Literaturgefluester

2017-08-29

Buchpreisblognotizen

Filed under: Büchergeschichten,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:24
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Die deutsche Longlist wurde vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben und ich habe davon bisher vier Bücher gelesen, das heißt zwei davon im Frühjahr und die zwei anderen, eines in Buchform auf dem Berg und bei dem anderen das PDF danach.

Ich lese und blogge mich jetzt ja das dritte Mal durch die Liste, beim ersten Mal war es ein Experiment, da habe ich geschaut, daß ich alle Bücher lese, bin deshalb in Buchhandlungen gegangen, habe mir welche ausgeborgt und welche schenken lassen und zehn von den Verlagen bekommen.

Beim zweiten Mal wußte ich schon, daß da ein Monat später die österreichische Liste kommt, durch die ich mich auch lesen wollte, also nur lesen was kommt, das waren neunzehn deutsche Longlist Bücher und fünf von der österreichischen Liste und weil ich ja 2013, als Mara Giese mit dem Buchpreibloggen begann etwas zögerlich war, ob die Verlage auf mich reagieren würden, sie taten es und so mir die liebe Frau Meier von „Kiwi“ heuer in Leipzig bei Kaffee und Keksen die ganze Herbstvorschau vorgelesen.

Ich habe bestellt und bestellt und werde demnächst mein Longlistenlesen kurz unterbrechen, weil  Uwe Timms „Ikarien“ an die Reihe komtmen, das leider nicht auf die LL kam, aber, daß da ja nur sehr wenige Neuerscheinungen stehen und durchaus nicht alles was man sonst  noch lesen sollte, war mir ja immer bewußt.

Also beim dritten Mal dreigleisig lesen, die dLL, die öst und dann das andere, wie das im nächsten Jahr ist, weiß ich nicht, vielleicht mache ich da bei einem Antiquariatspreislesen mit und heuer kam auch noch dazu, daß die deutsche LL an einem österreichischen Feiertag verlautbart wurde, in Bayern war der auch, so kamen an diesem Dienstag sofort einige Abwesenhaitsnotizen zurück und am nächsten Tag mailte mir „Jung und Jung“, sie würden mir Monika Helfers „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“ schicken.

Das Buch ist noch nicht gekommen, dafür habe ich Jonas Lüschers „Kraft“, die zweite Zusage auf dem Berg gelesen, dann kamen einige PDFs und eine etwas hantige Antwort von „Hanser“, man würde sich über mein Interesse freuen, hätte aber kein RE mehr und ich solle mir das Bloggen deshalb nicht verderben lassen.

Keine Sorge, tue ich nicht und dann meldet sich die Frau Rössler von  „Deuticke-Zsolnay“, den österreichischen „Hanser- Töchtern“ und machte mich darauf aufmerksam, daß es auf der „Net-Galley“, die Bücher für Blogger die über den dBp schreiben wollen, bereitstehen.

Auf diese Seite hat mich schon „Aufbau“ einmal aufmerksam gemacht und sie ist es auch, die den „Blogger Award“ vergeben wird, für den ich mich nominieren ließ.

Fein könnte man denken, denn dann käme ich an das Hanser-Buch, hatte dann, als ich vorige Woche nach Wien kam, schon Robert Prossers „Phantome“ geschickt bekommen und „Suhrkamp“ hat mir seine Bücher auch zugesagt.

Aber leider war dann zwar das Anmelden, an dem ich, glaube ich, schon einmal gescheitertt bin, ich kenne mich mit dem Internet ja nicht so aus, einfach, das Herunterladen der bestellten Bücher aber schwierig, denn außer Kerstin reiwuß „Nach Onkalo“ ließen sich die angefragten Bücher, wegen eines besonderen Kopierschutzes mit meinem „Ubunto- Programm nicht öffnen. Zum Glück habe ich aber bei allen außer der „Shlafenden Sonne“ und“ Flugschnee“ schon die Zusagen und die Frau Rössler schickt mir vielleicht das Franzobel-PDF, bei den österreischen Büchern, die auf die iLste kommen, hat sie es mir schon versprochen.

Die ersten Tage nach der Listenbekanntgabe sind ja immer  spannend, da hat man die Zusagen, wartet auf die Bücher und wird etwas nervös, beziehungsweise befürchtet man, nicht so schnell zum Lesen zu kommen und diesmal hat mir ja „Kiwi“ eine Woche vorher vier Bücher geschickt, die ich erst nach und nach ausgelesen habe.

So habe ich jetzt also außer „Evangelio“ und „Walter Nowak bleibt liegen“ inzwischen auch das „Jahr der Frauen“ gelesen, ein Buch, das sonst an mir vorübergegangen wäre und das mir sehr gefallen hat und auf dem Berg Jonas Lüschers „Kraft“ und werde jetzt mit dem zweiten PDF, nämlich Christine Wunnikes „Katie“ beginnen.

Die stand ja schon 2015 mit „Der Fuchs und Dr. Shamura“ auf der Liste und dahabe ich das Buch zwischen zwei Fortbildungsveranstaltungen bei „Kuppitsch“ gelesen.

Dann warten noch die PDFs von „Lichter als der Tag“ und eben Kerstin Preiwußs Buch auf mich, aber das werde ich mit dem Buch von Gerhard Falkner auch bekommen und „Galiani“ hat mir heute geschireben, daß sie auch schon den Sven Regner an mich abgeschickt haben.

Vielleicht wartet der also in Wien auf mich und ich habe viel zu lesen, Michael Wildenhain „Das Singen der Sirene“ ist auch schon zu mir gekommen und ich müßte jetzt nur noch auf den Ingo Schulze, Jakob Noltes „Schreckliche Gewalten“ und auf das buch der Birgit Müller Wiland warten, aber dann gibt es ja schon die österreichische Liste und auf die bin ich  auch scon sehr gespannt.

Ich finde, das habe ich sicher schon geschireben, das Buhcpreislesen sehr interessant und meine  Einstellung zum Bp hat sich durch das Buchpreislesen auch verändert.

Das Tolle daran ist für mich, daß ich da auf Bücher komme, die sonst an mir vorübergegangen wären, ich weiß aber, daß es viele andere gibt, die auch interessant zu lesen wären und es ist auch sicher spannend, die Meinungen der anderen im Netz zu verfolgen.

Die offiziellen Buchpreisblogger schweigen da ja noch etwas still, beziehungsweise haben sie ihre drei Bücher und das Leseprobenheftchen erst bekommen und zeigen sie auf ihrer Facebookseite her , einige lesen schon daran, bloggen aber noch über etwas anderes und da habe ich ja auch noch interessante Bcher auf meinen Badezimmerstapel liegen und Edith Kneifls „Der Tod liebt die Oper“ habe ich bei meiner Fahrt zur Seedose heute auch in der dortigen Bücherzelle gefunden. Ein Buch, das heuer erschienen ist, aber Krimis stehen ja nicht auf den Listen und für den „Perutz-Preis“, wurde es, glaube ich, auch nicht nominiert.

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2017-08-20

Buchpreislücken oder dreigleisig lesen

Filed under: Buchpreisbloggen — jancak @ 00:24
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Jedes Buchpreisbloggen unterscheidet sich vom anderen, so bin ich 2015 als ich mit dem Buchpreisbloggen angefangen habe, an dem Donnerstag an dem die LL bekanntgegeben wurde und ich die Verlage angeschrieben hatte, durch die „Frequency“ hindurch zum „Thalia“ in die Wiener Straße nach St. Pölten gefahren und war etwas enttäuscht, daß ich dort weder die Valerie Fritsch noch die Alina Bronsky auf dem Bücherstapeln, sondern nur das mir unbekannte „Risiko“ dort fand.

Das habe ich dann in einigen Tranchen wirklich in dem Geschäft gelesen, obwohl ich es vom Verlag geschickt bekommen habe.

Der Alfred hat mir zweimal zwei der Bücher vorgezogen gekauft, zwei habe ich mir vom  Otto ausgeborgt, eines, das Buchpreisbuch noch von der Trude Koiber zum Geburtstag schenken lassen und weil ich damals wirkich alle Bücher lesen wollen, den „Dr. Shamura“ zwischen zwei Fortbildungs- oder Reflexionsveranstaltungen beim „Kuppitsch“ schnell gelesen.

Im Vorjahr war mir dann schon klar, daß ich nur lese, was kommt, weil es ja schon im September noch eine Liste kam, ich habe aber neunzehn Bücher bekommen, das letzte davon, „Hool“ aber erst, glaube ich, im Dezember gelesen und heuer, ja, die Verlage wieder zweimal anfragen.

Dann lesen, was kommt, aber da wird es, ganz abgesehen von meiner Leseliste, die ich ja schon im Vorjahr auf die Schmankerln umgestellt habe, noch die anderen Neuererscheinungen geben, denn ich habe mir ja bei „Kiwi“ und auch bei „Aufbau“ und „Wagenbach“ bestellt und da habe ich schon vorige Woche ein dickes Paket von „Kiepenheuer und Witsch“ bekommen, an dem ich noch immer lese.

Die deutsche Buchpreisliste wurde heuer am österreichischen Feiertag und auch den, wo wieder die „Frequency“ begann, bekanntgegeben. Da habe ich gerade den zweiten Teil von Tim Krohn „Meenschlichen Gefühlen“ gelesen, die Verlage angeschrieben und am Dienstag nur Abwesenheits oder Feiertagsnotizen zurückbekommen.

Als ich dann am Mittwoch in meine Mails schaute, war die erste Reaktion von „Jung und Jung“ die sich freuten, mir Monika Helfers Buch schicken zu können. Die zweite Zusage kam von C. Beck, bei dem ich ja immer Schwierigkeiten mit dem Anschreiben hatte, diesmal ging es und so wird auch Jonas Lüschers „Kraft“ ein Buch das ich ja schon eine Nacht lang bei mir hatte und in Göttweig auch signieren ließ, zu mir kommen.

