Literaturgefluester

2018-01-10

Wieder MUSA und Partisanenworkshop

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:09
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Vom „Partisanenworkshop“ das nach den Weihnachtsferien wieder begonnen hat, hat es auch wieder mit  Teresa Präauer und Martin Horvath, einem Stipediaten und einer Förderungspreisträgerin die Literatur im MUSA gegeben.

Der Name Martin Horvath ist vor ein paar Jahren durch das Netz und die Literaturveranstaltungen gegeistert. als sein „Mohr im Hemd oder Wie ich auszog die Welt zu retten“ erschien. Dann ist es um ihm still geworden, während Teresa Päauer erst vor kurzem den „Erich Fried-Preis“ gewonnen hat und auch im Vorjahr bei den „O- Tönen“ aus ihrem „Oh Schimmi“ glesen hat und vorher beim „Bachmannpreis“ gelesen.

Der 1967 in Wien geborene Marthin Horvath, der auch als Musiker unterwegs ist, schreibt inzwischen an einem neuen Roman „Zwischen den Jahren“ und hat aus diesem beziehungsweise seinem erschienenen 2012 „Mohr im Hemd“ gelesen und da hat er die damaligen Flüchtlingssituation als Schelmenroman beschrieben. Eine Situation, die sich, wenn man die Videos des Martin Sellner sieht, inzwischen sehr verschlechtert hat und so war es spannend daraus die Geschichte von „Ali, dem Tomatenpflücker“ zu hören und in „Zwischen den Jahren“ geht es um den Holocaust.

Da zieht ein Historikaer in eine Wohnung in der Leopoldstadt und recherchiert über die jüdische Familie die einmal dort leb. Jahre später schwebt der Geist der zehnjährigen Tochter dort herum und eine sehr makabre Geschichte, die ein bichen an Friedrich Torbergs „Hier bin ich mein Vater“, erinnert, hat der Autor auch gelesen.Da mjuß der schriftsteller Max in Auschwitz oder so, einem Sturmbandführer im dortigen Lazarett eine Geschichte erzählen und am Ende entscheiden, wer von den Insaßen sterben soll und wird mit der kleinen Schwester dazu erpresst und das ist die, die später in der Wohnung des Historikers herumgeistert.

Das war sehr sehr spannend und interessant, um so mehr, da sich meine „Wiener Verhältnisse“ ja auch mit diesem Thema beschäftigen.

Aus „)h Schimmi“ habe ich dagegen schon einige Male eine Lesung gehört und die Geschichte von dem Mann der sich aus Liebe zum Affen macht, kann mich, glaube ich auch nicht so begeistern, obwohl Teresa Präauer ohne jeden Zweifel eine großartige Vortragende ist.

Sie scheint auch sehr kritisch zu sein, hat sie sich doch im Gespräch mit Julia Danielcyck anschließend über die Kritiker beschwert, die ihren Roman nur nacherzählen würden und hat von einer „Inhaltsneurose“ gesprochen. Als ich sie beim Wein darauf angesprochen habe, daß mir das sehrwichtig ist, hat sie mir „Sie sind aber keine Literaturkritikerin!“, geantwortet.

„Ich denke schon ein bißchen!“, war meine Antwort.

Zuumindestens blogge ich sehr viel und spoilere da auch sehr und es ist, denke ich nicht nur die Form und die schöne Sprache, sondern auch ein bißchen der Handlungsbogen, wie ich ja auch beim ersten Autor sah, wo ich wirklich gebannt war, obwohl mir das eigentlich nicht mehr so oft passiert und auch beim Debutpreis, der jetzt wirklich für Klaus Cäsar Zehrer entschieden wurde, hat man ja sehr genau gesehen, daß sich die Bloggerjury, zugegeben, keine professionellen Kritiker, eher für das leichter zu Lesende Handlungsorientiere entschieden haben und das denke ich, soll auch so sein, obwohl ich Julia Weber, auch eine Sprachkünstlerin, meine Hauptstimme gegeben habe.

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2017-12-06

Partisanenliteratur und Preise der Stadt Wien

Im Workshop zur Partisanenliteratur das Stefan Teichgräber für mich und Jakob Eder exklusiv veranstaltet, beschäftigen wir uns derzeit mit Ladislav Mnackos „Der Tod heißt Engelchen“, das ist der  1964 in der der „Buchgemeinschaft der freien deutschen Jugend im Verlag neues Leben“, also DDR-Literatur erschienenen Roman des 1919 geborenen und 1994 verstorbenen slowakischen Autors  und sollen diesen Roman analysieren, aber mit der literarischen Analyse tue ich mir, die ich ja bei meinen Buchbesprechungen zusammenfasse, spoiliere und dann versuche literarische Portraits daraus zu formen, trotz des Centrope Workshop, das ich im vorigen Semester besuchte eher schwer. Das Buch ist auch vergriffen, so habe ich mir das erste Kapitel von Jakob Eder schicken lassen und es  heute morgen in der Badewanne gelesen und ich muß sagen ein tolles Buch mit einem frischen Ton, obwohl es  schon vor über fünfzig Jahren erschienen ist.

Der Held wird in den letzten Tages des zweiten Weltkrieges verwundet. Eine Kugel, wir haben im Seminar darüber diskutiert, ob eine Stahlkugel, eine solche Verletzung machen kann, trifft ihm im Rücken. Er wird auf einen Karren durch die Stadt gefahren und im Krankenhaus versorgt, das ist die Rahmenhandlung, danach fängt die Partisanengeschichte erst an. Aber ich habe nur dieses eine Stück und das Kapitel, in dem ich mir ein paar Metaphern und schöne Wendungen angestrichen habe, außerdem noch in meinen Badezimmer liegen lassen, so daß ich aus dem Gedächtnis zitieren mußte und am Abend das Kontrastprogramm.

Die Preise der Stadt Wien, die ich weiß nicht wann vergeben wurde, es ist ja sehr schwer eine Einladung dazu ins Rathaus zu bekommen, der Preisträger für Literaturkritik und der für Literatur werden aber seit Julia Danilecyck, die Referentin ist, immer im MUSA vorgestellt und diesmal waren Harlad Klauhs und Lida Wineiwicz die Preisträger.

