Literaturgefluester

2020-11-19

Lyrik im März im Herbst

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Die „Lyrik im März“ ist eine der großen GAV-Veranstaltungen, die jährlich, wie der Titel schon besagt im März stattfindet, dem Monat der Lyrik, der glaube ich von Wolfgang Kraus in der „Gesellschaft“ für Literatur“ geprägt wurde.

Die andere große ist die „Freiheit des Wortes“ von Josef Haslinger eingeführt und von mir2001 und 2003-2009 organisiert, eine Großveranstaltung, wo, als ich in die GAV gekommen bin, 1987 war das, glaube ich, im NIG im Hörsaal eins, immer eine Massenlesung mit den damals großen Autoren, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Marie Therese Kerschbaumer, Wolfgang Bauer wahrscheinlich auch, H.C. Artmann Gerald Bisinger, Gerhard Kofler, Heidi Pataki, die langjährige GAV-Präsidentin, Rolf Schwendter und und und durchgeführt wurde. Zwanzig bis dreißig Autoren jeweils und ich bin, weil Ersten keine so besondere Lyrikerin nicht so oft dort gewesen, weil sie ja oft zeitgleich mit der Leipziger Buchmesse statt, wo ich ja ab Ende der Neunzigerjahre regelmäßig mit dem Alfred hinfuhr.

Ein paar Mal aber schon, später wechselte sie die Orte, war einmal im Unicampus, einmal sogarin Leipzig selbst, einmal im Neunerhaus, dann an der Angewandten und jetzt im Netz und im Herbst, Corona macht es möglich, Ilse Kilic, die glaube ich, jetztige GAV-Präsidentin hat organisiert und moderiert, das heißt sie ist in ihrer Küche gesessen und hat den Subventionsgebern und August Bisinger, Jörg Piringer und Jopa Jotakin für die Technik, die sehr gut war, gedankt und dann ist es losgegangen mit einem Film und einem Gedicht von August Bisinger, das, glaube ich, von seinem Vater „Deralte Dichter spricht“ ist oder diesbezüglich abgewandelt wurde „Ich sitze im Biergarten und trinke ein Glas Bier oder Rotwein“

Ein solches ist dann auch auf einem verschneiten Tisch gestanden. Susanne Ayoub folgte miteinem Gedicht aus ihren unveröffentlich „Irkai-Gedichtband“ und dann kam der 1949 in Salzburg geborene Hans Augustin den ich fastmit dem im Mai verstorbenen Hans Eichhorn verwechselt habe und er las, was mich besonders freut, weil ich es ja auch damit habe, Corona Gedichte „Nach einem entbehrungsreichen Leben endlich positiv und das ist negativ“, ja und ein Motto, ehe ich es vergesse, gab es auch „zusammen“, was ja auch ganz zu zu Corona oder zum social distancing passt. Aber vielleicht früher da war war, weil die Veranstaltung hätte ja am achtzehnten März stattfinden sollte, da hing lang der Flugzettel auf meiner Pinwand. Hingegangen wäre ich nicht, weil ich da ja in Leipzig gewesen oder mit dem Alfred nach Bremen wäre, war ich aber nicht und auch keine Veranstaltung sondern erster Lockdown und beim Lockdown zwei ist alles digital und die GAV bzw, die Ruth hat mir den Link geschickt und mich darauf aufmerksam gemacht. Die Autoren lasen zu Hause in ihren Wohnzimmern vor Bücher oder leeren Wänden, manchmal auch im Garten, wie es eben beliebt, Evelyn Holloway auf Englisch in der „Alten Schmiede“, Lisa Spalt in Linz aus ihrem neuen Buch, Isabella Breier und und und fünfundzwanzig oder sechundzwanzig Autoren denn Onophon ist ein Duo, alte und junge, bekannte und unbekannte, denn die GAV hat sich seit ich ihr beigetreten ja sehr verändert.