Weiters habe ich inzwischen die PDFs von Christoph Höhtkers „Das Jahr der Frauen“ Christine „Wunnickes „Katie“ und Mirko Bonnes „Lichter als der Tag“, bekommen.“

Von „Hanser“ kam am Mittwoch noch die Nachricht, daß sie sich zwar über mein Buchpreisbloggen sehr freuen, aber weder Buch noch PDFs für mich hätten, ich mir meine Freude am Bloggen aber dadurch nicht nehmen lassen soll. Keine Sorge, „Meine Freude am Bloggen ist von Rezensionsexemplaren unabhängig, dann bleibt halt eine Lücke über!“, habe ich höflich zurückgeschrieben. Das Mail aber, ganz ehrlich, etwas herablassend empfunden.

Aber es stimmt, der Mut zur Lücke wird diesmal wahrscheinlich bleiben. Das trifft aber die Realität, weil ja auf der LL sowieso nur ein Bructeil der Neuerscheinungen draufstehen kann und der Blick über den Tellerrand daher ganz gut tut.

Am Donnerstag hat mir dann Susanne Rössler von „Zsolnay-Deuticke“ geschrieben, daß ich mir das „Floss der Medusa“ von „Net Galley“ herunterladen kann. Dort habe ich mich inzwischen auch  angemelden, beim Laden wird mir aber der Alfred helfen müssen und das wäre der Longlistenlesestand bis Freitag früh.

Zwei gelesene Bücher, drei bis vier PDFs und zwei Ankündigungen.

Wenn dann die Lücke bleiben würde, wäre das auch nicht ganz so schlecht, denn ich lese ja noch immer „Erich Wyss“ übt den freien Fall“ und habe in Harland auf dem Küchenschreibtisch auf Clemens Meyer „Am Stein“ Charles Bukowsky „Über das Schreiben“ und in Wien im Badezimmer Zadie Shmidts „Swingtime“ liegen.

Dort liegt auch schon länger Uwe Timms „Ikarien“, das ich Anfang September lesen werde und dann ist am Donnerstag noch Isabella Straubs „Wer hier schlief“ von „Aufbau“ dazubekommen, das ich mir vorige Woche bestellte und weil ich es nicht lassen kann, habe ich inzwischen auch noch die zwei Neuerscheinungen von „Kremayr&Scheriau“ angefragt.

„Wow!“, werden da meine Leser sagen.

„Du gehst es an!“ und  meine österreichischen Buchpreisspekulationen sind inzwischen auch erschienen. Da wird die Longlist am fünften September bekanntgegeben, wo ich noch einmal anfragen werde und inzwischen lesen, lesen, was kommt, beziehungsweise im Badezimmer liegt und da ist es wahrscheinlich äußerst spannend mich nicht nur, diesmal wahrscheinlich lückenhaft durch die beiden LLs zu lesen, sondern auch mitzubekommen, was es sonst so auf dem Buchmarkt gibt.

Das finde ich eigentlich noch interessanter, da Neues zu entdecken und was die Listenreaktionen betrifft, ist es auch sehr spannend, daß sich diesmal die „Meckerer“ eingegrenzt, beiziehunsweise begriffen haben, daß auf einer zwanzig Bücherliste nicht alles stehen kann.

Man kann aber alles, beziehungsweise auch das andere und, das was einen interessiert lesen und da freue ich mich schon ganz besonders auf die „Ikarien“ und auf Isabella Straubs neues Buch, bei dem ja das letzte fast an mir orbeigegangen ist, beziehunsweise mir zu teuer war, als ich es für zehn Euro bei „Thalia“ in einer Abverkaufsliste fand.

Cirka fünfzig Bücher habe ich mir ausgerechnet, werde ich heuer noch lesen können, das wird sich, wenn man die beiden Listenbücher-, da kommt  dann noch das Debutpreisbloggen dazu und da werde ich, wenn die dortigen Shortlistenbücher oder die PDFs nicht zu mir kommen sollten, in die buchhandlungen gehen und die schon bestellten Bücher dazurechnet, wahrscheinlich gerade ausgehen und ich werde mit meiner eigenen Leseliste, wo auch noch einiges Schöne steht, heuer wahrscheinlich nicht mehr sehr weit kommen.

Da habe ich mich aber im Mai, Juni und im Juli ganz gut durchgelesen und die Idee, mich ab nun nur mehr meiner Liste zu widmen und das andere links oder rechts liegen zu lassen, gibt es  auch noch. Wird aber wahrscheinlich nicht durchzuführen sein, da ich bei Anfragen schlecht nein sagen will und, ob ich mir das Longlistenanfragen verkneifen kann, bin ich mir auch nicht so sicher.

Da sind dann die Lücken wahrscheinlich ganz hilfreich und jetzt lesen, was kommt!

 

2016-09-22

Zweifache Longlisten-und Shortlistlesung

Normalerweise gehe ich ja aus zeitökonomischen Gründen nicht so gern zu einer Lesung, wenn ich das Buch schon gelesen habe oder lesen werde.

Bei Longlistenlesungen bin ich aber gelegentlich gewesen, einmal glaube ich beim Doron Rabinovici in der Hauptbücherei, im Vorjahr beim Clemens J. Setz in der AS, als ich das Buch halb oder so gelesen hatte und heute hätte ich den Rainhard Kaiser-Mühlecker in der „Gesellschat für Literatur“ auch beinahe ausgelassen, aber dann war das Alternativprogramm nicht so entsprechend, auf die Shortlist ist er am Dienstag auch gekommen, auf der öst LL ist er schon und einige Blogger haben „Fremde Seele, dunkler Wald“ auch sehr gelobt.

Dem habe ich mich bis jetzt eigentlich nicht so angeschlossen und ganz ehrlich, auch wenn ich das wahrscheinlich revidieren werde oder auch schon habe, denn wahrscheinlich ist es mein drittes Shortlist-Buch, das ich auf meine höchstpersönbliche Liste setzten werde, habe ich den 1982 in Kirchdorf an der Krems geborenen, sehr „schönen“ jungen Mann, bisher ja als eher fad eingeschätzt.

Mit seinem  2008 bei Hoffmann und Campe erschienenen „Der lange Gang  über die Stationen“ hat er ja Furore gemacht. Da war ich kann ich mich erinnern, bei einer literarischen Soireee im Radio Kulturcafe gewesen zu sein und habe mich gewundert, daß „so was fades“, die anderen nannten es „aus der Zeit gefallen“ bei „Hoffmann und Campe“ erscheinen kann und das Buch dann auch gelesen.

„Magdalenenberg“ habe ich auch irgenwo gehört, bei „Wiedersehen in „Fiumcino“  war iich in der „Gesellschaft“ und habe mir das Buch schicken lassen und seither glaube ich, nicht mehr so viel von dem jungen Mann gehört.

„Schwarzer und roter Flieder“ ist erschienen und ein Erzähloband und jetzt das Buch, wo ich mir bei den Beschreibungen dachte, das habe ich doch schon im Debut gelesen und bei „Magdalenberg“ gehört.

Als das Buch auf die öst LL kam, habe ich bei „Fischer“, wo es erschienen ist, nochmals angefragt und es am nächsten Tag bekomme, vielleicht bekomme ich den Händler, was  mein neunzehntes LL-Buch wäre, also auch noch, der Stamm ist am Montag gekommen und mich dann irgendwann enschloßen, ich gehe in die „Gesellschaft“ und eigentlich hätte ich das Buch mitnehmen können, erstens um es signieren zu lassen, was ich nicht so oft mache, zweitens, um mitzulesen und mir die gelesenen Stellen anzustreichen, was sehr gut gewesen wäre, denn ich bin mit dem Lesen ja ein bißchen in Zeitlnot, habe heute mein elftes LL beendet und siebzehn Rezensionsexemplare oder nein, sechzehn, denn die Gösweiner ist ja ein Geschenk vom Alfred, liegen am Klo und vor allem „Literarurtest“ drängt ja sehr, wenn man nicht gleich in der nächsten Woche bespricht und von denen habe ich heute auch ein Buch bekommen.

Ich hätte die „K u.S“ Debuts also vielleicht noch ein wenig aufschieben und gleich mit dem Lesen anfangen können und wäre etwas schneller gewesen, hätte, könnte, habe ich aber nicht, denn das ist mir erst in der „Gesellschaft“ eingefallen, als ich zwischen dem Lehrer und einer jungen Dame saß, die das Buch in der Hand hielt und den Melle in ihrer Tasche hatte.

Sehr voll in der „Gesellschaft“, das heißt gegen Ende hat es sich gefüllt und ein paar Interessierte, die man vielleicht sonst nicht so sieht, wie zum Beispiel die Petra Hartlieb waren da, denn die Buchhändler sollen ja, wie ich überall höre, auf die Shortlist sehr aufspringen.

Manfred Müller hat die Shortlist auch sehr erwähnt, den öst Bp hat er dagegen ausgelassen, ob aus Zufall oder mangelnder Kenntnis, habe ich vergessen nachzufragen und allmählich verwandelte sich mein Desinteresse in Interesse, denn der angeblich so aus der Zeit gefallene junge Mann, etwas, was ihn auch ärgern dürfte, hat wirklich einen eigenen Stil und irgendwann habe ich mir gedacht, daß er dem meinen gar nicht so unähnlich ist und bevor jetzt einige aufschreien, er ist erfolgreich, ich nicht und vom Land schreibe ich auch nicht soviel, denn ich lebe ja im städtischen Milieu, zumindestens bin ich dort aufgewachsen, in einem eher proletarischen Teil von Wien.

In dem Buch geht es wie schon Manfred Müller einleitete, um eine Familie am Land, die Brüder Jakob und Alexander, der eine Bauer, der andere Berufssoldat, um einen Vater und einen Großvater geht es auch und das was der junge Mann vorlas war wirklich sehr interessant.

