Literaturgefluester

2017-05-17

Zum siebzigsten Geburtstag von Manfred Chobot

Nach dem Centrope-Workshop, wo ich meine analysierte Seite aus Markus Mittmannsgrubers „Verwüstung der Zellen“ vorstellte und wir uns dann ein bißchen mit Ilija Trojanows „Macht und Wiederstand“ beschäftigten, ist es dann zu Manfred Chobot, gegangen, von dem ich, glaube ich, das erste Mal in den Siebzigerjahren durch die Wochenendbeilage der AZ etwas gehört habe, denn der ist am dritten Mai siebzig geworden und das wurde in der „Alten Schmiede“ mit einem Fest gefeiert, beziehungsweise wurde dort sein neues, bei „Löcker“ erschienenes Buch, der Erzählband, „Franz eine Karriere“ vorgestellt.

Christian Katt, Peter Henisch, Wladimir Fried und noch andere sind gekommen und Helmut Schönauer, der ja viele von den vielen Chobot Büchern rezensiert hat, hat eine Hommage  unter dem Titel „Einfahrts- und Ausahrtssignale“ verfasst, die von Markus Köhle vorgetragen wurde.

Daniel Terkl hat den Erzählband eingeleitet, der eine Reihe von Erzählungen enthält, darunter eine Neufassung von Schnitzlers „Fräulein Else“, die der Autor auch gelesen hat.

Eine ganz moderne Else, die ein Gemisch von Englisch und Deutsch vor sich hinbrabbelt, wo dann nur mehr der „Papa“ und die „Mama“ störend klingen, aber die werden ohnehin oft nur Erzeugerin oder Samenspender genannt und das Fräulein bringt ganz selbstbewußt, herzlos und gefühllos, den, den sie um Geld bitten soll, dann auch zum Herzinfarkt und das Geld, das sie bekommen hat, teilt sie natürlich nicht mit dem „Papa“, sondern begnügt sich damit ihn ab und an im Gefängnis, das sie „prison“, nennt, zu besuchen.

Nun ja, nun gut, wahrscheinlich auch eine Satire und  sehr lustig, wenn auch gar nicht so leicht zu verstehen und ich habe es  auch nicht so sehr mit dem Humor, habe aber Manfred Chobots Karriere, den ich auch in der GAV angetroffen habe, als ich dort aufgenommen wurde und den ich bei denIG-Autoren immer wieder sehe, von Anfang an mitverfolgt.

Er ist auch ein großer Reisender und hat schon viele Bücher und Gedichtbände geschrieben.Im Jänner habe ich mit ihm in Salzburg gelesen und sein Buch über die „Wichtelgasse“ habe ich, glaube ich, auch einmal im Schrank gefunden.

Nach der Lesung gab es in der Zeitschriftengalerie Wein und Brötchen, man konnte mit dem Autor anstoßen und diskutieren und natürlich auch seine Bücher kaufen und sie sich von ihm signieren lassen.

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2017-03-15

Zweimal Lyrik

Die „Lyrik im März“ wäre heuer fast an mir vorbei gegangen, war ja vorige Woche, als es die traditionelle GAV-Veranstaltung gab, Schreibgruppe und die Lyrikabende in der „Gesellschaft“ am siebenten und am achten März habe ich auch versäumt, wenn  nicht am Dienstag noch einmal zwei Lyrik-Bände dort vorgestellt worden wären und bezüglich Lyrik habe ich am Vormittag auch eine Überraschung erlebt, denn als ich da in die Vinothek in die Ziegelofengasse gegangen bin, um meine Büchersendung abzuholen, hatte mir Anita Keiper ganz unerwartet wieder ein Lyrikbändchen aus ihrer Reihe, nämlich Gedichte des 1984 geborenen Grazers Mario Hladicz geschickt, dessen Band „Gedichte zwischen Uhr und Bett“ wohl an welchen Monsterroman erinnert, den auch ein junger Grazer geschrieben hat, wenn ich mit einer Räselfrage zu der Lyrik in der „Gesellschaft für Literatur“ überleiten darf.

