Literaturgefluester

2018-01-12

Der sechsundsiebzigste Slam

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 23:58
Tags: ,

Nachdem mein Besuch beim letzten Poetry Slam kurz vor Weihnachten problemlos klappte, habe ich die literarische Saison 2018 fast wieder mit dem Slam B begonnen, den sechsundsiebzigsten wie Diana Köhle erläuterte, ich war bis jetzt nur bei dreien, werde aber vielleicht eine Slam-Expertin, obwohl ich beim nöchsten in Harland bin und beim übernächsten vielleicht in Leipzig, es ist aber sicher interessant, sich das in Serie zu geben, weil man da ja die Slamer kennenlernt, die vielleicht in ein paar Jahren zu literarischen Größen, wie beispielsweise Elias Hirschl erwachsen.

Ich war wieder schon vor sieben da, habe noch dem Bücherschrank einen Besuch angestattet, dann einen Haufen Bücher mitgeschleppt, wo ich jetzt mit einem Blick in meinen Katalog daraufgekommen bin, daß ich die Hälfte schon zu Hause hatte und in der Wartestunde, habe ich Edouard Luois „Im Herzen der Gewalt“, ein Buch von dem ich im Rahmen meines Frankfurt-Surfings etwas hörte und es mir zum Geburtstag schenken ließ, zum Lesen mitgenommen. Das letzte Mal habe ich ein Weihnachtsbuch, den „Winterschwimmer“ dort gelesen, und interessant, daß Louis autobiografischer Roman auch zu Weihnachten handelt, obwohl er kein Weihnachtsbuch ist, ganz im Gegenteil.

Platz habe ich wieder problemlos in der dritten Reihe bekommen und interessant, daß es heute nur zwölf Anmeldungen gab, also alle lesen konnten das letzte Mal fiel ja Christian Schreibmüller weg.

Das Opferlamm, die Präsentation des vormals Siegers fiel ebenfalls weg, so zog die Glücksfee gleich die Reihenfolge und Osama den ich, glaube ich, schon vom letzten Mal kannte, begann mit einem Text über den Verkehr im öffentlichen Verkehr.

Dann kam Bernie, der von dem Erdäpfel Erich, der die Eräpfelin Erika liebt und nicht zum Pommes werden will, slamte und Tom aus Graz, der jetzt anders heißt, mit einer verspäteten Weihnachtsgeschichte.

Interessant, daß wieder ein paar Bekannte unter den Slamer waren, aber auch einige die zum ersten Mal auftraten. Einer setzte sich beim Lesen seiner Gedichte hin, womit er natülrlich nicht gewonnnen hat. Eine junge Frau hatte, glaube ich, ein Debut mit einem Text über die Menschlichkeit.

378 die Beginnerin der zweiten Runde brachte eine Publikumsbeschimpfung, ein Text der mir wahrscheinlich deshalb nicht so gefiel, während mich die junge Frau, die folgte. dadurch beeindruckte, daß sie einen Text über ihre schizophrene Mutter las, die hatte,glaube ich, auch den lauteren Beifall, trotzdem hat die sehr extrovertiert wirkende junge Frau, die eine Ziffer als Namen hat, gewonnen und im dritten Teil wurde es, glaube ich, wie von Diana Köhle schon angekündigt sehr politisch, die neue Regierungsbildung, brachte zwei Slamer zum Dichten und Diana Köhle wies auch auf die Demo hin die morgen stattfindet und  in der vierten Runde rappte unter anderen „Schreibi“ über einen „Schnorrer.

Er hat nicht gewonnen und so traten nach der Pause Tom mit einem Text,der nur aus Werbeslogans bestand, gegen 378 die ebenfalls eine Weihnachtsgeschichte hatte, gegen einen Text, der nur aus Fragen bestand und gegen Lea die auf Englisch über sich erzählte an.

Gewonnen hat der Fragetext und Poetry Slam ist interessant, weil junges Publium,  viel Interesse, interessante Themen und ein volles Haus und auf die besten Texte von vier Jahren Tagebuchslam hat Diana Köhle auch wieder hingewiesen.

Advertisements

2017-12-15

Wieder einmal Poetry Slam

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 23:02
Tags: , ,

Ich bin ja keine unbedingte Freundin der Slamerszene und wahrscheinlich auch schon zu alt dafür, wenn umgeben vom Oldi Christian Schreibmüller, Tschif Windisch ist ja inzwischen verstorben, die Zwanzigjährigen auf der Bühne stehen und ins Mikropfon rappen, obwohl ich mich in den neunziger Jahren bei den Slams im Cafe Stein, den „Droschl“ veranstaltete, wo man sich bewerben mußte, immer was hingeschickt habe und dann von Anette Knoch gehört habe, meine Texte wären für Slams zu konventionell.

Was wohl stimmt, obwohl es keine Gattungsvorschriften gibt und man auch einen fünf Minuten Text vorlesen kann, aber wenn man keine entsprechende Performance dabei hat,  bekommt man wohl keinen Applaus, was, wie ich heute im Literaturhaus bemerkte, nicht so ganz stimmt und man sich dort in eine Liste eintragen kann und dann ausgelost wird, ob man lesen darf, habe ich mich seither nicht mehr dafür beworben und gehe auch nur, wie oben erwähnt, selten hin.

Mit dem Alfred war ich vor Jahren im Literaturhaus, woe die Moderatin noch Markus Köhle machte, beim B-Slam ist Diana Köhle im schwarzen glitzernden Frack die Moderatorin und die ist eine freundliche Frau, bei einem Karfreitag Slam der Litges war ich mal und dann auch beim Jubiläumslam, aber das war ein Reinfall, weil ich da schon  hörte, man muß aus Platzgründen eine Stunde früher da sein, das war ich auch. Die Sitzreihen waren auch noch alle leer, aber mit Mäntel, etcetzra besetzt, so daß ich im anderen Raum, weit hinten einen Platz fand und die Slamer nur auf der Leinwand gesehen habe.

Da habe ich mir  gedacht, da gehe ich nie wieder hin und habe mich, um die Slams die meist am Freitag stattfinden gedrückt, aber als ich beim Open Mike war, eine Veranstaltungsreihe die die im Lithaus erstmals besuchte, sagte mir eine alte Dame, das dürfe eigentlich nicht sein und wenn ich pünktlich da bin,  bekomme ich einen Platz. Das war dann auch heute, beim fünfundsiebzigsten Slam so.

Ich war schon im halb sieben  beim Literaturhaus, die Veranstaltung beginnt um acht, da gab es keine Schlange. Ich bin zum Bücherschrank gepilgert und habe dann noch eine Runde gedreht und fünf vor sieben standen ein paar Leute vor der Tür und besetzt waren nur die ersten zwei Reihen, so daß sich auch Robert Huez, der mich begrüßte, wunderte, daß ich in der dritten Reihe saß.

Das meine ist es wahrscheilich immer noch  nicht so ganz, obwohl man da ja die jungen Leute kennenlernt, die später vielleicht berühmt werden und Diana Köhle erklärte die Regeln. Zuerst kommt das Opferlamm, das ist meist die letzte Preisträgerin, die ohne Konkurrenz slamen muß und dann vier Runden mit je drei ausgelosten Teilnehmern, die jeweils fünf Minuten lesen dürfen. Das war zuerst eine Vorarlbergerin mit einem Text auf Englisch über Persönlichkeitsstörungen. Dann kam ein sehr junges Mädchen, die das erste Mal mit einem sehr kurzen Text über die Verzweiflung, die man über die verlorene Socken in der Waschmaschine empfindet, auftrat.

Dann kam der Kosmonaut, der inzwischen in Amerstam lebt mit einem sehr Wienerischen Text „Bist du deppert“.

