Literaturgefluester

2018-11-22

Spannungsbogen

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 12:54
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Tag zweiundzwanzig des „Nanowrimos“ und ich erhalte ziemlich regelmäßig Aufmunterungsmail und solche doch etwas Geld zu spenden, damit das Ganze ein Erfolg wird und es gibt auch Autoren, die Videos dazu drehen, wie beispielsweise Julia K. Stein, dabei habe ich meinen „Nano“ oder das Projekt, das ich im August begonnen habe, schon am ersten November mit 49.238 Worten abgeschlossen und bschlossen den Rest des Monats und auch noch später das Ganze zu korrigieren.

Das heißt, weil bald darauf die „Buch-Wien“ gebann und ich dann auch noch innerhalb von drei Tagen drei Lesungen hatte, meinen Geburtstag feierte und außerdem mit einer nicht kleiner werdenden Monsterleseliste dastehem bin ich bis jetzt gerade einmal dazu gekommenm das Ganze durchzukorrigieren.

Damit bin ich am Sonntag in Harland fertiggeworden. Dann habe ich das Manuskript nach den Protagonisten, beziehungsweise Handlungssträngen sortiert, also einen Stoß mit den Magdalena Kirchberg Szenen, einen für die Magda, den Momo, die Nastasja Stancik, die Maria Mallatschuk und die Ulla hat, glaube ich, auch noch einen und gehe jetzt das Ganze stapelweise durch, um die einzelnen Geschichten vielleicht noch auszuweiten, stimmiger zu machen, Fehler zu korrigieren, etcetera.

Das heißt, im Nachhinein ausweiten bin ich nie sehr gut und bin das auch jetzt nicht, habe den Magdalena Kirchberg-Strang jetzt durchgesehen und halte derzeit bei 48 078 Worten.

Richtig, es war diesmal kein „Nano“, denn Erstens schon im August angegangen, Zweitens schon am ersten Tag mit cirka tausend Worten weniger mit dem Rohkonzept fertig und zum täglichen Korrigieren komme ich derzeit auch nicht. Dazu habe ich meistens zu viele Stunden, obwohl ich mich ja im Sommer, bevor ich mit dem Rohtext angefangen habe, mich mit dem Zeitmanagement beschäftigt habe, denn da hat Jurenka Jurk, eine deutsche Schreibtrainerin, die ich im Vorjahr kennengelernt habe, weil sie auch ausgerechnet im November eine Online Messe für Autoren abgehalten hat, ein solches Seminar angeboten und das mit ein paar kostenlosen Webinaren untermauert.

Sie ist da sehr gründlich und ich habe eigentlich auch ein gutes Zeitmanagement, nur das mit dem regelmäßigen Schreiben klappt bei mir nicht, denn die täglichen fünfzig Worte, die ich natürlich hinausquetschen könnte, würde ich dann am nächsten Tag wahrscheinlich wegwerfen müßen.

Also habe ich meinen heurigen „Nanowrimo“, der keiner war, ohne Hilfe von Seminaren geschrieben. Im Vorjahr habe ich mir ja von Annika Bühnemann, die jetzt ziemlich von der Szene verschwunden ist, Schreibimpulse schicken lassen und bin mit dem Resultat, wie schon beschrieben, so na na zufrieden.

Das heißt eigentlich schon, aber andererseits wird es höchstwahrscheinlich wieder niemand hintern Ofen hervorlocken, ist wieder eine Geschichte von einer depressiven Frau und den Roman hat Magdalena Kirchberg eigentlich nicht geschrieben und auch nicht wirklich einen Blog übers Schreiben. Dagegen rankt sich das Ganze um drei andere Geschichten, die der Nastasja, die eine ziemlich eigene ist, während der Momo und die Maria Mattatschek, die plötzlich, als sie schon dement ist, mit ihren Traummotizen Erfolg hat, obwohl sie das eigentlich nicht will.

Die Maria ist das Alter Ego der Magdalena könnnte man so sagen oder auch ihr Gegenspieler, der Antagonist, um im Schreibjargon zu verharren. Dagegen ist die Ausgangsszene, die drei Personen in dem weißen Auto aber, die ich ja in der Schreibgruppe dreimal geschrieben habe, ziemlich flach geblieben.

Gut, da waren der Oberarzut und die Hebamme, die Magdalena während ihrer Geburt vor fünfundreißig Jahren betreuten. Dann gab es noch einen Psychiater, der zwar schon gestorben ist, die Maria aber immer noch besucht und Spannungen Magdalenas mit ihrer Tochter, die schließlich Mutter wird, gibt es auch.

Da sind einige schon bekannte Motive enthalten, die Pensionsschockdepression in die Magdalena plötzlich fällt, als keine klienten mehr zu ihr kommen, die vaterlose Tochter und die Nachbarn mit denen sie sich befreundet. Einer  meiner Meinung nach recht origineller Scghluß, der dasGanze abrundet, während der Roman eigentlich nicht geschrieben wird und die drei im Auto am Schluß aus der Tochter der Hebamme, ihrem linken Freund und dem FPÖ-Politiker bei dem sie arbeitet, bestehen.

So weit, so gut, das Ganze jetzt vielleicht ein halbes Jahr korrigieren, dann eine Vorschau in den Blog stellen, eine Leserunde und ein Gewinnspiel ausrufen zu dem sich niemand meldet und das war es dann und ran an das nächste Projekt, obwohl ich derzeit gar nicht sicher bin, ob ich noch eines finde.

Dann kam aber vorige Woche wieder Jurenka <jJurk ins Spiel und bot ein tolles Seminar zur „Heldenreise“ an, das wie sie euphorisch meinte, allen angehenden Autoren helfen kann, mehr Spannung in ihre Projekte oder sie überhaupt zu ende zu bringen.

Die „Heldenreise“, ach ja, ein paar Schreibratgeber habe ich ja auch gelesen und beschäftige mich im Netz auch intensiv mit solchen Seiten, gehe zu den Schnuppertagen des „Writerstudios“, die „Heldenreise“ ist ein Schema, das der Mythenforscher Joseph Campell im vorigen Jahrhundert entdeckt hat und das sich, um es vereinfacht auszudrücken, Hollywood unter den Nagel gerissen hat, um seine Filme spannend zu gestalten.

Campell hat, glaube ich, die Mythen untersucht und herausgefunden, daß sie alle nach einem Schema funktionieren, die er in vierzehn Punkte einteilte.

„Der Held erhält einen Ruf oder Auftrag, sein Leben ändert sich, er macht sich auf auf die Reise, bekommt einen Mentor und einen Widersacher, muß Prüfungen bestehen. Es kommt zur Katastrophe, er muß sich bewähren und am Schluß kommt er geläutert und mit dem Schatz nach Haus“.

Die Schreibratggeber raten einen, sich an das Schema, das auch bei den Dramen, die ja in Akte eingeteilt sind, funktioniert, zu halten. Ich hatte immer meine Schwierigkeiten damit und bin mit den etwas altmodischen Punkten, wie beispielsweise „Der Ruf des Abenteuers“, „Die endgültige Segnung“, „Verweigerund und Rückkehr,“ beispielsweise auch nicht weitergekommen. Denn, wie wende ich das bei der Magdalena oder bei meinen anderen Heldinnen an?

Die Magdalena geht in Pension und beschließt, um aus ihrer Depression herauszukommen, einen Roman zu schreiben. So weit, so gut, aber wer ist der Gegenspieler?  Was ist die“ Versöhnung mit dem Vater?“ Sie hat gar keinen mehr, denn der ist schon lang gestorben, hat ihr aber mit achtzehn davon abgeraten einen Roman zu schreiben. Jetzt tut sie es trotzdem, das ist der „Ruf“, aber was ist die „Katastrophe?“.

Die Antogonistin ist mir eingefallen, könnte die Maria Mattaschek sein. „Läuterung“ gibt es auch und am Ende geht sie vomLiteraturhaus nach Haus, sieht wieder den BMW, in dem jetzt die Ulla mit ihren zwei Gegenspielern sitzt und weiß nicht, ob sie weiterschreiben oder ihr künftiges Enkelkind betreuen soll?

Das ist, habe ich schon geschrieben, wie ich fürchte, nicht so besonders spannend. Aber ich schreibe auch psychologisch realistisch und keine Fantasy, wo die Ritter mit Drachen kämpfen und am Schluß, die Prinzessin nach Hause bringen.

So habe ich die Heldenreise immer mehr oder weniger liegen gelassen, mir aber jetzt, weil ich ja gerade am Korrigieren bin, mir wieder zwei Webinare der Jurenka Jurk angehört, die ein dreiwöchiges Wunderseminar anbietet, in dem sie einem die Heldenreise moderner näherbringen will.

Das werde ich wieder nicht machen, habe mir aber die Campell-Punkte und vor allem den Spannungsbogen ausgedruckt und im gestrigen Seminar gab es auch die Verbindung zur „Heldenreise“ zur Persönlichkeitsentwicklung, denn das Modell wird auchtherapeutisch angewendet.

Das erscheint mir zwar noch weniger plausibler. Aber ich habe die „Heldenreise“, ja noch nicht so ganz, als  Wundermittel begriffen, sondern als den Kniff, um mehr Spannung in seineTexte zu bringen, was sicher nützlich ist. Aber da klingen bei mir auch wieder die Alarmglocken, denn wenn sich jetzt alle an das Schema halten und es Punkt für Punkt abarbeiten, werden die Sachen und das ist ja der große Vorwurf an den Schreibschulen, vermutlich wirklich gleich und meiner Meinung nach auch immer unrealistischer.

Denn als ich in der „Augustin Schreibwerkstatt“ aus meiner „Krisenwelt“ gelesen habe, habe ich das Feedback  bekommen „Das interessiert mich nicht, das Alltagsleben einer Großmutter, die die Kinder ihrer Messietochter vom Kindergarten abholt und mit ihnen auf den Spielplatz geht! Ich will es spannender haben, denn vom Alltag habe ich schon genug!“ und im „Writersstudio“ hat mich auch gestört, daß dort gefordert wird, an das Schlimmste, was man erlebt hat zu denken und das aufzuschreiben.

Denn „Dann wird es gut!“ und dann haben wir die verstörenden Romane der Jungautoren a la „Axolotl Roadkill“ und dagegen wehrt sich eigentlich die Psychologin und wenn ich dann nur mehr Romane lese, wo von Mord, Totschlag, Vegrewaltigung, Mißbrauch und Dystopie, etcetera die Rede ist, bin ich weit von der Wirklichkeit entfernt und so will ich Literatur eigentlich nicht verstanden haben und ich will mich mit ihr auch nicht nur unterhalten. Ganz abgesehen, daß ich mich an Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Mißbrauch eigentlich auch nicht unterhalten kann.

Gestern gab es noch ein Webinar von Jurenka Jurk oder eigentlich, die Wiederholung eines Videos, das es bei ihr im Vorjahr bei der Autorenmesse gab, nämlich ein Gespräch mit Ulrike Dietmann, die die Heldenreise sehr persönlich fasste und meinte, daß es der Autor ist, der in seinen Projekten auf eine solche zu gehen hat. Er muß sich verwandeln und wachsen und alles, was er hat, nämlich wörtlich, hundert Prozent geben, gibt er nur 99, 9, dann ist es zu wenig und das erscheint mir eigentlich sehr gefährtlich, denn dann blutet sich der Autpor aus. Der leser ist vielleicht trotzdem nicht zufrieden und bricht das Buch ab, weil immern noch zu wenig Spannung und wir sind in irgenwelchen Galaxien und weit weg, vom Leben, wie ich die Literatur eigentlich schon verstehe.

So weit so gut und trotzdem sehr interessant, denn ich habe mir ja schon vorgenommen, vielleicht beim nächsten „Namowrimo“ wirklich mehr auf die „Heldenreise“ zu achten.

Mir eine Person und ein Thema zu nehmen und dann versuchen mich an Punkt für Punkt zu halten. Da befürchte ich zwar, daß das ganze kitschig oder zu mächenhaft phantastisch wird. Mal sehen.

Daß ich die Magdalena Kirchberg nicht umarbeiten kann, war mir von vornherein schon klar. Es vielleicht doch noch ein ganz klein wenig spannender bekommen, wenn ich die einzelnen Stränge nacheinander korrigere und mir nächste Woche noch das nächste Video, bevor Jurenka Jurks dreiwöchiges Seminar beginnt, ansehen und, daß ich mich an die Gliederungen halten sollte?

Theoretisch ja, aber die habe ich auch in der Schule erst immer im Nachhinein gemacht und eine Vorausplanerin, vielleicht a la Schneeflockenmethode, will ich eigentlich auch nicht sein. Sondern schon, wie bisher, eine Idee, eine Person nehmen und mich dann spontan weiter von Szene zu Szene, am besten immer ein paar Szenen im Voraus zu entwickeltn und da habe ich bei meinen Texten oft nicht die großen Katastrophen und auch nicht großen Gegenspieler, sondern, die kleinen Alltagskrisen und meistens geht es irgendwie auch gut aus.

Auch wenn die Veronika Sieberer im „Im Namen des Vaters“ am Ende stirbt, ihre Tochter bekommt da auch noch eine Tochter und das ist auch ein Buch, wo ich mir die „Heldenreise“ noch am ehesten vorstellen kann. Aber sehr spannend, werden meine Leser vielleicht sagen, ist das auch nicht greworden. Aber da habe ich, glaube ich, auch keine Rezension bekommen und eine Leserunde habe ich damals noch nicht anzubahnen versucht.

