Literaturgefluester

2022-07-15

Stille Kometen

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Wieder ein bißchen Lyrik, da habe ich meine zwei letzten Wochenenden bei experimentellen Lyrikfestivals verbracht, denn die Lyrik in Österreich scheint sehr experimentell zu sein, in der „Gesellschaft“ bin ich auch vor kurzem bei einem Lyrik-Abend gewesen und vor zwei Wochen im Literaturhaus bei einer GAV-Veranstaltung, wo unter anderen Angelika Stallhofer ihren Gedichtband vorstellte, der von Andrea Zambori sehr schön illustriert wurde. Das blaue Buch ist in der „Edition ch“ erschienen und Günter Vallaster, der Herausgeber hat es mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt, Angelika Stallhofer, deren „Adrian“ , ich gelesen habe, wie auch bei den „Wilden Worten“ hörte, hat es mir auch für das „Literaturgeflüster“ signiert.

Das Buch ist in fünf Teile geglieder „Brennen – Wasserstellen-Surren-Schlingen-Schwebebahn“ und enthält meist sehr kurze Texte.

So finde ich bei „Brennen“ „Vorsichtig setze ich ein Wort vor das andere“ oder „Alle Lungen sind farbgleich alle Nieren alle Herzen und Hirne“, „Aus meinem Kopf wachsen Amseln aus meinem Mund fliegen Drosseln losgerissen singt der ewige Vogel“

Bei den „Wasserstellen“ finde ich „Was ich werden wollte Groß und nieniert (nicht klein und kariert“, das hat mir schon bei der Lesung sehr gut gefallen, sowie unter „Herkunft: Der Schlaf ist mein Vater -die Müdigkeit meine Mutter -vielleicht bin ich nur geträumt“ oder „Ich bin so müde ich bin ein Berg ihr könnt mich nicht versetzen ob ihr glaubt oder nicht“, sowie „Womöglich gibt es keinen roten Faden- vielleicht ist er grün oder gelb oder blau“

Bei „Surren“ gibt es „Fragen- Was sag was schreib ich über den Krieg- mit welchem Wort soll ich mich vor den Frieden stellen – und soll ich es laden“

Bei „Schlingen“ findet man die „Letzte Nacht: Ich habe letzte Nacht von Italien geträumt- es war schön aber ich habe mich darin verfahren“ und dann gibt es „Paliano“, wo sich glaube ich, eine österreichische Stipendiumswohnung befindet, wo Angelika Stallhofer, vielleicht einmal war „Auf der Terasse tummeln sich die Eidechsen- das Rasen und Rennen- bin zu lanngsam für ihren Tanz“.

In der „Schwebebahn“ gibt es die titelgebenden „Stillen Kometen: Wer liebt schon die stillen Kometen den glatten Stein die fahrige Bahn das Zickzack der Hände das Scherengeschlecht die Spitzen ungebundener Enden“.

Sehr schön ist auch das „Und vice versa- Einer hat das Salz -der andere die Wunde“. Die „Wildnis“ gibt es auch „Ich denke jeden Tag an die Füchse und Eulen in deinem Haus und setze mich zwischen sie wenn ich nicht mehr kann“. Zum Schluß kommen noch die „Zweifel: Es gibt Tage da will ich dir einen Bären aufbnden -und Tage da habe ich Angst es ist schon geschehen“

Ein schönes Buch sowohl von der Ästhetik, als auch inhaltlich jeden sehr zu empfehlen, der sich ein bißchen in die moderne und auch allzu experimentelle Larik einlesen will.

2022-06-24

Lyrik lesen-Gedichte im Gespräch

Nach den zwei Wochenenden, die ich mit experimentellen Lyrik-Festivals verbracht habe und dem Lyrik-Bändchen von Angelika Stallhofer noch einmal Lyrik und zwar in „Republikanischen Club,“ der seit Jänner ja eine neue Adresse hat. Denn dort stellte Werner Anzenberger oder Peter Veran, einer der Namen dürfte ein Pseudonym sein und der Autor im Brotberuf in der OÖ-Arbeiterkammer tätig, seinen zweiten Gedichtband „Rüttelflug“ vor und diskutierte mit Stephanie Grünberger darüber.

Die Lehrerin Christine Hulatsch hat eingeleitet und der Musiker Tony Puisztai auf der Gitarre gespielt. Als ich vom „Augustin–Hoffest“ kommend, wo ich eine Käsekrainer gegessen und mich Anton Blitzstein unterhalten habe, etwa zwanzig Minuten vor sieben auf der Fischer-stiege eingetroffen bin, waren nur ein paar Damen anwesend und haben sogar davon gesprochen, die Veranstaltung auf den Herbst zu verschieben.

Dann kamen doch ein paar Freunde und Verwandten der Auftretenden, ich war, glaube ich, die Einzige , die den autor nicht gekannt hat und die während dem Programm gekommen ist. Als ich aber im RC meine „Unsichtbare Frau“ vorstellte, habe ich mir meine fünf Zuhörer auch selbst angeschleppt oder zumindestens vier davon.

Die Veranstaltung war eigentlich sehr genau geplant. Zuerst die Einleitung und die Vorstellung, dann führte Stephanie Grünberger in die Lyrik von Werner Anzenberger oder Peter Veran ein und das war interessanterweise ein sehr philosophisches Gespräch.

Das Buch ist auch illustriert und da scheint es, um Falken zu gehen, denn das ist ein Leblingsvogel des Autors und so gab es auch ein gleichnamiges Gedicht und dann führte Stephanie Grünberger durch die einzelnen Kapiteln. Da ging es um den Abschied, um das <leben, um den Narziß und das Echo, etcetera. Der Auto kommentierte immer zuerst und las dann den entsprechenden Text, den sich Stephanie Grünberger wünschte.

Dazwischen gab es Gitarreklänge und am Schluß las der Autor noch ein Gedicht der Moderatorin und pries sein Buch an.

Zum Verkauf lagen zwar keine auf, sie würden aber zugeschickt. Gespräche zum Wein hat es wahrscheinlich auch gegeben und allgemein die Konkurrenz zum Donauinselfest bedauert.

Ich bezweifle aber, daß sonst mehr Leute gekommen wäre, finde es aber schön, einen sehr selbstbewußten, belesenen Lyriker kennengelernt zu haben, wie ich es ja auch sehr schön finde, daß sehr viele Leute schreiben und Sybille Summer hat dann noch gemeint, daß sich die „Republikanischen Club- Autoren“ mehr für politische Themen, als für Lyrik interessieren, was natürlich schade ist, es war aber trotzdem ein sehr interessanter Sommerabend, an dem sehr viele Fest stattgefunden hatten, zumindestens ist der Alfred auf drei gegangen.

2022-06-09

Lyrik statt radikalen Konservatismus

Heute wieder ein Tag der Entscheidungen und es kommt anders als man denkt. Ich suche mir mein Abendveranstaltungsprogramm immer einige Wochen früher aus und schreibe es mir in den Kalender und da war für heute ein Besuch in der „Alten Schmiede“ geplant wo Julia Rabinowich mit Natascha Strobl, glaube ich, den radikalisierten Konservatismus diskutierte, beziehungsweise beide ihre neuen Bücher vorstellte. Dann erzählte mir der Alfred vom WU-Sommerfest und ich dachte, da geh ich mit ihm hin, war ich da ja schon ein paar Mal bei ein paar Festen, bei der Sommerakademie und auch auf einer Demo. Der war aber nicht sehr erfreut.

„Da habe ich keine Zeit für dich, da muß ich mit meinen Kollegen reden!“

Dann kam eine Einladung von der GAV, daß es wieder einen Jur fixe gibt, in einem Heurigengarten im alten AKH, aber nur bei Schönwetter und im Republikanischen Club, der jetzt eine neue Adresse hat, wurde ein Krimi vorgestellt. Was mache ich also?

„Geh tin den RC!“, sagte der Alfii.

„Und sag mir wies dort ist?“

Aber Krimis interessieren mich nicht so sehr und auf deren Aussendungen steht immer noch etwas von Maskenplicht. Schließlich tendierte ich zum Jour fixe, um mit den Kollegen zu reden und den Jopa Jotakin nochmals an die Eintragung vom „Frauenleiden“ zu erinnern, aber dann war Schlechtwetter abgesagt und die GAV hat gestern abgesagt, beziehungsweise auf nächste Woche verschoben.

Also „Alte Schmiede“, wenn ich nicht bei der WU im Regen herumstehen will und das Thema ist sehr interessant und auch spannend zu sehen, wie weit die Diskussion vielleicht in das Corona-Thema übergeht und dann hat mich, als ich die Stiegen der „AS“ hinuntergegangen bin, eine junge Dama angesprochen und „Heute gibts FFP2-Maskenpflicht erklärt, weil die Vortragenden das wünschen und darüber habe ich in den letzten Tagen sehr viel gehört, daß die Zahlen wieder steigen, die Patientanwaltin Pilz schnellstens wieder ein Einführung der Maske fordert und im „Servus TV“ gab es auch eine Diskussion darüber, die ich mir vor dem Weggehen angeschaut habe. Wie weit kann der einzelne Risikopatient von den anderen fordern, daß er eine Maske tragen muß?

