Literaturgefluester

2017-02-15

Wienzeile

Mit der Literaturzeitschriftenpräsentation ging es heute weiter in der „Alten Schmiede“ und zwar wurde da die „Wienzeile“ vorgestellt, die von Thomas Frechberger und Günther Geiger gegründet wurde und einmal ein ziemlich subversives Magazin war.

Heute heißt sie „Supranationales Magazin für Kunst, Kultur und Politik“ und es gibt schon siebzig Nummern.

Heft 69 und 709 die beid von  Lydia Haider redigiert wurden und die auch, was sehr erfreulich war, zur freien Entnahme auflagen, wurden heute vorgestellt und ich kann anmerken, daß ich einmal, lang lang ist her, glaube ich, meinen „Ziwebelschneiden-Text“ drinnen hatte.

Früher habe ich ja regelmäßig oft auch mit Auszügen aus meinem jeweiligen Werk in Arbeit, die Literaturzeitschriften beschickt und einige, ganz wenige, haben hin und wieder auch einen Text von mir genommen.

Heute ist mein Blog meine Art mich literarisch zu präsentieren und ich schicke nur vereinzelt, hauptsächlich wenn ich angeschrieben oder angesprochen werde, etwas zu einer Zeitschrift hin

Gerhard Jaschke hat meinen Eisendle-Text im „Freibord“ gebracht, für den „Sterz“ habe ich ein Stück aus der „Brüderschaft“, das „Gruftie-Mädel“ geschickt, nicht genommen, der Herr der „Lichtungen“ hat mich mal angeswprochen, nicht genommen und dann am „Volksstimmefest“gelesen und jetzt habe ich es mit den „Köpfen“ wieder für das „Etcetera“ probiert. Der Text ist losgeschickt, sehr viel Hoffnung habe ich nicht und die 1985 in Steyr geborene Lydia Haider, war glaube ich 2016 bei den „Alpha Finalisten“ und ist eine sehr freundliche junge Frau, die sich bei Daniel Terkl für die Einladung, das Heft vorstellen zu können, bedankte.

Sie erzählte dann etwas zu ihrer „Wienzeile- Geschichte“ und stellte die vier Autoren vor, die sowohl im „Hehe-Heft“, als auch in den „Linien“ Texte drinnen haben, die sie dann lasen.

Die erste war die 1987 in Wien geborene und in Berlin lebende Lea Zsivkovits, die Gedichte las.

Dann kam der 1960 in Graz geborene Musiker und Autor Adi Traar, ein Stamm-Wienzeile-Beschickter, wie Lydia Haiderbetonte, der hatte in den zwei Heften zwei sehr unterschiedliche Texte „Raueis“ ist eine Dystopie, die an die „Wand“ erinnern kann. Ums Universitätssterben geht es dabei aber auch und in „Garry auf und davon“ geht es um einen Musiker, der bei seinem Auftritt gar nicht gut ankommt, obwohl er das offerbar nicht mitbekommt.

Excellent gelesen vom Autor und dann kam ein mir Bekannter, den ich erst vor kurzem hörte, nämlich der 1992 in Düsseldorf geborenen Timo Brandt, der an der Angewandten Sprachkunst studiert und er hatte im ersten Heft, einen Text, den er geschrieben hat, als er nach Wien kam.

So heißt er auch oder ist ein „Wiengedicht“ und im zweiten Heft, ist der Text im Inhaltsverzeichnis verloren gegangen, heißt aber „Ausschneidbares“ und ist auch so grafisch angedordnet, daß man ihn ausschneiden oder zerrreißen kann, was der Autor sagte, er einmal so performen wollte, aber diesmal nicht so tat.

Die vierte Lesende war die 1987 in Wien geborene und jetzt in OÖ lebende Magdalena Stammler, die jetzt ihren vielleicht autobiografischen Text „Schwesternschaft“ las in dem es um zwei Freundinnen oder an die Erinnerungen der einen an die anderen geht, die gemeinsam studierten, sich im Cafe Hummel trafen und sich über die Frauen lustig machten, die heirateten Kinder kriegten und dann ins Frauengefängnis Einfamilienhaus übersiedelten, was bei beiden Kopfschütteln auslöste.

Dann wurde die Erste zuerst schwanger und zog dann in das schöne Haus der Oma aufs Land mit ihrer Familie, während sich die andere ins Frauengefängnis „Kinderwunschklinik“ zurückzog.

