Literaturgefluester

2018-12-03

Zwölfter Ohrenschmaus

Filed under: Literaturpreise,Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Ehrenliste

Ehrenliste

Den „Ohrenschmaus- „Literaturpreis für Menschen mit Lernschwierigkeiten“, von Franz Joseph Huainigg ins Leben gerufen, gibt es seit 2007,  ich bin seither in derJury dabei, die inzwischen aus Felix Mitterer, der den Ehrenschutz hat, Franzobel, Heinz Janisch, Ludwig Laher und Barbara Rett besteht, seit 2008 findet die Preisverleihung im Museumsquartier statt und heuer wurde der Preis das erste Mal von Gerlinde Hofer organisiert und es gab wieder ein tolles Programm.

Die Moderation hatten diesmal wieder Dani Linzer und der Vorjahrpreisträger David Trischer, mit dem ich auch auf der „Buch-Wien“ gelesen habe und nach der Begrüßung folgte wieder die Lesung  und die Vorstellung der Ehrenlistetexte, worunter wieder sehr viele Bekannte waren.

Begonnen hat es mit einem sehr interessanten Text von Cornelia Pfeifer, die sehr eindringlich erklärte, warum das „Leichter lesen und leichter sprechen“ für sie so wichtig ist.

Hans Martin Hiltner

Hans Martin Hiltner

Der 1980 in Graz geborene Christian Zsivkovic beschrieben seinen „Freitag Aabend in Stinaz“, wo er viel auszugehen pflegt.

Dann kam der „Europa-Text, der „Forum Logus Gruppe“, die aus einigen vorigen Preisträger wie Paul Text und Christan Kargl besteht.

Sehr beeindruckend der Text „Stimmen im Kopf“, der in Salzburg lebenden Jaqueline Moser, sowie“Johannas Lebensgeschichte“, der 1965 in Deutschlandsberg geborenen Denise Luttenberger.

Bei Christoph Dietrich handelt es sich auch um einen Vorjahrssieger, für den ich für seinen „Schmierfetten,“ die Laudatio geschrieben habe. Diesmal hat er sein außergewöhnliches Sprachtalent in dem Text „Super Deutz Traktor“ bewiesen, in dem das schöne Wort „Luftdrillmasche“ vorkommt, das Gregor Seberg, der die Texte wieder abwechselnd mit Chris Pichler gelesen hat, besonder gut gefallen hat.

Silvia Hochmüller, die glaube ich, auch schon öfter auf der Ehrenliste stand, beschäftigte sich in ihrem Text mit dem Widerspruch zwischen „Herz – Denken“ und der Dauerpreisträger Peter Gstöttmeier für den ich zweimal die Laudatio gehalten habe und dessen Buch „Söbständi“ ich auch hier besprochen habe, hatte diesmal mit „Ih sog zum Abschied leise Servus“  einen melancholischen Text, mußte er doch aus Gesundheitsgründen seine geliebte Außengruppe  aufgeben und sich wieder der Korbflechterei zuwenden und hat dies wieder in seiner Mundartart treffend beschrieben.

Markus Baumgartner

Markus Baumgartner

Ruth Oberhuber war 2011 Preisträgerin, ich habe vor zwei Jahren mit ihr auf der „ORF-Bühne“ der „Buch-Wien“ diskutiert und ihren Text „Regierung“ kann man wirklich treffend nennen:

„Darf ich mich vorstellen? Ich bin die neue Bundeskanzlerin. Ich rede nicht, ich tue mehr. Bitte denkt mehr nach, mit dem Geld mehr haushalten und eure Hosentaschen entleeren. Ist zwar nicht leicht, aber ihr könnt es schaffen. Mein Name ist <marie Sabine Grubauer“, dem kann man nicht viel hinzufügen, es gab aber noch einen ehrentliste Text von Stefan Mann, für den ich, glaube ich auch schon einmal eine Laudatio gehalten habe.

Den ersten Hauptpreis bekam  der 2015 Preisträger Hans Martin Hiltner der 1960 in Leipzig geboren wurde für seinen Text „Verletzt“, der von seiner Schwester Beate Henneberg aufgeschrieben wurde. Heinz Janisch hat die Laudatio  gehalten, ihm folgte der 1991 geborenen Markus Baumgartner, der seit 2008 Rainbows Home besucht, sich sehr für Zahlen interessiert und jeden, glaube ich, den Wochentag seines Geburtstags sagen kann.

Stipendiaten

Stipendiaten Viktor Noworski und David Silvester Marek

Ich habe für „Mir geht es gut“: „Der Buchstabe M riecht nach dem, auf dem draufsteht WAFER und in dem die Schnitten drinnen sind und die Zahl 13 riecht nach Frisör“, die Laudatio mit dem Titel „Das Gutgehen ist eine spezielle Welteinsicht“ gehalten.

Der dritte Preisträger war der 1989 geborene Mustafa Akmaz, der in Mmst wohnt und deshalb nicht zur Preisverleihung kommen konnte, er schickte aber eine Videogrußbotschaft und sein Text „mut“ ist auch sehr kurz, da er nur aus sieben Zeilen besteht.

„hasen-mut schaf-mut esel mut affen-mut  giraffen-mut elefanten-mut LÖWEN-MUT“, darüber läßt sich natürlich herrlich philosophieren. Felix Mitterer versuchte es in seiner Laudatio. Vorher gab es eine Musikeinlage der Inklusionband „Ohrenklang“ in der auch Ronnie  Pfennigbauer, der frühere Moderator Mitglied ist und die zwei Texte früherer Preisträger vertonten und musikalisch interpretierten, was mir sehr gut gefallen hat.

Dann folgte noch der sogenannte Schokoladepreis, das Gedicht auf der „Zotter Schokolade“, das diesmal von dem in Dresden lebenden Sebastian Zipser stammt, der Autor der Zeitschrift „Kaffepause“ ist, was sehr gut zur Schokolade passt, die von Franz Joseph Huainigg gleich angebissen wurde.

Alle

Alle

Ein „Ohrenschmaus-Stipendium“ gibt es seit einigen Jahren auch. Der erste Stipendiat ist der ebenfalls sehr häufig einreichende David Silvester Marek, dessen „Gehiemnisgeschichtenlexikon“ von Franzobel herausgegeben wurde und im Herbst bei „Klever“ erschien. Das Buch muß von mir noch gelesen werden und der nächste Preisträger wird auch ein Vorjahresieger nämlich Viktor  Noworski sein, der sein Buch mit Felix Mitterer erarbeiten wird.