Der Magdalenenberg kommt wieder vor und ein Kreuz, das die neuen Christen dort errichteten, der Berufssoldat hätte einmal Priester werden wollen, ist dann aber einer Elvira verfallen, der Vater verschleudert den Hof, der Großvater prunkt mit seinem Geld und alle sind zerstritten und viel mehr werde ich jetzt auch nicht erzählen, sondern lesen, wenn ich mit den Debuts, der Vegetarierin, der „Apollokalypse“, dem Mayerhoff und dem Kumpfmüller fertig bin und auch das anschließende Gespräch war sehr interessant, denn Manfred Müller fragte, vielleicht ein wenig provokant „Wie lebt es sich als öffentliche Person?“ und der junge Mann antwortete:

„Das bin ich nicht, denn ich mische mich in die Politik nicht ein, sondern schreibe und ich bin einer, der erzählen will und ob man das jetzt altmodisch nennt und mich mit Rosegger vergleicht, ist mir egal!“

So ungefähr habe ich es verstanden und bin sehr gespannt, werde mich aber jetzt gleich mit einer jungen Aussteigerin beschäftigen und meine Spannung hoch und warmhalten und vielleicht wird es mein drittes dBp Sortlistbuch und vielleicht kommt es auch auf die öst SL, den Preis würde ich ja immer noch gerne der Frau Mayröcker zuerkennen und den dBp gewinnt wahrscheinlich der Herr Melle mit seiner Mischung zwischen Memoir und Personal Essay über seine bipolare Depression.

2016-09-17

Longlistenlesestatus

Am Dienstag wird die Shortlist des dBps bekanntgegeben und man kann auf der Facebookseite seine Empfehlungen bekanntgeben und wenn man richtig liegt, glaube ich, Einladungen für die Preisverleihung in Frankfurt am 17. Oktober gewinnen und die Bücherblogger geben ihre vielleicht am Montag oder so auch bekannt.

Im Vorjahr haben sie es getan und Null Treffer gehabt. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt auch nicht alles gelesen und heuer, glaube ich, ebenfalls nicht, obwohl es keine Liste gibt, wo man die Rezensionen direkt einsehen kann.

Das betrifft die sogenannten „offiziellen Bücherblogger“, der „Buchpreisblog“ hat, glaube ich, erst drei Rezensionen veröffentlicht, obwohl „Zeilensprünge“, die dabei sind, im Vorjahr außer mir, glaube ich, alle Bücher gelesen haben und mir, sie sind zu zweit, auch immer etwas voraus waren und ich habe natürlich auch noch nicht alles gelesen und werde, wie es aussieht das auch nicht.

Bin nach wie vor im selbstgemachten Lesestreß und gut im Trend und, ich glaube so schnell, wie im vorigen Jahr. Jedenfalls lese ich jetzt Buch zehn Arnold Stadlers „Rauschzeit“, habe den „Hinreißenden Schrotthändler“  auf meiner Leseliste  und frage mich allmählich, wieso es auf die Longlist kam, ob es berührt, etwas Neues bringt und für  zu lang, es hat fünfhunderfünfzig Seiten halte ich es auch.

Die heurigen Bücher sind aber, glaube ich, eher kürzer, als die vorigen. Drei Dickere sind von denen, die ich bis jetzt habe, dabei und der Gerhard Falkner, den ich als übernächstes LL-Buch lesen werde, dürfte, soweit ich höre, eher schwer zu lesen sein.

Ich bin ja davon ausgegangen so an die zehn Bücher zu bekommen. Bei der deutschen Liste sind es aber inzwischen nur  drei, die noch fehlen, denn da hat mir „Fischer“ von den fünf Büchern, die er im Rennen hat, zuerst zwei und dann, als ich bezüglich der Öst nachfragte, auch noch den Reinhard Kaiser-Mühlecker, der übrigens nächsten Donnerstag in der „Gesellschaft für Literatur“ auftritt geschickt und „Aufbau“ hat sich bezüglich Philip Winklers „Hool“ noch nicht gemeldet, obwohl, die mir heuer schon sehr viel schickten.

Sonst habe ich die Bücher, glaube ich, vollständig, die Printausgaben liegen im Badezimmer, von Sibylle Lewitscharoffs „Pfingstwunder“ habe ich die Fahnen bekommen und drei PDFs, beziehungsweise ein E-Book war auch dabei.

Bei der österreichischen Liste sieht es etwas anders aus, da habe ich von der Longlist inzwischen drei Bücher, die Dorothea Emminger, die Anna Mitgutsch und den besagten Kaiser-Mühlecker.

Das Buch von Peter Waterhouse, das glaube ich, noch nicht erschienen ist, soll noch kommen und von den Debutanten, habe ich noch das Buch von Sacha Batthyany bekommen, das der Friederike Gösweiner liegt, wie schon beschrieben, in Harland über dem Bett und ich kann es lesen, wenn ich nächste Woche dorthin komme, oder aufsparen und als letztes lesen und die Rezensionsexemplare vorziehen. Mal sehen, wie es sich ergibt.

Die Buchdebuts werden am fünften Okter in der Arbeiterkammer vorgestellt, aber leider leider ist das der erste Mittwoch im Monat und da ist ja MUSA-Tag und da bekommt auch die Ilse Kilic, was mich sehr überrascht und ich nicht damit gerechnet habe, ich habe da ja auch Prognosen erstellt, den „Veza-Canetti-Preis“ also werde ich da hingehen.

Falls mich einer meiner Leser unterstützen und die fehlenden Bücher mit eines von meinen tauschen will, würde mich das freuen, die zwei „Fischer-Bücher“ wären der Ernst Wilhelm Händler und der Peter Stamm, über die österreichischen würde ich mich auch freuen, obwohl ich da ja regelmäßig bei den O-Tönen war, also dort die Sabine Gruber, den Michael Köhlmeier, Friederike Mayröcker und die Katharina Winkler hörte und die nehme ich ja wieder an, gewinnt den „Alpha“ und dann bekäme ich wahrscheinlich das Buch.

Den Peter Henisch, der glaube ich, noch nicht erschienen ist, würde ich gerne lesen und Anne Cottens Versepos, das ich schon im MUSA hörte, interessiert mich sehr und natürlich Friederike Mayröcker, deren Bücher man seltsamerweise eher selten in den offenen Bücherschränken findet.

Nun vielleicht auch meine Prognosen, von den auf der Öst nominierten, habe ich noch nichts gelesen, habe da aber eine Wunschliste, nämlich die FM als Preisträgerin und dann würde ich mir Anne Cotten, Peter Henisch, Sabine Gruber und Michael Köhlmeier wünschen oder könnte mir das vorstellen und bei den Debutanten denke ich, daß Katharina Winkler gewinnt, obwohl  Friederike Gösweiner, die ich auch schon bei den O-Tönen hörte, auch oft gelobt wird.

Bei der deutschen Liste ist das anders, da kann ich, da mir die meisten Bücher ja eher unbekannt waren, keine so dichte Prognose geben, vor allem wüßte ich da den Preisträger noch nicht, von den bis jetzt gelesenen könnte ich mir vorstellen, daß Thomas Melle und Bodo Kirchhoff draufsteht und dann denke ich, nach dem was ich so gehört und gelesen habe, beziehungsweise mir vorstellen könnte, auch noch Peter Stamm, Gerhard Falkner, Katja Lange-Müller und Sibylle Lewitscharoff. Aber das ist mein persönlicher Tip, der „Buchpreisblog“ hat das Buch ja sehr zerissen. Mal sehen, wie falsch oder richtig ich liege?

Am Dienstag werden wir es wissen, ich lese inzwischen den Stadler weiter und beginne dann mit der Lewitscharoff, mache dann eine Buchpreislesepause und lese die beiden „K&S-Literaturdebuts“ beziehungsweise die „Vegetarierin“ auch ein Kultbuch des Herbstes, das durch die LL ein wenig unterging, dann vielleicht den dBp weiter, bis ich zur öst- Liste komme und ziehe da vielleicht die Shortlistnominierten vor.

Nach meiner Schätzung hätte ich da ja erst zwei ganz gelesen. Die Juryentscheidung gibt es schon, also spannend spannend und noch nachsehen, was die Blogs dazu meinen.

Ansonsten werde ich das Wochenende, wie ich eigentlich plante, doch nicht nur lesend und schreibend verbringen, denn im WUK gibts ja eine Biennale mit experimenteller Literatur und einer Kunstfilmnacht, wo es Filme von Hermann J.Hendrich, Ilse Kilic, Thomas Havlik etcetera zu sehen gibt.

Gestern bin ich nach der „Alten Schmiede“ nicht mehr hingegangen. Heute habe ich das vor, das Kinderprogram mit der Erika Kronabitter lasse ich aus und am Sonntag gibts vielleicht schon das Sturmfest, aber vielleicht ist das erst nächste Woche, dann hätte ich mehr Zeit zum Lesen und mit dem Schreiben meiner Klara tue ich mir ein wenig schwer.

Denn das Longlistenlesen ist ja sehr intensiv, relativ viel Diagnostik hatte ich in den letzten Tagen auch, da kommt man dann leicht hinaus und schwer wieder hinein und die Frage, was ist gute Literatur?, „Deine nicht, denn du schreibst ja so unverständlich!“,, halt ja auch noch immer in meinen Ohren, obwohl ich, da ich jetzt wieder durchkorrigiere, mir gestern einige Änderungen notiert habe.

So wird sich das Ganze jetzt vielleicht in einen kürzeren Rahmen, also vielleicht bis zu Zusannas Hochzeit abspielen, den dBp lasse ich weg und mache allgemein einen „Buchpreis“ daraus und lasse die Klara daher aus Wien statt aus Frankfurt kommen, da ist das Terrain  bekannter und sie arbeitet vielleicht mit dem Edy beim „Standard“, aber auch da könnte ich die Bezeichnung weglassen.

Sie könnte  beispielsweise auch „Ohrenschmaus-Jurorin“, Achtung Ironie oder persönlicher Bezug, sein.

Nun ja, solange ich so intensiv lese und jetzt auch wieder intensiv zu Veranstaltungen gehe, stagniert das ein bißchen, Ich habe aber schon 23.00 Worte, 44 Seiten und 15 Szenen, müßte mir auch das, wie das mit der Clarisse und der Claire, vor allem die Geschichte mit der Großmutter ist, noch genauer  konzipieren. Da habe ich inzwischen, fürchte ich, den Faden verloren.

Das geht in den sogenannten  Nachlesezeiten“, aber ich lese ja immer, wahrscheinlich leichter, für den „Nanowrimo“ kommt es wahrscheinlich trotzdem nicht in Frage, da ich schon 23.000 Worte habe.