Danach wurde abgestimmt, das heißt laut geklatscht und geschrieen, die Sarah aus Vorarberg hat gewonnen und dann wurde wieder ausgelost.

Da begann eine Frau mit dem schönen Namen  378 mit einem Text über Nikotin, während Xaver eine „Ode an das Salz hatte. Hat er den Poetry Workshop des Writers Studio besucht, wo ja immer eine „Ode an eine Zwiebel“ gereimt wird? Dann kam eine Text über Männergedanken und Xavers „Salz“ hat gewonnen.

Nummer sieben war der Börni, der seinen Sommer gern in Balkonien verbringt und sich darüber ärgert, daß er in Wien kein richtiges Eis bekommt, gefolgt von Hanna, die sich dfarüber ärgern, daß die Leute kein Brot, keine Butter und keine Eier mehr essen, um sich wichtig zu machten.

Dann kam ein junger Mann mit einem sehr langen Namen und in der letzten Runde, wo eben Chritian Schreibmüller überblieb, trat „Darling“ mit ihren Gedanken über Trauer auf. Dann kam Luca und am Schluß ein David, der glauube ich etwas über Poetry Slamer gedichtet hat, beziehungsweise sich darüber ärgerte, daß ihm seine Freubde empfahlen über einen marmeladelosen Krapfen zu schreiben.

Danach war Pause, zum Klo gehen  und Getränke kaufen, wie beim „Fried Symposium“ kosten die hier, der vielen Leute wegen, etwas und dann die Schlußrunde, wo noch ein Opferlamm auftrat und dann die vier Sieger einen anderen Text vortragen mußten. Diesmal war die Entscheidung nicht so eindeutug oder Diana Köhle, die auch auf ihr Tagebuchslambuch, das in meinem Badezimmer liegt, hinwies, schürte die Stimmtung, denn eigentlich hatte ich schon lang herausgehört, daß David aus Linz, der in Salzburg studiert, der Sieger ist.

Den nächsten Slam gibts am 12. Jänner, da sind wir, glaube ich, in Wien. Ob ich hingehen werde, weiß ich noch nicht. Da gibts wahrscheinlich noch nicht sehr viele Alternativen.

Es waren aber auch andere ältere Leute im Publikum und Hand Kantischar, der im Haus wohnt und von Diana Köhle erwähnt wurde, daß man laut klatschen soll, damit  der Psychotherapeut Mitte sechzig, der schon mal gewonnen hat, wieder herunterkommt, ist mir auch bekannt.

2017-12-13

Vom Partisanenworkshop zur Exilpreislesung

Ich bin ja seit Montag ein bißchen oder ziemlich krank,  ich bin, auch wenn mir das der Uli nicht glaubt, auch sehr gewissenhaft und so habe ich Dienst nach Vorschrift, also meine Stunden gemacht und bin heute am Nachmittag wieder in die „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ gegangen und habe weiter in dem Kapitel das mir Jakob Eder schickte nach den literarischen Motiven gesucht und am Abend war im Litertaturhaus. dieLesung der Exilpreisträger und die wurden ja bis 2009, glaube ich, immer im Amerlinghaus vorgestellt, dann gab es ein tolles Buffet das das Beisel stiftete im unteren Veranstaltungsraum, aber ab 2010 wurden die Preise am Samstag um fünf auf der „Buch Wien“ vergaben und da gab es kein Buffet. ob es sonst eines gegeben hätte, wäre mir entgangen. Aber heute im Literaturhaus war es wieder so weit, weil ich aber eine sechs Uhr Stunde hatte, bin ich wieder erst nach Viertel ins Literaturhaus gekommen und habe da weit hinten einen Platz hneben Cornelia Stahl gefunden, die ich einmal auf der „Anderen Buchmesse“ kennenlernte und die mir versprach, sie würde mich im Juni interviewen. Das war, glaube ich, so 2014, jedenfalls habe ich damals das „Gruftiemädel“ gelesen und das Interview hat seither, erraten, noch immer nicht stattgefunden und wahrscheinlich sind es meine selbstgemachten Büchern, mein Bloggen und vielleicht auch meine Flüchtigkeitsfeher, die das verhindert haben.

Ich treffe Cornela Stahl aber regelmäßig und als ich das Literaturhaus erreichte, haben gerade die Schüler der Htl-Braunau gelesen, die den Schülerpreis gewonnen haben. Denn das gibt es beim „Exil-Preis“, den Christa Stippinger schon lange organisert und diemal waren Jessica Beer, Klaus Nüchtern und Sina Tajajori eine früherer Peisträger in der Jury, der hat dann auch ein Stück aus seinen noch nicht fertigen Roman die „Paradiesstraße“ gelesen und dann kamen schon die vier Prosapreisträger, denn der für Lyrik wurde wieder nicht vergeben, so gab es zwei erste und zwei zweite <preise und einen Jugendpreis gab es auch, den hat ein fünfzehnjähriger Asiate, der glaube ich, ein Asperger Syndrom hat, gewonnen  und die beiden ersten Üreisträgerinnen waren die Tschechin Helena Srubar mit ihrem Text die „Deutschstunde“ und ich glaube auch Joanna Michalczuk aus Polen.

Zdenka Becker, die auch in der CSSR geboren wurde, in Bratislava studierte, aber schon lange in St.. Pölten lebt, hat auch eingereicht und gewonnen und zwar mit einer wahren Geschichte, die „Die Frau mit den vielen Namen“ heißt.

Irene diwiak die mit „Liebwies“ auf der Shortlist für die Sparte Debut des dBp stand und leider nicht auf die des Bloggerpreises gekommen ist, hat den „Preis für Deutsch als Erstsprache“ mit einer Geschichte wo sich die Fatima, die immer ein  schwarzes Kopftuch trägt für die Hauptrolle im musical „Hair“ bewirbt. Wie wird sie das machen?, stöhnt der Musiklehrer und rauft sich die Haare.

Dann wurde noch ein dramtikerpreis vergeben und den hat der Iraner Amadiraz Gudarzi mit seinem Stück „Zwischen uns und denen“ gewonnen, wo Christen und Muslime auf einen Rettungsboot sitzen und sich gegenseitig ins Meer schmeißen.

Jetzt fehlt noch, richtig, ein Preisträger, nämlich ich glaube der Bulgare Gabriel Furmuczachi für seinen Text „Klick“, wo  ein Fotograf sein krankes Kind in ein Spital bringt.

Dann  gab es ein Buffet, bei dem ich nur sehr vorsichtig zugegriffen habe, obwohl es lauter gute Sachen, wie Schnitzel Falaffel, Humus, Linsen, Reis und auch Schokoladetorte gegeben hat und mich dabei sowohl mit Cornelia Stahl, als auch mit Zdenka becker als auch mit Irene Diwiak unterhielt, die sehr freundlich war, während ja andere Debutanten oder Newcomer ganz schön arrogant sind.

Und ein Adventkalenderfenster, eine „Nika-Vorform“ gibt es heute auch.

2017-12-03

Ach! Reden über die Liebe

Robert Huez

Robert Huez

Jürgen Meindl

Jürgen Meindl

Ach reden wir über die Liebe, ein sehr schöner, hoffnungsvoller und auch interessanter Satz. Das Literaturhaus Wien tut es jetzt fast eine Woche lang, denn seit zwei Jahren, glaube ich, dauert das Erich Fried Symposium so lange und diesmal ist die Liebe das Thema.

Aha, werden meine literarisch gebildeten Leser sagen, das ist ja ein berühmtes Fried-Gedicht und den letzten Absatz, „Es ist wie es ist, sagt die Liebe!“, zitiere ich ja immer besonders gerne, wenn wieder jemand kommt und mir erklärt, daß ich nicht schreiben kann.