Die Staatssekretärin Caroline  Edtstadler hat die Urkunde vergeben und den Preisträger vorgestellt, der gleich eine Probe seines Schaffens gab, dann gab es das Schlußfoto, das Buffet, die Schokoladen und den „Wohn und Werkstättenexpress“ in dem die Siegertexte wieder abgedruckt sind, was ich ich für eine sehr gute Idee finde.

Anschließend haben wir noch bei der „Augustin-Glühhmost-Hütte“, in der Rahlgasse einen Stop gemacht und einen Glühwein getrunken, was gut passte, denn der Coverboy des „Augustin 470“  ist David Sylvester Marek und ein Portrait von ihm gibt es in der Zeitschrift auch.

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2018-08-31

Abschlußveranstaltung mit Bernhard Strobels Palme und Peter Henischs Leben

Bernhard Strobel, Daniela Strigl

Bernhard Strobel, Daniela Strigl

Der Sommer neigt sich zu Ende, es ist auch schon ziemlich kalt und windig und so fand die Abschlußveranstaltung der heurigen O-Töne wieder im Arena Quartier statt und als ich so um halb sieben mit Hilmar Klutes „Was dann nachher so schön fliegt“, ein Buch über den deutschen Literaturbetrieb und den Einstieg in denselben aus den Neuzehnachtzigerjahren  eintraf, wurde gerade geprobt, denn Peter Henisch wollte, was ich eigentlich nicht wußte, einmal Sänger werden und er hat auch eine Band und so probten sie gerade seine sehr poetischen Lieder.

Es war auch sehr viel ausreserviert, fand doch die Abschlußveranstaltung zu Peter Henischs fünfundsiebzigsten Geburtstag am siebendundzwanzigsten August, statt und so trafen nicht Julia Danielczyk , sondern auch Alexandra Millner, Doris Glaser, Cornelius Hell und  andere österreichische Literaturexperten ein, auch Henrike Blum, die den „Droschl-Literaturverlag“ vertrittt, denn bei dem vorher präsentierten Debutanten handelte es sich, um den 1982 geborenen Bernhard Strobel, der zwar schon, ich glaube, auch bei „Droschl“ drei Erzählbände herausgebracht hat, aber die Literaturexeperten halten sich da nicht genau daran, was ein Debut ist?

Alles, was als Erstes bei dem entsprechenden Verlag erscheint also, weitgetroffen wie bei Mareike Fallwickl oder meistens der erste Roman, wie Daniela Strigel in ihrer Einleitung betonte und der „Im Vorgaten der Palme“ scheint auch sehr skurril zu sein oder, wie offenbar bei Strobel üblich, hintergründig hinterfotzig. Geht es dabei doch offenbar, um ein Familiengeheimnis oder ein Familienzerwürfnis. So ist der Protognist sauer auf seine Frau und seine Schwiegermutter, hat ein kleines Kind und fühlt sich von allen ausgetrickst.

Peter Henisch

Peter Henisch

Dann kam der große Peter, beziehungsweise das Geburtstagsständchen und für alle, die es noch nicht wissen, ich betrachte mich eigentlich als  Peter-<henisch Fanin, Fangirl will ich nicht sagen, denn dazu bin ich nicht mehr jung genug und finde diese Bezeichnung eigentlich auch für blöd.

Habe aber, als er noch bei „Residenz-alt“ erschienen ist, fast alles von ihm gelesen und sein Realismus hat mich, als ich in den Siebziger und Achtzigerjahren zu schreiben begonnen habe, sehr ermutigt und bei jedem Buch habe ich gedacht, jetzt schaffe ich es auch zu „Residenz“.

Welch ein Irrtum, würde wieder Ernst Jandl sagen, die Ähnlichkeit zwischen mir und ihm scheint aber auch zu sein, daß er seine Werke zitiert, so in dem neuen kleinen feinen Bändchen „Siebeneinhalb Leben“, denn Peter Henisch scheint ein Katzenfan zu sein und in dem Buch kommt ein Paul Spielmann vor, Protagonist aus der „Sehr kleinen Frau“ und ein Max Stein, Protagonist aus „Steins Parnoia“, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann, daß ich als ich es las, dachte, jetzt schaffe ich es auch dorthin, denn ich habe ja auch über die „Waldheim-Affaire“ geschrieben und in dem „Bibliothekgespenst“, kommt auch ein Bjuch vor, das ich einmal geschrieben habe.

In „Siebeneinhalb Leben“ sitzt der Protagonist im Türkenschanhzpark, wo heute, glaube ich, auch die Identiärtren sitzen und will ein Buch schreiben. Da kommt  Max Stein daher und erklärt ihm, daß er ihm in „Steins Paronia“ falsch geschrieben hat und der verdutzte Autor antwortet „Hören Sie, alles erfunden und alle Ählichkeiten mit  anderen Personen sind zufällig“, etwas was mir auch schon ein paar Mal passierte und vielleicht noch passieren wird.

Peter Henisch & Band

Peter Henisch & Band

„Aber den Waldheim haben sie nicht erfunden!“, lautete die Pointe, wo Peter Henisch zur Musik und seiner Band hinüberwechselte und dann noch kurz aus zwei anderen Büchern las, die ich schon gelesen habe, die der „Deuticke Verlag“ aber zu seinem Geburtstag wiederauflegte, nämlich „Der Mai ist vorbei“ wo es, um das Jahr 68 und, ich glaube auch um die „Wespennest-Gründung“ geht, deshalb war auch Gustav Ernst im Foyer und der ist ja mein zweites österreichisches Vorbild, sowie den „Peppi Prohaska“.

Dann kamen schöne Liebesleder und am Schluß „Hallo Tod, heute hab ich keine Angst mehr vor dir!“, bevors zu neuerlichen Geburtstagswünschen und einen Blumenstrauß ging und ich denke, wenn das neue Buch am Dienstag, wenn dann die öst Liste verlautbart wird, darauf steht, weiß ich wieder wer gewinnt, allerdings habe ich mich da schon im letzten Jahr geirrt, als ich da an Florian Lipus dachte, beim ersten Mal lag ich richtig und da war ich ja kurz vor der Shortlistverkündung in der „Alten Schmiede“ bin neben Peter Henisch gesessen, der im Publikum war und habe ihm erklärt, daß da sicher, die Frau Mayröcker gewinnen wird. Er hat es gelassen genommen und mich heute sogar gegrüßt und es war ein  stimmungsvoller Abschluß, der heurigen O Töne und jetzt mache ich noch einen Recherchetag, wo ich auch versuchen werde, sowohl der Welt, als auch dem Leben „den Haxn auszureißen“ und dann geht es auf zum Volksstimmefest, wo ich aus meinem  noch nicht erschienene Werk, nämlich der „Unsichtbaren Frau“ ein Stück lesen werde.