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2018-11-01

Allerheiligen, Donnerstagsdemo und fertig mit dem Nanowrimo

„Fertig?“, werden jetzt meine Kritiker fragen.

„Jetzt spinnst du total, denn es ja erst der erste Nomember und der „Nanostart“ und du hattest doch vor einer knappen einer Woche schon vierzigtausend Worte, wie kannst du da schon fertig sein?“

Und richtig, stimmt, der Rohtext ist vor ein paar Stunden geworden, da habe ich jetzt  achtundneunzigeinhalb Seiten, dreißig Szenen und hört und staunt nut 49 238 Worte und da die circa sechs Szenen, die ich am heutigen Tag hinuntergeschrieben habe, noch unkorrigiert sind, werden wohl noch an die tausend Worte wegkommen. Aber ist ja egal und ich habe vor einer Woche, den vorläufigen Zustandsbericht geschrieben, da hatte ich, glaube ich  einundzwanzig Szenen und an die dreißigtausend Worte, hatte schon ein paar Wochen nicht weitergeschrieben und war aus der Story ziemlich heraus, dann habe ich am letzten Freitag in Harland, glaube ich, drei oder vier Szenen geschrieben und das Ganze dann bis zum Ende skizziert.

Demo am Eingang zum Heldenplatz

Demo am Eingang zum Heldenplatz

Am Samstag wollte ich weiterschreiben, aber da ist mir der „Traffikant“ in die Quere gekommen, so daß es nur ein bis zwei Szenen wurden, aber klar war, der „Nano-Zug“ ist abgefahren. Ich schreibe den Text so schnell wie möglich fertig und nütze den November zum Korrigieren, soweit mich die „Buch Wien“ das läßt und heute wieder ein fast verlängertes Wochenende, der Donnerstag ein Feiertag, am Freitag habe ich zwar  Stunden. Dann kommen aber Samstag und Sonntag. Da war klar, daß ich weiterschreiben werde, allerdings habe ich den Tag mit meiner „Ohrenschmaus-Laudatio“ begonnen, dann das Mittagessen bereitet. Um cirka halb zwei mit dem Schreiben angegefangen und geschrieben und geschrieben, bis kurz nach fünf, da war ich schon bei meiner letzten Stzene, der Alfred lästig geworden ist und gedrängt hat „Gehen wir auf die Demo!„, wo sich die Leute, um sechs bei der Albertina und beim Hrdlicka-Denkmal trafen.

Auch die JapanerInnen freuen sich über die Demo

Auch die JapanerInnen freuen sich über die Demo

Gustav

Gustav

Dazu braucht man cirka zwanzig Minuten, aber der Alfred will immer die Leute vorher treffen und ich war gerade im Lteraturhaus, nicht in der „Alten Schmiede“, wo in meinen früheren Szenen noch steht, daß da die Präsentation von Maria <mattuscheks „Traummotizen“ stattfinden werden. Aber das Literaturhaus brauchte ich, denn wenn Magdalena von dort nach Hause geht, kommt sie wieder an die Kreuzung Wienzeile-Pilgramgasse und da sieht sie ja wieder den weißen BMQ, wo diesmal Heiner Kubik, Ulla und ihren Freund Jens nach Hause bringt und die Maria Mattuschek war mir gerade eingefallen und das stand  nicht in meinen Notizen, liest im Literaturhaus nicht die „Traumnotizen“, sondern aus einen ihrer selbstgemachten realistischen Romane. So weit so what. Weil der Alfred so drängte habe ich dann an der Kreuzung mit dem weißen Auto haltgemacht und dachte, das ist es vorläufig, aber man soll ja auch etwas ausparen und braucht nicht alles hunderttausend Mal wiederholen.

So weit, so what mit meinem fast „Nanrowrimo“, gerade habe ich mir das Motivationsviedo der Julia K. Stein angehört, die erklärte, daß man sich beim „Nanrowirimo“ Ziee setzten soll.

Mein Ziel ist erreicht, jetzt werde ich die Plotlücken, die ich sicherlich noch habe. schließen, die Handlungstränge einzeln korrigieren und vielleicht, wenn es geht, noch soweit zu verändern, daß dem Roman der Durchbruch gelingt.

Angelica Baumer

Angelica Baumer

Jelena Gucanin, Maria Rösslhumer, Nicole Schöndorfer

Jelena Gucanin, Maria Rösslhumer, Nicole Schöndorfer

Geht wahrscheinlich wieder nicht, aber es gibt sicher in den fast hundert Rohseiten, die ich bis jetzt habe, einiges zu verbessern. Nur der Roman der Magdalena wird so unvollendet bleiben. Das andere kann ich noch beliebig ausarbeiten und dann war heute ja nicht nur Allerheiligen, der Tag wo man seiner Toten gedenkt, ich bin aber keine Friedhofsgeherin, sondern auch wieder Donnerstag und da gibt es  seit Anfang Oktober wieder wöchentlichen Demonstrationen gegen die blautürkise Regierung und deren Sozialabbau und autoritären Veränderungen.

Bei der ersten am 4. 10 sind wir geweisen. Seither nicht mehr, weil wir ja jeden zweiten Donnerstag nach Harland fahren und vor zwei Wochen, die Debutpreisleseung in der Arbeiterkammer war. Diesmal aber wieder soziales Engement, da gibt es ja genug zu tun und die Demo traf sich, wie schon erwähnt beim Hrdlicka Denkmal, wo auch immer am ersten Mai die Kommunisten losmarschieren und weil ja Allerheiligen war, stand die Demo auch unter diesem Motto und es wurde aller Toten gedacht, die im Krieg und im Faschismus gestorben sind.

Tafeln wo“ Rassismus, Armut, Sexismus, etcetera, tötet!“ stand, wurden hochgehalten und wir sind über den Ring zum Ballhausplatz marschiert, wo es wieder ein umfassendes Kunst und Protestprogramm gegeben hat.

Doron Rabinovici hat gesprochen, die Sängerin Gustav gesunden, zwei junge Roms, wo einer der Exilpreis-Schriftsteller Samuel Mago war, der 1996 in Budapest geboren wurde, haben gesprochen. Es gab wieder gute Stimmung, viel Aktivismus und Aufruf zum Widerstand, diesmal waren offenbar sechstausend, das letzte Mal waren es zehntausend, glaube ich, Leute da. Robert Schindel habe ich wieder gesehen, Christa Stippinger, Magdalena Knapp Menzel und und und als wir über den Heldenplatz nach Hause gehen wollten hat uns eine Frau aus Hamburg angesprochen und uns erzählt, daß sie ihren Sohn besucht, der in Wien Sprachkunst studiert und  auch auf der Demo war.

2018-10-27

Ein siebenter Nanowrimo?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:09
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Der Oktober nähert sich seinem Ende, der November naht und damit der „Nanowrimo“, das „National Writing Month“ der Amerikaner, bei dem im Monat November ein Roman mit mindestens fünfzigtausend Worten, also täglich cirka sechzehnhundert geschrieben wird, was sich inzwischen auf die ganze Welt ausgebreitet hat, so daß da tausende schreiben oder sich  daran versuchen.

2008 habe ich, glaube ich, das erste Mal davon gehört. 2009 das erste Mal mit der „Heimsuchung“ mitgeschrieben, dann von 2012 bis zu 2015 jeweils noch einmal.

Dann habe ich ein Jahr ausgesetzt und das damalige Work on progress korrigiert und im Vorjahr wieder  mitgeschrieben, obwohl ich von der „Unsichtbaren Frau“ schon ein paar tausend Worte hatte, denn damit habe ich ja schon im September angefangen, dann Ende Oktober alles durchkorrigiert und verändert und bin damit am ersten November zum Schreibmarathon ins „Writersstudio“ gegangen und habe sechs Tage geschrieben und geschrieben, dann bin ich auf die „Buch Wien“ gegangen, habe meinen Geburtstag gefeiert und erst danach den Text zu Ende geschrieben, bin auf die fünfzigtausend Worte gekommen, die ich inzwischen wieder, das Buch ist ja noch nicht erschienen, wieder wegkorrigiert habe, also ein bißchen geschummelt und das habe ich glaube ich auch 2012 mit „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ und 2013 mit der „Brüderschaft“ so getan, daß ich schon ein paar tausend Worte hatte und den Rest dann sehr schnell, meist in ein paar Tagen zu Ende geschrieben habe.

Was ja, weil das ohnehin niemand kontrollieren kann, man auch außer einer Urkunde, wenn man sie sich ausdruckt, nichts bekommt und es nur, um den Schreibprozeß und die Motivation durch die Gruppe geht, nichts macht und ich muß meine Zeit , weil berufstätig und im November, die „Buch Wien“  ja einteilen.

Beim „Namen des Vaters“ habe ich glaube ich punktgenau begonnen, bei der „Nika Weihnachtsfrau“ ebenfalls und heuer werde ich, glaube ich, eher nicht mitmachen, obwohl es mir mit der „Magdalena Kirchberg“ glaube ich ganz ähnlich, wie mit der „Unsichtbaren Frau“ geht.

Denn da schleppe ich die Iidee ja schon sehr lang, ich glaube seit Anfang des Jahres mit mir herum, habe dann Ende August mit dem Schreiben begonnen und war da sehr euphorisch.

Da hatte ich ein paar schreibintensive Tage, dann immer wieder Unterbrechungen, wie weil wir in die Schweiz, mit dem Rad um den Neusiedlersee gefahren sind, ich Klienten hatte, etcetera.

Im September war der Alfred ein paar Tage mit dem Karli in Kroatien.

„Fein!“, habe ich gedacht.

„Da mache ich ein drei Tage Writerretreat!“

Habe ich auch gemacht. Nur dabei die ersten zwei Tagen, die fünfzig Seiten oder was ich damals hatte, korrigiert,  am dritten habe ich dann ein paar Szenen weitergeschrieben. Und das war es dann, denn dann kamen die Vorbereitungen für das literarische Geburtstagsfest, die „Ohrenschmaus-Texte“ waren zu korrigieren und was der Hauptgrund ist, ist wahrscheinlich, daß mir der Text, die Geschichte von der Physiotherpeutin die in Pension geht, ein Auto auf der Straße sieht und über die drei Personen, die darin sitzen, einen Roman schreiben will  nicht mehr gefällt und der Roman auch nicht so recht in Schwung kommen will, obwohl ich ja noch ein paar andere Handlungsstränge habe, beispielsweise den Momo, die Maria Mallatschek und ihre Nichte und auch die Nastasja St. mit dem Steff.

Das müßte ich neu und nochmals schreiben, denke ich. Da nochmals anfangen und Schwung hineinbringen und mir für den Roman eine wirkliche Geschichte ausdenken, denn, daß die Magdalena vor dreißig Jahren die Magda im Wilhelminenspital geboren hat, der Oberarzt Rössler ihr Geburtshelfer war, die Sophia Böhm die Hebamme und der OA einen Psychiater zu ihr schickte, weil sie nicht verheiratet war, ist zu wenig denke ich.

Dann habe ich, das kommt auch dazu, derzeit wenig Zeit, weil ich mich mit dem doppelten Buchpreis- und dem anderen Neuerscheinungslesen ein wenig übernommen habe, dreißig Bücher warten da noch auf mich und beim dbp bin ich erst bei Buch zwölf.

Klienten habe ich ja auch einige und am Abend gehe ich zu Veranstaltungen, also wenig Zeit und obwohl ich mich ja im Sommer intensiv mit dem Zeitmanagement beschäftigt habe, sind die einzwanzig Szenen, beziehungsweise dreiundsiebzig Seiten oder 36 643 Worte, die ich bis da hatte, so komplex, als daß ich mich in einer freien Zwischenstunde einfach hinsetzen und weiterschreiben konnte, denn da müßte ich das Ganze nocheinmal durchgehen, ein Cluster und einen weiteren Handlungsplan machen. Aber dazu brauche ich wahrscheinlich wieder drei Tage und am siebenten November fängt auch die „Buch- Wien“ an und mit 36. 643 Worten, kann man eigentlich auch keinen „Nanowrimo“ starten. Das wäre dann sicher zu viel geschummelt, wenn ich dann die vierzehtausend fehlenden Worte einfach irgendwann dazuschreiben würde, aber dazu würde mir derzeit wohl die Zeit und auch die Konzentration, beziehungsweise Überzeugung fehlen.

Es wäre zwar eine Idee, wenn ich die Zeit hätte, mich ab Ersten hinzusetzen und das ganze, Szene für Szene nochmals zu schreiben und zu übertragen. Ich kanns aber versuchen, habe ich gedacht obwohl ich, selbst wenn ich, am ersten November, dem Feiertag schaffe, ab siebenten wieder unterbrechen würde, dann habe ich mich am Nationalfeiertag  in Harland hingesetzt und ohne viel durchzukorrigeren, drei Szenen geschrieben, so  daß ich jetzt achtundsiebzig einhalb Seiten und 39. 248 Worte habe und auch nicht so recht weiß, wie, wie es weitergehen soll, obwohl die „Buch Wien“  immer war und ich habe das auch jedesmal so gemacht habe. Die Fünzigtausend Worte sind geschrieben worden. Ich habe im Anschluß korrigiert und das Buch ist erschienen.

