Literaturgefluester

2021-02-18

Fast verpasster Doppelpack

Die „Alte Schmiede“ hat ja den „Dichterinnen-Dialog“ und da hat Frieda Paris ja einmal Meta März vorgestellt und die Ruth, die ein Buch über den Maler James Ensor geschrieben hat, hat sich im Zug der Recherche mit der 2019 verstorbenen Dichterin Brigitte Kronauer beschäftigt, weil die ein Buch über Ostende und oder dem Maler „Verlangen und Musik im Gebirge“ geschrieben hat und weil die Ruth ja eine sehr eifrige Feministin und Dichterin über siebzig ist, was Mieze Medusa, glaube ich, noch nicht so erkannt hat, daß es derzeit viele Frauen mit diesen Merkmalen gibt, hat sie sich in der „Alten Schmiede für die Reihe angemeldet und ich, die ich ihr Buch schon gelesen habe, habe mich auf die Veranstaltung sehr gefreut und der Ruth auch fest versprochen, sie mir anzusehen, als ich vorigen Woche bei ihr zum Mittagessen war. Dann hatte ich eine fünf Uhr Stunde und der Klient wollte auch diese Woche, um fünf anrufen.

„Geht sich gerade aus, wenn wir danach nach Harland fahren!“, habe ich gedacht und bin darauf gekommen, die Veranstaltung fängt schon um sechs an und, um halb acht gibt es noch eine Veranstaltung.

Was also machen, da wir ja nach Harland wollten und man eigentlich genaugenommen wegen des Lockdown light, ja um acht zu Hause sein muß?

„Macht ja nichts!“, könnte man denken. Derzeit gibts doch keine Liveveranstaltungen und Videos haben kein Ablaufdatum. Aber alle Livestreames der „Alten Schmiede“ sind nachher nicht mehr verfügbar. Nur ein paar Ausgewählte. Man kann aber anfragen, zumindest habe ich das bei Gerhard Jaschke einmal getan und es hat geklappt und so habe ich das auch getan und Annalena Stabauer hat mir auch gemailt, sie wird sich darum kümmern und gibt mir dann Bescheid. Aber ich hätte mir das Video am liebsten gleich anschließend angeschaut, um zeitgerecht darüber bloggen zu können und wollte, weil ich das Buch schon gelesen habe, auch nicht bis sieben in Wien bleiben und dann die andere Veranstaltung versäumen. Dann ist es wieder anders angekommen, denn Barbara Brunner hat mir ein Buch geschickt, das bis viertel acht kommen hätte können und einen Brief hatte ich auch noch zu schreiben.

Also während ich meine Stunden eintrug und der Alfred die mitzunehmenden Sachen einpackte, den Livestream eingeschaltet und die Ruth mit einer Blume im Haar aus dem Buch lesen gesehen.

Danach nach Harland gefahren, dort knapp nach halb acht angekommen, dabei habe ich Benedikt Wells „Hard Land“, das ich eigentlich zu Ende lesen wollte, im Badezimmer vergessen. Die ausgelesenen Bcher eingetragen und dann wieder in die „Alte Schmiede“, wo Jana Volkmann zwei Neuerscheinungen vorstellte. Sie tat das gerade mit der mir bisher unbekannten Volja Hapeyeva einer Lyrikerin und Übersetzerin aus Moldawien, deren Romandebut „Camel Travel“ bei „Droschl“ erschienen ist. Denn sie war im Vorjahr Stadtschreiberin von Graz. Ist derzeit, glaube ich, im unabhängigen Literaturhaus Krems Gast und wird im März, wie ich ergooglet habe, nach München gehen. Den Titel ihres, von Thomas Weiler übersetzen Romanes, habe ich nicht ganz verstanden, denn Volja Hapeyeva war gerade im Gespräch im Jana Volkmann und hat dann eine Stelle von einem Kind gelesen, dem die Mutter immer Grütze kochte, was es nicht essen wollte und den Brei dann an die Tauben verfütterte, das aber um die Mutter nicht zu enttäuschen, so tun wollte, damit sie es nicht merkt.