2018-08-10

David Schalko und Helmut Neudlinger bei den O-Tönen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:48
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Helmut Neundlinger

Helmut Neundlinger

Günter Kaindlstorfer, Helmut Neundlinger

Günter Kaindlstorfer, Helmut Neundlinger

Am Donnerstag gings wieder zu den O-Tönen, die diesmal wieder im Haupthof, das Wetter war ja sehr warm und sehr schön, stattfanden und diesmal auch noch eine besonders lange Sprechprobe hatte. So saß ein junger Mann vor dem Mikrophon und las offenbar etwas von einem Buchprospekt vor, las über „Das Mädchen das in der Metro“ las, ein neues buch über das Lesen und über Georgien, das diesmal das Gastland in Frankfurt sein wird.

Ich habe meinen bevorzugten Platz am Rand der zweiten Reihe bekommen, offenbar wegen der Hitze oder wegen der Urlaubwelle waren weniger Leute da und habe das „Kala-Experiment“ ausgelesen und dann ging es los mit Günter Kaindlsdorfer, der wieder Daniela Strigl, die sich offenbar auch auf Urlaub befand, vertrat und ihre Text zu dem Debutanten Helmut Neundlinger, den ich, glaube ich, aus der „Alten Shmiede“ kenne, beziehungsweise ich einmal mit ihm bei der „Amerlinghausbenefizveranstaltung“ las.

Der 1973 geborene Autor, der schon wissenschaftliche Texte und Gedichte veröffentlich hat, stellte seinen neuen Roman „Eins zwei Fittpaldi“ vor, der wie Günter Kaindlsdorfer las, so wirkt, als wenn Wolf Haas einen Stephen King Roman schreiben würde und es geht, um eine Kinderbande, die in OÖ Indianer spielen, Mädchen kennenlernen, etcetera und auch David Schalko, der Hauptleser ist 1973 geboren und auch mit ihm habe ich schon gelesen und zwar 2009 in der „Alten Schmiede“ gemeinsam mit Christine Werner und Cornelia Travnicek. Damals war er mit unbekannt. Inzwischen ist er auch mit Fernsehserien und Filmen sehr bekannt geworden. Ein Buch habe ich mir, glaube ich, einmal von ihm gekauft, aber noch nicht gelesen und das neue „Schwere Knochen“, habe ich, glaube ich auch bestellt. Mal sehen, ob ich es vorfinde, wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme.

Günter Kaindlstorfer, David Schalko

Günter Kaindlstorfer, David Schalko

Günter Kaindlstorfer, David Schalko

Günter Kaindlstorfer, David Schalko

Die  Einführung durch Günter Kaindlsdorfer war etwas mühsam oder auch ungewöhnlich, denn David Schalko scheint ein amüsanter Typ zu sein, der Diplomingenieur genannt werden wollte, obwohl er das gar nicht ist. Günter Kainsldorfer nannte sich dann Redakteuer und alle lachten und in dem Buch geht es, um die Wiener Unterwelt der Neunzehnhundertfünfziger Jahre. David Schalko las zuerst die Stellen vor, wo sich die Gangsterband, als Kinder oder Jugendliche lennenlernten, dann mit dem Falschspielen etcetera begann und dann noch eine, wo am Wiener Heumarkt gerungen wird.

Sehr interessant und spannend, die beiden Bücher, die sich wohl wieder überschneiden und nächste Woche kündigte dann die Organisatorin Gabriela  Hegedüs an, werden wieder zwei Frauen lesen, nämlich Verena Rossbacher und Tanja paar. Das werden wir zwar versäumen, aber Verena Rossbachers  „Ich war Diener im Hause Hobbs“ liegt schon auf meinen Badezimmerstapel.

2018-08-02

Regenguß, Belvedere-Ausstellung, Seeseiten-Buchhandlung und noch einmal Bekanntes bei den O-Tönen

Ich bin ja vor ein paar Monaten irrütmlich zu einer Buchpräsetation ins Belvedere gegangen, weil ich ein bißerl schlampert oder leicht legasthen, wie ich bin, die Margit Kreidl mit der Margret Greiner verwechselt habe und habe mir da von Ursula Rinderer von „Kremayr und Scheriau“ eine Freikarte vermitteln lassen, die auch für einen Ausstellungsbesuch gültig war.

Die habe ich eigentlich in meinen Strohwitwenmonat Juni einlösen wollen, da habe ich aber korrigert und bin damit erst vor zwei Wochen fertiggeworden, so daß ich meine Rituale, die wie Fensterputzen und ein bißchen Recherche schnuppern absolviert und mit meinen neuen Text begonnen habe und weil ich heute die letzte Stunde bis zwöf hatte, habe ich daran  gedacht und außerdem wollte ich schon immer oder sehr lang, die berühmte Seeseiten-Buchhandlung in der Seestadt aufsuchen, weil sie ja zur Buchhandlung des Jahres gewählt wurde und außerdem die Eigentümerin Bettina Wagner diesmal  in der Jury des öst Bp sitzt.

Dann ist es ein bißchen hektisch geworden, denn ich habe vorher endlich „Flammerwerfer“ ausgelesen und besprochen, die Wäsche mußte aufgehängt werden und nach einem Mittagsschlaf hat es mich auch verlangt, so habe ich mir in dem Asia-Imbiß in der Margaretenstraße sechs Avokado-Makis, die ich ja sehr gerne mag, geholt und bin um drei weggegangen.

Da mußte ich noch auf die Post, weil die ja die Preise erhöht haben und man auffrankieren mußte und als ich vor einer Kreuzung auf der Wiedner Hauptstraße stand, hat mich eine nette Dame angesprochen und „Schauen Sie, es kommt ein Gewitter!“, gesagt.

Das hatte ich gar nicht beachtet, weil ich gerade nach der Post Ausschau hielt und die nicht fand, so habe ich nach der zurückgefragt und bin ein Stück in die andere Richtung gegangen, weil das Postamt verlegt worden ist.

Der Postler war sehr freundlich, die zehn Cent wurden aufbezahlt und als ich mich dann in Richtung Belvedere aufmachte überraschte mich der Regen und da gehört es wohl auch zu meinen „Schrullen“, daß ich, der Badewannentyp, der seine Bücher ja dort liest, mich nicht unterstellen, sondern diese warmen Sommer Regengüße eigentlich ganz gerne mag. Nur ins Belvedere mit einer tropfenden Hose und patsch naß von den Ohren bis in die Zehenspitzen?

Die Hose habe ich mir dann vorher, damit ich in der Gemädegalerie keine Tropfspuren hinterlasse mehrmals ausgerungen, die Klimt- Ausstellung war schon weg oder ich habe sie nicht gefunden, stattdessen gab es eine Blumenausstellung mit ein paar Klimt und Schiele Bildern.