Zu den alten bekanntesten zählte sicherRobert Schindel der mit einer Lupe las und Gerhard Jaschke den ich ja unlängst erst in der „Alten Schmiede“ hört, er bezog sich wie später Julian Schutting, als einer der wenigen hörbarauf das Thema und was mich wieder besonder freute, auf Corona, Petra Ganglbauer, die ja, glaube ich, auch einmal Präsidentin war, Verena Dürr, die in Klagenfurt gelesen hat und mit mir einmal bei der Benefizlesung im Amerlinghaus, Lydia Haider die beim Corona- Bachmannpreis gelesen hat, las diesmal im Garten vor einer Kerze einen Abgeesang mit Beschimpungen. Dietmar Füssel las aus seinen „Mondgedichten“, die ich im Jännergelesen habe. Sein neues Buch war im Hintergrund zu sehen. Er hat es mir heute geschickt, Thomas Havlik war experimentell wie immer, Brigitta Falkner auch mit ihren berühmten Zeichnungen. Ihr „Buchpreis-Buch“ habe ich ja noch immer nicht gelesen oder durchgeblättert. Birgit Schwaner, die ja jetzt die „Podium- Sommerleserreihe“ organisiert und die ich, ich glaube, ich durch die „Poet- Night“ des Lesetheaters, lang lang ist her kennengelernt habe, Melamar hatte ein mich sehr beeindruckendes Gedicht „Wenn ich erwachsen bin werde ich ein Satz sagte das Wort, wenn ich erwachsen bin, werde ich ein gedicht, ein Erzöhlung ein Roman, ein heiliges Buch und was sagt das heilige Buch: „Am Anfang war das Wort“, ja so einfach gehts und ist trotzdem so eindrucksvoll, Gerald Jatzek hat gelesen, Daniel Wisser mit Kappl ein Gedicht über eine „Frau Schmitt oder Schmidt“, das mich ein bißchen an Erich Kästner erinnerte, die mir unbkannte Sabine Dengscherz hat mich sehr beeindruckt. Lydia Steinbacher und Rudolf Stueger waren mir auch eher unbekannt, während ich Christian Futscher ja schon kenne. So jetzt habe ich, glaube ich, alle durch und habe einen guten Eindruck von der heutigen GAV und ihrenVeränderungen bekommen und wen es interessiert verlinke ich das Video und kann es sehr empfehlen, sich in Zeiten, wie diesen die Lyrik digital zu gehen und wen es interessiert, die Nichtlyrikerin hat auch ein Corona-Gedicht und in meinem zweiten Corona- Roman oderErzählung kommen auch einige solche vor, die Doris Kloimstein gewidmet sind, die zwar kein GAV-Mitglied ist, sonder dem Pen angehört, aber mir ja zeitweilige auch sehr schöne Maskengedichte schickte „Corona Corona was tust du da?“, könnte man so sagen und Ilse Kilic hat,glaube ich „Corona geh heim!“, gereimt.

2020-03-05

Zwei Lyrikbände in der Gesellschaft

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:15
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Als ich den ziemlich leeren Vortragssaal in der „Gesellschaft für Literatur“ erreichte, begrüßte Manfred Müller gerade das Publikim  zum dritten Lyrikabend dieser Woche.

Ja, richtig, es ist ja der Monat März und da war ich  schon am Montag in der „Alten Schmiede“ beim „DichtFest“, aber als in der „Gesellschaft“ das „Podium“ seine letzten vier Portraits präsentierte, darunter das meiner vor einem Jahr verstorbenen Freundin Bruni, war ich mit dem Alfred im Kino am Spittelberg und als gestern in der Herrengasse zum „Tag der Lyrik“ „Das Gedicht“ von Studierenden der Schauspielschule von Elfriede Ott präsentierten, hatte ich mich für das Literaturhaus und Xaver Bayers „Horrorgeschichten“ entschieden und heute hätte ich eigentlich in die Buchhandlung Orlando gehen wollen, aber da wäre ich wegen meiner sechs Uhr Stunde noch später hingekommen, also zweimal „Lyrik 2020“, wie es im Programm stand und da präsentierte die 1951 in Hainburg geborene Waltraud Haas ihr neues bei „Klever“ erschienenens Lyrik und Prosabändchen „Schlaglichter“ und eines seiner Vorgänger hat sie ja vor  mehr als Jahren gemeinsam im Robert Prosser präsentiert, wie ich mich erinnern kann.

