Literaturgefluester

2019-01-05

Korrigierretreat

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:52
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Nach zwei mehr oder weniger intensiven Praxistagen, hatte ich den Freitag zum Korrigieren der „Magdalena Kirchberg“ für mich, mein, nach dem es die „Unsichtbare Frau“ jetzt als  fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch ist, mein sechsundvierzigstes werden wird.

Die Geschichte von der Physiotherapeutin, die nachdem sie sich plötzlich in Pension befindet, ein Auto auf der Straße sieht und beschließt über die drei Personen, die drinnen sitzen, einen Roman zu schreiben. Zwei davon erinnern sie an den Gynäkologen und die Hebamme, die sie bei der Geburt ihrer Tochter Magda betreuten, aus dem dritten wird ein Psychiater, den der Gynäkologe damals zu ihr schickte, weil er eine postnatale Depression bei ihr vermutete.

Es gibt dann einen Handlungsstrang zur Tochter Magda, die mit Freund und Hund in Graz lebt und von Beruf Flüchtlingsbetreuerin ist und Magdalenas Nachbar ist ein syrischer Flüchtling und Heimhelfer namens Momo, der eine demente erfolglose Dichterin betreut, die plötzlich mit experimentellen Texten erfolgreich wird, obwohl sie das nicht will und die Liebe einer Supermarktkassiererin, zu der Magdalena einkaufen geht, gibt es auch.

Ein typischer Eva Jancak könnte man so meinen, nicht wirklich Neues, sondern schon bekannte Elemente, die Idee ist mir ja, glaube ich, schon vor mehr als einem Jahr gekommen und ich habe die Geschichte, das Auto habe ich wirklich gesehen, zuerst auf einerPsychiatrie spielen lassen wollen. Dann ist Magdalenas Erinnerung an ihre Geburt und die Schwierigkeiten zu ihrer Tochter daraus geworden und am Schluß meldet sich sowohl der verschwundene Vater wieder und Magda, die wieder zu ihrer Mutter findet, wird schwanger.

So weit so what und das hatte ich schon geschrieben, ich habe ja im August, noch bevor wir in die Schweiz gefahren sind, mit dem Rohtext angefangen und ihn am ersten November, als ich noch so halb überlegte, ob ich einen „Nanowrimo“ daraus machen soll, beendet, als ich erfuhr, daß ich ein Enkelkind bekomme und den fünfundsechzigsten Geburtstag habe ich ja auch gefeiert und meinen Kassenvertrag für Psychodiagnostik beendet.

Sehr viel Autobiografischen könnte man sagen und darüber munkeln, ob das professionell ist oder nicht, denn das Auto habe ich ja wirklich, als ich wahrscheinlich vom Literaturhaus nach Hause gegangen bin, auf der Ecke Hofmühlgasse-Wienzeile stehen gesehen und da gibt es das Kinderhaus, wo sowohl, die Anna als auch die Magda in der Kindergruppe, als auch in der freien Schule war.

Ich hatte aber eine Hausgeburt und der verschwundene Vater ist eine Erfindung, obwohl  es den schon in „Besser spät als nie“ gibt.

Für den Momo und die Nastasja gibt es reale Vorbilder und den Konflikt zwischen der Magdalena und der Magda, habe ich wohl nicht wirklich ausgearbeitet, beziehungsweise ist er mir irgendwie verschwunden und dann in den Weihnachtsferien in der realen Form vielleicht wiedergekommen und ja der Roman wird nicht wirklich geschrieben.

Damit kommt die Magdalena nicht weiter, es bleibt bei der Begegnung im Auto beziehunsweise dabei, daß der Gynäkologe, den Psychiater zu ihr schickte, was ja eigentlich ein sehr harmloser Konflikt ist. Der Psychiater taucht allerdings, als schon verstorbener Jugendfreund der Maria Mattuschek auf und das Ganze endet wieder im Literaturhaus, wo ihre von der Nichte Ruth so gehypten „Traumseqeunezen“ vorgestellt werden sollte.

So weit so what. Es gibt jetzt, weil sich inzwischen  etwas  an der Schriftgröße geändert hat, fast neunundneunzig Seiten, derzeit 46 861 Wörter und  zweiunddreißig Szenen und ich habe schon vor Weihnachten damit angefangen, das Ganze Szene für Szene durchzukorrigen.

Da bin ich aber nur bis zur zweiten Szene gekommen, da hat sich dann auch die Seitenzahl verändert, so daß ich es nochmals ausdrucken wollte und in der Woche wo ich in Harland war, konnte ich, weil mir da  ja der Drucker fehlt, das auch nicht so machen, so daß ich am Freitag wieder neu damit begonnen habe und bis Szene fünf damit gekommen bin.

Die Zweifel, die ich meistens bei meinen Texten, „Da wird niemanden interessieren! Das ist nicht gelungen, weil viel zu oberflächlich!“, habe, sind auch jetzt da, obwohl es mir eigentlich  gefällt, ich aber auch überlege, was ich noch verändern könnte?