Aber das war es dann und fertig, aus. Denn ich lasse es mir ja seit cirka 2000 selber drucken und stelle es nicht bei „Amazon“ ein, sondern präsentiere die Bücher auf meinen Lesungen, schreibe einen Artikel dazu, wo ich meine Leser zu einer Leserunde aufrufe, die sich, weil sie wahrscheinlich damit überfordert sind, nicht melden und da ist dann der Gedanke da „Wozu tue ich mir das an?“

Habe ich doch schon an die fünfzig selbstgemachte Bücher, werde damit aber höchstens zu einer lesung in die AS aber nie auf eine buchpreisliste kommen, etcetera, das habe ich auch schon geschrieben, daß ich nach fünfundvierzig Jahren erfolglosen Schreibens wahrscheinlich schon ein bißchen ausgepowert bin und es stimmt ja auch, wirklich neu ist die Geschichte von der Magdalena  Kirchberg nicht.

Das sind die Männerphantasien eines Adolf Muschg, Martin Walser, Michael Kumpfmüller, etcetera, zwar ebenfalls nicht, aber die haben Verlage oder stehen auf den Listen, während ich ja nur den Alfred habe, der meine Bücher druckerei fertig macht und den Uli, der mir dann erklärt, daß man Quantität nicht mit Qualität gleichsetzen kann.

Okay, ich hätte aber trotzdem gerne Anerkennung und habe das die letzten Jahre tapfer ignoriert und unverdrossen weitergeschrieben. Jetzt bin ich diesbezüglich ausgepowert, denke „Wozu tue ich mir das an und da keiner da ist, der mir wiederspricht.

In den letzten Jahren war das ja so, daß ich drei bis fünf Bücher pro Jahr herausbrachte und alle, das heißt eigentlich nur der Alfred haben gesagt „Schreib nicht so viel!“

Und das ist jetzt auch eingetreten.

Anfang des Jahres ist der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“, die Bloggeschichten „Besser spät als nie“ erschienen, die „Unsichtbare Frau“ liegt beim Alfred, der auch nicht sehr damit weiterkommt, so daß es gar nicht mehr sicher ist, daß es in diesem Jahr fertig wird.

Ist zwar egal, ob ich  jetzt ein oder zwei Bücher habe, die ich in meinem Jahresbericht angebe und ob die „Magdalena Kirchberg“ im nächsten Jahr oder gar nicht fertig wird und ich gebe, obwohl ich mir jetzt immer öfter „Es ist ja egal und ich schaffe es ohnehin nicht!“, denke, es wahrscheinlich auch nicht auf, sondern mache weiter meine Stunden, lese meine Bücher, gehe zu  Veranstaltungen und wenn ich Zeit habe, nehme ich mir die nun achtundsiebzig Seiten nochmals vor und versuche bis zum siebenden November  weiterzuschreiben, soviel es geht und ob ich das jetzt innerhalb oder außerhalb des „Nanowrimos“ mache, ist  egal, da der ohnehin nicht wirklich für mich ist, da ich schon sechs Bücher in diesem Rahmen geschrieben habe, weiß, daß ich das kann und, daß das Einzige, was ich brauche Anerkennung wäre.

Aber die scheine ich nicht zu bekommen, obwohl ich, was die „Unsichtbare Frau“ betrifft, schon einen Erfolg zu vermelden habe, denn da ich am 9. 11. meinen fünfundsechzigsten Geburtstag feiere und ich, als ich Fünfzig wurde, fünfzig Minuten bei meinem Geburtstagsfest gelesen habe, 2013 sechzig, habe ich für heuer nur die Ruth und den Rudi, meine literarischen Gefährten, als Co-Leser eingeladen und werde selbst so an die zweiunddreißig komma fünf Minuten lesen, das heißt vier Szenen aus der „Unsichtbaren Frau“, um damit das Buch auch in diesem Rahmen vorzustellen und das habe ich schon geprobt und da habe mir die ausgewählten Stellen auch gefallen und  gedacht „Das ist gut, das lese ich vor!“

Also sehen, wie es mit dem „Nanowrimo“ wird? Ob ich mich da heuer offizielle oder inoffizell beteilige und, wie sehr ich im November zum Weiterschreiben komme?

Komme ich nicht sehr, bleiben mir noch die Weihnachtsferien und da kann ich ja meinen höchstpersönlichen „Nanowrimo“ machen und schauen, ob ich doch noch einen Handlungsplot für die Magdalena Kirchberg zusammenbringe?

Die Schreibgruppe in der ich in den letzten Jahren immer wieder, wenn es passte, eine Szene zum jeweiligen Projekt geschrieben habe, gibt es ja nicht mehr, was ich, da ich die erste Szene dort ja Anfangs des Jahres dreimal geschrieben habe, auch nicht brauche.

Was ich bräuchte, wäre etwas Anerkennung zur Motivationssteigerung. Aber wenn die nicht kommt, muß ich es anders machen und vielleicht vermehrt meinen Bücherstapel hinunterlesen.

Obwohl ich mir da jetzt auch schon dachte „Wozu tue ich mir das an, immer daszu lesen, was die anderen schreiben?“

Daß die auch  nur mit Wasser kochen, habe ich ja schon herausgefunden und soviel besser, als ich, schreiben sie auch nicht immer, obwohl sie auf den Buchpreislisten stehen.

Ob ich es schaffe nicht mehr zu lesen, sondern nur mehr zu schreiben, weiß ich nicht, denn daran würden mich ja meine Büchertapeln im Bad und Schlafzimmer hindern und, daß ich nicht mehr zu Veranstaltungen gehe und stattdessen schreibe, habe ich im Jahr 2000 probiert und das war, wie ich mich erinnern kann, auch kein so besonderer Erfolg und hat keine Veränderung gebracht.

2017-11-19

Nanowrimowochenende und Fertigwerden

Dieser „Nanowrimo“, der sechste, bei dem ich mitmache, ich habe ja 2009 damit angefangen und da die „Heimsuchung“ geschrieben. Dann war zwei Jahre Pause, 2012, 2013, 2014 und 2015 habe ich wieder mitgemacht.

Voriges Jahr hat es wieder nicht gepasst und ich war im Korrigierzustand der „Berührungen“ oder war es schon die „Klara“ und heuer habe ich ja im Winter das „Bibliotheksgespenst“ fertiggeschrieben, dasdemnächst an die Druckerei geht und dann im Frühjahr, als ich eigentlich nur Szenen sammeln wollte, die Bloggeschichten „Besser spät als nie“.

Da war ich dann im August mit dem Korrigieren fertig und habe gedacht „Was nun? Was mache ich jetzt im September und Oktober, schreibe ich da das Rohkonzept der „Unsichtbaren Frau“ fertig und korrigiere im November oder bin ich dann damit auch schon fertig und schreibe einen anderen „Nanowrimo“?“

Ich habe mit dem Text dann auch bei der Schreibgruppe im September angefangen, war aber, weil es ja sehr politisch ist, irgendwie zu nah dran, hatte auch zuwenig Zeit mich wirklich einzulassen, denn das Buchpreislesen hat ja auch im August angefangen, so war ich mit dem vorläufigen Rohseitenergebnisse nicht sehr zufrieden oder eigentlich recht unzufrieden.

„Ich kann es nicht, ich kann es nicht, etcetera!“

Habe es zweimal umgeschrieben, zuletzt in der letzten Oktober Woche, hatte dann so an die elftausend Worte die so einigermaßen passten und bin damit zuuerst zur „Halloweenparty“ des „Writersstudios“ und dann vier Tage lang, nämlich den ersten, den dritten, vierten und fünften November zum „Schreibmarathon“ gegangen und hatte Sonntagabend 36.322 Worte und damit war erstmal Schluß, weil die folgenden  Tage sehr hektisch.

Die „Buch-Wien“ begann und weil ich dann doch eine Autoren- beziehungsweise Pressekarte dazu hatte, bin ich dorthin gegangen und habe erst wieder am Dienstag, wo die verschobene Schreibgruppe war, denn ursprüblich war sie ja an dem Tag geplant, wo der österreischiche Buchpreis vergeben wurde, mit dem Weiterschreiben begonnen und da war ich ein wenig in Sorge, ob mir dasauch gelingen wird?

Denn beim Marathon ist es mir ja sehr gut gegangen. Ich habe geschrieben und geschrieben und hatte nur am Samstag um sieben ein Backout, da bin ich dann nach Hause gegangen, aber am Sonntag war der Schreibfluß wieder da und ich habe mir auch ein Feedback geholt, das eigentlich sehr positiv war und mir zeigte, daß ich natürlich  nach vierzig Jahren kontinuierliche Schreiben schon sehr weit bin und  nicht,wie mir manche Kommentierter vermitteln wollen,  so furcht bar schlecht schreibe.

Thomas Rothschild hat mir das zwar auch erst kürzlich gesagt, die Feedbackteilnehmer aber nicht. Ich war aber da auch schon wieder ziemlich am Ende von meinem Handlungsplan, denn ich bin ja keine große Vorausplotterin, sondern plane da immer drei bis vier Szenen in etwa voraus und hörte bei dieser Autorenmesse vor einer Woche, das das Andreas Eschbach auch so tut.

Also mußte ich wieder in meine Handlung und in meinen Plot hineinfinden und da war ich auch ein bißchen in der Sorge, daß ich, wie es mir ja schon bei den früheren „Nanons“ manchmal passierte, zwar schon, um den zwanzigsten mit der Geschichte fertig bin, aber nicht die gewünschten fünfztausend Worte haben und meine letzten Texte, wie die „Klara“ und  „Besser spät als nie“ sind  auch immer sehr kurz geworden.

Ich habe auch in der Zwischenhzeit mir ein ungefähres Handlungszenarium, eben wieder diese drei vier Szenen weiter aufgeschrieben. Am Dienstag in der Grupppe, dann den Beginn einer Amanda-Szene mit etwa neunhundert Worte geschrieben und gewußt, dieses Wochenende mache ich meinen eigenen Schreibmarathon in Harland und habe mich auch  darauf gefreut.

Ein eigener Marathon ist dann zwar immer etwas anders, wie der in der Gruppe. Aber ich bin eigentlich sehr diszipliniert und motiviert und weiß auch, daß ich schreiben kann, ist es ja schon das sechste Mal im November und  über vierzig  selbstgemachte Bücher und einige andere gibt es ja auch und durch das Bloggen ist auch meine Hemmung ein wenig weniger geworden.

Trotzdem war ich sehr gespannt und hatte auch zu tun, nämlich in der Früh ein Debut zu lesen, das habe ich aber nicht fertiggemacht, so daß ich erst am Abend darüber bloggte.

„Das Frühstück“ hatte ich schon am Mittwoch korrigiert, aber mit dem „Besser später als nie“ war ich noch nicht fertig. Das habe ich also am Freitagfrüh als Erstes gemacht und dann geschrieben und geschrieben.

Die erste Tranche im Bett, drei oder vier Szenen glaube ich. Zu Korrigieren hatte ich auch noch etwas, weil ich ja wegen dem Feedback am Sonntag im Writerrstudio mit dem Korrigieren nicht fertig geworden und dann nicht mehr dazugekommen bin.

Dann habe ich Mittagessen gekocht, Kottlett, Pommes frites und Vogerlsalat. ZuMittag geschlafen und dann im Wohnzimmer mit den vielen Büchern weitergeschrieben. Da wurde ich zwar durch ein Webinar von Jurenka Jurk abglenkt, die nach der „Online Messe“ eine „Ausbildung zum Romanautor“ anbietet und das in einem eigenenen „Video“ vorstellte und das ist ja sehr interessant, obwohl ich natürlich nicht fünftausend Euro dafür zu zahlen werde, um mir in vierzehn Webseminaren und ein paar Einzelcoaches anhzuhören, wie die „Heldenreise“ geht, obwohl ich ganz ehrlich, damit meine Schiwerigkeiten habe und auch jetzt nicht sagen kann, wer der Antogonist in der „Unsichtbaren Frau“ ist oder sagen wir einmal, es ist derMinister Basti und ein paar Handlungsbögen habe ich auch darin, obwohl ich mir von Annika Bühneman nicht täglich, um dreißig Cent ein Aufmunterungsmail zuschicken habe lassen. Dann habe ich weitergeschrieben und der Handlungplan hat gestimmt und hatte dann, glaube ich, am Abend so an die dreiundvierzigtausend Worte.

Und am Samstag gleich sehr früh angefangen, denn wir haben ja, meine Leser wissen es, so ziemliche Harland-Rituale. Das heißt, am Samstag Markt, am Sonntag Rudolfshöhe und ich dachte, wenn ich da täglich fünftausend Worte schreiben muß, laß ich das am besten aus. Der Alfred sagte auch zuerst etwas, daß er am Samstag selbst ein Seminar macht. Das ist aber ausgefallen und es war schon klar. Es geht sich aus, wenn ich schnell nach St. Pölten fahre, dort am Markt einen Hamburger esse, einen Kaffee trinke und einen Buchbgutschein und einen vom „Leiner“ hatte ich auch noch einzulösen. Ich habe am Vormittag aber noch drei Szenen geschrieben, hatte dann über siebundvierzigtausend Worte und beim Radfahren überlegt, daß es eigentlich noch zwei Szenen sind, die ich brauche.