Harald Klauhs, der Preisträger für Literaturkritik ist Leiter des Spektrums in der Presse und mir, glaube ich, seit dem Jahr bekannt, als Hanno Millesi beim Bachmannpreis gelesen und Gabriele Petricek nicht gelesen hat, denn da erschienen ein paar Tage vorher ein paar Zeilen in der Presse, wo er sich, glaube ich, über die Voraussagbakeit des Preises und die zahmen Kritiker dort mokierte und ich ihm deshalb einen Leserbrief geschrieben habe und später habe ich ihm dann in Zeiten als ich die „Mittleren“ und den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisierte, von 2001 bis 2012, über zehn Jahre also, immer die Ankündigungen schickte.

Jetzt habe ihn ihn also persönlich kennenglernt, Julia Danilcyck verkündete, daß er ein Buch über Adolf Holl, dem kritischen Theologen, der mit dem Buch „Jesus in schlechter Gesellschaft“, dem inzwischen Besteller, berühmt und aus der Kirche hinausgeschmissen wurde, geschrieben hat und daß er einen Text mit Titel „Wenn Holl Papst wäre“, lesen würde.

Der Text ist aber nicht aus dem Buch, sondern wurde für ein Geburtstagsfest für Adolf Holl geschrieben und ist sehr sehr lustig und lustig war es auch bei der Lesung der 1928 geborenen Lida Winiewicz die bald neunzig wird, die, glaube ich, viel für fürs Theater und ORF geschrieben hat, vor zwanzig Jahren mit einem Bus durch die UA fuhr und zwei Bücher über ihre Kindheit „Die Kinder gingen in die Oper“ und „Der verlorene Ton“ geschrieben hat. Sie hat auch Gedichte über das Älterwerden geschrieben und daraus vorgelesen.

Peter Roessler eines der Jurymitlglieder und wie Julia Danilcyck verkündete, Winiewiecz-Kenner hat die alte Damen interviewt und beim Wein und Brot habe ich mich mit Bettina Balaka unterhalten, Gabriele Petricek war da, Frau Schmidt-Dengler, Elisabeth Reichart und sonst eigentlich gar nicht so besonders viele Leute, es war aber sehr interessant und einen Büchertisch für die Weihnachtseinkäufe, wie Julia Danielcyck sagte, gab es auch.

2017-11-15

MUSA im November

Statt zur Zieleinlaufparty ins Writersstudio bin ich heute wieder ins MUSA gegangen, wo die Stipendiatin Alice Harmer und der Förderungspreisträger Daniel Zipfl aus ihren Werken lasen.

Alice Harmer habe ich vor Jahren oder eigentlich Jahrzenten in der GAV kennengelernt. Sie hatte einen kleinen Verlag, den sie dann aufgab und eine Schlußveranstaltung gab es im Literaturhaus ausgerechnet an dem Tag, wo Valerie Szabos  Begräbnis war. Da kann ich mich erinnern, daß ich zuerst am Zentralfriedhof war, danach in Grinzig bei einem Heurigen, dann in der Zieglergassa und man konnte sich ein paar Bücher, experimentelle Literatur, aber auch eines von Thomas Northoff, die man sich mitnehmen konnte.

Dann habe ich länger nichts mehr von ihr gehört und gesehen, erst im letzten Jahr im MUSA wieder und jetzt ist sie Stipendiatin „Wow!“, trug ein rotes Kleid und las zwei poetisch surreale Texte, einer hieß „Requiem an meinen Vater“ der andere „Die Farbe der Veränderung“.

Akkordeonmusikbegleitung gab es auch und laut Julia Danielcyck, die meisten Besucher seit ever, nämlich einige Studentenklassen aus Budapest und sonstwo und Daniel Zipfl Debutroman „Eine Hand voll Rosinen“, für den er einige Preise bekommen hat, ist mir bisher entgangen, obwohl ich ja fast alles von der „Kemayr& Scheriau-Literaturschiene“ gelesen habe und er ein sehr brisantes Thema, nämlich die Flüchtlingskrise hat, allerdings eine, die schon 2003 passierte und der junge Autor las sich wieder durch durch seine drei Protagonisten, dem Ministerialrat, der einen Flüchtling vor der Abschiebung bewahren wil, dem Schlepper, dem Flüchtling selbst und dann gibt es noch einen Burnoutgefährdeten Priester der als einziger uneigennützig hilft.

En wenig rätselhaft ist mir der Handlungsstrang immer noch, obwohl ich ja schon in der „Gesellschaft für Literatur“ und den „O Tönen“ draus hört und mir Wolfgang Helmhart, dem treuen MUSA-Stammbeuscher, mit dem ich mich bei Wein und Brot darüber unterhielt, mir das nicht glaubte.

Ansonsten kann ich vermelden, daß ich bei mir mein Alltag, der die letzten zwei drei Wochen ja sehr hektisch war wieder normalisiert. Ich habe statt dem „Partisanenworkshop“, das heute ausgefallen ist, mein „Frühstücksdummie“ korrigiert und einen Fehler gefunden.

Das heißt den habe ich schon gefunden, als ich die „Poet-Night“ vorbereitete, weil er aus der dort gelesenen Fabian-Szene stammt und „Besser spät als nie“ zur Hälfte, so daß ich mich  am Wochenende hoffentlich ungestört meinem „Nanowrimo“ widmen kann.

2017-10-04

Veza Canetti Preis an Lydia Mischkulnig

Die „Literatur im Musa“ die Schiene der Literaturabteilungt der Stadt Wien, die Julya Danielcyck 2014 einführte, um dort einmal  im Monat, die Stadt Wien-Stipendiaten und Preisträger vorzustellen, hat heute mit der Vergabe des vierten Veza Canetti-Preises, des reinen Frauenliteraturpreis zu Ehren von Veza Canetti, der  unbeachtet gebliebenen Frau des Nobelpreisträgers  begonnen.

Zum vierten Mal gibt es diese Preisverleihung jetzt schon, Olga Flor, Sabine Gruber und im Vorhjahr Ilse Kilic haben ihn bekommen und für mich, die ich ja bei einigen Veza Canetti Veranstaltungen war und das erste Mal etwas von der schon ziemlich verkannten Schriftstellerin im Literaturhaus etwas hörte, als Judith Gruber-Rizy dort bei einer von mir organisierten „Freiheit des Wortes Veranstaltungen“ einen Text über sie las, ist es auch immer spannend, wer den Preis bekommt.