„Das wird mich wahrscheinlich noch öfter treffen!“, habe ich gedacht, versucht mich nicht zu ärgern, sondern an den „Republikanischen Club“ gedacht. Aber da hatte ich die Adresse nicht parat, nur vage an den „Salzgries“ gedacht, aber wie komme ich da hin, wenn ich durch den Heiligenkreuzerhof gehe, komme ich in die Nähe, habe ich gedacht und in einer Buchhandlung danach gefragt. Das war aber eine Englischsprachige und als ich schon in Opernnähe war, ist mir eingefallen, daß Ursula Ebel gestern auf eine morgendliche Lyrikveranstaltung hingewiesen hat. Wenn ich da gleich hingegangen wäre, wäre ich pünktlich hingekommen. So ist mir im Vorraum der „Gesellschaft“ gleich Marianne Gruber, die ehemalige Präsidentin begrüßte, die mit mir einen Text in der „Mädchen dürfen pfeifen, Buben dürfen weinen- Anthologie“ hatte und mir da einmal viele Tips gegeben hat. Als ich in den Saal kam, sah ich Erstens, wie gestern keine Masken und am Podium saßen, wie in einem Orchester zwei mal fünf Studenten, das heißt, je vier Schauspielschülerinnen und ein Student von der Schauspielakademie Elfriede Ottt, die abwechselnd Gedichte vorlasen und ich war am Anfang verwirrt, „bis ich darauf gekommen bin, daß die Texte aus dem Band „Einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt, des 1991 geborenen Raoul Eisele stammten, der eine erstaunlich schöne Sprache hat.

Im Anschluß trat dann der Autor auf den Lesetisch und erzählte ein bißchen was über seine Gedichte und das Erstaunliche daran war, daß es eine Art Rahmenhandlung gab. Nämlich eine Figur, der nach einer <o suchte oder ihr Briefe schrieb und ein Seemann war, was ich sehr interessant fand. Dann gings in die nächste Runde, nämlich zu der 1980 in Maribor geborenen Daniela Kocmut und ihren bei „Keiper“ erschienenen Band „Freitauchen“ und da ging es um das Schreiben und das Übersetzen, was die Autorin offenbar auch betreibt und dann, was mich besonders freute, gab es drei Corona-Gedichte, die ich als sehr stark empfand und die Autorin, die, die Schauspielschüler sehr lobte, las dann noch zwei Gedichte, die sie ihren Mentor Fabjan Hafner, den 2016 verstorbenen slowenischen Autor, gewidmet hat.

Ein interessanter Abend, wo ich zwei interessanter Autoren kennenlernte, die sonst an mir vorbeigegangen wären und den Aband mit den radikalisierten Konservatismus kann ich mir vielleicht per Video ansehen, wenn es die „Alte Schmiede“ freigibt.

2022-04-03

Fürsprache und Widerworte

Das diesjährige Erich Fried Festival, das am Mittwoch mit einem Festvorttag von Herta Müller, der „Nobelpreis-Trägerin“ von 2009 „Vor der Tür saß mal der Zufall“, begann, hätte eigentlich, wie Robert Huez in seiner Einleitung sagte, schon im Vorjahr stattfinden sollen. Die Pandemie hat es verhindert und auch die Preisverleihung an Frank Witzel wurde verschoben. Aber jetzt. Seltsamerweise fand der Festvortrag in der Bibliothek und nicht im Lesungssaal statt. Aber es gibt ja noch die Regeln. Man muß oder soll seinen Platz reservieren, muß Maske tragen und offenbar sind auch weniger Zuschauer zugelassen. Aber man kann streamen und Herta Müller hätte ja 2009 bei der „Literatur im Herbst“ lesen sollen. Ihr „Nobelpreis“ sollte das verhindern. Ich habe sie aber bei der „Buch Basel“ ,gehört und es gab glaube ich, auch einmal ein Symposium über Elfriede Jelinek und Herta Müller, aber da wurde nur über die beiden „Nobelpreis-Trägerinnen“ gesprochen.

Jetzt war die Autorin aber da. Robert Huez hat eingeleitet, die Kulturstadträtin eröffnet und sich über das hochkarätige Programm gefreut und Anne Zauner, die Organisatorin, hat dann Herta Müller vorgestellt. Da kann ich mich erinnern, daß ich einmal im Cinema Paradiso in St. Pölten saß, wo über Herta Müller gesprochen wurde. Das war vor dem „Nobelpreis“ zugegeben.

„Herta Müller, wer ist das?“, wurde da gefragt und ich habe mich gewundert, denn ich habe sie für eine bekannte Autorin gehalten. Das Spiel wiederholte sich dann nach dem „Nobelpreis“ und ich denke, das passt auch zum Veranstaltungsthema und der Vortrag „Vor der Tür saß mal der Zufall“ war, wenn ich mich nicht irre, ihrer „Nobelpreis-Rede“ ähnlich. Es ging wieder um den Vernehmer zu dem Herta Müller, bevor sie nach Deutschland emigrierte, immer antreten und auch etwas unterschreiben mußte. Zuerst nannte er sie „Gnädige Frau!“ und küßte ihre Hand. Später „Hure“ und fragte auch mit wievielen Schwänzen sie schon Kontakt gehabt hätte? Das war wahrscheinlich eine sehr traumatisierende Erfahrung, die Herta Müller, die inzwischen viele Collagen macht, immer noch sehr beschäftigt.Diesmal durch den russischen Präsidenten Putin bereichert. So bezeichnete Herta Müller sich und alle Leute aus dem Osten als „Putin-Versteherin“, dieses Schimpfwort, weil sie ja sehr genau wissen, wie der Diktator tickt.

Auch Robert Huez wies in seiner Einleitung auf den Angriff auf die Ukraine hin und verwies auch auf Zahlscheine mit denen man den ukrainischen Flüchtlingen helfen kann und morgen Nachmittag geht es dann bis Sonntagvormittag, wo dann Frank Witzel seinen Preis bekommt, weiter.

Seien wir gespannt und für alle Interessierte weise ich noch darauf hin, daß zeitgleich die „Rauriser- Lteraturtage“, die ich ja im Vorjahr per livestream verfolgte und auch die Festschrift gelesen habe, eröffnet wurde und da wird ja Anna Albinus, die mit „Revolver Christi“ schon das Öst-Debut gewonnen hat, den Preis bekommen.

Am Donnerstag ging es dann um vier mit einem Jugendliteraturwettbewerb zum Thema „Eine Stadt von Morgen“ weiter, wo Jugendliche ihre Texte unter der Jury von Robert Huez, Gustav Ernst und Zita Bereuter vorstellten. Meiner Stunden wegen habe ich das versäumt und so bin ich erst zum Buchdebut des 1993 in London geborenen Caleb Azumah Nelsen „Freischwimmen“ gekommen, das eine Liebesgeschichte im rassischen London schildert und von Florian Baranyi, der wie Anne Zauner einleitete, ein leidenschaftlicher Leser mit einer aus allen Nähten platzenden Privatbibliothek ist, zurechtgekommen.

Nach einer Pause kam dann der 1954 geborene ungarische Autor Laszlo Krasznahorkai mit seinem momentanen Roman „Herrscht 07769“, das aus einem einzigen Satz besteht und vom Fischer Lektor Hans-Jürgen Balmes moderiert wurde und glaube ich schon bei der letzten Lese.Auslese empfohlen wurde und der gut Deutsch sprechende Autor erzählte in der Einleitung, daß er vor fünfunddreißig Jahren in der „Alten Schmiede“ gelesen habe, was sein erster Auslandsaufenthalt in der freien Welt war und er da zum ersten Mal auch Touristen gesehen hat, während sich die Ungarn nur für Kühlschränke und nicht für Kultur interessierten, woran ich mich auch erinnern kann, daß die Kärntner Boutiquenbesitzerin in der Otto Bauerbasse plötzlich Computer in ihr Geschäft stellte, weil das die Ungarn so haben wollten und toll, daß der weißhaarige Autor das Maskentragen im Literaturhaus auch für surreale Sache hält und trotzdem machen sie mit, setze ich hinzu.

Der Autor hat dann auf Ungarisch aus seinem Mammutroman gelesen und es gab, was im Stream besonders gut zu sehen war, eine auf eine Leinwand projezierte deutsche Übersetzung und im Gespräch danach, empfahl Laszlo Krasznahorkai seinem Publikum lieber Hölderlin, als seine Bücher zu lesen und kam dann, was eigentlich stimmt darauf zu sprechen, daß das deutsche Buch nicht von ihm, sondern von der Übersetzerin stammt.

Am Freitag Nachmittag ging es dann mit einem Lyrik-Schwerpunkt weiter und zwar führte da zuerst Teresa Präauer, die ja in letzter Zeit sehr aktiv ist, ein Gespräch mit dem 1987 in Ost-Berlin geborenen Max Czollek mit dem sie, glaube ich, den Schwerpunkt auch kuratiert hat und begann da mit dem Namensgeber Erich Fried „Die Jungen werfen zum Spaß mit Steinen nach Fröschen Und d Die Frösche sterben im Ernst“, obwohl Max Czollek wie er sagte, sich gar nicht so sehr mit Erich Fried beschäftigt hat und dann ging es wieder am Beispiel des Ukraine-Kriegs um den politischen Sinn der Lyrik oder wie wirksam sie sein kann. Dann ging es, um die Widersprüche von Traurigkeit zu Lachen und Lebenslust oder um die Frage, ob man sich wegen dem Krieg in der Ukraine freuen darf.

„Trauern für die Ukraine!“, habe ich ja schon irgendwo als Forderung gehört. ich denke, soll man nicht, aber wahrscheinlich lenken, die Zustände, die herrschen von der Fröhlichkeit ab und machen es auch schwer sich auf die Kunst zu konzentrieren.

