Literaturgefluester

2019-03-05

Podium Portrait 95-100

Der Literaturkreis „Podium“ von Alois Vogel gegründet, hat ja die gleichnamige Literaturzeitschrift, dann eine Lyrikreihe, die, glaube ich,“Neue Literatur aus Österreich“ hieß und jetzt die „Podium Portrait-Reihe“, wo die Mitglieder zu ihrem runden Geburtstag, ich glaube, ab sechzig oder so ein Lyrik- oder Prosa-Bändchen je nach vorhandenen Werk bekommen,  jetzt gibt es schon  Band hundert, beziehungsweise, hunderteins, das ist der Bruni gewidmet und wird am Montag posthum in der Buchhandlung „Tiempo Nuevo“ vorgestellt und die Bände 95-100 wurden heute in der „Gesellschaft für Literatur“ präsentiert. Erstmals dort, obwohl die „Gesellschaft“ glaube ich, beziehungsweise Wolfgang Kraus, ihr damaliger Leiter dort den  März als Monat der Lyrik einführte, so daß es jeden März dort einige lyrische Veranstaltungen gibt, die ich auch regelmäßig mehr oder weniger besuche, die „Podium Bändchen“ von denen ich einige gelesen habe und auch regelmäßig geschenkt bekomme, zuletzt das von Erika Kronabitter Band acht-oder neunundneunzig bei ihrem Geburtstagsfest, wurden, glaube ich bisher in der „Alten Schmiede“ und vielleicht auch im Literaturhaus vorgestellt oder wurden dort die Hefte präsentiert?

Das weiß ich jetzt gar nicht so genau, kann man bei mir aber nachlesen und ab nun, beziehungsweise ab Band 95 wird das, wie Manfred Müller in der Einleitung erklärte, bei der „Lyrik im März“ in der „Gesellschaft“ passieren und die ersten hundert Bände hat Hannes Yyoral herausgegeben, der jetzt von Erika <kronabitter abgelöst wurde, die schon das Langthaler-Bändchen verantwortetet.

Band 95 bis 100 sind aber den Dichter und Dichterinnen Patricia Brooks, Pascal C. Tanguy, Tarek Eltayeb, Wolfgang Ratz, Erika Kronabitter und Sylvia Treudl gewidmet. Wofgang Ratz ist in Südamerika, Erika Kronabitter anderwertig verhindert, so wurden heute nur vier Bände präsentiert und von Hannes Vyoral eingeleitet.

Bei den Portraits gibt es immer ein Vorwort oder eine Einfürung bei der 1957 in Wien geborenen Patricia Brooks, die ich ja öfter bei Veranstaltungen treffe und die ich, glaube ich, durch unser gemeinsames Portrait einmal, lang lang ists her, in der Zeitschrift „Buchkultur“ kennenlernte, war das Ilse Kilic, bei dem mir bisher unbekannten Pascal C. Tanguy, der in Linz geboren wurde und glaube ich französischer Herkunft ist, jedenfalls hat er die Gedichte, die von Reisen aber auch von der Sprache und der Liebe handelten, zweisprachig gelesen, hat das Georg Bydlinsky gemacht und er scheint auch ein sehr vielseitiger Mann zu sein, nämlich Tänzer, Musiker, Maler, Schreiber und dann noch Gymnasiallehrer und war für mich eine spannende Entdeckung, während ich den 1959 als Sohn sudanesiischer Eltern und seit 1984 in Wien lebenden Tarek Etajeb schon vom Namen oder auch von Veranstaltungen her kannte, er las zwei seiner Gedichte auch auf arabisch und hatte dabei spannenden Themen, so handelte das erste nämlich von einem der als er den fluß überquerte schwarz wurde, so daß sein freund sich weigerte es ihm gleich zu tun.

Dann folgte, die 1959 in Krems geborene Sylvia Treudl, die, glaube ich, Elfriede Haslehner im „Wiener Frauenverlag“ ablöste, dann das NÖ-Literaturhaus gründete, die „Literatur und Wein“ veranstaltet, auch als Rezensentin und vieles anderes tätig ist und ihr Bädchen in sieben Abteilungen gliederte, dabei einiges auf Englisch und anderes in NÖ-Dialekt beispielsweise, das Gedicht von ihrer geschiedenen Mutter las und einen interessanten Kontrast zu den anderen Werken bot.

Erika Kronabitters Gedichte muß oder kann ich, wie schon geschrieben lesen, zu der Veranstaltung zu Brunis achtzigsten Geburtstag werde ich am Montag gehen und nach der Veranstaltung habe ich mich noch länger bei Wein und Kanbberzeugs, das es überraschenderweise gegeben hat, mit Maria Gorniciewicz unterhalten, die, wie sie mir sagte, ihr Portait schon länger hatte.

