrieben und den beiden anderen eher nicht.

Aber wenn man die Vorjahrslisten anschaut, haben da öfter auch Debutanten gewonnen und das war es auch, was der Jurysprecher Manfred Papst betonte, daß es um das Buch und nicht um das Gesamtwerk geht, aber trotzdem Sybille Berg war die Gewinnerin, die überrascht tat oder es vielleicht auch war nachher gab es den Apero, also Wein und Sekt und kleine Häppchen. Ich ließ mir das Buch von Simon Lappert signieren, das ich gerade lese und es  in der Tasche hatte und erlebte eine Überraschun, als ich eine Stammbesucherin der „Alten Schmiede“, die auch einen Wohnsitz in Basel hat, traf. Mit ihr haben wir uns am Nachmittag im Volkshaus verabredet, denn da gab es noch einige Veranstaltung.

Zuerst wurde der Schweizer Schriftsteller Franz Hohler, von dem ich mir ja ein Buch kaufen ließ, verjazzt. Das heißt, der Jazzchor Basel sang zu seinen Texten. Dann wurde ein Krimi aber auch Liebesbuch  von Dror Mishani, einem israelischen Autors, namens „Drei“ vorgestellt und am Schluß kam Herta Müller, die „Nobelpreisträgerin“ von 2009 und erzählte von den Erfahrungen die sie in der rumänischen Diktatur machte, wie sie einen prägt und zeigte anschließend ihre Collagen, die ihr Freiheit gaben. Sie sprach da von einem „Wortbesitz“ den es  in Rumänien nicht gab und ich dachte, daß es interessant wäre Sibylle Berg und Herta Müller über die derzeitigen Zustand in Deutschland, es gibt ja Leute die behaupten, man lebt dort schon in einer Diktatur und könne nicht mehr seine Meinung sagen, zu einer Diskussion zusammenzubringen.

Das war dann die „Buch-Basel“, neue Bücher, überraschende Begegnungen, spannende Einsichten, obwohl ich sicher viel und vor allem auch einen großen Teil der „Buch -Wien“ versäumte, die inzwischen schon zu Ende gegangen ist.

2019-07-25

Schon etwas Bekanntes bei den O-Tönen

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Klaus Kastberger, Eva Woska-Nimmervoll

Klaus Kastberger, Eva Woska-Nimmervoll

Das heutige Debut bei den O-Tönen, Eva Woska-Nimmervolls „Heinz und sein Herrl“, habe ich nicht nur schon bei den „Wilden Worten“ gehört, ich habe es sogar schon gelesen, während mir das dritte Buch der Hauptleserin Laura Freudenthaler, deren Debut ich, glaube ich, schon bei den O-Tönen hörte, „Geistergeschichte“ unbekannt war.

Ich habe zwar schon einige Rezensionen darüber gesehen und Klaus Kastberger, der beide Veranstaltungen moderierte, sagte auch, es wäre in der Presse gut aufgenommen worden.

Ich habe auch die Zeit, während ich auf die Veranstaltung wartete und mich dabei nicht mit Christa U., der regelmäßigen Stammbesucherin unterhielt, mit dem Lesen eines anderen Buches, das in drei Wochen, auch im Boule-Hof, wenn wir schon aus der Schweiz zurück, aber das Wochenende in Harland verbringen werden, vorgestellt wird, nämlich Robert Prossers „Gemma Habibi“, wo es um Syrien und das Boxen geht, vertrieben.

In Eva Woska-Nimmersvolls Debut geht es dagegen, wie Klaus Kastberger einleitete, um den Gemeidebau, deshalb wurde es, glaube ich, zum Jubiläum derselben dort vorgestellt und, um Hunde, beziehungsweise, um einen Hund, den oder die Klaus Kastberger nicht mag, während es bei Lauras Freudethalers „Geistergeschichte“, Roman, steht drauf, obwohl es vielleicht gar keiner ist, erläuterte der Moderator, um eine Katze geht, die es vielleicht auch nicht nicht wirklich gibt und den Geistern, die der Geschichte den Titel geben, zuzuordnen sind.

Laura Freudethaler

Laura Freudethaler

Die 1984 in Salzburg geborene Autorin, die dort und in Wien Germanistik studierte, was sie, wie sie Klaus Kastberger verriet, einige Zeit am Schreiben hinderte, hat die Tradition, der Geister in der Literatur, Geister und nicht Gespenster, wie sie betonte, wieder aufgenommen und durch berühmte Wände wird dabei auch gegangen, beziehungsweise scheinen, die eine gewisse Rolle zu spielen.

Es geht um eine Klavierlehrerin namens Anne, die ein Sabbatical nimmt, um ein Buch zu schreiben, die ist mit einem Mann namens Thomas verheiratet, der sie offenbar mit einem Mädchen betrügt, das als Geistin oder auch nicht in der Wohnung der Beiden herumgeistert.

Laura Freudenthaler hat im Gespräch mit Klaus Kastberger dann noch erläutert, daß man das sehr wohl als Psychose, Paranoia, oder Depression bezeichnen könnte, wenn man es so will, aber nicht muß und Klaus Kastberger betonte auch noch die Form in der das Buch geschrieben ist, die seines Wissens nach einzigartig ist.

