Literaturgefluester

2016-01-09

Quantitätsschreiben

Ich bin ja eine sehr Schnelle und geniere mich schon fast dafür, daß ich an die vierzig selbstgemachte Bücher habe, die eigentlich niemand wirklich sehen, lesen oder anschauen will und, das Jahr für Jahr jetzt schon drei Bücher im Jahr  von mir entstehen.

„Schreib nicht so schnell!“, sagen der Alfred, der das ja alles korrigieren muß und die Elfriede Haslehner und schreibe das dann ins „Literaturgeflüster“, tue weiter, denke aber, ich sollte nicht, denn es zählt ja die Qualität und die sogenannten Hochautoren habe ich einmal beim „Frankfurtsurfen“ beobachtet, brüsten sich ja geradezu damit, drei bis fünf Jahre für ein Buch zu brauchen, während die sogenannten „Selfpuphlisher“, wie Wolfgang Tischer auf seiner Seite schreibt, ihre Texte in  ein paar Monate oder Wochen hinunterklopfen und manche sogenannte „Gebrauchsautoren“, die, die mit den Pseudonymen also beispielsweise Julia Kröhn oder  Carla Federico, Sophia Kronberg, Leah Cohn, etcetera schreiben, müßen das wahrscheinlich schon wegen ihrer Verlagsverträge tun.

Und ich schreibe ja immer und tue das auch bei meinem neuen Projekt wieder, daß ich sehr gern ein Jahr lang an dem Text arbeiten will, um ihn kommen, entstehen, reifen, sich entwickeln lassen, etcerta kann, was mir bisher nicht wirklich gelungen ist, denn nach vier bis sechs Wochen ist der Rohtext fertig, ich in meinen alten Bahnen, beziehungsweise Klischees drinnen, das fertige Produkt  interessiert dann niemanden und ich habe mir allmählich gedacht, das ist eben so, ich kann aus meiner Haus nicht heraus und jede oder jeder, wie sie oder er es kann!

Dann gibt es noch den „Nanowrimo“, dieses jährliche Schreibprojekt aus Amerika, wo  alles anders ist und man nicht auf den Kuß der Muse wartet, sondern in kreative Schreibkurse geht, beziehungsweise man solchein der Schule hat, wo im Monat November in dreißig Tagen ein Roman mit mindestens fünfzigtausend Wörtern geschrieben wird.

Daran nehmen jährlich tausende Personen, meist Amateuere, ein paar Profi-und Zwischenschreiber, wie ich es wahrscheinlich bin, gibt es auch, teil.

Die meisten werden vielleicht nicht fertig. Viele aber schon und viele nehmen jedes Jahr daran teil. Ich habe heuer meinen fünften Nanowrimo geschrieben,  bin mit dem Korrigieren daran gerade fertig geworden und denke auch, daß ich über das Stadium in einen Monat mal schnell fünfzigtausend Worte hinzufetzen hinaus bin und jetzt in die Tiefe gehen sollte, wenn ich es kann…

Beziehungsweise bin ich da milder und denke, geht es nicht so ganz allein und unbeachtet dorthin zu kommen, mache ich was ich kann, aber das schlechte Gewissen, ich bin eine Quantitätsschreiberin, was ja  fast schon ein Schimpfwort ist, ich habe vierzig selbstgemachte Romane, die niemand lesen will und ich mich schon fast genieren muß, wenn ich das wem erzähle, bleibt.

Ich tue es natürlich trotzdem und habe das Jahr auch damit begonnen, bzw. beendet meine Lieblingsbücher im Netz vorzustellen, beziehungsweise überhaupt die Romananfänge hineinzustellen,  bin ich ja eine ehrliche Frau, auch wenn ich, wenn es geht für die „Paul und Paula“ wieder ein Jahr brauchen will und das vielleicht auch muß oder daran scheitere, weil das ja Neuland ist, was ich hier betrete.

Also haben wir gelernt, nur die Qualität ist wichtig, und die bekommt man nicht in einem Monat, man braucht Jahre oder den Musenkuß respektive, die Schreibschule a la Leipzig, Hildesheim oder Wien, wenn man dort genommen wird, um das zu entwickeln, dann hat man aber eine Chance bei „Hanser“, „Suhrkamp“ oder „Rohwohlt“, zu erscheinen, während das Internet beziehungsweise der „böse Amazon“ es möglich machen, in drei vier Wochen seinen Roman hervorzuklopfen, der dann eben keine „Qualität“ ist und den niemand lesen will.