Es geht in dem Buch, das, wie in der Beschreibung steht, vom Heranwachsen in der SU handelt. Volha Hapeyeva wurde 1982 geboren, auch um Mode. Jedenfalls fragte Jana Volkmann, die Autorin danach und bin gespannt, ob ich einmal an das Buch kommen werde und dann begrüßte Jana Volkmann, die 1975 als Doris Mitterbacher in Schwetzingen geborene Mieze Medusa, die derzeit auch regelmäßig in der „Schmiede“ moderiert.

Zuletzt hat sie sie sich mit „Literatur und Rap“ beschäftigt und ich habe sie auch als Poetry Slamerin kennengelernt oder eigentlich 2008, als sie bei der „Rund um die Burg“ ihr Debut „Freischnorcheln“ vorstellte. Das Buch, das mich damals sehr interessierte, habe ich inzwischen auch gefunden. Zum Lesen bin ich aber noch nicht gekommen. Dafür war ich einmal in der „Gesellschaft“, als sie ihre „Mia Messer“ präsentierte und jetzt das neue bei „Residenz“ erschienene Buch, das „Du bist dran“ heißt und das Interessante daran ist, daß es darin auch, um drei Protagonisten zu gehen scheint, die, wie bei Carolina Schutti nichts oder scheinbar nichts mit einander zu tun haben. Eine Idee, die mich seit gerstern auch für mein nächstes Buch interessiert.

Da geht es um drei Generationen, die achtzehnjährige Agnesa, den vierzigjährigen Computernerd Eduard und die siebzigjährige Feministin Felicitas und da sagte Mieze Medusa etwas, was ich schon oben andeutete, daß es offenbar keine über siebzigjährigen Schriftstellerinnen gebe und ich dachte mir. was sagt sie nur?

Ich kenne jedenfalls viele. Kunststück bin ich das ja auch bald schon. Um den Gegensatz von Stadt Land scheint es in dem Buch auch zu gehen und, um Computer, denn die Generation der Agnesa ist ja damit aufgewachsen, während sich, wie Mieze Medusa zu meinen scheint, die fast Siebzigjährigen eher schwer damit tun. Interessant und spannend zu lesen, wenn ichs mals finde.

Da meine Leseliste aber sehr lang ist, brauche ich mich auch nicht besonders bemühen, habe ich ja nicht nur den Benedikt Wells zum Weiterlesen vergessen. Dafür aber heute einen Roman von dem mir bisher unbekannten Emil Bobi bekommen und der ist, habe ich herausgefunden ein 1958 geborener Journalist. Also einer der auch bald siebzig werden wird.

2017-03-21

Lyrik und Prosa bei den Textvorstellungen

Angelika Reitzer hat „Textvorstellungen“, die sie, wie, ich glaube, auf eine sehr spezielle Art und Weise machte aufgehört und die 1975 geborene Poetry Slamerin und Rapperin Mieze Medusa hat heute damit begonnen, wie Kurt Neumann vor der Veranstaltung einleitete und daraufhinwies, daß sich die Textvorstellungen aus dem „Literatureck“, entwickelt haben.

Da habe ich ja einmal, ich glaube, es war 1980, gelesen und dann immer wieder bei den „Textvorstellungen“, von Herbert J. Wimmer bis Reinhard Wegerth könnte man so sagen. Nachher hat mich noch einmal Renata Zuniga eingeladen, ob ich jetzt noch eine Einladung bekommen, weiß ich nicht, ich hatte in den Neunzigerjahre bis Mitte Zweitausend aber auch ein großes Loch, obwohl ich immer meine Manuskripte hinschickte, jetzt tue ich es mit meinen Büchern und Mieze Medusa hat, glaube ich, auch ihre eigene Art der „Textvorstellungspräsentation“, obwohl ein Kontrast zu Angelika Reitzer, ein sehr großer sogar und Kurt Neumann betonte ihren Mut, daß sie Lyrik mit der Prosa mischte.