„Lesen oder kaufen und signieren lassen!“, hat er noch geraten. Ich habe das nicht getan, obwohl mich das Buch interessierte und mir die Lesung auch sehr gut gefallen hat.

Ich habe aber eine Tasche mit einigen Neuerscheinungen und einem Backlistbuch in das Harlander Sommerwochenende mitgenommen und werde jetzt drei Wochen, wenn Vea Kaiser, Marlene Streeruwitz und wie schon erwähnt, Robert Prosser in der Hauptschiene lesen werden, aussetzen, da wir uns in dieser Zeit in die Schweiz zum Filmfestival von Locarno begeben werden.

Aber den Prosser werde ich, demnächst auslesen, Marlene Streeruwitz „Flammenwand“  liegt auf dem Bücherstapel über dem Harlanderbett und ob ich das Buch heuer oder erst im nächsten Jahr lesen werde, wird sich entscheiden, wenn es auf der einen oder der anderen Buchpreisliste stehen wird, während Vea Kaiser „Rückwärtswalzer“ wahrscheinlich an mir vorbeigehen wird, wenn es nicht ebenfalls auf eine der Listen kommt. Von den Debutanten, die ich versäumen werde, ist mir nur Marco Dinic  bekannt, der steht auch auf der Bloggerdebutpreisliste und da könnte ich mir auch vorstellen, daß er auch auf die des östBps kommt.

Drei Wochen O-Tön-Pause also, währrend es am zweiundzwanzigsten August mit Gertraud Klemm, gefolgt von Bettina Balaka, die ich ja vor kurzem im Cafe Westend hörte, weitergehen wird.

2019-07-18

O-Töne mit Karl-Markus Gauß und Katharina Pressl

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:56
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Klaus Kastberger, Katharina Pressl

Klaus Kastberger, Katharina Pressl

Karl-Markus Gauß, Günter Kaindlstorfer

Karl-Markus Gauß, Günter Kaindlstorfer

Wieder Donnerstag, der im Sommer den O-Tönen statt der Demo gewidmet ist und das ist eigentlich ein schönes Gefühl, nach der fünf Uhr Stunde seine Sachen zusammenzupacken und sich mit einem Buch ins Museumsquartier setzen.

Wenn ich um sechs weggehe, bin ich um halb sieben am Ort, da ist mein bevorzugter  Platz in der zweiten Seite links noch frei, ich habe Sibylle Lewitscharoffs „Consummatus“, ein Buch, das 2006 auf der dBp Longlist stand,  ich irgendwann gefunden habe und das leicht und locker in die Handtasche passt, obwohl ich ja gerade Karin Kalisa „Radio Aktivity“ lese, das aber in meinem Computer als E-Buch habe und den hat mir der Alfred erst später gebracht.

Es ist aber ohnehin bald die Christa U., meine Hauptschulkollegin, die ich ja fast immer bei den O-Tönen sehe, gekommen und dann Karl-Markus Gauß, der mich immer freundlich grüßt und der mich über den Blog zu kennen scheint und etwas später Günther Kaindldorfer der ihn moderierte.

Vorerst ist aber noch Klaus Kastberger offenbar mit Frau und Kind erschienen, der für das Programm zuständig ist und die Debutantin Katharina Pressl moderierte, die mit ihrem Buch „Andere Sorgen“ mir völlig unbekannt war, wie ich auch die meisten heurigen Debuts noch nicht kenne, das aber bei „Residenz“ erschienen ist, so daß sowohl Heidi Selbach, als auch Jessica Beer anwesend waren.

ein Buch, das von einer jungen Frau, die eine Wohnung ausräumt, handelt und die mit ihrer Mutter und andere Altersheiminsaßen einen Ausflug nach Kroatien macht. Mehr kann ich zu dem Buch nicht sagen, da mǘßte ich es, als Ganzes lesen. Mal sehenm ob es auf eine Debutpreislisten kommt, so daß ich das tuen kann.

Karl-Markus Gauss kenne ich dagegen, wie erwähnt, schon und habe aus seiner „Abenteuerlichen Zimmerreise“, glaube ich, auch schon die drei Stellen, die er gelesen hat, in Göttweig bei „Buch und Wein“ gehört, zumindesten kann ich mich an die Stelle über seine Bibliothek und über die über seine Duschhaubensammlung sehr gut erinnern. Ob er auch die von dem Kochbuch seiner Großmutter gelesen hat, weiß ich dagegen nicht mehr.

Es gab auch ein sehr politisches Gespräch, Günter Kaindlsdorfer fragte ihn nach der FPÖ und der derzeitigen politischen Situaton, wo Karl-Markus Gauß sich sehr kritisch äußerte, wo einige Leute klatschten, einer empört schien und sich beschwerte und ob mir die Duschhaubensammlung, so wie die Veranstalterin meinte, im Gedächtnis bleiben wird, weiß ich auch nicht so genau. Ich habe mich als es in das Badezimmer ging, zwar an die Stelle erinnert, habe da aber zuerst an das Klopapier und dann an Zahnbürsten gedacht, bevor mir die Duschhauben eingefallen sind.

Dann sind wir wieder in Parkhaus gegangenm um gleich nach St. Pölten zu fahren, wo es wieder ein Sommerfrischenwochenende zu verbringen gibt.

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