Sehr eindrucksvoll in Zeiten, wo eine Ronja von Rönne gegen den Feminismus wetterte, aber Gertraud Klemm hat ja auch über das „Aberland“ geschrieben und in den beiden Heften sind auch Texte von Bekannten zu finden.

Matthias Vieida beispielsweise, den ich glaube ich, auch aus den Studentenlesungen kenne. Daniela Emminger, die auf der LL des öst Bp stand und von der ich zwei Bücher auf meiner Leseliste habe.

Stefan Alfare den ich kennenlernte, als ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendiums waren und dessen Gedichte mich damals sehr beeindruckten, obwohl ich mich ihn nicht vorzuschlagen traute.

Stefan Sonntagbauer, der bei „Holzbaum“ publizierte, als die noch literarische Texte brachten. Laura Freudenthaler kenne ich glaube ich aus Schreibwerkstatt der „Österreichischen Gesellschaft für Literatur“ und habe auch ein Buch von ihr in meinen Bergen. Isabella Breiers Gedichte habe ich, glaube ich, schon einmal gehört.

Peter Paul Wiplinger, der Doyen, mit dem ich 1996 in derselben Jury war und den ich meistens bei den GVs- der IG Autoren treffe. Nicole  Makarewicz, die ich von den „Texthobelspänen“ kenne und Claudia  Sykora Bitter, die im „Linien-Heft“ zwei Graphiken hat, die ich aber schon bei der „Rampe-Vorstellung“ hörte.

Lydia Haider, die noch erklärte, daß die Literaturzeitschriften für die Autoren soetwas, wie der Motor seien, der eine literarische Karriere anstarten könnte, rief  noch zum Senden guter Texte auf, die immer willkommen wären und erkundigte sich bei den Autoren, welche Themen sie sich für die nächsten Hefte wünschen würden?

Eine erfrischende Präsentation eines erfrischenden und sehr lesbaren, wie Lydia Haider auch betonte,. daß das wichtig sei, Hefres und für mich eine Überraschung, denn diese Präsentation hob sich sehr erfreulich von den anderen Zeitschriftenvorstellungen ab, die mir aber auch gefallen haben.

2017-01-19

Noch einmal Oberösterreich

Die oberösterreichische Literatur ist in letzter Zeit in Wien sehr oft zur Geltung gekommen und zwar hat es schon vorigen Donnerstag im „Werkl am Goethehof“ begonnen, wo Judith Gruber-Rizy Franz Kain vorstellte.

Weiter ging es am Dienstag im Literaturhaus mit „Oberösterreich erforschen“ präsentiert von Helmut Rizy und daraufhin habe ich mich entschlossen, diesen Donnerstag in die „Alte Schmiede“ und nicht in die „Gesellschaft für Literatur“, wie ich es eigentlich plantem zu gehen, denn dort präsentierte sich in der „Literatur als Zeit-Schrift-Reihe“, die oberösterreichische Zeitschrift „Rampe“ in der ich, lang lang ists her, auch ein paar Texte hatte.

Inzwischen präsentiere ich ja mich und mein Schreiben fast ausschließlich im Internet und im „Literaturgeflüster“, was, wie ich in der Veranstaltung wieder hören konnte, ja immer noch nicht als sehr literarisch gilt, für mich ist es aber trotzdem eine gute Möglichkeit der Präsentation und ein schönes Archiv und diesbezüglich werde ich gleich einmal nachsehen, wann ich welche Texte in der „Rampe“ hatte.

Und zwar hatte ich den „Brief an die Herren der Akademie“, ursprüglich, glaube ich, für den Frauenverlag geschrieben und in St. Pölten einmal gelesen, in der „Rampe“ 1/89 und die „Geschichten vom lieben Gott“, die ich auch beim „Sichten und Vernichten Symposium“ in Salzburg vortrug, in der „Rampe  2/93“

Das ist lange her, die Belegexemplare liegen noch in Harland und Honorar gab es auch dafür, dreihundert Schilling pro Seite, hörte ich, heute in der „Schmiede“, das war viel Geld und die „Rampe“ war damals und vielleicht noch heute eine der wenigen Zeitschriften wo es Honorar gab und geantwortet haben sie auch immer und die Fahnen zur Korrektur geschickt.

Aber ich greife vor, erst stellte Lena Brandauer, die gemeinsam mit Daniel Terkl und Paul Dvorak die Reihe betreut, das Podium vor.