Die erste Lesende war dann, die 1993 in München geborene und in Leipzig lebende Ronya Othmann, die ich beim „Bachmann-Preis“ hörte und, die auch schon Romane und Gedichte, veröffentlicht hat. Sie begann mit einem Gedicht namens „Babylon“, kam dann zu einem von einem größenwahnsinnigen Diktator geplanten Staudamm, in dem man dann Zement schütten mußte, damit er nicht zerbarst und anderen politische Unsinnigkeiten, die aus ihrem bei „Hanser“ erschienenen Gedichtband die „Verbrechen“ stammen und Max Czollek wollte anschließend von ihr wissen, ob sie forensische Poesie schreibe? Keine Ahnung, was das ist und ob das möglich ist, ist aber wahrscheinlich die Absicht des Lyrik-Schwerpunktes.

Dann kam die aus Israel eingeflogene 1980 geborene Adi Keissar, die wie Max Czollek erwähnte, eine neue Art der Lyrikpräsentation gefunden hat, die sich von der üblichen und vielgeschmähten Wasserglaslesung abhebt.

Die Lesung erfolgte, was, wie ich erfahren habe, eine Spezialität des Festivals ist, in der Originalsprache, also Hebraäisch. Das offenbar nicht sehr zahlreiche Publikum, denn die ganze Veranstaltung findet offenbar in der Bibliothek statt, erhielt Handouts, für die Streamzuhörer las Max Czollek dann die Übersetzung „Ich weiß nicht, wie man Gedichte liest. Dann stand einer mit theatralischer Stimme, damit ich wüßte wie man Gedichte liest“, womit offenbar die neuen Darstellungsform gemeint ist und dann auch noch das andere Gedicht.

Dann kam die 1988 in Klagenfurt geborene Barbara Juch, dieren Gedichtdebut „Barbara“ heißt, offenbar auch in der von Stefanie Sargnagel, gegründeten Burschenschaft Hysteria tätig ist und die mit einem Kärntner Volksslied begann, dann mit „Land der Berge viel zu viele“ fortsetzte und auch von „Barbara, Babsi, Bärbl“, als Vertreterin Österreichs von diesem Lyrikschwerpunkt las und um das „Schnelle Schwimmen und Rennen“ ging es auch.

Dann kam der gut Deutsch sprechende in San Paolo geborene und in Berlin als Übersetzer und Literaturvermittler lebende Ricardo Domeneck, der seine Gedichte auf Portugisisch, aber auch auf Deutsch las.

Nach einer Pause kam dann ein Gespräch zwischen der „Fried-Preisträgerin“ von 2017, Teresa Präauer, von der auch der Titel des Symposiums stammt, mit Ronya Othmann, die ja einen kurdischen-jesidischen Vater hat und Ricardo Domeneck.

Teresa Präauer fragte Royja Othmann welche Bedeutung die Landschaft und die Herkunft ihres Vaters für sie hat? Und von Ricardo Domeneck, der vor zwanzig Jahren nach Berlin emigriert und auf Portugisisch schreibt, wollte Teresa Präauer wissen, inwiefern die Migration sein Leben und sein Schreiben verändert hat und die Körperlichkeit ist für ihn, wie sie betonte, auch sehr wichtig. So schreibt er homoerotische Liebesgedichte, die in Brasilien als sehr politisch interpretiert werden, was er gar nicht so empfindet.

Dann kam als Stargast wahrscheinlich der Belasrussische Autor Sasha Filipenko, von dem ich „Den ehemaligen Sohn“ und die „Roten Kreuze“ gelesen habe und der jetzt seinen ebenfalls bei „Diogenes“ erschienenen Roman „Die Jagd“ vorstellte.

„Der ehemalige Sohn“ ist inzwischen in Weissrußland verboten und er mußte auch mit seiner Familie Belarus verlassen, weil er auf einer schwarzen Liste stand und lebt jetzt, glaube ich, in der Schweiz oder auch nicht so richtig, wie Sasha Filipenko auf Günther Kainderrlsdorfer, der moderierte, von Mascha Dabic übersetzt antwortete.

Sasha Filipenko schreibt auf Russisch und die „Jagd“, wo ein Journalist verfolgt wird, spielt auch dort. Günter Kaindlsdorfer wollte wissen, wie weit das Buch auch in Belarus spielen könnte und der Autor meinte, daß das nicht möglich wäre, weil man in Belarus wesentlich schneller gegen kritische Journalisten vorgehen würde, was aber seit dem Krieg nicht mehr stimmt. Er hat den Roman 2014 zu schreiben begonnen, der dann auch 2016 in Russland oder Belarus erschienen ist. Sasha Filipenko hatte , wie er sagte, schon seit 2010 Schwierigkeiten mit der Zensur.

Dann kam die Lesung aus dem Buch, das einen sehr musikalischen sonatenhaften Aufbau hat. Sasha Filipenko hat eine musikalische Ausbildung und das Buch ist auch mit sehr schnellen filmischen Schnitten aufgebaut. Es gibt den Hauptakt, und immer wieder Pausen, sowie anderen Tempoangaben. Es geht aber um einen Oligarchen, der mit seiner Familie viel in der Welt herumreist und um einen Journalisten, der sich mit ihm anlegt und dann auch um eine Gerichtsverhandlung, weil der Journalist einen leeren Artikel gebloggt hat und deshalb verhaftet wird.

Sasha Filipenko sagte, nach der der Lesung, daß er diese Stelle schon 2014 in Russland gelesen habe und hab haben die Zuhörer gelacht und nicht geglaubt, daß man eines leeren Plakates wegen verhaftet werden kann. <inzwischen passiert das oft, wenn man was postet oder teilt und da muß ich anfügen, daß das auch in Österreich passiert ist, daß Leute fünftausend Euro an einen Rechtsanwalt für einen geteilten Post zahlen sollten.

Sasha Filipenko antwortet dann auf Günter Kaindlsdorfer Frage nach dem Aufbau, daß er wollte, daß der Leser begreift, daß der Weg die Handlung zu verstehen sehr mühevoll ist und nahm auch in Kauf, daß manche Leser das Lesen aufgeben, weil die Handlung immer wieder abreißt, er wollte sie aber zu Mittätern machen, die die Geschichte zusammenfügen.

Mühsam denke ich und das dachte ich auch beim Mitlesen des deutschen Textes, aber ich habe das Buch schon angefragt, mal sehen was ich nach dem Lesen dazu sage?

Günter Kaindlsdorfer meinte aber, daß der Deal, daß er das Buch wegwerfen könnte, bei ihm nicht aufgegangen ist. Er ist neugierig geworden und hat weitergelesen. Bei „Amazon“ habe ich aber andere Meinungen gefunden, die damit nichts anfangen konnten.

Um acht kam dann der 1983 in den USA geborene Phil Klay, der schon 2015 bei den „Fried-Tagen“ war und da sein Debut „Wir erschossen auch Hunde“ präsentierte. Jetzt wurde unter der Moderation von Sebastian Fasthuber, der auch schon öfter auf den „Fried-Tagen“ moderierte sein neues Buch „Den Sturm ernten“ vorgestellt, wo es um vier Mitglieder der US Special Forces geht, die in einem kolumbianischen Dschungel gekommen sind, Phil Klay konnte hier seine Erfahrungen als US-Marine verwenden, um einen Krieg zu beschreiben und hat einige kurze Stellen daraus gelesen.

Und um zehn gab es noch ein Konzert „Best of Ernst Molden“, der Enkel der Paula von Preradovic und der Sohn von Ernst und Hanna Molden der ja bevor er zu singen angefangen hat, auch Bücher geschrieben hat und von dem ich schon einige Konzerte gehört habe.

Viele schöne Lieder „Und was i am liebsten mog is summer jeden Tag!“ und „Alles könnt das letzte Mal sein, drum sollt man sich urdentlich geben, nimm das, da liegts dei Leben!“- „Wo san die Kollegen, wann i außa muß in Regen?“

Am Samstag ging es dann um zwei mit einer Jennifer Daniel weiter, aber da sind wir nach St. Pölten gefahren, weil ich der LITGES-Seite entnommen habe, daß da der Osterspaziergang der literarischen Gesellschaft stattfinden wird. Es ist zwar erst zwei Wochen vor Ostern und von daher ungewöhnllich früh und eigentlich würde ich normalerweise nicht von Wien aus hinfahren, aber weil derzeit ohnehin nichts los ist und ich schon über zwei Jahren keine Lesung mehr hatte und 2019 ist wegen der „Literatur & Wein“ der Osterspaziergang auch ausgefallen und weil ja sonst außer streamen und zu Hause sein, weil ich derzeit auch auf keine Demos gehe, ohnehin nichts los ist, habe, ich gedacht, fahren wir hin und ich lese „Den Meister Hoppel“ vor. Mein Ostertext, den ich im Vorjahr geschrieben habe. Das Wetter war kalt und regnerisch, beziehungsweise hat es sogar geschneit. Wir waren um halb drei schon bei der „Seedose“. Dort war nichts los, das Restaurant geschlossen, nur gelegentlich ist einer mit einem Hund vorbeigekommen und zwei Leute haben was ins Restaurant geräumt und das war noch um viertel vier so. Da habe wir nochmals auf der Seite nachgeschaut und dann die Eva Riebler angerufen. Osterspazierigang auf den Ostersamstag verschoben, was es ja auch passender ist. Also zurückgefahren und da konnte ich mich dann ins Festival zurückstreamen oder auch nicht, denn um vier sollte ja Deb Olin Unferth aus ihrer „Happy green familiy“, das mir „Wagenbuch“ , als E-Pub zuschickte, lesen, aber die ist krank geworden, also ist es erst um sechs mit Nate Powell weitergegangen, der, wie auch Jennifer Daniel, ein Comiczeichner ist. Denn der Samstag gehört ja bei den „Fried-Tagen“ seit einigen Jahren den Comiczeichnern und da war es, als ich dort noch anwesend war, immer sehr voll und anschließend stellten sich die Leute eine Stunde oder länger an, um sich ein Autogramm in ihr Buch signieren zu lassen und der Autor hat gezeichnet und gezeichnet.