Nämlich, die, wo die Slavenka der Lily von Jonathan Larsens Angebot erzählt und dann das Ende, nämlich die Regierungsangelobung. Da geht dann die Amanda zum ersten Mal, wie ich es ursprüglich wollte, zu Donald Trump und der redet sie nieder und nicht zu Minister Basti und einen Werkvertrag um den Handke Nachlaß im Literaturarchiv einzuordnen bekommt sie auch.

Das habe ich vorhin  im Rohtext aufgeschrieben. Das heißt, die letzten fünf Szenen sind noch zu korrigieren. Da kommen dann noch wohl ein paar hundert Worte weg. Jetzt sind es aber 50 753 Worte, jäh und ich sage es gleich, ich glaube es ist gut geworden.

Das ist dann zwar immer schwierig zu überprüfen, weil sich ja niemand bei meinen Gewinnspielen meldet und ich nicht weiß, ob ich eine Lesung dazu bekomme oder beim Volksstimmefest, der  „Poet Night“ etcetera daraus lesen werde.

Ich werde zwar jetzt immer bei meinen Büchern, beim Erscheinen, eine Leserunde anbieten und fünf Bücher dafür zur Verfügung stellen, aber ob sich da jemand meldet, ist auch fraglich.

Aber trotzdem, bis jetzt war der Schreibprozeß sehr schön und ich bin mit dem Ergebnis, obwohl ich ja noch korrigieren muß und sicher einige Details nicht stimmen, so habe ich, glaube ich, auch mit der Zeit, das heißt den realen Ereignissen, die Buchmesse, die Wahl, etcetera, meine Schwierigkeiten, weil das, glaube ich, zeitlich noch nicht stimmtt.

Die nächsten Monate gehören da sicher dem Korrigeren, bis Ende des Jahres wahrscheinlich und inzwischen wird das „Bibliotheksgespenst“ und „Besser spät als nie“ erscheinen und einen Fixtag zum Korrigieren habe ich auch schon. Nämlich den elften Dezember, denn da habe ich ja, weil ich darüber gebloggt habe, einen „Writerretreat“ im „Writersstudio“ bekommen und da werde ich mir den Feinschliff vornehmen und ein Problem habe ich noch, weil ja noch zwölf Tage  Zeit bis zum Ende des „Nanos“ ist.  Da werde ich beim Korrigieren zwar wahrscheinlich nicht unter die fünfhzigtausend Worte kommen. Aber in den letzten Jahren war es immer so, daß mein Zählwerk und das des „Nanos“ nicht übereinstimmten. Ich dann dort immer weniger Worte hatte und also etwas schummeln mußte.

Das wird zwar kein Problem sein, das wieder so zu machen und eigentlich ist die „Unsichtbare Frau“ ohnehin sehr lang geworden, weil meine letzten Sachen alle eher kürzer sind und sehr viel nachher hineinschreiben, wie, glaube ich bei „Brüderschaft“ mußte ich auch nicht.

Es hat sich so ergeben, daß ich fertig war und fünfzigtausendsiebenhundert Worte hate, also“Jäh, hipp hipp, hurrah!“ und ich finde das sehr schön!

2017-11-07

Autorenmessen und Schreibkursboom

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:17
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Als ich 1973 zu schreiben angefangen habe, habe ich mich diesbezüglich sehr allein und einsam gefühlt. Die GAV hat sich in diesem Sommer zwar gegründet, aber was ist die GAV, da hatte ich keine Ahnung, habe mich zwar sehr für Literatur interessiert, aber keine Autoren gekannt und keinen Mentor gehabt.

Ich habe ja gleich nach Matura mit einer Geschichte begonnen, die von einer Hure in Paris handelte, Satre und Caums auf jeder Seite, habe ich flapsig einmal darüber geschrieben und im ersten Psychologie-Semester in dem ich damals war, einen lieben Seniorenstudenten gezeigt, der sie freundlich „eine nette Broschüre“ nannte, was mich damals sehr verunsichert hat.

Ich kann mich auch erinnern, daß meine  Mutter, als die müde von der Arbeit in das Gartenhäuschen am Almweg kam,  den Text zeigen wollte, sehr damit überfordert war und mich mit einem diesbehzüglichen Blick angesehen hat und als ich der Monika und dem Gerhard ein paar Jahre später eine andere Geschichte „Die Einladung zum Tee“ zeigte, haben die sie, woran ich immer noch sehr nage, beide voneinander unabhängig als „sehr schlecht“ bezeichnet.

Die Monaika hat mich aber danach in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht und mich später für eine Lesung im „Literatureck“ die Vorläufer der „Textvorstellungen“ in die „Alten Schmiede“ gebracht, wo man seine Texte lesen konnte, die dann von zwei Autoren, bei mir waren es Marie Therese Kerschbaumer, die ich schon vom Arbeitskreis kannte und Gustav Ernst, sehr „kritisiert“ wurden, was einem aber schon bei der Anmeldung gesagt wurde, daß das passieren konnte.

Seit damals hat sich sehr sehr viel geändert, denn damals gab es ja noch keine Schreibschulen, die „Schule der Dichtung“ hat sich erst viel später gegründet. Es gab nur diesen Fernlernstudiengang die „Schule des Schreibens“, wo ich mir mehrmals das Informationsmaterial  schicken ließ und mich über die „Fünfzehn goldenen Regeln des Schreibens“, die man dort bekam, sehr sehr freute, denn damals war man ja der Meinung daß man schreiben nicht lernen kann, und niemand da, der einen in seine Schreibwerkstatt schauen ließ und man mußte, glaube ich, auch, wenn man einen solchen Fernlehrgang buchte, unterschreiben, daß man niemand in das Lehrmaterial schauen ließ.

Das ist heute wo die Internetforen und Schreibratgeber boomen, nahezu unvorstellbar und mein ersten Buch über das Schfreiben war auch das von James N. Frey „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“, auch um das, habe ich mich, herumgeschlichen, bis ich es dann einmal in einer Buchhandlung fand und mir kaufte und seit ich blogge oder auch schon etwas früher befasse ich mich ja mit den Schreibakademien und Schreintrainern, die es dort gibt.

Eine der erste war Anni Bürkl, mit ihrem „Texte für Tee“, die habe ich schon verfolgt, bevor es das „Literaturgeflüster“ gab und sie hat mir eine Zeitlang auch  kommentiert.

Auf das „Writersstudio“ bin ich 2008 oder 2009 gekommen, da gab es schon die die „Leondinger Akademie“ und der „Hochschullehrgang für Sprachkunst“ hat sich auch gegründet und durch das „Writersstudio zu dessen Schnupperworkshops“ ich ja sehr gerne begeistert gehe, bin ich auch auf den „Nanowriomo“ gestoßen, bei dem ich gerade das sechste Mal mittmache und 2015, glaube ich, nach der Leipziger Buchmesse auf Annikas Bühnemanns Blog „Vom Schreiben leben“ gestoßen und man kann auch da nur staunen, in wieviel Videos sie den Leuten das schreiben beibringen will.

Die Schreibkurse sind ja irgenwie wie die Litertaturinstitute auch ein bißchen verpönt, da gibt es ja immer noch das Gerücht, daß man schreiben nicht lernen kann, was man ja doch irgendwie muß und, daß die Texte dort glattgebügelt werden, was, wie ich denke zum Teil nur stimmt. Aber natürlich hört man dort oft, daß man das nur so oder so machen kann, da gibt es ja beispielsweise die Regeln, ob man jetzt plotten oder nicht plotten soll und darüber gibt es ja vielleicht  regelrechte Glaubenskämpfe.

Chris Baty, der Erfinder des Nanos, ist glaube ich, dagegen, das man das für den Nano macht, hat das Buch „No plot, no problem“ geschrieben, das ich mir 2009 kaufen wollte, aber nicht bekommen habe, während Annika Bühnemann heuer einen kostenlosen Onlinevorbereitungskurs, den ich buchte, angeboten hat, wo sie einem erklärte, daß man vor dem Nano sein Thema, seine Figuren aussuchen soll und das Ganze auch nach der „Heldenreise-Methode“ vorbereiten soll.

Dann gibt es auch noch die „Schneeflockenmehtode“ und sicher vieles anderes und für den, den es interessiert, ich bin eigentlich keine große Vorausplotterin, habe aber immer ein paar Szenen im voraus, nach denen ich schreibe und mit den Spannungsbögen habe ich auch meine Schwierigkeiten, habe aber die letzten Tage beim „Schreibmarathon des Writersstudio“ zugebracht, mit dem dieses seinen fünfzehnten Geburtstag feierte.

Da hatte ich Annika Bühnemanns zehn Lektionen mit, die außerdem in nstagram noch ein „Ein „Roman in 30 Tagen Projekt“ gestartet hat, wo man jeden Tag ein Bild zu seinem Lieblingsgetränk, seinen Plot, seine Figuren, etcetra posten kann.

Man sieht die Schreibtips im Netz boomen und zufällig oder nicht hat auch die Schreibtrainerin Jurenka Jurek eine konstenlose „Online Autorien Messe“ veranstaltet, vom man vom fünften bis zwölften November sich jeden Abend vier Vedos herunterladen und später in einem Messepaket kaufen kann.

Ich habe mir ein paar davon angesehen und denke, wow wie informativ und kann den Besuch der Messe sehr empfehlen, den Schreibexperten, Schreibcoaches etcetera, werde da von der Autoren interviewt und geben wirklich sehr sehr konkrete Innformation zu Schreibblockaten, Schreibbeginn, Schreibprogrammen, etcetera.

Nun bin ich ja der Meinung, auch wenn Thomas Rothschild, wie  Lucas Uli, Yu Sophie und wahrscheinlich noch ein paar andere, mir das nicht glauben, daß ich inzwischen schreiben kann.

Denn wenn man das seit über vierzig Jahre ununderbrochen tut, kann man wahrscheinlich gar nicht anders, auch wenn ich ein paar Rechschreib-und Flüchtigkeitsfehler habe, schaue mir diese Schreibratgeberflut aber immer noch sehr gerne an und suche mir die Streu von Weizen und da hat mich beim ersten Video von Andreas Eschbach aus seinem Nähkästchen plauderte, auch sehr erstaunt, daß er offenbar die gleichen Schreibmethoden, wie ich hat.

Auch er plottet immer ein paar Szenen voraus und überlegt sich dann, wie er wieder in den Schreoflow hinein kommt, wow dann bin ich vielleicht gar nicht so schlecht, habe jetzt aber auch auf Julia Stein vergessen, bei der ich auch einmal ein kostenlosen Onlineseminar machte und die jetzt auch jeden Tag ein Video zum „Nanowrimo“ macht und natürlich auch auf Jaqueline Vellguth, die ich schon länger kenne, mich 2009 mit ihr über meinen ersten „Nanowrimo“ ausstauschte und die iinzwischen auch zwölf Bücher in einem Jahr geschrieben hat.

Da gibt es ja viele Experimente und die Buchmessen beweisen es, viele Leute die schreiben wollen und offenbar auch schon sehr viele, die unterrichten, wie man veröffentlichungsfähige Romane schreiben kann und das Selbpublishing gibt es auch und bei mir wird es bald mein neuesten Buch das Bibliotheksgespenst, mein zwei oder drei oder was auch immer vierzigsten Selbstgemachte und die <kurzerzöhlung, die ich bei Annika Bühnemann dreißig Geschichten Callenge „Besser spät als nie“ geschrieben habe, muß ich jetzt auch noch korrigeren, da es der Alfred inzwischen fertig gesetzt hat.

2017-11-05

Nanowrimo-Schreibmarathon

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:07
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Das „Writersstudio“ feiert heuer sein fünfzehnjähriges Bestehen, 2010 bei der Erföffnung des Studios in der Pramergasse war ich dabei und seither fast immer bei den Open days und noch anderen Feste, nur eine Nacht, wo man durchschreiben konnte, habe ich ausgelassen, weil wir da in Harland waren und zu diesem Anlaß gibt es ein besonderes Event und das ist, glaube ich, auch etwas besonders Tolles, nämlich einen fünfzehntägigen Schreibmarathon, wo man um zehn Uhr kommen und um neunzehn Uhr gehen und dazwischen schreiben kann, so viel man mag und schafft und am Samstag gibt es noch eine zusätzliche Schreibsession bis dreiundzwanzig Uhr.

Begonnen hat es am 31. mit einer „Hallowoeenparty“ wo im feierlich geschmückten Rahmen, die Schreibziele bestimmt, ein Vertrag mit sich selber abgeschossen, eine Schreibfigur ausgemalt und die Pinwand geheftet werden konnte.

Ja, das sind so amerikanische Methoden, die Judith Wolfersberger sozusagen nach Wien importiert hat und begonnen hat das Ganze ja vor Jahren mit einem Buch für Studenten, die mit ihrer Diplomarbeit nicht weiterkamen.

Das wurde einmal in der SFU vorgestellt und seither bin ich in Kontakt mit dem Studio und bin dadurch, glaube ich, auch auf das „Nanowrimoschreiben“ gekommen und der fünfzehntägige Schreibmarathon vom ersten bis fünfzehnten November, am fünfzehnten gibt es dann eine Zieleinlauffeier, wo man wahrscheinlich wieder bejubelt werden wird, richtet sich, glaube ich, an alle, die ein Projekt, was immer das auch ist, ein Buch, eine Diplomarbeit, eben der „Nanowrimo“, der dann ja noch zwei Wochen weitergeht, machen wollen und der Sinn dahinter ist, in der Gruppe schreibt es sich besser, denn da wird man motiviert, wenn alle ebenfalls in ihre Tasten tippen.