Das gelingt mir zwar nie sehr gut, aber weil ich ja zwischen Weihnachten und Silvester auch den Miniworkshop bei Jurenka Jurk gemacht habe und im November ein Webinar zur „Heldenreise“ und mir vor ein paar Tagen auch noch das Video mit den anderen Kursteilnehmern angeschaut habe, denke ich schon darüber nach, ob ich es vielleicht doch noch ändern und von der Pike auf nochmals schreiben oder überhaupt lassen sollte, weil mir ja auch das Leben  irgendwie dazwischen gekommen ist, um das jetzt so geheimnisvoll auszudrücken?

Wahrscheinlich werde ich es wieder so belassen  das mit der „Heldenreise“ und dem spannenden großartigen Roman beim nächsten Mal wieder probieren.

Dazwischen habe ich vor ein paar Tagen entschloßen, wird noch ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ mit den Texten über meine Bücher kommen und da kann ich schon verraten, daß die diesbezügliche Vorschau morgen erscheint.

Ideen für das Buch siebenundvierzig kann ich ja inzwischen auch sammeln. Das ist ja auch immer ein Vorsatz, das mit dem Notizbuch und dem Aufschreiben genauer zu nehmen und mich inzwischen auf die Leserunde bezüglich der „Unsichtbaren Frau“ freuen.

Da vergebe ich ja für die, die  mitmachen wollen, bis zu fünf Bücher und freue mich über eine angeregte Diskussion über das politische Buch, das die Wahlkampfsituation von 2017 beschreibt, die „Magdalena Kirchberg“ ist ja nicht so sehr politisch, obwohl die drei im Auto, könnte ich jetzt oder habe ich schon gespoilert, entpuppen sich ja als ein FPÖ-Funktionär und ein Greenpeace-Aktivist.

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2018-10-27

Ein siebenter Nanowrimo?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:09
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Der Oktober nähert sich seinem Ende, der November naht und damit der „Nanowrimo“, das „National Writing Month“ der Amerikaner, bei dem im Monat November ein Roman mit mindestens fünfzigtausend Worten, also täglich cirka sechzehnhundert geschrieben wird, was sich inzwischen auf die ganze Welt ausgebreitet hat, so daß da tausende schreiben oder sich  daran versuchen.

2008 habe ich, glaube ich, das erste Mal davon gehört. 2009 das erste Mal mit der „Heimsuchung“ mitgeschrieben, dann von 2012 bis zu 2015 jeweils noch einmal.

Dann habe ich ein Jahr ausgesetzt und das damalige Work on progress korrigiert und im Vorjahr wieder  mitgeschrieben, obwohl ich von der „Unsichtbaren Frau“ schon ein paar tausend Worte hatte, denn damit habe ich ja schon im September angefangen, dann Ende Oktober alles durchkorrigiert und verändert und bin damit am ersten November zum Schreibmarathon ins „Writersstudio“ gegangen und habe sechs Tage geschrieben und geschrieben, dann bin ich auf die „Buch Wien“ gegangen, habe meinen Geburtstag gefeiert und erst danach den Text zu Ende geschrieben, bin auf die fünfzigtausend Worte gekommen, die ich inzwischen wieder, das Buch ist ja noch nicht erschienen, wieder wegkorrigiert habe, also ein bißchen geschummelt und das habe ich glaube ich auch 2012 mit „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ und 2013 mit der „Brüderschaft“ so getan, daß ich schon ein paar tausend Worte hatte und den Rest dann sehr schnell, meist in ein paar Tagen zu Ende geschrieben habe.

Was ja, weil das ohnehin niemand kontrollieren kann, man auch außer einer Urkunde, wenn man sie sich ausdruckt, nichts bekommt und es nur, um den Schreibprozeß und die Motivation durch die Gruppe geht, nichts macht und ich muß meine Zeit , weil berufstätig und im November, die „Buch Wien“  ja einteilen.

Beim „Namen des Vaters“ habe ich glaube ich punktgenau begonnen, bei der „Nika Weihnachtsfrau“ ebenfalls und heuer werde ich, glaube ich, eher nicht mitmachen, obwohl es mir mit der „Magdalena Kirchberg“ glaube ich ganz ähnlich, wie mit der „Unsichtbaren Frau“ geht.

Denn da schleppe ich die Iidee ja schon sehr lang, ich glaube seit Anfang des Jahres mit mir herum, habe dann Ende August mit dem Schreiben begonnen und war da sehr euphorisch.

Da hatte ich ein paar schreibintensive Tage, dann immer wieder Unterbrechungen, wie weil wir in die Schweiz, mit dem Rad um den Neusiedlersee gefahren sind, ich Klienten hatte, etcetera.

Im September war der Alfred ein paar Tage mit dem Karli in Kroatien.

„Fein!“, habe ich gedacht.