Das sind Klischees natürlich und sie werden zum Glück auch aufgebrochen, obwohl ich fürchte, daß sich im großen und Ganzen nicht wirklich sehr viel ändert und die große Kehrtwende nicht wirklich kommt, denn Vorurteile sind hartnäckig und so kann man bei den Literaturbloggern noch immer lesen, daß sie keine Romane von „Indieautoren“ annehmen oder nur Verlagsseiten von richtigen Verlagsautoren suchen und mir hat „Wikipedia“ auch einige Bücher hinausgeschmissen, weil Selbstgemachtes, nein, das wollen wir nicht, obwohl es in Frankfurt odeer Leipzig schon ganze Hallen mit Ständen solcher Bücher gibt.

Es gibt aber Ausnahmen auf die ich in der letzten Zeit auf der der einen und der anderen Seiten gestoßen bin, die diese Voruteile vielleicht  ein Stück aufbrechen und ich beginne mit der sogenannten Profiseite, nämlich dem „Hanser-Verlag“, wo ja am Montag das große Projekt „Morgen mehr“ mit Tillmann Rammstedt startet, der da jeden Tag ein Kapitel seinens neuen Roman schreiben wird, das man abonnieren kann und ein paar Montae später, im Mai, glaube ich, gibt es das Buch bei „Hanser“ zu kaufen.

Das ist sicher ein Zwischending zwischen Selbstgemacht und Verlag, beziehungsweise Qualität und Quantität, wenn man in diesen Lagern bleiben will. Man kann auch sagen, Joe Lendle hat den Mut, da ein wenig aufzubrechen und sich auf beide Seiten zu begeben, beziehungsweise sie zusammenzubringen.

Denn Tillmann Rammstedt, ist sicher ein Qualitätsautor, ein Bachmannpreisgewinner, obwohl mir sein „Kaiser von China“, nicht gefallen hat, weil mir zu aufgesetzt. Aber sicher einer, der den Mut hat, sich ein bißchen auf die andere Seite zu begeben, sich beim Schreiben in die Karten schauen zu lassen und zu sagen, in fünf Monaten gibt es den fertigen „Hanser-Roman“, obwohl ich  erst am Montag zum Schreiben beginne und, daß man sich da ins Eck schreiben kann, habe ich schon öfter erlebt.

Nun gut, Joe Lendle und Tillmann Rammstedt sind mutig und trauen sich etwas, wie das ankommt, werden wir beobachten und ich habe wieder einmal vor, ein Jahr für meinen neuen Roman zu brauchen, obwohl ich derzeit noch nicht weiß, ob ich über den Prolog hinaus, den ich schon habe, etwas Brauchbares zusammenbringen werde.

Daneben habe ich zu schauen, daß meine letzten drei Bücher, „Die Pensionsschockdepression“, die das bald sollte und der sogenannten „Sommer-„ und der „Winternanowrimo“ fertig werden und da sind wir schon beim zweiten Beispiel.

Denn ich habe früher so 2009 oder so, sehr viel auf der Seite „Schriftsteller werden.de“ von Jacquine Vellguth nachgeschaut, die den schon sehr lang betreibt, eine eigene Schreibwerkstatt hat und auch viel beim „Nanowirmo“ mitmacht.

2009 habe ich ja bei einer ihrer Ausschreibungen mitgemacht und dabei auch etwas gewonnen. Jetzt bin ich  längere Zeit nicht bei ihr gewesen, gestern aber wieder hingekommen, denn ich will  ja nachdem der Prolog zu „Paul und Paula“ fertig ist, ein Brainstorming machen, um herauszubekommen, ob ich überhaupt soviel Handlungsstränge habe, um einen Roman über die Begegenung der Beiden, die vorher anders hießen, machen zu können?

Da ist mir auch die „Schneeflockenmethode“ eingefallen, die Jacqueline Vellguth einmal übersetzte und ein paar diesezügliche Artikel in ihren Blog stellte.

Eine Methode, die auch nicht wirklich etwas für mich ist, beziehungwweise bin ich bei der „Paula Nebel“ und der „Wiedergeborenen“ nicht wirklich mit ihr weitergekommen, weil man sich da hinsetzt, zuerst einen Satz über seinen Romaninhalt schreibt, dann drei, bzw und am Schluß konzipiert man Szene für Szene. Dann trinkt man vielleicht ein Glas Bier oder Wein und setzt sich, das ist vielleicht ein Jahr später und schreibt den Roman in einen Zug hinunter.

