Literaturgefluester

2021-10-18

Von Frankfurt über Zürich nach Wien und wieder zurück

Heute war ein wichtiger Tag, denn in Frankfurt wurde im Römer am Vorvorabend der Buchmesse, die heurige Gewinnerin des deutschen Buchpreises bekanntgegeben, und das war für eine wie mich, die ich seit 2015 ja sehr fleißig die Longlist lese, äußerst spannend, obwohl meine Leser wissen es, das Lesen trotz Corona-Veranstaltungssperre äußerst langsam weitergeht.

So ganz langsam auch wieder nicht, liebe Kritiker, bin ich ja schon beim vierzehnten Longlist und vierten Shortlistbuch und konnte daher schon einige Prognosen, beziehungsweise einen Wunschtip abgeben, da ich die Antje Ravic Strubel und den Thomas Kunst noch nicht gelesen habe, war Mithu Sanyal meine Favoritin, meine Shortlist würde von den vierzehn bis jetzt gelesen noch aus vier Frauen, nämlich der Monika Helfer, der Dilek Güngör, der Dana Grigorcea und am Schluß mit einigen Fragezeichen, weil vielleicht doch ein bißchen agressiv aus Shida Bazyar bestehen.

Aber wie wird die hehre Jury entscheiden, die diesmal aus Knut Cordsen, Bettina Fischer, Anja Johannsen, Richard Kämmerlings, Sandra Kegel, Beate Scherzer und Anne-Catherine Simon bestand? Schwer zu schätzen.

Den Thomas Kunst wahrscheinlich nicht, weil zu experimentell, die Monika Helfer vielleicht zu österreichisch, der Norbert Gstrein hat schon den Öst mit seinen Vorbuch bekommen und da die erste Seite des neuen Buchs vorlesen lassen, der Christian Kracht vielleicht, der sich ja von der Schweizer-Liste wieder nehmen ließ oder Antje Ravic Strubel, wie sich ja einige wünschten und die gehört ja auch zu den diversen jungen Frauen auf der Liste und die Identität als thema wurde gleich im Römer von der Moderatorin Cecile Shortmann betont. Dann trat Ina Hartwig auf die Bühne und sprach als Frankfurter Politikerin ihre Grußworte, dann kam die Börsenvorsteherin Karin Schmidt-Friedich, alles Powerfrauen und der Schauspileer, der jeweils die erste Seite aus den sechs Büchern las.

Ein Kurzfilmchen gab es auch und war schon früher im Netz zu sehen. Je ein Juror sagte etwas über das Buch. Man sah die Autoren mit Abstand und teilweise mit Maske im Publikum sitzen, hundertsechzig Personen waren, glaube ich, zugelassen. Dann kam die Vorsteherin und verkündete, wer es gworden ist.

Nicht „Identiti“, aber Antje Ravic Strubels „Blaue Frau“, vielleicht trug Cecile Shortmann deshalb ein blaues Buch. Das Buchcover ist ja rot und war auch das einzige der sechs, was noch in meinem Badezimmer lag. Ich trage die gelesenen Bücher ja immer nach Harland und den Kunst habe ich in meinem E-Book Ordner.

Also Gratulation und während die geladenen die zwei Gs Geselligkeit und gute Lune beim Buffet fröhnten, swichte ich kurz nach Zürich oder zum „Diogenes Bloggertreffen“, denn da stellte Susanne Bühler und ihr Team das neue Programm vor. Da man das in Frankfurt heuer vielleicht nicht so machen kann. Ich bin kurz geblieben, weil es in der „Alten Schmiede“ wieder ein „Dicht-Fest“ gab und da stellte Peter Paul Wiplinger seine letzten beiden Gedichtbände vor,die ich zwar beide schon gelesen habe, er hat mich aber reundlich eingeladen und eines davon gehört zu den besten Lyrik- Bänden, das ich dieses Jhr gelesen habe und die Beschäftigung mit dem „Tabu Tod“ des Autors und das Outing seiner Krebskrankung ist ja sehr beeindruckend und das war auch die Bandbreite des heutigen „Dicht-Festes“, das wieder von Johannes Tröndle moderiert wurde.

Zuerst hat die mir unbekannte, 1983 in der Türkei geborenen Seda Tunc ihren Band „welch“ aus der „edition mosaik“ vorgestellt und wurde von Luis Stabauer gefolgt, der ja eigentlich ein Prosaautor ist, von dem ich schon sehr viel gelesen habe, der seinen „Podium-Portraitband“ „UND“ vorstellte, der wie Johannes Tröndle meinte, gekonnt politisch und realistisch ist.

Dann kam der schon erwähnte Peter Paul Wiplinger mit seinen wirklich sehr beeindruckenden Gedichten, der jetzt, wie er mir schrieb, ein paar Tage in Rom, seiner Leblingsstadt war, in der er auch einige Zeit wohnte. Jetzt wohnt er in der Rasumovskygasse, wo ja auch das GAV-Hauptquartier bei ist und ob er jetzt GAV oder PEN oder bei beiden, obwohl das ja verlobten ist, Mitglied ist, weiß ich nicht, ist ja auch egal, die beiden Bücher sind jedenfalls in der „Editon-PEN“ des „Löcker-Verlags“ erschienen. Dann folgte GAV-Mitglied Georg Bydlinski,, der verriet wann er beim „Literatureck“ in der „Alten Schmiede“ das erste Mal gelesen hat. Das war 1978, ich bin ihm, glaube ich, 1980 gefolgt. Er hat seine ersten Gedichte bei Peter Paul Wiplinger hausgebracht, beziehungsweise hat der ihn verlegt und englische Gedichte hat er auch geschrieben. Zwei davon hat er vorgelesen und sonst seinen bei der „Editon Thurnhof“ erschienenen Band „Flüchtiges Fest“ vorgestellt.

Dann hätte Claudia Kohlus folgen sollen, hat aber abgesagt und der letzte Autor war Jopa Jotakin, der jetzt im GAV Sekretariat und auch im „Fröhlichen Wohnzimmer““ tätig ist und der hat einen Band bei der editon zzoo“ die übrigens am Donnerstag in der „Schmiede“ vorgestellt wird, an dem ich diesmal nichts auszusetzen hatte, nämlich ein Katzenbuch „im darknet sind alle katzen miau“, wo auch eine „interkatzionale“ vorkommt, die Jopa Joatkin in allen Tönen miaute und performte.