Ich würde da ja für eine eher politsche Autorin, wie beispielsweise Judith Gruber-Rizy oder auch Julya Rabinovich voten, denke daß ich selber auch geeignet wäre, steheaber mit meinen selbstbemachten Büchern und meinem Literaturgeflüster leider völlig außer oder neben dem Literaturbetrieb und denke, daß es oft  sehr eher komplihziert schreibende Autorn, wie eben Lydia Mischkunig oder Olga Flor diesen <preis bekommen.

Es war, als ich nach meiner sechs Uhr Stunde etwas verspätet das MUSA erreichte, sehr voll, so daß ich gerade noch den letzten Platz in der letzten Reihe bekommen habe und Julia Danielcyck hielt gerade die Eröffnungrede, wies auf die Bedeutung und auch auf die Verkanntheit von Veronika Knecht oder Veza Magd, Veza Canettis Pseudonyme hin, dann kam Brigitte Schwens-Harrant und hielt die Laudatio auf die  1963 in Klagenfurt geborenen Autorin, die ich durch ihren 1994  bei „Droschl“ erschienene Roman „Halbes Leben“ kennenlernte, der noch ziemlich experimentell war.

1996 hat sie  mit einem sehr rasanten Text, der von Kritikern auch als Frauenzeitschritliteratur bezeichnent wurde, beim Bachmannpreis gelesen und ich glaube auch was gewonnen, ihren darauf erschienen Roman „Hollywood im Winter“ habe ich etwas später gelesen und ihn auch sehr kompliziert gefunden. Vorher waren  die „Schwestern der Angst“ and der Reihe und ich habe Lydia Mischkulnig glaube ich auch einmal im „MUSA“ gehört und bei der letzten „Literatur im Herbst“ wo es um Japan ging, hat sie  auch gelesen, weil sie wahrscheinlich mal in Japan war und dort einen Lehrauftrag oder ein Stipendium hatte.

Man sieht, daß ich mit der rassant schreibenden und auch so lesenden, immer sehr eleganten Autorin, meine Schwierigkeiten habe.Sie ist mir, ähnlich, wie Olga Flor, zu abgehoben, Britgitte Schwens-Harrant lobte aber in hohen Tönen ihr Werk und dann kam die Autorin auf die Bühne, versprach sich einmal und las dann eine Geschichte aus ihrem Erzählband „Die Paradiesmaschine“, „Der Kuß“ vor, der im vorigen Jahr in der „Alten Schmiede“ vorgestellt wurde. Auch damit hatte ich meine Schwierigkeiten, weil Lydia Mischkunig sehr distanziert erählt, was dann für mich ein wenig kalt klang und die beschriebene Person fast ein wenig unsympathisch machte. Die schien eine farbige Jazzsängerin zu sein, die in London als einzelkind unter armen Verhältinis aufwuchs, dann in Wien offenbar zu einem Fest in eine arisierte Villa kam und von den dortigen Bewohnern den Satz „Ich will nicht, daß die Negerin unter meinen Dach schläft“ hört, der sie irgendwie irritiert oder dann auch wieder kalt läßt.

Sehr viel literarische Prominenz, Daniela Strigl, Robert Huez, Gustav Ernst, sogar Paulus Hochgatterer, der heuete in Ö1 war, auf der ORf-Bestenliste stand oder steht und möglicherweise heuer den österreichischen Buchpreis gewinnen wird, habe ich kurz gesehen, Martina Schmidt von „Deuticke“ Ilse Kilic, Alice Harmer, und und und ich habe mich mit der Angela und ihrem Freund wieder bei Brot und Wein unterhalten und ihr die Einladung zu meinem literarischen Geburtstagsfest gegeben, mal sehen, ob sie diesmal kommt.

2017-05-03

Vom Centrope ins MUSA

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:49
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im Centrope-Workshop ist es heute mit der semanitsichen Ebene weitergegangen. Das Programm zum „Literarischen Lenz-Literaturfestival“, das vom achtzehnten bis neunzehnten Mai im Theaterbrett stattfindet, gibt es auch schon.

Da werden Edith Kneifl,  Gabo Schein, IlijaTrojanow, Petr Porkovec, Michal Hvorecky, Eva Rossmann, Mila Haugova, Stefan Slupetzky, Denes Krusovsky und Irena Douskova lesen.

Aber da werden wir wahrscheinlich in Harland sein, so daß ich mich mit der literarischen Analyse begnügen muß und die semantische Ebene, wo es um Metaphern und Symbole geht, ist ja auch sehr interessant. Wir haben Peter Roseis und Stefan Slupetzkys Texte analysiert  und sollen das auch zu Hause mit einer Texteite machen, aber für mich ging es wieder ins MUSA, wo diesmal Gabriele Petricek die zum dritten Mal das „Canetti-Stipendium“ zu erkannt bekam und und der Stadt Wien Stipendientat Jopa Joakin Jopa Jotakin präsentiert wurden.

Im MUSA gibt es auch eine neue Ausstellung, die am Montag eröffnet werden wird, Jörg Hartigs „Realpopp“ und zu den beiden Stipendiaten sind einige Bekannte, wie Hermann Hendrich, Fritz Widhalm,Gerhard Jaschke, Michaela Hinterleitner, Alice Harmer und noch einige andere gekommen.

Gabriele Petricek, die auch einmal bei den „Mittleren“ gelesen hatte und zuerst eine Ausbildung in der Modebranche machte, las eine Tetcollage, wo es um Jacky Kennedys Chanellkostüm, eine Schriftstellerin und auch eine Gebirgswanderung ging.

Dann kam Jopa Jotakin, den ich aus dem „Fröhlichen Wohnzimmer“ kenne und der jetzt, glaube ich, im GAV-Sekretatiat arbeitet. Ich habe ihn schon bei einer Lesung in St. Pölten gehört, er spricht, steht in seinem Lebenslauf Finnisch und Dada, hat experimentelle Texte, wo er mit seinem Körpereinsatz, aber auch mit Musik und anderen performanten Mitteln arbeitet und er hat mir bis jetzt auch sehr gefallen.

