Literaturgefluester

2019-11-24

Anstückelungsversuche und Schreibprozeßanhang

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Hurrah, hurra, ich bin am Freitag, den zweiundzwanzigsten Nanotag mit den Roman, beziehungsweise mit den fünfzigtausend Worten fertig geworden. Zumindest behauptet meine „Nanoseite“ das, denn die ist heuer anders, als die letzten Jahren, auf der einen Seite übersichtlicher, auf der anderen , habe ich mich nicht ausgekannt, denn sie haben immer an die zweitausend Worte weniger angegeben, als ich tatsächlich hatte.

Also habe ich zweiundfünfzigtausend Worte geschrieben, aber das auch nicht wirklich, weil ich die meisten Szenen ja nach dem Schreiben korrigierte, obwohl man das laut dem „Nanogedanken“ ja nicht soll.Ich kann aber nicht anders und als ich dann mit dem Rohtext fertig war, aber nur so vierzigtausend Worte hatte, noch einmal. Da sind natürlich Worte weggefallen und ich war eine Weile ratlos, was mache ich jetzt?

Lasse ich den verkürzten Roman, die meisten, die ich außerhalb des „Nanos“ schreibe, sind auch kürzer und liegen zwischen dreißig und vierzigtausend Worten, obwohl man bei den Ratgebern immer hört, daß  fünfzigtausend  Worte  ein sehr kurzer Roman ist, und man eigentlich das doppelte haben sollte.

Nun ja, nun ja, was mache ich jetzt, es war ja erst der Tag fünfzehn oder sechzehn, also noch sehr viel Zeit.

Also bin ich auf die Idee gekommen einen Epilog  zu schreiben und habe da vier Szenen geschrieben, die eigentlich eine Magterialansammlung waren, denn die „Nanoratgeber“ empfehlen ja auch das nichtchronologische Schreiben. Also einfach Szenen anfügen, damit man was bekommt, was man später zusammenfügen kann.

Ich habe das noch nie gemacht, habe aber in den Rohtext noch vor oder zwischen dem Korrigieren Szenen eingefügt und bin am Donnerstag auf die Idee gekommen, daß ich in einem Anhang ja auch die Artikel einfügen kann, die sich mit dem Schreibprozeß beschäftigen und das waren heuer ja sehr viele, weil es ja für meine Leser interessant sein könnte, wie so ein Roman entsteht und dann habe ich sicher die fünfzigtausend Worte, weil meine Artikel sind ja eher lang.

Am Freitag habe ich dann noch eine vierzigste Szene geschrieben, die wo die Anna vom Ulrich zu ihrer Mutter kommt, da hatte ich auf der „Nanoseite“ dann zuerst 50 001 Worte und, als ich später noch etwas einfügte 50 688 nach meiner Zählung 51 857, hurrah, hurrah und habe fertig korrigert.

Als ich da bei meinen vier Epilogszenen war, die ich eigentlich wegstreichen wollte, bin ich daraufgekommen, daß ich die erste, die wo die Sibylle Neuemayer ihren Moritz verläßt, lassen, also zur Einundvierzigsten machen und den Epilog streichen werden, die zweite und die dritte Szene, die der Fatma Sayan und der Dorothea Hartinger, die eigentlich nur eine Materialsammlung war, habe ich gestrichen, mit dem Resultat, daß ich dadurch wieder nur 48 971 Worte hatte, die ich natürlich nicht hochladen werde.

Die Harry-Szene muß ich noch korrigieren, werde sie aber lassen, das heißt der Text wird dann zweiundvierzig Szenen haben und keinen Epilog.

Dafür kommt aber ein Anhang, da habe ich schon vor einer Woche ein kleines Nachwort geschrieben, das werde ich aptieren und habe die Schreibartikel eingefügt, die ich dann noch korrigiert werden, das heißt die Verlinkungen herausnehmen und hatte dann, weil ich ja eher lange Artikel habe 55.340  Worte und am Abend kam dann die Überraschung, nämlich das Winner-Zerifikat, das ich mir diesmal ausdrucken werde und die Nachricht, das ich mir ein Winner T-Shirt um kaufen kann, was ich auch nicht machen werden, mir aber das Congratulation Video angesehen und muß sagen, wow, ich bin  erfreut, in drei Wochen einen Roman geschrieben, der eigentlich trotz „Buch Basel“ und „Buch Wien“ flott von der Hand gegangen ist.

