Literaturgefluester

2022-09-20

Andreas Unterwegers und Mieze Medusas neue Bücher

Wieder „Alte Schmiede“, wieder live und wieder zwei Bücher, die weder auf der deutschen noch auf der österreichischen Liste stehen, aber auch gelesen werden sollten.

Ich hole mir mein Wissen über das, was sonst noch erscheint, meistens von den Veranstaltungen, die ich neben dem Lesen besucheund diesmal wurden „Droschl“ und „Residenz-Bücher“ von zwei Autoren vorgestellt, die ich schon lange kenne, krebse ich ja sehr viel um den Literaturbetrieb herum und gerade als ich mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich über Andrea Stift, die eine Zeitlang bei mir kommentierte, den 1978 geborenen in Graz lebenden Andreas Unterweger, der jetzt glaube ich das „Wesepennest“ herausgibt, kennengelernt, beziehungsweise ist da sein Buch „Wie im Siebenten“ herausgekommen, das ich inzwischen gekauft oder gefunden, aber noch nicht gelesen habe und habe ihn auch auf diversen Lesungen, bei der „Buch-Wien“ etcetera gehört. Jetzt aber schon lange nichts mehr von ihm gehört, gab es ja zwei Jahre lang keine „Buch-Wien“, zumindestens keine, wo ich dabei war und jetzt wieder ein neues Buch.

„So long Annemarie“, Johanna Öttl, die die Veranstaltung einleitete, erklärte, daß das mit einem Cohen-Song zu tun hat und, daß das Buch sehr musikalisch ist, bzw. sich mit Musik beschäftigt, aber eigentlich geht es um einen Ich-Erzähler namens Dani, glaube ich, der sich von seiner Freundin Annemarie trennt und dann 2001 im September nach Nantes geht und eine Maus, die ihn an Annemarie erinnert, nimmt er mit, dann flaniert er in der Stadt herum und macht dann im zweiten Teil, wie Johanna Öttl oder auch Andreas Unterweger andeutete, mehrere Abenteuer, aus diesem Teil hat er aber nicht gelesen. Es geht auch um ein Sklavenschiff, um Rimbaud und Verlaine und noch um vieles anderes. Davon hat Andreas Unterweger einiges erzählt und ein Gedicht hat er auch vorgelesen.

Die zweite Autorin, die Poetry Slamerin Mieze Medusa, kenne ich, glaube ich, auch schon seit 2008. Da ist ihr erstes Buch „Freischnorcheln“ erschienen, das ich bei „Rund um die Burg“ hörte, da ist sie, glaube ich, eingesprungen, das mich sehr begeisterte. Inzwischen habe ich es auch gefunden, aber nicht gelesen.

Bei einer Buchvorstellung war ich mal in der „Gesellschaft“ und während des Lockdowns, hat mich die Aussage, daß es keine alten Protgonistinnen in der Literatur gibt, sehr erregte.

„Wo wir waren oder hundert Seiten Depression“i ist daraufhin entstanden, ein Buch das ich ihr gewidmet habe und das sich mit dem Feminismus beschäftigt und jetzt beschäftigt sich Mieze Medusas neues Buch „Was über Frauen geredet wird“ auch damit und es geht um zwei Frauen, von denen eine in Innsbruck und eine in Wien lebt und um eine Rapperin geht es dabei auch. So gab es nach der Lesung einen Song, der dieser Rapperin gewidmet ist und interessant was so alles in Österreich geschrieben wird und ich werde das Buch auch lesen, wenn ich mit meinen deutschen und österreichischen Buchpreisbloggen fertig bin.

2021-10-11

Zadie Smith in der Alten Schmiede und wieder Wilde Worte

Wieder ein „Dichterin liest Dichterin-Abend“ in der „Alten Schmiede“ beziehungsweise wieder eine Veranstaltung mit Mieze Medusa, die ja in den Vorsaisonen die Reihe „Ist das Kunst oder kann das Rap?“ gestaltet hat und im Laufe diese Veranstaltungen ist sie mit Johanna Öttl ins Gespräch über Zadie Smith gekommen und da ist die Verstaltung unter dem Titel „Draußen auf der Straße“ entstanden, weil der Rap offenbar dort stattfinden oder es ein Zitat aus einem Smith Roman ist und die 1975 in London Geborene hat offenbar auch solche Erfahren ich habe sie 2017 durch ihren Roman „Swing time“ kennengelernt und „London N-W“ vom Alfred einmal mitgebracht bekommen und auf diesen Roman hat sich Mieze Medusa hauptsächlich bezogen und stellte Vergleiche mit den Übersetzungen an, hat sie doch das Buch offenbar sowohl auf Deutsch, als auch in Englisch gelesen, übersetzt wurde das Buch von Tanja Handels und Mieze Medusa lobte ausdrücklich die gute Übersetzung und auch die die Sprache der Autorin, die sich offenbar gar nicht so gut ins Deutsche übertragen kann und stellte immer wieder das Original den Übersetzungen gegenüber, die dann meistens zu kurz kamen.