Die Zeitschrift gibt es seit 1975, da war Fritz Lichtenauer mit dem ich auch immer korrespondierte, der Redaktuer, inzwischen wird das von Bernhard Judex erledigt und die Zeitschrift, die glaube, ich gegründet wurde, um die oberösterreichische Literatur zu fördern, gehört heute zum „Adalbert Stifter Institut“.

Früher gab es zwei Hefte pro Jahr, jetzt gibt es vier, eines ist einem Thema gewidmet, eines frei, die beiden anderen sind, glaube ich Themenhefte, die Oberösterreichern bzw. den oberösterreichischen Preisträgern gewidmet sind.

Es wurden aber immer auch nicht Oberösterreicher genommen, das ist auch der Grund, warum ich Texte drinnen hatte und mein erster Text wurde, glaube ich durch Gerald Bisinger vermittelt und der hatte im ersten oder zweiten Heft, das es gab ein sogenanntes „Scheißgedicht“, das hat der Frau Fussenegger, die damals auch im Redaktionsteam saß nicht gefallen, so gab es ihr Dementi und das war alles in Dias zu sehen, die August Bisiner, Gerald Bisingers Sohn, der ja in der „Schmiede“ der Techniker ist, an die Wand projezierte.

Denn vor dem Gespräch mit Fritz Lichtenauer stellte Bernhard  Judex die Hefte vor, erzählte, was dazu, sagte, daß es immer Antwortbriefe gab und las auch ein Beispiel eines enttäuschten Autors vor.

Dann wurden zwei Autoren, nämlich  Claudia Bitter und Constantin Göttfert vvorgestellt, die Texte in den neueren Heften drinnen haben und zu ihren Erfahrungen mit der „Rampe“ befragt.

Die 1965 in OÖ geborene Claudia Bitter kenne ich, glaube ich, weil sie beim „Siemens Literaturpreis“ gewonnen hat und den 1979 geborenen Constantin Göttfert, der in Leipzig studierte, habe ich schon bei einigen Lesungen gehört.

Claudia Bitter hatte öfter Texte in der „Rampe“ weil sie auch öfter vom Land OÖ Prämien bekommen hat, sie schickt ihre Texte auch gerne an Zeitschrfiten und schreibt auch extra Texte dafür, Constantin Göffert hat glaube ich erst einen Text und ist meistens auch mit seiner Romanarbeit beschäftigt, so daß er nur hinschickt, wenn er einen passenden Text hat.

Dann wurde noch ein Themenheft präsentiert, nämlich das, das der 1972 in Wels geborene FlorianNeuner über den 1960 in Ried am Innskreis geborenen Christian Steinbacher herausgegeben hat.

Florian Neuner hat schon drei Themenhefte unter anderem eines das Waltraud Seidlhofer gewidmet war, betreut und erzählte etwas über die Arbeit und die Zusammenstellung des Heftes, das man dann am Büchertisch kaufen konnte, dann kam der Autor selber, der einmal den „Wartholz-Literaturpreis“ gewonnen hat, aber auch „Heimrad Bäcker Preisträger“ ist und sehr experimentell und visuell arbeitet, gab eine wahre Werkschau von sich, worin er die Zeit zurück bis zu den Anfängen seinen Schreibens zurückging und in dem er performte und deklamierte auch seine anderen Bücher vorstellte.

Ein sehr interessanter Abend, der einen genauen Einblick in die oberösterreichische Literatur und ihre Förderung gab, die so reichhaltig ist, das man nicht alles haben kann, denn während der in Ried am Innkreis geborene Christian Steinbacher seine Anagramme und Zettelgedichte präsentierte, trat in der Hauptbücher der 1958 in Wels geborene und in Ried am Innkreis lebende Dietmar Füssel auf und stellte seinem historischen Roman aus dem alten Ägypten „Wiederholte Geburten“ vor, aber den habe ich ja schon gelesen, während ich das bei Christian Steinbachers „Die Treffsicherheit des Lamas“, das noch aus den Büchertumen der Literatur im März stammt, noch immer nicht getan habe.

Zum Glück publiziert Christian Steinbacher aber nicht nur in der „Rampe“ sondern auch im „Feribord“ und da ist ihm das Heft 24 gewidmet und daraus las er auch ein Stückchen vor.

In der „Zeitschriftenreihe“ wurden schon „Literatur und Kritik“ und sechzehn andere vorgestellt.

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