Endkorrigieren werde ich ihn erst wenn das „Mein Schreiben meine Bücher-Buch“ fertig ist, ich bin aber sehr zufrieden, wünsche mir natürlich außer dem Trommelwirbel auch Leser, aber, wow es war eine schöne Zeit, ein intensiver November, obwohl ich  noch nicht wirklich fertig bin und auch noch eine ganze Woche Zeit habe.

2019-11-21

Kafka-Wege in Berlin und einundzwanzigster Nanotag

Ich bin ja keine besondere Kafka Expertin, denn man könnte wahrscheinlich sagen, Kafka ist mir zu kafkaesk, so habe ich auch nicht sehr viele seiner Texte gelesen.

Nach meiner Matura habe ich mir „Amerika“ gekauft. Das Lesen aber erst im zweiten Anhieb geschafft, sonst habe ich, glaube ich, keine  Originalexte gelesen, wohl aber seine Tagebücher, die ich mal im Schrank gefunden habe, als ich noch zum Lesen der Bücherschrankfunde gekommen bin und in der „Gesellschaft für Literatur“ gibt es regelmäßige Kafka-Veranstaltungen, weil ja Manfred Müller, glaube ich, der Präsident, der Kafka-Gesellschaft in Klosterneuburg in diesem ehemaligen Sanatorium Hoffmann ist, da habe ich einmal einen realen Kafka-Spaziergang gemacht und mir einmal in der Herrengasse einen Vortrag über Kafkas-Wien angehört, die anderen Kafka-Spaziergang habe ich versäumt, die „Gesellschaft“ ist ja, glaube ich, auch nach Prag gefahren, aber weil das ja nicht so einfach ist, bietet sie auch virtuelle Spaziergänge, also Vorträge darüber an und heute war ein solcher über Kafka in Berlin.

Nun weiß ich inzwischen zwar, daß der in Prag geborene Versicherungsangestellte in Klosterneuburg gestorben ist. Daß er auch in Berlin war, habe ich nicht gewußt.

Aber Berlin ist offenbar nicht nur heute modern und in aller Munde und ich kenne jede Menge Leute, die dort wohnen.

Das war es wohl schon 1910, wo Kafka offenbar das erste Mal dort war und in Berlin wohnt auch Sarah Mondegrin und die ist durchs Lesen zu Kafka gekommen und bietet jetzt „Kafka Walks“ oder „Imagine Kafka“ an und geht dort mit vermutlich amerikanischen Touristen auf Kafkas Spuren durch Berlin und Manfred Müller hat sie offenbar nach Wien geholt und so ist Sarah Mondegrin, die wie im Prgramm steht, schon seit Vor-Mauerzeiten in Berlin lebt und dort auch Kurse für kreatives Schreiben anbietet, mit einem Regenschirm an dem Bonbons aufgespießt war, in den Vortragssaaal hineingetänzelt, hat sich an das Vortragepult gesetzt und erklärt, daß sie später erklärt, was es mit dem Schirm auf sich hat.

Auf der Wand war schon ein Bild mit einem Indianer auf einem Pferd projeziert, da Kafka offenbar gern ein solcher gewesen wäre und in Berlin, seinem Sehnsuchtsort, war er offenbar drei oder viermal.

1910 als Tourist, 2013 zu Ostern als er sich dort mit Felice Bauer verlobte und dann hat er 1923, als er schon sehr krank war, dort eine Zeit lang gelebt, eine jüdische Hochschule besucht und Dora Diamant kennengelernt. Da war er, obwohl schon sehr schwach, sehr glücklich, fühlte sich befreit und vor allem sehr wohl in dieser schnelllebenden lebendigen Stadt und Sarah Mondegrin brachte das alles sehr lebhaft vor und projezierte Bilder des Berlins von 1910 und dem, wie es damals zu Kafkas Zeiten dort ausgesehen hat.

Sie erwähnte auch viele Bücher und das Regenschirmmotiv kommt auch aus einem Buch, denn Kafka hat einmal einen solchen verschenkt und nachher gab es eine angeregte Diskussion, denn im Publkum saßen offenbar auch  viele Kafka-Experten, die interessierte Fragen stellten.