Ich schreibe, wie ich kann und ich interessiere mich für Literatur und deshalb bin ich heute auch ins Literaturhaus gegangen, beziehungsweise mit Bus und Straßenbahn gefahren und auch eine Viertelstunde zu spät gekommen, weil ich eine sechs Uhr Stunde hatte und dann bin ich zwei Stunden ganz hinten gestanden und habe den Kopf geschüttelt, als eine Dame, die noch ein Stückchen hinter mir in der letzten Reihe saß, bedeutete, ich solle mich verziehen.

Es ist, wie es ist und ich blieb jetzt auch stehen, weil ich etwas sehen wollte. Es war sehr heiß, ich habe in der Jacke und dem Schal geschwitzt und jetzt tut mir  das Kreuz vom vielen Stehen weh.

„Es ist, wie es ist!“, sagt die Liebe und Erich Fried, der 1921 in Wien geboren und 1988 in Baden Baden, ich glaube, bei einer Veranstaltung, gestorben ist. Dazwischen hat er, weil er ja vor den Nazis fliehen mußte, in London gelebt und die Eröffnungsrednerin des heurigen Symposiums kommt, was sicher nur ein Zufall ist, aus england und weil man für eine Veranstaltung, die dann so voll ist, daß eine keinen Sitzplatz mehr findet, Werbung machen muß, war es heute im Mittagsjournal und als ich da den Namen Jeanette Winterson hörte, schnallte es bei mir, denn „Das Powerbook“ von dieser Autorin liegt ja seit einigen Monaten auf meinen Schlafzimmertischchen. Ich habe es einmal im Schrank gefunden und dann hervorgeholt, denn darin geht es ja über das Netz und ich habe in den letzten Monaten ja einen Internet oder Blogroman geschrieben und dachte, das nehme ich als Recherchelektüre. Dann kam der Sommer und damit das doppelte oder jetzt schon dreifache Buchpreislesen und weil mir jetzt schon fast alle Verlage ihre Vorschauen schicken und ich nicht nein sagen kann oder will, häuft sich mein Badezimmerstapel,  ich schob das Lesen auf und dachte, was auch stimmte, ich kann „Die unsichtbare Frau“ auch ohne dieses Buch schreiben, hatte jetzt aber ein Aha-Erlebnis.

Klaus Amann

Klaus Amann

Zum Signieren habe ich es  trotzdem nicht ins Literaturhaus mitgenommen, erstens bin ich keine Autogrammsammlerin und zweitens ist die Tasche, die ich von der Ruth geschenkt bekommen habe, so klein, daß es nicht hineingepasst hatte, denn da steckte ja ohnehin schon Jovana Reisingers „Still halten“, das vierte Bloggerdebutshortlistbuch, das ich gerade zu lesen angefangen habe.

Zum Weiterlesen bin ich im Literaturhaus aber nicht gekommen, denn ich kam ja zu spät und steckte dann im Stau und als ich das Literaturhaus erreichte, hielt Julia Danielcyk gerade ihre schöne Eröffnungsrede, dann kam der britische Botschafter und sagte, wir alle können seine Facebookfreunde werden, denn er kommuniziere gern mit Menschen.

Dann kam, glaube ich, noch Anne Zauner die Kuratorin und dann schon die 1959 in Manchaster geborene Autorin. Die ist ein Adoptivkind, wurde von streng religiösen Elternangenommen und dann verstoßen, als sie mit sechzehn eine lesbische Bezihung einging, sie ging dann nach Oxford um englische Literatur zu studieren und wurde dann mit ihrem Erstling „Orangen sind nicht die einzige Frucht“, die auch der Botschafter lobend erwähnte, bekannt.

Jetzt hielt sie einen Vortrag auf Englsich über die Liebe, erwähnte Romeo und Julia, Tristan und Isolde und auch Donald Trump dabei, die Lwute lachten und die, die sich zur Diskussion meldeten, luden sie  zum Kaffeetrinken ein, nur leider fliegt sie schon morgen, wenn das Programm so richtig losgeht, wieder zurück.

So konnte man wahrscheinlich mit ihr im Anschluß anstoßen oder sich die Bücher signieren lassen und ich, die ich am Nachhauseweg drei schon vergilbte Taschenbüchlein von der 2015 in Darmstadt verstorbenen Gabriele Wohmann fand, kann mir jetzt überlegen, wann ich „Das Powerbook“ lesen werde.

Am Mittwoch ging es dann im Filmcasino mit zwei Filmen, nämlich dem „Greenaway-Alphabet“ und „Goltzius  and the Pelican Company“ von Peter Greenaway, wo es ziemlich erotisch zuging, weiter.

Am Donnerstag war das Programm wieder im Literaturhaus mit dem Schwerpunkt Prosa und Essay und da bin ich zu dem Vortrag von Bianca Burger über die Sexualratgeber der Zwischenkriegszeit zu spät gekommen, habe aber, glaube ich, einen solchen von Paul Lazarsfeld  in meinem Praxiszimmer stehen.

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Franz Schuh

Franz Schuh

Dann kam die Präsentation von Peter von Matts „Sieben Küsse“ und der streifte, weil der Verlag zu seinem achtzigsten Geburtstag, ein Buch von ihm haben wollte, in sieben Essays durch die Literaturwissenschaft, beziehungsweise beschäftigte er sich mit den Werken, wo es um das Küssen ging und da wurde die Mrs Dalloway ja auf ihrer Abendveranstaltung von einer Freundin geküßt und bei Tschechow gibt es auch eine Erzählung, wo ein Langeweiler plötzlich einen Kuß bekomme und darüber aufblüht.

Sehr interessant, obwohl es wahrscheinlich das Beste ist, die Bücher im Original zu lesen, aber zu Mrs Dalloway bin ich noch nicht gekommen, obwohl ich das Buch, glaube ich, mal gefunden habe und jetzt wenigstens weiß, worum es darin geht.

Dann kam Zsuzsa Bank mit ihrem neuen Buch „Schlafen werden wir später“, wo es um eine Mailfreundschaft zweier Freund waren innen geht und ich muß gestehen noch kein Buch von Zsuzsa Bank gelesen zu haben, obwohl ich, glaube ich, einmal bei einer „Literarischen Soiree“ war, wo über eines ihrer Bücher gesprochen wurde. Dagegen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten von der Norwegerin Hanne Ostavik  noch nie etwas gehört, was wahrscheinlich kein Wunder ist, da sie jetzt erst übersetzt wurde, obwohl das Buch aus dem sie gelesen hat, schon vor zwanzig Jahren erschienen ist und am Schluß kam der 1954 in London geborene Hanif Kureshi, von ihm habe ich, glaube ich, auch schon was im Schrank gefunden und den Film „Mein wunderbarer Waschsalon“ habe ich 2000 im Rahmen der Widerstandsbewegungen gegen schwarz blau im Filmcasino gesehen.

Der hat jetzt ein Buch geschrieben, wo es um einen achtzigjährigen im Rollstuhl sitzenden Mann geht, der miterleben muß, wie ihn seine Frau mit seinem Freund, der ein Schwindler ist, betrügt.

Am Freitag ging es dann um Lyrics, das heißt zuerst einmal ging es den Literaturwettbewerb für Schüler „Zehn Zeilen  Zuneigung“, den das Festival ausgeschrieben hat. Gustav Ernst, Zita Bereuter, Thomas Ballhausen und Robert Huez waren in der Jury.

Siebzig Texte wurden eingereicht, die drei ausgewählten wurden vorgestellt und dabei hat mir der Text eines jungen Mannes mit blauen langen Haaren „Ich lerne mich zu lieben, damit ich dich lieben kann“, am besten gefallen und das werde ich, glaube ich, auch meinen Klienten so sagen.