Also werde ich wahrscheinlich heuer nicht mitmachen und nur so weiterschreiben, aber im November ist ja auch die „Buch-Wien“ und der „Ohrenschmaus“ und zumindestens den Anfang werde ich auch noch für die österreichische Liste brauche.

Das Buchpreislesen, das kann ich nur wiederholen, macht großen Spaß und ich finde es auch sehr lehrreich, kann auch ein bißchen die Frage, was ist gute Literatur und was interessiert die Leser beantworten?

Aber da würde ich mir sowieso mehr Information wünschen, was die Leser wollen oder gerne lesen von den Buchhändlern höre ich immer, die Leute interessieren sich, wenn überhaupt für die Shortlist, die Longlist ist ihnen egal, zu  zu umfangreic, oder was auch immer.

Ich finde gerade die sehr interessant, obwohl es natürlich, wie beispielsweise, die experimentelle Literatur oder die Kleinverlage gibt, die zum größten Teil nicht daraufstehen.

Denn die „Longlist“ ist ja wahrscheinlich schon sehr mainstreamorientiert, obwohl das von der deutschen heuer eher widersprochen wird.

Ich bin gestern zwischen der Session vier und der Abendveranstaltung der „Alten Schmiede“ in den „Morawa“ gegangen und habe mich  umgeschaut, was da auf den Stapeln liegt?

Es liegt ziemlich viel, auch Krimis und das sogenannte Leichte, das Experimentelle wahrscheinlich eher nicht, aber einiges davon gibt es schon auf den Listen, zumindestens würde ich Daniela Emminger, Anna Weidenholzer und Michelle Steinbeck jetzt einmal dazureihen.

Aber das lesen die Leute wahrscheinlich eher nicht und  auf die Shortlist würde ich  mal schätzen, kommen sie eher nicht und bezüglich Krimis haben wir ja eine Kriminacht und einen eigenen Krimipreis, der auch bald vergeben wird, Leider gibt es da aber wieder eine Überschneidung mit dem H. C Artmann Preis, den heuer Anselm Glück, also ein eher experimenteller Autor, bekommt.

 

 

2016-09-08

Buchpreisbloggeflüster

Nun also sind die beiden Listen bekanntgegeben und ich lese, lese, beziehungsweise mache ich dem Postboten auf, um ein Buchpaket in Empfang zu nehmen, schreibe Mails an nette Verlagsdamen und gerate mal mehr und mal weniger in Stress und Panik, das alles vielleicht nicht zu schaffe.

Habe ich mir da nicht vielleicht zu viel aufgeladen? Beziehungsweise ist das die Schuld, des österreichischen Hauptverbandes, der den öst Bp einen Monat nach dem deutschen ansetzte und den Preisträger einen Monat nach der Frankfurter-Messe, die auch ein Monat vor der „Buch-Wien“ stattfindet, präsentieren will.

Um nicht mißverstanden zu werden, im Vorjahr habe ich auch alle Bücher gelesen und zwischendurch, während ich auf den Witzel wartete, den mir Trude K. zum Geburtstag brachte, noch einiges anderes und als die Frankfurter-Messe begann, hat mir „Buzaldrin“ ein Buchpaket mit neun Bücher geschickt, die ich bei einem ihrer Gewinnspiele gewonnen habe und bis Weihnachten habe ich sechs  davon gelesen.

Jetzt bin ich schon beim siebenten dBp-Buch, Bodo Kirchhoffs „Widerfahrnis“, acht liegen noch im Badezimmer, beziehungsweise, die Lewitscharoff-Fahnen im Schlafzimmer auf dem Tischchen, mindestens eines soll noch kommen, dann folgen zwei  „Kremeier&Scheriau Debuts“, die heute auch in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt werden und Han Kangs „Vegetariereŕin“ und dann geht es schon, ganz langsam, an den östBP, da habe ich vier Zusagen und gestern den Reinhard Kaiser Mühlecker, das doppelte Buchpreisbuch bekommen und die Friederike Gösweiner, die ich als letztes lesen will, in Harland über den Bett liegen und wenn Katharina Winkler, was ich fast annehme, den „Alpha-Literaturpreis“ gewinnt, bekomme ich das Buch, ganz egal, ob „Suhrkamp“ es schickt oder nicht.

Ob ich bis zu den beiden Messen  fertig werde oder nicht, weiß ich noch nicht so genau, bis Ende  November werde ich es aber schaffen und ich kann nur sagen, trotz selbsterlegten Lesestreß, ein wunderbares Erlebnis, das ich sehr empfehlen kann, denn man lernt sehr viel dabei.

Und was waren nun meine bisherigen Erkenntisse über die ausgewählten Bücher, die angeblich die Besten sein und zu Weihnachten unter möglichst vielen Christbäumen liegen sollen?

Da habe ich ja schon öfter geschrieben, daß ich nicht daran glaube, daß das so sein kann und, daß es natürlich viel viel mehr interessante, spannende, gute oder auch was immer Bücher, als die ausgewählten dreiunddreißig gibt und die deutsche Liste war ja, das habe ich, gleich nach der Vergabe geschrieben, sehr sehr überraschend.

Ich war zuerst erstaunt und habe gedacht, ich bin im falschen Boot, dann habe ich mich aber sehr schnell angefreundet, lese mich durch die Bücher und durch die Besprechungen der offiziellen und auch inoffizellen Buchpreisblogger und kann bei der deutschen eigentlich noch nicht wirklich sagen, wer da am zwanzigsten September auf der Shortlist stehen wird?

Denn ich glaube fast, die sechs bisher gelesenen sind es eher nicht, kommen die ja eher von engagierten Kleinverlagen und stammen zum Teil von sehr exeperimentellen Sprachkunstautoren.

Der Platzgumer erschien mir persönlich ja zu konstruiert und über die Metapher, wie man von seinen schlechten Büchern in die Schlinge springt, bin ich noch immer nicht hinweggekommen und Bodo Kirchhoff, der den Bloggern sehr gefällt, hat, soweit ich es bis jetzt beurteilen kann, auch einen eher kitschig wirkenden konstruierten Stil, der ist aber sehr Publikum wirksam, glaube ich  und gefällt wahrscheinlich auch den hier oft zitierten Schwiegermüttern.

Das macht Joachim Meyerhof, der auf meiner Liste steht, wahrscheinlich auch, Peter Stamm wäre ein Kanditat, den habe ich aber noch nicht, Katja Lange-Müllers „Drehtür“, das noch kommen soll, vielleicht auch, aber das gefällt den Bloggern eher nicht, Thomas Melles Memoir über seine manisch depressive Krankheit, mein nächsten LL hat wahrscheinlich auch Chancen und dann das dicke „Apollokallypse“ des mir noch immer unbekannten Gerarld Falkner, das möglicherweise schwer zu lesen ist und  Phillipp Winklers „Hool“, das mir „Aufbau“ hoffentlich noch schickt, vielleicht ebenfalls.

Eine ausgewogene Bandbreite zwischen bekannten und unbekannten, experimentellen und Mainstreamgeschmack denke ich und ich habe viel gelernt, während ich, vielleicht durch meine „Alte Schmiede-Besuche“ und das O-Tönfestival, das ich diesen Sommer ja sehr eifrig besuchte, bezüglich der öst-LL ziemlich sicher war und da auch nur relativ weniges Unbekanntes gefunden habe.

Gstrein und Glavinic haben zwar darauf gefehlt und sonst wäre ich sehr überrascht, wenn Friederike Mayröcker, den Preis nicht gewinnen würde, ich denke das gehört sich so, ein paar experimentelle, wie Kathrin Röggla und Peter Waterhouse, auf die ich vergessen habe, sind darauf,  und an Daniela Emminger, ein Buch, das ich bekommen soll, wie das von Peter Waterhouse, habe ich auch nicht gedacht, obwohl ich einmal eines ihrer früheren Bücher gefunden und in meinen Regalen stehen habe.

Für die Shortlist könnte ich mir also, obwohl ich da noch nichts gelesen habe, außer  der FM, Peter Henisch, Anna Mitgutsch, Rainer Kaiser Mühlecker,  Sabine Gruber und Michael Köhlmeier vorstellen, aber vielleicht hat die Jury einen experimentellen Geschmack und traut sich was, so daß vielleicht Ann Cottens Versepos, das, glaube ich, sehr witzig sein soll, darauf kommt, oder Kathrin Röggler, Peter Waterhouse und und.

Mal sehen, ich bin gespannt und lese fleißig weiter, dazwischen mache ich meine Praxis, Diagnostik, Therapien und ein bißchen Supervision, fange an zu Veranstaltungen zu gehen, heute abend, wie schon erwähnt von den „Kremeier&Scheriau-Debuts“, am Samstag habe ich mich für den Bus nach Niederhollabrunn zur „Theodor Kramer Preisverleihung“ angemeldet, der Alfred reist ja, glaube ich, gerade in Japan ein und am Sonntag werde ich, wenn ich hinfinde, mit der „Gesellschaft für Literatur“ auf den Spuren Kafkas in Klosterneuburg herumwandern, der dort ja in einem Sanatorium seine Schwindsucht behandeln ließ.

In den letzten Tagen habe ich selber Jury „gespielt“, wie meine Kritiker, die mich ja für eine literarische Diletantin halten, es nennen werden und drei Vorschläge für den „Ohrenschmaus“ herausgesucht, der heuer schon im November im Rahmen der „Buch-Wien“ vergeben wird.

Alles bestens also und noch etwas habe ich am Samstag in einer schlaflosen Nacht gemacht, ich habe nämlich, da auf der 2016 Leseliste, die wahrscheinlich ungelesen bleibenden Bücher immer länger wurden, herausgesucht, zuerst versucht, sie auf meiner langen Liste hinten dranzuhängen, dann habe ich gedacht, daß ich sie erstens vielleicht dann nicht mehr finde, zweitens gar nicht weiß, ob ich dann noch lebe und sie drittens gegebenfalls vielleicht wieder zurücktrage und sie dann für 2050 eintragen werde, wo ich höchstwahrscheinlich schon gestorben bin und, die Vorauseintragungen dann gelöscht.