„Da mache ich ein drei Tage Writerretreat!“

Habe ich auch gemacht. Nur dabei die ersten zwei Tagen, die fünfzig Seiten oder was ich damals hatte, korrigiert,  am dritten habe ich dann ein paar Szenen weitergeschrieben. Und das war es dann, denn dann kamen die Vorbereitungen für das literarische Geburtstagsfest, die „Ohrenschmaus-Texte“ waren zu korrigieren und was der Hauptgrund ist, ist wahrscheinlich, daß mir der Text, die Geschichte von der Physiotherpeutin die in Pension geht, ein Auto auf der Straße sieht und über die drei Personen, die darin sitzen, einen Roman schreiben will  nicht mehr gefällt und der Roman auch nicht so recht in Schwung kommen will, obwohl ich ja noch ein paar andere Handlungsstränge habe, beispielsweise den Momo, die Maria Mallatschek und ihre Nichte und auch die Nastasja St. mit dem Steff.

Das müßte ich neu und nochmals schreiben, denke ich. Da nochmals anfangen und Schwung hineinbringen und mir für den Roman eine wirkliche Geschichte ausdenken, denn, daß die Magdalena vor dreißig Jahren die Magda im Wilhelminenspital geboren hat, der Oberarzt Rössler ihr Geburtshelfer war, die Sophia Böhm die Hebamme und der OA einen Psychiater zu ihr schickte, weil sie nicht verheiratet war, ist zu wenig denke ich.

Dann habe ich, das kommt auch dazu, derzeit wenig Zeit, weil ich mich mit dem doppelten Buchpreis- und dem anderen Neuerscheinungslesen ein wenig übernommen habe, dreißig Bücher warten da noch auf mich und beim dbp bin ich erst bei Buch zwölf.

Klienten habe ich ja auch einige und am Abend gehe ich zu Veranstaltungen, also wenig Zeit und obwohl ich mich ja im Sommer intensiv mit dem Zeitmanagement beschäftigt habe, sind die einzwanzig Szenen, beziehungsweise dreiundsiebzig Seiten oder 36 643 Worte, die ich bis da hatte, so komplex, als daß ich mich in einer freien Zwischenstunde einfach hinsetzen und weiterschreiben konnte, denn da müßte ich das Ganze nocheinmal durchgehen, ein Cluster und einen weiteren Handlungsplan machen. Aber dazu brauche ich wahrscheinlich wieder drei Tage und am siebenten November fängt auch die „Buch- Wien“ an und mit 36. 643 Worten, kann man eigentlich auch keinen „Nanowrimo“ starten. Das wäre dann sicher zu viel geschummelt, wenn ich dann die vierzehtausend fehlenden Worte einfach irgendwann dazuschreiben würde, aber dazu würde mir derzeit wohl die Zeit und auch die Konzentration, beziehungsweise Überzeugung fehlen.

Es wäre zwar eine Idee, wenn ich die Zeit hätte, mich ab Ersten hinzusetzen und das ganze, Szene für Szene nochmals zu schreiben und zu übertragen. Ich kanns aber versuchen, habe ich gedacht obwohl ich, selbst wenn ich, am ersten November, dem Feiertag schaffe, ab siebenten wieder unterbrechen würde, dann habe ich mich am Nationalfeiertag  in Harland hingesetzt und ohne viel durchzukorrigeren, drei Szenen geschrieben, so  daß ich jetzt achtundsiebzig einhalb Seiten und 39. 248 Worte habe und auch nicht so recht weiß, wie, wie es weitergehen soll, obwohl die „Buch Wien“  immer war und ich habe das auch jedesmal so gemacht habe. Die Fünzigtausend Worte sind geschrieben worden. Ich habe im Anschluß korrigiert und das Buch ist erschienen.

Aber das war es dann und fertig, aus. Denn ich lasse es mir ja seit cirka 2000 selber drucken und stelle es nicht bei „Amazon“ ein, sondern präsentiere die Bücher auf meinen Lesungen, schreibe einen Artikel dazu, wo ich meine Leser zu einer Leserunde aufrufe, die sich, weil sie wahrscheinlich damit überfordert sind, nicht melden und da ist dann der Gedanke da „Wozu tue ich mir das an?“

Habe ich doch schon an die fünfzig selbstgemachte Bücher, werde damit aber höchstens zu einer lesung in die AS aber nie auf eine buchpreisliste kommen, etcetera, das habe ich auch schon geschrieben, daß ich nach fünfundvierzig Jahren erfolglosen Schreibens wahrscheinlich schon ein bißchen ausgepowert bin und es stimmt ja auch, wirklich neu ist die Geschichte von der Magdalena  Kirchberg nicht.

Das sind die Männerphantasien eines Adolf Muschg, Martin Walser, Michael Kumpfmüller, etcetera, zwar ebenfalls nicht, aber die haben Verlage oder stehen auf den Listen, während ich ja nur den Alfred habe, der meine Bücher druckerei fertig macht und den Uli, der mir dann erklärt, daß man Quantität nicht mit Qualität gleichsetzen kann.

Okay, ich hätte aber trotzdem gerne Anerkennung und habe das die letzten Jahre tapfer ignoriert und unverdrossen weitergeschrieben. Jetzt bin ich diesbezüglich ausgepowert, denke „Wozu tue ich mir das an und da keiner da ist, der mir wiederspricht.

In den letzten Jahren war das ja so, daß ich drei bis fünf Bücher pro Jahr herausbrachte und alle, das heißt eigentlich nur der Alfred haben gesagt „Schreib nicht so viel!“

Und das ist jetzt auch eingetreten.