„Gedichte und Prosa aus vierzig Jahren!“, erklärte Manfred Müller in seiner Einleitung, dazwischen Liebesgedichte und die Prosatexte sind meist Träume und die Lyrikzeilen kurz und prägnant und dann kam ein Gedichtzyklus einer sehr viel jüngeren Frau, die, glaube ich, zum ersten Mal in Wien gelesen hat, obwohl ihr Gedichtdebut bei „Droschl“ erschienen ist, deshalb saß auch Henrike Blum im Publikum, außerdem waren Astrid Nischkauer, Christl Greller, Monika Vasik, das Stammpublikum halt gekommenm um das Debut der 1991 in Bern geborenenen und in Biel lebenden  Eva Maria Leuenberger „dekarnation“ mit dem sie gleich mit dem Basler Lyrikpreis ausgezeichnet wurde, zu hören.

Der Zyklus besteht aus vier Teilen erklärte Manfred Müller „kahl“, „Moor“ „Schlucht“ und „Tal“ im Programm etwas von einer bildbhaften Sprache und Manfred Müller erkundigte sich bei der Autorin, die mehrmals Finalistin beim „Open  Mike“ war und aus der „Spoken Word Szene“ kommt, nach der Entstehungsgeschichte. Sie hat sehr lange daran erarbeitet, erklärte die junge Frau und las dann aus dem Teil „Schlucht“, wo immer wieder der Satz „Das Bild knistert“, vorkam.

Manfred Müller empfahl das Kaufen und das Weiterlesen: „Denn Sie haben bestimmt noch nicht alles gehört“, da mir aber „Schöffling und Co“ gestern ein Lyrikjahrbuch und dann noch einen Gedichtband schickte, habe ich mir das erspart und kann noch auf den von der GAV organisierte „Lyrik in März- Veranstaltung“ warten.

2019-03-05

Podium Portrait 95-100

Der Literaturkreis „Podium“ von Alois Vogel gegründet, hat ja die gleichnamige Literaturzeitschrift, dann eine Lyrikreihe, die, glaube ich,“Neue Literatur aus Österreich“ hieß und jetzt die „Podium Portrait-Reihe“, wo die Mitglieder zu ihrem runden Geburtstag, ich glaube, ab sechzig oder so ein Lyrik- oder Prosa-Bändchen je nach vorhandenen Werk bekommen,  jetzt gibt es schon  Band hundert, beziehungsweise, hunderteins, das ist der Bruni gewidmet und wird am Montag posthum in der Buchhandlung „Tiempo Nuevo“ vorgestellt und die Bände 95-100 wurden heute in der „Gesellschaft für Literatur“ präsentiert. Erstmals dort, obwohl die „Gesellschaft“ glaube ich, beziehungsweise Wolfgang Kraus, ihr damaliger Leiter dort den  März als Monat der Lyrik einführte, so daß es jeden März dort einige lyrische Veranstaltungen gibt, die ich auch regelmäßig mehr oder weniger besuche, die „Podium Bändchen“ von denen ich einige gelesen habe und auch regelmäßig geschenkt bekomme, zuletzt das von Erika Kronabitter Band acht-oder neunundneunzig bei ihrem Geburtstagsfest, wurden, glaube ich bisher in der „Alten Schmiede“ und vielleicht auch im Literaturhaus vorgestellt oder wurden dort die Hefte präsentiert?

Das weiß ich jetzt gar nicht so genau, kann man bei mir aber nachlesen und ab nun, beziehungsweise ab Band 95 wird das, wie Manfred Müller in der Einleitung erklärte, bei der „Lyrik im März“ in der „Gesellschaft“ passieren und die ersten hundert Bände hat Hannes Yyoral herausgegeben, der jetzt von Erika <kronabitter abgelöst wurde, die schon das Langthaler-Bändchen verantwortetet.

Band 95 bis 100 sind aber den Dichter und Dichterinnen Patricia Brooks, Pascal C. Tanguy, Tarek Eltayeb, Wolfgang Ratz, Erika Kronabitter und Sylvia Treudl gewidmet. Wofgang Ratz ist in Südamerika, Erika Kronabitter anderwertig verhindert, so wurden heute nur vier Bände präsentiert und von Hannes Vyoral eingeleitet.