Und was den „Nano“ betriff,  kann ich meinen Lesern vermelden, ich habe es geschafft, zumindest was das Konzept betrifft, weiß ich jetzt, wie ich in der Woche mit den beiden Wochenendveranstaltungen, die ich noch habe, fertig werde, nachdem ich jetzt drei Tage nichts geschrieben, sondern die  Seiten, die ich habe, korrigert und korriegiert habe, so daß meine fünfzigtausend Worte, die nach meiner Zählung schon hatte, immer weniger und weniger wurden.

Beim Korrigieren bin ich jetzt mit der Szene zweiunddreißig fertig, das ist die, wo dieHenrike Gansl macht und den Harry und den Fabi dazu einlädt, da habe ich dann heute, um doch etwas zu schreiben und wieder über meine fünfzigtausend Worte zu kommen, noch eine Johanna Buchhandlungsszene eingefügt und habe somit mit dem jetztigen Stand 50739 Worte und hundertfünf Seiten.

Den Rest muß ich noch korrigeren, werde aber am Schluß noch eine Szene einfügen, nämlich die, wo die Anna nachdem sie die Nacht beim Ulrich war, nach Hause kommt und ihrer Mutter sagt, daß sie die Wohnung doch nicht nimmt sondern zu ihm zurückkehren wird.

Da die „Nanoseite“ offenbar anders zählt, macht sie aus meinen 50 739 Worten 48 950, ich brauche also noch über tausend Worte oder mehr, weil ja wieder Worte wegfallen, wenn ich das Ganze fertig korrigiere, was ich machen will, um in den Fluß hineinzukommen.

Ich habe ja am Sonntag vier Anngszenen eingefügt, die von Personen handeln, die im Text keine eigenen haben und daher nicht wirklich hineinpassen, so verläßt die Sibyille Neumayer, den Moritz, der Harry hat Krebs, die Fatma muß zum Begräbnis ihrer Großmutter mit ihrer Mutter nach Teheran fliegen und die Dorothea geht zum Elternsprechtag.

Da bin ich nicht sicher ob ich das, wenn ich dann nach dem November, die Buchkorrektur mache, das nicht wegstreiche? Jetzt brauche ich sie für meinen Wortaccount und habe auch einige Pläne, wo ich vielleicht noch ein paar Anhangszenen anfügen könnte, so könnte der Professor Gruber eine bekommen, etcetera, aber das ist eine reine Materialsammlung macht mir also auch eine bißchen Unbehagen.

Am Sonntag habe ich auch ein recht kurzes Nachwort angefügt und da ist mir jetzt die Idee gekommen, daß ich die Mutter-Szene schreibe, dann fertig korrigiere und dann am Schluß einen Anhang einfüge, wo ich alle Literaturgeflüsterartikel, die sich ganz dem „Nano“ widmen einfüge und wenn ich fertig bin, noch einen Schlußartikel schreiben werde, das müßte sich in der Woche ausgehen und dann bin ich sicher über fünzigtausend Worte und wenn ich danach korrigiere kann ich ja sehen, was ich lasse oder streiche. Die Schreibartikel sind für die Leser vielleicht auch interessant, die den Prozeß verfolgen wollen.

Ich habe ja auch vor, daß ich, wenn ich mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ fertig bin, das Ganze ohnehin noch nach Spannungsbögen zu untersuchen, das Gustav Ernst-Buch dazu und anderes Schreibmaterial beispielsweise die Mini-Books der Jurenka Jurk dazu verwende.

2019-11-19

Wien-Reihe und neunzehnter Nanotag

Die „Literatur im MUSA“ von Julia Danilczyk, der Literaturbeauftragten der Stadt Wien, 2013 eingeführt, um die Preisträger und Stipendiaten der Stadt Wien vorzustellen, gibt es ja nicht mehr, da das MUSA jetzt zum Wien- Museum gehört, so gibt es in der „AS“ jetzt die „Wien-Reihe“, die schon im Oktober begonnen hat, da war ich mit dem Alfred aber im Kino, so daß ich erst heute wieder dazugekommen bin, mir die heurigen Preisträger und Stipendiaten und ihre Werke anzuhören, was ich, was ich sicher schon geschrieben habe, sehr wichtig finde, zu wissen, wer da von der Stadt Wien gefördert wird und mich auch sehr interessiert.

In der „Alten Schmiede“ war ich ja erst gestern zu „fünfzig Jahre Wespennest“, da aber im „Schmiedesaal“, die „Wien-Reihe“ fand im Keller statt und sowohl aus Verena Mermers „Autobus Ultima Speranza“ als auch aus Bettina Balakas „Die Tauben von Brünn“ habe ich schon lesen gehört.