Anfang des Jahres ist der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“, die Bloggeschichten „Besser spät als nie“ erschienen, die „Unsichtbare Frau“ liegt beim Alfred, der auch nicht sehr damit weiterkommt, so daß es gar nicht mehr sicher ist, daß es in diesem Jahr fertig wird.

Ist zwar egal, ob ich  jetzt ein oder zwei Bücher habe, die ich in meinem Jahresbericht angebe und ob die „Magdalena Kirchberg“ im nächsten Jahr oder gar nicht fertig wird und ich gebe, obwohl ich mir jetzt immer öfter „Es ist ja egal und ich schaffe es ohnehin nicht!“, denke, es wahrscheinlich auch nicht auf, sondern mache weiter meine Stunden, lese meine Bücher, gehe zu  Veranstaltungen und wenn ich Zeit habe, nehme ich mir die nun achtundsiebzig Seiten nochmals vor und versuche bis zum siebenden November  weiterzuschreiben, soviel es geht und ob ich das jetzt innerhalb oder außerhalb des „Nanowrimos“ mache, ist  egal, da der ohnehin nicht wirklich für mich ist, da ich schon sechs Bücher in diesem Rahmen geschrieben habe, weiß, daß ich das kann und, daß das Einzige, was ich brauche Anerkennung wäre.

Aber die scheine ich nicht zu bekommen, obwohl ich, was die „Unsichtbare Frau“ betrifft, schon einen Erfolg zu vermelden habe, denn da ich am 9. 11. meinen fünfundsechzigsten Geburtstag feiere und ich, als ich Fünfzig wurde, fünfzig Minuten bei meinem Geburtstagsfest gelesen habe, 2013 sechzig, habe ich für heuer nur die Ruth und den Rudi, meine literarischen Gefährten, als Co-Leser eingeladen und werde selbst so an die zweiunddreißig komma fünf Minuten lesen, das heißt vier Szenen aus der „Unsichtbaren Frau“, um damit das Buch auch in diesem Rahmen vorzustellen und das habe ich schon geprobt und da habe mir die ausgewählten Stellen auch gefallen und  gedacht „Das ist gut, das lese ich vor!“

Also sehen, wie es mit dem „Nanowrimo“ wird? Ob ich mich da heuer offizielle oder inoffizell beteilige und, wie sehr ich im November zum Weiterschreiben komme?

Komme ich nicht sehr, bleiben mir noch die Weihnachtsferien und da kann ich ja meinen höchstpersönlichen „Nanowrimo“ machen und schauen, ob ich doch noch einen Handlungsplot für die Magdalena Kirchberg zusammenbringe?

Die Schreibgruppe in der ich in den letzten Jahren immer wieder, wenn es passte, eine Szene zum jeweiligen Projekt geschrieben habe, gibt es ja nicht mehr, was ich, da ich die erste Szene dort ja Anfangs des Jahres dreimal geschrieben habe, auch nicht brauche.

Was ich bräuchte, wäre etwas Anerkennung zur Motivationssteigerung. Aber wenn die nicht kommt, muß ich es anders machen und vielleicht vermehrt meinen Bücherstapel hinunterlesen.

Obwohl ich mir da jetzt auch schon dachte „Wozu tue ich mir das an, immer daszu lesen, was die anderen schreiben?“

Daß die auch  nur mit Wasser kochen, habe ich ja schon herausgefunden und soviel besser, als ich, schreiben sie auch nicht immer, obwohl sie auf den Buchpreislisten stehen.

Ob ich es schaffe nicht mehr zu lesen, sondern nur mehr zu schreiben, weiß ich nicht, denn daran würden mich ja meine Büchertapeln im Bad und Schlafzimmer hindern und, daß ich nicht mehr zu Veranstaltungen gehe und stattdessen schreibe, habe ich im Jahr 2000 probiert und das war, wie ich mich erinnern kann, auch kein so besonderer Erfolg und hat keine Veränderung gebracht.

2018-08-31

Sightseeing- Shopping und Recherchetag

Ich habe ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, für mein Schreiben bestimmte Rutiale und das gilt besonders für den Beginn.

Wenn ich etwas beendet habe und was Neues beginne, putze ich die Fenster, dann hole ich mein Notizbuch heraus, erstelle Charakterbögen oder gehe durch die Stadt spazieren, um Idede für die Handlung zu bekommen.

Das trifft für den Beginn für das schon Neue zu, um das Alte abzuschließen und zu feiern, gehe ich auch gerne zum MC Donald einen Cheeseburger kaufen oder mache eine sogenannte Shoppingtour und wenn der Alfred auf China-oder Amerikareise ist, versuche ich mich auch gerne als Wien-Touristin. Das alles um mich zu belohnen oder auch in das nächste Werk hineinzukommen, denn daß die Hemmung und das „Das kann ich nicht!“ oder „Das wird sicher wieder nichts!“, mir öfter einen Streich spielt, darüber habe ich schon geschriebern.