Ob das diesmal auch so ist, habe ich keine Ahnung, der Saal sieht ja immer sehr leer aus und werde davon wohl auch nicht viel mitbekommen. Das vorgestellte Buch heißt jedenfalls „Safe ist for later“ und Nate Powell entnehme ich dem Programm, wurde 1978 in den USA geboren und so wurde das Gespräch mit Mathias Wieland auch auf Englisch geführt und, um Donald Trump und seine Wahl ging es dabei auch.

Das Buch wurde dann auf Deutsch präsentiert, das heißt, die Zeichnungen gezeigt und Mathias Wieland hat den Text gelesen, der wie schon angedeutet, ein sehr politischer ist.

Und als Letztes für den Samstag kam dann der 1958 in Mexiko-City geborene Guillermo Arriaga, der wie Anne Zauner erklärte, aus kleinen Verhältnissen kommend, sich auf den roten Teppich Hollywoods hinaufgearbeitet hat und seinen Roman „Das Feuer retten“, das in einem Gefängnis zu spielen scheint, vorstellte. Wolfgang Popp, der Ö1-Moderator und Buchautor hat das Gespräch geführt und der freundliche Autor legte zuerst ein paar Münzen auf den Lesetisch, damit die die nach Mexiko wollen, schon einen Startschuß haben.

Dann erzählte er, daß es ihm beim Schreiben immer ums Geschichten erzählen und nicht um gesellschaftskritik geht und in seinem Roman spielen zwei Klassen, eine erfolgreiche und , die des Gefängnisinsassen zusammen.

Es geht um eine Choreografin, die auch Millionärin ist und mit ihrer Gruppe im Gefängnis auftritt und dort auf einen sehr gebildeten Mörder trifft und interessant ist, daß Guillermo Arriaga zu den Autoren gehört, die beim Beginn des Schreibens noch nicht das Ende ihrer Geschichte wissen, etwas was man in der Romanschreibschule trainiert, den Roman erst durchzuplanen, bevor man zum Schreiben beginnt, was offenbar, die Profis von den Autoren unterscheidet und der Autor auch betonte, daß er keine Recherchen und keine Planungen mache, sondern alles erfinde, so ist er beispielsweise, auch nie in einen Gefängnis gewesen, wie Karl May nie in der Gegend, wo seine Romane spielen und das Unperfekte macht nach Meinung des Autors, die Schönheit des Werkes aus, was ich wieder für einen interessanten Ansatz halte. Man schreibt, was man kann, nicht was man will, obwohl ein bißchen Planung und Recherche höchstwahrscheinlich auch nicht schaden kann und der Autor offenbar sehr selbstbewußt ist, daß er sich so darstellen kann. Spannend auch, daß der Autor mehr Englisch, als Spanisch redete, obwohl eine sehr freundliche Übersetzerin neben ihm saß.

Auf die Frage ob er fixe Schreibzeiten hatte, antwortete, daß er eigentlich immer schreibe, weil er immer wissen will, wie es weitergeht. So ist er auch jetzt in dieser wunderschönen Stadt Wien in seinem Hotelzimmer gesessen und hat geschrieben und das auch gestern, obwohl er eigentlich zu Phil Klays Lesung gehen wollte, er aber, wo es mir ein bißchen ähnlich geht, vom Schreiben abhängig ist. So geht es ihm aber auch beim Regieführen, was ja ebenfalls ein Teil seiner Tätigkeit ist.

Es gibt auch zwei Erzählweisen, der Gefangene spricht in der Ich-Form, die Choreografin wird in der Sie-Form erzählt, was Guillermo Arriaga damit begründete, daß er über eine Frau nicht in der Ich-Form schreiben könne. Bei weiblichen Autoren ist das oft umgekehrt und ich habe gleich eine Lösung für mein neues Werk gefunden, in dem ich den Roman im Roman „Die Gestohlenen Jahre“ auch in der Ich-Form schreiben werde. Simon erzählt das als „ich“, während die anderen Protagonisten erzählt werden.

Und am Schluß ging es noch um die Frage, wie man gute Sexszenen schreibt, von denen in dem Buch einige enthalten sind.

Und am Sonntag ging es dann an die Preisverleihung an Frank Witzel, die, glaube ich, schon im November stattfinden hätte sollen, als Ingo Schulze im Literaturhaus war, um den Preis der Literaturhäuser entgegenzunehmen oder abzulesen. Zur Erinnerung, beim der „Fried Preis“ gibt es nur einen einzigen Juror, der ist diesmal Ingo Schulze, von dem ich auch schon viel gelesen habeund den ich sehr interessant finde.

Diesmal begann es, was ich für interessant halte und früher nicht so war, mit einer musikalischen Einlage und zwar sang da Cosima Büsing mit hoher schriller Stimme eine Komposition von Bernhard Lang. Es ist ja der Preis von 2021, den Sektionschef Meindl übergab. Ex Ministerin Havlicek, die ja einmal mit Jack Unterweger saß im Publikum. Es wurden wieder, was auch relativ neu ist, von Robert Huez die Namen aller Mitarbeiter des Organisationsteam verlesen.

Robert Schindel der Präsident der Fried-Gesellschaft glaube ich, hielt dann die Erföffnungsrede und sprach von den düsteren Zeiten, in denen wir momentan leben.

„Es ist Krieg , was soll ich machen und ich begehre nicht schuld daran zu sein“ und gratulierte dann dem Preisträger ganz herzlich. Die Laudatio stammte dann von dem alleinige Juror, der 1962 in Dresden geboren wurde und in Berlin lebt und verlas, wie er die Laudatio während der Zugfahrt nach Wien verbesserte und dabei auch an den Präsidenten der Ukraine dachte und weil er die Laudtio schon im November geschrieben hat, mußte er sie insofern ändern, da Witzel inzwischen einen Erzählband veröffentlicht hat, die Erzählungen für ihn also genauso wichtig, wie die Romane sind und er seine Vorlesungen auch nach diesen Muster verfaßt und dann mit seinem schräg Gegenüber über die Laudatio diskutiert und um Masken geht es dabei natürlich auch, weil man die jetzt ja im Zug tragen muß.

„Weiter so, Applaus!“beschloß er dann seine Rede, die mir gut gefallen hat.

Dann kam der schon erwähnte Sektionschef Jürgen Mein, der die „Fried-Gesellschaft“ sehr lobte und Laudator und Preisträger gratulierte und sich dann auch fragte, was Kunst und Kultur gegen den Krieg ausrichten kann? Viel meinte er, denn da gab es einmal eine Opernaufführung, die die Sänger so erregte, daß sie anschließend aufgestanden sind, zu den Waffen griffen, um ihre Heimat zu verteidigen. Das wird für jetzt wohl utopisch bleiben und ist vielleicht auch nicht wirklich zu empfehlen. So wurde der Preis an Frank Witzel übergeben, der dann nach einer neuerlichen Musikeinlage, mit seiner Dankeslesung begann, die sich auch mit der aktuellen Situation der seiner „eigenen Dummheit“ beschäftigte, was wohl die Hilflosigkeit thematisierte, die einen wahrscheinlich erfaßt, wenn man mit der aktuellen Situation abstellen will und nicht recht weiß, wie das passieren kann und erwähnte auch dabei, daß im Vorjahr viele Nerve in Dänemark ermordet wurden, weil man an ihnen das Corona-Virus zu entdecken glaubte und die jetzt zum Himmel stinken, was wirklich sehr dumm ist, wie es das genauso ist, wenn man nicht versteht, wieso man für sein Geld auf der Bank keine Zinsen mehr erhält, sondern dafür zahlen muß und dumm füge ich jetzt noch etwas aufmüpfig an, sind ja angeblich auch die, die sich nicht impfen lassen wollen, wie eine etwas seltsame Studie festgestellt hat, aber das hat Frank Witzel nicht thematisiert, kam dann aber doch darauf zu sprechen, daß es nur eine Wissenschaft, der man zu folgen hat, nicht geben kann und hörte dann mit Zitaten von Robert Musil, Niklas Luhmann und einem Gedicht von Erich Fried auf.

Das war es dann und jetzt gehe ich, um etwas für meine Abwehrkräfte zu tun und meinen Vitamin D – Haushalt zu steigern, Radfahren um den Ring, es war aber sehr interessant mich, wenn auch nur per Stream mit den „Fried-Tagen“ zu beschäftigen und gelernt habe ich auch sehr viel dabei.

2022-03-11

Lyrik-Übersetzung

Vom Frauentag geht es jetzt wieder zur Lyrik zurück, haben wir ja noch immer die „Lyrik im März“, damit es aber spannender wird, wurde in der Gesellschaft eine „Antalogia de poesia austriaca actual“, vorgestelltdenn da gibt es in Spanien eine Reihe, die ausländische Übersetzungen herausgebit und da ist 2018 ein Gemeinschaftsprojekt von Augusta Laar und Jose Luis Reina Palazon herausgekommen, nämlich eine Anthologie mit dreißig aktuellen österreichischen Dichter und Dichterinnen, die von Augusta Laar ausgesucht und von Jose Luis Reina Palazon auf Spanisch übersetzt wurde.