Aber Lyrik hat es bei den „Textvorstellungen“ schon bei Michael Hammerschmid gegeben, da wahrscheinlich nur, während Mietze Medusa könnte man so sagen, tatsächlich einen sehr großen Kontrast wagte und dem auch noch ein sehr ungewöhnliches Motto gab.

„Zwischen Tisch und authentisch – Rollenspiele zwischen ich & du“ und da könnte man schon einmal „Hui, was soll das heißen?“ fragen, noch dazu wenn man die eingeladenen Autoren Petra Piuk, Verena Stauffer und Jan Kossdorff dazu in Beziehung setzt.

Die 1975 in Burgenland geborene Peta Piuk hat ihr Debut „Lucy fliegt“ schon im Sommer bei den „O Tönen“ vorgestellt und der Roman von einer überforderten Stimme, die quasselt und quasselt, während sie im Flugzeug sitzt und sich von allen Realitäten wegredet, kann man, glaube ich, nicht, wie Mieze Medusa aus einer Rezension zitierte mit dem „Fräulein Else“ vergleichen und mit dem Schnitzer wahrscheinlich nur wegen dem Inneren Monolog.

Petra Piuk gab ihr aber eine laute und sehr eindrucksbvolle Stimme, während, die 1978 in Kirchdorf an der Krems geborene Lyrikerin Verena Stauffer schon einmal eine sehr lyrische Stimme hat, mit der Bachmann oder Valerie Fritsch vielleicht vergleichbar. Sie las sehr leise poetische Texte aus einem Manuskript, hat aber schon bei „Hochroth“ veröffentlicht und dazu kam dann gleich das nächste Kontrastprogramm, nämlich ein Autor, den ich sehr mag und von dem ich, glaube ich, schon seinen zweiten Roman „Spam“ gelesen habe, nämlich der 1974 win Wien geborene Jan Kossdorff. Sein vierter Roman „Leben Spielen“ ist bei „Zsolnay“ erschiene, vorher hatte er drei Bücher bei „Milena“.

Sein 2009 erschienenes Debut „Sunnyboys“ das ich glaube ich bei „Rund um die Burg“ hörte, ist wie Mieze Medusa erwähnte, inzwischen vergriffen.

„Kauft Leute“, was mich auch sehr interessieren würde, habe ich dann bei „Rund um die Burg“ neu gehört, „Spam“ wie gesagt, gelesen und „Leben Spielen“ handelt wieder im Schauspielermilieu.

Jan Kossdorf ist ja einer mit sehr ungewöhnliches Einfällen. So steigt ein Schauspieler aus, beziehungsweise hat er da nicht die große Karriere gemacht und kommt mit einem Freund auf die Idee, die Schauspielkunst im Alltag anzubieten.

Man kann sich ihn mieten und er spielt dann die gewünschten Szenen nach. Mit seiner Freundin Valerie und seinem Freund Sebastian tut er das und die Stelle, die Jan Kossdorff vorlas, spielt in einer Wohnung im zweiten Bezirk. Ein alter Drehbuchautor, Emigrant aus Wien, der in Hollywood Karriere machte, wünscht sich eine Begegnung aus den Fünfzigerjahren nachzuspielen. Sehr interessant.

Nachher gab es ein sehr intensives Gespräch in dem sich Verena Stauffer nach dem Motto erkundigte. Ich würde da ja nur sprachliche Gemeinsamkeiten sehen und hätte in den drei Texten keinen Tisch entdeckt.

Verna Stauffer war aber begeister,t umso mehr, da Mieze Medus ihr verriet, daß sie der Tisch gewesen wäre. Sie brachte gleich ein Gedicht über einen Tisch und sagte, daß für sie der Schreibtisch das wichtigste ist und ich glaube, daß Miezes Medusas „Textvorstellungen“ wahrscheinlich auch etwas Besoneres werden, auch wenn ich das Motto nicht nachvollziehen und auch nicht sehr passend finde.

Die gewagte Mischung finde ich aber interessant und da wird es im Juni wieder „Textvorstellungen“ mit Mieze Medusa geben, auf die man sich schon freuen kann.

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