Spannend, spannend, von Frankfurts Buchpreisverleihung zu der österreichischen Lyrik zu switschen und dann noch ein bißchen zurück nach Zürich, wo der Katolog inzwischen weiter durgeblättert worden war. Einen Überraschungsgast gab es auch, den habe ich versäumt, sonst aber viele schöne Bücher und da liegen noch zwei in meinen Badezimmer, die schon erschienen sind und nächste Woche gibt es noch einen „Diogenes Blogger Talk“ mit einem Krimi.

Dazwischen liegt Frankfurt und dorthin werde ich mich diese Woche auch noch switschen und dabei die restlichen Longlistbücher weiterleen, freue mich auf die Sahsa Marianna Salzmann, den Thomas Kunst und natürlich auf die „Blaue Frau“, auf die ich jetzt ja besonders neugierig bin.

2021-10-15

Großartiger Leseklub statt Poet Night

Poet Night 2021

Die „Poet Night“ ist die Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheaters wo die Mitwirkenden einmal im Jahr ihre eigenen Texte lesen können, gibt es, glaube ich, seit 2000 oder noch länger und ich habe immer mitgemacht, weil ich ja gerne meine Texte lesen und seit 2008 auch regelmäßig darüber berichtet. Der Alfred hat die Fotos gemacht Unter Rolf Schwendter der die „Poet Night“ gegründet hat, hat es, glaube ich, um vier Uhr Nachmittag begonnen und ging weit bis in die Früh hinein, nach Rolf Schwendters Tod haben Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli die Organisation übernommen. Es beginnt, glaube ich, um sechs und endet um Mitternacht, Lesezeit ist ca acht Minuten, es gibt einen Ablaufplan und ein Honorar von ungefähr fünfzig Euro.

2019 habe ich das letzte Mal dort gelesen und bin meistens Nonstop dort gewesen, habe den anderen zugehört und seit 2008 darüber berichtet. Da bin ich auch einmal im Clinch mit meiner damaligen Kritikerin Frau Haidegger geraten. Aber macht ja nichts daß die Veranstaltung nicht sehr öffentlichen war und man nur wenige Zuhörer hatte, war trotzdem ein wichtiges Ereignis und neben dem Volksstimme– und meinem literarischen Geburtstagsfest, der Ort, wo ich regelmäßig meine Texte vortragen und meine Bücher vorstellen konnte.

Bis im Vorjahr fand die Veranstaltung im „Siebenstern“ statt, im vorigen Jahr schon im Weinhaus Sittl, da war ich auch angemeldet, aber da war schon Corona, da und da mußte man, glaube ich, Maske, tragen, also habe ich weil ich das ja nicht will, abgesagt und bin nicht hingegangen und heuer braucht man, glaube ich 2, 21/2 oder 3 G.

Habe ich alles nicht, also mich gar nicht angemeldet und nur nebenbei von der Ruth erfahren, die dort liest, daß die Veranstaltung heute ist.

Texte hätte ich ja genug, beispielsweise eine Szene aus dem „Frühlingserwachen“, die ich wahrscheinlich im letzten Jahr gelesen hätte, heuer wahrscheinlich, die von den „Männerhassenden Feministen“ aus den „Hundert Seiten“, die ich ja am Volksstimmefest nicht lesen durfte, weil zu wenig links oder zu Corona kritisch,, wahrscheinlich war es der Dschungelfunk der da durchgeschlagen hatte, habe ich also nicht und lese ich auch heute nicht, wem es interessiert kann es nachlesen.

Ein paar Videos, die ich verlinken kann, gibt es wahrscheinlich auch noch und bleibe zu Hause und begebe mich von dort ins Literaturhaus in den „Großartigen Leseclub“ der Barbara Zeman die diesen auch in Corona- und Lockdownzeiten gegründet hat, um die Literatur in die Welt hinauszutragen.

Elfrriede Awadallah

Jetzt findet die Veranstaltung wieder im Literaturhaus statt und ich sitze allein zu Haus, weil der Alfred, der, weil er heute auch das Begräbnis der Schwiegermutter war und er morgen in eine Grünen-Sitzung will, getestet ist, unbedingt hingehen mußte, um zu fotografieren oder die Christa Kern nach einem Foto von Sebastian Kurz der ja nicht mehr unser Kanzler ist, zu fragen, daß sie angeblich mit ihm hat?

Was mich ärgert, ich gebe es zu, daß er ohne mich zu Literaturveranstaltungen geht, ist er doch früher auch nicht immer mitgegangen und er könnte sich ja auch in den Leseklub streamen.

Ene Einladung zur Generalversammlung der IG, wo man auch die 21/2 G braucht ist auch gekommen und morgen gibt es die GAV- GV, diesmal an einem anderen Ort als in der „Alten Schmiede“. Dort muß man noch dazu Maske tragen. Also auch wieder nichts und ich habe nur ein Veto bezüglich einer abgelehnten Neuaufnahme hingeschickt und die Geburtstagslesung wird es heuer auch nicht geben, weil mir ja schon ein paar Leute ausrichten ließen, daß sie sich nicht mit Ungeimpften treffen.

Aber gut, selber schuld, wenn ich so unangepaßt bin, also in das Lteraturhaus streamen, wo Barbara Zwiefelhofer wieder die Eröffnungsrede hielt, Barbara Zeman, begrüßte und den Schauspieler Christoph Luser begrüßte, der die Texte, der 1912 in Trencin geborenen und 1959 auf der Rax verunglückten Susanne Wantoch, eine wie Barbara Zwiefelhofer erklärte, heute gänzlich unbekannten Schriftstellerin und deren 1952 zuerst in der Volksstimme später im „Globus-Verlag“ erschienenen Roman „Das Haus in der Brigittastraße“ im Leseklub präsentiert wurde.

Da gibt es, damit er besonders großartig ist, immer Musik dazu, die diesmal von Anna Attar alias Monsterheart stammte. Eine bildnerische Untermalung gibt es immer auch und interessant ist wohl der Kontrast von den jungen Künstlerinnen, zu der kommunistischen Autorin, die während der Nazizeit, weil auch Jüdin, mit ihrem Mann, einem Arzt nach China imigrieren mußten. Wo es auch einen Roman darüber gibt. 1947 ist sie in das Nachkriegsösterreich zurückgekommen und hat als Journalistin in verschiedenen kommunistischen Zeitungen gearbeitet.

