Literaturgefluester

2018-10-09

Deutscher Buchpreis und österreichische Shortliste

Am Montagabend wurde also zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse der vierzehnte deutsche Buchpreis vergeben, der mich, könnte man so sagen, seit ich blogge,  sehr interessiert, vorher ist er eher an mir vorbeigegangen und seit 2015 lese ich eifrig mit und blogge darǘber.

Da habe und das war mein Ziel alle Bücher gelesen, ab 2016, wo es ja auch schon den öst Bp gab, waren es neunzehn, im Vorjahr achtzehn und heuer werden es wohl wieder achtzehn werden.

Da ich aber wegen unserer Schweizreise erst eine woche später zum Lesen, beziehungsweise mit dem Anfragen angefangen habe und außerdem eine Menge Nichtbuchpreisbücher, die ich paralell lese, auf meinem Bücherstapel habe, bin ich heuer sehr sehr langsam und lese mich gerade durch mein zehntes LL beziehungsweise viertes Shortlist-Buch, nämlich das der Georgerin Nno Haratschiwilli, das über siebenhundert Seiten hat und von dem ich gleich schreibe, daß es mir sehr sehr gut gefällt.

Vorher war ich ja der Ansicht und habe das auch Robert Huez im Literaturhaus so mitgeteilt, daß Maxim Biller denPreis bekommen wird, aber das Buch der Haratischwilli ist, meiner Meinung nach, viel biel besser, Manfred Rebandl im „Standard“ und manche „Amazon-Rezensenten“ sind da zwar anderer Ansicht, aber ich dachte am Schluß, sie wirds, weil ja auch das Messegastland heuer Georgien ist, gewinnen oder doch  Stephan Thome, den ich aber noch nicht gelesen habe.

„Nachleuchten“ von  Maria Cecilia Barbetta, habe ich erst vorige Woche von „Netgalley“ bekommen, beziehungsweise ist es das Einzige, der mir da fehlenden vier Bücher, das der Anja Kampmann ist mir ja kurzfristig verloren gegangen, das ich öffnen konnte. Der „Vogelgott“ den ich gelesen habe, schien mir zu speziell für de nPreis bezeihungsweise dem „Massengeschmack und „Archipel“ ebenfalls schon gelesen, hat mir  nicht so gefallen.

Der Livestream wird ja immer um sechs übertragen, da habe ich in den vorigen Jahren öfter hieneingehört und bin dann zu einer Veranstaltung gegegangen, einmal habe ich sogar selber gelesen. Im Vorjahr habe ich eine Stunde verschoben, um mir den ganzen Lifestream anschauen zu können. Heur hatte ich dann eine Stunde, so bin ich als der Klient gegangen war, gerade in das Video vom Stephan Thome hineingekommen, dachte mir „Schau an, also doch der „Gott der Barbaren“!“, dann trat Heinrich Riethmüller vom Börseverein auf die Bühne und verkündete Inger Maria Mahlke ist die Preisträgerin und ich dachte „Nein und ich liege wirklich immer daneben!“

Da kann man offenbar nichts machen und auf den österreichischen Buchpreis hoffe, wo ja am Dienstag die Shortlist bekanntgegeben wird und da bin ich in meiner Schätzuing bei der Longlist  richtiger gelegen, hatte da schon fünf Bücher gelesen, inzwischen sind es sieben, ein achtes steht noch auf meiner Leseliste, das Buch vom Daniel Wisser und das von Robert Seethaler ist leider noch nicht zu mir gekommen und ich tue mir beim Schätzen der Shortlist etwas schwer, denn meiner Meinung nachkönnten sowohl Milena Michiko Flasar, Arno Geiger, Margit Schreiner, Heinrich Steinfest, Robert Seethaler und Josef Winkler darauf kommen, dann entweder Hanno Millesi oder Daniel Wisser, dann wären es aber sieben und nicht fünf Bücher. Also mal sehen, warten wir auf die Bekanntgabe und schauen wir, wie schief ich da wieder liegen werde. Mal sehen, ich bin gespannt und lese mich ansonsten weiter durch meine drei oder vier Herbstleselisten.

Nun ist sie da, voila, die Shortlist und wieder eine Überraschung, denn die erwarteten großen Namen Geiger, Seethaler, fehlen, leider auch Margit Schreiners Platzgeschichte und statt  Hanno Millesi ist es Daniel Wisser aus dem „Jung und Jung Verlag“ geworden, das einzige Buch auf der Liste, das ich noch  bekommen muß. Vielleicht kann ich Anna Jung auf der Preisverleihnung nochmals anschnorren.