Dann gings zu einer von Thomas Ballhausen moderierten Diskussion über Lyrik, bei der Silvia Geist, Tristan Marquart, Judith Nika Pfeifer und Clara Luzia teilgenommen haben.

Klara Luzia ist eine Singer Songwriterin, die im Anschluß ein Solokonzert gab und dazu sagte, daß sie Solokonzerte hassen würde. Dann wurde es hochkarätisch, es kamen nämlich drei je zehn Minuten Lesungen mit Friederike Mayröcker, Jan Wagner und Oswald Egger. Friederike Mayröcker hat 2001 den „Büchner-Preis“ bekommen, Jan Wagner heuer und 2015 den „Preis der Leipziger Buchmesse“ mit seinen Regenbogenvariationen“ und Oswald Egger von dem ich vor kurzem „Val di non“ gelesen habe, den „Trakl-Prei“s. Da war es im Literaturhaus auch sehr voll und dann wurde „Die unmögliche Liebe“ die Kunst des Mminnesangs in Neuübertragungen“ vorgestellt. Das ist ein Buch, das von Tristan Marquart und Jan Wagner herausgegeben wurde und sechzig Dichter und Dichterinnen wie Elke Erb, Ulrike Draesner, Gerhard Ruiss, Oswald Egger, Silvia Geist, etcetera, haben nachgedichtet.

Franz Schuh

Franz Schuh

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Silvia Geist, Ulrike Draesner und Oswald Egger haben ihre Übersetzungen vorgestellt. Daniele Strigl hat moderiert. Dann wurden die Stühle für das anschließende Konzert von Sophia  Kennedy weggeräumt, ich habe mir einen Becher Wein gekauft, bei den „Fried Tagen“ muß man neuerdings dafür bezahlen, mich länger mit Helene Hofmann uterhalten, die mir auch mein neues Buch abkaufte, mich dann kurz auf die Sesselreihe im Foyer gesetzt, als sich dann aber die Leute vor mich stellten und ich nichts gesehen habe und es nur laut war, bin ich gegangen, um noch Zeit zum bloggen zu haben, denn das soll man ja, wie mein Kritiker Uli unermüdlich anmerkt, der auf seinen Blog einen längeren diesbezüglichen Artikel geschrieben hat, ja tun. Helene Hofmann hat mich übrigens gefragt, warum ich ihm immer antworte, wahrscheinlich weil ich mich im Argumentieren üben will, harmoniebedürftig bin und mit allen gut auskommen möchte, ist die Antwort, es ist aber schon bedrückend, immer wieder solche Kommentare zu bekommen.

Helene Hoffmann hat mir noch gesagt, daß sie am Samstag den „Graphic Novel-Tag“ nicht kommen würde und ich habe mich noch gewundert, daß es diese einen ganzen Nachmittag und Abend geben würde, denn ich bin keine Graphic Novel Spezialistin, obwohl ich schon einige gelesen habe und als ich dann am Samstag knapp vor zwei eintraf, war es wieder sehr voll, so daß ich gerade noch in der vorletzten Reihe einen Platz bekommen habe.  Zita Bereuther saß am Podium mit dem 1960 in Boston geborenen Scott Mc Cloud, der seine Novel „Der Bildhauer“ vorstellte und einen fulminanten Einblick in das Comicschreiben gab.

Dann ging es nach Frankreich oder zu den 1984 geborenen Bastien Vivens, der schon drei Novels geschrieben hat, eine heißt „Der Geschmack des Chlor“, da gibt es viel Bewegung und kaum Sprache, denn Bastien Vivens kommt vom Trickfilm her, bei der „Schwester“ und der „Liebe“ änderte sich das und als ich in der Pause in die untere Bibliothek, dort wo es den Büchertisch und die Getränke gibt, ging, wunderte ich mich über die Schlangen, die sich die Bücher signieren ließen und die beispielsweise, die des danach auftretenden Amerikaner Craig Thompson, eine amerikanischen Comic Größe, wie Anne Zauner einleitete, waren auch sehr teuer. Die Leute stellten sich aber, glaube ich, über eine Stunde an und die Autoren zeichneten auch etwas in das Buch hinein.

Erstaunlich für mich, die ich ja eher den Eindruck habe, Bücher wären unverkäuflich, bei Comics ist das offenbar anders und dann kam  noch eine Österreicherin, nämlich die 1967 in Wien geborene Ulli Lust, mir bisher genauso unbekannt, wie die anderen Autoren und die bestätigte etwas, was schon Craig Thompson erwähnte, daß Graphic Novels oder Comics sehr autobiografisch wären.

Sie hat zwei solche, sowie die „Flughunde“ von Marcel Beyer, nämlich „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“, sowie  brandneu, die Fortsetzung davon „Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein“, wo es um eine Dreiecksbeziehung, nämlich ihre sexuelle Beziehung zu einem Nigerianer und die mehr intellektuelle zu ihrem Freund Georg oder so, ging.

Sehr erstaunlich für mich diese Erfahrung, gelten ja, wie auch diskutiert wurde, die autobiografischen Elelemente in der Literatur als etwas eher Verpöntes und, daß sich soviele Leute dafür interessieren, die Bücher kaufen und sich eine Stunde dafür anstellen, war für mich auch neu, obwohl bei der Friederike Mayröcker steht man wahrscheinlich auch etwas länger, aber da haben die Buchhändler, als sie den Bp bekam schon gestöhnt, daß sie sich nicht so gut verlaufen lassen würde.

Eine neue Erkenntnis und ein Eck der Literatur in dem ich nicht so zu Hause bin, dann ging es von den Comics weg und wurde wieder experimenteller, stellte doch Sebastian Fasthuber den Amerikaner Mark Z. Danieleswski und sein Monsterprojekt „The Familar“ vor, von dem es schon fünf Bände gibt, siebenundzwanzig sollen es noch werden und es geht darin, um eine Katze und um noch vieles andere. Eine Sondernummer der „Flugschrift“ hat der Autor auch gestaltet.

Das war es dann, der Parcour der verschiedenen Genres durch die Liebe und am Sonntag kam dann die berühmte Preisverleihung und da ist ja das Besondere, daß hier ein Juror allein entscheidet, weil man sonst ja meistens den Durchschnitt der Jurymitglieder also zu einer Kompromißentscheidung kommen muß und diesmal war Franz Schuh der Juror, dessen „Fortuna: Aus dem Magazin des Glücks“ auf der „Longlist des österreichischen Buchpreises“ stand und der hat  Teresa Präauer ausgewäht, die mir ja das erste Mal als Illustratorin von Wolf Haas „Die Gans im Gegenteil“ aufgefallen ist, dann hat sie schnell ein paar Romane herausgebracht und aus dem mit den Affen hat sie in Klagenfurt gelesen und wurde durch alle Runden durchgewinkt und ist ohne Preis nach Hause gegangen, bei den „O-Tönen“ im letzten Jahr habe ich sie daraus gehört. Aber zuerst kamen im Literaturhaus, in der obeneren Bibliothek, wo man jetzt aus Angst vor dem Bücherdiebstahl die Jacken abgeben mußte, eine Reihe von Begrüßungsreden.

Dann kam der Klagenfurter Literaturprofessor Klaus Amann, der mich auch einmal mit Mitjuroren für einen Preis nominiert hat, mit der Vorstellung des Laudators.

Da las er eine Rezension vor, wo bedauert wurde, daß der Autor über kein Werk verfüge, weil keinen Roman geschrieben und ich dachte „<Ö ha, was ist denn mit dem „Stadtrat“, ein Buch, von dem ich, wie meine Leser vielleicht wissen, bedauere, es noch nicht gelesen zu habe, aber das ist ja bei „Ritter“ erschienen und hat sich daher  nicht zu den Rezensten durchgesprochen.