Das ist wahrscheinlich nichts für mich, ich habe mir die Artikel aber gestern wieder aufgerufen, um es vielleicht beim Brainstorming für die Matieralsammlung damit zu versuchen und bin auf einen sehr interessanten Artikel beziehungsweise  Projekt von Jacqueline Vellguth, der diplomierten Physikerin gestoßen, die das sogeannte Quantitätsschreiben damit auf die Spitze stellt oder das Qualitätsschreiben umkippt.

Denn sie will, hat sie verlautet im Jahr 2016 zwölf Romane schreiben und veröffentlichen, jedes Monat einen „Nanowrimo“ sozusagen, ruft dazu andere zur Unterstützung, beziehungsweise zum Mitmachen auf.

Sie will damit, glaube ich, auch Geld verdienen und auffallen und da sie eine große Fangemeinde hinter sich hat, wird ihr da auch einiges gelingen.

Wenn ich ein Bild von meinen Romanen in das Netz stelle oder bei einer „Vorschau“ ein Gewinnspiel veranstalte, bekomme ich  keine Reaktionen und ich hätte auch Bedenken, was die zwölf betrifft.

Denn das kann ich von mir sagen, mehr als drei bis vier Bücher sind wahrscheinlich nicht zu schaffen, wenn man  nicht wirklich hinunterhudeln will.

Denn nach dem Monat hat man ein Rohkonzept und das habe ich bei meinem Letzten ja ganz gut gesehen. Da habe ich im Oktober mit der Recherchearbeit angefangen,  am ersten November mit dem Schreiben, war am einundzwanzigsten fertig und habe dem Alfred, das Rohkonzept vorgestern zum Fertigmachen übergeben.

Das Buch wird dann wahrscheinlich in einem Jahr erscheinen und in den letzten Jahren habe ich immer drei Bücher pro Jahr geschrieben und herausgebracht.

Bei zwölf im Jahr sehe ich schon die Gefahr, daß man in seinen Klischees stecken bleibt. Jaqueline Vellguth ist aber eine Profiautorin, die,  glaube ich, schon viel länger als ich, beim „Nanowrimo“ mitschreibt.

Sie wird also schon wissen, was sie verspricht und wenn sie genügend Fans hinter sich hat, werden ihre Bücher auch gelesen. Ob sie damit in den Literaturbetrieb hineinkommt, weiß ich nicht. Hat sie auch jetzt erst ihr erstes Buch bei „Amazon“ veröffentlicht, obwohl sie schon länger schreibt und Thomas Wollinger hat,  glaube ich, das Projekt an dem er jahrelang im Internet geschrieben hat, auch nicht wirklich veröffentlicht. Denn die Vorurteile sind vermutlich beharrlich.

Es ist aber sicher ein interessantes Experiment und kann auch mir Mut machen, zu meinen drei Büchern im Jahr zu stehen. Auch wenn ich jetzt wieder ganz ehrlich und wahrhaftig vorhabe, ein Jahr für die Paula und den Paul zu brauchen und ich mich da auch wirklich in das Thema einarbeiten muß, um weiterzukommen.

Aber da habe ich von Klaus Khittl, der viel darüber weiß, schon Hilfe und Internetseiten angeboten bekommen und das Scheitern denke ich, ist  auch sehr wichtig.

Wenn ich mit dem Projekt nicht weiterkomme und im „Literaturgeflüster“ darüber schreibe, ist das auch eine wichtige Erfahrung und so finde ich es sehr spannend mit welchen literarischen Projekten hüben und drüben das neue Jahr beginnt und denke nach wie vor, daß jeder, der es will, schreiben soll und darf und, ob die sogenannte Hochliteratur wirklich nur aus Worträuschen a la Valerie Fritsch und Andrea Winkler oder Negativen wie Thomas Bernhard beziehungsweisen „Unverständlichen“ wie Arno Schmidt, Ulrich Peltzer, etcetera, besteht, ist die Frage und ich antworte gleich, daß ich es nicht glaube und es wahrscheinlich schon ein wenig seltsam ist, daß die Leute zwar alle von Proust und James Joyce schwärmen, ihre Bücher aber wahrscheinlich nicht gelesen haben, während sie bei Stephenie Meyer und „Schades of Grey,“ etcerta,“ Pfui, das liest man nicht!“, schreien.