Also um nicht allzu verwirrend zu sein, das sind die fnf uind das Buch von Gerhard Jäger ist für mich die Überraschung, damit hätte ich, wie geschrieben nicht gerechnet.

Also, die Shortlist des öst Bp, besteht aus:

1. Milena Michiko Flasars „Herr Kato spielt Familie“

2.Gerhard Jäger „All die Nacht über uns“

3.Heinrich Steinfest „Die Büglerin“

4.Josef Winkler „Laß dich heimgeigen Vater, Oder den tod ins herz mir schreibe“, was ich noch lesen muß und

5. Daniel Wisser „Königin der Berge“, das noch zu mir kommen sollte.

Wer wird gewinnen? Josef Winkler wahrscheinlich, der ja schon „Büchner-Preisträger“ ist. Ich würde mir, wie zu vermuten, Heinrich Steinfest wünschen, denn das hat mir von den drei Büchern, der Liste die ich gelesen habe und sonst auch, am besten gefallen und die Jury besteht, damit man sich orientieren kann, wie weit ich mit meinen Schätzungen vielleicht schon wieder falsch liege aus: Bernhard Fetz, Konstanze Fliedl, Jens Jessen, Evelyne Polt-Heinzl und der Buchhändlerin Bettina Wagner, also kännte es schon der <Herr Winkler werden und ansonsten bin ich im Gegensatz mit dem dBp sehr zufrieden, eine schöne Wahl, obwohl natür,lich sehr viele andere schöne Bücher fehlen, aber wie gesagt, man kann ja selber alles was man möchte lesen und ich habe das in diesem Jahr  schon sehr getan.

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2018-08-26

Das Herbstlesen

Vom Schweiz-Urlaub zurück gekommen, während die Sommerhitze allmählich abflaut, richte ich mich, noch in meinem Sommerfrische beziehungsweise Wochendendquartier und Zweitwohnsitz auf das Herbstlesen ein, das diesmal ein ganz besonders intensives sein wird, denn die Bücherstapeln im Wiener Badezimmer sind sehr hoch und, als wir nach der zehntägigen Abwesenheit nach Wien zurückgekommen sind, war das auch der Briefkasten und es wird diesmal nicht mehr, wie weiland 2015 als ich mit dem Buchpreislesen angefangen habe, ein mehr oder weniger darauf konzentriertes sein, ganz im Gegenteil und das ist auch gut so und das Interessante daran.

Denn meine Einstellung zum dBp, der meiner Meinung nach 2005 vom Börseverband des deutschen Buchhandels geschaffen wurde, um die Leser oder Käufer auf die interessantesten bzw. wie das so großspurig hieß „beste“ Neuerscheinung des Jahres aufmerksam zu machen, hat sich inzwischen sehr geändert.

Zuerst ist der dBp, das habe ich schon geschrieben, ja ein paar Jahre an mir vorbeigegangen, bis ich zu bloggen anfing und mich Christiane Zintzen, die heute, glaube ich, Chris Bader heißt, darauf  aufmerksam machte und ich mich 2009 vergeblich auf die Jagd nach dem Buchpreisprobenbüchlein machte. Dann habe ich  immer ein bißchen darüber gelesen, meinen damals wohl noch nicht sehr kompetenten Senf dazu abgegeben und mir ein oder zwei Bücher daraus jeweils zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken lassen, wie es sich die initatoren wohl wünschen.

„Buzzaldrin“ hat dann 2013 mit der Idee des Buchpreisbloggens angefangen.

„Wow!“, habe ich gedacht und wohl gerne mitmachen wollen, aber an meine lange Bücherliste gedacht und mich wohl auch noch nicht getraut, die Verlage anzuschreiben.

2014 kam von „Buzzaldrin“ die Idee des „Longlistenlesen“, wo man sich beteiligen konnte und 2015 gründeten sich dann die „offiziellen Buchpreisblogger“ wo ich nicht dabei und wohl darob auch ein bißchen beleidgt war und da habe ich mir dann einen Stoß gegegeben, geschrieben „Dann tue ich es inoffizell und die Verlage angefragt.