Dann kam die Laudatio in der sich Franz Schuh auf „Jonny und Jean“ bezog, das offensichtlich auch bei den  O-Tönen vorgestellt wurde und Teresa Präauer bezog sich in ihrer Dankesrede auf den „Blick“ oder die „Posen der Jugend“, das ist offenbar ein Bild einer Künstlerin, wo zwei Jugendliche auf einem Sofa sitzen und vor sich hinschauen. Daraus hat sie einen Rundumschlag auf die prekären Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse gezogen und sich danach bei allen, also auch beim Publkium für den Preis bedankt.

2017-11-22

Open mike on tour

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 23:21
Tags: ,

Von den Nachwuchsveranstaltungen sind der Poetry Slam und der Open Mike zu vermelden, wo auf die jungen Talenteaufmerksam gemacht wird und der Einstieg in den Literaturbetrieb beginnt oder man bleibt draußen, wie ich, die ich in den Neunzigerjahren auf beide Veranstaltungsformen aufmerksam wurde.

Der erste Poetry Slam, von dem ich hörte, war der, den „Droschl“ im Cafe Stein veranstalte, da konnte man, inzwischen glaube ich, unüblich, einen Text hinschicken und wurde ausgewählt. Das habe ich ein paarmal gemacht, aber meine Texte waren natürlich viel zu bieder und die entsprechende Vortragsweise, die man dazu haben muß, habe ich wohl auch nicht. .

Inzwischen haben das ja Mieze Medusa und Markus Köhle perfektioniert und im Literaturhaus findet jeden Monat eine solche Veranstaltung statt, wo es bummvoll ist und der zweite Veranstaltungstyp ist der Open Mike, da habe ich, glaube ich, auch einmal an einer von Walter Famler moderierten Veranstaltung im Cafe Stein teilgenommen, wo ich aus den „Wiener Verhältnissen“ gelesen und von Walter Famler unterbrochen wurde und dann hat die Bezirkszeitung so eine Reihe mal veranstaltet, wo sich die Amatuere hinwenden konnten, man wurde ausgelost.

Ich habe auch einmal gelesen, das Publkum hat abgestimmt, ich habe nichts gewonnen und die professionelleren Veranstaltungen, sind die Literaturhaustouren, beim Slam, wo Elisas Hirschl  Weltmeister ist und der Open Mike wird seit fünfunfzwanzig Jahren in Berlin veransgtaltet, da schicken Leute bissechsunddreißig ihre Texte hin, circa fünfhundert Einsendungen sind da heuer gekommen, eine Jury aus Olga Grjasnowa, Nico Bleutge und Ingo Schulze, die, vielleicht selbst einmal gelesen oder gewonnen haben, wählen dann zwanzig Leute aus und die haben vor zwei Wochen in Berlin vor Publkum gelesen.

Vier haben gewonnen und die gehen jetzt auf Tour und haben heute im Literaturhaus gelesen und diese Veranstaltung gibt es schon ein paar Jahre, ich bin aber irgendwie nie hingekommen, obwohl vor ein paar Jahren Sandra Gugic gelesen und gewonnen hat.

Heute war das trotz meiner derzeit eher vielen Abendtermine anders und ich bin extra früher hingewgangen, weil ich gedacht habe, vielleicht ist es sehr voll.

War aber nicht so, was irgendwie auch natürlich ist, denn wer kennt in Wien schon die jungen Nachwuchstalente, die zuerst in Berlin den Open Mike gewinnen und dann vielleicht ein paar Jahre später in Klagenfurt lesen.

Irrtum, ich kannte schon eine, wie ich gleich ersah, als ich die schon erschiene Anthologie durchblätterte, nämlich Sara Wipauer, die ja eine Zeitlang meinen Blog kommentierte und auch bei den letzten „Mittleren“, die ich veranstaltete, gelesen hat, die war bei den ausgewählten zwanzig, also in dem Buch, aber nicht bei den Gewinnern.

Das waren nämlich vier, davon, zwei Prosapreisträger, eine Lyrikerin und dann die Gewinnerin des Publkumspreises und interessant, drei von ihnen studieren in Leipzig, Hildesheim oder Biel und Diana Köhle, die auch die Slams im Literaturhaus macht, hat moderiert und mich beim Kommen  sehr freundlich gegrüßt.

Die ältere Dame, die neben mir saß und sich wunderte, wo die Leute sind, hat mir von einem Tagebuchslam erzählt, wo sie und ihre Mutter mitmachten und da ist jetzt ein Buch erschienen, das ihr Diana Köhle überreichte und weil es bei „Holzbaum“ erschienen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß es zu mir kommt.

Inzwischen leitete aber Robert Huez, die Veranstaltung ein und Diana Köhle, die auch in Berlin, bei der Preisverleihung war, interviewte den Juror Nico Bleutge, der ja auch einmal den „Fried Preis“ bekommen hat.

Dann begann der erste Prosagewinner, der 1986 geborene und in der Schweiz lebenden Ralph Tarayil, der seinen Text  „Das Liebchen“ las, wo es um Werwölfe und zwei Kinder ging, die in den Alpen mit einer Nylonschnurr Mopedfahrer zu Fall bringen.

Der zweite Prosapreisträger ist der  ebenfals 1986 in Polen geborene Mariusz Hofmann, der in Hildesheim studiert, dessen Text „Dorfköter“, in einem ponlischen Dörchen spielt, wo die Auto aus Deutschland auf Besuch kommen und sich die Kinder antrinken oder anschnüffeln und der Text ist ein kapitel aus einem Roman, der vermutlich bald erschienen wird.

Die Lyrikerin war die  1993 in München geborene und in Leipzig studierende Ronya Othmann und die Publkumspreisträgerin Baba Lussi, 1989 in Basel geboren und in Biel studierend, hatte ein sehr beeindruckendes Langgedicht „So kommts“, wo sie fast slamartig vortrug, daß einmal ein Fremder in ihrer Wohnung saß, ein fremder Riese, ein sehr rhytmischer und spannender Sprachgesang.

Sarah Wipauer war im Publkum unterhielt sich mit den Üreisträgern, ich habe mich wieder lange mit Robert Huez unterhalten,  Wein getrunken und bin jetzt wieder sehr gespannt, was ich von den jungen Talenten, die jetzt noch in Frankfurt und in der Schweiz weiterlesen werden, noch hören oder lesen werde.

2017-10-06

Gespräche mit zugewanderten Schriftstellern

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:38
Tags: , ,

Die „Edition Exil“, zu deren Veranstaltungen und Preisverleihungen ich ja gerne gehe und auch sehr viele ihrer Publikationen lese, hat ein neues Buch, das heute im Lteraturhaus vorgestellt wurde, herausgebraucht und diesmal ist es keine Pubklikation eines früheren Preisträgers, wie ich eigentlich annahm, sondern Wiebke Sievers, Holger Englerth und Silke Schwaiger haben im Rahmen des Projekts „Literatur on the Move“ Interviews mit neun nicht in Österreich geborenen, aber dort lebenden Schriftstellerinnen und Schriftsteller geführt und das  Buch „ich zeig dir wo die krebse wohnen, genannt.

Die interviewten Autoren und Autorinnen, die zu ihren Schreibverhalten, ihren Lieblingsautoren und noch vielen anderen befragt wurden, sind: die 1971 in der Türkei geborene Sehir Cakir, die mit zwölf jahren nach Österreich gekommen ist, 2005 einen Prosapreis bei „Schreiben zwischen den Kulturen gewonnen hat und deren zwei bei der „Edition Exil“ erschienenen Prosabände ich auch gelesen habe. Sie hätte bei der Veranstaltung lesen sollen, ist aber erkrankt, ausgefallen, so daß Hoger Englerth und Silke Schwaiger einen Teil ihres intervies vorlasen.