So brauchen sich die Presedamen nicht mehr über sie zu wundern und ich bin auch freier, bisher Aufgeschobenes, wie das Buch der neuen Priessnitz-Preisträgerin Sanda Gugic, das der Hilde Schmölzer und die anderen Geburtstagsbücher und die Schmankerl von den Bücherschränken und das, was ich mir aus den Abverkaufslisten ziehe, zeitgerechter zu lesen, da wird dann vielleicht manchea Alte, was ich eigentlich auch noch lesen wollte, wie Vicki Baum, Pearl S. Buck, Francoise Sagan, etcetea überbleiben, aber wenn ich, was ich mir jetzt wieder vorgenommen habe, mir wirklich nur mehr das, was ich irgendwann lesen kann, aus den Schränken nehme und mit den Frühjahrsbestellungen vorsichtiger bin, kann ich vielleicht meine neue 2017 Liste bis zum doppelten 2017 Buchpreisbloggen, das ich  wieder machen will, mehr oder weniger durchgelesen haben und ich kenne mich ein bißchen aus im österreichischen oder deutschen Literaturbetrieb, ganz egal, ob meine Kritiker mir das jetzt glauben oder nicht.

2016-08-25

Vom (Longlisten)lesen und vom Schreiben

Ja, also zwei große Projekte, die mich in diesen Herbst begleiten, so daß es mir eigentlich gut geht und ich sehr beschätigt bin.

Den Roman „Claire-Klara-Clarisse“, den ich mir sozusagen aus Kroatien mitgebracht habe, habe ich begonnen und inzwischen zehntausendneunhundertneunundzwanzig Worte, sechs Szenen, bzw. einundzwanzig Seiten und es geht eigentlich sehr gut damit.

Meine Kritiker werden zwar vielleicht wieder sagen, daß das unverständliches Zeug ist, beziehungsweise, ChickLit, ein Liebesroman, etwas Narratives und überhaupt nichts, was sie interessiert, können das aber wahrscheinlich gar nicht, weil sie es ja nicht gelesen haben und ich weiß, das Genre gar nicht so genau und überhaupt nicht, ob ich solches schreibe.

Ich schreibe keine ChickLits sondern Literatur, also werden sie die Liebesgeschichte von dem Buchpreismitlgied Klara Winter, das aus Frankfurt übersützt aufbricht und mit ihrem VW-Bus nach Trogir fährt, weil ihr Freund Edy, sie mit ihrer Freundin Kathrin betrogen hat, beziehungsweise ihr beim Sommerest der FAZ in ein Hotelzimmer folgte, vielleicht für kitschig halten.

In der Nacht träumt Klara von einem Zauberer, der die kleine Klara mit einem Luftballon entführt und zu einer anderen Mutter bringt, sie lernt im Cafe Monaco den Exilrussen Sergej kennen, fährt mit ihm nach Split, wo sie seine Lieblingscousine Clarisse, die Kuratorin des Filmfestivals von Split ist, treffen und die hat ein schweres Leben, ist Bulimikerin, weil sich ihre Eltern, als sie sehr klein war und ihre Schwester verlor, scheiden ließen und sie fortan bei ihrer Großmutter Claire, die sowohl in Ragusa als auch in Nizza lebte, aufwuchs.

Die Szene bis zum dalmatinischen Abend am Campingplatz habe ich schon geschrieben. Vorher hat Klara Sergej im Cafe Monaco kennengelernt, der auch bei dem Abend am Camp ein Saxophon-Solo gab. Jetzt wird sie alleine nach Split fahren, dort aber sowohl Clarisse, als auch Sergej treffen und die letzte Szene muß ich noch korrigieren und dann das Ganze wieder vornehmen, durchlesen und weiterplotten.

So bald wird das nicht passieren, das heißt, es wird wieder eine Unterbrechung geben, denn am Freitag gehen wir ja mit dem Alfred und seiner Wandergruppe in das Höllengebiergte und da werde ich mir wahrscheinlich diesmal meinen E-Bookreader mitnemen und mit Hans Platzgumers „Am Rand“, sehr passend, mit dem heurigen Longlistenlesen beginnen.

denn richtig, am Dienstag wurde ja die Longlist bekanntgegeben, die diesmal eine sehr sehr überraschende war. Denn ich habe mir ja schon ein paar Wochen vorher Gedanken darüber gemacht, was auf dieser Liste stehen könnte und bin auf etwas ganz ganz anderes gekommen, als das was die Jury dann auswählte, kein Glavinic, kein Gstrein, kein Köhlmeier auch keine Sabine Gruber, kein Tilmann Ramstedt, keine Julie Zeh und auch nichts oder nur wenig, was mit der aktuellen Flüchtlingssituation zu tun haben könnte.

Nun gut, die Jury ist immer für eine Überraschung gut, ich habe am Dienstag dann, wo ich eine Diagnostik und auch relativ viele Stunden hatte, die Verlage, um die Bücher angeschrieben und interessant, daß diesmal sehr viele E-Books beziehungweise PDFs zu mir gekommen sind.

Das heißt „Jung und Jung“, „Zsolnay“ und auch der mir bisher unbekannte „Lenos Verlag“ haben mir solche teilweise mit der Begründung, daß die Rezensionsexemplare schon alle weg sind, geschickt.

Als ich vor drei Jahren „Jung und Jung“, wegen der Nellja Veremej anfragte, ist mir das auch so passiert und „Droschl“ hat mir im Vorjahr die Monique Schwitters auch als PDF geschickt.

Das heißt vier Bücher werde ich dann auf meinen E-Book Reader haben und mit dem Lesen beginnen können, sobald ich mit dem SexChickLit, das mir „Literaturtest“ schickte „Die Kunst Elch Urin frisch zu halten“ fertig bin das wahrscheinlich eine etwas „unwürdige Lektüre“ ist, aber spannend, wenn auch etwas aufgesetzt und dann gar nicht so leicht zu lesen.

„Matthes und Seitz“ hat mir das neue Buch der Anna Weidenholzer, die nicht mehr bei „Residzenz“ verlegt, auch versprochen, den Bodo Kirchoff soll ich bekommen und „Rowohlt“ wird mir auch seine zwei Listenbücher schicken. Das wären dann acht und weil inzwischen auch noch ein anderer, wahrscheinlich weiblicherer ChickLit vom „Literaturtest“ zu mir gekommen ist, werde ich sehr viel zu lesen haben und wahrscheinlich noch nicht damit fertig sein, wenn dann in eineinhalb Wochen die österreichische buchpreisliste veröffentlich wird.

Und auf die bin ich jetzt sehr gespannt und starte also in einen heißen Leseherbst, der von einem heißen Sommerschreiben bebgleitet sein wird. Dazwischen gibts dann die Lesung auf dem „Volksstimmefest“ aus den „Berührungen“ und die Anthologie vom letzen Jahr, die schon erschienen ist, sollte auch bald zu mir kommen.

Die Veranstaltungen fangen dann im September auch wieder an und ich starte heute nach den O-Tönen in mein letztes Sommerfrischenwochenende, das ich ja auf dem Berg verbringen werde.

Dann gehts am Montag schon wieder zurück nach Wien, der Alfred startet mit dem Karli auf Urlaub nach Russland und nach Japan.Ich bleibe zurück und werde schreiben, lesen, den Altweibersommer genießen und gespannt sein, wie ungewöhnlich, die österreichische Longlist werden wird?

Aber es gibt ja viel mehr als zwanzig gute Bücher pro Jahr, das habe ich auch schon geschrieben und das hat sich offenbar auch zu den Juroren herumgesprochen und so werde ich heuer sehr viel Überraschendes, Würdiges und vielleicht auch Unwürdiges lesen und die Vicki Baum bleibt leider vorerst liegen, aber vielleicht geht es sich im November nach der „Buch-Wien“ und nach der österreichischen Buchpreisvergabe aus.

2015-10-12

Deutsche Buchpreisvergabe zum Messeauftakt

Um sechs wurde in Frankfurt der diesjährige dBp feierlich bekanntgegeben, eine Veranstaltung, die man per Livestream mitverfolgen kann, was ich noch nie, beziehungsweise nie zu Gänze getan habe, weil ich am Abend meistens auf einer Veranstaltung bin und mir nur nachher das Kurzvideo mit der Siegerrede, die es dann noch zu sehen gibt, anschaute.

Aber heuer ist ja alles anders, heuer habe ich ja „Buchpreisgebloggt“, beziehungsweise mich durch die Longlist gelesen. Und wenn ich mit dem Clemens J. Setz, auch erst bei Buch fünfzehn bin, habe ich mir doch überlegt, wie ich das dann mit den Veranstaltungen und dem Bloggen mache.

Denn zum Glück gibt es in Wien ja immer eine große Auswahl und in der „Alten Schmiede“ wieder eine „Stunde der  literarischen Erleuchtung“, die auch um sechs begann, da wäre dann alles verplant gewesen.

Im Vorjahr war ich, glaube ich, beim „DichtFest“ in der „AS“ und habe dort die Leute munkeln gehört, daß der Lutz Sailer gewinnt und vor zwei Jahren, habe ich halb in die Veranstaltung hineingehört und bin dann in den „Republikanischen Club“ und zu Judith Gruber Rizy gegangen.

Im Literaturhaus fand ich  heraus, präsentierte Andrea Grill, um sieben ihren neuen Roman und die „Wilden Worte“ beginnen um acht, ist  mir eingefallen, da könnte sich die Übertragung ausgehen, aber da war Marlen Schachinger mit Daniel Zipfel und die beiden habe ich ja schon gehört.

Aber um acht in der „Alten Schmiede“, wie mir der Lehrer aus Retz, glaube ich, bei der Setz Lesung sagte, der Jan Koneffke mit seinem neuen Roman, der zwar nicht auf der LL steht, aber durchaus mal ein Buchpreisträger werden könnte und wenn ich beides verbinde, habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Nur kurz zur Wiederholung, ich habe mich ja heuer das erste Mal entschloßen die LL zu lesen, was mir bis jetzt zwar noch nicht gelungen ist, aber ich liege mit meinen fünzehn Büchern bei den Bloggern an der Spitze, die sogenannten offiziellen, haben ja eher angelesen und die „Zeilensprünge“ sind mit dem Setz, glaube ich, beim neunzehnten, sind aber,  wie ich ebenfalls glaube, zu zweit und ansonsten ist der Versuch, die Bücher alle zu bekommen, ein Erfolg geworden.