Diesmal hat sich das mit den Ritualen etwas hingezogen, denn eigentlich wollte ich ja im Juni, als der Alfred in den USA war, durch die Stadt flanieren, wie ich es ja im Jahr davor mit der Ruth getan habe und den öffentlichen Raum erforschte.

Aber dann wurde ich nicht und nicht mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ fertig, habe zwar inzwischen etwas geschoppt und auch ein bißchen das „Literaturgeflüster“ gefeiert.

Aber zum Flanieren wäre ich erst gekommen, als der Alfred schon zurück war und da haben  schon meine Sommerfrischenwochenende begonnen und da bin ich zwar einmal mit dem Rad nach Wilhelmsburg und einmal in den Traisenpark gefahren, aber sehr zum Recherchieren sind diese Orte nicht geeignet.

So habe ich stattdessen mein Konzept erstellt  und auch ein paar Artikel über meine Schreibarbeit verfaßt, über das Zeitmanagement, da ich mir da ein paar diesbezügliche Videos angesehen habe, über die Wichtigkeit des regelmäßigen Schreibens und, wie das die Handlung verändern kann, wenn man es nicht regelmäßig tut.

Das tat ich dann auch nicht, weil ich ja für die Schweiz Reise unterbrochen habe, dann kam auch schon das Buchpreisbloggen und die Bücher stapeln sich im Badezimmer, meinen Handlungsplan habe ich aber wieder aufgenommen, mich zwischen durch ein bißchen mit dem Uli gestritten, ob ich den Schreibmaraton mit lockeren Muttern bestreite, ich denke nicht so sehr, wie er es glaubt, denn zwölf Szenen und cirka fünfzig Seiten sind  inzwischen bei der Magdalena Kirchberg entstanden und ich habe bezüglich Schweizurlaub unterbrochen, aber als ich die Verlage bezüglich des dBps angeschrieben hatte, wieder damit angefangen und weil ich am heutigen Freitag in Wien war, aber keinen Stunden hatte, konnte ich mir die Zeit auch für das Recherchieren, Konsumieren, Wien- Touristin spielen oder was auch immer reservieren und bin am Morgen munter mit dem neuen roten Notizbuch, das mir der Alfred in Genf gekauft hat, losgezogen.

Eine Dreizehnte vielleicht nicht so vollkommene Szene, hatte ich am Donnerstag zwischen dem Abrechnen, den Stunden und vor den O-Tönen noch geschrieben und dabei festgestellt, daß ich nicht wirklich weiß, worüber Magdalena Kirchberg jetzt ihren Roman schreibt und was es mit den drei Personen in dem Auto, die sie an ihren Geburtshelfer, ihre Hebamme, als sie ihre Tochter Magda gerboren hat und den Psychiater, den man ihr schickte, erinnerten, auf sich hat.

Daß, die aber vielleicht doch eine Rolle spielen und der Geschichte vielleicht eine Wende bringen, ist mir vorgeschwebt, als ich am Morgen losgezogen bin und zuerst am Postamt in der Pilgramgasse, die „Volksstimme-Anthologie“ von 2016 und den „Hammer“, den die ich dem Uli versprochen hatte, losschickte.

Dann habe ich mir beim McDonald ein zweites Frühstück besorgt, mich damit in den kleinen Park in der Hofmühlgasse gesetzt und mein Notizbuch hervorgenommen.

Da ist mir klargeworden, daß die Sofia Böhm eine Freundin der Ruth Matuschek ist und ihr bei einem Besuch von den Sorgen erzählt, die sie mit ihrer Tochter Ulla hat. Die ist Sekretärin bei einem FPÖ- Funktionär aber mit einem linken Aktivisten befreundet und ich wußte, wer die drei im Auto waren.

Die Magdalena Kirchberg weiß das noch nicht, ihr wird aber von ihren Nachbarn Momo erzählt, daß der Psychiater Matthes Enck von dem seine Klientin Maria Matuschuk angeblich besucht wird, schon vor fünfzehn Jahren gestorben ist.

Das hilft ihr bei ihrem Roman wahrscheinlich nicht weiter und die Nichte Ruth verhilft ihrer Tante zu experimentellen Ruhm, den die gar nicht will und schmeißt am Schluß ihre selbstgemachten ihre Bücher weg und die Maria vielleicht das experimentelle Buch, während sich Nastasja Stankic klarwerden muß, ob sie eine Beziehung zu dem tätowierten Prostliedsänger Stefan Hager haben will.

Soweit so gut, als Konzept und noch ziemlich unausgegoren, aber darüber kann ich mich ja in zwei Wochen machen, wenn der Alfred wieder mit dem Karli für ein paar Tage verreist, dann mache ich ein ausgedehntes Schreib-, Plotting oder Korrigerretreat und meine Rituale sind beendet,  ich kann mich an das Rohkonzept machen und werde heuer höchstwahrscheinlich nicht beim „Nanowrimo“ mitmachen, weil ich da korrigiere oder schon hundert Seiten habe, aber was weiß man schon so genau?