Und ich bin ja bekanntlich bezüglich schreiben sehr motiviert, nehme mir sozusagen was ich kriegen kann, um mir mein eigenes Schreiberinnenleben zu kreieren und heuer mache ich nach einem Jahr des Aussetzens auch wieder beim „Nanowrimo“ mit.

Das ist mein sechster der erste war 2009 und ich bekenne gleich und habe es auch schon geschrieben, es ist wieder ein geschummelter, denn eigentlich schreibe ich an der „Unsichtbaren Frau“ schon seit Ende August und die Idee dazu ist mir schon im Frühling gekommen.

Ich war bei der Halloweenparty habe keinen Vertrag mit mir abgeschlossen, weil ich weiß, daß ich jetzt vier Tage dorthin kommen und an meinem „Nano“ schreiben will, dann gehe ich auf die „Buch Wien“ und schreibe dannach weiter solange bis der Text fertig ist.

Aber bei meinem Tempo und da ich jetzt schon über zwanzigtausend Worte habe, ist zu erwartetn, daß ich wahrscheinlich schon am Wochenende fertig bin, sofern ich die fünzigtausend Worte überhaupt schaffe, weil meine letzten Texte eher kürzer waren.

Die 5 Nanowrimos

Die 5 Nanowrimos

Mal sehen, momentan sehe ich mich überhaupt nicht durch und habe  am letzten Wochenende, den Text den ich damals hatte ziemlich umkorrigiert, dann noch zwei Szenen geschrieben, so daß ich schon elftausend Worte sozusagen mitgenommen habe und auch einen ungefähren Plan. Allerdings bin ich keine große Plotterin und habe es leider oder Gottseidank auch nicht so sehr mit dem Spannungsbogen.

Gestern bei der Party und der Gruselgeschichte hatte ich keinen Laptop mit. Die Geschichte hätte aber zeitlich auch nicht so gepasst und wird wahrscheinlich noch später kommen und weil ich jetzt  auch sehr viele Klienten habe und am Montag auch die „Ohrenschmaussurysitzung“ war und ich meine Monatsabrechnung machen mußte, waren die letzten Tage sehr voll.

So bin ich am ersten November schon um fünf aufgestanden, um alles zeitgerecht zu schaffen und bin dann in die Pramergasse marschiert, wo Judith Wolfersberger gerade bei der Morgenübung war.

„Ich bin dein Schreibpriojekt“ hieß die und man konnte sich dazu einen Sticker auswählen und ich habe mir ein glänzendes Ding gewählt. Das heißt eigentlich zwei, denn das erste, ein gelbes habe ich gleich verloren. So wählte ich mir ein anderes. Das gab es dann nur mehr in Grün. Passt zu meiner Geschichte aber, glaube ich, auch besser und als ich mit dem Laptop das Studio erreichte, war es schon sehr voll.

Junge  und auch alte Leute und zu neunzig Prozent Frauen. Ich setzte mich in einen Korbsessel in den hinteren Raum, denn wenn ich den Laptop habe, stört mich der Tisch und interessant ist, glaube ich noch zu erwähnen, daß ich seit meinem ersten „Nanowrimo“ gleich in den Laotpo schreibe. Vorher habe ich mit der Hand vorgeschrieben. Es dann aber, weil ich, wenn ich im Fuß bin, sehr schnell werde, dann oft nicht mehr lesen konnte.

Nach der Einstiegsübung oder war es vorher, gab es kleine Runde, wo man zu seinem Projekt was erzählen konnte, so daß ich merkte, es sind schon einige dabei, die auch „Nanowrimo“ schreiben, für die meisten war es aber, glaube ich, neu.

So und dann eingestiegen  mit der zweiten Amandaszene und dann folgte eine mit der Lesung im Kulturinstitut mit dem Daniel Kehlmann und Jonathan Franzen und eine mit dem Jonathan Larsen und da das Gruppenschreiben wirklich animierend ist, konnte ich gleich merken.

Zwar hatte ich immer Angst, daß ich vielleicht zu laut klappere, aber ich hatte auch die „Nanoregeln“ nicht korrigieren im Kopf. Das steht auch im Vertrag.

Da weiß ich aber schon, daß ich das nicht einhaltebn kann, weil ich mich dann nicht mehr auskennen würde, wenn ich es mir nicht regelmäßig durchlese.

Habe aber bis circa eins geschrieben und geschrieben, die drei Szenen und die waren, glaube ich, ziemlich flott, die wo die Slavenka hingerißen ist, daß sie, das Romakind aus Kosice aufeinmal zusammen mit den Literaturgrößen, wie Kehlmann oder Franzen ist und dann ging es gleich weiter mit dem Jonathan Larsen und da bin ich auch in Schwung gekommen. Denn diese Figur hatte ich bisher noch nicht so richtig.

Jetzt ist aber die Britta sozusagen vom Himmel herabgestiegen und erzählt ihren Jon, daß die Inge und die Ilse und die Virgina wissen wollen, wer heuer den Nobelpreis bekommen wird? Also muß er zur Sitzung gehe,n auch wenn er das nicht will.

Dann war es eins und Judith Wolfersberger, die Trainerin der ersten Runde rief „Dann kommt der Zieleinlauf!“, weil ich aber schon vorher fertig war und etwas essen wollte, habe ich das nicht abgewartet, sondern meine Wörterzahl circa fünfzehtausend selber auf meine Figur geschrieben und bin dann zum Mc Donalds gefahren. Als ich zurückkam, war schon Trainerwechsel und Michaela Muchitz moderierte.

Ihre Einstiegsübung habe ich versäumt,  brauchte sie aber ohnehin nicht, denn jetzt stand wieder eine Tratschke-Szene an. Der wird ja auch nach Frankfurt zur Messe fahren und dort laut „Wir alle hassen Antifa!“ schrien und noch eine, wo die Amanda auf den Minister Basti im türkischen Pyjama  triff und die Slavenka trifft am nächsten Tag die Lily in der Bibliothek und die erählt ihr ihre Familiegeschichte, die schon aus „Besser spät als nie“ bekannt ist und Wörter sind geflossen. Es war halb fünf, ich hatte zwanzigtausend Worte, um mich herum gab es gelegentlichen Schichtwechsel und ich dachte, was mache ich bins sieben da?

Die Frankfurtszene kann ich jetzt nicht mehr schreiben, denn sie wird dann  nichts, habe getrödelt, meinen Wortacount auf die Pinwand geschrieben und dann erst ist mir eingefallen, das ich das Ganze ja korrigieen könnte, denn zumindestens die sechs geschriebenen Szenen waren  ziemlich fehlerhaft.

Das habe ich dann gemacht und bin bis halb sieben auch nicht fertig geworden, denn dann packten alle Musiksinstrumente, Trommeln, Rasseln, etcetera und es ging zur Pinwand, um sein Tagesziel zu verkünden und bejubelt zu werden.

So erfuhr ich noch eine bißchen von den Projekten der anderen. Eine hat, glaube ich, auch schon sechs oder waren es schon neun „Nanowrimos“ hinter sich. Eine schreibt ein Buch über Farben, etcetera.

Spannend, spannend denke ich und sehr toll, dazwschen Tee und Kekse und am Donnerstag habe ich noch einen intensiven Praxistag mit viel Diagnostik und am Abend ist  der „Alpha“.

Ich habe noch am Mittwochabend versucht die restlichen Szenen zu korrigieren, war aber schon so müde, daß ich bei der zweiten oder dritten Alfons Tratschke Szene dachte, die ist sehr schlecht und enttäuscht von mir war, daß in meinem Schreibrausch soviel Schlechtes produzierte.

Den Freitagvormittag im Writersstudio, ich bin wegen einer Stunde, die vorher hatte ein bißchen zu spät gekommen und dadurch die Einstiegsübung versäumt, habe ich  bis Mittag die sechs neuen Szenen fertig korriert, auch die Tratschke Szene, die ich schon hatte, die mir dann aber wieder besser gefallen hat.

Ich habe die letzte Szene dann noch nach der Trainer Übergabe fertig korrigiert, bin dann bis zur nächsten Freewritingeinstiegsübung „Mein Projekt wird mir heute Nachmittag glücken, weil..“. geblieben, habe da noch, die zwei Worte, „..ich es so will“, angefügt und bin  zum „Anker“ gegangen, um mir zwei Snacks zu kaufen, habe dazu einen Fertig Latte Machiatto getrunken und eine kurze Runde bis zum Donaukanal gegangen.

Zurück und drei Szenen oder 4153 Worte geschrieben, so daß ich jetzt 24960 Worte habe, also fast bis zur Hälfte fertig bin und immer noch ein bißchen schwimmen, beziehungsweise mich nicht ganz durchsehe, wie es weitergeht, das heißt, wie lange es werden wird?

Kann sein, daß ich schon vor den fünfzigtausend Worten fertig bin, gehe jetzt jedenfalls noch das Wochenendeschreiben und werde dann cirka eineinhalb Wochen unterbrechen, bevor es wieder in Harland weitergeht.

Ein paar vage Ideen habe ich dazu noch, so ist heute der Alfons Tratschke auf die Buchmesse gefahren,  die Britta hat dem Jonathan zugeredet, daß er auf die Jurysitzung gehen soll und das Schäfchen hat Amanda von der Halloween Party erzählt, zu der die  muslimischen Frauen auf den Kahlenberg gehen, am Cobenzl demonstrieren vielleicht gerade die Patrioten und gedenken Prinz Eugen und an die anderen Seitenstränge lassen sich auch noch Folgeszenen anschließen, der Moritz wird demnächst mit derMathilde nach New York kommen und mit der Lily und der Slavenka in den Central Park gehen. Das Wahlgeschehen wird noch kommentiert und der Moritz verbindet sich mit dem Jonathan, der zwar vielleicht Lilys Blog vorgschlägt, den NP 2017 hat aber, wie wir alle wissen Kazuo  Ishiguro gewonnen. Ich habe also ein ungefähres Bild und noch ein langes intensives Schreibwochenende vor mir, bevor ich meine Figur wieder nehmen und nach Hause zum Weiterschreiben tragen kann.

Am Samstag war dann der lange Schreibetag, dreizehnstunden in drei Session, in der Vormittagsrunde habe ich die oben zitierten drei Szenen geschrieben und in den Pausen in der Küche einige intensive Schreibgespräche geführt.

Zu Mittag bin ich eine kurze Runde um den Donaukanal gegangen, war dann sehr müde, so daß ich dann während ich die vierte Szene geschrieben habe, fast eingeschlafen wäre. Dann kam die Trainerin sagte in der Küche, gibt es frischen Kaffee und es ist wieder weitergegangen.

Die vierte Szene wo es wieder um Minister Basti und Amanda Siebenstern geht, habe bis am Abend dann die ganzen vier Szenen korrigiert, so daß ich dann  30121 Worte, vierundsechzig Seiten und einun zwanzig Seiten geschrieben. Wieder ein kurzer Spaziergang und ein Versuch zur Belohnung sozusagen oder zur Motivierung ein Glas Wein zu trinken und dann die Abendsessions mit den beiden Marukusse als Trainer und dann war es aus, alles weg ein Blackout sozusagen und die zweiundzwanzigste Szene, wo die Slavenka, die Postkarte für den Vater in den Postkarten warf und und sich mit Lily und ihren Eltern im Central Park zu treffen und sich New York anzusehen 30 544 Worte und keine Ahnung, wie es weitergeht?

So bin ich nach Hause gegangen und werde wohl den morgigen Sonntag, wo ich mich auch für die Feedbackrunde eingetragen habe, dazu mützen, das Ganze nochmals zu korrigeren und dann in einem Brainstorming, die weiteren Szenen und das weitere Vorgehen festzulegen.

Drei Schreibimpulse gab es auch „Schreiben ist mir wichtig -„, die Reflektionen warum ich über die „Unsichtbare Frau schreiben wollte“ und bin dann auch in einen „Dialog mit meinen Text“ getreten.

Jetzt bin ich müde und erschöpft und habe mir auch noch die Pressekonferenz von Peter Pilz bezüglich seines plötzlichen Rücktritts angesehen, was vielleicht auch zu meinem Thema passt und verfrühte Geburtstagsgeschenke vom Alfred Karin Peschkas „Autolyse“ und jakob Noltes „Schreckliche Gewalten“ habe ich auch bekommen und bin jetzt sehr gespannt, wie es mit meinem Schreibprojekt und dem „Nanowrimo“, wo ich ja schon am vierten Tag mehr als die Hälfte habe, weitergeht und das ist dann nach dem Flop oder eigentlich der Müdigkeit, ich bin die letzten Tage so zwischen fünf und sechs aufgestanden und weit nach Mitternacht ins Bett gekommen.