Der 1968 in Bulgarien geborene Dimitre Dinev, der glaube ich, auch bei der „Edition Exil“ begonnen hat, ist dann mit seinem Roman „Engelszungen“ schlagartig bekannt beworden. Das Buch habe ich einmal im Schrank gefunden und muß es noch gelesen werden, ich habe den Autor aber bei verschiedenen Lesungen, wie bei „Literatur und Wein“, im Musa und auch  bei „Rund um die Burg“ gehört.

Ilir Ferrir aus Albanien, der auch bei „Schreiben zwischen den Kulturen“ gewonnen hat und inzwischen, glaube ich, bei  „Edition Atelier“ verlegt.

Anna Kim aus Südkorea, eine inzwischen ebenfalls sehr bekannte Autorin, die schon mehrere Bücher in großen Verlagen herausbrachte und die ich zuletzt bei den O Tönen hörte.

Die aus der Ukraine kommende, 1983 geborene Tanja Majlartschuk, die erst 2011 nach Wien gezogen ist, war die einzige anwesende Autorin, die auch aus ihren neuen noch nicht auf Deutsch erschienenen Buch „Vergessenheit“ gelesen hat, in dem es um eine Schriftstellerin geht, die über einen polnischen Philosophen, der sich sehr für die Ukraine einsetzte und in den den  neunzehnzwanziger Jahren in Wien gelebe hat, einen Buch schreiben will.

Dann gab es noch einen journalistischen Text der Autorin, die ich auch einmal ibei der „Literatur und Wein“ hörte und deren „Biografie eines zufälligen Wunders“ ich gelesen habe und ein längeres Gespräch, wo sie viele Fragen zu ihrem Schreiben und ihrem Verhltnis zu der Ukraine beantwantwortete.

Julya Rabinowich ist auch von der „Edition Exil“ hergekommen, hat dort ihren „Spaltkopf“ herausgegeben und inzwischen Karriere gemacht, beim Bachmannpreis gelesen, die letzte Vorlesung zu „Autorinnen feiern Autorinnen“ gehalten, etcetera.

Doron Rabinovici 1961 in Tel Aviv geboren, zählt zu den eher politischen Autoren, der im Zuge der „Waldheim-Affaire“ auch den „Rebulkanischen Clu“b mitbegründet hat, mit seinen „Außerirdischen“ auf der „Longlist des österreichischen Buchpreises“ steht. Mit „Andernort“ war er 2010 für den „Deutschen Buchpreis“ nominiert. er hat den „Wildganspreis“ und den „Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels“ bekommen und ich freue mich schon sehr auf das Lesen seines neuen Buches.

Mit  dem Tschechen Stanilav Struhar habe ich schon einmal bei den „Textvorstellungen“ gelesen und er dürfte wohl zu den eher unbekannteren Autoren zählen, die interviewt wurden, denn er letzte vorgestellte Autor ist der 1966 in Leningrad geborene Vladimir Vertib, der auch schon auf der Longlist des dBp gestanden ist, der der „Kramer- Gesellschaft“ angehört und von dem ich schon einige Bücher gelesen habe.

Die Ingterviews drehten sich, gaube ich, auch um die Frage, ob sich die Autoren durch ihre migrantische Erfahrung beim Schreiben diskriminiert fühlten? Sie haben das glaube ich alle mit „Ja!“, beantwortet. Aber die meisten der Interviewten haben literarische Karriere gemacht und gehören inzwischen  zu der sehr vielfältigen österreichischen Literaturszene.

Wiebke Sievers hat in ihrer Einleitung noch von historischen Autoren mit migrantischer Erfahrung, wie Elias Canetti, Milo Dor und György Sebestyen gesprochen und es ist, glaube ich, in Zeiten, wie diesen wo sich der Wahlkampf hauptsächlich um den Einwanderungsstop dreht, sehr interessant zu erfafren, daß ein gar nicht so kleiner Teil der österreichischen Autoren migrantische Wurzeln  hat.

So ist ein sehr interessantes Buch daraus entstanden, das ich allen, die vielleicht in einer Woche die ÖVP oder die FPÖ wählen wollen, wirklich nur empfehlen kann.

Ich werde es auf meine Leseliste stellen und hoffentlich bald zum Lesen kommen, inzwischen „Die Außerirdischen“ lesen und mich auf den nächsten „Exil-Literaturpreis“ freuen, der ja wieder auf der nächsten „Buch Wien“ vergeben wird.

2017-09-29

Ein Album mit und von Doris Knecht

Im Literaturhaus gibt es schon  länger eine Reihe „Ein Album für die Ewigkeit,“ wo der „Schule für Dichtung-Leiter“ Fritz Ostermayer, mit dem ich mich einmal länger in der „Kolik-Lounge“, die es nicht mehr gibt, unterhalten habe und im Sommer sein Fest besuchte, weshalb ich jetzt immer die Aussendungen und Einladungen zu den Seiminaren und Veranstaltungen bekomme, einen Gast vorstellt und mit ihm über Gott und die Welt zu plaudern scheint.Weil ich mich ja für die Dj Musik nicht so interessiere und in den Siebzigerjahren, wo diese Alben wahrscheinlich gespielt wurden, brav in die Oper gegangen bin und sonst Ö1 hörte, habe ich diese Reise bisher eher versäumt.

Das heißt einmal wollte ich sie mit Anna Weidenholzer besuchen, die Veranstaltung ist aber ausgefallen und jetzt hat mich Alfred auf die mit Doris Knecht aufmerksam gemacht, der ja irgenwie ein Fan von ihr zu sein scheint. Ein „Falter-Leser“ ist er auch und in Leipzig, wo er sich immer ein Buch kauft, das dann meistens auf irgendeine Longlist kommt, war es diesmal DorisKnechts „Über beziehungen“ und ich habe mir schon gedacht, das wird dann sicher, wie die Gertrud Klemm oder die Friederike Gössweiner, wo drauf kommen. War dann auch so, er hat es aber dann statt mir der Anna geschenkt, was aber nichts macht, weil es mir „Rowohtl“ freundlicherweise schickte, als ich mich dort in das Bloggerportal eingetragen habe.

Jezt werde ich es lesen, bin aber noch lange nicht so weit, denn bei mir stauen sich derzeit, da ich ja schlecht nein sagen will, die Bücher und so lese ich mich erst durch die dBp und bin da bei Buch fünfzehn, es ist allerdings schon mein zweites östBbp und es kommen dann noch zwei andere österreichische Bücher, bevor ich zu den „Beziehungen“, das letzte öst Buch das ich bekommen habe, kommen werde.

„Besser“ mein erstes Knecht hat mir der Alfred übrigens einmal zu oder zum Geburtstag oder so geschenkt, das mir gar nicht so gefallen hat, dagegen hat mir wie Fritz Ostermayer „Wald“, das ich im rFühjahr gelesen hat, ein Fund aus dem Schrank sehr gut gefallen und Doris necht habe ich ja erst letzte Woche bei“ Buch und Kommunikation“ bei dem Quotentehema gehört und die 1966 in Voralberg geborenen Falter-Journalistin ist auch eine sehr selbstbewußte Frau.

Die Athmosphäre im Literaturhaus war sehr locker, eine Weinflasche am Vernas2tltungsTischund Fritz Ostermeyer hat auch sehr locker moderiert, das heißt er hat zuerst offenbar einen „Falter- Artikel vorgelesen, wo Doris Knecht über das Literaturhaus motzte, überall außer in Wien wären das tolle Häuser mit einer tollen Gastronomie, nur in Wien muß man in einen dunklen Keller gehen und wer will das schon?