Zu gewinnen gäbe es dann keinen Gedichtband, denn solche schreibe ich ja nicht, aber da sich auf meine Gewinnspiele ohnehin keine Leute melden, gerate ich diesbezüglich wahrscheinlich in keinen Zugzwang und in der „Gesellschaft“ sind wieder zwei gute alte Bekannte aufgetreten, nämlich Manfred Chobot und Christl Greller und die 1940 geborene Christl Greller hat mich, 2002 muß das gewesen sein, als ich mit Uwe Bolius meine „Halbpreislesung“ in der „Alten Schmiede“ hatte, angesprochen, so habe ich sie vermutlich kennengelernt oder kannte ich sie schon von diversen GAV-Veranstaltungen?

Sie sie jedenfalls auch eine eifrige Veranstaltungsbesucherin, ist sehr bemüht und ehrgezig, hat früher in der Werbung gearbeitet und, wie Manfred Müller einleitete in den Neunzigerjahren zu schreiben und zu publizieren begonnen.

Ich habe ihren Namen  auch einmal in der Gewerkschaft gehört, wo ich ja 2000 bei der Schreibwerkstatt der Evelyne Haas mitmachte. Da gab sie eine Lesung und zehn Bücher hat sie, wie Manfred Müller betonte, auch schon geschrieben.

Ein Roman, drei Erzähl-, sechs Gedichtbände. Einige davon habe ich zu Haus und bei Christl Greller Lesungen bin ich auch schon gewesen und eine Spezialität derselben ist wohl, daß sie ihre Arbeiten öfter mit den Werken anderer Künstler verquickt.

So gab es zu einigen Gedichten aus dem „Residenz-Bändchen“ „stadtselenland“, das sie vorstellte, einen Leporello der Künstlerin Yoly Maurer, den man sich im Foyer anschauen konnte und Manfred Müller rühmte auch  die Alltagsthemen, die Christl Greller in ihren Gedichten berührt.

Sie führte dann durch ihren Gedichtband, sagte immer etwas dazu, was ich sehr interessant fand.

Die Jahreszeiten wurden dabei auch berührt, so gab es Frühlingsgedichte, welche über Amseln, Grillen, bis es dann zu Weihnachten ging.

Das Schreiben wurde, glaube ich, auch erwähnt und der Kontrast zu Christl Grellers feiner Lyrik und ihren kleinen feinen Sprachspielerein, war dann der 1947 geborene Manfred Chobot, den ich auch schon über in der „Gesellschaft“ hörte und mit dem ich auch kürzlich in Salzburg gelesen habe.

Einen größeren Kontrast kann es, glaube ich, nicht geben, aber Manfred Chobot, der inzwischen aus Bangladesh zurück ist, wohin er kurz nach unserer Lesung flog, feierte in Mai seinen siebzigsten Geburtstag.

Zu seinem sechzigsten feierte er, glaube ich an dem Tag im Literaturhaus, wo ich den „Tag der Freiheit des Wortes“ veranstalten wollte.

Jetzt gibt es einen von Beppo Beyerl herausgegeben Gedichtband, der eine Sammlung aus den fünfzehn schon erschienenen Bänden ist und durch diesen hat sich Manfred Chobot durchgtelesen. Bekannt für ihn gab es sehr viel Erotisches, das mir manchmal zu stark und zu derb war. Die politischen Gedichte haben mir aber schon in Salzburg sehr gefallen und am Schluß gab es noch eine Diskussion über die Art des Schreibens und, wie die beiden ihre Themen finden?

Auch da gibt es Unterschiede, Manfred Chobot schreibt sehr viel im Dialekt, Christl Greller bleibt bei der Hochsprache und sie hat im ORF auch eines der sogeannten“Schirmgesichte“, das sie auch noch vorlas und dafür um Stimmen für die diesbezügliche Abstimmung bat.

Da weiß ich nicht so genau, ob ich das mache, denn da müßte ich auch die anderen Gedichte kennen, bevor ich mich für mein Lieblingsgedicht entscheiden kann und so genau höre ich nicht Radio oder lese ich den „Standard“, um das entscheiden zu können.

Manfred Chobot, den ich, glaube ich in den frühen Siebzigerjahren durch eine Arbeiterzeitung-Beilage  meines Vaters kennenlernte und später immer wieder bei Veranstaltungen und auch in GAV wiederbegegnet bin, wünsche ich aber zum Geburtstag alles Gute und fein auch heuer etwas von der „Lyrik im März“ mitbekommen zu haen, denn es wird  noch etwas dauern, bevor ich Band fünfzehn der „Editon Keiper“ lesen werde können.