Aufmerksamkeit habe ich in der Bloggerszene zwar nicht viel erregt, eher im Gegenteil, aber elf oder zwölf Bücher sind von den Verlagen zu mir gekommen, eines hatte ich schon, vier habe ich mir vom Alfred schenken lassen, den „Fuchs und Dr. Schimamura“ in zwei Stunden beim „Kuppitsch“ gelesen und zwei Bücher hat mir der liebe Otto geborgt, der sich zwar alle Bücher besorgt und auch schon einiges gelesen hat, mir aber heuer leider nicht kommentierte, so daß mein Bloggen eher unkommentiert geblieben ist, das habe ich aber sehr intensiv gemacht und so  war es auch sicher gut, um sechs zu Hause zu sein, mir ein Glas Wein zu richten und den Livestream anzuklicken.

Das war gar nicht so einfach, weil er immer hängen blieb,  es kamen aber die Eröffnungsreden, die von der großen Aufmerksamkeit berichteten, die dieser Preis hat.

Zwei Monate reden, schreiben und bloggen alle darüber, ich habe es getan und gelesen und gelesen, wenn da zwar auch manches andere ungelesen dabei bleibt, aber zwei Buchdebuts habe ich dazwischen geschoben, eine Neuerscheinung eines türkischen Autors und den „Susan Effekt“, den ich bei „Hanser“ gewonnen habe.

Dann wurde die Jury vorgestellt, die ja zu manch Großkritiker Bedauern diesmal aus Markus Hinterhäuser, einigen Buchhändlern und zwei Literaturwissenschaftlern bestand und dann ging es schon an die Shortlist, ich habe ja inzwischen eine eigene, die aus den gelesenen fünfzehn Büchern besteht und sich nicht mit der wirklichen deckt, da ich da ja drei Bücher noch nicht gelesen habe.

Da gibt es aber schon seit einigen Tagen, je ein Portrait der sechs Finalisten, auf der dBp Seite, jetzt kam eine Schauspielerin, las je eine oder zwei Seiten, ein Stückchen des Films oder war es der ganze, wurde gezeigt und je ein Juror sagte dazu ein paar Sätze.

Dazwischen konnte man immer wieder ins Publikum sehen, wo sich unter anderen auch Alice Schwarzer befand und dann kam wieder der Präsident oder Vorstand des Börsevereins und verkündete den Sieger, nämlich Frank Witzel mit „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“, ein Buch, das mich von Anfang an interessierte, ich aber leider nicht zugeschickt bekam, so daß ich, als mich die Trude vorige Woche fragte, welches Buch, sie mir zum Geburtstag mitbringen soll, darauf tippte, weil auch sehr dick und für das Buchhandlungslesen vielleicht nicht so geeignet. So wird es spannend bleiben, weil ich das Buch, wenn überhaupt, erst im November tippen kann.

Alfred hat mir übrigens gesagt, daß Clemens J. Setz, der ja leider nicht auf der Shortlist stand, es, als seinen Tip für den dBp bekanntgegeben hat und auch bei den Bücherbloggern, die mit ihrer Shortlist ja keinen Treffer landeten, ist einer dabei, der sich von Anfang an, dafür aussprach, während die meisten anderen auf den Rolf Lappert tippten, der zusammen mit dem Ulrich Peltzer ja in meinem Badezimmer liegt.

Ich bin ja immer eher schlecht mit den Prognosen, ganz am Anfang, als ich die Schwitters und die Erpenbeck schon gelesen hatte, habe ich auf Erpenbeck oder Witzel getippt. Der Otto tippte auf Peltzer oder Witzel. Die Blogger ließen sich vom Peltzer ja eher abschrecken und ich wurde auf den Rolf Lappert aufmerksam gemacht, so daß ich am Ende eine eher lange Favoritenliste hatte.

Aber so soll es ja auch sein, denke ich, denn es gibt  nicht das eine gute Buch, sondern lauter solche und ich habe ja jetzt noch einiges zu lesen, bevor es an meine „reguläre Leseliste“, beziehungsweise ab Mittwoch zum Frankfurt-Surfen geht, wo dann ja die Bücherberge liegen, die neunzig oder so tausend, die jedes Jahr erscheinen, da sind dann auch die Krimis, die Chicklits, die Sachbücher und die Phantasies dabei und die Bücher, die die Promis, die Politiker, etcetera schreiben und ehe ich es vergesse, von meiner ganz persönlichen Schreibefront gibt es auch etwas zu vermelden.

„Im Namen des Vaters“ ist an die Druckerei gegangen, das Dummie durchgesehen und der Druckauftrag erteilt, wer bei meinem Gewinnspiel also noch mitmachen will, muß sich beeilen und die „Prekären Sommererlebnisse“ sind vorläufig korrigiert und sind jetzt beim Alfred, der das PDF setzen wird.

2015-09-26

Erneuter Bucheinkauf

Die Frankfurter Buchmesse und damit die dBp-Verleihung kommt langsam heran, am 12. Oktober wird der in Frankfurt im „Römer“ vergeben und ich nähere mich auch allmählich meinem EndLLlesen an.

Das heißt in der Mitte oder schon vor der Shortlistverkündung bin ich ein wenig schlapp geworden, habe auf meinen Blog und in meinen Kommentaren, die ich den Buchpreisbloggern schickte, verkündet, nach dem Zaimoglu hör ich auf, dann ist aber das Buch der Inger-Maria Mahlke gekommen, der Otto hat mich angerufen, er hat alle Bücher, ich könne sie haben, zu einem Übergabetermin sind wir aber nicht gekommen.

„Suhrkamp“ hat mir angekündet, sie schicken mir den dicken Setz ebenfalls noch, wenn ich ihn in vier bis sechs Wochen lese, das müßte eigentlich zu schaffen sein, obwohl beim Zaimoglu habe ich zehn Tage gebraucht, bilde mir aber ein, daß sich der Setz leichter lesen läßt, vielleicht aber auch nicht, denn da gibt es ja eine betreute Lesegruppe, aber deren Sinn und Zweck habe ich  noch nicht so ganz verstanden.

Da haben sich vierzig Experten, darunter Ronja von Rönne, Klaus Kastberger und ein paar der priveligierten Buchpreisblogger gemeldet, die zu dem Buch Artikel schreiben, die wenn ich das recht verstanden habe, um alles gehen können, sehr hilfreich schien mir die Betreuung beim Lesen also nicht zu sein, aber ich habe mit dem Buch, das übrigens am Donnerstag in der „Alten Schmiede“ vorgestellt werden wird, nicht zu lesen begonnen.

Der Setz wäre dann LLBuch fünfzehn und so würde mir nicht einmal mehr eine Shortlistlänge fehlen, obwohl ich mir ausgerechnet habe, daß ich mit dem Setz gerade fertig werde, wenn er rechtzeitig kommt, wenn in Frankfurt die Hüllen fallen und dann lese ich noch den ganzen Oktober am Witzel und am Peltzer und nach dem Zaimoglu rufe ich den Otto an, habe ich zuerst gedacht, da habe ich zwar noch die Mahlke, an der ich gerade lese vor mir und die beiden Debuts von „Kremayr und Scheriau“, nach dem mich „Redsidenz“  von seiner rezensionsliste gestrichen haben dürfte.

Macht ja nichts, ich habe genug Bücher und die Verena Mermer stellt ihres, das ich ja gerne hätte, am Dienstag im Literaturhaus vor.

Nach den Debuts den Setz, wo ich zehn bis vierzehn Tage schätzen würde und dann den Otto anrufen oder in die Buchhandlungen lesen gehen, aber dahin könnte ich ja auch mit dem Alfred, habe ich gestern und heute gedacht, in St. Pölten zu „Schubert“ und zum „Thalia“, denn von meinen fünf Weihnachts- und Geburtstagsbüchern, haben wir vor einem Monat ja nur zwei beim „Thalia“ gefunden.

Den Trojanow und die Alina Bronsky und habe ich dann ein paar Tage später erfahren, hätte mir der Verlag mit dem Zaimoglu geschickt und habe ich inzwischen auch bei Mara Gieses Herbstgewinnspiel gewonnen, jetzt kann sie es an einen anderen vergeben oder ich lege es, wenn es kommt, in den Schrank.

Aber am Wochenende sind wir nach der Sommerfrische zum ersten Mal wieder in Harland, vorher war ja Volksstimmefest, der „Theodor Kramer Preis“ in Niederhollabrunn und der Alfred ist mit dem Karl auch für eine Woche nach Italien und Istrien gefahren, während ich gelesen und gelesen habe und vorigen Samstiag im Writersstudio war.

Also heute nach dem Markt und dem Würstelessen zum „Schubert“, zehn Minuten bevor sie sperren geschaut, kein Tisch mit dBp Büchern, aber eine freundliche Buchhändlerin hat mich nach meinen Wünschen gefragt, ihren Computer aufgemacht und nach den fehlenden fünf Stück geschaut.

Leider nichts, den dicken Setz hätte ich haben können, den Trojanow und die Jenny Erpenbeck aber nicht den Vladimir Vertlib, den Witzel, die ich ja gerne lesen würde und die anderen drei.

Also doch noch einmal zum „Thalia“, obwohl wir da vor vier Wochen nichts gefunden haben oder das, was da war und noch nicht versprochen , kauften.

Da gab es dann eine Überraschung, zwar nicht mit Lasche und am Büchertisch, aber auf der Seite lag, glaube ich, der Hellinger, der in den Blogs ja so gelobt wird und den die Buchpreisblogger  auf ihrer Shortlist haben wollten und dann habe ich auch noch den Lappert, mein viertes Shortlist-Buch gefunden. Jetzt fehlen außer dem Setz noch drei und zwei davon würde ich gerne lesen, den Vertlib würde ich wohl in einer Buchhandlung schaffen, beim „Kuppitsch“ liegt ja alles auf, habe ich gesehen, den Witzel bringt mir vielleicht jemand zu meinem literarischen Geburtstagsfest, das am sechsten November, nächste Woche schicke ich die Einladungen aus, sein wird, der Peltzer ist laut den Bücherlblogger ja unlesbar, also muß ich es nicht unbedingt versuchen und den lieben Otto mit den gesammelten Büchern gibt es ja auch noch.