„London N-W“ ist ein Großstadtroman, der in einem Stadtteil Londons und hauptsächlich auf der Straße spielt, es werden einige Lebensläufe beschrieben, die Hip–Hop-„Szene kommt vor.

Mieze Medusa hat auf die Inhaltsangabe verzichtet, das läßt sich nachgooglen ,sagte sie.

Nachlesen kann man es auch und das ist wahrscheinlich auch der Sinn der Veranstaltungsreihe.

Mieze Medusa hat sich eher auf die Textstellen bezogen, die sie präsentiere um das Lebensgefühl Londons, den Soziolekt, wer hat wieviel Geld, wohnt wo und hat wieviel Bildung, zu zeigen und sich auch, wie schon erwähnt, mit den Übersetzungsunterschieden beschäftigt, was ich sehr interessant fand und sprang auf diese Art und Weise durch ihre Lieblingsstellen, die sie immer wieder sozioökonomisch interpretierte.

Mieze Medusa kam immer wieder auf die Übersetzung zurück, lobte die Übersetzerin, deutete aber doch an, daß sie glaubte, daß die Übersetzung irgendwie dem deutschen Stil angepasst wäre und dann kam noch ein Ausschnitt aus dem neuen Erzählband „Grand Union“, wo es um einen österreichischen Maler geht, der in ungarischen Wäldern lebt, damit man den Erzählstil vergleichen kann.

Zadie Smith hat auch überreicht von Gernot Blümel , dem heutigen Finanzminister, 2018, den österreichischen „Staatspreis für europäische Literatur“ bekommen, da war Daniel Kehlmann , offenbar im Publikum und Mieze Medusa beendete die Veranstaltung, daß sie sie auch einmal live erleben möchte, aber inzwischen kann man sie ja lesen.

Ich kann noch ergänzen, daß ich auch noch die „Corona-Essays“ von der Autorin übrigens auch gelesen, sie also auch ein bißchen kenne, obwohl ich die Übersetzungen und nicht die Oiginalsprache gelesen habe, denn das ist mir inzwischen, ganz ehrlich, zu mühsam, obwohl man da natürlich von der Kraft der Übersetzung abhängig ist, geht aber schneller und ist daher Angesichts meiner Leseberge bequemer und einen schnellen Einblick in die Autorin, Zadie Smith für Anfänger oder im Schnellverfahren diese Art und Weise auch bekommen.

Und dann ist es in der „Alten Schmiede“ mit einer „Slamer.Dichter.Weiter-Veranstaltung“ weitergegangen, was wahrscheinlich ganz bewußt von Johanna Öttl so zusammengestellt wurde, obwohl ich ganz ehrlich den Zusammenhang zu Zadie Smith nicht ganz verstanden habe, weil ich sie ja weder als Rapperin oder über die Musik, sondern über ihre Bücher her kenne und London kenne ich auch ein bißchen oder kannte ich, war ich ja 1973 und 1974 je ein Monat in England und dann noch einmal mit meinen Eltern, als ich, glaube ich, noch studierte, seither nicht mehr, die Stadt wird sich also inzwischen sehr verändert haben.

Und dann haben heute fast genau nach einem Jahr die „Wilden Worte“ wieder angefangen.

Da waren wir im Vorjahr mitten oder nach der Wien-Wahl und haben unsere Gedichtwünsche abgegeben. Der Alfred auch, der sonst das Formular nie ausgefüllt hat. Er wünschte sich was zu „Ludwig, Hebein Blümel“ und war dann gestern ganz erstaunt, als das Gedicht gekommen ist:

„Ach Ludwig, heb ein Blümel auf

und steck dirs ans Jackett!

Verwelkt es, heb die Krümel auf,

so bleibt dein Rock adrett.

