Literaturgefluester

2018-09-28

Vom Blumenfest zum Kramer-Preis

An der Ecke zur Krongasse gibt es seit zehn Jahren ein Blumengeschäft, das vom Verein LOK betrieben wird und die haben schon vor fünf Jahren einen Teil der Gasse abgesperrt, Blumen darauf gestreut und ein Fest gefeiert, wo ich, da auch die angrenzenden Hausbewohner dazu eingeladen wurden, war und ein paar bekannte Psychotherapeuten dabei getroffen habe und heute wurde der zehnte Geburtstag  ab drei gefeiert. Das Wektter war schön, man konnte draußen sitzen, Musik spielte auf und die Kinder dekorierten den ganzen Nachmittag, die Blumenmotive.

Von drei bis fünf hatte ich vor hinzugehen, denn dann ging es wieder nach Niederhollabrunn zum „Theodor Kramer-Preis“, der heuer an die 1928 in Wien geborene Lore Segal, die 1938 mit einem Kindertransport nach Großbritanien kam und heute in Amerika lebt, vergeben wurde.

Als ich das geplant hatte, habe ich ein Mail von Gerlinde Hofer vom „Ohrenschmaus“ bekommen, die diesbezüglich ja sehr rührig ist und viele Veranstaltungen und Lesungen von „Ohrenschmaus-Autoren“ organisiert.

Karl Müller

Karl Müller

Karin Hanta

Karin Hanta

Das neue Buch des „Ohrenschmaus-Stipendiaten“ David Sylvester Marek, das von Franzobel herausgegeben wurde, ist fertig und wird um vier im Badeschiff von Josef Hader vorgestellt.

Schade und sehr interessant, aber alles geht sich leider nicht aus, Ralph Klever hat mir aber das Buch schon geschickt, so daß ich es, wenn ich mit meinem doppelten Buchpreislesen fertig bin, lesen kann, vorher habe ich mich aber noch durch die an  die dreihundert „Ohrenschmaustexte“ durchzuwühlen, so daß ich bis zur Jurysitzung am dreißigsten Oktober meine Vorschläge machen kann.

Beim Blumenfest habe ich wieder eine Supervisorenkollegin getroffen, die mich mit in das Atelier eines Freundes in der Krongasse nahm und dann ist es nach Niederhollerbrunn gegangen.

Die Führung mit Harald Maria Höfinger durch das Geburtshaus haben wir diesmal versäumt, sondern sind gleich in das Pfarrheim gekommen, wo Karl Müller eröffnete, die Bürgermeister begrüßten und Karin Hanta, die Laudatio, beziehungsweise eine Einführung in das Werk von Lore Segal hielt, von der ich noch nichts gelesen habe, es aber auch einige auf Deutsch übersetzte Romane gibt, einer „Wo andere Leute wohnen“, liegt jetzt auch bei mir und ich muß nur noch schauen, wie und wann ich zum Lesen komme.

Lore Segal

Lore Segal

Herbert Rainer, Andi Sagmeister, Michael Preuschl, Alfred Wittmann

Herbert Rainer, Andi Sagmeister, Michael Preuschl, Alfred Wittmann

Dann gabs wieder Musik und zwar hat Herbert Rainer sechs Kramer-Gedichte vertont, die in drei Blöcken vorgetragen wurden.

Lore Segal hat das Kramer-Gedicht „Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan“, das ich, wie das „Wer klopft draußen an der Tür“ für sehr beeidruckend halte, auf Englisch übersetzt und hat es gemeinsam mit einem Gedicht ihres Onkels vorgetragen.

Es gab auch noch eine Lesung aus dem Buch „Die dünne Schicht Geborgenheit“ und dann wieder den Empfang der Landeshauptfrau, das heißt ein sehr gutes Heurigenbuffet, mit Braten, Aufstrich und Getränken und ich habe mich lange mit zwei Herren über die Kramer-Gedichte und, ob und, wie man sie vertonen soll, unterhalten und dann sind wir, wie wir es auch bei den früheren „Kramerpreisverleihungen“, als die noch in Krems stattfanden, nach St. Pölten gefahren, wo ich seit langem wieder einmal das Wochenende verbringe.

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