Ich beispielsweise und ich will für eine Literaturveranstaltung nichts zahlen und, wo außer in Wien muß man das nicht mehr, aber gut, ich bin keine Bobo-Frau, aber vielleicht ein Literaturfreak und von dem ausgesuchten Superalbum habe ich auch nicht viel gewußt und nicht viel verstanden. Es war mir auch etwas zu laut, die Leute, um mich herum haben aber im Takt mitgeschwungen.

Dann kam das Gespräch auf die Schreibbiografie und wieder sehr viel Selbstbewußtsein. Wie kommt eine Kolumnistin zum Roman? Da tritt der Verlag natürlich auf eine zu und, die denkt sich dann, das kann ich natürlich, ganz klar!

Doris Knecht will aber unterhalten und hat dann zwei Stellen aus „Alles über Beziehungen“ gelesen. Sehr gut, dann weiß ich schon worüber es geht, wenn ich dazu komme. Es geht um einen Fünfzigjährigen namens Viktor, der sich offebar durch die Reihen vögelt und zu einer Gesundenuntersuchung geht, wo er bezüglich Alkohol ein bißchen schummelt.

Fritz Ostermayer las dann aus den schlechtesten Sexszenen vor, die Nora Gomringer ihm geschickt hat und fragte Dors Knecht dann nach den Satzanfängen bezüglich seines Romanprojektes.Nachher gab es wieder Wein für alle und Gespräche und ich bin mit dem Alfred noch in die Pizzeria in die Zieglergasse gegangen, an der ich sonst, wenn ich vom Literaturhaus komme, immer vorbei gehe. Aber einmal, vor mehr als dreißig Jahren war ich mit Gerhard da und einmal wollte ich mit dem Alfred hin, aber da haben wir keinen Platz gekriegt.

Diesmal gab es einen und was meine eigene literarisch Produktion betrifft, habe ich mich diese Woche durch die „Ohrenschmaus Texte“ gelesen und meine Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest, das diesmal am Samstag den 11. 11. stattfinden wird, weil am Freitag ja die Poetnight ist, habe ich auch schon konzipiert.

2017-09-22

Jochen Jungs Wunderkind und Quotenmann

Am Mittwoch war ich ja bei einem „Buch und Kommunikation“, wo es um Sexismus beziehungsweise das Genderthema in der Verlagsbranche ging, wo Jochen Jung am Podium saß und gegen die Quote sprach, denn bei der Literatur zählt natürlich die Qualität und nicht die Quote.

Da wurde er von den jungen Buchhändlerinnen natürlich ordentlich angegriffen, dabei hat er bei seinen Buchpreisnominierten ohnehin nur lauter Frauen und außer Jonke und Handke seinen Superstars ist mir da so schnell nur Lorenz Langenegger eingefallen, dessen Bücher ich ebenfalls gelesen habe, aber sonst eigentlich nur Frauen bei den „Jung und JungBüchern„.

Am Donnerstag war Jochen Jung dann Gast in der Sendereihe „Im Gespräch“, wurde von Günter Kaindlsdorfer interviewt und erzählte von seinem literarischen Werdegang.

Er war ja lange Leiter oder Lektor des „Residenz-Verlages“, wurde dann dort hinausgeschmissen, hat 2000 „Jung und Jung“ gegründet, wo er mit seinem Büchern immer wieder mit Frauen auf der deutschen Buchpreisliste stand und zweimal dort auch gewonnen hat.

Für einen kleineren Verlag eigentlich beachtlich. Er hat inzwischen auch selber zu schreiben angefangen.

„Wolkenherz“ habe ich gelesen und er hat mich damals in den Siebziger und Achtzigerjahren, als ich meine Texte noch zu „Residenz“ schickte auch abeglehnt, allerdings, was kein Trost ist, er aber gestern in dem Gespräch erwähnte, auch Brigtitte Schwaiger, Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ und Norbert Gstrein und jetzt hat er einen ganz jungen Autor und um an die Veranstaltung vom Mittwoch anzuschlußen, einen Quotenmann, nämlich, den 1994 in Wien geborenen Elias Hirschl, der schon 2009 im Literaturhaus slamte und auch Slam Welt- Europa- Österreicheichmmeister oder was auch immer ist ist und auch schon bei „Milena“ dem nicht mehr Frauenverlag zwei Bücher herausgegeben hat, eines trägt den langen Titel „Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist ein lausiges T- Shirt“.

Das klingt schon einmal interessant, ungewöhnlich und aufmüpfig und jetzt ist bei „Jung und Jung“ „Hunder schwarze Nähmaschinen,“ herausgekommen, wo es um die Erfahrungen eines Zivildieners in einer betreuten Wohngemeinschaft geht.

Clemens J. Setzt, der ja auch ein junger Erfolgsstar war, hat mit seiner „Stunde zwischen Frau und Gitarre“ auch etwas Ähnliches geschrieben und als ich das Literaturhaus um dreiviertel Sieben nach dem Open day im „Writersstudio“ erreichte, war es schon sehr voll. Vielleicht nicht so voll wie bei dem Poetry Slams, aber sehr viele junge Leute und eine DJ gab es auch.

Der Lektor Günther Eisenhuber hat eingeleitet und dann hat sich der sehr junge Mann durch das Buch gelesen und das Publkum hat zwischendurch gejohlt, gelacht und sogar eine Zugabe verlangt, dabei war das, was Elias Hrschl gelesen hat, gar nicht so lustig.

Es begann mit der Mariahilferstraße und den schrägen Typen, die offenbar dort verkehren, den Schnorrern und den Süchtlern und die WG in die der Zivi tätig ist, scheint sich auch dort zu befinden und Elias Hirschl hat sich offenbar besoders bizarre Szenen aus einem solchen WG-Alltag herausgesucht und vorgelesen, von einer Frau, die keine Veränderungen verträgt und dann schreit und tobt und sich mit Waschpulver vollstopft, damit sie wieder auf die Baumgartner Höhe und ins Otto Wagner Spital, ehemals Steinhof, kann, damit sich alle, um sie kümmern, während sie in der WG ihr Zimmer selber aufräumen muß. Aber dort läßt man sie nach zwei Tagen wieder hinaus, und der Zivildiener muß ihr weiter gut zureden und am Sonntag mit den anderen Klienten in die Konditorei Aida gehen, wo sie alle mit Kaffee und Kuchen vollstopfen, obwohl sie Diabetes haben und schwere Medikamente bekommen und das eigentlich nicht essen dürfen.

Spannend, spannend, das Thema, obwohl ich, wie schon geschrieben, nicht glaube, daß das so lustig ist und die Betreuer dort und die Zivis werden das wohl auch nicht finden, sondern überfordert sein und auch, daß es wieder ein junges literarisches Wunderkind gibt.

Fräulein Wunder kann man ja hier nicht sagen, der junge Mann war aber sehr freundlich und hat auf das Buffet verwiesen, als alle nach einer Zugabe riefen und da gab es Brötchen und nachher eine Torte in der Form des Buches und ich habe mich mit Anna Jung unterhalten und mich bei ihr für die beiden Buchpreisbücher ihrer nominierten Nichtquotenfrauen bedankt, die ich noch lesen muß.

2017-07-05

Salztransformen

Die Saison endet stressig, aber natürlich bin ich selber daran schuld, daß ich die letzten Tage bevor ich in meine Sommerfrischenwochenende gehe, zuerst bei der „Sommerakademie des Institus für jüdische Geschichte“ verbringe, ins Literaturhaus gehe und mir dann noch, während ich das alles blogge, den Livestream der „Bachmannpreis-Eröffnung“ ansehe, denn in Klagenfurt geht es ja heute abend los.