Zehn oder elf Bücher sind, glaube ich, gekommen, den Rest habe ich mir anderwertig besorgt und 2016 gedacht, jetzt lese ich nur mehr was kommt, es kamen neunzehn Bücher und ein Monat später der öst Bp, da kamen ein paar Bücher weniger und Sabine Grubers „Daldossi“ und Peter Henischs „Suchbild mit Katze“ liegen immer noch ungelsen auf meinen Stapeln und damit habe ich auch verstärkt Anfragen von den Verlagen und die ersten Vorschauen bekommen und da ich ja nicht „Nein!“, sagen kann und mir das Ganze immer noch, ich weiß auch nicht wieso, großen Spaß macht, ist es dann schon 2016 zwei oder dreigleisig gewesen, 2017 ebenso und 2018 lagen bevor wir in die Schweiz gekommen sind, schon zehn Bücher auf dem Stapel, die man erst im August oder September nach dem Erscheinen lesen sollte.

„Opoe“ habe ich mir in die schwiz mitgenommen, den dritten Band der Tim Krohns „Haussaga“ habe ich erst bei meiner Rückkehr im Garten vorgefunden und aus der Schweiz habe ich mir ja bekanntlich das im Abverkauf um fünf Franken gekaufte Arno Geiger Buch mitgenommen und als mein erstes Buch von der dBp 2018 Liste gelesen und jetzt sitze ich in Harland und kann mich auf das Herbstlesen vorbereiten.

Zwei PDf von denen eines inzwischen verschwunden ist und da weiß ich auch nicht wieso in dem Mail plötzlich ein ganz anderes war, sind schon gekommen, die „Sechs Koffer von Maxim Biller, auf die ich auch schon sehr neugierig war, habe ich bei meiner Rückkehr in Wien vorgefunden. Inger Maria Mahlkes „Archipel“, das schon auf dem Bücherstapel lag, habe ich zu lesen begonnen, die „Gewitterschwimmerin“ und „Der Vogelgott“ warten auch schon auf mich und bei zwei drei anderen Büchernder LL habe ich auch schon die Zusage, bekommen und kann mich darauf freuen.

Am fünften September wird die österreichische Liste bekannt gegeben. Da hoffe ich auch wieder und wahrscheinlich erneut vergeblich, daß ich davon schon was gelesen habe, obwohl es, da ich ja schon an die sechzig Neuerscheinungen gelesen habe, durchaus sein könnte und sonst habe ich auch noch ein paar Schmankerln auf den Stapeln liegen, auf die ich mich schon freue, da wäre erstens das neue Buch vom Wolf Wondratschek dabei, dann das neue von Tiljan Sila dessen Debut mir im Unterschied zu anderen ja sehr gut gefallen hat. Die neue Verena Roßbacher, deren Lesung bei den O- Tönen ich versäumt habe wartet, wie das neue Kumpfmüller-Sommerbuch, das ich hoffentlich noch bevor die Herbststürme kommen, lesen werden und dann hat mir „Literaturtest“ auch noch zwei Krimis aus dem „Unionsverlag“ geschickt und „Galiani“ einen interessanten Erzählband von Frank Schulz.

„Streß, Streß!“, werden die einen sagen, ich eher, daß ich in die Hände spuken und die Augen ölen werde  und mir, wie ich das ohnehin schon länger tue, immer wenn ich zu einer Lesung in die „AS“, ins Literaturhaus oder in die „Gesellschaft“ gehe, die ja auch bald beginnen , ein Buch einstecken werde, um die Wartezeit nützlich zu verbringen und mich daher nicht mehr, wie ich das ja bisher tat, auf das reine Badewannelesen beschränken und was meine veränderte Einstellung und die ist das ja auch nicht wirklich, betrifft, so meine ich damit, daß ich jetzt noch viel konkreter, als ich es bisher tat, verstehe, daß es eben mehr, als zwanzig sechs oder halt das eine hochgelobte Herbsthiglight gibt, das ich unbedingt lesen sollte, um auf den Paties und Gesellschaften im nächsten halben Jahr mitreden zu können.

Nun gut, dorthin gehe ich ohnehin nicht so viel und auch sonst fragt mich eigentlich kaum jemand, was ich lese oder ob ich das oder das schon gelesen habe?

Aber ich habe mir  schon vor ein paar Wochen eine zwanzig Bücherliste von den Neuerscheinungen erstellt, die ich diesem Jahr gelesen habe. Ein einziges davon und das wurde ja gerade erst angelesen, steht auf der LL, dafür drei vier oder sogar mehr andere, die ich gerne darauf gesehen hätte.