Diesmal möchte ich mich aber von seinen Kochrezepten, die  teilweise ziemlich unerträglich zu hören waren, distanzieren, denn gebackene Mäuse, wo die lebenden Tiere in den Germteig getaucht und dann herausgebraten werden, schmecken mir, glaube ich, nicht und ich finde sie auch nicht sehr literarisch und die Faschistenleiberl sind wahrscheinlich auch nicht das, was ich mag, weil ich ja kein Freund des Rechtsradikalen Gedankenguts, aber auch keiner von Gewalt bin.

Den Leuten hat es wieder sehr gefallen und sie haben auch beim „Häupl-Salat“, wo der Wiener Bürgermeister, der in eine Marinade von Rot-und Weißwein gegoßen wurde, gemeint war, sehr gelacht.

Dann habe ich zwei Gläschen Wein getrunken und drei Stück Brot gegessen und beim Weggehen, Jopa Jotatkin gesagt, daß es mir nicht gefallen hätte.

„Macht nichts!“, hat er mir fröhlich geantwortet. Mir aber schon, weil ich ja gegen Gewalt bin und mir auch bei der Literatur etwas Dertariges nicht gern vorstellen und darüber lachen  möchte.

Danach bin ich schnell nach Hause gegangen, denn da gab es ein Fest, hat der Alfred ja seine WU-Betriebsratkollegen eingeladen und ihnen Schinken mit Melone, Schweinslungenbraten in Kartoffelpanier und danach noch einen Tpfenstrudel gemacht.

Ein sehr gutes Essen von dem ich noch ein bißchen mitbekommen habe und das war gewaltfrei und so stelle ich mir das Leben und die Literatur eigentlich auch vor.

2017-04-05

MUSA und Centrope

Im Centrop zwei Personen Privatissimum sind wir  heute endlich zum Analysieren gekommen und zwar haben wir uns da Michael Hvrvetzkys „Das allerschlimmste Verbrechen in Wilsonstadt“ vorgenommen und uns angesehen, welche Unterschiede es bei der Verwendung der Präfixes es im Original und in der deutschen Übersetzung gibt.

Ich habe es ja nicht so sehr mit der literarischen Analyse und bin eher an der Literatur des Centropes interessiert und der Roman oder ist es eine Novelle, des 1976 in Bratislava geborenen Schriftstellers mit dem ich einmal mit dem Literaturschiff nach Wien gefahren bin und ihn dabei aus „Tod an der Donau“ lesen hörte, ist sicherlich interessant, auch wenn ich noch nicht viel von ihm verstanden habe und auch kaum etwas im Netz darüber im Netzt zu finden ist.

Bei „Google Books“ kann man aber etwas Probelesen, es scheint eine Art Krimi oder Gespenstergeschichte zu sein und mit Wilson Stadt dürfte Bratislava gemeint sein und da geht einer zu Anfang des vorigen Jahrhunderts spazieren und Hvovetzky baut Straßen und Plätze ein, die es gar nicht gibt, bezieht sich auf einen ungarischen Doppelagenten, der in London mit „Dracula“ in Berührung kam und das alles ist sehr interessant, aber keine literarische Analyse.

Die ist vielmehr, daß der Übersetzer Mirko Kraetsch, der das Buch sehr frisch und literarisch angegegangen ist, viel mehr Wörter mit den Silben „ver“ verwendet hat, als im slowakischen Original zu finden sind.

Spannend auch, ob Michal Hvorecky beim Centrope Festival aus dem Buch lesen wird?

Ich habe auf meinen Weg in die Spengergasse beim „Wortschatz“ wieder etwas Ungarisches gefunden, nämlich den 1948  in  der „Amadeus-Edition“ erschienenen Roman „Die von der Hoffnung leben“ von Geza Ujvary.

Auch darüber war im Netz nicht sehr viel zu finden, dafür gab es im MUSA heute wieder einen Dreierabend und der war insofern interessant, weil er eine Mischung durch die Genres darstellte.

Denn der „Canetti Stipendiat“ Martin Prinz, den ich ja schon mit seiner „Letzten Prinzessin“ im „MUSA“ hörte und das damals noch gar nicht auf den Namen Prinz, des  1973 in Lilienfeld geborenen Autors bezogen.

Aber jetzt hat er einen Lilienfeld oder Heimatroman mit dem Arbeitstitel „Der König von Lilienfeld“ oder „Die unsichtbaren Seiten“ geschrieben und das ist offenbar ein Memoir.

Denn es geht um den kleinen Martin, wie er mit acht Jahren mit Brille und karierten Hemd in der Aula seiner Schule steht und laut „Ich bin der König von Lilienfeld“ vor sich hin reflektiert. Dabei ist er der Enkelsohn des Bürgermeister und der Vater ist kein Prinz sondern ein Arbeiter aus Traisen.

Interessant, daß er sich das traut, seine Kinderträunme so auszuleben, interessant auch die Diskussion mit Julia Danielcyck, die mit ihm studiert hat.

Dann kam eine viel jüngere Frau, die Sprachkunststudentin und Dramatikerstipendiatin  Alexandra Koch, die brachte ein Schauspielerteam mit und las mit ihm einige Szene aus zwei ihrer Stücke, für die sie auch für den „Retzhofer-Dramatikerpreis“ nominiert ist. Eines ist ein Jugendstück, wo es um Gewalt im Netz geht, das andere handelt von der Identitätssuche im Erwachsenenalter und dann kam eine alte Bekannte, nämlich Margret Kreidl, die ich aus ihrem bei „Korrespondenzen“ erschienenen Band  „Zitat Zikade“ schon in Leipzig lesen hörte.

Eine interessante Mischung zwischen Roman, experimenteller Textmonatage und jugendlicher Dramatik also und es ist  sicherlich auch sehr spannend, die Stadt Wien Stipendiaten mit der Literatur des Centropes zu vergleichen und Textanalysen kann man auch hier anstellen, aber wie schon geschrieben, habe ich es damit ja auch nicht so sehr.

2017-03-01

Gegenwartsliteratur im Centrope und Dystopien im MUSA

In der Spengergasse gibt es die kleine „Dokumentationsstelle für ost – und mitteleuropäische Literatur“, die, glaube ich, von Stefan Teichgräber betrieben wird, der auch eine Zeitlang das Literaturprogramm der Szene Margareten in der Pannaschgasse moderierte und zweimal das Festival „Die goldene Margarete“ ausgerichtet hat.