Dann hatte der Regen aufgehört und diesmal habe ich die berühmte Buchhandlung in der Janis Joplin Promenade auch problemlos gefunden und bin nur ein bißchen umständlich, weil drei Mal die U-Bahn gewechselt hingefahren.

Ich war ja schon fünfmal in der Seestadt diesen neuen Stadtteil, auf den ich aufmerksam wurde, wei E. A. Richter dort wohnt und in der ersten MUSA-Veranstaltung auch ein Seestadt-Projekt von Andrea Grill präsentiert wurde, das erste Mal habe ich nur ein Baustelle gefunden. Dann habe ich nicht gegneist, daß ich wenn der Zug bis Aspernstraße fährt, auf den nächsten warten muß, das dritte Mal war ich dort, aber es war Pfingstsonntag und die Buchhandlung habe ich nicht gesehen und das vierte Mal bin ich mit der Ruth und dem Alfred dortgewesen, als wir unsere Fototour machten. Da habe ich auch keine Buchhandlung gesehen, es war aber ohnehin Sonntag, aber das Nachbarschaftsbücherregal wieder aufgesucht und dort den Thilo Saranzin gefunden. Ein Buch das, zum Erscheinungsdatum   sehr angefeindet wurde, aber jetzt offenbar schon selbstverständlich ist und seine Nachfolger gefunden hat. Ein paar Tage oder Wochen später habe ich mir dann beim „Morawa-Abverkauf den „Seestadt-Krimi “ von Fritz Lehner gekauft und jetzt habe ich sofort die Janis Joplin Promenade und die kleine Buchhandlung gefunden.

Die Chefin war sehr freundlich und ich habe mir die Bücher angeschaut, die dort lagen und die ich entweder schon gelesen habe oder auf meinen Stapeln lieben, denn da kommt ja jetzt sehr viel vom Herbstprogramm und ich lese auch gerade Didi Dobrers „Als die Kirche den Fluss überquerte“, das am ersten August erschienen ist, dann natürlich zur freien Bücherentnahme. Dort gab es, zwar ohne Umschlag, aber immerhin Bettina Balakas „Die Prinzessin von Aborio“ und ich bin mit der U-Bahn zurück ins Museumsquartier zu den O-Tönen, die diesmal wieder in der Arena 21 stattfanden und habe mich dort Didi Drobna lesend langsam von der Reihe fünf bis zur zweiten vorgekämpft. Denn ich sitze ja gerne vorn, war aber später dran. So waren die ersten zwei Reihen schon reserviert und es hatten auch schon Leute ihre Schals und Jacken ausgelegt und weil der Alfred fotografiert, sollte ich auch am Rand sitzen. In der vierten Reihe war zwar noch was frei aber dort stand eine Leiter. Also habe ich mich in die Fünfte gesetzt, dann waurde die Leiter weggestellt und jemand besetzte, die Reihe bevor ich mich noch umsetzen konnte, nahm den Schal aber wieder weg und dann kamen die Veranstalter und überprüften die Reservierungen und habe, ob Zufall oder Absicht, die in der zweiten Reihe, wo ich gerne sitzen wollte und auch das letzte Mal saß, weggenommen, hurra!

Ljuba Arnautovic

Ljuba Arnautovic

Es lasen wieder zwei bekannte, beziehungsweise Autoren, wo ich zwar noch nicht die Bücher gelesen habe, aber schon bei Lesungen war, wie beispielsweise bei Ljuba Arnautovic „Im Verboregenen“, wo „Picus“ mir zwar die Vorschau schickte, dann aber offenbar doch entschied, daß ich so viele Flüchtigkeitsfehler mache, das Buch also nicht zu mir kam, was ich sehr schade finde. Aber vielleicht kommt es auf die Debutshortlist und dann frage ich es noch einmal an und außerdem war ich ja sowohl bei Lesungen in der „AS“, als auch in der „Gesellschaft für Literatur“ und Lubja Arnautovic hat wieder die Stelle gelesen, wo die Genoveva, also ihre Großmutter, die Sachen des Judens, den sie versteckt, an die Donau legt und dann die Polizisten zu der Ziehmutter kommen und seine Sachen suchen, als auch die von den zwei kleinen Buben, die am 12. 2. 1934 auf ein Kinderfreunde-Maskenfest gehen wollen, aber wegen des Bürgerkriegs nicht können. Die hatte ich schon gehört, die wo die Genoveva mit einer Nonne von der Gestapo in einen Keller gesperrt und vom Wasser fast überflutet wird, glaube ich, aber noch nicht.

Daniela Strigl war heute nicht da. so hat Paul Jandl, der Norbert Gstrein moderierte, ihren Text vorgelesen und Norbert Gstreins „Die kommenden Jahre“ habe ich schon in Krems bei der letzten „Buch und Wein“ gehört. Ein interessantes Buch, denn es umfaßt die Flüchtlingsproblematik, geht es da ja um ein Paar, Richard und Natascha, er Gletscherforscher, sie Schriftstellerin und nimmt eine syrische Flüchtlingsfamlie auf und läßt sie in ihrem Gartenhäuschen wohnen. Das kommt in die Medien. Dann kommen auch die Störer, Richard ist das peinlich und das sind auch die Stellen, die Norbert Gstrein sowohl in Krems, als auch jetzt gelesen hat.

Norbert Gstrein

Norbert Gstrein

Paul Jandl nannnte es einen satirischen roman und betonte in der Einleitung, daß Norbert Gstrein, sich nicht festlegen läßt und bei ihm immer alles anders, als erwartet ist und ich bin gespannt, ob das Buch, was ich ja eigentlich annehme auf eine der beiden Buchpreislisten kommt?

Dann werde ich es wahrscheinlich lesen, denn „Suhrkamp“ schickt es mir vermutlich zu und ich habe mich in den letzten Tagen auch mit der Flüchtlingsproblematik, beziehungsweise mit einem Text von meinem Freund Uli beschäftigt, der auch sehr satrisch ist, aber eher ein zyniischer Rundschlag ist, während Norbert Gstrein, ja vorsichtig und bedeckt bleibt und seinen neuen Roman wieder mit einigen Handlungsverläufen sehr genau zusammen setzt. Mal sehen, ich bin gespannt und meine Sachen sind inzwischen auch getrocknet und Angst mich zu verkühlen habe ich eigentlich nicht, bin ich ja vor ein paar Wochen, als wir am Hochschwab waren, genauso naß geworden und bin auch nicht krank geworden.