Verena Mermer wurde vor cira einem Jahr von Cornelius Hell im Literaturhaus vorgestellt, Bettina Balaka stellte ihr Buch bei den O- Tönen vor, ansonsten stellte Julia Danilczyk die beiden Lesenden vor und vergab als Novum an die Förderungspreisträgerin Verena Mermer, die Urkunde, Bettina Balaka, die ich 1996 kennengelernt habe, als ich in der Jury für das Nachwuchsstipendium war, ist „Canetti-Preisträgerin“ und ein Gespräch mit den beiden Autorinnen über ihre Bücher gab es nach den Lesungen auch

Eher wenig Zuhörer, im MUSA war es ja immer sehr voll, ein paar Bekannte, die Angela und der Josef, die ich eigentlich erwartet hätten, waren nicht da, obwohl es Wein gegeben hat und wie in der „Alten Schmiede“ üblich, Knabbergepäck statt des im „MUSA“ üblichen Brots.

Ich habe mich lange mit Linda Christanell unterhalten, die ja auch bei der  gestrigen Veranstaltung war und habe heute bezüglich des „Nanos“ nichts geschrieben, sondern ein paar Szenen korrigiert. Das heißt, ich bin wieder unter die fünfzigtausend Worte gefallen und was die „Nanoseite“ betrifft, ist es interessant, denn einerseits steht da, daß ich erst 48 276 Worte hätte, also noch an die zweitausend schreiben müßten, auf der anderen Seite aber, ich bräuchte keine mehr. Ich korrigiere auf jeden Fall einmal zu Ende und schaue dann, was ich noch einfügen oder erweiten kann.

2019-11-18

50 Jahre Wespennest und achtzehnter Nanotag

Filed under: Schreibbericht,Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Die Zeitschrift „Wespentext“ für brauchbare Texte lautet oder lautete der Untertitel, gibt es schon fünfzig Jahre, wurde also 1969 von Peter Henisch, der im „Mai ist vorbei“, darüber gechrieben hat, Gustav Ernst, Franz Schuh, Josef Haslinger und ich weiß nicht, von wem noch gegründet. Da war ich sechzehn und habe mich noch nicht so dafür interessiert, nach meiner Matura 1973, wo ich literarisch schreiben wollte aber schon und ich habe ab den späten Siebzigerjahren würde ich schätzen, meine Texte regelmäßig dorthin geschickt. Josef Haslinger sagte mir einmal, daß er sich in einer der Redaktionssitzungen dafür entschieden hätte, die anderen aber nicht. Franz Schuh hat mich einmal in der Otto Bauergasse angerufen, um mir zu sagen, daß er gerne einen meiner Text für irgendwas genommen hätte, ging dann aber  nicht und als ich 1987 in die GAVaufgenommen wurde, hatte ich dann etwas später die „U-Bahngeschichten“ darin.

In den neunziger Jahren gab es ein großes Fest im Semperdepot wozu mich Elfriede Gerstl mitgenommen hat. Da hatte dann schon Walter Famler das Heft übernommen und Gustav Ernst hat mit Karin Fleischanderl die „Koliken“ übernommen, da hat sich dann, glaube ich, auch der Stil geändert, er wurde essayistisch und international.

Gegründet wurde ja das Heft, glaube ich, um sich von den „Manuskripten“ abzugrenzen und realistische Literatur dort zu bringen.

Walter Famler machte auch immer zu der „Literatur im Herbst“ ein Sonderfest und jetzt die Fünfzigjahrfeier in der „Alten Schmiede“, wo sehr viel Prominenz und Insider erschienen.

Walter Famler hielt die Eröffnungsrede, Franz Schuh, saß mit Andrea Roeding die das Heft jetzt, glaube ich, mit herausgibt und Michael Lissek vom SWR 2 am Poidum.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Andrea Zederbauer, die ich im „Kulturjournal“ auf der „Buch Wien“ hörte und es ging um den Essay.

Ein interessantes Thema und Franz Schuh las gleich einen Ausschnitt aus seinem in der letzten „Wespenheft-Nummer“ erschienenen, der die Frage beantwortete, warum er ein solcher wäre und den Essay als heruntergekommene Gattung die vom akademischen Proletariat betrieben wird, bezeichnete, was ich eigentlich sehr pessimistisch finde.

