Literaturgefluester

2018-05-23

Haut, ein Stück

Oder ein Stück Haut oder eine trans-poetik-performance, die Marion Steinfellner, Herbert J. Wimmer und der experimentelle Musiker Michael Fischer nun schon zum fünften Mal im Literaturhaus aufführen.

Nach Wasser, Lich, Wald, Salz, war jetzt die Haut ein lebenswichtiges Element, wie Barbara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung erklärte, an der Reihe und die Sessel waren wieder an den Rand gestellt.

Herbert J. Wimmer und Marion Steinfellner in schwarz und die Performance wird offenbar immer professioneller, so lagen diesmal kleine rote Einladungskarten auf, so daß ich die Textschnipsel von da hoffentlich fehlerfrei übernehmen kann:

„haut ist eine tanzkonstante

haut ist eine augenblicksschlange

ein lippenhautkörper

ein lippenkörper

 

wo und wie stark: spüren

wo und wie stark: mitteilen

 

schlangenkörperhaut

ich bin ein augenblick

klangsamtschlängelnd

ich ist ein augeblick

 

my skin is your blanket

your skin is my blanket“

Aneinandergeschmiegt Körper an Körper, stehend oder sitzend mit ausgestreckten Beinen wurden diese Textpassagen und auch andere, obwohl es diesmal, glaube ich, etwas weniger Textlastig, als früher war, performiert.

Dann kam, das war, glaube ich, auch eher neu eine länger Tanzeinlage von Herbert J. Wimmer bevor sich Marion Steinfellner ihrer Hose und ihres Oberteils entledigte und sich von Herbert J. Wimmer mit Packpapier einhüllen und zukleben ließ.

Eine wilde Tanzperfomance, der Buthotänzerin folgte, die schon vorher das Publikum in Deutsch und Englisch zum Mittanzen aufgefordert hat.

Drei Stücke wurden diesbezüglich ausgewählt und wenn ich mich nicht irre, war die Tanzbeigeisterung diesmal etwas verhaltener als im letzten Jjahr und nachher standen alle rauchend auf der Straße, wenn man sich nicht am Büchertisch die Wimmer Bücher anschaute, sich die „Kolik„kaufte in der die Texte der letzten vier Performances enthalten sind, die sicher eine spannende experimentelle Literaturvariante sind, beziehungsweise sich die Ausstellung von Alfred Goubran und dem Fotografen Gerhard Maurer „WO ICH WOHNE BIST DU NIEMAND“, die es im Literaturhaus derzeit gibt, anschaute und vorher war ich noch, damit ich es nicht vergesse, bei meinem zwei Personen Workshop in der Spengergasse und da sind wir mit dem George Orwell, bis zur Seite sieben gekommen, um alle im englischen Original enthaltennen Metaphern und poetischen Vergleiche aufzuspüren.

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2017-07-05

Salztransformen

Die Saison endet stressig, aber natürlich bin ich selber daran schuld, daß ich die letzten Tage bevor ich in meine Sommerfrischenwochenende gehe, zuerst bei der „Sommerakademie des Institus für jüdische Geschichte“ verbringe, ins Literaturhaus gehe und mir dann noch, während ich das alles blogge, den Livestream der „Bachmannpreis-Eröffnung“ ansehe, denn in Klagenfurt geht es ja heute abend los.

Das ist weit entfertn und ich war nur einmal, 1996 vor Ort als sogenanntes Publikum dabei und jetzt braucht man dazu, glaube ich, auch eine Einladung, aber im Literaturhaus war zur Saisonabschlußveranstaltung auch etwas Besonderes los..

Nämlich wieder eine „Poetik-Tanz-Performance“ mit der Butohtänzerin Marion Steinfellner, Herbert J. Wimmer und dem Musiker Michael Fischer, alles GAV Mitglieder, denn es war ja eine GAV-Veranstaltung, zum Thema „Salz“, die da geboten wurde.

Die vierte die es diesbezüglich gegeben hat, Wasser, Luft, Wald waren schon die Themen und eine habe ich auch schon gesehen und Marion Steinfelnllner einmal performen, als in der „Alten Schmiede“, Gerhard Jaschke seine „Feri-und Firebordreihe“ vorstellte.