Was hold erblüht, wird bald verbleichen:

Das ist die Wiederkehr des Ewiggleichen“

Und ich hatte mir etwas zu „H. C. ist vorbei – Veilchen, Orchideen, Sumpfblume“ mit

„Der Wahlkampf ist vorbei „gewünscht.

Das war vor einem Jahr. Heuer sind wir möglicherweise knapp an der Neuwahl glatt vorbeigeschrammt, , denn Bundeskanzler Kurz, bei dem es ja zu einer Anklage kommen soll, ist Geschichte. Der neue heißt , um eine Vier Parteien Koalition zu verhindern, Schallenberg und da kann man sich natürlich auch ein passendes Wunschgedicht aussuchen.

De „Wilden Worte“ waren dem Musiker Peter Havlicek gewidmet, der auf Friedhöfen musikalische Rundgänge macht und für Richard Weihs auch etwas Literarisches zu bieten hatte, beziehungsweise sich von den Achtzigerjahren aufwärts durch sein Schaffen sang.

2021-02-18

Fast verpasster Doppelpack

Die „Alte Schmiede“ hat ja den „Dichterinnen-Dialog“ und da hat Frieda Paris ja einmal Meta März vorgestellt und die Ruth, die ein Buch über den Maler James Ensor geschrieben hat, hat sich im Zug der Recherche mit der 2019 verstorbenen Dichterin Brigitte Kronauer beschäftigt, weil die ein Buch über Ostende und oder dem Maler „Verlangen und Musik im Gebirge“ geschrieben hat und weil die Ruth ja eine sehr eifrige Feministin und Dichterin über siebzig ist, was Mieze Medusa, glaube ich, noch nicht so erkannt hat, daß es derzeit viele Frauen mit diesen Merkmalen gibt, hat sie sich in der „Alten Schmiede für die Reihe angemeldet und ich, die ich ihr Buch schon gelesen habe, habe mich auf die Veranstaltung sehr gefreut und der Ruth auch fest versprochen, sie mir anzusehen, als ich vorigen Woche bei ihr zum Mittagessen war. Dann hatte ich eine fünf Uhr Stunde und der Klient wollte auch diese Woche, um fünf anrufen.

„Geht sich gerade aus, wenn wir danach nach Harland fahren!“, habe ich gedacht und bin darauf gekommen, die Veranstaltung fängt schon um sechs an und, um halb acht gibt es noch eine Veranstaltung.

Was also machen, da wir ja nach Harland wollten und man eigentlich genaugenommen wegen des Lockdown light, ja um acht zu Hause sein muß?

„Macht ja nichts!“, könnte man denken. Derzeit gibts doch keine Liveveranstaltungen und Videos haben kein Ablaufdatum. Aber alle Livestreames der „Alten Schmiede“ sind nachher nicht mehr verfügbar. Nur ein paar Ausgewählte. Man kann aber anfragen, zumindest habe ich das bei Gerhard Jaschke einmal getan und es hat geklappt und so habe ich das auch getan und Annalena Stabauer hat mir auch gemailt, sie wird sich darum kümmern und gibt mir dann Bescheid. Aber ich hätte mir das Video am liebsten gleich anschließend angeschaut, um zeitgerecht darüber bloggen zu können und wollte, weil ich das Buch schon gelesen habe, auch nicht bis sieben in Wien bleiben und dann die andere Veranstaltung versäumen. Dann ist es wieder anders angekommen, denn Barbara Brunner hat mir ein Buch geschickt, das bis viertel acht kommen hätte können und einen Brief hatte ich auch noch zu schreiben.

Also während ich meine Stunden eintrug und der Alfred die mitzunehmenden Sachen einpackte, den Livestream eingeschaltet und die Ruth mit einer Blume im Haar aus dem Buch lesen gesehen.