Da hat der Schauspieler als erstes ein Gedicht über das „Wien 1947“ gelesen und Barbara Zeman hat noch erzählt, daß, weil die KPÖ, eine der drei Gründungsparteien, des neuen Nachkriegsösterreich war, ein großes Verlagsgebäude hatte, wo auch der „Globus-Verlag“ angesiedelt war und das Haus in der Brigittastraße, die es gar nicht gibt, ist eigentlich eine Ruine, nämlich kriegszerbomt und die Heldin ist die Schneiderin Martha Stanzl, die sich in einen Haloudri namens Kurt verliebt, obwohl sie schon Kriegswitwe ist. Sie arbeitet in einer Fabrik und benimmt sich da, wie Barbara Zeman erzählte asozial oder eogistisch, das heißt, sie will viel Geld verdienen, um sich ein Haus oder eine Wohnung kaufen zu können und Barbara Zeman erwähnte noch, daß das Buch ein kommunistischer Roman ist, der den sozialen Realismus schildert, der die Welt verbessern will.

Heute ist das Buch vergriffen und kann nur mehr antiquarisch erworben oder im Bücherschrank gefunden werden, wie ich das ja einmal mit einem Buch der Friederike Manner tat, die, glaube ich, ein ähnliches Schicksal hat.

Barbara Zwiefelhofer rief die Verleger noch auf ,sich des Buches oder der Autorin anzunehmen, da käme ja, glaube ich „Milena“ oder „Atelier“ in Frage. Mal sehen und jetzt warte ich noch auf Alfreds Bericht, wie es der „Poet Night“ war, die ja auch irgendwie kommunistische Nähe hat. Vielleicht bringt er noch Fotos mit, mit denen ich den Leseklub untermalten könnte.

2021-10-13

K.O.P.F. im Literaturhaus

Wieder ein experimenteller Crossover Abend im Lteraturhaus oder eine Buchvorstellung von einem Buch, das es noch nicht gibt.

K.O.P.F. (Kartographisch Orientierte Passagen Fragmente) oder eine musikalische-lyrische Zusammenarbeit des 1960 geborenen Komponisten Karlheinz Essl und dem 1978 geborenen Autor Erwin Uhrmann, der auch im „Limbus Verlag“ tätig ist oder dort die Lyrik-Reihe herausgegeben hat und im Essl Museum Klosterneuburg, das es, glaube ich, so nicht mehr gibt, gab es einmal eine Liiteraturschiene mit einer Anthologie, die ich gelesen habe und Erwin Uhrmann sozusagen kennenlernte.

Und jetzt das Kartographische Orientierte Passagen-Projekt, das wenn ich es richtig verstanden habe, aus Akronymen, also aus Worten, die aus vier Buchstaben besteht, die Orte oder Landschaften präsentieren wie G.R.A.Z, L.U.N.Z, M.E.A.L, etcetera bestehen, das heißt Karlheinz Essel ist mit Kopfhörern durch die Gegend gegangen, die Donau entlang gefahren im der „Alten Schule“ des Manfred Buchinger, das Klo und die Küche etcetera inspiriert, die Tonspuren aufgenommen und sie dann Erwin Uhrmann geschickt, der daraus Texte verfaßt hat, die in dem Buch, das Ende Oktober erscheinen wird, enthalten sind, in dem Buch haben noch einige andere Autoren wie Udo Kawasser oder Gerhard Eckel mitgearbeitet und Elisabeth Zimmermann vom Kunstradio hat den Autor und den Komponisten interviewt, die einiges über die Entstehungsweise erzählt haben.

Zuerst wurde das Stück D.U.N.A also Donau präsentiert. Karlheinz Essl performte die Musik, Erwin Uhrmann hat gelesen. Dann kam ein Interview und dann wurde M.E.A.L (Meeting Eva At Lunch) präsentiert, wo man Gabel klappern und Restaurantgeräusche hören konnte. Karlheinz Essl hat dazu erzählt, daß er einmal mit dem Fahrrad zu den Retsaurant von Erwin Buchinger, wo Eva Rossmann kocht, gefahren ist, dort die Küche und das Klo, bzw den Garten und den Gastraum besuchte und um das ganze noch komplizierter zu machen, zu jeden Ort gibt es drei Worte, die auch an Erwin Uhrmann übermittelt wurden, der sie dann in die Textpassage einbauen mußte.

Einen Text namens S.I.L.L gibt es auch. Gemeint ist damit Mittersill, das ist der Ort wo Anton Webern 1945 irrrtümlich erschoßen wurde. Über den hat Karlheinz Essl eine Dissertation oder Diplomarbeit geschrieben und ist dann zu dessen Todestag dorthin gereist, um etwas über Webern zu machen. Ein interessantes Crossover-Projekt, ein Stück experimentelle Literatur, das mir noch fehlte, habe also wieder etwas geernt.

Was, man wie man sieht, auch in Pandemie– und Lockdownzeiten und von zu Hause aus tun kann und Elisabeth Zimmermann wies noch darauf hin, daß das Projekt auch im Kunstradio präsentiert werden wird und im Internet kann man über das Buch, das es noch nicht gibt, auch schon einiges finden.

2021-10-12

Wien Reihe in der Alten Schmiede

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Wieder „Wien Reihe“ in der „Alten Schmiede“, wo die Literatur im Musa jetzt angesiedelt ist, seit das MUSA zum Wien-Museum wurde und heute die Publizistikpreisträgerin Susanne Scholl und der Würdigungspreisträger MarKo Dinic präsentiert wurden und jetzt sieht man im Stream die Köpfe, so daß ich die maskierte Frau Schmidt-Dengler in der ersten oder zweiten Reihe sitzen sah.

Annalena Stabauer hat eröffnet und Julia Danielczyk freute sich, daß jetzt wieder Publikumbesuch möglich ist und stellte dann die 1949 in Wien geborene Susanne Scholl vor, die Auslandskorrespondentin des ORf war, lange aus Russsland berichtete und nach ihrer Pensionierung literarisch zu schreiben begann.

„Emma schweigt“ habe ich gelesen und jetzt ist bei der „Edition Konturen“ „Schämt euch Europa-eine Streitschrift“ erschienen, wofür Susanne Scholl offenbar den Publizistik-Preis der Stadt Wien“ bekommen hat und Susanne Scholl ist eine sehr engagierte Frau, die glaube ich bei sehr vielen Demonstrationen auftritt und vor drei Jahren auch mit Monika Salzer die „Omas gegen rechts“ gründete und die Streitschrift ist, glaube ich, zu Lockdown-Beginn wo sie Zeit hatte, entstanden und sie ihre Empörung über die politische Situation ausdrückte, die Flüchtlingskrise, die Lager in Moira und die Haltung des damaligen Außenminister und jetzigen Bundeskanzler bezüglich Afghanistani wurde thematisiert und Susanne Scholl drückte im Gespräch mit Julia Danielczyk sehr offen ihre Einstellung bezüglich Sebastian Kurz mit dem sie große Schwierigkeiten hat, aus.