2018-07-26

Schon Bekanntes bei den O-Tönen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:55
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Daniela Strigl, Barbara Rieger

Daniela Strigl, Barbara Rieger

Barbara Rieger

Barbara Rieger

Diesmal hätte ich mir den Besuch der O-Töne eigentlich sparen können, habe ich doch Milena Michikos Flasars „Herr Kato spielt Familie“ schon im Frühling gelesen und auch bei „Literatur und Wein“ daraus gehört und Barbara Riegers Debut „Bis ans Ende Marie“, lag auch schon einige Wochen mit dem Vermerk, daß man es nicht vor den fünfzehnten August lesen sollte, in meinem Badezimmer.

Jetzt wurde es aber schon im Museumsquartier, die Lesung fand diesmal wegen Schlechtwetter in der Arena 21, diesem langen eher unterkühlten Schlauch statt, vorgestellt und da ich am Morgen mit „Finsterwalde“ fertig wurde, habe ich es hervorgeholt und während ich auf die Lesung wartete, diesmal zeitgleich das Buch zu der Lesung begonnen.

Was auch vom Iihalt ganz passend war, geht es ja wieder um eine Marie, allerdings unterscheidet sich das Buch im Stil gewaltig von Max Annas politischer Dystopie.

Ist doch die 1982 in Graz geborene Barbara Rieger, die auch das „Kaffeehausliteratenbuch“ bei dessen Präsentation ich in der „Gesellschaft für Literatur“ war, wie Daniela Strigl in ihrer Einleitung betonte, auch  Absolventin der Leondinger Akademie und daher eine sehr poetische Schreiberin, womit ich ja öfter meine Schwierigkeiten habe, so daß ich in den hundert Seiten, die ich während des Wartens gelesen habe, nicht wirklich mitbekommen habe, um was es hier geht und die im Klappentext enthaltene Beschreibung schien mir auch nicht ganz zum Inhalt zu passen.

Daniela Strigls Einführung half auch nicht wirklich weiter, sagte sie doch wieder etwas anderes, nämlich, daß es es um obsessiven Sex ginge, während die Buchbeschreibung von einer introvertierten Erzählerin ausging, deren Freundin Marie ganz anders als sie ist. Dann steht dort noch etwas von einem „bruchstückhaften Störbild“, während  der Roman in  sehr knappen, oft sehr kurzen Szenen, die Beziehung von zwei Frauen erzählt, von denen eine Kellnerin, die andere Psychologie studiert, weil sie kein Blut sehen kann und daher, die von den Eltern angepriesene Medizin nicht in Frage kommt.

Mehr will ich, weil ich das Buch demnächst extra brespreche, nicht verraten. Nur soviel, daß Daniela Strigl etwas von dem bei Debuts üblichen Coming Out- Roman erzählte und, daß sich Barbara Rieger in den ihr zugestandenen zwanzig Minuten, bis Seite hundertzechzig durch das Buch durcharbeitete.

Klaus Kastberger, Milena Michiko Flašar

Klaus Kastberger, Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar

Dann kam Klaus Kastberger mit der 1980 in St. Pölten geborenen Milena Michiko Flasar, die mit ihrem „Ich nannte ihn Krawatte“ schlagartig berühmt wurde, auf die Bühne und hielt eine vielleicht wieder leicht sarkastisch gemeinte Lobeshymne auf das Buch von dem er meinte, daß es eigentlich keine typische Japanische Welt beschreibe, beziehungsweise kein typischer Japanroman sei. Das habe ich beim Lesen zwar eigentlich anders empfunden und glaube nicht wirklich, daß es in St. Pölten, wie Klaus Kastberger auch noch anmerkte, spielen könnte, denn ich denke dieser Herr Kaato, der in seiner Pensionierung vereinsamt, so daß er auf dem Friedhof zu tanzen beginnt und sich darüber ärgert, daß seine Befunde bei der Gesundenuntersuchung so gut sind und sich keinen Hund halten kann, weil seine Frau ihn zu teuer findet, für mich schon die typisch japanische Lebenswelt schildert und denke, daß Milena Michiko Flasar, das vielleicht bewußt auch so beschreiben wollte, auch wenn es dann, weil sie ja in Österreich geboren und aufgewachsen ist, das wahrscheinlich doch nicht so ist.

Lustig war die Art und Weise, wie die junge Frau gelesen hat, ist mir dadurch ersst die Schrulligkeit oder Machoartigkeit des Herrn Kato, die mir beim Lesen gar nicht so aufgefallen ist, bewußt geworden.

Kommt der doch nach der Gesundenuntersuchung und dem Tanz auf dem Friedhof nach Haus, will seine Frau sagen, daß sie jetzt endlich einmal die Taschen bei der Hose öffene soll und ärgert sich darüber, daß sie nicht da ist

Sie hat ihm zwar das Essen zum Aufwärmen in den Kühlschrank gestellt und auch die Zeitung hingelegt, da aber die Brille nicht dazugelegt und das hat Michiko Michiko Flasar erst einmal in einem sehr vorwurfsvollen Ton gelesen und dann noch selber darüber zum Lachen angefangen, so daß diese O Töne im langen Schlauch der Arena 21obwohlesie mir schon sehr viel bekanntes brachte, auch wieder eine interessante Erfahrung war.

2018-07-19

Ö-Töne mit Yara Lee und Arno Geiger

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:38
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Yara Lee

Yara Lee

Daniela Strigl, Yara Lee

Daniela Strigl, Yara Lee

Das zweite Debut der heurigen Saison, das Daniela Strigl für diesen Donnerstag ausgesucht hat, betraf Yara Lees „Als ob man sich auf hoher See“ befände, ein Buch aus dem „Residenz-Verlag“, das sich bereits auf der Debut-Longlist befindet, also muß ich es nicht erst hinaufreklamieren und das, glaube ich, auch schon im Literaturhaus oder war es in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt wurde.

Aber sonst sagte mir das Buch nicht viel und auch von der eigentlich Afamia Al-Dayaa heißenden, in Deutschland geborenen Autorin, die sowohl Klavier als auch Sprachkunst studierte habe ich, glaube ich, noch nicht viel gehört und sie offenbar auch bei den Sprachkunstlesungen nicht erlebt.

Ein Auszug ihres Debutroman ist aber im Vorjahr in den „Manuskripten“ erschienen, also nicht sehr genau gelesen und habe jetzt erst ihr Debut kennengelernt, den Roman, wo eine junge Frau, die den Namen Marla Maria trägt mit einem Koffer in der Hand nach Wien kommt, einen James <kennenlernt und einen Vater namens Ulysses hat, der sich eigentlich auf das Sterben vorbereitet, aber offenbar die Gelegehheit dazu nicht  findet. Das waren etwa die Stellen, die die Autorin gelesen hat und auch das, was Daniela Strigl in ihrer Einleitung erklärte.