Andrea Roeding hat sich in ihren Beitrag mit den weiblichen Essayistinnen zum Beispiel Zadie Shmith , die ja auch Romanautorin ist, bechäftigt und von Michael Lissek war gleich ein Ausschnitt aus einem Spoke Essay zum Thema „Warten“ zu hören, der vor einem Jahr gesendet wurde.

Wolfgang Müller-Funk, Sabine Scholl, Dieter Bandhauer die auch ihren Beitrag geleistet hatten, waren im Publikum, nachher gab es ein Buffet, Frieda Paris von der „Schreibkunst“ ist auf mich zugegangen und hat nach meinen Blog gefragt, der Josef nach dem „Ohrenschmaus“, zu einigen Veranstaltungen wurde ich auch eingeladen  und  aus meiner „Nanowerkstatt“ kann ich berichten, daß ich von meinem Zählsystem fertig bin. Da habe ich jetzt 50 0652 Worte eigegeben. Der Zähler der Seite behauptet es wäre 48 276 oder 96% und da ich noch immer beim Korrigieren, nämlich  gerade bei der fünfzehnten Szene bin, sinds jetzt schon wieder ein paar Worte weniger. Die ist aber die Johanna Szene, die ich schon ein paar Mal erwähnte, daß ich sie einfügen will und jetzt geschrieben habe.

Ich habe jetzt achtunddreißig Szenen und hundertvier Seiten. Es gibt einen Anhang mit vier Szenen, die der Sibylle Neumayr, der Dorothea Hartinger, der Fatma Saijan und des Harry Krempinsky, die die also keine eigenen Szenen haben und das sind Seitenfüller, die ich wahrscheinlich nachher weglassen werden.

Ein Nachwort habe ich auch geschrieben und jetzt korrigiere ich mal fertig und entscheide dann, wie ich das mit den cirka zweitausend Worten mache die ich ja noch angeblich schreiben muß.

Ich könnte ja noch ein paar Anhangszenen schreiben, den Beschreibungstext oder den Text fülliger machen, etcetera.

Mal sehen, ich bin gespannt und freu mich über den Erfolg, der ein solcher ist, auch wenn es keiner merkt und es niemanden interessiert.

2019-11-17

Marktbesuch mit Geburtstagseinkauf und sechzehnter Nanotag

Was die St. Pöltner Wochenenden betreffen, haben wir ja schon unsere Traditionen. Am Samstag Markt, ich fahre mit dem Rad dorthin, der Alfred mit dem Auto, am Domplatz treffen wir uns und neuerdings auch meistens mit Doris Kloimstein, wo es oft einen literarischen Austausch gibt.

In letzter Zeit waren das oft Bücher, ich habe ihr meine Doppelexemplare, Raphaelas Edelbauers „Flüßiges Land“ , Angela Lehners „Vater unser“, Irmgard Fuchs „In den kommenden Nächten“ gebracht, sie mir Tanja Raichs „Jesolo“, das ich ja noch für den öst Bp lesen will, sowie David Grossmanns „Kommt ein Pferd in die Bar“, Philippe Lancome „Der Fetzen“ und ein Buch über „Perversionen“, aus in der „Edition Müry Salzman“.

Kaffee trinken gehen wir dann auch und der literarische Klatsch, den es so beim PEN oder in St. Pölten gibt, wird auch erzählt.

Ich habe  Doris Kloimstein, glaube ich, so vor dreißig Jahren bei einer Regionalversammlung in St. Pölten, die damals im Neugebäude stattfand kennengelernt, als ich nach Wien  pendelte und sie seither immer wieder getroffen, im Sommer ein paarmal in St. Pölten, ansonsten war sie in der Schreibgruppe und bei ihren PEN- Aktion im Stadtmuseum waren wir auch, sie war auch eine Zeitlang die Obfrau der LitGes und hat mich auch einmal vor ganz langer Zeit zu einer Lesung mit Manfred Wieninger eingeladen, der aber damals noch mit seinen Plagiatsskandal beschäftigt, nicht gekommen ist.