Der Band ist, wie erwähnt 2018 herausgekommen und sollte schon 2020 in der „Gesellschaft „vorgestellt werden, was aber Pandemie bedingt wie ines Scholz die Moderatorin erwähnte, mehrmals verschoben werden mußte.

Jetzt kam es aber zur Präsentation, leider war der Übersetzer verhindert, bzw. krank und Robert Schindel der auch lesen sollte mußte wegen einer Benefizveranstaltung zugunsten der Ukraine absagen.

Zuerst begann es mit einem Gespräch mit Augusta Laar, die ich vom Schamrockfestival und von der GAV kenne, die erzählte, daß von den Dichtern sieben Gedichte angefragt waren, drei wurden dann pro Autor veröffentlich. Der Übersetzer hatte schon den Kontakt zu Friederike Mayröcker, die ja im letzten Jahr gestorben ist, hergestellt, die restliche Auswahl hat Augusta Laar getroffen und die Autoren angeschrieben, die gleich mit der Übersetzung einverstanden waren.

Es begann dann Augusta Laar mit der Lesung ihrer drei Gedichte nur auf Deutsch „Cafe Prückl in Wien“ hieß das erste, wo Liebesbriefe von der Decke taumelten. „Der Tod, der Teufel und Harry Potter“ das zweite. Das dritte „<unser Grab in Riga“ und da erzählte Augusta Laar lang, daß sie am Hauptbahnhof, wie sie von München gekommen ist, die ukrainischen Flüchtlinge, die dort offenbar betreut werden, gesehen hat und da an ihren Mann erinnert wurde, der mit seinen Eltern aus Estland vor den Sowets nach München geflüchtet ist.

Dann kam der gut spanisch sprechende Christoph Janacs, der auch als Übersetzer tätig ist und der bei meinen „Freiheit des Wortes-Veranstaltungen“ sehr oft gelesen hat, der seine Gedichte auch auf Spanisch las, so daß man, wie Ines Scholz erwähnte, den Klang der Sprache sehr gut vergleichen oder kennenlernten kann und Ines Scholz sprach mit ihm auch über das spanische Übersetzen, der erklärte, daß er ein großes Faible für Lyrik hat und täglich welche lesen und schreiben würde und hat seine Texte auch zwei Dichtern gewidmet.

Dann kam Margret Kreidl, bei der ich schon bei einigen Lesungen ewar und die einige Texte aus ihren „Einfacher Erklärung-Alphabet der Träume“, die Gedicht „Distelblüte“, „Lüfungsschacht“ ,“Imkerbunker“ und „Leichenschmaus“ las und dazu sagte, daß sie gern ein anderes Gedicht gelesen hätte, um die „Putin-Versteher“ darauf aufmerksam zu machen, daß er ein Diktator ist, aber das wurde nicht ausgewählt.

Dann kam die mir gleichfalls gut bekannte Ilse Kilic, bin ich mit ihr ja ein Stück von Wien nach Bamberg auf Ruths Radtour mitgefahren und sie war auch in der Schreibgruppe und ist ja auch in der GAV aktiv und ich war auch auf vielen ihrer Lesungen oder sie bei mir.

„Einfach Ilse sein und einfach nicht ilse sein einfach zweimal zum Trotz Ilse sein“, hat sie gelesen und dann davon, wie sie zum ersten Mal Bier getrunken hat.

„Ob ich Frau bin oder keine entscheide ich alleine“ , hat sie dann passend zum Frauentag auch noch gelesen.

Dann kam der mit ebenfalls gut bekannte Herbert J. Wimmer und langjähriger Lebensmensch von Elfriede Gerstl, der meine frühen „Textvorstellungen“ in der „AS“ moderierte und den ich erst vor kurzen in der „Schmiede“ beim „Elfriede Gerstl aufgefrischt-Abend“ gehört habe. Er hat seine jetzige Lebensmenschin Marion Steinfellner mitgenommen, die dann ihre und auch seine Texte auch auf Spanisch las.

„Der Autor klebt an seiner Biografie, die Autorin klebt an ihrer Biografie, wie die Fliege am Fliegenpapier“, hat er gelesen, also gar nicht so experimentell, obwohl ich ihn ja eigentlich für einen sehr konstruktiven Autor einschätze.

Marion Steinfellner, die wie erwähnt auch spanisch spricht, habe ich als Buthotänzerin bei einem Gerhard Jaschke-Abend kennengelernt und dann auch einige ihrer Tanzperformances mit Herbert j. Wimmer Literaturhaus gesehen und die noch erwähnte, daß sie ihr Spanisch auf Mexikos Straßen gelernt hat und interessant war, daß Marion Steinfellner erklärte, daß ihre Gedichte aus ihrem ersten Gedichtband stammen, den sie, weil sie einmal Geld von einem Bausparvertrag bekam, dachte, „Was mach ich damit? Ich gebe einen Gedichtband heraus“, weil man das in Mexiko sehr oft tut und in jeder Buchhandlung solche Bücher finden kann, während das bei uns bis vor kurzem, bevor das Selfpublishing modern wurde, sehr verpönt war. So kann sich alles ändern und so brauche ich mich für meine Bücher vielleicht auch nicht mehr genieren.

Ein interessanter Abend mit lauter bekannten Gestalten, sehr interessant und wieder viel gelernt.

2021-07-29

Aussichten

Filed under: Bücher,Uncategorized — jancak @ 00:23
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Gedichte 2020-2021. Ich bin ja keine dieGedichte schreibt, lese aber gelegentlich welche und gehe auch regelmäßig zu den Tagen der Lyrik, den LyrikFestivals etcetera und jetzt das dritte Buch und der zweite Gedichtband in diesem Jahr, des 1939 in Haslach geborenen Peter Paul Wiplinger, bei dessen achtzigen Geburtstagsfest ich war und der mir seit einiger Zeit so getreulich mit handschriftlicher Beilage, seine Werke schickt und ich muß schreiben, wieder eine Überraschung, habe ich bei den Nominierten des Leipziger Buchpreises mein Lieblingsprosabuch gefunden, dann ist das der beste Gedichtband den ich seit langen gelesen habe, obwohl ich mir ja erst gestern Lyrischen von Dirk Peterdorff vorgenommen habe und da ist es meist so, daß man schöne Sprache gedichtet dargeboten bekommt, „Poesie in gestiefelten Schuhen“ und vom Leben meist keine Spur, so daß man oft zweimal lesen muß, um die Gedankensprünge des Dichters zu erfassen.

Daß es auch anders gehen kann, hat der Zweiunaachtzigjährige eindrücklich bewiesen und thematisiert das auch selbst „Dichtung auf ihre Alltagstauglichkeit/ überprüfen dieses Satzfragment/ fiel mir dabei lächerlicherweise ein.“

Und das ist es, Peter Paul Wiplingers Gedichte sprechen von Krankheit, von der Angst vor dem Tod, etcetera und er stellt auch gleich die Frage vom „Regelwerk“ der Kunst, etwas was ich meinen kritischen Freund Uli ins Gedächtnis legen will: „solch klugscheißersprüche darf man/ in einem Gedicht nicht verwenden/ sagst du und ich entgegne/ wer zum teufel stellt denn/ solche regeln auf und verbietet mir/ klugscheißersprüche in einem gedicht/ zu verwenden / – na ja sagst du noch von deinem krebs/ solltest du auch nicht sprechen/ jedenfalls nicht so offen und nicht im gedicht/darauf ich wütend und zugleich unsicher/ ich soll also das jetzt wichtigste in meinem leben/aus meinem schreiben ausklammern weil unfein/ ich soll diesen scheißkrebs und die scheißsprüche,/nicht so nennen wie ich das im wirklichen leben tue/ weil das dem regelwerk der ästhetik nicht entspricht/ weil die wahrheit nicht fein genug ist für die poesie/“

Nein, das ist es nicht, obwohl es wahrscheinlich viele Dichter bisher so taten, aber allzu zu privat und persönlich soll es natürlich auch nicht sein „es ist nicht so/daß ich nicht weine/ja natürlich bin ich/auch sentimental/ aber das ist meine/ privatangelgen heit/ das hat nichts verloren/ in einem gedicht“

Und da sind wir schon bei den Schreibanleitungen, wie man zum dichten kommt. Aber zurück zum Anfang zu den Gedichten, die zwischen 2020 und 2021 geschrieben wurden und dabei, glaube ich, alle persönliche Befindlichkeiten des Autors umfassen. Philosophie ist natürlich auch dabei, wenn es um die Lebensaussichten geht: „aussicht gibt es / keine mehr sagt er/ überall ist nur nebel /aber das hinaufsteigen / und das hinuntersteigen/ das lohnt sich/ denn das ist ein erlebnis“.

Da haben wir schom im ersten Gedicht den Sinn des Lebens lapidar zusammengefaßt und dann kommt die „Einberufung“ zur Krebsoperation ins AKH. Etwas was den Dichter sehr beschäftigt. Das Gespräch mit dem Professor und das Gespräch mit der Krankenschwester nachher, die sein Bett frisch überziehen soll und er zu schwach ist, ihr zu sagen, daß er das nicht merh braucht.

Die Angst vor dem Tod und dem Sterben kommt auch immer wieder vor und da würde ich Peter Paul Wiplinger gerne einen Satz mitgeben, den ich bei einem Vortrag von Professor Musalik einmal hörte, wo es um das Sterben ging.