Seltsam, daß die Bücher aber trotzdem Millionenauflagen haben. Das ist wirklich eigenartig und vielleicht auch verlogen, denkt eine, die gerne über den Tellerrand schaut, im Jahr 2016 zu ihren vierzig selbstgemachten Büchern stehen will, aber nichts dagegen hat, für die „Paul und Paula“ vielleicht doch einen wirklichen, echten Verlag zu finden oder wenigstens damit literarisch wahrgenommen zu werden.

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2015-11-01

Der fünfte Nanowrimo

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:56
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Es ist wieder November und daher „Nanowrimo-Zeit“, für die die das noch nicht wissen, „Nanowrimo“ bedeutet „National writing Month“ und das ist eine Idee aus dem schönen Amerika, wo man ja demokratisch ist, glaubt, daß jeder sowohl, um sich schießen kann, wie er will und möchte, aber auch die Kreativität in sich hat, zu schreiben.

So wird das kreative Schreiben schon im College gelehrt und da hat man sich dann einmal zusammengesetzt und gesagt, wir schreiben in einem Monat einen Roman mit fünfzigtausend Worten.

Internet gab es damals auch schon. So konnte man sich gut vernetzen und siehe da, inzwischen ist es längst ein internationaler Schreibemonat geworden, weil sich die ganze Welt daran beteiligt, hunderttausend und so Schreiber- und Schreiberinnen.

Allerdings wieder einmal etwas, was an der Profizone vorbei schlappert, denn die glauben ja immer noch an die sogenannte Qualität, beziehunhgsweise, den Musenkuß und behaupten, daß man schreiben nicht lernen kann.

Man muß es aber irgendwie doch, entweder durch try and error im stillen Kämmerlein und wenn es gut genug ist, wird es dann bei „Suhrkamp“ veröffentlicht.

Im österreichischen Raum beginnt man meist bei „Arovell“ oder „Resistenz“ und geht dann, wenn es geht, zu „Septime“ oder „Droschl“ weiter und dort, wo es nicht geht, bleibt man beim „Nanowrimo“, von dem man vielleicht bei Anni Bürkl oder, wie ich über das „Writersstudio“ hörte und gibt den dann entstandenen Roman im sogenannten „Selfpublishing“ hinaus.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, daß der „Nanowrimo“ im Sommer begonnen hat, da hatten die Amerikaner aber keine Zeit, so haben sie es in den November verlegt, weil schon kälter und man bleibt zu Haus, haben sie wohl gedacht. Für mich ist das zwar ein ungünstiger Monat, weil die „Buch-Wien“, mein Geburtstag und auch noch andere Veranstaltungen, trotzdem habe ich seit 2009 mitgemacht und bin jetzt bei meinem fünften „Nanowrimo“ mit dem ich gleich beginnen will.

Gedacht war es um Schreibblockaden zu überwinden, die Amerikaner gehen ja vom Probieren, wie man auch im „Writersstudio“ hören kann und von den „Morgenseiten“ aus. Man nimmt den Bleistift in die Hand und schreibt ohne abzusetzen eine bestimmte Zeit und wenn einem nichts einfällt, schreibt man eben „Mir fällt nichts ein!“, bis es wieder geht.

Beim „Nanowrimo“ soll man jeden Tag so etwa eintausendfünfhundert Worte schreiben, wirklich am ersten November anfangen, ein bißchen vorausplotten darf man glaube ich zwar, man kann aber auch ohne Plot vor sich hinschreiben und nachher das Ganze dann korrigieren, veröffentlichen etc.

Und weil man das in einer anonymen Gruppe macht, hat man auch die Motivation und wenn man fünfzigtausend Worte am Ende des Monats hochlädt bekommt man Applaus und eine Urkunde.

Die Fachwelt runzelt zwar wahrscheinlich die Stirn vor soviel unverlangt geschriebenen Romanen, die sich inzwischen wahrscheinlich bei „Amazon“ tummeln und für mich ist es auch nicht mehr ganz das Richtige, denn daß ich fünfzigtausend Worte schreiben kann, habe ich schon mehrmals bewiesen., bei mir wäre es wohl der Sprung in die Aufmerksamkeit. den ich schaffen sollte und der fehlt mir leider trotz „Literaturgefüster“, was ich immer noch nicht ganz verstehe, wieso das bei mir nicht geht und ob es wirklich nur an den paar Rechtschreibfehlern und daß ich halt sehr realistisch und nicht sehr abgehoben bin, liegt?