Die Stunde Null wird in dem Essay erwähnt, Österreich das erste Opfer, während man in Deutschland zur Aufarbeitung gezwungen wurde, haben sich in Österreich alle darum gedrückt, was auch in der Waldheim-Frage sichtbar wurde und jetzt engagiert sich die ÖVP gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und schiebt immer noch nach Afghanistan ab.

Der Unterschied zwischen Flüchtling und Migranten wurde thematisiert und Susanne Scholl hat fast das ganze Büchlein ausgelesen und schreibt jetzt wieder an einen Roman, so daß keine Zeit für eine Fortsetzung des Büchein bleibt, daß sich an Stephane Hessel „Empört euch“ orientierte.

Dann kam der 1988 in Wien geborene, in Belgrad aufgewachsene und seit sechzehn Jahre in Österreich lebenden Würdigungspreisträger für Literatur MarKo Dinic, der beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat, in Zeitschriften veröffentlichte und mit seinen „Guten Tagen“ auf der Debutpreisliste des ÖST gestanden hat. Jetzt las er einen Ausschnitt aus der unveröffentlichten Erzählung „Ein Antrag“ ,wo es offenbar um eine Aufeinhaltgenehmigung im Magistrat der Stadt Wien geht, wo Marko Dinic in starken Ton sehr kafkaesk, die Erlebnisse eines Antragsstellers, der auf Hartplastikstühlen, sich jährlich schikanieren lassen muß, schildert, was thematisch sehr gut zu Susanne Scholl passte und Marko Dinic im anschließenden Gespräch auch sehr scharf seinen Ummut mit den wahrscheinlich eigenen Antragserlebnissen schilderte, wo ihn eine Beamtin nach seinem Deutsch B2-Nachweis oder, wie das heißt fragte, weil sie ihm seine guten Deutschkenntnisse offensichtlich nicht anmerkte oder ihr egal war.

Am 9. November, meinem Geburtstag feiert Teresa Präauer im Rathaus Ilse Aichinger und ebenfalls im November wird es die nächste Wien-Reihe in der „Alten Schmiede“ geben, wo es wieder um einen migrantischen Autor und eine Publizistikpreisträgerin gehen wird.

2021-10-11

Zadie Smith in der Alten Schmiede und wieder Wilde Worte

Wieder ein „Dichterin liest Dichterin-Abend“ in der „Alten Schmiede“ beziehungsweise wieder eine Veranstaltung mit Mieze Medusa, die ja in den Vorsaisonen die Reihe „Ist das Kunst oder kann das Rap?“ gestaltet hat und im Laufe diese Veranstaltungen ist sie mit Johanna Öttl ins Gespräch über Zadie Smith gekommen und da ist die Verstaltung unter dem Titel „Draußen auf der Straße“ entstanden, weil der Rap offenbar dort stattfinden oder es ein Zitat aus einem Smith Roman ist und die 1975 in London Geborene hat offenbar auch solche Erfahren ich habe sie 2017 durch ihren Roman „Swing time“ kennengelernt und „London N-W“ vom Alfred einmal mitgebracht bekommen und auf diesen Roman hat sich Mieze Medusa hauptsächlich bezogen und stellte Vergleiche mit den Übersetzungen an, hat sie doch das Buch offenbar sowohl auf Deutsch, als auch in Englisch gelesen, übersetzt wurde das Buch von Tanja Handels und Mieze Medusa lobte ausdrücklich die gute Übersetzung und auch die die Sprache der Autorin, die sich offenbar gar nicht so gut ins Deutsche übertragen kann und stellte immer wieder das Original den Übersetzungen gegenüber, die dann meistens zu kurz kamen.

„London N-W“ ist ein Großstadtroman, der in einem Stadtteil Londons und hauptsächlich auf der Straße spielt, es werden einige Lebensläufe beschrieben, die Hip–Hop-„Szene kommt vor.

Mieze Medusa hat auf die Inhaltsangabe verzichtet, das läßt sich nachgooglen ,sagte sie.

Nachlesen kann man es auch und das ist wahrscheinlich auch der Sinn der Veranstaltungsreihe.

Mieze Medusa hat sich eher auf die Textstellen bezogen, die sie präsentiere um das Lebensgefühl Londons, den Soziolekt, wer hat wieviel Geld, wohnt wo und hat wieviel Bildung, zu zeigen und sich auch, wie schon erwähnt, mit den Übersetzungsunterschieden beschäftigt, was ich sehr interessant fand und sprang auf diese Art und Weise durch ihre Lieblingsstellen, die sie immer wieder sozioökonomisch interpretierte.

Mieze Medusa kam immer wieder auf die Übersetzung zurück, lobte die Übersetzerin, deutete aber doch an, daß sie glaubte, daß die Übersetzung irgendwie dem deutschen Stil angepasst wäre und dann kam noch ein Ausschnitt aus dem neuen Erzählband „Grand Union“, wo es um einen österreichischen Maler geht, der in ungarischen Wäldern lebt, damit man den Erzählstil vergleichen kann.

Zadie Smith hat auch überreicht von Gernot Blümel , dem heutigen Finanzminister, 2018, den österreichischen „Staatspreis für europäische Literatur“ bekommen, da war Daniel Kehlmann , offenbar im Publikum und Mieze Medusa beendete die Veranstaltung, daß sie sie auch einmal live erleben möchte, aber inzwischen kann man sie ja lesen.

Ich kann noch ergänzen, daß ich auch noch die „Corona-Essays“ von der Autorin übrigens auch gelesen, sie also auch ein bißchen kenne, obwohl ich die Übersetzungen und nicht die Oiginalsprache gelesen habe, denn das ist mir inzwischen, ganz ehrlich, zu mühsam, obwohl man da natürlich von der Kraft der Übersetzung abhängig ist, geht aber schneller und ist daher Angesichts meiner Leseberge bequemer und einen schnellen Einblick in die Autorin, Zadie Smith für Anfänger oder im Schnellverfahren diese Art und Weise auch bekommen.