Danach kam noch einmal Daniela Strigl auf die Bühne und moderierte Arno Geiger, aus dessen neuen Roman „Unter der Drachenwand“ ich ihn schon in Göttweig lesen und, ich glaube, außerdem noch irgendwo ein Interview daraus hörte.

Daniela Strigl stelle den 1968 in Bregenz geborenen, sehr enthusiastisch vor und meinte, daß ihrer Meinung nach „Die Drachenwand“ zu den besten Romanen dieses Jahrhunderts gehöre, was offenbar  Arno Geiger so überraschte, daß er sie daraufhin umarmte.

Ich würde nicht so weit gehen und würde mich überhaupt hüten, ein Buch, daß ich in den letzten Jahren gelesen habe, so zu bezeichnen, muß aber sagen, daß ich das, was ich bisher aus dem Roman hörte, auch für das beste halte, was ich von Arno Geiger je gehört oder gelesen habe und ich habe ja meine eigene Arno Geiger-Geschichte, habe ich ihn ja 1996 kennengelernt, als er da, als noch unbekannter Autor nach Klagenfurt kam, mit seiner Käthe-Geschichte zwar kein besonderes Aufsehen erregte, zumindestens bei der dortigen Jury nicht. Mir hat die Geschichte aber sehr gefallen und offenbar auch Martina Schmidt vom „Deuticke-Verlag“.

Jedenfalls erschienen da, glaube ich, seine ersten Bücher und ich würde auch nicht sagen, daß er 2004, als er aus seinem späteren ersten deutschen Buchpreis-Roman gelesen hat, Aufsehen erregte. Das kam erst 2005 als er mit „Es geht uns gut“ den Preis gewonnen hat.

Daniela Strigl, Arno Geiger

Daniela Strigl, Arno Geiger

Arno Geiger

Arno Geiger

„Alles über Sally“ habe ich gelesen und auch in der „Alten Schmiede“ und, ich glaube, auch in Leipzig draus gehört. Für das Memoir über seinen Vater „Der alte König in seinem Exil,“ habe ich gedacht, daß er den „Preis der Leipziger Buchpresse“ bekommen wird, den dann Clemens J. Setz mit seinem „Mahlstädter Kind“  bekommen hat.

„Selbstportait mit fluß pferd“ habe ich nicht gelesen und die „Sally“ habe ich etwas langatmig wenn nicht sogar schwülstig empfunden.

Das waren aber die Werke die Daniela Strigl von Arno Geiger, der auch den „Wildganspreis“ bekommen hat, aufzählte und meinte, daß sie das interessierte O Töne-Publikum sicher gelesen hätte.

„Anna nicht vergessen“, hätte ich ihr da gerne zugerufen, habe den Erzählband zwar inzwischen auf meinen Stapel, aber noch nicht gelesen und diese Geschichte über den blutjungen Weltkriegsoldaten, der 1944, mit dreiundzwanzig Jahren verwundet wird und sich unter die Drachenwand am Mondsee zur Genesung zurückzieht und dort die Liebe entdeckt, habe ich wirklich sehr spannend gefunden und ja auch erst ein oder zwei Bücher über die letzten Tagen des zweiten Weltkriegs gelesen und muß da sagen, daß mir das die Melker Geschichte des Ralph Rothmanns nicht so beeindruckt hat.

Im Gespräch mit Daniela Strigl sagte Arno Geiger etwas, was er, glaube ich, auch bei dem Interview erwähnt hatte, nämlich, daß er für das Buch sehr lange recherchiert hat, weil er nicht historisch darüber schreiben, sondern die Geschichte lebendig und hautnah erzählen wollte.

Etwas, was icht nicht ganz nachzvollziehen kann, denn natürlich weiß er wahrscheinlich nicht wirklich, wie es  1944 gewesen ist, auch wenn er herausgefunden hat, daß es damals keine Bindfäden gegeben hat, weil die, die Leute alle für die Pakete verwendet haben, die sie den Soldaten an die Front schickten.

Aber ich habe diese Verknüpung der Geschichten der beiden ehemaligen Nachbarn, von denen der eine, der Jude OskarMeyer mit seiner Frau und seinem Kind nach Budapest flüchtet und die dort verliert, während der  schon beschriebene Veit Kolbe unter der Drachenwand seine Liebe findet, sehr  gut geschrieben gefunden und bin jetzt nur gespannt, ob es auf die österreichische oder deutsche Buchpreisliste kommt, auf die deutsche nachdem Arno Geiger dort ja schon gewonnen hat, vielleicht nicht mehr, auf die österreichische wahrscheinlich sicher und dann kann ich das Buch, falls es zu mir kommen sollte, es ist bei „Hanser“ erschienen, ja lesen und so war auch der zweite O-Töne Abend sehr interessant und wieder sehr voll und schönes warmes Wetter und es ist sicher auch sehr gut, sich in Zeiten, wie diesen mit dem zweiten Weltkrieg zu beschäftigen, obwohl es darüber auch schon sehr viele Bücher gibt.

2018-07-12

O-Töne-Start

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:12
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Stefan Sterzinger Trio

Stefan Sterzinger Trio

Und wieder hat ein tolles Literaturfestival angefangen, die O-Töne, die es im Museumsquartier im Juli und im August, nun schon, glaube ich, zum fünfzehnten Mal gibt und von denen ich wegen meiner Sommerfrische, die ich früher ab Mittwoch in Harland machte, sehr viel versäumte.

Seit zwei Jahren ist der Alfred aber in Altersteilzeit und da gibt es nur mehr Sommerfrischenwochenenden und ich kann mich Donnerstagabend mit einem Buch ins Museumsquartier setzen. Denn man sollte schon eine Stunde vorher dort sein, damit man einen Platz bekommt.

Ich war also, um halb sieben dort, habe begonnen in Elelena Ferrantes „Meine geniale Freundin“, ein Buch das mir die Ruth voriges Jahr geschenkt hat, als wir mit ihr um den Bodensee geradelt sind, zu lesen. Petra Eckhart hat begonnen, die Goodiebags mit dem Programm und den Bleistiften, die ich ja für mein Lesen brauche, weil ich eine starke Anstreicherin bin, zu verteilen. Dann ist  schon meine Hauptschulfreundin Christa U. aufgetaucht, die ich meistens im Sommer bei den den Sommerfestivals sehe und etwas später die Ruth, denn wir wollen ja heuer mit ihr um den Neusiedlersee radeln und hat dem Alfred einen Plan gebracht.

Robert Seethaler

Robert Seethaler

Marie Gamillscheg

Marie Gamillscheg

Langsam hat sich das Areal im Haupthof gefüllt, das Wetter war ja sehr schön und beim Eröffnungsabend der O-Töne gibt es auch immer ein Konzert. Diesmal war es das Stefan Terzinger Trio das begonnen und immer nach dem „Chef!“, gerufen hat und außerdem noch etwas von den Impressionen preisgab, die man erleben kann, wenn man plötzlich in eine Hölle kommt.