Das wird mir auch der „Nanowrimo“ nicht beantworten, schreibe ich ja auch da sehr isoliert vor mich hin, weil ich zum Beispiel gar nicht weiß, wie man „Buddies“ findet. Bei der Gruppe um Anni Bürkl habe ich in den letzten Jahren aber immer mitgeschaut.

2008 habe ich das erste Mal gehört, daß es sowas gibt, nicht mitgemacht, sondern nur mitgelesen.

2009 habe ich mich dann getraut und „Heimsuchung oder halb eins“ geschrieben. Da habe ich eine kranke Protagonistin erfunden, die während ihre türkische Nachbarin zum Begräbnis ihres Großvaters nach Istanbul fliegt, sich in einigen Blogs umsieht und dabei auch die Nobelpreisvergabe, daher ein Teil des Namen, den angeblich ruft ja Stockholm jeweils um halb eins den jährlichen Gewinner an.

Da habe ich mich mit der Schreibwerkstatt um Jackeline Vellguth vernetzt, ihr einen wöchentlichen Bericht geschrieben, der auch im Buch enthalten ist und dann, glaube ich, sogar etwas von ihr gewonnen. Ja bei der Schreibwerkstatt habe ich mich einige Jahre, bevor Anni Bürkl den „Nano“ entdeckte, auch umgeschaut.

2010 und 2011 habe ich nicht mitgemacht.

Erst wieder 2012 mit „Beim Sterben sollte man zu Hause“ sein und da schon mal gehörig „geschummelt“.

Ich bin ja eine schnelle Schreiberin, so war ich auch schon 2009 am neunzehnten Tag fertig, aber da habe ich glaube ich mit ganz wenig Ideen am 1. November begonnen.

2012 hat es sich ergeben, daß ich schon eine Woche oder so mit dem Korrigieren des Vorigen fertig war und da habe ich einfach zu schreiben anfgefangen, es gibt ja ohnehin nichts zu gewinnen und es ist auch egal, wann man es macht, habe also schon am ersten Tag an die fünfzehntausen Worte hochgeladen und war nach ein paar Tagen fertig.

2013 war es mit der „Brüderschaft“ „Verbrüderung“ steht noch auf meiner „Nanoseite“ ähnlich.

Ich habe für die Geschichte mit den drei Brüdern, die schon eine alte Idee war, schon im Oktober recherchiert, ich glaube auch in der „Schreibegruppe“ vorgeschrieben und damit die Ruth verärgert, habe etwas weniger am Ersten hochgeladen, etwas länger nämlich dreizehn Tage gebraucht und hatte dann das Problem, daß ich schon vor den fünfzigtausend Worten Fertig war. Da bin ich dann auch das erste Mal nach Ungarn gefahren, habe alles durchkorrigiert und dann noch ein paar Szenen angefügt.

Beim „Sterben“ habe ich, glaube ich, das Nachwort dazugefügt und dann hat es gepasst. Beim Korrigieren fallen dann auch immer einige tausend Worte weg, so daß die Bücher dann auch weniger Worte habe.

Das Schummeln ist beim „Nanowrimo“ ja egal, trotzdem hat mich das ein bißchen geärgert und mir jedesmal auch vorgenommen, länger für den „Nano“ zu brauchen, mir diesmal wirklich sehr viel Zeit zu lassen, aber ich bin halt eine schnelle Schreiberin, was solls.

Voriges Jahr war es mit „Im Namen des Vaters“ ähnlich, da kam mir die Idee im Sommer, als ich Ernst Lothasrs „Die Mühle der Gerechtigkeit“ gelesen habe.

Ich habe auch schon im Oktober recherchiert, bin beispielsweise dazu ins AKH gegangen und habe auch in zwei Schreibgruppen und bei den Schnuppertagen des Writersstudios ein wenig vorgeschrieben. Das aber nur mit der Hand, so daß ich um Mitternacht am ersten wirklich neu begonnen habe. Dann hat die erste Szene, der einstige auch nicht gleich gepasst, der Alfred hat geätzt, das kann jeder Affe, fünfigtausend Worte hochladen, das hat mich geärgert, die „Buch Wien“ mit ihren Unterbrechungen und ein Ungarn Aufenthalt zum Fertigschreiben war auch dabei.