Am Sonntag wieder wunderbar weitergegangen. Da bin ich erst, um sieben aufgestanden und ein bißchen in der Badewanne gelesen und dann um zehn wieder in meinem breiten Sessel, wo ich auch die letzten zwei Tage verbrachte. Mit Blick in den anderen Raum, wo die anderen, um den großen Tisch saßen, die Füße am Sessel, den Laptop am Knie, habe ich dann die angefangene Slavenka Szene verbessert und eine sehr liebe Trainerin, namens Irene Steindl, der ich gleich in der Küche beim ersten Morgentee von meinem Projekt erzählte. Am Vormittag habe ich dreieinhalb Szenen geschrieben und es ist gleich sehr flüßig weitergegangen, mit allen handelnden Personen, nachdem die Slavenka, die Lily und ihre Eltern im Chelsea Hotel getroffen hat, kam die Szene wo der Jonathan erzählt, was nach der Sitzung passiert und ein Mail von Moritz Lichternstern bekommt und Alfons Tratschke ist immer noch auf der Buchmesse, trifft dort seine Schwester die ihm auch vom neuen Nobelpreisträger erzählt.

Dann ging ich in die Mittagspause und da fuhr ich wieder zum Schwedenplatz und kaufte mir eine kleine Nudelbox, begann Szene vier, Amanda besucht wieder Minister Basti und der hat jetzt schon die Wahl gewonnen.

Den Nachmittag hat dann wieder Markus Fischer moderiert und richtig sehr geholfen in den Text wieder hineinzukommen, hat mir Irene Steindls Morgenimpuls, denn wir sollten schreiben, „Am Morgen nach dem Aufstehen…“ und schon war ich bei der Slavenka drin und Markus Fischer forderte uns auf, eine Rezension über das Projekt zu schreiben und wow ich hatte  den Klappentext und außerdem machte mir das auch viel Spaß, dann die Basti Quasti Szene fertigeschrieben und noch eines mit der Slavenka in der Bibliothek, denn das habe ich vergessen, am Samstag als ich so niedergeschlagen nach Hause gegangen bin, lag im Bücherkastel bei der Buchhandlung „Kuppitsch“ ein Buch über die deutschen Nobelpreisträger und das findet, die Slavenka in der Bibliothek.

So das waren dann 36.000 Worte, die ich danach korrigierte und auch noch einmal die Szene zwanzig, die erste, wo der Jonathan auf die Jurysitzung geht und die wollte ich beim Feedback vorlesen und auch das war toll mit der sehr lieben Trainerin und drei Teilnehmern und von einer hörte ich „Wow du bist schon sehr weit!“ und Irene Steindl fand sie sehr akustisch. Klar es ist ein innerer Monolog.

Dann das Schlußfeedback, ich schnappte meine Figur, stellte sie zum Ziel, ein paar, die auch schon nach Hause gingen, hatten das schon zu Mittag gemacht und dann Abschied von dem Marathon der mir wirklich sehr sehr gefallen hat.

Aber mehr Zeit werde ich wahrscheinlich nicht finden, kommt ja mein Geburtstag, die „Buch Wien“ und arbeiten muß ich auch und werde dann wahrscheinlich erst bei der nächsten Schreibgruppe und dann hoffentlich am übernächsten Wochenende fertig werden und  auch  darüber berichten.

2017-10-31

Halloweenparty

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Ich bin ja nicht gerade ein Halloweenpartytyp und habe über dieses Fest der Amerikaner „Was süßen oder was Saures?,  wo da dann die Kinder mit einem schwarzen Umhang herumhängen und an Türen klingeln, erfahren, als die Johanne in der Straßergasse ein Auslandsamerkajahr absolvierte und  davon erzählte.

inzwischen läuten die Kinder auch einmal an meiner Praxistüre an oder ich begegne ihnen in Harland, wenn wir über die Feiertage eine Radtour machen. Aber diesmal war ich bei einer Halloweenparty eigeladen, der ersten meines Lebens, denn das Writersstudio, das habe ich schon öfter geschrieben, feiert seinen fünfzehnten Geburtstag und feiert ihm mit einem Schreibmarathon der vom ersten bis fünfzehnten November stattfindet, wo man in der Gruppe an seinem Projekt schreiben kann und die Trainer einem dann Feedback geben.

Der Nanowrimo, das national writing Month findet dagegen vom ersten bis dreißigsten November statt und ich habe mich dafür ja schon angemeldet und seit August über elftausend Worte dafür geschrieben, die ich dann in meinen Word Account schummeln werde.

Mein Praxistag war heute sehr voll, weil ich ja mit Ausnahme des Donnerstags jeden Tag bis Sonntag vorhabe dorthin zu kommen und  bin dann  am Abend  in meinem roten Kleid, das ich einmal von der Anna zum Geburtstag bekommen habe, beziehungsweise mir von ihrem Gutschein dafür kaufte,  in das Wirtersstudio aufgebrochen, da man sich, wie im Flyer stand, als verstrobene lieblingsstriftstellerin verkleiden sollte. Ich wählte dazu die Bachmann aus, sah ihr aber, glaube ich,  nicht ähnlich und, als ich das Writersstudo erreichte waren gar nicht so viele der Anwendeneden, meistens Frauen verkleidet und es hat mich auch niemand danach gefrafgt.

Judth Wolfsberger ist aber mit einemTut im Haar herumgelaufen und hat allen, die sie traf, auf Englisch erklärt, daß sie der  Geist der Virgina Woolf sei, ihr großes Vorbild, sie schreibt, glaube ich, auch ein Buch über sie.

Michaela Muchits, die Krimschreiberin, hat moderiert, vom Schreibmarthon erzählt und dann den Impuls für eine Gruselgeschichte „In der Halloweennacht tauchte…….“auf gegeben,die man in  dreißig Minuten schreiben konnte. Dafür bekam man zwei kleine Zelltelche  mit Ort und Person des Geschehens.

Meine waren Geist und Wald in der Nacht, aber ich wollte schon  eine Geschichte zu meiner unsichtbaren Frau passend  schreiben und da ist es ja besonders lustig, daß heute zu Hallowee,n das Vermumunngsverbot ausnahmweise auffehoben ist ist, man kann sich also verkleiden darf. Die  Polizei darf zwar die vermummten Gesichter kontrollieren, man, wird aber nicht bestraft und da dachte ich schon am Morgen, als ich das im Radio hörte, lasse ich eine Reihe von Frauen in Tschadors, Nikab oder Burka auftreten, die auf eine Halloweenparty in ihre Moschee gehen.

Das habe ich dann mit der Hand geschrieben, weil ich meinen Laptop nicht mitgenommen habe, konnte es aber nicht vorlesen, weil ich so schnell geschrieben habe, daß es unlesebar war.

Morgen nehme ich meinen Laptop zu dem Schreiblemarothon mit und dann gab es eine Pause, wo man was trinken und Kekse kanbbern konnte und nachher sollte man einen Vertrag mit sich selbst schließen, wieviele Worte man in den nächsten Tagen schreiben will und von seinem Nachbar unterschreiben lassen.

Mein Ziel ist im Nanowirimo vom ersten bis dreißigsten November einen Roman mit Titel „Die unsichtbare Frau“ zu scheiben  und das habe ich dann auch auf das Blatt mit der Bleistift tragenden Läuferin, die man ausmalen und an die Pinwand heften konnte, so fixiert. Man konnte sich dann auch noch für eine Feedbackrunde eintragen. Ich wünschte mir meine für Sonntag meinen letzten Nanowrimotag und bin jetzt bespannt, was morgen da passieren wird und wieveiel Schreibwütige da mit ihren Laptop oder ihren Notizblöcken auftauchen werden. Es war jedenfalls schon am Dienstag sehr voll und die Stimmung gut, ein bißchen Plot habe ich mir auch schon aufnotiert, die nächste Szene wird eine Basti Quasti Szene sein, aber da wird er sich nur bei der Amanda über die Dirty Kampain mit der „Die Wahrheit über Sebastian Kurz beklagen“, weil ich ja chronologisch vorgehe und bei mir noch Anfang Oktober ist.

Bei den Selfpublischerautoren gibt es übrigens noch andere außer Annika Bühnemann, die mitmachen und darüber in Videos berichten.

2017-10-29

Schreiberfolge

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 19:03
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Da am Donnerstag  Nationalfeiertag war, sind wir am Vormittag nach Harland gefahren und ich habe mir gedacht, daß das ein Schreibmarathonwochenende werden könnte. War in den letzten Wochen ja soviel zu tun, daß ich beim besten Willen nicht zum Schreiben gekommen bin, weit  davon entfernt war und auch keine  Ahnung hatte, wie ich im Sinne des „Nanowrimos“, da hatte ich mich zwar schon letzten Sonntag angemeldet, wieder hineinkommen sollte, obwohl ich zumindestens in der ersten Woche beim Schreibmarathon des „Writersstudio“ mitmachen werde und in der zweiten  auf die „Buch Wien“ gehe, sofern ich eine Pressekarte bekomme. Bekomme ich keine, gehe ich weiter schreiben und die Bich Wien muß einmal auf mich verzichten, was sie aushalten wird und was das die „Unsichtbare Frau“ betrifft, war ich mit den zwanzig Seiten, die ich da seit August geschrieben habe, auch nicht zufrieden, weil ich einige Szenen, nur so hingeschrieben habe, dachte  mit der Alltagspolitik geht es nicht, die Szene in Minister Bastis Schlaftzimmer an der ich während der Schupperworkshops zigmal gearbeitet habe und sie dann auch noch in der Schreibgruppe im Oktober nochmals schrieb, obwohl ich  schon eine solche hatte, war es auch nicht, was auch die Alfons Tratschke Szene und die des Jonathan Larsen betrifft, davon ließen sich zwar ein paar schöne Handlungsstränge machen, aber wenn man eigentlich aus dem Ganzen heraussen ist, ständig denkt, das wird es nicht und eigentlich hundert Sachen gleichzeitig zu tun hat, ist das schwierig.

Also vierzehn Tage nichts geschrieben, denn als ich das letzte Mal in Harland war war ja in Frankfurt die Messe und da habe ich selbstverständlich gefsurft, das „Biblkiothesgespenst“ war durchzusehen, die Nationalratswahl war und der Lersemarathon mit den cirka zwanzig Rezensionsexemplaren im Badezimmer, die gelesen werden wochten, hielten auch von Schreiben ab.

So bin ich also am Donnerstag mit dem Alfi und vier Büchern nach Harland gefahren und habe gedacht, daß ich außer Buchbesprechungen und Veranstaltungsberichten schon lange nichts anderes gebloggt habe. Da wäre vielleicht etwas über „schwarz-blau“ was ja auf uns zukommen wird, fällig und dann dachte, ich könnte ich ja auch über meine Nanowrimovorbereitungsgedanken“ schreiben.

Denn da tut sich in der Blogger- und Selfpublisherszene einiges, die sind da sehr rührig und während ich früher, so vor zehn Jahren vielleicht, noch immer hörte, nur ja nicht und unter gar keinen Umständen etwas selber machen, denn dann bist du weg vom Fenster und kommst nie mehr dorthin, bilden sich da  Blogs die „Vom  Schreiben leben“ oder „Schriftsteller-werden“ heißen, wo es Ratschläge an angehende Autoren gibt und die haben oft auch den „Nanowrimo“ für sich in Anspruch genommen.

Jaqueline Vellguth tut das gerne und an sie habe ich 2009 immer meine Schreibgerichte gesandt und Annika Bühnemann deren Blog ich ja seit eineinhalb Jahrenregelmäßig verfolge, zieht sich wieder mit einer Gruppe zum  Nanowrimoschreiben zurück. Das werde ich heuer im Writersstudio auch ein wenig machen. Aber am Mittwoch oder Donnerstag oder vielleicht noch etwas früher, habe ich mich bei Annika Bühnehman zu ihrem Nano-Vorbereitungskurs angemeldet, wo sie jeden Tag ein E- Mail schickt und erklärt, wie man sich auf den Nanowirmo vorbereiten soll.

Das ist ja die Frage, ob man das eigentlich soll? Die Veranstalter wollen das glaube ich nicht und der Gründer hat ja ein Buch „No plot no problem“ geschrieben, an das ich einmal herankommen wollte, was mir aber nicht gelungen ist.

Da aber inzwischen tausende im November einen Roman schreiben, hat sich das verselbständigt und Annika Bühnemann rät beispielsweise, daß man sich ein Thema aussuchen, die Haupt- und die Nebenfiguren etcetera skizzieren soll und gibt vor allem Ratschläge, wie man die sechzehnhundert täglichen Worte am besten unterbringt.

Da bin ich auch schon etwas voraus, denn ich schreibe ja schon seit Anfang September am Text, habe mich aber am Donnerstag als ich meinen Nano-Atikel schrieb oder eigentlich schon vorher am Dienstag beim „literarischen Heimatabend“ entschlossen, all das was mir nicht gefällt wegzuschmeißen und am 1. 11. mit der Amanda als Hauptstrang neu zu beginnen. Noch während des Schreibens am Donnerstag dachte ich aber, daß ich ja am langen Wochenende vielleicht Zeit haben werde, schon damit anhzufangen und dann am nächsten Mittwoch doch nicht bei Null einzusteigen. Macht ja nichts, denn da das ohnehin niemand kontrolliert und man nur für sich selber verantwortlich ist, kann man das Romanschreiben ja so gestalten, wie es für einen am besten geht.

Und mit dem Schreiben kommen auch die Ideen und wenn man etwas Zeit hat, komme ich auch in den Stoff hinein, habe ich zu wenig und zwinge mich trotzdem, dann wird es nichts und ich schmeiße das dann doch geschriebene am besten weg.