Bei den Portraits gibt es immer ein Vorwort oder eine Einfürung bei der 1957 in Wien geborenen Patricia Brooks, die ich ja öfter bei Veranstaltungen treffe und die ich, glaube ich, durch unser gemeinsames Portrait einmal, lang lang ists her, in der Zeitschrift „Buchkultur“ kennenlernte, war das Ilse Kilic, bei dem mir bisher unbekannten Pascal C. Tanguy, der in Linz geboren wurde und glaube ich französischer Herkunft ist, jedenfalls hat er die Gedichte, die von Reisen aber auch von der Sprache und der Liebe handelten, zweisprachig gelesen, hat das Georg Bydlinsky gemacht und er scheint auch ein sehr vielseitiger Mann zu sein, nämlich Tänzer, Musiker, Maler, Schreiber und dann noch Gymnasiallehrer und war für mich eine spannende Entdeckung, während ich den 1959 als Sohn sudanesiischer Eltern und seit 1984 in Wien lebenden Tarek Etajeb schon vom Namen oder auch von Veranstaltungen her kannte, er las zwei seiner Gedichte auch auf arabisch und hatte dabei spannenden Themen, so handelte das erste nämlich von einem der als er den fluß überquerte schwarz wurde, so daß sein freund sich weigerte es ihm gleich zu tun.

Dann folgte, die 1959 in Krems geborene Sylvia Treudl, die, glaube ich, Elfriede Haslehner im „Wiener Frauenverlag“ ablöste, dann das NÖ-Literaturhaus gründete, die „Literatur und Wein“ veranstaltet, auch als Rezensentin und vieles anderes tätig ist und ihr Bädchen in sieben Abteilungen gliederte, dabei einiges auf Englisch und anderes in NÖ-Dialekt beispielsweise, das Gedicht von ihrer geschiedenen Mutter las und einen interessanten Kontrast zu den anderen Werken bot.

Erika Kronabitters Gedichte muß oder kann ich, wie schon geschrieben lesen, zu der Veranstaltung zu Brunis achtzigsten Geburtstag werde ich am Montag gehen und nach der Veranstaltung habe ich mich noch länger bei Wein und Kanbberzeugs, das es überraschenderweise gegeben hat, mit Maria Gorniciewicz unterhalten, die, wie sie mir sagte, ihr Portait schon länger hatte.

Spannend, spannend die Veranstaltung, auch für eine Nichtlyrikerin und morgen wird es in der „Gesellschaft“ mit der Lyrik weitergehen, da habe ich aber vor nach dem Doml-Workshop, der ja wieder beginnt, in die Hauptbücheeir zu gehen, weil da ein Film über den slowenischen Nationaldichter Ivan Cankar gezeigt werden wird.

2016-03-15

Wasser im Gespräch

Zur „Lyrik im März“ nun fast punktgenau Petra Ganglbauers „Mond und Pflanzengedichte“ aus der „Keiper-Lyrik Reihe“, der GAV-Kollegin und nunmehrigen Präsidentin, die ich wahrscheinlich schon von meinem GAV-Mitgliedsbeginn kenne, die experimentelle Lyrikerin, 1958 in Graz geboren, „Avantgardistin“, schreibt Helwig Brunner, der Herausgeber, Radiokünstlerin, Schreibpädagogin und auch meine eifrige Rezensentin, hat sie ja  im „Gangway-Net Magazin“ schon fünf Bücher von mir besprochen.

Passend zum österreichischen Lyrikschwerpunkt, wo man sich wenigstens in den Literaturinstitutionen ein wenig Gedanken, um das „Stiefkind der literarischen Gattungen“ macht, so bringt ja die „Gesellschaft“ zu dieser Zeit einige lyrische Veranstaltung und die „Lyrik im März“ der GAV wird ja seit dem Tot von Heidi Pataki und Rolf Schwendter von Petra Ganglbauer veranstaltet, während die Verlage zwar auch vermehrt „Lyrik Reihen“ herausgegeben, diese aber offenbar selber nicht zu promoten scheinen, denn es ja schon der dreizehnte Band der „Keiper Reihe“, von der ich in den letzten Jahren einiges gelesen und besprochen habe, Petra Ganglbauers Lyrik ist aber auf Umwegen und  auch  etwas verzögert zu mir gekommen.

Womit die Verlage wahrscheinlich nur dem Trend der Zeit entsprechen und vielleicht selber glauben, daß Lyrik  niemanden interessiert, obwohl sie kurz und also scheinbar schnell zu lesen wäre und angeblich inzwischen auch mehr Leute Gedichte schreiben. als solche lesen.