Nun gut, macht ja nichts, denn die 2018-Liste, das habe ich, glaube ich,  schon mitbekommen, ist sehr interessant und wenn es sie nicht geben würde, wäre wahrscheinlich so manches, wie besipielsweise Josef Oberhollenzers „Sülzrather“, das ich gerade, als PDF lese, an mir vorgeigegangen. De neue Helene Hegemann wäres es und wird es vielleicht auch, das neue Bch vom Adolf Muschg, das mich sehr interessiert und das der Gianna Molinari das ich vom Bachmannpreis-Surfen kenne und das ist für mich das Interessante, vielleicht noch ein wenig genauer hinzugucken, was da alles so in einem Jahr erscheint, obwohl ich das natürlich gar nicht kann, bei den zig tausenden jährlichen Neuerscheinungen, das weiß ich schon, daß, auch wenn ich hundertfünzig bis hundertsiebzig Bücher  lese, es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben wird und dann bleiben, die anderen, früher erschienenen Buchpreisbücher, die ich irgendwo gefunden oder aus dem Abverkauf gezogen haben, liegen.

Ich weiß, finde es aber trotzdem spannend und auch das, was ich so auf den Blogs und bei den Nooktubern über den dBp lese, denn die sind ja, wie die Buchhändler der Meinung, das meistens, das darauf steht, was sie sowieso nicht interessiert.

Gut, die lesen meistens New Adult, Phantasy oder was es sonst so alles an Genres gibt, wo ich mich nicht auskenne, aber interessant ist ja auch, daß heuer ein Buchblogger in der Jury saß und vielleicht habe ich deshalb auf einigen Blogs oder Vlogs gelesen, daß die heurige LLl viel leichter lesbar, als die anderen wäre. Da habe ich mir schon, bevor ich „Sultzrather“, das mir übrigens sehr gut gefällt, zu lesen angefangen habe, gedacht, daß ich das eigentlich so nicht nachvollziehen kann.

Auf dieser Liste stehen für mich relativ viele mir bisherun bekannte Autoren, beziehungsweise Autorinnen, denn diesmal sind die Frauen eindeutig in der Überzahl und so weit ich es bis jetzt beurteilen kann, scheinen die vielen männlichen Midlifekrisis Bücher, wo es um den Sex des älteren Mannes geht und die mich im Vorjahr ein wenig nervten, zu fehlen.

Spannend spannend, aber wieder ein Beweis, daß es nicht reicht, beziehungsweise man sich nicht in der Gegenwartsliteratur auskennen wird, wenn man sich das eine Buch zu Weihnachten schenken läßt, die Shortlist oder auch die Longlist liest.

Es gibt viel viel mehr interessante Bücher, bei dem Wort gut, weiche ich sowieso wieder aus, weil ich bis jetzt eigentlich keine schlechten Bücher finde, außer die, die ideologisch zu hetzen versuchen und da sind mir bis dago nur Sachbücher bekannt, die ich nicht lese und auch die meisten Krimis, Phantasies oder sonstigen Genres, die  bei „Amazon“ hochgeladen werden und die die Leute vielleicht mehr, als den neuen Josef Oberhollzener oder  Wolf Wondratschek interessieren, halte ich nicht dafür.

Es gibt zig tausend Neuerscheinungen jedes Jahr und die Leute lesen immer weniger. Ich wahrscheinlich auch, denn mein Jahreshighlight von 176 bücher aus dem Jahr 2013 habe ich seither nicht mehr erreicht und halte es auch für illusionorisch, daß ich zweihundert Bücher schaffe.

Aber die Durchschnittsdeuschten und Österreicher lesen acht bzw. neun Bücher im Jahr, wenn diese Zahl, die ich einmal wo gehört oder gelesen habe, noch stimmt. Ich lese zwischen hundertfünzig und hundertsiebzig, interessiere mich sehr dafür, würde gerne mehr lesen, habe aber noch anderes zu tun, was genauso wichtig ist, beispielsweise, das Schreiben meines neuen Romans, wenn ich den Beruf, die Familie, die Lesungen, den Literaturbetrieb, jetzt gar nicht erwähne und falls ein Mitglied der  öst-Bp-Jury das lesen sollte, bitte bitte, tut den Heinrich Steinfest, die Milena Michiko Flasar und vielleicht auch den Norbert Gstrein darauf, weil mich der sehr interessieren würde und mir die „Büglerin“ sehr gut gefallen hat.

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