Da hat er mich einmal zu lesen eingeladen, nachdem ich ein paar Jahre vorher wegen der Honorarfrage wieder ausgeladen worden bin, obwohl die Programme schon gedruckt waren und bei der „Margarete“ habe ich auch gelesen.

Dann waren wir einmal mit dem Lesetheater während des Osterspaziergangs in der „Dokumentationsstelle“, wo sie uns Stefan Teichgräber vorstellte und bei einer Veranstaltung bezüglich einer Literaturzeitschrift bin ich auch einmal gewesen.

Und dann gibt es das Festival „Centrope“, ich glaube, alle zwei Jahre im „Theaterbrett“, da bin ich auch einmal gewesen und jetzt bekam ich die Einladung an einem Workshop mitzumachen, wo im Sommersemester jeden Mittwoch von drei bis fünf eine Textanalyse der dort präsentierten Texte stattfinden soll.

Nun bin ich ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber das Seminar wendet sich neben den diesbezüglichen Studenten auch an alle Literaturinteressierten und da ich das ja bin und eigentlich immer sehr viel und jetzt gerade wieder osteuropäische Literatur lese, habe ich mir gedacht, daß ich einmal hinschauen und vielleicht mitmachen will, bin ich ja eigentlich immer an neuen beziehungsweise literarischen Experimenten interessiert.

Und ein Experiment war auch das Erstaunen Stefan Teichgräbers, daß zwei Personen, außer mir hat sich noch ein Philosoph eingefunden, das Workshop besuchen wollten, so daß sich die zwei jungen Frauen, offenbar Mitarbeiterinnen, die noch im Raum  waren, in andere Räume verzogen und Stefan Teichgräber mit seinem Laptop gleich ins Media Res ging.

Das heißt die ersten zwei Male wurden die Grenzen des Centropes definiert, beziehungsweise festgestellt, daß die Euroregion Centrope verschiedene Bundesländer von Österreich, Ungarn, der Slowakei und Tschechien umfaßt. Da soll dann in den restlichen Mittwochen bis Ende Juni die Gegenwartsliteratur in verschiedenen Aspekten, die mir nicht viel sagten, aber von Stefan Teichgräber aufgezählt wurden, analysiert werden.

Die entsprechende Literatur hat er uns auch dazu herausgesucht  und ich bin gespannt und entschlossen, soviel wie möglich an dem Workshop teilzunehmen.

Das heißt in drei Wochen werden wir ja nach Leipzig fahren und dann im Mai eine Woche mit dem Rad und der Ruth um den Bodensee.

Und am Abend ist es dann gleich in MUSA gegangen, wo diesmal sozusagen im Vorraum zwei Dramatikerstipendiaten vorgestellt wurden, die auch Hörspiele machen.

Eine davon ist FALKNER, die ich ja einmal im Literaturhaus als Performerin kennenlernte. Dann hat sie ein Buch bei „Residenz“ herausgebracht, Manifeste geschrieben, beim „Bachmannpreis“ gelesen und jetzt ist sie Hörspielautorin oder Regisseurin, deshalb bin ich auch bei der langen Nacht vor ihr gesessen.

Sie kurartiert für die „Alte Schmiede“, das „Horchpostenfestival“, das ist glaube ich in der Nachfolge von Christiane Zintzen, die ja vor ihr die experimentelle Hörspielreihe machte.

Und jetzt Stadt Wien Stipediatin mit Ausschnitten aus dem Hörspiel . „Du darfst mich lieben, wenn du tot bist“.

Da irrt eine Figur Ivan in einer menschenleeren Gegend herum, versucht sich aus den Toten die herumliegen, selber eine Figur zu machen, denn er sehnt sich nach liebe, trifft dann Thomas, tauscht mit ihm Körperteile und am Schluß hat sie ihrer Lieblingsfigur auch noch ein Lied geschrieben.

Eigentlich ganz schön konventionell für Michaela FALKNER und schöne Worte, schöne Sätze gibt es auch, aber eher eine abgehobene Welt ihre Figuren haben keine Berufe, während es bei dem Dramatiker Robert Woelfi mehr um Gesellschaftskritik geht. Aber der organisiert auch Hörspiele und scheint ein sehr selbstbewußter Mann zu sein und bei seinem Stück ging es um vier Programmierer, die in die Wüste fuhren, um dort die Welt zu retten oder die Idee für ein tollen Projekt zu finden, beziehungsweise den Weltuntergang zu erleben.

Eine Diskussionpartnerin neben Julia Danilcyck gab es diesmal auch und wieder sehr viel Prominenz im Publikum.

2017-02-02

Zwei realistische Stadt-Wien Stipendiatinnen aus Oberösterreich

Wieder einmal MUSA  und diesmal wurden zwei realistische Texte von zwei aus Oberösterreich stammenden Autorinnen vorgestellt.

Die mir bisher unbekannte 1984 in Linz geborene Cathrin A. Stadler, die auch in Leizpzig studiert und einmal beim Klagenfurter Literaturkurs war, las eine gekürzte Fassung ihrer Erzählung „Tschopperl“,  ein sehr realistischer Text einer Situation, die uns alle treffen kann.

Aus zwei Perspektiven aus heraus erzählt, eine siebenundachtzigjährige Frau, später von der Pflegehelferin Helga, Frau Doktor genannt, beginnt das Morgenritual, in dem sie ihren Mann streichelt, der die Hand aber abweist, ein langerprobtes Spiel zwischen beiden, später bekommt man heraus, der Mann hat Windeln und wird gepflegt und angezogen.

Alzheimer oder Demenz also und die zweite Perspektive hat die Frau Helga, die das Paar nur Herr oder Frau Doktor nennt, handelt es sich ja um einen ehemaligen Arzt.

Es kommt zu sexuellen Übergriffen, wobei ich bezweifeln würde, daß das bei einem Alzheimerpatienten solche sind, beziehungsweise gehört es wohl zu den Aufgaben der Pflegerinnen, diese abzuwehren.

Das tut die Frau Helga auch und nennt das „Natur“.

Die Gattin muß aber trotzdem zusehen, was vielleicht  der Grund auch ist, daß sie später ein warmes Kissen auf den Mund des Gatten drückt. Etwas, das mir nicht gefällt, da gab es ja schon einmal einen Bachmannpreisträger, der sich nicht anders als so zu helfen wußte und einen diesbezüglichen Krimi habe ich auch einmal gelesen.