Bis Ende Oktober werde ich also so weit und durch sein und kann nur wiederholen, das Longlistenlesen macht wirklich Spaß obwohl es, ähnlich wie das „Nanowrimoschreiben“ seine Up an Downs hat.

Wie oft habe ich schon geschrieben, ich höre damit auf? Wie es wirklich wird, wird man sehen und den offiziellen Büchernbloggern geht es, glaube ich ebenso.

So hat sich Birgit Böllinger, seit sie „Aberland“ besprochen hat, nicht mehr mit LL oder SL Büchern gemeldet, Buzzaldrin ist ja nach Hamburg zu einem Volotariat gegangen und schickt mir die zehn oder neun gewonnenen Bücher, wo Ruth Cerha, Meg Wollitzer, Matthias Nawrat und Harper Lee, dabei sind, sobald sie wieder in Göttingen ist und Jochen Kienbaum von „Lust auf Lesen“, der ja Monique Schwitters, die jetzt auch für den Schweizer Literaturpreis nominiert ist, glaube ich, kitschig gefunden hat, ist mit ihrem Buch, dem Setz und der Mahlke auf Leseurlaub gegangen und hat geschrieben, die beiden Bücher haben ihn überrascht.

Also hätten sie vor ihren Shortlist-Empfehlungen vielleicht doch alle Bücher lesen sollen und das habe ich jetzt auch gelernt, das man das tun muß, bevor man klare Aussagen treffen kann.

Vorher habe ich mich bei meinen Schätzungen ja auch auf die berühmten Namen bezogen, beziehungsweise spekuliert, was die Jury denken könnte?

Aber ob die wirklich, den Setz nicht auf die Shortlist setzte, weil er zu lang ist und den Peltzer schon, weil ein literarisches Schwergewicht? Wer weiß das wirklich, ob das stimmt?

Meine Shortlist rundet sich dagegen langsam ab und die besteht aus meinem literarischen Geschmack, da sind Bücher wie der Richter, der mir eigentlich auch gefallen hat, dann nicht dabei, weil vielleicht doch nicht so literarisch und die Alina Bronsky schon, weil ich ja  das leicht lesbare Verständliche will, dann die Monique Schwitters, meine Überraschung, der Key Weyandt, die Jenny Erpenbeck, der Feridun Zaimoglu und ob ich den Setz darauf setrzte, wird sich wahrscheinlich in zwei drei Wochen zeigen und, wie geschrieben, den Vertlib und den Witzel würde ich  gerne lesen, mal sehen, ob diese Bücher auch noch zu mir kommen werden.

Siebentürmeviertel

Filed under: Bücher,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:37
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„Sie nennen mich Hitlers Sohn. Flüchtiger Arier. Kind mit Kraft. Sie nennen mich Windhundwelpe des Führers. Sie rufen mich den Gelben, die kleine Sonne, Zauberperle, lachendes glückliches Äffchen.“

So beginnt Feridun Zamoglus neuer auf die LL gekommener Roman „Siebentürmeviertel“, der in fast achthundert Seiten, in sehr bildreichen, kraftvollen und wahrscheinlich auch künstlichen Worten, das Leben des kleinen Wolf, in einem Istanbuler Armenviertel erzählt.

Wolf ist sechs und mit fünf ist er mit seinem Vater Franz, einem sozialdemokratischen Lehrer, der sich in der Schule über Hitler lustig machte, nach Istanbul, in das Siebentürmeviertel zu Abdullah, einem Freund des Vaters gekommen.

Aber in Istanbul herrschen strenge Sitten, so muß der Vater bald den Sohn und das Haus des Freundes verlassen, weil Gerüchte aufkommen, daß er dessen Tochter Derya zu Nahe kommt. So bleibt der kleine Wolf alleine in der Gastfamilie, nennt Abdullah bald Vater und balgt oder kämpft mit seinen Freunden auf der Straße, so daß Narben zurückbleiben und er  auch der Narbengesichtige genannt wird. Das Viertel ist voll von Ausländern, Griechen Tschetschenen, Armenier, Juden und  alle kämpfen gegeneinander.

Die Mutter nimmt den Kleinen zu ihren Freundinnen mit, der Vater ins Kaffeehaus, wo Schnaps getrunken wird und so hört und sieht er viel und die kinderlosen Damen des Viertels begeheren auch den Urin des kleinen Bruders, weil sie glauben, daß sie dadurch fruchtbarer werden.

Das Buch ist in zwei Teilen gegliedert, der erste  heißt „Istanbul 1939“ dürfte aber über über einige Jahre spielen, denn Wolf wird eingeschult und macht auch seine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht.

Die Haare werden abgeschnitten, in den Vierzigerjahren mußte man wohl in der Schule glatzköpfig sein, am ersten Tag schlägt die schöne Lehrerin, die sich später erhängen wird, die Schüler mit einem Stock, das läßt Bayka Hanim, die Ziehmutter nicht zu, gemeinsam mit Wolf und Derya sucht sie Lehrerin auf und stellt sie zur Rede, die sich dann auch  ändert. Batur, der Sohn ist gestorben, so nimmt Wolf nach und nach seine Stelle an.

Im Zweiten „Istanbul 1949“ ist er Schüler des St. Georgs College, der berühmten österreichischen Schule, die in einem anderen Viertel liegt, wohnt bei einer Tante Rena, die er dann später nicht mehr so nennt, als er sie besteigt und sie ihm in die Liebe einführt, aber die hat er schon in einigen Freudenhäusern erfahren, hat eine Mitschülerin zum „Kußmädchen“ gemacht und seine ehemaligen Spielkameraden werden nach und nach ermordet.

Das sind die Gerüchte, die nächtens durch das Viertel gehen, aber auch die Fehden zwischen den Volksstämmen, Abdullah Bey wird für den selbsternannten Rächer gehalten, den alle fürchten oder verfluchen, während die Tochter Derya, die sich als Lehrerin ausbilden ließ, zur Kommunistin wurde und mit den Bolschwisten bakeln soll.

In der Nacht geschehen die Gewalttaten und die Liebesdienste, während Wolf am Tag brav mit der Schülermütze im Gymnasium sitzt, von der Geschichtslehrerin Frau Schenay unterrichtet wird, der Direktor Liebig wird „Führer“ genannt und eine schöne Griechin ist in den Deutschlehrer Dr. Bernhard verliebt und schickt den Schüler Wolf, den kleinen Arier mit Liebesbriefen zu ihm, er sitzt auch neben seinem Erzfeind, dem Tschetschenen Kurbilay, dessen Vater, die Freunde ermordet haben, während Abdullah Bey wieder für den Tod des Erstgeborenen Kaytun verantwortlich sein soll.

Den Irren am Fenster gibt es auch,  die Herrin des kahlen Baumes und eine paar Katzen mordende Frauen, die in eine Irrenanstalt eingewiesen wurden.

Im Siebentürmeviertel ist man bitter arm, so muß sich Wolf noch als Kind beim einäugigen Krämer verdingen, später arbeitet er als Dolmetscher für den reichen Seyfettin Bey, der seine Frau im Bett mit einem anderen erwischt, aber trotzdem nicht zu der üblichen Blutrache schreitet.

Am Schluß will Vater Franz seinen Sohn nach Deutschland zurücknehmen, der weigert sich aber und bleibt bei seiner Ziehfamilie im Siebentürmeviertel und über den Roman des 1964 in Anatolien geborenen Ferdiun Zaimoglu, der seit fünfundvierzig Jahren in Deutschland lebt, den ich über den Bachmannpreis kennengelernt habe und in Leipzig dabei war, als er den „Preis der Literaturhäuser“ bekam, habe ich in Blogs gelesen, daß hier die umgekehrte Migration beschrieben wird und das Leben im Siebentürmeviertel mit dem Aufwachsen der kleinen Türkenbuben in Neuköln etcetera zu vergleichen ist.

Das mag vielleicht, was die Gewalt betrifft stimmen, dennoch habe ich es als ein sehr „orientalisches Buch“, schon der Sprache wegen erlebt, die wie ich gelesen habe, sehr künstlich sein soll.

Das kann ich nicht so beurteilen, ist es doch der erste Zaimoglu, den ich gelesen habe und ich habe auch lang gebraucht, bis ich in das Buch, das in neununneunzig Kapitel geteilt ist, die alle die neunundneunzig Namen Gottes  tragen, hineingekommen bin, das ich als ein sehr gewalttätig poetisches bezeichnen würde und das auf meine Shortlist kommt, auf der, soweit ich das schon beurteilen kann, inzwischen Jenny Erpenbeck, Key Weyand, Monique Schwitters und Alina Bronsky, also auch eine ziemliche Bandbreite stehen und, daß es nicht auf die wirkliche echte gekommen ist, finde ich sehr schade.

2015-09-16

Shortlist-Reflexionen

Um zehn wurden die Shortlist-Kanditaten bekanntgegeben, die sechs aus den zwanzig, am neunzehnten August bekanntgegeben, nominierten Büchern, von denen dann einer oder eine am zwölften Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse, den begehrten Preis gewinnen wird.

Vom neunzehnten August bis zum sechzehnten September ist es ein knappes Monat, kann man in dieser Zeit zwanzig Bücher lesen, wenn der österreichische oder deutsche Durchschnittsleser laut irgendeiner Statistik acht oder neun Bücher jährlich schafft?

Ich konnte es nicht und begann gerade Buch zwölf, Feridun Zaimoglus „Siebentürmeviertel“,  auch ein fast achthundert Seiten Buch und Inger-Maria Mahlkes Historienbuch „Wie ihr wollt“ das jetzt doch gekommen ist, liegt auf meinem Badezimmerstapel.

Besprochen und erschienen sind neun und eigentlich hätte ich gedacht und habe das der Wandergruppe bei unserem Bergausflug im August, als ich gerade mit Buch eins begonnen hatte, auch so herumerzählt, daß ich vierzehn Bücher schaffen würde, ich habe dann ja auch noch die nicht LL-Bücher „Jesuitenwiese“ und „Der Susan Effekt“ eingeschoben und die „Fünf Kopeken“ fertiggelesen.