Am Freitag war es kalt und es regnete sehr stark, so daß ich mein Rad so zwischen Ochsenburg und Wilhelmsburg wieder umdrehte und am Nachmittag mit dem Neuschreiben beginnnen wollte, habe mich dann aber doch entschlossen, nicht neu anzufangen, sondern im Test zu korrigieren. Das habe ich ja schon so vor vier Wochen, glaube ich, einmal gemacht und die erste Szene, die im September in der Schreibgruppe entstanden ist, neugeschrieben. Aber damit war ich auch nicht zufrieden, denn ich wollte mit der Amanda beginnen und die Lily und die Slavenka, die ja  beim letzten Projekt übrig geblieben sind, vielleicht weglassen.

Also habe ich mit dem Material, das ich schon hatte, die ersten zwei Szenen neu geschrieben. Amanda kommt vom Kurs nach Hause, da war schon der erste Oktober, das Vermummungsverbot im Gang und Muna Gahdi und Shima Salem nicht da, sie ärgert sich darüber, schaut sich die Vedieos vom „Tu was Hasi“an,  geht danach schlafen, macht ihre Entspannungsübungen, beginnt die Schäfchen zu zählen, eines legt ihr die Tarnkappe vor die Füße und sie zaubert sich in Ministers Bastis Zimmer. Szene drei war dann eine adaptierte Form vom ursprünglichen Beginn, Slavenka ist in New York angekommen. Am Abend gibt es eine große Lesung mit Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann und da habe ich noch drinnen, daß Slavenka mit der Lily gemeinsam die Geschichten schreiben wird. Das nehme ich jetzt heraus. Die Lily ist allein für die „unsichtbare Frau“ verantwortlich, die Slavenka schreibt ihre Dissertation, hilft der Sekretärin und schenkt bei den Veranstaltungen Wein aus.

Es kommt dann aber schon Nachricht von Don Qucho, während Dr .Hartner Lily in sein Zimmer ruft, Mister Kehlmann ist angekommen.

Dann geht es zu Alfons Tratschke, das blieb in etwa so und ich glaube es kam dann noch die Szene in Minister Bastis Schlafzimmer und die erste Jonathan Larsen Szene.

Das waren dann sechs Szenen, die ich am Freitag Abend hatte und knapp achttausend Worte und die Ideen gingen dann weiter und das show not tell, wo ich ja vorher blokiert war, beginnt wieder möglich zu werden. So habe ich letzten zwei sehr schlechten Szenen, die ich hatte, gelöscht und gestern wieder mit einer Slavenka-Lily Szene weitergemacht. Die Lily kommt zurück, erzählt der Slavenki sowohl von der Lesung, als von Alfons Tratschke, der einen Blog namens „Don Qucho reitet gegen rechts“ hat und sie als „linke Schwester“ beschimpfte. Dann kam noch eine Alfons Tratschke Szene und ich stehe jetzt bei acht Szenen und 11536 Worten mit denen ich dann am Mittwoch etwas schummelnd einsteigen werde, wenn ich nicht noch heute etwas schreibe. Stoff habe ich ja genug und ich habe auch die ungefähre Handlung im Kopf, wie es weitergehen wird.

Von Annika Bühnemann ist ja gestern ein Mail gekommen, daß man nach der „Heldenreise“ oder dem „Vier Akt-Modell“ plotten soll. Das ist ja etwas womit ich mir schwer tue. Aber natürlich muß in einem spannenden Roman etwas passieren und da habe ich schon ein paar vage Ideen.

Annika Bühnemann, die ja vom Schreiben lebt und da auch Marketingkurse gibt, schickt bis zum 31. 10. kostenlose Ermunterungsmail aus. Ab ersten November kann man sich bei ihr anmelden und bekommt für dreißig Cent am Tag einen Tip, wie man seinen Nano weiterschreibt und er gelingt.

Da bin ich ja schon voraus, denn ich habe ja schon fünf Nanos geschrieben und auch dieser wird gelingen, wenn er nicht vielleicht wieder zu kurz wird, da habe ich ja in den letzten  Jahren oft noch ein paar Szenen angestückelt und meine letzten Texte sind oft kürzer.

Aber ich habe schon Ideen für meine drei bis vier Handlungsstränge, aber bei meinem letzten Text, den ich ja nach Annika Bühnemanns Schreibimpulsen geschrieben habe, die Erfahrung gemacht, daß es so tatsächlich spannender wird. Und sogar der Alfred, dem meine Sachen sonst nicht so gefallen, hat mich gelobt. Es wäre also vielleicht schon etwas zu versuchen, wie es meiner unsichtbaren Frau gehen wird, wenn ich beispielsweise meine Protagonistin sich am fünften Tag von ihrem alten leben verabschieden und ein Abenteuer beginnen lassen will, aber da steht meine Amanda in meiner jetztigen Fassung ohnehin schon im Minister Bastis zimmer und das Abenteuer hat begonnen und ich habe jetzt auch vor sie diesen in ihren Träumen durch den Wahlkampf gleiten zu lassen, mich also von Wladimir Putin, Donald Trump, etcetera, weil das zu aufwändig wäre, zu verabschieden, aber in der zweiten Nacht erzählt ihr der vielleicht von den dirty campaigns der Konkurrenz und den die „Wahrheit über Sebastian Kurz-Seiten“, dann von den Videos der FPÖ „Vordenker statt Nachdenker“ und so weiter und so fort, während Alfons Tratschke einen Thriller schreibt, nach Frankfurt zur Buchmesse fährt und dort vereint „Wir alle hassen Antifa!“ schreit. Mathilde Schmidt und Moritz Lichtenstern, bekannt aus „Besser spät als nie“ kommen nach New York und besuchen Lily und Jonathan Larsen, der um seine Frau trauert, entdeckt Lilys Blog, während er in die Sitzung muß, um den neuen Nobelpreisträger, das ganze spielt ja Anfang Oktober, zu bestimmen.

Mit dem Lesen bin ich wegen all dieser Schreibideen etwas in Rückstand und habe in den vier Tagen nur Margit Heumanns „Paul und Emma-Geschichten“ ausgelesen und muß das jetzt auch noch bei Verena Boos „Kirchberg“ tun. Aber alles auf einmal geht nicht und die nächsten zwei Wochen werden hektisch sein.

Morgen „Ohrenschmaus-Jurysitzung“, da muß ich meine Vorschläge auch noch einmal durchgehen, am Dienstag Halloweenparty im „Writersstudio“, da soll man sich als tote Leblingsschriftstellerin berkleiden.

Ich ziehe, glaube ich, meine rotes Kleid an und sage ich bin Ingeborg Bachmann, die Frisur stimmt ja vielleicht und dann geht es los am ersten November mit dem Schreiben.

Da gehe ich hin, während ich am Donnerstag Praxis mache und am Abend der „Alpha“ verliehen wird, wo ich ja jetzt immer eingeladen werde. Dann drei Tage Schreiben und meine Abrechnung muß ich dazwischen auch irgenwie machen und herausbekommen, wie es mit der „Buch-Wien“ werden wird. Mal sehen, ich bin gespannt und eine „Online- Autorenmesse“ geibt es vom fünften bis zwölften November auch, zu der ich mich ebenfalls angemeldet habe.

2017-10-27

Nanowrimovorbereitungsgedanken

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 08:49
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Die letzten Monate waren bei mir durch das doppelte Buchpreisbloggen, dem „Ohrenschmaus“, wo es ja am Montag die Jurysitzung gibt, den Vorbereitungen zu meinen Geburtstagsfest und meiner Praxis, wo ich derzeit viele Erstgespräche habe, sehr hektisch, so daß meine Befürchtung, daß ich am ersten November vielleicht mit der „Unsichtbaren Frau“ schon fertig bin und dann korrigieren muß, statt mitzuschreiben, nicht eingetroffen ist.

Denn da stecke ich ja fest,  bin nicht so recht zufrieden und korrigiere im übrigen noch immer an der Endfassung von „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, bis das an die Druckerei gehen kann, so daß es zum Weiterschreiben in der letzten Zeit nicht recht gekommen ist.

Zwar habe ich da schon dreiundzwanzig Seiten, über zehntausend Worte und neun Szenen, bin aber nicht damit zufrieden, denn ich glaube, ich bin zu rasch eingestiegen und war dann auch sehr bald durch die politischen Ereignisse, die ja auch damit zu tun haben und die darin eine Rolle spielen sollen, so sehr abgelenkt, als daß ich die nötige Konzentriation nicht aufbrachte, um mich auf die Handlung zu konzentrieren.

Die Idee mit der unsichtbaren Frau, die prekäre Literaturwissenschaftlerin oder auch die Figur der Lily Schmidt hatte ich ja schon im Frühjahr, als ich an dieser Pizzeria-Geschichte geschrieben habe. Da sollte der Blog der Lily ja neben der Mathilde Schmidt  eine Rolle spielen, was sich dann aber eher als Seitenstrang erwiesen hat, so daß ich, als ich mit „Besser spät als nie“ fertig war, dachte „Na gut, dann schreibe ich das extra!“ und habe dann auch damit begonnen, nämlich in der Schreibgruppe im September und da bin ich noch dazu mit einem vorgesetzten Thema, glaube ich, zu schnell eingestiegen und habe mich wieder an den Rand gefahren, von wo ich dann trotz der vielfältigen Schreibversuche bei den offenen Tagen des Writersstudio nicht recht weitergekommen bin.

Denn da habe ich mit der Slavenka und der Lily begonnen, die Slavenka ist nach New York gekommen, um dort ihre Dissertation über Blogs fertig machen und soll gleich an der unsichtbaren Frau weiterschreiben, während die Llily Daniel Kehlmann unterviewte.

Dann kam das Volksstimmefest und dann die Idee, die Amanda Siebenstern, die prekäre Deutschlehrerin und ihre Tarnkappe extra einzuführen. Auch ein schöner Handlungsstrang und dann gibt es de,n des Alfons Tratschke und den des Jonathan Larsen, der ursprünglich ein amerikanischer Literaturprofessor war, der Lilils Blog entdeckt, weil ich ja eine Zeitlang sehr viele amerikanische Aufrufe hatte, aber die scheinen eher Roboter, als ein an mir interessierte Fan zu sein und da die Lily ja in New York Kuratorin ist, habe ich dann an Stockholm und an den Nobelpreis gedacht.

So weit, so what, aber wirklich kreativ bin ich damit auch nicht geworden, weil ich beim Schreiben, wenn ich einmal dazu gekommen bin, gedacht habe, das ist ohnehin nicht gut und dann hatte ich auch mit diesen Tarnkappengeschichten meine Probleme. Denn ich wollte ja, wie ich es  auch schon bei der „Sophie Hungers“ gemacht habe, die zum amerikanischenPräsidenten, der jetzt Trump und nicht mehr Bush heißt, schicken. Dann ist mir aber  Sebastian Kurz mit seinem Vermummungsverbot eingefallen und die Ruth hat während der Schreibgruppe auch gefragt, willst du wirklich so politisch sein? Kann darf man das und ich dachte ständig, das ist nicht gut.

War es auch nicht und die letzten Wochen war ich vom Weiterschreiben ohnehin sehr weit entfertn und habe auch öfter gedacht „Macht ja nichts, habe ich doch ohnehin schon über vierzig Bücher für die sich niemand interessiert und sich kein einziger bei meinen Gewinnspielen meldet, der eines lesen will, warte ich also ab, bis sich der Erfolg von draußen, also der ameriksanische Literaturprofessor oder das schwedische Akademiemitglied bei mir meldet!“ und dachte dann aber auch sofort, das ist nicht gut, denn die kommen ja nicht und dann ginge es nicht weiter!

So weit so gut und auch sicher richtig, aber die letzten zwei Wochen bin ich ohnehin nicht zum Weiterschreiben und nicht einmal zum Korrigeren von dem „Frühstück“ gekommen und am Samstag bei der GAV-GV habe ich wieder einmal gehört, daß ich keinen einzigen deutschebn Satz richtig schreiben kann.

Etwas was auch nicht neu  und wahrscheinlich auch nicht wirklich stimmt, denn ein paar Sätze werden schon richtig sein, aber nicht sehr aufbauend, sondern entmutigend ist und mich auch trifft, wenn auch nicht mehr wirklich sehr, denn ich mache ja weiter und habe auch schon meine „Nanowrimopläne“ und da sogar was ich sonst immer erst am ersten November machte, mich angemeldet und mein Projektprofil erstellt.

Der „Nanowrimo“, für die, die es noch nicht wissen, ist ja das kreative Schreibprojekt aus Amerika, wo sich alle sogenannten Hobbyautoren und wahrscheinlich auch ein paar andere, im Monat November hinsetzen, um einen Roman mit fünfzigtausend Worten zu schreiben. Sinn der Sache ist es die Schreibblockaden aufzulösen und inzwischen schreiben da, glaube ich, schon hunderttausende mit.

Als ich das 2009 das erste Mal tat, habe ich immer Jackeline Vellguth von „Schriftstellerwerden.de“ meine Schreibprojekte geschickt und sogar, glaube ich, etwas dabei gewonnen. Dann hat einmal Anni Bürkl Schreibtips gegeben und ein paar ihrer Kursteilnehmer, habe ich sogar als meine Buddies.