Die Sessel waren auf der Seite aufgestellt, in der Mitte gab es einen Kreis aus Salz und Barbara Zwiefelhofer die einleitend das Märchen vom König Lear erzählte, sagte die Veranstaltung hätte drei Teile und da tauchten  schon Herbert J. Wimmer im Kimono und Marion Steinfelnner in schwarzweißer Bluse und weißer Hose auf, wer die Kostüme gestaltet hat, hat Barbara Zwiefelhofer einfleitend auch erzählt, setzten sich auf die im Kreis stehenden Sesseln und lasen ihre Texte

„Bitte das Salz, Sprache ist Performation, etcetera“ und im Programmheft stand dann noch etwas von „wir bewegen uns durch den multimedialen raum für den augenblick bestimmt druch das wechselspiel der trasnsformation der poetik, des  butoh-tanzes, der musik und der vielfältigen erscheinungsweisen von SALZ“

Im zweiten Teil kam dann der Tanz zum Tragen, Marion Steinfellner bewegte sich diesbezüglich durch den Raum, zerstörte die Salzspur und Michael Fischer gab dazu ein Saxophonsolo, während sich in Teil drei die drei auf Matten legten und weiter ihre Texte sprachen und am Schluß forderte Marion Steinfellner das Publikum  zum Mittanzen auf.

Spannend, spannend spannend, die Texte der bisherigen Performances gibt es schon in den „Koliken“ abgedruckt und eine Schweizer Touristin fragte mich beim Wein über die Funktion des Literaturhauses aus.

Sie ist zufällig zu der Veranstaltung gekommen, die ihr sehr gefallen hat und Marion Steinfellner und Herbert J. Wimmer wünschten noch allen einen schönen Sommer, auf zum „Bachmannpreis“ habe ich gesagt, als ich mein Glas getrunken habe.

Da erwartet mich ja noch einiges und die „O Töne“ fangen morgen auch noch an und dann geht es in die Sommerfrische und zu meinen eigenen Texten, die ja sicher viel weniger experimentell sein werden.

2016-04-08

Wort/Wald&Sound/Forest

Diese „Poetik-Tanz-Performance“, die am Freitag im Wiener Literaturhaus stattfand, wäre mir fast entgangen, wenn nicht Chris Bader auf seinem neuen Blog gestern auf eine Veranstaltung mit Ostap Slyvysky, Judith Pfeifer und Martin Fritz aufmerksam gemacht hätte, in die ich zwar wegen unserer Schreibgruppe nicht gehen konnte, ich habe aber im Programm nachgesehen und entdeckt, daß  am Freitag eine Veranstaltung mit der Tänzerin Marion Steinfellner, die ich, glaube ich, schon einmal in der „Alten Schmide“ mit Gerhard Jaschke gesehen habe, Herbert J. Wimmer und dem Musiker Michael Fischer stattfand, von der ich eigentlich Bescheid wissen hätte könne, da mir Christel Fallenschein, die ich ja heute besuchen hätte wollen, davon erzählte.

So habe ich also davon erfahren, umdiponiert und Mathias und Christel Fallenstein, mit dem Studenten der Sprachkunst, der sie begleitet auch in dem umgeräumten und sehr dunklen Veranstaltungssaal getroffen.

Nach und nach trafen Bekannte wie Evelyn Holloway, Lukas Cejpek , Eva Brenner und andere ein und Marion Steinfellner wickelte sich in grünes Papier, das den Wald darstellen sollte, sie aber nixenartig aussehen ließ und setzte sich damit in eines der Fenster.

Herbert J. Wimmer hatte eine grüne Schleife und grüne Socken und Michael Fischer nahm vor dem Mischpult Platz.

Barbara Zwiefelhofer erklärte in ihrer Einleitung, daß es schon einige dieser Performances zum Thema „Wasser“, etceta gegeben hat, die mir  ebenso entgangen ist und dann ging es los, mit der Bewegung, dem Sound und dem Text.

Marion Steinfellner bewegte sich langsam durch den Raum vom Fenster zur Bühnen und  mit Herbert J. Wimmer zu den Stiegen, um abwechselnd den Text „Ein Wald, ein Wort, das Wort ist der Wald, der Wald ist das Wort, wie man in den Wald hineinruft, etcetera“, aber auch Wortneuschöpfunge, zu zitieren.

Nachher gab es  interessante Gespräche, Christel Fallenstein ist ja so nett und stellt mich immer den anderen vor, den Text einer der vorigen Veranstaltung konnte man in der letzten „Kolik“ kaufen und drei weitere dieser „Text, Sound, Bewegungsperformances“, die mir hoffentlich nicht entgehen werden, sind, glaube ich  geplant.

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