„Wo wir sind, ist der tod nicht und wo der Tod ist, sind wir nicht!“

Also braucht man sicht da vor nicht fürchten, hat er gelautet. Lieber sein Leben genießen bis zu den letzten Stunden, so gut es geht. Einen Baum pflanzen, ein Gedicht schreiben. In diesem Fall viele schöne Gedichte, die ehrlich sind und keinem Regelwerk folgen müßen, würde ich empfehlen.

„ich bin jener/ der im 81. lebensjahr ist/ ich bin jener/ der krebs hat /ich bin jener/ der gedichte schreibt/ ich bin jener /der am liebsten einfach nur so dahinleben möchte /ich bin jener/ der weiß, daß alles einmal sein ende haben wird“

Das Thema Corona, das Peter Paul Wiplinger bedrohlicher, als ich zu erleben scheint, kommt auch natürlich vor:

„Corona 2020 Berichterstattung/ wirtschaft/wirtschaft/wirtschaft/kein Wort von/sterben sterben/sterben sterben/kein händehalten/in der todesstunde/15 minuten- abschied/ dann sterben/tox/welch erbärmliche/unmenschlichkeit“ und für mich zum erstenmal poetisch thematisiert, die Corona-Impfung:

„wir fahren mitder u1/nach der corona-impfung/von jenseits der donau heim/zum stephansplatz und dann/ mit der u3 zum rochusmarkt“

„TODESGEDANKEN“ sind es, die Peter paulWiplinger, manchmal quälen und sie in eindrucksvollen pragmatischen Sätze verpackt:

„ich ziehen meine/ schwarzen socken an und denke an den tod/ ich ziehe meine schwarze hose an/ und denke an den tod/ ich ziehe meine weißen bosxershorts an und denkeplötzlichach/ verdammt noch mal/war das leben schön/ wenn man sie auszog/

Da kann kam Peter Paul Wiplinger vielleicht auch verzieihen, daß er nach dem er im Krankenhaus den Besuch des Priesters verweigerte und man ihm stattdessen eine Psychologin schickte, bedauerte, daß sie „völlig unerotisch“ aussah und er dann dazu kommt es als „unsinnig“ zu empfinden, daß er sein Leben für den Nachlaß schön ordentlich in bene-ordner verpackte. Das muß sein denke, ich damit Spuren bleiben, damit man alles nachlesen kann, die ich, das im Blog, statt in Ordner mache und auch die Nationalbibliothek nicht anfrage, ob sie von mir vielleicht etwas haben will?

Sehr beeindrucken die „Aussichten des alten Dichters, der auch, wie schon erwähnt Schreibanleitungen gibt „entweder teilt mir das gedicht etwas neues mit oder eben nicht“ „eine einzige wortlkauberei/ ist das sagst du abfällig zu mir/ dashat doch mit einem gedicht/ nicht das geringste zu tun/“ und sehr viel Lebensweisheit bringt, manchmal etwas melancholisch ist und vielleicht auch trauig, so daß ich mit einem Liebesgedicht schließen will:

„ETWAS WIE LIEBE

wie ist mein herz so müd nach dir/ /verflogen ist die gier/ der jungen leidenschaft/ jetzt sitze ich verloren/ in meiner dunkehaft/ wie ist mein herz/ so müd nach dir/ im kerzenschein/ da bin ich dein /obwohl wir längst/verloren sind“

Also auch ein wenig melancholisch, obwohl Peter Paul Wiplinger, der sich in den diversen IGs auch sehr für seine Kollegen, vor allem für die aus Osteuropa einsetzte, auf ein langes erfülltes dichterisches Schaffen zurückblicken kann und ich mir auch noch viele schöne Gedichtbände von ihm wünsche.

Und schön finde ich auch noch ,daß Peter Paul Wiplinger „daß“ mit scharfen“ ß“schreibt.

2021-06-29

Nora Gomringers Gedichtbände

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:59
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Noch einmal Nora Gomringer in der „Alten Schmiede“, die zum Saisonschluß noch einmal, mehrfach verschoben, ihre Gedichtbände vorstellte. Jana Volkmann moderierte und es gibt in einer der „Hammer- Zeitungen“ auch ein Interview zwischen ihr und der19 80 geborenen Tochter einer Literaturwissenschafterin und des Dichters Eugen Gomringers,.

„Monster – Morbus- Moden“ und die „Gottersanbeterin“ beides bei „Volant & Quist“ erschienen und die „Gottesanbeterin“ hat sie, glaube ich, auch bei dem „Leipziger Online Messetag“ im Vorjahr vorgestellt. Ich habe Nora Gomringer, glaubeich,das erste Mal in Göttweig bei einer „Literatur und Wein“ kennengelernt und da als sehr berühmte Lyrikerin erlebt, dann kam ihre „Bachmann-Lesung“, wo sie vulminant von Nora Bossong las und beim „Shamrock-Festival“ im Literaturhaus habe ich auch mit ihr gesprochen und war beeindruckt von ihrer Freundlichkeit. Mieze Medusa hat sie auch in ihrer „Hip-hop- Reihe“ vorgestellt, die gestern in der „AS“ nachgeholt wurde undjetzt noch einmal Nora Gomringer, die freundliche Frau,dieerzählte, daß Monster-Morbus-Moden“ zuerst in Einzelbänden 2013, 2015 und2017 erschienen sind.Je fünfundzwanzig Gedichte mit fünfundzwanzig Iluustrationen, die Nora Gomringer stolz vorzeigte und von ihren Nachbarn erzählte, der offebar illustriert hat und diejetztin einem Einzelband zusammen erschinen sind.

„Monster“, da gibt es ja den „Frankenstein“ und das“Monster und die Mädchen“: „So sprach das Mädchen das Mädchen bin ich-so sprach dasMonster und das Monster bin ich“.

Es gibt die „Toteninsel“,das ist ein Bild von Arnold Böcklin und als das Buch in Norwegen erscherschienen ist, fehlte dieses Gedicht,weil Norwegen Anders Preivig, der darin vorkommt, nicht literarisiert haben wollten.Es wird ein Haus beschrieben mit seinen vielen Zimmern und während der Band sehr erfolgreich war, ist es, wie Nora Gomringer erzählte, um „Morbus“viel stiller geworden. Das wurde eher in Arztpraxen vorgetellt. Da gibt es ein Gedicht über Depression und die Frage, wie man die thematisieren kann, daß es die Menschen annehmen? Spricht man vom schwarzen Hund, der Wand, etcetera.

Und die“ Gottesanbeterin“ beschäftigt sich, wie schon der Titel sagt mit derReligion. .Da hat Nora Gomringer auchverschiedeneVorlesunge <nngehalten und das Buch in fünf Teilen, wie ein Katechismusaufgebaut.

„Widmung“, „Zeugnis“, „Tim“, das ist ein verstorbener Freund und das Gedicht beschreibt sehr beeindruckend, wie der Vater die Wohnung ausräumt und den Namen von der Tür entfernt und „Angebot“ und am Schluß wie es Nora Gomringer noch auf zwei Gedichtbände auf vietnamnesisch hin, die man sich zur freien Etnahme nehmen konnte, hin. Ich weiß nich,t ob Vietnamnesen im Publikum waren, bin aber wieder bestätigt worden, daß es sich bei Nora Gomringer, um eine interessante Dichterin handelt und, daß man sich vielleicht überhaupt mehr mit Lyrik beschäftigen soll, also lesen und vielleichtauch selber solche schreiben.

2021-04-05

Literarische Begegnung

Filed under: Alltagsgeplauder,Gesellschaftspolitik — jancak @ 00:01
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Ich bekomme manchmal Mails oder Kommentare die sich auf mein Schreiben oder meine „Literaturgeflüster-Artikel“ beziehen. So kommentieren meine Kritiker Uli, JuSophie und Frau Haidegger, das was ihnen nicht gut genug, zu fehlerhaft und flüchtig erscheinen. Hans Raim und hat meine Besprechung seiner Lesung im Literaturhaus nicht gefallen oder hatte vielleicht Vorbehalte gegen das literarische Bloggen.

Zustimmung und Lob bekomme ich manchmal auch, zwar weniger, da das Bloggen wohl eher die Haßposter animiert. Sich Leute bei mir melden, die sich für Ernst Schwarz oder Michaela König interessieren, Diplomarbeiten über sie schreiben und dann das diesbezügliche Buch bestellen.

Und vor ein paar Tagen, als ich schon darüber nachdachte, welchen Artikel ich am Ostermontag in das „Literaturgeflüster“ stellen soll, weil ich vielleicht nicht schon wieder über den Osterspaziergang bloggen wollte, habe ich ein Mail von einem Alfre dZoppelt bekommen, der mir unter dem Betreff „Gedicht“ mitteilte, daß er sich jetzt das Buch „Frauen/Schreiben“ von Anita C. Schaub aus der Hauptbücherei ausgeliehen hat, in dem ich ja auch ein Portrait habe, in dem ich wahrscheinlich betonte, wie wichtig es mir ist, in den Literaturbetrieb hineinzukommen..

„in einen Betrieb, in dem es nicht einmal einen Betriebsrat gibt…“ meinte er wohl ein wenig sarkastisch und fügte hinzu, daß er Gedichte schreibe und mir ein solches schickte:

„LICHTELCH

Wenn die Äpfel,

die so klein sind

wie alles Große,

von einem Birnbaum fallen,

mache ich Jagd

auf ungetaufte Schattenhirsche.