Inzwischen ist Annika Bühnemann sehr aktiv und verschickt, wenn man sich bei ihr anmeldet, jeden Tag einen Schreibtip, wie man sich auf den „Nano“ vorbereiten kann und wenn das, was sie da rät, für mich auch nicht wirklich sehr neu ist, hat es mich, glaube ich, doch sehr motiviert. Denn ich habe schon gedacht, was soll ich da ab ersten November, wenn ich zumindestens Tagetweise beim Schreibmarathon des Writerstudio teilnehme, mit meinen festgefahrenen zehntausend Worten tun und wie soll ich da motiviert weiterschreiben, wenn ich überzeugt bin, daß das nichts taugt?

Das Writersstudio, das sollte ich vielleich auch noch einmal erwähnen, wird heuer fünfzehn Jahre alt und macht da nach der Halloweenparty, vom ersten Bis fünzehnten November einen Schreibmaratohon, wo man einfach kommen und an seinem Projekt arbeiten kann.

Das geht gut für die erste Woche, da habe ich mir das Wochenende dafür schon extra freigenommen, die Woche darauf ist dann die „Buch Wien“, für die ich mir auch schon  freigenommen habe. Teresa Preis hat mir zwar noch nicht gemailt, ob sie mir wieder eine Pressekarte hinterlegen wird. Wenn aber schon, werde ich da sicher herumlaufen. Aber das war ja in den letzten Jahren, wo ich auch öfter am „Nanowrimo“ geschrieben habe, auch schon so.

Denn das wäre jetzt mein sechster. 2009 habe ich das erste Mal mit der „Heimsuchung“ sehr motiviert und voll Enthusiasmus, jetzt entdeckt zu werden, teilgenommen dann 2012-20015 jeweils wieder.

Voriges Jahr nicht und ein paar mal habe ich auch geschummelt, weil ich schon ein paar tausend Worte hatte und dann meistens am zehnten Tag fertig war, denn ich bin ja eine schnelle Schreiberin.

Diesmal habe ich gedacht, als ich im August mit „Besser spät als nie“ fertig war, ob sich das wohl ausgeeht, dann zu schreiben angefangen. Habe jetzt an die  zehntausend Worte, aber vor ein paar Tagen gedacht, ich schummle diesmal nicht, sondern fange am Mittwoch ganz neu, das heißt,  mit den zwanzig Seiten die schon habe, die ich auch einbauen werde, an. Aber mit einer Amanda Szene. Die kommt vom Kurs an dem Farida Shima und Muna Ghadi wegen dem Vermummungsverbot nicht waren, nach Haus, ärgert sich über Minister Basti, träumt dann vom Schäfchen, das ihr die Tanrkammpe gibt, etcetera und in der nächsten Szene kommt die Slavenka in New York an und beschließt mit der Lily gemeinsam an ihren Blog zu arbeiten, wieder etcetera und alle Fallen verschwunden?

Man wird sehen. Da wir  jetzt ein langes Wochenende haben, könnte es sein, daß ich am Mittwoche vielleich doch nicht ganz bei Null einsteige, sondern schon ein paar Seiten von der Amanda neu haben werde. Aber die Fallen habe ich dann hoffenlich trotzdem entfernt und es wird ein fröhliches motiviertes Schreiben und wie das dann mit der Unterstützung durch das Writersstudio wird, finde ich auch ganz spannend und bin gespannt. Denn bisher habe ich immer ganz allein geschrie ben und nur im Blog über meine Fortschritte berichtet, wo  nicht viel Feedback kommt.

Also sehr spannend und nein, ich gebe nicht auf und wenn ich nicht schreiben kann, dann soll das so sein. Dafür habe ich allerdings schon sehr viel geschrieben und tue es auch weiter und das „Frühstück“ soll bald fertig werden.

Das wäre dann mein zweites Buch für 2017, voriges Jahr waren es fünf. Man sieht, heuer ist es bescheiden, aber „Besser spät als nie“, dieses Malen nach zahlen gibt es auch noch. Das hat jetzt der Alfred zum Korrigieren und Setzen und das Cover dafür müssen wir auch noch machen.

2016-11-01

Korrigiermonat statt Nanowrimo

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:08
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Auf den„Nanowrimo“ dem sogenannten nationalen Schreibemonat, wo sich in Amerika einmal eine Gruppe Schreibbegeisteter getroffen hat, und, um ihre Schreibblockaden zu überwinden und endlich einmal etwas fertig zu stellen, ein Monat lang, einen Roman von mindestens fünfzigtausend Worten zu schreiben, der zuerst glaube ich, im Sommer war, jetzt aber im November stattfindet, bin ich, glaube ich, 2008 durch das „Writersstudio“ gekommen.

Da habe ich noch nicht mitgeschrieben, sondern mich nur auf den Seiten derer, die das taten, umgesehen, das waren glaube ich schon, Jaqueline Vellguth, die jetzt ja ein Monsterprojekt mit monatlich einen Roman absolviert und eine deutsche Seite gab oder gibt es auch, sonst hat diese Idee ja eher Amateurchrakter und die Profi schreien „Da machen wir nicht mit, denn wir wollen ja Qualität!“

Aber es kann einen ja keiner hindern, die dabei auch zu liefern und ich habe 2009 mit der „Heimsuchung“ mitgemacht und es hat mir großen Spaß gemacht.

Da habe ich mich auch an Jaqueline Vellguths Gewinnspiel beteilt und, ich glaube, auch etwas gewonnem, Buddies hatte ich keine und auch sonst außer den Blogberichten, so, wie meistens ziemlich isoliert vor mich hingeschrieben.

2010 habe ich dann ausgesetzt und, ich glaube, die „Absturzgefahr“ korrigiert, 20011 war ich auch mit etwas anderen beschäftigt, so daß ich erst 2012 und dann regelmäßig bis letztes Jahr mitmachte.

Ein bißchen habe ich dabei, glaube ich, auch regelmäßig geschummelt, weil schon früher angefangen und dann war ich auch schon früher fertig, ich bin ja eine schnelle Schreiberin und meistens sind auch die fünfzigtausend Worte wieder weg, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin.

Die jeweiligen Schreibprojekte „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“, die „Brüderschaft“, „Im Namen des Vaters“ und die „Nika, Weihnachtsfrau“ sind auch wie die „Heimsuchung“, mit dem „Digitaldruck“, als Bücher erschienen und irgenwie ist es sich in den letzten vier Jahren auch immer ausgegangen, im November mit einem Projekt zu beginnen.

In den letzten Jahren hatte ich sogar ein paar Buddies, beziehungsweise auf den Seiten von Anni Bürkls Schreibgruppenteilnehmer, Claudia Zotzmann, Louisa Rabenschwarz und  Melemopene K. mitgeschaut und es schreiben da ja inzwischen schon tausende Hobby- oder Profiautoren mit und ich kann das sehr empfehlen, denn es machte mir immer großen Spaß und ich habe auch immer sehr viel dabei gelernt, obwohl ich heuer nicht mitschreiben, sondern stattdessen wieder einen Korrigiermonat machen werde.

Denn da ist ja „Claire-Klara-Clarisse“ angesagt, die Sommergeschichte, deren Idee ich mir aus Kroatien als Souvenier mitgebracht habe, dort hat sich ja die Idee entwickelt von der Klara Winter zu schreiben, die ihrem Freund Edy davon nach Trogir auf dem Campingplatz fährt, weil er sie offenbar mit ihrer Freundin Kathrin Schneider betrogen hat und die dann in der Nacht von einem Zauberer träumt, den russischen Kaffeehausbesitzer Sergej kennenlernt, der ihr von seiner Großmutter Claire erzäht und in Split auch seine Cousine Clarisse kennenlernt.

Da habe ich ja in Zadir sehr intensiv mein schwarzes Buch für die Reisenotizen beschrieben, dann gewartet, bis ich mit dem Korrigieren der „Berührungen“ von denen es ja jetzt schon eine Vorschau mit einem „Mimikry-Gewinnspiel“ gibt und ich auch beim letzten „Volksstimmefest“ ein Stück daraus gelesen habe, fertig wurde und im August habe ich mit dem Schreiben begonnen

In Kroatien war ich ja von der Idee beflügelt, hier habe ich vielleicht den Anschluß verloren, im August hat ja auch gleich das doppelte Buchpreisbloggen begonnen und ich war auch meistens mit etwas anderen beschäftigt, so daß die Geschichte, wie ich zu Beginn des „Jahres „Paul und Paula“ von der mir einigesagen, daß es eigentlich nicht so heißen darf und ich auch mit einem möglichen Vorbild einige Differenzen hatte, sehr kurz geworden ist.

Nämlich bis jetzt neunundfünzig Seiten und 31.160 Worte, also für einen „Nanowrimo“ viel zu kurz, daß da auch das Schummeln nichts helfen würde und das Neuschreiben und auf fünfzigtausend Worte erweitern, was ja auch eine Möglichkeit wäre, wird es nicht bringen, also werde ich den „Nanowrimo“ heuer wieder nur bei anderen Blogs verfolgen und da ist ja auch einiges los.

So fährt ja Annika Bühnemann mit einer Gruppe diesbezüglich auf Mallorca, das „Writersstudio“ bietet ein solches Seminar an, Tinka Beere hat sogar ein Buch darüber geschrieben.

Aber selber korrigieren werde und da brauche ich auch sehr viel Motivation, denn derzeit komme ich  kaum weiter, bin ich ja immer noch beim Buchpreislesen, beziehungsweise stehen die Debuts noch an und auf meiner Leseliste stehen auch noch sehr viele Rezensionsexemplare, die gelesen werden wollen und ich habe ja ein bißchen das Problem, daß es mit dem Ermutigen bei mir recht schwierig ist, weil ich immer sozusagen automatisch denke, das ist schon wieder nicht gut genug, zu schnell zu langsam zu kitschigt, etcetera, obwohl ja der Sinn des „Nanowrimo“ eigentlich der wäre, sich frei zuschreiben und den inneren Kritiker nach Mallorca zu schicken und selbst zu Hause zu bleiben und weiterzuschreiben, beispielsweise.

So weit, so what, verstehe ich das auch und bin auch bereit das anzuwenden, nur leider weiß ich, wenn das Buch dann fertig ist, daß dann die Einwände von den anderen kommen, beziehungsweise, die das überhaupt nicht interessiert, so daß es sehr schwierig ist, sich zum schreiben zu motivieren, wenn man ja schon weiß, das wird wieder nichts.

Ich korrigiere das Rohkonzept fertig, gebe es dem Alfred zum Druckereifertigmachen, erstelle eine Vorschau mit dem Cover und dem Text, mache ein Gewinnspiel, auf das sich dann keiner meldet und wenn das Buch dann fertig ist, schicke ich es an die NB und an die“Alte Schmiede“, wo es aber mit den „Textvorstellungen“ auch nicht mehr so zu klappen scheint und meine Kritiker schreiben mir dann, mach doch nicht so viele Anführungszeichen oder, kann es vielleicht nicht, sein, daß Sie nicht schreiben können?

Offenbar ja oder nein natürlich, denn natürlich kann ich das, aber bei „Claire-Klara-Clarisse“ bin ich mir wieder nicht ganz sicher, ob ich mich nicht um den den Brei herumgeschrieben habe, zu wenig spannend, zu unlogisch, etcetera war und so trödel ich wieder mit dem Korrigieren, habe nicht die rechte Lust dazu und weiß auch gar nicht, was ich als Nächstes schreiben, werde, wenn ich damit fertig bin, denn seit einem Jahr habe ich ja das Gefühl, daß ich mich mit den vierzig selbstgemachten Büchern die ich schon habe, ausgeschrieben, beziehungsweise alle Themen angeschrieben habe.

Gut, das muß mich noch nicht beschäftigen, müssen ja erst die „Berührungen“ und dann die „Klara“ fertig werden und dann kann ich ja weitersehen und auf Stoffsuche gehen und zu der „Klara“ finde ich trotz „Buch Wien“ und anderen Veranstaltungen, die  auf mich warten, vielleicht doch die Zeit, das vielleicht bis Jahresende zu korrigieren, ganz egal, wie gut oder schlecht es geworden ist.

Denn es ist so gut, wie ich es kann, basta aus und ich habe schon sehr sehr viel geschrieben, auch wenn ich, daß noch immer mit scharfen „ß“ schreibe und ein paar Recht- beziehungsweise Flüchtigkeitsfehler mache und meine Bücher seit 2000 selber mache, also eigentlich eine Pionierin des Selfpublishing bin, das ja wie ich immer höre, sehr erfolgreich ist und in Frankfurt und in Leipzig schon ganze Halle füllt und in „Wikipedia“ stehen jetzt meine Bücher jetzt auch vollständig.

Und den „Nanowrimo“ kann man übrigens ja auch immer und an anderen Monaten machen, so sind die „Sommereignisse“ eigentlich fast ist einem solchen entstanden und auch ein bißchen länger geworden.

Da machte ich es allein, beziehungsweise über die Schreibberichte im Blog, die es bei mir  ohnehin schon länger gibt, man kann sich aber auch untereinander vernetzen und die Seite veranstaltet inzwischen auch regelmäßige „Camps“, wo man zwischendurch schreiben oder korrigieren kann, an denen habe ich aber noch nie teilgenommen.

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