Ich meine es geht anders und der Tod kann warten oder kommt sowieso von allein. In der Diskussion wurde dann von der jungen Frau einiges thematisiert, wie besispielsweise, daß die Pflegehelferinnen für einen Hungerlohn arbeiten würde, was bezüglich der Löhne in der Slowakei und Rumänien wahrscheinlich nicht so empfunden wird, sind solche Jobs ja sehr begehrt und die jungen oder älteren Frauen lassen sich auch umschulen und wenn man seinen Mann Mutter Vater in kein Pflegeheim geben will, ist man wahrscheinlich darauf angewiesen und kann wahrscheinlich nicht mehr als das zahlen.

Natürlich ist der Job hart und die Kinder werden oft in der Slowakei zurückgelassen, wachsen bei den Großeltern auf, etcetera.

Ein interessanter Text also, ich habe, muß ich noch erwähnen, auch schon öfter darüber geschrieben und die zweite Oberösterreicherin mit dem realistischen Text, war die Canetti Stipendiatin Karin Peschka, die schon im Vorjahr aus „FanniPold“ gelesen hat, da war der Text noch in Arbeit. Inzwischen ist das Buch erschienen, ich habe es gelesen und auch in der „Alten Schmiede“ daraus gehört und Karin Peschka kam gerade aus Innsbruck, wo sie daraus gelesen hat und wird das offenbar auch in Leipzig tun und irgendwie passen die beiden Texte auch gut zusammen, geht es hier ja, um eine Mitlifekrise, um eine Supermarkkassiererin einer Kleinstadt, die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist, eine Lüge, den Krebs, erfindet und dann nicht daraus herauskommt, so daß sie in einer zweiten Ebene mit dem Poldl in den Bäumen hängt und dort offenbar den Selbstmord sucht.

Wie es zu der Lüge und den Ritualen gekommen ist?, hat Julia Danielcyck die Autorin gefragt, die hat sehr lang und genau geantwortet, daß sie auch Rituale hat, sie braucht und dann wieder von ihnen belastet wird und, daß man manchmal eine Ausrede gebraucht und sagt, ich habe Bauchweh, wenn man sich mit den Freundinnen nicht treffen will.

Fanni sagt, ich habe Krebs und das halte ich für den dramaturgischen Kniff, den Spannungsbogen, dem man beim literarischen Schreiben ja haben muß und jetzt habe ich das Buch, bei dem ich mir beim Lesen noch etwas schwer tat, glaube ich, verstanden, habe aber wahrscheinlich trotz der Realististik ein wenig Schwierigkeiten mit dem Peschkaischen Ton, das war, glaube ich, auch schon beim preisgekrönten „Watschenmann“ so.

Macht aber nichts, ich interessiere mich  trotzdem für Literatur und bin gespannt auf alle ihre Formen, aber möglicherweise ist mir Karin Peschka irgendwie vielleicht ein bißchen zu geheimnisvoll oder konstruiert.

Man könnte ja auch sagen, wer übertreibt schon so sehr und läßt sich dadurch  auf die Bäume treiben? Aber in der Literatur, das habe ich schon beim „Writerstudio“ gelernt, muß das so sein und jetzt habe ich schon wieder viel zu viel verraten, denn das Ende kam bei der Lesung gar nicht vor, da wurden drei Waldszenen und dann zwei andere, als die vom Vorjahr gelesen und Karin Peschka, das weiß ich noch vom „Watschenmann“ ist keine Freundin des Spoilern und so hat auch Julia Danielcyck die Lesung beendet, daß sie das Ende des Buches, das man natürlich kaufen konnte, nicht verraten hat.

2017-01-11

Wieder ins Musa

Das Jahr geht weiter mit der Vorstellung der Stadt Wien Stipendiaten von 2016 und diese sind wieder sehr experimentell. Das heißt, bei bei dem 1981 geborenen Kärntner, der auch Musiker ist, Norbert Kröll, Absolvent des Hochschullehrgangs für Sprachkunst wußte ich das nicht so genau, denn der war mir bisher nicht bekannt.

Sein Roman, der im Frühjahr bei „Löcker“ erscheinen wird „Sanfter Asphalt“, von Straßenbildern begleitet, ist das aber, denn das gibt es eine Erzählstimme, die mit seinem Körper spricht, das Zähneputzen, die Funktion des Magens,  wird besprochen, es geht es weiter über das Müsliessen und dann kommt pötzlich ein Spam, das sich, als Angebot eines Druckkostenverlages entpuppt.

Der Protagonist, der Stadtflaneur, der durch Wien wandert, erlebt eine sterbende Katze im Hausflur und Gedanken über die Homosexualität gibt es, glaube ich, auch.

Sehr experimentell und plotlos könnte man sagen und dabei bin ich mit meinem kleinen in St. Pölten gekauften Büchlein dagesessen und habe mir meinen Plot, der den zweiten Teil meines Romanes betrifft, auffnotiert, denn Sieg, ich habe eine Handlung und die ersten siebzehn Szenen, die ich mir bis Sonntag auffnotiert habe, jetzt zweimal durchkorrigiert, die drei Handlungsstränge, die ich bis jetzt habe, haben jetzt ein Ende.

Bei Sophie und Fabi endet es bei der Angelobung des Bp. Da wird ein Stein auf Fabi geschmissen und Sophie zieht ihn weg ins Cafe Eiles. Die Therese ist inzwischen von Graz, wo die Performance auch durch eine Demonstration gestört wird, nach Linz, nach Salzburg und  bis Berlin gekommen, wo sie in den Terrorangriff auf den Weihnachtsmarkt hineinkommt, bevor sie zurück nach Wien und in die Sprechstunde ihres Psychiaters fährt und die Doro verbringt ein Wochenende in der Bibliothek, schreibt und liest da ihren Roman zu Ende, dann sperrt sie ab und geht aufs Dach früchstücken, wo sie dann der Karo sowohl das die „Viertagebuchfrau“, als auch den Schlüßel  zu denm Abstellkammerl übergibt und nach Hause duschen geht.

Das habe ich mir neben Hermann Hendrich und der ganzen experimentellen Szene sitzend aufnotiert. Vor mir saß Lukas Cejek, Elisabeth Wandler-Deck war auch da und ein paar junge Leute, möglicherweise Sprachkunststudenten.