2017-01-28

In Salzburg angekommen

Wolfgang Kauer

Wolfgang Kauer

Eva Jancak

Eva Jancak

2012 habe ich mit Margot Koller, Wolfgang Kauer und  Josef K. Uhl im AAI in Salzurg unter dem Thema „abgeschoben“ gelesen und jetzt gab es zum Thema „angekommen“ am selben Ort sozusagen eine Fortsetzungslesung mit Wolfgang Kauer und Margot H. Koller, die die Lesung sozusagen für die GAv organisierten, Manfred Chobot und ich sind als Gäste aus Wien dazugekommen, so daß ich Donnerstag Mittag mit dem Alfred und dem Auto zuerst nach St. Pölten gefahren sind, weil wir dort am Samstag ins Festspielhaus gehen werden und von dort sind wir mit der Sparschiene im Zug weitergefahren.

Zuerst haben wir aber Doris Kloimstein ganz zufällig am Bahnhof getroffen, so daß ich zuerst mir ihr noch einen Cafe getrunken habe, bevor es nach Salzburg weiterging.

Das afrosasiatische Institut befindet sich in der Wiener Philharmonikergasse und weil wir um cirka halb sechs schon dort waren, die Lesung aber erst um sieben begonnen hat, sind wir in ein Lokal gegangen, wo ich einen Glühwein getrunken habe, der Alfred hat Käsespätzle gegessen und wir haben den Einzug der Gäste beobachten können. Allerdings waren es keine die zu unserer Lesung wollten, sondern festlich gekleidet nach dem Essen in die Felsenreitschule, wo es zur Erföffnung der Salzburger Mozartwoche das „Requiem“ gegeben hat.

Es gab auch noch ein literarisches Alternativprogramm, nämlich Tereza Mora, die gerade den Bremer-Literaturpreis bekommen hat und in Leipzig, den der Literaturhäuser 2017 bekommen wird,  im Literaturhaus, so daß Margot Koller, schon befüchtetete, daß wir kein Publikum haben werden, es war dann aber halb so schlimm.

Manfred Chobot

Manfred Chobot

Margot Koller

Margot Koller

Denn einige interessierte Damen und sogar ein paar Herren sind eingetroffen und die Lesung, würde ich einmal behaupten, war auch besonders schön.

Zweimal Lyrik und dazwischen zwei Szenen aus meiner Sommergeschichte, gefolgt von einem Essay, den Margot Koller zu diesem wichtigen Thema geschrieben hat, bei dem es ja in letzter Zeit leider eine negative Kehrtwende gegeben hat, sprechen inzwischen alle vom illegalen Einwandern und dem Scheitern von Mulitkulti und der Willkommenskultur, was ich nicht so finde und es wahrscheinlich auch nicht ist.

Es begann also der 1957 in Linz geborene Lehrer und Autor  Wolfgang Kauer, der für die Lesung extra einen Gedichtband geschrieben hat, der als „Podium Portrait 92“ erschienen ist und den ich demnächst besprechen werde, so daß ich mich hier kurz halten kann.

Dann kam, wie schon erwähnt ich, mit Szene vier und fünf aus den „Ereignisreichen Sommererlebnissen“, die Fatma Challaki-Szene, wo sie mit dem Boot aufbricht, also noch lange nicht angekommen ist, habe ich schon mehrmals gelesen und weil die nicht fünfzehn Minuten dauert, habe ich noch mit der Folgeszene angeschloßen, wo Sandra Winter bei der Großmutter und ihrer Pflegehelferin im Haus ihrer Eltern in Harland ist und Fatmas Nachricht erstmals verdaut.

Dann kam das Urgestein der Poesie, der 1947 in Wien geborene Manfred Chobot und hatte auch sehr scharfe und sehr spritzige, meist im Wiener Dialekt gehaltene Gedichte, zu dieser Frage und danach folgte Margot Koller mit zwei Fallbeispielen von Flüchtlingsschicksalen, die nach dem Krieg aus Siebenbürger geflüchtet, bezeihungsweise als Gastarbeiter aus Serbien nach Wien gekommen sind.