Und dann ist es in der „Alten Schmiede“ mit einer „Slamer.Dichter.Weiter-Veranstaltung“ weitergegangen, was wahrscheinlich ganz bewußt von Johanna Öttl so zusammengestellt wurde, obwohl ich ganz ehrlich den Zusammenhang zu Zadie Smith nicht ganz verstanden habe, weil ich sie ja weder als Rapperin oder über die Musik, sondern über ihre Bücher her kenne und London kenne ich auch ein bißchen oder kannte ich, war ich ja 1973 und 1974 je ein Monat in England und dann noch einmal mit meinen Eltern, als ich, glaube ich, noch studierte, seither nicht mehr, die Stadt wird sich also inzwischen sehr verändert haben.

Und dann haben heute fast genau nach einem Jahr die „Wilden Worte“ wieder angefangen.

Da waren wir im Vorjahr mitten oder nach der Wien-Wahl und haben unsere Gedichtwünsche abgegeben. Der Alfred auch, der sonst das Formular nie ausgefüllt hat. Er wünschte sich was zu „Ludwig, Hebein Blümel“ und war dann gestern ganz erstaunt, als das Gedicht gekommen ist:

„Ach Ludwig, heb ein Blümel auf

und steck dirs ans Jackett!

Verwelkt es, heb die Krümel auf,

so bleibt dein Rock adrett.

Was hold erblüht, wird bald verbleichen:

Das ist die Wiederkehr des Ewiggleichen“

Und ich hatte mir etwas zu „H. C. ist vorbei – Veilchen, Orchideen, Sumpfblume“ mit

„Der Wahlkampf ist vorbei „gewünscht.

Das war vor einem Jahr. Heuer sind wir möglicherweise knapp an der Neuwahl glatt vorbeigeschrammt, , denn Bundeskanzler Kurz, bei dem es ja zu einer Anklage kommen soll, ist Geschichte. Der neue heißt , um eine Vier Parteien Koalition zu verhindern, Schallenberg und da kann man sich natürlich auch ein passendes Wunschgedicht aussuchen.

De „Wilden Worte“ waren dem Musiker Peter Havlicek gewidmet, der auf Friedhöfen musikalische Rundgänge macht und für Richard Weihs auch etwas Literarisches zu bieten hatte, beziehungsweise sich von den Achtzigerjahren aufwärts durch sein Schaffen sang.

2021-10-04

Erwin Riess oder Mario Rotter

Heute wieder Entscheidungsschwierigkeiten soll ich in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus streamen? Denn im Ersteren stellte Erwin Riess seinen neuen Krimi „Herr Groll und die Wölfe von Salzburg“ vor, während das Lesetheater eine Hommage an den 1959 geborenen und 1995 verstorbenen Mario Rotter „Ich schreibe weil ich sonst mit mir nichts anzufangen weiß“ mit Claudius Kölz und anderen präsentierte, der auch GAV-Mitglied war und im „Ritter-Verlag“ publizierte oder herausgegeben wurde und mir da der Name bekannt vorkam, ich aber sonst keine Ahnung habe, ob ich den Autor kannte?

Den 1967 geborenen Erwin Riess kenne ich aber, habe ihn, glaube ich, beim Volksstimmefest kennengelernt und war auch ein paarmal in der „Alten Schmiede“ als er dort seine Groll-Krimis vorstellte. Einen habe ich auch, aber noch nicht gelesen und der der achte Groll, spielt, wie schon der Name sagt, in Salzburg und da reist der Herr Groll in seinem Rollstuhl Josef mit den Dozenten hin und ein Motto von Herbert von Karajan gibt es auch und dann wird eine Strohpuppe in der Salzach gefunden, die ein Manifest in der Jackentasche hat, die Groll entdeckt und auch gleich einen Auftrag bekommt, wo er den russischen Geheimdienst trifft und seine Freundin Elfi trifft und die Wölfe, die in der Stadt ihr Unwesen treiben und Widergänger sind, gibt es auch.

Johanna Öttl die moderierte fragte im Gespräch warum Salzburg diesmal der Ort des Geschehens sei und Erwin Riess antwortete, daß es ein Ort sei, den er gut kennt und er immer nur über ihn bekannte Orte schreibt. Dann gabs noch eine Diskussion über die Zauberbuben und den Ökotourismus, die auch noch in dem Buch vorkommen, das sehr vielschichtig zu sein scheint .

Johanna Öttl erwähnte am Schluß noch ein Inclusions-Projekt das Erwin Riess demnächst in der „Alten Schmiede“ durchführen wird , wo es um die Darstellung von Behinderten in der Literatur untersucht werden soll.

Am Schluß erwähnte Erwin Riess noch, was ich mir auch schon dachte, daß er seine Bücher eigentlich nicht als Krimis, sondern eher als politische Hintergrundsgeschichten betrachtet.

2021-10-01

Florian Gantners und Christopher Wurmdoblers neue Bücher

Als ich mich am Mittwoch ins Literaturhaus streamen wollte, war die Seite nichtzu erreichen.

„Uje!“, habe ich gedacht.

Was mache ich dann am Freitag. Aber heute gab es kein Problem, wo, die FM4-Moderatorin, Zita Bereuter, die ich vom „Fm4-Preis“ kenne, zwei Bücher von Florian Gantner und Christoph Wurmdobler vorstellte und beide Autoren, muß ich bekennen, obwohl ich ja behaupte, mich in der Literaturszene gut auszukennen, waren mir unbekannt. Also eine Premiere und Erkenntnisgewinn und das neue an der Veranstaltung, die wie gewohnt von Barbara Zwiefelhofer eingeleitet wurde war, daß Zita Bereuter, beide Autoren auf die Bühne bat und zuerst ihre Lebensläufe und über die Bücher etwas erzählte.

Das Buch, des 1965 in Freiburg geborenen, aber schon lange in Wien lebenden Christopher Wurmdobler heißt „Ausrasten“, ist bei „Czernin“ erschienen und spielt, wie auch das Buch des1980 im Salzburger Land geborenen Florian Gantner in Wien und ist bei „Residenz“ erschienen. „Soviel man weiß“, heißt es und spielt in der Quellenstraße 63 und da kam gleich die Bereuter Frage, nach dem Recherchieren?