Spannend, spannend die Veranstaltung, auch für eine Nichtlyrikerin und morgen wird es in der „Gesellschaft“ mit der Lyrik weitergehen, da habe ich aber vor nach dem Doml-Workshop, der ja wieder beginnt, in die Hauptbücheeir zu gehen, weil da ein Film über den slowenischen Nationaldichter Ivan Cankar gezeigt werden wird.

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2016-03-01

Wieder ein Jahr Podiumportraits

Bei der Präsentation der „Podium-Portraitreihe“, diesen kleinen Heftchen, die zu den runden Geburtstagen, ab fünfundfünfzig bis achtzig etwa, der Mitglieder des Literaturkreises herausgegeben werden, war ich schon öfter und ich bekomme auch öfter so kleine Heftchen von den Jubilaren oder deren Erben geschenkt und jetzt wurden Band 83 bis 88 präsentiert und der 1955 in Kärnten geborene Religionslehrer Axel Karner, der mehrmals bei dem von mir organisierten Tagen der „Freiheit des Wortes“ gelesen hat und mir auch schon einige seiner Gedichtbände zur Besprechung übergeben hat, hat mit einem sehr eindruckvollen Dialektgedicht über die Gewalt, die wir einander antun, begonnen „Die Goschn soll ich halten hast gsagt“ undt dann Auszüge aus den „Stacheln des Rosenkranzes“, den Lissabonnergedichten und den „Chansons grillee“, die ich auch schon einmal im Literaturhaus hörte, gebracht, die nächste war die einzige Frau und auch die jüngste in der Runde, die 1960 geborene Ärztin Monika Vasik, die seit 2011 literarisch tätig ist und die ich sehr oft bei Veranstaltungen sehe.

Barbara Neuwirth hat ihr Portrait eingeleitet, sie hat aber auch selber die Themen vorgestellt, die ihr wichtig sind.

Die Politik, die Liebe, Krankheit und Sterben, sowie Natur und  hat in ihr Portrait auch unveröffentlichte Gedichte, sowie Proben aus ihren bisherigen, in der „Edition Hernals“ entstandenen Gedichtbänden einfließen lassen.

Der nächste war der ebenfalls 1955 geborene und als Lehrer tätige Christoph Janacs aus Oberösterreich, der auch öfter bei den „Tagen der Freiheit des Wortes“ gelesen hat. Er hat jetzt einen Bart, so hätte ich ihn fast nicht erkannt und hat für sein Portrait Gedichte, die er nach japanischen Mustern geschrieben hat, ausgewählt.

Dann kam Bernhard Widder an die Reihe, er ist auch in Oberösterreich geboren und hat Architektur studiert, reist viel herum, was auch in seinen Gedichten, von denen er einige in den Siebzigerjahren, die meisten zwanzig Jahre später, geschrieben hat, zu hören war.

Der 1945 in Bayern geborene und in Ungarn aufgewachsene Übersetzer, György Buda, den ich von einigen Literaturveranstaltungen und von der Donau Lounge der „Buch Wien“ kenne, war der Älteste in der Runde, der seinen ersten Sologedichtband präsentierte, Einzelgedichte hat er schon in Anthologien veröffentlicht und der las von der „Mondstadt“ das ist die Gegend um den Donauturm und ein Gedicht, das er Christl Greller zu verdanken hat, die  auch schon einen Band in dieser Reiehe hat. Mercedes Echerer hat das Vorwort für seinen Band geschrieben und der letzte Autor war der 1956 geborene Georg Bydlinsky, der erst im Mai seinen runden Geburtstag hat, der sein Vorwort, wie Martin Auer selbst geschrieben hat und zuerst zwei Gedichtzyklen über Triest und London, das letztere auf Englisch und dann noch drei Kindergedichte las, denn er ist  auch ein Kinderbuchautor und hat unter anderen einen Kinderlyrikpreis bekommen.

2015-03-18

Podium-Portrait Jahresproduktion

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:27
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Zur „Lyrik im März“ passend, stellte der „Literaturkreis Podium“ in der „Alten Schmiede“ seine Jahresprduktion der Portraitreihe vor, wo seit 2005, glaube ich, immer zu den runden Geburtstagen der Mitglieder ein Heftchen mit ausgewählten Gedichten und einem Vorwort eines anderen Mitglieds erscheint.

Ein paar Mal war ich schon bei solchen Präsentationen, die immer in der „Alten Schmiede“ passieren, ein paar der Portraitheftchen sind auch schon zu mir gewandert.

So hat mir Elfriede Haslehner, glaube ich, mir das ihre geschenkt, Christl Greller gab es mir während der letzten IG-GV und beim Begräbnis von Friedl Hofbauer letzten Jahr am Zentralfriedhof hatten ihre Kinder einen ganzen Sack voll dieser Heftchen mit, die sie an die Trauergäste verteilten.

Das Portrait von Kurt Klinger, gabs vor einer Woche in Leipzig am ÖO Stand, nur leider hatte ich es schon gelesen, so daß es, demnächst, wenn es die Telefonzelle bei der Seedose wieder gibt, dorthin wandern wird.