Dann kam Daniela Strigl und stellte ihre erste Debutantin vor. Das war diesmal die 1992 in Graz geborene und in Wien lebende Marie Gamilschegg „Mit alles was glänzt“, ein Roman, der in einer Stadt, ähnlich wie Eisenerz spielt und von dem Tod eines jungen Mannes handelt. Zumindest war das die Stelle, die die junge Autorin vorgelesen hat. Sprachlich sind mir einige sehr schöne Stellen in dieser wahrscheinlich leisen Dorfgeschichte aufgefallen und eine solche hatte auch der Star des Abends, der von Katja Gasser moderiert wurde, hat doch der ebenfalls in Berlin lebende Robert Seethaler, von dem ich das erste Mal etwas hörte, als bei „Rund um die Burg neu“ seinen Trafikanten vorgestellt wurde. Ich habe im Schrank einmal ein Buch von ihm gefunden und noch nicht gelesen und richtig berühmt ist er mit seinen „Ein ganzes Leben“ geworden, ein Buch mit dem ich trotz der vielen Lorbeeren, die es bekommen hat, nicht so ganz warmgeworden bin und in seinem „Feld“ scheint es wieder, ums einfache Leben zu gehen und zwar wird da  und das ist ein origineller Einfall, den ich auch beim vorwöchigen „Bachmannlesen“ gefunden habe, eine Stadt durch ihre Toten vorgestellt. Vier solcher Stellen hat Robert Seethaler gelesen, zwei habe ich davon sehr berührend gefunden. Da erzählt eine Lehrerin, wie sie ihren Mann kennengelernt hat und die andere handelt von zwei Krebspatientinennen, die ihre letzten Tagen in einem Sanatorium genannten Sterbehospitz verbringen

Das Buch hat wieder großes Lob bekommen und ist derzeit in großen Stößen in den Buchhandlungen zu finden, so daß zu vermuten ist, daß es auf eine der beiden Buchpreislisten kommen wird. Dann werde ich es wahrscheinlich lesen und herausfinden, ob ich mit Robert Seethaler warm werden kann.

2017-12-04

Ohrenschmaus-Preisverleihung

Urkundenverleihung Ehrenliste

Urkundenverleihung Ehrenliste

David Tritscher

David Tritscher

Den „Ohrenschmaus-Literaturpreis von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten“ gibt es seit 2007, das heißt er wurde heute das elften Mal im Museumsquartier verliehen.

Oder nein, im MQ war es erst das zehnte Mal, denn 2007 fand die Preisverleihung im Literaturhaus statt und ich bin von Anfang an dabei, während die Jury seither gewechselt hat.

Friedl Hofbauer war die ersten Male dabei, Kurt Palm, Niki Glattauer, Andrea Stift. Von den Anfangsjuroren gibt es noch Heinz Janisch, Barbara Rett und Felix Mitterer, der auch der Schirmherr ist. Jetzt sind außer den genannten noch Ludwig Laher und Franzobel dabei.

Franz Joseph Huainigg ist der Initiator, Eva Singer hat die ersten Preisverleihungen organisiert, ihr folgte Evelyn Prammer, die heute die Organisation an Gerlinde Hofer abgegeben hat und als ich nach halb fünf die Ovalhalle des MQ erreichte, begann es sich langsam zu füllen.

Dani Linzer und Ronny Pfennigbauer machen auch schon lang die Moderation im gekonnten Doppelduo.

Chris Pichler und Gregor Seberg

Chris Pichler und Gregor Seberg

Preisverleihung David Tritscher

Preisverleihung David Tritscher

Begrüßungsansprachen gab es heuer keine, so fing es gleich mit einer Lesung der Texte der sogenannten Ehrenliste an. Gelesen haben wieder Chris Pichler und Gregor Seberg und es gibt auch wieder eine Broschüre, wo die Siegertexte enthalten sind und die Autoren vorgestellt werden und richtig, die Texte wurden aus einer Rekordeinreichung von 186 Texten ausgewählt und es begann gleich provokant oder erfrischend, denn „Ich will den ganzen Tag saufen“, hat der 1986 in der Türkei geborene Muammer Yüce geschrieben.

Dann kam eine Gemeinschaftsarbeit der „Forum Logus Gruppe“ und die 1959 geborene Brigitte Koxeder hat einen Text namens „Erbsengroß“ geschrieben:

„Erbsengroß ist meine Geschichte. Ich Erbselein bin klein, rund und grün, befinde mich als kleine runde Kugel.“

Dann kam ein Text des 1965 geborenen Herbert Kastner, der sich um den Taxitransport in Gallneukirchen, wo der Autor auch lebt, dreht und als letzter, bevor es zu den Hauptpreisträgern geht, kam der Text des Vorjahrsgewinners Viktor Noworski „Göld is guad, awa ka Heiratsgrund“, der wieder auf eine unvergleichbarte Weise  witztig ist.

Franzobel hielt dann die Laudatio für den ersten ?reisträger, dem erst achtzehnjährigen David Tritscher „Gefangene Gedanken: Gefangene Gedanken sind in deinen Kopf, doch irgendwann werden sie ziehen“.

Preisverleihung Christoph Dietrich

Preisverleihung Christoph Dietrich

Preisverleihung Melanie Koller

Preisverleihung Melanie Koller

Danach kam ich mit meiner Laudatio für den sehr originellen  Text des 1983 in Graz geborenen  Christoph Dietrich „De guade  blaue Schmierfetten“

„Sehr lakonisch der Text und die Einführung in die Mechanik, die Hydraulik, in die Technik oder  was immer die Gebiete der Schmierfettkund sind“, habe ich geschrieben.

Dann kam Melanie Koller, die glaube ich, auch auf der „Buch-Wien“ gelesen und mit „Langsam werden“ gewonnen hat und das Gedicht der gute Zotterschokolade ist wieder von einem alten Bekannten.

Hat doch der 1962 in Waidhausen OÖ geborene Peter Gstöttmaier schon sechsmal am „Ohrenschmaus“ teilgenommen und  ihn 2011 gleich mit seinen „Söbständi“ und 2015 noch eimal mit dem Gedicht „dössöbi“ gewonnen.

Zweimal stand er auf der Ehrenliste. 2014 war einer seiner Texte auf der Schokolade und auch heuer gibt es  einen Gstöttmeier-Text, der inzwischen auch ein eigenes Buch herausgebracht hat, auf der Schokolade „Drüberschlofa Heli!“ heißt er, für den Ludwig Laher eine leidenschaftliche Laudatio hielt. Und Franz Joseph Huainigg hat, bevor das Buffet eröffnet wurde und es das großes Fotoschooting gab, auch gleich wieder hineingebissen.