Mache ich Jagd

auf den Lichtelch,

der die Mägde des Mondes kennt

und der um Mitternacht

im Herz der Sonne auftaucht“

Das mit dem Betriebsrat, stimmt, glaube ich nicht so ganz, zumindest wird sich wohl Gerhard Ruiss mit den IG- Autoren, als ein solcher verstehen, dann gibt es die GAV, den PEN und sicher noch unzähliche Literaturvereine, wie den Schriftstellerverband, den Literaturkreis Podium undund.

Das Mail und sein Autor haben mich aber interessiert und so habe ich nachgegooglet und bin darauf gekommen, daß Alfred Zoppelt 1954 in Wien geboren wurde, sieben Gedichtbände und Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Anthologien und im Rundfund hat und Alfred Zoppelt hat mir dann noch geschrieben, daß sein Werk im Laufe der Jahre auf über 50 000 Gedichte angewachsen ist, wui und hat mir dann noch ein Gedicht geschickt, das er am 18. Dezember 2020 beschrieben hat.

„IM GARTEN DER GEDANKEN

werden frische

Denkfrüchte

serviert

und im Herzhaus

verliebt sich

ein Aber und ein Und“

und hinzugefügt, daß er gerne die Gedichte von Friederike Mayröcker wegen ihrer Sprache mag, gerne Brigitte Schwaiger und Elfriede Jelinek, wui, wui, sich aber auch für Klaus Demus interessiert und sich auch Gedanken über das unterschiedliche Frauen- und Männerschreiben macht.

Interessant, denn ich habe noch nie etwas von einem Alfred Zoppelt gehört, der mir auch noch schrieb, daß er nicht so gerne zu Lesungen geht und sich auch, wie schon erwähnt vom Literaturbetrieb eher fern hält, dann aber eine Lesung erwähnte, zu der ein Bezirksversteher aufgerufen hat, wo sich kanpp sechzig Künstler meldeten, aber wegen Corona scheint es die noch nicht zu geben und eine Adresse www.e-stories.de hat er mir auch noch geschickt, wo man hundert seiner Gedichte finden kann.

Im Netz sind auch seine Bücher angeführt und es gibt auch das Gedicht

„SELBSTPORTRAIT OHNE HUT“ zu fnden, das ich sehr witzig finde und das mir gut gefällt

„Ich wurde geoboren

mit 2 Ohren.

Ich bin kein Hase

aber ich habe 1 Nase.

Und auch in diesem Gedicht

trage ich die Nase im Gesicht.

Ich heiße nicht Abel

aber ich habe 1 Nabel.

Im Oktpber und im Mai

habe ich Beine 2.

Mit ihnen kann ich laufen

und meine Träume taufen.

Und was mein Herz betrifft:

Es gibt in ihm keinen Lift.

Und der Panther der Poesie

schleicht durch mein linkes Knie.“

Schade, daß er nicht so gern zu Lesungen geht und schon lange nicht mehr in der“Alten Schmiede“, denn sonst könnte ich ihn kennenlernen und bei einem Glas Wein persönlich mit ihm über seine Gedichte sprechen, aber dort gibt es Corona bedingt derzeit ja nur Online-Betrieb. Aber gleich morgen ein „DichtFest“, wo diesmal zwar Johannes Tröndle statt Christine Huberdie fünf Dichter und Dichterinnen, nämlich Wolfgang Müller-Funk „365 Tage sind kein Jahr“, den ich schon in der „Gesellschaft“hörte, die diesmal Corona bedingt offenbar nur einen reduzierten Lyrik- Monat hatte, Sonja Harter „katzenpornos in der timeline“, Bettina Balaka neue Gedichte, Klaus Haberl „Erdengemälde mit mir“ und Axel Karner, der mich zu der Veranstaltung eingeladen hat. Aber ich habe ohnehin das Programm und habe mir die Veranstaltung schon angestrichen.

Werde es wieder schade finden, daß man sich nachher nicht bei einem Glas Wein austauschen oder vielleicht auch nur mit diesem allein herumstehen kann, was man, wie ich aber, der mir der Literaturbetrieb sehr wichtig ist, jetzt bemerke, gar nicht brauche.

Die Dichter die keinen Literaturbetrieb mögen, aber in die Hauptbücherei gehen, um sich vor dem neuen Locckdown noch neue Bücher und CDs zu holen, finden, was mich sehr freut, offenbar ohnehin zu mir.

2021-03-08

Im Stuttgarter Schriftstellerhaus

Die 1966 in der SU geborene Olga Martynova, die seit 1990 in Deutschland lebt und 2012 den Bachmannpreis gewonnen hat, habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Kennengelernt habe ich sie, glaube ich, durch die Bachmannlesung, ihren 2010 auf der deutschen Buchpreisliste gestandenen ersten Roman „Sogar Pagageien überleben uns“ habe ich bei diesem Augustin-Flohmarkt gekauft und inzwischen gelesen, den Lyrik-Band „Von Tschwirik und Tschwirka“ habeich mir einmal um zwei Euro, glaube ich, aus der „Morawa-Bücherabverkaufskiste“ gekauft, aber noch nicht gelesen und die Autorin selber mehrmals in Wien in der „Alten Schmiede“ bei Lesungen erlebt. Aber jetzt gibt es ja keine Liveveranstaltungen und auch kaum Reisetätigkeit über die Grenze, also derzeit keine Olga Martynova in der „Schmiede“, die ich sogar einmal im Publikum bei einem „GedichtFest“ gesehen habe.

Also hatte ich fast auf sie vergessen, wenn es nicht Wolfgang Tischer und das Literaturcafe gäbe, denn der hat mich auf einen Livestream aus dem Stuttgarter Schriftstellerhaus aufmerksam gemacht, denn Olga Martynova, die, glaube ich, auch einmal beim Schamrock-Festival gelesen hat und ihren Mann Oleg Jurek betrauerte, ist derzeit Stipendiatin des Stuttgarter Schriftstellerhauses und arbeitet dort an einem neuen Gedichtband und das Schöne an Zeiten, wie diesen, die ich, wie meine Leser wissen, ja nicht so schön finde, daß man zwar am Abend ab acht zu Hause bleiben soll und muß damit man sich nicht infiziert, aber auch gleichzeitig statt in die „AS“ oder ins Literaturhaus auch ins Salzburger Literaturhaus, ins Stifterhaus oder wie jetzt ins Stuttgarter Schriftstellerhaus streamen kann, um sich das Gespräch mit der Autorin und der Geschäftsführerin des Schriftstellerhauses Astrid Braun anzuhören, was ich mit ein paar Ausfällen auch begierig getan habe, denn ich hatte eine sieben Uhr Stunde und bin daher erst nach dreiviertel zu dem Gespräch gekommen, das schon um halb acht begonnen hat.

Olga Martynova, die ihren Gatten Oleg Jurek ja 2018 verloren hat, ist eine lebhafte Diskutantin und erzählte gleich, daß ihr die Sprache in der sie schreibt egal sei, wichtig ist die Literatur. Sie schreibt oder hat ihre Gedichte aber in Russisch geschrieben, sie werden dann meist von Elke Erb, der letzten „Büchner-Preisträgerin“ auf Deutsch übersetzt, ihre Romane „Sogar Papgeien überleben uns“ und „Mörikes Schlüßelbein“ sowie „Der Engelherd“, die ich noch nicht gelesen habe, auf Deutsch und dann gibt es auch einen Essayband „Über die Dummheit der Stunde“ von dem ich, glaube ich, auch schon in Wien gehört habe.

Dann stellte Astrid Braun das Programm vor zuerst drei Gedichte auf Russisch, die dann von Wolfgang Tischer auf Deutsch gelesen wurden und da stürzte mir mein Computer wieder ein paarmal ab, so daß ich von dem ersten nicht viel mehr als den Namen Jelena Schwarz, die eine 2018 in Leningrad verstorbene Dichterin mitbekommen. Im zweiten Gedicht ging es dann um“Nachtigallen“ dieses Wort kommt auch in der russischen Version vor, wie Olga Martynova meinte, daß sie bei ihren Schülerlesungen immer danach fragte.

Leider war die Tischer-Übersetzung schwer zu verstehen und dann ging es im dritten Gedicht um europäische Städte und auch um die Hygiene. Davon habe ich, weil ein neuerlicher Absturz auch nicht viel mitbenommen und dann ging es, glaube ich, um ein Gedicht, das ich vielleicht auch schon gehört habe, nämlich um die Wiener Kaffeehaäuser, die Olga Martynova, da sie ja öfter in Wien war, zu kennen schien. Sie erwähnte in ihrer sympathischen Art, daß das ihre Rache an die Leute sei, die ihr bei Lesungen immer erzählen würden, welche Sehenswürigkeiten sie bei ihren St. Petersburger Reisen gesehen hätte. So hat sie ein Gedicht über Wiener Kaffeehäuser geschrieben, die den Stuttgarter Literurhausbesucher wahrscheinlich nicht viel sagen.

Aber jetzt ist Olga Martynova Stuttgarter Stadtschreiberin und kann dort auch sowenig ins Kaffeehaus gehen, wie ich in Wien, aber das tue ich ohnehin nicht sehr.

Nur als Studentin war ich regelmäßig im Cafe Sperl und Cafe Jelinek, um dort zu schreiben und Olga Martynova bedauerte sehr, daß sie in keine Stuttgarter Kaffeehäuser gehen könne und fragte Astrid Braun, wie lange diese noch geschloßen wären und hoffte sehr, daß sie noch bis Ende April in ein solches gehen könne und im dritten Teil ging es, um den Gedichtband in deutscher Sprache an dem Olga Martynova offenbar im Stuttgarter Schriftstellerhaus arbeitet und eines aus dem „La Speranza-Zyklus“, der eine Auseinandersetzung mit der Trauer ist, das ein Motto von Eugenio Montale hat, der, glaube ich, seine Frau verloren hat, hat sie gelesen.