Spannend spannend, wie viele Leute Gedichte schreiben, das habe ich vor kurzem, glaube ich, erst geschrieben, angeblich mehr, als welche lesen und so wurden heute auch die Heftchen 77-81 vorgestellt und die Dichter waren zum größten Teil mir unbekannte Leute, also kenne ich mich in der hiesigen Literaturszene doch nicht so gut aus, wie ich immer behaupte und die, die meinen, daß mein Blog nichts mit Literatur zu tun hätten, behielten recht?

Mitnichten, den Namen Roman Rocek, 1935-2013 habe ich schon gehört und der Herausgeber des Bändchen, der jetztige Pen-Präsident Helmut A. Niederle, stellte ihn sogleich mit seinen Taten, weniger mit seinen Werken vor und meinte, daß er ein schwieriger Mensch gewesen wäre, der niemanden an sich heraungelassen hätte, aber wenn man mit ihm befreundet gewesen ist, hätte man seine Herzensgüte bemerkt, so traf er ihn einmal in der Konditorei Sluga, wo er einen Bienenstich für Günter Anders und etwas anderes Süße für Elisabeth Freundlich kaufte und als er ihm verriet, daß seine finanzielle Lage entsetzlich sei, verschaffte er ihm einen Job beim Rundfunk.

Gedichtproben kamen natürlich auch und da hat mich das in den Fünzigerjahren entstandene von dem ich einige Zeilen mitgeschrieben habe, sehr beeindruckt „..die Schürze einer alten Frau, die früh und spät am Fenster sitzt und näht“.

Man sieht Roman Rocek war ein Reimer, die jüngeren Autoren halten davon ja meistens nicht mehr so viel und als nächstes kam die mir bisher unbekannte Franka Lechner, 1944 in Wien geboren, auch Malerin und Textilkünstlerin, die schon einige Lyrikbändchen herausgegeben hat.

Die nächste Frau Beatrix Kremlovsky 1954 in Steyr geboren und wie der Moderator Johanes Vyoral meinte, auch eine Doppelbegabung, war mir bekannt, da hätte ich sie aber eher als Krimiautorin eingeschätzt, zumindest habe ich ihr in dieser Funktion einmal mein „Tauben füttern“ geschickt, das aber nicht angekommen ist, wahrscheinlich wieder wegen des selbermachens, aber jetzt präsentierte sie sich als Lyrikerin und Johannes Vyoral erwähnte auch die vielen Reisen, die sie macht und die in ihren Texten spürbar wären.

Eine moderne frische Stimme würde beurteilen, sehr beeindruckt hat mich das Gedicht von der an Alzheimer erkrankten Mutter, die sich von der von ihr nicht mehr erkannten Tochter einen Stich ins Herz mit einer Axt, einer Nadel, etc wünscht, damit es wieder so wie früher wird“, starke Worte, zu einem Thema das jetzt wieder eifrig diskutiert wird und wie ich mir wünschen würde, anders gelöst würde, wie es sich manche Bachmannpreisträger oder Leser vorstellen.

Weiter ging es mit zwei Herren aus Graz, sechzig beziehungsweise fünundsechzig Jahre alt, die zufälligerweise neben mir saßen,  von Joachim gunter Hammer, das ist der ältere, der von Johanes Yoral, bzw., im Vorwort als Vielschreiber bezeichnet wurde, habe ich, glaube ich, auch schon Gedichte gelesen, Harald W. Vetter war mir dagegen so unbekannt, wie der Wiener Germanist und Theaterwissenschaftler Franz Forster, 1940 geborenen, der auch ein Buch über Mozart und Salieri geschrieben hat, das er seinem Publikum, wie seine Gedichte empfahl. Er kommentierte auch seine Lesung und brachte eine Gedicht an eine „Sweet Lorraine“, das ist eine Anspielung an einem Song der ihm aber nicht gefiel und das Gedicht ist einer Eläßerin gewidmet einer Hertha, die sich später in Adrienne umbenannte und im ersten Weltfrieg Rote Kreuz Schwester gewesen ist und kinderlos einige Jugendbücher geschrieben hat „Kathrin wird Soldat“, habe ich zu Hause. Franz Forstern hat „Kathrin zieht in den Krieg“ erwähnt und ich habe auch „Reisen Sie ab Mademoiselle“ und „Ein Fenster zum East River“ erwähnt.

Am Schluß gab es noch einen Ausblick auf die Bände, die im nächsten Jahr von Axel Karner, Gyorgy Buda, Christoph Janac, Gerald Jatzek und noch zwei anderen, deren Namen ich jetzt nicht lesen kann, erscheinen werden und wieder kann man sich ein wenig wundern, wer aller Gedichte schreibt, hätte ich György Buda doch für einen Übersetzer gehalten.

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