Der Recherche-Schopping-Tag war dann noch sehr interessant, denn da am Montag die Schule beginnt, habe ich viele Kinder gesehen, die mit ihren Vätern, Müttern oder Omas Schulsachen einkaufen waren. Eine Mami hat ungedudig „Komm schon, Ulla!“, zu ihrer Tochter gesagt und ich habe gewußt, wie Sofia Böhms Tochter heißen wird.

Habe dann ein paar Kosmetikartikel gekauft, weil ich jetzt beim Yves Rocher eine Kundenkarte habe und ein paar Büroartikel, weil mir die Kuverts, die Büroklammern und die Schnellhefter ausgegangen sind.

In einem „Hongkong-Haus“ genannten Billigladen, eine bunte Kette aus echten Steinen, wie angeschrieben stand, um drei Euro, weil ich das liebe Fischkettchen, das ich mir in Split, glaube ich, um die zweihundert Kunar, die ich in Dubrovnik gefunden habe, verloren habe und dann noch in einem tollen Geschäft in das ich schon immer gehen wollte, einen tollen teueren Pullober für den Herbst, den ich gleich anziehen werde, wenn ich demnächst zu einem Film ins Museumsquartier gehen werde.

Im „Haas-Haus“ habe ich dann Bruschetta gegessen und einen Gespritzten getrunken, weil mir der Hugo zu teuer war und die feinen älteren Damen, die sich dort trafen, beobachtet, dann noch einen Cappuchino und ein Croissant in den neuen Cafe, beziehungsweise in dessen Vorgarten, an dem ich immer vorbei gehe, wenn ich in die „Alte Schmiede“ will und dann noch im Stadtpark meinen Mittagschlaf gemacht.

Dabei ist mir  eingefallen, daß ich die dreizehnte Szne noch korrigieren und meine Recherchebeobachtungen bloggen sollte und so habe ich meine Schreibrutuale hiermit beendet und kann munter weiterschreiben und das gelingt bis jetzt eigentlich ganz gut.

2018-08-29

Zurück zum Roman

Ich habe ja vor meinem Urlaub über das Zeitmanagement und über die Regelmäßigkeit geschrieben, die wichtig ist, um mit dem Schreiben weiterzukommen und habe bis dahin auch zehn Szenen und über dreiundvierzig Seiten geschrieben und das ist eigentlich ganz flüßig vor sich dahingegangen, obwohl ich noch immer nicht so genau weiß, wie das jetzt eigentlich mit dem Roman der Magdalena Kirchberg ist?

Es geht um ihre Pensionierung und ihre Beziehung zu ihrer Tochter, die in Graz lebt und mit der sie über den Roman wieder in Kontakt kommt. Der knüpft sich an die Begegnung mit dem Auto und den drei Menschen, zwei Mänern und eine Frau, die darin sitzen und die  die Magdalena an ihren Gnäkologen, ihre Hebamme und den Psychiater, der  sie damals besuchte erinnerte. Dann gibt es die Figur des Heimhelfers Mono, die der Supermarktkassiererin Nastasja und die Maria Mallatschek, die  erfolglose Dichterin, die plötzlich Erfolg hat weil sie in der Demenz experimentell zu schreiben anfängt, gibt es auch.

Das ist das Gerüst und es ist noch sehr vage, denn ich bin durch den Urlaub natürlich wieder aus dem Schreiben herausgekommen. Habe da das Manuskript gar nicht mit, sonder nur ein Buch mitgenommen, in das ich Ideen, die eventuell kommen könnten, hineinschreiben wollte.

Aber weil das graue Buch in das ich das bisherige Konzept aufnotiert hatte, fast voll war, habe ich ein neues mitgenommen und das war das rote Buchtagebuch, das ich einmal in einem Schrank gefunden habe, in das man eigentlich die Bücher aufschreiben sollte, die man liest, verliehen hat, sich wünscht, etcetera.

Da habe ich dann die Longlist hineingeschrieben und die Bücher die ich in der Schweiz gelesen habe und als einzige Idee ist mir nur gekommen, daß ich vielleicht doch in die Vergangenheit der Magdalena hineingehen könnte. Da war ja einmal die Idee, daß sie während der Geburt oder vorher eine Schizophrenie entwickelt haben könnte und sozusagen ein zweites Leben hat, das in der Geschichte, in dem Roman wieder auflebt. Das habe ich dann verworfen, in der Schweiz gedacht, daß ich es wieder aufleben lassen könnte, bin aber damit doch nicht weitergekommen, wie ich auch nicht weiß, ob ich dem Rudolf Rössler, dem OA und der Sofia Böhm, der Hebamme eine eigene Geschichte geben könnte, daß die geheiratet haben und geschieden sind, erzählt zwar der Matthes Enck, der Psychiater, der Maria Mallatschek und die wird vom Momo betreut und der erzählt es dann der Nachbarin und so könnte der Roman entstehen, von dem ich ich bisher ein vages Gerüst und mehr oder weniger vage Ideen haben.

Daß das regelmäßige Schreiben hilft, am Ball zu bleiben, glaube ich theoretisch, führe es aber durch meine Beruftätigkeit nicht so praktisch aus und, daß sich Handlungsverläufe durch Unterbrechungen verändern können, habe ich auch schon geschrieben, bevor ich auf Urlaub gefahren bin.