Manfred Chobot, Eva Jancak, Margot Koller, Wolfgang Kauer

Manfred Chobot, Eva Jancak, Margot Koller, Wolfgang Kauer

Max-Reinhardt-Platz, Salzburg


Max-Reinhardt-Platz, Salzburg

Dann gab es eine lange und sehr intensive Diskussion, die später noch durch individuelle Gespräche bei Wein und Knabbereien ergänzt wurde und als wir gehen wollten, habe ich mit Schrecken festgestellt, daß ich meinen Schal und meine Haube irgendwo verloren haben muß und es ist sehr kalt in Salzburg mit sehr viel Schnee.

Trotzdem sind wir am nächsten Tag mit einem ausgeborgten Schal und einer ausgeborgten Haube mit Margot Koller, bei der wir wieder wohnten, nochmals in die Stadt aufgebrochen und da bin ich ersteinmal in die Buchhandlung Höllriegl eingefallen, das ist die, wo mich der Alfred bei meinem ersten Salzburg Aufenhalt neben dem Buch von Cornelia Travnicek „Chucks“ fotografierte, das inzwischen zu mir gekommen ist.

Da gab es eine Abverkaufskiste mit vielen schönen ein oder zwei Euro Abverkaufsbüchern und da habe ich mir sehr zum Mißfallen von Alfred, der glaubt, daß ich ohnehin schon soviele Bücher habe oder sie mir nicht tragen will, Ianina Ilitchevas „183 Tage“ den Bildband, der vor eineeinhalb Jahren bei den „Kremayr & Scheiaus-Debuts“ erschienen ist, sowie Iris Hanika „Wie der Müll geordnet wird“ und noch drei weitere Bücher gekauft.

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Was vielleicht wirklich nicht so notwendig war, denn das weitere Programm bestand sozusagen aus einer Fortsetzung unserer „Salzburger-Büchertour“, die wir schon im Vorjahr begonnen haben.

Da haben wir die offenen Bücherschränke abgeklappert, einen gibt es ja beim Literaturhaus, einen bei dem Haus, wo wir im Vorjahr in einem Kabarett waren und noch einen anderen.

Margot Koller, die aber auch ein Buch über Gratisbücher geschrieben hat, hat uns schon im Vorjahr von einem Wirtschafts- oder Recyclinghof erzählt, der gehört, glaube ich, zur Müllabfuhr und dort gibt es auch Bücherregale, wo man sich eindecken kann, bevor die Bücher zerschreddert werden und Margot Koller, die diesen Hof regelmäßig besucht, hat jetzt in einer ehemaligen Kaserne, in der inzwischen alternative Geschäfte und Restaurants eingezogen sind, eine eigene Bücherecke errichtet, die sie betreut und, wo sie auch auf unsere Lesung hingewiesen hat und dort sind wir als nächstes gewesen.

Im Wirtschaftshof habe ich,  was ich schon lange wollte, Joseph Roths „Kapuzinergruft“ gefunden und in Margot Kollers offener Bücherecke, die neben einem Cafe angesiedelt ist und, wo wir nach dem Essen, das wir nebenan eingenommen haben, hingingen, Isabel Bodgans „Der Pfau“, ein Buch das ich auch schon lange wollte.

Dann machten wir noch eine Runde durch die „Panzer Hallen“, sind dann zum „Hangar 7“ hinausgefahren, wo es Flugzeuge, Autos und auch Bilder, sowie ein Kochbuch zu bewundern gab und dann gab es noch einen längeren und sehr schönen Spaziergang durch den verschneiten Winterwald beim Untersberg.

Am Samstagvormittag geht es nach St. Pölten zurück, wo wir, wie schon erwähnt ins Festspielhaus gehen werden und zum Lesen habe ich mir als Salzburglektüre aus Wien noch Erich Landgrebes „Adam geht durch die Stadt“ mitgenommen, der im Salzburger Literaturarchiv, dem wir im letzten Jahr einen Besuch abstatteten, gesammelt wird.

2015-10-20

Urgesteine der Poesie

Heute war ich lange unschlüßig, wohin ich am Abend gehen sollte?