Das ist weit entfertn und ich war nur einmal, 1996 vor Ort als sogenanntes Publikum dabei und jetzt braucht man dazu, glaube ich, auch eine Einladung, aber im Literaturhaus war zur Saisonabschlußveranstaltung auch etwas Besonderes los..

Nämlich wieder eine „Poetik-Tanz-Performance“ mit der Butohtänzerin Marion Steinfellner, Herbert J. Wimmer und dem Musiker Michael Fischer, alles GAV Mitglieder, denn es war ja eine GAV-Veranstaltung, zum Thema „Salz“, die da geboten wurde.

Die vierte die es diesbezüglich gegeben hat, Wasser, Luft, Wald waren schon die Themen und eine habe ich auch schon gesehen und Marion Steinfelnllner einmal performen, als in der „Alten Schmiede“, Gerhard Jaschke seine „Feri-und Firebordreihe“ vorstellte.

Die Sessel waren auf der Seite aufgestellt, in der Mitte gab es einen Kreis aus Salz und Barbara Zwiefelhofer die einleitend das Märchen vom König Lear erzählte, sagte die Veranstaltung hätte drei Teile und da tauchten  schon Herbert J. Wimmer im Kimono und Marion Steinfelnner in schwarzweißer Bluse und weißer Hose auf, wer die Kostüme gestaltet hat, hat Barbara Zwiefelhofer einfleitend auch erzählt, setzten sich auf die im Kreis stehenden Sesseln und lasen ihre Texte

„Bitte das Salz, Sprache ist Performation, etcetera“ und im Programmheft stand dann noch etwas von „wir bewegen uns durch den multimedialen raum für den augenblick bestimmt druch das wechselspiel der trasnsformation der poetik, des  butoh-tanzes, der musik und der vielfältigen erscheinungsweisen von SALZ“

Im zweiten Teil kam dann der Tanz zum Tragen, Marion Steinfellner bewegte sich diesbezüglich durch den Raum, zerstörte die Salzspur und Michael Fischer gab dazu ein Saxophonsolo, während sich in Teil drei die drei auf Matten legten und weiter ihre Texte sprachen und am Schluß forderte Marion Steinfellner das Publikum  zum Mittanzen auf.

Spannend, spannend spannend, die Texte der bisherigen Performances gibt es schon in den „Koliken“ abgedruckt und eine Schweizer Touristin fragte mich beim Wein über die Funktion des Literaturhauses aus.

Sie ist zufällig zu der Veranstaltung gekommen, die ihr sehr gefallen hat und Marion Steinfellner und Herbert J. Wimmer wünschten noch allen einen schönen Sommer, auf zum „Bachmannpreis“ habe ich gesagt, als ich mein Glas getrunken habe.

Da erwartet mich ja noch einiges und die „O Töne“ fangen morgen auch noch an und dann geht es in die Sommerfrische und zu meinen eigenen Texten, die ja sicher viel weniger experimentell sein werden.

2017-06-26

Luftlinie A-B der Sprachkunst

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:59
Tags: ,

Semesterabschlußlesung des „Hochschullehrganges für Sprachkunst“, früher hat das ja einmal „Studentenlesung“ geheißen, jetzt schon schöne Tradition im Literaturhaus, zehn bis elf Lesende und diesmal sind sogar als spezial guests Christel und Matthias Fallenstein sowie Ferdinand Schmatz und Esther Dischereit im Publikum gewesen.

Bei der letzten Lesung war ich ja, glaube ich, die einzige Nichtstudentin im Publikum, diesmal war es besser und Barbara Zwiefelhofer kündigte die Lesungen an.

Was der Titel  bedeuten soll, habe ich auch diesmal nicht so genau erkunden können, als Erstes kam jedenfalls Johanna Wieser und las, sehr modern, ihre Gedichte aus dem Handy, weil sie ja, wie sie sagte, dort entstanden sind und da hätten wir schon die Erklärung für den Titel.

Denn die Gedichte entstanden alle in ihrer Urform auf dem Flughafen und die jungen Leute reisen offenbar auch sehr viel.

Die nächste Lesende, die „wunderbare“ Lena Biertempel, wie manche Ankündigungen lauteten, eine junge Frau ohne Schuhe, die sich gleich auf den Vortragstisch setzte, schloß wie sie sagte gleich dort an und brachte einen Auszug oder vielleicht auch eine ganze melancholische Liebesgeschichte.

Dann kam Muhammet Ali Bas, ein junger Mann mit Bart und hochgebundenen Zöpfchen, der auch noch seinen Zwilling hatte und der verblüffte durch seine durchaus realistischen Erzählungen, wie das ist, wenn man immer gefragt wird, woher man kommt, wenn man doch in Vorarlberg geboren unde und die Vorarlbergische Krankenkassa die Geburt auch zahlte.

Dann folgte Katharina Pressl und die las einen Auszug aus einem längeren Text, wo eine junge Frau mit ihrer Schwester das Haus ihrer Eltern ausräumt und dann noch die Mutter im Altersheim besucht.

Sehr unterschiedliche Texte, was die Spannung sicher erhöhte und als nächste folgte Cornelia Hülmbauer und die ist mir ja eine alte Bekannte, hat die ja vor cirka acht Jahren meinen Blog sehr intensiv verfolgt, dann gewann sie bei den Exil-Preisen, hat ,glaube ich, auch fertig studiert und ein Hans Weigel-Stipendium bekommen, jetzt ist sie Studentin der Sprachkunst und zum Klagenfurter Literaturkurs ist sie heuer auch eingeladen.

Dann folgte eine Pause und weiter ging es mit Frieda Paris, die ich ja durch Christel Fallenstein kenne und die brachte,

glaube ich, einen Auzug aus einem Roma,n der von einer russischen Bildhauerin handelte, der sich sehr viel auf Steine bezog.

Dann kam der Zwilling, nämlich Damon Taleghani, etwas kleiner, aber mit der gleichen Frisur und einem gänzlich anderen Schreibstil, denn der performte, rezitierte einen experimentellen Text und machte dazu rhythmische Bewegungen.

Was danach folgte war auch ein Experiment, nämlich Benedikt Steiner, denn der ließ sich aus dem Publikum via Handy Gedichte schicken, die las er dann vor, was eher keine originale Sprachkunst ist, die Kunst des Schreibens wird dann aber wohl noch kommen, wenn er einen Text daraus machen wird und die Urheberfrage wäre wenigstens für mich nicht geklärt, aber ich habe ja kein Handy, so konnte ich nichts schicken und das ich in der Zwischenzeit für mich gedichtet habe, hat wohl auch eher an Goethe erinnert, also wohl auch eine Art Plagiat:

„Ich besaß es doch einmal, was so herrlich ist, daß es sich von Mal zu Mal nimmer mehr vergißt“

Der nächste junge Mann Stephan-Manuel Eggenweber brachte dann drei eher makrabre Geschichten, die zuerst mit der Monatsblutung der Mutter begannen, was ist daran makaber, für einen Vierjährigen offenbar schon, aber dann wurde dem Bruder der Mund zugeklebt und der Freundin die Finger gebrochen, nun ja, nun ja, die anderen fanden es wieder lustig, ich weniger und die letzte Lesende war Maria Mjuhar, die ein paar Kurztexte brachte, worauf sie sich auf den Schreibprozeß und ihre Figuren bezog und auch aus der Schule ein wenig plauderte, nämlich erzählte, wie man ein verpatztes Gedicht, durch eine andere Sprache retten kann und das nennt sich dann transrepair, interessant, interessant, wieder was gelernt uind einen schönen Eindruck von der Sprachkunstproduktion mitbekommen.

Mal sehen was ich von den Studenten und Studentinnen noch so höre und morgen geht es auf der Sprachkunst, glaube ich, auch noch weiter mit Ausstellungen, aber da werde ich dann nicht dort sein.

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.