Das war dann auch ein bißchen so, denn zwei Szenen hatte ich ja noch geplant, die, wo die Nastja mit dem Phil, der jetzt Stefan Hager heißen wird, im Amerlinghaus nach dem Konzert etwas tringt und dann die, wo der Matthes, die Maria besucht, obwohl er eigentlich schon gestorben ist und ihr erzählt, daß Rudolf Rössler, Sofia Böhm geheiratet hat, inzwischen aber wieder von ihr geschieden ist.

In den ersten Tagen nach meiner Rückkehr hatte ich auch keine Zeit mich dem Roman zu widmen, denn jetzt ist ja auch das Buchpreislesen angesagt. Ich habe die Verlage angeschrieben, meine Urlaubsartikel geschrieben, meine Stunden in Wien bis Donnerstag gemacht und als ich dann am Freitag in Harland weiterschreiben sollte, wollte, könnte, habe ich nicht recht gewußt, wieder getrödeltund Viedos geschaut, aber gewußt, daß ich die vierundvierzig Seiten langsam langsam durchkorrigieren muß, um wieder in den Stoff hineinzukommen.

Das ist jetzt getan, Szene elf und zwölf sind geschrieben und, wie es mit dem Roman der Magdalena Kirchberg weitergeht, weiß ich noch immer nicht so genau.Will aber am Freitag ohnehin noch eine Recherchetg einlegen und  danach kann ich dasGanze dann langsam langsam konzipieren und vielleicht bekommen, die drei im Auto noch ihre eigene Geschichte und, wie das mit der Magdalena wird, fällt mir vielleicht auch noch ein.

2018-08-06

Änderungen in den Handlungsverläufen

Im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“ und fünfundvierzierig Jahre literarisches Schreiben, habe ich zu Anfang des Jahres ein paar Artikel gepostet, die ein bißchen was über literarisches Arbeiten aussagten:

Dreizehn Bücher

Bekannte Gestalten

Bücherschrankmotive

Depressive Frauen

Scheibweisen

Die Kinderbücher

Die politischen Bücher

Dann ist im Jänner der Bloggeschichten Band „Besser spät als nie“ erschienen. Ich habe die „Unsichtbare Frau“ fertig korrigiert“ und jetzt mit etwas neuem, nämlich mit „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ angefangen und darauf habe ich ja mein ganzes Strowitwenmonat Juni, während ich noch korrigierte gewartet. Notizen wurden in dieser Zeit eher schlampig gemacht. Vor zwei Wochen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden und ich habe mich in der Sommerfrische mit Elan in das neue Projekt gestürzt. Das beginnt bei mir ja immerm mit den Schreibritutaen, Fensterputzen, alles herrichten, Recherchieren und diesmal kam noch pünktlich und zeitgleich Jurenka Jjurks „Zeitmanagementseminar für Autoren“ hinzu. Das habe ich zwar nicht gebucht, weil ich glaube ich ohnehin ein gutes Zeitmanagement habe und auch gut diszipliziert bin, aber mir die zwei Vorbereitungswebinare angeschaut und dabei über meine eigene Schreibtechniken nachgedacht.

Mein größtes Handicap ist ja, lieber Uli es tut mir leid, die mangelnde Anerkennung, das Gefühl nicht schreiben zu dürfen und immer wieder gesagt zu bekommen, daß ich es nicht kann, obwohl es mir ja so wichtig ist und ich es schon so viel und lange praktiziere. Mein zweitgrößtes Handicap ist, glaube ich, die Hemmung und der Widerwille mich zu meinem Werk zu setzen, wozu soll ich das tun, wenn es ohnehin nichts bringt, dann kommt bei mir natürlich auch, wie Jurenka Jurk das trefflich nannte, die Selbstidisziplinierungspeitsche, die ich munter schwinge und durch die Webinare bin ich auch auf einiges draufgekommen.

Eine gute Vorbereitung hilft, um am Ball zu bleiben, wahrscheinlich auch das regelmäßige Schreiben, die täglichen fünf Minuten halte ich dagegen für mich für eher sinnlos, denn bis ich in den Text hineingekommen bin, sind sie schon um.

so habe ich in der letzten Woche seit ich an der „Magdalena Kirchberg“ auch schon sechs Szenen, neunundzwanzig Seiten und 14392 Worte geschrieben habe, auch einige Artikel verfaßt, um auf meine Schreibtechnik hinzuweisen und das ist ja vielleicht auch für meine Leser interessant, wie ich das bei meinem realistischen psychologischen sozialkritischen Roman- und Erzählungsschreiben halte.

Ich bin keine große Plotterin, das heißt ich erarbeite mir nicht einige Monate lang Szene für Szene und setze mich dann nicht hin, um den Roman in einem Schwung hinunter zu schreiben. Das würde mir als zu langweieilig erscheinen und das wäre wohl auch ein Kriterium um den Profi – vom Hobbyautor abzugrenzen. Aber nein, ich bin keine letztere, lieber Uli, noch immer nicht.