Julia Danielcyk interviewte dann wieder den jungen Stipendiaten, fragte, ob es ein Wien Roman sei und nur dort spielen könne und vorhat sie der Technik gedankt, denn wo elffriede.auffzeichnensysteme vorkommt, wird es kompliziert.

Da war ich schon bei zwei Performances im Literaturhaus, deshalb war wahrscheinlich auch Barbara Zwiefelhofer da.

Das Licht wurde gelöscht, jemand legte sich auf den Boden und die Performancerin trat mit zwei Stirnlampen auf, las ihren Text, „Nachrichten vor dem Ton“, der, würde ich mal flapsen aus einer Reihe von Sprichwörtern und Alltagswendungen bestand, von einer Rolle, hatte auch ein Diktiergerät in der Hand und während Julia Danielcyk, die Stipediatin interviewte, lag der Kollege, was wahrscheinlich auch ein wenig irritierte noch immer da.

Interessant, interessant und mir stellte sich wieder mal die Frage, wer das ganze Experimentelle, Ralph Klever war da und verkaufte elffriede.aufzeichnungssystemes Werk, wirklich liest und behaupte, außer den Jurymitgleider wahrscheinlich nicht sehr viele Leute.

Es waren auch die Stammbesucher, die sagen wir mal, wegen dem Wein und dem Brot kommen, heute eher nicht anwesend. Dafür die experimentelle Szene Wiens oder ein Teil davon und ich habe in dieser Umgebung meinen sehr politischen und wohl auch linearen neuen Roman oder wahrscheinlich wird es wieder nur eine Erzählung konzipiert, schüttele den Kopf bei all dem Experimentellen, gehe aber immer wieder getreulich hin und habe auch im Gespräch mit Wolfgang Helmhart behauptet, das ich mir jedesmal etwas davon mitnehme und auch das ist interessant.

2016-12-07

Fest für Barbara Frischmuth und Literaturpreise der Stadt Wien

Heute war wieder „MUSA“ mit Helmuth Butterweck und Renate Welsch und das sind die diesjährigen Preisträger der Stadt Wien.

Vor drei Jahren haben die Gustav Ernst Erwin Klein bekommen, 2014 Wilhelm Pevny und da war ich am Vormittag bei der Preisverleihung im Rathaus und am Abend im „MUSA“.

Voriges Jahr waren wir mit der Oma in Ungarn, da fielen die Veranstaltungen aus und ich mußte mich auch nicht heimlich ins Rathaus schleichen, weil es mir bisher ja nicht gelungen ist, eine Einladung zu den Preisverleihungen zu bekommen.

Heuer wollte ich wieder einfach so hingehen, habe aber vorige Woche in der „Alten Schmiede“ von Julia Danielczyk erfahren, die Preisverleihung war schon am neunten November und es war eher ein Zufall, daß 2013 und 2014, die beiden Veranstaltungen zeitgleich waren und dann bin ich noch darauf gekommen, daß in der „Gesellschaft für Literatur“ ein Fest zum fünfundsiebzigsten Geburtstag für Barbara Frischmuth gefeiert wurde.

Also bin ich dort hin und weil am Nachmittag einige meiner Stunden ausgefallen sind, bin ich auch ziemlich konzentriert über „Klara-Claire-Klarisse“ gesessen und habe das ganze laut lesend korrigiert, wo ich dann ja immer einen Haufen Fehler finde, obwohl ich ja schon fast dachte, ich wäre eigentlich fertig.

Und weil wir  morgen nach Harland fahren werden, hätte ich das Ganze, das inzwischen wieder seitenverschoben ist, gerne fertigkorrigiert, weil ich ja in Harland keinen funktionierenden Drucker habe, aber dann wäre ich in die „Gesellschaft“ warhscheinlich zu spät gekommen, was ja an sich nichts macht, weil die ja eher gegen viertel anfangen, aber vielleicht sind viele Leute habe ich vorsorglich gedacht und nach fünf abgebrochen, so daß ich gegen dreiviertel sechs im Palais Wilczek eintraf, da hinter Barabara Frischmuth und ihrer Beleitung die Stiegen hoch gestiegen bin und dann beim Eingang vor lauter Prominente fast nicht durchkonnte und alle Pätze schon besetzt oder für die Prominentz reserviertwar, so daß ich nur auf einen der aufgestellten Sessel im zweiten Raum Platz fand.

Da habe ich geschimpft und geschimpft und bin auch den Herrn Müller angegangen, der hat mir aber auch nicht einen der reservierten Plätze gegeben. Es sind zwar andere Leute einfach rücksichtslos nach vor gegangen und eigentlich habe ich gar nicht so schlecht gesehen und Peter Rosei und Julian Schutting sind auch hinter mir gesessen.

Zu Barbara Frischmuth habe ich ja, das habe ich wahrscheinlich schon geschrieben, eine besondere Beziehung, denn ich habe sie durch meine Studententage begleitet oder sie mich, ich habe mir damals sehr viele ihrer beim alten „Residenz“ erschienenen Bücher gekauft.

In den siebziger Jahren, als ich studierte, waren gerade die „Mystifikationen der Sophie Silber“ oder diese Trologie an der Reihe und zu meiner Promotion im Jäner 1980, wo ich ja trotzig alleine hinging, nachher alleine im „Hausboot“ das es längst schon nicht mehr gibt, essen war, habe ich mir Band zwei oder drei gekauft und bin am Abend mit meiner roten Rolle alleine ins Burgtheater gegangen, was nicht nötig gewesen wäre, weil meine Eltern wären schon gekommen und hätten mich sicher auch zum Essen eingeladen, aber damals war ich noch sehr widerständig, zu meiner Hochzeit 1987 habe ich das nicht mehr geschafft.

Aber ich wollte ja über meiner Beziehung zu Barbara Frischmuth schreiben, die damals mein großens Vorbild war, so, wie sie wollte ich wahrscheinlich schreiben und natürlich auch bei „Residenz“ verlegen.

Die „Klosterschule“ habe ich mir auch zu einem meiner Geburtstage gekauft und die „Ferienfamilie“ steht auf meiner 2017 Leseliste, weil im Bücherschrank gefanden und in meinen Studententagen war ich mal in Linz und dort in einer Buchhandlung und habe ein paar Seiten daraus gelesen.