Danach nach Harland gefahren, dort knapp nach halb acht angekommen, dabei habe ich Benedikt Wells „Hard Land“, das ich eigentlich zu Ende lesen wollte, im Badezimmer vergessen. Die ausgelesenen Bcher eingetragen und dann wieder in die „Alte Schmiede“, wo Jana Volkmann zwei Neuerscheinungen vorstellte. Sie tat das gerade mit der mir bisher unbekannten Volja Hapeyeva einer Lyrikerin und Übersetzerin aus Moldawien, deren Romandebut „Camel Travel“ bei „Droschl“ erschienen ist. Denn sie war im Vorjahr Stadtschreiberin von Graz. Ist derzeit, glaube ich, im unabhängigen Literaturhaus Krems Gast und wird im März, wie ich ergooglet habe, nach München gehen. Den Titel ihres, von Thomas Weiler übersetzen Romanes, habe ich nicht ganz verstanden, denn Volja Hapeyeva war gerade im Gespräch im Jana Volkmann und hat dann eine Stelle von einem Kind gelesen, dem die Mutter immer Grütze kochte, was es nicht essen wollte und den Brei dann an die Tauben verfütterte, das aber um die Mutter nicht zu enttäuschen, so tun wollte, damit sie es nicht merkt.

Es geht in dem Buch, das, wie in der Beschreibung steht, vom Heranwachsen in der SU handelt. Volha Hapeyeva wurde 1982 geboren, auch um Mode. Jedenfalls fragte Jana Volkmann, die Autorin danach und bin gespannt, ob ich einmal an das Buch kommen werde und dann begrüßte Jana Volkmann, die 1975 als Doris Mitterbacher in Schwetzingen geborene Mieze Medusa, die derzeit auch regelmäßig in der „Schmiede“ moderiert.

Zuletzt hat sie sie sich mit „Literatur und Rap“ beschäftigt und ich habe sie auch als Poetry Slamerin kennengelernt oder eigentlich 2008, als sie bei der „Rund um die Burg“ ihr Debut „Freischnorcheln“ vorstellte. Das Buch, das mich damals sehr interessierte, habe ich inzwischen auch gefunden. Zum Lesen bin ich aber noch nicht gekommen. Dafür war ich einmal in der „Gesellschaft“, als sie ihre „Mia Messer“ präsentierte und jetzt das neue bei „Residenz“ erschienene Buch, das „Du bist dran“ heißt und das Interessante daran ist, daß es darin auch, um drei Protagonisten zu gehen scheint, die, wie bei Carolina Schutti nichts oder scheinbar nichts mit einander zu tun haben. Eine Idee, die mich seit gerstern auch für mein nächstes Buch interessiert.

Da geht es um drei Generationen, die achtzehnjährige Agnesa, den vierzigjährigen Computernerd Eduard und die siebzigjährige Feministin Felicitas und da sagte Mieze Medusa etwas, was ich schon oben andeutete, daß es offenbar keine über siebzigjährigen Schriftstellerinnen gebe und ich dachte mir. was sagt sie nur?

Ich kenne jedenfalls viele. Kunststück bin ich das ja auch bald schon. Um den Gegensatz von Stadt Land scheint es in dem Buch auch zu gehen und, um Computer, denn die Generation der Agnesa ist ja damit aufgewachsen, während sich, wie Mieze Medusa zu meinen scheint, die fast Siebzigjährigen eher schwer damit tun. Interessant und spannend zu lesen, wenn ichs mals finde.

Da meine Leseliste aber sehr lang ist, brauche ich mich auch nicht besonders bemühen, habe ich ja nicht nur den Benedikt Wells zum Weiterlesen vergessen. Dafür aber heute einen Roman von dem mir bisher unbekannten Emil Bobi bekommen und der ist, habe ich herausgefunden ein 1958 geborener Journalist. Also einer der auch bald siebzig werden wird.

2017-03-21

Lyrik und Prosa bei den Textvorstellungen

Angelika Reitzer hat „Textvorstellungen“, die sie, wie, ich glaube, auf eine sehr spezielle Art und Weise machte aufgehört und die 1975 geborene Poetry Slamerin und Rapperin Mieze Medusa hat heute damit begonnen, wie Kurt Neumann vor der Veranstaltung einleitete und daraufhinwies, daß sich die Textvorstellungen aus dem „Literatureck“, entwickelt haben.

Da habe ich ja einmal, ich glaube, es war 1980, gelesen und dann immer wieder bei den „Textvorstellungen“, von Herbert J. Wimmer bis Reinhard Wegerth könnte man so sagen. Nachher hat mich noch einmal Renata Zuniga eingeladen, ob ich jetzt noch eine Einladung bekommen, weiß ich nicht, ich hatte in den Neunzigerjahre bis Mitte Zweitausend aber auch ein großes Loch, obwohl ich immer meine Manuskripte hinschickte, jetzt tue ich es mit meinen Büchern und Mieze Medusa hat, glaube ich, auch ihre eigene Art der „Textvorstellungspräsentation“, obwohl ein Kontrast zu Angelika Reitzer, ein sehr großer sogar und Kurt Neumann betonte ihren Mut, daß sie Lyrik mit der Prosa mischte.