Wieder eine ähnliche Kurve, zwar nichts vorher hochgeladen, aber dann sehr schnell und viel geschrieben, bis zur Buch Wien, dann kam eine Unterbrechung und auch ein kleines Minus durch das Korrigieren, in Ungarn dann ein neuer Schwung und, ich glaube, ich habe auch noch etwas angefügt, um die fünfzigtausend Worte zu erreichen, so daß es nicht mit dem Tod der Veronika, sondern mit der Geburt des kleinen Moritz, beziehunsweise mit einem Friedhofbesuch bei der Großmutter endet. Fertig war ich aber wieder am Tag neunzehn. Ich kann offenbar nicht anders.

Und heuer habe ich ganz zufällig und ganz inoffiziell einen sogenannten „Sommernanowrimo“ nämlich meine Sommergeschichte über die Sommerfrische in Harland bei St. Pölten einer prekären Studentin und ihre Freundinnen geschrieben. Da habe ich Anfang Juli mit ein paar Vorarbeiten angefangen, war Ende des Monats fertig und habe, das Rohkonzep liegt inzwischen beim Alfred inzwischen immer noch einundfünfzigtausenvierhundert Worte.

Das Worte zählen ist für mich ganz hilfreich, bin ich ja offenbar eine, die Struktur benötigt und so wird es heuer vielleicht ein wenig anders, denn da habe ich auch eine alte Idee, will ich ja diesmal einen Adventkalender schreiben.

Das habe ich schon einmal, ich glaube, am Ende des vorigen Jahrhunderts, da habe ich jeden Tag ein paar Zeilen in ein Büchlein geschrieben, das ganze dann im Jäner bei Weihnachtsmusik zusammengeschrieben, die Geschichte ist im „Best of“ enthalten.

Und 2013 habe ich im Sommer „Die dreizehn Kapitel“ geschrieben, die sind ganz kurz geworden, nämlich im Rohtext keine 31000 Worte, es gibt darin aber eine prekäre Studentin namens Nika Horvath, die Nachbarin der Hauptfigur, die sich im Dezember als Weihnachtsfrau verdingt und Zuckerl verteilend auf der Mariahilferstrape steht, die hat darin ein Kapitel und im Dezember 2013 habe ich glaube ich schon im Blog ein paar Nika Geschichten gehabt und 2014 wieder, da habe ich dann im Dezember in der Schreibgruppe über Weihnachten geschrieben und mir vorgenommen, das im nächsten jahr im Rahmen des „Nanowrimos“ zu machens.

Voila und da mir da das Monat Dezember bzw. der Advent eine gute Schreibvorlage gibt, ist zu erwarten, daß ich etwas regelmäßiger und länger schreiben.

Ich will nämlich jeden Tag eine Geschichte schreiben, die mit „Erster Dezember“, „Zweiter Dezember“, betitelt ist, wenn die zwischen eintaudendfünfhundert und dreitausen Worte haben, bin ich zwischen dem Vierundzwanzigsten und Einunddreißigsten fertig.

Das lasse ich offen, wann das endet, die  Buch- Wien“ könnte, obwohl die Frau Führer nicht mehr die Pressearbeit macht und mir die Frau Müller noch nicht auf meine Anfrage um Gratiskarten geantwortet hat, wieder eine Unterbrechung bringen.

Nach Ungarn fahren wir diesmal erst im Dezuember, da kann ich dann schon korrigieren.

Recherchiert habe ich im Oktober ein bißchen, nachdem ich mit der „Sommergeschichte“ fertig war, vorgeschrieben nichts, im „Writerstudio“ beim „Openday“ zu dem ich ja immer Schnuppern gehe beim „Krimiworkshop“ mir aber eine Handlung zurecht gelegt, ein bißchen in die „Dreizehn Kapitel“ geschaut und mir auch einen voräufigen Plotzurecht ausgedacht.

Zu schreiben fange ich aber demnächst an, werde mir heuer den Advent in den November verlegen und bin sehr gespannt, wie es mit meiner „Nika Weihnachtsfrau“, die ja schon eine alte Bekannte ist, werden wird.

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