Die 1941 in Altaussee geborene Autorin ist sicher in einige Phasen einzuteilen, die „Klosterschule“ ist, glaube, ich ihr erstes Werk.

Die sogenannte Sternwieser-Trilogie spielt in Wien und im Stadtpark, wo Barbara Frischmuth ja einige Zeit im dritten Bezirk lebte.

Sie hat in der Türkei studiert, davon handelt, glaube ich, „Das Verschwinden des Schattens in der Sonne“, das ich während unserers Amerikas Aufenthalts 1989 las.

„Hexenherz“, „Die Frau im Mond“,“Bindungen“, Rückkehr zum vorläufigen Ausgangspunkt“,“Einander Kind“, „Über die Verhältnise“ habe ich gelesen.

Später, als ich mir die Bücher nicht mehr kaufte, kam dann die „Agypten-Phase“, da war ich bei einigen Lesungen in der „Alten Schmiede“ und in der letzten Zeit, einige bei „Aufbau“ erschienen Gartenbücher.

Denn Barbara Frischmuth ist wieder nach Alt Aussee zurückgegangen, hat sich dort einen Garten gekauft und den jetzt besiedelt und als wir 1984 warhscheinlich einmal mit der sehr kleinen Anna ein Wochenende in Altaussee verbrachten. habe wir am Abend in dem Hotel wo wir übernachteten Barbara Frischmuth gesehen.

Wegen dieser „Rushdie“ Geschichte ist sie aus der GAV ausgetreten, da habe ich ihr einen Brief geschrieben, sie hat mir auch geantwortet und jetzt ist sie fünfundsiebzug geworden und Peter Klar, den ich vom Volksstimmefest her kenne hat mit Anna Babka ein Symposium und jetzt das Fest für sie verranstaltet, daz eine Reihe von Autoren für Statesmenst eingeladen, mich natürlich nicht, so daß ich mir nur hier meinen eigenen Frischmuth Text und meine eigene Frischmuth Laudatio halten kann, denn die offizielle hat Bodo Hell gehalten und es war auch gut, daß ich mein Korrigieren vorzeitig abgebrochen habe, denn die „Gesellschaft für Literatur“ war, wie schon beschrieben sehr voll.

Friederike Mayröcker hätte die erste sein sollen, die einen Text für die Jubilarin lesen sollte, sie hat aber krankheits bedingt wahrscheinlich abgesagt, so hat Elisabeth Klar ihren Text gelesen, dann kam Jochen Jung ihr Verleger vom „Residenz-Verlag“ und der hat, was sich später auch noch wiederholen sollte, eine Collage aus ihren Titel, sie hat ja eine ganze Anzal von Büchern. zusammengestellt.

Olga Flor die erste „Veza Canetti Preisträgerin“ hatte einen ähnlichen Einfall und erzählte, daß sie eine sehr frühe Frischmut Leserin war und Barbara Frischmuth ihrem Kind auch eines ihrer Kinderbǘcher überreichte oder widmete.

Dann kam Thomas Stangl, man sieht die Creme der Creme des Literaturbetriebes mit seinem „Otter-Textr“.

Andrea Grill gratulierte zum Geburtstag, Mieze Medusa hat das Buch „Über die Verhältnisse“ wieder mal aus ihren Regalen genommen und forderte zum Wiederlesen auf.

Elisabeth Reichert, die ich erst vorige Woche in der „Alten Schmiede“ hörte, hatte einen Text, dann kam der mir unbekannte  Gerhard Fuchs, vom „Franz Nabel Instiut“, mit dem ich mich später sehr intensiv unterhielt und Almut Tina Schmidt, die ich auch kützlich in der „Alten Schmiede“ hörte.

Eva Schörkhuber hatte einen eigenen Text und die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl auch eine collage, in dem sie das Frischmuth-Gewächs erklärte.

Anna Weidenholzer schloß irgendwie an ihr letztes Buch an obwohl sie von der anderen Seite des Gebirges oder des Sees erzählte oder von einem erzählte, der ein Hotelzimmer mieten wollte, das er dan doch nicht bekam.

Der letzte vor der Laudatio war Markus Käöhle und Bodo Holl blieb dann eigentlich gar nicht mehr sehr viel über als sich zu wiederholen oder sich zusammenzufassen. Begann mit einem Spaziergang und machte dann eine Werkanayse bevor er zu der Litanei von  Muth und Frisch kam und alles aufzählte, was diesbezüglich zusammenghing.

Es wurde zu diesem Anlaß auch eine bei „Sonderzahl“ erschienene Anthologie herausgegeben, die Barbara Frischmuth überreicht wurde, die darüber sehr gerührt war, die man dann auch kaufen konnte.

Es gab im Anschluß Sekt zjum Anstoßen und als mich Margotr Heumann fragte, wo ich anschließend hingehen würde und sich dann mit ihrer Freundin zum Punschtrinken verabschiedet, fiel mir das „MUSa“ und das Brot, das ich dort zu einem Glas Rotwein noch essen könnte ein und bin losgezogen.

Auf die „Anthologie“ habe ich dabei vergessen, was mich ein wenig ärgerte, aber ich bin im „MUSA noch zur Lesung von Renate Welsh zurechtgekommen, die ja nach Christine Nöstlinger eine der größten Kinderbuchautorinnen ist, die wir in Österreich haben. Sie ist oder war auch die Vizepräsidentin der IG Autoren und eine sehr freundliche, engagierte Frau und sie las gerade von einem Findelkind und dessen Beziehung zu seinem Pflegevater.

Nachher gabs ein Gespräch mit Julia Danilczyk, die erzählte, daß Renate Welsh bei der Preisverleihung, wo ja gerade Donald Trump die US Wahl gewonnen hat, sehr niedrgeschlagen war.

Jetzt geht es ihr angesichts der Wahl von van Bellen, obwohl sich die Freiheitlichen ja schon zur nächsten Natrionalratswahl rüsten, viel besser und mit dem Manfred und der Angela habe ich mich nachher noch gut unterhalten und man wird es nicht glauben, im Bücherschrank, bei dem ich dann noch vorbei schaute, Renate Welshs „Spinat mitRädern“ gefunden. Das habe ich mir aus gegebenen Anlaß mitgenommen, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich es nicht schon in meinen Beständen habe.

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