Schaut man auf die vorwiegend deutsche Bücherbloggerlandschaft, sieht man diesen Trend bestätigt, obwohl Tobia Nazemi, einer der vorjährigen Buchpreisblogger und vorjährige Bloggerpate des Leipziger Literaturmessenpreises (leider wurde diese Aktion auch schon eingestellt) in seinem neuen Bücherbrief Jan Wagner, dem vorigen Gewinner, mit seinem „Regentonnenvariationen-Lyrik Band“ gedenkt“ und den Autor zwar „Dichterfürst“ nennt und sich für ihn freut, daß er nun nicht mehr auf die „Writer in Residence-Programme“ angewiesen ist, aber gleich bekennt, daß Lyrik für ihn wie Sushi ist, irgendwie interessant, aber dann doch nicht sein Geschmack und es ihm, wie die meisten Bücherblogger mehr zur Prosa zieht.

Dem kann sich die realistische Schreiberin zwar anschließen, aber ich gehe, Österreich und auch die GAV machts möglich, regelmäßig zu Lyrik-Veranstaltungen und so habe ich, glaube ich, einige der Gedichte auch schon gehört und gelesen habe ich auch schon einige der „Pflanzengedichte“, hat doch Gehard Jaschke seine „Feribords“ und da gibt es einen Petra Ganglbauers „Pflanzengesichern“ gewidmeten Flyer und nun ein Gang durch die sehr kurzen  klaren Gedichte, die für die Realistin nicht immer leicht zu lesen waren, aber von Helwig  Brunner, den ich ja auch schon einige Male bei Lyrik-Veranstaltungen über Gedichte sprechen hörte, gut erklärt werden.

„Wasser im Gespräch“ ist  in zwei Teilen gegliedert.

Die „Mondgedichte“ haben wieder zehn Abteilungen und gliedern sich in „Leerer Narrenmond“, „Schwacher Herbstmond“, „Prunkender Heilmond“, „Strahlender Honigmond“, „Verdorrender Wintermond“, „Schwarzer Julmond“, „Karger Lämmermond“, „Klarer Eismond“, „Starker Unkrautmond“ und“ Finsterer Totenmond“.

Sehr poetische Benennungen, wobei es zum „Jul-Eis- und Totenmond“ wahrscheinlich keine Fragen gibt, das hat man  schon in anderen Lyriksammlungen so gehört und Heilwig Bronner betont auch die „Haiku oder Tankanähe“, aber was bitte, ist ein „Verdorrender Winter- oder ein „Karger Lämmermond und auch beim „Starken Unkrautmond“ tut sich, die Realistin in der Vorstellung etwas schwer.

Irgendwann kam dann auch die Frage, was  das mit dem titelgebenden „Wasser“ zu tun haben könnte?

Aber keine Angst auf Seite sechzig, gibts die Antwort zu lesen.

„Wasser im Gespräch, der Geste: Wir drehen uns weiter aberrund. Als Wunde, Herzpochen, Fluch. (Zu-Spruch also Nichtwort)“

Das als kleines Textbeispiel zu Petra Ganglbauers  abgehobener lyrischen Sprache und für die die es noch nicht so ganz verstanden haben, wird  dann von Helwig Brunner  noch erklärt, daß Wasser, „sowohl das Wachstum und die Beschaffenheit von Pflanzen und damit auch ihre Aussaat, Pflege und Ernten durch den Menschen bestimmt und der Mond tut das bei den Gezeiten.“

Helwig Bronner nennt Ganglbauers Gedichte lyrische Miniaturen und erklärt auch  die Beutungsverschiebungen, die vor allem in den „Pflanzengedichten“ zu finden sind, als beliebtes Mittel der experimentellen Literatur, so daß sich auch das theoretische Wissen, der Lyrikleserin, verstärkte.

Bei den „Pflanzengedichten“ geht es  über „Klatschmohn“, „Salbei“, „Gras“, „Pfingstrosen“, etcetera durch die gesammelte Flora, immer wird zuerst die Pflanze beschrieben, bevor es im Nachwort „(Mein Pfingstrosengedicht) Platzende Sonne, ein Streben, ein Platz, Greifendes Blütenversprechen reißt Dem Blau des Himmels den Sinn ein. Scherenschnittrundes rosa Paradies“ heißt.