Florian Gantner hat sehr viel recherchiert, weil er in der Quellenstraße ein Haus mit einem Balkon für den Text brauchte. Denn nachher ist es peinlich, wenn die Leser kommen und sagen „Das stimmt nicht! Da gibt es keinen Balkon!“

Zu lesen hat Christoph Wurmbichler begonnen, der, glaube ich, auch beim „Falter“arbeitete. Die beiden anderen haben dann die Maske aufgesetzt und sind von der Bühne abgegangen und das Buch scheint kein Roman zu sein, sondern ein in sich verwobener Geschichtsband und drei dieser Geschichten hat Christoph Wurmbichler verkürzt auf Zita Bereuters Wunsch auch gelesen, damit man einen guten Eindruck bekommt und das war spannend. Denn zuerst ging es zu einem Per Oliver von seinen Bobo-Eltern liebevoll Polli genannt und dessen dreizehnten Geburtstag, wo die Mama eine Party mit einem Barbarshop für die Freunde aufmachen wollte und der Papa in weißer Schürze deren Freunden Steaks servieren wollte.

Sehr lustig also und Szene zwei führte in Burgtheater oder in eine verpatzte Premiere, weil da eine alte Kritikerin, die Vorstellung zum Platzen machte und die dritte Szene oder Text, den sich Zita Bereuter wünschte, ging es um Sex, was dann zuerst dem Autor später ihr ein wenig peinlich war, daß sie sich das wünschte. Aber es geht nicht nur um Sex darin, sondern um Sexszenen und ums Schreiben, denn hier ist der Held Schriftsteller und Florian Gantners Wien-Buch ist ein Roman oder auch ein Tableau aus vier Personen, die alle in dem Haus in der Quellenstraße leben und führt in ein komplett anderes Milieu. Florian Gantner stellte zwei Personen vor. Mirjam, die Nachts mit ihrer Gang mit Spraydosen auszieht und alle vier Parteien scheinen einander zu überwachen, was auch auf den Titel schließen läßt. Die zweite vorgestellte Person heißt Illir Zerei und ist ein Albaner, der vor dem Geheimdienst geflüchtet ist und davon erzählt und beim abschließenden Gespräch, wo es sehr viel, um das Schreiben, die Figuren und das Ideenfinden ging, erzählte Florian Gantner auch, daß er beim literarischen Colloquium in Berlin, wo er einen Aufenthalt hatte, einen Albaner kennenlernte, an dem er sich orientierte. Interessant, interessant, vor allem, daß ich von den beiden Autoren, die schon jeweils verschiedene Bücher geschrieben haben, nichts mitbekommen habe und lustig war die Veranstaltung auch, obwohl Barbara Zwiefelhofer am Schluß erwähnte, daß leider noch immer keine Getränke ausgeschenkt werden dürfen.

Aber die Bücher konnte man sich am Büchertisch kaufen und da auch mit den Autoren plaudern.

2021-09-30

Nochmals Noahs Fest

Am Podium Minarz und Tschurlovits © Doris Kloimstein

Vor einem Jahr hätte ich eigentlich im Stift Seitenststetten sein sollen und mich fünf Tage lang mit sechs anderen Literaten und sieben bildenden Künstlern im Rahmen der Bibelwoche mit dem Thema „Noahs Fest“ beschäftigen sollen. Die liebe Doris Kloimstein die das mitkuratiert hat, hat mich dazu eingeladen und dann ist das Corona-Virus dazwischen gekommen, weil die Angst vor der damals zweiten zweiten Welle und ein paar Tage vorher kam die Information Maskenpflicht auf den Gängen und im Speisesaal und ich bin ja eine etwas rebellische Person und strikte Maskenverweigerin und so habe ich abgesagt, habe mich aber dem Thema, weil ich mir wegen dem Skriptorium keine Stunden eingeteilt habe, in meinem Schlafzimmer mit dem Thema beschäftigt und einen Text über „Noahs Fest“ geschrieben, der bei mir naturgedingt, da ich nicht katholisch bin, mehr über die Pandemie und Corona als über den Noah und seine Arche und, daß dieser der erste Weinbauer war, habe ich überhaupt nicht gewußt, weil die Einleitung von Elisabeth Birnbaum nicht gehört, beschäftigt und Ende September 2020 war die Zeit, wo der Opernball und, ich glaube auch, die „Buch Wien“ abgesagt wurde und alle sehr hysterisch wegen der zweiten Welle und dem Winter waren.

Die liebe Doris hat mir aber versprochen mich in die Anthologie aufzunehmen, wie das bei meiner zweiten abgesagten oder nicht stattgefundnen Veranstaltung nämlich der Lesung aus einem Stück vom „Seitengewitter“ beim Volksstimmefest mir auch versprochen wurde, daß ein Stück vom „Frühlingserwachen“ in die neue Anthologe kommen soll und das Buch ist vor einigen Wochen erschienen.

Ich habe mein Belegexemplar bekommen und noch zwei weitere, die ich an eine von meiner inzwischen verstorbenen Schwiegermutter 24 Stunden Betreuerin und an Ruth Aspöck weitergegeben und auch hier besprochen habe und weil in Nieder- oder vielleicht auch überhaupt in ganz Österreich die Bibelwochen jedes Jahr gefeiert werden, gab es zum Belegexemplar auch ein neues Programm und da war leider immer noch Corona bedingt, obwohl uns ja der ehemalige Gesundheitsminister Anschober im Vorjahr einen schönen Halloween im nächsten Jahr versprochen hat, aber den wird es heuer, wenn überhaupt wohl auch nur mit 1G geben, die Präsentation auch nur Online angekündigt. Das heißt, ein paar Lesungen habe ich gehört, wird es daraus schon life geben. Morgen eine in der Galerie einer der Mitkuratorinnen in Herzogenburg und im Dezember, glaube ich, in Innsbruck, aber da ich auch das 1 2 und 3 G verweigere, also nur die Online-Variante und die war interessant.

Veranstaltet wurde die Präsentation im Bildungshaus St. Benedikt, da hat die dortige Direktorin Lucia Deinhofer begrüßt. Einleitende Worte kamen von der Leiterin des Bibelpastorals Karin Hintersteiner. Dann ging es per Zoom in Doris Kloimsteins Zimmer und ein paar der Teilnehmenden, wie Magdalena Tschurlovits, der Turmbund Literat Josef Beneder, der auch Religionswissenschaftler ist und die Galeristin Renate Minarz von der Schupfengalerie Herzogenburg, sowie die Tänzerin Tatjana Christlbauer waren zu sehen. Ich war und blieb stummgeschaltet, bin ich mit meinem alten Laptop ja nicht so technikaffin. Der Ton, der bei meinem Computer bei Zoom-Konferenzen meistens nicht funktioniert, war diesmal aber in Ordnung. So habe ich alles gut gehört und konnte mich dann auch durch das Buch zoomen, das ja im im großen Wohnzimmer in Harland steht. Hier hatte ich nur die beiden Bibelwochenprogramme, die Bestellkarte für das Buch und meine Textfahnen.