Jetzt treffen wir sie am Markt und diesmal hatte ich noch zwei Gutscheine in der Tasche, die ich in der Stadt einlösen wollte. Bekomme ich ja immer einen von der „Grünen Erde“, zum Geburtstag, weil wir von dort ja unsere Möbel für die Krongasse kauften, da habe ich mir wieder eine Kerze ausgesucht und dann ein Haarschappo, weil der Alfred schon schimpfte, daß ich immer das von ihm gekaufte, verwendete und dann hat mich die Anna als wir das letzte Mal in Harland waren, gefragt, was ich zum Geburtstag will?

„Bücher!“, habe ich gesagt, was ich immer auf diese Frage antworte, sie mir aber, glaube ich, gar nicht so gerne schenkt.

„Oder einen Buchgutschein!“

Ich habe ihr dann noch gesagt, daß ich gerne „Metropol“ von Eugen Ruge und „Das Duell“ von Volker Weidermann, das Verhältnis zwischen Günter Grass und <marcel Reich-Ranicki haben will und dann gehofft, daß sie das nicht gehört hatte, als ich mir den Ruge von Alfred in Basel kaufen ließ.

Hat sie auch nicht, denn es wurde ein Hundert Euro-Gutschein vom „Thalia“ und das ist ja das, was ich mir schoch immer wünschte, das heißt im Vorjahr hatte ich einen Gutschein von der Margit Heumann bei der „Buch-Wien“ eingelöst und vor zwei Jahren gab es auch einen kleineren Betrag von der Anna, aber von der Oma habe ich früher immer hundert Euro zu Weihnachten bekommen und da einmal gedacht „Da fahre ich jetzt zum „Thalia“ und löse ihn in Bücher ein!“

Das dann nicht gemacht, weil da ja angesichts meiner Bücherberge Unsinn wäre, aber bei einem „Thalia- Gutschein“ bleibt einer ja keine Wahl, obwhl es natürlich wirklich Unsinn ist, weil ich ja noch die Schweizer und die öst Bp-Liste hinunterlesen muß, mir aus der Schweiz zwei volle Büchertaschen mitgebracht habe und am Dienstag auch bekanntgegeben wird, was heuer auf der Blogger Debut Shortlist steht?

Aber gut, derMensch ist unvernünftig und so habe ich mich auch auf das Bücheraussuchen sehr gefreut, mir auch überlegt was ich haben will, war dann wieder etwas enttäuscht, weil die Auswahl gar nicht so groß erschien. Fünf Bücher sind es dann aber doch geworden, die ich jetzt nur noch lesen muß und zwar das Volker Weidermann Buch, das sie zu meinem Erstaunen hatten und ich es nicht erst bestellen mußte, dann von Miljenko Jergovic „Ruth Tannenbaum“, ein Buch von dem ich schon etwas gehört habe und den Autor in Göttweig oder Krems kennenlernte.

Dann ein Zufallsfund, weil ich gerne Bücher übers Lesen und über Buchhandlungen lese, das „Tagebuch eines Buchhändler, von Shaun Bythell, der, glaube ich, auch ein solcher ist und eine Buchhandlung in Schottland hat, dann „Der Hammer“ von Dirk Stermann, auf dieses Buch bin ich im „Centrope-Workshop“ aufmerksam geworden und habe dann Dirk Stermann auf der „Buch-Wien daraus lesen gehört und dann noch weil der „Nobelpreis“ an ihn ging und ich da ja eine sehr seltsame Diskussion im Literaturcafe hatte, ob Peter Handke eine Schlaftablette ist „Die Obstdiebin“ von ihm.

Voila, wieder einmal den SUB ein wenig aufgefüllt und dem Buchhandel, was ich ja sonst so gar nicht tue, vielleicht auch eine Freude gemacht, es ist zwar eine Kette, die ich damit unterstützte, aber was soll ich machen? Der Gutschein kam von da her und was den „Nano“ betrifft, so bin ich da noch immer beim Korrigieren und warte darauf, daß ich soweit komme, daß ich die geplante Johanna Szene einfügen kann und Worte werden es auch immer weniger, habe inzwischen aber noch eine siebenunddreißigste Szene angefügt, wo die Anna dem Ulrich erklärt, warum sie ihn verlassen hat.

Aber vielleicht hole ich in den zwei Wochen, die ich noch zur Verfügung habe, auf und schaffe den Word-Acount, obwohl die Geschichte eigentlich fertig ist.

In zwei Wochen flott hinuntergeschrieben und das freut mich sehr und macht mich auch ein wenig stolz und selbstbewußt.

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