Literaturhaus oder Gesellschaft für Literatur? Dann kam noch das Amtshaus Margareten mit der Andrea Pesata Lesung und Buchpräsentation hinzu und ich entschied mich für die Urgesteine, statt „En espanol per favour“, das heißt für Europa. Literatur eigentlich, denn Marianne Gruber, die Doyenne der „Gesellschaft“ stellte Manfred Chobot und Anton  G. Leitner, den Bayern und den Wiener oder Burgenländer vor, leitete sie als „kabarettreife Sprachlawinen“ ein, oder eigentlich taten sie das selber, denn Manfred Chobot, der fast Siebzigjährige eröffnete mit den Abschnittspartnerinnen seines Lebens, dem Dagmar und dem Brigitte Zeitalter, als Gegenpart zur Alt-oder Jungsteinzeit und Anton G.Leitner antwortete.

So ging es Schlag um Schlag und Marianne Gruber hat noch vorher erklärt, daß der Zuhörer beim Hören der Gedichte jede Freiheit hat, denn er kann es so oder so empfinden, kein Richtig oder Falsch, der einzige Tip, man soll Freude daran haben und vorher hat sie sich angesichts, der vielen Flüchtlinge noch gefragt, was machen wir denn da? Wir lesen Gedichte statt Windeln oder Zahnbürsten an die Bahnhöfe und an die Grenzen zu bringen?

Aber Gedichte können ja auch Freude bringen, so lag ein Folger am Büchertisch neben den Chobot und den Leitner Bänden, der zum Geldsammeln aufrief, damit man krebskranken Kindern einen Gedichtband schenken kann, damit sie wieder gesund werden können oder die Trennung von ihren Eltern und die Behandlungen leichter verschmerzen.

Zwei Urgesteine der Poesie, beide Herren, Jahrgang 19437 der eine,1961, der andere, waren mir bekannt.

Mir Manfred Chobot nicht unbedingt und nicht nur als Lyriker, kann ich mich doch erinnern, daß ich als blutjunge Studentin, noch mitten in meiner philosophischen Phase, meinem Vater immer am Samstag die AZ-Beilage klaute und da hat es einen Chobot-Essay gegeben, so ist der Name zu mir gekommen.

Einmal hat er mich dann in ein Symposium in die „Alte Schmiede“ eingeladen, als ich schon GAV-Mitglied war und als er seinen sechzigesten Geburtstag hatte, konnte die „Lesung zum Tag der Freitheit des Wortes“, glaube ich, nicht am zehnten Mai im Literaturhaus stattfinden.

Jetzt also Gedichte, Dialektgedichte und eine Geschichte über eine Lesung in Bayern oder sonstwo, wo der Maskenbildner zu den  Dichter kam und „Gemma pudern, meine Herren!“, sagte.

„Hui, wie lustig!“

Die Puderquaste war aber natürlich dabei und es gab keinen Gruppensex, sondern Maske, damit man im Fernsehen nicht so glänzt und  Anton G. Leitner, der Bayer bot für seine Gedichte auch eine hochdeutsche Übersetzung an.

Aber das Bayrische ist dem Wienerischen nicht so unähnlich, mit dem Sächseln oder dem Preußischen wäre es wohl schwerer und Anton G. Leitner habe ich einmal in der Alten Schmiede oder war es das Literaturhaus gesehen, als er seine Jahresgedichtesammlung „Das Gedicht“ vorstellte.

Da gibt es jetzt schon den Band dreiundzwanzig und das war eine Vorpremiere, weil es erst die offizielle Lesung geben wird.

Unter der Hnd konnte man sich das Bändchen, wo es um das Essen und Trinken gehen wird, aber schon kaufen und Anton G. Leitner, las dann noch, als der Schlagabtausch mit Manfred Chobot vorüber war, Gedichte von drei österreichischen Autoren, nämlich Gerhard Ruiss, Gerhard Rühm und Rudi Kraus vor, die in dem Band enthalten sind.

Nachher gabs noch eine Diskussion über das Oktoberfest, denn München hat seine Tore vor den Flüchtlingen geschlossen, um dort sein Fest auf der Theresienwiese abzuhalten, zu dem Anton G. Leitner gar nicht mehr so gerne geht.

Manfred Chobot stimmte ihm zu und im Publikum waren Gerhard Jaschke, Gerhard Jatzek, Herman J. Hendrich, einige interessierte ältere Damen und der jüngste dichter, der auch in der Gedichtesammlung enthalten ist, ich glaube es war ein Student der Sprachkunst und wieder was gelernt , obwohl ich mich für das Schnackseln und das Pudern in  Gedichten ja nicht so sehr interessiere.

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