Ich habe es auch hier besprochen und Doris Kloimstein las einige Textproben vor und betonte die Vielseitigkeit sich dem Thema anzunähern.Richtig, Elisabeth Birnbaum war auch noch anwesend oder zugeschaltet und die Doris las auch die Bibelstelle, die die Meisten nicht kennen und betonte, daß man sich das Buch bestellen und in den dort vorhandenen leeren Seiten auch seine eigenen Gedanken hineinschreiben kann. ist es ja eine Art Stundenbuch geworden und dann hat sich auch Magdalena Tschurlovits, die zwar in Seitenstetten nicht anwesend war, aber, wie auch Margit Jordan, einen Text beigesteuert hat, eingeschaltet und sich für das Buch bedankt und Josef Beneder, der Theologe, wurde dann auch noch aufgefordert, seine Texte, beziehungsweise Gedanken zu diesemThema beizutragen und mir war das dann fast ein wenig zu biblisch, bin ich ja nicht katholisch und habe und tue das immer noch, die Sache von der Corona-Seite betrachtet, aber auch dazu hatte die Doris, die ja da, glaube ich, auch ihre eigenen Gedanken hat, sich eingeschaltet und betont, wie wichtig, das Zueinanderkommen ist und das ist wirklich ein bißchen paradox, die Veranstaltung nur Online oder dann in der Galerie oder in innsburck mit 1-3Gs zu machen, wo ich ja ausgeschlossen bin oder mich natürlich selber ausschließe.

Das Buch kann man aber kaufen und bestellen und auch weitergeben, lauteten die Schlußworte und es ist auch für die Atheistin eine schöne Online-Begegnung mit der Bibel geworden. Weiß ich jetzt doch, daß Noah, die Tiere nicht nur in die Arche trieb, sondern sich nach der Errettung betrank und wenn ich es richtig verstanden habe, auch entkleidete. Auf jeden Fall aber zum ersten Weinbauer wurde und das schreibe ich natürlich, daß es bei einer Real-Präsentation, die vielleicht sogar ohne Gs und Maske stattfände, wahrscheinlich Wein und ein Buffet geben würde.

Aber hoffen wir das Beste und auf das nächste Jahr, obwohl ich ganz ehrlich, wieder nur schreibe, sehr optimistisch bin ich angesichts der Tatsache, daß jetzt 3G auch in den Betrieben eingeführt wird, nichtdaß der Freedomday, wo alle Maßnahmen fallengelassen werden, sobald kommt, weil es ja mehr rebellische Menschen, wie mich gibt, die sich nicht so gerne impfen lassen und dann höre ich ja, werden die Energiepreise erhöht und die GIS-Gebühren, das Klima muß errettet werden und die Gefahr, daß ein Stromausfall kommen könnte, ist auch schon an die Wand gemalt. Also lobe ich mir den Noah, der die Tiere in die Arche brachte, um mit ihnen in andere Gefilde aufzubrechen. Die Doris und die anderen Teilnehmer haben sich auch noch sehr oft bedankt, so daß es eine sehr beeindruckende Buchpräsentation war.

2021-09-27

Sabine Schönfellner und Zsofia Ban in der Alten Schmiede

Heute habe ich wieder in die“ Gesellschaft für Literatur“ und zu den Werk-Gänge streamen wollen, die ich vor einer Woche versäumt habe, aber inzwischen nachgeholt habe und heute, wo Brigitte Schwens-Harrant mit Laura Freudenthaler über ihr Werk sprechen wollen, ist die Veranstaltung überhaupt ausgefallen.

Also in die „Alte Schmiede“ wo drei Neuerscheinungen präsentiert werden sollten, Sabine Schönfellner, Eva Schmid und Zsofia Ban und da habe ich auch gleich erfahren, daß die Lesung mit Eva Schmidt ausfällt, also nur Sabine Schönfellner und Zsofia Ban und die 1987 geborene Sabine Schönfellner habe ich schon bei den O-Tönen gehört, wo ihr „Draußen ist es weit“ in der Debutschiene präsentiert wurde. Das ist das Buch, wo die Erzählerin drei alte Leute in einem Pflegeheim besucht und betreut und das ist ja, wie auch in dem Gespräch mit Johanna Öttl deutlich wurde, interessant oder schwierig, denn wie stellt man Demenz in der Literatur da und hat die Autorin das selbst erlebt und ist sie im Pflegebesuf tätig, was Sabine Schönfellner verneinte, von ihren persönlichen bzw. wissenschaftlichen Erfahrungen sprach und auch einiges von ihren Zugängen, also die Person der Erzählerin, die einige Leser oder Rezensenten irritierte, erzählte.

In der langen Pause dazwischen konnte ich ein bißchen den Tontechnikern beim Probieren zuhören, ich habe versucht das Video von Peter Henisch, den ich ja am Donnerstag versäumte zu finden, aber das scheint es noch nicht zu geben.

Als ich wieder in den „Schmiede-Stream“ kam, waren dort vier Stühle aufgesellt, denn Cornelius Hell moderierte die Lesung, der1957 in Rio de Janeiro georenen Autorin, die in Ungarn und in Braslien aufgewachsen ist und, wie Cornelius Hell und Johanna Öttl einleiteten, eine Meisterin der kleinen Prosastücke ist. Das Buch „Weiteratmen“ wurde von Cornelius Hell schon in einer der „Leseauslesen“ vorgestellt und das Buch hätte Corona bedingt auch schon im Vorjahr präsentiert werden sollen.

Aber jetzt in der „Alten Schmiede“, begleitet vom Dolmetsch Istvan Orban und Markus Köhle, der die deutschen Textstellen las. Frühere Bände der Autorin heißen“ Als nur die Tiere lebten“ und da die Autorin auch in Amerika lebte und Amerikanisch in Budapest unterrichtet, hätte die Lesung bzw.das Gespräch auch auf Englisch stattfinden können, außerdem scheint die Autorin auch Deutsch zu verstehen und so sprach Johanna Öttl in ihrer Einleitung, die Autorin auch an.

Zsofia Ban antwortete Cornelius Hell aber auf Ungarisch auf die Frage warum, die Eltern, Holocaust überlebende, von Braslilien wieder in das kommunistische Ungarn zurückgegangen sind und erzählte, daß sie dort das Meer vermißte und mit dem ungarischen Schulwesen Schwierigkeiten hatte. Ihre Texte sind sowohl poetisch als auch essaystisch und das Buch ist eine Textsammlung sein, wo es in jeder Geschichte, um das Atmen geht.