Preisverleihung "Der besonders köstliche Preis" an Peter Gstöttmaier und Dankesworte von Franz-Josef Huainigg

Preisverleihung „Der besonders köstliche Preis“ an Peter Gstöttmaier und Dankesworte von Franz-Josef Huainigg

2017-08-24

Die letzten O-Töne

Laura Freudenthaler

Laura Freudenthaler

Florjan Lipus

Florjan Lipus

Heute „Dörfliches bei den O-Tönen, nämlich Laura Freudenthalters Debutroman „Die Königin schweigt“ und Florjan Lipus „Seelenruhig“ und meine „Wartelektüre“ war Zadie Smidts „Swingtime“.

Da hätte ich gerne einen Teil ausgelesen, weil wir ja morgen wieder wandern gehen und ich das sechshundert Seiten Buch nicht in die Berge mitnehmen will.

Ist nicht gelungen, dafür ein Gespräch mit der Stammbesucherin Christa U. und sehr viel Publikum, obwohl es zuerst gar nicht so ausgesehen hat, das es voll wird.

Die Christa sagte mir aber Florjan Lipus wäre im Kulturjournal gewesen und Katja Gasser war die Moderatorin, die Florjan Lipus auf Slowenisch begrüßte und auch über ihn für den ORf einen Film gedreht hat.

Zuerst kam aber Daniela Strigl auf die Bühne und stellte die 1984 geborene Laura Freudenthaler vor, die ich mehrmal in der Gesellschaft der Literatur“ hörte und deren Erzählband „Der Schädel der Madeleine“ ich mir, glaube ich, bei dem Jahren Flohmarkt vor der Buch Wien vor zwei kaufte.

Ihr Debutroman „Die Königin schweigt“ ist bei  „Droschl“ erschienen, deshalb war auch Henrike Blum da und es geht darin, so weit ich es verstanden habe, um eine alte Frau, die auf ihre Jugend im Dorf zurückblickt und um die Kindheit im Dorf, ging es auch in dem Buch des 1938 bei Eisenkappl geborenen Florjan Lipus, der auf Slowenisch schreibt und deshalb, wie Katja Gasser in der Einleitung erwähnte, den“ Staatspreis für Literatur“ im Vorjahr nicht bekommen hat, obwohl sich einige namhafte Autoren für ihn einsetzten.

Katja Gasser

Katja Gasser

Florjan Lipus

Florjan Lipus

Bekannt geworden ist er mit dem „Zögling Tjaz“, der von Peter Handke wurde, das ich, glaube ich, einmal im Schrank gefunden, aber noch nicht gelesen habe.

Den Autor habe ich, glaube ich, schon in der „Alten Schmiede“ gehört und bei dem Stück das er gelesen hat ging es wieder, um die Großmutter und die Mutter die er mit sechs Jahren verloren hat und die im KZ Ravensbrück umkam, ein Thema, das glaube ich schon in den anderen Büchern vorkommt und das Florja Lipus sehr zu beschäftigen scheint.

Es gab eine lange Schlange von Leuten, die sich anstellten, um sich das Buch signieren zu lassen und ich kann von meiner eigenen Schreibwerkstatt berichten, daß ich heute mit dem Korrigieren von „Besser spät als nie“ fertig geworden bin.

Es sind heute bezüglich Buchpreislesen auch einige Bücher zu mir gekommen, Jonas Lüschers „Kraft“ Michael Wildenhains „Das Singen der Sirenen“ und Robert Prossers „Phantome“, gleich ein zweites Mal, das ich aber der Zustellerin zurückgegeben habe und das ist die Brücke zu Katja Gasser, die ja die Sprecherin der heugien Bp-Jury war.

 

2017-08-17

Außerirdisches Glück

Ingrid Kaltenegger

Ingrid Kaltenegger

Ingrid Kaltenegger

Ingrid Kaltenegger

Mit dem Glück, der heurigen Sommerschiene des Literaturkreises Podium, ist es heute bei den O-Tönen im Museumsquartier weitergegangen. Heißt doch Ingrid Kalteneggers, bei  „Hoffmann und Campe“ erschienener Debutroman „Das Glück ist ein Vogerl“ und die 1971 in Salzburg geborene und in Köln lebende Autorin, war mir bisher auch unbekannt und in dem Roman scheint es, sehr interessant, um einen Geist zu gehen.

Jedenfalls erscheint der einem frustrierten Musiklehrer, die Ehe kriselt, die Tochter pubertiert, in einem Glückseminar, zu dem ihm seine Frau schleppte.

Dort soll er meditieren und da erscheint ihm der Mann, den er am Nachmittag niedergefahren hat.

Sehr originell und mit den Geistern oder den Außerirdischen ist es dann gleich mit Doron Rabinovicis gleichnamigen neue Roman weitergegangen.

Ob Science Fiction oder doch politisch, ist mir bei den Stellen, die der 1961 in Tel Aviv geborene Autor, den ich von der GAV kenne und der mit „Andernort,“ 2010, glaube ich, auch auf der Shortlist des DB war, nicht ganz klar geworden. Doron Rabinovici hat jedenfalls die ausgewählten Stellen fast diabolisch lächelnd vorgelesen.

Bühne

Bühne

Publikum

Publikum

Da kommen die Außerirdischen, wird eines Tages im  „Morgenjournal berichtet. Dann scheint es zuerst einen Aufstand, danach eine e Friedensbewegung zu geben. Man sieht sie aber nicht wirklich und dann werden Grundstücke im Weltall verkauft und Gewinnspiele veranstaltet, wo man viel gewinnen kann, aber wenn man verliert von den Außerirdischen gegessen wird.

Sehr diabolisch und sehr hintergründig. Würde ich gern lesen, auf die Longlist des dBp hat es der Roman nicht geschafft, aber vielleicht kommt er auf die österrichische Liste, obwohl sich jetzt die Bücher oder eher die  PDF bei mir zu sgtapeln scheinen und ich mir wahrscheinlich demnächst auch Franzobels „Das Floss der Medusa“ hinunterladen kann.

 

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Aber derzeit lese ich noch Print und  kein LL, nämlich Tims Krohns zweiten Band seiner Reihe der menschlichen Gefühle, das habe ich mir heute ins Museumsquartier mitgenommen und ein Stück darin gelesen, bis mich wieder die Christa, meine ehemalige Hauptschulkollegin  angesprochen hat und fragte, ob sie auch nächste Woche, wo sich ja die O- Töne zu Ende neigen und Florjan Lipus offenbar sein neues Buch vorstellt, hinkommen solle?

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