Aber Lyrik hat es bei den „Textvorstellungen“ schon bei Michael Hammerschmid gegeben, da wahrscheinlich nur, während Mietze Medusa könnte man so sagen, tatsächlich einen sehr großen Kontrast wagte und dem auch noch ein sehr ungewöhnliches Motto gab.

„Zwischen Tisch und authentisch – Rollenspiele zwischen ich & du“ und da könnte man schon einmal „Hui, was soll das heißen?“ fragen, noch dazu wenn man die eingeladenen Autoren Petra Piuk, Verena Stauffer und Jan Kossdorff dazu in Beziehung setzt.

Die 1975 in Burgenland geborene Peta Piuk hat ihr Debut „Lucy fliegt“ schon im Sommer bei den „O Tönen“ vorgestellt und der Roman von einer überforderten Stimme, die quasselt und quasselt, während sie im Flugzeug sitzt und sich von allen Realitäten wegredet, kann man, glaube ich, nicht, wie Mieze Medusa aus einer Rezension zitierte mit dem „Fräulein Else“ vergleichen und mit dem Schnitzer wahrscheinlich nur wegen dem Inneren Monolog.

Petra Piuk gab ihr aber eine laute und sehr eindrucksbvolle Stimme, während, die 1978 in Kirchdorf an der Krems geborene Lyrikerin Verena Stauffer schon einmal eine sehr lyrische Stimme hat, mit der Bachmann oder Valerie Fritsch vielleicht vergleichbar. Sie las sehr leise poetische Texte aus einem Manuskript, hat aber schon bei „Hochroth“ veröffentlicht und dazu kam dann gleich das nächste Kontrastprogramm, nämlich ein Autor, den ich sehr mag und von dem ich, glaube ich, schon seinen zweiten Roman „Spam“ gelesen habe, nämlich der 1974 win Wien geborene Jan Kossdorff. Sein vierter Roman „Leben Spielen“ ist bei „Zsolnay“ erschiene, vorher hatte er drei Bücher bei „Milena“.

Sein 2009 erschienenes Debut „Sunnyboys“ das ich glaube ich bei „Rund um die Burg“ hörte, ist wie Mieze Medusa erwähnte, inzwischen vergriffen.

„Kauft Leute“, was mich auch sehr interessieren würde, habe ich dann bei „Rund um die Burg“ neu gehört, „Spam“ wie gesagt, gelesen und „Leben Spielen“ handelt wieder im Schauspielermilieu.

Jan Kossdorf ist ja einer mit sehr ungewöhnliches Einfällen. So steigt ein Schauspieler aus, beziehungsweise hat er da nicht die große Karriere gemacht und kommt mit einem Freund auf die Idee, die Schauspielkunst im Alltag anzubieten.

Man kann sich ihn mieten und er spielt dann die gewünschten Szenen nach. Mit seiner Freundin Valerie und seinem Freund Sebastian tut er das und die Stelle, die Jan Kossdorff vorlas, spielt in einer Wohnung im zweiten Bezirk. Ein alter Drehbuchautor, Emigrant aus Wien, der in Hollywood Karriere machte, wünscht sich eine Begegnung aus den Fünfzigerjahren nachzuspielen. Sehr interessant.

Nachher gab es ein sehr intensives Gespräch in dem sich Verena Stauffer nach dem Motto erkundigte. Ich würde da ja nur sprachliche Gemeinsamkeiten sehen und hätte in den drei Texten keinen Tisch entdeckt.

Verna Stauffer war aber begeister,t umso mehr, da Mieze Medus ihr verriet, daß sie der Tisch gewesen wäre. Sie brachte gleich ein Gedicht über einen Tisch und sagte, daß für sie der Schreibtisch das wichtigste ist und ich glaube, daß Miezes Medusas „Textvorstellungen“ wahrscheinlich auch etwas Besoneres werden, auch wenn ich das Motto nicht nachvollziehen und auch nicht sehr passend finde.

Die gewagte Mischung finde ich aber interessant und da wird es im Juni wieder „Textvorstellungen“ mit Mieze Medusa geben, auf die man sich schon freuen kann.

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