Danach wurde die Titelerzählung gelesen, die von einen autistischen Romajungen, namens Rubika handelt, der mit seiner Mutter Seifen einkaufen geht, für jeden Tag eine, die er mit seinen Fingern auszukratzen pflegt, was schwierig ist, weil die Familie nur wenig Geld für diesen Luxus hat. Dabei hat er einen Unfall, der ihn zu einer Röntgenaufnahme bringt, wo er „weiteratmen“ soll und sich dabei am Seifenduft berauscht. Eine großartige Erzählweise lobte Cornelius Hell, wo sich das Schreiben mit dem Atmen verbindet und Markus Köhle hat die Geschichte auch sehr eindrucksvoll gelesen.

Cornelius Hell erkundigte sich dann bei der Autorin, nach der in Ungarn momentan herrschenden politischen Situation, die das Leben ziemlich einschränkt. Eine der Geschichten handelt von einer syrischen Flüchtlingsfamilie, die schon erwähnte von der Situation der Roma und danach ging es noch um die Situation derFrauen und die Frage, ob denen auch die Luft zum Atmen weggenommen wird, da Victor Orbsn auch die Genderstudies verboten hat.

Am Schluß kam noch die Geschichte „Hautatmen“, die von Fröschen handelt und eine Geschichte von einem Fallschirmspringer und dem Eiffelturm gibt es in dem Erzählband auch noch, wo wir jetzt nicht wissen, wie es da, um das das Atmen steht.

Zwei interessante Bücher von sehr unterschiedlichen Autorinnen mit zwei unterschiedlichen Schreibweisen und jetzt wäre ich noch auf das Buch der Eva Schmidt gespannt, das ja in der letzten „Leseauslese“ von Cornelius Hell vorgestellt wurde.

2021-09-24

Barbara Hundeggers zweiter Frühling

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:23
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Die 1963 geborene und in Innsbruck lebende Lyrikerin habe ich, glaube ich, im Lteraturhaus oder der „Gesellschaft fürl Literatur“ kennengelernt.Jedenfalls kann ich mich erinnern, daß ich sie einmal auf ihre strengen Literaturbegriff ansprach, da habe ich ja einen wahrscheinlich lockeren und auch keinen so strengen Sprachstil, aber Lriker sind odermüssen genau sein, ich war bei einigen ihrer Lesungen, habe, glaube ich, auch einmal ein Bändchen von ihr gefunden und den „Wildgans-Preis“ hat sie auch einmal bekommen.

2019 ist bei „Haymon“ ihre poetische Lebensbeschreibung des ersten Karthographen Tirols Peter Anich herausgekommen und das Buch sollte 2020 im Literaturhaus vorgestellt werden. Corona hats verhindert. Denn da gabs ja eine Zeitlang keine Veranstaltungen und es wurde, glaube ich, erst ab Herbst gestreamt. So mußte einiges verschoben werden und hat jetzt eine zweite Chance bekommen und da gibt es ja auch eine Aktion die „Zweiter Frühling“ heißt, wo Literaturveranstaltungen nachgeholt werden und Barbara Hundegger hat nach Robert Huez Einleitung auch humorvoll darauf hingewiesen, daß sie eigentlich schon zu alt für einen zweiten Frühling sei, weil wir uns ja schon im Herbst befnden. Aber „Bücher ẃähren länger“ wie die Aktion weiter heißt und das stimmt ja auch. Gedichte kann man immer lesen und ganz ehrlich habe ich noch nie etwas von einem Peter Anich gehört, der 1723 in Obererfuss geboren wurde und 1766 dort starb, aus ärmlichen Verhältnisse stammte, Bauer war und dann als Kartograf den „Atlas Tyrolensis“ geschaffen hat. In <innsbruck gibt es eine Anichstraße und dort lernt man wahrscheinlich auch in der Schule darüber. Jedenfalls hat Barba Hundegger einmal einen Auftrag bekommen über ihn zu schreiben und so ist „anich.athmosphären.atlas“ eine poetische Typographie entstanden und damit der Abend noch ein bißchen poetischer wurde, ist Barbara Hundegger mit einer Musikerin nämlich der „Grenzgängerin zwischen Traditon und Moderne“, wie im Programm steht, Lissie Rettenwander aufgetreten, die im rosa Pullover und eindrucksvoller Frisur, die von Barbara Hundegger in ihrer Einleitung erwähnt wurde, auftratt und manchmal auch Barbara Hundeggers Textzeilen wiederholte.

„St. Barbara, St.Jessica“, und dabei mit Folie raschelte. Ein eindrucksvoller Crossover zwischen der Tradition und der Moderne, um das Leben eines im Achtzehnten Jahrhundert Lebenden zu beschreiben und ebenfalls sehr interessant in die Poetik und die strenge Sprachkunst Barbara Hundeggers einzudringen. Keine Biografie hat sie, glaube ich, noch gesagt, sondern eine poetische Auseinandersetzung mit dem Kartografen und vielleicht auch dem Tirol des achtzehnten Jahrhunderts. Barbara Hundegger hat noch etwas von der italienischen Sprache erwähnt, die sie in seinem Werk oder in der Beschäftigung damit ebenfalls entdecken konnte, da es ja sowohl Nord- als auch das Süditirol und wahrscheinlich auch zeitliche Verschiebungen gibt..

Es geht aber auch um die Schestern Lucia, die Schwester Marie, dem Vater Ingenuin, die Mutter Gertrud, den Pater Professor, sowie den kaiserlichen Hof und „alles was man von den früheren jahren weiß/ die quellenlage: karg/ wie meistens beim leben der kleinen leut´: auf edlen papier scheigt es/weil wer schreibt es schon auf“,schreibt Barbara Hundegger und man hat einen Eindruck in ihr poetischen Schreiben und ihren Stil bekommen.

Ein interessanter Abend bei dem man sich sowohl mit der zeitgenößischen Lyrik einem Tiroler Kartografen des achtzehnten Jahrhunderts und der experimentellen Musikbeschäftigen konnte.

„atlas tyrolensis, größes kartenwerk des achtzehnten jahrhunderts“, dichte ich vielleicht nicht ganz korrekt nach und habe Dank der „Zweiten Frühling-Nachholaktion“, wieder ein interessantes Buch kennengelernt und bin einer interessanten Lyrikerin wiederbegegnet, auch wenn ich nur eine der drei Zuhörinnen war, die dem Livestream folgten.

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