Also beginne auch ich mit einer vagen Idee, bei der Magdalena Kirchberg war es das weiße Auto auf der Straßenkreuzung, dazu schreibe ich mir, weil ich zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Idee habe, ja meistens noch am Korrigieren des Vorläufers bin, ein paar Szenen auf und bevor ich beginne fülle ich zu meinem Figuren ein paar Charakterbögen aus und dann schreibe ich mehr oder weniger begeistert  die Szenen hinunter. Diesmal überwiegt die Begeisterung, denn durch Jurenka Jurks Webinar ist mir klar geworden, die gute Organisierung das gute <konzept macht es.

Also habe ich, wie jetzt, acht notierte Szenen im Notizbuch, sechs davon sind schon geschrieben und wenn ich besonders nach längeren Unterbrechungen, da ich ja nicht täglich schreibe, wieder weitermachen will, hole ich meine Notizen heraus und fange dann an.

Das ich meistens ein Gefühl der Hemmung dabei habe, das „Ich muß, aber kann oder darf nicht so richtig!“, ist eher das Unangenehme daran und dann komme ich wieder zum Zeitproblem. Ich habe eine Stunde Zeit und beginne eine Szene, aber dann läutet das Telefon, der Klient kommt früher, der Alfred oder sonstwer will etwas, ich war mitten im Satz, bzw. Sezne, habe unterbrochen, dann schreibe ich weiter und es wird anders, als es geworden wäre, wenn die Unterbrechung nicht stattgefunden hätte.

Das finde ich spannend, weil es ja das Interessante,Unerwartete und auch nicht Planbare ist und das worüber ich in meinen heutigen Schreibartikel berichten will.

Ich war einmal vor <jahren in der „Alten Schmiede“ und habe da, glaube ich, Jürgen Benvenuti aus seinem „Kolibri“ lesen gehört, das schon auf meinen Bücherstapel lag, ich das Lesen dann aber doch nicht schaffte, der sagte im Gespräch mit Kurt Neumann oder einem anderen Moderator, etwa folgendes, das die Figuren manchmal etwas ganz anderes, als von ihm Geplantes machen, ich habe zugehört, „Wui!“, gedacht und „Das  glaube ich nicht!“, aber so ähnlich, wenn auch nicht so krass, ist das mit meinen veränderten Handlungsverläufen.

Im momentanen Text, wo ich jetzt ja die sechs Szenen habe und noch zwei im Notizbuch, ist noch nicht so ganz klar, wie und was da jetzt mit diesem Konflikt zwischen der Magdalena und ihrer Tochter ist und einen gesamten Handlungsverlauf habe ich noch nicht.

Noch nicht die Mitte und das Ende, nur den Anfang und da kann sich noch viel verändern, daß die Magda am Ende schwanger wird, ist geplant und, daß das Buch der Maria Mallutschek, dieser erfolglosen Dichterin, meinem alter Ego also, die mit fünfundachtzig, während sie fünfzehn erfolglos gebliebene realistische Romane hat, plötzlich mit konkreten Texten Erfolg hat, am Ende vorgestellt wird und sie schimpft darüber ist mir heute eingefallen.

Ansonsten weiß ich über mein geplantes Buch viel oder dann doch noch sehr wenig, ich habe die Figuren, weiß, daß die Magdalena, einen Roman schreiben will oder das vielleicht auch nicht wirklich, denn es war ja auch eine Idee, daß sie ihr Leben, die Veränderung, die die Pensionierung mit sich bringt, bloggt.

Die fünfte Szene, die ich vor kurzem geschrieben habe, beschäftigt sich auch genau damit. Sie hat ihr ehemaliges Praxiszimmer aufgeräumt, setzt sich vor den Laptop und schreibt „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ hinein. Aber der wird „Die Begegnung“ heißen, das sind die drei im weißen Auto und, wie es mit diesen ist, ist mir bis jetzt noch überheupt nicht klar. Ich weiß zwar, wie sie heißen, Oberarzt Rössler, Sofia Böhm und Mathes Enk, die ersten zwei waren Geburtshelfer und Hebamme bei Magdalenas Geburt, der dritte, ein Psychiater der Magdalena am Krankenbett besuchte. Er ist aber auch der Jugendfreund der Maria Mallutschek, der sie jeden Tag besucht, aber eigentlich schon vor fünfzehn Jahren gestorben wird.

Es ist also noch nicht so klar und ich kann auch noch nicht spoilern, ob das jetzt eine Geschichte über das Romanschreiben, wie bei den „Berührngen“ wird oder eine über eine depressive fünfundsechzigjährige Frau mit einem Tochter Konflikt. Das die Magda den Blogroman oder das Schreiben darüber mitliest und dadurch zu ihrer Mutter findet, ist auch geplant.

Viel mehr noch nicht, aber das ist eigentlich sehr viel und ich freue mich und das ist sehr schön auf das Weiterschrieben und natürlich auch auf die veränderten Handlungsverläufe, die vielleicht schon die Unterbrechung durch den Schweizurlaub, wo ich  wahrscheinlich nicht zum Schreiben komme, mit sich bringen wird.

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