Interessant, daß die experimentelle Lyrikerin, von der ich schon „Schräger Garten“ – Texte aus dem „Fröhlichen Wohnzimmer“ gelesen habe und wahrscheinlich bei mehreren Veranstaltungen war, die Groß und die Kleinschreibung verwendet und was die Veranstaltungen betrifft, so wird man wahrscheinlich, am Mittwoch, wenn ich schon in Leipzig bin, bei der „Lyrik im März“ im „Afroasiatischen Institut, in der Türkenstraße 3″ um 19 Uhr“ auf die ich alle Interessierte herzlich hinweise, wahrscheinlich  das Bändchen kaufen können, für das ich, weil ich keine österreichische Literatur nach Leipzig mitnehmen wollte, die „Ronja“ ein paar Tage warten ließ, ein kleiner Hinweis auf Tobias Nazemi , falls er das hier lesen sollte.

Sonst sind in der „Keiper Lyrik Reihe“ noch Bände von Wolfgang Pollanz, Helwig Brunner, Sophie Reyer, Michel Hillen, Udo Kawasser, Gertrude Maria Grossegger, Friederike Schwab, Marcus Pöttler, Ute Eckenfelder, Monika Zobel und Sonja Harter erschienen, die man sicher sehr empfehlen kann, denn man soll wahrscheinlich ja, egal ob als Mann, Frau, alt oder jung, mehr Lyrik lesen, um ein bißchen auszuspannen, zur Ruhe zu kommen, den Geist beziehungsweise, die Sprache zu schulen und Sushi schmecken ja auch sehr gut, beziehungsweise sind die Japaner als Meister der poetischen Sprache bekannt.

 

2016-03-08

Cornelia Travniceks Lyrik zum Frauentag

Damit sind nicht nur Frauengedichte gemeint, denn es ist der achte März und im März hat die „Gesellschaft für Literatur“ immer einen Lyrikschwerpunkt, den Hans Weigel einmal einführte, um die Lyrik sichtbarer zu machen und so gibt es in diesem Monat immer einige diesbezügliche Veranstaltungen.

Die GAV hat eine Großveranstaltung, die meistens versäume, weil ich um diese Zeit nach Leipzig fahre und eigene Lyrikreihen gibt es inzwischen auch, alte und auch neue und einige ranken sich um den Literaturkreis „Podium“, der ja auch immer einen Fyler mit Gedichten zu diesem Anlaß herausgibt und auch die Reihe „Podium Portrait“ hat, bei deren Jahresproduktion ich  letzte Woche war und die Reihe „Lyrik in Österreich“ hat es im „Grasl Verlag“ auch lange gegeben.

Bis 2004 hat Hannes Vyoral heute glaube ich, erwähnt, von der ich  einige Bändchen habe, dann ist sie eingeschlafen und ist durch die Reihe „Neue Lyrik aus Österreich“, herausgegeben von Sylvia Treudl, Hannes Vyoral und Nils Jensen wieder aufgeweckt worden.

Da werden pro Jahr vier Gedichtbände herausgegeben, die man einzeln und auch im Abonnement beziehen kann. Bei der Präsentation der Bände von 2014 war ich glaube ich in der „Alten Schmiede“ und heute wurden in der „Gesellschaft für Literatur“, anläßlich des Lyrikschwerpuunktes, wie Ursula Ebel in ihrer Einleitung erwähnte,  zwei Bände von 2015 und zwei von 2016 vorgestellt.

Sylvia Treudl hätte das einleiten sollen und hat das schon in den vergangenen Jahren so gemacht, war aber krank, so hat das Hannes Vyoral für sie übernommen und als ich  in der „Gesellschaft“ saß und mir das Programm anschaute, habe ich gedacht, ich hätte mir die Veranstaltung eigentlich sparen können oder habe nun ein Deja vu, denn einiges kenne ich daraus schon.

Dabei lese ich ja gar nicht so viel Lyrik, schreibe keine und bin auch nicht so oft auf diesbezügliche Veranstaltungen oder doch vielleicht, denn ich war ja vorige Woche bei den „Podium Portraits“ und da hat Christoph Janacs sein Jahresbändchen vorgestellt und der Band 13, der neuen Lyrik Reihe, „Kains Mal“ ist ist ihm auch gewidmet und Gregor M. Lepka, dem der Band 12 „Die Sicht auf die Dinge“ gewidmet ist, habe ich aus seinen Bildbetrachtungen für die Eröffnung eines Museum bei Thalheim bei Wels vor kurzem in der „Alten Schmiede“ auch gehört.