Zehn von den Büchern haben mir die Verlage, wofür ich mich noch einmal sehr herzlich bedanke zur Verfügung gestellt, davon das der Moniqe Schwitters in E-Book Form, eines hatte ich schon zu Hause gehabt, zwei mir vom Alfred zum Geburtstags kaufen lassen, wovon ich die Alina Bronsky auch vom Verlag bekommen hätte, aber im August war ich noch in Harland, das Bücherpaket das inzwischen gekommen ist, lag beim „Heimtierprofi“ in der Krongasse und ich hatte einen Lesenotstand.

„Risiko“ habe ich beim „Thalia“ auch wenn es ebenfalls beim „Heimtierprofi“ lag in der Kremsergasse gelesen, denn ich habe ja in einer Buchhandlung mit dem LL begonnen, nachdem ich die Verlage angeschrieben hatte.

Das könnte ich jetzt weitertun und werde mich morgen, wenn ich zwischen einer Fortbildungsveranstaltung und der Supervision-Reflexion, die ich am Abend besuche, drei Stunde Zeit habe, auch höchstwahrscheinlich in die Buchhandlung „Kuppitsch“ setzen.

Nur was lese ich da? Die „Thalia-Auswahl“ in St. Pölten war so knapp nach der Bekanntgabe sehr begrenzt,  jetzt hätte ich die Auswahl zwischen Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“, ich glaube über tausend Seiten und im Internet hat am Montag eine betreute Lesegruppe begonnen und Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“, was mich sehr interessiert, aber glaube ich, nicht wirklich dünner ist und dann gäbe es noch Ulrich Peltzers „Das bessere Leben“, das zwar, glaube ich auf den Bestenlisten steht, die Blogger brechen es reihenweise ab, weil sie es zu schwer zu Lesen finden.

Es gäbe auch vielleicht Dünneres.

Rolf Lapperts „Über den Winter“, Vladimir Vertlibs“Lucia Binar und die russische Seele“, das mich sehr interessiert, Christine Wunnickes „Der Fuchs und Dr. Schamamura“, interessiert mich auch und Heinz Hellingers Endzeiteepos „Eigentlich müßten wir tanzen“, da kann ich vielleicht etwas anlesen und dann den Otto anrufen, der sie mir ja borgen will, mir die beiden dicken Wälzer wirklich zu Weihnachten wünschen und wenn die Leute, die zu meinem Geburtstagsfest kommen, mich fragen, was sie mitbringen sollen, diese Titel nennen.

Ansonsten werde ich wahrscheinlich im Oktober ebenfalls LL lesen, obwohl auch meine Leseliste lockt oder droht und ich „Residenz“ jetzt nochmals angefragt habe, weil das Buch der Verena Mermer  gerne lesen will und den neuen Brandstetter und die Anthologie der Petra Hartlieb eigentlich auch und dann hat der „Kremayr und Scheriau Verlag“ eine neue Debütantenschiene und feiert das mit einer Release Party im Siebenstern.

Ich weiß, ich bin unersättlich oder interessiert, um es positiver zu formulieren und dreizehn Longlistenbücher ist eigentlich eine stattliche Menge, das soll mir einer nachmachen, die „offiziellen Buchpreisblogger“ haben, glaube ich auch noch nicht alles gelesen, obwohl sie eine „Blogger-Shortlist“ inclusive Pressemitteilung und der Versicherung ihrer „Vielbeachtheit“ herausgegeben haben.

Ich habs ja schon  geschrieben, ich habe die ersten Jahre des deutschen Buchpreises  verschlafen, 2008 hat mich dann Christiane Zintzen, deren Blog ich jetzt wieder regelmäßig verfolge und der sich etwas geändert hat, darauf, beziehungsweise auf das Longlistbüchlein aufmerksam gemacht.

Ein Jahr später habe ich danach gejagt und habe nicht sehr viel davon live gelesen, sondern mir meine Kanditatenliste aus der Bekanntheit der Namen erstellt, da lag ich meistens falsch.

Irgendwie habe ich damals auch geglaubt, da werden die sechs besten ausgesucht und das andere braucht man dann nicht mehr lesen, vor zwei Jahren ist dann Buzzaldrin mit ihrer „Fünf lesen zwanzig-Aktion“ dahergekommen, da hat es mich das erste Mal gejuckt, die Verlage anzufragen und mitzulesen, ich habe das dann nur sehr sehr reduziert getan und im Vorjahr gab es diese Longlistenleseaktion, da habe ich „Kastelau“ gewonnen und erst bekommen, als schon bekannt war, daß es nicht auf der Shortlist steht und da habe ich zu begreifen gebonnen, daß das Lesen der zwanzig nicht mit der Shortlistenvergabe aufhört und, daß eigentlich die Longlist das viel interessantere ist, weil es einen, wenn auch nur kleinen Einblick in die Herbstproduktion des Jahres gibt und man dadurch die Bandbreite des deutschen Schreibens wenigstens ein bißchen erfassen kann, was mich ja sehr interessiert.

Im Vorjahr hat das „Graue Sofa“ Jaqueline Masuck eine der Buchpreisblogger und Buchhändlerin nach dem Buchpreis gefragt und sie hat gesagt für Buchhändler ist erst die Shortlist interessant, weil da beginnen sich die Leute zu interessieren und nach den Büchern zu fragen, klar, sechs Bücher lassen sich leichter als zwanzig lesen und dann stapft man m Oktober oder November kauft den Sieger, liest ihn selbst oder schenkt ihn zu Weihnachten her. Und die Buchhändlerinnen unter den Bücherbloggern wünschen sich überhaupt das Leichtlesbare für ihre Kunden.

Interessant ist, glaube ich, wirklich das Longlistlesen oder das Lesen überhaupt, das Lesen meiner elendslangen Leseliste, wo es im nächsten Jahr einen Vicki Baum Schwerpunkt geben wird und ich wieder einmal hoch und heilig vorhabe, die, wenn möglich wirklich durch zu lesen.

Buchpreisbloggen, will ich zwar auch wieder, etwas moderater, das was mir die Verlage schicken und das andere vielleicht zu Weihnachten oder zum Geburtstag wünschen  und nun zu den Shortlistprognosen.

Was sage ich da jetzt nachdem ich elf Bücher gelesen habe, eine wirkliche Rangreihe kann ich auch jetzt nicht geben, spannend ist aber die Bandbreite von der Zeitgeschichte, der DDR, der RAF, dem ersten Weltkrieg, dem sechzehnten Jahrhundert, das mich jah weniger interessiert, zu den sehr poetischen Texten, zu den Entdeckungen aus den kleineren Verlagen und und und, wenn ich nach den bekannten Namen gehe, würde ich sagen Setz, Peltzer, Erpenbeck, Zaimoglu, Dutli, Valerie Fritsch, als die neue poetische Stimme, die mich beim Lesen jetzt allerdings ein bißchen enttäuschte, vielleicht oder Peter Richter, wenn es ein DDR-Roman sein muß, wie manche Blogger  beklagen.

Und wieder mal trefflich geirrt.

Denn:

Jenny Erpenpeck „Gehen ging gegangen“

Rolf Lappert „Über den Winter“

Inger Maria Mahlke „Wie ihr wollt“

Ulrich Peltzer „Das bessere Leben“

Monique Schwitters „Eins im Andern“ und

Franz Witzels „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager  im Sommer 1969“

stehen auf der Shortlist.

Da werden die glorreichen Bücherblogger, die den Peltzer ja nicht mögen, fluchen.

Zwei der Bücher habe ich gelesen und jetzt doch weiterlesen und mich über den Peltzer, den Witzel, den ich ja schon von Anfang an lesen wollte und den Lappert hermachen, sofern ich an die Bücher komme.

Die Inger Maria Mahlke kommt ja nach dem Zaimoglu, den ich gerade begonnen habe, dran.

Valerie Fritsch, was ich seit gestern nicht mehr ganz so bedauere und Clemens J. Setz, was mich ein wenig wundert sind nicht dabei, aber wer tut sich die tausend Seiten schon an, werden sich die Juroren gedacht haben und ich erinnere wieder alle, die es hören wollen, sich nicht davon irritieren zu lassen, das sind Jurymeinungen, man kann selber, wie ich ja bei Valerie Fritsch, deren Besprechung am Sonntag erscheint, merkte, eine andere Meinung bekommen.

Das das Buch der Monique Schwitter von dem man bei den Blogs bisher nur sehr wenig hörte, drauf steht, freut mich, bei Zaimoglu finde ich es bis jetzt schade und der Key Weyandt hat mir wie schon oft geschrieben sehr gefallen, ist für eine Shortlist aber wahrscheinlich zu independant. Mal sehen, wie es ihm auf der „Hotlist“ geht und nun lesen lesen lesen oder auch arbeiten, lieben, schwimmen, frühstücken, Flüchtlingen helfen oder etwas ganz anderes machen.

Für Österreich gibt es den „Alpha-Literaturpreis“ der „Casino Austria“, ein eher Jungautorenpreis, wo es Isabella Feimers neues Buch, Valerie Fritsch, Sandra Gugic, Anna Elisabeth Mayer, die auch den Priessnitz Preis bekommt, Gesa Olkucz, Karin Peschka, Wolfgang Popp, Richard Schuberth und Bernhard Strobel auf die Shortlist schafften  und der „Leo Perutz-Preis“ des Hauptverbvandes, der sich des „Krimis“ als Verkaufsschlager angenommen hat und was mich betrifft, habe ich jetzt „Im Namen des Vaters“ zu korrigieren, das wird also bald fertigwerden und als meine Herbst oder Winter Neuerscheinung in die Literaturgeschichte eingehehen, der „Sommernanowirmo“ ist zu korrigieren und ab November, wenn die „Lesewut“ dann ein wenig nachgelassen hat, schreibe ich beim Richtigen eine Geschichte über die „Nika Weihnachtsfrau“ in vierundzwanzig beziehungsweise einunddreißig Kapiteln.

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