„Mich hat die Hoffnung verlassen, dass ich dich je wieder sehe“, beginnt das beeindruckende Gedicht und ich habe einen sehr interessanten Abend im Stattgarter Schriftstellerhaus erlebt, in das ich sonst nicht gekommen wäre, der mich wieder an Olga Martynova erinnerte, die ich ja eher mit der „Alten Schmiede“, als mit dem Literaturcafe verbinde,dem ich ja gelegentlich mehr oder weniger empört kommentiere.

2021-02-20

Ausklang

Gedichte von 2010 – 2020 des 1939 in Haslach OÖ geborenen künstlerischen Fotografen, Schriftsteller und engagierten Mitglieds der IG Auoren Peter Paul Wiplinger. Sogenannte Lapidargedichte „ohne jeden Metaphernschmus“, wie der Schriftsteller, den ich, glaube ich, in den späten Neunzehnachtzigerjahren bei den IG-GVs kennenlernte, auf einem dem Buch beigefügten Zettel geschrieben hat und ich habe mich 1996 sehr vor Peter Paul Wiplinger gefürchtet, als wir beide in der Jury für das damalige Nachwuchsstipendium für Literatur waren, denn er war vom PEN, ich von der GAV dorthin gesandt, was in meiner Vorstellung starke gesellschaftliche Unterschiede bedeutete. Er rechts, ich links und dann hatten wir dieselben Vorschläge, kämpften für denselben Kanditaten, sprachen uns gemeinsam gegen eine Autorin aus und ich hatte wieder etwas gelernt.

Danach erlebt, wie Peter Paul Wiplinger, der vor einigen Jahren auch einen schweren Unfall hatte, vom PEN austrat und in die GAV hinüberwechselte, da gibt es immer noch diese Bestimmung, daß man nur in einer der Vereine Mitglied sein kann, an die ich mich eigentlich halte, aber ich würde, weil ja „nur“ selbstgemachte Bücher wahrscheinlich ohnehin nicht in diesen Verein aufgenommen werden.

Jetzt scheint er sich wieder im PEN zu engagieren, zumindest wurde sein achtziger Geburstag, zu dem er mich eingeladen hat, glaube ich, in einem PEN-Lockal gefeiert und er hat mich, als wir uns einmal beim Empfang der Buch-Wien getroffen haben, sehr freundlich auf meinen Blog angesprochen. Er hat mich auch vor einiger Zeit bei der Krit Lit fotografiert und schickt mir jetzt immer die Einladungen zu seinen Veranstaltungen. So hat er mich auch auf sein neues Buch aufmerksam gemacht, das in der „Edition Löcker“ erschien und seit Dezember, glaube ich, im Buchhandel erhältlich ist und als ich ihn fragte, ob er mir das Buch für das „Geflüster“ schicken will, hatte ich einige Zeit später ein dickes Bändchen mit gleich drei Büchern im Postkasten.

Darunter die „Lebenszeichen“, die ich schon hatte, denn in meiner Bibliothek haben sich inzwischen einige Wiplinger-Bücher angesammelt und ich kann mich auch an einen Wettbewerb in der Bücherei Pannaschgasse erinnern, den Stephan Teichgräber organiserte, „Die goldene Margarete“ hat er geheißen. Ich habe auch gelesen und daneben viele ost- und mitteleuropaische Autoren, die gar nicht persönlich anwesend waren, weil die Bibliothek nicht die Fahrt und Übernachtungskosten zahlen wollte oder konnte.

Peter Paul Wiplinger hat ziemlich zu Beginn soweit ich mich erinnern kann, sehr beeindruckende Holocaust-Gedichte gelesen, wurde dann aber aus Zeitgründen sehr bald von Stephan Teichgräber unterbrochen, was ich eigentlich als sehr unhöflich empfand. An einen Abend im arabisch-österreichischen Haus, kann ich mich erinnern und die drei Büchern darunter der, bei „Arovell“ 2006 erschiener Prosaband „ausgestoßen“ waren alle sehr schön und handschriftlich für mich signiert.

„Letzten Endes bleibt alles Fragment“ steht beispielsweise bei dem neuen „Löcker-Band“, bei den Lapidargedichten, wo am Cover ein Foto des Autors, „Sonnenuntergang am Neusiedlersee“ zu sehen ist, das Peter Paul Wiplinger mit der Kamera seines Vaters 1981 aufgenommen hat und am Büchrücken ist noch einmal das Gedicht zu sehen, mit dem der Band auch beginnt: „gehen/ gehen gehen/ gehen gehen/ einfach gehen/ was sonst“, womit man schon eine klare Definition hat, was unter Lapidargedichten zu verstehen ist.

Kurze knappe zweizeilige Gedichte, die sich mit dem Sinn des Lebens auseinandersetzen.

„WEGE GEHEN gehen/ die sich kreuzen/ wege gehen ohne ein ziel/ schnittpunkte begegnungen/berührungen beziehungen/ereignisse menschen/erinnerung vergessen“ oder „DAS LEBEN“ „das leben ist das märchen/ das leben ist wie es ist/ so ist es“.

Es gibt aber auch Gedichte die bestimmten Personen gewidmet sind, so ist der „Dichter“ „tag für tag ein gedicht schreiben“, dem 2014 verstorbenen Politiker und Schriftsteller Hugo Schanovsky gewidmet und sehr berührend „EIN GEDICHT SCHREIBEN“, wo Peter Paul Wiplinger, den Auftrag seiner Ärztin beschreibt, daß er dieses tun soll, als er nach seinem Unfall im Spital liegt „ich soll mit der hand/ ein gedicht schreiben/ sagte heute zu mir die frau/ prof. dr. paternostro-sluga/ im donauspital in wien/ und fügte noch hinzu egal was/ sie dann schreiben ganz egal/ wichtig ist nur daß sie schreiben/ und zwar mit ihrer rechten hand/ die halbseitig nervengeschädigt ist“

So eindrucksvoll habe ich Lyrik noch selten gelesen und davon ist auch die Psycholoin in mir sehr angesprochen, die sich neben der schönen Sprache immer sehr für die psychischen Ausnahmesituationen interessiert.

Es gibt neben den kurzen sich mit dem Lauf des Lebens beschäftigenden lapidaren Gedichtzeilen auch längere Gedichte, beispielsweise die „LEBENBSAUSSICHT“, 2013 geschrieben „heute ist der erste Tag/ in meinem Leben an dem ich/in mein 75. lebensjahr trete/bloß kein Selbtmitleid sage ich“ oder „MUTTERS LEBEN- nach ihrer Erzählung“ geschrieben.

Kurze lapidare Gedichtzeilen, in denen es viel um das Leben geht. So schreibt er beispielsweise über einen der sich den Suicid wünscht „du kommst zu mir/und sagst du magst nicht mehr leben/ ich sage/ ganz einfach/ ich lebe gern/“ oder in „GLEICHZEITIG“ „aber ich lebe/in der stadt/da gibt es/keine natur“

Es geht auch zunehmend um Krankheit, Sterben und Tod.

„DAS FOTO“ „soeben habe ich/das foto angesehen/das foto betrachtend denke ich/an deinen und an meinen tod“ oder

„DER KOFFER“ „Seit 36 Jahren steht/ der Koffer meines vaters/ nun schon ungeöffnet/ in meinen Keller./ Jetzt, da ich schon fast/genau so alt bin wie er, /als er damals fortging/mit seinem kleinen Koffer/ins Spital, werde ich/ diesen alten Koffer öffnen,/weil ich wissen will,/was ich mitnehmen soll/ins Spital,wenn es/ans Sterben geht./

Es gibt den „TAGESVERLAUF im Krankenhaus“ und die „ZWISCHENBEREICHe im AKH in Wien“, in dem sich Peter Paul Wiplinger offenbar befunden hat „das grünen Bettenhaus/das rote Bettenhaus/der grüne Bodenbelag/der rote Bodenbelag“ und die „ABENDSTIMMUNG im AKH Wien“ Der Himmel/verbrennt/im Abendrot./Wie lange noch/werde ich leben?“

Besonders berührend die „ENTSCHEIDUNG“

Ich breche jetzt/die Chemotherapie ab,/sagte er und tat es auch;/Wenige Wochen darauf starb er./Ich schrieb einen Nachruf auf ihn/für eine bekannte Regionalzeitung/Und setzte meine Chemotherapie/noch einige Wochen lang fort,/bis sie bei mir beendet war.“

In einer anderen „ENTSCHEIDUNG“ geht es um die Bücher, die er noch lesen möchte oder noch nicht gelesen hat. Ein Problem das ich auch genau kenne und mich oft genug damit beschäftige.

Dann geht es sehr aktuell um die „CORONA-PANDEMIE 2020“, im April geschrieben. Dann gibt es noch eine NEGATIV-ASSOZIATION „Eine Negativ-Assoziation besetzt/also mein Assoziationsvermögen./Auch das hat sich so ergeben:/ein Alltagsbild als Schreckensbild!/Und das wird noch lange so bleiben.“

Spannend, spannend in die Assoziationen, Gedanken, Überlegungen eines alten Dichters einzutauchen. Spannend sich in seine „Ausklänge“ einzulesen und wenn man noch ein wenig mehr von und über Peter Paul Wiplinger lesen will, sind seine „Schachteltexte“ sehr zu empfehlen.

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