Aber Gedichte kann und soll man ja öfter hören, um sie ganz zu erfassen, so liest Rainer Kunze seine Gedichte oft zweimal und fordert das Publikum auch auf, das von ihm bei Bedarf zu verlangen und dann gab es auch Neues nämlich, den Band von Cornelia Travnicek „mindestens einen der weißen wale“ und das ist eines der wenigen Travnicek Bücher, die ich nicht  zu Hause habe und Gerhard Jaschkes Band war auch neu für mich, denn er ist auch in diesem Jahr erschienen und hat auch gleich das „Firebord 3“ mitgebracht, das „Hundert Jahre Dada“ gewidmet ist und das „Feribord“ 19, während das Nummer 16, das ich ja in der „Alte Schmiede“ gesucht habe noch immer nicht erschienen ist.

Bekannte im Publikum und einige Begrüßungen, Lukas Cejpek, den ich auch am Sonntag bei Ruths Frauentagveranstaltung gesehen habe und dem Alfreds Fotos sehr gefallen haben, Monika Vasik, die ich vorige Woche bei den Podiums Portraits höre, Christl Greller, Stefan Eibl-Erzberg, Katharina Riese, Waltraud Seidelhofer und und…

Cornelia Travniceks Lyrik, die bezüglich des Frauentags, als erste gelesen hat, war auch sehr interessant und poetisch, kenne ich sie ja eher von ihrer Prosa und ihren Social Media Aktivitäten. Aber sie hat ein Gedicht Ingeborg Bachmann gewidmet, eines Volker Braun nachempfunden und in dem Bädchen ist ihre Lyrik von zehn Jahren enthalten, weil sie nicht so viele Gedichte schreibt.

Den meistens wird sie ja auch mit ihren Romanen „Chucks“ und „Junge Hunde“, die ich erst lesen muß, ein Begriff sein, woran man wieder sieht, daß die Lyrik hinter den Romanen verschwindet.

Dann kam Gregor M. Lepka an die Reihe und las wieder seine Bildbetrachtungen vor, aber Chrstoph Janacs Lyrik war neu auf mich, handelte sie doch von Gott und der Welt und die Irrungen und Wirrungen, die es darum gibt. Das war höchst beeindruckend,  klar, hat er doch einmal Theologe studiert, sich davon aber, wie er einleitend erwähnte, weit entfernt.

„Mensch und Gott wir müssen einander fürchten: wir sind einander so ähnlich“ lautet so ein Probegedicht, das auch im Verlagsfolger enthalten ist.

Dann kam Gerhard Jaschke mit „bis auf weiteres“, der wieder einen anderen Stil und Ton in die Reihe brachte. Lakonisch einfach, eindringlich und gerade deshalb zum Aufhorchen, schmunzeln und merken, wie auch das abgedruckte Gedicht beweist „Arme Sau bist du auf den Hund gekommen, ist alles für die Katz, Schwein gehabt falls dem nicht so ist. Du lieber Schwan!“

Am sechzehnten geht es weiter mit der von der GAV veranstalteten „Lyrik im März“, wie Gerhard Jaschke einlud.

Da sind wir wieder in Leipzig und Petra Ganglbauer wird da vielleicht ihren neuen bei „Keiper“ erschienenen Band präsentieren, auf dem ich schon warte, habe aber demnächste Anna Achmatovas „Poem ohne Held“ gelesen und Eugen Roth „Gute Reise“ wartet auf meiner Leseliste auch auf mich und das könnte ich fast nach Leipzig mitnehmen, weil es  zum Thema passt und was den Frauentag betrifft, 3 zu 1 ist ja nicht ein so guter Schnitt und dabei schreiben höchstwahrscheinlich  mehr Frauen, als Mäner Gedichte.

Aber El Awadalla veranstaltete im „Tschocherl“, glaube ich, einen extra Dialekt Poetry Slam und ist auch auf zwei Videos bezüglich ihrer Bundesprädsidentenkanditatur zu sehen, was vielleicht nicht ganz zum Tag der Lyrik passt, dafür aber zum Frauentag und unterschreiben kann man für sie auch noch, wenn man will und Österreicher ist.

 

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